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Archiv 2023

Walnussschalen als Inhaltsstoffe für Kosmetika: Hochschulprojekt erforscht mit Kalkarer Unternehmen Alternativen zu Mikroplastik

Kleve/Kamp-Lintfort, 08. Dezember 2023 - Seit Oktober 2023 ist es EU-weit verboten: Mikroplastik in sämtlichen Kosmetikprodukten und Waschmitteln. Doch welche Alternativen gibt es? Das möchten Forschende an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) zusammen mit dem Familienunternehmen bb med. product GmbH vom unteren Niederrhein herausfinden. Mikroplastik wurde bislang kosmetischen Mitteln (z.B. Dusch- oder Gesichtspeelings) oder Detergenzien (Wasch- und Reinigungsmitteln) als Schleifmittel sowie als Trübungsmittel zugesetzt.

Dabei handelt es sich um wasserunlösliche, feste Kunststoffe, die fünf Millimeter und kleiner sind. 1 Dermatolog*innen2 betonen zwar mitunter, dass für eine gesunde Haut keine Peelings nötig seien, aber wer kennt das nicht: das angenehm weiche Gefühl auf der Haut nach einem Peeling. Das Problematische an zugesetztem Mikroplastik ist, dass die Partikel mit dem (Ab-)Waschvorgang in das Abwasser gelangen. Die Partikel, die dadurch in die Kanalisation gespült werden, sind so klein, dass Kläranlagen sie nicht filtern können. In Kläranlagen wird das Abwasser einem mehrstufigen Reinigungsprozess unterzogen: Feststoffe werden entfernt, UV-Licht tötet Keime ab und Membrananlagen filtern Bakterien und Viren.

Für Mikroverunreinigungen sind die Kläranlagen mit ihrem mehrstufigen Reinigungsprozess nicht ausgelegt. Darunter fällt u.a. Mikroplastik. Aus diesem Grund schob die EU mit der Chemikalienverordnung REACH der Verwendung von Mikroplastik in Produkten, deren Reste in das Abwasser gelangen, aber dennoch nach dem Reinigungsprozess die Kläranlage verlassen und in Gewässer gelangen, den Riegel vor. Auch wenn der Anteil an Mikroplastik, der durch Peelings oder Waschmittel ins Abwasser gelangt, recht gering ist, so ist die Forschung an Alternativen dafür ein Anfang.

Dieser Verantwortung ist sich bb med.-Geschäftsführer Robert Beinio bewusst: „Wir setzen schon lange kein Mikroplastik mehr ein. Und auch der Dachverband der europäischen Kosmetikverbände hat bereits im Jahr 2015 empfohlen, keine Kunststoffpartikel mehr in Kosmetik einzusetzen“, betont er. Dennoch haben sich Robert Beinio und Dr. Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der HSRW, zum Ziel gesetzt, natürliche Alternativen einzusetzen. „Eine davon betrachten wir in unserem Projekt näher: Walnussschalen“, so der Professor der Fakultät Life Sciences.

Dr. Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Fakultät Life Sciences ©StephanHanf.


Um das besser zu verstehen, geht die Reise nach Kirgistan: „Das Land hat großartige, natürliche Walnusswälder, deren nachhaltige Nutzung wir im Projekt SUFACHAIN sicherstellen können. Dabei wollen wir auch die Beiprodukte der Walnussernte berücksichtigen. Im Rahmen des Projektes wollen wir die technologischen Herausforderungen dieser möglichen Nutzung – hier sind vor allem der Mahlprozess zur Erzielung von nichtscharfkantigen Partikeln und die mikrobiologische Qualität zu nennen – untersuchen und Lösungen finden“, erklärt Bockmühl den Ansatz des Forschungsvorhabens.

Dabei gibt es einige Hürden zu meistern, um die kirgisischen Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen. Das weiß auch Bockmühl: „Walnussschalen, aber auch die ebenfalls im Projekt betrachteten Aprikosenkernschalen, sind im Zuge des Wachstums, der Ernte und der Weiterverarbeitung immer wieder mikrobiellen Kontaminationen ausgesetzt, zum Beispiel durch Schimmelpilze. Um einen sicheren Kosmetikinhaltsstoff zu erhalten, müssen diese mikrobiologischen Probleme erkannt und gelöst werden. Wir wollen das im Projekt auf eine Weise tun, damit die Produkte mit möglichst geringer Nutzung von Bioziden und ohne den Einsatz von möglicherweise problematischen Behandlungsmethoden wie einer Bestrahlung verarbeitet werden können. Dazu wollen wir vor allem Prozessschritte in Kirgistan mit unseren dortigen Partnern optimieren, aber auch mögliche, risikoarme Konservierungsmethoden entwickeln“, so der HSRW-Professor.

Und auch bevor ein solches Produkt vermarktet werden kann, gibt es in punkto Produktsicherheit einiges zu beachten: „Bei einem Peeling-Produkt mit Kernmehlen kommt es zum Beispiel auf die Scharfkantigkeit der Partikel an. Je nach Herkunft der Partikel und Vermahlungsgrad können sie für eine Anwendung im Gesicht in Frage kommen oder eher für ein Fuß-Peeling“, weiß der Kalkarer Unternehmer Beinio. „Ebenso muss das Produkt einen Lagertest bei verschiedenen Temperaturen bestehen, den sogenannten Stabilitätstest. Es handelt sich um eine beschleunigte Alterung. Dann wird die mikrobiologische Sicherheit durch einen Konservierungsbelastungstest geprüft.

Zur Sicherheit für die anwendenden Käufer*innen des Produktes wird ein toxikologisches Gutachten erstellt und ein dermatologischer Test durchgeführt“, erläutert Bockmühl. Beinio ergänzt, dass auch die verschiedenen Naturkosmetiklabel und deren Anforderungen für Zertifizierungen eine wichtige Rolle spielen. Ziel des Projektes sei laut Bockmühl einerseits die Entwicklung eines Kosmetikinhaltsstoffes, nicht eines fertigen Kosmetikums.

Durch die Projektkonzeption, bei der mit finalen Rezepturen gearbeitet wird, sei die Anwendung nach erfolgreichem Projektabschluss tatsächlich recht kurzfristig möglich. Andererseits zielt das Projekt auch darauf ab, „den kirgisischen Bauern Wege zur Vermarktung von Walnussschalen zu eröffnen, die sonst reines Abfallprodukt wären. Hierbei wollen wir aus wissenschaftlicher und industrieller Sicht Möglichkeiten eröffnen, die genannten technologischen Hürden zu meistern, indem wir den kompletten Produktentwicklungsprozess vom Inhaltsstoff Walnussschale bis hin zur fertigen Kosmetik im Hinblick auf die kirgisischen Produkte abbilden und wissenschaftlich begleiten.


Ziel, dass die Bauern in Zukunft ihre Wertschöpfung durch die Vermarktung hochwertiger Produkte – auch aus derzeitigen Abfällen der Lebensmittelproduktion – optimieren“, fasst der HSRW-Professor das Vorhaben zusammen. Im Projekt SUFACHAIN soll so eine win-win-win-Situation gemäß der drei Säulen nachhaltigen Wirtschaftens entstehen: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Ein Abfallprodukt wird weiterverarbeitet, dadurch werden Landwirt*innen ökonomisch unterstützt. Und ein Unternehmen aus Kalkar am Niederrhein profitiert davon, bald nachhaltigere Produkte auf den Markt bringen zu können.

Auch wenn die Entwicklung eines kosmetischen Produktes, inklusive aller erforderlichen Tests, ein Jahr oder auch länger dauern kann: Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt sind nicht nur am Niederrhein und in Kirgistan von Bedeutung – davon könnten Hersteller aus ganz Europa profitieren.


Über das Projekt SUFACHAIN – Nachhaltige agroforstwirtschaftliche Wertschöpfungsketten
Der landwirtschaftliche Sektor stellt eine wichtige Lebensgrundlage für die ländliche Bevölkerung in Zentralasien dar. Gleichzeitig werden die Agrar- und Waldlandschaften der Region durch Degradation (dauerhafte Veränderung und teilweise auch der Verlust der Struktur des Bodens) bedroht, verschärft durch Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Entwicklung.

Im Projekt SUFACHAIN sollen deshalb Agroforstsysteme analysiert und in die lokale Landnutzung integriert sowie Produkte und Technologien entwickelt werden, welche zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung und lokalen Wertschöpfung beitragen. Als Agroforstsysteme werden Landnutzungssysteme bezeichnet, bei denen Gehölze (Bäume oder Sträucher) mit Ackerkulturen und/oder Tierhaltung so auf einer Fläche kombiniert werden, dass zwischen den verschiedenen Komponenten ökologische und ökonomische Vorteilswirkungen entstehen.


Das Projekt wird mit knapp 1,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative ‚CLIENT II – Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen‘ mit einer Projektlaufzeit von zwei Jahren gefördert. Regionale Schwerpunkte werden in Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan gesetzt. Die Entwicklung effizienterer Technologien zur Verwertung von Abfallstoffen aus dem Verarbeitungsprozess, wie beispielhaft die Walnussschalen oder Aprikosenkerne, ist eines der sechs Arbeitspakete des Projektes. Projektpartner sind die Unternehmen bb med. Product GmbH aus Kalkar in Nordrhein-Westfalen und A+S Biotech aus Völklingen im Saarland. Weitere Informationen: www.sufachain.org

 

 

Hochschule öffnet auch im Dezember die Türen für Interessierte

Kleve/Kamp-Lintfort, 30. November 2023 - Als Bildungseinrichtung, die sich in der Region verankert sieht, möchte die Hochschule RheinWaal (HSRW) nicht nur Wissen schaffen und fördern, sondern dieses auch teilen. Dabei richtet sie sich nicht nur an die eigenen Studierenden, sondern lädt auch die Gesellschaft – interessierte Bürgerinnen und Bürger – in verschiedenen Formaten in diesem Wintersemester dazu ein, auf die Campus in Kleve und Kamp-Lintfort zu kommen.


Alle Veranstaltungen sind hier zu finden: www.hochschule-rhein-waal.de/de/veranstaltungen

 • Di, 05.12.2023, 19:00 Uhr Campus Kamp-Lintfort, Gebäude 01, Audimax Studium Generale: Stadtgrün und Stadtmenschen Dr. Daniela Lud, Professorin für Umweltbewertung und Umweltsanierung an der Fakultät Kommunikation und Umwelt Öffentliche Grünflächen erfüllen wichtige Funktionen für Mensch und Natur in Städten.

Der Zechenpark in Kamp-Lintfort spiegelt einen Teil der Geschichte der Stadt und kann sich zu einem Lernort für biologische Vielfalt entwickeln. Unter dem Titel ‚Stadtgrün und Stadtmenschen‘ wird Dr. Daniela Lud, Professorin für Umweltbewertung und Umweltsanierung, die Chancen biologischer Vielfalt im urbanen Raum am Beispiel des Kamp-Lintforter Zechenparks beleuchten und hierbei vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen den Wechselwirkungen der ökologischen und sozialen Dimension nachhaltiger Stadtentwicklung nachspüren.


 • Mi, 13.12.2023, 18:00 Uhr Campus Kleve, Gebäude 03, Erdgeschoss, Raum 010 Mittwochsakademie: Kinderarmut im Kreis Kleve Merle Behrens, BA Medizinische Ernährungswissenschaft und Max Knippert, KinderKulturKüche Kleve Im Rahmen der Mittwochsakademie startet eine Vortragsreihe mit den Schwerpunktthemen Kinderarmut und Kinderrechte unter dem Titel ‚Wir sind nicht arm‘.

 

Konstante Kinderarmut von bis zu 25 Prozent ist seit vielen Jahren Normalität in der deutschen Gesellschaft. Zugleich entstehen neue Konzepte und Sichtweisen von Kindheit und Bildung. Die Bedeutung von Kinderperspektiven, Kinderrechten, Kinderpartizipation sowie Ansätze zur Herstellung von Wohlbefinden für Kinder stehen hier im Mittelpunkt.

Die Vortragsreihe der Mittwochsakademie betrachtet die genauen Ursachen für die Kinderarmut in Deutschland. Zugleich verfolgen die Vortragenden das Ziel, innovative Lösungsansätze zwischen Reichtum, Wohlfahrt und Philanthropie für Kleve und darüber hinaus aufzugreifen und weiter zu denken.


Vortragenden das Ziel, innovative Lösungsansätze zwischen Reichtum, Wohlfahrt und Philanthropie für Kleve und darüber hinaus aufzugreifen und weiter zu denken.

  Di, 19.12.2023, 19:00 Uhr Campus Kleve, Hörsaalzentrum (Gebäude 01, Erdgeschoss), Hörsaal 5 Studium Generale: Biokunststoffe gegen die Vermüllung der Umwelt mit Plastik – Alles wird gut? Dr. Christoph Heß, Professor für Non-Metallic Materials an der Fakultät Technologie und Bionik Vor dem Hintergrund begrenzter fossiler Ressourcen und einer zunehmenden Verschmutzung der Ökosysteme durch Plastikmüll rücken Biokunststoffe mehr und mehr ins Blickfeld der öffentlichen Aufmerksamkeit.


Doch was sind Biokunststoffe überhaupt? Woraus werden sie hergestellt, und was sind ihre besonderen Eigenschaften? Lässt sich mit ihnen das Mikroplastik-Problem in den Griff bekommen, bzw. können sie überhaupt einen Beitrag zum Schutz unserer Ökosysteme leisten? Diesen Fragestellungen widmet sich Prof. Dr. Christoph Heß in seinem Vortrag.


Als Chemiker und Ingenieur für Verfahrens- und Umwelttechnik befasst sich Heß bereits seit vielen Jahren intensiv mit biopolymeren Werkstoffen und war vor seiner jetzigen Tätigkeit an der Hochschule Rhein-Waal, u.a. für über zehn Jahre als Leiter Forschung und Entwicklung bei einem international führenden Unternehmen der Biokunststoff-Industrie tätig.

 

 

 

Gründungswoche 2023: Impulse für die Gründungskultur an der Hochschule Rhein-Waal

Kleve/Kamp-Lintfort, 22. November 2023 - Bereits seit 2013 nimmt die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) an der Gründungswoche Deutschland teil, die in diesem Jahr vom 13. bis 17. November 2023 stattfand. Während der bundesweit größten Aktion zur Stärkung von Unternehmertum und Gründungsgeist beteiligten sich an sieben Veranstaltungen rund 100 Teilnehmende, darunter Studierende, Bürger*innen und Mitarbeitende der HSRW.

Teilnehmende beim Nachhaltigkeits-Simulation Spiel in der Gründungswoche © StartGlocal / Hochschule RheinWaal


Das Projektteam ‚StartGlocal‘ des Zentrums für Forschung, Innovation und Transfer (ZFIT) hatte in Zusammenarbeit mit Professor*innen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden ein vielfältiges Programm mit namenhaften Coaches, Speakern und Absolvent*innen organisiert. In den Workshops wurde Fragen rund um den Themenkomplex Gründung, Selbständigkeit und Start-ups nachgegangen, wie z. B. ‚Welche Schritte braucht es zur Unternehmensgründung?‘ und ‚Welches Potential hat digitales Marketing für Start-ups?‘.

Um den Umgang mit der Komplexität von Nachhaltigkeit ging es beim iCONDU SDG-Planspiel Sustain 2030, moderiert von Carina Heyer, Strategieberaterin für Nachhaltigkeit. Die Teilnehmenden konnten in diesem Simulationsspiel einen Nachmittag lang die direkten Auswirkungen von unternehmerischen Entscheidungen auf die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) in verschiedenen Szenarien durchspielen. Es wurde dabei deutlich, dass nachhaltige Transformation ein ganzheitliches Vorgehen und Teamarbeit sowie neue, kreative Ideen erfordert.

Im Workshop zur Selbstfindung und Zukunftsplanung, ein besonderes Highlight in der Gründungswoche, lernten die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten, Stärken und Persönlichkeit verstehen und waren so in der Lage, ihren individuellen Weg zur Erreichung von Karrierezielen zu definieren. Zusätzlich hatten gründungsinteressierte Studierende auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, mit Holger Schnapka, dem Gründungsberater des Startercenters NRW der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, ihren tiefergehenden Fragen zu allen Themen rund um Steuern und Gewerbeanmeldung zu klären.

Studierende des Bachelor-Studiengangs International Business Administration der Fakultät Kommunikation und Umwelt stellten bei der Vorstellung ihrer Geschäftsideen in Form von Postern ihre Kreativität unter Beweis. Die Poster wurden von einer Jury bewertet und prämiert. „Als Teil der Gründungswoche Niederrhein hat das ‚StartGlocal‘-Team wieder eine abwechslungsreiche und interessante Gründungswoche auf die Beine gestellt.

Nach dem ‚Make an Impact Day‘ im September 2023 und dem „ZukunftsLab Niederrhein‘ im Oktober 2023 zeigt sich erneut das Innovationspotential der Hochschule und der Region, das wir verstärkt ausbauen möchten“, so Dr. Gerhard Heusipp, Leiter des ZFIT der Hochschule Rhein-Waal.

 

 

Stipendien-Dinner an der Hochschule Rhein-Waal: Stipendiat*innen treffen ihre Förderer

Kleve/Kamp-Lintfort, 31. Oktober 2023 - Dank des Engagements regionaler Unternehmen, Vereine und Stiftungen können auch im akademischen Jahr 2023/24 wieder leistungsstarke Studierende der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) mit einem Deutschlandstipendium gefördert werden. Darüber freuen konnten sich diesmal insgesamt 55 Studierende. Um sich für dieses Engagement bei den Stipendiengebern zu bedanken, luden die drei Fördervereine der Hochschule zusammen mit der HSRW am 26. Oktober 2023 zum Stipendien-Dinner in die Räumlichkeiten des elaya Hotels Kleve ein.


Neben dem finanziellen Aspekt ist es der Hochschule und den Fördervereinen besonders wichtig, den Kontakt zwischen den Förderern und ihren Stipendiat*innen als potenzielle Nachwuchskräfte für die Region zu intensivieren. Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen freute sich über die vielen Anwesenden und sprach den Stipendiengebern seinen Dank aus: „Jedes einzelne Stipendium unterstützt die Studierenden und ermöglicht es der Hochschule und den regionalen Unternehmen, mit den HSRW-Studierenden, mit den jungen Talenten in Kontakt zu treten“, so der Hochschulpräsident.


Julia Nepicks begrüßte die Anwesenden im Namen des Fördervereins Hochschule RheinWaal e.V. c/o IHK Niederrhein: „Meine Recherche hat gezeigt, dass wir an den Ort zurückkehren, an dem 2011 alles begann. Denn hier im elaya Hotel sind wir 2011 mit dem ersten Stipendien-Dinner gestartet.“ Die Geschäftsführerin des Fördervereins betonte darüber hinaus, dass die Entscheidung für ein Deutschlandstipendium nicht nur eine unternehmerische Entscheidung ist, sondern auch immer eine persönliche.


„Es ist wichtig, junge Talente zu fördern; sie sind für unseren Standort ein Gewinn“, sagte Nepicks weiter. Der Förderverein der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve e.V. engagiert sich seit der ersten Stunde. Wilfried Röth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Rhein-Maas, erinnerte daran, dass der Förderverein gegründet wurde, bevor es die Hochschule gab.

„Es gab anfangs nur einen Traum: Wenn es mal eine Hochschule in unserer Region geben sollte, dann werden wir diese tatkräftig unterstützen. Denn uns war klar, dass eine Hochschule einen enormen Mehrwert für die Region bedeutet. Heute lebt die Hochschule von der Qualität ihrer Studierenden und uns ist es eine große Freude, die besten Studierenden auszuzeichnen. Auf unsere Unterstützung können sie zählen“, so Röth.


Bernhard Sack, Geschäftsführer der impacx services GmbH, wurde für sein besonderes Engagement hervorgehoben: „Sie sind der erste Unternehmer, der selbst einen weiteren Deutschland-Stipendiengeber gewinnen konnte“, betonte Hochschulpräsident Locker-Grütjen. Der Geschäftsführer machte in seiner Antwort darauf deutlich, dass die Idee entstanden sei, als Förderer weitere Unternehmen aus der Region für das Engagement im Rahmen des Deutschlandstipendiums zu begeistern.


„Es ist wichtig, dass wir gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Instabilität und der vielen politischen Konflikte ein Zeichen setzen und junge Menschen auf ihrem Karriereweg begleiten. Wir freuen uns, dass wir nun bereits zum fünften Mal in Folge im Rahmen des Deutschlandstipendiums junge, engagierte internationale Studierende der Hochschule Rhein-Waal nicht nur finanziell unterstützen, sondern mit angehenden Fachkräften in den interkulturellen Austausch gehen, voneinander lernen und die Verbindung als regionales Unternehmen zur Hochschule pflegen können", erklärt Bernhard Sack.


In festlicher Atmosphäre im elaya Hotel Kleve gab es nun die Gelegenheit dazu. Mit den Vertreter*innen der regionalen Wirtschaft sowie den Mitgliedern der Hochschule Rhein-Waal konnten die geförderten Studierenden Gespräche über Studium, Karrierewünsche oder berufliche Vorstellungen führen und Kontakte mit den Unternehmen knüpfen.


  

 

 

Hochschule öffnet auch im November die Türen für Interessierte

Kleve/Kamp-Lintfort, 27. Oktober 2023 - Als Bildungseinrichtung, die sich in der Region verankert sieht, möchte die Hochschule RheinWaal (HSRW) nicht nur Wissen schaffen und fördern, sondern dieses auch teilen. Dabei richtet sie sich nicht nur an die eigenen Studierenden, sondern lädt auch die Gesellschaft – interessierte Bürgerinnen und Bürger – in verschiedenen Formaten in diesem Wintersemester dazu ein, auf die Campus in Kleve und Kamp-Lintfort zu kommen.


Alle Veranstaltungen sind hier zu finden: www.hochschule-rhein-waal.de/de/veranstaltungen

So, 05.11.2023, 11:00 - 16:00 Uhr Tropenhaus Kleve
Offene Gärten im Kleverland – Herbst: Reisighecke als Lebensraum für Nützlinge
Team des Tropenhauses Kleve
Zum letzten Mal in diesem Jahr öffnet das Tropenhaus im Rahmen der Offenen Gärten am Sonntag, 5. November seine Pforten. Das Team lädt herzlich ein, das tropische Flair in der Tropenkammer zu erleben, die herbstlichen Gärten zu besuchen und durch die Streuobstwiese zu streifen.


