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Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 6: Montag, 2. - Sonntag, 8. Februar 2026
Themen u.a.:
Weltkrebstag am 4. Februar 2026

Zeugnis-Telefon für Eltern, Schülerinnen und Schüler
Am Freitag, 6. Februar 2026, erhalten die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ihre Halbjahreszeugnisse. Aus diesem Anlass bietet die Bezirksregierung Düsseldorf ‒ neben den Sorgentelefonen von Städten und sozialen Einrichtungen ‒ wieder ein Zeugnis-Telefon an.

Eltern sowie Schülerinnen und Schüler können dort vor allem rechtliche Fragen klären, etwa wenn sie die Notengebung für ungerecht halten oder Fragen zur Schullaufbahn haben.
Das Zeugnis-Telefon zu Fragen aus den Schulformen Realschule, Gymnasium, Gesamtschule, Sekundarschule und Gemeinschaftsschule sowie Berufskolleg ist unter der Rufnummer 0211 475-4002 an folgenden Tagen erreichbar:

• Freitag, 06.02.2026,
• Montag, 09.02.2026,
• Dienstag, 10.02.2026,
• jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 15:00 Uhr.

Kreis Kleve 02821 85-496
Kreis Wesel 0281 207-2212
Krefeld 02151 86-2535 oder 86-2554

An den Grundschulen ist die Ausgabe der Halbjahreszeugnisse bereits seit dem 02.02.2026 möglich. Zu Fragen aus den Schulformen Grundschule, Hauptschule und Förderschule ist das Zeugnistelefon der Bezirksregierung bei den jeweiligen Schulämtern der zehn kreisfreien Städte sowie der fünf Kreise im Regierungsbezirk Düsseldorf eingerichtet.

Geänderte Öffnungszeiten der Stadtverwaltung Moers an Karneval
An den närrischen Tagen gelten bei der Stadt Moers besondere Öffnungszeiten. Altweiber (Donnerstag, 12. Februar) und Rosenmontag (16. Februar) sind die Stadtverwaltung, der Bürgerservice, die Geschäftsstelle der vhs und die Sozialraumteams jeweils bis 12 Uhr geöffnet.

Das Grafschafter Museum und das Haus der Demokratiegeschichte im Alten Landratsamt sind an Altweiber wie gewohnt bis 18 Uhr für Besucherinnen und Besucher da, die Bibliothek von 10.30 bis 13 Uhr (Open Library: 13 bis 22 Uhr).  Die Zweigstelle Kapellen steht an diesem Tag bis 18 Uhr zur Verfügung, die Moerser Musikschule bis 17 Uhr, Rosenmontag bis 13 Uhr (Unterricht findet nicht statt).

Das Grafschafter Museum und das Haus der Demokratiegeschichte bleiben Rosenmontag geschlossen. Schließungen aufgrund des Nelkensamstagszuges am Samstag, 14. Februar: Bürgerservice, Bibliothek (inklusive Außenrückgabe), Museen und alle anderen städtischen Einrichtungen. 

Moers: Parkplätze in Meerbeck kurzzeitig gesperrt
Mehr Grün für die Barbarastraße in Meerbeck. Ab Montag, 9. Februar, werden an der Barbarastraße neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Dadurch fallen kurzzeitig die dortigen Stellplätze weg.

vhs Moers – Kamp-Lintfort: Hebräisch, Latein und die Geschichte Siziliens
Wenn am 17. Februar das neue Semester der vhs Moers – Kamp-Lintfort beginnt, ist das gleichzeitig der Startschuss für verschiedene neue Fremdsprachenkurse. Für Personen ohne Vorkenntnisse ist ‚Neu-Hebräisch‘ gedacht, der ab Montag, 23. Februar, läuft und die Sprache des modernen Israel vermittelt. Er findet jeweils montags ab 17.15 Uhr insgesamt 12 -mal in Kamp-Lintfort statt.

An Eltern, deren Kinder Latein an einer weiterführenden Schule lernen, richtet sich der Kurs ‚Latein für Eltern‘. Ab Freitag, 20. Februar, insgesamt 15-mal, jeweils ab 9.30 Uhr können Eltern die notwendigen Grundkenntnisse für die Hausaufgabenbetreuung in Latein erwerben.   An ein älteres Publikum wendet sich ein weiterer Lateinkurs: ‚Endlich Zeit für Latein‘.

Aufgrund ihrer klaren, logischen Struktur eignet sich diese Sprache hervorragend als ‚Gehirnjogging‘ und kann helfen, kognitive Fähigkeiten zu trainieren und zu erhalten. Dieses Angebot startet ebenfalls am Freitag, 20. Februar, und findet 15-mal in Moers ab 11.15 Uhr statt. Vorkenntnisse sind auch hier nicht erforderlich. Ergänzt werden die Lateinkurse durch das Online-Seminar ‚Sizilien: Geschichte, Kunst, Literatur und Traditionen‘, das die faszinierende und ereignisreiche Geschichte der Insel veranschaulicht.

Beginn ist am Montag, 1. Juni, um 18 Uhr. Es findet insgesamt 10-mal statt. Anmeldungen für die Kurse sind telefonisch unter 0 28 41/ 201 565 sowie online unter www.vhs-moers.de möglich. Bei der Anmeldung werden die Zugangsdaten für das Online-Seminar zur Verfügung gestellt.

Wesel: Terminverschiebung zum Jürgen B. Hausmanns Auftritt!
Terminverschiebung! Jürgen B. Hausmann muss aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzertreten und einige Veranstaltungen verschieben.  Das betrifft auch seinen Auftritt in Wesel am Fr. 17.04.26. Glücklicherweise konnten bereits Nachholtermine gefunden werden.

Jürgen B. Hausmann wird seinen Auftritt in Wesel, Städtisches Bühnenhaus am So. 29.11.26 nachholen. Die Tickets für die ursprünglichen Termine bleiben selbstverständlich gültig. Ansonsten können sie an der Vorverkaufsstelle, bei der sie gekauft wurden, zurückgegeben werden. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und wünschen Jürgen alles Gute!

Fahrrad im Winter tabu? Gazelle nimmt 3 Mythen unter die Lupe
Zu rutschig, zu dunkel, zu kalt – die Liste der Ausreden für Radfahrer im Winter ist lang. Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, lassen viele ihr Fahrrad in der Garage stehen. Dabei lohnt sich der Blick hinter die gängigsten Vorurteile. Bikes im Winter sind weit weniger problematisch als oft angenommen. Gazelle hat sich typische Mythen rund um das Winterradeln genauer angesehen.

© Gazelle

Mythos 1: „Es ist viel zu glatt zum Radfahren“
Die Angst vor Stürzen auf glatten Straßen ist ein häufiger Grund, das Rad im Winter stehen zu lassen. Tatsächlich erfordern vereiste Fahrbahnen eine angepasste Fahrweise: langsamer fahren, vorausschauend agieren und besondere Vorsicht in Kurven sowie beim Bremsen. Winterreifen mit größerer Profiltiefe bieten deutlich mehr Grip auf nassen und verschneiten Untergründen. Wer diese Punkte beachtet, kann auch bei winterlichen Bedingungen sicher unterwegs sein.

Mythos 2: „In der Dunkelheit sieht mich eh keiner“
Schlechte Sichtverhältnisse in der dunklen Jahreszeit sind eine berechtigte Sorge, aber kein unüberwindbares Hindernis. Eine angemessene Fahrradbeleuchtung ist ohnehin Pflicht und sorgt für ausreichende Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Helle oder reflektierende Kleidung hebt Radfahrer deutlich von der Umgebung ab. So machen sie sich im Straßenverkehr gut erkennbar.

Mythos 3: „Mein Fahrrad geht bei den Temperaturen kaputt“
Schmutz, Nässe und Streusalz setzen einem Fahrrad im Winter stärker zu als in anderen Jahreszeiten. Das bedeutet aber nicht, dass das Rad die frostigen Temperaturen im Keller verbringen muss. Wenn Fahrradfahrer ihr Bike trocken lagern und schützen, haben sie bereits einen wichtigen Schritt getan. Die Kette sollte häufiger gereinigt und mit Öl für nasse Bedingungen behandelt werden. Gelenke und Lager benötigen Pflege und regelmäßiges Fetten. Mit einer intensiveren Wartung bleibt das Rad auch im Winter funktionsfähig.

Warum Winterradeln sich lohnt
Auch in der kalten Jahreszeit gibt es viele gute Gründe, aufs Rad zu steigen. Wer radelt, spart Geld, bleibt fit und stärkt das Immunsystem durch Bewegung an der frischen Luft. Gerade im Winter sorgt das Radfahren für einen willkommenen Ausgleich zum Alltag und hebt die Stimmung. Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Pflege ist das Fahrrad auch bei Frost ein zuverlässiger Begleiter. Wer sich auf winterliche Fahrten einlässt, entdeckt neue Seiten am Radfahren und erlebt, wie viel Freude Touren durch verschneite Landschaften machen.

Fehlt noch das passende Rad? Dann lohnt sich ein Besuch im Gazelle Testcenter: Hier können Sie ohne Anmeldung und kostenfrei viele Modelle ausprobieren. So steht dem Winterradeln nichts mehr im Weg!

Liebeserklärung per Briefmarke - Kinderbuchklassiker „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ von Sam McBratney
Der Kinderbuchklassiker wird zur Marke Sonderbriefmarke ab 5. Februar in Postfilialen und online erhältlich Bonn, 3. Februar 2026: „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ ist ein Kinderbuchklassiker, der jetzt auch zur Marke wird: Die Deutsche Post ehrt den internationalen Bestseller des irischen Autors Sam McBratney mit einer Sonderbriefmarke.


Diese hat den Portowert 95 Cent und ist ab dem 5. Februar in einer Auflage von 1,3 Millionen Stück in Postfilialen, im Online-Shop oder telefonisch beim Bestellservice der Deutschen Post erhältlich. Offizieller Herausgeber der Briefmarke ist das Bundesministerium der Finanzen, entworfen hat sie Chayenn Gutowski, Briefmarken-Designerin der Deutschen Post.

Übersetzt in 57 Sprachen, wurde das Kinderbuch bereits über 61 Millionen Mal verkauft. Es ist eine Geschichte, die Herzen berührt und Generationen verbindet. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der kleine Hase, der dem großen Hasen zeigen möchte, wie sehr er ihn lieb hat. Doch wie lässt sich Liebe messen? In der kindlichen Vorstellung des kleinen Hasen ganz einfach: mit ausgestreckten Armen, mit Sprüngen, mit Höhen und Weiten.

Der große Hase nimmt diese Maße liebevoll auf und übertrifft sie stets – nicht aus Konkurrenz, sondern aus tiefer Zuneigung. Als der kleine Hase schließlich sagt: »Ich hab dich lieb bis zum Mond«, antwortet der große: »Bis zum Mond – und wieder zurück.«

Ein Satz, der die Unermesslichkeit der Liebe auf den Punkt bringt. Das Buch erschien 1994 in Großbritannien und wurde binnen kurzer Zeit zu einem Welterfolg. Bebildert hat den Text die englische Illustratorin Anita Jeram, deren kindgerechte Aquarelle den Figuren eine besondere Wärme verleihen.

Parent’sDay - Mein Kind kann: Eltern als Berufswahlcoach
IHKs informieren bei kostenfreiem Webinar über Berufseinstieg und Karrierechancen mit dualer Ausbildung
Welche Perspektiven hat mein Kind mit einer beruflichen Ausbildung? Antworten darauf gibt ein kostenfreies Webinar, mit dem sich die Industrie- und Handelskammern (IHKs) am5. Februar 2026 von 17:00 bis 18:30 Uhr an Eltern von Schülern aller Schulformen richten.

Unter dem Titel „Parents‘Day – Mein Kind kann“ vermitteln Ausbildungsexperten von Unternehmen, den IHKs und der Arbeitsagentur Wissenswertes rund um den Berufseinstieg mit einer dualen Ausbildung und einem dualen Studium. „Aus Umfragen wissen wir, dass die Mehrheit der jungen Menschen bei der Berufswahl auf die Beratung innerhalb der Familie setzen. Wir bieten den Eltern Informationen und Hilfestellungen, um sie für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu rüsten“, sagt Jana Heiberger, Referatsleiterin Berufsorientierung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).

