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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

42. KW: Montag, 12. - Sonntag, 18. Oktober 2026

Stadt Kleve stärkt Bevölkerungsschutz mit 25 Sirenenanlagen
Eine kürzlich modernisierte Sirenenanlage auf einem öffentlichen Gebäude in Kleve. Die Stadt Kleve stärkt den Bevölkerungsschutz und investiert weiter in die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt werden im Stadtgebiet 25 Sirenenanlagen neu errichtet oder modernisiert.

Mit dem Ausbau der Warninfrastruktur verbessert die Stadt die Möglichkeiten, die Bevölkerung im Falle einer Gefahrenlage schnell und zuverlässig zu warnen. Ein wichtiger Teil der Arbeiten ist bereits sichtbar: 13 der insgesamt 25 Sirenen werden auf eigens dafür vorgesehenen Masten installiert. Die erforderlichen Fundamente wurden bereits hergestellt und die Sirenenmasten für die Montage der Sirenenhörner vorbereitet.

In der kommenden Woche sollen die Sirenenhörner montiert und die 13 mastmontierten Anlagen damit baulich fertiggestellt werden. Die übrigen Sirenen wurden bereits im Juli dieses Jahres an Wänden und auf Dächern von öffentlichen Gebäuden installiert. Diese Arbeiten waren im Stadtbild weniger auffällig, da an diesen Standorten oftmals lediglich alte E57-Sirenen durch moderne Technik inklusive Sirenenhörner ersetzt wurden.

Mit der Kombination aus neuen Sirenenstandorten und der Modernisierung bestehender Anlagen wird die Warninfrastruktur im Klever Stadtgebiet weiter ausgebaut und auf einen zeitgemäßen technischen Stand gebracht. Die neuen Sirenen kommen ausschließlich bei größeren Gefahrenlagen zur Warnung der Bevölkerung sowie im Rahmen der offiziellen Warntage zum Einsatz.

Regelmäßige Sirenenproben, wie sie früher samstags durchgeführt wurden, sind nicht vorgesehen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass im Alltag keine wiederkehrenden Sirenentests zu erwarten sind. Sirenen sind auch im Zeitalter von Smartphones und Warn-Apps ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes.

Ihre besondere Stärke liegt in ihrem sogenannten Weckeffekt: Durch das weithin hörbare Sirenensignal können Menschen unmittelbar auf eine mögliche Gefahr aufmerksam gemacht werden – auch nachts und dann, wenn etwa das Mobiltelefon gerade nicht genutzt wird. Die neuen Sirenen sind dabei nicht als Ersatz für digitale Warnmöglichkeiten gedacht. Vielmehr ergänzen sich die unterschiedlichen Warnsysteme.

Neben Sirenen können Warnungen unter anderem über Cell Broadcast, die Warn-App NINA, Radio und Fernsehen sowie weitere Informationskanäle verbreitet werden. Dieser sogenannte Warnmittelmix erhöht die Wahrscheinlichkeit, möglichst viele Menschen im betroffenen Gebiet zu erreichen. Während die Sirene zunächst Aufmerksamkeit erzeugt, können über digitale Warnkanäle und Medien anschließend detaillierte Informationen zur jeweiligen Gefahrenlage und konkrete Verhaltensempfehlungen verbreitet werden.

Selbstschutz und Selbsthilfe von Bevölkerung und Betrieben
Eng mit dem Thema Bevölkerungsschutz verbunden ist der Selbstschutz und die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung und von Betrieben. Viele Informationen dazu haben wir auf unserer Themenseite unter https://www.kleve.de/selbstschutz zusammengestellt.

Erster Kindergarten-Cup in Flüren: Gemeinsam kicken und Spaß haben
Beim ersten Kindergarten-Cup in Flüren stehen am heutigen Freitag, 16. Oktober 2026, die Freude an Bewegung und das gemeinsame Spielen im Mittelpunkt. Der BSV Grün-Weiß Wesel-Flüren e. V. veranstaltet das Fußballturnier für die Kindergärten aus Flüren auf seiner Sportanlage an der Waldstraße.

Für die Stadt Wesel ist das Turnier ein schönes Beispiel dafür, wie Vereine das Zusammenleben im Stadtteil bereichern. Der Kindergarten-Cup bringt Kinder aus verschiedenen Einrichtungen zusammen und ermöglicht ihnen, spielerisch erste Erfahrungen im Vereinssport zu sammeln. Dabei geht es um mehr als Tore: Die Kinder erleben Teamgeist, nehmen Rücksicht aufeinander und lernen, gemeinsam Herausforderungen zu meistern.

Solche Angebote schaffen Begegnungen zwischen Kindern, Familien, Kindergärten und Vereinen. Sie stärken die Verbundenheit im Stadtteil und zeigen, welchen wichtigen Beitrag das Vereinsleben für Wesel leistet. Die Stadt begrüßt das Engagement des BSV Grün-Weiß Wesel-Flüren, bereits die Kleinsten für Bewegung und Gemeinschaft zu begeistern. Gespielt wird vier gegen vier mit einer Spielzeit von jeweils zehn Minuten. Zum Abschluss erhält jedes teilnehmende Kind eine Medaille als Erinnerung an den gemeinsamen Fußballtag.

Wesel: Neue Hasengruppe - Kita im Hessenviertel auf vier Gruppen erweitert
Die Kita im Hessenviertel hat ihre neuen Räume für die vierte Gruppe eröffnet. Neben den Eulen, Igeln und Eichhörnchen gehört nun auch die Hasengruppe zur Einrichtung. Insgesamt werden in den vier Gruppen 72 Kinder betreut. Träger der Kita ist der Sozialdienst katholischer Frauen. Die Erweiterung war bereits beim ursprünglichen Bau der Kita vorgesehen.

Der Anbau bietet zusätzlichen Platz zum Spielen, Lernen und Ausruhen. Zur Eröffnung hatten die Kinder ein eigenes Programm vorbereitet und zeigten den Gästen ihre Kita. Für den Bau der Kita einschließlich der jetzigen Erweiterung wurden insgesamt rund 3,85 Millionen Euro investiert. Auf die vierte Gruppe entfallen Baukosten von rund 860.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Erweiterung mit 594.000 Euro.

Bürgermeister Rainer Benien dankte dem Kita-Team für seine engagierte Arbeit und dem Sozialdienst katholischer Frauen für die verlässliche Zusammenarbeit. Sein Dank galt außerdem dem städtischen Gebäudeservice und allen Beteiligten, die den Anbau geplant und umgesetzt haben.

Mit der Erweiterung stärkt die Stadt das Betreuungsangebot im Hessenviertel. In den Weseler Kindertageseinrichtungen stehen inzwischen mehr als 2.200 Betreuungsplätze zur Verfügung. Die Stadt entwickelt dieses Angebot weiter, um den Bedürfnissen der Familien gerecht zu werden.

Gemeinsam frühstücken in Schepersfeld: Familien sind herzlich willkommen
Gemeinsam frühstücken, andere Familien kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen: Dazu laden die Frühen Hilfen in Wesel alle Eltern mit ihren Kindern aus Schepersfeld herzlich ein. Das Familienfrühstück findet am 21. und 28. Oktober sowie am 4. November 2026 statt. Familien sind jeweils von 9:30 bis 12:00 Uhr in der Tiergartenstraße 93 in Wesel willkommen.

Bei einem gemütlichen Frühstück können Eltern und Kinder gemeinsam Zeit verbringen und andere Familien aus dem Stadtteil kennenlernen. Die Mitarbeiterinnen der Frühen Hilfen möchten erfahren, was Familien in Schepersfeld brauchen, welche Angebote sie sich wünschen und wobei sie sich Unterstützung wünschen.

Auch für die Kinder gibt es Spielangebote. So können alle gemeinsam eine schöne Zeit verbringen. Einfach vorbeikommen: Eine Anmeldung ist nicht nötig. Alle Familien aus Schepersfeld sind herzlich eingeladen.

In Gedenken an Bruno Janßen
Bruno Janßen (01.02.1962 – 01.10.2026)
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In der Sitzung des Rates der Stadt Kleve am 14.10.2026 gedachte der Stadtrat des verstorbenen Stadtverordneten Bruno Janßen (1962-2026). Bürgermeister Markus Dahmen würdigte dessen langjähriges Engagement im Rat der Stadt Kleve zu Beginn der Sitzung mit den folgenden Worten:

"Heute muss ich die Ratssitzung leider mit einem sehr traurigen Tagesordnungspunkt eröffnen. Unser geschätztes Ratsmitglied Bruno Janßen ist am 1. Oktober nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Diesen Kampf konnte er leider nicht gewinnen.

Bruno war, wie er selbst erzählte, politisch ein Spätberufener. Erst 2018 trat er der Partei Bündnis 90 / Die Grünen bei und ließ sich direkt bei der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2020 in den Rat der Stadt Kleve wählen. Auch seine Wiederwahl bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr gelangt ihm auf Anhieb. Bildung, Barrierefreiheit und die lokale Verkehrswende waren seine Themen. Hierfür brannte er und hierfür setzte er sich mit seiner eigenen Beharrlichkeit ein.

Ein „Geht nicht!“ hat Bruno egal ob auf politischer Ebene oder auch im Privatleben nie akzeptiert, schließlich musste er leider schon früh lernen, sich von seiner Querschnittslähmung nicht von seinen Zielen und Träumen abhalten zu lassen. Wo immer es möglich war, setzte sich Bruno Janßen dafür ein, Kleve barrierefreier zu gestalten.

An vielen Stellen sind wir hier auch bereits vorangekommen und konnten Kleve immer wieder an die Ansprüche für Menschen mit einer Einschränkung anpassen und die Lebensqualität in unserer Stadt verbessern. Doch wie würde Bruno nun sagen: „Das ist zwar ein Anfang, aber wir sind hier noch lange nicht fertig!“ Und Recht hat er. Wir müssen auch weiterhin daran arbeiten, dass Kleve für alle Menschen, die hier wohnen -egal ob jung ob alt, ob mit Einschränkung oder ohne – sich wohl in unserer Stadt fühlen.

Ich habe Bruno Janssen als empathischen, herzlichen und vor allem auch optimistischen und positiv denkenden Menschen kennengelernt. Für seine konstruktive Unterstützung bei meinem Wahlkampf im vergangenen Jahr bin ich ihm auch persönlich zutiefst dankbar.

Als Lehrer für Biologie und Geographie am Konrad-Adenauer-Gymnasium – der Schule, an der er selbst Anfang der 80er Jahre sein Abitur ablegte – wurde er wegen seines Engagements, seiner Gradlinigkeit, seiner Offenheit und auch seiner Freundlichkeit von Lehrern und Schülern gleichermaßen geschätzt.

Auch hier wird er eine große Lücke hinterlassen – nicht nur als Lehrer, sondern auch bei der Percussion Gruppe Konga Quings oder bei der Eine-Welt AG Fairständnis, die Bruno am KAG vor über 25 Jahren gegründet und mit der er aktive Entwicklungshilfe in El Salvador geleistet hat.

Bruno hat sich dabei nie damit begnügt, über die Welt und ihre Probleme zu reden. Er wollte etwas bewegen. Er wollte anpacken, gestalten und vor allem andere Menschen dafür begeistern, dass Veränderung möglich ist. Dabei war ihm eines immer besonders wichtig: den Menschen im Blick zu behalten.

Vielleicht war genau das eine seiner größten Stärken. Bruno konnte sehr beharrlich sein, wenn es um seine Überzeugungen ging. Aber er konnte ebenso gut zuhören, andere Perspektiven aufnehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Er hat dabei nie den Menschen hinter einer anderen Meinung aus dem Blick verloren. Seine politische Arbeit war geprägt von Respekt, von Menschlichkeit und von dem festen Glauben daran, dass wir unsere Stadt gemeinsam gestalten können.

Und auch wenn wir heute vor allem über den Kommunalpolitiker, den Lehrer und den engagierten Bürger Bruno Janßen sprechen, dürfen wir nicht vergessen, dass er noch so viel mehr war: Lebensgefährte, Sohn, Bruder, Freund, Kollege und Wegbegleiter. Für viele Menschen war er jemand, auf den man sich verlassen konnte. Jemand, der zuhörte, der Mut machte und der mit seiner positiven Art auch in schwierigen Situationen Hoffnung geben konnte.
Umso schwerer fällt es, zu akzeptieren, dass Bruno nun nicht mehr bei uns ist.

Wir werden ihn hier im Rat vermissen. Seine Wortbeiträge, seine Hartnäckigkeit, seinen Humor und sicherlich auch so manches deutliche Wort, wenn er der Meinung war, dass wir bei einem Thema noch nicht weit genug waren. Wir werden aber auch den Menschen Bruno vermissen, der hinter all dem stand.
Sein Platz in diesem Rat wird heute leer bleiben. Aber das, wofür Bruno gearbeitet und wofür er sich eingesetzt hat, darf nie leer bleiben.

Wenn wir heute an ihn denken, dann sollten wir deshalb nicht nur an den Verlust denken, sondern auch an das, was er uns hinterlassen hat: seine Ideen, seine Haltung, seine Zuversicht und seinen unermüdlichen Einsatz für eine Stadt, in der alle Menschen ihren Platz haben.

Lieber Bruno,
wir hätten uns gewünscht, dass du uns bei unserer Arbeit für Kleve noch lange begleitest. Dass wir noch viele Diskussionen mit dir führen, noch viele deiner Ideen hören und vielleicht auch noch das eine oder andere Mal von dir daran erinnert werden, dass wir uns mit dem Erreichten nicht zufriedengeben dürfen.

Das wird nun nicht mehr möglich sein.
Aber wir werden dich in Erinnerung behalten – als engagierten Kommunalpolitiker, als Lehrer mit Leidenschaft, als Menschen mit Haltung und vor allem als herzlichen, lebensfrohen und optimistischen Menschen. Dein Wirken wird Spuren hinterlassen. In dieser Stadt, an deiner Schule, bei deinen Schülerinnen und Schülern, bei deinen politischen Weggefährten und bei all den Menschen, deren Leben du durch dein Engagement ein kleines Stück besser gemacht hast. Dafür sagen wir heute Danke.

Unser tiefes Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Lebensgefährtin – schön dass Sie heute Abend hier sind - seiner Familie, seinen Freunden und allen Menschen, die Bruno nahegestanden haben.

Wir wünschen Ihnen die Kraft, die Sie nun brauchen, und die Gewissheit, dass Bruno Janßen vielen Menschen etwas hinterlassen hat, das bleibt: Erinnerungen, Begegnungen, Ideen und vor allem das Beispiel eines Menschen, der sich von den Widrigkeiten des Lebens nicht davon abhalten ließ, an seine Ziele zu glauben und sich für andere einzusetzen. Wir werden Bruno vermissen.

Und wir werden ihn nicht vergessen.
Ich bitte Sie nun, sich zu Ehren von Bruno Janßen von Ihren Plätzen zu erheben und gemeinsam mit mir in einer Schweigeminute seiner zu gedenken."


Moers: Preisgericht hat Gewinner des Planungswettbewerbs ‚Weißes Haus‘ festgelegt
Das Preisgericht hat am Freitag, 9. Oktober, die ersten drei Plätze beim Planungswettbewerb ‚Weißes Haus‘ festgelegt. Dort soll die neue, klimaneutrale Spielstätte für das Schlosstheater Moers entstehen. (Foto: pst) 

Das Gebäude befindet sich am Schlossplatz und soll als Spielstätte für das Schlosstheater Moers umgenutzt werden. Die Sitzung des Preisgerichts hat am Freitag, 9. Oktober, im Kulturzentrum Rheinkamp stattgefunden. Das Preisgericht besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, Politik und des Schlosstheaters sowie Architekturexpertinnen und -experten. Insgesamt 17 Büros hatten Unterlage eingereicht.

Auf den ersten Platz hat das Gremium den Entwurf von huber staudt architekten (Berlin) gewählt. Platz 2 belegt pier7 architekten GmbH (Düsseldorf) und auf dem dritten Platz ist Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH (Stuttgart). Zudem haben Meurer Generalplaner GmbH (Frankfurt am Main) und Heimspielarchitekten PartGmbB (Münster) eine Anerkennung für ihre Arbeiten erhalten.

Ab Donnerstag, 5. November, werden die Entwürfe der fünf Büros im Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum öffentlich ausgestellt. Ab dann sind auch alle 17 Entwürfe auf der Internetseite der Stadt Moers www.moers.de zu sehen. Vergabe in mehreren Schritten Hintergrund für den Planungswettbewerb ist der geplante Umbau des Weißen Hauses mit Anbau als klimaneutrale Spielstätte für das Schlosstheater.

Als nächster Schritt im Verfahren starten die Verhandlungen mit dem erstplatzierten Büro. Danach kann die eigentliche Vergabe in mehreren Stufen erfolgen. Bund und Land haben für das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 32 Millionen Euro Fördermittel in Höhe von insgesamt 26 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Projektplanung hat das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Moers.

Herbstschulung der Standesbeamtinnen in Dinslaken
Am Mittwoch, den 14.10., richtete die Stadt Dinslaken die Herbstschulung des Fachverbandes der Standesbeamtinnen und Standesbeamten Nordrhein e. V. im Ratssaal aus. Insgesamt 38 Standesbeamt*innen aus dem Kreis Wesel kamen zusammen, um sich über aktuelle rechtliche Änderungen auszutauschen und praxisnahe Fälle aus ihrem Arbeitsalltag zu besprechen.

Nach einem Grußwort von Bürgermeister Simon Panke stand der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Die Schulung bot eine wertvolle Gelegenheit, Wissen zu vertiefen, Erfahrungen zu teilen und die Vernetzung unter den Standesbeamt*innen zu stärken.

Haushalt 2027: Stadt Wesel plant Maßnahmen für stabile Finanzen
Die Stadt Wesel möchte ihre Finanzen langfristig sichern. Dabei sollen Belastungen für Bürgerinnen und Bürger möglichst vermieden werden. Auch wichtige Investitionen in die Zukunft der Stadt sollen weiterhin möglich sein. Dazu gehören das Schulbauprogramm 2030+, neue Gebäude für die Feuerwehr, die Entwicklung von Flächen und der InnovationsCampus.

Die bisherigen Berechnungen für das Jahr 2027 zeigen: Die geplanten Einnahmen reichen nicht aus, um die Ausgaben zu decken. Deshalb erarbeitet die Stadt ein sogenanntes Haushaltssicherungskonzept. Dieser Plan soll zeigen, wie die Stadt ihre Finanzen dauerhaft verbessern kann. Warum ist die finanzielle Lage schwierig?

Viele Städte und Gemeinden stehen vor ähnlichen Problemen. Sie müssen zahlreiche Aufgaben erfüllen. Aus Sicht der Verwaltung reicht das Geld, das sie dafür erhalten, schon länger nicht mehr aus. Darauf weist auch der Städte- und Gemeindebund NRW hin: Bund und Land haben den Kommunen immer mehr finanzielle Lasten übertragen.

Die Finanzierung ist jedoch nicht entsprechend gestiegen. Die Stadt Wesel wird deshalb eigene Maßnahmen prüfen. Damit die Finanzen dauerhaft gesichert werden können, braucht sie aber auch verlässliche Unterstützung von Bund und Land. Wie geht es weiter? Die Verwaltung erarbeitet zunächst das Haushaltssicherungskonzept.

Ein Haushaltsentwurf wird deshalb vorerst noch nicht vorgelegt. Für das Konzept prüft die Verwaltung alle Einnahmen und Ausgaben. Sie entwickelt Vorschläge, wie die Stadt ihre finanzielle Lage dauerhaft verbessern kann. Dabei soll verständlich erklärt werden, wie viel Geld die Maßnahmen bringen und welche Folgen sie für die Aufgaben und Angebote der Stadt haben.

Der Rat der Stadt wird in diesen Prozess einbezogen. Er berät die Vorschläge und entscheidet über das Konzept und die geplanten Maßnahmen. Anschließend prüft der Kreis Wesel das Konzept und entscheidet über die Genehmigung. Was sich für die Bürgerinnen und Bürger konkret ändern wird, steht noch nicht fest. Ziel ist es, das vorhandene Geld gezielt einzusetzen und wichtige Investitionen in die Zukunft weiterhin zu ermöglichen.



Baugenehmigungen für Wohnungen im August 2026: +6,8 % zum  zum Vorjahresmonat
Baugenehmigungen im Neubau von Januar bis August 2026 zum Vorjahreszeitraum:
+12,7 % bei Wohnungen in Wohngebäuden insgesamt
+7,8 % bei Einfamilienhäusern
+21,7 % bei Zweifamilienhäusern
+14,5 % bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern

Im August 2026 wurde in Deutschland der Bau von 20 600 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 6,8 % oder 1 300 Baugenehmigungen mehr als im August 2025. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 4,2 % oder 700 auf 16 500.

Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,2 % oder 600 auf 4 200. Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass Baugenehmigungen häufig nicht in den Berichtsmonat ihrer Erteilung, sondern durch Nachmeldungen der Baubehörden erst später in die Statistik einfließen.



Januar bis August 2026: Aufwärtstrend bei neuen Wohngebäuden hält an Von Januar bis August 2026 wurden in Deutschland Baugenehmigungen für 169 400 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden erteilt. Das waren 12,1 % oder 18 300 Wohnungen mehr als von Januar bis August 2025.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis August 2026 insgesamt 137 500 Wohnungen genehmigt, das waren 12,7 % oder 15 400 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 7,8 % (+2 300) auf 31 500. Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 21,7 % (+1 800) auf 10 000 zu.

In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 90 600 Neubauwohnungen. Das war ein Anstieg um 14,5 % (+11 500) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen sank dagegen um 2,0 % auf 5 300 Wohnungen (-100).

In neuen Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis August 2026 insgesamt 2 900 Wohnungen (+5,9 %; +200) genehmigt. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen. Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis August 2026 insgesamt 29 100 Wohnungen genehmigt, das waren 10,1 % oder 2 700 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.