Das Bewusstsein für verborgene Helfer im Garten wächst stetig. Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge sorgen – im Frühjahr und Sommer sichtbar – für Fülle und Früchte. Vögel, Igel oder Eidechsen stellen ein gesundes Gleichgewicht im Ökosystem her. Das TropenhausTeam zeigt einfache, praxisbezogene Möglichkeiten, Überwinterungsmöglichkeiten für solche Nützlinge zu schaffen. Reisig und Totholz beispielsweise, die als Schnitt von Obstbäumen und Sträuchern anfallen, müssen nicht aufwändig entsorgt werden. In jedem Garten kann leicht eine zu errichtende Hecke aus diesen Materialien entstehen.

  Di., 07.11.2023, 19:00 Uhr Campus Kleve, Hörsaalzentrum (Gebäude 1, Raum 01 02 005)
Studium Generale: New Work an der Hochschule: Neue Arbeit – neue Probleme? Dr. Wögen N. Tadsen, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personal und Organisation an der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie und Daniela Wolfsdorf, HSRW-Dezernatsleiterin für Personal und Organisation

 

An vielen Hochschulen wurde die Covid-19-Pandemie als großer Innovationsschub wahrgenommen: Plötzlich wurde digitale Lehre und digitales Arbeiten von zu Hause möglich. Die daraus resultierenden Veränderungen auf die Arbeitsweise von Hochschul- mitarbeiter*innen werden im Hinblick auf menschenwürdige Arbeitsplätze kritisch beleuchtet – sowohl aus einer allgemeinen und wissenschaftsnahen sowie von der praxisnahen Perspektive.


Mi., 08.11.2023, 17:15 Uhr Campus Kamp-Lintfort, Gebäude 1 (Audimax)
Kinder-Uni: Wasser zu Zeiten des Klimawandels - Gesa Amstutz, LINEG
Der Klimawandel hat erhebliche Auswirkungen auf Wasserbestände und Abwassersysteme. Wie können Kinder und ihre Familien dazu beitragen, dass Wasser sauber bleibt und genug da ist? In der Vorlesung verdeutlichen verschiedene Experimente und Stationen den Wasserkreislauf, die Abwasserreinigung und die Verbindung zum Klimawandel.
Gesa Amstutz ist Diplom-Geologin und arbeitet bei der LINEG als Geschäftsbereichsleiterin Wasserwirtschaft, Betrieb & Technik. Die LINEG ist Mitglied im Förderverein Campus KampLintfort.

Mi., 08.11.2023, 18:00 Uhr Campus Kleve, Gebäude 2 (Raum 02 01 017)
Mittwochsakademie: Schicht über Schicht – Wohlbefinden von Kindern im Kreuzfeuer von Klassismus und Adultismus
Dr. Helen Weinbach, Professorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Didaktik im Kindesalter, Fakultät Gesellschaft und Ökonomie Konstante Kinderarmut von bis zu 25 Prozent ist seit vielen Jahren Normalität in der deutschen Gesellschaft. Zugleich entstehen neue Konzepte und Sichtweisen von Kindheit und Bildung. Die Bedeutung von Kinderperspektiven, Kinderrechten, Kinderpartizipation sowie Ansätze zur Herstellung von Wohlbefinden für Kinder stehen hier im Mittelpunkt.


Die Vortragsreihe der Mittwochsakademie betrachtet die genauen Ursachen für die Kinderarmut in Deutschland. Zugleich verfolgen die Vortragenden das Ziel, innovative Lösungsansätze zwischen Reichtum, Wohlfahrt und Philanthropie für Kleve und darüber hinaus aufzugreifen und weiter zu denken.

 

Mo. - Fr., 13. - 17.11.2023 Campus Kleve, Campus Kamp-Lintfort
Gründungswoche 2023: Eine Woche, neun Events voller Start-up-Power und Entrepreneurship StartGlocal

Das StartGlocal Team des Zentrums für Forschung, Innovation und Transfer (ZFIT) haben wieder zahlreiche spannende Veranstaltungen geplant, um die Themen Start-ups und Entrepreneurship an der Hochschule Rhein-Waal zu fördern. Die HSRW-Gründungswoche ist Teil der größten bundesweiten Kampagne für Unternehmertum und Unternehmergeist: Die Gründungswoche Deutschland und die internationale Global Entrepreneurship Week, die in 180 Ländern stattfindet und an der mehr als zehn Millionen Menschen aus der ganzen Welt teilnehmen.

 • Mi., 15.11.2023, 18:00 Uhr Campus Kleve, Gebäude 3 (Raum 03 00 010) Mittwochsakademie: Vergessene Konflikte – die Kriege im Schatten
Dr. Jakob Lempp, Professor für Politologie mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen, Fakultät Gesellschaft und Ökonomie

Der Krieg in der Ukraine dominiert seit vielen Monaten die Berichterstattung in den Medien. In seinem Schatten gibt es aber weitere Kriege, gewaltsame Konflikte und Krisen, die ebenfalls große Relevanz sowohl für die Betroffenen als auch für die zukünftige Gestaltung der politischen Weltordnung haben.


Daher werden in diesem Vortrag einige ausgewählte Konflikte, die möglicherweise weniger im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen, näher beleuchtet – etwa die nach wie vor angespannte Lage in Äthiopien, die Konflikte im Osten der Demokratischen Republik Kongo, der Konflikt zwischen dem Sudan und dem Südsudan um die Provinz Abyei, der Bürgerkrieg im Jemen oder der andauernde und immer wieder gewaltsam aufbrechende Konflikt um die Region Berg Karabach.
Dabei geht es jeweils um einen kurzen, einführenden Überblick und eine Einordnung der jeweiligen Konflikte im aktuellen Weltgeschehen.

 • Di., 21.11.2023, 19:00 Uhr Campus Kleve, Hörsaalzentrum (Gebäude 1, Raum 01 02 005)
Studium Generale: Was haben Walnusswälder in Kirgistan mit Kosmetikherstellern am Niederrhein zu tun? Dr. Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Fakultät Life Sciences, Philip Schierning, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt SUFACHAIN an der Fakultät Life Sciences, und Robert Beinio, Geschäftsführer von bb med in Kalkar Die Walnusswälder in Kirgistan bieten eine wichtige Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung, während die Übernutzung der Wälder zunehmend deren Bestände bedroht.


Die Gestaltung nachhaltiger Agroforstsysteme mit Walnüssen soll den Druck auf die natürlichen Wälder reduzieren. Zudem ist die Rohstoffeffizienz in der Walnussverarbeitung bisher gering und Walnussschalen sind oft ein ungenutztes Abfallprodukt. Um die lokale Wertschöpfung dieser Systeme zu erhöhen, die Rohstoffeffizienz zu verbessern und den Druck auf die natürlichen Wälder zu reduzieren, schauen sich Forscher*innen und Partner von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vom Niederrhein im Rahmen des Forschungsprojektes ‚SUFACHAIN – Nachhaltige Forst- und Agroforstwirtschaftliche Wertschöpfungsketten in Zentralasien‘ Möglichkeiten an, diese vermeintlichen Abfallprodukte in der internationalen Kosmetikindustrie zu verwenden, um z.B. Mikroplastik in Hautkosmetika wie Peelings zu ersetzen.

Prof. Dr. Dirk Bockmühl wird aus wissenschaftlicher Perspektive dieses Thema genauer beleuchten, während Robert Beinio eine praxisnahe Perspektive vermitteln wird.


 • Mi., 22.11.2023, 18:00 Uhr Campus Kleve, Gebäude 2 (Raum 02 01 017) Mittwochsakademie: Kinderarmut überwinden durch die Kindergrundsicherung? Nicola Stroop, Vorstand des Verbandes alleinerziehende Mütter und Väter NordrheinWestfalen Konstante Kinderarmut von bis zu 25 Prozent ist seit vielen Jahren Normalität in der deutschen Gesellschaft.

Zugleich entstehen neue Konzepte und Sichtweisen von Kindheit und Bildung. Die Bedeutung von Kinderperspektiven, Kinderrechten, Kinderpartizipation sowie Ansätze zur Herstellung von Wohlbefinden für Kinder stehen hier im Mittelpunkt. Die Vortragsreihe der Mittwochsakademie betrachtet die genauen Ursachen für die Kinderarmut in Deutschland. Zugleich verfolgen die Vortragenden das Ziel, innovative Lösungsansätze zwischen Reichtum, Wohlfahrt und Philanthropie für Kleve und darüber hinaus aufzugreifen und weiter zu denken.

Mi., 29.11.2023, 18:00 Uhr Campus Kleve, Gebäude 2 (Raum 02 01 017) Mittwochsakademie: Kinderarmut langfristig verhindern! Kinderrechte, Strukturen und Eigenpotentiale Dr. Thomas Swiderek, Lehrkraft für besondere Aufgaben, Kindheitspädagogik, Fakultät Gesellschaft und Ökonomie Konstante Kinderarmut von bis zu 25 Prozent ist seit vielen Jahren Normalität in der deutschen Gesellschaft. Zugleich entstehen neue Konzepte und Sichtweisen von Kindheit und Bildung.


Die Bedeutung von Kinderperspektiven, Kinderrechten, Kinderpartizipation sowie Ansätze zur Herstellung von Wohlbefinden für Kinder stehen hier im Mittelpunkt. Die Vortragsreihe der Mittwochsakademie betrachtet die genauen Ursachen für die Kinderarmut in Deutschland. Zugleich verfolgen die Vortragenden das Ziel, innovative Lösungsansätze zwischen Reichtum, Wohlfahrt und Philanthropie für Kleve und darüber hinaus aufzugreifen und weiter zu denken.


Hochschule Rhein-Waal
Die Hochschule Rhein-Waal wurde 2009 gegründet und steht mit ihrem Konzept für eine innovative, interdisziplinäre und internationale Ausbildung junger Menschen. An den Standorten Kleve und Kamp-Lintfort bietet die Hochschule insgesamt 25 Bachelor- und elf Master-Studiengänge an vier Fakultäten – „Technologie und Bionik“, „Life Sciences“, „Gesellschaft und Ökonomie“ und „Kommunikation und Umwelt“ – an. Die Studieninhalte an der Hochschule Rhein-Waal sind wissenschaftlich, anwendungsorientiert und international ausgerichtet.


Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualität und Praxisnähe in Lehre und Forschung aus. Etwa 75 Prozent der Studiengänge werden in englischer Sprache gelehrt und inzwischen lernen über 6.500 Studierende aus mehr als 120 Nationen gemeinsam in einem Umfeld, das viele gezielt wegen der kulturellen Vielfalt und Internationalität gewählt haben. Dadurch werden den Studierenden ein interkultureller Austausch sowie eine optimale Vorbereitung auf den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt eröffnet.

 

 

Region Niederrhein als Vorreiter: ‚ZukunftsLab‘ 2023 der Hochschule Rhein-Waal

Kleve, 26. Oktober 2023 - Der Niederrhein als die nachhaltige Region Europas – mit der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) als europäischem Zentrum für Transformation, Nachhaltigkeit und Teilhabe, das wünscht sich HSRW-Präsident Prof. Dr. Locker-Grütjen für die Zukunft. Eine Region mit einem perfekt funktionierenden ÖPNV, effektiven Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen sowie innovativen und nachhaltigen Unternehmen – so könnte der Niederrhein der Zukunft aussehen.

Doch wie kann dies erreicht werden?
Dieser Frage ging das Team des TransRegINT-Projekts der HSRW mit rund 90 Vertreter*innen aus Gesellschaft, lokaler Wirtschaft, Politik, Vereinen und Kommunen in dem zweitägigen ‚ZukunftsLab‘ in den Räumlichkeiten der Altana AG in Wesel intensiv auf den Grund. Begleitet von der Agentur ‚City2Sciene‘ wurde der erste Tag dazu genutzt, um in verschiedenen Themenbereichen, wie ‚Bildung für Nachhaltigkeit‘, ‚Umwelt und Ökologie‘ oder ‚Nachhaltige Wirtschaft und Innovation‘ mit wechselnden Personengruppen aktuelle Herausforderungen und Handlungsfelder zu definieren: Themen wie regionale Mobilität, Energieversorgung, Kreislaufwirtschaft und Bereiche wie der Wohnungsmarkt wurden dabei deutlich genannt.

Teilnehmende des ‚ZukunftsLab‘ am 19. und 20. Oktober 2023 in Wesel © Björn Willimzig


Dabei ist für alle Bereiche selbstverständlich, dass eine der größten Notwendigkeiten für eine nachhaltige Transformation die zielgerichtete Kommunikation und Zusammenarbeit aller Akteur*innen in der Region sei. Es müsse für die aktuellen Herausforderungen ein Verständnis in der gesamten Gesellschaft geschaffen werden und diese auch an den Lösungen beteiligt werden. Dies erreiche man besonders durch eine breite Einbindung und lebensnahe Modelle wie sogenannte Reallabore. Wie wichtig eine ideale Kommunikation und die Mitnahme aller Akteur*innen sei, machte auch Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit a.D., während des Auftakts der Veranstaltung deutlich.

Sie betonte, dass der Politik bewusst sein müsse, wie viel Transformation der Gesellschaft zumutbar wäre. Der zweite Tag hatte das Ziel, konkrete Ideen und Projekte zu entwickeln, die im Rahmen des fünfjährigen TransRegINT-Projekts angegangen werden sollen. Hierfür wurden den Teilnehmenden konkrete Aufgaben zugeteilt, z.B. einen Prototypen für ein erlebbares und autarkes Gebäude zu bauen oder KI-Mobile und mobile Kommunikationsorte zu schaffen.


In vier Phasen galt es, die Aufgaben zu bearbeiten: kreativ werden und Ideen formulieren, Lösungswege entwickeln und durch den gemeinsamen Bau von Modellen sichtbar machen, errhein als Vorreiter: ‚ZukunftsLab‘ 2023 der Hochschule Rhein-Waal Finanzierung und Durchführbarkeit prüfen und abschließend vor den anderen Arbeitsgruppen präsentieren.

Als Lösung für einen mobilen Kommunikationsort wurde die Idee eines Kommunikationsbusses vorgestellt, der auch kleine Dörfer am Niederrhein anfahren und so die unterschiedlichsten Zielgruppen in den verschiedenen Gemeinden erreichen könne. So soll Teilhabe an Wissensaustausch ermöglicht werden. Für ein erlebbares, autarkes Gebäude wurde die Idee entwickelt, ein Mehrfamilienhaus mit Wohnungen, Treffpunkten und Seminarräumen sowie weiteren modularen Angeboten zum Austausch zu errichten.

 

Ausgestattet mit einer autarken Technik wie Photovoltaik-Modulen zur Strom- und Warmwasserversorgung in Kombination mit einer Wärmepumpe und einem Wasserspeicher, Windkraftanlage sowie Wasserstoffspeicher werden neue Energiesysteme nicht nur erlebbar, sondern auch durch wissenschaftliche Begleitung weiterentwickelt und erprobt. So könnten auch die Energiedaten für die Besuchenden und zukünftigen Bewohner*innen zugänglich gemacht und ein Bewusstsein für Verbrauch geschaffen werden.

 

Beim ‚ZukunftsLab‘ Niederrhein wurden zahlreiche Ideen und Lösungsansätze für eine nachhaltige Transformation der Region Niederrhein entwickelt. Der Fokus lag allerdings nicht darin, unmittelbar umsetzbare Projekte zu entwickeln. Eher ging es laut Vanessa Meinen, Koordinatorin des Kompetenz-Hub im TransRegINT-Projekt, darum zu eruieren, welche Ideen für die Zukunft die verschiedenen Akteur*innen haben, welche Angebote es zum Teil schon gebe und diese zusammenzubringen. Auch Rainer Benien, Beigeordneter der Stadt Wesel, konnte durch seine Teilnahme am ‚ZukunftsLab‘ Ideen mitnehmen, die sich für die Stadt Wesel anböten, wie zum Beispiel ein Innovationszentrum oder auch die Teilhabe der Gesellschaft vor Ort: „Diese Projekte könnten im Reallabor der Stadt Wesel ausprobiert werden“, so Benien.

 

Das interdisziplinäre Veranstaltungsformat sorgte mit einem innovativen Ansatz für einen bleibenden Eindruck bei den Teilnehmenden. Prof. Dr. Locker-Grütjen machte zum Abschluss deutlich, dass das ‚ZukunftsLab‘ den Startschuss gegeben habe, die Themen Innovation, Nachhaltigkeit und Teilhabe für die Region Niederrhein nach vorne zu bringen. In einem weiteren Zukunftslabor im Jahr 2026 wolle man auf die bis dahin erfolgten Veränderungen zurückblicken und daran anknüpfen, so Prof. Dr. Peter Kisters, HSRW-Vizepräsident für Forschung, Innovation und Transfer. Die Begeisterung und Kreativität aller Teilnehmenden sei eine Inspiration für die weitere Gestaltung des Transformationsprojekts TransRegINT.

 

 

Nachhaltigkeit am Niederrhein und darüber hinaus: Vorträge des Studium Generale im Wintersemester 2023/24 an der Hochschule Rhein-Waal

Kleve, 10. Oktober 2023 - Nicht nur Industrie und Wirtschaft befinden sich in einem stetigen Wandel, sondern auch unser persönliches und gesellschaftliches Leben ist davon betroffen. Nachhaltigkeit unter Beachtung von wirtschaftlichen und sozialen Aspekten umzusetzen, spielt dabei eine entscheidende Rolle, um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Unter dem Titel Nachhaltigkeit in der Region beleuchten Expert*innen der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) und weitere Vortragende aus der Region Themen wie Wertschöpfungsketten, modernes Arbeiten, biologische Vielfalt im urbanen Raum oder Biokunststoffe.


Freut sich auf viele Besucher*innen und den Austausch während der Veranstaltungsreihe des Studium Generale im Wintersemester 2023/24: Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, HSRWVizepräsident für Forschung, Innovation und Wissenstransfer und Professor für Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktdesign an der Fakultät für Technik und Bionik. © Tim Kalkkuhl


Die Vorträge finden dienstags von 19:00 bis etwa 20:30 Uhr auf dem Campus in Kleve oder in Kamp-Lintfort (jeweils Audimax, Gebäude 01) statt. Auftakt der Reihe ist am 24. Oktober 2023 mit dem Thema Nachhaltigkeit im Leben auf dem Campus in Kleve. Dr.-Ing. Peter Kisters, Vizepräsident für Forschung, Innovation und Wissenstransfer und Professor für Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktdesign an der Fakultät für Technik und Bionik, bereitet den Boden für die kommenden Vorträge der Hochschulmitarbeitenden und Professor*innen.


„Nachhaltigkeit und Transformation sind große Begriffe unserer Zeit. Doch welche Ideen und Lösungsvorschläge verbergen sich dahinter, was kann jede*r einzelne von uns zur Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen leisten – und wie sieht das konkret hier in der Region aus? Das möchten wir mit unseren Vorträgen im Studium Generale mit Leben füllen“, sagt Kisters und freut sich auf den Austausch mit interessierten Bürger*innen.


Dr. Simone Pauling, Professorin für Sicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Qualitätswesen an der Fakultät Life Sciences und Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg mbH bestreiten mit ihrem Vortrag unter dem Titel Wertschöpfung regionaler und globaler Versorgungsketten – von Reststoff zu Wertstoff zu Nährstoff den zweiten Teil des Abends: Das Konzept der Circular Economy gilt als Wirtschaftsmodell der Zukunft.


In einer zirkulären Welt sind Materialien Teil eines Kreislaufs, Prozesse werden verändert und neue, innovative Produkte und Geschäftsmodelle entstehen. Das INGRAIN-Innovationsbündnis beschäftigt sich mit der Frage, wie es gelingen kann, Reststoffe aus Verarbeitungsprozessen der Branchen Agrar, Textil und Lebensmittel zu Wert- bzw. Nährstoffen werden zu lassen. Die intelligente Vernetzung zu einer branchenübergreifenden, ressourcenschonenden und biobasierten


Circular Economy soll den innovationsbasierten Strukturwandel unterstützen und langfristig sichere neue Arbeitsplätze im äußersten Westen Deutschlands schaffen. Um neues Arbeiten und moderne Arbeitsplätze wird es im Vortrag am 7. November 2023 in Kleve gehen: An vielen Hochschulen wurde die Covid-19-Pandemie als großer Innovationsschub wahrgenommen: Plötzlich wurde digitale Lehre und digitales Arbeiten von zu Hause möglich.


Die daraus resultierenden Veränderungen auf die Arbeitsweise von Hochschulmitarbeiter*innen werden im Hinblick auf menschenwürdige Arbeitsplätze kritisch beleuchtet – sowohl aus einer allgemeinen und wissenschaftsnahen Perspektive von Dr. Wögen N. Tadsen, Professor für Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personal und Organisation an der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie, sowie von der praxisnahen Perspektive von Daniela Wolfsdorf, HSRW-Dezernatsleiterin für Personal und Organisation. Der Vortrag der beiden trägt den Titel: New Work an der Hochschule: Neue Arbeit – neue Probleme?

Was Walnusswälder in Kirgistan mit Kosmetikherstellern am Niederrhein zu tun haben, beleuchtet der Vortrag am 21. November 2023. Dr. Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Fakultät Life Sciences, Dr. Jannike van Bruggen, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt SUFACHAIN an der Fakultät Life Sciences, und Robert Beinio, Geschäftsführer von bb med in Kalkar, werden das Thema in Kleve vorstellen.

Ein Kleinbauer in Jalalabad (Kirgisistan) präsentiert stolz sein Agroforstsystem mit Obstbäumen.
© Zhyldyz Shigaeva

Die Walnusswälder in Kirgistan bieten eine wichtige Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung, während die Übernutzung der Wälder zunehmend deren Bestände bedroht. Die Gestaltung nachhaltiger Agroforstsysteme mit Walnüssen soll den Druck auf die natürlichen Wälder reduzieren. Zudem ist die Rohstoffeffizienz in der Walnussverarbeitung bisher gering und Walnussschalen sind oft ein ungenutztes Abfallprodukt. Um die lokale Wertschöpfung dieser Systeme zu erhöhen, die Rohstoffeffizienz zu verbessern und den Druck auf die natürlichen Wälder zu reduzieren, schauen sich Forscher*innen und Partner von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vom Niederrhein im Rahmen des Forschungsprojektes ‚SUFACHAIN – Nachhaltige Forst- und Agroforstwirtschaftliche Wertschöpfungsketten in Zentralasien‘ Möglichkeiten an, diese vermeintlichen Abfallprodukte in der internationalen Kosmetikindustrie zu verwenden, um z.B. Mikroplastik in Hautkosmetika wie Peelings zu ersetzen.