Auf dem Programm des Webinars stehen Impulse zur Berufswahl, Beratungs- und Unterstützungsangebote zur beruflichen Orientierung und einer dualen Ausbildung, sowie Tipps zu den ersten Schritten im Berufsleben. Weitere Themen sind die Möglichkeiten einer Karriere mit Lehre sowie einem dualen Studium, für Studienzweifler oder Auslandsaufenthalte in der Ausbildung. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind bei den Unternehmen mehr denn je gefragt“, sagt Heiberger.

Oft aber rieten Eltern ihren Kindern zu einem Studium, weil sie dort die vermeintlich besten Zukunftschancen sähen – ein Irrglaube, so die Ausbildungsexpertin: „Aktuelle Studien zeigen, dass das durchschnittliche Lebenseinkommen eines Arbeitnehmers, der seine Karriere mit einer Ausbildung gestartet hat und sich zum Beispiel zum Techniker oder Meister weiterbildet, vergleichbar ist mit dem eines Akademikers.

Und 2 die mehr als 250 Berufe im IHK-Bereich bieten jede Menge Potenzial, einen Beruf zu finden, der zu den eigenen Stärken, Wünschen und Voraussetzungen passt.“ Das Webinar „Parents‘Day – Werden Sie Berufswahlcoach für Ihr Kind“ richtet sich insbesondere an Eltern von Schülerinnen und Schülern ab Klassenstufe 8.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich https://event.dihk.de/parentsday Fragen zu dem Webinar beantwortet Jana Heiberger unter Tel. 030- 20308-2513, heiberger.jana@dihk.de

Bethanien Moers: Multiprofessionelle Weiterbildung „Palliative Care“ ab März 2026 - Noch freie Plätze für externe Interessierte
In Zusammenarbeit mit der Palliativakademie Rheinland bietet die Stiftung Bethanien Moers ab März 2026 die multiprofessionelle Weiterbildung „Palliative Care“, die von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) anerkannt ist, für eigene Mitarbeiter:innen und auch für externe Interessierte an. „Neun freie Plätze haben wir noch zu vergeben“, so die Verantwortlichen.

Der von der zertifizierten Kursleiterin Palliative Care (DGP) Ute Pelzer geleitete Kurs vermittelt den Teilnehmer:innen das notwendige Wissen, um schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre An- und Zugehörigen würdevoll zu unterstützen und zu begleiten. Im Mittelpunkt des Handelns steht dabei die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team, um die größtmögliche Lebensqualität für den bzw. die Pflegeempfänger:in zu erreichen.

Ziel sei es, so Tanja Meissner, Leitung des Seniorenstifts Bethanien und Palliative Care Fachkraft, dass die Teilnehmer:innen grundlegende Kompetenzen über die Kernbestandteile der Palliative Care erlangten. Außerdem setzten sie sich mit fachtheoretischem Wissen auseinander und könnten dieses so auf die Palliativversorgung im eigenen Tätigkeitsbereich übertragen. Weitere Inhalte seien etwa: Schmerztherapie, naturheilkundliche Medizin, Pflege am Lebensende, rechtliche Grundlagen und ethisches Handeln.

Wann, wo und wer
Die Weiterbildung findet im Rahmen von vier Modulen an folgenden Terminen statt: Modul 1 16. bis 20. März 2026 | Modul 2 15. bis 19. Juni 2026, (Veranstaltungsort jeweils: Bethanien Akademie, Bethanienstraße 15, 47441 Moers), Modul 3 14. bis 18. September 2026 | Modul 4 09. bis 13. November 2026 (Veranstaltungsort jeweils: Seniorenstift Bethanien, Wittfeldstraße 31, 47441 Moers).

Zielgruppe für die multiprofessionelle Weiterbildung sind neben Pflegefachkräften und Pflegefachassistenzen, Mitarbeiter:innen des Sozialen Dienstes. Die Kosten für die Weiterbildung belaufen sich auf 2.400 Euro je Teilnehmer:in. Anmeldung Eine Anmeldung ist per E-Mail an akademie@bethanienmoers.de oder telefonisch unter +49 (0) 2841 200-2406 möglich.

Für diese werden unter anderem folgende Unterlagen benötigt: tabellarischer Lebenslauf, aktuelle Kontaktdaten (Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) und die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung. Verstärkter Bedarf an speziell ausgebildetem Personal

Tanja Meissner betont: „In den letzten Jahren stellen wir etwa in unserem Seniorenstift Bethanien vermehrt eine Zunahme von Bewohnerinnen und Bewohnern fest, die mit einer palliativen Diagnose zu uns kommen. Hier trifft dann oftmals eins auf das andere – hochaltrige Menschen in Kombination mit einer palliativen Diagnose, wie etwa Krebs, einer Herzinsuffizienz oder COPD. Das ist eine besondere Herausforderung und eine Aufgabe, der wir umfassend gerecht werden möchten.

Die Betreuung dieser Menschen gestaltet sich anders. Hierzu wird weiteres speziell ausgebildetes Personal benötigt, das wir mit der multiprofessionellen Weiterbildung generieren wollen. Denn bei der palliativen Arbeit geht es um Haltung. Diese kann man erwerben, anhand einer Weiterbildung. Es ist aber auch etwas, das man in sich tragen muss.“

Kurlseiterin Ute Pelzer erklärt: „Für die multiprofessionelle Weiterbildung bringe ich ebenso ein multiprofessionelles Team mit. Pfarrer, Ärztinnen und Ärzte, Schmerztherapeutinnen und -therapeuten oder Palliativmedizinerinnen und -mediziner – also ein ganzes Netzwerk, das eine sehr gute Expertise hat. Sie kommen aus der Basis und bringen entsprechende Fallbeispiele mit.“

„Ich bin froh, dass wir diese Weiterbildung nun anbieten können. Wir werden von insgesamt 25 Plätzen einige intern vergeben, um unserem Personal im Krankenhaus und Seniorenstift die Möglichkeit zu geben, sich entsprechend weiterzubilden und uns für die besondere Situation, die die Betreuung der Betroffenen erfordert, gut aufzustellen.
Neun weitere Plätze möchten wir gerne externen Interessierten anbieten. Wir versprechen uns davon einen sichereren Umgang der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit diversen palliativen Krankheitsbildern und natürlich für die betroffenen Pflegeempfängerinnen und -empfänger einen adäquaten Umgang mit ihnen“, fasst Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Bethanien zusammen. 

Tanja Meissner, Leitung des Seniorenstifts Bethanien, Kursleiterin Ute Pelzer und Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Bethanien, freuen sich, die Multiprofessionelle Weiterbildung „Palliative Care“ ab März anbieten zu können.

Wesel: Ehemalige Bundestagspräsidentin und Eselordenträgerin Prof. Dr. Rita Süssmuth verstorben
Die ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesministerin Prof. Dr. Rita Süssmuth ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Über viele Jahrzehnte hinweg prägte sie die deutsche Politik in führenden Funktionen. Besonders ihr Einsatz für Gleichberechtigung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Verantwortung brachte ihr große Anerkennung – weit über Parteigrenzen hinaus.

Eselordenträgerin 1987 Prof. Dr. Rita Süßmuth Fotograf: Ekkehard Malz, Wesel

Rita Süssmuth erhielt im Jahr 1987 als damalige Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit den Eselorden der Stadt Wesel. Bürgermeister Rainer Benien würdigt sie als herausragende Persönlichkeit: „Rita Süssmuth war für viele Menschen ein Vorbild. Sie hat sich stets mit Überzeugung und Rückgrat für die Belange der Menschen eingesetzt – auch dann, wenn sie dabei auf Widerstand stieß, selbst aus den eigenen Reihen. Ihr Wirken inspiriert und bleibt bewundernswert. Wir trauern um einen großartigen Menschen und eine ehemalige Trägerin des Eselordens der Stadt Wesel.“

Von 1987 bis 2002 gehörte Rita Süssmuth dem Deutschen Bundestag an, von 1988 bis 1998 als Bundestagspräsidentin. Bereits 1985 berief Bundeskanzler Helmut Kohl sie zur Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Ein Jahr später übernahm sie zusätzlich das neu geschaffene Amt der Bundesministerin für Frauen und wurde damit die erste Frauenministerin der Bundesrepublik Deutschland.

Rita Süssmuth setzte sich immer wieder auch gegen konservative Widerstände durch, insbesondere bei gesellschaftspolitischen Themen. So engagierte sie sich für die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe und unterstützte 1992 die Reform des Paragrafen 218 mit einer Fristenlösung und Beratungspflicht. Dafür wurde sie teils scharf kritisiert, vor allem aus kirchlichen Kreisen. Ebenso setzte sie sich früh und entschieden für Menschen mit HIV und Aids ein und etablierte den Leitgedanken „Prävention statt Ausgrenzung“.

Wesel: Landeszentrale für politische Bildung stellt den 3. Demokratiebericht in der vhs vor
Die vhs Wesel-Hamminkeln-Schermbeck lädt alle Interessierten zu einer hochaktuellen Abendveranstaltung ein: „Das Demokratieparadoxon und der 3.Demokratiebericht – wenn Heilsversprechen auf fruchtbaren Boden beim Wähler fallen“. Der Vortrag der Landeszentrale für politische Bildung findet am Dienstag, 10. Februar, von 18 bis 20 Uhr im Vortragssaal der vhs in Wesel, Ritterstraße 10-14, statt.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In vielen demokratischen Gesellschaften – auch in Deutschland – sorgen die stetigen Wahlerfolge politischer Parteien am linken und rechten Spektrum für zunehmende Verunsicherung. Lange galten entsprechende Wählerhaltungen als vereinzelte Ausnahmen.

Doch der dritte Demokratiebericht der Landeszentrale für politische Bildung sowie aktuelle wissenschaftliche Studien zeichnen ein anderes Bild: Diese Einstellungen sind tief in bestimmten sozialen, kulturellen und politischen Faktoren verwurzelt und bestehen seit langer Zeit. Der Vortrag beleuchtet diese Hintergründe fundiert und verständlich.

Neben der Vorstellung der zentralen Ergebnisse des aktuellen Demokratieberichts werden auch gesellschaftliche Entwicklungen, politische Deutungsmuster sowie mögliche Lösungsansätze diskutiert. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, warum populistische Heilsversprechen bei vielen Wählerinnen und Wählern auf fruchtbaren Boden fallen und was dies für die Zukunft unserer Demokratie bedeutet.

Wesel: John Richter gewinnt den Kreisentscheid Wesel-Nord beim Vorlesewettbewerb 2025/2026
Die Jury hat entschieden: John Richter von der Gustav-Heinemann-Realschule Dinslaken ist der beste Vorleser im Kreis Wesel-Nord. Er überzeugte sowohl mit dem mitgebrachten Buch „Der war‘s“ von Juli Zeh als auch in der zweiten Runde bei einem unbekannten Text und wird nun im April auf Bezirksebene weiter um die Wette lesen.

John Richter, Sieger des Wettbewerbs

Der Regionalentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels wurde von der Stadtbücherei Wesel organisiert.  Nach einer Begrüßung durch Rainer Benien, Bürgermeister der Stadt Wesel, konnten die 13 Schulsieger*innen des Kreises Wesel-Nord in zwei Runden ihr Lesekönnen miteinander messen.

Während in der ersten Runde ein Text aus einem selbstgewählten Buch vorgelesen wurde, stand in der zweiten Runde mit dem Buch „Rocky Winterfeld – Ziemlich neben der Spur“ von Marie Hüttner ein fremder Text an. Doch auch diesen meisterten die Vorleser*innen sehr gut und erschwerten so die Entscheidung der Jury. Diese bestand aus Helmut Kettner (Vorlesepate der Stadtbücherei Wesel), Sandra Berensmeier (Kulturverwaltung der Stadt Wesel), Theresa Welsing (Kinder- und Jugendförderung der Stadt Wesel) und Martha Schönhoff (Siegerin des Kreisentscheids 2025). 

Alle teilnehmenden Kinder erhielten eine Urkunde und eine Sonderauflage von „Rocky Winterfeld – Ziemlich neben der Spur“ von Marie Hüttner. So können sie nach dem Wettbewerb direkt weiterlesen, was es mit den geheimnisvollen Briefen auf sich hat, die Rocky erhält. Der Sieger John Richter darf sich zusätzlich noch über ein zweites Buch („Das kleine Haus am Fluss“ von Selma Noort) freuen, was sicher die Wartezeit bis zur nächsten Etappe des Wettbewerbs verkürzt. 

Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

 Der Wettbewerb soll die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen, Freude am Lesen wecken und die Lesekompetenz von Kindern stärken. Unterstützt wird die Aktion auch in diesem Jahr durch vier Sparda-Regionalbanken. Aktuelles zum 67. Vorlesewettbewerb sowie alle Informationen, Termine und Teilnehmerschulen sind auf www.vorlesewettbewerb.de zu finden.

48. Eselordenverleihung in Wesel am 15. Februar 2026 – Bernd Stelter wird ausgezeichnet
Zum 28. Mal leitet Ulla Hornemann, Präsidentin des Närrischen Parlaments, die traditionsreiche Karnevalsveranstaltung. In diesem Jahr ist die Eselordenverleihung bereits restlos ausgebucht. „Das ist meine erste Eselordenverleihung als Bürgermeister und ich freue mich sehr darauf Bernd Stelter den Eselorden zu verleihen“, freut sich Bürgermeister Rainer Benien.

WeselMarketing Geschäftsführerin Dagmar van der Linden (rechts) präsentiert gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Benien und Präsidentin des Närrischen Parlaments Ulla Hornemann das Programm der diesjährigen Eselordenverleihung. Am 15. Februar 2026 findet die 48. Eselordenverleihung in Wesel statt.

Die Ursprünge der Eselordenverleihung reichen bis ins Jahr 1972 zurück. Damals rief Wilhelm Schulte-Mattler den Eselorden ins Leben. Seitdem wurden durch das Närrische Parlament und die Stadt Wesel zahlreiche prominente Persönlichkeiten ausgezeichnet, darunter Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer, Kabarettist Ludger Stratmann und Comedian Abdelkarim.

Im vergangenen Jahr erhielt die Band Rebel Tell den Eselorden. Das Närrische Parlament besteht ausschließlich aus Ratsmitgliedern und umfasst gemeinsam mit Präsidentin Ulla Hornemann insgesamt elf Personen. „Es ist immer wieder ein großartiges Erlebnis, den Weseler Karneval in diesem festlichen Rahmen zu feiern und neue Ordensträger zu ehren“, betont Ulla Hornemann.

„Besonders stolz bin ich auf die bunte Mischung von lokalen und überregionalen Akteuren.“ Ein Höhepunkt des Programms ist der Auftritt der Band Knallblech. Unter dem Motto „Brassband meets DJ“ stehen zehn Bläser und ein DJ gemeinsam auf der Bühne und sorgen für Partystimmung. Die aktuelle Tour der Band mit zehn Terminen ist bereits komplett ausverkauft, weshalb zusätzliche Konzerte angesetzt wurden.

„Wir freuen uns riesig, Knallblech bei der ausgebuchten Eselordenverleihung dabei zu haben“, so Dagmar van der Linden, Geschäftsführerin von WeselMarketing. Neu in diesem Jahr ist eine DJ-Party im Anschluss an die Verleihung. Zeltwirt Andreas Neuenhoff lädt gemeinsam mit DJ Serodopa ins Weseler Rheinzelt an der Rheinpromenade ein.

Alle Gäste sind willkommen, nach der Verleihung weiter zu feiern und das Tanzbein zu schwingen. Ab circa 14.45 Uhr ist auch ein Besuch der Party ohne vorherige Teilnahme an der Verleihung möglich. Der Eintritt ist frei, gefeiert wird bis etwa 19.30 Uhr. Andreas Neuenhoff führt zudem das erfolgreiche Konzept aus dem vergangenen Jahr fort. Die Getränkepreise bleiben weitgehend stabil. So wird unter anderem ein 10-Liter-Fass Stauder Bier für 115 Euro inklusive 1 Liter Sprite, Fanta oder Cola angeboten.

Im Vergleich zum Einzelkauf ergibt sich eine Ersparnis von rund 20 Euro. Wasser kostet 3 Euro pro 0,25 Liter, Softdrinks 3,50 Euro pro 0,33 Liter. Das Mitbringen eigener Getränke ist nicht gestattet. Ein Imbisswagen sorgt für das leibliche Wohl. Der Einlass zur Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr, die Verleihung startet um 10.30 Uhr. Der Zutritt ist ausschließlich mit vorheriger Platzreservierung möglich. Gäste werden gebeten, ihren QR-Code digital oder in ausgedruckter Form mitzubringen, um einen reibungslosen Einlass zu gewährleisten.

Für Besucherinnen und Besucher stehen verschiedene Parkmöglichkeiten zur Verfügung, darunter das Parkhaus an der Karl-Jatho-Straße sowie der Parkplatz an der Rheinpromenade (Ecke Fischertorstraße). Alternativ ist die Anreise mit dem Fahrrad oder mit der Buslinie 78 möglich. Auszüge aus dem Programm: Um 10.30 Uhr begrüßt der Herold die Weseler Jecken.

Mit dem Einmarsch des Närrischen Parlaments, dem Weseler Prinzenpaar sowie dem Kinderprinzenpaar wird die Sitzung durch Präsidentin Ulla Hornemann feierlich eröffnet. Bereits zu Beginn erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit den Sternschnuppen Kolping sowie weiteren Karnevalsakteure. Dazu zählen unter anderem die Vesalia Red Star sowie Parodistin Susan Kent, die für beste Unterhaltung sorgen werden.

Gegen Mittag erreicht die Veranstaltung ihren Höhepunkt mit dem feierlichen Einzug des Eselordenträgers Bernd Stelter. Begleitet von den Schill’schen Offizieren erfolgt die Laudatio durch Rainer Benien sowie die anschließende Erwiderung des Preisträgers. Natürlich wird auch Bernd Stelter – wie alle Eselordenträger vor ihm – sein Können auf der Bühne unter Beweis stellen. Ein besonderes Highlight sind in diesem Jahr die Kölner Rheinveilchen.

Das Tanzkorps steht seit Jahrzehnten für höchste Präzision, traditionelle Tänze und moderne Choreografien zugleich. Mit beeindruckender Akrobatik, synchronen Figuren und farbenfrohen Kostümen begeistern die Rheinveilchen nicht nur das Publikum in Köln, sondern auch auf zahlreichen Auftritten deutschlandweit. Jede Session meistern die Tänzer:innen anspruchsvolle Einlagen mit höchstem Engagement und bringen so die Freude am Karneval auf die Bühne.

Im weiteren Verlauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf die Prinzengarde der Stadt Wesel sowie weitere karnevalistische Programmpunkte freuen. Auch die Stadtordenverleihung ist ein fester Bestandteil des Programms. Zum Abschluss der Eselordenverleihung sorgt die Musikgruppe Knallblech noch einmal für beste Stimmung, bevor das Närrische Parlament traditionell auszieht und dann Platz macht für die Party mit dem DJ. Nach oben springen

Kleve: Künstlerinnengespräch mit Pia Fries im MKK
Am Freitag, den 6. Februar 2026, ist Pia Fries im Museum Kurhaus Kleve zu Gast. Zusammen mit Harald Kunde und Susanne Figner spricht sie über ihre Werke in der aktuellen Sammlungspräsentation „More Than Ever! The Collection“, über ihre malerische Praxis und historischen Bezüge.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Pia Fries ist eine international tätige Künstlerin, die seit den 1980er Jahren in Düsseldorf wohnt. Kennzeichnend für ihr Werk ist ein haptischer Farbauftrag: sie verreibt und verwischt die Farbe auf der Leinwand, trägt sie direkt aus der Tube auf oder kratzt sie bisweilen wieder strukturiert von der Leinwand ab.

Im Museum Kurhaus Kleve sind zurzeit zwei Werkkomplexe der Künstlerin zu sehen: Zum einen die 14-teilige Serie der „fahnenpapiere“, die sich auf Hendrick Goltzius` „Die Bestrafung der Niobe“ bezieht. Zum anderen das Diptychon „nemen“ und „justis“, das sich mit den „Vier Himmelsstürmern“ von Goltzius auseinandersetzt.

In beiden Arbeiten verwendet Fries sowohl Siebdruck als auch malerische Elemente, mit welchen sie formale und inhaltliche Akzente setzt. Das Künstlerinnengespräch ist frei, es muss nur der Museumseintritt entrichtet werden. Das Gespräch mit Pia Fries findet im Rahmen des Langen Freitags statt, an dem das Museum bis 20 Uhr geöffnet ist. 

Rekordbeteiligung bei der DTZ-Prüfung an der VHS Kleve
Mit insgesamt 93 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat die Volkshochschule (VHS) Kleve bei der Deutsch-Test-für-Zuwanderer-Prüfung (DTZ) am Samstag, 31.01.2026, einen neuen Rekord verzeichnet. So viele Menschen wie noch nie zuvor stellten sich dort der wichtigen Sprachprüfung. 

Die DTZ-Prüfung ist ein zentraler Bestandteil der Integrationskurse und dient dem Nachweis von Deutschkenntnissen auf den Niveaustufen A2 und B1. Sie spielt eine wichtige Rolle für die gesellschaftliche und berufliche Integration von Zugewanderten in Deutschland. Besonders zufrieden zeigte sich die Fachbereichsleiterin Melanie Dekker der VHS Kleve mit dem reibungslosen Ablauf der Prüfung.

Sie lobte ausdrücklich die sorgfältige Organisation sowie den hohen Einsatz der Prüferinnen und Prüfer, die maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf beigetragen haben. Trotz der hohen Teilnehmerzahl wurde die Prüfung professionell und strukturiert durchgeführt. Die VHS Kleve wertet die Rekordbeteiligung als Bestätigung der erfolgreichen Arbeit im Bereich der Integrations- und Sprachförderung. 

Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer für eine Inspektion:
Vergleichsangebote einholen

Regelmäßige Kundendienste und Inspektionen beim Pkw sind notwendig, um die Mobilität zu sichern und Garantieansprüche zu erhalten. Eine Stichprobe des ADAC in Hamburg, Köln und München hat gezeigt, dass sich ein Angebotsvergleich lohnen kann: Insgesamt wurden 120 Kostenvoranschläge bei Markenwerkstätten von fünf Fahrzeugherstellern (BMW, Dacia, Hyundai, Mercedes-Benz und Volkswagen) angefragt.

©ADAC/Matthias Zimmermann

Bei den 94 eingegangenen Antworten variieren die Preise teils deutlich. Außerdem zeigt die Stichprobe: Wer beim Kundendienst sparen will, sollte auch Werkstätten im Umland um ein Angebot bitten. Werkstätten im Radius von 60 km um die drei Großstädte veranschlagten zum Teil deutlich niedrigere Preise als die gleichen Markenwerkstätten in der Stadt.

Kunden konnten hier teilweise mehrere hundert Euro sparen. Auch zwischen Anbietern zeigen sich Unterschiede: Besonders bei Volkswagen fielen die städtischen Preise durchgängig höher aus. Mercedes-Benz zeigte hingegen ein gleichmäßiges Preisniveau über alle Standorte hinweg. Im Durchschnitt waren die Kostenvoranschläge in Köln etwas niedriger als in Hamburg oder München.

Die Anfragen, die vereidigte Kfz-Sachverständige im Auftrag des ADAC stellten, zeigten, dass die Kostenvoranschläge für Elektroautos generell geringer ausfielen als die für vergleichbare Verbrenner. Über alle drei Städte und ihre Umlandgemeinden hinweg waren die Wartungskosten für Verbrenner um mindestens ein Drittel höher als für die vergleichbaren Stromer.

Das entspricht dem realen Aufwand, da E-Autos insgesamt wartungsärmer sind als Verbrenner. Sie haben weniger mechanische Bauteile und damit weniger Verschleißerscheinungen, denn es fehlen viele Teile wie Motoröl, Ölfilter oder Zündkerzen, die bei Verbrennern regelmäßig gewechselt werden müssen. Ärgerlich für alle Autofahrerinnen und Autofahrer: Mehr als jede fünfte Werkstatt (26 von 120) hat auf die Anfrage der ADAC Experten nicht geantwortet – auch nicht nach mehrmaliger Nachfrage.



In 56 Fällen erhielten die Tester einen kalkulierten Kostenvoranschlag, davon waren nur 39 Angebote detailliert und nachvollziehbar aufgeschlüsselt. In 38 Fällen erhielt der ADAC lediglich Pauschalbeträge. Vor allem BMW sowie Volkswagen legten detaillierte Kostenvoranschläge vor. Viele Pauschalangebote waren preislich vergleichbar, einige blieben aber intransparent, da die Leistungen nicht im Detail aufgelistet waren.