Neubau einer KiTa: Mehr Platz für Kinder in Wesel
Mit dem ersten Spatenstich startet der Bau einer neuen Kita auf der ehemaligen Trainingswiese des Lippestadions. Die bisherige Kita "Wunderland am Hansaring" zieht später in das neue Gebäude. Dort wird es sechs statt bisher vier Gruppen geben. So entstehen zusätzliche Betreuungsplätze.

Bürgermeister Rainer Benien beim Spatenstich mit den Kindern der KiTa

Träger der Kita ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Das neue Haus bietet auf zwei Etagen viel Platz zum Spielen und Lernen. Geplant sind unter anderem Gruppenräume, ein großer Raum für gemeinsame Aktivitäten und eine Küche mit Essbereich. Draußen können die Kinder auf rund 3.000 Quadratmetern spielen, toben und die Natur entdecken.

Eine Wärmepumpe wird das Gebäude heizen. Eine Solaranlage auf dem Dach erzeugt Strom. So soll die neue Kita möglichst wenig Energie verbrauchen. Beim ersten Spatenstich machten auch die Kinder mit. Gemeinsam mit den Beteiligten feiern sie den Baustart ihrer neuen Kita.

Kreis Wesel: World Restart A Heart Day: Deine beiden Hände können ein Leben retten
Um ein Leben zu retten, braucht es nur zwei Hände: Anlässlich des World Restart A Heart Day am Freitag, 16. Oktober 2026, macht der Kreis Wesel auf die Wichtigkeit von Ersthelfern aufmerksam und weist auf sein Defibrillator-Kataster hin. Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann jederzeit und an jedem Ort passieren.

Dann zählt jede Minute, und wenn umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, erhöht sich die Überlebenschance der Betroffenen um das Dreifache. Die Herzdruckmassage muss in der Frequenz von 100-120 Schlägen pro Minute ausgeführt werden, was dem Rhythmus des Bee Gees Klassikers „Stayin‘ Alive“ oder auch „Pokerface“ von Lady Gaga entspricht. 

Zur Unterstützung der Wiederbelebungsmaßnahmen kann ein Defibrillator, ein sogenannter Automatischer externer Defibrillator (AED), verwendet werden. Diese finden sich häufig in öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern, Banken etc. Durch Stromabgabe erhöht der Einsatz eines AEDs die Überlebenschancen. Um einen Überblick zu erhalten, in welchen öffentlichen Gebäuden sich AEDs befinden, hat der Kreis Wesel ein AED-Kataster erstellt.

Aktuell sind dort 71 Geräte registriert.  Dr. Frank Höpken, ärztlicher Leiter Rettungsdienst: „Vor der Benutzung eines AED muss man keine Angst haben. Sobald man das Gerät anschaltet, spricht es mit dem Ersthelfenden und führt sie oder ihn durch den Prozess. Je besser unsere Übersicht über die AED im Kreisgebiet ist, desto enger können wir die Standorte mit den Corhelper-Einsätzen verbinden.

Die Corhelper-App schickt dann einen weiteren Ersthelfenden los, um einen AED zu holen und bei der Reanimation zu unterstützen.“ Dr. Ralf Dittmer, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst: „Egal, ob ein AED verfügbar ist oder nicht, ganz wichtig ist: Man kann nichts falsch machen, außer man tut nichts. Im Notfall gilt der Dreiklang ‚Prüfen, Rufen, Drücken‘: Zuerst prüfen, ob die Person ansprechbar ist.

Falls nicht, sofort die Notrufnummer 112 anrufen und dann mit der Herzdruckmassage beginnen und nicht aufhören, bis der Rettungsdienst eintrifft.“ Einrichtungen, die einen AED zur Verfügung stellen, können sich über das Formular unter www.kreis-wesel.de/corhelper beim Kreis Wesel melden. Der Standort wird dann zur Karte hinzugefügt.

Im Oktober noch Kinder für die Kita in Kleve anmelden
Erziehungsberechtigte in Kleve sind noch bis Ende Oktober 2026 dazu aufgerufen, Betreuungsbedarfe für die Zeit ab August 2027 anzugeben. Bislang liegen der Stadt Kleve Bedarfsanzeigen für 358 Kinder vor, die ab August 2027 einen Betreuungsplatz benötigen.

Da noch nicht alle Eltern ihren Bedarf gemeldet haben, ist diese Zahl vorläufig. Das Jugendamt ruft daher dazu auf, Kinder zeitnah über KITA-ONLINE anzumelden. Über KITA-ONLINE können Eltern ihren Betreuungsbedarf und den gewünschten Betreuungsumfang für das kommende Kita-Jahr angeben.

Das Jugendamt der Stadt Kleve bittet alle Eltern, die ihr Kind noch nicht für eine Betreuung ab dem 1. August 2027 angemeldet haben, darum, zeitnah eine Bedarfsanzeige über das digitale Portal einzureichen. Erstmals können Eltern Betreuungsumfänge auch von 30 oder 40 Stunden pro Woche wählen. Diese zusätzliche Möglichkeit ergibt sich aus dem neuen Kinderbildungsgesetz und soll dazu beitragen, die Betreuungszeiten passgenauer an den individuellen Bedarf der Familien anzupassen.

Eine aktuelle Elternbefragung hat gezeigt, dass ein Großteil der Eltern mit den derzeit vereinbarten Betreuungszeiten voll zufrieden ist. Dennoch stoßen die neuen Möglichkeiten auf Interesse: Bereits acht Prozent der Eltern haben für das kommende Kita-Jahr einen der beiden neuen Betreuungsumfänge angegeben. Das Portal ist über die Internetseite der Stadt Kleve unter www.kleve.de/kita erreichbar.

Eltern können dort bis zu drei Wunsch-Kindertageseinrichtungen angeben. Eltern, die keine Möglichkeit haben, die Anmeldung online vorzunehmen, erhalten Unterstützung durch die Leitung der gewünschten Kindertageseinrichtung bei der Erfassung ihrer Daten. Wer sein Kind bereits angemeldet hat, wird gebeten, die Angaben im Login-Bereich von KITA-ONLINE auf Aktualität zu überprüfen.

Dort können Eltern auch den aktuellen Bearbeitungsstand ihrer Bedarfsanzeige einsehen. Die digitale Bedarfsanzeige ersetzt nicht den persönlichen Kontakt zur favorisierten Kindertageseinrichtung. Eltern sollten sich daher zusätzlich mit der Einrichtung in Verbindung setzen, beispielsweise um einen Termin für ein Anmeldegespräch zu vereinbaren. Die bisher eingegangenen Bedarfsmeldungen bilden die Grundlage für die weitere Betreuungsplanung.

Da noch weitere Bedarfsanzeigen eingehen können, ist die aktuelle Zahl von 358 Kindern nicht mit dem endgültigen Betreuungsbedarf für das Kita-Jahr 2027/2028 gleichzusetzen. Die Betreuungsplanung wird zwischen den Trägern der Kindertageseinrichtungen und dem Jugendamt der Stadt Kleve abgestimmt. 

Mit verbindlichen Zu- oder Absagen durch die Kindertageseinrichtungen ist voraussichtlich ab Mitte März 2027 zu rechnen. Eine eingereichte Bedarfsanzeige stellt noch keine Zusage für einen Betreuungsplatz dar.

Moers: Kita-Platz für August 2027 - Anmeldefrist endet am 30. November
Wer für das Kindergartenjahr ab dem 1. August 2027 einen Betreuungsplatz in Moers benötigt, muss die Anmeldung bis Montag, 30. November 2026, über das Kita-Online einreichen. Dort können Eltern bis zu drei Wunscheinrichtungen auswählen. Voraussetzung ist, dass die gewünschten Kitas zuvor persönlich besichtigt wurden. Diese Besuche sind verpflichtend.

Die Vergabe der Betreuungsplätze richtet sich ausschließlich nach den Angaben im Online-Portal. Auch bereits vorhandene Vormerkungen müssen bis zum Stichtag bearbeitet werden.  Für Kinder, die bisher im U3-Bereich (unter drei Jahre) angemeldet waren, zum neuen Kindergartenjahr aber drei Jahre oder älter sind, müssen der bestehende Eintrag aktualisiert und das gewünschte Kindergartenjahr eingetragen werden.

Kita-Online informiert zudem über die einzelnen Kindertageseinrichtungen, ihre pädagogischen Konzepte und Betreuungszeiten. Bei Fragen oder Schwierigkeiten mit dem Online-Formular unterstützen die Mitarbeitenden der Stadt Moers. Kita-Online erreicht man über Stadt Moers Kindertagesbetreuung.
Kontakt bei Fragen zur Anmeldung: Iris Alexandra Arndt, Telefon 0 28 41 / 201-353, und Niklas Göntgen, Telefon 0 28 41 / 201-761.

Ausgezeichnete Mobilität: Mobilstation Kleve gewinnt im Bundeswettbewerb
Kleves Radverkehrsbeauftragte Pascale van Koeverden (r.) nahm die Auszeichnung am 14. Oktober 2026 in Bonn entgegen. Foto: BBSR/Czybik & Schmid Media/ Guido Schiefer

Mit dem Fahrrad zum Bahnhof, das Rad sicher abstellen und bequem in Bus oder Bahn umsteigen: Die Mobilstation am Bahnhof Kleve macht den Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln einfacher.

Sie verknüpft Radverkehr, Bus und Bahn mit Carsharing, Taxen, Park-and-Ride und weiteren Angeboten. Dafür wurde das Projekt „Mobilstation Kleve“ nun im Bundeswettbewerb „Anschlüsse gestalten. Mobil in ländlichen Räumen“ ausgezeichnet. Kernstück der Mobilstation ist die Radstation hinter dem Klever Bahnhof mit ihren 100 sicheren, witterungsgeschützten und videoüberwachten Fahrradstellplätzen.

Ergänzt wird das Angebot durch digitale Buchungsmöglichkeiten, einen Reparaturservice, Schließfächer mit Fahrradakku-Ladefunktion und kostenlos ausleihbare Spezialräder. Betrieben wird die Radstation vom Berufsbildungszentrum Kreis Kleve e. V. (BBZ). Umschülerinnen und Umschüler bieten im Fahrradgeschäft „Drehmoment“ unter fachlicher Anleitung professionellen Service rund ums Fahrrad an.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) würdigen mit dem Wettbewerb insgesamt 20 Projekte, die zeigen, wie Bahnhöfe in ländlichen Räumen besser mit Bussen, On-Demand-Angeboten, Fuß- und Radverkehr sowie weiteren Mobilitätsangeboten verknüpft werden können.

Ziel sind verlässliche Reiseketten, die auch ohne eigenes Auto im Alltag funktionieren. Das Projekt erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro. Bürgermeister Markus Dahmen erläutert: „Mit der Mobilstation schaffen wir einen Bahnhof, an dem verschiedene Wege selbstverständlich zusammenpassen. Wer mit dem Fahrrad zum Zug fährt, soll sein Rad sicher abstellen und unkompliziert weiterreisen können. Mit dem kostenlosen Verleih von Lastenrädern und einem Rollstuhl-E-Lastenrad erweitern wir zudem die Möglichkeiten für eine flexible und möglichst barrierearme Mobilität.“

Die Umsetzung wurde durch die Zusammenarbeit der Stadt Kleve mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der NIAG und weiteren Partnern ermöglicht. Der VRR unterstützte das Projekt finanziell und fachlich. Die Radstation wurde mit Eigenmitteln der Stadt Kleve sowie über Förderprogramme des VRR, des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen (FöRiNah bzw. Stadt & Land Förderung) finanziert.  Alle ausgezeichneten Projekte werden auf Mobilikon, dem Online-Nachschlagewerk des BBSR für kommunale Mobilität, vorgestellt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Projekten: www.mobilikon.de. Weiterführende Informationen Weitere Informationen zur Mobilstation gibt es in unserem Artikel Erste Mobilstation im Stadtgebiet: Knotenpunkt für Mobilitätsangebote am Klever Bahnhof. Zur Radstation informieren wir genauer im Artikel Alles rund um's Fahrrad: Radstation am Klever Bahnhof eröffnet!

Stadt Kleve nimmt am Projekt „Nachhaltige Kommune NRW“ teil
Kommunen in ganz Deutschland stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Sie müssen sich dem Klimawandel anpassen, sozialen Zusammenhalt stärken, Digitalisierung und Mobilität nachhaltig gestalten, mit knappen Kassen arbeiten und vieles mehr. Um für diese Aufgaben zukunftsfähige Lösungen zu finden, benötigen sie wirksame Steuerungsansätze.

Die Stadt Kleve nimmt sich dieser Herausforderung an und gestaltet ihr Nachhaltigkeitsmanagement im Rahmen des Projekts „Nachhaltige Kommune NRW“. Dafür hat sich die Stadt Kleve in einem kompetitiven Bewerberfeld durchgesetzt und einen der limitierten Projektplätze erhalten.

Im Projekt wird die Stadt Kleve einen Nachhaltigkeitshaushalt entwickeln. Dafür werden die Kämmerei und alle Fachbereiche der Verwaltung zusammenarbeiten, um die bestehenden Nachhaltigkeitsziele der Stadt Kleve mit dem Gesamthaushalt zu verknüpfen. So wird perspektivisch die Verteilung von Finanzmitteln an bestehenden Zielen für eine zukunftsfähige Entwicklung ausgerichtet. Ein innovatives Vorgehen mit deutschlandweitem Vorbildcharakter!

Ein starkes und integriertes Nachhaltigkeitsmanagement kann für die Stadt Kleve auf mehreren Ebenen wirken: Es erhöht die Transparenz über Ziele, Maßnahmen und Wirkungen, unterstützt eine ressourceneffiziente Priorisierung von Vorhaben und verbessert die Grundlage für politische Entscheidungen. Gleichzeitig stärkt es die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung und trägt dazu bei, Fördermittel, Investitionen und kommunale Ressourcen zielgerichtet für die langfristige Entwicklung der Kommune einzusetzen.

Begleitet wird die Stadt Kleve dabei durch die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW), die dank langjähriger Erfahrung eine kompetente Begleiterin für Aufbau und Weiterentwicklung kommunaler Nachhaltigkeitsmanagementsysteme ist. Die Teilnahme an „Nachhaltige Kommune NRW“ ist dank Förderung durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen kostenfrei.

Landesgartenschau Kleve 2029: Ideen jetzt noch bis zum 31. Oktober einbringen
Bis zum 31. Oktober 2026 können noch Ideen zur Gestaltung des Laga-Geländes eingereicht werden. Pressemitteilung der Landesgartenschau Kleve 2029 gGmbH Die Beteiligung der Bürger:innen begleitet die Landesgartenschau Kleve 2029 bereits seit der Bewerbungsphase. Nun sind erneut konkrete Ideen für die Veranstaltungsfläche im Gartenschau-Jahr gefragt.

Die Online-Aktion über die Plattform Beteiligung NRW wurde bis zum 31. Oktober 2026 verlängert. Bislang haben sich dort rund 20 Bürger beteiligt. Das Laga-Team freut sich daher über weitere Vorschläge und Anregungen, mit denen die Bürger:innen die Landesgartenschau aktiv mitgestalten können.

„Zwar erreichen uns viele Vorschläge auch über andere Kanäle wie unsere Website, Social Media und natürlich auch über den Förderverein, wir möchten jedoch sicherstellen, dass möglichst viele Menschen von der Möglichkeit erfahren und mitmachen!“ sagt Marijke Noy, verantwortlich für den Bereich Marketing und Kommunikation bei der Durchführungsgesellschaft der Gartenschau.

Während die Planungen für die dauerhaften Parkanlagen bereits weit fortgeschritten sind, geht es nun um die Gestaltung des Geländes im Gartenschau-Jahr 2029. Welche Angebote sollen die Veranstaltungsfläche bereichern? Welche Wünsche haben zukünftige Besucher und welche Vereine oder Initiativen möchten sich präsentieren? Jetzt mitmachen und eigene Ideen einbringen! Die Beteiligungsplattform ist noch bis zum 31. Oktober unter https://beteiligung.nrw.de/k/1031558 erreichbar.


Neue Band 50+ der Moerser Musikschule sucht Mitglieder

Die Moerser Musikschule (Filder Straße 126) stellt eine neue Band 50+ zusammen. Das Angebot für Menschen ab 50 Jahren bietet eine Kombination aus Band- und Einzelunterricht. Eine 90-minütige Bandprobe findet jeweils montags um 19 Uhr unter der Leitung von Dozent Alexander Welter alle 14 Tage im Wechsel mit persönlichem Einzelunterricht statt.

Wieder-Einsteigerinnen und -Einsteiger können ihre Fähigkeiten weiter ausbauen, Neulinge werden in die Lage versetzt, schnell in einer Gruppe zu spielen. Das Repertoire richtet sich nach den Fähigkeiten und Wünschen der Teilnehmenden. Vorkenntnisse dürfen vorhanden sein, sind aber nicht Voraussetzung.

Die Zusammenstellung der Band erfolgt nach Auswertung der Anmeldungen. Weitere Informationen und Anmeldeformulare sind erhältlich im Sekretariat der Moerser Musikschule telefonisch unter 0 28 41 / 13 33 oder online auf der Homepage der Moerser Musikschule.

Niederrhein: Wirtschaft legt zu - IHK: Aufschwung braucht Reformen
Die deutsche Wirtschaft wächst nach langer Zeit wieder. Das zeigt sich auch am Niederrhein. Mehr Aufträge und staatliche Investitionen verbessern die Stimmung. Der Konjunkturklimaindex der Niederrheinischen IHK steigt auf 97 Punkte: der höchste Wert seit drei Jahren.

„Die Wirtschaft zeigt sich zuversichtlich, bleibt aber vorsichtig“, sagt Werner Schaurte-Küppers, Präsident der Niederrheinischen IHK. „Unsere Industrie profitiert von einer steigenden Nachfrage aus dem Ausland. Die zusätzlichen Ausgaben für Sicherheit, Verteidigung und Infrastruktur sorgen für einen Schub auch bei uns. Dass unsere Wirtschaft insgesamt zulegt, zeigt: Unser Mittelstand und große Unternehmen sind stark – trotz heftigem Gegenwind.“

„Ohne Reformen kein weiterer Aufschwung“
Der Druck auf die Wirtschaft bleibt bestehen. „Die lange Trockenheit und das Niedrigwasser haben unsere Unternehmen Millionen gekostet. Besonders die ohnehin gebeutelte Stahl- und Chemieindustrie leidet stark darunter. Auch die hohen Energiepreise bleiben ein Problem. Viele Betriebe investieren weiter sehr vorsichtig. Sie prüfen, ob sich neue Projekte am Standort rechnen“, betont Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.


Grafik: Niederrheinische IHK/Weissheiten Design.

Drei von vier Betrieben sehen die hohen Energie- und Rohstoffpreise als Geschäftsrisiko. Fast 70 Prozent nennen als weiteres Risiko die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. „Die Konjunkturdaten machen Mut, ersetzen aber keine Reformen. Der Druck, Bürokratie abzubauen und Investitionen anzukurbeln, bleibt hoch. Berlin muss liefern, damit unsere Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben und der Standort attraktiv bleibt. Ohne Reformen stoppt der Aufschwung, bevor er richtig Fahrt aufgenommen hat“, so Werner Schaurte-Küppers.

Hintergrund zum Konjunkturbericht
Der Konjunkturklimaindex fasst die Geschäftslage und die -erwartungen zusammen. Das langjährige Mittel liegt bei 103 Punkten. An der Umfrage haben sich 201 Unternehmen mit 34.000 Beschäftigten beteiligt.

Handwerkerbonus im Bundesrat - Verband Wohneigentum: Bonus erhalten und Sanieren bezahlbar gestalten
Am morgigen Freitag befasst sich der Bundesrat mit dem Einkommensteuerreformgesetz 2027. Darin steckt auch die Kürzung des Steuerbonus für Handwerkerleistungen. Der Wirtschaftsausschuss der Länderkammer rät, diese Kürzung zu streichen. Der Verband Wohneigentum appelliert an die Länder, in ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf dieser Empfehlung zu folgen.‌

Am Freitag, 16.10.2026, berät der Bundesrat über das Einkommensteuerreformgesetz 2027. Das Bundeskabinett hatte den Entwurf am 2. September beschlossen. Er sieht vor, die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (§ 35a Abs. 3 EStG) ab 2027 von 20 auf 15 Prozent zu senken und den jährlichen Höchstbetrag von 1.200 auf 900 Euro zu reduzieren.

In seiner Empfehlung an das Plenum will der Wirtschaftsausschuss die geplante Kürzung komplett streichen. Er argumentiert, ein niedrigerer Fördersatz sende in einer Phase schwacher privater Investitionen ein falsches Signal und treibe Aufträge in die Schwarzarbeit. Der gemeinnützige Verband Wohneigentum unterstützt diese Linie ausdrücklich. Verena Örenbas spricht sich für Empfehlung des Wirtschaftsausschusses aus

Verena Örenbas, Bundesgeschäftsführerin des Verbands Wohneigentum (Foto) Verband), appelliert an die Länder, dieser Empfehlung zu folgen: "Im Juli wurde die BEG-Förderung in Teilen gekürzt, jetzt soll der Steuerbonus folgen. Wer so vorgeht, darf sich nicht wundern, wenn dringend notwendige Instandhaltungen und Sanierungen liegen bleiben oder ohne Rechnung erledigt werden.”
Zweite Kürzung innerhalb weniger Wochen

Seit dem 21. Juli 2026 gelten bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude niedrigere Fördersätze. Nur 6 Wochen später hat das Kabinett die Kürzung des Handwerkerbonus beschlossen. Der Verband Wohneigentum sieht darin ein Muster. In beiden Fällen betreffen die Kürzungen Instrumente, die private Instandhaltung und energetische Sanierung für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer bezahlbar machen. Diese bekommen weniger Zuschuss bei der Förderung und weniger Erstattung bei der Steuer, obwohl die Handwerkerkosten nicht sinken.
Droht beim Handwerkerbonus eine Bagatellgrenze?

