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Archiv  • Vorige Woche: KW 12
KW 13: 24.3. - 29.3.2025

Umstellung Winter- auf Sommerzeit: 30.03.2025 Uhr-Umstellung von 2 Uhr auf 3 Uhr.
Samstag, 29., Sonntag, 30. März 2025


Neue Schnellbuslinie SB 46 verbindet Nijmegen, Goch, den Airport Weeze und Kevelaer | Start am 6. April 2025
Ab dem 6. April 2025 startet die neue Schnellbuslinie SB 46, die eine direkte Verbindung zwischen Nijmegen, Kranenburg, Goch, dem Airport Weeze und Kevelaer bietet. Die Linie wird von der BVR Busverkehr Rheinland GmbH, einer 10-prozentigen Tochter der DB Regio Bus NRW, betrieben.

Fahrplan und Taktung
Der SB 46 verkehrt im Zweistundentakt und bietet eine schnelle Verbindung zwischen den Städten und dem Flughafen: Ab Nijmegen Hauptbahnhof über Kranenburg, Goch, Airport Weeze und weiter nach Kevelaer Bahnhof:    
Erste Abfahrt: 02:40 Uhr    
Letzte Abfahrt: 22:40 Uhr    
Fahrzeit bis Airport Weeze: ca. 65 Minuten
Ab Airport Weeze nach Nijmegen:
• Erste Abfahrt: 04:36 Uhr • Letzte Abfahrt: 00:36 Uhr

Tarife und Ticketkauf
Auf der Linie SB 46 gilt der VRR-Tarif und somit auch das Deutschlandticket. Tickets sind erhältlich über die App “DB NRWay“ oder unter www.dbregiobus-nrw.de/tickets-tarife/nrway. Weeze Airport – Nijmegen: ab 11,88 € (Stand April 2025)
Den vollständigen Fahrplan finden Sie hier: Download Fahrplan SB 46 (PDF)

„Mit der neuen Schnellbuslinie SB 46 wird die Erreichbarkeit des Airport Weeze weiter verbessert und Reisenden und Pendlern eine Verbindung im öffentlichen Personennahverkehr zwischen den Städten Nimwegen und Kevelaer geboten“, sagt Tom Kurzweg, Sprecher des Airport Weeze und ergänzt: „Wir freuen uns natürlich besonders, dass nun auch unsere Gäste aus den Niederlanden eine Möglichkeit haben, den Airport Weeze mit dem Bus ab Nimwegen direkt, preswert und komfortabel zu erreichen.“

„Mit der neuen Schnellbuslinie SB 46 leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität und stärken die Anbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Wir sind stolz darauf, einen weiteren Schritt in Richtung für das Verkehrsnetz über Landesgrenzen hinweg gegangen zu sein und werden auch in Zukunft weiterhin eng mit unseren Partnern zusammenarbeiten, um den öffentlichen Nahverkehr in der Region noch weiter zu optimieren.“, sagt Niederlassungsleiterin der BVR Busverkehr Rheinland GmbH Manja Schmidt.


Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen in Kleve
Ende Februar 2025 fanden die Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen in Kleve für das Schuljahr 2025/26 statt. Potenziell hätten bis zu 639 Schülerinnen und Schüler (SuS) an einer der fünf weiterführenden Schulen im Klever Stadtgebiet angemeldet werden können. Neben den Grundschulkindern aus Kleve sind darunter 117 Kinder, die Grundschulen der Gemeinde Bedburg-Hau besuchen sowie 106 Grundschülerinnen und Grundschüler aus der Gemeinde Kranenburg. Insgesamt haben die weiterführenden Schulen in Kleve zum bevorstehenden Schuljahr eine Kapazität von 622 SuS.

Die aktuellen Anmeldezahlen stellen sich nach Abschluss des Verfahrens wie folgt dar:
Schule Zügigkeit Kapazität Anmeldungen
Konrad Adenauer Gymnasium 4 124 111
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 3 93 107
Gesamtschule am Forstgarten 6 162 165
Joseph Beuys Gesamtschule 5 135 74
Karl Kisters Realschule 4 108 130

Insgesamt haben sich somit 587 SuS an einer weiterführenden Schule im Klever Stadtgebiet angemeldet. Neben SuS aus Kranenburg und Bedburg-Hau stammen einzelne Anmeldungen davon auch von Kindern aus Emmerich und Goch. Mit Stand vom 24. März 2025 ist der Stadt Kleve bekannt, dass sich insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler aus Kleve, Bedburg-Hau und Kranenburg an Schulen außerhalb des Klever Stadtgebietes angemeldet haben. 21 Anmeldungen von SuS stehen noch aus.

Die Schulleitung der Gesamtschule am Forstgarten hat trotz eines leichten Anmeldeüberhangs alle angemeldeten Kinder aufgenommen. Die Leitung der Karl Kisters Realschule hat hingegen 15 SuS ablehnen müssen, sodass dort 115 Kinder aufgenommen wurden. Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium konnte 93 SuS aufnehmen und musste 14 SuS ablehnen.


Innenstadtentwicklung: Was gehört zu Kleve, was darf sich verändern?
Ergebnisse der Bürgerbeteiligung
Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung können am Ende der folgenden Seite unter "Downloads" heruntergeladen werden:
https://www.kleve.de/stadt-kleve/freizeit-und-kultur/landesgartenschau-2029/aktuelles-zur-landesgartenschau

Die Stadt Kleve bedankt sich herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktiv an der Bürgerbeteiligung für die zukünftige Gestaltung der Innenstadt beteiligt haben. Dank der Beiträge aus der Online-Umfrage und der Veranstaltung vor Ort konnten viele Ideen und Anregungen gesammelt werden, die nun in den Planungswettbewerb für die Klever Innenstadt einfließen werden. Renommierte Planungsbüros werden über den Sommer Entwürfe für die Umgestaltung der Klever Innenstadt fertigen, über die anschließend eine Jury entscheidet.

Rund 50 Interessierte fanden am vergangenen Donnerstag den Weg zur Präsenzveranstaltung in den Räumlichkeiten der Hochschule-Rhein-Waal. Nach einer kurzen Vorstellung der aktuellen Sachstände wurden in Kleingruppen Ideen und Anregungen zur Innenstadt gesammelt. Diese wurden anschließend im Plenum diskutiert und ergänzt.

Zentrale Themen waren die Begrünung, Beleuchtung, Spielangebote für Kinder und Sitzgelegenheiten zum Verweilen. Zusätzlich zur Präsenzveranstaltungen haben insgesamt 138 Personen den Online-Fragebogen ausgefüllt und der Stadt Kleve auf diese Weise ihre Vorstellungen für die Klever Innenstadt der Zukunft mitgeteilt. Auch für diese vielen Meinungen möchte sich die Stadt Kleve herzlich bedanken.

Die Stadt Kleve verfolgt im Rahmen der Landesgartenschau das Ziel, die Fußgängerzone aufzuwerten und ihre Attraktivität zu steigern, um langfristig die Kundenfrequenz zu erhöhen. Dabei spielt die Gestaltung des öffentlichen Raums eine zentrale Rolle.

„Die Klever Innenstadt soll ein Ort sein, mit dem sich die Kleverinnen und Klever identifizieren können, an dem aber auch Besucherinnen und Besucher unserer Stadt gerne verweilen. Es geht nicht nur um Veränderungen, sondern auch darum, das Einzigartige von Kleve zu bewahren und neu in Szene zu setzen. Der anstehende Planungswettbewerb ist dabei ein gutes Instrument, um sich Expertise von außen zu holen und neue Blickwinkel zu bekommen“, betont Bürgermeister Wolfgang Gebing.

Der Planungswettbewerb soll in Kürze starten und die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden in die Entwürfe einfließen. Die Juryentscheidung über den besten Entwurf ist für Mitte September 2025 geplant.

Allen Interessierten stehen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung auf www.kleve.de/laga29 unter dem Punkt „Aktuelles zur Landesgartenschau“ ab sofort öffentlich zur Verfügung. Dort sind sowohl die Eingaben aus der Vor-Ort-Veranstaltung als auch die Ideen aus der Online-Umfrage aufgeführt.

Beliebter Moerser KunstFrühling erstmalig in Räumen der Sparkasse
Die Beteiligten freuen sich auf den Moerser KunstFrühling am 5. und 6. April, der erstmals in den Räumen der Sparkasse am Niederrhein am Ostring in Moers stattfindet.

Gruppenfoto Moerser Künstlerinnen und Künstlern zu Hüschs 100. Geburtstag. (Foto: Sparkasse am Niederrhein)

Kultur erleben und den Frühling begrüßen: Erstmals findet der Moerser KunstFrühling am Samstag, 5. und Sonntag, 6. April, in den Räumen der Sparkasse am Niederrhein (Ostring 4-7) statt. „Wir freuen uns sehr, diesmal auch der Gastgeber dieses schönen Events zu sein“, sagt Vorstandsvorstandsvorsitzender Giovanni Malaponti. Die Sparkasse hat bereits in den Vorjahren den KunstFrühling finanziell gefördert.

Parallel zum Moerser Frühling der Moers Marketing GmbH in der Innenstadt präsentiert das Kulturbüro an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr wieder einen abwechslungsreichen Kunst- und Kreativmarkt. „Über 50 Moerser Künstlerinnen und Künstler sind dabei, die ihre Arbeiten zum Verkauf anbieten: Grafiken, Fotografien, Ölbilder, Aquarelle und Acrylbilder sind hier ebenso zu finden wie Schmuck, österliche Deko oder Gestricktes“, erläutert Eva Marxen, Leiterin des Kulturbüros.

KunstFrühling feiert Hüschs 100. Geburtstag
Neben Kaffee und Kuchen aus der bewährten Herstellung von Caffe Classico warten eine ganze Reihe von Besonderheiten auf die Besucherinnen und Besucher: Die anlässlich einer öffentlichen Ausschreibung entstandenen 18 Motive zum Thema ‚Hüsch100‘ werden im Rahmen einer kleinen Schau innerhalb des Kunstmarktes gezeigt.

„Auch beim KunstFrühling wollten wir natürlich den Blick auf den 100. Geburtstag von Hanns Dieter Hüsch werfen“, so Diana Finkele, Leiterin des Eigenbetriebs Bildung und des Grafschafter Museums. Einige dieser Arbeiten – Malereien, Zeichnungen, Fotografien, Collagen – können auch in Form eines zehnteiligen Postkarten-Sets gekauft werden.

Siebdruck, Manga und Lieblingstiere
Am ‚Serviceschalter für tierische Illustrationswünsche‘ zeichnet Kinderbuchillustratorin Katja Jäger gegen eine kleine Spende live Lieblingstiere von Besucherinnen und Besuchern des Moerser KunstFrühlings. Auch selber kreativ werden können große und kleine Gäste in diesem Jahr an verschiedenen Stationen: zum Beispiel am Stand ‚Siebdruck to go‘ von Dietlinde Fricke.

‚Be creative‘ ­ – so die Einladung von Diana Kirsten-Szlaski und Jen Satora am Kreativ-Tisch gleich neben der Kinderspielzone der Sparkasse in der Kundenhalle. Diana Kirsten-Szlaski leitet die Herstellung von ‚Mein erstes Künstlerbuch‘, gestaltet mit (selbstgeschnitzten) Stempeln, an. Bei Jen Satora kommen alle auf ihre Kosten, die Fans von Comics und japanischen Mangas sind und eigene Figuren zeichnen möchten.

Alle Angebote sowie der Eintritt zum KunstFrühling sind kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Künstlerstände befinden sich in der Kundenhalle sowie im Casino der Sparkassen-Hauptstelle.

vhs Moers – Kamp-Lintfort: Fahrradtouren für Menschen 60+
Rund 25 Kilometer lange Radtouren durch Wiesen und Wälder, durch Dörfer und Felder plant und unternimmt eine Gruppe der vhs Moers – Kamp-Lintfort für mobile Seniorinnen und Senioren. Am Montag, 7. April, treffen sich Interessierte zum ersten Mal um 16 Uhr zu einer Vorbesprechung in der vhs Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10.

Dabei geht es um organisatorische Dinge, um die Routen und die genauen Termine. Insgesamt sind drei Touren vorgesehen. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig. Das ist telefonisch unter 0 28 41/201 – 565 und online unter www.vhs-moers.de möglich.

Neues Amtsblatt
Die Stadt Moers hat ein Amtsblatt veröffentlicht. Alle veröffentlichten Amtsblätter finden Sie unter https://www.moers.de/rathaus-politik/amtsblaetter Amtsblatt Nr. 06 vom 27.03.2025 (562.96 KB)

Kleve: Führung "Der Forstgarten im Frühjahr" am 6. April
Schon im 18. Jahrhundert wurde der Klever Forstgarten nach Art eines Botanischen Gartens angelegt und hat mit seinen geschwungenen Wegen und fremdländischen Gehölzen bis heute nicht an Anziehungskraft verloren.

Blüte im Obstbaumarboretum © Foto: Hans Heinz Hübers

Bei der Führung „Der Forstgarten im Frühjahr“ am Sonntag, den 06. April 2025 um 14.30 Uhr wird der Gartenführer Hans Heinz Hübers, der selbst viele Jahre für die Pflege der Gartenanlagen verantwortlich war, die Geschichte vom „Lustgarten“ bis zum Bürgerpark beschreiben. Dabei geht es sowohl um die Zeiten unter Buggenhagen und Weyhe, die Kurzeit als Bad Cleve, die Nachkriegszeit sowie um die Rekonstruktion unter Gustav und Rose Wörner bis zum neuen Parkpflegewerk von Elke Lorenz.

Außerdem wird das Obstbaumarboretum besichtigt, das vor wenigen Jahren angelegt wurde, viele alte Obstsorten sowie eine Wetterstation der Hochschule Rhein-Waal beherbergt und ein wichtiges Biotop darstellt.  Die Führung beginnt um 14.30 Uhr am Museum Kurhaus Kleve (Tiergartenstraße 41) und kostet 8 € pro Person.

Eine Anmeldung ist online unter www.kleve-tourismus.de oder bei der Wirtschaft & Tourismus Stadt Kleve GmbH (Tel.: 02821/84806) erforderlich. Für Gruppen besteht außerdem die Möglichkeit, die Führung zum Preis von 75 € zum Wunschtermin zu buchen. 


Moers: Frühjahrskonzert des Kammerorchesters mit Wiener Klassik am 6. April   
Zum Frühjahrskonzert lädt das Niederrheinische Kammerorchester Moers (NKM) am Sonntag, 6. April, um 18 Uhr, in das Kulturzentrum Rheinkamp (Kopernikusstraße 11) ein.

(Foto: Privat)

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Städtischen Konzertreihe statt. Das diesjährige Frühjahrskonzert des NKM taucht tief in die Seele der Wiener Klassik ein und stellt zwei herausragende Sinfonien aus der Feder von Joseph Haydn einander gegenüber: zum einen die ‚La Passione‘ betitelte Sinfonie Nr. 49 in f-Moll, deren eröffnendes Adagio in seiner Intensität zu den schönsten Einfällen des Komponisten gehört. 

Zudem ist die energetisch hochgeladene Sinfonie Nr. 44 in e-Moll genannte ‚Trauersinfonie‘ zu erleben, die in ihrem Gehalt und ihrer wilden Zugespitztheit weit entfernt ist von jeglicher verzopften Gefälligkeit. Zwischen diesen beiden Sinfonien erklingt das Joseph Haydn zugeschriebene Hornkonzert Nr. 2 D-Dur, das mit seinem unbeschwert fröhlichen Charakter in starkem Gegensatz zu den beiden Sinfonien steht.

Solist ist Kristiaan Slootmakers, stellvertretender Solohornist der Niederrheinischen Sinfoniker. Als Dirigent konnte das NKM Philip van Buren gewinnen, der bereits in früheren Jahren musikalischer Leiter des Orchesters war. Bis 18 Jahre ist der Eintritt frei (Die Musikschule bittet um Reservierung).

Erwachsene zahlen im Vorverkauf 17 Euro in der Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing, Kirchstraße 27 a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 60 (zuzüglich 8 Prozent Vorverkaufsgebühren) und bei der Musikschule, Filder Straße 126, Telefon 0 28 41 / 13 33.  Eventuelle Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.


13,8 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nutzten 2020 die Pendlerpauschale - Gut die Hälfte der Pendler/-innen mit Jahresbruttolohn von 20 000 bis unter 50 000 Euro
Im Zuge der Koalitionsverhandlungen wird auch eine Erhöhung der Pendlerpauschale diskutiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Daten aus den Steuererklärungen mitteilt, nutzten im Jahr 2020 rund 13,8 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Entfernungspauschale, auch Pendlerpauschale genannt.

Auf ihrem Weg zur Arbeit legten sie durchschnittlich 28 Kilometer zurück. Hierbei wurden nur Fälle erfasst, bei denen die Werbungskosten über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von damals 1 000 Euro lagen. Diejenigen, die unterhalb dieses Betrags blieben, gaben ihre gependelten Kilometer häufig nicht in ihrer Steuererklärung an beziehungsweise reichten gar keine Steuererklärung ein. 84 % der Pendlerinnen und Pendler (11,6 Millionen) nutzten zumindest für einen Teil der Strecke das eigene Auto.

Großteil der Pendler/-innen mit Jahresbruttolohn zwischen 20 000 und 100 000 Euro Ein Großteil der Pendlerinnen und Pendler hatte ein mittleres Einkommen: Mehr als die Hälfte (54 %) von ihnen erhielt einen jährlichen Bruttolohn von 20 000 bis unter 50 000 Euro, bei weiteren 30 % lag er zwischen 50 000 und 100 000 Euro im Jahr. Unter 20 000 Euro verdienten 11 % aller Pendlerinnen und Pendler, mindestens 100 000 Euro 5 %.


Insgesamt machten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die die Pendlerpauschale nutzten, 43 % aller veranlagten Steuerfälle mit Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit aus. Der Anteil war bei Pendlerinnen und Pendler mit einem jährlichen Bruttolohn von 50 000 bis unter 100 000 Euro am höchsten (62 %). Bei einem Bruttolohn von mindestens 100 000 im Jahr lag er bei 56 %, bei 20 000 bis unter 50 000 Euro brutto jährlich bei 49 %.


Unter den veranlagten Steuerfällen mit einem Jahresbruttolohn von unter 20 000 Euro machten 17 % von der Pendlerpauschale Gebrauch.  Personen außerhalb von Großstädten pendelten im Schnitt weiter Die Längen der Pendelstrecken unterscheiden sich je nach Wohnort. Lebten Pendlerinnen oder Pendler in einer Großstadt mit mindestens 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern, legten sie durchschnittlich rund 24 Kilometer zur Arbeit zurück.



In Mittelstädten mit 20 000 bis unter 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern waren es mit 29 Kilometern bereits 5 Kilometer mehr. In Kleinstädten mit 5 000 bis unter 20 000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie in Landgemeinden betrug der durchschnittliche Arbeitsweg 30 beziehungsweise 31 Kilometer. Je ländlicher eine Person wohnte, desto häufiger fuhr sie zudem mit dem Auto. In Großstädten gaben 68 % der Pendlerinnen und Pendler an, zumindest für einen Teil der Strecke das Auto zu nutzen. In Mittel- und Kleinstädten betrug der Anteil 87 % beziehungsweise 91 %, in Landgemeinden 93 %.



Öffentliche Schulden im 4. Quartal 2024 um 2,6 % höher als Ende 2023
Öffentlicher Schuldenstand steigt um 63,9 Milliarden Euro

Der Öffentliche Gesamthaushalt war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2024 mit 2 509,0 Milliarden Euro verschuldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die öffentliche Verschuldung damit gegenüber dem Jahresende 2023 um 2,6 % oder 63,9 Milliarden Euro.



Gegenüber dem 3. Quartal 2024 stieg die Verschuldung um 0,8 % oder 20,5 Milliarden Euro. Zum Öffentlichen Gesamthaushalt zählen die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie der Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute sowie der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.


Schulden des Bundes steigen um 2,1 %
Die Schulden des Bundes waren zum Ende des 4. Quartals 2024 um 2,1 % beziehungsweise 36,5 Milliarden Euro höher als Ende 2023. Ursächlich hierfür war insbesondere der Anstieg der Verschuldung des "Sondervermögen Bundeswehr" um 295,6 % oder 17,2 Milliarden Euro auf nunmehr 23,0 Milliarden Euro. Die Verschuldung des Sondervermögens "Wirtschaftsstabilisierungsfonds Corona" hingegen sank binnen Jahresfrist um 40,2 % oder 14,9 Milliarden Euro auf 22,1 Milliarden Euro.
Gegenüber dem 3. Quartal 2024 stieg die Verschuldung des Bundes um 0,8 % oder 13,6 Milliarden Euro.

Schulden der Länder erhöhen sich ebenfalls um 2,1 % D
ie Länder waren zum Ende des 4. Quartals 2024 mit 606,9 Milliarden Euro verschuldet, das waren 2,1 % oder 12,7 Milliarden Euro mehr als zum Jahresende 2023.

Gegenüber dem 3. Quartal 2024 stieg die Verschuldung der Länder um 0,1 % oder 796 Millionen Euro. Am stärksten stiegen die Schulden gegenüber dem Jahresende 2023 prozentual in Mecklenburg-Vorpommern (+10,9 %), Rheinland-Pfalz (+9,7 %), Brandenburg (+8,9 %) und Hessen (+8,3 %). In Mecklenburg-Vorpommern wurden auslaufende Kredite beim öffentlichen Bereich am Kapitalmarkt (nicht-öffentlicher Bereich) teilweise refinanziert.


Der Schuldenanstieg in Rheinland-Pfalz ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass im Rahmen des Programms "Partnerschaft zur Entschuldung der Kommunen in Rheinland-Pfalz" (PEK-RP) zum 31. Dezember 2024 insgesamt 2,8 Milliarden Euro an kommunalen Kassenkrediten vom Land übernommen wurden. Dadurch sank im Gegenzug die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände in Rheinland-Pfalz.

Schuldenrückgänge gegenüber dem Jahresende 2023 wurden lediglich für Niedersachsen (-4,1 %), Thüringen (-1,8 %), Nordrhein-Westfalen (-1,5 %) sowie Sachsen-Anhalt (-0,8 %) ermittelt. Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände wachsen um 9,5 % Auch bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden nahm die Verschuldung zum Ende des 4. Quartals 2024 gegenüber dem Jahresende 2023 zu.

Sie stieg um 9,5 % oder 14,7 Milliarden Euro auf 169,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem 3. Quartal 2024 erhöhten sich die kommunalen Schulden um 3,7 % oder 6,1 Milliarden Euro. Den höchsten prozentualen Schuldenanstieg gegenüber dem Jahresende 2023 wiesen dabei die Gemeinden und Gemeindeverbände in Mecklenburg-Vorpommern (+17,7 %) auf, gefolgt von Sachsen (+17,3 %), Niedersachsen (+15,0 %), Bayern (+14,0 %) und Nordrhein-Westfalen (+12,8 %).

Einen Rückgang der Verschuldung gab es lediglich in Rheinland-Pfalz (-21,3 %) wegen des Entschuldungsprogramms PEK-RP sowie in Thüringen (-4,0 %) und im Saarland (-0,3 %). Die Verschuldung der Sozialversicherung sank im 4. Quartal 2024 gegenüber dem Jahresende 2023 um 1,4 Millionen Euro (-3,5 %) auf 39,5 Millionen Euro.

Zeitumstellung


Uhr 1 Stunde vorstellen

 Im Oktober Uhr 1 Stunde zurückstellen

Im März Uhr um eine Stunde auf die Sommerzeit vorstellen - im Oktober um eine Stunde zurückstellen

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Sommerzeit wieder eingeführt. Unmittelbar nach dem Krieg wurde die jährliche Umstellung auf Sommerzeit von den westlichen Besatzungsmächten bestimmt. 1947 wurden die Uhren zwischen dem 11. Mai und 29. Juni im Rahmen der so genannten Hochsommerzeit zwei Stunden vorgestellt. Diese endete mit Ende des Jahres 1949. Ursprünglich galt die MESZ in Deutschland für die Zeit zwischen dem letzten Sonntag im März und dem letzten Sonntag im September. Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland keine Sommerzeit. 

Die erneute Einführung der Sommerzeit wurde in der „alten“ Bundesrepublik 1978 beschlossen, trat jedoch erst 1980 in Kraft.

Zum einen wollte man sich bei der Zeitumstellung den westlichen Nachbarländern anpassen, die bereits 1977 als Nachwirkung der Ölkrise von 1973 aus energiepolitischen Gründen die Sommerzeit eingeführt hatten. Zum anderen musste man sich mit der DDR über die Einführung der Sommerzeit einigen, damit Deutschland und insbesondere Berlin nicht zusätzlich noch zeitlich geteilt war.

Die Bundesrepublik und die DDR führten die Sommerzeit zugleich ein, das diente der Harmonisierung. In der DDR regelte die Verordnung über die Einführung der Sommerzeit vom 31. Januar 1980 die Umstellung.

Von 1981 bis 1995 begann in Deutschland die Sommerzeit am letzten Sonntag im März um 2.00 Uhr MEZ und endete am letzten Sonntag im September um 3.00 Uhr MESZ.  Durch die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union wurde die Sommerzeit 1996 in Deutschland um einen Monat verlängert und gilt seitdem vom letzten Sonntag im März um 2.00 Uhr MEZ bis zum letzten Sonntag im Oktober um 3.00 Uhr MESZ. (Richtlinie 2000/84/EG des Europäischen Parlamentes).

Die Zeit
Man kann die Zeit am Lauf der Gestirne oder mit Atomuhren präzise messen. Uns allen steht am Tag gleich viel davon zur Verfügung, nämlich 24 Stunden. Die Zeit ist somit etwas Objektives. Dennoch hat Zeit auch eine subjektive Dimension. Möchten Sie nicht auch in schönen Momenten die Zeit anhalten? Scheint sie nicht in anderen Fällen zu kriechen oder dann wieder rasend schnell zu vergehen, fragte einmal Johann Hahlen, Präsident des Statistischen Bundesamtes.


