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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 4: Montag, 19. - Sonntag, 25. Januar 2026
Themen u.a.:

„LogistiKids“: Zwei Gewinnerteams kommen vom Niederrhein
Feierlicher Abschluss mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur in Hamm
Heute bestellt – morgen schon vor der Haustür. Obst, das am anderen Ende der Welt geerntet wird und wenige Tage später frisch auf unserem Teller liegt. Was für uns selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis komplexer logistischer Abläufe. Logistik sorgt dafür, dass Waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind – im Alltag oft unbemerkt, aber unverzichtbar.

Genau dieser faszinierenden Welt sind 35 Kindergärten und Grundschulen aus ganz Nordrhein-Westfalen im Rahmen des „LogistiKids“-Wettbewerbs 2025/2026 auf den Grund gegangen. Nun stehen die Gewinner des Wettbewerbs des Logistik.NRW-Kompetenznetzwerks und der Industrie- und Handelskammern in NRW fest. Gleich zwei Preise gehen an den Niederrhein. Die Gewinner kommen beide aus dem Kreis Kleve: Der St. Johannes Kindergarten aus Kerken-Nieukerk und die Leegmeerschule aus Emmerich am Rhein. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur ehrte die Preisträger in Hamm. Der feierliche Abschluss einer spannenden Entdeckungsreise in die Welt der Logistik.

„Logistik steckt in unserem Alltag – vom Frühstück im Kindergarten bis zum Paket vor der Haustür. Ohne sie läuft nichts. Bei 'LogistiKids' entdecken Kinder spielerisch, wie spannend diese Welt ist. Mit Neugier, Kreativität und tollen Ideen machen sie sichtbar, was sonst oft im Hintergrund bleibt. Das ist Lernen mit Spaß – und vielleicht der erste Schritt in eine Zukunft voller Möglichkeiten. Danke an alle Kinder und an die engagierten Erzieherinnen, Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, die das möglich machen“, betont Mona Neubaur.

„Uns ist wichtig, dass Kinder verstehen, dass hinter der Kiwi, die sie naschen, sehr viel Arbeit steckt. Wir haben unglaublich viele tolle Beiträge aus Schulen und Kindergärten erhalten. Für die Jury war die Entscheidung alles andere als leicht. Umso mehr freuen wir uns, dass gleich zwei Preise an den Niederrhein gehen“, sagt Ocke Hamann, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK. „Die Gewinnerbeiträge zeigen, dass gerade Fragen zu ganz alltäglichen Dingen wie Logistik die Kinder besonders packen und viel Kreativität freisetzen“, so Hamann weiter. „Mit dem Wettbewerb wollen wir Zusammenhänge vermitteln. Die große Zahl an Einsendungen zeigt, wie wichtig das ist.“

Auch 2026 wird der „LogistiKids“-Wettbewerb fortgesetzt. Kindergärten und Grundschulen sind wieder eingeladen, sich zu beteiligen. Für Kindergarten-Gruppen lautet die Fragestellung: „Wie kommt der Tee in unsere Tassen?“. Grundschulgruppen gehen der Frage nach: „Was passiert eigentlich im Binnenhafen?“

Alle Informationen zum Wettbewerb, zu den Teilnahmebedingungen sowie zu aktuellen und bisherigen Preisträgern sind online abrufbar unter www.logit-club.de/themen/logistik-fuer-kinder.

In Hamm wurden die Gewinner des „LogistiKids“-Wettbewerbs vom Logistik.NRW-Kompetenznetzwerk und den Industrie- und Handelskammern NRW geehrt.
Foto: Nico Schmitz

Moers: Verlängerung der Mitmachausstellung ‚ZEITREISE. Kinderleben um 1900‘
Das Grafschafter Museum im Moerser Schloss verlängert seine interaktive Mitmachausstellung ‚ZEITREISE. Kinderleben um 1900‘ bis zum 31. Mai.
Das Grafschafter Museum im Moerser Schloss verlängert seine interaktive Mitmachausstellung ‚ZEITREISE.

Kinderleben um 1900‘ bis zum 31. Mai. (Foto: Bettina Engel-Albustin/Grafschafter Museum)

Darin zeigt der Rabe Ruffi, wie es war, vor über 100 Jahren ein Kind zu sein. Kinder mussten damals viel mithelfen: im Haus, im Stall, auf dem Feld. Aber immer blieb auch Zeit zum Spielen.  Beim Rundgang durch die Ausstellung benötigt Ruffi unbedingt die Hilfe der kleinen Museumsgäste: Wer füttert und melkt die Kuh? Ist die Wäsche schon aufgehängt und das Bügeleisen schon vorbereitet? Wer holt die Kartoffeln vom Acker und bringt sie in den Keller?

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Stadt- und Fachwerkmuseum ‚Alte Universität‘ Eppingen gezeigt. Familien zahlen für den Besuch der Ausstellung den regulären Museumeintritt. Zudem sind Führungen und Workshops für KiTas, Grundschulklassen, Familiengruppen oder Ähnliches buchbar. 

IHK-Praxisstudiengänge: Neues Weiterbildungsjahr startet mit breitem Angebot  
Bei der Niederrheinischen IHK starten wieder verschiedene Praxisstudiengängen. Sie sind berufsbegleitend und richten sich an Fachkräfte, die einen bundesweit anerkannten IHK-Abschluss anstreben. Wer mehr erfahren möchte, für den bietet die IHK am 4. Februar, von 9 bis 16 Uhr, einen persönlichen Beratungstag an. Die Gespräche sind telefonisch oder online. Sie bieten individuelle Orientierung zu Abschlüssen, Formaten und Fördermöglichkeiten.  

Ob nächster Karriereschritt, mehr Verantwortung im Job oder gezielte Spezialisierung: Die Praxisstudiengänge verbinden Fachwissen mit Praxisnähe. Alle Abschlüsse sind bundesweit anerkannt und bereiten auf anspruchsvolle Tätigkeiten vor.  

Zum Angebot zählen unter anderem die Praxisstudiengänge Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen, Handelsfachwirt, Wirtschaftsfachwirt, Industriemeister Metall, Logistikmeister, Personalfachkaufmann sowie Technischer Betriebswirt. Die Lehrgänge finden je nach Format als Live-Online-Training, im Blended Learning oder als Vollzeitkurs statt.  
Weitere Informationen gibt es bei IHK-Ansprechpartner Reinhard Zimmer: 0203 2821-208, zimmer@niederrhein.ihk.de.

Neues Amtsblatt vom 22. Januar 2026
Am 22. Januar 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält drei öffentliche Bekanntmachungen der Stadt Dinslaken. Zwei davon beinhalten Ausschreibungen zur KiTa Edithweg und eine weitere enthält eine öffentliche Zustellung. Die Amtsblätter der Stadt Dinslaken können auch online eingesehen werden: www.dinslaken.de/stadt-buergerservice/aktuelles/amtsblatt.


Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im November 2025: +8,5 % zum Vormonat
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, November 2025
+8,5 % zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt)
+4,1 % zum Vorjahresmonat (real, kalenderbereinigt)
+5,9 % zum Vorjahresmonat (nominal)
Umsatz im Bauhauptgewerbe, November 2025
+4,3 % zum Vorjahresmonat (real)
+6,8 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im November 2025 gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 8,5 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm der Auftragseingang im November 2025 im Vormonatsvergleich im Hochbau um 7,2 % und im Tiefbau um 10,1 % zu.

Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang von September 2025 bis November 2025 um 3,8 % höher als in den drei Monaten zuvor (Hochbau: +5,1 %; Tiefbau: +2,6 %).



Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im November 2025 um 4,1 %. Im Hochbau nahm der Auftragseingang um 9,5 % zu und im Tiefbau um 0,4 % ab. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang lag 5,9 % über dem Vorjahresniveau.

Umsatz real 4,3 % höher als im Vorjahresmonat
Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe war im November 2025 um 4,3 % höher als im Vorjahresmonat. Der nominale Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 6,8 % auf 12,3 Milliarden Euro.
In den ersten elf Monaten 2025 stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 2,1 %, nominal um 4,6 %. Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen nahm im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 % zu.

Bildungsstandort NRW: 2024 starteten ungefähr gleich viele Menschen ins Studium wie in eine duale Ausbildung
* Vor 20 Jahren hatte es noch deutlich mehr neue Azubis als neue Studierende gegeben.
* Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger seit 2005 um knapp 32 % gestiegen; neue Ausbildungsverträge um rund 6 % gesunken.
* Rückgang bei der Zahl der Schulabgängerinnen und -abgänger im gleichen Zeitraum um rund 14 %.

Im Jahr 2024 hat es rund 105.000 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im dualen System und 106.000 Studienanfängerinnen und -anfänger an Hochschulen in NRW gegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, begannen damit am Bildungsstandort NRW ungefähr gleich viele Menschen ein Studium wie eine duale Ausbildung.