Nur knapp die Hälfte aller angefragten Kostenvoranschläge war detailliert.

Auffällig war, dass bei fast der Hälfte der Werkstätten, die eine detaillierte Kostenaufstellung für Stromer und Verbrenner lieferten, die kalkulierten Stundensätze für Arbeiten an Elektrofahrzeugen höher waren als bei Verbrennern. Im Durchschnitt betrug dieser „Elektro-Aufschlag“ circa 17 Prozent. Der ADAC betont, dass sich das technisch nicht begründen lässt. Somit müssten Kundendienstkosten bei Stromern sogar noch niedriger sein. Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer für eine Inspektion:

- Schriftlichen und möglichst detaillierten Kostenvoranschlag einholen; nur so lassen sich später Angebot und Rechnung vergleichen.
- Auf Transparenz achten: Bei Unklarheiten nachfragen, um spätere Überraschungen zu vermeiden
- Kostenlimit vereinbaren und um Rückmeldung bitten, falls Zusatzkosten anfallen bzw. die Abweichung mehr als zehn Prozent beträgt
- Nach Mobilitätsangeboten fragen, denn oft gibt es einen Ersatzwagen oder ÖPNV-Tickets für die Dauer der Inspektion



NRW: Zahl der Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr im 20-Jahresvergleich um rund 44 % zurückgegangen
* Überdurchschnittlicher Rückgang bei Verurteilungen von Jugendlichen und Heranwachsenden zwischen 2004 und 2024.
* Verurteilte erhielten 2024 mehrheitlich eine Geldstrafe.
* Mehr als 80 % der Verurteilten waren Männer.

In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr deutlich zurückgegangen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sprachen die Gerichte im Jahr 2024 insgesamt 12.327 Verurteilungen wegen Straftaten im Straßenverkehr in Trunkenheit – mit und ohne Verkehrsunfall – aus. Das waren 44,3 % weniger als im Jahr 2004, als 22.140 Personen verurteilt worden waren.



Zum Vergleich: Die Zahl aller Verurteilungen in NRW ist im selben Zeitraum um 30,4 % gesunken. Rückgänge bei den Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr waren insbesondere in den Jahren von 2004 bis 2017 zu erkennen. Seitdem lag die Zahl der Verurteilungen – mit Ausnahme der Corona-Zeit – auf einem ähnlichen Niveau. Rückgang bei Verurteilungen von Jugendlichen und Heranwachsenden um mehr als 80 % Überdurchschnittliche Rückgänge gab es in den letzten 20 Jahren bei den Jugendlichen und Heranwachsenden im Alter von 14 bis unter 21 Jahren.

Die Zahl der Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr sank hier von 1.924 im Jahr 2004 auf 370 im Jahr 2024; dies entspricht einem Rückgang von 80,8 %. Zum Vergleich: Die Zahl aller Verurteilungen von Personen unter 21 Jahren in NRW ist im selben Zeitraum um 67,1 % gesunken.



In mehr als 9 von 10 Fällen wurde eine Geldstrafe verhängt
Nach allgemeinem Strafrecht, das für Erwachsene angewendet werden muss und für Heranwachsende angewendet werden kann, gab es im Jahr 2024 insgesamt 12.060 Verurteilungen. In 384 Fällen wurde die Freiheitsstrafe als Strafe festgesetzt, dies entspricht einem Anteil von 3,2 %. Es wurden 318 dieser Fälle zur Bewährung ausgesetzt.

Bei 11.676 Verurteilungen, d. h. in  96,8 % der Fälle, wurde eine Geldstrafe ausgesprochen. Die übrigen 267 Personen wurden nach Jugendstrafrecht verurteilt. Neben der Hauptstrafe kann das Gericht auch eine sogenannte Nebenstrafe aussprechen. Das kann z. B. ein Fahrverbot bzw. die Entziehung der Fahrerlaubnis sein.
Im Jahr 2024 wurde die Nebenstrafe Fahrverbot bei 653 Verurteilungen nach allgemeinem Strafrecht und damit in 5,4 % der Fälle als Nebenstrafe mitauferlegt.

2024 waren mehr als 80 % der Verurteilten männlich
Der Anteil der Männer, die im Jahr 2024 wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt wurden, lag mit 83,5 % deutlich höher als der Anteil der Frauen mit 16,5 %. Ein ähnliches Geschlechterverhältnis hatte es auch in den vergangenen 20 Jahren gegeben. Im Jahr 2004 waren 87,5 % der verurteilten Personen männlich und 12,5 % weiblich gewesen.

Moers: Stadtteilbüro Neu_Meerbeck lädt zum Flick-Café
In gemütlicher Atmosphäre können die Besucherinnen und Besucher unter fachkundiger Anleitung einer ehrenamtlichen Expertin beschädigte Kleidungsstücke retten, verschönern und ihnen neuen Charme verleihen. Außerdem besteht bei Getränken und Keksen Gelegenheit für nette Gespräche – über nachhaltige Mode, kreative Ideen und über Neuigkeiten aus dem Stadtteil.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Getränke und Knabbereien sorgt das Team des Stadtteilbüros Neu_Meerbeck. Rückfragen und weitere Informationen beim Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b, Telefon 0 28 41 / 201-530, E-Mail: stadtteilbuero.meerbeck@moers.de.
Veranstaltungsdatum 03.02.2026 - 14:30 Uhr - 17:00 Uhr. Veranstaltungsort  Stadtteilbüro Neu_Meerbeck. Bismarckstraße 43b, 47443 Moers.

Ehrenamt bewegt: Info-Vormittag im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck
Verantwortung übernehmen, Kontakte knüpfen und das eigene Viertel mitgestalten – ehrenamtliches Engagement hat viele Gesichter. Wer sich einbringen möchte, aber noch nicht genau weiß, wie und wo, ist am Mittwoch, 4. Februar, im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck richtig.

Zwischen 10 und 12 Uhr berät dort die Freiwilligenzentrale Moers der Grafschafter Diakonie rund um das Thema Ehrenamt. Ob Nachbarschaftshilfe, Unterstützung bei Stadtteilprojekten oder kreatives Mitwirken im Quartier – die Freiwilligenzentrale zeigt vielfältige Möglichkeiten auf, aktiv zu werden. Interessierte erfahren, wo ihre Erfahrungen, Ideen und Talente gebraucht werden, und erhalten Anregungen, wie Engagement ganz individuell aussehen kann.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeischauen und sich inspirieren lassen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Informationen und Anmeldungen sind beim Stadtteilbüro Neu_Meerbeck möglich (Telefon 0 28 41 / 201 - 530, Mail: stadtteilbuero.meerbeck@moers.de).
Veranstaltungsdatum 04.02.2026 - 10:00 Uhr - 12:00 Uhr.V eranstaltungsort Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b, 47443 Moers.

Quiz
Die 3 besten Teams werden mit einem Verzehr-Gutschein belohnt.  Pro Team können maximal 6 Teilnehmende antreten, die Startgebühr beträgt pro Person 4 Euro.  Anmelden könnt ihr euch dienstags bis samstags ab 18 Uhr. Entweder vor Ort bei den Kellnern/Kellnerinnen selbst oder ihr ruft kurz an (0 28 41 / 1 69 25 78).  Veranstaltungsdatum 04.02.2026 - 19:30 Uhr - 22:00 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Moers: Listening Session mit Evi Filippou & Ultan O'Brien
Welche Sounds haben euch gepackt? Welche Künstlerinnen und Künstler oder Songs haben etwas ausgelöst – einen Richtungswechsel, eine neue Idee, den Mut weiterzumachen? Evi Filippou lädt zur neuen Listening-Session-Reihe in die Residenz ein: Zusammen mit wechselnden Gästen wird Musik gehört, die geprägt, inspiriert oder herausgefordert hat.

Ohne Vorträge, ohne richtig oder falsch – dafür mit Neugier, persönlichen Geschichten und Raum für Austausch (... und Kaffee & Kuchen!) Gemeinsam nehmen Evi und Ultan euch mit zu ihren musikalischen Einflüssen, Lieblingsmomenten und Umwegen zwischen Improvisation, Komposition und allem dazwischen. Zuhören, Fragen stellen, Gedanken teilen – alles ist willkommen! Der Eintritt ist frei! Veranstaltungsdatum 05.02.2026 - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Neustraße 20, 47441 Moers.

Moers: Kneipenkonzert mit Jooklo Duo
Mit dem Jooklo Duo kehrt die italienische Saxophonistin Virginia Genta nach ihrem Jahr als „Improviser in Residence“ 2024 am Donnerstag, 5. Februar, nach Moers zurück! Das Jooklo Duo ist seit über 20 Jahren auf den Bühnen der Welt unterwegs und steht für radikale und intensive Live-Musik! 

Mit ihrer offenen Art, ihrem Enthusiasmus und musikalischem Talent überzeugte die 1984 in Norditalien geborene Virginia Genta bereits während ihres Gastjahres beim moers festival. Nun macht sie im Rahmen einer kleinen Tour mit David Vanzan am Schlagzeug erneut Halt in Moers. Der Eintritt ist frei, ein Hut geht herum!  Veranstaltungsdatum 05.02.2026 - 20:00 Uhr - 22:00 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Moers: Herrensitzung 1. GGKG Fidelio
Bei unserer Herrensitzung feiert Mann ohne Frau in voller Ausgelassenheit, trinkt ein Fässchen Bier…oder auch mal zwei… und genießt die karnevalistischen Darbietungen auf der Bühne. Event details Veranstaltungsdatum 06.02.2026 - 18:00 Uhr - 23:00 Uhr Veranstaltungsort Kopernikusstraße 11 47445 Moers

Moers: Song Slam Songwriter*innen
Ein Moderator und ein Publikum – mehr braucht es nicht für einen guten Abend. Ein gemütliches Wohnzimmerkonzert, bei dem die Wärme selbstgemachter Musik auf den harten Wettbewerb des Slams trifft.  

Die Regeln folgen der Tradition des Poetry Slam: jede*r Musiker*in versucht mit selbstgeschriebenen Liedern in begrenzter Zeit die Herzen des Publikums zu erobern. Das Publikum stimmt für seine Favoriten ab und stellt sich so über mehrere Runden sein Lieblingskonzert selbst zusammen.
Veranstaltungsdatum 06.02.2026 - 20:00 Uhr - 22:30 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Moers: Wo sind denn alle? Na, hier!
Lesung von und mit Emil Borgeest, Leo und Olaf Meier und dem Ensemble. Wo sind denn alle? von Leo Meier und Emil Borgeest wird am 26. Februar 2026 am Schlosstheater Moers uraufgeführt. In einer Lesung werden vorab Auszüge aus der Uraufführung und weitere Texte des Autorenduos präsentiert und ein Einblick in die Probenarbeit gegeben.

Leo Meier wird zudem mit seinem Vater Olaf Meier, der Leiter der Telefonseelsorge in Duisburg, Mülheim und Oberhausen war, darüber sprechen, was Einsamkeit von Alleinsein unterscheidet und wie man aus der unverschuldeten Isolation herauskommen kann. Aus scheinbar banalen Alltagssituationen – ein Wasserfleck, ein schweres Paket, die Sehnsucht nach der Ferne – entfalten sich existentielle Fragen nach Nähe, Einsamkeit und Sinn.

Hinter den unscheinbaren Dialogen offenbart sich die Zerrissenheit der Figuren, die zwischen Gesprächsschleifen und Schweigen nach Orientierung suchen. 
Eintritt: 13,00 Euro, ermäßigt 8.00 Euro Tickets unter 02841/8834110 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 07.02.2026 - 19:30 Uhr - 21:00 Uhr. Veranstaltungsort Kastell 6, 47441 Moers.

Schulministerin Feller startet Fortbildung von Lehrkräften in Laienreanimation
Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 erhalten verpflichtende Ausbildung ab kommendem Schuljahr
Schnell handeln, um Leben zu retten: Darum ging es am Montag, 2. Februar 2026, in der Otto-Pankok-Schule in Mülheim an der Ruhr. Etwa 150 Lehrerinnen und Lehrer beugten sich in einer Übung über Reanimationsphantome und trainierten die Herzdruckmassage. Die Lehrkräfte ließen sich in Laienreanimation fortbilden, um Schülerinnen und Schüler ab dem kommenden Schuljahr in der neuen obligatorischen Ausbildung mit den notwendigen Verhaltensweisen in derartigen Ernstfällen vertraut machen zu können.