Drei Stunden täglich wenden Personen ab 10 Jahren im Durchschnitt für Bildung und Erwerbstätigkeit auf. Eine halbe Stunde mehr Zeit ( 3 Stunden) wird mit unbezahlter Arbeit für Haushalt und Familie und mit Ehrenämtern verbracht. Ein gutes Drittel seiner Zeit verschläft der Durchschnittsmensch und rund 2 stunden braucht er für persönliche Dinge wie Anziehen, Körperpflege und Essen. Gut 25 % des Tages - das sind sechs Stunden - nehmen Freizeitaktivitäten wie Fernsehen, Sport, Hobby und Spiele sowie das soziale Leben in Anspruch.


Frauen leisten mehr unbezahlte Arbeit und wenden mehr Zeit für soziale Kontakte. Dagegen stehen bei den Männern Erwerbstätigkeit sowie Spiele und die Mediennutzung stärker im Vordergrund. Im Vergleich zum Anfang der 90er Jahre wird in Deutschland weniger gearbeitet, sowohl bezahlt als auch unbezahlt. Dafür steht mehr Freizeit und mehr Zeit für persönliche Dinge wie das Essen zur Verfügung.

In anderen Ländern mit vergleichbaren Erhebungen beansprucht insbesondere die Erwerbstätigkeit - hier ohne den Weg zur Arbeit - mehr Zeit als die durchschnittlich 2 Stunden pro Tag bei Männern und 1 œ Stunden bei Frauen in Deutschland. In Ländern wie Finnland und Großbritannien, in denen deutlich mehr Personen erwerbstätig sind, wird insgesamt bis zu einer halben Stunde pro Tag mehr gegen Bezahlung gearbeitet. Dafür ist hier die unbezahlte Arbeit eine Viertelstunde geringer als in Deutschland oder Belgien.


Personen, die vollzeiterwerbstätig sind, arbeiten über die Woche von Montag bis Sonntag verteilt durchschnittlich knapp fünf Stunden pro Tag. Wenn sie zu Hause sind, wartet weitere Arbeit auf sie: Das Essen vorbereiten, die Kinder ins Bett bringen und andere unbezahlte Arbeiten nehmen etwas mehr als 2 œ Stunden in Anspruch. Das ist eine Stunde weniger unbezahlte Arbeit als im Durchschnitt der gesamten erwachsenen Bevölkerung.

Zur  Entspannung lesen, fernsehen, ab und zu zum Sport und seinen Hobbys nachgehen - das macht insgesamt 3 Stunden aus. Knapp zwei Stunden werden für das soziale Leben aufgebracht. Für Schlafen, Essen und Körperpflege bleiben dann noch 10 Stunden.

Rentner machen durchschnittlich 4 Stunden Hausarbeit über den ganzen Tag verteilt und von vielen Pausen unterbrochen. Zwischendurch lesen sie, sehen fern oder gehen spazieren - alles in allem knapp fünf Stunden täglich.

Da Rentner oft allein leben, ist die tägliche Stunde an Gesprächen, Telefonaten und Besuchen von Verwandten oder Bekannten für sie sehr wichtig. Nahezu ebensoviel Zeit nehmen der Besuch von Veranstaltungen und die Ruhepausen während des Tages in Anspruch. Für Schlafen, Körperpflege und Essen nehmen sie sich mit gut 11 Stunden mehr Zeit als in jüngeren Jahren. Vieles dauert im Alter einfach älter.

Die bezahlten Arbeitsstunden, die die Bevölkerung in Deutschland einbringt, fließen in jedem Quartal in die Größe des Bruttoinlandsprodukts ein. Das Bruttoinlandsprodukt ist der am häufigsten gebrauchte Maßstab für die wirtschaftlichen Leistungen einer Volkswirtschaft.

Doch gearbeitet wird nicht nur gegen Bezahlung. Unbezahlte Arbeit wird in beträchtlichem Umfang in den privaten Haushalten von und für die Familie erbracht. Diese unbezahlten Tätigkeiten umfassen mehr Stunden als die bezahlte Arbeit. In Zahlen bedeutet das, daß über die ganze Woche verteilt alle Personen ab 10 Jahren durchschnittlich gut 25 Stunden unbezahlt, bezahlt dagegen etwa 17 Stunden arbeiten.

Die Bewertung der unbezahlten Arbeit in Euro ist ein schwieriges Unterfangen. Eine sinnvolle Bewertung besteht darin, den Stundenlohn einer Hauswirtschafterin heranzuziehen. Diese Personen erledigen und organisieren alle Arbeiten im Haushalt.

Da mit der unbezahlten Arbeit keine soziale Absicherung verbunden ist, also keine oder nur geringe Ansprüche an die Renten-, Arbeitslosen- oder Krankenversicherung entstehen, erscheint aus dieser Perspektive eine Bewertung mit dem Nettolohn angemessen. Dieser betrug 1992 knapp 6 Euro, in 2001 gut 7 Euro je Stunde. Obwohl das Jahresvolumen in Stunden zurückgegangen ist, ist der Wert der unbezahlten Arbeit im Haushalt damit von 603 Milliarden Euro in 1992 auf 684 Milliarden Euro in 2001 angestiegen.

Nicht alles, was im Haushalt produziert wird, beruht allein auf unbezahlter Arbeit. So werden für ein Mittagessen Zutaten eingekauft und dauerhafte Gebrauchsgüter wie Kühlschrank oder Herd genutzt. Auch muss die Küche entsprechend groß und ausgestattet sein, was Kosten für die Kücheneinrichtung mit sich bringt.

Der Gesamtwert der unbezahlten Produktion im Haushalt, der alle diese Komponenten einbezieht, war 2001 mit 1121 Milliarden Euro um 22 % höher als im Jahre 1992. Der Wert der Produktion im Haushalt, der bei Unternehmen am ehesten mit dem Umsatz vergleichbar wäre, ist somit deutlich stärker angestiegen als der Wert der unbezahlten Arbeit mit 13 % und etwas stärker als der Verbraucherpreisindex, der in diesem Zeitraum um gut 18 % zulegt.

In 2001 entfielen 61 % des Wertes der Produktion auf unbezahlte Arbeit und 27 % auf Käufe von Gütern, die mit der Haushaltsproduktion verbraucht werden. Die Abschreibungen auf die im Haushalt genutzten dauerhaften Gebrauchsgüter hatten nur einen Anteil von 3 %.
Insbesondere die Haus- und Gartenarbeit sowie die Pflege und Betreuung von Kindern und anderen Haushaltsmitgliedern werden nach wie vor überwiegend von Frauen durchgeführt.

Während sich bei der Haus- und Gartenarbeit das Verhältnis des Zeitaufwands von Frauen und Männern im früheren Bundesgebiet von 2,7 auf 2,3 und in den neuen Bundesländern von gut 2,2 auf knapp 1,9 verbesserte, ergibt sich bei der Pflege und Betreuung von Kindern bzw. anderen Haushaltsmitgliedern zumindest im früheren Bundesgebiet ein anderes Bild.

Hier hat sich die Arbeitsteilung sogar noch weiter zu Ungunsten der Frauen verschoben. Je nach Alter, der Einbindung ins Berufsleben und der Familienstruktur arbeiten die Frauen zwischen einer Dreiviertelstunde und 4 Stunden mehr im Haushalt.

In den Paarhaushalten sind Männer nach wie vor für Reparaturen und handwerkliche Aktivitäten zuständig. Daneben beteiligen sie sich insbesondere an Einkauf und Haushaltsplanung. In Paarhaushalten mit Kindern, in denen nur der Partner erwerbstätig ist, beteiligen sich Männer zu 34 % an den Einkäufen. Sind beide erwerbstätig, werden 39 % der Einkäufe von Männern erledigt (jeweils eine halbe Stunde). Bei Rentnerehepaaren investieren die Männer sogar mehr Zeit in den Einkauf und die Haushaltsplanung als die Frauen.

Das Leben der Frauen in den neuen Bundesländern war Anfang der 90er Jahre ganz wesentlich von der Erwerbstätigkeit bestimmt. Die Erwerbszeiten von erwerbstätigen Frauen, die in Paarhaushalten mit Kindern leben, haben zwar seitdem abgenommen. Trotzdem wenden diese Frauen in 2001 / 2002 von Montag bis Freitag mit durchschnittlich 6 Œ Stunden deutlich höhere Zeiten für Erwerbstätigkeit und Bildung auf als im früheren Bundesgebiet mit knapp 4 Stunden.

In den neuen Bundesländern ist der Anteil der vollzeiterwerbstätigen Mütter immer noch höher und teilzeiterwerbstätige Mütter arbeiten länger als im früheren Bundesgebiet.


Die tatsächlich praktizierte Arbeitsteilung besagt nichts darüber, ob die Menschen nach ihrer eigenen Einschätzung über genügend, zu wenig oder zu viel Zeit für eigene Lebensbereich verfügen. Generell gilt: Sowohl bei Paaren mit Kindern als auch bei Paaren ohne Kind betrachtet die Mehrheit ihren Zeitaufwand für Beruf und Qualifikation bzw. für die Hausarbeit als gerade richtig.


Etwa zwei Fünftel der Bevölkerung finden neben Erwerbstätigkeit und familiären Aufgaben Zeit für bürgerschaftliches Engagement. Das Engagement in einer Elternvertretung kann ebenso dazu zählen wie die Initiative im Mütterzentrum oder die Übungsleitung im Sportverein. Im breiten Feld bürgerschaftlichen Engagements bildet das Ehrenamt im engeren Sinne ein wichtiges Element. Immerhin 18 % der Erwachsenen nehmen sich Zeit für ein Ehrenamt.

In welchem zeitlichen Umfang einer solchen Aufgabe nachgegangen wird, ist nicht zuletzt vom familiären Rahmen und der Einbindung in das Erwerbsleben bestimmt. Wird der Durchschnitt über alle Erwachsene herangezogen, scheint der wöchentliche Zeitaufwand von 52 Minuten eher gering. Wenn aber tatsächlich ein Ehrenamt ausgeübt wird, so nimmt diese Aufgabe mit gut 4 Ÿ Stunden pro Woche bei der ausübenden Person einen erheblichen Teil der freien Zeit ein. Am stärksten ist das Engagement bei den Alleinlebenden.


In welcher Weise sich Männer und Frauen die Kinderbetreuung teilen, hängt nicht nur von Traditionen und persönlichen Neigungen, sondern auch stark von der Erwerbstätigkeit des Partners ab. Erwerbstätige Frauen mit Kindern unter 6 Jahren wenden für die Betreuung ihres Nachwuchses  mit 2 Œ Stunden doppelt so viel Zeit auf wie erwerbstätige Männer, nicht erwerbstätige Frauen mit 3 Œ Stunden sogar etwa das Dreifache.

Mit steigendem Alter der Kinder reduziert sich die Betreuungszeit spürbar. Bei Paaren, deren jüngstes Kind zwischen 6 und 18 Jahren alt ist, macht sie weniger als ein Drittel der Zeit aus, die Eltern mit Kindern unter 6 Jahren aufwenden. Dabei verändert sich die Verteilung der zeitlichen Belastung auf Mütter und Väter kaum.

Viele Haushalte erhalten Hilfe von Verwandten, Nachbarn oder Freunden, sei es bei Haushaltstätigkeiten oder der Betreuung der Kinder, beim Bauen oder Reparieren. Nicht immer handelt es sich um praktische Hilfestellungen. Manchmal kann ein Gespräch mit Freunden ein ebenso wichtiger Beistand sein. 56 % aller Alleinerziehenden- und 46 % aller Paarhaushalte mit minderjährigen Kindern sind im Alltag auf Unterstützung angewiesen.

Das Lernen gehört zu den wichtigsten Aktivitäten überhaupt. Vieles lernen wir von unseren Eltern, anderes in Schule oder Hochschule, am Arbeitsplatz, auf Kursveranstaltungen, durch Beobachten und Ausprobieren oder auch durch Selbststudium.

Bildung und Lernen wird jedoch gemeinhin mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Verbindung gebracht. Allerdings machen die sich immer schneller wandelnden Anforderungen in Beruf und Gesellschaft ein kontinuierliches Lernen durch verstärkte Weiterbildung erforderlich.

Doch wie viel Zeit nimmt eigentlich das Lernen in verschiedenen Lebensabschnitten in Anspruch?
Für den Besuch von Schule und Hochschule, die berufliche Fortbildung während und außerhalb der Arbeitszeit und die allgemeine Weiterbildung bringen Personen im Alter ab 10 Jahren durchschnittlich eine knappe Dreiviertelstunde pro Tag auf. Frauen geringfügiger als Männer.


Die Jugendlichen lernen deutlich länger. So wenden die 10- bis 18jährigen einschließlich Hausaufgaben und Selbststudium durchschnittlich etwa 3 œ Stunden täglich für das Lernen auf. Während bei den 18- bis 25jährigen noch 1 œ auf Lernaktivitäten entfallen, ist es in der Gruppe der 25- bis 45jährigen lediglich noch eine gute Viertelstunde. Personen über 45 Jahren sind durchschnittlich nur wenige Minuten täglich mit Bildung und Lernen beschäftigt. Mädchen und junge Frauen bis zum Alter von 25 Jahren beteiligen sich insgesamt etwas mehr an Lernaktivitäten als Männer, ältere Frauen etwas weniger oder gleich lang.

In unserer schnelllebigen Zeit werden berufliche und allgemeine Weiterbildung immer wichtiger. Dennoch finden bei allen Personen ab 10 Jahren gut 85 % aller Bildungs- und Lernaktivitäten im Rahmen von Schule bzw. Hochschule statt. Berufliche Weiterbildungsaktivitäten innerhalb und außerhalb der Arbeitszeit haben mit knapp 4 % bzw. gut 3 % zusammen ein ähnliches Gewicht wie die allgemeine Weiterbildung (7,5 %).


Welche Bedeutung hat der formale Bildungsabschluss für die Beteiligung an beruflicher und allgemeiner Weiterbildung? Bei Personen, die bereits über einen Abschluss einer Wissenschaftlichen Hochschule (insbesondere Hochschule) verfügen, steht mit gut 86 % das selbst organisierte Lernen, etwa durch selbst organisierte Gruppen oder das Selbstlernen mit Büchern, dem Computer o. ä., eindeutig im Vordergrund. Unter jenen, die eine berufliche Lehre absolvieren, beträgt dieser Anteil gut zwei Drittel.


Den Feierabend als freie Zeit nach der Erwerbsarbeit gibt es sicherlich nicht so uneingeschränkt. Zwar endet für viele die Erwerbsarbeit schon ab 16 Uhr. Das bedeutet aber nicht, dass danach nicht mehr gearbeitet wird. Gerade in der Zeit 16 bis 20 Uhr wird eine ganze Menge für den Haushalt getan.

Trifft die Vorstellung zu, dass nicht erwerbstätige Menschen - jung oder alt - freie Zeit im Übermaß haben?
An einem durchschnittlichen Wochentag haben Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren tatsächlich viel Zeit für Mediennutzung, ihr soziales Leben, Hobbys und Sport. Von Montag bis Freitag beanspruchen diese Aktivitäten durchschnittlich 6 Stunden am Tag: 5 Stunden bei Mädchen und 6 bei Jungen. Schule und Hausaufgaben nehmen bei den Jungen und Mädchen durchschnittlich gute 5 Stunden ein. Bei den unbezahlten Arbeiten im Haushalt helfen Mädchen mit gut 1 Stunden bereits mehr mit als Jungen mit etwa einer Stunde.

Mit steigendem Alter nimmt der Anteil derer zu, die erwerbstätig sind. So befinden sich von den Jugendlichen bzw. Erwachsenen zwischen 15 und 20 Jahren viele in einer beruflichen Ausbildung. Dies spiegelt sich an den Wochentagen in 1 Stunden Erwerbsarbeit bei den jungen Frauen und gut 2 Stunden bei den jungen Männern wider.



Freitag, 28. März 2025

Moers: Pflegefamilien gesucht - Infoabend über die bereichernde Aufgabe 
Einige Kinder können nicht in ihren Familien leben, da ihre Eltern sie aus unterschiedlichen Gründen nicht ausreichend versorgen, fördern und erziehen können.

Pflegefamilien bieten für Kinder, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, einen verlässlichen Lebensort. (Foto: Bubble 1971)


Pflegefamilien sind dann ein verlässlicher Lebensort. Der Pflegekinderdienst der Stadt Moers sucht herzliche, geduldige, positiv eingestellte und flexible Menschen, die diese Kinder aufnehmen und so ihren Alltag bereichern möchten. Ausführliche Informationen über die spannende Aufgabe erhalten Interessierte am Dienstag, 8. April, ab 18.30 Uhr, in den Räumen des Pflegekinderdienstes in Utfort, Rathausallee 141. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Beratung, Begleitung, Schulung
Der Pflegekinderdienst betreut etwa 120 Kinder in Dauer- und Bereitschaftspflegefamilien und bietet u. a. eine fachliche Beratung und Begleitung durch persönliche Ansprechpartner sowie Schulungen, Fortbildungen, Pflegegeld und Zusatzleistungen. Es bestehen zudem verschiedene Angebote, sich mit anderen Pflegeeltern auszutauschen.

Beim Infoabend gibt das Team des Pflegekinderdienstes einen Einblick in die Voraussetzungen, die eine Pflegefamilie mitbringen sollte, und stellt die Bedürfnisse der Kinder dar, die nicht in ihren leiblichen Familien aufwachsen können. Selbstverständlich ist das Team für alle Fragen zum Thema offen.  


Bund stellt 300 Millionen Euro für das Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) bereit
Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen erklärt: „Es freut mich, dass unser Programm ‚Klimafreundlicher Neubau‘ weiterhin so gut am Markt angenommen wird. Wir konnten damit seit dem Start des Programms Anfang 2023 knapp 100.000 neue Wohnungen fördern, die dringend gebraucht werden. Der Bedarf an zinsverbilligten Krediten bleibt hoch. Wichtig ist, dass die Förderung verlässlich und stabil weiterläuft. Dafür hat die Bundesregierung heute gesorgt."  

Seit Förderstart am 1. März 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurden Förderzusagen in Höhe von rund 7,6 Milliarden Euro erteilt. Es wurden 47.734 Wohneinheiten gefördert und Gesamtinvestitionen von über 17 Milliarden Euro angestoßen.  

Im vergangenen Jahr wurden für das Programm KFN Förderzusagen in Höhe von rund 6,9 Milliarden Euro erteilt. Insgesamt wurden so Investitionen von 18,4 Milliarden Euro angestoßen. Es wurden 47.247 Wohneinheiten gefördert.

Ausschuss verabschiedete Fachbereichsleiterin Susanne Hein
Seit dem 1. März 2018 war Suanne Hein Leiterin des städtischen Fachbereichs Interner Service und damit auch Personalchefin. Ende des März geht sie in den Ruhestand.

Foto: Pressestelle

Der Ausschuss für Personal und Digitalisierung verabschiedete Hein in der Sitzung am Mittwoch, 26. März. Diese Aufgabe übernahmen der stellvertretende Vorsitzende Lukas Klaffki und Personaldezernent Claus Arndt.

Susanne Hein war seit 1986 in verschiedenen Führungspositionen bei der Stadt Moers tätig - zuerst als Leiterin der Gleichstellungsstelle, als behördliche Datenschutzbeauftragte, als Leiterin des Prozessteams Verwaltungsreform, in der Stabsfunktion Zentrale Steuerungsunterstützung und als Leiterin des ‚Büro des Bürgermeisters‘.
  
Reparatur: Ab dem 31. März vorübergehend kein Fahrdienst auf dem Waldfriedhof in Dinslaken
Der Fahrdienst für gehbehinderte Menschen am Waldfriedhof in Oberlohberg kann ab dem 31. März 2025 vorübergehend nicht angeboten werden: Das Elektrofahrzeug ist dann für voraussichtlich eine Woche in der Werkstatt. Bis dahin bittet die Stadt die Friedhofsbesucher*innen um Verständnis.


Dinslakens Bürgermeisterin Eislöffel lädt zu Fahrradfrühling mit verkaufsoffenem Sonntag ein
Am Sonntag, 6. April 2025, rollen die Räder wieder durch Dinslaken: Der 7. Dinslakener Fahrradfrühling lädt alle Interessierten ein, die neuesten Trends rund ums Fahrrad zu entdecken.  Von modernen E-Bikes bis hin zu spannenden Aktionen für Kinder bietet die Veranstaltung zahlreiche Highlights in der Innenstadt. 

Foto, von links nach rechts: Chiara Hübbers und Andreas Schroer (Wirtschaftsförderung Stadt Dinslaken), Andreas Eickhoff (Stadtmarketing Dinslaken e.V.). Bürgermeisterin Michaela Eislöffel, Tobias Agthe (Center-Manager Neutor Galerie), Emilie Heitmann (Neutor Galerie), Joachim Vogel (Zweirad Vogel)

"Der Fahrradfrühling ist eine gute Gelegenheit, die Vielfalt und Möglichkeiten des Radfahrens zu entdecken und dabei aktiv etwas für Gesundheit und Umwelt zu tun. Ich lade alle herzlich ein, mit uns den Energy Run, den Fahrradfrühling und den verkaufsoffenen Sonntag zu erleben", so Bürgermeisterin Michaela Eislöffel.

Auf dem Neutorplatz stehen die aktuellen Fahrrad- und E-Bike-Trends im Mittelpunkt. Besuchende können sich über innovative Modelle informieren und beraten lassen. Zweirad Vogel ist als Hauptsponsor wieder mit einem breiten Angebot vertreten.

Während auf dem Altmarkt ein abwechslungsreiches Kinderprogramm geboten wird, präsentiert das Gesundheitszentrum Lang in der Neustraße 20 Verschiedenes rund um das Thema Mobilität. Die Clown Brothers sorgen mit ihrer unterhaltsamen Show für fröhliche Momente und bringen Groß und Klein zum Lachen. 

Der Stadtwerke Dinslaken Energy Run startet bereits am Morgen und läuft bis etwa 14 Uhr parallel zum Fahrradfrühling. Die Stadt lädt dazu ein, die Teilnehmenden des Laufs zunächst anzufeuern und anschließend durch die Innenstadt zu schlendern.

Weitere Informationen zur Anmeldung sind unter https://www.stadtwerke-dinslaken.de/privatkunden/service/uebersicht/stadtwerke-dinslaken-energy-run.html verfügbar.

Während der Läufe ist die Altstadt eingeschränkt mit dem Auto befahrbar. Nutzen Sie unter anderem die Tiefgarage am Rathaus (über die Friedrich-Ebert-Straße) oder die Parkmöglichkeiten auf der anderen Seite der Friedrich-Ebert-Straße (z.B. Rutenwall, am Neutor oder Neutor Galerie). Auch rund um den Bahnhof und im Bereich der Trabrennbahn gibt es mögliche Parkplätze.

Zusätzlich empfohlen wird, wenn möglich, die Anreise zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV. Gemeinsam mit dem Fahrradfrühling sorgt das sportliche Wochenende für jede Menge Bewegung und ein aktives Stadtleben.  Zum verkaufsoffenen Sonntag öffnen die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler von 13:00 bis 18:00 Uhr ihre Türen.

Besucher*innen können die Gelegenheit nutzen, durch die Geschäfte zu bummeln und sich auf die neue Saison einzustimmen. In Verbindung mit den zahlreichen Aktionen rund um das Fahrrad verspricht der Fahrradfrühling ein abwechslungsreiches Erlebnis für die ganze Familie. Auch die Stadtinformation am Rittertor hat für Besuchende geöffnet.

Der Fahrradfrühling ist eine Kooperationsveranstaltung der Stadt Dinslaken mit Zweirad Vogel außerdem unterstützt die Neutor Galerie, der Stadtmarketing Dinslaken e.V., das Gesundheitszentrum Lang, Klar Elektrotechnik und weiteren Partnerinnen und Partnern.

Moers: Ausschuss berät über Baumaßnahmen an Schulen
Aktuelle Berichte zu städtischen Baumaßnahmen erhalten die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Wirtschaft und Liegenschaften am Montag, 31. März, um 16 Uhr. Die Sitzung findet im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, statt.

Unter anderem geht es um den Neubau und Sanierungen in den Bereichen Sport, Schulen, Kitas, Kultur und Feuerwehr. Zudem beraten die Mitglieder die Baumaßnahmen an der Anne-Frank-Gesamtschule und am Gymnasium in den Filder Benden.

Tanz in den Mai in & an der Gerichtskantine Kleve
Mi., 30.04.2025 - 19:00 - Do., 01.05.2025 - 02:00
KLE Event und CG Gastro organisieren in der Gerichtskantine das Event für Kleve zum Tanz in den Mai. Am 30. April 2025 wird in der Gerichtskantine Kleve ein unvergesslicher Abend voller Musik, Tanz und Genuss veranstaltet. Das Highlight des Abends: Schlagerstar Normen Langen, der mit seinen Hits das Publikum begeistern wird.

Doch damit nicht genug - für den perfekten Mix aus Party-Sounds und mitreißenden Beats sorgen DJ Carlos und das Team von Magic Sound, die gemeinsam die Tanzfläche zum Beben bringen.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Verschiedene Grillstationen bieten eine Auswahl von vegetarischen Gerichten und saftigem Grillfleisch. Frisch Gezapftes und viele Drinks stehen in unserer Cocktailbar für Euch bereit. Und wer clever feiert, nutzt die Happy Hour von 20 bis 21 Uhr!

Tickets gibt es bei unserem Ticketpartner: Klever Festzelt unter https://www.kleverfestzelt.de/

Bethanien Moers: Neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie nimmt ab dem 01. April seine Arbeit auf
Ab dem 01. April 2025 wird Prof. Dr. Dirk Bausch (Foto) die Geschicke der Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie am Krankenhaus Bethanien Moers leiten. Er folgt auf Dr. Hans-Reiner Zachert, der sich nach 16 Jahren als Chefarzt der Klinik und Leiter des Darmzentrums in den Ruhestand verabschiedet.