Der Finanzausschuss des Bundesrates geht in die entgegengesetzte Richtung. Er bittet die Bundesregierung zu prüfen, ob § 35a EStG eine sogenannte Wesentlichkeitsschwelle bekommen soll. Unterhalb dieser Grenze wäre keine Steuerermäßigung mehr möglich. Die Wartung der Heizung, eine kleinere Dachreparatur oder der Austausch einer Tür könnten damit steuerlich wertlos werden. Der Verband Wohneigentum lehnt eine solche Untergrenze ab. Örenbas: "Damit würde der Bonus bei den regelmäßigen, kleineren Arbeiten wegfallen, die ein Haus lange Sicht in einem gutem Zustand halten."
Forderungen des Verbands Wohneigentum

• Die Kürzung des Steuerbonus streichen, wie es der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates empfiehlt
• Keine Untergrenze einführen, die kleinere Handwerkerrechnungen von der Steuerermäßigung ausschließt
• Falls die Kürzung kommt: energetisch und klimarelevante Handwerkerleistungen davon ausnehmen
• Verlässliche, langfristig planbare Rahmenbedingungen für private Sanierungsentscheidungen schaffen
Tipp für Eigentümerinnen und Eigentümer

Für die Steuer zählt das Jahr der Zahlung. Wer Arbeiten noch 2026 ausführen lässt und die Rechnung in diesem Jahr überweist, kann nach heutigem Stand den vollen Satz von 20 Prozent nutzen. Barzahlungen werden nicht anerkannt.


Pause für den Schul- und Vereinssport - Enni weitet Öffnungszeiten in den Herbstferien aus  
Wenn der Schul- und Vereinssport in den Herbstferien pausiert, bleibt in den Enni-Bädern und der Eissporthalle mehr Zeit für Freizeitsport. Die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) erweitert deshalb vom 17. Oktober bis zum 1. November die Öffnungszeiten in ihren Einrichtungen.  

Im Hallenbad des Enni Sportpark Rheinkamp können Frühaufsteher montags bis freitags von 6:30 bis 8 Uhr ihre Bahnen ziehen. Weitere Schwimmzeiten gibt es werktags von 13 bis 14:45 Uhr sowie von 17 bis 21:30 Uhr. Dazwischen läuft das Ferienprogramm „NRW lernt schwimmen“, bei dem Grundschulkinder täglich in einem Crash-Kurs schwimmen lernen. An beiden Ferienwochenenden ist das Hallenbad jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.  

Auch im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn haben Badegäste in den Ferien mehr Zeit: Dienstags bis freitags öffnet das Hallenbad von 6 bis 20:30 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr. An beiden Feriensamstagen findet zudem von 15 bis 16:30 Uhr der beliebte Spielenachmittag für Kinder und Jugendliche statt.

Montags bleiben Hallenbad und Sauna geschlossen. Saunafans können im Freizeitbad dienstags bis freitags von 9 bis 22 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 18 Uhr entspannen. Zusätzlich zur gewohnten Zeit am Dienstag von 9 bis 14 Uhr ist die Sauna in den Ferien auch mittwochs ausschließlich für Frauen geöffnet.

Am 17. und 31. Oktober stehen außerdem ab 18 Uhr die beliebten Saunatreffs auf dem Programm. Dann ist die komplette Anlage einschließlich Schwimmbad bis Mitternacht ausschließlich textilfrei nutzbar.  

Das Aktivbad Solimare bleibt vom 19. Oktober bis einschließlich 1. November wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Auch die Enni-Eiswelt bietet in den Ferien zusätzliche Laufzeiten. Die Eissporthalle ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Freitags endet der öffentliche Lauf bereits um 16 Uhr, bevor von 17 bis 21 Uhr die Eisdisco stattfindet. Am 1. November bleibt die Enni-Eiswelt wegen eines Hobbyturniers geschlossen. Weitere Infos und Online-Tickets gibt es unter www.enni.de      

Xanten zieht wieder von Bühne zu Bühne - ENNI Night of the Bands bringt am 7. November Live-Musik in sechs Locations  
Nach dem erfolgreichen Comeback im vergangenen Jahr geht die ENNI Night of the Bands in Xanten in die nächste Runde. Am Samstag, 7. November, verwandeln sich sechs ganz unterschiedliche Locations erneut in kleine Konzertbühnen. Von Jazz und Pop über Funk und Soul bis zu Punk, Stoner Rock und Rock'n'Roll reicht die musikalische Bandbreite.

„Die Resonanz im vergangenen Jahr hat uns gezeigt, dass Xanten richtig Lust auf dieses Format hat. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir mit der Tikibar und der Plan Bar zwei neue Stationen dazugewinnen konnten und das halbe Dutzend damit wieder komplett haben“, sagt Veranstalter Maik Böse.

Wer das Kneipen-Hopping auf die Spitze treibt, kann mit nur einem Ticket bereits um 18:30 Uhr in den Abend starten und bis 2 Uhr morgens Live-Musik erleben. Für Enni-Geschäftsführer Kai Steinbrich ist daher klar: „Man sollte früh anfangen, sich durch völlig unterschiedliche Musikrichtungen treiben lassen und bis tief in die Nacht feiern.“  
Nach sechsjähriger Pause hatte die Enni die Musiknacht im vergangenen Jahr zurück nach Xanten gebracht und damit offensichtlich einen Nerv getroffen. Vier Spielorte sind deshalb erneut dabei: das Jugendkulturwerk eXit, das Restaurant an de Poort, der Kulturkeller im Hotel Neumaier und das Autohaus Reis. Mit der Tikibar und der Plan Bar kommen in diesem Jahr zwei neue Stationen hinzu.

Den frühesten Start legt die Tikibar an der Brückstraße hin. Dort steht ab 18:30 Uhr Christos Siogkas auf der Bühne. Der Sänger und Gitarrist verbindet Rock- und Pop-Cover mit viel Live-Erfahrung und war unter anderem bereits bei „The Voice of Greece“ zu sehen. Ab 20 Uhr wird es dann an gleich zwei Spielorten musikalisch: Im Restaurant an de Poort bleibt die Musiknacht ihrer jazzigen Seite treu. Dort präsentiert das IndigoJazzlounge Trio ein abwechslungsreiches Programm aus Jazz, Soul und ausgewählten Popklassikern.  

Deutlich härter geht es gleichzeitig in der Jugendkulturwerkstatt eXit zu. Drei neue Bands teilen sich dort die Bühne: Overpace steht für energiegeladenen Punk Rock'n'Roll, True Voodoo für druckvollen Stoner Rock und The Grump für handgemachten Classic Rock aus Köln. Damit dürfte das eXit vor allem für Fans lauter Gitarren eine feste Adresse an diesem Abend sein.  

Ab 21 Uhr kommen weitere Spielorte hinzu. Im Kulturkeller des Hotels Neumaier übernimmt Granufunk. Die Party-Coverband verbindet Funk, Pop, Rap und Rock in kreativen Medleys und will mit treibenden Grooves für eine volle Tanzfläche sorgen. Premiere bei der ENNI Night of the Bands feiert die Plan Bar. Dort bringt Eike Sax House- und Partysounds mit dem Saxofon auf die Bühne.

Ebenfalls ab 21 Uhr spielen die Lucky Ones im Autohaus Reis. Die selbst ernannte „glücklichste Band der Welt“ war bereits im vergangenen Jahr dabei und hat mit Oldies, Klassikern und Partykrachern Musik für mehrere Generationen im Gepäck. Hier können Nachtschwärmer bis 2 Uhr morgens weiterfeiern.  

Damit die Gäste möglichst viel vom Programm mitbekommen, verbindet auch in diesem Jahr ein kostenloser Shuttle die Spielstätten. Gleich zwei Bahnen des Nibelungenexpresses sind während der Musiknacht unterwegs und fahren alle sechs Locations an. So können die Musikfans unkompliziert von Konzert zu Konzert ziehen und sich ihr ganz persönliches Programm für den Abend zusammenstellen.  

Wer sicher dabei sein möchte, sollte mit dem Ticketkauf allerdings nicht zu lange warten. Wie groß das Interesse an der ENNI Night of the Bands derzeit ist, zeigte gerade die Ausgabe in Moers: Nach einem schon starken Vorverkauf musste die Abendkasse vorzeitig schließen, weil die Kapazitätsgrenze erreicht war.

Tickets für Xanten gibt es im Vorverkauf für 16 Euro in der Tikibar, im Restaurant an de Poort, in der Plan Bar, im Autohaus Reis und bei der Touristik Xanten sowie online auf Ticketticker.de (Vorverkaufsgebühr 1,60 Euro). Online ist außerdem ein Gruppenticket für fünf Personen zum Preis von 70 Euro erhältlich. An der Abendkasse kostet der Eintritt 20 Euro. Mehr Informationen gibt es unter www.enni.de/musiknacht

Dinslaken/Voerde: Neue Emscher-Mündung erhält "Leuchtturm" / Landmarke symbolisiert Abwasserfreiheit des Flusses
Die neue Emscher-Mündung in den Rhein bei Dinslaken und Voerde wird künftig von einem "Emscher-Leuchtturm" gekrönt. Die Landmarke soll ein Zeichen für das Leuchtturmprojekt im Rahmen des naturnahen Flussumbaus durch die Emschergenossenschaft setzen.

Baustart ist im Februar. Bewusst erinnert die Form des "Leuchtturms" an ein in den Himmel emporragendes Kanalrohr, denn erst die neu verlegten Kanäle ermöglichten die Abwasserfreiheit in der Emscher und somit ihre ökologische Umgestaltung.

Der knapp 17 Meter hohe begehbare Turm wird Besuchern einen Ausblick über die neu geschaffene Auenlandschaft und auf den Rhein bei Dinslaken und Voerde bieten. An der Fassade der Landmarke sind insgesamt 17 Ringe angebracht, die für die Städte stehen, die am Emscher-Umbau beteiligt waren. idr - Informationen: http://www.eglv.de

Bethanien: 20 Jahre Kooperatives Brustzentrum Linker Niederrhein
Zwei Jahrzehnte moderne Medizin und starke interdisziplinäre Zusammenarbeit
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland ist rund jede Achte im Laufe ihres Lebens betroffen – die Tendenz ist steigend. Eine Institution, in der hohe medizinische Expertise und modernste Therapieverfahren auf eine ganzheitliche Versorgung durch ein interdisziplinäres Expertenteam treffen, ist das Kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein. Mit seinen beiden Standorten am Krankenhaus Bethanien Moers und Katholischen Karl-Leisner-Klinikum Kleve feiert es in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum.

Seit 2006 erhalten Patient:innen des Brustzentrums eine umfassende Betreuung, die vom ersten Verdacht über die Diagnose bis hin zur Therapie und Nachsorge reicht. Dr. Peter Tönnies, Leiter des Brustzentrums am Standort Moers und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie des Krankenhauses Bethanien Moers, erklärt: „Ich bin stolz, dass wir seit so vielen Jahren gemeinsam für die Betroffenen da sein können und dass wir mit unserer Arbeit einen wertvollen Beitrag zu ihrer Versorgung leisten.“

Dem stimmt Dr. Luboš Trnka, Leiter des Brustzentrums am Standort Kleve und Chefarzt der Frauenklinik des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, zu: „Unsere Patientinnen und Patienten brauchen einerseits eine exzellente medizinische Behandlung, andererseits erhalten sie bei uns immer auch eine menschliche Begleitung in allen Phasen der Erkrankung. Dass uns das seit 20 Jahren so gut gelingt, ist ein besonderer Anlass zur Freude.“ Die steigenden Behandlungszahlen von mittlerweile über 420 Primärfällen pro Jahr belegen den hohen Zuspruch und die hohe Zufriedenheit der Patient:innen.

Miteinander stärker
Das Team des Brustzentrums setzt seit seiner Gründung auf viele verschiedene Fachdisziplinen in der Betreuung von Brustkrebspatient:innen. Diese werden zum einen durch ärztliches und pflegerisches Personal begleitet. Unterstützt werden Ärzt:innen und Pflegekräfte zum anderen von Breast Care Nurses, Physiotherapeut:innen, Psychoonkolog:innen, Sanitätshäusern, Zweithaarspezialist:innen und vielen weiteren Akteur:innen.

Ausgezeichnete Qualität
Die besondere Qualität des Brustzentrums Linker Niederrhein belegen gleich mehrere Zertifizierungen, die es seit der Gründung erhalten hat. Bereits seit 2007 ist es vom nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium anerkannt und erhält von den Patient:innen regelmäßig Bestnoten. Im NRW-Verfahren stellt sich das Brustzentrum jährlich erfolgreich einer Prüfung durch die Zertifizierungsstelle ÄKzert der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Einen besonderen Meilenstein in der 20-jährigen Geschichte stellt darüber hinaus die Erstzertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) im Jahr 2023 dar. Die Fachgesellschaft attestiert dem Brustzentrum damit höchste Qualitätsstandards in der Behandlung von Brustkrebserkrankungen.

Das Team des Kooperativen Brustzentrums Linker Niederrhein (v. l. ): Dr. Katrin van Heumen, Leitende Oberärztin der Frauenklinik des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, Dr. Luboš Trnka, Leiter des Brustzentrums am Standort Kleve und Chefarzt der Frauenklinik des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, Dr. Almut Raabe, Leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie am Krankenhaus Bethanien Moers, Michèle Hamers, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie am Krankenhaus Bethanien Moers, und Dr. Peter Tönnies, Leiter des Brustzentrums am Standort Moers und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie am Krankenhaus Bethanien Moers.


Niedrigere Ernte und deutliche Preisanstiege bei Kartoffeln
• Für Verbraucherinnen und Verbraucher verteuerten sich Kartoffeln im September 2026 um 11,3 %
• Erzeugerpreise von Speisekartoffeln im August 2026 um 61,5 % gestiegen
• Kartoffelernte 2026 mit voraussichtlich 10,4 Millionen Tonnen um ein Viertel gegenüber 2025 gesunken

Die Kartoffelernte fällt 2026 nach Schätzungen deutlich geringer als im Vorjahr aus, was Folgen für die Preise von Kartoffeln auf den verschiedenen Wirtschaftsstufen hat. Im September 2026 mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Kartoffeln 11,3 % mehr als im Vorjahresmonat bezahlen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Für verarbeitete Kartoffelprodukte wie Pommes frites oder Ähnliches (tiefgefroren) hingegen lagen die Preise um 4,7 % unter dem Vorjahresmonat. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im September 2026 um 3,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter Nahrungsmittel insgesamt um 0,4 %.

Stärkster Anstieg der Erzeugerpreise von Speisekartoffeln seit August 2023
Ein Grund für die Steigerung der Verbraucherpreise von Kartoffeln sind die deutlichen Preissteigerungen auf der vorgelagerten Stufe: Die Erzeugerpreise von Speisekartoffeln lagen im August 2026 um 61,5 % über dem Vorjahresmonat. Das war der stärkste Anstieg der Erzeugerpreise von Kartoffeln im Vergleich mit dem Vorjahresmonat seit drei Jahren (August 2023: +114,6 % gegenüber August 2022).

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt sanken im August 2026 um 7,0 % gegenüber dem August 2025, darunter stiegen jedoch die Erzeugerpreise für pflanzliche Produkte um 12,3 %.



Ernte, Anbaufläche und Ertrag von Kartoffeln 2026 gesunken
Die Ernte von Kartoffeln wird im Jahr 2026 nach vorläufigen Ergebnissen mit 10,4 Millionen Tonnen knapp ein Viertel (-24,8 %) unter der Ernte des Vorjahres (13,9 Millionen Tonnen) liegen. Der Rückgang ist nicht nur auf die um 11,1 % auf 268 300 Hektar verringerte Anbaufläche zurückzuführen (2025: 301 800 Hektar).

Auch die Erträge je Hektar fallen im Jahr 2026 voraussichtlich deutlich geringer aus als im Vorjahr: Für 2026 wird mit 38,9 Tonnen je Hektar gerechnet, 2025 waren es 46,0 Tonnen je Hektar. Das entspricht einem Rückgang von 15,4 %. Grund dafür dürften vor allem die extreme Hitze und Trockenheit des diesjährigen Sommers sein.

Deutschland bei Kartoffeln Selbstversorger
In Deutschland werden deutlich mehr Kartoffeln erzeugt, als für den Bedarf im Land benötigt werden: Der Selbstversorgungsgrad mit Kartoffeln lag nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei 145 %. Ein großer Teil der Kartoffeln und Kartoffelprodukte wird also nicht für den heimischen Markt erzeugt, sondern exportiert.



Ausverkauft vor der letzten Zugabe: ENNI Night of the Bands feiert Rekordbesuch in Moers
Die ENNI Night of the Bands hat am Samstagabend eindrucksvoll bewiesen, warum sie seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den beliebtesten Veranstaltungen in Moers gehört. Die Musiknacht lockte so viele Besucherinnen und Besucher in die Stadt, dass Veranstalter Maik Böse und die Enni die Reißleine ziehen mussten.

Um 21 Uhr meldeten sie, dass die Kapazitätsgrenze mit 1.500 Gästen erreicht war. Abendkasse geschlossen! Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Siedepunkt. In 13 Lokalen wurde getanzt, gerockt, gefeiert und mitgesungen.

„Die Night of the Bands zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie lebendig Moers ist“, sagt Enni-Geschäftsführer Kai Steinbrich. „Menschen unterschiedlicher Generationen ziehen gemeinsam durch die Stadt, entdecken neue Lokale und erleben Live-Musik in einer besonderen Atmosphäre. Genau diese Mischung macht den Erfolg der Veranstaltung aus.“  

Tatsächlich zogen die Gäste in fröhlichen Gruppen durch die City – von Lokal zu Lokal, von Konzert zu Konzert. Vor dem Café Lyzeum bildete sich schon früh eine Schlange, während die Menschen auch im Fiddlers, Autentico, Piccolo und Café des Arts dicht gedrängt feierten.

„Wir hätten noch mehr Tickets verkaufen können, müssen aber immer Blick behalten, wie viele Gäste die Lokale aufnehmen können“, erklärt Veranstalter Maik Böse und hofft, das Programm im nächsten Jahr vielleicht noch erweitern zu können. „Es laufen bereits gute Gespräche.“ Besonders erfreulich: Auch die drei Gastronomien in Vinn und Asberg wurden hervorragend angenommen.

Im erstmals beteiligten Fino herrschte ebenso beste Stimmung wie im Schützenhaus Vinn und in der Kleinen Kneipe Asberg. Als Glücksgriff erwies sich auch die kurzfristig verpflichtete Coverband Mottek. Nachdem die ursprünglich vorgesehene Band Mama Mucke krankheitsbedingt absagen musste, sprangen die Oberhausener kurzfristig ein und begeisterten das Publikum im Café Mondrian mit einer energiegeladenen Show.  

Bis weit nach Mitternacht waren viele Spielstätten bestens gefüllt. Entsprechend positiv fällt das Fazit der Veranstalter aus. „Überall haben wir fröhliche Gesichter, volle Lokale und eine fantastische Stimmung erlebt“, sagt Maik Böse.

„Wenn die Besucher schon auf dem Heimweg fragen, wann die nächste Musikstatt stattfindet, dann ist das das schönste Kompliment für alle Beteiligten.“ Wer nicht ein Jahr warten möchten, sollte sich den 7. November vormerken. Dann steigt die ENNI Night of the Bands in Xanten.

Kreis Wesel: „Manni Milchzahn“ nimmt Kindern Angst vor dem Zahnarzt
Anlässlich des Tages der Zahngesundheit hat der Arbeitskreis „Zahnmedizinische Prophylaxe“ des Kreises Wesel (AKZP) sechs Kitas in das Katholische Gemeindeforum der Kirchengemeinde St. Martinus in Moers-Hochstraß eingeladen.  Dort haben rund 250 Kinder ab 4 Jahren „Manni Milchzahn“ und seine Zahnfreunde kennengelernt.

Manni ist ein wackeliger Milchzahn, der bald aus dem Mund fallen wird und von Borstig, der Zahnbürste, nach jeder Mahlzeit geputzt wird.  Hinter dem 30-minütigen Kindertheaterstück steckt Manuel Virnich vom Mapili-Theater aus dem Landkreis Lüneburg. In dem Stück vermittelt er fröhlich und kindgerecht die Grundlagen der Zahnhygiene und die Arbeit des Zahnarztes. 

Die Kitakinder verfolgten gespannt das Geschehen auf der Bühne und haben mit Manni zusammen gebangt, ob und wie der Backenzahn von Karies befreit werden kann. Zum Abschied des lustigen und lehrreichen Vormittages haben alle Kinder Präsente zum Thema Zahngesundheit mit in die Kita nehmen dürfen.

Um die Mundgesundheit ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu stellen, gründeten Organisationen aus Zahnärzteschaft und Krankenkassen den Aktionstag „Tag der Zahngesundheit“ und legten den 25. September als Aktionstag fest. Seit 1991 finden dazu bundesweit zahlreiche Veranstaltungen rund um dieses Datum zur Thematik statt.

Zahnmediziner, Gesundheitsämter, Krankenkassen und Arbeitsgemeinschaften organisieren eigene Veranstaltungen und bringen den Kindern damit auf abwechslungsreiche Art und Weise die Wichtigkeit gesunder Zähne nahe. Die Mitglieder des Arbeitskreises „Zahnmedizinische Prophylaxe“ des Kreises Wesel sind alle Krankenkassen im Kreis Wesel, die Zahnärztekammer Nordrhein, die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein sowie der Kreis Wesel.

Die Kosten der Zahnprophylaxe im Kreis Wesel werden von den Krankenkassen und dem Kreis Wesel gemeinsam aufgebracht.  

Rund 250 Kinder ab 4 Jahren haben „Manni Milchzahn“ und seine Zahnfreunde kennengelernt.