Vor 20 Jahren hatte es noch deutlich mehr neue Azubis als neue Studierende gegeben. Im Jahr 2013 war die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger erstmals höher gewesen als die der neuen Azubis. Danach hatten sich die Zahlen der Anfängerinnen und Anfänger in Ausbildung und Studium immer weiter angenähert.

20-Jahresvergleich: Zuwachs bei Studienanfänger(inne)n – Rückgang bei neuen Azubis
Insgesamt ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in NRW in den letzten 20 Jahren um knapp 32 % gestiegen: Im Jahr 2005 hatten rund 80.000 Menschen ein Studium in NRW aufgenommen; 2024 waren es rund 106.000. Zwischenzeitlich war die Zahl der neuen Studierenden auf über 128.000 im Jahr 2013 gestiegen und danach wieder zurückgegangen.

Im Gegensatz dazu ist die Zahl der neuen Auszubildenden im dualen System von rund 111.000 im Jahr 2005 auf knapp 105.000 im Jahr 2024 zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von rund 6 % innerhalb der letzten 20 Jahre.

Zahl der Schulabgängerinnen und -abgänger in den letzten 20 Jahren rückläufig
Auch im Schulsystem in NRW war eine rückläufige Entwicklung erkennbar: Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger von allgemeinbildenden Schulen in NRW ist in den letzten 20 Jahren um etwa 14 % zurückgegangen.
Während am Ende des Schuljahres 2004/05 knapp 214.000 Schulabgängerinnen und -abgänger die allgemeinbildenden Schulen verlassen hatten, waren es am Ende des Schuljahres 2023/24 rund 184.000.

Der Rückgang fiel damit sogar noch höher aus als bei den Ausbildungsanfängerinnen und -anfängern. Die meisten Schulabgängerinnen und Schulabgänger hatte es mit über 255.000 am Ende des Schuljahres 2012/13 gegeben. Aufgrund der Einführung des Abiturs nach der zwölften Jahrgangsstufe (G8) war in diesem Jahr ein doppelter Abiturjahrgang vertreten gewesen.

E-Autos und Plug-in-Hybride: Ausstattung in Haushalten hängt stark vom Einkommen ab
• Je geringer das Haushaltseinkommen, desto niedriger ist der Anteil von Elektroautos oder Plug-in-Hybriden
• Elektromobilität bei Paaren mit Kindern häufiger vertreten als bei Paaren ohne Kinder • Anteil von E-Autos und Plug-in-Hybriden an Neuzulassungen 2025 bei 30,0 %

Ab diesem Jahr möchte die Bundesregierung eine Förderung beim Kauf oder beim Leasing eines neuen E-Autos oder Plug-in-Hybrids durch Privatpersonen einführen. Bei der Förderung soll es auch einen Bonus für Familien und Haushalte mit niedrigeren Einkommen geben. Lediglich 1,3 % der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2 600 Euro besaßen 2023 mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2 600 bis unter 3 600 Euro monatlich waren es 3,5 %, bei einem Einkommen von 3 600 bis unter 5 000 Euro monatlich 5,4 %. Dagegen besaßen 13,4 % der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5 000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride. Insgesamt besaßen 6,0 % der privaten Haushalte im Jahr 2023 mindestens ein Elektroauto oder einen Plug-in Hybrid. Allgemein besaßen 80 % der Privathaushalte mindestens einen Pkw – egal, ob E-Auto, Plug-in-Hybrid, Benziner oder Diesel.



Knapp 12 % der Paarhaushalte mit Kindern fahren elektrisch Paare mit Kindern (unter 18 Jahren) hatten häufiger ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid als Paare ohne Kinder: 11,5 % der Paarhaushalte mit Kindern besaßen mindestens ein solches Fahrzeug gegenüber 7,5 % der Paarhaushalte ohne Kinder.

Je nach Zahl der Kinder im Haushalt ist die Ausstattung mit E-Autos oder Plug-in-Hybriden unterschiedlich: Bei Paaren mit einem Kind waren es 10,6 % der Haushalte, bei Paaren mit zwei Kindern 12,6 % und bei Paaren mit drei und mehr Kindern 10,7 %.

Bei Alleinlebenden besaßen 2,2 % der Haushalte diese Art von Fahrzeug. Vorwiegend elektrisch betriebene Neuwagen oder Leasingfahrzeuge in den Haushalten Bei Haushalten, die mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid besaßen, waren dies vorwiegend Neuwagen oder Leasingfahrzeuge: Knapp die Hälfte (48,5 %) besaß mindestens ein neu gekauftes E-Auto oder einen neu gekauften Plug-in-Hybrid.

Bei 45,2 % dieser Haushalte war mindestens ein geleastes E-Auto oder ein geleaster Plug-in-Hybrid vorhanden. Einen entsprechenden Gebrauchtwagen besaßen 15,2 % der Haushalte, bei denen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid vorhanden war.

Anteil der neu zugelassenen Pkws mit Elektroantrieb zuletzt wieder gestiegen
Der Anteil von Pkws mit Elektroantrieb an allen Pkw-Neuzulassungen ist zuletzt wieder gestiegen. Im Jahr 2025 waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 30,0 % aller neu zugelassenen Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet (reines Elektroauto oder Plug-in-Hybrid).

Im Jahr 2024 hatten Pkws mit Elektroantrieben noch 20,3 % aller Neuzulassungen ausgemacht. Insgesamt wurden 2025 gut 856 500 elektrisch betriebene Pkws neu zugelassen. Darunter waren gut 545 100 rein batteriebetriebene Pkws (BEV), die 19,1 % aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2025 ausmachten (2024: 13,5 %).

160 000 öffentliche Ladestationen in Deutschland
Damit Elektroautos und Plug-in-Hybride überall elektrisch fahren können, ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig. Gut 160 000 öffentliche Ladepunkte gab es zum 1. Januar 2025 in Deutschland. Davon waren knapp 36 000 Schnellladepunkte.

Dabei gibt es regionale Unterschiede, wie der Deutschlandatlas zeigt: Besonders in Bayern und Baden-Württemberg gibt es verhältnismäßig viele Ladestationen. Auch in den Landkreisen an der Nordseeküste ist die Zahl hoch. Niedrig ist sie hingegen in den ostdeutschen Bundesländern, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. 

Durchschnittlich 7 Minuten mit dem Auto liegt die nächste öffentlich zugängliche Ladesäule bundesweit entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur 2 bis 5 Minuten zur nächsten Ladestation, in siedlungsarmen Regionen hingegen zum Teil bis zu 30 Minuten.



„Streit um telefonische Arbeitsunfähigkeit ist Phantom-Diskussion“
Statement des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Dr. med. Frank Bergmann, zur aktuellen Diskussion um angeblich hohe Krankenstände im Land im Zusammenhang mit der telefonischen Krankschreibung (Telefon-AU).

Düsseldorf/Köln(Duisburg 22. Januar 2026 – „Der Streit um die telefonische Arbeitsunfähigkeit ist eine Phantom-Diskussion! Die beklagten Probleme des vergleichsweise hohen Krankenstandes in Deutschland sind nicht durch die telefonische Arbeitsunfähigkeit bedingt. Die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist für die Praxen im Land ein funktionierendes Instrument für persönlich bekannte Patientinnen und Patienten sowie chronisch Erkrankte.

Dr. med. Frank Bergmann, KVNO-Vorstandsvorsitzender, Quelle: KVNO

Die Regeln, ob und wann eine Krankschreibung telefonisch erfolgen kann und darf, sind nach der Corona-Pandemie zu Recht verschärft worden: Eine Telefon-AU ist nur zulässig, wenn die Praxis die Patientin oder den Patienten kennt und selbst keine Videosprechstunde anbietet.

Auch daher ist der Anteil telefonischer AUs im Verhältnis zur Gesamtzahl an Krank-schreibungen faktisch gering: Laut Daten des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung aus dem Herbst letzten Jahres machten telefonische Krankschreibungen zuletzt lediglich 0,9 Prozent aller entsprechenden Fälle bundesweit aus – die hohen Krankenstände im Land entstehen sicher nicht aus diesem Verfahren, sondern haben andere Ursachen.

Zudem ist die AU kein medizinisches Heilmittel, sondern ein arbeitsrechtlicher Nachweis. Zur Senkung der Krankenstände, braucht es Strukturreformen statt Symboldebatten – etwa Karenzregelungen oder alternative Nachweismodelle. Ein Ende der Telefon-AU würde im Ergebnis am Krankenstand nichts ändern, wohl aber die Praxen künftig wieder mehr-belasten.“ 

Moers: Baustelle mit Begleitservice - Vollsperrung bis Oktober 2026
Die Innenstadtsanierung kommt in die Fieselstraße Baumaßnahmen gehören zum Alltag – auch in Moers, wo die Modernisierung der technischen Infrastruktur in der Innenstadt als mehrjähriges Großprojekt läuft. Bei aller Erfahrung und Routine gibt es hier nun ein Novum: eine Baustelle mit Begleitservice. Denn die Enge der nördlichen Fieselstraße stellt die Planerinnen und Planer der ENNI Stadt & Service (Enni) vor besondere Herausforderungen.