Der erfahrene Chirurg Prof. Dr. Bausch kommt vom Marienhospital Herne nach Moers, wo er bislang als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie tätig war. Für seinen Start hat er sich einiges vorgenommen: „Ich habe im Rahmen des Bewerbungsverfahrens einen sehr positiven Eindruck von der Stiftung Bethanien gewinnen können und freue mich deshalb schon sehr auf den Beginn meiner Tätigkeit in Moers.
Mir ist es wichtig, die bestehende hohe Qualität der Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie, die Dr. Zachert und sein Team aufgebaut und über die Jahre erfolgreich ausgebaut haben, weiter voranzutreiben. Ich möchte bestehende und funktionierende Strukturen erhalten, aber auch weiterentwickeln.

Ein mittelfristiges Ziel – neben der Etablierung der minimal-invasiven Leber- und Pankreaschirurgie am Standort – ist die Einrichtung von Spezialsprechstunden.“ Diese sollten nach Krankheitsbildern und den entsprechenden Ansprechpartner:innen aufgefächert sein, damit unter anderem niedergelassene Ärzt:innen direkt wüssten, wer welche Krankheitsbilder behandle. „Ich habe hiermit in der Vergangenheit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht“, so Prof. Dr. Bausch.

Langfristig möchte er das Viszeralonkologische Zentrum des Krankenhauses Bethanien zu „dem“ Viszeralonkologischen Zentrum der Region machen und „der“ Ansprechpartner für die Bereiche Onkologische Chirurgie und Endokrine Chirurgie werden. Patient:innen erwartet indes ein Chefarzt, der sie und ihre umfassende Versorgung in den Mittelpunkt stellt.

„Ich bin für meine Patientinnen und Patienten da. Die meisten Operationen, auch bei komplexen onkologischen Fällen, werde ich nach Möglichkeit minimal-invasiv durchführen. Betroffene erholen sich hierdurch nachgewiesenermaßen schneller und besser.“

Mitarbeiter:innen des Krankenhauses Bethanien können sich hingegen auf einen Teamplayer freuen, der sich für ihre Förderung und Weiterentwicklung einsetzen möchte – und der viel Wert auf eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit legt.

„Eine kollegiale und freundschaftliche Art der Zusammenarbeit ist für mich der Schlüssel, um Spitzenmedizin anbieten zu können. Die Behandlung ist heute immer ein Teamspiel – und bei diesem möchte ich mich gut integrieren. Hierzu zähle ich auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen. Ihnen stehe ich jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Ich strebe einen engen Kontakt an, weil man die Patientinnen und Patienten nicht alleine versorgen kann“, erklärt der neue Chefarzt.

Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Bethanien, betont: „Ich freue mich, dass wir Herrn Prof. Dr. Bausch für unsere Stiftung gewinnen konnten – und unseren Patientinnen und Patienten so einen erfahrenen Spezialisten für ihre bestmögliche Versorgung zur Seite stellen können.“


Theater in Kleve: Kalter Weißer Mann
Fr., 04.04.2025 - 20:00 - Fr., 04.04.2025 - 22:00
Der Tod ist nie schön. Aber es könnte schlimmer kommen, als mit 94 Jahren friedlich einzuschlafen: Zum Beispiel eine Trauerfeier, die völlig aus dem Ruder gerät.

Gernot Steinfels, Patriarch einer Firma des alten deutschen Mittelstands, ist verstorben, und sein designierter Nachfolger (60) richtet für das Unternehmen die Beisetzung aus. Doch sein Text auf der Schleife sorgt für heftige Irritation: „In tiefer Trauer. Deine Mitarbeiter“. Schnell hat der neue „alte weiße Mann“ an der Spitze nicht nur seine Marketing-Leiterin, den Social-Media-Chef und seine Sekretärin gegen sich, sondern auch die sehr selbstbewusste Praktikantin.

Vor dem Theaterpublikum als versammelter Trauergemeinde zerfleischt sich in diesem hochpointierten Stück schließlich die Führungsetage der Firma immer mehr. Und nicht einmal der verzweifelte Pfarrer kann die Wogen glätten.

Die wendungsreiche Komödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob (u.a. EXTRAWURST) zeichnet mit scharfem Blick und lustvoller Hingabe die Abgründe, Fallstricke und rhetorischen Kniffe der aktuellen Diskussion über soziale Umgangsnormen, ihre menschlich-allzumenschlichen Ursachen, weckt aber auch die Sehnsucht nach einem aufmerksamen und respektvollen Umgang miteinander.

Die Tickets sind bei der Buchhandlung Hintzen sowie über das XOX-Kartentelefon (Tel.: 02821-78755) oder per E-Mail an xox-theater@web.de erhältlich.


„Ahoi!“ – Saunafans gehen auf große Kreuzfahrt in Neukirchen-Vluyn
Auch im April gibt es im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn einen besonderen Saunatreff   Aufgrund der Ostertage gibt es im April nur eine Ausgabe des beliebten Saunatreffs im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn.

Die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) lädt alle Saunafans dazu am Samstag, 5. April, in das Freizeitbad ein, das dann zwischen 18 Uhr und 24 Uhr ein besonderes Programm bietet. Die Nutzung der Sauna und des Hallenbades ist dann ausschließlich textilfrei möglich.   „

Ahoi! Alle Leinen los“ lautet das Motto des Abends, der die Besucher auf eine große Kreuzfahrt entführt. Dabei gibt es Aufgüsse mit Aromen aus aller Welt. An der Nordseeküste erwartet die Leichtmatrosen ein Duft aus Sanddorn, einen Hauch aus Westindien versprüht Lemongras, von den alten Wikingern erfahren die Saunafans die Heilkunde des Terva und abschließend rundet eine steife Brise mit Sole das Kreuzfahrtprogramm ab.  

Weitere Informationen – auch zu den Eintrittspreisen – gibt es unter www.freizeitbad-neukirchen-vluyn.de


vhs Moers – Kamp-Lintfort: Philosophischer Vortrag ‚Was ist das Böse?‘
Eine philosophische Betrachtung der Frage ‚Was ist das Böse?‘ gibt es bei einem Vortrag der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Donnerstag, 10. April. Ab 19 Uhr geht es in der vhs Moers, an der Wilhelm-Schroeder-Straße 10, um Überlegungen rund ums ‚Böse‘ - von der Frühaufklärung bis in die Gegenwart, von Voltaire bis Hannah Arendt.

Erörtert werden Fragen wie ‚Ist das Böse ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Natur?‘, ‚Ist das Böse tiefgründig oder banal?‘ und ‚Ist das Böse überhaupt verstehbar?‘

Im Anschluss an den Vortrag soll das Thema kontrovers diskutiert werden. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41/201 – 565 sowie online unter www.vhs-moers.de möglich.

Frühlingsgefühle für zuhause: SCHÖNER WOHNEN Naturell Kreidefarbe bringt frische Natürlichkeit in die eigenen vier Wände
Für Wände und Holzmöbel: 20 pudermatte, von der Natur inspirierte Farbtöne, schaffen ein harmonisches und natürliches Ambiente
Frischekick für den Lieblingsraum – die SCHÖNER WOHNEN Naturell Kreidefarbe „Frühlingserwachen“ versprüht die Energie des Frühlings.

Foto SCHÖNER WOHNEN-Kollektion

Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben – damit wächst auch zuhause die Lust auf frische und natürliche Farbtöne. Mit SCHÖNER WOHNEN Naturell Kreidefarbe in den Nuancen „Frühlingserwachen“, „Blütenzauber“, „Kirschblütenmeer“ oder „Eukalyptuswald“ lässt sich der Frühling ganz einfach in die eigenen vier Wände holen. So erinnern sanfte Grün-, Rosa- und Gelbtöne an blühende Kirschbäume, zartes Blattgrün und warme Sonnenstrahlen. Im Handumdrehen sorgen die pastelligen Wandfarben für eine Wohlfühlatmosphäre und ein Gute-Laune-Gefühl – und zwar das ganze Jahr über.

Mehr Wohlbefinden für zuhause

Die Serie SCHÖNER WOHNEN Naturell Kreidefarbe besteht aus 20 hochdeckenden Wandfarben, deren Nuancen von der Natur inspiriert sind. Namen wie „Rosenduft“ oder „Waldgeflüster“ vermitteln bereits eine Vorstellung davon, welche Atmosphäre sie im Raum erschaffen können. Besonders elegant wirken die Farben von SCHÖNER WOHNEN Naturell Kreidefarbe in Kombination mit Naturmaterialien wie unbehandeltem Holz, Korbaccessoires oder Sisalteppichen. So entsteht eine stilvolle Balance, die Wohnräume zeitlos und behaglich wirken lässt.

DIY-Tipp: Naturell Kreidefarbe bietet vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. So verschönern die Farben nicht nur Wände, sondern auch Holzmöbel – sei es Ton-in-Ton oder mit verschiedenen Farbtönen, die sich harmonisch aufeinander abstimmen lassen. Wichtig: Für eine zuverlässige Versiegelung der Oberflächen nach dem Streichen den transparenten SCHÖNER WOHNEN Naturell Möbelschutz verwenden.

Wellness für die Wände

Die SCHÖNER WOHNEN Naturell Kreidefarbe trägt nicht nur zu einem harmonischen Wohngefühl bei, sondern steht auch für einen bewussten, nachhaltigen Lebensstil. Natürliche Inhaltsstoffe wie Kreide, Porzellanerde und Farbpigmente sorgen für ein pudermattes Finish, eine hohe Farbtonstabilität und eine besondere Farbtiefe.

Die vegane Rezeptur kommt ohne Lösemittel, Weichmacher und Konservierungsmittel aus und ist somit auch für Allergikerinnen und Allergiker geeignet. Das Bindemittel besteht aus nachwachsenden Rohstoffen (nach dem Massenbilanzverfahren), wodurch wertvolle Ressourcen geschont werden. Diese Eigenschaften machen die SCHÖNER WOHNEN Naturell Kreidefarbe zu einer umweltfreundlichen Wahl für moderne Wohnkonzepte.

Noch mehr Möglichkeiten: Neue praktische 1-Liter-Größe
Ob für kleinere Streichprojekte oder Ausbesserungen an Möbeln und Wänden – mit der neuen 1-Liter-Größe lässt sich die SCHÖNER WOHNEN Naturell Kreidefarbe noch vielfältiger und flexibler einsetzen. Sie eignet sich etwa ideal, um individuelle Akzente zu setzen – sei es beim Upcycling kleiner Möbelstücke oder beim Verschönern dekorativer Elemente wie Bilderrahmen und Regalböden. Die kompakte Größe ermöglicht zudem ein nachhaltigeres Arbeiten. Denn weniger Farbe bedeutet weniger Überschuss. So lassen sich Wohn(t)räume kreativ und ressourcenschonend gestalten.


Neue WSI-Studie: Die Fleischindustrie nach dem Arbeitsschutzkontrollgesetz: Verbot von Werkverträgen hat sich bewährt, doch Löhne weiter meist niedrig
Das mit der Verabschiedung des Arbeitsschutzkontrollgesetzes Anfang 2021 in Kraft getretene Verbot von Werkverträgen in den Kernbereichen der Fleischindustrie hat sich grundsätzlich bewährt. In der Regel wurden fast alle ehemals bei Subunternehmen angestellten Werkvertragsbeschäftigten von den Fleischunternehmen übernommen. Zugleich wurden die Arbeits- und Lebensbedingungen der vorwiegend osteuropäischen Arbeitsmigrant*innen deutlich verbessert.

Dies konnte nicht zuletzt dadurch erreicht werden, dass undurchsichtige Subunternehmerketten aufgelöst und klare Verantwortlichkeiten für die Beschäftigten bei den Fleischunternehmen hergestellt wurden. Dies sind die Kernergebnisse einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.*
Für die Studie wurden insgesamt 14 Betriebe aus verschiedenen Bereichen der Fleischindustrie untersucht und insgesamt 85 Expert*innen-Interviews mit Betriebsräten, Management, Gewerkschaften, Beratungsstellen und Kontrollbehörden geführt.

„Das Arbeitsschutzkontrollgesetz hat die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie deutlich verbessert und die schlimmsten Ausbeutungsformen beseitigt“, so die Autor*innen der Studie Dr. Şerife Erol und Prof. Dr. Thorsten Schulten vom WSI. „Trotz äußerst harter Arbeitsanforderungen gehen Löhne und Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigter in der Fleischindustrie jedoch kaum über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus. Für eine nachhaltige Verbesserung wäre vor allem die Wiederherstellung branchenweiter Tarifvertragsstrukturen notwendig“, lautet das Fazit der Studienautor*innen.

„Ein Verbot von Werkverträgen ist offensichtlich ein wirksamer Schritt, um in vielen Branchen mit hartnäckig prekären Arbeitsbedingungen Verbesserungen anzustoßen. Dieses Ergebnis weist über die Fleischindustrie hinaus“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Doch es ist eben nur ein erster Schritt, nicht die Lösung aller Probleme.“

Das Verbot von Werkverträgen
Die deutsche Fleischindustrie verfolgte lange Zeit ein Geschäftsmodell, das auf billige Massenproduktion setzt, die vor allem auf der Ausnutzung osteuropäischer Arbeitsmigrant*innen mit extrem schlechten Arbeitsbedingungen beruhte. Abgesichert wurde dies durch ein undurchsichtiges System von Subunternehmen. Im Ergebnis waren bis zu 50 und mehr Prozent der Beschäftigten in den Schlachthöfen und Fleischfabriken so genannte Werkvertragsarbeitnehmer*innen, die nicht bei den eigentlichen Fleischunternehmen beschäftigt waren.

Mit den massenhaften Corona-Ausbrüchen rückte im Frühjahr 2020 die Fleischindustrie einmal mehr ins öffentliche Interesse. Offensichtliche Missstände machten deutlich, wie nötig eine Neuregulierung der Branche war. „Nachdem zuvor mehrere Versuche einer freiwilligen Einschränkung von Werkverträgen gescheitert waren, war ein weitreichender gesetzlicher Eingriff notwendig, um die Fleischbranche tatsächlich zu einem Abrücken von diesem Beschäftigungsmodell zu bringen“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin des WSI und Koautorin der Studie Erol.

Im Ergebnis wurden nahezu alle ehemaligen Werkvertragsbeschäftigten von den Fleischunternehmen übernommen. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Fleischindustrie stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in nur einem Jahr um 18 Prozent, von 128.400 im Jahr 2020 auf 151.500 Beschäftigte im Jahr 2021.


 
Allerdings haben viele der neueingestellten Beschäftigten in der Fleischindustrie nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Mit Inkrafttreten des Arbeitsschutzkontrollgesetzes ist der Anteil befristeter Neueinstellungen von 42,7 Prozent im Jahr 2020 auf 56,8 Prozent ein Jahr später angestiegen und verharrt seither auf einem vergleichbar hohen Niveau .



Verbesserung der Arbeitsbedingungen
Mit der Übernahme der ehemaligen Werkvertragsbeschäftigten ging auch die Verantwortung für deren Arbeitsbedingungen auf die Fleischunternehmen über. Zuvor wurde immer wieder von Verstößen gegen Arbeitsrechtsbestimmungen wie Mindestlohngesetz oder Arbeitszeitgesetz berichtet, die jedoch aufgrund undurchsichtiger Personalverantwortlichkeiten in der Regel nicht geahndet wurden. Nun ist das Management der Fleischbetriebe für die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitsstandards verantwortlich.

Durch größere Belegschaften in den Fleischbetrieben sind auch die Betriebsratsgremien deutlich angewachsen und haben oft mehr freigestellte Betriebsratsmitglieder. Damit verfügen sie über deutlich mehr Ressourcen, um die Arbeitsbedingungen zu überwachen. Mit dem Werkvertragsverbot wurde insgesamt mehr Transparenz in der Branche geschaffen, was die Kontrolle der Rechtsdurchsetzung erheblich erleichtert hat.

Mit dem Arbeitsschutzkontrollgesetz wurden zusätzliche eine Reihe bedeutsamer Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten in der Fleischindustrie eingeführt. Hierzu gehören eine verpflichtende elektronische Arbeitszeiterfassung, eine deutliche Erhöhung der Kontrolldichte durch die Behörden sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnverhältnisse von Arbeitsmigrant*innen.

Vor allem die elektronische Arbeitszeiterfassung hat wesentlich dazu beigetragen, dass überlange Arbeitszeiten und ein Umgehen des Mindestlohns durch unbezahlte Mehrarbeit deutlich eingeschränkt wurden, so die Studie.

Die Kontrolldichte in den Fleischfabriken hat deutlich zugenommen. Wurden 2019 insgesamt 340 Kontrollen durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in der Fleischindustrie durchgeführt, so waren es im Corona-Jahr 2020 bereits 519 und im Jahr 2021 nach Verabschiedung des Arbeitsschutzkontrollgesetzes sogar 683 Kontrollen. Hinzu kommen zahlreiche Kontrollen auf Ebene der Bundesländer durch Arbeitsschutzbehörden und Gewerbeaufsichtsämter.

Allerdings gingen die Kontrollen nach dem Höchststand im Jahr 2021wieder um 15 Prozent zurück. Wie die Studie zeigt, bleiben wirksame Kontrollen und abschreckende Sanktionen eine entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie.

Die Wohnverhältnisse osteuropäischer Arbeitsmigrant*innen haben sich in vielen Fällen deutlich verbessert. Insbesondere große Fleischkonzerne sind zunehmend dazu übergegangen, eigene Wohnungen zur Verfügung zu stellen, deren Standard oft von Betriebsräten kontrolliert wird. Auch die früher üblichen extrem überteuerten Mieten für Werkswohnungen gehören mittlerweile weitgehend der Vergangenheit an.

Niedriglohnbranche mit geringer Tarifbindung

Trotz dieser Verbesserungen gehört die Fleischindustrie nach wie vor zu den ausgeprägten Niedriglohnbranchen, zeigen Erol und Schulten. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit erhielten im Jahr 2022 etwas weniger als die Hälfte (46, 5 Prozent) aller Vollzeitbeschäftigten in der Fleischindustrie nur einen Niedriglohn, d.h. einen Lohn, der unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Lohns in Deutschland liegt (s.a. Abbildung 3 ).



Bei den ausländischen Vollzeitbeschäftigten waren es sogar 55,1 Prozent. Gegenüber den Vorjahren ist der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten zwar deutlich zurückgegangen. Er bleibt jedoch auf einem im Vergleich zu anderen Branchen extrem hohen Niveau.

Der hohe Niedriglohnanteil in der Fleischindustrie liegt nicht zuletzt auch an der sehr niedrigen Tarifbindung in der Branche. Nachdem die ehemals flächendeckend verbreiteten Branchentarifverträge seit den 1990er Jahren sukzessive von der Arbeitgeberseite aufgekündigt wurde, existiert heute nur noch eine sehr fragmentierte Tariflandschaft mit etwa 50 Haustarifverträgen.
Der überwiegende Anteil der Fleischunternehmen befindet sich hingegen in einem tariflosen Zustand. In diesen Unternehmen bekommen die an- und ungelernten Arbeitskräfte aus Osteuropa oft nicht viel mehr als den gesetzlichen Mindestlohn.

Nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns hat es zeitweilig auch einen tarifvertraglichen Branchenmindestlohn gegeben, der jedoch zumeist unterhalb des gesetzlichen Niveaus lag. Nach Inkrafttreten des Arbeitsschutzkontrollgesetztes ist der tarifvertragliche Branchenmindestlohn wieder erneuert worden. Er wurde jedoch relativ bald von der Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns wieder eingeholt und war damit de facto unwirksam (s.a. Abbildung 4).



Ob die aktuell begonnenen Verhandlungen über einen neuen Branchenmindestlohn zu einem Ergebnis führen werden, ist derzeit ungewiss.

Zeitweilig waren die Arbeitgeber der Fleischindustrie bereit, über Eckpunkte für einen neuen branchenweiten Manteltarifvertrag zu verhandeln. Mittlerweile sind die Verhandlungen jedoch ergebnislos abgebrochen wurden. „Nachdem die Fleischindustrie wieder aus dem öffentlichen Fokus herausgerückt ist, haben die Unternehmen offensichtlich auch ihr Interesse an branchenweiten Tarifvertragsstrukturen verloren.

Dabei wären flächendeckende Tarifverträge in der Fleischindustrie das zentrale Instrument, um gute Arbeitsbedingungen oberhalb gesetzlicher Mindeststandrads durchzusetzen“, sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs und Ko-Autor der Studie Schulten.


NRW-Friseurwesen: Preise für Leistungen gestiegen – Zahl der Azubis gesunken 
Friseurleistungen für Herren sind im Jahr 2024 um 5,5 Prozent teurer gewesen als 2023 (gemessen an der Veränderung der Jahresdurchschnittswerte). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der TOP HAIR Messe in Düsseldorf mitteilt, haben sich die Preise für Friseurleistungen für Damen im selben Zeitraum um 4,1 Prozent erhöht.


Salondichte regional unterschiedlich
Insgesamt gab es im Jahr 2022 in NRW 11 304 Handwerksunternehmen im Friseurwesen. Bezogen auf die Bevölkerungszahl kamen damit rein rechnerisch auf einen Friseursalon 1 605 Einwohner/-innen. Regional variierte dieses Verhältnis: In Düsseldorf kam auf 1 203 Einwohner/-innen ein Friseursalon, im Kreis Warendorf waren es 1 933 Köpfe pro Salon.



Mehr als ein Drittel der Friseur-Azubis ist männlich – Anteil hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre fast verdreifacht Im Jahr 2023 machten in NRW 3 159 Personen eine Ausbildung im Friseurhandwerk. Von ihnen waren 63,3 Prozent weiblich und 36,7 Prozent männlich. Das Geschlechterverhältnis hat sich damit im Zehnjahresvergleich angeglichen: Im Jahr 2014 waren noch 12,6 Prozent der Friseur-Azubis männlich gewesen.


Insgesamt befanden sich vor 10 Jahren 5 319 Personen in einer Ausbildung im Friseurhandwerk. Damit sank die Zahl der Friseur-Azubis seit 2014 um 40,6 Prozent. IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage.


Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. (IT.NRW)

Darmkrebs: Zahl der Todesfälle binnen 20 Jahren um 17 % gesunken
• Rückgang vor allem bei Frauen
• Auch Zahl der Krankenhausbehandlungen deutlich zurückgegangen (-30 %)
• Entwicklung gegen den Trend: Zahl der Krebstoten und Krebsbehandlungen insgesamt gestiegen

In Deutschland sterben immer weniger Menschen an Darmkrebs. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die Zahl der Todesfälle aufgrund von Darmkrebs binnen 20 Jahren um 17 % zurückgegangen: Von 28 900 Todesfällen im Jahr 2003 auf rund 24 100 Todesfälle im Jahr 2023. Im selben Zeitraum nahm die Zahl der Krebstoten insgesamt um 10 % zu: von 209 300 auf 230 300 Menschen.


Die Bevölkerung ist im selben Zeitraum um 2 % gewachsen: auf 83,5 Millionen Menschen zum Jahresende 2023. Allerdings ist Darmkrebs damit nach wie vor die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache nach Lungen- und Bronchialkrebs. Ein Grund für den Rückgang könnte neben einer verbesserten Therapie auch das nach und nach ausgebaute Früherkennungsprogramm in Deutschland sein.

Aktuell wird ab April 2025 das Anspruchsalter für die Vorsorge-Darmspiegelung bei Frauen von 55 auf 50 Jahre gesenkt und damit die Darmkrebsvorsoge für Männer und Frauen angeglichen.



Zahl der Todesfälle aufgrund von Magenkrebs und Gebärmutterhalskrebs ebenfalls gesunken
Einen größeren prozentualen Rückgang als bei den Todesfällen aufgrund von Darmkrebs gab es unter den weitverbreiteten Krebsarten lediglich beim Magenkrebs und beim Gebärmutterhalskrebs. An Magenkrebs starben im Jahr 2023 gut ein Drittel (-34 %) weniger Menschen als 20 Jahre zuvor. Auch bei Gebärmutterhalskrebs (-20 %) gab es binnen 20 Jahren deutlich weniger Todesfälle.


Bei anderen Krebsarten wie Hautkrebs (+61 %), Bauchspeicheldrüsenkrebs (+53 %), oder Prostatakrebs (+32 %) nahm die Zahl der Todesfälle im selben Zeitraum dagegen zu. Seit 2006 sterben anteilig mehr Männer an Darmkrebs Einen deutlichen Rückgang bei den darmkrebsbedingten Todesfällen gab es bei den Frauen: Im Jahr 2023 starben mit 11 100 Frauen rund 25 % weniger an Darmkrebs als noch 20 Jahre zuvor, bei Männern waren es mit 13 000 Todesfällen rund 8 % weniger. Damit waren 54 % der im Jahr 2023 an Darmkrebs Verstorbenen Männer, 46 % Frauen. Seit dem Jahr 2006 sterben anteilig mehr Männer als Frauen an Darmkrebs.


Wie bei den meisten Krebserkrankungen sind vor allem ältere Menschen betroffen: So waren 71 % der 2023 an Darmkrebs Verstorbenen 70 Jahre und älter. Vor 20 Jahren lag deren Anteil bei 67 %. Im Jahr 2023 waren 18 % in der Altersgruppe von 60 bis 69 Jahren, 8 % waren im Alter von 50 bis 59 Jahre und 3 % waren jünger als 50 Jahre. Zahl der Klinikbehandlungen wegen Darmkrebs binnen 20 Jahren um 30 % gesunken.


In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Darmkrebserkrankung im Krankenhaus behandelt werden mussten, deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2023 wurden rund 139 200 Menschen wegen Darmkrebs stationär behandelt. Das waren 30 % weniger Fälle als im Jahr 2003. Damals kamen 200 100 Menschen mit einer solchen Diagnose in ein Krankenhaus. T


rotz des Rückgangs im langfristigen Vergleich war Darmkrebs im Jahr 2023 mit einem Anteil von 10 % die zweithäufigste Krebsdiagnose nach Lungen- und Bronchialkrebs (12 %). Männer sind durchweg in den letzten 20 Jahren von der Diagnose Darmkrebs häufiger betroffen als Frauen: Auf sie entfielen 2023 rund 56 % der stationären Behandlungen wegen Darmkrebs, aber nur 48 % aller Krankenhausbehandlungen insgesamt.