Themen für Unternehmen: „Fachkräfte im Fokus – vernetzt, informiert, erfolgreich im Kreis Wesel“ am 10. November 2026 in Sonsbeck
Die EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel lädt in Kooperation mit den Gemeinden Alpen und Sonsbeck Unternehmen aus der Region zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Fachkräfte im Fokus – vernetzt, informiert, erfolgreich im Kreis Wesel“ ein.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 10. November 2026, von 9 bis 11:30 Uhr im Kastell Sonsbeck, Herrenstraße 2, 47665 Sonsbeck, statt. Im Mittelpunkt steht das Thema „Fachkräfte“. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung der Unternehmen. Zum Auftakt haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in informeller Atmosphäre zu vernetzen.

Anschließend eröffnen Sonsbecks Bürgermeisterin Nadine Bogedain, Alpens Bürgermeister Ludger Staymann sowie Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft des Kreises Wesel, die Veranstaltung. Im weiteren Verlauf informieren die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter Kreis Wesel in einem Fachvortrag über aktuelle Entwicklungen und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen im Bereich Fachkräfte.

Ergänzend stellt die Westfälische Hochschule Möglichkeiten für Partnerschaften in Lehre und Forschung vor. Ein weiterer Höhepunkt ist eine moderierte Fragerunde mit den Referierenden. Sie bietet Raum für Diskussionen und den Austausch von Erfahrungen. Die Teilnehmenden können individuelle Fragen stellen und mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen.

So erhalten sie konkrete Tipps zu ihren jeweiligen Fragestellungen und Herausforderungen – insbesondere dazu, wie sie passende Fachkräfte für ihr Unternehmen gewinnen können. Die Veranstaltung klingt bei Snacks und Getränken informell aus. Dabei besteht die Möglichkeit, den Austausch fortzusetzen und die gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen.

Um Anmeldung bis zum 3. November 2026 wird gebeten. Die Teilnehmendenzahl ist auf 50 Personen begrenzt. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort unter folgendem Link anmelden: https://beteiligung.nrw.de/k/-w7AeRV8F 
Die EAW des Kreises Wesel freut sich auf zahlreiche Teilnehmende und einen erfolgreichen Austausch zu diesem zentralen Thema für die Unternehmen der Region. Weitere Informationen gibt die EAW. E-Mail: eaw@kreis-wesel.de oder Tel.: 0281/207-2022.

40 Jahre Bananensprayer: Die Kunst geht – der Streit um ihre Freiheit bleibt!
Große Abschlussfinissage am 18. Oktober in Kamp-Lintfort: Thomas Baumgärtel beendet seine außergewöhnliche NiederrheinTour 2026 mit 40 Kunstorten, 40 Werkgruppen und 1.806 Kunstwerken. Ausgerechnet am letzten Ausstellungsort sorgt der Streit um die Entfernung seiner Spraybananen für eine aktuelle Debatte über Kunstfreiheit und Denkmalschutz.

Am Sonntag, 18. Oktober 2026, von 11 bis 17 Uhr lädt der international bekannte Künstler Thomas Baumgärtel, besser bekannt als der „Bananensprayer“, zur allerletzten Finissage seiner NiederrheinTour 2026 ein. In der Westlichen Orangerie des Terrassengartens am Kloster Kamp endet die große Jubiläumsausstellung „Freiheit für Kunst XL“, die noch einmal Höhepunkte aus 40 Jahren künstlerischen Schaffens und der außergewöhnlichen NiederrheinTour zusammenführt.

Zur Finissage am Sonntag, dem 18. Oktober 2026, von 11 bis 17 Uhr, in der Westlichen Orangerie des Terrassengartens am Kloster Kamp, Abteiplatz 13, 47475 Kamp-Lintfort, sind Sie herzlich eingeladen. Thomas Baumgärtel wird persönlich ab 12 Uhr anwesend sein und für Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern sowie Medienvertreterinnen und Medienvertretern zur Verfügung stehen.
Anmeldung bei: Jörg Schwarz
schwarz20@t-online.de
0172 721 38 34

Thomas Baumgärtl - Foto Armin Fischer

Was am 8. Mai begann, entwickelte sich zu einem der umfangreichsten Kunstprojekte in der Geschichte des Niederrheins - und vielleicht in der Geschichte der Kunst überhaupt: An 40 Kunstorten zwischen Rhein und Maas zeigte Baumgärtel 40 unterschiedliche Werkgruppen seines umfangreichen Œuvres. Insgesamt waren 1.806 Kunstwerke zu sehen – von frühen Schablonenarbeiten über großformatige Gemälde, politische Arbeiten und Installationen bis hin zu seinen bekannten Metamorphosen der Spraybanane.

Mit der zentralen Finissage am 27. September im Museum Kurhaus Kleve ging die 143 Tage dauernde NiederrheinTour offiziell zu Ende. 19 besonders engagierte Kunstbegeisterte hatten sogar sämtliche 40 Ausstellungen besucht und wurden beim Finale dafür ausgezeichnet.

Eine ganze Region wurde zur Kunstlandschaft
Mit seiner Jubiläumstour wollte Baumgärtel nicht nur auf vier Jahrzehnte künstlerischen Schaffens zurückblicken, sondern auch seiner niederrheinischen Heimat eine Hommage widmen und die außergewöhnliche Vielfalt ihrer Museen, Galerien, Schlösser, Kirchen und weiteren Kunstorte sichtbar machen.

Die NiederrheinTour verband renommierte Museen mit kleineren, oftmals weniger bekannten Kulturorten. Sie führte Besucherinnen und Besucher quer durch eine Region, die sich für mehrere Monate in eine dezentrale Kunstlandschaft verwandelte.

Die abschließende Ausstellung „Freiheit für Kunst XL“ in Kamp-Lintfort bietet nun noch einmal die Möglichkeit, das breite Spektrum von Baumgärtels Kunst an einem einzigen Ort zu erleben. Kuratiert wurde die Ausstellung von Andreas Verfürth.

Ausgerechnet in Kamp-Lintfort: Streit um die Freiheit der Kunst
Dass das Motto „Freiheit für die Kunst“ weit mehr ist als ein Ausstellungstitel, zeigt ausgerechnet ein Konflikt am letzten Ausstellungsort der Jubiläumstour.

Die Stadt Kamp-Lintfort, die gemeinsam mit Andreas Verfürth zur Ausstellung in der Orangerie eingeladen hat, verlangt aus Gründen des Denkmalschutzes die Entfernung zweier Spraybananen, die Baumgärtel am historischen Schirrhof und am Kunsthaus Bassier angebracht hat.

Die Spraybananen entstanden anlässlich der dortigen Ausstellungen und markieren die beiden Häuser als besondere Kunstorte. Für Baumgärtel ist die Forderung der Stadt unverständlich.


Moers: Arbeiten zwischen Peschkenhaus und Modehaus Braun - Enni erneuert Stromversorgung in der Meerstraße  
Die Enni treibt die Sanierung der Versorgungsnetze in der Moerser Innenstadt weiter voran. In den nächsten Wochen erneuert das Unternehmen auf der Meerstraße zwischen Peschkenhaus und Modehaus Braun die Stromleitungen und verlegt ein Schutzrohr für den späteren Glasfaserausbau.

Die Baustelle ist bereits eingerichtet. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 6. November, mögliche archäologische Funde könnten den Bauablauf jedoch verzögern. Ziel ist es, die Maßnahme rechtzeitig vor dem Aufbau des Weihnachtsmarktes abzuschließen und die Beeinträchtigungen für Handel, Anwohnende und Besucher der Innenstadt so gering wie möglich zu halten.  

Während der Bauzeit kommt es im Baustellenbereich zu Einschränkungen für den Fuß-, Rad- und Fahrzeugverkehr. Die anliegenden Geschäfte und Gebäude bleiben jedoch erreichbar. Zudem werden die drei Behindertenparkplätze vor der evangelischen Stadtkirche vorübergehend verlegt. Entsprechende Hinweise sind vor Ort ausgeschildert.

Moers: Suchschachtungen in der Friedrichstraße - Enni bereitet zweiten Bauabschnitt der Innenstadtsanierung vor  
Die Sanierung der Ver- und Entsorgungsnetze in der Moerser Innenstadt geht in die nächste Runde. Nachdem die Enni bereits die unterirdische Infrastruktur in Niederstraße, Fieselstraße sowie im Bereich Meerstraße/Im Rosenthal/Haagstraße umfassend erneuert hat, laufen nun die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt. Dafür führt die ENNI Stadt Service (Enni) Ende Oktober in der Friedrichstraße sogenannte Suchschachtungen durch.

An vier Stellen im Straßenverlauf werden dazu schmale Gräben mit einer Breite von etwa 1,50 Metern von Hauswand zu Hauswand ausgehoben. Die entsprechenden Bereiche sind bereits vor Ort markiert. „Die Arbeiten liefern wichtige Erkenntnisse über den Leitungsbestand und helfen uns, die Planungen für die im kommenden Jahr anstehenden Baumaßnahmen zu optimieren“, erklärt Enni-Sachgebietsleiterin Diane Schiffer.  

Die Suchschachtungen sowie die Vermessungsarbeiten finden in der Woche vom 26. bis 30. Oktober statt. Anschließend werden die Öffnungen mit Fußgängerbrücken gesichert und zwischen dem 2. und 5. November wieder verfüllt. Die eigentlichen Bauarbeiten zur großflächigen Erneuerung der Versorgungsinfrastruktur in der Friedrichstraße beginnen erst im Jahr 2027. Über die Details der Maßnahme und den geplanten Bauablauf wird Enni unter anderem in einer Anliegerversammlung am 30. November informieren.  

Mit der Modernisierung der Infrastruktur schafft Enni die Voraussetzungen für eine zukunftssichere Versorgung der Innenstadt. Im zweiten Bauabschnitt wird das Unternehmen ab 2027 auf der Friedrichstraße, der Dr. Hermann-Bähr-Straße, der Oberwallstraße, der Kirchstraße, der Pfefferstraße sowie auf Teilen der Steinstraße aktiv.

Moers: 5. November: "Die Praktikantin" - Horst Eckert liest aus seinem neuen Thriller in der Barbara Buchhandlung, Burgstr. 10. Beginn: 19 Uhr.
Karten gibt es hier: info@barbara-buch.de oder unter 02841 9992799.- Neuer Thriller: DIE PRAKTIKANTIN (Heyne) - überall, wo es Bücher gibt Geheimdienste, die über Leichen gehen. Eine Regierung, die schweigt. Eine junge Journalistin auf der Suche nach der Wahrheit. www.horsteckert.de

vhs in Kamp-Lintfort: Einwöchiger Intensiv-Kurs Niederländisch
In nur fünf Tagen erste Schritte in einer neuen Sprache machen – das bietet die vhs Moers – Kamp-Lintfort mit einem Niederländisch-Intensivkurs an. Dieser findet von Montag bis Freitag, 2. bis 6. November, jeweils von 9.15 bis 15.30 Uhr, in den Räumen der vhs in Kamp-Lintfort, Kamperdickstraße 10, statt.

Ergänzt wird der Unterricht durch Einblicke in die niederländische Kultur. Der Kurs ist auch als Bildungsurlaub buchbar.  Eine Förderung über den Bildungsscheck kann ebenfalls infrage kommen.

Wer danach weitermachen möchte, kann das Gelernte gezielt ausbauen: Mit drei weiteren Wochenkursen ab Ende Januar besteht die Möglichkeit, das Sprachniveau B1 zu erreichen. Damit werden aktive Gespräche, ein gutes Leseverständnis, ein ausgeprägtes Hörvermögen und mehr Sicherheit in der Rechtschreibung zum greifbaren Ziel.

Weitere Infos sowie Anmeldungen: telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter online unter der Internetseite der VHS-Moers.

Gemeinsam zurück in den Alltag mit komplexer Ellenbogenverletzung
Krankenhaus Bethanien Moers, Facharztpraxis Orthopädie und Unfallchirurgie Moers | Dr. von Schroeter und Dr. Dornemann und Gesundheitszentrum Proactiv zeigen, wie ein erfolgreicher Behandlungsverlauf dank perfekter Zusammenarbeit gelingen kann

Was für Petra Kleinwechter Ende Juni mit einem unglücklichen Sturz begann, entwickelte sich in den folgenden Wochen zu einer medizinischen Erfolgsgeschichte. Bei dem Unfall erlitt die 67-jährige Moerserin eine außergewöhnlich schwere Verletzung des linken Ellenbogens: Einer der beiden Unterarmknochen, die Elle, war gelenknah in mehrere Teile zerbrochen. Gleichzeitig war der Speichenkopf ausgerenkt, gebrochen und so stark beschädigt, dass er nicht mehr erhalten werden konnte.

Die Versorgung dieser komplexen Verletzung übernahm Dr. Andrei Visinescu, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie am Krankenhaus Bethanien Moers und durch die Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie e. V. (DVSE) zertifizierter Experte: „Bei Frau Kleinwechter lag eine sehr komplexe Verletzung des Ellenbogens vor. Es ging nicht nur darum, einen gebrochenen Knochen zu versorgen. Knochen, Gelenk und stabilisierende Bänder mussten wieder so hergestellt werden, dass der Ellenbogen anschließend möglichst früh bewegt werden konnte.“

In einer aufwendigen Operation setzte Visinescu den in mehrere Teile zerbrochenen Unterarmknochen wieder anatomisch zusammen und stabilisierte ihn mit drei Metallplatten und mehreren Schrauben. Der stark zerstörte Speichenkopf konnte nicht rekonstruiert werden und wurde durch eine kleine Gelenkprothese ersetzt.

Zusätzlich mussten die stabilisierenden Bänder des Ellenbogens wiederhergestellt werden. Bereits am ersten Tag nach der Operation begann die physiotherapeutisch angeleitete Bewegung des Ellenbogens im Krankenhaus Bethanien Moers. Dies ist bei schweren Ellenbogenverletzungen besonders wichtig, da das Gelenk nach längerer Ruhigstellung schnell an Beweglichkeit verlieren kann.

Nach der stationären Behandlung übernahm die Facharztpraxis Orthopädie und Unfallchirurgie Moers | Dr. Martin von Schroeter und Dr. Dornemann die ambulante ärztliche Weiterbehandlung. Parallel setzte Petra Kleinwechter ihre Physiotherapie im Gesundheitszentrum Proactiv in Moers fort, wo sie bereits vor dem Unfall Mitglied gewesen sei und mehrmals wöchentlich trainiert habe. „Ich glaube, so einen komplexen Fall wie den von Frau Kleinwechter habe ich in über 20 Jahren nicht erlebt“, erklärt Dr. Martin von Schroeter.

„Umso erfreulicher ist es zu sehen, welchen Fortschritt die Patientin bereits nach zweieinhalb Monaten gemacht hat. Die Grundlage dafür hat die Operation geschaffen; man muss in solchen Fällen erkennen, was genau vorliegt und es dann entsprechend richtig behandeln.

Nach einem solchen Eingriff ist es aber genauso wichtig, den Heilungsverlauf, die Beweglichkeit und den Belastungsaufbau engmaschig zu begleiten. Genau das hat hier im Zusammenspiel aller Beteiligten sehr gut funktioniert“, betont der Moerser Orthopäde.

Auch Geert Maas, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Proactiv in Moers, unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Bei einer solchen Verletzung müssen viele Bereiche ineinandergreifen. Die Operation, die ärztliche Nachbehandlung und die Physiotherapie müssen aufeinander abgestimmt sein – und genau das hätte bei Frau Kleinwechter nicht besser laufen können.“

Dem stimmt Dr. Visinescu zu: „Bei einer so schweren Ellenbogenverletzung reicht eine erfolgreiche Operation allein nicht aus. Zunächst müssen Knochen, Gelenk und Bänder möglichst stabil wiederhergestellt werden, damit früh mit der Bewegungstherapie begonnen werden kann. Danach sind eine engmaschige ärztliche Nachbehandlung und eine konsequente Physiotherapie entscheidend. Bei Frau Kleinwechter haben alle beteiligten Bereiche sehr gut ineinandergegriffen – einschließlich der Patientin selbst.“

Nahezu freie Beweglichkeit nach nur zweieinhalb Monaten
Petra Kleinwechter blickt zufrieden auf den bisherigen Behandlungsverlauf zurück. „Ich bin auf einem Parkplatz in einer Kabelbinderschlaufe hängen geblieben und ungebremst gestürzt. Danach ging es direkt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Bethanien und ich wurde operiert“, berichtet sie.

„Schon kurz danach begann dort die Physiotherapie.“ Sieben Tage nach der Operation konnte die Patientin das Krankenhaus verlassen. Nur wenige Tage später folgte die erste ambulante Kontrolle in der Praxis von Dr. von Schroeter und Dr. Dornemann. Gleichzeitig wurde die Physiotherapie fortgesetzt.

Der betreuende Physiotherapeut Sören Schreiber erklärt: „Wir haben nahezu nahtlos nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weitergemacht. Frau Kleinwechter kam in den vergangenen Wochen dreimal wöchentlich zur Physiotherapie. Hinzu kamen zusätzliche Übungen und Trainingseinheiten. Nun geht es Schritt für Schritt darum, Beweglichkeit, Kraft und Belastbarkeit weiter zu verbessern.“

Besonders deutlich zeigt sich der Behandlungserfolg an der Beweglichkeit des Ellenbogens: Bereits zweieinhalb Monate nach dem Unfall ist das Gelenk nahezu vollständig frei beweglich.

Dass dieser intensive Weg funktioniert, liegt nach Ansicht der behandelnden Ärzte und Therapeuten auch an der Patientin selbst. „Frau Kleinwechter hat von Beginn an sehr konsequent an ihrer Rehabilitation mitgearbeitet und die Übungen regelmäßig umgesetzt“, betont Visinescu.

Der bisherige Verlauf ist angesichts der Schwere der ursprünglichen Verletzung sehr erfreulich. In den kommenden Wochen sollen regelmäßige ärztliche Kontrollen sowie zwei- bis dreimal wöchentlich stattfindende physiotherapeutische Einheiten und ergänzendes Training dazu beitragen, Beweglichkeit, Kraft und Belastbarkeit weiter zu verbessern.

Geert Maas, Gesundheitszentrum Proactiv, Dr. Martin von Schroeter, Facharztpraxis Orthopädie und Unfallchirurgie Moers, Dr. Andrei Visinescu, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie am Krankenhaus Bethanien Moers, und Sören Schreiber, Gesundheitszentrum Proactiv, (v. l. n. r.) freuen sich über den sehr guten Behandlungsverlauf bei Patientin Petra Kleinwechter.

Neuer Wachleiter für den Johanniter-REttungsdienst im Kreis Borken: Sebastian Wiege übernimmt Heek und Vreden  
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ohanniter reagieren auf wachsende Herausforderungen im Rettungsdienst   Heek/Vreden – Zwei Wachen, eine Leitung: Sebastian Wiege ist der neue Wachleiter der Johanniter-Dienststellen in Heek und Vreden. Mit dem 37-Jährigen haben die Wachen im Kreis Borken vor Kurzem wieder eine eigene Leitung bekommen. Hintergrund für die Personalie sind gewachsene Strukturen und zusätzliche Aufgabengebiete der Hilfsorganisation. Zuvor waren die Wachbereiche Münster und Borken unter einer Leitung vereint.  

„Durch die Aufteilung der Wachbereiche können die Bedarfe vor Ort besser berücksichtigt werden. Die beiden Rettungsdienstbereiche haben unterschiedliche Träger, Vorgaben und Abläufe, und jeder Wachbereich hat jetzt eine Leitung, die sich nur um ihn kümmert“, sagt Markus Haubrich, Regionalvorstand der Johanniter. Der Rettungsdienst in Münster sei zudem so gewachsen, dass eine gemeinsame Leitung beide Bereiche nicht mehr in der nötigen Tiefe betreuen konnte.  

Schon als FSJler bei den Johannitern Sebastian Wiege war bereits 2008 als Freiwilligendienstleister bei den Johannitern. Auch während seines Studiums in Düsseldorf blieb er der Organisation als ehrenamtliche Aushilfskraft treu. 2017 wechselte er hauptamtlich als Rettungssanitäter nach Rheine und machte dort von 2018 bis 2021 die Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Danach war er Medizinproduktebeauftragter, seit drei Jahren stellvertretender Wachleiter. In Heek und Vreden steht er rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor. Wiege sagt: „Es gibt immer Kleinigkeiten, bei denen man denkt, das könnte besser laufen. Wenn ich etwas verändern will, muss ich selbst den ersten Schritt machen. Dann kam die Gelegenheit, die Wachleitung zu übernehmen. So etwas ergibt sich nicht oft, also habe ich sie ergriffen.“  

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 30.000 Beschäftigten, mehr als 46.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft.

Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.    

Wachleitung Kreis Borken: Sebastian Wiege ist der neue Wachleiter für den Kreis Borken. (Foto: Johanniter/Tobias Denne)

Moers: Bürgermeisterin Zupancic tauschte sich mit DGB und Gewerkschaften aus
Wie können Stadtverwaltung und Gewerkschaften künftig enger zusammenarbeiten? Über diese und weitere Fragen hat sich Bürgermeisterin Julia Zupancic mit Michael Schneider, Organisationssekretär des DGB Region Niederrhein am Donnerstag, 8. Oktober, im Rathaus ausgetauscht. Begleitet wurde er von Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Gewerkschaften des hiesigen DGB Kreisverbandes.

Bürgermeisterin Julia Zupancic (Mitte) begrüßte Philipp Braun (Verdi, stellvertretender Kreisvorstandsvorsitzender), Michael Schneider (Organisationssekretär des DGB Region Niederrhein), Kristin Maiwald (GdP), Marco Scholten (GdP), Imke Seemann (GEW) und Andreas Spitzer (DGB Region Niederrhein, Jugendbildungsreferent) (v.l.) zu einem Gespräch im Rathaus. (Foto: pst)

„Wir würden gerne in den Austausch kommen“, erklärte Schneider zu Beginn des Gesprächs. „Ich würde mir mehr Miteinander wünschen“, entgegnete die Bürgermeisterin ihre ähnlich lautende Erwartung. Mehr Azubi-Wohnungen nötig Ein Thema des Gesprächs war der jährliche Arbeitnehmerempfang der Bürgermeisterin, der den Austausch zwischen Bürgermeisterin sowie Betriebs- und Personalräten ermöglicht.

Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden über verstärkte Angebote für Azubi-Wohnungen in der Stadt, das alle für wichtig und notwendig einschätzen. Hier könnten die Wohnungsbaugesellschaften in der Region Unterstützung leisten. Auch die Idee eines möglichen Forums für gute Arbeit war Thema. Eine solche Plattform könnte dazu beitragen, aktuelle Herausforderungen der Arbeitswelt gemeinsam zu beleuchten und den Austausch zwischen den Beteiligten zu stärken.

Schwierig, frei werdende Stellen zu besetzen
Auch die finanzielle Situation und die Personalsituation der Stadt Moers kamen zur Sprache. Bürgermeisterin Zupancic erläuterte, dass es zunehmend schwieriger werde, frei werdende Stellen neu zu besetzen. Zum Abschluss vereinbarten die Gesprächsteilnehmenden, den Austausch künftig regelmäßig fortzusetzen. Damit soll die Grundlage für eine kontinuierliche Zusammenarbeit und die gemeinsame Diskussion wichtiger arbeits- und sozialpolitischer Themen geschaffen werden.


ZEV mahnt MietSofort.de ab – Irreführende Registrierung

Das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV) hat das Unternehmen Subscription Cancel LTD, Betreiber der Plattform MietSofort.de, abgemahnt. Zahlreiche Verbraucherinnen und Verbraucher hatten sich über Zahlungsaufforderungen in Höhe von 79 Euro beschwert. Die Rechtsdurchsetzung des ZEV stellte bei der Prüfung des Anmeldeprozesses mehrere Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften fest.

 Für die Registrierung verlangt MietSofort 79 Euro. Foto: Mclittle / Adobe Stock

79 Euro für die Registrierung
MietSofort.de bietet die Suche nach Zimmern, Wohnungen und Häusern zur Miete an. Wer Kontakt zu einem Vermieter aufnehmen möchte, muss sich registrieren. Dafür werden 79 Euro berechnet. Nach Auffassung des ZEV ist die Kostenpflichtigkeit im Bestellprozess nicht hinreichend erkennbar. So wird der Bestellbutton zunächst mit „Zugang freischalten“ hervorgehoben.

Erst danach folgt die gesetzlich vorgesehene Formulierung „zahlungspflichtig bestellen“. Auch der Preis wird nicht deutlich genug angegeben. Nach Auffassung des ZEV kommt daher kein wirksamer Vertrag zustande. Weitere Beanstandungen betreffen Informationspflichten und Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Hier sehen Sie einen Screenshot des Bestellvorgangs.

ZEV fordert Unterlassung
Das ZEV hat das in Bulgarien ansässige Unternehmen Subscription Cancel LTD aufgefordert, die beanstandeten Geschäftspraktiken zu unterlassen und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Gibt das Unternehmen keine ausreichende Erklärung ab, behält sich das ZEV weitere rechtliche Schritte vor. Als qualifizierte Einrichtung für die kollektive Rechtsdurchsetzung geht das ZEV gegen systematische Verstöße gegen Verbraucherrechte in Europa vor.

Was Betroffene tun können Wer eine Zahlungsaufforderung von MietSofort erhalten hat, sollte der Forderung gegenüber dem Unternehmen schriftlich widersprechen. Erhält man anschließend einen Inkassobrief, sollte man auch einmal gegenüber dem Inkassounternehmen schriftlich widersprechen.

Weitere Informationen zum Vorgehen für Betroffene gegen MietSofort.
Neue Website der Rechtsdurchsetzung Die Rechtsdurchsetzung des ZEV hat einen eigenen Webauftritt. Unter eu-sammelklagen.de finden sich die Verfahren des ZEV, Informationen zu Abmahnungen und Klagen sowie Wissenswertes zur kollektiven Rechtsdurchsetzung in Europa. Verbraucherrechtsverstöße bei Unternehmen im EU-Ausland können über ein Kontaktformular gemeldet werden.
https://www.eu-sammelklagen.de/themen/unsere-verfahren/mietsofort/



NRW: Private Haushalte gaben 2023 im Schnitt 11 Euro mehr im Monat für Brot und Brötchen aus als 10 Jahre zuvor
* 32 Euro wurden monatlich für Brot und Brötchen aufgewendet
* Mehr als die Hälfte (54,8 %) dieser Ausgaben entfiel auf Brötchen, Croissants und Frühstücksgebäck (2013: 45,7 %)
* Die durchschnittlich gekaufte Brotmenge lag 2023 mit 3.490 Gramm je Haushalt und Monat um 18,5 % bzw. 790 Gramm niedriger als 2013

Die privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2023 durchschnittlich 32 Euro pro Monat für Brot und Brötchen ausgegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Internationalen Tages des Brotes am 16. Oktober mitteilt, entfiel mit 54,8 % mehr als die Hälfte dieser Ausgaben auf Brötchen, Croissants und Frühstücksgebäck.

Weitere 17,8 % der Ausgaben entfielen auf Roggen-, Misch- und Knäckebrot. Der Anteil von Weiß- und Toastbrot lag bei 12,2 %. Für Schrot- und Vollkornbrot einschließlich Pumpernickel wurden 9,1 % aufgewendet.



Anteil der Ausgaben für Brötchen, Croissants und Frühstücksgebäck gestiegen Im Jahr 2013 hatten die privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 21 Euro pro Monat für Brot und Brötchen ausgegeben. 10 Jahre später waren es mit durchschnittlich 32 Euro monatlich 11 Euro mehr. Der Anteil der Ausgaben für Brot und Brötchen an den gesamten Nahrungsmittelausgaben blieb dabei nahezu unverändert: Er lag 2023 bei 9,6 % gegenüber 9,2 % im Jahr 2013.



Auch die Verteilung der Ausgaben auf Brot und Brötchen unterscheidet sich im Zehnjahresvergleich. Im Jahr 2013 entfielen 54,3 % der Ausgaben auf Brot und 45,7 % auf Brötchen und Ähnliches. Im Jahr 2023 lag der Anteil von Brot bei 45,2 %, während die Ausgaben für Brötchen stiegen und mit 54,8 % mehr als die Hälfte ausmachten.

Gekaufte Brotmenge 2023 um 18,5 % niedriger als 2013
Im Jahr 2023 kauften die privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich circa 3.490 Gramm Brot pro Monat. Im Jahr 2013 waren es rund 4.280 Gramm. Damit lag die durchschnittlich gekaufte Brotmenge 2023 um 18,5 % niedriger als 10 Jahre zuvor.



Den größten Rückgang gab es bei Schrot- und Vollkornbrot einschließlich Pumpernickel: Hier lag die durchschnittliche monatliche Menge 2023 bei 610 Gramm gegenüber 990 Gramm im Jahr 2013.

Bei Stromausfall im Dunkeln sitzen? Jeder Zweite fühlt sich schlecht vorbereitet
Das Smartphone lädt über Nacht, Nachrichten sind jederzeit abrufbar und ein Griff zum Lichtschalter genügt, um sich zu Hause zurechtzufinden. Wie sehr das alles vom Strom abhängt, fällt im Alltag kaum auf. Erst wenn er ausbleibt, werden Alternativen wichtig – zunächst für Licht und Informationen, später auch für die nächste Mahlzeit oder das Nachladen leerer Akkus.

Zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober richtet Vergleich.org den Blick deshalb auf die Vorbereitung zu Hause. Der Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Resilience Starts at Home“.

Die aktuelle Umfrage unter 518 Befragten zeigt: Gut die Hälfte fühlt sich auf einen länger andauernden oder mehrtägigen Stromausfall eher schlecht oder überhaupt nicht vorbereitet (51,5 Prozent). Dabei sind viele hilfreiche Geräte bereits vorhanden, doch die Ausstattung allein gibt noch keine Sicherheit. In der Themenwelt „Vorsorge bei Stromausfall“ finden Sie Tipps für die passende Ausstattung zu Hause.


VGL/KI-generiert

Lichtquellen und Powerbanks sind weit verbreitet Fällt das Licht aus, haben viele bereits eine Alternative zur Hand: 79 Prozent verfügen über eine Taschenlampe, Stirnlampe oder batteriebetriebene Leuchte. Die Leuchte vom Campingausflug kann den Küchentisch erhellen, während eine Stirnlampe beim Suchen im Schrank beide Hände frei lässt. Fast ebenso verbreitet sind Kerzen samt Streichhölzern oder Feuerzeug (77 Prozent).

Gut die Hälfte besitzt außerdem eine Powerbank als kleine Stromreserve (53 Prozent). Eine vorhandene Lichtquelle bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich Haushalte auf einen längeren Stromausfall vorbereitet fühlen: Unter den Befragten mit einer Taschenlampe, Stirnlampe oder batteriebetriebenen Leuchte geben 53 Prozent an, eher schlecht oder überhaupt nicht gerüstet zu sein.

Licht deckt zwar einen wichtigen Bedarf ab, doch zum Alltag ohne Strom gehört mehr. Nur gut jeder Fünfte hat ein netzunabhängiges Radio Neben Licht braucht es verlässliche Informationen: Wie groß ist der betroffene Bereich und wann kommt der Strom voraussichtlich zurück?

Solange Internet und Mobilfunk verfügbar bleiben, liefert das Smartphone aktuelle Nachrichten. Ohne Netzzugang fallen auch Radio-Apps aus, die ihre Programme online übertragen. Ein eingebauter Radioempfänger ermöglicht dagegen den Empfang unabhängig vom Internet. Ein Radio mit Batteriefach oder ein Kurbelradio kann dann weiterhelfen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt solche Geräte, um Behördenmeldungen ohne Steckdose und Internet zu empfangen. Während viele Haushalte bereits eine netzunabhängige Lichtquelle besitzen, ist ein solches Radio deutlich seltener vorhanden (22 Prozent). Zugleich wünschen sich 19 Prozent am ehesten mehr Orientierung dazu, wie sie ohne Internet und Mobilfunk informiert bleiben können. Ein erster Schritt ist, das vorhandene Radio auszuprobieren und zu prüfen, ob der Empfang funktioniert und die Bedienung vertraut ist.

Für längere Stromausfälle fehlen häufiger Alternativen Bei einem längeren Stromausfall braucht es auch Möglichkeiten, leere Akkus nachzuladen und andere Geräte weiter zu nutzen. Eine tragbare Powerstation, die 13 Prozent der Befragten besitzen, kann auch Geräte mit Netzstecker mit Strom versorgen. Die Leistung einer Powerstation bestimmt, welche Geräte sie versorgen kann, während die gespeicherte Energiemenge und der Verbrauch der angeschlossenen Geräte darüber entscheiden, wie lange der Strom ausreicht.

Zwölf Prozent besitzen außerdem ein Solarladegerät oder mobiles Solarpanel, dessen Energieertrag unter anderem von der Sonneneinstrahlung abhängt. Spätestens zur nächsten Mahlzeit wird auch eine Alternative zum elektrischen Herd wichtig. Einen Camping- oder Gaskocher samt Brennstoff haben 18 Prozent zu Hause – hier kann Ausrüstung aus der Freizeit auch bei einem Stromausfall weiterhelfen.

Da viele dieser Kocher ausschließlich für den Einsatz im Freien vorgesehen sind, braucht es dafür einen geeigneten Platz, etwa auf dem Balkon oder im Garten. Fehlt diese Möglichkeit, erleichtern Lebensmittel, die auch kalt schmecken, die Versorgung ohne Herd. Auch beim Warmhalten helfen einfache Alternativen: Fällt zusätzlich die Heizung aus, tragen warme Kleidung, Decken oder Schlafsäcke zunächst dazu bei, die Körperwärme zu halten.

Fast jeder Dritte sucht Orientierung bei der Grundausstattung
Am häufigsten wünschen sich die Befragten Orientierung dazu, welche Grundausstattung für ihren Haushalt sinnvoll ist (31 Prozent). Ein Blick auf die eigenen Gewohnheiten hilft einzuschätzen, was auch ohne Strom gebraucht wird und welche Geräte dafür bereits zur Verfügung stehen. Ergänzende Hinweise bieten die BBK-Ratgeber zu Stromausfällen und Informationen in der Krise.

Die Geräte gelegentlich auszuprobieren, macht ihre Bedienung vertraut und hilft, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Damit sie einsatzbereit bleiben, sollten Akkus nach Gebrauch geladen werden. Ein fester Platz für die Ausstattung samt passenden Ersatzbatterien und Zubehör erleichtert zudem den Zugriff bei einem Stromausfall. Die Umfrage zeigt, dass viele Haushalte bei der Vorbereitung auf einen Stromausfall nicht bei null anfangen.

Entscheidend ist, die vorhandene Ausstattung sinnvoll zu nutzen und zu wissen, welche Möglichkeiten sie im Ernstfall bietet. So wird auch deutlich, was noch fehlt und sinnvoll ergänzt werden kann. Quellenangabe Vergleich.org: Umfrage zur Vorbereitung auf Stromausfälle vom 09.10.2026 (518 Befragte; Mehrfachnennungen bei der Frage zur vorhandenen Ausstattung möglich).

UNDRR: Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung 2026 (13. Oktober; Jahresmotto „Resilience Starts at Home“): https://www.undrr.org/news/undrr-announces-resilience-starts-home-theme-2026-international-day-disaster-risk-reduction Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Vorsorge und Handeln bei Stromausfall:
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Stromausfall/stromausfall_node.html Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): In der Krise informiert sein: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/In-der-Krise-informiert-sein/in-der-krise-informiert-sein_node.html


Notfallverbund Kulturgutschutz im Kreis Wesel tauscht erste Ergebnisse aus
Seit dem Sommer dieses Jahres erarbeiten die Verantwortlichen der kulturtragenden kommunalen Institutionen im Kreis Wesel als „Notfallverbund Kulturgutschutz“ Pläne für die Bewahrung von Kulturgütern. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch, den 07.10.2026, in Voerde für die jeweiligen Institutionen besprochen. 

„Der Erhalt unseres kulturellen Erbes ist eine gemeinsame Verantwortung. Durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen können wir im Notfall schneller und wirksamer handeln“, so die Initiatoren des Notfallverbundes. Die konkrete Idee für den Notfallverbund kam bereits Ende 2025. Dabei wurden die zentralen Ziele und Aufgaben des Verbundes von den Archivarinnen und Archivaren im Kreis Wesel in Begleitung der LVR- Archivberatungsstelle abgesteckt.

Dazu zählen insbesondere die Entwicklung gemeinsamer Notfallpläne, die Abstimmung von Zuständigkeiten, die Planung gemeinsamer Übungen sowie der Aufbau eines Netzwerks für schnelle Hilfe im Ernstfall. Der Vorschlag zur Gründung des Notfallverbundes wurde Ende April der Hauptgemeindebeamten-Konferenz vorgelegt.

Dem Vorschlag stimmten alle dreizehn Kommunen sowie der Kreis Wesel direkt zu und erteilten damit den offiziellen Arbeitsauftrag für die weitere Ausgestaltung des Verbundes.  Der Notfallverbund soll eine verlässliche Grundlage schaffen, um Kulturgut im Kreis Wesel auch bei Bränden, Wasserschäden, Unwettern oder anderen Notlagen bestmöglich zu schützen.

Der neue Verbund stärkt und koordiniert hierfür die Zusammenarbeit zwischen Archiven, Museen sowie weiteren kulturbewahrenden Einrichtungen im Kreis Wesel in Abstimmung mit den Feuerwehren und dem Krisenmanagement des Kreises.

Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Vorbereitung auf Schadenslagen, der fachliche Austausch sowie die gegenseitige Unterstützung bei der Sicherung und Bergung gefährdeter Kulturgüter. In den kommenden Monaten sollen weitere Einrichtungen für eine Beteiligung gewonnen, konkrete Arbeitsstrukturen entwickelt und erste Vorbereitungen für eine praktische Übung mit weiteren Akteuren vereinbart werden.

Vertreter der Kommunen für den Notfallverbund Kulturgutschutz (v. l. n. r.): Kirsten Lehmkuhl (Voerde/ Hünxe), Lena Koch (Wesel), Ines Krupp (Wesel), Janine Weigel (Kreis Wesel), Sarah Boudaroui (Alpen), Katharina Schinhan (Dinslaken), Mattihas Senk (LVR-Archivberatungsstelle), Kathrin Verjans (Kamp-Lintfort), Daniela Hundrieser-Gillner (Moers), Ludger van Bebber (Sonsbeck), Fabian Witthans (Voerde), Julia-Katharina Kostelnik (Ham-minkeln), Berthold Schmeing (Schermbeck), Petra Schwarzmann Neukirchen-Vluyn), Louis Leimbrock (Kreis Wesel) , Lukas Petzolt (Xanten)

Moers: Grundwissen für Vereinsvorstände 2026
Als neues Vorstandsmitglied eines Vereins tragen Sie eine bedeutende Verantwortung. Dieser Vortrag bietet eine leicht verständliche Einführung in die Grundlagen des Rechts und Steuerrechts für Vereine, inklusive Steuertipps und Hinweisen zur Erstellung der Steuererklärung.
Auch Vertreter von Stiftungen und anderen gemeinnützigen Einrichtungen sind angesprochen. Kurs-Nr.: I10330 Teilnahmegebühr: 7 Euro Referent: Jörg Hallmann.

Moers: Das kostet die Pflege im Alter! (online)
Im Alter pflegebedürftig zu werden ist kein Ausnahmefall. Dennoch treffen die finanziellen Folgen viele Menschen unvorbereitet. Bankkauffrau und Diplom-Betriebswirtin Beate Dünnebacke erläutert in einem praxisnahen Vortrag, welche Formen der Unterbringung und Pflege es gibt, mit welchen Kosten jeweils zu rechnen ist, welche Leistungen die Kranken- und Pflegeversicherung erbringt und worauf bei der Einstufung des sogenannten Pflegegrads zu achten.

Ebenso wird erörtert, welche Kosten selbst zu tragen sind und wie man dafür langfristig finanziell vorsorgen kann. Die Dozentin ist Diplom-Betriebswirtin und schon seit vielen Jahren mit Vorträgen zu Finanzthemen unterwegs. Eine Anmeldung ist erforderlich. Kurs-Nr.: I10359

Teilnahmegebühr: unentgeltlich. Dozentin: Beate Dünnebacke. Gefördert durch das GKV-Bündnis für Gesundheit. Veranstaltungsdatum 15.10.2026 - 18:30 Uhr - 20:00 Uhr. Veranstaltungsort online

Richtige Diagnose und Therapie:Krankenhaus Bethanien hilft junger Patientin mit seltener Erkrankung

Trachealstenose – wenn Atemnot kein Asthma ist
Eine junge Patientin litt laut eigener Aussage seit vielen Jahren unter wiederkehrenden Atemwegsinfekten, eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit und Atembeschwerden. Als Ursache wurde ein Asthma bronchiale vermutet und behandelt – bis in der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers schließlich die tatsächliche Ursache gefunden wurde: eine seltene sogenannte idiopathische Trachealstenose.

Chefarzt Dr. Peter Caspar Schulte erklärt: „Unter dieser versteht man eine Verengung der Luftröhre. Dadurch kann die Luft beim Ein- und Ausatmen nicht mehr ungehindert durch die Atemwege strömen. Je nach Ausprägung können Beschwerden wie Atemnot, Husten, pfeifende Atmung und eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit auftreten. Da diese Symptome zunächst unspezifisch sind, wird eine Verengung der Luftröhre nicht immer sofort erkannt. Insbesondere bei jüngeren Patientinnen und Patienten kann die Symptomatik zunächst beispielsweise einem Asthma bronchiale zugeschrieben werden.“

Symptome einer Trachealstenose
Schulte unterstreicht, dass ein wichtiger Hinweis unter anderem Beschwerden seien, die trotz vermeintlich passender Behandlung anhielten oder sich nicht so entwickelten, wie es bei der zunächst vermuteten Erkrankung zu erwarten sei. Auch wiederkehrende Atemwegsinfekte, eine zunehmende Belastungsluftnot oder auffällige Atemgeräusche könnten Anlass für eine weiterführende Diagnostik sein.

Bei entsprechendem Verdacht liefern dann bildgebende Untersuchungen und insbesondere eine Bronchoskopie weitere wichtige Informationen. Die Patientin beschreibt die Situation so: „Mein Symptome begannen bereits vor 20 Jahren. Während dieser Zeit wurde ich mit der Diagnose Bronchiales Asthma behandelt, das auf meine Allergien, wie Heuschnupfen, zurückführen ist. Ich bekam verschiedene Asthma-Sprays – doch nichts half.“

„Im Fall unserer jungen Patientin führten diese fehlende Besserung unter der bisherigen Behandlung und ihre Beschwerden schließlich zur weiterführenden Diagnostik. Dabei wurde die ausgeprägte Verengung der Luftröhre festgestellt“, so der Moerser Chefarzt.

Ursachen der Erkrankung
Trachealstenosen können unterschiedliche Ursachen haben: Häufig entstehen sie nach einer länger andauernden künstlichen Beatmung mit Intubation oder nach einer Tracheotomie (chirurgischer Eingriff, bei dem die Luftröhre geöffnet wird, um einen direkten Zugang zur Luftröhre am Hals zu schaffen). Weitere mögliche Ursachen sind Verletzungen, Tumorerkrankungen oder entzündliche beziehungsweise autoimmune Erkrankungen.

„Bei manchen Patientinnen und Patienten lässt sich jedoch trotz umfangreicher Diagnostik keine konkrete Ursache feststellen. Man spricht dann von einer idiopathischen Trachealstenose – so wie bei unserer Patientin“, fasst Dr. Schulte zusammen. Diese seltene Form betrifft überwiegend Frauen und tritt häufig im jüngeren Erwachsenenalter auf.