Die vertragliche Verpflichtung ist entstanden als Kooperation von Schulministerium, Bezirksregierungen, Vertreterinnen und Vertretern von Stiftungen, Ärztekammern, Hilfsorganisationen, ärztlichen Partnern und medizinischen Fachgesellschaften. Sie sieht erstmals die verbindliche Schulung von Jugendlichen der Klassen sieben bis neun und damit der Sekundarstufe I vor. Wichtig für die Vorbereitung darauf sind die Lehrkräftefortbildungen, die jetzt im Ruhrgebiet starteten.

Mit dabei waren neben Schulministerin Dorothee Feller auch Katerina Malliou von der Björn-Steiger-Stiftung, Dr. Sinann Al Najem von der Deutschen Herzstiftung und Professorin Antje Gottschalk als Chefärztin am Düsseldorfer Florence-Nightingale-Krankenhaus. Vertreterinnen und Vertreter der Schulsanitätsdienste des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter und der Otto-Pankok-Schule sowie Jens Schuhknecht und Ulrich Bender als Leiter der Schule waren ebenso beteiligt.

„Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde – und die richtigen Griffe von Ersthelferinnen und Ersthelfern können Leben retten. Unser Konzept wird dafür sorgen, dass es in den Schulen ganz selbstverständlich wird, dass Schülerinnen und Schüler wissen, was in solchen Momenten zu tun ist.

Wir geben den Schulen für ihre Ausbildungsmaßnahmen jede Unterstützung, die notwendig ist. Ich danke allen Partnern, die sich mit uns auf den Weg gemacht haben, um die Ausbildung in Laienreanimation zu einem festen Bestandteil der Ausbildung in den Schulen zu machen. Es ist toll, dass sich – wie sich bereits heute zeigt – so viele Lehrkräfte schulen lassen. Ich danke auch den vielen Schülerinnen und Schülern, welche die Veranstaltung hier in der Otto-Pankok-Schule mitorganisiert haben“, betonte Ministerin Feller.

Erst kürzlich hatten sich im Schulministerium fünf weitere Organisationen durch Kooperationsverträge der Initiative angeschlossen: die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Nordrhein und die DLRG Westfalen, der Johanniter Landesverband Nordrhein-Westfalen, der Malteser Landesverband Nordrhein-Westfalen und die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen.

Weitere Partner sind unter anderem das Aachener Institut für Rettungsmedizin und zivile Sicherheit, die ADAC Stiftung, die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten, die Björn-Steiger-Stiftung, der BKK-Landesverband NORDWEST, die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, die Deutsche Herzstiftung, der Deutsche Rat für Wiederbelebung, das Deutsche Rote Kreuz (Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe), das Deutsche Jugendrotkreuz (Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe), das Franziskus Hospital Bielefeld, die Stiftung Universitätsmedizin Münster, das Universitätsklinikum Köln und das Universitätsklinikum Münster.

Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen jede Schülerin und jeder Schüler mindestens einmal in den Klassen sieben, acht oder neun eine Schulung zur Laienreanimation im Umfang von 90 Minuten erhalten. Förderschulen und private Ersatzschulen werden ermutigt, Reanimationsunterricht durchzuführen. Unterstützung erhalten die Schulen durch Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner einer Geschäftsstelle, die bei der Bezirksregierung Köln eingerichtet ist.

Damit das Vorhaben flächendeckend und zuverlässig umgesetzt werden kann, sollen alle rund 2.100 Schulen mit Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen spätestens im Laufe des kommenden Schuljahres über jeweils zehn sogenannte Reanimationsphantome sowie zwei entsprechend geschulte Lehrkräfte verfügen. Aktuell sind bereits mehr als 8.000 Phantome an den Schulen vorhanden.

Der Mindeststandard für die Schulung der Lehrkräfte wird durch Schulungsvideos der Björn-Steiger-Stiftung und der Deutschen Herzstiftung gewährleistet. Alle Lehrkräfte können zudem auf ein umfassendes Angebot an Lehrvideos und Unterrichtsmaterialien von anderen Projektpartnern zurückgreifen. Ergänzend laufen nach dem Start in Mülheim an der Ruhr die Präsenzfortbildungen: Im Jahr 2026 sind zwölf weitere Schulungstermine für Lehrerinnen und Lehrer geplant, unter anderem in Bielefeld, Paderborn, Münster, Dortmund und in der Städteregion Aachen.

„Uns ist bewusst, dass Lehrkräfte bereits jetzt mit vielen Herausforderungen konfrontiert sind. Ich habe großen Respekt vor den Lehrerinnen und Lehrern, die dem wichtigen Thema Laienreanimation in ihrer Arbeitszeit so viel Engagement und Einsatz widmen“, sagte Ministerin Feller. „Wir werden sie deshalb mit einer breiten Palette von Informationen und Fortbildungsmöglichkeiten versorgen und das Konzept so einführen, dass es bald ganz automatisch Teil des schulischen Alltags ist und Schülerinnen und Schüler sich sicher und gut vorbereitet fühlen, sollten sie mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand konfrontiert sein.“

Weitere Informationen über die Fortbildungen und den Runderlass des Schulministerium „Verpflichtung zur Ausbildung von Schülerinnen und Schülern in Laienreanimation ab Klasse 7“ finden Sie hier

Moers: Bibliothekszweigstelle Repelen: Bildung, Austausch und Begegnung
Als einen Ort der Begegnung und zwar für Groß und Klein, Alt und Jung – so sieht Sabine Ließfeld ihren Arbeitsplatz – die Bibliothekszweigstelle Repelen. Im Mai letzten Jahres hat sie dort als Nachfolgerin von Volker Kuinke die Leitung übernommen.

Seit Mai letzten Jahres leitet Sabine Ließfeld die Bibliothekszweigstelle in Repelen. (Foto: pst)

Unterstützt wird sie von der langjährigen Mitarbeiterin Silja Kempin. Ließfeld war zuvor in der Zentralbibliothek als Sachgebietsleitung für die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbibliothek verantwortlich.

„Die Aufgabe in der Zweigstelle Repelen ist ein Glückfall für mich“, freut sie sich noch heute. „Denn ich brachte Berufserfahrung aus dem öffentlichen Bibliothekswesen mit und die angebotene Stelle passte genau zu meinen Vorstellungen.“

Die Zweigstelle Repelen ist ein lebendiger Ort, an dem Altbewährtes auf frische Ideen trifft. Schon lange existiert eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen aus dem Stadtteil in Form von Klassenausleihen, Schullesungen, Bücherkisten und Bilderbuchkino. Sommer-Leseclub auch in Repelen Ließfeld, aufgewachsen im Kreis Viersen, hat in Köln Bibliothekswesen studiert. Anschließend zog es sie beruflich nach Bayern und Baden-Württemberg.

Doch letztendlich wollte sie zurück in die Heimat. An der Arbeit in der Zweigstelle Repelen schätzt sie eines besonders: „Es ist die Nähe zum Leser und die Vielfalt der Aufgaben hier. Das kommt mir sehr entgegen.“ So hatte sie bereits letztes Jahr für Repelen ein neues Projekt initiiert.

„2025 fanden hier im Stadtteil zum ersten Mal Veranstaltungen des Sommer-Lese-Clubs statt, den es schon lange in ähnlicher Form in der Zentralbibliothek gibt.“  Angeboten wurden zwei Zeichenschulen, ein Origami-Workshop und ein Quiz mit einem kleinen Lernroboter. 100 Kinder machten in Repelen mit. Und auch dieses Jahr wird es das Angebot wieder geben. Was sich Sabine Ließfeld, die in ihrer Freizeit gerne liest, Fahrrad fährt und schwimmt, für die Zweigstelle an der Lintforter Straße 86 wünscht?

„Jede und jeder ist hier willkommen. Natürlich darf man sich auch ohne Ausweis hier aufhalten und kann in Ruhe lesen oder arbeiten. Unsere Bibliothekszweigstelle soll auch weiterhin ein Ort der Bildung, des Austauschs und der Begegnung sein.“ Die Zweigstelle in Repelen an der Lintforter Straße 86 hat mittwochs und freitags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Für die Medienrückgabe außerhalb der Öffnungszeiten steht ein Rückgabeautomat rund um die Uhr zur Verfügung.

Moers: Tagung: Bilder vom Mittelalter im Spiegel künstlicher Intelligenz
Die Hoffnung, dass künstlich erschaffene, intelligente Wesen menschliche Probleme lösen können, steht ebenso wie die Angst vor ihnen in einer langen Tradition. Eine öffentliche Tagung beschäftigt sich damit am Samstag, 7. Februar, von 10 bis 16 Uhr im Haus der Demokratiegeschichte im Alten Landratsamt (Kastell 5).

Interessierte sind zur öffentlichen Tagung unter dem Titel ‚Bilder vom Mittelalter im Spiegel künstlicher Intelligenz‘ am Samstag, 7. Februar, im Alten Landratsamt (Kastell 5) eingeladen. (Foto durch KI generiert)

Titel der Veranstaltung: ‚Bilder vom Mittelalter im Spiegel künstlicher Intelligenz‘. Der Eintritt ist frei.  Schon in der Antike und im Mittelalter finden sich Erzählungen von menschenähnlichen Konstrukten, die den Menschen hilfreich zur Seite stehen, aber auch gefährlich werden können.

Hephaistos erschuf sich Jungfrauen aus Gold, die ihn bei seiner Arbeit unterstützten, Albertus Magnus soll eine aus Metall, Holz und Leder gefertigte Statue besessen haben, die sprechen konnte und unermessliches Wissen hatte, sich aber letztlich als Werk des Teufels entpuppte. Roger Bacon spekulierte über sprechende Köpfe und technischen Intellekt.

Golem schützte jüdische Gemeinde
Im Spätmittelalter kursierten Erzählungen von einem Golem, der mittels Buchstaben- und Zahlenmagie aus Lehm erschaffen wurde und die jüdische Gemeinde vor Übergriffen schützte, bis er außer Kontrolle geriet und zur Gefahr wurde.

Eine literarische Hochkonjunktur erfährt die Auseinandersetzung mit der Ambivalenz solcher Schöpfungen in der Romantik und in modernen Science-Fiction-Romanen. Seit ChatGPT und andere KI-Angebote frei zur Verfügung stehen, scheint die Realität die literarische Fiktion einzuholen. Das ambivalente Verhältnis zur modernen KI ist bestimmt durch kulturelle und literarische Tradierungen, die häufig den Blick für einen angemessenen Umgang damit verstellen und Hoffnungen und Ängste schüren, die Fach- und Alltagsdiskurse bestimmen. 

Welche Bedeutung das Thema KI im Kontext der Mittelalterforschung und der Vermittlung von Unterrichtsinhalten zum Thema Mittelalter hat, soll im Rahmen der Tagung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Das Grafschafter Museum Moers veranstaltet sie in Kooperation mit dem Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung der Universität Duisburg-Essen. Interessierte sind herzlich eingeladen zuzuhören und mitzudiskutieren. 

Moers: Stadtarchiv am 10. und 11. Februar geschlossen
Wegen einer internen Veranstaltung ist das Stadtarchiv ist am Dienstag, 10., und Mittwoch, 11. Februar, für die reguläre Benutzung geschlossen. In der Zeit findet dort ein Blockseminar der Universität Duisburg-Essen statt. Ab Donnerstag, 12. Februar, stehen Angebote des Stadtarchivs wieder von 8 bis 12.30 Uhr zur Verfügung.

Kempen: Werk- und Künstlergespräche in der Klosterpforte | entr’acte  
Begleitend zur aktuellen Ausstellung in der Klosterpforte des Kulturforums Franziskanerkloster lädt das Kulturamt der Stadt Kempen zu mehreren Werk- und Künstlergesprächen ein.

Den Auftakt bildet ein Werkgespräch am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 16.30 Uhr mit Kulturamts- und Museumsleiter Dirk Steimann.   Ausgangspunkt ist die temporäre Wandmalerei „Bevor der Wassertropfen fiel“ von Rosilene Luduvico, die derzeit in der Klosterpforte zu sehen ist. Die fast deckenhohen, transparent wirkenden Pflanzen- und Baumformen prägen die besondere Atmosphäre des Raumes.