Prof. Dr. Dirk Bockmühl wird aus wissenschaftlicher Perspektive dieses Thema genauer schildern, während Robert Beinio eine praxisnahe Perspektive vermitteln wird. Weitere Vorträge der Reihe im Wintersemester 2023/24 sind: 05.12.2023, Audimax, Kamp-Lintfort Stadtgrün und Stadtmenschen Dr. Daniela Lud, Professorin für Umweltbewertung und Umweltsanierung an der Fakultät Kommunikation und Umwelt Hier geht es um die Chancen biologischer Vielfalt im urbanen Raum am Beispiel des KampLintforter Zechenparks und wie hierbei vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen den Wechselwirkungen der ökologischen und sozialen Dimension nachhaltiger Stadtentwicklung begegnet werden kann.

•  19.12.2023, Audimax, Kleve Biokunststoffe gegen die Vermüllung der Umwelt mit Plastik – Alles wird gut?
Dr. Christoph Heß, Professor für Non-Metallic Materials an der Fakultät Technologie und Bionik Vor dem Hintergrund begrenzter fossiler Ressourcen und einer zunehmenden Verschmutzung der Ökosysteme durch Plastikmüll rücken Biokunststoffe mehr und mehr ins Blickfeld der öffentlichen Aufmerksamkeit. Doch was sind Biokunststoffe überhaupt? Woraus werden sie hergestellt, und was sind ihre besonderen Eigenschaften?

 

Und (wie) können sie einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten? 16.01.2024, Audimax, Kleve Emotionale Arbeit und ihre Auswirkungen auf pädagogische Fachkräfte Dr. Corinna Titze, Professorin für Angewandte Psychologie an der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie Julia Mai, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie Pädagogische Fachkräfte sind die wichtigste Ressource in der (früh-)kindlichen Bildung und Erziehung: Sie haben das Wohl der Kinder mit fachlicher Expertise, Engagement und Wertschätzung im Blick.


Doch wer hat das Wohl unserer Fachkräfte im Blick? Denn die Anforderungen an die Fachkräfte sind hoch: das Erfüllen der gesetzlichen Bildungsaufträge, eine professionelle pädagogische Haltung, ein alters- und entwicklungsgerechter Umgang mit jedem einzelnen Kind, individuelle Förderung über alle Entwicklungsbereiche, Partizipation, Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Akteur*innen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel, immer größer werdenden Betreuungsgruppen und oftmals schlechter Entlohnung. Die Krankenstände aufgrund von psychischen Belastungen steigen – soweit nichts Neues.

•  Das Forschungsteam nimmt einen weiteren – bisher wenig beachteten – Baustein im Anforderungsprofil an die Fachkräfte unter die Lupe: das wissenschaftliche Konzept der emotionalen Arbeit wird vorgestellt, in seinen bisher bekannten Auswirkungen auf die mentale Gesundheit beschrieben und auf den pädagogischen Arbeitsalltag übertragen. Erkenntnisse aus der qualitativen und quantitativen Forschung werden dargestellt und deren Tragweite diskutiert.


Die Vorträge des Studium Generale sind geöffnet für Bürger*innen, Wissenschaftsinteressierte der Region, Schüler*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der Hochschule. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Informationen sind auch auf der Webseite zu finden: www.hochschule-rhein-waal.de/de/veranstaltungen/studium-generale Fragen können an innovation@hochschule-rhein-waal.de gerichtet werden.

 

Kurse für Gasthörerschaft im Wintersemester an der Hochschule Rhein-Waal geöffnet

Kleve/Kamp-Lintfort, 5. Oktober 2023 - Zum Start der Vorlesungszeit im Wintersemester 2023/24 bietet die Hochschule Rhein-Waal Bürgerinnen und Bürgern wieder die Möglichkeit, an regulären Vorlesungen und Kursen teilzunehmen. Der Status als Gasthörende ermöglicht allen Interessierten den Besuch ausgewählter Lehrveranstaltungen ohne eine Hochschulzugangsberechtigung. Die Veranstaltungen werden in deutscher oder englischer Sprache in den verschiedenen Studiengängen der Fakultäten und des Hochschulsports am Campus Kleve und am Campus Kamp-Lintfort angeboten.


Gasthörerschaft in den Fakultäten
Die Fakultät Technologie und Bionik am Campus Kleve behandelt in ihren ausschließlich englischsprachigen Vorlesungen neben traditionellen Themen wie Physik, Mathematik und Chemie auch Lehrinhalte aus den Bereichen Wissenschaftskommunikation, Elektrotechnik, Betriebswirtschaft und Projektmanagement. Bei der Fakultät Life Sciences geht es unter anderem um Mikrobiologie, Immunologie, aber auch um Arbeitsschutz, Gesundheitsrecht oder Agrarökologie.

Die dritte Fakultät am Campus Kleve Gesellschaft und Ökonomie beschäftigt sich in ihren Vorlesungen insbesondere mit unternehmensbezogenen Aspekten wie Gesellschaftsrecht, soziale Verantwortung oder Organisation und Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus werden auch Vorlesungen in Innen- sowie Internationaler Politik oder im Bereich nachhaltiger Tourismus angeboten.

An der Fakultät Kommunikation und Umwelt am Campus Kamp-Lintfort stehen unter anderem folgende Vorlesungen zur Auswahl: Betriebswirtschaftslehre, Medieninformatik oder Persönlichkeitspsychologie. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beim Studierendenservice der Hochschule Rhein-Waal als Gasthörerin oder Gasthörer anmelden.

Die Hörerkarte kostet 100,00 Euro und ist für die Besuche der geöffneten Vorlesungen im Wintersemester von Oktober 2023 bis Januar 2024 gültig. Gasthörerschaft bei den Sportkursen Auch der Hochschulsport öffnet seine Sportangebote für Gasthörer*innen. Im Kursangebot enthalten sind unter anderem Pilates, Volleyball, Yoga, Fechten oder Badminton. Ausgenommen sind lediglich die Kurse Segelfliegen, Bouldern oder Tennis.

Interessierte können zwischen zwei Optionen wählen:
a) eine Anmeldung für einen Kurs (Preise zwischen 25,00-50,00 Euro pro Semester) oder
b) eine Flatrate in Höhe von 60,00 Euro pro Semester. Diese Dauerkarte ist für alle Besuche des Hochschulsportangebotes im Sommersemester gültig. Weitere Informationen über die Programme des Hochschulsports und der Fakultäten, sowie Anmeldemöglichkeiten: https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/studium/gasthoererschaft

 

Komplexe Themen begreifbar machen
Die Kinder-Uni an der Hochschule Rhein-Waal geht in die nächste Runde

Kleve/Kamp-Lintfort, 4. Oktober 2023 - Nachhaltigkeit, Klimawandel oder Mensch-Computer-Interaktion sind Begriffe, die Erwachsene heutzutage fast schon selbstverständlich in ihrem Wortschatz benutzen, ohne darüber nachzudenken. Aber wie erklärt man Kindern, was damit gemeint ist? Das möchte eine Veranstaltungsreihe an der Hochschule Rhein-Waal versuchen.

Gestaltet den Auftakt der Kinder-Uni im Wintersemester 2023/24 an der Hochschule RheinWaal mit seiner Wissenschaftsshow ‚Nachhaltig Baff!‘: Felix Homann © Kai Kremser

Im Wintersemester 2023/24 geht die Kinder-Uni für 8- bis 12-Jährige wieder an den Start. Die Kinder schauen dabei nicht nur zu, sondern werden aktiv an den Bühnenexperimenten beteiligt. Mit viel Spaß entdecken sie so erstaunlichste naturwissenschaftliche Phänomene. Und vielleicht lernen die erwachsenen Begleiter*innen der Kinder auch noch etwas dabei.


Unterstützt wird das Format von den Fördervereinen der Hochschule Campus Cleve e.V. und Campus Camp-Lintfort e.V. Die Kinder-Uni findet mittwochs ab 17:15 Uhr abwechselnd an den Hochschulstandorten in Kleve und Kamp-Lintfort statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.


Die einzelnen Veranstaltungen in der Übersicht:
Mi, 11.10.2023 17:15 - 18:00 Uhr Campus Kleve, Audimax (01 00 010)
‚Nachhaltig Baff‘ – Wissenschaftsshow Nachhaltigkeit? Nachhaltige Entwicklung? Ja, klar, ist wichtig… Aber was ist damit eigentlich gemeint, und wie kann man sie erreichen?
In seinem neuen Programm ‚Nachhaltig Baff!‘ macht der Wissenschaftsentertainer Felix Homann die Grundideen nachhaltiger Entwicklung für Kinder verständlich.

Dabei helfen spannende und zugleich lustige Bühnenexperimente, mit denen er gemeinsam mit dem jungen Publikum naturwissenschaftliche Effekte und ihre Grundlagen erkundet, die beim Erreichen einiger der Ziele nachhaltiger Entwicklung helfen können.

Eine Show zum Staunen, Lachen und Verstehen. Der Diplom-Physiker Felix Homann beweist in seinen Shows, dass die Grenze zwischen ernsthafter Wissenschaft und urkomischer Unterhaltung fließend sein kann. Mi, 08.11.2023 17:15 - 18:00 Uhr Campus Kamp-Lintfort, Hörsaal 1 (01 00 215)


Wasser zu Zeiten des Klimawandels
Der Klimawandel hat erhebliche Auswirkungen auf Wasserbestände und Abwassersysteme. Wie können Kinder und ihre Familien dazu beitragen, dass Wasser sauber bleibt und genug da ist? In der Vorlesung verdeutlichen verschiedene Experimente und Stationen den Wasserkreislauf, die Abwasserreinigung und die Verbindung zum Klimawandel.

Gesa Amstutz ist Diplom-Geologin und arbeitet bei der LINEG als Geschäftsbereichsleiterin Wasserwirtschaft, Betrieb & Technik. Die LINEG ist Mitglied im Förderverein Campus KampLintfort.
Mi, 24.01.2024 17:15 - 18:00 Uhr Campus Kleve, Audimax (01 00 010)


Schwerkraft, das Universum und andere Geheimnisse: Physik erleben und erforschen
Was hat ein Apfel mit der Entstehung der Erde zu tun? Warum sehen wir nur eine Seite des Mondes, und kann ein Fahrrad helfen, das zu verstehen? Warum ist es so schwer, in den Weltraum zu gelangen, und wie schaffen wir es trotzdem?


Diese und andere Fragen wollen wir mit spannenden Experimenten untersuchen und ein bisschen besser verstehen, wie unsere Welt funktioniert und welche Rolle Bewegung in ihr spielt. Dr. Alexander Struck ist Professor der Theoretischen Physik an der Hochschule-Rhein-Waal.
Mi, 21.02.2024 17:15 - 18:00 Uhr Campus Kamp-Lintfort, Audimax (01 00 115)


Mensch-Computer-Interaktion – Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen
Ein selbstbestimmtes Leben führen – das steht im Mittelpunkt des Forschungsschwerpunktes „Assistenz und Teilhabe“ der Hochschule. Assistenz stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “Beisteher”, “Helfer”.

Assistive Systeme können die Teilhabe von Personen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben und in der Arbeitswelt unterstützen. Das kann z.B. der Einsatz eines Roboters im Puppenlook sein, der Menschen mit Demenz unterstützt. Dr. Christian Ressel leitet als Professor das Forschungsgebiet Ambient Intelligent Systems an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort.


Über die Kinder-Uni an der Hochschule Rhein-Waal
Mit der Kinder-Uni bietet die Hochschule Rhein-Waal Kindern zwischen acht und zwölf Jahren die Gelegenheit, sich in speziell für sie entwickelten Vorlesungen (45 Minuten) für die Welt der Wissenschaft zu begeistern. Kinder, die sich für ein Studium an der Kinder-Uni begeistern, können entweder alle oder auch nur einzelne Vorlesungen besuchen. Das aktuelle Vorlesungsverzeichnis der Kinder-Uni ist auf der Homepage der Hochschule Rhein-Waal unter www.hochschule-rhein-waal.de einzusehen. Zu den Vorlesungen ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Viele neue Gesichter auf den Campus: Hochschule Rhein-Waal startet ins Wintersemester

Kleve/Kamp-Lintfort, 29. September 2023 - Am 25. September 2023 startete die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) in die Vorlesungszeit für das Wintersemester 2023/24. Für die Erstsemesterbegrüßung und die Freshers‘ Week konnte die HSRW 873 Erstsemester an den Campus in Kleve und Kamp-Lintfort willkommen heißen.


„Ich freue mich, so viele neue Gesichter auf dem Campus hier zu sehen“, eröffnete Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen seine Begrüßung am Standort Kamp-Lintfort und fuhr fort: „Hier treffen Sie auf eine lebhafte, diverse und offene Community innerhalb einer innovativen und unterstützenden Atmosphäre“, sagte der Hochschulpräsident. Zur gleichen Zeit hieß Prof. Dr. Tatiana Zimenkova die neuen Studierenden in Kleve willkommen und gab ihnen mit auf den Weg: „Nicht nur Sie sind gespannt und aufgeregt, Ihre neuen Mitstudierenden, Lehrenden und die ganze Hochschule kennenzulernen. Auch wir als Hochschule sind gespannt auf Sie als neue Studierende, die aus der ganzen Welt hier zusammenkommen. Wir interessieren uns für Ihre Erfahrungen und Ihre Lebensexpertise. Wir sind neugierig auf Ihre Perspektiven und Ihre frischen Ideen, die Sie auf unsere Campus, in unsere Lehre und Forschung bringen“, so die Vizepräsidentin für Internationales und Diversität.


Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort, wünschte den Studierenden einen tollen Auftakt für ein erfolgreiches Studium. Er beschrieb die HSRW als immer noch jungen, aber bereits etablierten Hochschulstandort und betonte die Vorteile einer kleinen Hochschule: „An der Hochschule kennt man sich, hier geht man nicht in der Masse unter, und das gilt auch für die Stadt.“ Auch der Bürgermeister der Stadt Kleve, Wolfgang Gebing, begrüßte die neuen Studierenden in seiner Videobotschaft herzlich.


Ein erster Schritt für ihre Zukunft sei getan, indem sie sich für einen Studiengang an der HSRW entschieden hätten, dieses Studium lege einen Grundstein für die berufliche Zukunft. Er machte deutlich, dass Kleve liebenswert, offen und nicht zuletzt durch die Studierenden eine junge Stadt sei. Neben weiteren Akteur*innen wie der Zentralen Studienberatung, Hochschulmusik und -sport stellten sich auch die Vertreter*innen des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) vor.


Die neu gewählte Vorsitzende Sharon Spievak, International Relations-Studentin an der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie, ermunterte die Studierenden zu Teilhabe und erinnerte sie an ihre Mitbestimmungsmöglichkeit in den studentischen Gremien: Tretet einer Studierendenorganisation bei und nehmt an Entscheidungsprozessen teil. Wir unterstützen euch dabei, eurer Stimme Gehör zu verschaffen“, so Spievak.


Neben der Erstsemesterbegrüßung hat auch die Freshers‘ Week die Campus mit Leben gefüllt: Die Music Nights in Kleve und Kamp-Lintfort, der Freshers‘ Market, die Campus- und Stadt-Führungen, die Veranstaltungen in den Fakultäten oder auch die AStA- und SportEvents zeigten begeisterte Gesichter junger Menschen. Bei ‚HSRW got Talent‘ traten die vielfältigen künstlerischen Begabungen der Hochschul-Community zu Tage. Und beim traditionell die Freshers‘ Week abschließenden Homecoming Cup traten 13 Teams gegeneinander an.

Erstsemester auf einer Führung über den Campus Kleve.  Foto © Axel Breuer - Plan B Fotografie



Studierendenzahlen
Mit Stand vom 22. September 2023 wurden 873 Erstsemester eingeschrieben, 545 in Kleve und 328 in Kamp-Lintfort. Zum etwa gleichen Stichtag im Vorjahr waren es insgesamt 948, davon 378 am Hochschulstandort in Kamp-Lintfort. Der leichte Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass zwei Studiengänge (Infotronic Systems Engineering, B.Sc. sowie Mobility and Logistics, B.Sc., beide am Standort Kamp-Lintfort), die im letzten Jahr zulassungsfrei waren, nun mit einem Numerus Clausus (NC) belegt sind.


Die Hochschule prognostiziert aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahre weitere Einschreibungen. Die aktuelle Prognose von etwa 1.300 Erstsemestern liegt etwa auf dem Vorjahresniveau vom Wintersemester 2022/23 und damit auch in etwa auf dem Vor-CoronaNiveau. Exakte Zahlen lassen sich erfahrungsgemäß erst Ende des Jahres nach Abschluss der Einschreibefrist darstellen.

Erstsemester bei der Music Night auf dem Campus Kamp-Lintfort  - Foto © Axel Breuer - Plan B Fotografie

Wohnungssituation für Studierende in den Kreisen Kleve und Wesel
Die Situation auf dem Wohnungsmarkt in den Kreisen Kleve und Wesel ist weiterhin angespannt – auch durch mangelnden Wohnraum in grenznahen niederländischen Universitätsstädten, wie zum Beispiel Nimwegen, wodurch dortige Studierende ebenfalls auf den Kreis Klever Wohnungsmarkt ausweichen müssen. Das HSRW-Welcome Centre erreichen täglich etwa fünf bis zehn, teilweise auch mehr Anfragen zur Wohnungssuche.


Das Welcome Centre bemüht sich dabei, Angebote von Vermieter*innen zu vermitteln, was meist innerhalb von zwei bis vier Wochen abgeschlossen ist. Und obwohl noch nicht alle Erstsemester fündig geworden sind, freut sich Nele Decker vom Welcome Centre über jede einzelne Vermittlung: „Bei mir hat sich kürzlich eine Vermieterin gemeldet, die jetzt zum ersten Mal direkt an zwei internationale Studierende vermietet und sie war voller Vorfreude auf die Ankunft der beiden und den Austausch miteinander. Ich finde es richtig toll, dass sie mit so einer Einstellung an die Sache rangeht und sich für die Diversität, welche die Hochschule Rhein-Waal in die Städte Kleve und Kamp-Lintfort bringt, begeistern konnte“, so Decker.

Wohnungs- und Zimmerangebote können weiterhin an das Welcome Centre gemeldet werden: welcome-centre@hochschule-rhein-waal.de


‚ZukunftsLab Niederrhein‘ am 19. und 20. Oktober 2023: Hochschule vergibt exklusiven Eintritt für interessierte Bürger*innen

Kleve/Kamp-Lintfort, 22. September 2023 - Die Region Niederrhein mit effektiven Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen, einer gelingenden sozialen Inklusion und einem innovativen Verkehrssystem, welches den CO2- Ausstoß minimiert – das sind Zukunftsvisionen, die nur durch die Gemeinschaft und allen Akteur*innen der Region vorangetrieben werden können. Doch mit welchen konkreten Maßnahmen kann eine nachhaltige Zukunft für den Niederrhein erreicht werden?


Dieser Frage wird im ‚ZukunftsLab Niederrhein‘ am 19. und 20. Oktober 2023 in den Räumlichkeiten des Chemieunternehmens ALTANA AG in Wesel nachgegangen. Dort kommen Vertreter*innen aus der lokalen Wirtschaft, Politik, Vereinen und Kommunen zusammen. Das ‚Zukunftslab Niederrhein‘ wird von der HSRW und dem Team des TransRegINT-Projekts ausgerichtet und lädt zu einem interaktiven Programm mit verschiedenen Workshop-Formaten unter Einbezug von Expert*innen ein.


Während am ersten Veranstaltungstag insbesondere die Herausforderungen und Handlungsfelder definiert werden, geht es am zweiten Tag um die Entwicklung konkreter Ideen und Projekte für die Region. Für eine begrenzte Anzahl an Bürger*innen vergibt die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) exklusive Teilnahmeplätze für den zweitägigen Workshop. Dort haben sie die Möglichkeit, die Bedarfe der Region mitzudiskutieren, gemeinsam Prototypen zu erstellen, ihre Ideen für die Zukunft einzubringen und sich zu vernetzen.


Bürger*innen, die am ‚ZukunftsLab Niederrhein‘ teilnehmen möchten, können sich unter Angabe ihres vollständigen Namens mit einer kurzen Begründung ihres Interesses (wenige Sätze genügen) bis zum 3. Oktober 2023 per E-Mail unter transregint@hochschule-rheinwaal.de auf die begrenzte Platzanzahl bewerben. Das TransRegINT-Projektteam sichtet alle eingegangenen Bewerbungen und kontaktiert die Gewinner*innen einen Tag später persönlich.



Mit dem Projekt ‚TransRegINT - Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe‘ hat es sich die Hochschule Rhein-Waal zum Ziel gesetzt, nachhaltigen Wandel in der Region wissenschaftsbasiert und gemeinsam mit regionalen Partner*innen mit zu gestalten. Gefördert wird das Projekt über das Programm „Innovative Hochschule“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/hochschule/einrichtungen/zentrum-fuer-forschunginnovation-und-transfer/transregint

 

Ausgezeichnete MINT-Förderung im Kreis Kleve: Das zdi-Zentrum Kreis Kleve ‚cleverMINT‘ an der Hochschule Rhein-Waal erhält Qualitätssiegel

Kleve, 18. August 2023 - Ein solarbetriebenes Modellfahrzeug konstruieren, 3D-Druck ausprobieren, Programmieren lernen, sich mit Themen wie Upcycling, Digital Manufacturing, Bionik und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen oder an einem Roboterwettbewerb teilnehmen – zdi-Angebote machen solche und viele weitere Erfahrungen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für junge Menschen möglich.

Für diese kreisweite erfolgreiche Arbeit in der außerschulischen MINT-Bildung hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen das zdi-Zentrum Kreis Kleve an der Hochschule Rhein-Waal kürzlich mit dem zdi-Qualitätssiegel 2023 ausgezeichnet. Die Hochschule Rhein-Waal ist Trägerin des zdi-Zentrums Kreis Kleve ‚cleverMINT‘, das im November 2012 offiziell eröffnet wurde. Zum zehnjährigen Bestehen hat das zdi-Zentrum Kreis Kleve seine regionalspezifischen MINT-Angebote weiterentwickelt, ausgebaut und in zahlreichen Kursen junge Menschen für MINT begeistert.