Ab Montag, 26. Januar, erneuert das Unternehmen in dem rund 50 Meter langen Abschnitt zwischen Neustraße und Niederstraße sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen – also Trinkwasser-, Strom-, Gas- und Fernwärmeleitungen sowie Signalkabel und den Regenwasserkanal. Das Besondere dabei: Auf der nur 4,70 Meter breiten Straßen kommt schweres Gerät zum Einsatz und lässt kaum Platz zum Passieren.

Eine Vollsperrung bis Oktober 2026 lässt sich daher nicht vermeiden. „Während dieser Zeit sorgt ein Sicherheitsposten dafür, dass Anwohnende ihre Wohnungen sicher verlassen und erreichen können – die Arbeiten müssen dann kurz pausieren“, erklärt Enni-Projektleiterin Diane Schiffer.

Bereits im Dezember hatte Enni die Anwohnenden in einer Infoveranstaltung persönlich über den Bauablauf informiert. „Glücklicherweise haben bisher alle Verständnis dafür, dass die marode Infrastruktur nach teilweise 100-jährigem Betrieb nun grundlegend erneuert werden muss.“  

Im Rahmen der Innenstadtsanierung werden zwischen Unterwallstraße, Schlosspark, Neuem Wall und Stadtgraben insgesamt rund 28 Kilometer Infrastruktur erneuert – inklusive Kanälen, Energie- und Wasserleitungen sowie moderner Telekommunikations- und Beleuchtungssysteme. Bereits fertiggestellt sind Abschnitte im Rosenthal, in der Meerstraße und in der Niederstraße.

Insgesamt kommen die Arbeiten in der Innenstadt gut voran, die winterlichen Temperaturen haben bislang nur für eine Verzögerung von einer Woche gesorgt. So wird Enni die Maßnahme auf der Haagstraße Anfang Februar abschließen. Dann geht’s auch im südlichen Teil der Fieselstraße zwischen Haagstraße und Pumpeneck los. Anders als im nördlichen Bereich muss das Unternehmen hier nur die Versorgungsleitungen austauschen – Fußgänger können die Baustelle passieren.


Bethanien: Extremfrühgeborene Drillinge können gesund und munter nach Hause entlassen werden Happy End nach 130 Tagen Krankenhausaufenthalt
Als die mit Drillingen schwangere Zerrin Mintas am 26. August 2025 in der 25. Schwangerschaftswoche (SSW) stationär im Krankenhaus Bethanien Moers aufgenommen wurde, brachen aufregende und teils auch aufreibende Tage für sie, ihren Mann Hüseyin Mintas und das pflegerische und ärztliche Team an. Nach 130 Tagen Aufenthalt konnten Eslem, Ikra und Hafsa am 06. Januar 2026 schließlich mit ihren Eltern das Krankenhaus verlassen.

Familie Mintas mit einem Teil des Teams des Perinatalzentrums am Krankenhaus Bethanien Moers am Tag der Entlassung.

Expert:innen für Mehrlingsgeburten
„Bis zur etwa 25. SSW verlief die Schwangerschaft meiner Frau reibungslos, wir wurden engmaschig betreut“, erklärt Vater Hüseyin Mintas. Im August bemerkte Zerrin Mintas jedoch, dass irgendetwas nicht stimmt: „Meine Gynäkologin stellte bei einer darauffolgenden Untersuchung fest, dass starke Frühgeburtsbestrebungen vorliegen. Ich wurde dann umgehend stationär aufgenommen.“

Als Perinatalzentrum Level 1, eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe für Frühgeborene, sind die Geburtsklinik und die Kinderklinik des Krankenhauses Bethanien Moers auf Risikoschwangerschaften bzw. -geburten spezialisiert.

„Wir halten hierzu ein multiprofessionelles Team vor, das bestens für solche Fälle ausgebildet ist. Denn die besondere Herausforderung liegt unter anderem darin, dass vor allem das nötige Personal in Pflege und Medizin da sein muss. Denn bei einer Hochrisikoentbindung, wie einer extrem frühen Drillingsfrühgeburt, werden pro Baby mindestens zwei Kinderärztinnen bzw.
-ärzte und zwei Intensivfachpflegefachkräfte neben einer Hebamme, zwei ärztlichen Geburtshelferinnen bzw. -helfern, einer Anästhesistin bzw. einem Anästhesisten, einer Anästhesiekraft und zwei OP-Pflegekräften vorgehalten.

Bei einer extremen Drillingsfrühgeburt per Kaiserschnitt sind demnach mindestens 15 hochqualifizierte Fachkräfte beteiligt, die notfalls 24/7 bereitstehen müssen“, so die beiden verantwortlichen Chefärzte Dr. Gündüz Selcan, Chefarzt der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin, und Dr. Peter Tönnies, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie.

Eine enge Absprache zwischen allen Beteiligten finde bereits vorher statt. Jeden Tag werde dazu neu geschaut, wie der Gesundheitszustand von Mutter und Kindern sei. Da sich dieser bei der Drillingsmutter zunehmend verschlechterte, musste wenige Tage nach der stationären Aufnahme gehandelt werden. Am 30. August 2025 traf man die gemeinsame Entscheidung die Babys per Kaiserschnitt zu holen. „Man ist dann immer etwas in der Bredouille. Selbst, wenn Mehrlingsschwangerschaften generell kürzer verlaufen, versucht man im Idealfall bis zur 35. SSW zu kommen. Man wägt ab: Wie geht es der Mutter, wie geht es den Kindern?

Am Ende geht es hier um das Leben von insgesamt vier Personen. Gerade bei so einer extremen Frühgeburtlichkeit“, betont Dr. Selcan. Dr. Almut Raabe, Leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie, und als Geburtshelferin entscheidend beteiligt, fügt hinzu: „Es ist immer unser gemeinsames Bestreben, die Kinder so lange wie möglich, und natürlich medizinisch vertretbar, im Mutterleib zu behalten. Man kämpft um jeden Tag, um lange und weit zu kommen. Das war auch bei Familie Mintas der Fall. Trotz der verschiedensten Hürden gelang es uns, dann doch noch bis zur 26. Schwangerschaftswoche zu kommen.“

130 Tage geprägt von Höhen und Tiefen
„Als feststand, dass Ikra, Eslem und Hafsa am 30. August per Kaiserschnitt geholt werden sollten, war es unglaublich zu sehen, wie viele Menschen im OP standen. Zwischen 19 Uhr, als das Ganze festgelegt wurde, und 23 Uhr, als es dann losging, sind so viele zusammen-gekommen. Einer der Ärzte hatte an dem Tag sogar Geburtstag und ist extra länger geblieben. Das alles hat uns sehr beeindruckt“, erklärt das Moerser Ehepaar.

Katharina Luczak und Dr. Sabine Labus, Oberärztinnen der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin, beschreiben die damalige Situation so: „In solchen Momenten steht man als Team zusammen. Dazu haben viele Kolleginnen und Kollegen alles stehen und liegen gelassen, sind von zu Hause oder aus dem Dienstfrei gekommen. Man fiebert immer mit und freut sich dann, dass alle drei Babys gut auf die Welt gekommen sind.“ Dr. Tönnies fügt an: „Es ist ein tolles Gefühl, dass man sich in diesem großen multiprofessionellen Team aufeinander verlassen kann und füreinander da ist.“

Die sogenannten Krisen treten bei Extremfrühgeborenen meist erst später auf. Das war auch bei Eslem, Ikra und Hafsa der Fall. Dr. Selcan fasst zusammen: „Zunächst haben alle drei selbstständig geatmet. Im Verlauf mussten zwei der Babys künstlich beatmet werden. Eines der Mädchen wog gerade einmal 530 Gramm. Außerdem trat bei einem Frühgeborenen eine Lungenkomplikation auf. So etwas muss schnellstmöglich behandelt werden. Ein weiterer Punkt bei allen dreien waren Probleme mit dem Herz, die zwingend operativ behandelt werden mussten.

Dr. Labus: „Das war auf jeden Fall für alle ein einschneidendes Erlebnis. Zeitgleich wurden die Babys aufgrund ihrer unterschiedlichen gesundheitlichen Situation an verschiedenen Orten wegen ihrer Herzprobleme behandelt. Ein Baby blieb bei uns. Eins wurde per Helikopter in eine Klinik nach Bonn geflogen und eins kam in das Herzzentrum nach Duisburg, wo die Eingriffe innerhalb eines Tages bzw. wenige Tage später durchgeführt wurden.

