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Kreis Wesel/Hamminkeln,11. Mai 2026 - "In
den zurückliegenden Jahren haben der Kreis Wesel, die
Rheinanliegerkommunen und Rettungsorganisationen viele
Präventionsmaßnahmen durchgeführt, die auf die Gefahren des
Rheins aufmerksam gemacht haben.
Als weiteren Schritt
ist ab Freitag, 15. Mai 2026, auch im Kreis Wesel das Baden
und mehr als knöcheltiefe Betreten des Rheins offiziell
verboten. Der Kreis Wesel hat dazu in enger Abstimmung mit
den Rheinanliegerkommunen eine ordnungsbehördliche
Verordnung erlassen. Sie gilt für die Städte Xanten, Wesel,
Voerde, Rheinberg und Dinslaken. Verstöße können mit einem
Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.

V. l. Simon Panke (Bürgermeister Dinslaken), Dirk Haarmann
(Bürgermeister Voerde), Landrat Ingo Brohl, Rainer Benien
(Bürgermeister Wesel), Philipp richter (Bürgermeister
Rheinberg), Rafael Zur (Bürgermeister Xanten)
„Der
Rhein ist ein lebensgefährliches Gewässer“, unterstreicht
Landrat Ingo Brohl. „Auf Grund der Strömungen, Sogwirkungen
der Schiffe und der immensen Kräfte, die wirken, kann selbst
das Stehen im flachen Wasser für Kinder und auch Erwachsene
zum Verhängnis werden. Das formelle Verbot ist das schärfste
Schwert, um erneut noch einmal die Lebensgefahr ganz
deutlich zu machen. Wir tun alles, um tödliche Unfälle im
Rhein im Kreis Wesel zu verhindern. Am Ende wird es aber
weiterhin auf Eigenverantwortung ankommen. Deshalb bitten
wir eindringlich: Gehen Sie nicht in den Rhein, gehen sie
nicht dort baden – es ist verboten, vor allem aber, es kann
ihr Leben oder das ihres Kindes kosten.“
Die
Verordnung verbietet kreisweit neben dem Baden und Schwimmen
auch das Waten oder Spielen im Wasser. Für die
Ordnungskräfte der fünf Rheinanliegerkommunen schafft es
eine klare rechtliche Grundlage für ordnungsbehördliches
Einschreiten sowie das Ahnden von Verstößen.

Neben dem ab dem 15. Mai geltenden Badeverbot bemühen sich
der Kreis Wesel sowie die Kommunen bereits seit Jahren
darum, Badeunfälle im Rhein zu verhindern. So wurden zum
Beispiel auf Initiative des Kreises, der Kommunen und der
DLRG Bezirk Kreis Wesel große Schilder mit universell
verständlichen Piktogrammen an bekannten „Badestellen“ am
Rheinufer aufgestellt. Außerdem weist der Kreis Wesel
regelmäßig über die Presse und seine Kanäle in den sozialen
Netzwerken auf die Gefahren des Rheins hin.
Leider
ertrinken immer wieder Menschen im Rhein, weil ihnen die
Risiken der natürlichen Strömung und der Schifffahrt nicht
bekannt sind oder unterschätzt werden. Selbst für geübte
Schwimmerinnen und Schwimmer ist es aussichtslos, gegen die
Strömung anzukämpfen. Falls es zu einem Notfall kommt,
sollten Betroffene mit der Strömung versuchen ans Ufer
schwimmen.
Wenn Sie vom Ufer aus einen Notfall
beobachten, gilt: Keinen eigenen Rettungsversuch
unternehmen. Wählen Sie den Notruf 112
und melden Sie den Notfall der Leitstelle. Durch die
Beschilderung am Ufer, auf denen in schwarzen Zahlen der
jeweilige Rheinkilometer angegeben ist, können Sie den
genauen Standort bestimmen. Versuchen Sie, die Person im
Blick zu behalten.
Wer sich im Sommer abkühlen
möchte, kann das in zahlreichen Freibädern und Badeseen im
Kreis Wesel. Eine Liste der Bademöglichkeiten und -gewässer
gibt es unter https://www.kreis-wesel.de/tourismus/wassererlebnis.
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