Die Arbeit des zdi-Zentrums Kreis Kleve in der Region stärkt das Engagement der Hochschule Rhein-Waal für die Nachhaltigkeitsziele, zu denen die Ziele einer qualitativ hochwertigen Bildung für alle und die Gleichstellung der Geschlechter gehören, insbesondere mit spezifischen Angeboten für Mädchen im MINT-Bereich. Darüber hinaus unterstützt das zdi-Zentrum Kreis Kleve die große Verantwortung der Hochschule für die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses und gewinnt durch ihre Angebote Studieninteressierte für die MINT-Studiengänge.

Für diese herausragende Arbeit wurde das zdi-Qualitätssiegel 2023 verliehen. ‚Zukunft durch Innovation.NRW‘ (zdi.NRW) bietet mit seinen regionalen zdi-Netzwerken flächendeckend ein umfangreiches und vielfältiges außerschulisches Angebot im MINTBereich für junge Menschen an. Mehrere hunderte Schüler*innen erhalten dadurch die Möglichkeit, sich über unterschiedliche MINT-Bereiche an der Hochschule Rhein-Waal zu informieren, MINT-Berufe und Studiengänge kennenzulernen und sich auszuprobieren.

Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, ist das zdi-Programm ein wichtiges Anliegen: „In unseren zdi-Laboren erfahren die Fachkräfte von übermorgen, wie viel Freude Naturwissenschaften und Technik machen können. An der Hochschule Rhein-Waal werden für junge Menschen naturwissenschaftliche Phänomene mit allen Sinnen erfahr- und begreifbar. Das zdi-Qualitätssiegel für die Hochschule Rhein-Waal ist Ausdruck unserer Anerkennung für die engagierte und hochwertige Arbeit, die hier geleistet wird. Wir brauchen dringend solche außerschulischen Angebote, um mehr Schülerinnen und Schüler für technische Berufe zu begeistern.“


V.l.: Britta Bollmann (Referatsleiterin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters (Vizepräsident für Forschung, Innovation und Transfer an der HSRW), Dr. Gerhard Heusipp (Leiter des ZFIT), Vanessa Funke (zdiLandesgeschäftsstelle), Dr. Moritz Machelett (MINT Koordinator & Lehrer Gesamtschule am Forstgarten), Georg Mertens (Referatsleiter im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr. William Megill (Professor für Bionik an der HSRW), Prof. Dr.-Ing. Ivan Volosyak (Professor für Biomedizin und Engineering an der HSRW), Johannes Böhmer (zdi-Landes Geschäftsstelle), Doris Gerland (Prodekanin der Fakultät Technologie und Bionik), Phyllis Ndugire (zdi Kleve, Koordination MINT-Förderung im Kreis Kleve) © Marie Reintjes / HSRW


Ausgezeichnete MINT-Förderung
Mit dem Qualitätssiegel zeichnet das MKW jährlich die zdi-Netzwerke aus, die die vereinbarten Kriterien für hochwertige MINT-Angebote in NRW erfüllen. Das Siegel dokumentiert diese erfolgreiche Arbeit. Zu den Kriterien zählen unter anderem: erfolgreiche Vernetzung und gelungene Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus unterschiedlichen Bereichen, die Umsetzung des Bottom-up-Ansatzes je nach regionalspezifischen Bedarfen, das deutliche Sichtbarmachen von MINT-Angeboten in der Region, die Positionierung als zentraler Ansprechpartner und nicht zuletzt ein umfangreiches und hochwertiges Angebotsportfolio.


zdi.NRW zdi.NRW steht für ‚Zukunft durch Innovation.NRW‘ und ist mit über 5.000 Partnerschaften mit Akteur*innen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Schule, Politik und Gesellschaft europaweit das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Flächendeckend gibt es zdi-Angebote in allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. In den vergangenen 15 Jahren hat zdi.NRW über zwei Millionen junge Menschen erreicht. Über 70 Schüler*innenlabore bieten Kindern und Jugendlichen Räume, um MINT zu erleben, ihrer Begeisterung für MINT nachzugehen und sich über MINT-Ausbildungs- und Studiengänge zu informieren.

Die Kurse und Angebote von zdi.NRW tragen auch zum Transfer aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse aus den Hochschulen heraus bei. Koordiniert wird zdi.NRW vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Landesweite Partner sind unter anderem die Ministerien für Schule und Bildung und für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Die Hochschule Rhein-Waal ist Träger des zdi-Zentrums Kreis Kleve ‚cleverMINT‘, welches im November 2012 offiziell eröffnet wurde.



‚Offene Gärten im Kleverland‘ – Tropenhaus Kleve zeigt Mittel und Methoden zur Saatgutgewinnung

Kleve, 7. August 2023 - Viel Regen, wenig Sonne und alles andere als sommerlich: So zeigt sich das Niederrheinwetter in den letzten Wochen. Auch wenn es draußen richtig ‚usselig‘ ist, wie es die Niederrheiner*innen gerne sagen, ist für Landwirt*innen und Gemüsegartenbesitzer*innen Erntezeit. Die Ernte aus dem eigenen Garten der Hobbygärtner bringt dabei nicht nur frisches und nachhaltiges Gemüse auf den Tisch, sondern bietet auch die Möglichkeit, das Saatgut für das nächste Jahr selbst zu gewinnen.

Wie das funktioniert, können Interessierte am 13. August 2023 zwischen 11:00 und 16:00 Uhr im Tropenhaus Kleve im Rahmen der ‚Offenen Gärten im Kleverland‘ erleben. Das Team des Tropenhauses zeigt, wie mit einfachen Mitteln und Methoden Saatgut aus eigenem Anbau gewonnen werden kann und welche positiven Aspekte samenfeste Sorten für die Umwelt und die regionale Vielfalt haben. Die Tropenkammer und das Außengelände können ebenfalls besucht werden. Die Teilnahme ist kostenlos und eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Für alle Interessierten, die sich noch tiefgehender mit dem Thema Saatgutgewinnung beschäftigen wollen, bietet das Tropenhaus Kleve am 22. August 2023 zwischen 18:00 und 20:00 Uhr einen Workshop an. Details zur Veranstaltung:
‚Offene Gärten im Kleverland‘ – Tropenhaus Kleve zeigt Mittel und Methoden zur Saatgutgewinnung

 

 

Wohnungsaufruf für Erstsemester in den Kreisen Kleve und Wesel

Kleve/Kamp-Lintfort, 24. Juli 2023 - Die Bewerbungsphase für die Studiengänge an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) im Wintersemester 2023/24 wurde kürzlich abgeschlossen. Wie viele Studierende im Herbst an die Hochschulstandorte in Kleve und Kamp-Lintfort kommen, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt beziffert werden. Da die Wohnungssuche im Herbst 2022 für die Erstsemester sehr herausfordernd war, aber ein Aufruf in die Region, Zimmer zur Verfügung zu stellen, eine gute Resonanz brachte, möchte die Hochschule diese Möglichkeit erneut nutzen: Wie im letzten Jahr ruft die Hochschule bereits jetzt Menschen aus der Region, die eine Wohnung, eine Wohngemeinschaft oder ein Zimmer in der näheren Umgebung der Hochschulstandorte zur Verfügung stellen können, dazu auf, sich gerne an das Welcome Centre der Hochschule zu wenden.


Nele Decker, Koordinatorin Welcome Centre der Zentralen Studienberatung der Hochschule Rhein-Waal ©HSRW


„Der Mangel an Wohnraum in Kleve und Kamp-Lintfort ist eine große Herausforderung, die wir angehen müssen. Da Wohnheimplätze bei weitem nicht ausreichen, kann die Lösung dieses Problems nur in der Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und der lokalen Gemeinschaft liegen. Ich appelliere daher auch in diesem Jahr an all jene, die regional Zimmer oder Wohnungen zur Verfügung stellen können, an unsere zukünftigen Studierenden zu vermieten“, so Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, Vizepräsident für Forschung, Innovation und Transfer (in Vertretung für den Präsidenten der HSRW).

Um den Erstsemestern bei den Herausforderungen zu helfen, bietet die Hochschule in diesem Jahr außerdem unterschiedliche Beratungsformate für Studierende auf Wohnungssuche an. „Der Wohnungsaufruf im letzten Jahr war sehr erfolgreich und es haben sich insbesondere Personen gemeldet, deren eigene Kinder gerade ausgezogen waren, weshalb Zimmer leer standen“, beschreibt Nele Decker, Koordinatorin des Welcome Centres an der HSRW, die Situation. Anfangs gab es auf Seiten der potentiellen Vermieter*innen viele Unsicherheiten in Bezug auf mögliche Untermieter*innen – besonders, wenn sie aus anderen Ländern kommen, um ein Studium in Deutschland aufzunehmen.

Zu den Sorgen gehören die Angst vor Sprachbarrieren, eine gestörte Privatsphäre oder unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit oder Ordnung. Bedenken konnten jedoch in Gesprächen und Kennlerntreffen schnell aufgelöst werden. „Seine ‚eigenen vier Wände‘ mit einer fremden Person zu teilen, ist ein großer Schritt aus der Komfortzone, insbesondere wenn diese aus einem anderen Land kommt, aber es lohnt sich und ist am Ende ein großer Gewinn für beide Parteien“, so Decker weiter.

Die Mitarbeiter*innen in der Zentralen Studienberatung und im Welcome Centre unterstützen dabei mit besonderen Angeboten: Damit vor allem internationale Studierende, die wenig bis keine Erfahrung mit dem deutschen Wohnungsmarkt haben, nicht unvorbereitet auf Wohnungssuche gehen müssen, bieten sie verschiedene online-Beratungsformate an. Am 9. August 2023 haben Interessierte die Möglichkeit, ganz grundlegende Dinge über das Wohnen in Deutschland und den deutschen Wohnungsmarkt zu erfahren.

Hierbei stehen beispielsweise Erklärungen zum Thema Kaution, zur deutschen Mülltrennung oder zum Unterschied von Warm- und Kaltmiete im Fokus. In einer Live-Veranstaltung auf den Hochschulkanälen auf Instagram am 16. August 2023 können sich Studienanfänger*innen darüber informieren, wie sie am besten Wohnungen finden können, worauf sie achten müssen und welche Unterlagen sie für einen Mietvertrag benötigen. In einem weiteren Live-Event auf Instagram am 13. September bekommen Studierende Last-Minute-Tipps und Hilfestellungen, falls die Wohnungssuche bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfolgreich war.

Die sogenannten ‚Insta-Lives‘ können auf den Instagram-Seiten der Hochschule und der Zentralen Studienberatung verfolgt werden und richten sich sowohl an internationale als auch an deutsche zukünftige Studierende. Mit diesen Angeboten hofft das Team des Welcome Centres, Studienanfänger*innen optimal auf die Wohnungssuche vorzubereiten und damit auch Hürden und Verständnisschwierigkeiten im Kontakt mit potentiellen Vermieter*innen abzubauen. Wer ein passendes Wohnungsangebot zur Verfügung stellen kann, kann sich gerne beim HSRW-Welcome Centre melden: welcome-centre@hochschule-rhein-waal.de Instagram-Kanäle: www.instagram.com/hsrheinwaal www.instagram.com/study_at_hsrheinwaal

Moderne Astronomie: Radioteleskop am Hochschulstandort KampLintfort in Betrieb genommen

Kamp-Lintfort, 5. Juli 2023 - Um in die Tiefen des Universums vorzudringen, werden weltweit Teleskope eingesetzt. Nun kann sich auch die Hochschule Rhein-Waal über ein eigenes Radioteleskop mit einem 2,3 Meter-Spiegel freuen. Das Teleskop soll sowohl in der Lehre zur Ausbildung von Studierenden als auch für Schüler*innen genutzt werden und bietet auch Möglichkeiten für Forschung und Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen.


Transport des Radioteleskops auf den HSRW-Campus Kamp-Lintfort © Frank Zimmer/HSRW

Bereits in diesem Sommersemester findet ein erster Kurs für Informatiker*innen mit dem Titel ‚Methoden und Werkzeuge der modernen Astronomie‘ unter der Leitung von Dr. Monika Marx-Zimmer und Prof. Dr. Frank Zimmer statt. In diesem Kurs werden nicht nur grundlegende Kenntnisse über Radioteleskope und ihre Funktionsweise vermittelt, sondern auch Wege aufgezeigt, wie man mit einfachen Mitteln Radioastronomie betreiben kann.


In Experimenten, die maßgeblich von Moritz Prüm, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Kommunikation und Umwelt, entwickelt wurden, lernen die Studierenden beispielsweise, neutralen Wasserstoff in unserer eigenen Galaxie mit Hilfe eines Hohlleiters auf der Forschungsterrasse zu messen oder Daten eines Wettersatelliten mithilfe einer einfachen Antenne „anzuzapfen“ und mit dem Computer auszuwerten.


Neben grundlegenden astronomischen Kenntnissen vermittelt der Kurs auch methodische Fähigkeiten wie die Messung und Analyse von Daten, die Anwendung von Machine Learning-Algorithmen, wissenschaftliche Visualisierungen und Computersimulationen. Neben dem Einsatz in der Lehre soll das Radioteleskop allen Studierenden der Hochschule z.B. in studiengangsübergreifenden Kursen oder interdisziplinären Projekten zugänglich gemacht werden, um auch weitere Experimente aufzubauen und zu entwickeln. Zudem sollen auch Schüler*innen die Gelegenheit erhalten, das Teleskop, beispielsweise im Rahmen von Summer Schools zu nutzen.


Durch einfache Messungen wie die Rotationskurve der Milchstraße könnten sie direkt an zentralen Fragestellungen der Physik und Astronomie arbeiten wie zum Beispiel: Gibt es Dunkle Materie? Muss die Theorie der Gravitation geändert werden? Fragen und Experimente, die auch schon im Juni am Tag der offenen Tür der Fakultät in Kamp-Lintfort auf großes Interesse stießen.

Der Einsatz des Radioteleskops eröffnet außerdem die Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit dem Verein Astropeiler Stockert e.V., dem Argelander Institut für Astronomie der Universität Bonn sowie dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn weiter auszubauen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht einen intensiven Austausch von Know-how und fördert die wissenschaftliche Vernetzung. Wenn das Teleskop nicht für Messungen genutzt wird, steht es im FabLab der Hochschule zur Verfügung.

Mit der Unterstützung von Experten des Vereins Astropeiler Stockert – vor allem Dr. Wolfgang Herrmann und Thomas Buchsteiner – sowie PD Dr. habil. Jürgen Kerp vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn konnte das Radioteleskop im Juni 2023 auf dem Campus Kamp-Lintfort in Betrieb genommen und erste Testmessungen durchgeführt werden.

 

Ferienführung im Tropenhaus Kleve

Nachdem bereits am 4. Juli 2023 25 Erwachsene und 17 Kinder die Ferienführung im Tropenhaus besucht haben, gibt es am Donnerstag, 13. Juli 2023, die nächste Gelegenheit dazu, Natur und Nachhaltigkeit hautnah zu erleben. Das Team des Tropenhauses Kleve lädt alle Interessierten und insbesondere Familien mit Kindern ein zu einem Gang durch die Tropenkammer, einem Rundgang zum Thema Gartenvögel und den Barfuß- und Duftlehrpfad mit allen Sinnen zu erkunden. Die kostenfreie Führung beginnt um 11:00 Uhr vor dem Eingang des Tropenhauses auf dem Campus Kleve. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.



Ansprechpersonen Tropenhaus Kleve Prof. Dr. habil. Jens Gebauer Leitung Tel.: +49 (0) 2821 806 73-218 E-Mail: Jens.Gebauer@hochschule-rhein-waal.de

Sandra Neumann Koordinatorin für Nachhaltigkeitspädagogik Tel.: +49 (0) 2821 806 73-9783 E-Mail: Sandra.Neumann@hochschule-rhein-waal.de

Ruth Minor Koordinatorin für Nachhaltigkeitspädagogik Tel.: +49 (0) 2821 806 73-9938 E-Mail: Ruth.Minor@hochschule-rhein-waal.de

 

Experimentieren, löten, programmieren: zdi-MINT-Sommerferienprogramm für Mädchen ab 14 Jahren an der Hochschule Rhein-Waal

Kleve, 28. Juni 2023 - Herausfinden, mit welchem Antrieb sich ein selbstgebauter Fisch am schnellsten im Wasser bewegt, einen eigenen Alarm löten und programmieren oder Anlagen zur Luft- und Wassersäuberung bauen: Das und vieles mehr ist beim Sommerferienprogramm an der Hochschule Rhein-Waal wieder möglich.


Die Fakultät für Technologie und Bionik auf dem Campus Kleve lädt wieder Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren zur ‚MINT Girls‘ Summer School‘ ein. Vom 31. Juli bis zum 4. August 2023 lernen die Teilnehmerinnen jeden Tag von 9:00 bis 15:00 Uhr verschiedene Themen aus den Bereichen Technik, Bionik, Elektronik und Maschinenbau kennen. Geleitet werden die Workshops von Professor*innen und Mitarbeiter*innen der Fakultät.


Zusätzlich stehen den Teilnehmerinnen zwei Tutorinnen durchgehend als Ansprechpartnerinnen zur Seite. Neben den Workshops wird es ebenfalls eine Sportstunde geben sowie Mittagessen, die von der Fakultät übernommen werden. Zum Abschluss informiert die Studienberatung der Hochschule, wie Schüler*innen ein geeignetes Studium oder eine Ausbildung finden können. Die Teilnahme ist kostenlos, anmelden können sich Interessierte bis zum 10. Juli 2023 unter marketing-tub@hochschule-rhein-waal.de.

Ferienführung im Tropenhaus Kleve

Kleve, 28. Juni 2023 - Natur und Nachhaltigkeit hautnah erleben – dazu lädt das Team des Tropenhauses Kleve alle Interessierten und insbesondere Familien mit Kindern ein. Am 4. Juli 2023 wird neben dem tropischen Hausgarten und der Streuobstwiese der Barfuß- und Duftlehrpfad bei einer Führung mit allen Sinnen erkundet. Die kostenfreie Führung beginnt um 11:00 Uhr vor dem Eingang des Tropenhauses auf dem Campus Kleve der Hochschule Rhein-Waal. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.



‚Heimische Vögel‘: Tropenhaus Kleve öffnet Türen am 25. Juni 2023

Kleve, 21. Juni 2023 - Der Sommer steht in den Startlöchern, es wird wärmer und Pflanzen tragen erste Früchte oder Blüten. Auch heimische Vögel sind zu dieser Jahreszeit sehr aktiv und mit etwas Geduld kann man Vogeleltern bei der Aufzucht ihrer Jungvögel beobachten. Durch die fortschreitende Urbanisierung haben es Vögel allerdings zunehmend schwerer, Nistplätze, Futter und geeignete Lebensräume zu finden – auch vor unserer Haustür.

© chris23 / unsplash.com - https://unsplash.com/de/fotos/H6NaGPR1SX0


Am Sonntag, 25. Juni 2023, möchte das Team des Tropenhauses Kleve sich daher den heimischen Vögeln widmen: Welchen wertvollen Beitrag leisten sie für ein intaktes Ökosystem? Und wie kann ich mit Kleinigkeiten dazu beitragen, die Artenvielfalt zu erhalten? Einige Ideen, die fast jeder zuhause leicht umsetzen kann, stellt das Team an diesem Tag vor. Neben stündlichen Rundgängen zum Thema ‚Heimische Vögel‘ von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr können Besucher*innen auch das Tropenhaus mitsamt der Lehr- und Schaugärten auf dem Campus der Hochschule in Kleve besichtigen.


Akademische Jahresfeier mit Forschungs- und Transfertag: Leistungen von Hochschulangehörigen ausgezeichnet – Ministerin Silke Gorißen als Ehrengast

Kleve, 20. Jnui 2023 - Wissenschaftlicher Diskurs, Ehrungen für Engagement in Forschung, Transfer und für soziales Miteinander, aber auch informeller Austausch und Netzwerken standen am 14. Juni 2023 an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) im Vordergrund. Tagsüber wurden beim Forschungsund Transfertag auf dem Klever Campus herausragende Aktivitäten der letzten zwei Jahre vorgestellt. Am Abend hielt Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen die Festrede bei der diesjährigen akademischen Jahresfeier und wandte sich der Zukunft der Land- und Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zu.

Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen © Torsten Barthel

An der Veranstaltung, die das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellte, nahmen nahezu 300 Hochschulangehörige, Freunde und Förderer sowie regionale Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft teil. Gastrede von Ministerin Silke Gorißen Um gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit auf Landesebene ging es in der Rede von Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Die aktuellen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen in Landwirtschaft und Klimaschutz stellte sie in einen historischen Kontext und ging darauf ein, dass der Nachhaltigkeitsgedanke schon seit Jahrhunderten in der Landwirtschaft fest verankert sei, um die Versorgung der Menschen mit Nahrung zu sichern.

Auch heute sei eine nachhaltige und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähige Landwirtschaft wichtig – besonders im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit von Landwirtschaftsbetrieben. Hierbei dürfe laut Gorißen die Landwirtschaft nicht alleine gelassen werden. Allein in Nordrhein-Westfalen seien über 30.000 Betriebe mit einem jährlichen Produktionswert von mehr als sieben Milliarden Euro aktiv. Damit gehöre die Branche zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen und größten Arbeitgebern Nordrhein-Westfalens. Die Landwirtschaft sorge mit ihrer Arbeit auf den Höfen zu Beginn der Lebensmittelkette dafür, dass die Menschen ausreichend mit Nahrung, sicher und in bester Qualität versorgt werden.

Deshalb setze sich das Ministerium für mehr Planungssicherheit für die Landwirtschaft ein und für stabile Rahmenbedingungen, um den bäuerlichen Betrieben in Nordrhein-Westfalen eine gute Zukunftsperspektive zu geben. Eine nachhaltige Bewirtschaftung sei auch im Wald notwendig: Seit jeher sei es wichtig gewesen, nur so viel Holz zu nutzen, wie nachwächst bzw. nachgepflanzt wird. Damit verbunden schlug die Ministerin einen Bogen zu aktuellen Herausforderungen des Waldes und dem nötiger Umbau der Wälder im Zuge des Klimawandels weg von reinen Nadelhölzern hin zu mehr
Laubbaumwäldern. Die gebürtige Kleverin misst der Hochschule bei allen Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen eine große Bedeutung bei.

