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Nachwuchs bei den Leopardenhaien im Burgers' Zoo in Arnheim
Vaterschaftstest negativ: Leopardenhai des Burgers’ Zoo hat nur einen Elternteil

Arnheim/Niederrhein/Hamminkeln, 6. August 2024 - Nun ist es offiziell: Der junge Leopardenhai, der am 5. Januar 2024 aus seinem Ei im Burgers‘ Zoo schlüpfte, hat tatsächlich keinen Vater. Das Jungtier ist das Ergebnis einer sogenannten Parthenogenese, auch Jungfernzeugung genannt. Obwohl Männchen und Weibchen in Burgers‘ Ocean, dem tropischen Korallenriff des Arnheimer Tierparks, zusammenleben, kam es nicht zu einer Paarung zwischen den Leopardenhaien. Das bestätigte nun ein DNA-Test.

Dieses besondere Naturphänomen tritt nur bei wenigen Tierarten auf und birgt auch einige Risiken.
Der anregende „Fortpflanzungs-Plan“ des Burgers‘ Zoo mit zeitweiser Trennung von Männchen und Weibchen, um das wechselseitige Interesse zu steigern, hat nicht „gefruchtet“ – das war aber auch gar nicht notwendig. Für den Nachwuchs ist im Fall des sieben Monate alten Leopardenhais im Burgers‘ Zoo die Mutter allein verantwortlich gewesen. Dass kein Männchen im Spiel war, zeigte ein DNA-Test, dessen Ergebnis nun bekannt wurde. 

Solo-Fortpflanzung
Ist kein passender Paarungspartner in Sicht, so stellt das bei einigen Tierarten für die Weibchen kein großes Problem dar: Sie können auch ohne männliche Beteiligung für Nachwuchs sorgen. Dies ist unter anderem bei manchen wirbellosen Tieren wie Schnecken, Reptilien und Fischen, aber eben auch Haien bekannt. Bei der sogenannten Parthenogenese (Jungfernzeugung) entsteht der Nachwuchs aus unbefruchteten Eizellen. Zellen im Inneren des Eis übernehmen die Rolle des Spermas. Sie verschmelzen mit der Eizelle, die sich daraufhin teilt und zur Entwicklung eines Embryos führt. Der Nachwuchs weist in diesem Fall nur das genetische Material der Mutter auf. Diese geringere genetische Diversität bringt allerdings schlechtere Überlebenschancen mit sich. Daher ist die Geburt des gesunden Arnheimer Leopardenhais in vielerlei Hinsicht ein kleines Wunder. 

Noch eine biologische Besonderheit
Neben der Parthenogenese verfügen die weiblichen Leopardenhaie noch über eine weitere besondere biologische Gabe: Sie können nach der Paarung Spermien noch geraume Zeit im Körper zwischenspeichern. Auf diese Weise kann eine erfolgreiche Paarung noch ein ganzes Jahr lang befruchtete Eier hervorbringen. Die bodennah lebende Haiart, die aufgrund des schwarz-weißen Streifenmusters der Jungtiere auch Zebrahai genannt wird, legt bei der Fortpflanzung Eier ab, aus denen dann der Nachwuchs schlüpft. Bei einer Wassertemperatur von 25 Grad passiert dies etwa 176 Tage nach der Befruchtung der Eier, wenn der Embryo sich gut entwickelt. 

Erfolgreicher Hai- und Rochenzüchter
Der Arnheimer Tierpark ist Initiator des Europäischen Populationsmanagement-Programms (EEP, European Ex Situ Programme) für den Leopardenhai und hat dieses Erhaltungszuchtprogramm jahrelang koordiniert. Der Arnheimer Tierpark konnte schon einige Erfolge in der Zucht von Haien und Rochen verzeichnen, unter anderem ist der Burgers‘ Zoo der weltweit größte Züchter des Gefleckten Adlerrochens.