Zusammenfassend hat das bei allen erfolgreich funktioniert.“ Vater Hüseyin Mintas erklärt: „Während der Zeit, als die Eingriffe an den Herzen stattgefunden haben, haben wir rund 3.000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, um alle drei zu besuchen und sehen zu können.“

Dem stimmt auch Petra Hübbers, Leitung der Frühgeborenen(intensiv)station am Krankenhaus Bethanien, zu: „Die Eltern selbst haben in den letzten Wochen wirklich einen Spagat hingelegt, um allen drei Kindern gleich gerecht zu werden. Sie waren Tag und Nacht für die drei da und haben teilweise erstaunliche Strecken auf sich genommen.“

Dr. Selcan fügt an: „Bei dieser Geschichte ist es im Übrigen wirklich ein Wunder, dass keines der Babys eine Hirnblutung gehabt hat. Diese kommen in solchen Fällen leider nicht selten vor und haben einen entscheidenden Einfluss auf die spätere Entwicklung der Kinder.“

Corinna Skowronek, Leitende Hebamme am Krankenhaus Bethanien, ergänzt: „Ich finde es bemerkenswert, dass die Mutter alle drei Babys stillt bzw. stillen kann – und ihnen damit eine (Teil-)ernährung mit Muttermilch ermöglicht. Das ist aus verschiedensten Gründen gar nicht immer selbstverständlich. Ebenso eindrucksvoll war es für uns als Hebammenteam zu sehen, wie motiviert und mit gefühlt stets guter Laune die Eltern Tag und Nacht für ihre Kinder da waren.“

In den nachfolgenden Wochen konnten alle drei Babys schließlich nach und nach eine immer stabilere Wachstumsphase und einen guten Gesundheitszustand vorweisen. „Das Ganze macht uns natürlich stolz. Es ist ein tolles Gefühl, zu sehen, dass die Babys nach Hause entlassen werden können; dass wir es geschafft haben und die Geschichte ein Happy End genommen hat“, erklären die Verantwortlichen einstimmig.

Positive Resonanz
Die Drillingseltern sind sich einig: „Wir haben uns in dieser durchaus sehr belastenden Zeit an den positiven Dingen festgehalten. Als eine der drei Mädchen für die Herz-OP nach Bonn geflogen wurde, haben wir uns beispielsweise gesagt, wie toll es ist, dass sie so jung schon einen Helikopterflug erlebt. Wir haben in diesen rund 130 Tagen sehr viele sehr nette Menschen kennengelernt, das ist fast schon wie eine Familie. Auch bei dem extremen Stress, der hier manchmal herrscht, hat man sich immer Zeit für uns und unsere Fragen genommen.“
Mutter Zerrin Mintas erklärt mit einem Lächeln: „Wir sind allen hier unsagbar dankbar. So ein großes Team hat so viel gegeben, damit es uns heute so gut geht.“

Angesprochen auf Tipps für Eltern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, erklären die beiden: „Wichtig ist, dass man auch in so einer Situation nicht alleine ist. Man darf sich bewusst machen, dass man Unterstützung braucht und diese auch annehmen. Man braucht jemanden, der oder die zuhört. Unsere Familie war immer für uns erreichbar und hat uns unter die Arme gegriffen. Wir freuen uns jetzt auf unser Zuhause und darauf, mit unseren Kindern alles nachzuholen, was in den letzten Wochen vielleicht zu kurzgekommen ist.“

Übrigens:
Im Jahr 2025 kümmerte sich das Team des Perinatalzentrums Level 1 am Krankenhaus Bethanien Moers um insgesamt 26 Kinder, die unter einem Geburtsgewicht von 1.250 Gramm auf die Welt gekommen sind. Die erforderlichen Strukturmerkmale und Mindestzahlen, die jedes Jahr aufs Neue überprüft werden, wurden damit erneut nachgewiesen.


TÜV: Vorsicht beim Einsatz von Notstromaggregaten in privaten Haushalten
Der Stromausfall in Berlin hat Boom beim Kauf mobiler Stromerzeuger ausgelöst.
Es besteht Gefahr von Kohlenmonoxid-Vergiftungen, Bränden oder elektrischem Schlag. Der TÜV-Verband gibt Hinweise für die Anschaffung und den sicheren Einsatz.
Der mehrtägige Stromausfall in Teilen des Berliner Stadtgebiets zum Jahresanfang hat die Nachfrage nach privaten Notstromaggregaten in die Höhe schnellen lassen.

„Angesichts der angespannten geopolitischen Lage und wiederholten Angriffen auf die Stromversorgung haben viele Menschen Angst vor einem Blackout“, sagt Dr. Hermann Dinkler, Experte für Brand- und Explosionsschutz beim TÜV-Verband. „Ein mobiler Stromgenerator kann Energie bereitstellen, wenn die Versorgung über das Stromnetz unterbrochen ist.“ Allerdings müssten Verbraucher zahlreiche Sicherheitsaspekte beachten. Dinkler: „Wer unvorsichtig oder gar fahrlässig mit Notstromaggregaten oder den zugehörigen Kraftstoffen umgeht, begibt sich in Lebensgefahr.“

Der TÜV-Verband gibt Hinweise, was beim Einsatz der Geräte zu beachten ist. Backup für Kühlschrank oder Wärmepumpe Mobile Stromerzeuger für den Hausgebrauch gibt es in verschiedenen Größen und Leistungsklassen. Aggregate in der Einstiegsklasse haben eine Leistung von rund 1.000 Watt und kosten ab rund 200 Euro. „Mit kleineren Stromerzeugern ist es möglich, einige Kochplatten, eine Kühlbox oder kleinere Elektrogeräte zu betreiben. Aber es lässt sich nicht die Stromversorgung einer ganzen Wohnung aufrechterhalten“, sagt Dinkler. „Diese Geräte sind eher für den Campingplatz gedacht.“

Sinnvoll könne der Einsatz im Haushalt sein, wenn der Betrieb lebenswichtiger medizinischer Geräte oder wichtiger Versorgungsgeräte ohne Unterbrechung sichergestellt werden müsse. „Mittlere Stromgeneratoren leisten drei bis sechs Kilowatt und laufen mit einer Tankfüllung in der Regel zwischen acht und zwölf Stunden“, sagt Dinkler.

Damit könne beispielsweise eine Wärmepumpe oder die Umlaufpumpe einer Heizung im Fall eines Blackouts zeitweise versorgt werden. Bei der Anschaffung ist auf Leistung, Tankinhalt und die ungefähre maximale Laufzeit zu achten. Für Stromabnehmer mit empfindlicher Elektronik wie Laptops, Smartphones oder Fernseher ist ein Aggregat mit Inverter zu empfehlen.

„Ein Inverter verhindert Spannungsschwankungen, die der Elektronik schaden könnten“, sagt Dinkler. Grundsätzlich gilt: Erst den Generator einschalten und stabil laufen lassen und erst dann die Elektrogeräte anschließen. Und vor dem Ausschalten des Generators die angeschlossenen Geräte wieder trennen. Wer beim Kauf eines Notstromaggregats auf hohe Sicherheit und Qualität Wert legt, sollte auf das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ oder ein TÜV-Prüfzeichen achten. Beim Betrieb der Stromerzeuger ist Vorsicht geboten Beim Betrieb von Stromgeneratoren ist grundsätzlich Vorsicht geboten.

„Notstromaggregate dürfen niemals in der Wohnung selbst genutzt werden“, sagt Dinkler. „Es besteht die Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, die tödlich enden kann.“ Wer in einem Mehrfamilienhaus lebt, könne den Generator auf dem Balkon betreiben. Dann allerdings drohe Ärger mit den Nachbarn wegen der Abgase und des beträchtlichen Lärms, den die Geräte verursachen.

Selbst wer in einem Einfamilienhaus auf den Garten ausweichen könne, muss Rücksicht auf die Anwohner nehmen. „Beim Betrieb in Innenräumen wie dem Keller gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen“, sagt Dinkler. „Eine an den Auspuff angeschlossene Leitung für die Abluft nach draußen ist nötig – und eine weitere für die Versorgung mit Zuluft, also Sauerstoff, ist empfehlenswert.“

Bei größeren Geräten auf fachgerechte Installation achten Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn die Generatoren an das Hausnetz angeschlossen werden. „Es muss eine Anschlussleitung geben, um den Strom einzuspeisen, und einen Netztrennschalter, um eine Rückspeisung ins öffentliche Netz zu verhindern“, erläutert Dinkler.

„Auch könnte es zu Problemen kommen, wenn das Netz plötzlich wieder da ist und mit dem Generatorstrom wechselwirkt. Deshalb sollte mit dem Einbau und dem Anschluss auf jeden Fall ein Elektrofachbetrieb beauftragt werden.“ Bei Einspeisung seien Aggregate mit einer höheren Leistung nötig, was entsprechend teuer ist.

Wichtig für Mieter: Sie müssen das Einverständnis des Vermieters einholen, denn er hat die Verantwortung für die elektrischen Anlagen im Gebäude. Strenge Regeln für die Lagerung von Kraftstoffen Mobile Stromerzeuger, wie sie etwa in Baumärkten angeboten werden, funktionieren in der Regel mit Benzin als Treibstoff.