Interdisziplinäre Behandlung unter einem Dach
„Nach der Diagnosestellung wurde der Befund in unserem Lungenzentrum ausführlich und interdisziplinär besprochen. Neben unserer pneumologischen Expertise und der Erfahrung in der interventionellen Bronchoskopie waren die in der Trachealchirurgie erfahrenen Kolleginnen und Kollegen der Klinik für Thoraxchirurgie sowie der Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin beteiligt.

Diese enge Zusammenarbeit ist bei einer Trachealstenose besonders wichtig, denn die optimale Behandlung hängt unter anderem von der Lage, Länge und Ausprägung der Verengung ab. Neben endoskopischen Verfahren können in bestimmten Fällen auch Stentverfahren oder eine operative Rekonstruktion der Luftröhre erforderlich sein. Gemeinsam im Team können Diagnostik und Therapie individuell geplant werden.

Unser Ziel ist es, auch seltene Erkrankungen der Atemwege frühzeitig zu erkennen und Patientinnen und Patienten mit komplexen Befunden interdisziplinär und umfassend zu behandeln. Bei unserer Patientin wurde ein endoskopisches Behandlungskonzept gewählt.

Inzwischen sind mehrere Interventionen erfolgt. Unter anderem wurde die verengte Stelle durch eine Bougierung schrittweise erweitert. Die bisherigen Kontrollen zeigen einen sehr erfreulichen Verlauf: Die Luftröhre ist deutlich besser eröffnet, und auch die Beschwerden der Patientin haben sich unter der Behandlung verbessert“, erklärt der erfahrene Pneumologe Schulte, der seit Mai 2024 am Krankenhaus Bethanien tätig ist.

Die junge Patientin betont: „Dr. Schulte als Chefarzt ist sehr bemüht und engagiert. Ich bin mehr als zufrieden. Vom Sekretariat bis zur Aufnahme, den Ärztinnen und Ärzten und dem Pflegepersonal auf Station – das gesamte Team hat eine 1+ mit Sternchen verdient.“

Dr. Peter Caspar Schulte, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- & Beatmungsmedizin, und das interdisziplinäre Team des Lungenzentrums behandelten die Trachealstenose, eine Verengung der Luftröhre, einer jungen Patientin und verhalf dieser so zu neuer Lebensqualität.


Sterbefallzahlen im 3. Quartal 2026: Hitzewellen führen zu vorübergehenden Anstiegen
Historische Hitzewelle Ende Juni mit Auswirkungen bis ins 3. Quartal
Im 3. Quartal 2026 sind in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 230 428 Menschen gestorben. Bereits die letzte komplette Juniwoche zum Ende des 2. Quartals war von einer starken Hitzewelle geprägt. In dieser Woche lagen die Sterbefallzahlen um 36 % über den mittleren Werten der vier Vorjahre.

Auch in der darauffolgenden Woche, zum Monatswechsel Juni auf Juli, lagen die Sterbefallzahlen auf einem deutlich erhöhten Niveau (+28 %). In den Kalenderwochen 31 und 32 (vom 27. Juli bis zum 9. August) während einer weiteren Hitzewelle lagen die Sterbefallzahlen mit jeweils 4 % erneut über den entsprechenden mittleren Werten der Vorjahre.

Dass im Zusammenhang mit Hitze die gesundheitliche Belastung hoch ist und in Folge auch die Sterbefallzahlen ansteigen, ist ein bekannter Effekt, der in Sommermonaten bereits häufiger beobachtet wurde.



Sterbefallzahlen außerhalb der Hitzewellen zumeist unter den Vergleichswerten
Außerhalb der Hitzewellen lagen die Sterbefallzahlen im 3. Quartal zumeist unter den Vergleichswerten aus den Vorjahren – um bis zu 9 % in Kalenderwoche 36 vom 31. August bis zum 6. September. Auf die einzelnen Monate bezogen betrug die Differenz zum jeweiligen mittleren Wert der Jahre 2022 bis 2025 für den Juli +4 %, für den August -2 % und für den September -5 %.

In Summe betrachtet lagen die Sterbefallzahlen des 3. Quartals um etwa 3 000 Fälle unter den Vergleichswerten aus den Vorjahren. Zum Vergleich: Allein im Juni lagen die Sterbefallzahlen um fast 8000 Fälle über dem mittleren Wert der vier Vorjahre.

Auswirkung der Hitzewelle zeigte sich auch in anderen europäischen Ländern Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts europaweit vergleichend ein. Die deutlichsten Abweichungen im Zuge der sommerlichen Hitzewellen zeigten sich hier noch im 2. Quartal Ende Juni, als zum Beispiel für Frankreich und für Belgien eine sehr hohe Übersterblichkeit ("very high excess") ausgewiesen wurde.

In Kalenderwoche 27 (vom 29. Juni bis zum 5. Juli) wurde die Übersterblichkeit auch in Belgien als hoch ("high excess"), in Österreich und der Schweiz als moderat ("moderate excess") eingeordnet. Auch andere Länder weisen zumindest eine leichte Übersterblichkeit ("low excess") in dieser Woche auf. In den folgenden Sommerwochen wurden europaweit nur vereinzelt geringe Abweichungen von den erwartbaren Entwicklungen festgestellt.

Inflationsrate im September 2026 bei +3,3 %. Weiter steigende Energiepreise treiben die Inflationsrate auf den Jahreshöchststand
Verbraucherpreisindex, September 2026:
+3,3 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,6 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, September 2026:
+3,3 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,6 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im September 2026 bei +3,3 %. Damit hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise erneut verstärkt, nachdem sie im August 2026 bei +2,9 % und im Juli 2026 bei +2,8 % gelegen hatte.

"Die Inflationsrate erreichte im September mit über drei Prozent einen neuen Jahreshöchststand. Das war zugleich der höchste Wert seit Dezember 2023", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). "Verantwortlich für den Anstieg der Inflationsrate war erneut die Entwicklung der Energiepreise. Besonders zeigte sich die Teuerung bei Mineralölprodukten an den Tankstellen und beim Heizöl", so Brand. Im Vergleich zum Vormonat August 2026 stiegen die Verbraucherpreise insgesamt im September 2026 um 0,6 %.



Energieprodukte verteuerten sich um 14,9 % gegenüber September 2025 Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im September 2026 um 14,9 % höher als im September 2025. Damit verstärkte sich die Teuerung für Energie im September 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat den dritten Monat infolge (August 2026: +10,5 %; Juli 2026: +8,3 %; Juni 2026: +3,4 %). Dies war der höchste Anstieg der Energiepreise seit Februar 2023 (+19,1 % gegenüber Februar 2022).

Der seit dem Beginn des Iran-Kriegs auf dem Rohölmarkt beobachtete Preisauftrieb spiegelte sich in der Energiepreisentwicklung bei Erzeugerpreisen und Verbraucherpreisen wider. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher erhöhten sich dadurch im September 2026 gegenüber September 2025 die Preise für Kraftstoffe deutlich um 37,1 % (August 2026: +27,7 %) und für leichtes Heizöl noch stärker um 74,9 % (August 2026: +49,6 %).

Auch Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe (+15,6 %) verteuerten sich im September 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat. Hingegen lagen die Preise für Strom (-5,5 %), Erdgas ohne Betriebskosten (-2,8 %) und Fernwärme (-1,0 %) im September 2026 weiterhin unter denen des Vorjahresmonats. Die rückläufigen Preisentwicklungen bei Strom, Erdgas und Fernwärme sind teilweise auf die bereits seit Jahresbeginn umgesetzten Maßnahmen der Bundesregierung zurückzuführen.

Die Entlastungsmaßnahme der erneuten Senkung der Energiesteuer insbesondere auf Kraftstoffe (Tankrabatt) wirkte sich noch nicht auf die Septemberergebnisse aus, da sie erst zum 1. Oktober 2026 in Kraft trat. Preisindizes für Energieprodukte Line chart with 5 lines. 2020 = 100 1 CO₂-Preis-Erhöhung. 2 Ende der temporären Mehrwertsteuersenkung für Gas (einschließlich Flüssiggas) und Fernwärme.

3 CO₂-Preis-Erhöhung, reduzierte Übertragungsnetzentgelte für Strom und Abschaffung der Gasspeicherumlage. 4 Beginn des Kriegs im Nahen Osten.



Waren verteuerten sich gegenüber September 2025 um 3,8 %
Die Preise für Waren insgesamt lagen im September 2026 um 3,8 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Verbrauchsgüter verteuerten sich dabei um 5,4 %, insbesondere aufgrund der Energiepreisentwicklung (+14,9 %), während sich die Preise für Gebrauchsgüter um 1,0 % erhöhten.

Besonders teuer waren binnen Jahresfrist neben den Energieprodukten zum Beispiel Informationsverarbeitungsgeräte (+9,2 %) und Tabakwaren (+5,6 %). Preisrückgänge verzeichneten hingegen unter anderem Kaffee, Tee und Kakao (-3,3 %) und Haushaltsgeräte (-2,5 %).



Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 2,7 % Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen im September 2026 um 2,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Teuerung für Dienstleistungen hat sich damit erneut leicht abgeschwächt und lag unterhalb der Gesamtteuerung. Besonders stark verteuerten sich im Vorjahresvergleich unter anderem Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+6,3 %), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+4,7 %) sowie Friseurleistungen und andere Dienstleistungen für die Körperpflege (+4,3 %).

Auch Pauschalreisen (+3,8 %) sowie die Wasserversorgung und andere Dienstleistungen für die Wohnung (+3,7 %) waren im September 2026 deutlich teurer als ein Jahr zuvor. Bedeutsam für die Preisentwicklung insgesamt blieben im September 2026 die Nettokaltmieten mit +1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Andere Dienstleistungen, wie die für die Telekommunikation (+0,2 %) verteuerten sich im Vorjahresvergleich beispielsweise nur gering.

Preise insgesamt stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,6 %, Energie um 3,8 % Gegenüber August 2026 stieg der Verbraucherpreisindex insgesamt im September 2026 um 0,6 %. Die Energiepreise stiegen binnen Monatsfrist um 3,8 %, wobei die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem für leichtes Heizöl (+18,5 %) und für Kraftstoffe (+6,9 %, darunter Diesel: +7,5 %; Superbenzin: +6,7 %) mehr ausgeben mussten.

Teurer binnen Monatsfrist wurden vor allem auch saisonbedingt Bekleidungsartikel (+5,6 %). Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt zogen gegenüber dem Vormonat an (+0,4 %, darunter Gemüse: +3,5 %, aber Fleisch und Fleischwaren: -0,5 %). Deutlich günstiger binnen Monatsfrist wurden beispielsweise internationale Flüge (-7,3 %) und Pauschalreisen ins Ausland (-4,2 %).


Moers: Deutsch-jüdische und israelische Literatur
Seit Heinrich Heine und bis in die Gegenwart sind jüdische Autoren und Autorinnen ein wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur.  In ihren Werken kommt zum Ausdruck, was man die „deutsch-jüdische Symbiose“ zu nennen pflegte. Aber nicht erst seit Hitler war dieser Begriff sehr problematisch und wird heute kaum noch verwendet.

Seit etwa zwei Generationen gibt es in Deutschland auch jüdische Autoren und Autorinnen aus einem anderen Land: aus Israel. Nach der Staatsgründung 1948 dauerte es noch etwa zwei Jahrzehnte, bis diese Literatur international bekannt wurde. Als Verleger kennt Michael Krüger viele israelische Autoren persönlich; Jakob Hessing, Germanist an der Uni Jerusalem, erforscht die Geschichte der deutsch-jüdischen Literatur.

In einem Gespräch tauschen sie ihre Erfahrungen aus. Kurs-Nr.: I20104 Teilnahmegebühr: unentgeltlich Gesprächsteilnehmer: Michael Krüger, Jakob Hessing, Prof. Dr. Jakob Hessing. Veranstaltungsdatum 12.10.2026 - 19:30 Uhr - 21:00 Uhr. Veranstaltungsort online

Moers: Online-Konten und digitale Dateien: Was passiert damit eigentlich nach meinem Tod? (online)
Verträge werden per Mausklick abgeschlossen und in sozialen Netzwerken sind Nutzer aktiv, aber wie kann man Daten schützen und was passiert mit Fotos, Onlinekonten und Profilen nach dem Tod?  Nur wenige Menschen wissen, dass in der Onlinewelt Verträge weiter laufen und Kosten verursachen oder Guthaben zu verfallen drohen, wenn der digitale Nachlass nicht geregelt ist. 

In ihrem Online-Vortrag informiert Coletta Lehmenkühler wie rechtzeitig die richtigen Vorkehrungen für das Online-Erbe getroffen werden können. Kurs-Nr.: I10336 Teilnahmegebühr: unentgeltlich Referentin: Coletta Lehmenkühler Anmeldeschluss: 08.10.2026 In Kooperation mit der Verbraucherzentrale Kreis Kleve. Veranstaltungsdatum 13.10.2026 - 18:00 Uhr - 19:30 Uhr. Veranstaltungsort online

Moers: Kohlendioxid als Rohstoff: Wie schließen wir den Kreislauf?
Erdöl und Erdgas dienen seit Jahrzehnten und bis heute in großem Maße weltweit als Energieträger und Rohstoffe für die chemische Industrie, und bleiben zentral für Energiesicherheit und wirtschaftliche Stabilität.  Trotz des steigenden Angebots an alternativer Energie können wir nicht auf chemische Energieträger verzichten.

Für Kunststoffe und andere Produkte der chemischen Industrie brauchen wir weiterhin Kohlenstoffquellen. Wie können wir dennoch langfristig unsere Rohstoffbasis diversifizieren und technologische Führungsfähigkeit sichern?  Die Nutzung von Kohlendioxid und Methan bietet Möglichkeiten, Kohlenstoff effizient im Kreislauf zu führen und gleichzeitig neue industrielle Wertschöpfungsketten zu erschließen. 

Wie kann das konkret funktionieren? Kurs-Nr.: I11001 Teilnahmegebühr: unentgeltlich Dozent: Claus Daniel. Veranstaltungsdatum 13.10.2026 - 19:30 Uhr - 21:00 Uhr. Veranstaltungsort online

Moers: Energieverbrauch erkennen und bewerten (online)
Die Kosten für Energie haben sich verändert, die Schwankungen werden stärker: ein Grund, sich mit dem Verbrauch in den eigenen vier Wänden auseinander zu setzen, an der Energiewende zu beteiligen und Einsparpotentiale zu finden. 

Energieberater Akke Wilmes von der Verbraucherzentrale zeigt, welche Möglichkeiten man hat, um den Energieverbrauch zu dokumentieren und mit einfachen und vorhandenen Mitteln den Verbrauch zu bestimmen und, bezogen auf den eigenen Haushalt, zu bewerten und daraus einzuschätzen, welche Möglichkeiten man hat, den Verbrauch sinnvoll zu reduzieren. 

Ziel: Geldbeutel und Klima werden geschont. Es besteht Raum für individuelle Fragen. Kurs-Nr.: I10443 Teilnahmegebühr: unentgeltlich. Dozent: Akke Wilmes. In Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW. Veranstaltungsdatum 15.10.2026 - 18:30 Uhr - 20:00 Uhr. Veranstaltungsort online

Rat tagt in Moers
Veranstaltungsdatum 14.10.2026 - 16:00 Uhr - 18:00 Uhr. Ort Neues Rathaus, 47441 Moers, Ratssaal Link Tagesordnung im Ratsinformationssystem der Stadtverwaltung aufrufen

Aufsichtsrat Schlosstheater Moers GmbH
Veranstaltungsdatum 15.10.2026 - 16:00 Uhr - 18:00 Uhr. Ort ohne Angabe. Link Tagesordnung im Ratsinformationssystem der Stadtverwaltung

Kamp-Lintfort: David Wagner liest aus "Der vergessliche Riese"  
David Wagner erzählt in der preisgekrönten Erzählung „Der vergessliche Riese“ von der Demenz seines Vaters – einem Thema, dem sich immer mehr Menschen stellen müssen.

(Foto David Wagner: Linda Rosa Saal)

Ein Vater, zweifach verwitwet, ist wieder Kind geworden. Er braucht Betreuung und wird sein Haus verlassen müssen, denn er vergisst, was eben noch gewesen ist. David Wagner schafft etwas, das sehr kostbar ist: Er zeigt einen Menschen, der unverwechselbar bleibt mit all seinen liebenswerten Eigenheiten und seinen wenigen Erinnerungen. 

Die Zärtlichkeit, die der Erzähler ihm bei seinen Besuchen entgegenbringt, berührt tief, auch die Geduld, der Humor, das Ausbleiben von Hadern und Wut. Ganz leise schreitet die Demenz voran, doch sie verläuft hier ohne Schrecken. Der alte Galan ist glücklich, obwohl er weiß, was mit ihm ist. Kurs-Nr.: I30300EL

Teilnahmegebühr: VVK: 10 Euro/ AK: 13 Euro Autor: David Wagner
In Kooperation mit der Mediathek und dem Amt für Soziales Kamp-Lintfort Veranstaltungsdatum 14.10.2026 - 18:00 Uhr - 20:00 Uhr. Veranstaltungsort Mediathek Kamp-Lintfort,Freiherr-Vom-Stein-Straße 26, 47475 Kamp-Lintfort.

Wellness pur: Kraft schöpfen am Niederrhein
Wellness am Niederrhein bedeutet, dem Alltag entfliehen und neue Energie tanken. Die Region steht für Ruhe und Entspannung, ob beim Spaziergang durch die gepflegte Natur, in der Sauna oder bei einer wohltuenden Massage. Wellness steht für Entschleunigung und Genuss. Dies ist in der Region für wenige Stunden möglich, für einen ganzen Tag oder ein ganzes Wochenende.

Die NiederrheinCard ist dabei eine ideale Begleiterin für alle, die sich bewusst eine Auszeit gönnen möchten. Sie bietet attraktive Vorteile bei teilnehmenden Partnern und eröffnet damit vielfältige Möglichkeiten, den Niederrhein zu entdecken und dabei besondere Wellness- und Wohlfühlerlebnisse zu genießen.

Und auch als Geschenk ist die NiederrheinCard eine besondere Idee: Mit ihr lassen sich zu Weihnachten Erholung, eine gemeinsame Zeit und schöne Erlebnisse unter den Baum legen. www.niederrhein-card.de
Die Seele baumeln lassen – dazu laden die Herbst- und Wintertage am Niederrhein ein.

Foto: gymi media

Gemeinsam für mehr Sauberkeit in Meerbeck
Enni, Stadt Moers und Vivawest starten Pilotprojekt in der Wetterstraße
Um die Sauberkeit in Meerbeck zu verbessern, starten die ENNI Stadt & Service (Enni), die Stadt Moers und die Vivawest Wohnen GmbH nun ein gemeinsames Pilotprojekt: Am 13. Oktober führen die Partner auf einem rund 150 Meter langen Abschnitt der Wetterstraße eine umfassende Sonderreinigung durch.

Hintergrund ist die immer wieder diskutierte Situation bei der Gehweg- und Straßenrinnenreinigung in Meerbeck. In weiten Teilen des Stadtteils liegt die Reinigungspflicht für Gehwege bei den Anliegern. „Der Grünwuchs ist an manchen Stellen aber mittlerweile so stark, dass Bordsteinplatten kaum noch sichtbar sind. Eine reguläre Reinigung reicht dort nicht mehr aus“, erläutert Ulrich Kempken, Enni-Abteilungsleiter für Entsorgung und Reinigung.

Da zahlreiche Wohngebäude entlang der Wetterstraße zum Bestand der Vivawest gehören, hatten sich Vertreter von Stadt, Enni und Wohnungsunternehmen vor Ort ein Bild gemacht und gemeinsam nach Lösungen gesucht „Mit der Aktion wollen wir den Anwohnenden einen Reinigungszustand übergeben, den sie dann im Rahmen ihrer Anliegerpflichten aufrechterhalten können.“  

Für die Arbeiten wird in dem betroffenen Straßenabschnitt ein temporäres Halteverbot eingerichtet. Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden vorab mit einem Einwurfschreiben informiert. Bei der Sonderreinigung bündeln alle Beteiligten ihre Kräfte: Während die Enni mit geeigneter Technik und Personal unterstützt, bringt Vivawest ihre Verantwortung als Eigentümerin zahlreicher angrenzender Immobilien ein. Die Stadt Moers begleitet und unterstützt das Projekt organisatorisch. „

Mit diesem gemeinsamen Ansatz übernehmen alle Beteiligten Verantwortung für ein sauberes Wohnumfeld“, sagt Carmina Gaudig, Teamleiterin Region Niederrhein, die die Aktion gemeinsam mit Fabian Schmitt aus dem Kundenservice und Bestandstechniker Andreas Koeters bei Vivawest auf den Weg gebracht.

„Wir wollen mit dieser Maßnahme einen sichtbaren Beitrag zur Aufwertung des Straßenbildes leisten und gleichzeitig das Bewusstsein für die eigene Reinigungspflicht stärken.“  

Die Aktion hat zunächst Pilotcharakter. Gemeinsam wollen die Partner den Aufwand und die Wirksamkeit der Maßnahme bewerten. Bewährt sich das Konzept, könnten künftig weitere Schwerpunktreinigungen in Meerbeck folgen. „Saubere Straßen und Gehwege tragen wesentlich zur Lebensqualität in einem Stadtteil bei“, so Kempken. „Deshalb prüfen wir gemeinsam, ob wir mit solchen Kooperationen dauerhaft Verbesserungen erreichen können.“


Neukirchen-Vluyn: Wenn plötzlich jede Sekunde zählt: DRK Niederrhein bietet zwei Kurse „Erste Hilfe am Kind“ an  
Ein Kindernotfall kommt meist ohne Vorwarnung – und dann zählt jede Sekunde. In zwei Kursen in Neukirchen-Vluyn zeigt das DRK Niederrhein Eltern, werdenden Eltern, Großeltern und pädagogischen Fachkräften, wie sie in typischen Notfallsituationen richtig reagieren und sicher handeln können.  

