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Neukirchen-Vluyn/Hamminkeln, 10. Oktober 2026 - Ein
neues Zuhause für rund 140 Kinder und ein Treffpunkt
für Menschen weit über die Kita hinaus: Der DRK
Kreisverband Niederrhein e. V. hat (am 8. Oktober
2026) seinen neuen Standort an der Grubenwehrstraße
5 in Neukirchen-Vluyn offiziell eingeweiht. Das rund
5,5 Millionen Euro umfassende Bauprojekt brachte die
Kindertageseinrichtung „Niederrheiner Gänseblümchen“
und die DRK-Familienbildung unter einem Dach
zusammen. Der Betrieb im Neubau war bereits im
Januar aufgenommen worden. Zur feierlichen
Einweihung begrüßte das DRK neben Bürgermeister Dirk
Schauenberg auch Tanja Witthaus, Leiterin des
Kreisjugendamtes, die den Landrat des Kreises Wesel
vertrat. Gemeinsam mit den Gästen und Mitarbeitenden
würdigte der Kreisverband die Arbeit hinter dem
Projekt und die Bedeutung des neuen Standortes für
Kinder und Familien in Neukirchen-Vluyn.

Gemeinsam eröffneten sie den neuen DRK-Standort an
der Grubenwehrstraße 5 in Neukirchen-Vluyn: v. l. n.
r. Ute Michalski, Leiterin der DRK-Kita
„Niederrheiner Gänseblümchen“, Bürgermeister Dirk
Schauenberg und Jan Höpfner, Präsident des DRK
Kreisverbandes Niederrhein e. V. Unterstützt wurden
sie beim symbolischen Durchschneiden des roten
Bandes von zwei Kita-Kindern.
„Kinder
brauchen Platz, um die Welt zu entdecken. Eltern
brauchen verlässliche Betreuung und manchmal auch
jemanden, der zuhört, berät oder weiterhilft. Genau
das bringen wir hier zusammen“, erklärte Jan
Höpfner, Präsident des DRK Kreisverbandes
Niederrhein. „Mit diesem Haus investieren wir in
gute Bedingungen für Kinder, in die Unterstützung
ihrer Familien und in ein lebendiges Miteinander in
Neukirchen-Vluyn.“ Drei
Einrichtungen an einem gemeinsamen Standort
Im „Niederrheiner Gänseblümchen“ wurden die
bisherigen Einrichtungen „Gänseblümchen“, „Wiesfurther
Gänseblümchen“ und „Sonnenblume“ zusammengeführt.
Unter der Leitung von Ute Michalski entstand damit
ein gemeinsamer Standort für rund 140 Kinder aus
etwa 130 Familien in sieben Gruppen. Die Geschichte
des „Gänseblümchens“ begann am 1. November 1996 mit
zwei Gruppen und insgesamt 45 Kindern. Mit den
Bedürfnissen der Familien entwickelte sich auch das
Angebot weiter – hin zu mehr Ganztagsbetreuung und
zur Aufnahme jüngerer Kinder. Der gemeinsame
Standort führte diese Entwicklung fort und eröffnete
neue Möglichkeiten für die pädagogische Arbeit und
die Zusammenarbeit mit den Eltern.