Luduvicos Arbeit thematisiert die Vergänglichkeit von Natur und Kunst – die Wandmalerei wird im März 2026 wieder entfernt.   In Reaktion darauf richtete der Bildhauer Markus Karstieß eine Installation in der Klosterpforte ein. Gemeinsam treten die beiden künstlerischen Arbeiten unter dem Titel „Bevor der Wassertropfen fiel, staunte er über den schönen Vogel.“ in einen Dialog mit dem Raum.

Karstieß arbeitet mit keramischen Materialien und nutzt für das Brennen unter anderem die japanische Raku-Technik sowie arabische Lüstertechniken.   Ein weiteres Werkgespräch mit Dirk Steimann findet am Donnerstag, 19. Februar 2026, um 16.30 Uhr statt. Am Sonntag, 1. März 2026, um 15 Uhr folgt ein Künstlergespräch mit Rosilene Luduvico und Markus Karstieß.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. März 2026 zu sehen, freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.   Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Um eine vorherige Anmeldung per Mail an museum@kempen.de, telefonisch unter 02152 917-4120 oder an der Museumskasse wird gebeten.




Sterblichkeit aufgrund von Krebs geht in nahezu allen Altersgruppen zurück

• Krebs bleibt aber zweithäufigste Todesursache
• Zahl der Krankenhausbehandlungen 2024 gegenüber 2004 um knapp 6 % gesunken
• Hochbetagte werden häufiger stationär wegen Krebs behandelt als 20 Jahre zuvor, jüngere Menschen seltener

Krebs führt gerade bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter seltener zum Tod als noch vor 20 Jahren, auch wenn insgesamt die Zahl der an Krebs Gestorbenen steigt. 230 400 Menschen in Deutschland sind im Jahr 2024 an Krebs gestorben, das waren 10,1 % mehr als im Jahr 2004 (209 300), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2026 mitteilt.

Der Anstieg ist vor allem auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen. Das zeigt die altersstandardisierte Zahl der Krebstodesfälle: Im Jahr 2024 kamen auf 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner 273,5 Krebstote. 20 Jahre zuvor waren es noch 322,4 Menschen.



Krebs bleibt bei sinkendem Anteil zweithäufigste Todesursache Krebs ist daher – anteilig betrachtet – auch seltener die Todesursache als früher: Der Anteil der an Krebs Verstorbenen an den Todesfällen insgesamt sank von 25,6 % im Jahr 2004 auf 22,9 % im Jahr 2024. Krebs blieb dennoch auch im Jahr 2024 die zweithäufigste Todesursache, nur an Krankheiten des Kreislaufsystems starben mehr Menschen (339 200 oder 33,7 % aller Todesfälle).

Die häufigste Todesursache war Krebs sowohl bei Kindern im Alter von 5 bis 14 Jahren mit einem Anteil von 23,9 % an den Todesfällen, als auch bei Menschen im Alter von 35 bis 74 Jahren. Mehr als jeder dritte Todesfall (35,8 %) in dieser Altersgruppe war die Folge von Krebserkrankungen.

Lungenkrebs ist die Ursache für ein Fünftel aller krebsbedingten Todesfälle
Die häufigste krebsbedingte Todesursache war wie in den Vorjahren Lungen- und Bronchialkrebs mit 45 100 Todesfällen. Diese Krebserkrankung allein war somit für ein Fünftel (19,6 %) der krebsbedingten Todesfälle im Jahr 2024 ursächlich.

Zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen zählten zudem Darmkrebs (23 600 Todesfälle), Bauchspeicheldrüsenkrebs (19 500), Brustkrebs (18 700) und Prostatakrebs (15 500).

Zahl der Krankenhausbehandlungen langfristig gesunken
Rund 1,45 Millionen Patientinnen und Patienten wurden im Jahr 2024 wegen einer Krebserkrankung im Krankenhaus behandelt. Damit stieg die Zahl der stationären Krebsbehandlungen gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,2 %. Im langfristigen Vergleich wurden aber weniger Menschen wegen Krebs im Krankenhaus versorgt: Gegenüber 2004 mit 1,54 Millionen Fällen nahm deren Zahl um 5,6 % ab.

Krebs war damit 2024 der Grund für jeden zwölften Krankenhausaufenthalt (8,1 %). Am häufigsten wurden die Menschen wegen Krankheiten des Kreislaufsystems stationär behandelt (14,8 % der insgesamt 17,9 Millionen Behandlungsfälle). Drei Viertel aller Krebspatientinnen und -patienten waren 60 und älter Besonders häufig werden Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren wegen Krebs im Krankenhaus behandelt.

Mehr als die Hälfte (55,5 %) aller Krebspatientinnen und -patienten war 2024 in dieser Altersgruppe. Ein Fünftel (20,3 %) der Krebspatientinnen und -patienten war 80 Jahre und älter. Weitere 19,0 % waren 40 bis 59 Jahre alt. Jüngere Menschen werden deutlich seltener aufgrund einer Krebserkrankung stationär behandelt: Nur 5,2 % der Krebspatientinnen und -patienten waren unter 40 Jahre alt.

Hochbetagte werden häufiger wegen Krebs behandelt als früher, jüngere Menschen seltener Um die Entwicklung der Krebsbehandlungen unabhängig von demografischen Effekten zu betrachten, bietet sich die Zahl der Fälle je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner in den jeweiligen Altersgruppen an. Danach wurden Hochbetagte im Jahr 2024 häufiger stationär wegen Krebs behandelt als 20 Jahre zuvor.

So stieg in der Altersgruppe 80 bis 84 Jahre die Zahl der Fälle je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner von 5 098,7 auf 5 505,1. Bei den 85- bis 89-Jährigen gab es einen Anstieg von 4 079,3 Fällen auf 4 680,9 Fälle. Menschen unter 80 Jahren wurden dagegen seltener wegen Krebs in der Klinik behandelt als 20 Jahre zuvor. In allen Altersgruppen von 0 bis 79 Jahren ging die Zahl der Behandlungsfälle je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner zurück. 



Jüngere häufiger wegen Darmkrebs behandelt
Je nach Krebsart und Altersgruppe kann die Entwicklung jedoch vom allgemeinen Trend abweichen. So wurden jüngere Menschen im Jahr 2024 etwas häufiger wegen Darmkrebs im Krankenhaus behandelt als 20 Jahre zuvor. In den Altersgruppen der 15- bis 44-Jährigen stieg die Zahl der Darmkrebsbehandlungen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner, während sie in den älteren Altersgruppen zurückging.

Am deutlichsten fiel der Anstieg bei den 20- bis 24-Jährigen aus, wo die Zahl der Behandlungsfälle je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner von 2,6 im Jahr 2004 auf 3,6 im Jahr 2024 zunahm. Unter den 35- bis 39-Jährigen fiel der Anstieg ebenfalls vergleichsweise hoch aus: Von 21,8 Fällen im Jahr 2004 auf 27,5 Fälle im Jahr 2024.

Lungenkrebs häufigste Ursache für Krebsbehandlungen
Von allen Krebspatientinnen und -patienten im Jahr 2024 wurden diejenigen mit der Diagnose Lungen- und Bronchialkrebs (12,4 %), Darmkrebs (9,5 %) und Brustkrebs (8,6 %) am häufigsten behandelt. Es folgten Hautkrebs (8,3 %), Harnblasenkrebs (7,0 %) und Prostatakrebs (6,7 %).

DLRG Moers-Rheinkamp sichert Regatta auf dem Rossenrayer See ab
Die DLRG Ortsgruppe Moers-Rheinkamp e.V. war heute zur wasserseitigen Absicherung der sogenannten „Eisarschregatta" des KLSC auf dem Rossenrayer See in Kamp-Lintfort im Einsatz. Bei guten äußeren Bedingungen begleiteten die Einsatzkräfte die Segelveranstaltung zuverlässig vom Wasser aus.  

"Eisarschregatta" des KLSC auf dem Rossenrayer See - Foto Andre Dacken

An der Regatta nahmen eine Handvoll Segelboote teil, die in zwei Durchgängen an den Start gingen. Die Absicherung erfolgte mit einem Rettungsboot, besetzt mit einem Bootsführer und zwei Rettungsschwimmern. Während der gesamten Veranstaltung kam es zu keinen Zwischenfällen.  

Trotz des Namens der Regatta machte das Wetter seinem Ruf keine Ehre: Bei rund 8 Grad Celsius, ausreichend Wind und zeitweisem Sonnenschein herrschten insgesamt gute Bedingungen auf dem See. Eis wurde – anders als der Name vermuten lässt – nicht gesichtet. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es für alle Beteiligten eine warme Erbsensuppe.  

Der Rossenrayer See ist für die DLRG Ortsgruppe Moers-Rheinkamp kein unbekanntes Gewässer. Historisch gehörte der ehemalige Baggersee zur Gemeinde Rheinkamp, bevor er im Zuge einer kommunalen Neuordnung der Stadt Kamp-Lintfort zugeordnet wurde. Der älteste bekannte Nachweis für die Tätigkeit der Ortsgruppe an diesem See stammt vom 16. Juni 1980: Bereits damals beantragte die DLRG die Genehmigung, den See zur Lebensrettung mit einem Motorboot befahren zu dürfen – ein Antrag, dem stattgegeben wurde.  

Auch heute noch steht die DLRG Moers-Rheinkamp für eine verlässliche Zusammenarbeit mit Wassersportvereinen und Veranstaltern, um Sicherheit auf und am Wasser zu gewährleisten.


Dinslaken: sucht ehrenamtliche Solarberater*innen: Infoveranstaltung am 19.02.26
Was muss eigentlich beachtet werden, wenn eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach installiert werden soll? Um die nötigen Informationen besser in der Bürgerschaft zu streuen, sucht die Stadt Dinslaken gemeinsam mit der Bürgersolarberatung in Dinslaken weitere „Bürgersolarberater*innen“, die in ihrer Nachbarschaft als Ansprechpersonen für Interessierte zur Verfügung stehen.

Kern der Arbeit von Bürgersolarberatern und -beraterinnen ist eine ehrenamtliche, kostenlose, neutrale und unabhängige Beratung zur Installation von PV-Anlagen für Eigentümer und Eigentümerinnen von Ein- bis Zweifamilienhäusern. Auf nachbarschaftliche Weise werden dabei praktische Tipps vermittelt. Die Bürgersolarberatung ist damit ein niederschwelliges Angebot, das andere Beratungsangebote ergänzen kann.

Im vergangenen Jahr hat sich bereits eine Gruppe von Bürgersolarberatern zusammengefunden, die in diesem Jahr mit ihrer Beratungstätigkeit beginnen. Weitere Interessierte können sich gerne anschließen und durch eine Schulung zu Fachfrauen und Fachmännern auf dem Gebiet der Solarenergie ausgebildet werden. Durch ein gutes Netzwerk von ehrenamtlich engagierten Menschen erhofft sich die Stadt Dinslaken und die Gruppe der Bürgersolarberatung, dass sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger für die Installation einer PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach begeistern lassen.

Am 19. Februar 2026 findet ab 18:30 Uhr ein Online-Vorabinfo-Termin statt. Diese Infoveranstaltung vermittelt allen, die Interesse an der Schulung haben und Bürgersolarberater*innen werden möchten, eine gute Vorstellung davon, was sie erwartet, wenn sie mitmachen. Es gibt ausreichend Zeit, um vor dem Start der Schulung alle offenen Fragen zu klären. Interessierte können sich gerne unter ne-office@dinslaken.de melden.

Nach der Infoveranstaltung bietet die Stadtverwaltung in Kooperation mit dem Projekt „Energiesparhaus Ruhr“ vom Regionalverband Ruhr eine kostenlose Basisschulung an. In vier Online-Workshops wird das Grundwissen vermittelt. Die Schulung wird von Metropolsolar durchgeführt. Es handelt sich dabei um einen bundesweit tätigen gemeinnützigen Verein, der sich für die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien einsetzt.


Das Musical Dinner – Jetzt auch in Wesel!
Das Musical Dinner entführt seine Gäste auf eine unvergessliche Reise durch die größten Hits weltbekannter Musicals wie Grease, Les Misérables, Tanz der Vampire und viele mehr. Professionelle Musicaldarsteller verzaubern mit beeindruckenden Stimmen und schaffen Momente voller Emotionen und Nostalgie.