Mehr Behandlungen wegen Darmkrebs in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen
Bei durchweg allen Altersgruppen ab 30 Jahren sind die darmkrebsbedingten Krankenhausbehandlungen im langfristigen Vergleich rückläufig. Dagegen stiegen die darmkrebsbedingten Krankenhausbehandlungen bei den 20- bis 29-Jährigen an, wenn auch mit niedrigen Fallzahlen: In dieser Altersgruppe gab es 2023 rund 520 Patientinnen und Patienten; 20 Jahre zuvor waren es 360.


Einen Leistungsanspruch auf Darmkrebsvorsorge hat man in Deutschland ab 50 Jahren. Jünger als 50 Jahre waren im Jahr 2023 rund 9 100 Menschen, die aufgrund einer Darmkrebserkrankung im Krankenhaus behandelt wurden. Das waren 7 % aller Fälle. Darmkrebs tritt im Alter häufiger auf: Mehr als die Hälfte (51 %) der im Jahr 2023 aufgrund einer Darmkrebserkrankung behandelten Patientinnen und Patienten war 70 Jahre und älter.



Donnerstag, 27. März 2025


Moers: Lebhafter Austausch beim Fachtag des Netzwerkes Kinderschutz
Innerhalb von nur einem Tag war auch dieser Fachtag des Netzwerkes Kinderschutz ausgebucht. Die Fachkräfte haben sich am Mittwoch, 19. März, über das Thema ‚Datenschutz im Kinderschutz – ein Widerspruch? Vertrauen schützt!‘ informiert.


Dabei konnte Senay Demir, Koordinatorin des Netzwerkes bei der Stadt Moers, mit Prof. Dr. Christof Radewagen (Hochschule Osnabrück und Autor des Leitfadens ‚Vertrauensschutz im Kinderschutz‘) einen hochkarätigen Referenten gewinnen, der im Anschluss für Gespräche zur Verfügung stand. In seinem Vortrag zeigte er auf, dass sich Datenschutz und Kinderschutz ergänzen können, wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, um das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen und zu bewahren. 

Professor Radewagen stellte seine praxisorientierte ‚Kindeswohlmatrix‘ vor – ein Instrument, das Fachkräften helfen soll, die richtigen Handlungsentscheidungen zu treffen. Der Fachtag bot den Teilnehmenden praxisorientierte Anregungen und Lösungen, wie sie den Spagat zwischen Datenschutz und effektiven Schutzmaßnahmen für Kinder im Alltag meistern können.

Was die Veranstaltung besonders lebendig machte, war der interdisziplinäre Austausch zwischen den Teilnehmenden aus verschiedenen Bereichen –  u. a. Sozialarbeit, Psychologie, Recht, Pädagogik.


Spaß, Spiel und gute Laune nach dem Frühjahrsputz in Neu_Meerbeck
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Zum mittlerweile schon traditionellen Frühjahrsputz lädt das Stadtteilbüro Neu_Meerbeck am Samstag, 5. April, von 11 bis 14 Uhr ein. Anschließend wird wieder gefeiert.
‚Viele Hände - schnelles Ende‘: Das Team des Stadtteilbüros hofft auf rege Teilnahme. (Foto: Stadtteilbüro)

Zunächst sollen aber Straßen, Plätze und Grünanlagen in Meerbeck und Hochstraß vom Müll befreit werden. Nach dem Motto ‚Viele Hände - schnelles Ende‘ hofft das Team des Stadtteilbüros, dass viele Menschen tatkräftig mit anpacken. Außerdem sind die Bewohnerinnen und Bewohner eingeladen, Vorgärten oder Gehwege zu säubern und verschönern. ENNI unterstützt die Aktion und stellt Müllsäcke zur Verfügung.

Zusammen mit Greifzangen werden sie am Samstag um 11 Uhr vor dem Stadtteilbüro, Bismarckstraße 43b, ausgegeben. Nach-Feier mit Spielmobil und Waffeln Das kleine Fest mit Spaß, Spiel und guter Laune findet im Anschluss von 14 bis 17 Uhr auf dem Spielplatz Ecke Römerstraße/Kirschenallee statt.

Das Spielmobil des städtischen Kinder- und Jugendbüros mit vielen Spielen, spannenden Mitmach- und Kreativ-Aktionen wird betreut von der Jugend der DITIB Moschee. Eine süße Leckerei gibt es in Form von frischgebackenen und mit viel Liebe zubereiteten Waffeln des Fördervereins der St. Marien Schule.

Der Erlös ist für einen guten Zweck. Den Bewohnerinnen und Bewohnern bietet das Stadtteilbüro zudem eine gute Gelegenheit, sich über aktuelle Projekte, laufende Initiativen und andere Themen im Stadtteil zu informieren. Rückfragen und weitere Informationen unter Telefon 0 28 41 / 201-530 oder per Mail: stadtteilbuero.meerbeck@moers.de


Wärme im Wandel – Die Wärmeplanung der Stadt Wesel

Die Stadt Wesel lädt zu einer kostenfreien Bürgerinformation zur Kommunalen Wärmeplanung ein. Am Mittwoch, 2. April 2025, können Bürger*innen Wesels die Gelegenheit nutzen, sich über die Inhalte und Ziele der Wärmeplanung zu informieren. Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen einer zentralen oder dezentralen Wärmeversorgung? Was ist ein Wasserstoffnetz?

Das von der Stadt beauftragte Unternehmen Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft steht für Rückfragen zur Verfügung.  Die Stadtwerke Wesel werden anhand von zwei Projekten aufzeigen, wie eine CO2-freie Wärmeversorgung in der Zukunft aussehen könnte. Unter anderem gibt es die Überlegung, die Abwärme aus der Kläranlage zu nutzen. 


Abgerundet wird die Veranstaltung durch den Vortrag des Energieberaters Klaus Overhoff. Er beantwortet Fragen zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Bezug auf die kommunale Wärmeplanung und erläutert, welche Fördermittel für Eigentümer*innen momentan zur Verfügung stehen.

Die Stadt Wesel lädt alle Bürger*innen dazu ein, den Weg der Klimaneutralen Energieversorgung aktiv mitzugestalten und sich rechtzeitig über bevorstehende Veränderungen in der Wärmeversorgung zu informieren. Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Klever-Tor-Platz 1 in Wesel. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Wesel startet wieder in eine neue Flusskreuzfahrt-Saison
Auch in diesem Jahr heißt die Hansestadt für die Saison 2025 wieder zahlreiche Flusskreuzfahrtschiffe willkommen.  Bereits am 18. März legte die Viking River Cruises bei bestem Ausflugswetter erstmalig an der Weseler Rheinpromenade an. Bis Mitte November folgen 30 weitere Termine. Ebenso wieder zu Gast sein werden an 15 Terminen erneut die Flusskreuzfahrtgäste der A-ROSA.


Von Ende April bis Ende Oktober läuft hier die regelmäßige Tour der A-ROSA ALEA zwischen Köln und dem Ijsselmeer mit dem Stopp in Wesel am vorletzten Reisetag. Die A-ROSA-Schiffe haben bei voller Belegung ca. 200 Passagiere aus dem deutschsprachigen Raum an Bord. Die VIKING-Schiffe beherbergen rund 190 Gäste, hauptsächlich aus den USA, Kanada sowie Großbritannien.

Die Flusskreuzfahrtgäste nehmen auf Wunsch an unterschiedlichen Landprogrammen teil und haben zudem ausreichend Freizeit zum individuellen Aufenthalt in der Weseler Innenstadt.


Wesel: Der Schweizer Anbieter Viking River Cruises legt erneut in Wesel an.
Zwischen März und November sind mehr als 30 Stopps mit je rund 190 Passagieren geplant. Viele Passagiere nutzen die Gelegenheit, den Niederrhein bei einem Ausflug kennenzulernen. Darunter sind erfahrungsgemäß viele US-amerikanische Gäste. Sie interessieren sich für die Geschichte des Niederrheins und genießen das entspannte Treiben in den Orten am Fluss.


Für die Passagiere wird ein Ausflug nach Xanten mit einem Besuch des LVR-Archäologischen Parks angeboten. Alternativ haben die Gäste die Gelegenheit, Wesel auf eigene Faust zu erkunden. Linda Kremers von 2-LAND-Reisen berichtet: „Wenn alle geplanten Terminen durchgeführt werden, werden bis zu 6.000 ausländische Gäste den Niederrhein erkunden. Wir freuen uns, in unserer Funktion als Vermittler zwischen Viking Cruises, Wesel Marketing GmbH, LVR Archäologischer Park und dem Busunternehmen Tekath unseren Beitrag leisten zu dürfen.“


Die Schiffe machen im Rahmen ihrer Niederlande-Belgien-Route Halt in Wesel – der einzigen Station in Deutschland auf dieser Tour. Ein großes Flusskreuzfahrtschiff ist die ganze Saison auf der Route unterwegs. Ein weiteres Schiff legt zusätzlich im Frühjahr an. BU: Ein Zeichen für den Frühling: Das erste Flusskreuzfahrtschiff legt in Wesel an.


Klever Spielplatz an der Stadthalle: So steht es um den Baufortschritt
Bereits seit einigen Jahren befindet sich das Klever Stadthallenumfeld in einem Umgestaltungsprozess, der das Areal umfangreich aufgewertet hat. Wo vor wenigen Jahren noch Autos auf der Straße Bleichen fuhren, ist inzwischen ein großzügiger Vorplatz für die Stadthalle sowie ein ufernaher Fußweg am Spoykanal entstanden, der zum Flanieren einlädt.

Baustelle Spielplatz Stadthalle

Während die Arbeiten nördlich der Stadthalle abgeschlossen sind, rollen die Bagger südlich der Veranstaltungsstätte nach wie vor: Auf den lange ungenutzten Flächen zwischen Stadtbücherei und Spoykanal entsteht aktuell ein ansprechender Kinderspielplatz in bester Innenstadtlage. Dieser wird neben umfangreichen Klettermöglichkeiten und anderen Spiel- und Sinnesgeräten, die zu großen Teilen inklusiv nutzbar sind, auch einen großen Matsch- und Wasserspielbereich bieten.


Ergänzt werden die Geräte durch eine naturnahe Gestaltung ihres Umfeldes. Natursteinquader und Baumstämme bieten Sitzgelegenheiten und alte, wie neue Bäume sollen in den warmen Sommermonaten kühlenden Schatten spenden. Modellierte Hügel laden zum Toben ein. Zur Wasserstraße grenzt die Spielflächen künftig eine Hecke ab. Alle Kinder können sich an der Stelle also auf ein absolutes Highlight freuen.


Wer aktuell an der Baustelle entlangspaziert, kann bereits viele Geräte des Spielplatzes erkennen. Fertigstellung und Eröffnung des Spielplatzes werden allerdings leider noch einige Wochen auf sich warten lassen. Viele Unwägbarkeiten hatten das Voranschreiten der Bauarbeiten in den vergangenen Monaten verzögert: ungewöhnlich nasse Bodenverhältnisse, archäologische Funde im Boden und nicht zuletzt auch das frostige Winterwetter.


Es fehlen nun noch einige Einbauten, letzte Bodenarbeiten und auch klimaangepasste Bepflanzungen, bevor die ersten Kinder den Spielplatz entdecken können. Baubedingt muss die Baustelle aktuell für etwa drei Wochen pausieren. Danach können die letzten Arbeiten durchgeführt werden, sodass der Spielplatz voraussichtlich im Mai freigegeben und eröffnet werden kann. Die Stadt Kleve und alle Beteiligten freuen sich darauf, wenn der Spielpatz pünktlich zum Sommer endlich von spielenden Kindern bevölkert wird.

Hintergrund: Integriertes Handlungskonzept
Der Spielplatz an der Stadthalle ist Teil des Integrierten Handlungskonzeptes. Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2027. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden: Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum. Viele unterschiedliche Gruppen und Akteure werden dabei miteinbezogen.

Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, sowie vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.


Dinslaken: Mit dem Steiger auf den Spuren der Bergleute
Der ehemalige Obersteiger Silvo Magerl nimmt Interessierte am Sonntag, 13. April 2025, von 15 bis 17 Uhr mit auf eine einzigartige Reise: Dabei geht es um das Bergwerk, das ihn fast sein gesamtes Arbeitsleben lang geprägt hat. In lebendigen Schilderungen lässt er die harte, aber faszinierende Welt wiederaufleben.

Mit packenden Geschichten aus dem Leben der Bergleute und persönlichen Erlebnissen aus seiner Zeit im Bergbau entführt er die Teilnehmenden in eine Zeit, in der der Bergbau mehr als nur ein Beruf war – er war Lebensmittelpunkt und Lebensart. Die Ende 2005 stillgelegte Zeche Lohberg war für viele Bergleute nicht nur eine Arbeitsstätte, sondern ein zentraler Bestandteil ihres Lebens.


Bei der Führung erzählt der erfahrene Bergingenieur von den prägenden Momenten seiner Karriere: von der historischen Entwicklung des Bergwerks, vom schmutzigen Alltag mit schwarzen Augenrändern, von der Plüngelstube, der Kaue und der Grubenwehr. Er berichtet von der Einfahrt in die Grube und dem schweißtreibenden Malochen in der Dunkelheit – und immer wieder vom unerschütterlichen Zusammenhalt der Kumpel, denn unter Tage gab es keine Fremden, nur Kumpel.


Der Treffpunkt zur Führung ist am Ledigenheim in Lohberg, Stollenstraße 1. Die Teilnahmegebühr beträgt 7,50 Euro pro Person und ist direkt vor Ort beim Gästeführer zu entrichten. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und wird vom Team der Stadtinformation am Rittertor telefonisch unter 02064 – 66 222 oder per E-Mail an stadtinformation@dinslaken.de entgegengenommen.


Kurt-Kräcker-Straße in Wesel wird für den motorisierten Verkehr gesperrt
Im Rahmen der aktuell laufenden Bauphase muss die Kurt-Kräcker-Straße auf Höhe der Eisenbahnüberführung von Dienstag, 25. März (06:00 Uhr), bis voraussichtlich Montag, 21. April (23:30 Uhr), für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Die Eisenbahnüberführung (EÜ) Kurt-Kräcker-Straße wird im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen komplett erneuert.


Für die Arbeiten ist die Errichtung eines Traggerüstes im Bereich der EÜ Kurt-Kräcker-Straße notwendig. Dadurch ist die Durchfahrbarkeit auf eine Höhe von 3,80 Meter begrenzt. In den letzten Tagen ist aufgefallen, dass trotz entsprechender Hinweisschilder Lkw-Fahrzeuge die maximal zulässige Durchfahrtshöhe missachten. Da ein Anprall mit dem Traggerüst lebensgefährlich ist, soll kurzfristig ein Anprallbalken als Schutz installiert werden.

Dieser soll an der Kreuzung Dinslakener Landstraße - Kurt-Kräcker-Stracke errichtet werden. Hinweise auf Umleitungen werden vor Ort installiert.  Wir setzen alles daran, die von den Bauarbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem lassen sich Beeinträchtigungen und Veränderungen im Bauablauf nicht gänzlich ausschließen.


vhs Moers – Kamp-Lintfort: ‚Alte Wege zum Frieden – neu entdeckt‘
Ziel 16 der Nachhaltigkeitsziele der UN: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (Quelle: United Nations) Gedanken über Möglichkeiten und Wege zum Frieden stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Donnerstag, 3. April, ab 19 Uhr. ‚Alte Wege zum Frieden – neu entdeckt‘ greift unter anderem die Philosophie der Antike zu Menschlichkeit und friedvollem Miteinander auf.


Der Abend widmet sich den Denkern vom Altertum bis in die Neuzeit und greift deren Strategien gegen Krieg und Gewalt auf. Am Ende der Veranstaltung steht in der vhs Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, die Frage ‚Was können wir von der Vergangenheit für unsere Gegenwart lernen?‘.

Der Abend findet in Kooperation mit der ‚Friedensinitiative Niederrhein‘ und im Rahmen des diesjährigen vhs-Themenschwerpunkts zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN statt. Der Abend ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41/201 - 565 sowie online unter www.vhs-moers.de möglich.


Fachkräftemangel großes Hindernis für mehr Patente und mehr Innovationen
Deutschlands Innovationskraft zeigt sich in einem leichten Anstieg der Patentanmeldungen um 0,4 Prozent im Jahr 2024, womit es nach den USA weltweit den zweiten Platz belegt. Besonders bemerkenswert ist der Zuwachs von 6,6 Prozent im Bereich digitaler Schlüsseltechnologien, während die USA und China hier Rückgänge verzeichnen.

VDI-Direktor Adrian Willig betont: „Unsere Ingenieurinnen und Ingenieure treiben den Fortschritt maßgeblich voran. Jetzt ist es an der Zeit die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft zu treffen. Wir brauchen mehr technische Fachkräfte und damit mehr Ingenieurskapazitäten. Dafür muss die neue Bundesregierung die Voraussetzungen schaffen, denn nur mit einem Innovationsschub können wir die technologische Spitzenposition wiedererlangen.“

Deutschlands Innovationskraft zeigt sich in einem leichten Anstieg der Patentanmeldungen. Symbolbild: Ground Picture/Shutterstock

25.000 Patente haben deutsche Forscherinnen und Forscher angemeldet, teilte das Europäische Patentamt zu seinem Index 2024 mit. Zum Vergleich: Die USA haben circa 48.000 Patente in Europa angemeldet. Adrian Willig ordnet ein: „Die Zahlen sind erfreulich und zeigen, wie innovationsfreudig Deutschland immer noch ist. Aber dennoch können wir uns auf den Zahlen nicht ausruhen, um in Zukunft weiter wettbewerbsfähig zu bleiben, denn die Gewitterwolken hängen über dem Innovationsstandort Deutschland.“

„Wir sind die Jahre zuvor ins Hintertreffen geraten. Eine Aufholjagd gegenüber USA, China und Japan kann nicht schnell genug beginnen. Dafür braucht es von der neuen Bundesregierung Investitionen in zentrale Transformationsfelder. Nur so können wir Deutschland und den Standort Europa resilienter und wettbewerbsfähiger machen. Innovationen dürfen nicht länger durch überbordende Bürokratie ausgebremst werden“, so Willig. Der VDI hat für die 21. Legislaturperiode Handlungsempfehlungen herausgegeben, die sich unter anderem auf zentrale Transformationsfelder wie Künstliche Intelligenz, Energiesysteme und Circular Economy konzentrieren.

„Dafür braucht es qualifizierte Fachkräfte im Ingenieurwesen, denn sie erfinden wegweisende Technologien für unseren Alltag – für unsere Zukunft.“ Der wachsende Fachkräftemangel ist eine der größten Bedrohungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Bis 2035 werden laut Erhebungen bis zu 340.000 Mint-Akademiker und -Akademikerinnen in Rente gehen.

Aus Sicht des VDI sollte technische Bildung gestärkt werden – von der schulischen Ausbildung bis zur Förderung lebenslangen Lernens. Dazu sollte ein Technikunterricht in allen Schulformen und über alle Schulstufen hin verbindlich, durchgängig und mit bundesweit einheitlichen Bildungsstandards in allen Bundesländern eingeführt werden. Zudem braucht es gezielte Anreize zur Fachkräftezuwanderung und eine bessere Integration ausländischer Fachkräfte in den Arbeitsmarkt.


VDI als Gestalter der Zukunft
Mit unserer Community und unseren rund 130.000 Mitgliedern setzen wir, der VDI e.V., Impulse für die Zukunft und bilden ein einzigartiges multidisziplinäres Netzwerk, das richtungweisende Entwicklungen mitgestaltet und prägt. Als bedeutender deutscher technischer Regelsetzer bündeln wir Kompetenzen, um die Welt von morgen zu gestalten und leisten einen wichtigen Beitrag, um Fortschritt und Wohlstand zu sichern.

Mit Deutschlands größter Community für Ingenieurinnen und Ingenieure, unseren Mitgliedern und unseren umfangreichen Angeboten, schaffen wir das Zuhause aller technisch inspirierten Menschen. Dabei sind wir bundesweit, auf regionaler und lokaler Ebene in Landesverbänden und Bezirksvereinen aktiv. Das Fundament unserer täglichen Arbeit bilden unsere rund 10.000 ehrenamtlichen Expertinnen und Experten, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen.  Zu den Handlungsempfehlungen



NRW-Wirtschaft exportierte 2024 Eisen und Stahl im Wert von rund 11 Milliarden Euro
Im Jahr 2024 hat die nordrhein-westfälische Wirtschaft 9,7 Milliarden Tonnen Eisen und Stahl im Wert von 11,1 Milliarden Euro exportiert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren gemessen am Warenwert Belgien (1,2 Milliarden Euro), Frankreich (1,0 Milliarden Euro) und Polen (0,9 Milliarden Euro) die Hauptzielländer dieser Exporte.


Die USA belegten im Ranking der zwölf wichtigsten Exportländer mit einem Außenhandelsumsatz im Wert von rund 323 Millionen Euro Rang zwölf. Die zwei größten Seehäfen Europas befinden sich in Antwerpen (Belgien) und Rotterdam (Niederlande). Diese sind zentral für den Güterumschlag im internationalen Handel.
Bei den Importen von Eisen und Stahl nach NRW liegen die USA auf Rang 29.

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft importierte 8,6 Milliarden Tonnen Eisen und Stahl im Wert von 10,6 Milliarden Euro im Jahr 2024. Belgien war mit einem Warenwert von 1,5 Milliarden Euro an den Eisen- und Stahlimporten nach NRW das bedeutendste Lieferland. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit 1,4 Milliarden Euro Warenwert die Niederlande und Frankreich mit 1,1 Milliarden Euro. Die USA nahmen mit rund 37 Millionen Euro Rang 29 ein.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Januar 2025: +5,2 % zum Vormonat
+5,2 % zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt) +10,3 %
zum Vorjahresmonat (real, kalenderbereinigt)
+12,1 % zum Vorjahresmonat (nominal)  Umsatz im Bauhauptgewerbe, Januar 2025 +10,8 % zum Vorjahresmonat (real)
+13,1 % zum Vorjahresmonat (nominal) 

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2025 gegenüber Dezember 2024 kalender- und saisonbereinigt um 5,2 % gestiegen. Dabei nahm der Auftragseingang im Hochbau um 1,7 % und im Tiefbau um 8,4 % zu.



Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2024 stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 10,3 %. Dabei nahm der Auftragseingang im Hochbau um 8,6 % und im Tiefbau um 12,1 % zu. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang lag 12,1 % über dem Vorjahresniveau. 

Umsatz real 10,8 % höher als im Vorjahresmonat  
Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe lag im Januar 2025 um 10,8 % über dem Vorjahresmonat. Der nominale Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 13,1 % auf 5,7 Milliarden Euro.  Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen nahm im Januar 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 % zu.


NRW-Industrie: 2024 ist der Absatzwert der Futtermittelproduktion für Nutztiere um über acht Prozent gesunken
Im Jahr 2024 sind nach vorläufigen Ergebnissen 3,8 Millionen Tonnen zubereitete Futtermittel für Nutztiere ohne Vormischungen, Mehl und Pellets von Luzernen im Wert von 974,6 Millionen Euro hergestellt worden. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg die Absatzmenge damit gegenüber 2023 um 67 700 Tonnen (+1,8 Prozent), während der Absatzwert nominal um 87,1 Millionen Euro bzw. 8,2 Prozent sank.


In 39 der 9 747 produzierenden Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes wurden 2024 Futtermittel für Nutztiere hergestellt. Im Jahr 2014 umfasste der Berichtskreis 32 Betriebe. Gegenüber dem Jahr 2014 sank die Absatzmenge um 81 300 Tonnen (−2,1 Prozent) während der Absatzwert um 137,7 Millionen Euro bzw. 16,5 Prozent stieg.




Die Regierungsbezirke Düsseldorf und Münster hatten den größten Anteil an der NRW Produktion 83,4 Prozent der Absatzmenge und 79,8 Prozent des Absatzwerts wurden 2024 in Betrieben der Regierungsbezirke Düsseldorf und Münster erzielt. So wurden 44,1 Prozent der Absatzmenge und 40,5 Prozent des Absatzwertes der in NRW produzierten Futtermittel im Regierungsbezirk Münster erzielt.

Im Regierungsbezirk Düsseldorf waren es 39,3 Prozent der Absatzmenge und 39,4 Prozent des Absatzwerts. Weitere Futtermittel für Nutztiere In einem der o. g. Betriebe sowie vier weiteren Betrieben sind zusätzlich Futtermittel für Nutztiere in Form von Vormischungen, sowie Mehl und Pellets von Luzernen im Wert von 40,7 Millionen Euro (−19,4 Prozent; gegenüber 2023) hergestellt worden.



Mittwoch, 26. März 2025


Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Solidaritätszuschlag  
Mit heute (26. März 2025) verkündetem Urteil hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe eine Verfassungsbeschwerde gegen das Solidaritätszuschlaggesetz 1995 (SolZG 1995) in der Fassung des Gesetzes zur Rückführung des Solidaritätszuschlags 1995 vom 10. Dezember 2019 zurückgewiesen.


Der zum 1. Januar 1995 eingeführte Solidaritätszuschlag stellt eine Ergänzungsabgabe im Sinne des Art. 106 Abs. 1 Nr. 6 Grundgesetz (GG) dar. Der Senat führt in seinem Urteil aus, dass eine solche Ergänzungsabgabe einen aufgabenbezogenen finanziellen Mehrbedarf des Bundes voraussetzt, der durch den Gesetzgeber allerdings nur in seinen Grundzügen zu umreißen ist.

Im Fall des Solidaritätszuschlags ist dies der wiedervereinigungsbedingte finanzielle Mehrbedarf des Bundes. Weiter führt der Senat aus, dass ein evidenter Wegfall des Mehrbedarfs eine Verpflichtung des Gesetzgebers begründet, die Abgabe aufzuheben oder ihre Voraussetzungen anzupassen. Insoweit trifft den Bundesgesetzgeber – bei einer länger andauernden Erhebung einer Ergänzungsabgabe – eine Beobachtungsobliegenheit.