  Keynote von Prof. Dr. Brigitte Spieß
Auch in dem Vortrag von Prof. Dr. Brigitte Spieß, Leiterin des Instituts für Nachhaltige Transformation und Professorin an der International School of Management in Berlin, zur Eröffnung des Forschungs- und Transfertages ging es um die Machbarkeit eines nachhaltigen Wandels im Angesicht von multiplen Krisen und sozialer Gerechtigkeit: Dies sei nur möglich auf sozial gerechte Art und Weise zum Wohle aller Menschen – und gleichzeitig mit ökonomischem Erfolg.

Was auf den ersten Blick wie eine Utopie klinge, nehme alle in die Pflicht: Es gelte, Kreativität und Mut zu finden, um diese Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen – egal ob als Konsument*innen, als Bürger*in, als Anleger*in, als Führungskraft oder als Bankberater*in. „Das ist eine Verantwortung, die wir nicht delegieren können“, so Spieß.

  Vortrag von Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen
HSRW-Präsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen pflichtet beiden Vortragenden bei: Er sieht jede*n einzelne*n in der Verantwortung, aber die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in einer besonderen Schlüsselposition: „Stillstand ist Rückschritt. Wir müssen uns nach vorne bewegen, um in eine erfolgreiche Zukunft zu gelangen. Die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, Antidemokratisierungstendenzen, der Klimawandel und nicht zuletzt die ganzheitliche Transformationsnotwendigkeit – wir befinden uns in einem tiefgehenden Wandel“, eröffnete er seinen Vortrag.

Die hohe Kunst bestehe darin, aus diesem Wandel erfolgreich hervorzugehen. Genau für diese Fähigkeit, mit Innovation und Gestaltungswillen auf sich verändernde Bedingungen zu reagieren, stehen Hochschulen für angewandte Wissenschaften wie die HSRW. „Wir brauchen junge Menschen mit ihren neuen Ideen. Unsere Verantwortung wiederum ist es, die Studierenden mit dem Rüstzeug auszustatten, um mit den jetzigen Herausforderungen umgehen zu können. Ich bin besonders stolz und froh, dass wir als internationale und vielfältige Hochschule bisher so viel geleistet haben“, so Locker-Grütjen weiter.
Die Erfolge dessen wurden während der akademischen Jahresfeier, die in diesem Jahr zum fünften Mal stattfand, nicht zuletzt durch die Ehrungen von Studierenden und Wissenschaftler*innen sichtbar.

  Forschungspreis
Den Forschungspreis erhielt Dr. Conor Watson, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Gartenbau, Agrar- und Umweltwissenschaften an der Fakultät Life Sciences. Er wurde für seine herausragende Forschung zur Insektenzucht als Teil der Kreislaufwirtschaft ausgezeichnet. Die Nachfrage nach erschwinglichem, hochwertigem Eiweiß wird in den nächsten Jahren steigen, wenn eine wachsende Weltbevölkerung von bald etwa 10 Milliarden Menschen ernährt werden muss.

Forschungspreisträger Dr. Conor Watson, Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver LockerGrütjen und Prof. Dr. Peter Kisters, Vizepräsident für Forschung, Innovation und Transfer © Torsten Barthel


Durch den Klimawandel können Fleischverzehr und Viehzucht wie im bisherigen Maße nicht die Antwort darauf sein. Watsons Arbeit konzentriert sich darauf, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen durch die Wiederverwertung von Lebensmittelabfällen mithilfe von Insektenlarven zu lösen: Die Produktion von Insektenlarven durch die Verwendung ihres Nebenprodukts Frass (eine nahrhafte Mischung für Pflanzen aus Larvenexkrementen, abgeworfenen Exoskeletten und unverdautem Substrat) kann als billiger organischer Dünger zu einer abfallfreien Industrie werden.

Dieser Ansatz ermöglicht nicht nur die Reduzierung von Abfall, sondern liefert auch hochwertiges Protein mit geringeren Umweltauswirkungen im Vergleich zur konventionellen Viehzucht, erhöht die Proteinkonzentration im Boden und kann von Pflanzen aufgenommen werden, die den menschlichen Körper bei der Nahrungsaufnahme wiederum mit einem höheren Eiweißgehalt versorgen.

Um Viehzucht zu reduzieren, muss Frass jedoch auch für die Landwirtschaft und weitere Erzeuger*innen wirtschaftlich sein und darf keine negativen Umweltauswirkungen mit sich bringen.
Die Forschungsergebnisse von Watson tragen dazu bei, eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern und den ökologischen Fußabdruck der intensiven Landwirtschaft zu verringern.


Transferpreis
Der Transferpreis ging an Dr.-Ing. Roland Schmetz, Professor für Antriebstechnik, insbesondere Leistungselektronik, an der Fakultät Technologie und Bionik. Er wurde für seinen Vorschlag zur Elektrifizierung der Bahnanbindung und Umstellung des Niederrhein-MünsterlandNetzes auf batterie-elektrische Züge mit dem Transferpreis ausgezeichnet. Sein Vorschlag basiert auf umfangreichen Forschungen und zeigt das Potenzial, den öffentlichen Nahverkehr nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten.

Transferpreisträger Prof. Dr-Ing. Roland Schmetz, Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen und Prof. Dr. Peter Kisters, Vizepräsident für Forschung, Innovation und Transfer © Torsten Barthel

Durch die Elektrifizierung und den Einsatz batterie-elektrischer Triebzüge können Primärenergie und Kohlendioxidemissionen eingespart werden. Schmetz hat nicht nur sein Konzept veröffentlicht und in Vorträgen präsentiert, sondern auch direkte Gespräche mit verschiedenen Personen und Organisationen geführt, um seine Idee voranzutreiben. Sein Engagement und seine Erfolge machen deutlich, wie Forschung und Transfer Hand in Hand gehen können, um einen konkreten Beitrag zur Nachhaltigkeit im Verkehrssektor zu leisten. Somit widmet sich seine Forschung wirtschaftlichen Herausforderungen, die in und über die Region hinaus relevant sind und Zukunftsthemen adressiert – beides Kriterien für den Forschungs- und den Transferpreis.


„Eine Hochschule generiert Wissen. Eine Hochschule hat aber auch die Verantwortung, dieses Wissen aus der Institution in die Gesellschaft und Wirtschaft herauszutragen. Nur wenn wir diese Aufgabe erfüllen, können wir zu Veränderung in der Region, aber auch global beitragen. Der Transferpreis soll genau diesen Effekt sichtbar machen und honorieren“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, HSRW-Vizepräsident für Forschung, Innovation und Transfer. Beide Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert und zweckgebunden.

  Das Preisgeld soll als Investition Dr. Conor Watson und Prof. Dr.-Ing. Roland Schmetz weitere Forschungsaktivitäten in ihren Bereichen ermöglichen. Preise für wissenschaftliche Posterbeiträge Des Weiteren wurden Preise für die besten wissenschaftlichen Poster, die im Rahmen des Forschungs- und Transfertags ausgestellt wurden, vergeben. Dabei handelt es sich um Plakate, auf denen Informationen, Daten, Diagramme und Grafiken zu einem aktuellen Forschungsthema anschaulich dargestellt werden.


  Auszeichnungen für Poster werden vergeben, um die Präsentation von qualitativ hochwertiger Forschung zu honorieren. Unter den 60 Einreichungen war die Konkurrenz groß; letztlich wurden die folgenden drei ausgezeichnet: Der erste Preis ging an die wissenschaftliche Mitarbeiterin Julia Mai und ihr Team (Fakultät Gesellschaft und Ökonomie), das sich mit emotionaler Arbeit bei pädagogischen Fachkräften beschäftigt. Hier sollen Methoden entwickelt werden, damit diese Fachkräfte bei ihrer herausfordernden Tätigkeit keine Einschränkungen in Gesundheit oder Leistungsfähigkeit erleiden.

Weitere Preise erhielten die wissenschaftliche Mitarbeiterin Rebecca Lauther und Team (Fakultät Kommunikation und Umwelt) mit der Darstellung ihres Projektes zur Hochskalierung von alkalischer Wasserelektrolyse sowie Prof. Dr. Alexander Struck mit seinem Team (Fakultät Technologie und Bionik), die einen Astronomie-Rundgang in Kleve erstellen möchten. Auch Ministerin Gorißen beglückwünschte die Preisträger*innen und zeigte sich erfreut, was besonders in jungen Jahren geleistet werde, wie sich besonders an zwei Ehrungen für HSRW-Studentinnen zeigte.


DAAD-Preis
Mit dem diesjährigen DAAD-Preis wurde Irina Pohilco, Studentin im fünften Semester Bioengineering, ausgezeichnet. Pohilco gehört laut Dr. Joachim Fensterle, Professor an der Fakultät Life Sciences, zu den besten ihres Jahrgangs, verfügt über herausragende interkulturelle Kompetenz und weist eine hohe Empathie im Umgang mit Studierenden und Mitarbeitenden auf.


In ihrer Laudatio betonte Prof. Dr. Tatiana Zimenkova, Vizepräsidentin für Internationales und Diversität: „Im Rahmen des vom DAAD geförderten Projekts Capacity Building koordinierte sie weitgehend selbstständig die Integration der ukrainischen Studierenden, aber auch den Kontakt und den Aufenthalt mit den professoralen Kolleginnen.

Die außergewöhnliche Leistung besteht nicht nur darin, dass sie diese komplexe Koordination meisterte, die aufgrund der wechselnden Umstände ein extremes Maß an Flexibilität erforderten, sondern dass sie darüber hinaus eine außergewöhnlich hohe Empathie und Sensibilität im Umgang mit den Menschen aus dem Kriegsgebiet aufweist. Damit fühlten sich sowohl die Studierenden als auch die Professorinnen sehr gut aufgehoben und konnten bei ihrem Aufenthalt in Kleve einmal richtig ‚durchatmen‘. Irina ist ein leuchtendes Beispiel, wie sehr wir als Hochschule von den internationalen Studierenden profitieren“, so die Vizepräsidentin.


Moderator Ludger Kazmierczak, Prof. Dr. Tatiana Zimenkova, Vizepräsidentin für Internationales und Diversität, , DAAD-Preisträgerin Irina Pohilco, Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, Prof. Dr. Joachim Fensterle © Torsten Barthel

  Award des ZONTA Club Niederrhein
 Am Abend wurde bereits zum elften Mal der mit 1.000 Euro dotierte Award des ZONTA Clubs Niederrhein verliehen. Mit Hilfe der Professor*innen, die geeignete Kandidatinnen vorschlagen können, wurde in diesem Jahr eine HSRW-Studentin ausgezeichnet, die sich auf besondere Weise für die Hochschule Rhein-Waal und für ihre Kommiliton*innen einsetzt und sich darüber hinaus außeruniversitär ehrenamtlich engagiert. Preisträgerin 2023 ist Deepal Kumar – nominiert von Dr. Lily Chambers, Professorin an der Fakultät Technologie und Bionik.

Mechthild Janßen, ZONTA Club Niederrhein, ZONTA-Award-Preisträgerin Deepal Kumar, Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen © Torsten Barthel


Die BachelorStudentin im 6. Semester des Studiengangs Electrical and Electronics Engineering agiert als Frau in einem traditionell männlich geprägten Studienfeld und hofft, zu einer größeren Vielfalt und Repräsentation im MINT-Bereich beizutragen. Die gebürtige Inderin wurde während ihres dritten Semesters Mitglied des Fachschaftsrats an der Fakultät, der als Sprachrohr der Studierendenschaft dient. Ebenso ist sie aktives Mitglied von TechWomen – einem Club, der sich der Unterstützung von Studentinnen in MINT-Fächern widmet.

Zum Abschluss der akademischen Jahresfeier forderte Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen die Hochschulgemeinschaft zu mutigem Handeln auf: „Hochschulen haben eine enorme Verantwortung – von der Ausbildung von Nachwuchsfachkräften bis zu innovativer Forschung mit regionaler und weltweiter Wirkung. Die Ehrungen heute Abend zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. All die Herausforderungen, die uns heute begegnen, sollten uns nicht abschrecken. Das Motto in diesen Zeiten lautet: Einfach machen“, so der Präsident

 

- Nachhaltige Landwirtschaft und Gartenbau: Präsentation von Studierendenprojekten
- Nachhaltige Landnutzungssysteme: Eröffnung des Projektes ‚Agroforst Reallabor‘

Nachhaltige Landwirtschaft und Gartenbau: Präsentation von Studierendenprojekten
Nachhaltiger Gartenbau und nachhaltige Landwirtschaft haben viele Facetten: Studierende der Fakultät Life Sciences beschäftigen sich u.a. mit der Charakteristik und der vielseitigen kommerziellen Nutzung der Sonnenblume oder mit der Verbindung von konventioneller Landwirtschaft und Waldgartensystemen. Am Dienstag, 20. Juni 2023, präsentieren Studierende um 18 Uhr im Seminarraum und in den Gärten des Tropenhauses auf dem Campus Kleve zum ‚food forest‘ und dem Jahresthema Sonnenblume ihre Erkenntnisse.

Die Präsentation ist Teil des Studiengangs Sustainable Agriculture und des Modulschwerpunktes ‚Feldpflanzen – Spezialkulturen‘. Vielfalt der Sonnenblume (Helianthus annuus) 25 Sorten wurden im einjährigen Garten und der lebendigen Tafel gepflanzt und in den letzten zehn Wochen gepflegt. Eine Projektgruppe beschäftigte sich mit der Geschichte, Botanik und Herkunft von Helianthus annuus; eine zweite Projektgruppe mit der kommerziellen Nutzung und Vielseitigkeit von Sonnenblumen wie Floristik, Ölproduktion oder Gewinnung von Sonnenblumenkernen zum Verzehr.

Agroforstsystem und Waldgarten
Durch die Arbeit zweier Projektgruppen entstanden in der Streuobstwiese kleine Versuchsflächen für sogenannte ‚food forest‘-Systeme: Es wurde ein Agroforstsystem angelegt, bei dem auf einer Fläche zwei Arten Feldfrüchte und Bäume zugleich wachsen. Erkenntnisse zu den Auswirkungen dieser Mischkultur können auf die Nutzung in der konventionellen Landwirtschaft übertragen werden.


Auf einer weiteren Fläche entsteht ein artenreiches Waldgartensystem mit etwa 30 verschiedenen nahrungsmittelproduzierenden Pflanzen. Dieses System eignet sich auch für den heimischen Garten, für Parks oder unbebaute Grünflächen. Die Vorteile von Agroforstsystemen sind unter anderem verbesserte Wasser- und Nährstoffversorgung, Schutz vor Erosion, Klimaschutz, Grundwasserschutz oder auch Erhalt der Biodiversität.

Nachhaltige Landnutzungssysteme: Eröffnung des Projektes ‚Agroforst Reallabor‘
Agroforstsysteme rücken bei Überlegungen zur zukunftsfähigen Ausrichtung der Landwirtschaft immer mehr in den Vordergrund, da es sich um ein System handelt, das gleichzeitig verschiedene Kulturen miteinander verbindet. Einerseits gibt die Politik, wie beispielsweise in der Gemeinsamen Agrarpolitik 2023-2027, Leitlinien zur Ökologisierung der Landwirtschaft, zum Schutz der Umwelt und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt vor, andererseits müssen auch Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ergriffen werden.


Als Teil des TransRegINT-Projekts zielt das ‚Agroforst Reallabor‘ darauf ab, über an die Region Niederrhein angepasste Agroforstsysteme (Agroforst) zu erfahren und ein regionales Netzwerk zu schaffen, das verschiedene Akteure miteinander verbindet – Landwirt*innen, Forschende, Verwaltung, Politiker*innen, Manager*innen, Genossenschaften, Verbraucher*innen usw. (Reallabor). An diesem Tag werden Details des Projektes vorgestellt.

Im Fokus steht aber auch, von potenziellen Partnern zu erfahren, welche Bedürfnisse und Herausforderungen bei der Einführung und Pflege von Agroforstsystemen bestehen. Zudem werden Burkhard Kayser, einer der renommiertesten Agroforst-Experten in Deutschland, und mehrere Institutionen aus der Region teilnehmen. Die Eröffnung des Projektes Agroforst Reallabor steht allen Interessierten offen, die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.


Hintergrundinformationen zu TransRegINT
Das kürzlich an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) gestartete Projekt ‚TransRegINT – Transformation der Region Niederrhein – Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe‘ nimmt Bedarfe und Herausforderungen der Region auf, entwickelt Lösungen und vermittelt Kompetenzen, um diese Transformation zu gestalten. Die Hochschule möchte mit diesem Projekt eine transformative Wirkung in der Region und darüber hinaus erreichen.

Sie möchte die Region, aber auch die Studierenden, die ihr Wissen in die Welt tragen, fit machen für die Zukunft. Vision der HSRW ist es, die Hochschule für Nachhaltigkeitstransformation zu werden. TransRegINT richtet sich an Unternehmen, Bürger*innen, politische und gesellschaftliche Gruppen sowie Städte und Kommunen der Kreise Kleve und Wesel. Ebenso werden die Studierenden und Beschäftigten der HSRW angesprochen. Dafür wird das Projekt durch die Förderinitiative ‚Innovative Hochschule‘ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ab Januar 2023 bis Ende 2027 mit etwa 10 Millionen Euro gefördert.

 

 

Stadt Wesel und Hochschulen für neuen Innovationscampus am Standort Niederrheinhalle

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Wesel und der Hochschule Rhein-Waal

Wesel, 14. Juni 2023 - Längst diskutieren die Menschen in der Hansestadt über die Zukunft der Niederrheinhalle, der großen, ehemaligen Veranstaltungshalle der Stadt. Die bisherigen Überlegungen zur Zukunft der Niederrheinhalle zielen überwiegend auf einen Neubau als reine Veranstaltungshalle. Gemeinsam mit den Hochschulen Rhein-Waal (HSRW) und Ruhr-West (HRW) prüft die Stadt Wesel eine weitere Idee: auf der Fläche der Niederrheinhalle könnte ein Innovationscampus entstehen. Die Idee ist, einen Campus zu entwickeln, der innovativen Vorhaben, die gemeinsam mit Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft realisiert werden, die notwendige Infrastruktur bietet.

Wesel - Niederrheinbrücke ohne Pfeiler (erbaut 2009) Quelle: Eginhard Brandt


Zudem können durch den Austausch und die Zusammenarbeit neue Netzwerke und vor allem Synergien entstehen. Beispielsweise erhalten regionale Unternehmen neue Kontakte zu Forschenden, Studierenden und zu Schüler*innen. Der Wirtschaftsstandort Wesel sowie die gesamte Region würde so für Unternehmensbindungen und –ansiedlungen sowie als Fachkräftestandort gestärkt. Gleichzeitig kann der Campus als multifunktionales Gebäude der Zivilgesellschaft als Veranstaltungsort, zum Beispiel für Schützenfeste oder die Karnevalssession, dienen.

„Wesel ist ein attraktiver Standort. Sowohl für die Wirtschaft als auch für den Tourismus ist unsere Lage am Niederrhein zwischen den Regionen – Rheinland, Ruhrgebiet, Niederlande und Münsterland – Gold wert. Daher freut es mich besonders, dass es dem Beigeordneten Rainer Benien gelungen ist, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, den Hochschulen Rhein-Waal und Ruhr-West, eine Idee zu entwickeln, Wesel als Bildungs- und Wissenschaftsstandort auszubauen und gleichzeitig unsere Wirtschaft vor Ort zu stärken“, fasst Bürgermeisterin Ulrike Westkamp ihre Freude über das Projekt zusammen.

Für die Hochschulen bietet das Projekt den Vorteil, auf ihre Aktivitäten und eigenen Angebote hinzuweisen. Zudem ergeben sich mit neuen Partnern aus der Wirtschaft Möglichkeiten, neue Projekte anzustoßen. Die Verknüpfung von theoretischem Wissen aus dem Bereich der Wissenschaft mit den praktischen Erfahrungen der Unternehmen kann dazu beitragen, Innovationen gemeinsam zu entwickeln. Daher begrüßt der Präsident der Hochschule Rhein-Waal, Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, das Vorhaben. Er selbst steht im engen Austausch mit dem Bildungsdezernenten Rainer Benien. Gemeinsam arbeiten sie an der Idee.

„Für die Hochschule Rhein-Waal ist die Entwicklung eines Innovationscampus in enger Abstimmung mit der Hochschule Ruhr-West und der Stadt Wesel eine enorme Chance für den Ausbau von Innovationen, das Vorantreiben neuer Projekte und die Einbindung der jungen Studierendengeneration. Ein Innovationscampus trägt zu einer noch stärkeren Verankerung in der Region bei. Dies ist ein absolut erfreuliches Signal vor allem im Startjahr unseres großen Projektes TransRegINT“, betont Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen.

Für Beigeordneten Rainer Benien sind vor allem die möglichen Synergien, die durch neue Netzwerke und Projekte entstehen können, die treibende Motivation hinter der Idee. „Mit einem Innovationscampus Wesel wird der Bildungs- und Wirtschaftsstandort Wesel nachhaltig und positiv entwickelt. Wir haben mit unseren Partnern ein Möglichkeiten-Fenster erarbeitet. Durch dieses Fenster wollen wir jetzt mutig mit vielen Akteuren steigen. Es ist wichtig, dass wir weitere Unterstützerinnen und Unterstützer für die Idee gewinnen, insbesondere aus der Weseler Wirtschaft. Der Standort kann dann zusammen neugestaltet werden. Gut ist, dass vor allem die Menschen aus der Stadt und der Region davon profitieren.“, sagt Beigeordneter Rainer Benien.

Wie ein solcher Innovationscampus entstehen und welchen Themenfokus er haben kann, muss noch feinteilig ausgearbeitet werden. Auf das laufende Förderprojekt „TransRegINT Transformation der Region Niederrhein - Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe“ der Hochschule Rhein-Waal kann der Innovationscampus Wesel aufsetzen. Das kürzlich an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) gestartete Projekt „TransRegINT – Transformation der Region Niederrhein – Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe“ nimmt Bedarfe und Herausforderungen der Region auf, entwickelt Lösungen und vermittelt Kompetenzen, um diese Transformation zu gestalten. 

Die Hochschule möchte mit diesem Projekt eine transformative Wirkung in der Region und darüber hinaus erreichen. Sie möchte die Region, aber auch die Studierenden, die ihr Wissen in die Welt tragen, fit machen für die Zukunft. Vision der HSRW ist es, die Hochschule für Nachhaltigkeitstransformation zu werden. TransRegINT richtet sich an Unternehmen, Bürger*innen, politische und gesellschaftliche Gruppen sowie Städte und Kommunen der Kreise Kleve und Wesel. Ebenso werden die Studierenden und Beschäftigten der HSRW angesprochen. Dafür wird das Projekt durch die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ab Januar 2023 bis Ende 2027 mit etwa 10 Millionen Euro gefördert.

