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Dinslaken/Hamminkeln, 17. Oktober 2026 -
Der Rat hat am 6. Oktober 2026 eine Machbarkeitsstudie zum
ehemaligen MCS-Gelände beschlossen. Untersucht werden
verschiedene Modelle der Planung und Vermarktung sowie die
künftige Nutzung. Auch eine mögliche Zentralisierung des
DIN-Service wird geprüft. Eine Standortentscheidung ist noch
nicht getroffen.
Bürgermeister Simon Panke würdigte
in der Ratssitzung die Arbeit der anwesenden Beschäftigten
und sicherte Unterstützung zu. Der fraktionslose
Stadtverordnete Dieter Holthaus erwartet nun konkrete
Maßnahmen. Als ehemaliger langjähriger
Personalratsvorsitzender kennt er die baulichen Probleme auf
dem Betriebsgelände seit den 1990er-Jahren.
Arbeitsbedingungen zeitnah verbessern Holthaus
fordert, die baulichen Mängel zeitnah zu beseitigen und eine
bedarfsgerechte Unterbringung sicherzustellen.
Verbesserungen dürften nicht bis zu einer möglichen Neubau-
oder Standortentscheidung warten. „Sichere und
gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen sind gesetzlicher
Auftrag, keine freiwillige Leistung.“
Klare
Absage an Privatisierung „Der DIN-Service darf
nicht privatisiert werden, sondern muss in kommunaler Hand
bleiben. Die Stadt darf ihr Tafelsilber nicht verkaufen, um
kurzfristig Geld in die Kasse zu bekommen. Wenn kommunale
Aufgaben später wieder selbst übernommen werden müssen, kann
das teuer werden – und am Ende zahlen womöglich die
Bürgerinnen und Bürger die Rechnung“, erklärt Holthaus.
Auch ein Rechtsformwechsel oder eine öffentlich-private
Partnerschaft dürfe nicht zum Einstieg in eine
Privatisierung werden. Holthaus fordert die Ratsparteien
auf, sich ausdrücklich gegen eine Privatisierung und für den
Erhalt des DIN-Service in kommunaler Hand auszusprechen.
MCS-Gelände: Kosten und Grundlagen offenlegen
Das 2019 durch Grundstückstausch erworbene MCS-Gelände und
die vorgesehenen Millionenbeträge erfordern eine
transparente Kostenbilanz. Mit seiner Anfrage vom 13.
Oktober 2026 verlangt Holthaus Klarheit über die Zukunft des
DIN-Service, die Standortperspektive und die tatsächlichen
Gesamtkosten der Machbarkeitsstudie. Er fragt außerdem nach
der haushaltsrechtlichen Grundlage der Beauftragung und
danach, ob eine Genehmigung der Kommunalaufsicht
erforderlich ist und gegebenenfalls bereits vorliegt.
„Wir brauchen einen leistungsfähigen DIN-Service in
kommunaler Hand, sichere Arbeitsbedingungen und eine
transparente Planung. Die Beschäftigten verdienen konkrete
Verbesserungen – und die Bürgerinnen und Bürger einen
Dienstleistungsbetrieb, der verantwortungsvoll mit
öffentlichen Mitteln wirtschaftet.“
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