Ein offensichtlicher Wegfall des auf den Beitritt der damals neuen Länder zurückzuführenden Mehrbedarfs des Bundes kann auch heute (noch) nicht festgestellt werden. Eine Verpflichtung des Gesetzgebers zur Aufhebung des Solidaritätszuschlags ab dem Veranlagungszeitraum 2020 bestand und besteht folglich nicht.

Die Verfassungsbeschwerde, mit der sich die Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer gegen die unveränderte Fortführung der Solidaritätszuschlagspflicht und gegen den nur teilweisen Abbau des Solidaritätszuschlags wenden, blieb daher erfolglos. Richterin Wallrabenstein hat sich der Senatsmehrheit im Ergebnis angeschlossen, jedoch hinsichtlich der Begründung ein Sondervotum verfasst.


DMB-Vorstand Tenbieg zum Soli-Urteil: „Jetzt sind andere Entlastungen für den Mittelstand gefragt“
Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Mittelstands-Bundes (DMB), kommentiert das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das den Solidaritätszuschlag als verfassungskonform bestätigt hat.

„Wir respektieren die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, bedauern jedoch, dass der Solidaritätszuschlag für viele kleine und mittlere Unternehmen weiterhin eine erhebliche finanzielle Belastung bleibt und an sich nicht mehr viel mit dem ‚Aufbau Ost‘ zu tun hat“, so Tenbieg.

„Rund sieben Milliarden Euro zahlen mittelständische Betriebe jährlich – Geld, das in wirtschaftlich angespannten Zeiten dringend für Investitionen, Innovationen und Schaffung von Arbeitsplätzen benötigt wird.“ Tenbieg fordert daher von der Politik nennenswerte finanzielle Entlastungen für KMU: „Die dringend notwendige Steuer- und Abgabenentlastung muss nun auf anderem Wege erfolgen.

Wir erwarten von der kommenden Bundesregierung wirksame Maßnahmen zur Stärkung des Mittelstands – etwa durch steuerliche Erleichterungen auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau von 25 Prozent, Abbau der zeit- und kostenintensiven Bürokratie sowie praxisnahe und gut ausgestattete Förderprogramme. Nur so können KMU auch künftig ihre zentrale Rolle als Innovations- und Beschäftigungstreiber erfüllen.“


IHK fordert Steuerreform nach Soli-Entscheidung Unternehmen müssen endlich entlastet werden  
Der Solidaritätszuschlag (Soli) entspricht der Verfassung. Das hat das Bundesverfassungsgericht heute entschieden. Ein schwerer Schlag für die Unternehmen, findet die Niederrheinische IHK.

Eine steuerliche Entlastung ist überfällig, betont IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers: „Die Entscheidung des Gerichts, dass der Soli bleibt, ist zu respektieren. Unsere Wirtschaft braucht aber eine echte Steuerreform, um international wettbewerbsfähig zu sein. Wir müssen mehr unternehmerische Freiheit zulassen. Wir sagen: Sofort entlasten.

Ziel muss sein, den Soli abzuschaffen und die Unternehmenssteuern auf maximal 25 Prozent zu senken. Auch die Stromsteuer muss auf das europäische Mindestmaß – für alle Branchen. Unternehmen bauen gerade massiv Stellen ab oder gehen ins Ausland. Das sollte Warnung genug sein. Neben den Steuern bleibt die Bürokratie das Hauptproblem. Es ist falsch, wenn die öffentliche Verwaltung stärker wächst als die Wirtschaft. Das gilt übrigens auch für die Anzahl der Ministerien in Berlin. Es wäre ein starkes Signal, das Kabinett von 16 auf 12 Minister zu reduzieren.“


Campingplatz "Hohes Ufer" in Schermbeck: Öffnung zum Saisonstart
Der Campingplatz „Hohes Ufer“ in Schermbeck kann zum Start der Camping-Saison wieder geöffnet werden. Die Nutzungsuntersagung, die der Kreis Wesel Anfang 2022 erteilt hatte, wird zum 31.03.2025 aufgehoben und der Platz kann wieder betrieben werden. 

Auf dem Campingplatz hat sich viel getan: Die Betreiber haben die Fahrwege verbreitert, die sehr wichtigen Brandschutzstreifen von mindestens zehn Meter Breite neu angelegt und für eine gesicherte und ausreichende Löschwasserversorgung gesorgt. Während der Zeit der Schließung wurden zahlreiche Pachtverträge beendet und die Bebauung von diesen Parzellen entfernt.

Für die Betreiber und die Bauaufsichtsbehörde Kreis Wesel ist die Arbeit aber noch nicht beendet. Zum Hintergrund: Anfang 2022 musste die untere Bauaufsicht des Kreises Wesel den Platz am Wesel-Datteln-Kanal schließen. Vorausgegangen war eine Begehung des Platzes durch die Gemeinde Schermbeck und den Kreis Wesel, bei der schwerwiegende Brandschutzmängel festgestellt wurden.

Die vorgefundenen Mängel ließen damals erkennen, dass sich ein Brand über den Platz ungehindert, schnell und in alle Richtungen vollständig ausgedehnt hätte. Löscharbeiten wären nicht möglich gewesen, da kein Löschwasser zur Verfügung stand. Außerdem wäre im Brandfall eine Rettung von Menschen und Tieren mit Fahrzeugen der Feuerwehr oder Rettungsdienste nur eingeschränkt möglich gewesen.

Die sofortige Untersagung der Weiternutzung war die einzige Möglichkeit, um die konkrete Gefahr für Leib und Leben der Pächterinnen und Pächter abzuwenden. Die Betreiber müssen nun einen Bauantrag erarbeiten lassen, um die neue Aufteilung mit Fahrwegen, Brandschutzstreifen und Parzellen genehmigen zu lassen.

Mit dieser Genehmigung kann der Platz dann zunächst als reiner Campingplatz betrieben werden, der Bau von Mobilheimen oder dauerhaft abgestellte Wohnwagen sind dann weiterhin verboten. Perspektivisch soll der Platz zu einem sogenannten Wochenendplatz weiterentwickelt werden. Dafür muss ein Bebauungsplan aufgestellt und von der Gemeindevertretung Schermbeck beschlossen werden.

Der Kreis Wesel ist weiterhin auf dem Platz tätig, um die Brandschutzvorschriften vollständig durchzusetzen und so die letzten Gefahrenquellen zu beseitigen. Auch, wenn die grundsätzliche Aufteilung des Platzes und die Versorgung mit Löschwasser mittlerweile den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, gibt es immer noch Parzellen, auf denen noch Gebäude von Pächtern vorhanden sind und nicht alle Größen- und Abstandsregeln eingehalten sind. 

Für wenige Parzellen muss eine individuelle Nutzungsuntersagung weiterhin ausgesprochen bleiben, da die vorhandenen Gebäude zu dicht aneinander stehen und die Grenzabstände untereinander nicht einhalten.


Moers: Biomasse-Heizkraftwerk - Technologiepark Eurotec
Seit 2009 betreibt Enni gemeinsam mit den Stadtwerken Dinslaken im Moerser Technologiepark Eurotec ein Biomasse-Heizkraftwerk. Die hochmoderne Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage der Tochtergesellschaft Biokraft produziert neben Strom auch Wärme. Das sorgt für hohe Wirkungsgrade und beste Ökobilanzen.

Interessierte Niederrheiner und Niederrheinerinnen erfahren hier auf dem historischen Gelände der ehemaligen Zeche Rheinpreußen, wie die Biokraft aus Frischholz Strom für jährlich 5.000 Haushalte und Wärme für 3.200 Häuser produziert. Bei einem Rundgang informieren Experten bzw. Expertinnen über das Funktionsprinzip der Anlage und diskutieren mit Teilnehmenden über die Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es gibt eine Mindestteilnehmerzahl. Kurs-Nr.: F10434A Gebühr: unentgeltlich #ENNI-Ökotouren# In Kooperation mit der Enni Mit Enni können Niederrheiner und Niederrheinerinnen jetzt im Frühjahr erneut hinter die Kulissen ökologisch besonders wertvoller Projekte blicken und dabei mit Experten diskutieren.

Neben regenerativen Kraftwerken stellt Enni dabei erneut auch ihren vertikalen Garten am Moerser Firmensitz als ein besonderes Öko-Projekt der Region vor. Event details Veranstaltungsdatum 26.03.2025 - 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Veranstaltungsort Eurotec-Ring 15 47445 Moers Veranstaltungsort Technologiepark Eurotec

Moers: Lern-Treff
Viele Menschen mit Lese- und Schreibproblemen verbergen ihre Schwierigkeiten. Sie befürchten bloßgestellt zu werden oder ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Für sie heißt das, nicht aufzufallen und die Ausbildung, Freundschaften oder sogar ihre Partnerschaft zu riskieren.

Funktionaler Analphabetismus ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Deshalb bieten wir Hilfe an. Ohne Anmeldung. Ohne Termin. Jede und jeder Erwachsene mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben ist eingeladen jeden Mittwoch, zwischen 11 und 13 Uhr in das Café Sonnenblick in der Moselstr. 55 in Meerbeck zu kommen.

Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen hilft unsere Grundbildungsexpertin bei allen Schriftsprachproblemen (z. B. Anträge, Bewerbungen, Rechnungen usw.), hat ein offenes Ohr für die Probleme und findet, sofern vom Ratsuchenden gewünscht, auch einen passenden Lese- und Schreibkurs. Kursleitung: Hülya Reske unentgeltlich  Veranstaltungsdatum 26.03.2025 - 11:00 Uhr - 13:00 Uhr Veranstaltungsort Moselstraße 55 47443 Moers Veranstaltungsort Café Sonnenblick

Moers: Feuerwehrausschuss tagt am 28. März
Die Satzung für die Durchführung der Brandverhütungsschau ist Thema des Feuerwehrausschusses am Freitag, 28. März. Die Sitzung findet um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, statt.

Hintergrund der Satzungsänderung ist, dass unter anderem die Personalkosten gestiegen sind, sodass die Gebühren neu kalkuliert werden müssen. Weitere Themen sind zudem der Bericht zu Baumaßnahmen an Feuerwehrgebäuden, die Einstellung von Nachwuchskräften und die Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr. 

Solar lohnt sich: Kostenlose Online-Vortragsreihe in Dinslaken zur Solarenergie
Die Solarmetropole Ruhr informiert gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW. Solarenergie ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Stromversorgung und gewinnt zunehmend an Bedeutung.  Diese Vortragsreihe bietet fundierte Informationen, um den Einstieg in die Solarenergie sicher gestalten zu können.


In der kostenlosen Online-Vortragsreihe erfahren Bürger*innen alles rund um Photovoltaik-Anlagen, von der Planung bis zur Nutzung. Die Vorträge richten sich an Hausbesitzer*innen und Bewohner*innen von Mehrfamilienhäusern. Vorkenntnisse sind nicht notwendig und Fragen aus dem Teilnehmendenkreis sind ausdrücklich erwünscht.

Termine der Vortragsreihe:
26.03.: Sonnenstrom vom Dach – Photovoltaik-Dachanlagen
02.04.: Photovoltaik-Anlagen mieten oder kaufen?
09.04.: Sonnenstrom vom Balkon – Steckersolargeräte
16.04.: Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unter www.solarmetropole.ruhr ist erforderlich. Dort sind auch weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen zu finden und mit Hilfe des regionalen Solardachkatasters kann jetzt schon geprüft werden, ob ein Gebäude für Solarenergie geeignet ist. Die Stadt Dinslaken ist Teil der Solarmetropole Ruhr und des Energiesparhauses Ruhr des Regionalverbands Ruhr (RVR). 


Moers: Ziele des Fernsehens
Ein Streifzug durch 75 Jahre deutsche Fernsehgeschichte
1950 begann mit der Ausstrahlung des ersten Testbildes eine neue Ära der Medienentwicklung in der gerade gegründeten BRD. Ziel des neuen „Fernsehens“ sollte es sein, „Brücken von Mensch zu Mensch, von Völkern zu Völkern“ zu schlagen und so einen Beitrag zu leisten „zur ewigen Hoffnung der Menschheit: Friede auf Erden“.

Der Vortrag schildert mit oft zum Schmunzeln anregenden Ausschnitten, auf welchen Wegen das neue Medium in der folgenden Zeit versuchte, diesen Ansprüchen gerecht zu werden und zum „Lagerfeuer“ wurde, um das sich alle Generationen versammelten.

Er wirft einen Blick auf die Veränderungen, die die Zulassung von Privatsendern mit sich brachten und wagt eine Prognose, ob das klassische Fernsehen angesichts der wachsenden Popularität des Streamings noch eine Chance hat oder das Lagerfeuer endgültig erloschen ist.

Referent: Jürgen Plewka Kurs-Nr.: F10105 Gebühr: 7 Euro Event details Veranstaltungsdatum 27.03.2025 - 19:00 Uhr - 21:00 Uhr. Veranstaltungsort Altes Landratsamt

vhs Moers - Kamp-Lintfort: Klangschalen-Workshop
Der Workshop richtet sich an Anwender und Anwenderinnen und Interessierte. Christiane Claren stellt eine große Zahl an Schalen und Klöppeln vor und erklärt die unterschiedliche Handhabung. Sie ist Mitarbeiterin einer Fairtrade-Firma und bringt entsprechend nur fair gehandelte Produkte mit.

Was es damit auf sich hat, erklärt die theoretische Einführung. Nach einem kurzen Film erfahren Sie alles über die Herstellung, die Herkunft und über die Geschichte der Klangschalen. Im Anschluss können Sie dann die Ruhe stiftende Wirkung auf Körper und Seele selber ausprobieren. Sie lernen alles über die Handhabung und über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.

Referentin: Christiane Claren Kurs-Nr.: F30039 Gebühr: unentgeltlich. Veranstaltungsdatum 28.03.2025 - 16:00 Uhr - 18:15 Uhr. Veranstaltungsort Volkshochschule Moers - Kamp-Lintfort Adresse Wilhelm-Schroeder-Straße 10 47441 Moers

Moers: Improviser in Residence 2025 invites: Jaune Toujours band
Jaune Toujours lädt Sie ein, sie auf ihrer musikalischen Reise zu begleiten, auf der Genres überschritten und Regeln neu geschrieben werden. *VERTIGO* ist mehr als ein Album: Es ist ein Statement, eine Einladung, die Welt anders zu sehen, mit der gleichen Offenheit, die die Band seit den 1990er Jahren auszeichnet.

Veranstaltungsdatum 27.03.2025 - 19:00 Uhr. Veranstaltungsort Weygoldstraße 10,47441 Moers. Veranstaltungsort Die Röhre, Veranstalter Festivalbüro des moers festivals


Moers: Schiffbruch erlitten?
Sind Sie jemals gescheitert? Haben Sie schon einmal eine Niederlage erlitten? Versagen erlebt? Ablehnung erfahren? Eine Sache vergeigt, in den Sand gesetzt?  Wenn Sie auf eine dieser Fragen mit „ja“ antworten können, dann ist dieser Abend richtig für Sie! Es gibt eine Menge Literatur über den Erfolg, aber kaum etwas über das Scheitern.

Obwohl so viele von uns Scheitern erleben, gerade in der heutigen Zeit, die von Macht, Erfolg und Konkurrenzdenken geprägt ist. Wie aber kann ich nach einer Niederlage wieder Hoffnung schöpfen? Wie bewältige ich mein Scheitern?

Welchen Nutzen kann ich vielleicht aus dieser Lebensphase ziehen, und vor allem: Wie kann ein Neuanfang beginnen, und wie kann mir der christliche Glaube dabei eine Hilfestellung sein? Downloads Schiffbruch erlitten - Referent: Stefan Hohage

Veranstaltungsdatum 27.03.2025 - 19:00 Uhr - 20:00 Uhr Veranstaltungsort Karl-Hoffmeister-Straße 16 ,47441 Moers.


Moers: Historischer Stadtrundgang am Sonntag
Die ‚Grafschafterin Anna‘ und ‚Frau Therese Sempel‘ begeben sich auf den Weg zu einer besonderen historischen Stadtführung am Sonntag, 30. März, 10.30 Uhr.

Start ist vor dem Haupteingang des Moerser Schlosses, Kastell 9. Unterwegs erzählen die historischen Figuren von der Entstehung der Stadt, Begebenheiten aus der römischen, oranischen und preußischen Regentschaft sowie vom Stadtbrand und dem Leben der Bürgerschaft und Edelleute.

Die Gästeführerinnen Anne-Rose Fusenig oder Renate Brings-Otremba begleiten den Rundgang in historischer Gewandung. Verbindliche Anmeldungen zu der Führung nimmt die Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing entgegen: Kirchstraße 27a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 60. Kosten pro Person: 8 Euro.  

Moers: Enni liest Zähler bei 4.700 Kunden im April in Scherpenberg und Hochstraß ab
Das Ableseteam der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) ist im Zuge des sogenannten rollierenden Ableseverfahrens im April in den Moerser Stadtteilen Scherpenberg und Hochstraß unterwegs. „Dieses Mal erfassen wir dort bei etwa 4.700 Haushaltskunden rund 7.400 Strom-, Gas- und Wasserzählerstände.

Dabei unterstützt uns die Dienstleistungsgesellschaft ASL Services“, informiert Lisa Bruns als zuständige Mitarbeiterin der Enni. Sind vereinzelte Zähler nicht für die Ableser der ASL zugänglich, hinterlassen sie eine Informationskarte im Briefkasten. „Die Bewohner finden darauf die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse, an die sie die Zählerstände selbst mitteilen können“, so Bruns.  

Wichtiger Hinweis: Die Ablesung erfolgt jährlich. Als wiederkehrendes Ereignis informiert die Enni die Kunden nicht gesondert darüber. Dennoch hofft Lisa Bruns auf deren Unterstützung: „Wichtig für uns ist, dass die Zähler frei zugänglich sind. Nur so ist ein schneller und reibungsloser Ablauf gewährleistet.“

Übrigens: Damit keine schwarzen Schafe in die Häuser gelangen, haben alle durch Enni beauftragten Ableser einen Dienstausweis. Bruns: „Den sollten sich Kunden zeigen lassen, damit keine ungebetenen Gäste ins Haus gelangen.“ Im Zweifel sollten sich Kunden bei der Enni unter der kostenlosen Service-Rufnummer 0800 222 1040 informieren.


vhs Kleve: Tastschreiben
Entdecken Sie die Kunst des Tastschreibens in unserem Seminar! Innerhalb kurzer Zeit erlernen Sie die Griffwege der PC-Tastatur nach der 10-Finger-Methode. Dieser ganzheitliche Ansatz eignet sich besonders für Interessierte ab 12 Jahren ohne Vorerfahrungen.

Mit Assoziations- und Visualisierungstechniken fördern wir Ihren Lernerfolg. Während des Kurses konzentrieren wir uns auf die Grundlagen, zu Hause üben Sie die Schreibsicherheit und -geschwindigkeit.  Ferienkurs von Mo. - Do., 14. - 17.04.2025, 9:30 - 12:30 Uhr. Mehr Infos unter 02821-84722 oder vhs@kleve.de

Neues Bürokratiemonster für Menschen mit Haus? Verband Wohneigentum besorgt über geplante Norm zur Verkehrssicherungsprüfung
Der gemeinnützige Verband Wohneigentum zeigt sich besorgt über die geplante neue DIN-Norm [DIN 94681] des Deutschen Instituts für Normung zur „Verkehrssicherheitsüberprüfung für Wohngebäude“.

Der 40-seitige Entwurf, der regelmäßige Sicherheitsprüfungen an Wohngebäuden durch Fachbetriebe vorsieht, könnte zu erheblichen Zusatzkosten für Eigentümer von Haus oder Wohnung führen. ‌ Statt bürokratische Hürden abzubauen, droht die Norm zusätzliche Auflagen und Kosten mit sich zu bringen. Expert*innen schätzen, dass die Kosten für eine solche Überprüfung durchaus in den vierstelligen Bereich steigen könnten.


„Die Belastung der Wohneigentümer durch zusätzliche Prüfpflichten ist aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt“, erklärt Peter Wegner, Präsident des Verbands Wohneigentum. „Viele Hausbesitzer sind bereits durch steigende Energiekosten und Instandhaltungsaufgaben stark belastet. Die Einführung zusätzlicher, kostenintensiver Prüfpflichten würde die ohnehin schwierige finanzielle Situation vieler Eigentümerinnen und Eigentümer weiter verschärfen.“

Auch freiwillige Norm hat negative Auswirkungen In einer Pressemitteilung vom 20. März betont das Deutsche Institut für Normung, dass die neue Norm freiwillig und eine gesetzliche Verpflichtung „bei dieser Norm nicht vorgesehen“ sei. Doch auch eine freiwillige Norm hat negative Auswirkungen, beispielsweise auf Gebäudeversicherungen, und treibt die Kosten in die Höhe, betont der Verband Wohneigentum.

„Die Gefahr besteht, dass Gebäudeversicherer es zukünftig zur Auflage machen, eine solche jährliche Verkehrssicherungsprüfung durchzuführen oder die Versicherungsprämien erhöhen, wenn man diese nicht vorweisen kann“, erklärt Verband-Wohneigentum-Präsident Peter Wegner. So würde eine indirekte Pflicht zur Umsetzung entstehen, die auch deswegen Kosten hochtreibt, da die jährliche Prüfung nach DIN-Norm [DIN 94681] von Fachbetrieben durchgeführt werden muss.

Gründliche Überprüfung der Norm auf Praxistauglichkeit!
Der Verband Wohneigentum fordert eine gründliche Überprüfung der Norm mit Blick auf ihre Praxistauglichkeit. „Eigentum verpflichtet. Wer ein Haus oder eine Wohnung mit Grundstück besitzt, muss auch heute schon im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht dafür sorgen, dass dort niemand zu Schaden kommt. Wohneigentum darf nicht durch übermäßige Regulierung unattraktiv gemacht werden. Wir appellieren an die Verantwortlichen, pragmatische Lösungen zu schaffen“, so Wegner weiter.

Der Norm-Entwurf befindet sich noch bis zum 7. April 2025 in der öffentlichen Diskussion. Der Verband Wohneigentum wird seine fachliche Perspektive dazu einbringen und fordert eine stärkere Berücksichtigung der Interessen von Wohneigentümern im Normungsprozess.

vhs Moers – Kamp-Lintfort: Möglichkeiten des Ehrenamts
Den Bürgerbus fahren, beim moers festival helfen oder im Reparatur-Café unterstützen – Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren, gibt es viele. Wer sich für ein Ehrenamt interessiert, dem bietet die vhs Moers – Kamp-Lintfort am Donnerstag, 3. April, die Veranstaltung ‚Freiwillig – Verschiedene Ehrenamtsmöglichkeiten stellen sich vor‘ an.

Ab 19 Uhr gibt es in den Räumen der vhs Moers an der Wilhelm-Schroeder-Straße 10 Einblicke in verschiedene Organisationen, bei denen man sich aktiv einbringen kann. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine rechtzeitige Anmeldung telefonisch unter 0 28 41/201 - 565 oder online unter www.vhs-moers.de ist erforderlich. 


Stadt Moers lädt zum Jubiläums-Hackday am 4. und 5. April ein
Sein zehnjähriges Jubiläum feiert der Hackday Moers in diesem Jahr. Die beliebte Veranstaltungsreihe findet am Freitag, 4. und Samstag, 5. April, im Rathaus (Rathausplatz 1) statt. „Wir hoffen, dass zum Jubiläum besonders viele interessierte Menschen unserer Einladung folgen“, erklärt Stephan Bernoth, Leiter der Stabstelle Digitalisierung der Stadt Moers.


Ursprünglich ist der Hackday mit dem Fokus auf OpenData gestartet. Das sind offene Daten, die von allen Nutzerinnen und Nutzern kostenlos verwendet werden dürfen, um sie einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. 

„Im Laufe der Jahre öffnete sich die überregionale Veranstaltung im Laufe der Jahre mehr und mehr weiteren Themen wie OpenGovernment, E-Partizipation, Civic Technology (technische Konzepte, die das Engagement der Bürgerschaft fördern), Künstliche Intelligenz (KI)oder Verwaltungsdigitalisierung“, beschreibt Beigeordneter Claus Arndt die inhaltliche Ausprägung.

Die Veranstaltung richtet sich traditionell nicht nur an digitale Expertinnen und Experten, sondern an alle Interessierten, die mit Technikunterstützung sinnvolle gesellschaftliche Änderungen erreichen möchten. „Ein wichtiger Punkt bei den Hackdays waren und sind immer das digitale ehrenamtliche Engagement und die Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit Freiwilligen“, so Arndt weiter.

Verwaltungsdigitalisierung am Freitag
Der Hackday startet offiziell am Freitag, 4. April, um 9.30 Uhr im Ratssaal. Der Tag steht besonders unter dem Thema der Verwaltungsdigitalisierung. Beispielsweise stellt Dr. Annika Busse LLMoin – ein KI-Assistent für die Hamburger Stadtverwaltung - vor. Mitarbeitende nutzen das Tool für verschiedene Zwecke. Prof. Dr. Jörn von Lucke von der Zeppelin Universität Friedrichshafen erläutert danach die Auswirkungen von generativen KI-Technologien auf die Verwaltungsarbeit. 

Generativ bezeichnet in dem Zusammenhang, dass KI die Texte, Bilder, Videos oder andere Datenformen erzeugt. Bei der Diskussion mit Marc Groß, vom Vorstand der ‚Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt)‘ geht es darum, ob und wie innovative Technologien bürokratische Prozesse verschlanken, Prozesse automatisieren und die Verwaltung in einen agilen Partner für die Gesellschaft verwandeln können.

In einem weiteren Vortrag geht Prof. Dr. Jörn von Lucke darauf ein, wie KI Bauvorhaben, Baustellen und das Gebäudemanagement mit allen Prozessen tiefgreifend verändern kann. Viele Angebote für Kinder und Jugendliche Samstag findet eher das ‚klassische‘ Angebote des Hackdays für den privaten und ehrenamtlichen Bereich statt.

