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Moers/Hamminkeln, 18.
Oktober 2026 - Seit der Gründung im September 2021
begleitet die Krebsberatung Niederrhein e. V.
Krebsbetroffene und ihre An- sowie Zugehörigen in
einer schwierigen, oftmals sehr herausfordernden
Zeit. Mit Antworten auf viele Fragen rund um das
Thema Krebs und einem breiten Netzwerk im Rücken
unterstützte das mittlerweile fünfköpfige
multiprofessionelle Team bereits mehr als 1.000
Klientinnen und Klienten. Zwei von ihnen berichten
über ihre Erfahrungen. Kerstin Zimmer-Derks,
fachliche Leitung der Krebsberatung und
Psychoonkologin, erklärt: „Wir freuen uns, dass wir
seit nunmehr fünf Jahren eine Stütze für Betroffene
und ihre An- sowie Zugehörigen sein können. Viele
befinden sich in einer Ausnahmesituation, in der
neben Sorgen und Ängsten, jede Menge Fragen
auftauchen – nicht nur im gesundheitlichen und
psychologischen Sinn, sondern auch im beruflichen
und finanziellen. Ihnen in dieser Zeit mit unserem
Beratungsangebot Unterstützung zu bieten, ist unser
Beitrag zu einer umfassenden Versorgung
Krebsbetroffener.“

V. l. Anke van den Bosch, Kerstin Zimmer-Derks,
Martina Hanßen, Katharina Klaffki und Julie Goerlich
„Diese Krankheit erfordert viel Mut!“
Klientin Frau Schmitz ist an Lungenkrebs erkrankt.
Ihre Diagnose erhielt sie im Januar 2023. Seitdem
durchlief sie Chemo- und Immuntherapie sowie
Bestrahlung: „Ich hatte damals eine nette Dame im
Krankenhaus, eine Pastorin, die mir sehr dabei
geholfen hat, den ersten Schock zu verarbeiten. Sie
hat den ersten Lichtblick und einen Tipp für weitere
Beratungs- und Hilfsangebote gegeben. Ich habe dann
selbst recherchiert – und bei der Krebsberatung
Niederrhein in Moers eine Lösung für mich gefunden.“
Der erste Kontakt habe dann bei ihr Zuhause
stattgefunden. Zunächst mit Psychologin und
Psychoonkologin Katharina Klaffki und dann mit
Kerstin Zimmer-Derks. „Beide sind sehr sympathisch.
Das ist enorm wichtig, denn bei so einer Krankheit,
die einem viel Mut abverlangt, ist der physische
Stress kleinzuhalten. Damit man der Erkrankung
körperlich auch etwas entgegensetzten kann“, erklärt
die 56-jährige. Geholfen hat mir das Team der
Krebsberatung nicht nur bei der Verarbeitung,
sondern auch bei Antragstellungen für Dinge, wie
etwa einen Schwerbehindertenausweis.“ Alle vier bis
sechs Wochen habe sie aktuell einen Termin in Moers,
bei Herausforderungen oder Fragen jedoch jederzeit
eine Anlaufstelle, erklärt Frau Schmitz. „Es ist
enorm wichtig, Außenstehende zu haben, die da sind.
Ich bin froh, dass ich noch lebe durch die Medizin
und ebenso froh, dass ich bisher einigermaßen gut
durch die Erkrankung gekommen bin mit der Hilfe der
Krebsberatung.“ Einen Rat für andere Betroffene hat
sie außerdem: „Bei jedem Menschen ist es anders –
jede bzw. jeder geht ihre bzw. seine Probleme anders
an. Wichtig ist, dass Betroffene von dem Angebot der
Krebsberatung Niederrhein e. V. wissen und selbst
den richtigen Zeitpunkt wählen.“
„Das ist ein leicht zugängliches und wertvolles
Unterstützungsangebot – allen von Krebs Betroffenen
steht die Tür offen.“ Cornelia Drißen
kam im Frühjahr 2026 erstmals mit der Krebsberatung
Niederrhein e. V. in Berührung. Psychologin und
Psychoonkologin Katharina Klaffki betreut die
64-Jährige, die an Eierstockkrebs erkrankt ist,
seitdem: „Die Zusammenarbeit mit Frau Klaffki
funktioniert sehr gut. Sie hat mich und meine
Situation mittlerweile kennengelernt und das
gegenseitige Vertrauen ist gewachsen. Ich möchte den
regelmäßigen Austausch mit ihr langfristig
fortsetzen, weiterhin meine Gedanken und Gefühle
vertrauensvoll mit ihr reflektieren und eine gute
Basis schaffen, um die Kraft der Gedanken zu nutzen,
damit ich ein lebenswertes, glückliches Leben
aufrechterhalten kann. Wir sehen uns alle drei bis
sechs Wochen. Unabhängig davon kann ich bei Bedarf
immer anrufen.“ Dass sie an Eierstockkrebs
erkrankt ist, weiß die Gocherin bereits seit 2019.
„Gerade am Anfang wird man – mit der Diagnose
Eierstockkrebs – überrollt. Ich war wie in einer
Blase, da herauszukommen, hat viel Kraft gekostet.
Die Erkrankung ist nicht mehr heilbar und
mittlerweile im dritten Rezidiv. Mit diesem dritten
Rezidiv wollte ich jemanden kennenlernen, der mich
langfristig begleitet – und das, bevor man akut in
eine Endphase der Erkrankung und des Lebens kommt.
Frau Klaffki kann meiner Familie und mir in allen
Phasen der Erkrankung zur Seite stehen. Auch, wenn
es irgendwann auf das Ende zu geht, wird es wertvoll
sein, gemeinsam Fragen rund um Abschied, Loslassen,
Palliativversorgung, Hospiz etc. zu klären. Ich
möchte mit ihrer Hilfe ganzheitlich Ordnung und
Zuversicht in unsere Gedanken bringen.“
Psychologische Unterstützung war Cornelia Drißen von
Beginn ihrer Erkrankung an sehr wichtig: „Auch wenn
man ein gesundes Umfeld in Familie und Freundinnen
sowie Freunden hat, ist es etwas anderes, seine
Gedanken mit einer ,neutralen‘ Person zu
reflektieren. In der Krebsberatung Niederrhein e. V.
arbeiten spezialisierte Kräfte. Es ist von großem
Wert, dass die Mitarbeiterinnen den Fokus auf
Krebspatientinnen und -patienten haben – und daher
ihre vielfältigen Sorgen und Ängste genauestens
kennen.“ Menschen in ähnlich krisenhaften
Lebenssituationen empfiehlt sie, sich möglichst
frühzeitig Hilfe zu holen. „Es lohnt sich sehr, mit
den Ängsten und der Unsicherheit offen umzugehen.
Das ist wichtig und hilft auch Angehörigen, mit der
Situation zurechtzukommen. Bei der Krebsberatung ist
das Wunderbare, dass auch Angehörigen das Angebot
offensteht“, fasst die 64-Jährige zusammen. „Im
Zusammenhang mit meiner eigenen Erkrankung möchte
ich noch zwei sehr wichtige Plattformen erwähnen,
bei denen Betroffene von Eierstockkrebs
Unterstützung bekommen können – den Eierstockkrebs
Deutschland e. V. (ww.eskd.de) und die Deutsche
Stiftung Eierstockkrebs (stiftung-eierstockkrebs.de).“
Die Krebsberatung Niederrhein e. V. ist eine
Anlaufstelle für Krebsbetroffene und ihre An- sowie
Zugehörigen, die auf ein breites Netzwerk zugreifen
kann und bei Bedarf vermittelt. In der Krebsberatung
mit ihrem Sitz im Gewerbegebiet Eurotec (Eurotec-Ring
40, 47445 Moers) berät ein erfahrenes
multiprofessionelles Team bei Fragen rund um das
Thema Krebs. Oft geht es in der Beratung neben
gesundheitlichen und psychologischen Aspekten auch
um berufliche und finanzielle Themen, die
Ratsuchende beschäftigen. Bei allen Fragen hilft die
Krebsberatung Niederrhein e. V. – kostenlos und
unabhängig. Das unter anderem auch mit
Außensprechstunden in Dinslaken (mittwochs,
Mutter-Theresa-Haus, Bismarckstraße 28, 46535
Dinslaken), Wesel (dienstags, Pastor-Janßen-Straße
4, 46483 Wesel), Xanten (dienstags, bei „Die
Pflege“, Sonsbecker Str. 57, 46509 Xanten) und Goch
(montags, Voßheider Straße 214-232, 47574 Goch). Bei
der Beratungsstelle handelt es sich um eine
Kooperation zwischen der Stiftung Bethanien Moers,
der St. Josef Krankenhaus GmbH und dem ambulanten
Pflegedienst „Die Pflege“ GmbH.
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