Der Standort selbst (Niederrheinhalle) ist ausgezeichnet erschlossen. Er liegt in der Nähe des Bahnhofs, der gut an das Schienenverkehrsnetz angebunden ist (Richtung Münsterland, Ruhrgebiet, Rheinland und Niederlande). Fußläufig ist zudem die Fußgängerzone erreichbar. Darüber hinaus ist Wesel an das regionale Straßennetz angebunden. Im Osten der Stadt verläuft die A3, im Westen die A57. Zudem führen mehrere Bundesstraßen nach Wesel.

Ein Vorteil ist auch, dass mehrere Flughäfen in der Nähe liegen (zum Beispiel Weeze oder Düsseldorf). Etwa 3,8 Millionen Menschen leben bis zu 45 Minuten mit dem Auto von Wesel entfernt. Ein enormes Potential, das sich auch auf Wesel als Bildungs- und Wirtschaftsstandort entfalten kann. Das Vorhaben wird am 20. Juni 2023 in der öffentlichen Sitzung des Rates der Stadt Wesel (im Ratssaal, Klever-Tor-Platz 1, 46483 Wesel) vorgestellt.


Hochschule Rhein-Waal
Die Hochschule Rhein-Waal wurde 2009 gegründet und steht mit ihrem Konzept für eine innovative, interdisziplinäre und internationale Ausbildung junger Menschen. An den Standorten Kleve und Kamp-Lintfort bietet die Hochschule insgesamt 25 Bachelor- und elf Master-Studiengänge an vier Fakultäten – „Technologie und Bionik“, „Life Sciences“, „Gesellschaft und Ökonomie“ und „Kommunikation und Umwelt“ – an.

Die Studieninhalte an der Hochschule Rhein-Waal sind wissenschaftlich, anwendungsorientiert und international ausgerichtet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualität und Praxisnähe in Lehre und Forschung aus. Etwa 75 Prozent der Studiengänge werden in englischer Sprache gelehrt und inzwischen lernen über 6.500 Studierende aus mehr als 120 Nationen gemeinsam in einem Umfeld, das viele gezielt wegen der kulturellen Vielfalt und Internationalität gewählt haben. Dadurch werden den Studierenden ein interkultureller Austausch sowie eine optimale Vorbereitung auf den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt eröffnet.

 

‚Langer Abend der Studienberatung‘ am 15.06.2023: Hochschule Rhein-Waal bietet Beratung für Studieninteressierte in den Abendstunden

Kleve/Kamp-Lintfort. 6. Juni 2023 - Wenige Wochen vor dem Bewerbungsschluss für das Wintersemester 2022/23 haben viele Studieninteressierte noch Beratungsbedarf. Die Fragen sind erfahrungsgemäß so unterschiedlich, wie die Fragenden selbst: Wie bewerbe ich mich auf einen zulassungsbeschränkten Studiengang? Ist ein Bachelor von einer Hochschule genau so viel wert, wie einer von der Universität? Wo sehe ich eigentlich, aus welchen Modulen sich so ein Studium zusammensetzt – um dann eine fundierte Studienentscheidung treffen zu können? Und was kann man überhaupt an der HSRW studieren?


Die Antworten haben die Mitarbeitenden der Zentralen Studienberatung am Donnerstag, 15. Juni 2023. Einmal im Jahr findet dieser ‚Lange Abend der Studienberatung‘ landesweit statt: Er ermöglicht ein offenes Beratungsangebot, für das einen Monat vor Ablauf der Bewerbungsfristen zum Studium vielfach Bedarf herrscht. Deshalb öffnet am 15. Juni 2023 auch die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) die Türen ihrer Zentralen Studienberatungen in Kleve und Kamp-Lintfort bis abends 20 Uhr. Doch nicht nur in Präsenz können Studieninteressierte diese Beratungen wahrnehmen: Parallel gibt es ein digitales Beratungsangebot.

Mit insgesamt sechs Kolleg*innen stehen die Studienberater*innen der Hochschule an diesem Abend bereit. Auch Studierende aus den unterschiedlichen Studiengängen der HSRW sind am ‚Langen Abend der Studienorientierung‘ vor Ort. Sie können einen authentischen und nahbaren Einblick in den Studienalltag in Kamp-Lintfort oder Kleve, das Studierendenleben und das hochschuleigene Angebot beispielsweise in Sachen Hochschulsport oder -musik geben. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei.

 


Wildkräuterführung im Tropenhaus Kleve: Unkräuter mit anderen Augen sehen

Kleve, 5. Juni 2023 - Unkraut ist für viele Gartenfreund*innen ein ungebetener Gast im gepflegten Garten, der mühsam entfernt werden muss. Nicht selten landet das Unkraut (auch unter dem Namen Wildkräuter bekannt) auf dem Kompost oder in der Biotonne. Doch Wildkräuter wie Giersch, Brennnessel und Co. sind ein wertvolles, gesundheitsförderndes und kulinarisch bereicherndes Superfood.

Foto HSRW

Bei der Wildkräuterführung in den Gärten des Tropenhauses Kleve am Dienstag, 13. Juni 2023, wird den Besucher*innen das Unkraut mit allen Sinnen nähergebracht. Zudem wird gezeigt, welche Wildkräuter in welchen Gerichten eine perfekte Ergänzung sein können. Dieses Angebot richtet sich primär an Wildkräuterneulinge, aber auch Kräuterkenner*innen sind herzlich willkommen. Die Wildkräuterführung soll dazu anregen, den eigenen Garten und die darin enthaltenen Wildkräuter nachhaltig zu nutzen.


 Datum Dienstag, 13. Juni 2023, 16:00 - ca. 17:30 Uhr. Ort: Hochschule Rhein Waal, Campus Kleve (Parkplatz Sommerdeich) Gebäude 14 (Tropenhaus) Zielgruppe alle Interessierten Kooperationspartner, kostenfrei. Anmeldung ohne Hinweise. Bitte festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung tragen.

 

Vielfalt in Lehre und Forschung:
Antrittsbesuch von Wissenschaftsministerin Ina Brandes an der HSRW

Kleve/Kamp-Lintfort, 19. Mai 2023 - Beim Besuch des Campus der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) in Kleve hat sich Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, bei einem Treffen mit verschiedenen Hochschulmitgliedern einen persönlichen Eindruck von der Vielfalt in Forschung und Lehre an der Einrichtung verschafft.


Ministerin Ina Brandes wird vom Präsidium der Hochschule Rhein-Waal bei ihrem Antrittsbesuch begrüßt, v.l.n.r.: Vizepräsidenten Prof. Dr. Peter Kisters und Prof. Dr. Jörg Petri, Ministerin Ina Brandes, Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, Kanzler Michael Strotkemper und Vizepräsidentin Prof. Dr. Tatiana Zimenkova

Nach Gesprächen mit dem Präsidium besuchte Ministerin Ina Brandes ausgewählte Lehr-, Lern- und Forschungsstationen der drei in Kleve ansässigen Fakultäten: die Lernwerkstatt KLEX an der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie, die Bionikhalle der Fakultät Technologie und Bionik sowie das Tropenhaus der Fakultät Life Sciences.

Erste Station war die Lernwerkstatt KLEX (Kindliches Lernen Erfahren und Experimentieren), die dazu dient, die Arbeit mit Kindern zu beobachten und zu erforschen. Neben einem vollständig ausgestatteten Lehr- und Lernraum verfügt sie auch über einen großen Außenbereich mit Spielplatz und Wasserlauf. Ministerin Brandes, begleitet von Dr. Marjan Alemzadeh, Professorin für Frühkindliche Pädagogik sowie dem Dekan der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie, Prof. Dr. Ralf Klapdor, konnte eine Forschungssituation im Garten beobachten und zeigte sich begeistert von der praxisnahen Ausbildung der Hochschule.

Im Anschluss empfingen Prof. Dr. Dirk Nissing, Dekan der Fakultät Technologie und Bionik, und weitere Mitarbeiter die Ministerin in der Bionikhalle. In dem interdisziplinären Fach Bionik geht es um das Lernen von der Natur und um die Übertragung der Erkenntnisse in technische Anwendungen. In der Bionikhalle werden unter anderem bionische U-Boote entwickelt und gebaut, mit denen das studentische Hochschulteam u.a. sehr erfolgreich an internationalen Wettkämpfen teilnimmt, wie der Weltmeistertitel im Jahr 2022 belegt. Einzelteile wie etwa der Antrieb der U-Bootes können im Wasserbecken direkt auf Strömungstauglichkeit und Leistung getestet werden.

Den Abschluss der Hochschulführung bildete der Besuch des Tropenhauses Kleve – einem Gewächshaus, das aus vier Forschungskabinen und einer Großkulturfläche besteht, in der eine Nutzpflanzensammlung gepflegt wird. Durch moderne Klimacomputertechnik sind Aufzucht und Anbau verschiedenster Pflanzenarten möglich, wobei erforderliche Wuchsbedingungen variiert und charakteristische Klimazonen simuliert werden. Dies ermöglicht es, Pflanzen fremder Klimazonen in Versuchen unmittelbar am Objekt zu erforschen, wie Dr. Kerstin Koch, Professorin für Biologie und Nanobiotechnologie, erläuterte.

Hier gedeihen von Ananas über Kakao bis hin zu Zimt verschiedenste exotische Pflanzenarten aus den Tropen und Subtropen. Ministerin Brandes zeigte sich auch hier im Austausch mit dem Dekan der Fakultät Life Sciences, Prof. Dr. Peter Scholz, sehr beeindruckt von den guten Studienbedingungen der Hochschule, dem modernen Campus sowie den vielfältigen Laboren und Praxisräumen.

Zum Ende ihres Antrittsbesuchs machte Ministerin Brandes im Gespräch mit dem Präsidium und den Dekanen deutlich: „Vor meiner Zeit als Ministerin habe ich 15 Jahre in der Wirtschaft gearbeitet. Seitdem begleitet mich der Fachkräftemangel. Die Arbeit der Fachhochschulen ist so ungemein wichtig für unsere Wirtschaft, weil sie wissenschaftlichen Nachwuchs mit unmittelbarem Praxis-Bezug ausbilden. Besonders deutlich wird das in den dualen Studiengängen. Von der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und mittelständischen Unternehmen profitieren der Wissenschafts- und der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen gleichermaßen.“

Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, Präsident der Hochschule Rhein-Waal, freute sich sehr über den Besuch der Ministerin und pflichtete ihr bei der Bedeutung praxisintegrierter Studiengänge bei: „Als Hochschule für angewandte Wissenschaften ist es für uns besonders wichtig, jungen Menschen eine praxisnahe, zukunftsorientierte Ausbildung zu bieten. Duale oder auch praxisintegrierte Studiengänge sind dabei ein wichtiger Baustein.“

Als ein Bespiel hob er dabei den Studiengang Verwaltungsinformatik der Fakultät Kommunikation und Umwelt am Campus Kamp-Lintfort hervor, der seit dem Wintersemester 2020/2021 in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen angeboten wird. „Studieren und gleichzeitig eine Ausbildung absolvieren – das ist nicht nur für junge Menschen attraktiv, sondern bietet Arbeitgebern die Möglichkeit, Fachkräften eine Perspektive zu geben und sie frühzeitig an sich zu binden“, führt Locker-Grütjen weiter aus.

 

 

Hochschule Rhein-Waal feiert den Start des Projekts TransRegINT

 Schloß Moyland, Mai 2023 -„Wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten und die Zukunft ist unser Projekt TransRegINT“, mit diesen Worten, in Anlehnung an August Bebel, begrüßte Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, Präsident der Hochschule Rhein-Waal, die Anwesenden, die am Freitag, 12.05.2023, auf Schloss Moyland in feierlichem Rahmen zusammengekommen sind. Förderer aus Wirtschaft und Kommunen sowie Hochschulmitglieder trafen sich zur offiziellen Eröffnungsfeier des Projekts TransRegINT.

Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen begrüßt Unternehmer*innen, Förderer*innen und Hochschulangehörige. Erste Reihe vlnr: der Klever Bürgermeister Wolfgang Gebing, der Kreis Weseler Landrat Ingo Brohl, Dr. Klaus Krumme und Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, Vizepräsident der Hochschule Rhein Waal © Marie Reintjes_HSRW Das Bildmaterial ist honorarfrei unter Nennung des Bildnachweises verwendbar.

Genau ein Jahr ist es her, dass die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) vom Erfolg ihres Projektantrags erfahren hat, der eine Förderung im Rahmen des Programms ‚Innovative Hochschule‘ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für fünf Jahre beinhaltet. Mit der Eröffnungsfeier startet nun auch die inhaltliche Arbeit der über 20 Mitarbeitenden der Hochschule, die teils extra für das Projekt eingestellt werden konnten.


„TransRegINT bedeutet ‚Transformation der Region Niederrhein – Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe‘ und genau dahinter stehen wir“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, Vizepräsident der Hochschule und Projektverantwortlicher. „Wir wollen zeigen, was möglich ist, wenn Wissenschaft, Gesellschaft, Kommunen und die Wirtschaft miteinander interagieren und versuchen, Lösungen für die großen Probleme unserer Zeit zu finden“, so Kisters weiter.

Mit dem Projekt möchte die Hochschule ihre Position in der Region stärken und durch unterschiedlichste Angebote, wie Reallabore oder Innovationssprints, Wirtschaft und Gesellschaft einbinden, um gemeinsam die nachhaltige Transformation in der Region zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Ein weiteres Ziel besteht zudem darin, ein Europäisches Zentrum für Nachhaltigkeitstransformation (EUZENT) aufzubauen und so das Thema in der Region zu verankern und durch vielfältige Kooperationen voranzubringen.


„Wir möchten in Zukunft mit der Unterstützung vieler Förderer*innen und Unterstützer*innen ein Forschungszentrum aufbauen, das sich der europäischen Nachhaltigkeitstransformation widmet, und Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt an unsere Hochschule einladen“, teilt LockerGrütjen mit. Einen besonderen Dank sprechen Locker-Grütjen und Kisters der Vielzahl an Förderer*innen des Projekts in der Region aus und betonen die Bedeutung der Förderlinie ‚Innovative Hochschule‘ des BMBF, die für ein solch umfassendes Projekt unverzichtbar sei.


Tag der offenen Tür am 3. Juni 2023 auf dem Kamp-Lintforter Campus der Hochschule Rhein-Waal

Kamp-Lintfort, 11. Mai 2023 - Einblicke in das Labor für IT-Sicherheit, Batikworkshop mit der Fair Trade Student*innengruppe oder was Sie schon immer über das Darknet wissen wollten – das und noch vieles mehr wird geboten, wenn am Samstag, 3. Juni 2023, die Fakultät Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal am Standort Kamp-Lintfort ihre Türen öffnet.

HSRW Grafik ©AndreRuckriegel

Expert*innen zeigen, wie gefährliche Hackerangriffe abgewehrt und sensible Daten vor Cyberkriminellen geschützt werden können. In einem Blindtest können Besucher*innen herausfinden, ob sie ihre Lieblingsmarke tatsächlich am Geschmack erkennen oder sich in einem Simulator um Jahre altern lassen, um so zu erfahren, wie sich das Leben als gealterter Mensch anfühlt. Und an einem Aktionsstand des Verwaltungsinformatik-Studiengangs erfahren Interessierte, wie Behördendienste im Internet sicher und schnell genutzt werden können.

Neben Führungen durch Hörsäle, Labore und Bibliotheken warten weitere MitmachAktionen sowie spannende Einblicke in die Studiengänge, musikalische Unterhaltung sowie kulinarische Verpflegung von 11:00 bis 17:00 Uhr auf Besucher*innen aller Altersgruppen.

„Endlich können wir unsere Hochschule und Labore wieder allen wissbegierigen Bürger*innen von Kamp-Lintfort und der Region präsentieren. Die ganze Fakultät freut sich, den Tag der offenen Tür auf dem Campus in entspannter Stimmung feiern zu können. Dabei sind auch alle Studiengänge greifbar, natürlich insbesondere für Studieninteressierte“, freut sich Dr. Klaus Hegemann, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Dekan an der Fakultät Kommunikation und Umwelt.

Aus diesem Anlass laden wir ein zum: Tag der offenen Tür Samstag, 3. Juni 2023 11:00 bis 17:00 Uhr Campus der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort

 


 

Nachhaltigkeitspreis ‚Klever Birne‘ am 31. Mai 2023

Kleve, 10. Mai 2023 - Die Hochschule Rhein-Waal und die Stadt Kleve loben in diesem Jahr zum ersten Mal den Nachhaltigkeitspreis ‚Klever Birne‘ aus. Mit diesem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die sich mit den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen beschäftigen und Kleve zu einem nachhaltigeren Ort machen möchten. Bei der Info-Session am 31. Mai 2023 um 18:00 Uhr werden alle wichtigen Informationen zur Teilnahme am Nachhaltigkeitspreis gegeben, die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen vorgestellt, Fragen beantwortet und Tipps gegeben.


Außerdem wird das Projekt TransRegINT der Hochschule Rhein-Waal sowie Maßnahmen und Herausforderungen der Stadt Kleve zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele vorgestellt. Hintergrund zum Nachhaltigkeitspreis: Das Teilnahmeformular ist auf der Webseite www.kleverbirne.de zu finden. Aus den Bewerbungen für den Nachhaltigkeitspreis werden die zwölf besten Ideen ausgewählt, die sich beim ‚Make an Impact! Day‘ am 14. September 2023 präsentieren dürfen.


Dort werden die besten drei Ideen prämiert sowie ein Publikumspreis vergeben. Die Info-Session richtet sich an alle Personen, die Interesse am Nachhaltigkeitspreis haben oder die sich gerne für Nachhaltigkeit in Kleve engagieren möchten. Einlass ist um 17:30 Uhr mit der Möglichkeit, Fotos vor der ‚Klever Birne‘-Fotowand zu machen. Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.




Hochschule Rhein-Waal öffnet digital die Türen beim ‚Virtual Open Day 2023‘

Kleve/Kamp-Lintfort, 3. Mai 2023 - Die letzten Abiturprüfungen sind geschrieben und der Abiball steht vor der Tür. Damit stehen für junge Menschen auch die großen Zukunftsfragen im Raum, zum Beispiel wie und wo es danach weitergeht und im Falle eines Studiums, welche Hochschule oder welcher Studiengang die richtige Wahl sind.

Die Hochschule Rhein-Waal hilft bei der Orientierung und öffnet Studieninteressierten beim ‚Virtual Open Day‘ am Donnerstag, 11. Mai 2023, digital die Türen und lädt Studieninteressierte u.a. zu online geführten Campus-Touren der beiden Standorte in Kleve und Kamp-Lintfort ein. Zusätzlich erhalten Studieninteressierte alle Informationen zu den Themen Bewerbung und Zulassung sowie zu den wichtigsten Aspekten des Studiums.


 

 

NRW-Hochschulen veranstalten ‚Überregionale Thementage Studienzweifel‘ im Mai 2023

Kleve/Kamp-Lintfort, 25. April 2023 - Das eigene Studium zu hinterfragen, kennen viele junge Menschen. Gleichzeitig werden Zweifel und Abbruchgedanken vorrangig negativ betrachtet. Damit wollen Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen brechen. Aus diesem Grund veranstalten sie im Rahmen des Projekts ‚NEXT CAREER‘ die ‚Überregionalen Thementage Studienzweifel‘ – in diesem Jahr sogar als Themenmonat.

Vom 2. bis 31. Mai 2023 können sich Studierende zu Themen wie Fach- und Hochschulwechsel, Neustart, alternative Karrierewege und Berufsorientierung digital und kostenfrei informieren. Die Veranstaltungsreihe ist ein Hilfsangebot für Studierende aus Nordrhein-Westfalen, die ihre Studienwahl hinterfragen. Die 19 Initiator*innen der Thementage haben ein vierwöchiges NRW-weites Online-Programm auf die Beine gestellt, das sich gleichermaßen an Studienzweifler*innen und Studienfachwechsler*innen richtet, als auch an Studierende mit ernsthaften Gedanken, das Studium ohne Abschluss zu beenden.


In den mehr als 20 Veranstaltungen erfahren Interessierte unter anderem, was sie in Umbruchsituationen tun und an wen sie sich wenden können. Organisiert im überregionalen Förderprogramm ‚NEXT CAREER‘ und finanziert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen setzen die Hochschulen mit der Veranstaltungsreihe ein Signal gegen das Stigma des Zweifelns und Scheiterns. Denn die Gründe, warum Studierende ihre Entscheidung zum Studium in Frage stellen und sich mitunter in eine ganz neue Richtung orientieren, sind sehr vielfältig.

Zudem möchte die Reihe aufzeigen, dass Zweifel auch eine neue Chance bieten können. Bereits zum dritten Mal initiieren die Projektkoordinator*innen der Hochschulen die Themenwochen – ein Zeichen dafür, dass das Beratungsangebot gut angenommen wird. Mit ihren vielfältigen Unterstützungsangeboten haben die Hochschulen inzwischen über eintausend junge Menschen erreicht.

 

 

‚Tür auf für die Zukunft‘: Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kita und Ganztagsbetreuung verankern

Kleve/Kamp-Lintfort, 14. April 2023 - Wie lassen sich komplexe und globale Themen wie Klimawandel, Artenschutz oder Konsumverhalten mit Kindern besprechen? Wie können Erzieher*innen und Pädagog*innen auf die Fragen der Kinder reagieren? Wie können sie die Veränderungen in der Welt verständlich machen und welche Konsequenzen diese auf das Handeln jedes Einzelnen hat? Und wie können sie mit ihrer Arbeit konkret einen Teil zur nachhaltigen Veränderung beitragen?

Diese Fragen beschäftigen Erzieher*innen in ihrem Berufsalltag. Um Antworten darauf zu finden, veranstaltet das Haus der kleinen Forscher*innen (HdkF) an der Hochschule Rhein-Waal in Kooperation mit den Volkshochschulen der Region am Mittwoch, 26. April 2023, einen digitalen Fachnachmittag zu Alltagsthemen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) speziell für Pädagog*innen aus Kindertageseinrichtungen. ‚Artenvielfalt erleben‘, ‚Papier – woher und wohin?‘, ‚Geheimnisvolles Erdreich‘ oder ‚Konsum im Alltag‘.