Beispielsweise bringt Harald Schwarz Interessierten die Anwendung Open Street Map (OSM) näher. Diese riesige Geodatenbank wird von tausenden von Freiwilligen mit Informationen befüllt und steht danach allen Menschen zur freien Verfügung. Um Beteiligungen von Bürgerinnen und Bürgern geht es bei der Veranstaltung mit Chris Demmer (Smart City Koordinator der Stadt Mönchengladbach). 

Beim Datencafé am Nachmittag erläutert der Student und Software-Entwickler Lennart Fischer die potenziellen Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten von Offenen Daten. Beide Hackday-Tage haben auch wieder zahlreich Workshops für junge Menschen im Angebot. Beispielsweise können Kinder und Jugendliche in zwei Veranstaltungen durch das Spiel Minecraft auf kreative und spielerische Weise das Programmieren lernen.

Bei Tactile Interfaces programmieren und basteln die Teilnehmenden elektronische Textilien, die zum Beispiel eine Hose in eine Trommel verwandeln oder einen Pullover zum Singen bringen.   
Alle Informationen über den diesjährigen Hackday gibt es unter der Stichwort 'Hackday 2025'. Für die Teilnahmen an Vorträgen und Workshops bittet das Team des Hackdays um verbindliche Anmeldungen. 



Preise für Wohnimmobilien im 4. Quartal 2024: +1,9 % zum Vorjahresquartal +0,3 % zum Vorquartal

Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 4. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 um durchschnittlich 1,9 % gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal stiegen sie um 0,3 %.

Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahresquartal nur in dünn besiedelten ländlichen Kreisen gesunken   In den meisten Gegenden Deutschlands sind die Immobilienpreise im 4. Quartal 2024 im Vergleich zum 4. Quartal 2023 gestiegen. Nur in dünn besiedelten ländlichen Kreisen waren die Preise gegenüber dem Vorjahresquartal rückläufig. Dort kosteten Wohnungen im Durchschnitt 1,2 %, Ein- und Zweifamilienhäuser 0,9 % weniger. 

In den sieben größten Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf) musste für Wohnungen 1,6 % mehr gezahlt werden als im 4. Quartal 2023, Häuser kosteten 1,1 % mehr. Im Vergleich zum Vorquartal waren die Preise für Wohnungen dagegen leicht rückläufig (-0,3 %). Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich in diesen Städten um 3,9 % gegenüber dem Vorquartal. 

In den kreisfreien Großstädten ohne Metropolen stiegen die Preise für Wohnungen um 2,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal, für Ein-und Zweifamilienhäuser erhöhten sie sich um 2,2 %. Im Vergleich zum Vorquartal kosteten Wohnungen sowie Ein-und Zweifamilienhäuser jeweils 0,2 % mehr.  

Kommende Revision der Ergebnisse ab 2022 Im Zuge der Umsetzung einer neuen Liefervereinbarung zum Berichtsjahr 2022 wurden einige Fälle mit unbekanntem Baujahr fehlerhaft dem Neubau zugeordnet. Daher werden die Ergebnisse derzeit rückwirkend bis zum 1. Quartal 2022 korrigiert. Nach aktuellen Berechnungen werden sich die Korrekturen nur geringfügig auf den Häuserpreisindex insgesamt auswirken.

Im Bereich Neubau und bei den Ergebnissen nach siedlungsstrukturellen Kreistypen ist dagegen mit stärkeren Veränderungen als im Häuserpreisindex insgesamt zu rechnen. Alle in dieser Pressemitteilung genannten Veränderungsraten für das 4. Quartal 2024 zum Vorquartal und Vorjahresquartal wurden bereits korrigiert.

Da sich die Indexwerte ab dem 1. Quartal 2022 durch die vorzunehmenden Korrekturen ändern können, wurden die entsprechenden Werte im Internetangebot als vorläufig gekennzeichnet. Die Jahresveränderungsraten werden mit den korrigierten Ergebnissen veröffentlicht. Die ausstehenden Korrekturen werden schnellstmöglich vorgenommen und das Datenangebot aktualisiert. 



Elterngeld 2024: Elterngeld Plus gewinnt weiter an Bedeutung
• 1,24 Millionen Frauen und 432 000 Männer bezogen 2024 Elterngeld; Väteranteil mit 25,8 % leicht rückläufig
• Anteil der Beziehenden von Elterngeld Plus mit 36,7 % auf neuem Höchstwert
• Durchschnittliche Dauer des geplanten Elterngeldbezugs 2024 bei Frauen mit 14,8 Monaten weiterhin deutlich länger als bei Männern mit 3,8 Monaten

Rund 1,67 Millionen Frauen und Männer in Deutschland haben im Jahr 2024 Elterngeld erhalten. Das waren rund 95 000 oder 5,4 % weniger als im Jahr 2023. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging die Zahl der Männer mit Elterngeldbezug im Vorjahresvergleich um 31 000 oder 6,6 % auf 432 000 zurück, die Zahl der leistungsbeziehenden Frauen um 65 000 oder 5,0 % auf 1,24 Millionen.

Damit sank die Zahl der Elterngeldbeziehenden im dritten Jahr in Folge und lag 10,6 % niedriger als 2021. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ging die Zahl der Geburten nach vorläufigen Angaben um etwa 15 % zurück.


613 000 Bezieherinnen und Bezieher von Elterngeld planten im Jahr 2024 die Inanspruchnahme von Elterngeld Plus, und zwar 42,3 % der berechtigten Mütter und 20,6 % der Väter. Insgesamt betrug der Anteil der Empfängerinnen und Empfänger von Elterngeld, die bei ihrem Elterngeldbezug zumindest anteilig auch Elterngeld Plus einplanten, 36,7 % (2023: 34,8 %). Seit seiner Einführung wird das Elterngeld Plus somit immer stärker nachgefragt.


Zum Vergleich: 2016, im ersten Jahr nach seiner Einführung, entschieden sich 20,1 % der Mütter und 8,2 % der Väter für Elterngeld Plus. Das Elterngeld Plus fällt monatlich niedriger aus als das sogenannte Basiselterngeld, wird dafür aber länger gezahlt, sodass es insgesamt den gleichen Gesamtbetrag ergibt. Arbeiten beide Elternteile parallel in Teilzeit, können mit dem Partnerschaftsbonus bis zu vier zusätzliche Monate Elterngeld Plus in Anspruch genommen werden.


Von dieser Möglichkeit machten allerdings nur 8,6 % der Beziehenden von Elterngeld Plus Gebrauch. Väteranteil in Sachsen am höchsten, im Saarland am niedrigsten Der Väteranteil ging im Jahr 2024 leicht zurück auf 25,8 % (2023: 26,2 %). Dies ist der erste nennenswerte Rückgang. Seit 2015 ist der Väteranteil kontinuierlich angestiegen, damals hatte er noch bei 20,9 % gelegen.

Der Väteranteil gibt den Anteil der männlichen Bezieher an allen Elterngeldbeziehenden an. Er würde also genau 50 % betragen, wenn bei allen Kindern sowohl der Vater als auch die Mutter gleichermaßen Elterngeld beziehen würde.

Spitzenreiter im Bundesländervergleich mit einem Väteranteil von 29,5 % im Jahr 2024 war – wie im Vorjahr – Sachsen, gefolgt von Baden-Württemberg (28,1 %) und Bayern (27,8 %). Am niedrigsten lag der Väteranteil 2024 – ebenfalls wie im Vorjahr – im Saarland (20,6 %).

Nach wie vor erhebliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der geplanten Bezugsdauer
Die durchschnittliche Dauer des geplanten Elterngeldbezugs lag bei den Frauen im Jahr 2024 unverändert bei 14,8 Monaten. Die von Männern angestrebte Bezugsdauer war mit durchschnittlich 3,8 Monaten dagegen deutlich kürzer und im Vergleich der vergangenen Jahre praktisch konstant (2023: 3,7 Monate; 2022: 3,6 Monate).


9 800 Euro je Schülerin und Schüler an öffentlichen Schulen im Jahr 2023
Ausgaben je Schülerin und Schüler gegenüber 2022 um gut 3 % gestiegen
Die öffentlichen Haushalte haben im Jahr 2023 durchschnittlich 9 800 Euro für die Ausbildung einer Schülerin beziehungsweise eines Schülers an einer öffentlichen Schule ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das nominal (nicht preisbereinigt) rund 300 Euro beziehungsweise 3 % mehr als im Jahr 2022.

Gut drei Viertel der Gesamtausgaben (7 400 Euro beziehungsweise 76 %) entfielen dabei auf die Personalkosten. Die restlichen Mittel wurden für den laufenden Sachaufwand (1 400 Euro beziehungsweise 14 %) und Investitionen (1 000 Euro beziehungsweise 10 %) bereitgestellt.

Pro-Kopf-Ausgaben variieren zwischen den Schularten teils deutlich
An allgemeinbildenden Schulen wurden im Jahr 2023 durchschnittlich 10 500 Euro je Schülerin und Schüler und somit 300 Euro (+3 %) mehr als im Vorjahr aufgewendet. Zwischen den Schularten zeigen sich teils deutliche Unterschiede in der Ausgabenhöhe.

So beliefen sich die Pro-Kopf-Ausgaben an Grundschulen auf 8 400 Euro, während es an Integrierten Gesamtschulen rund 11 600 Euro waren. An Gymnasien wurden durchschnittlich 10 900 Euro je Schülerin und Schüler ausgegeben.  Die Ausgaben an beruflichen Schulen lagen im Vergleich deutlich niedriger.

Im Jahr 2023 wurden hier insgesamt 7 100 Euro je Schülerin und Schüler aufgewendet. Dies entspricht einer Steigerung um 300 Euro (+5 %) gegenüber dem Vorjahr. Erklärbar sind die niedrigeren Ausgaben an den beruflichen Schulen insbesondere mit überwiegendem Teilzeitunterricht an den Berufsschulen innerhalb des dualen Ausbildungssystems.



Hoher Anstieg der Ausgaben je Schülerin und Schüler in Bayern Mit Ausnahme des Saarlands, wo aufgrund auslaufender Sonderprogramme ein Rückgang von 140 Euro (-1 %) zu verzeichnen war, stiegen die Ausgaben je Schülerin und Schüler im Jahr 2023 in allen Bundesländern. Am stärksten nahmen die Ausgaben in Bayern (+700 Euro beziehungsweise +6 %) und in Schleswig-Holstein (+500 Euro beziehungsweise +5 %) zu.

Die höchsten Ausgaben verzeichneten Berlin mit 13 400 Euro, Hamburg mit 12 300 Euro und Bayern mit 11 300 Euro. In Nordrhein-Westfalen lagen die Ausgaben mit 8 900 Euro je Schülerin und Schüler am niedrigsten. Bei einem Ausgabenvergleich zwischen den Bundesländern ist zu beachten, dass sich nicht nur die Schulstruktur und das Unterrichtsangebot in den einzelnen Ländern unterscheiden, sondern auch Unterschiede hinsichtlich Schüler-Lehrer-Relationen, Besoldungsstruktur, Gebäudemanagement oder der zeitlichen Verteilung von Investitionsprogrammen vorliegen. 

4 % mehr junge Menschen beginnen 2024 einen Bildungsgang im Anschluss an die Sekundarstufe I oder ein Studium
• Zahl der neuen Schülerinnen und Schüler in Sekundarstufe II um 14 % gestiegen, vor allem durch Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
• 3,3 % mehr junge Menschen beginnen ein Programm im Übergangsbereich zum Erwerb beruflicher Grundkenntnisse oder zum Nachholen eines Schulabschlusses
• Zahl der Ausländerinnen und Ausländer steigt in allen vier Sektoren der integrierten Ausbildungsberichterstattung

Im Jahr 2024 haben in Deutschland gut 1,9 Millionen Personen ein Studium aufgenommen, eine Berufsausbildung angefangen, ein Programm im Übergangsbereich zwischen Schule und Berufsbildung begonnen oder den Weg zum Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung eingeschlagen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der integrierten Ausbildungsberichterstattung mitteilt, waren das 4 % oder 72 600 Personen mehr als im Jahr 2023. Der Zuwachs ist unter anderem auf Bildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit ausländischer Staatsangehörigkeit zurückzuführen, deren Zahl um 12 % beziehungsweise 42 900 Personen gegenüber 2023 zunahm.

Steigende Anfängerzahlen in den Sektoren Studium, Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung und im Übergangsbereich

Von den insgesamt 1,9 Millionen Personen haben 691 200 eine Berufsausbildung angetreten (-0,3 % gegenüber 2023). 495 800 Personen haben ein Hochschulstudium begonnen, das waren 1,9 % mehr als im Vorjahr. 467 300 Schülerinnen und Schüler haben den Weg zum Abitur beziehungsweise zum Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung eingeschlagen – entweder in gymnasialen Oberstufen oder an beruflichen Schulen. Ihre Zahl ist um 14 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, was zum Großteil auf die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zurückzuführen ist.


Durch den Wechsel vom G8- zum G9-Modell verweilten im vergangenen Schuljahr 2023/24 mehr Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I. Somit mündeten sie nicht im Vorjahr, sondern in diesem Jahr in die Sekundarstufe II ein. Deshalb kommt es nun in diesen beiden Ländern zu starken Zunahmen in diesem Sektor gegenüber dem Vorjahr. Rund 259 400 junge Menschen nahmen im Jahr 2024 ein Bildungsprogramm im Übergangsbereich zwischen Schule und Berufsausbildung auf.

Die Anfängerzahl nahm damit gegenüber 2023 um 3,3 % oder 8 200 Personen zu und stieg bereits im dritten Jahr in Folge. Ziel der Programme des Übergangsbereichs ist der Erwerb beruflicher Grundkenntnisse, das Erlernen der deutschen Sprache oder das Nachholen eines Schulabschlusses.

Zahl der Ausländerinnen und Ausländer steigt in allen vier Sektoren der integrierten Ausbildungsberichterstattung

Der Zuwachs von Anfängerinnen und Anfängern eines Bildungsprogramms mit ausländischer Staatsangehörigkeit zeigt sich in allen vier Sektoren der integrierten Ausbildungsberichterstattung: So stieg die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die eine Berufsausbildung begannen, 2024 gegenüber dem Vorjahr um 12 % auf 114 100. Bei den Studienanfängerinnen und -anfängern betrug der Zuwachs 10 % (145 400 Personen).

In den Programmen zum Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung gab es 46 500 ausländische Anfängerinnen und Anfänger und damit 16 % mehr als 2023. Auch hier ist die Zunahme zum Teil auf die stark gestiegenen Schülerzahlen in Nordrhein-Westfalen aufgrund der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums zurückzuführen.

Im Übergangsbereich stieg die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die 2024 ein Bildungsprogramm zum Erwerb beruflicher Grundkenntnisse, zum Erlernen der deutschen Sprache oder zum Nachholen eines Schulabschlusses anfingen, gegenüber 2023 um 11 % oder 11 300 Personen auf insgesamt 109 600.

Der erneute Zuwachs der ausländischen Bildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer dürfte wie bereits in den Vorjahren vorrangig auf nach Deutschland zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene zurückzuführen sein, die sukzessive in die verschiedenen Sektoren des deutschen Bildungssystems einmünden.


Dienstag, 25. März 2025



Moers: Vorträge zur politischen Partizipation und zu anonymen Bestattungen 
Das Projekt ‚Macht.mit!‘ des Ev. Bildungswerkes FRIEDA des Kirchenkreises Moers ist Thema im Sozialausschuss am Dienstag, 25. März. Im Modellprojekt werden Kursformate entwickelt, die zur Förderung der politischen Partizipation im Quartier beitragen. In einem Vortrag stellt Pfarrerin Anke Prumbraum die Frage, ob anonyme Bestattungen ein Zeichen der Vereinsamung der Gesellschaft sind. 

Außerdem geht es in der Sitzung um die aktuelle Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses Moers (Rathausplatz 1). Zur selben Zeit tagt dort einen Tag später (Mittwoch, 26. März) der Ausschuss für Personal und Digitalisierung. Unter anderem berichtet die städtische Fachkraft für Arbeitssicherheit über seine Aufgaben und Arbeitsinhalte.

Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland: Kostenlose Veranstaltung am Dienstag, 1. April 2025, von 15 bis 16 Uhr
Ihre Fahrgastrechte bei Fernbus-Reisen
Busreisen sind nachhaltig, preisgünstig und bequem. Kein voller Bahnhof, keine Parkplatzsuche und kein Warten am Flughafen-Check-In. Eigentlich eine stressfreie Reisemöglichkeit, gäbe es nicht immer mal wieder Probleme wie Busverspätungen, Ausfälle oder verpasste Anschlüsse. Und leider ist auch das Gepäck nicht immer sicher.

Die Expertinnen des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland erklären Ihnen Ihre Rechte und Pflichten, damit Sie wissen, wie Sie sich im Ernstfall korrekt verhalten und Ihre Reise, zum Beispiel in ein anderes EU-Land, zu einem entspannten Erlebnis wird.

Wann und Wo? Dienstag, 1. April 2025 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dies ist eine hybride Veranstaltung, das heißt, Sie können online oder vor Ort an der Fragerunde teilnehmen. Vor Ort: Stadtbibliothek Gütersloh Digitaler Werkraum, 2. Obergeschoss Blessenstätte 1 33330 Gütersloh Anmeldung bitte an: stadtbibliothek-guetersloh@gt-net.de oder telefonisch: 05241 211 80 74

Online: Für die Videokonferenz wird die Software „Zoom“ verwendet. Sie können über folgenden Link an der Veranstaltung teilnehmen: https://us02web.zoom.us/j/86089106695?pwd=TDM3NlE4Rm1MeFFQempRcTVicjNnQT09 Meeting-ID: 860 8910 6695 Kenncode: 335486 Den Link zur Videokonferenz finden Sie auch auf der Internetseite des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland (www.evz.de), unter der Rubrik "Veranstaltungen".


Moers: Vorträge zur politischen Partizipation und zu anonymen Bestattungen
Das Projekt ‚Macht.mit!‘ des Ev. Bildungswerkes FRIEDA des Kirchenkreises Moers ist Thema im Sozialausschuss am Dienstag, 25. März. Im Modellprojekt werden Kursformate entwickelt, die zur Förderung der politischen Partizipation im Quartier beitragen. In einem Vortrag stellt Pfarrerin Anke Prumbraum die Frage, ob anonyme Bestattungen ein Zeichen der Vereinsamung der Gesellschaft sind. 


Außerdem geht es in der Sitzung um die aktuelle Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses Moers (Rathausplatz 1). Zur selben Zeit tagt dort einen Tag später (Mittwoch, 26. März) der Ausschuss für Personal und Digitalisierung. Unter anderem berichtet die städtische Fachkraft für Arbeitssicherheit über seine Aufgaben und Arbeitsinhalte.


Moers: Sandra da Vina
Auf unserem Planeten wurden bereits viele Materialien verbaut, aber Plüsch war nicht so oft dabei.  Schade. Aber Sandra nimmt die Herausforderung an und macht diese Welt mit ihrem neuen abendfüllenden Bühnenprogramm etwas flauschiger. Sandra Da Vina steht seit über zehn Jahren auf der Bühne. Nicht ununterbrochen, aber regelmäßig.

An diesem Abend kann man ihr für hundert Minuten dabei zuschauen und erlebt einen wilden Mix aus Stand Up Comedy, Lyrik und Literatur. Oder wie die SZ es einmal über sie sagte: „Ebenso lustig wie berührend“. Diese Show ist der Versuch, der unnachgiebigen Härte dieser Welt mit etwas Fröhlichkeit zu begegnen.

Ein Abend für die großen Lacher und die kleinen melancholischen Momente. Eben hundert Prozent Plüsch. Tickets sind unter www.bollwerk107.de erhältlich! Veranstaltungsdatum 26.03.2025 - 20:00 Uhr - 22:30 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Wesel: Spezialchemieunternehmen Altana steigert seinen Umsatz
Der in Wesel beheimatete Spezialchemiekonzern Altana wächst weiter: Das global führende Unternehmen konnte seinen Umsatz 2024 nochmals um 16 Prozent auf 3.169 Millionen Euro (Vorjahr: 2.742 Millionen Euro) steigern.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 27 Prozent auf 490 Millionen Euro (Vorjahr: 385 Millionen Euro), vor allem aufgrund der deutlichen Absatzsteigerung. Eine Steigerung verbuchte der Konzern auch bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung: Er investierte 213 Millionen Euro (acht Prozent mehr als im Vorjahr).


Mit sieben Prozent des Umsatzes liegt Alatana bei den Investitionen deutlich über dem Branchenschnitt. Gleichzeitig investierte das Unternehmen mit 180 Millionen Euro 30 Prozent mehr in seine Standorte, die Digitalisierung und Nachhaltigkeit als im Vorjahr. Unter anderem starteten die Detailplanungen für einen hochmodernen neuen Innovations-, Labor- und Seminarkomplex für 25 Millionen Euro am Heimatstandort Wesel. idr


Kamp-Lintfort, vhs- Gesundheitsforum: Was tun bei Herzkreislaufstillstand?
Wie sollte die Erstversorgung bei lebensbedrohlichen Situationen wie einer Bewusstlosigkeit oder einem Herz-Kreislauf-Atemstillstand aussehen? Ein Vortrag im Rahmen des vhs-Gesundheitsforums am Donnerstag, 3. April, vermittelt ab 17 Uhr die Grundlagen der Herz-Lungen-Wiederbelebung.


Im Anschluss haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, die Wiederbelebung am Übungsmodell zu trainieren. Der kostenlose Vortrag findet in der Aula der Europaschule in Kamp-Lintfort, Sudermannstraße 4, statt. Er ist eine Kooperation mit dem St. Bernhard Hospital in Kamp-Lintfort. Eine vorherige Anmeldung ist telefonisch unter 0 28 41/201 – 565 sowie online unter www.vhs-moers.de möglich.


vhs Moers – Kamp-Lintfort: Workshop der vhs zur ODI-App
ODI ist ein innovatives ÖPNV-Mobilitätsangebot der wir4-Städtepartner Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg. Als Ergänzung zum ÖPNV bietet es Personen in Moers und Umgebung eine Alternative, wenn man außerhalb des Fahrplans unterwegs oder der Zielort mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar ist. 


Wie die ODI-App genau funktioniert, darüber klärt der Workshop ‚Mit der ODI-App (nachts) unterwegs‘ der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Dienstag, 1. April, ab 15 Uhr auf. ODI fährt nur nach vorheriger Anforderung und nur, wenn es keine vergleichbare ÖPNV-Möglichkeit gibt. Somit ist es eine gute Alternative zum Taxi.

Der Workshop ist kostenlos und findet in der vhs Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, statt. Bitte das Smartphone mitbringen. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41/201 – 565 und online unter www.vhs-moers.de möglich.


Krankenhaus Bethanien Moers nutzt Patientenportal ab dem 01. April 2025
Weiterer Schritt in Richtung „Krankenhaus der Zukunft“ mit digitaler Patientenkommunikation
„Digital, aber nicht weniger persönlich“ heißt es ab dem 01. April 2025 in der Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie des Krankenhauses Bethanien Moers, wenn es um die Kommunikation mit Patient:innen geht. Die Klinik macht den Anfang in einem großangelegten Digitalisierungsprozess des Krankenhauses, der unter anderem den Einsatz eines digitalen Patientenportals vorsieht. Das von der Firma POLAVIS bereitgestellte Portal bietet den Patient:innen auf der einen Seite und den Verantwortlichen auf Seiten der Klinik erhebliche Vorteile.


„Konkret bedeutet der offizielle Start des Patientenportals in unserer Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie ab dem 01. April, dass zum einen Termine online gemacht werden können. Außerdem kann ein Dokumentenaustausch, beispielsweise von Laborbefunden oder Arztbriefen, schon vor der Vorstellung bzw. Aufnahme im Krankenhaus erfolgen“, erklärt Michael Ziller, Digitalisierungsbeauftragter der Stiftung Bethanien Moers.

Darüber hinaus könne die direkte Kommunikation, etwa dann, wenn sich Termine verschieben würden oder abgesagt werden müssten von einer der beiden Seiten, direkt über Smart Devices erfolgen. Hierzu zählen zum Beispiel Smartphones, Laptops, Tablets oder PCs.


Zum Patientenportal gelangen die Patient:innen über einen Button mit der Beschriftung „Termin buchen“, direkt auf der Website der Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie unter

https://www.bethanien-moers.de/krankenhaus/leistungen-bereiche/kliniken-sektionen-institute/allgemein-viszeralchirurgie/ueberblick oder über den folgenden QR-Code:

Ein Bild, das Muster, Quadrat, Pixel, nähen enthält. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

„Da die zunehmende Digitalisierung der Krankenhäuser viele neue Perspektiven zulässt, wären für uns zukünftig auch Anamnesen quasi ,vom Sofa aus‘ denkbar oder ein Online-Check-in für den Aufenthalt im Krankenhaus“, wirft Michael Ziller einen Blick in die Zukunft.

Wichtig sei es dem Krankenhaus Bethanien jedoch zu betonen, dass die Online-Kommunikation optional erfolge. Eine Terminvereinbarung, Absprache oder Ähnliches per Telefon sei nach wie vor für die Patient:innen möglich.

Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung und Krankenhausdirektor, unterstreicht: „Ich freue mich sehr, dass wir einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem immer digitaleren Krankenhaus erfolgreich anschieben konnten – und nun in die Praxis umsetzen können. Das erleichtert nicht nur unsere Abläufe, sondern vor allem auch den Alltag unserer Patientinnen und Patienten.“


Kleve: Pianist Fabian Müller spielt mit Beethoven
Der fantastische Pianist Fabian Müller kommt nach der krankheitsbedingten Absage in der vergangenen Spielzeit endlich wieder nach Kleve! Am Dienstag, 1. April, 20 Uhr in der Klever Stadthalle läutet er mit Beethovens Klaviersonate „Pastorale“ musikalisch den Frühling ein. Mit drei weiteren Beethoven-Sonaten bringt Müller einen Ausschnitt seines kompletten Beethoven-Zyklus‘ im Berliner Pierre-Boulez-Saal mit in die Klever Konzertreihe.