Ein Kind verschluckt sich beim Essen, zieht eine heiße Tasse vom Tisch oder stürzt beim Spielen unglücklich. Aus einem ganz normalen Moment kann innerhalb weniger Sekunden ein Notfall werden. Dann kommt es darauf an, ruhig zu bleiben und zu wissen, was zu tun ist.  

Der DRK Kreisverband Niederrhein bietet deshalb am 14. November und 5. Dezember 2026 zwei Kurse „Erste Hilfe am Kind“ in Neukirchen-Vluyn an. Das Angebot richtet sich vor allem an Eltern, werdende Eltern und Großeltern, aber auch an Erzieherinnen, Erzieher und andere pädagogische Fachkräfte.

„Sicherheit für den Kindernotfall: Beim DRK Niederrhein lernen Eltern, werdende Eltern, Großeltern und pädagogische Fachkräfte die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe am Kind – hier bei einer praktischen Wiederbelebungsübung.“

„Viele haben Sorge, in einem Kindernotfall etwas falsch zu machen“, sagt Maren Siedentopf, Ausbilderin beim DRK Kreisverband Niederrhein. „Wer die wichtigsten Handgriffe schon einmal praktisch geübt hat, kann im Ernstfall sicherer reagieren und schneller handeln.“  

Im Kurs geht es unter anderem um Atemwegsprobleme, Bewusstlosigkeit, Wiederbelebung, Verletzungen, starke Blutungen, Verbrennungen, Verbrühungen und Vergiftungen. Die Maßnahmen werden praktisch trainiert. Auch Unfallprävention spielt eine Rolle: Wer typische Gefahren kennt, kann manche Notfallsituation bereits im Vorfeld vermeiden.

Gerade für werdende Eltern kann es beruhigend sein, sich schon vor der Geburt mit möglichen Notfällen auseinanderzusetzen. Großeltern können ihr Wissen auffrischen, wenn sie regelmäßig auf ihre Enkel aufpassen. Denn der letzte Erste-Hilfe-Kurs liegt bei vielen Menschen Jahre zurück – und bei Säuglingen und kleinen Kindern gelten teilweise andere Handgriffe als bei Erwachsenen.  

Die Kurse finden jeweils von 8:00 bis 15:45 Uhr in der DRK-Ausbildungsstätte, Wilhelm-Reuter-Allee 1a, 47506 Neukirchen-Vluyn, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro. Anmeldungen und weitere Informationen gibt es bei Maren Siedentopf unter 0281 3001-41 oder per E-Mail an breitenausbildung@drk-niederrhein.de.

Fünf Jahre Krebsberatung Niederrhein e. V.
Wie zwei Klientinnen das Unterstützungsangebot erleben

Seit der Gründung im September 2021 begleitet die Krebsberatung Niederrhein e. V. Krebsbetroffene und ihre An- sowie Zugehörigen in einer schwierigen, oftmals sehr herausfordernden Zeit. Mit Antworten auf viele Fragen rund um das Thema Krebs und einem breiten Netzwerk im Rücken unterstützte das mittlerweile fünfköpfige multiprofessionelle Team bereits mehr als 1.000 Klient:innen. Zwei von ihnen berichten über ihre Erfahrungen.

Kerstin Zimmer-Derks, fachliche Leitung der Krebsberatung und Psychoonkologin, erklärt: „Wir freuen uns, dass wir seit nunmehr fünf Jahren eine Stütze für Betroffene und ihre An- sowie Zugehörigen sein können. Viele befinden sich in einer Ausnahmesituation, in der neben Sorgen und Ängsten, jede Menge Fragen auftauchen – nicht nur im gesundheitlichen und psychologischen Sinn, sondern auch im beruflichen und finanziellen. Ihnen in dieser Zeit mit unserem Beratungsangebot Unterstützung zu bieten, ist unser Beitrag zu einer umfassenden Versorgung Krebsbetroffener.“

„Diese Krankheit erfordert viel Mut!“
Klientin Frau Schmitz ist an Lungekrebs erkrankt. Ihre Diagnose erhielt sie im Januar 2023. Seitdem durchlief sie Chemo- und Immuntherapie sowie Bestrahlung: „Ich hatte damals eine nette Dame im Krankenhaus, eine Pastorin, die mir sehr dabei geholfen hat, den ersten Schock zu verarbeiten. Sie hat den ersten Lichtblick und einen Tipp für weitere Beratungs- und Hilfsangebote gegeben. Ich habe dann selbst recherchiert – und bei der Krebsberatung Niederrhein in Moers eine Lösung für mich gefunden.“

Der erste Kontakt habe dann bei ihr Zuhause stattgefunden. Zunächst mit Psychologin und Psychonkologin Katharina Klaffki und dann mit Kerstin Zimmer-Derks. „Beide sind sehr sympathisch. Das ist enorm wichtig, denn bei so einer Krankheit, die einem viel Mut abverlangt, ist der physische Stress kleinzuhalten. Damit man der Erkrankung körperlich auch etwas entgegensetzten kann“, erklärt die 56-jährige. Geholfen hat mir das Team der Krebsberatung nicht nur bei der Verarbeitung, sondern auch bei Antragstellungen für Dinge, wie etwa einen Schwerbehindertenausweis.“

Alle vier bis sechs Wochen habe sie aktuell einen Termin in Moers, bei Herausforderungen oder Fragen jedoch jederzeit eine Anlaufstelle, erklärt Frau Schmitz. „Es ist enorm wichtig, Außenstehende zu haben, die da sind. Ich bin froh, dass ich noch lebe durch die Medizin und ebenso froh, dass ich bisher einigermaßen gut durch die Erkrankung gekommen bin mit der Hilfe der Krebsberatung.“ Einen Rat für andere Betroffene hat sie außerdem: „Bei jedem Menschen ist es anders – jede bzw. jeder geht ihre bzw. seine Probleme anders an. Wichtig ist, dass Betroffene von dem Angebot der Krebsberatung Niederrhein e. V. wissen und selbst den richtigen Zeitpunkt wählen.“

„Das ist ein leicht zugängliches und wertvolles Unterstützungsangebot – allen von Krebs Betroffenen steht die Tür offen.“

Cornelia Drißen kam im Frühjahr 2026 erstmals mit der Krebsberatung Niederrhein e. V. in Berührung. Psychologin und Psychoonkologin Katharina Klaffki betreut die 64-Jährige, die an Eierstockkrebs erkrankt ist, seitdem: „Die Zusammenarbeit mit Frau Klaffki funktioniert sehr gut. Sie hat mich und meine Situation mittlerweile kennengelernt und das gegenseitige Vertrauen ist gewachsen.

Ich möchte den regelmäßigen Austausch mit ihr langfristig fortsetzen, weiterhin meine Gedanken und Gefühle vertrauensvoll mit ihr reflektieren und eine gute Basis schaffen, um die Kraft der Gedanken zu nutzen, damit ich ein lebenswertes, glückliches Leben aufrechterhalten kann. Wir sehen uns alle drei bis sechs Wochen. Unabhängig davon kann ich bei Bedarf immer anrufen.“

Dass sie an Eierstockkrebs erkankt ist, weiß die Gocherin bereits seit 2019. „Gerade am Anfang wird man – mit der Diagnose Eierstockkrebs – überollt. Ich war wie in einer Blase, da herauszukommen, hat viel Kraft gekostet. Die Erkrankung ist nicht mehr heilbar und mittlerweile im dritten Rezidiv. Mit diesem dritten Rezidiv wollte ich jemanden kennenlernen, der mich langfristig begleitet – und das, bevor man akut in eine Endphase der Erkrankung und des Lebens kommt.

Frau Klaffki kann meiner Familie und mir in allen Phasen der Erkrankung zur Seite stehen. Auch, wenn es irgendwann auf das Ende zu geht, wird es wertvoll sein, gemeinsam Fragen rund um Abschied, Loslassen, Pallisativversorgung, Hospiz etc. zu klären. Ich möchte mit ihrer Hilfe ganzheitlich Ordnung und Zuversicht in unsere Gedanken bringen.“

Psychologische Unterstützung war Cornelia Drißen von Beginn ihrer Erkrankung an sehr wichtig: „Auch wenn man ein gesundes Umfeld in Familie und Freundinnen sowie Freunden hat, ist es etwas anderes, seine Gedanken mit einer ,neutralen‘ Person zu reflektieren. In der Krebsberatung Niederrhein e. V. arbeiten spezalisierte Kräfte. Es ist von großem Wert, dass die Mitarbeiterinnen den Fokus auf Krebspatientinnen und -patienten haben – und daher ihre vielfältigen Sorgen und Ängste genaustens kennen.“

Menschen in ähnlich krisenhaften Lebenssituationen empfiehlt sie, sich möglichst frühzeitig Hilfe zu holen. „Es lohnt sich sehr, mit den Ängsten und der Unsicherheit offen umzugehen. Das ist wichtig und hilft auch Angehörigen, mit der Situation zurechtzukommen. Bei der Krebsberatung ist das Wunderbare, dass auch Angehörigen das Angebot offensteht“, fasst die 64-Jährige zusammen.

„Im Zusammenhang mit meiner eigenen Erkrankung möchte ich noch zwei sehr wichtige Plattformen erwähnen, bei denen Betroffene von Eierstockkrebs Unterstützung bekommen können – den Eierstockkrebs Deutschland e. V. (ww.eskd.de) und die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs (stiftung-eierstockkrebs.de).“

Die Krebsberatung Niederrhein e. V. ist eine Anlaufstelle für Krebsbetroffene und ihre An- sowie Zugehörigen, die auf ein breites Netzwerk zugreifen kann und bei Bedarf vermittelt. In der Krebsberatung mit ihrem Sitz im Gewerbegebiet Eurotec (Eurotec-Ring 40, 47445 Moers) berät ein erfahrenes multiprofessionelles Team bei Fragen rund um das Thema Krebs. Oft geht es in der Beratung neben gesundheitlichen und psychologischen Aspekten auch um berufliche und finanzielle Themen, die Ratsuchende beschäftigen.

Bei allen Fragen hilft die Krebsberatung Niederrhein e. V. – kostenlos und unabhängig. Das unter anderem auch mit Außensprechstunden in Dinslaken (mittwochs, Mutter-Theresa-Haus, Bismarckstraße 28, 46535 Dinslaken), Wesel (dienstags, Pastor-Janßen-Straße 4, 46483 Wesel), Xanten (dienstags, bei „Die Pflege“, Sonsbecker Str. 57, 46509 Xanten) und Goch (montags, Voßheider Straße 214-232, 47574 Goch). Bei der Beratungsstelle handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Stiftung Bethanien Moers, der St. Josef Krankenhaus GmbH und dem ambulanten Pflegedienst „Die Pflege“ GmbH.

Das Team der Krebsberatung Niederrhein e. V. - (v. l.: Anke van den Bosch, Kerstin Zimmer-Derks, Martina Hanßen, Katharina Klaffki und Julie Goerlich.

Kerstin Zimmer-Derks, fachliche Leitung der Krebsberatung und Psychoonkologin (von vorne), im Gespräch mit Klientin Frau Schmitz (von hinten).

Klientin Cornelia Drißen (rechts) mit Psychologin und Psychoonkologin Katharina Klaffki (links).

Vorgetäuschte Hilfe – echtes Risiko! Falsche Fachleute am Telefon erkennen: DRK und Kreispolizei geben in Wesel Tipps zum Schutz vor Betrug  
Die Bank meldet sich wegen eines angeblichen Sicherheitsproblems. Ein vermeintlicher Microsoftmitarbeiter will den Computer retten. Und dann winkt auch noch ein Gewinn – obwohl man an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat. Hinter solchen Anrufen und Nachrichten steckt oft nur ein Ziel: an das Geld und die persönlichen Daten der Betroffenen zu kommen.  

Wie man die Täuschung erkennt und sich schützt, erklären das DRK Niederrhein und die Kreispolizeibehörde Wesel am Dienstag, 10. November 2026, um 18:00 Uhr im DRK-Zentrum, Handwerkerstraße 5 in Wesel. Der Themenabend der DRK-Pflegeberatung nimmt vier Bereiche in den Blick: falsche Bankmitarbeiter, angebliche Microsoftmitarbeiter, Gefahren im Internet und falsche Gewinnversprechen. Präventionsexperten der Kreispolizei erläutern typische Vorgehensweisen der Täter, geben praktische Hinweise für den Alltag und beantworten Fragen aus dem Publikum.  

Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, insbesondere an ältere Menschen und ihre Angehörigen. Auch Kinder und Enkel sind eingeladen: Wer die Betrugsmaschen kennt, kann im Familienkreis aufklären und im entscheidenden Moment helfen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Vorsicht vor Betrugsmaschen: Ob falsche Bankmitarbeiter, angebliche Computerexperten oder dubiose Gewinnversprechen – Betrüger versuchen immer wieder, an Geld und persönliche Daten zu gelangen. Wie man solche Tricks erkennt und sich davor schützt, erklären das DRK Niederrhein und die Kreispolizei Wesel bei einem kostenlosen Informationsabend am 10. November 2026 in Wesel.“ 

Moers: Tag der Bibliotheken: Lesung mit Bestsellerautorin Alex Beer
Geschichten stehen im Mittelpunkt, wenn die Bibliothek Moers am Samstag, 24. Oktober, zum Tag der Bibliotheken einlädt. Von kreativen Mitmachangeboten für Kinder bis zum literarischen Krimiabend ist für alle etwas dabei.  Höhepunkt des Tages ist die Lesung der Bestsellerautorin Alex Beer, die um 18.30 Uhr ihren neuen historischen Kriminalroman ‚Das dritte Grab‘ vorstellt.

Darin ermittelt August Emmerich im Wien des Jahres 1923. Sein Freund Veit Kolja – Politiker und ehemaliger Unterweltboss – ist verschwunden. Als eine Mordserie die Stadt erschüttert, beginnt für Emmerich eine gefährliche Suche, die ihn tief in die Gangsterwelt Wiens führt.  Für diese Veranstaltung in Kooperation mit der Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens e. V. gibt es noch Karten. Sie kosten 15 Euro im Vorverkauf und 17 Euro an der Abendkasse und sind in der Bibliothek Moers erhältlich.

Workshops und ‚Book Blind Dates‘
Bereits am Vormittag wird es kreativ: Von 10.30 bis 14 Uhr können Besucherinnen und Besucher beim Origami-Workshop ihre Faltkünste ausprobieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.  Für die jüngsten Bücherfans gibt es gleich zweimal ein Bilderbuchkino mit anschließendem Basteln, jeweils von 10.30 bis 11.45 Uhr sowie von 11.45 bis 13 Uhr.

Das Angebot richtet sich an Kinder ab drei Jahren. Für das Bastelmaterial wird ein Kostenbeitrag von zwei Euro erhoben. Eine Anmeldung ist unter jubue@moers.de erforderlich.  Auch für Überraschungen ist gesorgt: Bei den ‚Book Blind Dates‘ können verpackte Bücher entdeckt werden. Kurze Hinweise auf der Verpackung verraten, was die Leserinnen und Leser erwartet.

Welches Buch tatsächlich dahintersteckt, bleibt bis zum Auspacken ein Geheimnis. Die Blind-Date-Bücher können kostenlos mitgenommen werden. Kartenvorverkauf und weitere Infos:  Bibliothek Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, Öffnungszeiten: dienstags-freitags von 10.30 - 18.30 Uhr, samstags von 10.30 - 13.30 Uhr.

Schulung für das Beraterteam Geänderte Servicezeiten im Enni-Kundenzentrum Neukirchen-Vluyn  
Das Team des Enni-Kundenzentrums an der Niederrheinallee in Neukirchen-Vluyn kommt zu einer internen Schulungsmaßnahme zusammen. Deshalb beginnt die Servicezeit hier am Mittwoch, 14. Oktober, ausnahmsweise erst um 10 Uhr.

Für Notfälle in der Energie‑ und Wasserversorgung, der öffentlichen Kanalisation oder auf den Moerser Straßen ist der Bereitschaftsdienst unter 02841 / 104 114 rund um die Uhr erreichbar.

Wie fahrradfreundlich ist Wesel? – Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2026
Der ADFC stellt den Fahrradfahrer*innen in ganz Deutschland zwischen dem 1. September und dem 30. November 2026 die Frage „Wie fahrradfreundlich ist dein Ort?“ Die Stadt Wesel unterstützt den ADFC-Fahrradklima-Test und bittet die Verkehrsteilnehmenden, mitzumachen und damit wichtige Hinweise für die Verkehrsplanung zu geben. Nur wenn viele Bürgerinnen und Bürger teilnehmen, können aussagekräftige Ergebnisse erzielt werden. 

Den Link zur Befragung finden Sie unter „Links“. Der diesjährige ADFC-Fahrradklima-Test vereint drei Befragungen, sodass die Perspektiven von Erwachsenen, Jugendlichen und Kommunen sichtbar werden. Das Schwerpunktthema widmet sich in diesem Jahr der Mobilität von Kindern und Jugendlichen. Fahren sie üblicherweise Rad? Ist das Radfahren für sie sicher? Gibt es vor Ort Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung? Gibt es genug Rad-Parkmöglichkeiten an Kindergären, Schulen und Freizeitorten?

Die Befragung zeigt, wie die Teilnehmenden die Fahrradfreundlichkeit in Wesel einschätzen. Aus den Ergebnissen lassen sich nützliche Hinweise für die politischen Verantwortlichen sowie für den Bereich Verkehrsplanung ableiten. Der Abschlussbericht, der im Frühjahr 2027 veröffentlicht wird, bietet damit eine Grundlage, um die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern. 
Links ADFC-Fahrradklima-Test 2026: Befragung

Moers: Laubsammlung
Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, unterstützt die ENNI Stadt & Service Niederrhein (Enni) die Moerserinnen und Moersern wieder bei der Entsorgung. Zwischen dem 19. Oktober und dem 12. Dezember können sie das Laub städtischer Bäume kostenlos an sechs mobilen Sammelstellen abgeben. Ziel ist es, verstopfte Gullys zu vermeiden, die Straßenreinigung zu entlasten und das Stadtbild sauber zu halten.

Dazu sollen erstmals auch rund 60 Laubkörbe beitragen, die Enni im Rahmen eines Pilotprojekts in Straßen mit besonders hohem städtischem Baumbestand aufstellt – vor allem in Meerbeck sowie in weiteren Bereichen von Repelen, Kapellen, Schwafheim und Utfort. „Da die Körbe ausgesaugt werden, ist wichtig, dass tatsächlich nur loses Laub darin landet“, erklärt Ulrich Kempken, Enni-Abteilungsleiter für Entsorgung und Reinigung. Nach der Laubsaison will Enni die Erfahrungen auswerten. „Wenn es gut läuft, wollen wir das Angebot ausweiten.“  

Bereits seit Jahren bewährt hat sich das Laubmobil. Es hält wieder im zweiwöchentlichen Rhythmus an sechs Standorten im Stadtgebiet: montags an der Eissporthalle am Solimare, dienstags am Meerbecker Marktplatz, mittwochs am Henri-Guidet-Zentrum in Kapellen, donnerstags am Schwafheimer Kirmesplatz, freitags am Schulzentrum Rheinkamp sowie samstags in Eick an der Schillerstraße.

Die Sammelzeiten sind montags bis freitags von 7:30 bis 15 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr. Die genauen Termine stehen im Abfallkalender.  

„Mit dem Laubmobil und den neuen Laubkörben bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern praktische Möglichkeiten, das Laub der städtischen Bäume unkompliziert zu entsorgen“, sagt Kempken. Gleichzeitig appelliert er, Laub nicht in Straßenrinnen oder an Sammelstellen außerhalb der vorgesehenen Zeiten abzulagern. Dies könne Gullys verstopfen oder illegale Müllablagerungen begünstigen.

Alternativ können Haushalte das Laub auch über die Biotonne entsorgen. Am Kreislaufwirtschaftshof am Jostenhof kostet die Anlieferung von weichem Grünschnitt, somit auch von Laub, zwei Euro je 100 Liter. Fragen zur Abfallentsorgung beantwortet die Enni unter der kostenlosen Service-Rufnummer 0800 222 1040.

Stadt Wesel und DeltaPort laden zum Info-Markt über die Zukunft des Hafens ein
Was uns morgen bewegt, beginnt hier.
Stadt Wesel und DeltaPort laden zum Info-Markt über die Zukunft des Hafens ein

Wie soll sich der Hafen in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Welche Möglichkeiten eröffnet die geplante Hafenentwicklung – für Logistik und Versorgung, für Wasserstraße und Schiene, für neue Energien, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung? Unter dem Motto „Was uns morgen bewegt, beginnt hier.“ laden die Stadt Wesel und DeltaPort am 13. Oktober 2026 von 16.00 bis 20.00 Uhr zu einem öffentlichen Info-Markt ins Welcome Hotel Wesel ein.

Im Mittelpunkt steht die Zukunft des Hafens. Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Interessierte können sich über den Stand der Planung, Hintergründe und Ziele informieren und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen. Auch die Initiative ‚Rhein-Lippe-Aue bleibt!‘ ist von den Veranstaltern für eine Station auf dem Info-Markt angefragt.

Hafenentwicklung und Zukunftsthemen im Blick
Neben der konkreten Planung richtet der Info-Markt den Blick auf die künftige Rolle moderner Hafenstandorte. Themen sind unter anderem resiliente Lieferketten und Versorgungssicherheit, die bessere Verknüpfung von Wasserstraße, Schiene und Straße, die Verlagerung von Güterverkehren auf klimafreundlichere Verkehrsträger sowie neue Energieträger und Technologien. Auch die intelligentere Nutzung vorhandener Infrastruktur, Innovationen im Hafenbetrieb sowie regionale Zusammenarbeit, Wertschöpfung und Beschäftigung werden aufgegriffen.