So lauten die Workshops, die neben einem interaktiven, praxisorientierten Input von Ute Krümel (HdkF Berlin) über die Möglichkeiten und Ansätze einer BNE an dem Fachnachmittag Einblicke in die Bearbeitung von konkreten Fragestellungen mit den Kindern bieten. Die Vorstellung von möglichen Partnern der außerschulischen Bildung im Kreis und gegenseitiger Austausch runden das Programm ab. Alle Interessierten können sich bis zum 22. April 2023 unter www.vhs-kleve.de für diese kostenlose Veranstaltung anmelden.



Foto © HdkF Berlin

Das Haus der kleinen Forscher*innen Kreis Kleve an der Hochschule Rhein-Waal engagiert sich dafür Bildung für nachhaltige Entwicklung mittels Fortbildung der Pädagog*innen in den Einrichtungen und Schulen im Alltag der Kitas und Schulen zu verankern. Dies geschieht sowohl über offene Präsenzfortbildungen bspw. zum Thema Energie oder Konsum oder auch Inhouse-Fortbildungen um im Team voran zu gehen oder auch digitale Angebote wie diesen Fachtag.

 

Pflänzchen, wechsle dich: Tropenhaus Kleve veranstaltet Pflanzentauschbörse

Kleve, 13. April 2023 - Mit steigenden Temperaturen beginnen auch die letzten Pflanzen in den Gärten langsam wieder auszutreiben und auch die letzten Stauden erwachen aus der Winterpause. Die vorgezogenen Jungpflanzen warten auf ihren großen Auftritt im Gemüsebeet. Doch wohin mit den überzähligen Jungpflanzen, Stauden, Kräutern, Pflanzzwiebeln oder Knollen?

Das Team des Tropenhauses der Hochschule Rhein-Waal auf dem Campus in Kleve bietet Bürger*innen am Samstag, 22. April 2023, ab 11:00 Uhr eine Plattform zum Pflanzentausch, Vernetzen und Fachsimpeln. Durch den Tausch haben Bürger*innen die Möglichkeit, die Pflanzenvielfalt im Garten zu erweitern und ganz nebenbei auch die regionale Biodiversität zu fördern. Gleichzeitig informiert das Team des Tropenhauses Kleve über die vielen Vorteile biologischer Anzuchtmethoden und der Verwendung von samenfestem Saatgut.

Das Tropenhaus Kleve stellt Tische zur Präsentation bereit. Die Pflanzen sollen gut sichtbar beschriftet werden und Verpackungsmaterial für den Transport muss selbst mitgebracht werden. Bei der Pflanzentauschbörse darf ausschließlich getauscht werden, Verkäufe sind ausgeschlossen.

Samstag, 22.04.2023, 11:00 - 15:00 Uhr. Hochschule Rhein Waal, Campus Kleve Gebäude 14, Tropenhaus (Parkplatz Sommerdeich)
Zielgruppe alle Interessierten, kostenfrei. Anmeldung Nicht erforderlich.

Pflanzentauschbörse © Sandra Neumann


‚Let’s talk Scholarships!‘: Hochschule Rhein-Waal informiert am 19. April 2023 über Stipendien- und Förderprogramme

Kleve, 12. April 2023 - Durch steigende Energiekosten, hohe Inflation und teure Mietpreise nehmen Bedeutung und tatsächlicher Bedarf an finanzieller Sicherheit sowohl für Studieninteressierte als auch für Studierende weiter zu. Da während eines Studiums nicht immer die Gelegenheit für einen Nebenjob gegeben ist, können Stipendien- und Förderprogramme eine Lösung sein. Für einen erfolgreichen und sorgenfreieren Studienverlauf ist für viele junge Menschen eine zusätzliche finanzielle Unterstützung immens wichtig.

Damit verbunden ist mitunter auch der Wunsch, ein persönliches Mentoring oder Fortbildungen zu bekommen sowie die Chance, Teil des Netzwerks einer Stiftung zu sein. Hinter Förderungen und Stipendien vermutet man meist hohe Einstiegshürden und aufwändige Auswahlprozesse, exzellente Noten oder außerordentliches Engagement – Voraussetzungen, bei denen man leicht denkt „Dafür komme ich nicht infrage!“.

Bevor man das Thema für sich fallen lässt, lohnt es sich jedoch, sich frühzeitig – also auch bereits vor Studienstart – Informationen einzuholen: zur Bewerbung, den Voraussetzungen und den Rahmenbedingungen. Darüber informieren Hochschulvertreter*innen am 19. April 2023 ab 14:00 Uhr u.a. aus der Zentralen Studienberatung, Career Service und den Fakultäten in der Veranstaltung ‚Let’s talk Scholarships!‘.


Es werden verschiedene Fördermöglichkeiten, darunter das Deutschlandstipendium, Erasmus/Promos und Programme von Stiftungen vorgestellt. Die Veranstaltung findet in hybrider Form auf dem Campus in Kleve und online statt. Details zu ‚Let’s talk Scholarships!’

Ansprechpartner*in für die Veranstaltung Katharina Vogl Zentrale Studienberatung Tel.: +49 (0) 2821 806 73-360 E-Mail: studienberatung@hochschule-rhein-waal.de

HSRW-Grafik LetsTalkScholarships © Andre Ruckriegel

 

Girls’ Day und Boys’ Day am 27. April 2023: Weitere Angebote der Hochschule Rhein-Waal

Kamp-Lintfort/Kleve, 11. April 2023 - Neben Kursen für Medienkonzeption oder Programmieren für Mädchen sowie Psychologie oder Kindheitspädagogik für Jungen bietet die Hochschule Rhein-Waal zusätzliche Angebote für interessierte Schülerinnen und Schüler zum Girls‘ bzw. Boys‘ Day an: Im Planspiel ‚Werde Chefin und leite dein eigenes Industrieunternehmen‘ treffen Schülerinnen ihre eigenen unternehmerischen Entscheidungen über Budget, Produktionszahlen oder Produktqualität und bekommen so ein Gefühl für Unternehmertum.

Schüler wiederum können in einem Tagespraktikum Kita-Alltag erfahren und mit anderen Kindern forschen. Sie erleben verschiedene Arbeitsbereiche und Betreuungsformate in einer Kindertagesstätte wie den Morgenkreis, Projektarbeit, Sportangebote oder freies Forschen. Veranstaltungsdetails für Donnerstag, 27. April 2023 9:00 - 15:00 Uhr Campus Kleve, Gebäude 13, 2. Etage, Raum 009

Girls‘ Day für Mädchen ab 14 Jahren: Planspiel: Werde Chefin und leite dein eigenes Unternehmen Ein Team gründen, gemeinsam ein Unternehmen leiten, Produkte herstellen und verkaufen – im spielerischen Wettkampf und unter Anleitung übernehmen die Schülerinnen selbst die Führung eines Unternehmens, konkurrieren im Wettbewerb auf dem Markt mit anderen und treffen Entscheidungen über Budgets, Produktionszahlen, Produktqualität und vieles mehr.

Am Ende steht die Frage: Welches Unternehmen ist das erfolgreichste? 9:00 - 15:30 Uhr Verschiedene Kitas in Kleve, genauer Treffpunkt wird nach Anmeldung mitgeteilt Boys‘ Day für Jungen von 10 bis 18 Jahren: Tagespraktikum: Je kürzer desto Forscher: Kita erleben und mit Kindern forschen

Der Boys‘ Day für Interessierte an einem Beruf mit Kindern in einer Klever Kita, wird gemeinsam mit den Erzieher*innen und den Kindern verbracht, um verschiedene Arbeitsbereiche kennenzulernen: vom Morgenkreis, über Projektarbeit, einem Sportangebot oder freies Forschen bis hin zur Begleitung des Frühstücks und der Betreuung des Freispiels. Ebenso wird ein Einblick in den Ansatz des Hauses der kleinen Forscher*innen geboten.

Alle Partner-Kitas befinden sich auf Klever Stadtgebiet. In diesem Jahr bieten folgende Kitas Plätze für den Boys‘ Day an: Kita St. Bonifatius, Kita KiKu's Wilde 13, Kita Regenbogen, Kita Sonnenblume, SOS InKita und die Kita St. Willibrord. Mit der Anmeldung kann eine Wunsch-Kita benannt werden.

Weitere Veranstaltungen zum Girls‘ bzw. Boys‘ Day der Hochschule Rhein-Waal 9:00 - 12:00 Uhr Campus KampLintfort, Treffpunkt Campushof Girls‘ Day für Mädchen von 12 bis 18 Jahren: Medienkonzeption und -gestaltung Unser Umgang mit Informationen hat sich im digitalen Zeitalter stark verändert und die Anzahl der Kommunikationskanäle nimmt stetig zu.

Es ist daher zu einer großen Herausforderung geworden, Informationen zielführend, ansprechend und übersichtlich zu kommunizieren. Die Medieninformatik vermittelt hierbei grundlegende Kenntnisse in mehreren Dimensionen (Grundlagen der Informatik oder verschiedene Programmiertechniken).

Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich gezielt der oben beschriebenen Schwierigkeit und wird unter dem Begriff Medienkonzeption zusammengefasst. In dieser teils interaktiven Veranstaltung bekommen Mädchen einen Einblick in verschiedene Phasen und Arbeitsbereiche. Noch Plätze frei 9:00 - 12:30 Uhr Campus Kleve, Gebäude 5

Girls‘ Day für Mädchen ab 10 Jahren: Einblick ins BCI-Labor In dieser Veranstaltung wird den Teilnehmerinnen ein Einblick in das BCI Forschungslabor geboten. Brain-Computer Interfaces (BCI) sind Schnittstellen zwischen dem Gehirn und dem Computer. Die Gehirnströme werden dabei durch Elektroenzephalographie gemessen. Eine typische Anwendung dieser modernen Technologie ist z.B. die Bedienung eines Sprachcomputers.

Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Einblick in die Forschungsarbeit des BCI-Labors und dürfen die Technologien selbst ausprobieren. Bereits ausgebucht, Warteliste 13:00 - 17:00 Uhr Campus Kleve Gebäude 05, Treffpunkt EG im Foyer

Girls‘ Day für Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren: Programmieren? Gar nicht so schwer In diesem Workshop lernen die Teilnehmerinnen die Basics des Programmierens kennen und wenden sie auf einem Arduino-Board an. Arduinos sind kleine Elektronik-Boards mit Software, die im Kurs zunächst zusammengebaut, gelötet und dann zum Beispiel als Fensteralarm programmiert werden. Das fertige Ergebnis können die Teilnehmerinnen mit nach Hause nehmen und mit dem Erlernten selbständig weiter- oder neuprogrammieren. Nur noch wenige Plätze frei


Die Anmeldelinks und -fristen für die einzelnen Angebote sind unter https://www.hochschulerhein-waal.de/de/veranstaltungen/girls-day-and-boys-day zu finden. Nach einer Anmeldung erhalten Interessierte detailliertere Informationen, u.a. zu den genauen Veranstaltungsorten. Für alle Teilnehmenden des Boys‘ bzw. Girls‘ Day ist ein kostenfreies Mittagessen in der Mensa in Kleve bzw. Kamp-Lintfort inklusive.

Bühne frei für Huhn und Ei: Klever Kinder entdecken, was hinter dem Osterei steckt

Kleve, 6. April 2023 - Das Haus der kleinen Forscher*innen der Hochschule Rhein-Waal hat in diesem Frühjahr ein weiteres Projekt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung mit zehn Kitas und Grundschulen gestartet. Im Mittelpunkt standen passend zu Ostern das Huhn und das Ei. Nach dem thematischen Einstieg für die Pädagog*innen erforschten sie gemeinsam mit den Kindern verschiedene Fragestellungen rund um Ei und Huhn.

Kind mit Ei in der Kita Maria Magdalena in Goch ©Franzisca Araque Jimenez

Wichtige Themen waren dabei auch die Hühnerhaltung und der Eierkauf. Im Laufe des Projekts konnten die Kinder praktisch erforschen, aus wie vielen Schichten eine Eierschale besteht oder wie viel Gewicht ein rohes Hühnerei aushalten kann, bevor es zerbricht. Oder wie die unterschiedlichen Hühnerfedern unter der Lupe aussehen.


Auch die verschiedenen Formen der Hühnerhaltung wie Boden-, Freiland- und Biohaltung wurden spielerisch erklärt und der Zusammenhang mit „glücklichen“ Hühnern verdeutlicht, deren Eier gegessen werden und welchen Einfluss die Haltung auf den Preis hat. Besonderer Höhepunkt für die Kinder war der direkte Kontakt zu den Hühnern. Dieser fand beim Besuch auf den Höfen oder in den Kitas direkt statt. Möglich ist dies u.a. beim Richtersgut (Bio) in Kranenburg und dem Biohof Bodden in Goch.

Die Bäuerin und Huhn Henriette in dem Theaterstück „Frühling auf dem Hühnerhof“, zu dem das Netzwerks Haus der kleinen Forscher*innen Kreis Kleve alle teilnehmenden Kitas und Grundschulen einladen konnte, nahm die Kinder schließlich mit in einen ganzen Hühnerfrühling. Über das Netzwerk ‚Haus der kleinen Forscher*innen‘ Kreis Kleve an der Hochschule Rhein-Waal Das Haus der kleinen Forscher*innen an der Hochschule Rhein-Waal ist seit 2010 das lokale Netzwerk der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ für den Kreis Kleve.

Das gemeinsame Engagement für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hat zum Ziel Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit der Stiftung bieten die Netzwerke bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten.


Das ‚Haus der kleinen Forscher*innen‘ verbessert Bildungschancen, fördert Interesse am MINT-Bereich und professionalisiert dafür pädagogisches Personal. Inzwischen gehört die Mehrheit der Kitas und eine große Anzahl an Grundschulen im Kreis Kleve dem Netzwerk an. Die Pädagog*innen werden im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung sowie der Bildung für Nachhaltigkeit durch Workshops des ‚Hauses der kleinen Forscher*innen Kreis Kleve‘ geschult.

Ziel ist die Integration des naturwissenschaftlichen Bildungsbereichs in den Kita-Alltag, indem die Entdeckerfreude der Kinder im Hinblick auf die sie umgebenden Alltagsphänomene und so ihre Begeisterung für MINT-Themen immer auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit unterstützt und erhalten wird. Projekte und der jährlich stattfindende ‚Tag der kleinen Forscher*innen‘ machen das Netzwerk und seine Ziele einer größeren Öffentlichkeit bekannt.
 

Hochschulstandort Kamp-Lintfort lädt zur öffentlichen Ringvorlesung
‚Software Engineering in der Praxis‘

Kamp-Lintfort, 28. März 2023 - Im Software Engineering, einer Teildisziplin der Informatik, geht es darum, Softwareprojekte durch ingenieurmäßiges Vorgehen erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Große Softwareprojekte können beispielsweise die Digitalisierung der Finanzverwaltung eines Bundeslandes, der Warenwirtschaft und Logistiksteuerung einer Supermarktkette oder der Produkt- und Vertragsverwaltung eines Versicherungsunternehmens sein.

Derartige Innovationsprojekte und Softwaresysteme sind äußerst komplex und aufgrund ihrer digitalen Natur kognitiv schwer zu erfassen. Projektdurchführung und Softwareproduktion bergen oft hohes Risikopotenzial. Von Totalschäden im dreistelligen Millionenbereich erfährt man gelegentlich in den Medien, erhebliche Überschreitungen des Zeit- oder Kostenbudgets treten sogar häufig auf.

Im Rahmen einer Vorlesungsreihe geben Referenten aus der regionalen und überregionalen Softwareindustrie in diesem Sommersemester am Hochschulstandort KampLintfort praktische Einblicke in Software Engineering zu verschiedenen Themen:
Jeweils mittwochs, 12:15 – 13:45 Uhr. Ort: Hochschule Rhein Waal, Campus Kamp-Lintfort Gebäude 1, Audimax Friedrich-Heinrich-Allee 25, 47475 Kamp-Lintfort

Themen/Termine 19.04.2023: Softwarearchitektur in verteilten Systemen und deren Herausforderungen
Softwarearchitekturen beschreiben die grundlegende Organisation eines Softwaresystems durch dessen Komponenten und deren Beziehungen. Softwarearchitekturen sind kritische Bestandteile des Entwurfs von Systemen, die bereits früh die Weichen für Erfolg oder Misserfolg stellen können. Die Referenten beschreiben die BestPractices unter anderem am Beispiel eines Softwareprodukts der Schleupen SE für Energieversorger.
Referenten: Sebastian Jancke und Carsten Alder, Schleupen SE, Moers

03.05.2023 Requirements Engineering – Anforderungsmanagement Anforderungserfassung und -management sind wesentliche und kritische Aufgaben im Softwareprozess, weil Kund*innen in der Frühphase von Projekten erfahrungsgemäß den Funktionsumfang geplanter Systeme nicht exakt kennen und dieser sich erst im Projektverlauf konkretisiert. Der Referent stellt Methoden zur Erfassung, Verfolgung und Anpassung von Anforderungen im Projektverlauf vor. Referent: Carsten Dolch, Foxbase GmbH, Düsseldorf

10.05.2023 Software-Projektmanagement im industriellen Kontext
Die Durchführung von Softwareprojekten folgt den Phasen Anforderungserfassung, Entwurf und Spezifikation, Entwicklung, Test und Inbetriebnahme, welche in verschiedenen Vorgehensmodellen des Software Engineerings unterschiedlich häufig und intensiv ausgeführt werden. Der Referent stellt die Herausforderungen und Methoden vor, die mit der Durchführung von Softwareprojekten bei großen Industrieunternehmen verbunden sind. Referent: Volker Lügger, Milestone Consult GmbH, Kamp-Lintfort

24.05.2023 Projektcontrolling und Havariemanagement
Im Softwareprozess kommt es erfahrungsgemäß zu Änderungen, Verzögerungen und Fehlern. Projektcontrolling beschäftigt sich damit, den Projektverlauf zu analysieren und Prognosen über die Einhaltung von Zeit- und Kostenbudgets zu treffen während die Aufgabe des Havariemanagements in der Rettung von in Schieflage geratenen Projekten besteht.

Der Referent stellt Methoden des Projektcontrollings und Havariemanagements vor, die sich in der Praxis bewährt haben. Referent: Prof. Dr. Rüdiger Striemer, Adesso SE, Berlin

14.06.2023 Softwareingenieur als Beruf
Wie sieht das alltägliche Tun eines Entwicklers im Berufsleben aus? Auf welche Fähigkeiten und Kompetenzen kommt es an? Erfolgreiche Softwareentwicklung erfordert viel mehr, als nur gut programmieren können. Zusammenarbeit im Team, professionelle Disziplin und Einsatzbereitschaft sind genauso wichtig. Der Referent ist Alumnus der HSRW und gibt anhand seiner Erfahrung in der Industrie einen Einblick in das Berufsbild. Referent: Oliver Koßmann, Interaction Room GmbH, Essen

Geöffnet für alle Interessierten

Kosten: kostenfrei. Anmeldung nicht erforderlich

Angesichts des hohen Digitalisierungsdrucks in Industrie und öffentlicher Verwaltung kooperiert die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) mit dem Land NRW zur Ausbildung hochqualifizierter Verwaltungsinformatiker*innen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die künftigen Digitalisierungsexpert*innen im Studium bestmöglich auf ihre bedeutenden Aufgaben vorzubereiten.

Die Kooperation zwischen Land und Hochschule besteht darin, dass die HSRW dem Land jährlich 100 Studienplätze im Studienfach Verwaltungsinformatik zur Verfügung stellt, welche das Land frei besetzen kann. Die Studierenden werden zum Studieneintritt auf Probe verbeamtet und mit dem Abschluss auf Lebenszeit übernommen.


Während des Studiums arbeiten sie bereits in Ministerien, Landesbetrieben und Kommunen an Digitalisierungsprojekten. Im Gegenzug finanziert das Land Professor*innen- und Mitarbeiter*innenstellen an der Hochschule. Anlass für das Programm ist, dass das Land im umkämpften IT-Arbeitsmarkt im Vergleich zu den finanziellen Möglichkeiten der Industrie schlechtere Chancen hat.

Die Kooperation läuft aktuell im dritten Jahr, voraussichtlich 2024 gibt es die ersten Absolvent*innen. Studiengänge Medieninformatik, B.Sc.: https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/fakultaeten/kommunikation-undumwelt/studienangebot/bachelorstudiengaenge/medieninformatik-bsc

Kurse für Gasthörerschaft im Sommersemester geöffnet

Kleve, 24. März 2023 - Zum Start der Vorlesungszeit im Sommersemester 2023 bietet die Hochschule Rhein-Waal Bürgerinnen und Bürgern wieder die Möglichkeit, an regulären Vorlesungen und Kursen teilzunehmen. Der Status als Gasthörende ermöglicht allen Interessierten den Besuch ausgewählter Lehrveranstaltungen ohne eine Hochschulzugangsberechtigung.

Die Veranstaltungen werden in deutscher oder englischer Sprache in den verschiedenen Studiengängen der Fakultäten und des Hochschulsports am Campus Kleve und am Campus Kamp-Lintfort angeboten. Gasthörerschaft in den Fakultäten Die Fakultät Technologie und Bionik am Campus Kleve behandelt in ihren ausschließlich englischsprachigen Vorlesungen neben traditionellen Themen wie Physik, Mathematik und Chemie auch Lehrinhalte aus den Bereichen Wissenschaftskommunikation, Elektrotechnik, Betriebswirtschaft und Projektmanagement.

Bei der Fakultät Life Sciences geht es unter anderem um Mikrobiologie, Immunologie, aber auch um Arbeitsschutz, Gesundheitsrecht oder Agrarökologie. Die dritte Fakultät am Campus Kleve Gesellschaft und Ökonomie beschäftigt sich in ihren Vorlesungen insbesondere mit unternehmensbezogenen Aspekten wie Gesellschaftsrecht, soziale Verantwortung oder Organisation und Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus werden auch Vorlesungen in Innenpolitik sowie Internationaler Politik angeboten.

An der Fakultät Kommunikation und Umwelt am Campus Kamp-Lintfort stehen unter anderem folgende Vorlesungen zur Auswahl: IT-Sicherheit, angewandte Statistik oder allgemeine Psychologie. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei der Zentralen Studienberatung der Hochschule Rhein-Waal als Gasthörerin oder Gasthörer anmelden.

Die Hörerkarte kostet 100,00 Euro und ist für die Besuche der geöffneten Vorlesungen im Sommersemester von März bis Juli 2023 gültig. Gasthörerschaft bei den Sportkursen Auch der Hochschulsport öffnet seine Sportangebote für Gasthörer*innen. Im Kursangebot enthalten sind unter anderem Pilates, Volleyball, Yoga, Fechten oder Badminton. Ausgenommen sind lediglich die Kurse Segelfliegen, Bouldern oder Tennis.