Parallel dazu verwöhnt das Küchenteam die Gäste mit einem exquisiten Mehr-Gänge-Menü, das den Abend zu einem Fest für alle Sinne macht. So wird das Musical Dinner nicht nur ein Genuss für die Ohren, sondern auch für den Gaumen. Ob Musical-Fan oder Gesangsliebhaber – Gänsehautmomente und Mitsingen sind am 05. Februar 2026 um 19:00 Uhr im Restaurant Art garantiert. Tickets unter: www.das-musical-dinner.de

Restaurant Art

Beginn: Donnerstag, 05. Februar 2026, Beginn 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) Ort: Restaurant Art, Wesel Tickets ab 94,90€ – erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.das-musical-dinner.de

Winterlesung „Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur“ mit Anne-Katrin Kunde
In der Winterlesung, am Donnerstag, den 5. Februar 2026, um 19 Uhr liest Anne-Katrin Kunde aus „Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur“ von Uwe Wittstock. Im Juni 1940 hat Hitlers Wehrmacht Frankreich besiegt. Die Gestapo fahndet nach Autoren wie Heinrich Mann, Franz Werfel, Hannah Arendt, und vielen anderen, die in Frankreich Asyl gefunden haben.

Derweil kommt der Amerikaner Varian Fry nach Marseille, um so viele von ihnen wie möglich zu retten. Über Umwege geraten alle schließlich nach Marseille, um von dort einen Weg in die Freiheit zu suchen. In Marseille übergibt Walter Benjamin seinen letzten Essay an Hannah Arendt, bevor er zur Flucht über die Pyrenäen aufbricht.

Hier kreuzen sich die Wege deutscher und österreichischer Schriftsteller, Intellektueller, und Künstler. Und hier riskieren Fry und seine Mitstreiter Leib und Leben, um die Verfolgten außer Landes zu bringen. Die Lesung findet um 19 Uhr in der Lounge des Museum Kurhaus Kleve statt, der Eintritt beträgt 5 EUR (reduziert und für Mitglieder des Freundeskreises 3 EUR).

Moers: Erst Schlitten fahren, dann wilder Westen - Saunatreffs im Februar im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn  
Wer der winterlichen Kälte oder dem Karneval entfliehen möchte, ist im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn genau richtig. Hier lädt die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) im Februar zu zwei Sauna-Treffs und dem traditionellen Rosenmontags-Wellness-Tag ein. Die Sauna-Treffs finden stets samstags von 18 bis 24 Uhr statt.

Am 7. Februar lautet das Motto „Schlittenfahrt um die Welt“, am 21. Februar entführt das Team seine Gäste in den „Wild Wild West“. Dabei können sich die Besucherinnen und Besucher auf spezielle Duftkompositionen freuen – etwa Ingwer-Zitrone, Whiskey, Granatapfel oder Blue Eis. Auch ein russisches Banja-Birkenzweig-Ritual und ein Atlantik-Meersalz-Peeling stehen auf dem Programm.  

Während der Sauna-Treffs kann das gesamte Freizeitbad ausschließlich textilfrei genutzt werden. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 18 Euro im Vorverkauf und 20 Euro vor Ort. Kinder zahlen 10 Euro. Bis freitagsabends können Interessierte die Vorverkaufskarten auch online erwerben. Wer lediglich das Angebot des textilfreien Schwimmens nutzen möchte, zahlt als Erwachsener 7 Euro. Für Jugendliche beträgt der Eintritt dann 6 Euro, für Kinder 5 Euro.  

Wer einen ganzen Tag Auszeit nehmen will, ist beim Rosenmontags-Wellness-Tag am 16. Februar genau richtig. Dabei bietet das Freizeitbad von 10 Uhr bis 21 Uhr ein spezielles Schwimmbad- und Saunavergnügen für die gesamte Familie an. Weitere Informationen gibt es unter www.freizeitbad-neukirchen-vluyn.de

Moers: Messerscharfe Pointen - Enni Comedy Salon startet ins Jahr   
Wer sich für das neue Jahr „mehr Lachen“ vorgenommen hat, kann seinen Vorsatz direkt in die Tat umsetzen: Am Mittwoch, 11. Februar, steht der erste Enni Comedy Salon des Jahres an. Die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) lädt erneut ins Moerser Bollwerk 107 ein.

Veranstalter Volker von Liliencron hat dafür wieder ein hochkarätiges Line-up der deutschen Comedy-Szene zusammengestellt. Neu ist dabei die Moderation: Christin Jugsch übernimmt das Zepter von Don Clarke. Die neue Gastgeberin schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen – mal Mutter, mal Neffe, mal Bademeister, mal ganz sie selbst. Ihre Markenzeichen sind eine bildhafte Erzählweise, eine unverwechselbare Mimik und ein ausgeprägter Sinn für absurde Situationen.

„Christin hat bereits Bollwerk-Erfahrung und weiß, worauf sie sich beim Moerser Publikum einlässt – umgekehrt genauso“, sagt Veranstalter Volker von Liliencron augenzwinkernd. Neben der Moderatorin gehen am 11. Februar ab 20 Uhr wie gewohnt drei Comedians nacheinander auf die Bühne: Der queer-feministische Tobias Born gilt als eine der spannendsten neuen Stimmen der deutschen Comedy-Szene und hat es sich zum Ziel gesetzt, das „Schubladendenken“ abzuschaffen.


Bereits eine feste Größe auf der Bühne ist Schauspielerin und Stand-up-Comedienne Christiane Olivier. Bekannt aus Formaten wie dem Quatsch Comedy Club, NightWash und Nuhr im Ersten, begeistert sie mit scharfem Humor und gnadenloser Offenheit. Mit Haltung, Charme und einer ordentlichen Portion Selbstironie komplettiert BORA das Line-up.

Ob absurde Alltagslogik, zwischenmenschliche Missverständnisse oder die kleinen und großen Eigenheiten unserer Zeit – BORA nimmt sie auseinander, wirft sie einmal durch den Comedy-Mixer und serviert sie messerscharf, aber immer sympathisch. Sein Stil ist direkt, intelligent und nahbar: kein lautes Klamauk-Feuerwerk, sondern kluge Pointen, die wirken, weil sie wahr sind.

Wer bei der Show am 11. Februar dabei sein will, sollte nicht zu lange zögern. Tickets für den Enni Comedy Salon gibt es online unter www.comedysalon.de sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.


Verkehrsgerichtstag 2026 stärkt Qualität in der Fahrausbildung
Der Verkehrsgerichtstag 2026 setzt wichtige Impulse für eine moderne und qualitativ hochwertige Fahrausbildung. Der TÜV-Verband begrüßt die Stärkung von Lernfortschritt und verbindlichen Qualitätsstandards, sieht bei der Transparenz der Ausbildungs- und Kostenstrukturen sowie bei der Einbindung moderner Ausbildungsformen jedoch weiterhin Nachholbedarf.

Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag ging am Freitag zu Ende. Die verabschiedeten Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Fahrausbildung setzen aus Sicht des TÜV-Verbands wichtige Leitlinien für Qualität und Lernfortschritt, bleiben bei der Transparenz und der konsequenten Einbindung moderner Ausbildungsformen aber hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Fani Zaneta, Referentin für Fahrerlaubnis, Fahreignung und Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband, ordnet die Ergebnisse ein: Lernstandskontrollen als Schlüssel für bessere Ausbildung „Dass der Verkehrsgerichtstag verbindliche Lernstandskontrollen in den Mittelpunkt stellt, ist der richtige Schritt.

Die häufig zitierte Durchfallquote verzerrt das Bild, weil sie Mehrfachprüfungen einbezieht.

Bei Erstprüfungen bestehen rund zwei Drittel der Fahrschülerinnen und Fahrschüler auf Anhieb. Entscheidend ist deshalb nicht, Anforderungen zu senken, sondern Lernprozesse gezielt und qualitativ zu verbessern.“ Qualität sichern, statt Standards abzusenken „Die Empfehlungen setzen ein klares Zeichen: Die Qualität der Fahrausbildung darf nicht möglichen Einsparungen geopfert werden.

Ein bundesweites Referenzcurriculum mit verbindlichen Mindestinhalten, darauf abgestimmte Prüfungen und eine enge Verzahnung von Ausbildung und Prüfung sind der richtige Weg, um ein hohes Sicherheitsniveau dauerhaft zu sichern. Kürzungen bei Prüfungsinhalten und -dauer oder eine Ausbildung durch Laien wären dagegen klare Rückschritte für die Verkehrssicherheit.“

Forderung des ACV nach bundesweiter Verwendung innovativer Technik aufgegriffen
Beim 64. Verkehrsgerichtstag in Goslar wurden vom 29. bis 30. Januar 2026 erneut Empfehlungen zu zentralen Fragen der Verkehrssicherheit erarbeitet. Der ACV Automobil-Club Verkehr begrüßt die Ergebnisse aus zwei Arbeitskreisen und sieht sich in wesentlichen Punkten seiner im Vorfeld formulierten Positionen bestätigt.

Im Fokus standen das Unfallrisiko durch Ablenkung am Steuer und die Reform der Fahrausbildung. Arbeitskreis III: Ablenkung am Steuer gezielt reduzieren Der ACV sieht sich durch die Empfehlungen des Arbeitskreises III in seinen zentralen Forderungen bestätigt.

Besonders begrüßt der Club die Empfehlung, „überall eine adäquate Kontrolldichte herzustellen, insbesondere mittels innovativer und automatisierter Überwachungssysteme (z. B. „Handy-Blitzer“)“ sowie eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen.“

Damit folgt der Verkehrsgerichtstag klar dem ACV, Monocams bundesweit einzusetzen und rechtssicher zu verankern. Zudem übernimmt der Arbeitskreis die ACV Position nach ablenkungsarmer Fahrzeugbedienung. Der Arbeitskreis „fordert die Hersteller auf, Fahrzeugbedienung intuitiv und ablenkungsarm zu gestalten und zu verbessern. Komfort- und Infotainmentsysteme sind generell bezüglich des Sicherheitsrelevanz zu messen und im Fahrbetrieb zu begrenzen.“

Technik muss Sicherheit unterstützen und darf nicht selbst zur Ablenkungsfalle werden.
Arbeitskreis VI: Qualität der Fahrausbildung sichern Der ACV begrüßt die Empfehlungen des Arbeitskreises VI und sieht sich in seiner Position bestätigt, dass Einsparungen beim Führerscheinerwerb nicht zulasten der Verkehrssicherheit und Qualität gehen dürfen.

Der Arbeitskreis stellt klar: „Die Ausbildungsqualität besitzt gegenüber einer Kostenreduktion Vorrang.“ Weiter spricht sich der ACV für eine qualitativ hochwertige Fahrausbildung mit klaren Grenzen für zeitlich unabhängige digitale Lernangebote aus. Diese Position greift der Arbeitskreis auf und fordert „eine professionelle Fahrausbildung, die interaktiven Präsenzunterricht mit digitalen Lernformen verzahnt“ sowie ein „bundesweites Referenzcurriculum mit Mindestausbildungsinhalten, verbindlichen Lernstandsbeurteilungen und fachgerechten Standards“.

Zudem empfiehlt der Arbeitskreis, für „den ergänzenden Simulatoreinsatz und das ergänzende synchrone E-Learning Ausbildungskonzepte und Gütekriterien zu entwickeln und zu erproben“. Aus Sicht des ACV bestätigt dies den Ansatz, digitale Elemente gezielt und qualitätsgesichert einzusetzen, ohne Abstriche bei der Sicherheit in Kauf zu nehmen.

Neue Tourismusstrategie setzt starke Impulse für die Systemgastronomie
BdS begrüßt Fokus auf Bürokratieabbau, Wettbewerbsfähigkeit und moderne Arbeitsbedingungen
Mit der Neuauflage der Nationalen Tourismusstrategie setzt die Bundesregierung ein wichtiges Signal für die Zukunft der Tourismuswirtschaft in Deutschland. Der Bundesverband der Systemgastronomie e. V. (BdS) begrüßt, dass die Strategie die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in den Mittelpunkt stellt und zentrale Handlungsfelder adressiert, die für die Systemgastronomie von besonderer Bedeutung sind. Dazu zählen insbesondere Bürokratieabbau, zeitgemäße Arbeitszeitregelungen, Digitalisierung sowie die Sicherung von Fach- und Arbeitskräften.