„Freuen sich gemeinsam über die Eröffnung des neuen
DRK-Standortes an der Grubenwehrstraße 5 in
Neukirchen-Vluyn: v. l. n. r. Deborah Anderson,
stellvertretende Geschäftsbereichsleitung Kinder,
Jugend und Familie beim DRK, Bürgermeister Dirk
Schauenberg, DRK-Präsident Jan Höpfner,
Kita-Leiterin Ute Michalski, Marcus Schuring,
Bauleitung des DRK, DRK-Vorstand Andreas Bußmann
sowie Sonja Korsch, Leiterin der
DRK-Familienbildung.“ Holzbau,
Gründach und Platz für kleine Entdecker
Auf dem rund 4.400 Quadratmeter großen Grundstück
finden der Neubau und ein ergänzender
Containerbereich Platz. Bei der Gestaltung wurden
rund 1.400 Quadratmeter Spielfläche für Bewegung und
gemeinsame Entdeckungen vorgesehen. Zu den
besonderen Angeboten gehören eine Bobbycar-Rennbahn
und eine Innenrutsche vom Ober- ins Erdgeschoss.
Auch beim Gebäude wurde langfristig gedacht: Die
Verantwortlichen setzten auf Holztafelbauweise, eine
Lärchenfassade, begrünte Dächer und Wärmepumpen. Die
Planung war von Anfang an auf eine inklusive Nutzung
ausgerichtet. Für die Essensversorgung wurden
eine professionell ausgestattete Küche eingerichtet
und ein auf Kindertageseinrichtungen und Schulen
spezialisiertes Catering eingebunden. Nach dem
Baubeginn im Mai 2024 wurde im November desselben
Jahres Richtfest gefeiert. Ende 2025 folgte die
Fertigstellung, im Januar 2026 die Inbetriebnahme.
„Die Stadt Neukirchen-Vluyn freut sich, dass
dieses Haus hier ist. Dass es immer gut läuft und
Sie die Verantwortung über ganz viele Generationen
weitertragen“, sagte Bürgermeister Dirk Schauenberg
anlässlich der Einweihung.
Unterstützung für die ganze Familie – auf kurzen
Wegen Mit dem Neubau schafft das DRK
mehr als einen Betreuungsort. Bereits vor der
offiziellen Einweihung hatte das „Niederrheiner
Gänseblümchen“ die Zertifizierung zum
Familienzentrum NRW erfolgreich abgeschlossen. Damit
werden Beratung, Unterstützung und Begegnung noch
stärker mit der frühkindlichen Bildung verbunden.
Ausdrücklich einbezogen werde auch Familien aus der
Nachbarschaft, deren Kinder nicht die Kita
besuchten. Eine wichtige Partnerin ist dabei die
DRK-Familienbildung unter der Leitung von Sonja
Korsch, die ebenfalls in den Neubau einzog. Nach
Jahrzehnten am Leineweberplatz erhielt sie am neuen
Standort helle Kursräume und eine barrierefreie
Infrastruktur. Zum Angebot gehören unter anderem
Eltern-Kind-Kurse, PEKiP, Elternstart NRW,
Spielgruppen sowie Bewegungs-, Gesundheits-,
Kreativ- und Erste-Hilfe-Angebote. Die
räumliche Nähe von Kita, Familienzentrum und
Familienbildung schafft kurze Wege und erleichtert
es Familien, weitere Angebote und Ansprechpersonen
kennenzulernen. Betreuung, Beratung und Kurse lassen
sich dadurch unmittelbar miteinander verbinden.
Unterstützung für Familien hat auf
Niederberg Tradition Bereits zur Zeit
der Zeche Niederberg gab es Angebote, die Bergleute
und ihre Familien im Alltag unterstützten. Dazu
gehörten betriebseigene Kindergärten. Einer davon
stand am Bendschenweg beziehungsweise an der
Grubenwehrstraße, unmittelbar neben dem
Werksgelände. Das Gebäude wurde später abgerissen –
der Bedarf an verlässlicher Kinderbetreuung für die
Familien vor Ort blieb. Auch das frühere
Gesundheitshaus der Zeche gehörte zu dieser sozialen
Geschichte.

„Mit einem besonderen Beitrag erinnerten die Kinder
der DRK-Kita „Niederrheiner Gänseblümchen“ an die
Bergbautradition auf Niederberg: Zur Eröffnung
hatten sie den Tanz „Glück auf“ einstudiert. Passend
dazu trugen sie selbstgebastelte Grubenlampen – eine
liebevolle Verbindung zwischen der Geschichte des
Quartiers und seiner Zukunft.“
Am 18. Juli
1956, 70 Jahre vor der Einweihung des neuen
DRK-Standortes, wurde sein erster Bauabschnitt
eröffnet. Hier erhielten Menschen nicht nur
medizinische Versorgung: Koch- und Nähkurse für
Frauen vermittelten praktische Kenntnisse für den
Alltag. Das Gesundheitshaus brachte damit schon
damals Gesundheitsversorgung und Bildungsangebote
zusammen. Diese Verbindung von Betreuung,
Bildung und Unterstützung greift das DRK mit seinem
neuen Standort auf. Mit Kita, Familienzentrum und
Familienbildung schafft der Kreisverband unter einem
Dach Raum zum Aufwachsen, Lernen und Begegnen. Das
Konzept richtet sich an Familien unterschiedlicher
Herkunft und Lebenssituationen und bezieht auch
Menschen aus der Nachbarschaft ein. So erhält ein
Gedanke, der Niederberg schon zur Zechenzeit geprägt
hatte, eine zeitgemäße Form: Familien im Alltag zu
stärken und das Miteinander vor Ort zu fördern.
„Die Zeiten haben sich verändert. Geblieben ist,
dass Menschen Orte brauchen, an denen sie
Unterstützung finden und Gemeinschaft erleben“,
sagte Höpfner. „Unser Dank gilt allen, die dieses
Projekt möglich gemacht haben – und besonders
unseren Mitarbeitenden. Sie haben die
Zusammenführung und den Umzug begleitet und sorgen
jeden Tag dafür, dass aus neuen Räumen ein
vertrautes Zuhause für Kinder und Familien wird.“
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