Für die Aufbewahrung des Kraftstoffs gibt es klare gesetzliche Regelungen. So darf im Keller oder in der Garage maximal eine Menge von 20 Litern gelagert werden, während in der Wohnung selbst nur ein Liter erlaubt ist. „Diese Begrenzungen schränken die mögliche Laufzeit eines solchen Geräts stark ein“, sagt Dinkler.

Darüber hinaus ist es wichtig, den Explosionsschutz nicht außer Acht zu lassen. Kraftstoff sollte nur bei ausgeschaltetem und kühlem Motor nachgefüllt werden, um eine Entzündung an heißen Materialien zu vermeiden. Darüber hinaus müssen Verbraucher darauf achten, dass keine Dämpfe aus dem Stromerzeuger und den Lagerbehältern entweichen können.

„Sammeln sich solche Dämpfe an und führen zu einer Explosion, besteht akute Lebensgefahr“, warnt Dinkler. Benzin zählt zu den leicht flüchtigen Stoffen. „Bereits bei niedrigen Temperaturen verdunstet so viel Kraftstoff, dass sich in Verbindung mit dem Sauerstoff aus der Luft ein explosives Gemisch bilden kann. Die Dämpfe sind schwerer als Luft und können sich insbesondere in Kellerräumen ansammeln.“

Wer größere Mengen an Kraftstoff lagern möchte, muss zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen. Dinkler: „In diesem Fall kommt die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen zum Tragen, die unter anderem spezielle Anforderungen an die Abdichtung der Lagerräume stellt.“

Als Alternative zum Notstromaggregat bieten sich Stromspeicher an. Doch auch diese liefern nur begrenzt Energie. „Einen längeren Blackout wird man damit nicht überstehen“, sagt Dinkler. Weiteres Problem: Wer einen Lithium-Ionen-Speicher nutzen will, müsse sich auf Nachfragen der Hausratversicherung einstellen – denn es besteht dann ein erhöhtes Brandrisiko.
Weitere Informationen zum Einsatz von professionellen Notstromaggregaten in Sonderbauten sind im "TÜV Baurechtsreport 2025" abrufbar.


Olympia 2026: Eintrittskarte oder Lottoschein? Nicht jedes Ticket berechtigt zum Einlass
Übernächste Woche starten die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien. Für viele Fans entscheidet sich der Wettkampf allerdings schon früher – beim Kauf der Tickets. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland warnt: Wer kurz vor Beginn der Spiele noch nach günstigen Preisen sucht oder für bereits ausverkaufte Sessions Karten ergattern will, stößt im Netz schnell auf Angebote außerhalb der offiziellen Verkaufswege – mit teils gravierenden Risiken.

Wer kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 noch auf der Suche nach Eintrittskarten ist, sollte Angebote genau unter die Lupe nehmen. Sonst kann der Wettkampfbesuch schnell ins Wasser fallen. Bild: KI-generiert

Gerade kurz vor Beginn der Spiele suchen Fans noch nach Karten für begehrte Wettbewerbe. „Dann greifen sie möglicherweise zu Angeboten, die seriös wirken, am Ende aber zum Problem werden können“, sagt Dr. Stephan Riegger, Jurist beim EVZ Deutschland.

Dabei ist der Weiterverkauf von Olympiatickets sehr streng geregelt. Die personalisierten Eintrittskarten dürfen ausschließlich über den offiziellen Wiederverkaufsweg weitergegeben werden, den die Organisatoren der Spiele zur Verfügung stellen: Über die offizielle Ticket-App können Karteninhaber gezielt auswählen, welche Tickets sie über die offizielle Plattform weiterverkaufen möchten.

Last-Minute-Interessenten sollten deshalb ausschließlich dort suchen und zugreifen. Denn Karten aus anderen Quellen können gesperrt werden – der Zutritt bleibt dann trotz gültig wirkender Eintrittskarte verwehrt. „Wer Olympiakarten außerhalb der offiziellen Kanäle kauft, kauft immer ein Risiko mit“, betont Riegger.

Besonders bitter: Ein Olympiabesuch ist meist mit erheblichen Zusatzkosten verbunden. Anreise, Unterkunft und Urlaubstage sind häufig weit im Voraus geplant und bezahlt. „Bleibt der Einlass am Veranstaltungstag verwehrt, ist der Schaden schnell vierstellig – und in vielen Fällen werden die Betroffenen auf ihren Kosten sitzen bleiben“, erklärt der Jurist.

Veranstalter haben den Weiterverkauf über Ticketbörsen im Blick und gehen zum Teil gegen Plattformbetreiber vor. Das zeigt ein aktuelles, noch nicht rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Hamburg zum Weiterverkauf von Bundesliga-Tickets für Heimspiele des FC St. Pauli.

In dem Verfahren gegen die Plattform Viagogo stellten die Richter klar, dass unautorisierte Zweitmarktplattformen deutlich darauf hinweisen müssen, dass die über sie angebotenen Karten vom Veranstalter gesperrt werden können – und der Zutritt zur Veranstaltung dann verweigert wird. „Das Urteil macht deutlich: Der Kauf eines Tickets bedeutet nicht automatisch den Zugang zur Veranstaltung“, betont Riegger.

Für Olympia-Fans zieht der Jurist deshalb eine klare Konsequenz: „Sicher ist nur, was offiziell ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt ausschließlich den vorgesehenen Wiederverkaufsweg. Sonst droht der Olympia-Traum an der Ticket-Realität zu scheitern.“ Alles rund um Olympia 2026



Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro betraf bis zu 4,8 Millionen Jobs
Geschätzte Verdienstsumme der betroffenen Beschäftigungsverhältnisse stieg zum 1. Januar 2026 um bis zu 275 Millionen Euro
• Frauen sowie Beschäftigte im Gastgewerbe profitierten besonders häufig

Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) auf Basis der Verdiensterhebung vom April 2025 waren von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2026 deutschlandweit bis zu 4,8 Millionen Jobs betroffen. Demnach lag knapp jedes achte Beschäftigungsverhältnis (rund 12 %) im April 2025 rechnerisch unterhalb des Mindestlohns von 13,90 Euro pro Stunde.

 Werden diese Jobs mit dem neuen Mindestlohn vergütet, ergibt sich für die betroffenen Beschäftigten eine geschätzte Steigerung der Verdienstsumme um bis zu 6 % beziehungsweise 275 Millionen Euro. Bei der Schätzung wurde angenommen, dass alle betroffenen Beschäftigten mindestens den zuletzt gültigen Mindestlohn von 12,82 Euro erhalten hatten. Lohnsteigerungen nach April 2025 wurden nicht berücksichtigt. Bei gleichbleibender Beschäftigtenzahl und -struktur sind die Ergebnisse daher überschätzt und somit als Obergrenzen zu verstehen.

Bei einer ersten Schätzung auf Basis der Verdiensterhebung von April 2024 ergab sich noch die Zahl von 6,6 Millionen Jobs, die von der Erhöhung betroffen gewesen wären. Dass diese Zahl nun nach den Ergebnissen von April 2025 niedriger liegt, lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass in der Zwischenzeit Lohnerhöhungen stattgefunden haben.

Frauen und Beschäftigte im Gastgewerbe profitierten besonders von der Erhöhung auf 13,90 Euro
Da Frauen häufiger als Männer in gering bezahlten Jobs arbeiten, profitierten sie nach der Schätzung überdurchschnittlich häufig von der Mindestlohnerhöhung: In rund 14 % der von Frauen ausgeübten Jobs erhöhte sich demnach der Stundenverdienst, bei Männern waren es nur rund 11 %.

Auch bei den Branchen gab es Unterschiede: Besonders stark betroffen waren das Gastgewerbe mit 47 % sowie die Branchen "Land- und Forstwirtschaft, Fischerei" mit 37 % und "Kunst, Unterhaltung und Erholung" mit 33 % aller Jobs. Am wenigsten betroffen war die Branche "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung" mit gut 1 %.

Regional zeigten sich ebenfalls Unterschiede: In Ostdeutschland lag der Anteil der betroffenen Beschäftigungsverhältnisse mit rund 14 % höher als in Westdeutschland mit rund 12 %. Über alle Bundesländer hinweg wies Sachsen mit knapp 15 % den höchsten Anteil an betroffenen Jobs auf, während in Bayern mit 10 % der geringste Anteil verzeichnet wurde.

Voraussichtlich maximal 7 Millionen Jobs von der zweiten Erhöhungsstufe auf 14,60 Euro betroffen Zum 1. Januar 2027 soll der Mindestlohn erneut steigen – auf 14,60 Euro pro Stunde. Auf Basis der Verdiensterhebung vom April 2025 werden geschätzt maximal 7 Millionen Jobs von der vorgesehenen Erhöhung betroffen sein. Dies entspricht rund 18 % der Beschäftigungsverhältnisse.

Werden diese Jobs ab 1. Januar 2027 mit 14,60 Euro entlohnt, ergibt sich eine weitere Steigerung der geschätzten Verdienstsumme um rund 4 % oder rund 315 Millionen Euro im Vergleich zum Zeitpunkt der ersten Erhöhungsstufe ab 1. Januar 2026.