Fabian Müller. (c) Bild: Christian Palm

Längst gilt Fabian Müller als einer der bemerkenswertesten Pianisten seiner Generation. Der fünffache Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs hat eine beachtliche Karriere zurückgelegt, konzertiert auf den Podien der Welt, dirigiert, komponiert – und findet zwischen zahlreichen Auftritten und Projekten noch eben Zeit für ein Gastpiel am Niederrhein. Auf eigenen Wunsch kommt Müller mit „Beethoven pur“, einem Programm aus vier ganz unterschiedlichen Klaviersonaten, das er wenig später auf Einladung von Daniel Barenboim in Berlin spielen wird.

Aufgewachsen in der Beethoven-Stadt Bonn hat sich Müller schon immer intensiv mit der Musik Beethovens umfangreich auseinander gesetzt. Die 32 Klaviersonaten Beethovens schaffen es seiner Meinung nach wie keine andere Musik, den Menschen in alle seinen Gefühlen, Ansichten und Wesenarten einzufangen. Der Pianist ist sicher, „dass das Klavier als Instrument nicht diese Bedeutung hätte, wenn diese 32 Sonaten nicht komponiert worden wären.“

Sein Beethoven-Konzert sei eine „Entdeckungsreise der pianistischen Möglichkeiten. Jede Sonate ist unterschiedlich, jeder Moment neu und aufregend, wie eine Familie mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, das finde ich unglaublich“ schwärmt Müller von diesen Meisterwerken der Tastenkunst.

Die „Pastorale“-Sonate Nr. 15 op. 28, von Beethoven beim Spazierengehen komponiert, bringt die ganze Liebe für die Natur zum Ausdruck. Nach ihr folgen die Sonaten Nr. 3 op. 2/3, Nr. 24 op. 78 und Nr. 30 op. 109. Mit der Kombination von früher und später Sonate will er im Konzert einen dramaturgischen Bogen spannen.

Um etwas Persönliches und Kreatives beizutragen, stellt der auch komponierene Pianist jeder Sonate eine eigenen Bagatelle voran: „Das ist für mich ein Abenteuerspielplatz, bei dem ich viel ausprobieren kann. Das Frische, Unbekannte überträgt sich auf die Sonate. Die hört man dann wie zum ersten Mal!“ Um 19 Uhr gibt Verena Krauledat die Konzerteinführung "Das dritte Ohr" im Gespräch mit Fabian Müller.

Konzertkarten (18€/16€/Schüler, Studenten 5 €) gibt es im VVK unter www.kleve.reservix.de, an allen Reservix-VVK-Stellen (Buchhandlung Hintzen, Niederrhein Nachrichten) und an der Klever Rathaus-Info. Einlass: kurz vor 19 Uhr.
 


Dinslaken: Nacht der Bibliotheken: Am 4.4. lädt die Stadtbibliothek zum Entdecken ein
Zum ersten Mal findet am 4. April bundesweit die „Nacht der Bibliotheken“ statt. Unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.“ öffnen Bibliotheken in ganz Deutschland ihre Türen und laden Besucher*innen ein, die vielfältigen Facetten der Bibliothekswelt zu entdecken.

Auch die Stadtbibliothek Dinslaken beteiligt sich mit einem bunten Programm für alle Altersgruppen: von 17 bis 22 Uhr bietet sie ein kreatives und unterhaltsames Angebot.

In der Kinderbibliothek wird den kleinen Gästen vorgelesen, gemeinsam musiziert und es besteht die Möglichkeit, eine eigene Murmelbahn zu bauen oder kleine Roboter zu entdecken. Im ersten Obergeschoss lädt die Gaming-Ecke zu einem Mario-Kart-Turnier ein. Kreative Highlights setzt die Künstlerin Natalia Aghahowa, die Interessierte einlädt, kleine Kunstwerke aus Gips zu gestalten.


Für musikalische Unterhaltung sorgt die Band FUD’iES, die mit bekannten Rockhits für Stimmung sorgt. Parallel dazu präsentieren Oliver und Anna Scholz, bekannt als „Brettspiel Teddy“, eine bunte Auswahl an Gesellschaftsspielen und laden dazu ein, in die vielfältige Welt der Brettspiele einzutauchen.

Der Eintritt zu allen Angeboten ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr und endet um 22 Uhr. Die Kinderbibliothek schließt bereits um 20 Uhr.

Das vollständige Programm der Stadtbibliothek Dinslaken zur „Nacht der Bibliotheken“ finden Sie auf der Internetseite der Stadtbibliothek. Der Abend wird vom Freundeskreis Stadtbibliothek und Stadtarchiv Dinslaken e.V. finanziell unterstützt.


Stadtbücherei Wesel lädt zur "Nacht der Bibliotheken" ein
Am Freitag, den 4. April 2025, lädt die Stadtbücherei Wesel zur „Nacht der Bibliotheken“ ein. Mit einem vielfältigen Programm können Jung und Alt die Bücherei neu entdecken.

dbv, Mark Bollhorst


Den Auftakt macht um 17:30 Uhr die Präsentation des Hörspiels „Das Geheimnis der alten Villa“. Die Krachmacher-AG und die Bücherbande-AG des Konrad-Duden-Gymnasiums Wesel haben die Geschichte selbst produziert. Zuhörende ab acht Jahren können in das spannende Abenteuer eintauchen.


Um 18 Uhr startet das Chaos-Spiel. Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren können in Gruppen durch die Bücherei laufen, um nummerierte Karten mit Scherz- und Wissensfragen rund um die Bücherei zu finden und zu beantworten. Wer eine Frage falsch beantwortet, muss ein Feld zurückgehen, während die schnellste Gruppe gewinnt. Ein Spaß für alle, die sich bewegen und rätseln möchten. Um Anmeldung für das Chaos-Spiel an stadtbuecherei@wesel.de wird gebeten.


Um 20 Uhr kommt das Kneipenquiz in die Bücherei. 36 knifflige Fragen rund um Bücher, Autor*innen und Co. warten auf gesellige Literaturliebende. Das Quiz wird in Zusammenarbeit mit Hilmar Schulz (Fragemann & Söhne – die Kneipenquizzer) organisiert. Für das Literatur-Quiz ist eine Anmeldung erforderlich, bei der Name und Größe des Teams an stadtbuecherei@wesel.de mitgeteilt werden.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei zu besuchen.

Unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.“ werden Bibliotheken in ganz Deutschland am 4. April 2025 erstmals bundesweit um die Wette strahlen.




Erzeugerpreise für Dienstleistungen im Jahr 2024 um 2,4 % gestiegen
Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland sind im Jahresdurchschnitt 2024 um 2,4 % gegenüber dem Jahr 2023 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise für Dienstleistungen im 4. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 um 3,3 %. Gegenüber dem 3. Quartal 2024 gab es eine leichte Erhöhung um 0,1 %.



Wirtschaftsabschnitt freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: +2,7 % zum Vorjahr
Im Wirtschaftsabschnitt freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen gab es mit +2,7 % gegenüber 2023 einen moderaten Preisanstieg. Damit war der Anstieg weniger stark als in den Vorjahren (2023 zu 2022: +4,1 %; 2022 zu 2021: +3,6 %). Den stärksten Anstieg gab es im Wirtschaftszweig der technischen, physikalischen und chemischen Untersuchungen mit +5,8 % (2023 zu 2022: +5,0 %).

Neben Preiserhöhungen für technische Überwachungsleistungen an Straßenfahrzeugen bereits zu Beginn des Jahres 2024 waren auch hier gestiegene Kosten für Personal und Material hauptverantwortlich. Ebenfalls überdurchschnittlich stiegen die Preise für Ingenieurbüro- und technische Beratungsleistungen mit +3,5 % (2023 zu 2022: +4,4 %) sowie für Rechtsberatungsleistungen mit +3,1 % (2023 zu 2022: +3,5 %).

Sowohl in Ingenieurbüros als auch in Kanzleien wurden wegen allgemein gestiegener Kosten und insbesondere durch höhere Löhne und Gehälter Preisanpassungen vollzogen, die jedoch weniger stark ausfielen als im Vorjahr.

Wirtschaftsabschnitt Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen: +2,1 % zum Vorjahr
Auch im Wirtschaftsabschnitt Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen gab es gegenüber 2023 einen moderaten Preisanstieg von +2,1 % (2023 zu 2022: +5,6 %). Mit +5,0 % stiegen die Preise für die befristete Überlassung von Arbeitskräften am stärksten (2023 zu 2022: +6,5 %).

Neben dem allgemeinen Arbeitskräftemangel waren tarifbedingte Lohnsteigerungen in der Branche maßgeblich für den Preisanstieg verantwortlich. Letzteres war auch bei den Reinigungsleistungen die Hauptursache für den Preisanstieg um +3,6 % gegenüber dem Vorjahr, jedoch auf niedrigerem Niveau als im Vergleich von 2023 zu 2022 mit +7,8 %.






Weinerzeugung 2024: Rückgang um 9,8 % auf 7,75 Millionen Hektoliter
• Drittniedrigste Weinerzeugungsmenge in den letzten 15 Jahren
• Deutlich weniger Prädikatswein erzeugt: Anteil sinkt von 23,7 % auf 16,1 %
• Mehr als die Hälfte des erzeugten Weins aus Rheinhessen und der Pfalz

 Im Jahr 2024 haben die Winzerinnen und Winzer in Deutschland 7,75 Millionen Hektoliter Wein und Most erzeugt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Wein- und Mosterzeugung damit 841 800 Hektoliter oder 9,8 % unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2023 wurden 1,06 Millionen Hektoliter oder 12,0 % weniger Wein und Most produziert. Dies war die drittniedrigste Weinerzeugungsmenge in den letzten 15 Jahren (2010: 6,91 Millionen Hektoliter, 2017: 7,46 Millionen Hektoliter).



Das Weinjahr 2024 war gekennzeichnet durch ein niederschlagsreiches Frühjahr, was regional das Auftreten von Pilzkrankheiten wie insbesondere dem Falschen Mehltau (Peronospora) begünstigt hat. Zudem haben Extremwetterereignisse wie Spätfröste, Hagel, Stürme oder Starkregen vielerorts der Weinernte geschadet.

Gut zwei Drittel (69,4 %) der im Jahr 2024 erzeugten Weine waren Weißweine, knapp ein Drittel (30,6 %) Rotweine (einschließlich Roséwein und Rotling). Umgerechnet in 0,75-Liter-Flaschen ergibt die Wein- und Mosterzeugung des Jahres 2024 rund 1 Milliarde Flaschen.

Weniger Prädikatswein als im Vorjahr erzeugt
An der gesamten Wein- und Mosterzeugung 2024 betrug der Anteil von Prädikatswein 16,1 % (1,25 Millionen Hektoliter). Dieser Anteil war deutlich niedriger als 2023, als 23,7 % des erzeugten Weins zu Prädikatswein verarbeitet werden konnten. 2024 wurden außerdem 6,0 Millionen Hektoliter Qualitätswein (77,6 %), 344 600 Hektoliter Wein mit geschützter geographischer Angabe (Landwein) (4,4 %), 11 400 Hektoliter Rebsortenwein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung und ohne geschützte geographische Angabe (0,1 %) und 132 600 Hektoliter Wein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung und ohne geschützte geographische Angabe (1,7 %) produziert.


Größte Weinanbaugebiete Rheinhessen und Pfalz erzeugten über die Hälfte der Weinmenge
In den beiden größten Weinanbaugebieten Rheinhessen (2,44 Millionen Hektoliter) und Pfalz (1,78 Millionen Hektoliter) wurden zusammen über die Hälfte (54,5 %) des gesamten deutschen Weins und Mosts erzeugt. Auf Platz drei folgte das Weinanbaugebiet Mosel mit 1,14 Millionen Hektolitern (14,7 %), dessen Ergebnis maßgeblich durch dort ansässige große Handelskellereien geprägt ist. Diese nehmen auch Trauben von anderen Weinanbaugebieten in größeren Mengen auf, um sie zu Wein zu verarbeiten. Auf dem vierten Platz lag das Weinanbaugebiet Baden mit 954 600 Hektolitern (12,3 %).

Sinkende Weinerzeugung in allen Weinanbaugebieten mit Ausnahme von Rheinhessen und Pfalz
In den beiden Anbaugebieten Rheinhessen und Pfalz war die Entwicklung der Weinerzeugung gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert: Die erzeugten Mengen lagen jeweils um 0,4 % über dem Vorjahr. Dagegen nahm die Erzeugung in allen übrigen Anbaugebieten gegenüber dem Vorjahr ab.

Besonders stark war der Rückgang der Weinerzeugung gegenüber 2023 in Baden und Württemberg, in Franken und an der Mosel. In Baden sank die Weinerzeugung um 25,1 % auf 954 600 Hektoliter und in Württemberg um 18,5 % auf 667 600 Hektoliter. In Franken nahm die erzeugte Weinmenge um 26,5 % auf 302 200 Hektoliter ab und an der Mosel um 7,9 % auf 1,14 Millionen Hektoliter ab.

Prozentual besonders stark nahm die Weinerzeugung gegenüber 2023 in einigen flächenmäßig kleinen Anbaugebieten ab. So sank die Weinerzeugung in Sachsen um 68,9 % auf 9 000 Hektoliter, in Saale-Unstrut um 63,8 % auf 17 600 Hektoliter und an der Ahr um 54,5 % auf 22 400 Hektoliter. Die drei genannten Anbaugebiete weisen jeweils eine Ertragsrebfläche von weniger als 1 000 Hektar auf.

Montag, 24. März 2025


Mehr Energie für das Erdgas: Enni wird in ihrem Netzgebiet 2027 auf H-Gas umstellen
Die Erdgasversorgung in Deutschland steht vor einer wichtigen Umstel-lung: Bis 2030 wird das bisher im Norden und Westen des Landes ge-nutzte L-Gas (low-calorific) durch H-Gas (high-calorific) ersetzt. „Da das L-Gas in Zukunft nicht mehr unbegrenzt zur Verfügung steht, müssen auch wir in unserem Moerser und Neukirchen-Vluyner Netzgebiet aktiv werden und auf die neue Gasqualität umstellen“, blickt Ingo Blank als Projektleiter der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) schon jetzt auf die in zwei Jahren anstehende Veränderung.


„Zu dieser Maßnahme sind wir als Netzbetreiber nach dem Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet. Das ist unabhängig vom tatsächlichen Erdgaslieferanten.“ Da diese große Aktion bei rund 20.000 Erdgaskunden im Enni-Gebiet einen gro-ßen Vorlauf benötigt, erhalten die Kunden in Kürze bereits erste Informa-tionen. Nach einer folgenden Erhebung der Zustandsdaten der Gasheizungen in einem Jahr wird die eigentliche Umstellung der Gasqualität dann aber erst 2027 und 2028 erfolgen.


Aktuell stammt das Erdgas im Netzgebiet der Enni aus den Niederlanden. Doch die stellt die Förderung ihres L-Gases in naher Zukunft kom-plett ein. Genau wie in vielen anderen Region Deutschlands ist deswe-gen auch am Niederrhein der schrittweise Ausstieg aus dem L-Gas not-wendig. Dabei unterscheiden sich L- und H-Gas in ihrer chemischen Zusammensetzung und hieraus folgend ihrem Energiegehalt. Gasgeräte und Gasanlagen in Haushalten, Betrieben und der Industrie können meist einfach auf die neue Gasqualität umgestellt werden.


Eine solch flächendeckende Aktion will aber rechtzeitig geplant sein. So werden die beauftragten Monteure der Enni die Gaskunden bereits über ein Jahr vor der eigentlichen Umstellung besuchen, um dabei zunächst nach und nach alle Gasgeräte ihres Netzgebiets zu erfassen und nach Kriterien wie Gerätetyp und Hersteller zu kategorisieren. Erst in einem zweiten, bis zu anderthalb Jahren späteren Schritt werden sie die Gasgeräte technisch auf H-Gas anpassen.


„Dies ist dann meist durch den Austausch der Gasdüsen möglich, den wir für Kunden übernehmen“, so Blank. „Wir bereiten frühzeitig alles vor, um den sicheren und effizienten Weiterbetrieb der Gasgeräte zu gewährleisten.“ Aufgrund der Größe des Netzgebietes hat Enni es für die Aktion in drei Teilnetzgebiete aufgeteilt. In weiten Teilen von Moers startet die Umstellung im April 2027 und in Neukirchen-Vluyn sowie in den nördlichen Moerser Regionen, Repelen, Genend und Kohlenhuck, folgt sie dann im Juni. Erst im Juni 2028 sind mit Kapellen, Holderberg, Achterathsheide und Vennikel die südlichen Moerser Stadtteile an der Reihe.


Für Kunden ist die Erdgasumstellung kostenfrei. Falls eine Wartung, eine Reparatur oder ein Geräteaustausch ansteht, müssen die Geräteei-gentümer die Kosten naturgemäß selber tragen. Ende März wird Enni jeden Haushalt und Betrieb bereits über die anstehenden Termine und den Ablauf der Erdgasumstellung informieren.

Wer sich schon jetzt informieren möchte, kann dies im Internet unter: www.enni-erdgasumstellung.de tun. Ab April geben Berater auch unter 02841 104650 telefonisch Auskunft.

Stellvertretende NATO-Generalsekretärin begrüßt erneuerte europäische Verteidigungsanstrengungen im Europäischen Parlament
Die stellvertretende NATO-Generalsekretärin Radmila Shekerinska sprach vor dem Sicherheits- und Verteidigungsausschuss des Europäischen Parlaments.

Sie lobte die Europäer für ihre verstärkten Investitionen in die Verteidigung, um für mehr Sicherheit zu sorgen, würdigte die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und beantwortete Fragen von Abgeordneten des Europäischen Parlaments.

Die Stellvertretende Generalsekretärin betonte die Bedeutung einer weiteren Stärkung der NATO-EU-Zusammenarbeit. Sie unterstrich, dass die NATO und die EU natürliche und unverzichtbare Partner seien und dass die EU ihren einzigartigen wirtschaftlichen Einfluss nutzen könne, um die Rüstungsproduktion, Innovation und militärische Mobilität im Einklang mit den militärischen Plänen, Fähigkeiten und Standards der NATO zu fördern.

In diesem Zusammenhang wies sie auch darauf hin, dass Nicht-EU-Verbündete so weit wie möglich in die Verteidigungsinitiativen der EU einbezogen werden müssten.  Shekerinska begrüßte den ReArm Europe-Plan sowie die europäische Unterstützung für die Ukraine.

In einem Sicherheitskontext, in dem Europa mit Instabilität und Bedrohungen aus vielen Richtungen konfrontiert ist, betonte der stellvertretende Generalsekretär, dass „die Sicherheit unserer Bevölkerung unsere heiligste Pflicht ist“.


Sondervermögen richtig einsetzen: Investitionen in Straßen nur mit Mehrwert für die Sicherheit
„Wir freuen uns, dass der Weg für das Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen nun frei ist. Die Arbeit fängt jetzt erst an“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) Stefan Grieger die Zustimmung des Bundesrates zur Änderung des Grundgesetzes.

Bei dem nun zu diskutierenden Ausführungsgesetz zum Sondervermögen sei nicht nur zu klären, was finanziert wird, sondern auch, wie die Mittel effizient genutzt werden. „Die Wunschlisten sind lang. Bei dem enormen Investitionsrückstand und der Laufzeit von zwölf Jahren kann sich das hohe Volumen schnell relativieren. Es kommt daher darauf an, mit jedem eingesetzten Euro möglichst viel Hebelwirkung zu erreichen“, erläutert Grieger.

Mittel für Straßenbau nur mit Mehrwert für die Sicherheit
Der DVR weist darauf hin, dass Bund, Länder und Kommunen sich das Ziel gesetzt haben, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten im Zeitraum von 2021 bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren. „Jede staatliche Investition in Straßen muss darauf abgeklopft werden, ob wir damit diesem Ziel näherkommen“, sagt Grieger.


„Die Fortschritte bei der Sicherheit reichen nicht aus. Die Zahl der Getöteten verharrt auf einem Plateau.“ Die amtliche Unfallstatistik verzeichnete 2.562 Getötete für das Jahr 2021. Im Jahr 2024 sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 2.780 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen.

„Eine sicher ausgestaltete Verkehrsinfrastruktur spart der Volkswirtschaft Geld. Durch die Senkung der volkswirtschaftlichen Folgekosten von Verkehrsunfällen von jährlich rund 37 Milliarden Euro, kann ein zusätzlicher wirtschaftlicher Impuls aus ohnehin eingesetzten Mitteln generiert werden“, erklärt Grieger.

Bedeutung der Umsetzungsfragen
Von der Landstraße bis zur Innenstadt – für jede Straßensituation lägen Konzepte und Regelwerke für mehr Sicherheit vor. Es komme nun darauf an, diese bei Investitionsmaßnahmen umzusetzen. Der DVR sieht dabei zwei Handlungsebenen: effiziente Prozesse und qualifiziertes Personal.

„Es wird beim Infrastrukturvermögen darauf ankommen, ob es uns gelingt, den Mangel an Fachkräften insbesondere in den Verwaltungen zu beheben. Auch für die Verkehrssicherheit liegt der Schlüssel in entsprechenden Fortbildungen der Planerinnen und Planer. Der DVR wird hier auch weiterhin unterstützen“, sagt Grieger.

Auf der Verfahrensebene sei das Sicherheitsaudit in der Planung von Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen sowie das Bestandsaudit für das vorhandene Straßennetz das Mittel Nummer eins zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der Infrastruktur.

Der DVR sieht den Bund dabei nicht nur bei den Bundesstraßen in der Verantwortung. „Auch Gelder, die für den Straßenbau an Länder und Kommunen fließen, sollten an den Nachweis gekoppelt werden, dass sie nach dem aktuellen Stand der Verkehrssicherheit eingesetzt werden“, fordert Grieger.

Kompromisse beim Verkehrsrecht nicht erneut aufschnüren
Wie verkehrssicher es auf unseren Straßen zukünftig zugeht, berät der Bundesrat auch unter einem weiteren Tagesordnungspunkt: Aus den Ländern wurden über 40 Anträge zur Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) eingebracht.

„Jetzt darf der Kompromiss zur Novelle des Straßenverkehrsrechts aus dem letzten Jahr nicht wieder aufgeweicht werden. Es ist wichtig, dass die Verwaltungsvorschrift schnell kommt, damit die Kommunen endlich in die Umsetzung gehen können. Die Länder sollten sich nicht im Klein-Klein verlieren“, mahnt Grieger.

Dass die Beschaffenheit des Straßenraums nicht allein die Sicherheit des Verkehrs bestimme, zeige der Disput zwischen Bund und Ländern um das Parken auf Gehwegen. „Wir werden hier gemeinsam mit unseren Mitgliedern auch bei der praktischen Umsetzung noch eng dranbleiben“, kündigte Grieger an. „Ob beim Ausbau von Straßen oder der Kontrolle der Regeln: Alle Verkehrsteilnahmearten sind gleichrangig – dieser Grundsatz muss endlich in der Praxis ankommen.“


Moers: Schulweg in Schwafheim soll sicherer werden
Mehr Sicherheit für Schülerinnen und Schüler der Waldschule in Schwafheim: Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt hat die Schulwegplanung der Stadt am Donnerstag, 20. März, einstimmig beschlossen. Unter anderem soll es Zebrastreifen, Elternhaltestellen, Halteverbote und kleine Straßenumbaumaßnahmen geben. Schule, die befragten Eltern und die Polizei hatten die Planung bereits positiv bewertet.


Ebenfalls einstimmig war der Beschluss über die Anlage eines Parkplatzes auf der Fläche des abgerissenen Parkhauses Kautzstraße. Enni baut hier 61 Stellplätze, die jeweils 2,65 Meter breit sind.  Die Kosten liegen bei etwa 215.000 Euro. Die jährlichen Einnahmen sind mit 152.500 Euro kalkuliert. Mittelfristig soll auf der Kautzstraße wieder ein Parkhaus gebaut werden.


Auf einem Teil der Fläche des Freibads Solimare errichtet Enni bis Mitte 2026 ein kostenpflichtiges Grillareal. Bis dahin ist das (kostenlose) Grillen nur im ausgeschilderten Bereich Bettenkamper Meer im Freizeitpark möglich. Eine entsprechende Satzungsänderung haben die Ausschussmitglieder befürwortet. Dies gilt auch für die Sanierung der Neukirchener Straße (zwischen Drinhaus- und Dorsterfeldstraße) und Ehrenmalstraße. 

Moerser Baumpflanz-Offensive: Knapp 200 neue Bäume im ersten Quartal 2025
Allein in Vennikel, Utfort und Scherpenberg hat Enni im Auftrag der Stadt 64 neue Straßenbäume pflanzen lassen. Insgesamt sind es im ersten Quartal 112. Hinzu kommen 85 Bäume in Grünanlagen. In Kapellen, Hochstraß (Foto: pst), Meerbeck und Schwafheim stehen die meisten. Der Fachdienst Freiraum- und Umweltplanung setzt bei den Baumarten auf Artenvielfalt und Klimaverträglichkeit. 

Der Rat der Stadt Moers hatte im Jahr 2022 entschieden, pro Jahr 250 neue Straßenbäume und 200 neue Bäume in Grünanlagen zu pflanzen. Die Gesamtkosten liegen bei knapp 670.000 Euro pro Jahr.


Sommerferienprogramm 2025 der Stadt Kleve
Auch in diesem Jahr besuchten Bürgermeister Wolfgang Gebing und Stadtkämmerer Klaus Keysers mit reichlich Stieleis im Gepäck die Ferienfreizeit auf dem Robi.
Hüttenbauen, Kochen, Feuermachen: Im vergangenen Sommer besuchten Bürgermeister Wolfgang Gebing und Kämmerer Klaus Keysers die Inklusivmaßnahme Robi-Plus.