Interessierte können zwischen zwei Optionen wählen: a) eine Anmeldung für einen Kurs (Preise zwischen 25,00-50,00 Euro pro Semester) oder b) eine Flatrate in Höhe von 60,00 Euro pro Semester. Diese Dauerkarte ist für alle Besuche des Hochschulsportangebotes im Sommersemester gültig.

Weitere Informationen über die Programme des Hochschulsports und der Fakultäten, sowie Anmeldemöglichkeiten: https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/studium/gasthoererschaft

 

Studieren probieren – Hochschule Rhein-Waal bietet in den Osterferien Live-Einblicke in das Studium

Kleve, 23. März 2023 - Die Studienauswahl ist groß und sich dabei für das richtige Studium zu entscheiden, ist nicht immer einfach. Diese Orientierungsphase ist für Schüler*innen mit vielen Fragen verbunden: Welches Studium ist das passende für mich? Werde ich den Anforderungen gerecht? Und was macht mir überhaupt Spaß?

Um das herauszufinden, bietet die Hochschule Rhein-Waal studieninteressierten Schüler*innen während der Osterferien mit GET A TASTE OF STUDYING einen Vorgeschmack auf das Studieren an.
Foto © HSRW/André Ruckriegel
Zwischen dem 3. und 14. April 2023 öffnen die vier Fakultäten in Kleve und Kamp-Lintfort ihre regulären Vorlesungen, Übungen oder Seminare in deutscher und englischer Sprache.

Die Schüler*innen können zum Beispiel die Vorlesungen ‚Ländliche Entwicklung und nachhaltige Verhaltensweisen‘ vom Studiengang Agribusiness oder ‚Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit‘ eine Vorlesung im Studiengang International Business and Management in Kleve besuchen.

Die Fakultät Kommunikation und Umwelt in Kamp-Lintfort bietet verschiedene Einblicke, zum Beispiel in die Studiengänge Medieninformatik, International Business Administration oder Arbeits- und Organisationspsychologie an. Zusätzlich zu den verschiedenen Studiengängen haben die Schüler*innen die Möglichkeit, die Hochschule bei Campusführungen und Mensabesuchen kennenzulernen.

So bekommen Interessierte einen guten Überblick über das Studienangebot, können Studiengänge ihrer Wahl ausprobieren und Professorinnen und Professoren live erleben – damit die Entscheidung für ein Studium leichter fällt. Veranstaltungsdetails GET A TASTE OF STUDYING: Probiere ein Studium an der Hochschule Rhein-Waal Datum: 3. bis 14. April 2023 Ort: Campus Kleve und Campus Kamp-Lintfort Weitere Informationen und Programm: https://info.hsrw/gat23

 

zdi-Kurs in den Osterferien: ‚Bau einer SPS-Steuerungsanlage‘

Kleve, 22. März 2023 - In der Industrie werden in Maschinen technische Fertigungsprozesse oft über elektronische Steuerungssysteme, sogenannte SPS-Systeme, geregelt. Aber wie baut man diese Systeme und wo werden sie in der Industrie eingesetzt? Neben diesen Fragen klärt der Kurs, welche Anforderungen an Auszubildende gestellt werden, die sich für den Beruf Mechatroniker*in oder Elektrotechniker*in interessieren.

Während des Praxisteils in der Kisters-Stiftung können die Schüler*innen selbständig eine SPS-Steuerung entwerfen und bauen. Mit der Veranstaltung sollen Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse für naturwissenschaftlich-technische Berufe begeistert werden. Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung möglich an zdi-kleve@hochschule-rhein-waal.de. Anmeldeschluss ist der 29. März 2023.

Details zum zdi-Kurs: ‚Bau einer SPS-Steuerungsanlage‘ vom 3. bis 5. April 2023:


zdi heißt Zukunft durch Innovation und ist eine Gemeinschaftsoffensive des Landes NRW zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses. Mit über 3.000 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Schule, Politik und gesellschaftlichen Gruppen ist diese Gemeinschaftsoffensive für den MINT-Nachwuchs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) die größte ihrer Art in Europa.

Jährlich erreichen die 47 zdi-Netzwerke und mehr als 70 zdi-Schülerlabore gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern rund 300.000 Schülerinnen und Schüler. Koordiniert wird zdi vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen.

Landesweite Partner sind unter anderem das Ministerium für Schule und Bildung, das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Die Hochschule Rhein-Waal ist Träger des im November 2012 gegründeten zdi-Zentrums Kreis Kleve.

Bereits im Frühjahr 2013 folgte die Eröffnung des zdi-RobertaZentrums am Berufskolleg der Kreises Kleve in Geldern und seit Mai 2014 werden die Schüler*innen durch praxisbezogene Angebote auch im Schülerlabor ‚Energie‘ an der Hochschule Rhein-Waal, Campus Kleve, für den MINT-Bereich begeistert und für entsprechende Studien- und Berufsfelder sensibilisiert.

Als zdi-Netzwerk arbeiten wir im Kreis Kleve mit Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Politik zusammen und koordinieren MINT-Angebote entlang der gesamten Bildungskette, um gemeinsam Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftlichtechnische Berufe zu begeistern.


Tropenhaus Kleve informiert über nachhaltige Bewässerungsmöglichkeiten für Pflanzen

Kleve, 20. März 2023 - Hitzerekorde und wiederkehrende Dürresommer stellen nicht nur in Deutschland Landwirtschaft, Gärtnereien oder auch private Gartenbesitzer*innen vor große Herausforderungen. Denn Wasser ist der entscheidende Faktor für vitale Pflanzen, prächtige Blüten und einen guten Ernteertrag.

Die trockeneren Sommer und steigenden Temperaturen machen somit eine effiziente und nachhaltige Bewässerung wichtiger denn je. Gartenbautechnikerin Doris Winkel aus dem Team des Tropenhauses Kleve gibt in ihrem interaktiven Vortrag am 29. März 2023 wertvolle Tipps, wie Hobbygärtner*innen durch verschiedene Bewässerungsmethoden, mit dem richtigen Pflanzenstandort und der Beschattungen die heimische Bewässerung optimieren können.

Nachhaltige Bewässerungsmöglichkeiten
Mittwoch, 29.03.2023. Uhrzeit 18:00 - ca. 19:30 Uhr
Ort: Hochschule Rhein Waal, Campus Kleve, Gebäude 14, Tropenhaus (Parkplatz Sommerdeich)
Zielgruppe alle Interessierten Kosten kostenfrei Anmeldung nicht erforderlich

Girls und Boys Day an der HSRW - noch Plätze frei in Kleve und Kamp-Lintfort

Kleve/Kamp-Lintfort, 15. März 2023 - Schülerinnen und Schüler erhalten am Donnerstag, 27. April 2023, im Rahmen des bundesweiten Girls‘ Day und Boys‘ Day wieder die Gelegenheit, die Hochschule Rhein-Waal an den Standorten in Kleve oder Kamp-Lintfort zu besuchen.

Mädchen und Jungen haben die Chance, sich über Studiengänge und Berufe zu informieren, die von ihnen eher selten gewählt werden. Die Hochschule bietet ihnen dafür vielfältige Einblicke in unterschiedliche Themen.
Veranstaltungsdetails 9:00 - 12:00 Uhr Campus KampLintfort, Treffpunkt Campushof
Girls‘ Day für Mädchen von 12 bis 18 Jahren: Medienkonzeption und -gestaltung Unser Umgang mit Informationen hat sich im digitalen Zeitalter stark verändert und die Anzahl der Kommunikationskanäle nimmt stetig zu. Es ist daher zu einer großen Herausforderung geworden, Informationen zielführend, ansprechend und übersichtlich zu kommunizieren.

Die Medieninformatik vermittelt hierbei grundlegende Kenntnisse in mehreren Dimensionen (Grundlagen der Informatik oder verschiedene Programmiertechniken). Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich gezielt der oben beschriebenen Schwierigkeit und wird unter dem Begriff Medienkonzeption zusammengefasst. In dieser teils interaktiven Veranstaltung bekommen Mädchen einen Einblick in verschiedene Phasen und Arbeitsbereiche.

Noch Plätze frei 9:00 - 12:30 Uhr Campus Kleve, Gebäude 5

Girls‘ Day für Mädchen ab 10 Jahren: Einblick ins BCI-Labor In dieser Veranstaltung wird den Teilnehmerinnen ein Einblick in das BCI Forschungslabor geboten. Brain-Computer Interfaces (BCI) sind Schnittstellen zwischen dem Gehirn und dem Computer. Die Gehirnströme werden dabei durch Elektroenzephalographie gemessen. Eine typische Anwendung dieser modernen Technologie ist z.B. die Bedienung eines Sprachcomputers.

Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Einblick in die Forschungsarbeit des BCI-Labors und dürfen die Technologien selbst ausprobieren.
Bereits ausgebucht, Warteliste 13:00 - 17:00 Uhr Campus Kleve Gebäude 05, Treffpunkt EG im Foyer

Girls‘ Day für Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren: Programmieren?
Gar nicht so schwer In diesem Workshop lernen die Teilnehmerinnen die Basics des Programmierens kennen und wenden sie auf einem Arduino-Board an. Arduinos sind kleine Elektronik-Boards mit Software, die im Kurs zunächst zusammengebaut, gelötet und dann zum Beispiel als Fensteralarm programmiert werden.

Das fertige Ergebnis können die Teilnehmerinnen mit nach Hause nehmen und mit dem Erlernten selbständig weiter- oder neuprogrammieren. Nur noch wenige Plätze frei 9:00 - 12:30 Uhr Campus Kleve Gebäude 3, Treffpunkt EG im Foyer


Boys‘ Day für Jungen von 12 bis 18 Jahren: Wir erforschen unser Zusammenleben Wie entwickeln sich Kinder zu selbständigen und starken Wesen? Was ist nötig, um Menschen aller Facetten ein gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen? Um solche wichtigen Fragen zu beantworten, braucht es die Wissenschaft. Wie Forschung in den Fächern Kindheitspädagogik sowie Gender and Diversity aussehen kann, erarbeiten wir miteinander und probieren unsere Interviews gleich mit anwesenden Expert*innen aus: Euch.
Noch Plätze frei 9:00 - 13:00 Uhr Campus KampLintfort, Treffpunkt Campushof

Boys‘ Day für Jungen von 14 bis 17 Jahren: Psychologie – für Analytiker des menschlichen Verhaltens
Du willst wissen, was Arbeits- und Organisationspsychologinnen und -psychologen so machen und was Psychologie eigentlich ist? An mehreren Stationen zeigen dir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, worum es in der Psychologie geht, was es zum Beispiel mit einem „Eyetracker“ oder der Aufmerksamkeit auf sich hat und wie es sich anfühlt, alt zu sein. Lass dich überraschen!

Noch Plätze frei Die Anmeldelinks und -fristen für die einzelnen Angebote sind unter https://www.hochschulerhein-waal.de/de/veranstaltungen/girls-day-and-boys-day zu finden. Nach einer Anmeldung erhalten Interessierte detailliertere Informationen, u.a. zu den genauen Veranstaltungsorten.

Was tun gegen Fachkräftemangel?
HSRW-Studierende erarbeiten Konzept für ALTANA in Wesel

Kleve, 14. März 2023 - Der demographische Wandel führt auch in Nordrhein-Westfalen dazu, dass IT-Fachkräfte Mangelware sind. Davon sind auch global tätige Unternehmen wie ALTANA aus Wesel betroffen. Im Zuge einer einjährigen, interdisziplinären Forschungskooperation mit der Hochschule Rhein-Waal analysierten internationale Studierende mit Unterstützung der KampLintforter Professoren Dr. Thomas Heun und Christoph Zielke die Situation und formulierten in einem zweiten Schritt Lösungsvorschläge.

Die Studierenden entwickelten eine Fülle an Ideen der Aktivierung von Bewerber*innen über digitale Medien. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf der gezielten Aktivierung über Social Media und der Entwicklung von zielgruppenadäquaten und überraschenden Formen der Ansprache. So könnten zukünftige Arbeitskräfte der Generation Z, oder auch Post-Millienials genannt, angesprochen werden.

© Hochschule Rhein-Waal

Das Besondere an dem Kooperationsprojekt: Vor der Entwicklung dieser innovativen Kommunikationskonzepte erforschten Studierende aus dem Masterstudiengang International Management and Psychology die Motivlage der ITStudierenden der Generation Z. Mit Hilfe von tiefenpsychologischen Interviews fanden sie heraus, dass Flexibilität, Selbstbestimmtheit und Authentizität für die nächste Generation von IT-Professionals von zentraler Bedeutung sind.

Die Vertreter der Generation Z wollen ernst genommen werden, sie geben sich nicht zufrieden mit einer klassischen „nine-to-five“- Anstellung, sondern suchen auch im festen Angestelltenverhältnis nach Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung im Sinne eines lebenslangen Lernens. Die Ergebnisse halfen dann im nächsten Schritt den Studierenden unterschiedlicher Studiengänge bei der Entwicklung von Konzepten der neuen Ansprache dieser jungen ITFachkräfte.

Projektleiter Dr. Thomas Heun, Professor für Marketing und Methoden, ist zufrieden mit den Ergebnissen: „Es ist beeindruckend, wie es unseren Masterstudierenden in sehr kurzer Zeit gelang, sich die methodischen Interviewkompetenzen anzueignen und die Motivlage der Generation Z rund um das Thema ‚New Work‘ bzw. ‚Modern Workplace‘ zu erschließen.

Arbeitgeber, die den zukünftigen Arbeitnehmer*innen flexible Arbeitsbedingungen bieten, ihnen mit Wertschätzung begegnen und sich auch nicht scheuen, ihnen frühzeitig Verantwortung zu übertragen, sollten auch zukünftig gute Aussichten haben, im Wettbewerb um die IT-Talente der Zukunft zu bestehen.“

Auch Professor Christoph Zielke teilt die Begeisterung. Der Professor für Kommunikationsdesign unterstütze vor allem bei der Umsetzung der Kommunikationskonzepte: „Ich bin begeistert, wie schnell sich Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen in die für sie ungewohnte Aufgabenstellung eingearbeitet haben.
Mit viel Engagement wurden überzeugende Ideen entwickelt.“ Für das regional ansässige Unternehmen ALTANA war die Zusammenarbeit mit der Hochschule ebenfalls ein voller Erfolg.

Stephan Heinelt, Group Chief Information Officer (CIO) von ALTANA, leitet die IT-Abteilung der ALTANA Management Services und war von dieser Form der Zusammenarbeit positiv überrascht: „Die studentischen Arbeitsgruppen haben sich auf Basis unseres Briefings sehr intensiv mit der Perspektive unserer Zielgruppe auseinandergesetzt. Ihre Ergebnisse überzeugten durch große Kreativität und Praxisnähe und standen der Zusammenarbeit in Beratungsprojekten oder mit Agenturen in nichts nach.“

© Hochschule Rhein-Waal
 

Offene Gärten im Kleverland‘ – Tropenhaus Kleve am 19. März 2023 wieder mit dabei

Kleve, 9. März 2023 - Das Team des Tropenhauses Kleve bietet bereits am Dienstag, 16. März 2023, einen AuftaktWorkshop in die Gartensaison zur Aufzucht von Jungpflanzen. Für Interessierte, die eher am Wochenende Lust am Gärtnern verspüren und sich informieren möchten, bietet das Team im Rahmen der ‚Offenen Gärten im Kleverland‘ eine weitere Möglichkeit. Der 19. März 2023 (Sonntag) steht unter dem Motto: „mit eigener Jungpflanzenanzucht Nachhaltigkeit und Sortenvielfalt fördern“.  

Das Team des Tropenhauses gibt praktische und einfach umsetzbare Tipps, damit die Anzucht eigener Jungpflanzen gelingen kann. Die Tropenkammer und das erblühende Außengelände können ebenso besichtigt werden.

 Datum: Sonntag, 19.03.2023 Uhrzeit 11:00 - 16:00 Uhr
Ort: Hochschule Rhein Waal, Campus Kleve ,Tropenhaus (Gebäude 14)
Zielgruppe alle Interessierten Kosten kostenfrei Anmeldung nicht erforderlich

Offene Gärten ©SandraNeumann



Zum Start in die Gartensaison: Tropenhaus Kleve bietet Workshop zur Anzucht von Jungpflanzen

Kleve, 6. März 2023 - Gärtnern liegt im Trend – egal ob es um die Tomatenpflanze auf dem Balkon geht oder das Gemüsebeet im Garten. Dass es dabei auch Tücken gibt, weiß jede*r: Pflanzen ohne Ertrag, wütendes Unkraut oder Blumen, die den Kopf hängen lassen.

Das Team des Tropenhauses Kleve an der Hochschule Rhein-Waal bietet mehrfach im Jahr Unterstützung für Hobbygärtner*innen zu den verschiedensten Themen: Am 16. März 2023 geht es in einem Workshop um die Anzucht von Jungpflanzen. Denn eigene Jungpflanzen anzuziehen, ist nachhaltig, fördert die regionale Sortenvielfalt und kann auch Spaß bereiten – wenn man weiß, wie es geht.

Für eine gelungene Anzucht stehen dabei viele Fragen im Raum: Wie findet man das passende Saatgut, was kann bei der Anzucht schiefgehen und wie können eigentlich Stecklinge vermehrt werden?

Workshop Jungpflanzen©SandraNeumann.

Das Team des Tropenhauses Kleve gibt einfache Tipps und zeigt bei der praktischen Anwendung, wie man sich auf die kommende Gartensaison vorbereiten kann. Der Workshop richtet sich sowohl an Gartenneulinge als auch an bereits erfahrene Gärtner*innen. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt und eine Anmeldung ist erforderlich.
Details zur Veranstaltung „Anzucht von Jungpflanzen“:

Datum: Donnerstag, 16.03.2023, 16:00 - ca. 17:30 Uhr
Ort: Hochschule Rhein Waal, Campus Kleve Tropenhaus (Gebäude 14)

Zielgruppe alle Interessierten Kosten kostenfrei Anmeldung per E-Mail: sandra.neumann@hochschule-rhein-waal.de Tel.: +49 (0) 2821 806 73-9783 oder -9938.


Fünf weitere Kitas und Grundschulen im Kreis Kleve als ‚Häuser der kleinen Forscher*innen‘ zertifiziert

Das Netzwerk ‚Haus der kleinen Forscher*innen‘ an der Hochschule Rhein-Waal freut sich, fünf weitere Einrichtungen aus dem Kreis Kleve, die im vergangenen Jahr ihren intensiven Forscher*innen-Weg dokumentiert haben, als ‚Häuser der kleinen Forscher*innen‘ zu zertifizieren und die offizielle Plakette zu verleihen. Eine davon ist die Kita Pusteblume aus Goch, die bereits zum fünften Mal die Auszeichnung erhielt.

Übergabe der Plakette ‚Haus der kleinen Forscher*innen‘ an Kita Pusteblume Von links nach rechts: Anna Dittmann (Vorstand), Angelika Pastoors (Leitung), Barbara Maué (Netzwerkkoordinatorin), Jutta Peters (Pädagogin), Hedwig Hauser (Pädagogin), Aysha Windt (Pädagogin), Kind: Mathis L. © Katharina Schönberg

Eine Zertifizierung ‚Haus der kleinen Forscher*innen' ist zwei Jahre gültig. Kriterien sind unter anderem, dass die Kita oder Grundschule das freie Forschen zu Alltagsthemen aus dem MINTBereich fest im Alltag verankert hat und regelmäßig Kinder-Forschungs-Projekte mit Schwerpunkten auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) bzw. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durchführt, reflektiert und davon mindestens eines ausführlich dokumentiert.

Neben der so dargestellten Prozessqualität sind auch Orientierungsund Strukturqualität zwei weitere Säulen der Zertifizierungsanforderungen. Dazu gehören beispielsweise neben regelmäßigen Fortbildungen der Pädagog*innen in den Bereichen MINT und BNE, dass das Forschen als Bildungsinhalt in der Konzeption der Kita verankert ist und dafür auch Raum, Zeit und Material zur Verfügung stehen.


Neben der Kita Pusteblume wurden die Kitas Abenteuerland in Kalkar, die SOS InKita in Kleve, das Familienzentrums Miteinander/Kita St. Marien in Wachtendonk und die Grundschule Marienwasser aus Weeze als ‚Häuser der kleinen Forscher*innen‘ (re-)zertifiziert. Im Kreis Kleve gibt es rund 170 Grundschulen und Kitas. Durch Fortbildungsbeteiligung und dem Forschen mit den Kindern sind etwa 130 davon im Netzwerk aktiv und darüber hinaus sind insgesamt 31 Einrichtungen als ‚Häuser der kleinen Forscher*innen‘ zertifiziert.

„Es ist toll, dass immer mehr Kitas und Grundschulen sich auf den Weg machen, an Fortbildungen teilnehmen und mit den Kindern in Kita und Grundschule zu den MINT-Themen und Themen der nachhaltigen Bildung frei forschen. So können wir gemeinsam die nachhaltige MINT-Bildung der Kinder fördern. Besonders hervorzuheben ist das hohe Engagement derjenigen Kitas und Grundschulen, die hier einen Schwerpunkt legen und sich als ‚Häuser der kleinen Forscher*innen‘ zertifizieren lassen“, so Barbara Maué, Koordinatorin des Netzwerks an der Hochschule Rhein-Waal.

Andere Kitas und Grundschulen, die ebenfalls Interesse haben, das Forschen im Alltag zu integrieren oder sich sogar als ‚Häuser der kleinen Forscher*innen‘ zu zertifizieren, können sich gerne an die Netzwerkkoordinatorin wenden. Die Pädagog*innen der Kitas und Grundschulen des kreisweiten Netzwerks bilden sich regelmäßig fort, um die Mädchen und Jungen bei ihrer täglichen Entdeckungsreise mit Hilfe von Alltagsmaterialien in die Welt der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begleiten.

Das Hinterfragen und die Kreativität, die beim Forschen eine bedeutende Rolle spielen, sind dabei wichtige Fähigkeiten für die Zukunft der Kinder, in der neue Strategien für Nachhaltigkeit und Transformation entscheidend sein werden. Die nächsten Fortbildungstermine des ‚Hauses der kleinen Forscher*innen‘ Kreis Kleve für alle interessierten Pädagog*innen aus Kita und Grundschule für den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich sind: