Kreis Wesel/Hamminkeln,
3. März 2021 - Mit seinem aktuellen Erlass zu den
Impfungen vom 1. März 2021 gibt das Land NRW grünes
Licht für Impfstraßen an Orten außerhalb der
jeweiligen Impfzentren.
„Das ist eine gute Botschaft, auf die wir lange
hingearbeitet haben“, so Landrat Ingo Brohl. „Damit
wird dem Anliegen des Kreises Wesel Rechnung
getragen, den schon lange geforderten Impfstandort
auf der linken Rheinseite einzurichten.“
Mit Blick auf diese schon seit einiger Zeit
diskutierte Möglichkeit hat der Kreis bereits mit
konkreten Vorplanungen begonnen, die potenziell
Beteiligten kontaktiert und verschiedene denkbare
Standorte in Augenschein genommen. Basierend auf
eingehender fachlicher Abwägungen fällt die Wahl auf
einen Standort am St. Josef Hospital in Moers. Neben
der Lage in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus war
wesentlich, dass dort ein privates, hochwertiges
pharmazeutisches Labor für die erforderliche
Aufbereitung des BionTech-Impfstoffes bereits
vorhanden ist. Ebenso sind eine gute Infrastruktur
und die Erreichbarkeit für die Bevölkerung im
Südwesten des Kreises gegeben. Krisenstabsleiter Dr.
Lars Rentmeister: „Sowohl das St. Josef Hospital als
auch das Labor haben der Kreisverwaltung volle
Unterstützung zugesagt, so dass wir einen zweiten
Impfstandort unter Mitwirkung der
Hilfsorganisationen und der Kassenärztlichen
Vereinigung Nordrhein (KVNo) an dieser Stelle gut
betreiben können.“

Die aktuelle Planung für den kommenden Impfstandort
sieht zwei Impfstraßen vor. Der Aufbau wird in
modularer Weise mit Zelten auf dem Parkplatz
erfolgen, die Gespräche zur personellen Ausstattung
mit den Hilfsorganisationen laufen bereits. Die
Kreisverwaltung ist bereits auf die KVNo zugegangen,
damit auch der weitere Impfstandort in deren
Gesamtorganisation einschließlich der Terminvergabe
eingebunden wird. „Aufgrund der schon erfolgten
Vorbereitungen durch den Kreis Wesel sind wir nun in
der Lage, alles Erforderliche zügig in die Wege zu
leiten,“ so Landrat Brohl. Der Kreis Wesel geht
davon aus, dass der Impfstandort im April
betriebsbereit ist.
Durch die Erhöhung von vier auf sechs Impfstraßen im
Impfzentrum in der Niederrheinhalle Wesel hat die
Kreisverwaltung seine Impfkapazitäten in den letzten
Tagen erhöht.
Im Februar ist dem Kreis kurzfristig auch die
Aufgabe zugefallen, die Impfung der
Sonderkontingente (AstraZeneca) zu organisieren.
Auch wenn diese Impfungen schon laufen, baut der
Kreis Wesel hierzu weiterhin die notwendige
Organisation und das administrative Personal auf. So
hat die Verwaltung ein eigenes Buchungssystem für
die Terminvergabe der Sonderkontingente eingeführt
und sein Personal entsprechend geschult. Um den
Zulauf der zu Impfenden am Impfzentrum zu entzerren,
öffnet der Kreis Wesel sein Impfzentrum für die
AstraZenca-Impfungen nun zusätzlich an zwei weiteren
Wochentagen (dienstags und donnerstags). Zudem wurde
die Anzahl der mobilen Impfteams (AstraZeneca) von
einem auf vier erhöht.
Krisenstabsleiter Dr. Lars Rentmeister: „Mit den
getroffenen Entscheidungen zur Erweiterung des
Impfzentrums, der Einrichtung eines zweiten
Impfstandorts und dem Ausbau der mobilen Impfteams
sowie den organisatorischen und personellen
Maßnahmen werden wir besser und schneller den zur
Verfügung stehenden Impfstoff in großer Anzahl
verimpfen können. Allerdings brauchen wir auch dabei
die Kassenärztliche Vereinigung. Perspektivisch muss
es gelingen, dass auch in Hausarztpraxen geimpft
werden kann.“
Die Kreisverwaltung Wesel arbeitet seit Eingang des
9. Impferlasses des Ministeriums für Arbeit,
Gesundheit und Soziales (MAGS) intensiv an einem
Zeitplan für die Umsetzung der ab dem 8. März nun
impfberechtigten Personengruppen.
„Dafür brauchen wir noch ein wenig Zeit,“ so
Krisenstabsleiter Dr. Lars Rentmeister. „Sobald
unser Plan steht, wird der Kreis Wesel hierüber
informieren.“
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