Auch in den diesjährigen Sommerferien bietet die Stadt Kleve wieder ein buntes Ferienprogramm an. Für die abwechslungsreichen Aktivitäten sind im Vorfeld jeweils Anmeldungen erforderlich, die über Online-Buchungsportale oder per E-Mail abgewickelt werden. Alle Einzelheiten zu den Inhalten sowie die Details und Links zur Anmeldung gibt es unter: www.kleve.de/sommerferien.

Bei der alljährlichen Ferienfreizeit auf dem Fingerhutshof in Kalkar-Wissel erwartet die Kinder ein kreatives und spannendes Angebot auf einem vielseitigen Gelände. Neben einer großen Spielwiese steht den Kindern ein Spielplatz mit vielen Geräten inklusive einer Wasserspielanlage zur Verfügung.

Das Betreuungsteam freut sich darauf, den Kindern ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Workshops und Angeboten bieten zu können. Die Tagesfreizeiten richten sich an Klever Kinder im Alter von 6-12 Jahren und finden in den letzten drei Wochen der Sommerferien statt. Die Anmeldung zur Freizeit ist ab dem 31. März 2025 möglich und erfolgt ausschließlich online.

Auch der städtische Abenteuerspielplatz Robinson bietet abenteuerlustigen Kindern im Alter von 7-14 Jahren die Möglichkeit, in den ersten vier Wochen der Sommerferien zu Matschen, zu Toben und zu Klettern. Die Anmeldung für die einzelnen Wochen ist ebenfalls ausschließlich online möglich und wird ab dem 19. Mai 2025 freigeschaltet.

Im Anschluss daran startet die „Robi-Plus-Maßnahme“. Die Maßnahme richtet sich an Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf und wird in den letzten beiden Ferienwochen durchgeführt. Im Rahmen der Maßnahme werden die 6 bis 14-jährigen Kinder besonders intensiv pädagogisch begleitet. Die „Robi-Plus-Kinder“ erwartet eine spannende Abenteuerfreizeit. Gemeinsames Kochen, Basteln, Werkeln, Hüttenbau und Lagerfeuer stehen auf dem Programm.

Zudem bieten verschiedene Einrichtungen und Vereine während der Sommerferien vielseitige Ferien- und Sportkurse an. Auch hierzu sind auf der städtischen Internetseite alle Informationen hinterlegt.


Mode+Sport-Center Braun aus Moers spendet zum 23. Mal an die Kinderklinik Bethanien  
Spende in Höhe von 2.000 Euro für die Klinikclowns   Seit mehr als zwei Jahrzehnten spendet das Mode+Sport-Center Braun aus Moers die Erlöse aus seinem Einpackservice zur Weihnachtszeit an die Klinikclowns der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers. Zuletzt erzielte dieser Einpackservice, zu dem die Kund:innen des Modehauses eine beliebige Summe beisteuern konnten, 2.000 Euro.  


Bei der Übergabe des Schecks durch Tanja Fischer und Xuan Becker aus dem Marketingteam des Mode+Sport-Centers Braun an Dr. Michael Wallot, Chefarzt der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin, erklären diese: „Kinder liegen uns am Herzen. Sie in guten Händen und gut betreut zu wissen, vor allem dann, wenn sie im Krankenhaus liegen, ist beruhigend. Dass wir mit unserer Spende nicht nur etwas Gutes tun, sondern genau dazu beitragen können, freut uns in besonderem Maße.“


Auch Dr. Michael Wallot ist dankbar für das großzügige Engagement. Es sei eine schöne Tradition, die in dieser Form seit Jahren bestehe. Die Klinikclowns seien ein unschätzbares Pfund für die Kinder.  

Xuan Becker (links) und Tanja Fischer (rechts) vom Mode+Sport-Center Braun übergaben eine Spende in Höhe von 2.000 Euro an den Chefarzt der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin Dr. Michael Wallot.  

Bethanien: Spende in Höhe von 400 Euro für die Kinderklinik  
Reparatur-Café Eick spendet zum zweiten Mal für die Klinikclowns  

Vor Kurzem übergaben Werner Windbergs und Norbert Bothe vom Reparatur-Café Eick aus Moers eine Spende in Höhe von 400 Euro an den Chefarzt der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers Dr. Michael Wallot, der diese dankend entgegennahm.  

Das Reparatur-Café Eick lädt Menschen ein, ihre defekten Gegenstände mitzubringen und mit Hilfe von ehrenamtlichen Expert:innen kostenlos zu reparieren. Als Dank für die erhaltene Hilfe kann ein individueller Betrag in einen „Sparfrosch“ geworfen werden. Durch die Einnahmen werden laufende Kosten und Materialien für die Reparaturen finanziert. Das übrige Geld kommt verschiedenen Einrichtungen im Kreis Moers zugute – unter anderem den Klinikclowns der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers.  

„Es ist uns ein Anliegen, etwas Gutes zu tun“, so Norbert Bothe. „Wir freuen uns immer, dass uns so viele Menschen besuchen, sich helfen lassen und dann auch etwas spenden“, ergänzt Werner Windbergs. Jeden dritten Mittwoch im Monat von 16 bis 18.30 Uhr findet das Reparatur-Café im Pfarrheim St. Ida statt. In gemütlicher Atmosphäre wird gemeinsam gewerkelt und bei Kaffee und Kuchen Wissen ausgetauscht.  

Norbert Bothe (rechts) und Werner Windbergs (links) vom Reparatur-Café Eick übergaben Chefarzt Dr. Michael Wallot eine Spende in Höhe von 400 Euro für die Klinikclowns.  

Kleve: Clone of Narzissen und Tulpen in großen Schalen
Sa., 29.03.2025 - 10:00 - Sa., 29.03.2025 - 15:00 Uhr
Der Heimat- und Verkehrsverein Donsbrüggen bietet an den genannten Tagen, wie in den voraufgegangenen Jahren, wieder große Schalen mit Narzissen, Tulpen und anderen Frühlingsblumen zum Erwerb an, die mehrere Wochen blühen. Blumen-Liebhaber und Freunde des Frühlings sollten sich dies nicht entgehen lassen

Die Veranstaltung findet im Starthof 1 (Zufahrt über Papenfeldweg, Silvias-Handarbeitsstube) in 47533 Kleve-Donsbrüggen statt.

EU-Fluggastrechte: Das ECC-Net warnt vor massiven Verschlechterungen für Reisende
Seit über 20 Jahren schützt die EU-Fluggastrechte-Verordnung Passagiere bei Annullierungen, Verspätungen und Nichtbeförderung. Immer wieder gab es Bestrebungen, die Verordnung zu reformieren – doch bisher scheiterten diese Versuche. Nun ist erneut eine umfassende Überarbeitung geplant, die jedoch erhebliche Nachteile für Reisende mit sich bringen könnte.

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Das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) kritisiert insbesondere die vorgeschlagenen neuen Entschädigungsregelungen bei Verspätungen. „Die geplante Anhebung der Schwellenwerte würde dazu führen, dass bis zu 85 % der betroffenen Passagiere keinen Anspruch auf Entschädigung mehr hätten", warnt Karolina Wojtal, Co-Leiterin des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) Deutschland. Dabei gehören nicht gezahlte Ausgleichszahlungen der Airlines zu den am häufigsten bearbeiteten Verbraucherbeschwerden im ECC-Net.

Kritik an neuen Entschädigungsregelungen
Bisher haben Fluggäste bei Verspätungen ab drei Stunden, für die die Fluggesellschaft verantwortlich ist, Anspruch auf eine pauschale Entschädigung:
250 Euro für Flüge bis 1.500 km,
400 Euro für Flüge bis 3.500 km,
600 Euro für Langstreckenflüge über 3.500 km.

Mehr zu den EU-Fluggastrechten.
Der aktuelle Reformvorschlag der EU-Kommission sieht hingegen folgende Änderungen vor:
250 Euro erst ab 5 Stunden Verspätung (bis 3.500 km),
400 Euro erst ab 9 Stunden Verspätung (über 3.500 km innerhalb der EU),
400 Euro erst ab 9 Stunden Verspätung (über 6.000 km bei Flügen außerhalb der EU),
600 Euro erst ab 12 Stunden Verspätung (über 6.000 km).

„Diese Anpassung ist ein gravierender Rückschritt. Denn die meisten Verspätungen im Luftverkehr liegen zwischen zwei und vier Stunden. Verbraucher würden einen Großteil ihrer Ansprüche verlieren. Und Airlines könnten dazu verleitet werden, Flüge gezielt zu verspäten, anstatt sie zu annullieren, um Entschädigungen zu umgehen", so Karolina Wojtal.

EuGH-Urteile finden nicht ausreichend Berücksichtigung
„Hinzu kommt, dass der Regelungsentwurf die in den vergangenen 20 Jahren ergangene Rechtsprechung des EuGH zu den Fluggastrechten und die darin entwickelten Rechte der Verbraucher nicht ausreichend berücksichtigt. Die EuGH-Rechtsprechung hat in den letzten Jahren maßgeblich zur Stärkung der Fluggastrechte beigetragen“, fügt Wojtal hinzu.

Insbesondere spricht sich das ECC-Net dafür aus, sowohl eine Positiv- als auch eine Negativliste der außergewöhnlichen Umstände (also was als außergewöhnlicher Umstand anzusehen ist und was nicht) aufzunehmen, die die bisherige Entscheidungspraxis des Europäischen Gerichtshofes berücksichtigt. Diese dürfen jedoch nicht abschließend sein, um zukünftigen Entwicklungen und Urteilen Rechnung tragen zu können.

ECC-Net legt klare Forderungen für starke Fluggastrechte vor
Das ECC-Net fordert die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten auf, eine Reform im Sinne der Verbraucher umzusetzen. Konkret fordert das Netzwerk:
- Beibehaltung der bisherigen Entschädigungsregelungen für Verspätungen, um finanzielle Anreize für pünktliche Flugdurchführungen zu erhalten.

- Stärkere Regulierung von Online-Ticketplattformen, um Verbraucher vor Intransparenz und verzögerten Erstattungen zu schützen. Insbesondere das Hin und Her zwischen Vermittlern und Fluggesellschaften bei Entschädigungen müsse beendet werden. Fluggäste sollten die Möglichkeit haben, ihre Ansprüche direkt bei der Airline geltend zu machen.

- Verbot von „No-Show“-Klauseln, die dazu führen, dass ein Rück- oder Weiterflug verfällt, wenn der Hinflug nicht angetreten wurde.
- Verpflichtung zur schnellstmöglichen Umbuchung auf alternative Verbindungen, auch mit anderen Airlines.
- Bessere Insolvenzabsicherung für Airlines, damit Fluggäste im Falle von Zahlungsunfähigkeit nicht leer ausgehen.
- Klare Regelungen beim Gepäck: Einheitliche und transparente - Entschädigungsrichtlinien für Gepäckverluste und -schäden.
- Klare Definitionen für Handgepäck und Aufgabegepäck, um versteckte Gebühren und unklare Regelungen zu vermeiden.
- Verpflichtende Teilnahme der Airlines an Schlichtungsverfahren zur außergerichtlichen Beilegung von Streitfällen.
- Bessere Durchsetzung der Fluggastrechte durch nationale Behörden, um sicherzustellen, dass Airlines ihre Pflichten nicht umgehen.
Weitere Details und eine umfassende Analyse finden sich im Positionspapier des ECC-Net (PDF-Download).


IMK Inflationsmonitors: Inflation für 6 von 9 Haushaltstypen bei oder unter 2 Prozent – noch zu früh für Pause bei Zinssenkungen

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Februar 2025 bei 2,3 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie im Januar. Das ist bereits nahe beim Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent, zudem sank die Kernrate, also die Inflation ohne die besonders schwankungsanfälligen Güter Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak, gegenüber Januar von 2,8 auf 2,6 Prozent.


Schaut man auf die Inflationsraten verschiedener Haushaltstypen, die sich nach Einkommen und Personenzahl unterscheiden, hatten sechs von neun untersuchten Haushaltstypen im Februar Inflationsraten leicht unter oder genau bei 2,0 Prozent, zeigt der neue Inflationsmonitor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

Insgesamt reichte die Bandbreite der haushaltsspezifischen Inflationsraten von 1,8 bis 2,3 Prozent. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Inflationswelle im Herbst 2022 waren es 3,1 Prozentpunkte Differenz. Während Haushalte mit niedrigen Einkommen während des akuten Teuerungsschubs der Jahre 2022 und 2023 eine deutlich höhere Inflation schultern mussten als Haushalte mit mehr Einkommen, war ihre Inflationsrate im Februar 2025 wie in den Vormonaten unterdurchschnittlich: Der Warenkorb von Paaren mit Kindern sowie der von Alleinlebenden mit jeweils niedrigen Einkommen verteuerte sich um je 1,8 Prozent.

Allerdings waren beide Werte um 0,1 Prozentpunkte höher als im Januar. Das liegt daran, dass der wieder stärkere Preisanstieg bei Nahrungsmitteln sich bei diesen Haushalten stärker auswirkt als bei Haushalten mit höheren Einkommen, weil diese Güter des Grundbedarfs in ihren schmalen Budgets ein relativ hohes Gewicht haben.

Im Jahresverlauf 2025 dürfte sich die Inflationsrate sowohl in Deutschland als auch im Euroraum weiter normalisieren und bei gesamtwirtschaftlich zwei Prozent einpendeln, so die Prognose des IMK. Gleichzeitig schwächelt die Wirtschaft weiterhin. Die von Union und SPD geplanten umfangreichen zusätzlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung werden der Wirtschaftsentwicklung nach Erwartung des IMK zwar wichtige Impulse geben, richtig wirksam werden sie allerdings erst ab dem kommenden Jahr.

Daher hält Dr. Silke Tober, IMK-Expertin für Geldpolitik und Autorin des Inflationsmonitors, weitere Leitzinssenkungen durch die EZB für erforderlich, zumal die kürzlich erfolgte Zinssenkung auf 2,5 Prozent durch eine zeitgleich stattfindende quantitative Straffung der Geldpolitik in ihrer Wirkung abgeschwächt wird. „Für eine Pause bei den Zinssenkungen wäre es daher zu früh“, betont Tober. „Es ist an der Zeit, dass Geld- und Fiskalpolitik gemeinsam ein günstiges Umfeld für private Investitionen schaffen, damit die Herausforderungen der kommenden Jahre bewältigt werden und die Realeinkommen steigen können.“ Mehr erfahren ›

Das IMK berechnet seit Anfang 2022 monatlich spezifische Teuerungsraten für neun repräsentative Haushaltstypen, die sich nach Zahl und Alter der Mitglieder sowie nach dem Einkommen unterscheiden (mehr zu den Typen und zur Methode unten). In einer Datenbank liefert der Inflationsmonitor zudem ein erweitertes Datenangebot: Online lassen sich Trends der Inflation für alle sowie für ausgewählte einzelne Haushalte im Zeitverlauf in interaktiven Grafiken abrufen (Link unten).

Inflation hat sich zwar abgeschwächt – Preisniveau ist aber weiterhin deutlich erhöht
Die längerfristige Betrachtung illustriert, dass Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen von der starken Teuerung nach dem russischen Überfall auf die Ukraine besonders stark betroffen waren, weil Güter des Grundbedarfs wie Nahrungsmittel und Energie in ihren Warenkörben eine größere Rolle spielen als bei Haushalten mit hohen Einkommen. Diese wirkten lange als die stärksten Preistreiber, zeigt ein längerfristiger Vergleich, den Tober in ihrem neuen Bericht ebenfalls anstellt: Insgesamt lagen die Verbraucherpreise im Februar 2025 um 20,7 Prozent höher als fünf Jahre zuvor.


Damit war die Teuerung fast doppelt so stark wie mit der EZB-Zielinflation von kumuliert 10,4 Prozent in diesem Zeitraum vereinbar. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich sogar um 34,4 Prozent, Energie war trotz der Preisrückgänge in letzter Zeit um 38,8 Prozent teurer als im Februar 2020. Auf dem Höhepunkt der Inflationswelle im Oktober 2022 betrug die Teuerungsrate für Familien mit niedrigen Einkommen 11 Prozent, die für ärmere Alleinlebende 10,5 Prozent.

Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen hatten damals mit 7,9 Prozent die mit Abstand niedrigste Inflationsrate. Erschwerend kommt hinzu, dass Haushalte mit niedrigeren Einkommen wenig finanzielle Polster besitzen und sich die Güter des Grundbedarfs, die sie vor allem nachfragen, kaum ersetzen oder einsparen lassen.

Im Februar 2025 verteuerten sich die spezifischen Warenkörbe von Haushalten mit niedrigen bis mittleren Einkommen hingegen etwas weniger stark als der Durchschnitt, weil zuletzt vor allem die Preise für Dienstleistungen anzogen, die mit steigendem Einkommen stärker nachgefragt werden. Allerdings wurde der Abstand infolge wieder stärker anziehender Nahrungsmittelpreise noch einmal geringfügig kleiner.

So folgten im Vergleich der neun Haushaltstypen auf die Familien und Alleinlebenden mit niedrigen Einkommen (je 1,8 Prozent Inflation) die Inflationsraten von Alleinlebenden und Alleinerziehenden mit jeweils mittleren Einkommen (je 1,9 Prozent) sowie die von Paarfamilien mit Kindern und mittleren Einkommen (2,0 Prozent).


Um ebenfalls 2,0 Prozent verteuerte sich der Warenkorb von Alleinlebenden mit höheren Einkommen. Am oberen Rand des Vergleichs, aber nicht weit entfernt, lagen Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen (2,3 Prozent) und Familien mit hohen Einkommen (2,1 Prozent), bei denen sich beispielsweise höhere Preise für Gastronomie und Hotelübernachtungen stärker auswirken. Auch die Warenkörbe von Paaren ohne Kinder mit mittleren Einkommen verteuerten sich um 2,1 Prozent.



    

Möbelindustrie verzeichnet 2024 Umsatzrückgang von 7,8 %
• Zahl der Beschäftigten auf niedrigstem Stand der letzten zehn Jahre
• Einzelhandel mit Möbeln 2024 real um 5,5 % zurückgegangen
• Wohnmöbel haben sich für Verbraucherinnen und Verbraucher zuletzt
leicht verbilligt

Die Möbelindustrie hat im Jahr 2024 nach vorläufigen Ergebnissen rund 16,3 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet – das sind 7,8 % weniger als im Jahr 2023. Damals verbuchte die Branche nominal 17,7 Milliarden Euro Umsatz, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt. Dies stellt den stärksten Umsatzrückgang gegenüber dem jeweiligen Vorjahr in den letzten zehn Jahren dar.


Das Umsatzminus zog sich durch alle Produktionsbereiche: Bei der Herstellung von Küchenmöbeln ging der Umsatz im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 6,5 % zurück, bei der Herstellung von Matratzen um 5,5 %, die Herstellung von Büro- und Ladenmöbeln verzeichneten mit 5,3 % und den sonstigen Möbeln mit 10,9 % ebenfalls einen Rückgang. Die Möbelbranche erzielt ein Großteil der Umsätze im Inland: Der Inlandsumsatz machte mit rund 10,9 Milliarden Euro im Jahr 2024 zwei Drittel (66,8 %) des Gesamtumsatzes aus.



Zahl der Beschäftigten um 5,4 % gegenüber Vorjahr gesunken
Zum Ende des Jahres 2024 waren in der Möbelindustrie nach vorläufigen Ergebnissen rund 70 000 Menschen beschäftigt. Das waren 5,4 % weniger als zum Jahresende 2023. Es war zugleich der niedrigste Stand innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Zum Vergleich: Zum Jahresende 2014 waren noch 83 500 Menschen in der Möbelindustrie beschäftigt.

Möbelproduktion in den ersten drei Quartalen 2024 um 7,1 % zurückgegangen
Mit dem Umsatzminus ging auch ein Rückgang der Produktion einher. Die Möbelhersteller in Deutschland haben in den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 Möbel im Wert von 13,0 Milliarden Euro produziert. Das war ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,1 %.

In den ersten drei Quartalen 2023 waren Möbel im Wert von 13,9 Milliarden Euro hergestellt worden. Bereits im gesamten Jahr 2023 war die Möbelproduktion gegenüber dem Vorjahr wertmäßig zurückgegangen: Um 3,5 % auf 18,4 Milliarden Euro. Im Jahr 2022 wurden hierzulande noch Möbel im Wert von 19,1 Milliarden Euro produziert.


Einzelhandel mit Möbeln 2024 real um 5,5 % zurückgegangen
Beim Einzelhandel mit Möbeln ist die Kaufzurückhaltung spürbar. Zwar startete der Einzelhandel mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen nach einem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2024 mit einem leichten Plus ins neue Jahr: Der reale Umsatz nahm im Januar 2025 kalender- und saisonbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vormonat zu.

Gegenüber dem Januar 2024 gab es einen Anstieg um 0,6 %. Im Jahr 2024 war jedoch der reale Umsatz mit einem Minus von 5,5 % gegenüber 2023 deutlich zurückgegangen. Bereits 2023 hatte es mit -10,8 % gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Rückgang der Umsätze im Einzelhandel mit Möbeln gegeben.


Wohnmöbel haben sich für Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Jahresfrist leicht verbilligt
Verbraucherinnen und Verbraucher mussten für Wohnmöbel im Februar 2025 weniger ausgeben als ein Jahr zuvor: Diese verbilligten sich gegenüber Februar 2024 um 0,7 %. Darunter gingen besonders die Preise für Matratzen (-6,9 %), Wohn- oder Esszimmertische (-4,9 %) sowie für Badezimmermöbel (-3,5 %) zurück. Dagegen verteuerten sich unter anderem Kleiderschränke (+1,1 %) sowie Küchenzeilen oder Einbauküchen (+0,8 %) binnen Jahresfrist. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im selben Zeitraum um 2,3 % zu.

Im Jahr 2024 haben sich die Preise für Wohnmöbel gegenüber dem Vorjahr mit +0,1 % kaum verändert, während die Verbraucherpreise insgesamt um 2,2 % zunahmen. Dabei verbilligten sich beispielsweise Kleiderschränke (-2,7 %) gegenüber dem Jahr 2023. Andere Möbelstücke wie Stühle oder Eckbänke (+1,8 %) sowie Küchenzeilen oder Einbauküchen (+0,9 %) verteuerten sich.


NRW-Binnenschifffahrt: Güterumschlag nimmt 2024 wieder zu
In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen sind im Jahr 2024 insgesamt 99,8 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen worden. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag der Güterumschlag der Binnenschiffe damit um 1,8 Prozent über dem Ergebnis des Jahres 2023. Damit verzeichnet die Binnenschifffahrt in NRW seit 2021 erstmals wieder eine Zunahme beim Güterumschlag.


Güterumschlag und Anzahl der Schiffe im Dezember 2024 am niedrigsten
Im Jahresverlaufs 2024 gab es den höchsten Güterumschlag im Juli mit 8,8 Millionen Tonnen; die meisten Schiffe (5 916) haben im August Güter in den NRW-Häfen verladen. Im Dezember war sowohl der Güterumschlag (7,8 Millionen Tonnen) als auch die Anzahl der Schiffe (5 123) am geringsten.

Am häufigsten wurden in NRW Erze, Steine und Erden umgeschlagen Der Großteil der umgeschlagenen Güter stammten im Jahr 2024 aus folgenden vier Güterabteilungen: 28,3 Millionen Tonnen waren Erze, Steine und Erden (−1,9 Prozent), 21,5 Millionen Tonnen Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (+10,4 Prozent), 11,5 Millionen Tonnen Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (−11,5 Prozent) und 10,8 Millionen Tonnen chemische Erzeugnisse (+6,7 Prozent).


Es wurden 28,2 Millionen Tonnen Gefahrgut, z. B. Flüssige Mineralölerzeugnisse transportiert; das waren 8,1 Prozent mehr als 2023. Dabei handelte es sich um gut ein Viertel (28,3 Prozent) der insgesamt beförderten Tonnage. Drei Viertel der beförderten Güter wurden in Rheinhäfen umgeschlagen Die bedeutendste Binnenwasserstraße in NRW ist der Rhein.

Über drei Viertel (76,0 Prozent) der von Januar bis Dezember 2024 beförderten Güter wurden in den Häfen an dieser Wasserstraße umgeschlagen. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten das Westdeutsche Kanalgebiet (22,2 Prozent) und der Mittellandkanal (1,6 Prozent). Das Schlusslicht bildete das Wesergebiet mit einem Anteil von 0,2 Prozent.



Je nach Wasserstraße wurden schwerpunktmäßig unterschiedliche Güter umgeschlagen: Auf dem Rhein und dem Mittellandkanal waren es am häufigsten Erze, Steine und Erden (35,2 Prozent aller auf dem Rhein bzw. 23,8 Prozent aller auf dem Mittellandkanal beförderten Güter) sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (15,6 Prozent bzw. 24,6 Prozent).


Auf Binnenschifffen im Westdeutschen Kanalgebiet wurden vor allem Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (16,5 Prozent) sowie Chemische Erzeugnisse (15,7 Prozent) tranportiert. Auf der Weser überwogen landwirtschaftiche Erzeugnisse mit 46,8 Prozent sowie Kohle, rohes Erdöl und Erdgas mit 28,5 Prozent. Der Containerumschlag war um 6,7 Prozent höher als 2023 Im Jahr 2024 wurden von allen in den NRW-Binnenhäfen umgeschlagenen Gütern etwa 926 600 TEU in insgesamt 571 900 Containern verschifft.
Das waren 6,7 Prozent mehr Container als im Vorjahr.



Bei über der Hälfte der Container handelte es sich um 40-Fuß Container (52,0 Prozent); gefolgt von 20-Fuß Containern (34,3 Prozent). Dabei wurden rund 445 700 TEU empfangen und 480 900 TEU versendet. In NRW wurde der Großteil der Container (94,4 Prozent) auf dem Rhein transportiert. 4,6 Prozent aller Container wurden im Westdeutschen Kanalgebiet und 1,0 Prozent im Mittellandkanalgebiet verschifft. Auf der Weser wurden keine Container transportiert.