Für die Berechnung wurde angenommen, dass alle betroffenen Beschäftigten mindestens den ab 1. Januar 2026 gültigen Mindestlohn von 13,90 Euro erhalten. Auch bei dieser Schätzung wurden Lohnsteigerungen nach April 2025 nicht berücksichtigt. Somit sind auch diese Ergebnisse überschätzt und als Obergrenzen zu verstehen.

NRW: Zahl der jungen Menschen mit Eingliederungshilfe bei seelischen Problemen seit 2014 mehr als verdoppelt
* Rund 44.000 junge Menschen haben im Jahr 2024 Eingliederungshilfe bei (drohender) seelischer Behinderung nach § 35a SGB VIII erhalten.
* 62 % der jungen Menschen waren 10 bis unter 18 Jahre alt.
* 90 % besuchten eine Schule oder Ausbildungsstätte.

Die Zahl der jungen Menschen, die in Nordrhein-Westfalen eine Eingliederungshilfe bei (drohender) seelischer Behinderung nach § 35a SGB VIII in Anspruch genommen haben, hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, meldeten die Jugendämter im Jahr 2024 knapp 44.000 junge Menschen mit Eingliederungshilfe.



Laut Gesetz haben Kinder oder Jugendliche hierauf Anspruch, wenn ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Seelische Probleme, die einen Anspruch begründen, können z. B. Ängste, Depressionen, Traumatisierungen oder Essstörungen sein. Die Erhebung erstreckt sich auf junge Menschen, die eine ambulante, teilstationäre oder vollstationäre Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII erhalten. Im Jahr 2014 hatte die Zahl der Eingliederungshilfen noch bei knapp 19.000 gelegen. Seitdem ist sie kontinuierlich gestiegen.

Allein gegenüber dem Vorjahr gab es einen Anstieg von rund 10 %. Zu beachten ist, dass es sich bei der Zahl der Eingliederungshilfen um eine Mindestzahl handelt, da einige Kommunen in den Berichtsjahren 2023 und 2024 keine oder nur unvollständige Daten melden konnten.

62 % der jungen Menschen in Eingliederungshilfe waren 10 bis unter 18 Jahre alt
Im Jahr 2024 war knapp ein Viertel der jungen Menschen, die Eingliederungshilfe erhielten, unter 10 Jahre alt. Weitere 62 % waren 10 bis unter 18 Jahre alt. Die übrigen 13 % der Personen, die Eingliederungshilfe in Anspruch nahmen, waren junge Erwachsene im Alter von 18 bis unter 27 Jahren.

Etwa 90 % der Kinder und Jugendlichen in Eingliederungshilfe besuchten eine Schule oder Ausbildungsstätte Nach Meldung der Jugendämter befand sich mit 90 % der Großteil der jungen Menschen in Eingliederungshilfe in Schule oder Ausbildung; das waren knapp 28.900. Knapp 40 % von diesen waren Grundschülerinnen und Grundschüler. Es folgten Schülerinnen und Schüler in Förder- und Sonderschulen sowie in Schulen mit mehreren Bildungsgängen mit jeweils circa 19 %.

Wesels Unternehmen ZOXS bleibt der MSV-Familie treu
Der MSV Duisburg und ZOXS bleiben weiter gemeinsam am Ball und haben ihre Partnerschaft jetzt vorzeitig verlängert. Das erfolgreiche Recommerce-Unternehmen mit Hauptquartier in Wesel ziert mit seinem Logo damit auch künftig den Ärmel der ZebraStreifen. ZOXS und der MSV gehen damit bereits ins fünfte gemeinsame Jahr.

Das innovative Team um CEO Olaf Zimmer sorgt dabei immer wieder für spannende gemeinsame „Taten“: Mal-Aktionen oder ein Fußball-Parcours beim Familientag, Foto-Shootings und sogar Bestellungen, die von MSV-Profis persönlich verpackt und versendet wurden - ZOXS ist mittendrin in der MSV-Familie!

„Die Vertragsverlängerung mit ZOXS ist ein starkes Zeichen für Kontinuität und gegenseitiges Vertrauen“, verdeutlicht Christian Koke, Marketing Leiter des Spielvereins. „Dass ZOXS bereits im fünften Jahr in Folge an unserer Seite steht und sich weiterhin als Ärmelpartner engagiert, unterstreicht die Qualität und Nachhaltigkeit dieser Partnerschaft. Wir freuen uns sehr, den gemeinsamen Weg weiterzugehen.“

„Wir haben uns im vergangen Jahr schnell entschieden, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit dem MSV konsequent weiterzugehen“, betont Olaf Zimmer, Gründer und CEO von ZOXS. „Der Verein hat sich in vielen Bereichen modernisiert und schafft es nicht nur in Duisburg, sondern auch im ganzen Land bei vielen Fußballfans endlich wieder die Emotionen zu wecken, die dieser Club verdient hat.“

Zimmer weiter: „Es macht mir besonders Freude zu sehen, wie man das #MSVereint vom Fan über die Ehrenamtler bis hin zu den Funktionären und Spielern lebt. Hier wächst etwas zusammen, und wir wollen definitiv weiterhin ein Teil davon sein. Natürlich drücken wir dem Team fest die Daumen - unabhängig vom sportlichen Ausgang gilt aber: Unser Engagement bleibt bestehen.“

Historische Fotografien aus Wesel im Rathaus ausgestellt

Im Rathaus Wesel ist ab sofort eine Ausstellung mit historischen Fotografien der Stadt zu sehen. Präsentiert werden die Bilder auf dem Flur vor dem Büro des Bürgermeisters. Die Fotos stammen aus dem Bestand des Stadtarchivs Wesel und wurden zum Teil bereits für einen erstmals herausgegebenen Fotokalender verwendet.

v. l.: Urban Beckmann (Fachbereichsleiter), Bürgermeister Rainer Benien, Ekkehart Malz (ehrenamtlicher Mitarbeiter des Stadtarchivs Wesel) und Dr. Christoph Moß (Leiter des Stadtarchivs Wesel)

Die Ausstellung zeigt eindrucksvolle Momentaufnahmen aus den späten 1970er und frühen 1980er Jahren, die das Leben und besondere Ereignisse in Wesel dokumentieren. Die Auswahl der Bilder wurde maßgeblich von Ekkehart Malz getroffen, dem langjährigen Fotografen der Rheinischen Post. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Stadtarchivs konnte er dabei auf seine eigenen Aufnahmen zurückgreifen.

Jedes Foto erzählt seine eigene Geschichte. Dabei sind manche kurios, andere unterhaltsam oder zeitgeschichtlich bedeutsam. Die Ausstellung lädt dazu ein, Erinnerungen an vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen. Mit der Ausstellung im Rathaus macht das Stadtarchiv einen Teil seiner wertvollen Bildbestände einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Zugleich unterstreicht sie die Bedeutung fotografischer Quellen für die Auseinandersetzung mit der Geschichte Wesels. Künftig ist geplant, regelmäßig Fotokalender und begleitende Präsentationen mit wechselnden thematischen und zeitlichen Schwerpunkten herauszugeben.

Offener Spieleabend mit Wesel spielt e.V. in der vhs
Die vhs und Wesel spielt e.V. laden am Freitag, 6. Februar, ab 16 Uhr zum offenen Spieleabend ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können in entspannter Atmosphäre verschiedene Gesellschafts-, Brett- und Kartenspiele kennenlernen und ausprobieren.

Egal ob Klassiker oder moderne Spiele – hier steht der Spaß am gemeinsamen Spielen im Vordergrund. Der Spieleabend findet in der vhs in Wesel, Ritterstraße 10-14, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter 0281-203 2590 oder www.vhs-wesel.de.

Neues Amtsblatt

Am 21. Januar 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält eine öffentliche Bekanntmachung zu einer Ausschreibung im Bereich Lüftungstechnik. Die Amtsblätter der Stadt Dinslaken können auch online eingesehen werden.

Kleve: Absage der Winterlesung
Krankheitsgründen fällt die Winterlesung an diesem Donnerstag, den 22. Januar 2026, leider aus. Sobald ein Ersatzdatum gefunden ist, wird darüber informiert. Die dritte Lesung im Rahmen der diesjährigen Winterlesungen zum Thema „Verlorenes Paradies“ widmet sich gleich zwei Büchern, es liest Oliver Locker-Grütjen. Abdulrazak Gurnah,

Das verlorene Paradies (1994) & Gökcen Kaplan, Das verlorene Paradies - der Weg zurück (2025) Oliver Locker-Grütjen liest am Donnerstag, den 22. Januar 2026, im Museum Kurhaus Kleve aus dem „Verlorenen Paradies“ des Nobelpreisträgers Abdulrazak Gurnah und dem Buch „Das verlorene Paradies - der Weg zurück“ von Gökcen Kaplan.