Nachwuchs bei den Leopardenhaien im Burgers' Zoo in Arnheim
Arnheim/Niederrhein/Hamminkeln, 18. Februar 2024 - Grund zur Freude in Arnheim: Der Königliche Burgers’ Zoo vermeldet Nachwuchs bei den Leopardenhaien. Die tropische Hai-Art ist Teil eines europäischen Erhaltungsprogramms für bedrohte Tierarten. In Aquarien ist die Nachzucht der Leopardenhaie eine Seltenheit. 2003 war bereits ein junger Leopardenhai in Arnheim zur Welt gekommen, der allerdings nur sechs Wochen überlebte. Nun ist dem Tierpark die schwierige Nachzucht mit der Geburt eines jungen Leopardenhais erneut gelungen. Ob an der Erfolgsgeschichte allerdings ein Männchen beteiligt war, soll nun eine DNA-Untersuchung zeigen. Bei der Fortpflanzung der Haie gibt es nämlich ein ganz besonderes Naturphänomen.

Willst du gelten, mach‘ dich selten! Mit dieser Strategie versuchte der Burgers’ Zoo in Abstimmung mit dem Koordinator des Populationsmanagement-Programms (EEP, European Ex situ Programme) die Fortpflanzungsstimmung der Leopardenhaie zu steigern: Das betreffende Männchen und die zwei Weibchen wurden daher immer einmal kurzzeitig voneinander getrennt. Dann fanden die Tierpfleger erstmals Eihüllen, die nicht leer waren, sondern Eidotter enthielten. Die Eier wurden zunächst hinter den Kulissen in Quarantäne gehalten, nicht zuletzt, um sie vor den Hungergelüsten anderer Hai-Arten zu schützen. Das mittlerweile zwei Monate alte Jungtier ist eine Miniaturausgabe seiner Eltern, hat aber in den ersten Lebensjahren ein schwarz-weißes Streifenmuster. Deshalb wird der Leopardenhai auch Zebrahai genannt. Ob die erfolgreiche Zucht auf dem „anregenden“ Plan des Zoos beruht oder das Weibchen möglicherweise auf eine ganz besondere natürliche Gabe zurückgegriffen hat, soll nun eine DNA-Untersuchung zeigen.

Selbst ist die Frau
Von manchen Pflanzen, wirbellosen Tieren wie Schnecken, Reptilien und Fischen ist bekannt, dass sich die Weibchen unter bestimmten Bedingungen auch ohne Beteiligung eines Männchens fortpflanzen. Auch weibliche Leopardenhaie verfügen über diese Fähigkeit: Bei der sogenannten Parthenogenese (Jungfernzeugung) entsteht der Nachwuchs aus unbefruchteten Eizellen. Zellen im Inneren des Eis übernehmen die Rolle des Spermas. Sie verschmelzen mit der Eizelle, die sich daraufhin teilt und zur Entwicklung eines Embryos führt. Der Nachwuchs weist in diesem Fall nur das genetische Material der Mutter auf. Diese geringere genetische Diversität bringt allerdings schlechtere Überlebenschancen mit sich. Neben dem Phänomen der Parthenogenese ist von Leopardenhaien auch bekannt, dass die Weibchen nach einer Paarung Spermien geraume Zeit im Körper zwischenspeichern können. Auf diese Weise kann eine erfolgreiche Paarung ein ganzes Jahr lang befruchtete Eier hervorbringen. In Kürze kann eine genetische Untersuchung der Vaterschaft Antwort auf die Frage geben, auf welche Art der junge Hai des Burgers’ Zoo gezeugt wurde. 

Erfolgreiche Zucht mit Haien und Rochen 
Der Königliche Burgers’ Zoo ist gemeinsam mit einigen weiteren Aquarien (in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern) führend bei der Zucht von Haien und Rochen. So ist der Arnheimer Tierpark schon seit Jahren der weltweit größte Züchter des Gefleckten Adlerrochens, kann aber auch zahlreiche Erfolge bei Epaulettenhaien, Bambushaien, Schwarzspitzen-Riffhaien, Blaupunktrochen, Grauen Stechrochen und Schwarzkinn-Geigenrochen verzeichnen. Der Burgers’ Zoo verschenkt die gezüchteten Fische an Aquarien in ganz Europa, mit denen der Tierpark in verschiedenen Zuchtprogrammen intensiv zusammenarbeitet.