„Uns ist wichtig, transparent über die geplante Entwicklung und das weitere Verfahren zu informieren. Der Info-Markt bietet die Möglichkeit, Fragen direkt zu stellen und unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen“, erklärt die Stadt Wesel. „Der Rhein-Lippe-Hafen kann künftig noch stärker zu einem Knotenpunkt für Logistik, Versorgung, Energie und Innovation werden. Wir möchten zeigen, welche Möglichkeiten sich durch eine bessere Vernetzung von Wasserstraße, Schiene und Straße, neue Technologien und die Zusammenarbeit in der Region ergeben“, ergänzt DeltaPort.

Hafenrundfahrt bietet Einblicke vor Ort
Ein besonderer Programmpunkt ist die freiwillige Hafenrundfahrt mit Bussen um etwa 17.00 Uhr. Dabei erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in die vorhandene Infrastruktur, die Aktivitäten im Hafen sowie aktuelle und künftige Entwicklungen. Vor, während und nach der Rundfahrt kann der Info-Markt im Welcome Hotel Wesel besucht werden.

Termin: 13. Oktober 2026, 16.00 bis 20.00 Uhr
Ort: Welcome Hotel Wesel, Rheinpromenade 10, 46487 Wesel
16.00–17.00 Uhr: Info-Markt
17.00–18.30 Uhr: Info-Markt und Busrundfahrt
18.30–20.00 Uhr: Info-Markt

Moers: Fragen rund ums Älterwerden?
Am Dienstag, 13. Oktober, beraten Mitglieder des Beirates für ältere Menschen wieder zu allen Bereichen, die das Leben im Alter betreffen. Von 10 bis 12 Uhr sind Bahri Kizilkaya und Karola Peiter im Café Lyzeum der SCI Volksschule am Hanns-Albeck-Platz ansprechbar.

Ob Wohnen, Freizeit, Unterstützung oder andere Fragen des Alltags: Das Beratungsangebot deckt viele Themen ab. Die Mitglieder bringen eigene Erfahrungen, Fachwissen und umfangreiches Informationsmaterial mit.  Bei Bedarf können sie auch Kontakte zu passenden Einrichtungen, Vereinen und Institutionen in Moers vermitteln.

„Wir möchten mit unserem Angebot möglichst viele ältere Menschen erreichen“, sagt Beiratsvorsitzender Karl-Heinz Theußen. „Wer einfach nur den Beirat und seine Arbeit kennenlernen möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen.“  Aktuelle Termine und weitere Angebote für ältere Menschen finden sich außerdem in der Smartphone-App ‚Gut versorgt in…‘ (erhältlich im Apple App Store und im Google Play Store).

Dinslaken Bella Italia: Musikalische Reise nach Italien im Dachstudio
Das Seniorenbüro der Stadt Dinslaken lädt am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 15:30 Uhr zu einer besonderen musikalischen Reise ein. Im Dachstudio erwartet die Besucher*innen ein unterhaltsamer Nachmittag voller italienischer Musik, Schauspiel und Tanz: „Bella Italia – Eine Reise in das Sehnsuchtsland der Deutschen“.

Die Sängerin Susanne Hoffmann und der Konzertpianist Steve Nobles entführen ihr Publikum musikalisch nach Capri, in die Toskana und an den Lago Maggiore. Bekannte italienische Melodien wie „Bella Ciao“, „Zwei kleine Italiener“, „Tiritomba“, „Marina“, „Ciao ciao Bambina“ und „Arrivederci Roma“ laden zum Erinnern, Mitsingen und Träumen ein.

Dabei bleibt es nicht bei einem klassischen Konzert: Susanne Hoffmann verbindet Gesang, Schauspiel und Tanz und lässt die unterschiedlichen Personen und Geschichten der Stücke lebendig werden. Ob im zitronengelben Etuikleid oder im Rüschenhemd eines Startenors – mit viel Spielfreude sorgt sie gemeinsam mit Steve Nobles am Klavier für ein abwechslungsreiches und humorvolles Musiktheater.

Eine Besonderheit der Veranstaltung: Susanne Hoffmann und Steve Nobles treten unentgeltlich auf. Wer möchte, kann den beiden Künstler*innen mit einer Spende im herumgehenden Hut für ihren Auftritt danken. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Kaffee und weitere Getränke können vor Ort erworben werden.

Die Zahl der Plätze im Dachstudio ist begrenzt. Eine verbindliche Anmeldung bis zum 12. Oktober ist daher erforderlich – telefonisch unter 02064 66345 oder per E-Mail an melanie.segerath@dinslaken.de.

ULLA MEINECKE – BESSERE ZEITEN! Tour 25/26
Was für Zeiten. Sicher können die Liebeslyrik und Alltagsironie von Ulla Meinecke keine besseren Zeiten hervorzaubern, aber für ein paar Stunden vergessen und aufatmen lassen. Auch in ihrem neuen Programm kann sich ihr Publikum auf Liebeslieder, wie man sie so noch nicht gehört hat, auf gesungene Gedichte - ohne Kitsch, aber mit Tiefgang, freuen. Ulla Meinecke ist die Meisterin der treffenden Worte. Jenseits des Mainstreams.

Herbsthighlight im to hoop
Ulla Meinecke 17.10.2029 20h to hoop Alpsrayer Str. 102 47495 Rheinberg
Tickets bei Eventim Light, im jeder VVK Stelle oder an der Abendkasse

Ihre Geschichten sind Bilder des Alltäglichen, die auf unvergleichliche Weise dem Besonderen nachgehen. Die Texte der selbsternannten „Hardcore-Romantikerin“ handeln von dem einen großen Thema – von der wahren Liebe, von zarten Anfängen, kleinen Fluchten, großen Dramen und starken Abgängen. Freuen Sie sich auf einen Abend mit spannenden und humorvollen Erkenntnissen und musikalischen Ausflügen zusammen mit dem Reinmar Henschke.

Selbstverständlich werden dabei auch alle Hits von Ulla Meinecke zu Gehör gebracht – und viele neue ebenso. Weit mehr als eine Million Tonträger hat Ulla Meinecke von ihren Alben verkauft. Ulla Meinecke ist Komponistin, Liedpoetin und war schon Rock – und Popsängerin als von den Genres in Deutschland noch kaum die Rede war. Ulla Meinecke seit über dreißig Jahren eine feste Größe in der deutschen Musik -und Kulturlandschaft. In ihren Texten reflektiert sie auf ironische Weise und mit einer ihrer eigenen poetischen Sprache die Mysterien des Alltags und der Liebe.

Ihre samtige Stimme, ihre poetische Sprache und nicht zuletzt ihre nachdenklich-ironische Sicht auf die alltäglichen Dinge begründen ihren Ruf als Sängerin, Dichterin und Autorin. Viele 1000 Konzerte, ebenso viele Lesungen ihrer zwei bislang veröffentlichten Bücher, hat Ulla Meinecke in den letzten Jahren absolviert. GUT ZU WISSEN Ins Musikgeschäft gekommen ist Ulla Meinecke durch niemand geringeren als Udo Lindenberg.

Sie schickte ihm eine Kassette zu, weil er gerade Musikerinnen für eine Frauenband suchte. Nach einem Treffen mit dem Panik-Rocker zog sie 1976 nach Hamburg, um Lindenbergs Büro zu leiten. Parallel verfolgte sie ihre eigene musikalische Karriere – ebenfalls mit seiner Unterstützung. Ihr erstes Album "Von toten Tigern und nassen Katzen" erschien 1977.

Das zweite Album "Meinecke Fuchs", dass ihr schließlich auch zum Durchbruch verhalf. Es folgten zwei gemeinsame Tourneen mit Udo Lindenberg, bevor Ulla Meinecke nach Berlin zog und dort ihren eigenen Stil weiterentwickelte. Für Udo Lindenbergs "Dröhnland-Symphonie" im Jahr 1978 schrieben sie gemeinsam ein Liebeslied. Darin heißt es: "Nur zu dir fallen mir solche schönen Träume ein, ich will jede Sekunde nur noch mit dir zusammen sein, bis ans Ende der Welt, wenn es das gibt".

 "WENN SCHON NICHT FÜR IMMER, DANN WENIGSTENS FÜR EWIG" ZU DEN GRÖßTEN ALBEN ALLER ZEITEN“ (Bernd Schleßelmann - BREMEN1) "Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig". Dieses Album von Ulla Meinecke gehörte 1983/84 zu den herausragenden Produktionen des Deutsch-Pop und wurde später dann als Platinalbum ausgezeichnet.

Dinslaken: Burghofbühne und Stadtbibliothek starten neue Lesereihe für Kinder
Die Stadtbibliothek und die Burghofbühne Dinslaken haben ein neues Angebot für Kinder ab 4 Jahren ins Leben gerufen. Zweimal pro Saison liest die Burghofbühne im Kinder- und Jugendbereich der Stadtbibliothek in Zukunft aus aktuellen altersgerechten Stücken.

Los geht es am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 16 Uhr mit Auszügen aus „Das NEINhorn“ nach dem Kinderbuch von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn. „Wir freuen uns über die neue Kooperation mit der Stadtbibliothek und darauf, das vielfältige Kinderprogramm, das dort stattfindet, um zwei Lesungen mit Theaterbezug zu ergänzen.

‚Das NEINhorn‘, ein Klassiker der Kinderbücher, kann das junge Publikum bei dieser Gelegenheit noch einmal neu erleben, in einer lebendigen Lesung mit verteilten Rollen“, freut sich Anna Scherer, Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters der Burghofbühne, auf die Veranstaltung. Und darum geht es: Im Land der Träume oder ganz genau im hübschen Herzwald erblickt ein schnickeldischnuckeliges Einhorn das Licht der Welt.

Schnell stellt sich jedoch heraus, dass das kleine Einhorn ganz anders ist als alle anderen Einhörner. Statt mit einem fröhlichen „Ja“ antwortet es auf alles mit einem energischen „Nein“. „Nein“, sagt es zum Waschen und zum Essen. „Nein“ zur Schule und zum Sport. „Nein“ zum Mittagsschlaf auf einem Kuschelwölkchen und „Nein“ zum gezuckerten Glücksklee.

Deshalb beschließt seine Familie, es nicht mehr Ein- sondern NEINhorn zu nennen. Und weil es eines Tages genervt ist von all den Fragen, warum es denn nicht so ist, wie alle anderen Einhörner, macht es sich auf den Weg nach Nirgends. Auf seinem Weg trifft es auf den nicht gut (zu-)hörenden WASbären, auf den tiefenentspannten NAhUND und auf die immer Widerworte gebende KönigsDOCHter.

Und da nicht einmal dem NEINhorn ein Grund dagegen einfällt, beschließen die Vier Freunde zu sein. Denn es gibt doch nichts Schöneres, als gemeinsam bockig zu sein. Der Eintritt für die Lesung ist kostenlos, eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich.

Süßer Samstag auf dem Meerbecker Wochenmarkt am 17. Oktober
Am Samstag, 17. Oktober, laden die MSV Caritas Kickers von 10 bis 13 Uhr zu einer Waffelbackaktion auf den Meerbecker Wochenmarkt am Johann-Esser-Platz ein. Besucherinnen und Besucher können frisch gebackene Waffeln genießen und dabei das inklusive Fußballteam kennenlernen.

Die MSV Caritas Kickers stehen für gelebte Teilhabe, sportlichen Zusammenhalt und gesellschaftliches Engagement. Als erfolgreiches Team im Spielbetrieb von Special Olympics Deutschland konnten sie bereits fünf Goldmedaillen gewinnen. Mit der Aktion bringen sie den Teamgeist vom Fußballplatz mitten ins Marktgeschehen. 

Der Wochenmarkt bietet neben regionalen Produkten auch Raum für Begegnungen und Austausch. Zusätzliche Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen, Plaudern und Genießen ein. Unterstützt wird die Aktion vom Stadtteilbüro Neu_Meerbeck im Rahmen des Förderprogramms ‚Sozialer Zusammenhalt‘

(Foto: Caritas Kickers).

Lohberg entdecken – Spaziergang durch die historische Bergarbeitersiedlung
Am Sonntag, den 18. Oktober 2026, lädt Janet Rauch von 16 bis 17:30 Uhr zu einem kurzweiligen Spaziergang durch die denkmalgeschützte Bergarbeitersiedlung Lohberg ein. Ein besonderer Höhepunkt der Tour ist die Besichtigung des Ledigenheims. Die Teilnehmenden werfen einen Blick in die modernisierten Räume, den großen Saal für Kulturveranstaltungen sowie in Bereiche, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind – vom Dachboden über die Kellerräume bis hin zu den Büroräumen.

Abgerundet wird die Führung durch einen Abstecher ins DIZeum – das kleine Ledigenheim-Museum. Der Treffpunkt zur Führung ist am Ledigenheim in Lohberg, Stollenstraße 1. Die Teilnahmegebühr beträgt 7,50 Euro pro Person und ist direkt vor Ort bei der Gästeführerin zu entrichten. Verbindliche Anmeldungen für diesen Rundgang nimmt das Team der Stadtinformation am Rittertor unter Tel.: 02064 – 66 222 oder per E-Mail: stadtinformation@dinslaken.de gerne entgegen.

Dinslaken: Sondervorführung & Schulvorführung „Wir sind Juden aus Breslau“ mit Regisseurbesuch
Am Montag, den 12.10.26, findet um 19.30 Uhr eine Sondervorführung des Films „Wir sind Juden aus Breslau“ statt und am Dienstag, den 13.10., gibt es den Film für Schulklassen zu sehen. Das Lichtburg Center Dinslaken führt den preisgekrönten Dokumentarfilm, der ein eindringliches Zeichen gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa setzt, in Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies vor.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit: Anne Prior, Dinslaken, Stadtbibliothek Dinslaken, Omas gegen Rechts Dinslaken, Evangelischer Kirchenkreis Dinslaken, Flüchtlingsrat Dinslaken, Amnesty International Dinslaken, Mother's call Dinslaken und der Stadt Dinslaken statt. Das Projekt wird gefördert durch die Fachstelle für Demokratie der Stadt Moers im Auftrag des Kreises Wesel im Rahmen des Landesprogramms "NRWeltoffen" des Demokratiezentrums NRW in der Landeszentrale für politische Bildung.

Filmplakat: Wir sind Juden aus Breslau.

„Wir sind Juden aus Breslau“ ist ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Anita Lasker Wallfisch, eine wichtige Protagonistin, hielt im Deutschen Bundestag die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier und wurde mit dem Deutschen Nationalpreis geehrt. In diesem Jahr ist der 88. Jahrestag der Pogromnacht. Das Kapitel "Pogromnacht" spielt in den Erinnerungen der Protagonisten eine elementare Rolle. http://www.judenausbreslaufilm.de


Tag der Bibliotheken am 24. Oktober in der Stadtbibliothek Dinslaken

Bibliotheken sind schon lange nicht mehr nur reine Ausleihstellen für Bücher. Sie sind offene Treffpunkte für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Das zeigt sich auch im vielseitigen Programm der Bibliothek: Vorlesestunden, Ferienangebote, Bücherclubs oder Spieleabende laden regelmäßig zur Teilnahme ein.

Auch Vereine und Initiativen wie der Handarbeitstreff, die Initiative „Zuhören draußen“ oder die 1. Fotogemeinschaft „Objektiv“ Dinslaken e. V. nutzen die Räume. So entsteht ein Ort, an dem Gemeinschaft gelebt und kreative Ideen gefördert werden. „Der Tag der Bibliotheken ist eine wunderbare Gelegenheit, auf die vielfältigen Angebote und die Bedeutung von Bibliotheken aufmerksam zu machen.

Bibliotheken sind längst mehr als Orte, an denen Bücher ausgeliehen werden. Wir möchten diesen Tag nutzen, um zu zeigen, wie vielfältig unsere Stadtbibliothek ist“, sagt Constanze Palotz, Leiterin der Stadtbibliothek. Am 24. Oktober machen bundesweit rund 8.000 Bibliotheken auf ihre Angebote aufmerksam.

Auch die Stadtbibliothek Dinslaken beteiligt sich mit einem kleinen Programm: Von 10 bis 13 Uhr gibt es in der Kinderbibliothek ein offenes Bastelangebot passend zum Herbst. Die entstandenen Kunstwerke können anschließend an einer Ausstellungswand aufgehängt und präsentiert werden. Zudem gibt es ein Kinderbibliotheks-Bingo, bei dem die Kinder die Bibliothek spielerisch neu entdecken können.

Im Erwachsenenbereich ist eine Überraschungsausleihe vorbereitet: Auf einem Büchertisch stehen in Zeitungspapier verpackte Bücher zur Mitnahme bereit. Der Inhalt wird nur anhand weniger Stichpunkte verraten. So wird die Buchauswahl zur kleinen Überraschung. Darüber hinaus können Besucher*innen den ganzen Tag über die Spielekonsolen der Bibliothek sowie den Kickertisch nutzen oder das E-Piano vor Ort ausprobieren.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich über die digitalen Angebote der Bibliothek zu informieren. Dazu zählen unter anderem die Onleihe und der PressReader, mit denen Nutzer*innen bequem online auf Bücher, Zeitungen und Magazine zugreifen können. Weitere Informationen zum bundesweiten Tag der Bibliotheken gibt es auf der Webseite des Bibliotheksverbandes unter https://www.bibliotheksverband.de/tag-der-bibliotheken.


Jetzt pflanzen für den Frühling: Herbstzeit ist Wurzelzeit
Gartenbauexperte erklärt, worauf es bei Stauden, Gehölzen und Blumenzwiebeln ankommt

Wer im Frühjahr so eine Blütenpracht will, muss jetzt im Herbst pflanzen. (Quelle: BLGL)

Der Herbst bietet für viele Gartenpflanzen bessere Pflanzbedingungen als das Frühjahr: Der Boden ist noch warm, die Verdunstung nimmt ab und die Feuchtigkeit unterstützt die Wurzelbildung. Wer jetzt Stauden, Gehölze und Blumenzwiebeln pflanzt, schafft damit gute Voraussetzungen für einen kräftigen Austrieb im kommenden Frühjahr.

„Die richtige Pflanze am passenden Standort ist viel wichtiger als später eine besonders aufwändige Pflege“, weiß Dr. Lutz Popp vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.

Stauden: Vor dem Frost einwurzeln
Stauden lassen sich gut im Herbst pflanzen, solange bis zum Winter noch ausreichend Zeit zum Einwurzeln bleibt. In den frühen Herbstwochen können sich die Pflanzen am neuen Standort etablieren und im Frühjahr zügig austreiben. Auch ältere Exemplare lassen sich jetzt noch teilen oder umpflanzen.

Bei der Auswahl kommt es vor allem auf den Standort an. Während Fetthennen sonnige, durchlässige und eher trockene Böden bevorzugen, gedeihen Herbst-Anemonen besser an halbschattigen Standorten mit humosem, ausreichend feuchtem Boden. „Wer Licht, Boden und Feuchtigkeit berücksichtigt, schafft die Grundlage für gesunde Pflanzen und einen vielfältigen Garten“, ergänzt Dr. Popp.

Verblühte Stängel und Fruchtstände standfester Stauden müssen im Herbst nicht entfernt werden. Sie geben dem Beet Struktur und dienen Insekten als Rückzugsort. Zurückgeschnitten werden sollte nur, was krank oder faul ist.

Gehölze: Warm, feucht und wurzelfreundlich
Auch Bäume, Sträucher und Hecken profitieren von einer Herbstpflanzung. „Wurzelnackte und ballierte Gehölze sind im Herbst häufig eine besonders gute Wahl“, sagt Dr. Popp. „Der noch warme Boden unterstützt die Wurzelbildung, während die Pflanzen keine Blätter mehr versorgen müssen. Nach dem Pflanzen kommt es vor allem auf einen gründlichen Gießvorgang an.“

Vor der Pflanzung lohnt sich eine genaue Planung: Wie groß wird das Gehölz? Wie viel Platz braucht es? Bei freiwachsenden Hecken braucht es ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Sträuchern. So schaffen heimische Blüten- und Wildgehölze wie Kornelkirsche, Felsenbirne, Weißdorn oder Hasel Struktur und bieten Vögeln und Insekten Nahrung sowie Rückzugsorte.

Eine Ausnahme bilden frostempfindliche Gehölze. Wein, Kiwi, Pfirsich und Aprikose sollten besser im Frühjahr gepflanzt werden. Generell kann in höheren und rauen Lagen der Frühjahrstermin die sicherere Wahl sein.

Blumenzwiebeln: Die Frühjahrsblüte beginnt im Herbst
Wer Krokusse, Narzissen, Tulpen, Schneeglöckchen, Winterlinge oder Blausternchen im Frühjahr blühen sehen möchte, sollte Blumenzwiebeln im Herbst setzen.

„Wer verschiedene Arten kombiniert, verlängert die Blühsaison und schafft frühe Nahrungsangebote für Wildbienen und andere Insekten“, so Dr. Lutz Popp.

Es empfiehlt sich ab September zu pflanzen, der Oktober ist häufig ideal. Je nach Witterung geht es auch noch später, solange der Boden nicht gefroren ist. Als Faustregel gilt: Die Zwiebel doppelt so tief pflanzen, wie sie hoch ist. Kleine Arten kommen in größeren in Gruppen zur Geltung, größere in lockeren Tuffs. Zwischen Stauden oder unter Gehölzen finden sie passende Plätze, an denen sie im zeitigen Frühjahr ausreichend Licht bekommen.

Richtig angießen und den Boden schützen
Alle frisch gesetzten Pflanzen müssen nach dem Pflanzen durchdringend gegossen werden, auch bei feuchtem Boden. Eine dünne Mulchdecke aus geeignetem organischem Material hält die Feuchtigkeit und schützt den Boden vor Austrocknung. Bei Gehölzen erleichtert ein Gießrand die Wasserversorgung.
Mehr Informationen gibt es unter: https://www.gartenbauvereine.org/