Gurnah beschreibt in seinem Buch die Geschichte des zwölfjährigen Yusuf, der von seinen Eltern zur Bezahlung ihrer Schulden an einen arabischen Händler übergeben wird und für ihn im heutigen Tansania arbeiten muss. Durch Yusufs Perspektive werden die Verhältnisse Tansanias in der deutschen Kolonialzeit erzählt. Das Buch von Gökcen Kaplan, wiederum, stellt die Frage „was wäre, wenn das Paradies nie verloren war, sondern wir uns nur von ihm entfernt haben?“.

Ihre Erzählung ist eine Reise zu den Wurzeln unserer Zivilisation, ins Herz Mesopotamiens, wo die ältesten Erzählungen der Menschheit entstanden. Die Lesung findet um 19 Uhr in der Lounge des Museum Kurhaus Kleve statt, der Eintritt beträgt 5 EUR (reduziert und für Mitglieder des Freundeskreises 3 EUR).

Kleve Kopfkino-Vorlesen in der Stadtbücherei am 31. Januar 2026
Am 31. Januar 2026 gibt es wieder ein Kopfkino in der Stadtbücherei Kleve. Am Samstag, 31. Januar 2026 gibt es ab 10:30 Uhr wieder „Kopfkino“ in der Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32. Diesmal wird es ganz klassisch, denn es heißt: Vorhang auf! Hans-Peter Bause liest mit 9 Personen des Klever Vorleseclubs „Der Widerspenstigen Zähmung“ von William Shakespeare.

Die Nacherzählung hält sich im Wesentlichen an dessen inhaltlichen Kern. Alle lieben die sanftmütige, bezaubernde Bianca, doch die Sache hat einen Haken: Ihr Vater will sie erst verheiraten, wenn auch seine ältere Tochter Katharina den Mann fürs Leben gefunden hat. 

Der Klever Konzertgitarrist Thomas Geisselbrecht spielt die Eröffnung und sorgt auch für die weitere musikalische Begleitung. Der Eintritt zum Kopfkino ist selbstverständlich frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Moers: Grafschafter Museum lädt am 28. Januar zu Führung ein
Geschichte erleben: Das Grafschafter Museum bietet 2026 regelmäßig stattfindende öffentliche Führungen für Erwachsene oder Familien an, um sich das Museum mal genauer anzuschauen.

Zur ersten Führung des neuen Jahres lädt das Grafschafter Museum am Mittwoch, 28. Januar, um 16 Uhr ein. (Foto: Bettina Engel-Albustin/Grafschafter Museum)

Das Thema der Dauerausstellung lautet ‚Die Herren von Moers und ihre Burg‘. Was viele nicht wissen: Die Geschichte der Herren von Moers ist wirklich spannend und mit vielen Höhen und Tiefen verbunden. Beispielsweise beherrschten die Grafen von Moers einmal ein Machtgebiet von der Ijssel bis zur Mosel. Und Graf Adolf beförderte eine gefährliche Liebschaft und riskierte dadurch einen Krieg.

Einmal nutzten die Moerser das Schloss, um ihr Vieh vor Hochwasser zu schützen. Diese und andere Aspekte der Moerser Geschichte werden in der ersten Führung des neuen Jahres am Mittwoch, 28. Januar, um 16 Uhr erzählt. Weitere öffentliche Führungen werden jeweils am letzten Mittwoch im Monat angeboten.

Die Teilnahme an den Führungen ist im regulären Museumseintritt enthalten: Familien 4,50 Euro, Erwachsene 3 Euro, Kinder ab 6 Jahre 1 Euro, Besucherinnen und Besucher mit gültigem Moerser Bibliotheksausweis bekommen freien Eintritt.

63. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags am 22. Januar
Ministerin Feller: Die Partnerschaft zwischen Schulen in Frankreich und Nordrhein-Westfalen ist lebendig, zukunftsgerichtet und unverzichtbar

Am Donnerstag, 22. Januar 2026, jährt sich die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags, ein Meilenstein der deutsch-französischen Freundschaft und ein Fundament für Frieden, Verständigung und Zusammenarbeit in Europa. Das Schulministerium nimmt diesen Jahrestag zum Anlass, die enge und lebendige Zusammenarbeit mit Frankreich im Bildungsbereich zu würdigen und zugleich ihre besondere Bedeutung zu unterstreichen.

Schulministerin Dorothee Feller: „Gerade in einer Phase, in der die Demokratie und der europäische Zusammenhalt unter Druck stehen, kommt der grenzüberschreitenden schulischen Zusammenarbeit eine zentrale Rolle zu. Internationale Begegnungen, Spracherwerb und gemeinsame Bildungsprojekte machen den europäischen Gedanken erfahrbar und stärken junge Menschen in ihrer demokratischen Haltung.“

Die deutsch-französische Zusammenarbeit sei weit mehr als ein historisches Versprechen, sie sei ein Auftrag für die Gegenwart und die Zukunft, betonte die Schulministerin. „Wenn Schülerinnen und Schüler einander begegnen, gemeinsam lernen, arbeiten und leben, dann wachsen Verständnis, Respekt und Vertrauen. Das ist gelebte Demokratiebildung und ein starkes Signal für ein geeintes Europa.“

Europaminister Nathanael Liminski: „Durch Sprachvermittlung und Austauschformate leisten Schulen einen unverzichtbaren Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft. Sie öffnen jungen Menschen Türen zueinander, wecken Neugier, stärken Vertrauen und schaffen Respekt. Wenn wir sagen, dass Kinder unsere Zukunft sind, dann ist jeder Einsatz für grenzüberschreitende Verständigung zugleich eine Investition in den europäischen Zusammenhalt von morgen.“

Frankreich ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktland der internationalen Zusammenarbeit des nordrhein-westfälischen Schulministeriums. Zahlreiche Projekte zur Förderung der französischen Sprache sowie im Bereich des schulischen und beruflichen Austauschs prägen den intensiven und kontinuierlichen Dialog. Seit 2008 arbeitet das Schulministerium eng mit mehreren Regionen in Frankreich zusammen.

Ziel dieser Kooperationen ist es, die Mobilität junger Menschen im deutsch-französischen und europäischen Bildungs- und Wirtschaftsraum zu fördern und langfristige Partnerschaften zu festigen. Die Zusammenarbeit mit der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur wurde im Jahr 2025 bereits zum dritten Mal verlängert, weitere Partnerschaften bestehen mit den Regionen Hauts-de-France, Auvergne-Rhône-Alpes sowie mit Versailles.

„Schüler- und Schulaustausche nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Sie ermöglichen es jungen Menschen, in den Alltag des Partnerlandes einzutauchen, kulturelle Vielfalt unmittelbar zu erleben und tragfähige Freundschaften zu schließen. Solche Begegnungen sind häufig auch ein entscheidender Impuls für die Wahl und das Weiterlernen der Partnersprache Französisch“, so Ministerin Feller.

Um die Zusammenarbeit mit Frankreich weiter zu stärken, unterstützt Nordrhein-Westfalen seit 2024 gezielt bestehende und neue Schulpartnerschaften in französischen Partnerregionen – sowohl durch Reisekostenzuschüsse für Begegnungen als auch durch Projektmittel für virtuelle Austauschformate. Damit werden internationale Erfahrungen auch unabhängig von räumlichen oder finanziellen Hürden ermöglicht. Fast 500 Schulen in Nordrhein-Westfalen haben eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Frankreich.

Ein zentraler Baustein der Zusammenarbeit ist die Förderung der französischen Sprache. Nordrhein-Westfalen setzt dabei auf unterschiedliche Maßnahmen, die Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Partnersprache erleichtern und sie langfristig für das Weiterlernen motivieren. Französisch ist nach Englisch die am häufigsten erlernte Fremdsprache an nordrhein-westfälischen Schulen.

Grundlage ist die deutsch-französische Sprachstrategie, auf die sich beide Länder gemeinsam verständigt haben. Ziel dieser Vereinbarung ist es, dass mehr junge Menschen frühzeitig mit der Sprache des Nachbarlandes in Kontakt kommen und positive Lernerfahrungen machen. In Nordrhein-Westfalen werden diese Ziele in konkreten schulischen Projekten umgesetzt.

Dazu gehören unter anderem sogenannte Peer-Education-Programme. Hier begeistern Schülerinnen und Schüler andere Jugendliche für Französisch – etwa, indem sie von eigenen Austausch­erfahrungen berichten oder zeigen, wie vielfältig und alltagsnah die französische Sprache und Kultur sind. Lernen auf Augenhöhe macht die Sprache greifbar und senkt Hemmschwellen.

Altenarbeit in Kommunen Handreichung in aktualisierter Auflage erschienen Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur Unterstützung bei Hilfebedürftigkeit sind entscheidend dafür, dass Menschen an ihrem Wohnort gut und selbstständig alt werden können. Den Kommunen kommt dabei eine wichtige Rolle zu, die im Sozialgesetzbuch festgeschrieben ist.