„Die Maßnahmen der neuen Tourismusstrategie haben das Potenzial bessere Rahmenbedingungen für die Unternehmen der Systemgastronomie zu schaffen, Bürokratie abzubauen und den Betrieben wieder mehr unternehmerische Freiräume zu eröffnen“, betont BdS-Hauptgeschäftsführer Markus Suchert.

Systemgastronomie als starker Wirtschaftsfaktor
Die Tourismusstrategie unterstreicht die zentrale Rolle der Tourismusbranche für die gesamtwirtschaftliche Leistung in Deutschland. Die Systemgastronomie ist dabei ein fester Bestandteil der touristischen Wertschöpfung in Deutschland. Die Mitgliedsunternehmen des BdS planen in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als 3 Milliarden Euro in den Standort Deutschland und über 600 neue systemgastronomische Restaurants, durch die wiederum mehr als 26.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Schon heute bieten allein die Mitgliedsunternehmen des BdS rund 120.000 Mitarbeitenden sowie über 2.000 Auszubildenden einen Arbeitsplatz. Als Branche der Chancen eröffnet die Systemgastronomie Menschen unabhängig von individuellen Voraussetzungen vielfältige Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Getragen wird die Branche von engagierten Franchisenehmerinnen und Franchisenehmern, die häufig tief in ihren Regionen verwurzelt sind. Sie übernehmen unternehmerische Verantwortung, schaffen Arbeitsplätze und stärken durch lokale Wertschöpfung, verlässliche Qualitätskonzepte und eine hohe Innovationskraft die Attraktivität von Städten und Kommunen.

Bürokratieabbau und flexible Arbeitszeiten als Schlüssel
Aus Sicht des BdS ist es besonders positiv, dass die Tourismusstrategie den Abbau unnötiger Vorschriften und Berichtspflichten sowie praxisnahe Verfahren in den Fokus nimmt. Die überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe der Systemgastronomie sind in vielen Bereichen mit hohen bürokratischen Anforderungen konfrontiert. Effiziente und möglichst digitale Prozesse sind daher eine zentrale Voraussetzung, um wirtschaftlich arbeiten, investieren und Arbeitsplätze sichern zu können.

Zugleich greift die Strategie mit der angekündigten Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen ein zentrales Anliegen der Branche auf. Moderne Arbeitszeitmodelle werden sowohl den betrieblichen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Beschäftigten besser gerecht und stärken die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. „Die Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ermöglicht Beschäftigten und Betrieben eine individuelle und flexible Einteilung der Arbeitszeit. Das schafft mehr Selbstbestimmung für die Beschäftigten und stärkt moderne Arbeitsplätze“, so Suchert.

Fachkräfte sichern: Ausbildung stärken und Zuwanderung erleichtern
Die neue Nationale Tourismusstrategie enthält zudem wichtige Ansatzpunkte zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der beschäftigungsintensiven Systemgastronomie. Der BdS begrüßt die Stärkung der dualen Ausbildung sowie den Ausbau modularer Weiterbildungsangebote, die Betrieben zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten eröffnen.

Ebenso relevant sind die geplanten Maßnahmen zur Beschleunigung und Vereinfachung der Fachkräfteeinwanderung wie die „Work-and-Stay-Agentur“. Digitalisierte, zentralisierte Verfahren und zügigere Anerkennungsprozesse tragen dazu bei, qualifizierte Fachkräfte schneller in Beschäftigung zu bringen. Die bestehenden bürokratischen Hürden - wie häufig von Kommune zu Kommune unterschiedliche Anforderungen - sowie die Vielzahl beteiligter Stellen bei der Beantragung von Aufenthaltstiteln und Arbeitsgenehmigungen müssen weiter abgebaut werden.

Umsetzung entscheidet über Wirkung
Entscheidend wird sein, dass die angekündigten Maßnahmen zügig, praxisnah und verlässlich umgesetzt werden. „Jetzt kommt es darauf an, dass den richtigen Zielen auch konkrete Schritte folgen. Die Systemgastronomie ist bereit, ihren Beitrag zu leisten – als innovativer, beschäftigungsstarker und verlässlicher Partner im Tourismus“, betont Suchert.

Reisemobil- und Camping-Tourismus in Zeiten der Algorithmen
Ist-Zustand und Perspektiven des Wirtschaftsfaktors: Bei einer von Niederrhein Tourismus organisierten Fachtagung stellten Experten die Chancen und Herausforderung in den Mittelpunkt.

„Wandern, radeln, einkaufen, bummeln und Sightseeing – das machen Reisemobilisten besonders gern.“ Diese Aussage von Thomas Nitsch vom Caravaning Industrie Verband e. V. macht einmal mehr deutlich, warum der Niederrhein ein ideales Ziel für die besagte Touristengruppe ist. Jährlich sorgt sie für einen geschätzten Gesamtumsatz von 77,5 Millionen Euro in der Region, wie eine aktuelle Studie ermittelt hat. Auch deshalb lag es für die Niederrhein Tourismus GmbH (NT) und den Arbeitskreis „Reisemobil und Camping am Niederrhein“ nahe, eine Fachtagung rund um dieses Thema zu organisieren.

Ein Angebot, das viele Fachleute und Tourismuswirtschaft und Kommunen gerne annahmen. Unter der Überschrift „Mobilität, Natur, Lebensstil – Perspektiven des Reisemobils und Camping“ stellten Expertinnen und Experten im APXplore im LVR-Archäologischer Park Xanten sowohl die regionalen als auch die globalen Chancen und Herausforderungen dieses Wirtschaftsbereichs in den Mittelpunkt.

Auch wenn die Verkäufe der Freizeitfahrzeuge in 2025 mit -2,3 Prozent leicht rückläufig waren – bei einer Gesamtzahl von rund 1,8 Millionen zugelassenen „Freizeitfahrzeugen“ im vergangenen Jahr in Deutschland kann laut Referent Nitsch von einem kurzlebigen Trend weiterhin keine Rede sein. „Die Leute, die zu Corona-Zeiten ins Caravaning eingestiegen sind, bleiben dabei“, betonte er.

Das typische Klientel ist, so Nitsch, zwischen 50 und 70 Jahre alt, einkommensstark und sucht abseits des Massentourismus besondere Erlebnisse und Genüsse.
Hier kann der Niederrhein besonders punkten, wie Kathrin Peters von NT ausführte: „Die hiesigen Stärken liegen in der Natur, der Ruhe und Regionalität. Flache und ansprechende Landschaften sind hoch attraktiv für den Rad- und Wandertourismus, der wiederum eng mit dem Reisemobil- und Camping-Tourismus verknüpft ist.“

Ein dichtes Netz an Reisemobil- und Campingplätzen sorge für eine gute Infrastruktur und schaffe ein hohes Maß an gewünschter Flexibilität: „Heute mit dem Reisemobil im Kreis Kleve übernachten, morgen im Kreis Heinsberg und übermorgen im Kreis Viersen? Das ist problemlos möglich“, so Peters exemplarisch.

Größere Herausforderungen gibt es – wie in praktisch allen Branchen – im Bereich der Digitalisierung. „Camper werden in Zukunft hauptsächlich online in Echtzeit buchen. Die Zeiten von E-Mails, Anrufen oder handschriftlichen Anfragen an der Rezeption gehen zu Ende“, sagte Referent Prof. Dr. Frank Schaal, Geschäftsführer beim Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. „Der Fokus liegt auf der mobilen Verfügbarkeit, da immer mehr Camper ihre Reise spontan oder ,on the road’“ planen.“ Seine zugespitzt formulierte These: Die entscheidende Frage für Campingplätze laute nicht mehr: „Wie gewinnen wir das Herz des Kunden?“ Vielmehr müsse es vor allem darum gehen, „das Vertrauen der Algorithmen zu gewinnen, die den Kunden beraten“. Zustimmung kam von NT-Geschäftsführerin Martina Baumgärtner, die in diesem Zusammenhang auch auf die verschiedenen Digitalisierungsprojekte in der Region verwies, darunter den Niederrhein Hub für die Eingabe touristischer Daten, das NiederrheinRad und die NiederrheinCard, die sich beide per App nutzen lassen.

Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel, zog am Ende der erfolgreichen Veranstaltung dieses Fazit: „In der Region wurde schon viel geleistet und wir sind entsprechend gut aufgestellt. Nun geht es darum, das große Potenzial noch weiter auszuschöpfen.“

Freuten sich über die gelungene Tagung in Xanten: (v.l.) Moderator Prof. Dr. Thomas Merz, Prof. Dr. Frank Schaal (Geschäftsführer, Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V), Martina Baumgärtner (Geschäftsführerin von Niederrhein Tourismus), Leo Ingenlath (vom Campingplatz Kerstgenshof in Sonsbeck sowie Vertreter des BVCD NRW e.V.), Kathrin Peters (Niederrhein Tourismus), Thomas Nitsch (Caravaning Industrie Verband e. V.), Rafael Zur (Bürgermeister der Stadt Xanten) und Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel. Foto: NT



28 % der Teilzeitbeschäftigten arbeiten auf eigenen Wunsch reduziert
• Darüber hinaus ist die Betreuung von Angehörigen bei Frauen wichtiges Motiv für Teilzeitarbeit, bei Männern die Aus- und Weiterbildung
• Wer wegen Betreuungspflichten seine Arbeitszeit reduziert, tut dies mehrheitlich auf eigenen Wunsch

Die Gründe für eine Teilzeittätigkeit sind vielfältig und können bei Frauen und Männern unterschiedlich stark zum Tragen kommen. Am häufigsten gaben Teilzeitbeschäftigte im Jahr 2024 den eigenen Wunsch nach Teilzeit als Grund für die Reduzierung der Arbeitsstunden an.

Das traf auf 27,9 % der insgesamt 13,1 Millionen Erwerbstätigen in Teilzeit zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Endergebnissen des Mikrozensus 2024 mitteilt. Teilzeitbeschäftigte Frauen (28,9 %) wollten demnach häufiger in Teilzeit arbeiten als teilzeitbeschäftigte Männer (24,9 %).



Ein weiterer wichtiger Grund für die Teilzeittätigkeit ist die Betreuung von Angehörigen. 23,5 % der Teilzeitbeschäftigten arbeiteten in reduziertem Umfang, um Kinder, Menschen mit Behinderungen oder pflegebedürftige Personen zu betreuen. Bei Frauen war dieser Anteil mit 28,8 % mehr als viermal so hoch wie bei Männern mit 6,8 %.

Eine Aus- oder Fortbildung oder ein Studium waren für 11,6 % ein Teilzeitgrund. Teilzeitbeschäftigte Männer gaben dieses Motiv mit einem Anteil von 21,5 % deutlich häufiger an als Frauen (8,4 %). Ein weiterer Grund für das Arbeiten in Teilzeit waren die eigene Krankheit oder Behinderung (4,9 %).

Weitere 4,8 % der Teilzeitbeschäftigten würden gern in Vollzeit arbeiten, konnten jedoch keine passende Stelle dazu finden. Die restlichen 27,4 % hatten andere familiäre, persönliche oder sonstige Gründe für ihre Teilzeitbeschäftigung.

Insgesamt arbeiteten im Jahr 2024 in Deutschland 30,6 % aller Erwerbstätigen in Teilzeit. Bei Frauen war die Teilzeitquote mit 49,5 % deutlich höher als bei Männern (13,9 %).

Verfügbarkeit von Betreuungsangeboten spielt untergeordnete Rolle bei Entscheidung, Angehörige selbst zu betreuen
Wer wegen der Betreuung von Angehörigen wie Kindern oder Pflegebedürftigen in Teilzeit arbeitet, gab überwiegend an, das auf eigenen Wunsch zu tun. Knapp zwei Drittel (65,3 %) derer, die wegen Betreuung in Teilzeit arbeiteten, wollten diese Betreuung selbst übernehmen.

Die Verfügbarkeit oder die Kosten von Betreuungsangeboten spielten bei der Entscheidung eine vergleichsweise untergeordnete Rolle: Für 11,1 % der Beschäftigten, die wegen der Betreuung von Angehörigen in Teilzeit arbeiteten, stand zu den benötigten Tageszeiten kein geeignetes Betreuungsangebot zur Verfügung. 5,2 % konnten das Betreuungsangebot nicht bezahlen, weitere 3,1 % fanden in der Nähe kein passendes Angebot. Für 15,4 % waren andere Gründe ausschlaggebend.