Mit dem Themenheft „Altenarbeit in Kommunen – Eine Handreichung zur Umsetzung von § 71 SGB XII“ unterstützt die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen Kommunen dabei, eine bedarfsgerechte Seniorenarbeit aufzubauen. Im Fokus des nun in zweiter aktualisierter Auflage erschienenen Themenhefts stehen Beratungsangebote für ältere Bürgerinnen und Bürger, Orte der Begegnung sowie die Förderung ehrenamtlichen Engagements.

Die Handreichung richtet sich an Fachleute in Seniorenarbeit, Verwaltung und Politik sowie Mitglieder von Seniorenvertretungen, Seniorenbüros und anderen Seniorenorganisationen. Sie zeigt Methoden einer kommunalen Altenplanung auf, die die Vielfalt der Lebenslagen im Alter berücksichtigt und die relevanten Akteure vor Ort beteiligt.

Aktuelle Fallbeispiele aus Kommunen geben Anregungen, wie Seniorenberatung, Begegnungsangebote und Engagementförderung entwickelt werden können. Zudem werden aktuelle Vorgaben und Programme der Bundesländer vorgestellt. Die Handreichung gibt Seniorenvertretungen Fragen an die Hand, mit denen sie auf Politik und Verwaltung zugehen und den Ausbau der Altenarbeit unterstützen können.

Die Handreichung stellt auch die rechtlichen Grundlagen der Altenarbeit in Kommunen dar. Eine zentrale Rolle kommt § 71 SGB XII zu, der Landkreise und kreisfreie Städte verpflichtet, ein Mindestmaß an Beratung und offenen Hilfsangeboten für ältere Menschen zu gewährleisten. Die aktualisierte Handreichung macht deutlich, dass sich immer mehr Bundesländer und Kommunen bei ihren Angeboten für Ältere explizit auf § 71 SGB XII beziehen. 

Das Themenheft „Altenarbeit in Kommunen – Eine Handreichung zur Umsetzung von § 71 SGB XII“ kann kostenfrei bestellt oder als pdf heruntergeladen werden. Eine telefonische Bestellung ist unter 0228 / 24 99 93 0 möglich.


Dieselpreis steigt, Benzin nahezu gleichbleibend Rohölpreis seit der Vorwoche unverändert / Starke Verteuerung gegenüber Vorjahrespreisen
Während die Spritpreise für die Fahrer von Benzin-Pkw im Vergleich zur vergangenen Woche nahezu unverändert sind, müssen Dieselfahrer mehr bezahlen. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel aktuell 1,742 Euro – ein minimaler Rückgang gegenüber der Vorwoche um 0,1 Cent je Liter.

Diesel hat sich dagegen um 1,1 Cent verteuert und kostet jetzt 1,698 Euro. Damit hat sich Diesel innerhalb von rund einem Monat um mehr als elf Cent je Liter verteuert und kostet aktuell so viel wie vor etwa einem Jahr.

Damals kostetet Rohöl der Sorte Brent jedoch fast 80 US-Dollar je Barrel und damit rund 15 Dollar mehr als derzeit. Zwar notierte der Euro im Vergleich zum US-Dollar schwächer, allerdings ergibt sich aus Sicht des ADAC in Summe deutliches Potenzial für geringere Dieselpreise. Super E10 liegt preislich aktuell in etwa auf dem Niveau des Vorjahres – auch hier stellt sich die Frage, ob es nicht angesichts des deutlich niedrigeren Rohölpreises spürbar billiger sein müsste.

Der ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, möglichst abends zu tanken, dann sind die Kraftstoffpreise im Schnitt rund 13 Cent je Liter niedriger als morgens. Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.

Essen: "Reise + Camping" präsentiert Marken und Destinationen für jeden Urlaubswunsch
Ob Camping, Kreuzfahrt oder Pauschalreise - die "Reise + Camping" weckt vom 25. Februar bis 1. März wieder die Vorfreude auf Urlaub. Der Ticketverkauf für Nordrhein-Westfalens größte Ferienmesse hat begonnen. Fünf Tage lang dreht sich alles um Reisen, Caravaning, Camping, Outdoor und Fahrradmobilität. Gemeinsam mit der "Fahrrad Essen", die einen Tag später startet, präsentieren sich rund 750 Aussteller, Marken und Destinationen aus 15 Ländern.

Ein überarbeitetes Hallenkonzept soll den Erlebnischarakter deutlich stärken. Herzstück des neuen Konzepts ist die Neugestaltung der Halle 7 mit dem Fokus auf Camping in all seinen Facetten. Dort ist auch der Themenbereich Wandern und Reisen angesiedelt. idr - Infos: http://www.reise-camping.de und http://www.fahrrad-essen.de

Wesel: Informationsveranstaltung zur geplanten Deichbaumaßnahme in Obrighoven
Der Zweckverband Hochwasserschutz Issel lädt Anwohner*innen zu einer Informationsveranstaltung zum geplanten Deichneubau in Obrighoven ein. Dabei wird über den aktuellen Stand der Planungen des Maßnahmenbausteins 7 aus dem Hochwasserschutzkonzept Issel  informiert.
Die Veranstaltung findet am 10. Februar 2026 um 17:00 Uhr im Ratssaal der Stadt Hamminkeln statt. Interessierte Bürger*innen sind herzlich eingeladen.

Wesel: Frauenempfang restlos ausverkauft
Die Veranstaltung der Stadt Wesel anlässlich des Internationalen Weltfrauentages im Rathaus ist ausverkauft. Wie in den letzten Jahren wird auch beim diesjährigen Frauenempfang jeder einzelne Stuhl im Ratssaal besetzt sein. Es sind keine Karten mehr zu haben. Ins Leben gerufen wurde der Internationale Weltfrauentag auf einer Konferenz sozialistischer Frauen in Kopenhagen 1910.

 Initiatorin war die deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin. Erstmals fand der Frauentag 1911 statt. Damit verbunden waren weltweit Kundgebungen. In Deutschland gehörte die Einführung des Frauenwahlrechts zu den wichtigsten Forderungen. 

Moers: Unterkunft für Geflüchtete an der Kirschenallee wird aufgegeben
Regionalverband Rhein-Ruhr haben die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft in und an der Sporthalle Kirschenallee betreut.

Nikolai Saks, Nazjola Lips, Safa Gerards (hinten v. l.) und Alina Zhigulina (vorne) von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (Foto: Norman Hofmann, Johanniter)

Die Stadt gibt die ehemalige Sporthalle an der Kirschenallee einschließlich der dort aufgestellten Container zum 28. Februar als Unterkunft für Geflüchtete auf. Die Einrichtung war seit Dezember 2022 in Betrieb und diente in einer Phase stark steigender Fluchtbewegungen infolge des Krieges in der Ukraine als dringend benötigte Notlösung. Zeitweise waren dort bis zu 180 Menschen untergebracht.

Die Aufgabe erfolgt, weil die Bewohnerinnen und Bewohner in andere, besser geeignete Unterkünfte verlegt werden können. Die Menschen lebten dort unter beengten und herausfordernden Bedingungen.

Friedliches Zusammenleben
Die soziale Betreuung und die Versorgung der Geflüchteten lagen von Beginn an in den Händen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Rhein-Ruhr. Aufgrund der Unterbringung in einer Sporthalle waren Selbstverpflegung und klassische Alltagsstrukturen nicht möglich; umso wichtiger waren die professionelle Betreuung, das tägliche Catering sowie das kontinuierliche Präsenzangebot von zwei bis vier Mitarbeitenden. 

Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Johannitern, ergänzt durch regelmäßige Abstimmungen, trug wesentlich zu einem respektvollen und friedlichen Zusammenleben vieler Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf engem Raum bei.

Keine Entwarnung bei der Unterbringung
„Die Unterkunft an der Kirschenallee war von Anfang an als Übergangslösung gedacht“, betont Bürgermeisterin Julia Zupancic. „Ich bin den Johannitern sehr dankbar für ihre engagierte und verlässliche Arbeit unter schwierigen Rahmenbedingungen.“

Die Aufgabe bedeutet keineswegs Entwarnung. Die Stadt steht weiterhin vor der Herausforderung, Geflüchtete menschenwürdig unterzubringen und zugleich rechtzeitig neue Kapazitäten zu schaffen, um auf eine veränderte Lage rechtzeitig reagieren zu können. 

Die ‚Kirschenallee‘ könnten aber in Zukunft wieder Heimat von Sportlerinnen und Sportlern werden. Die Stadt hat sich mit der Sanierung der Mehrzweckhalle für das Förderprogramm des Bundes ‚Sanierung kommunaler Sportstätten‘ angemeldet und hofft auf eine Förderung.



NRW: Mehr als ein Drittel der 16- bis 74-Jährigen nutzte 2025 KI-Tools
* Über die Hälfte der unter 45-Jährigen nutzte generative KI.
* 7 % der 16- bis 74-Jährigen nutzten eine Programmiersprache

Im Jahr 2025 gaben 37 % der 16- bis 74-Jährigen in Nordrhein-Westfalen an, in den letzten drei Monaten generative KI-Tools wie z. B. ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot verwendet zu haben, um neue Inhalte wie z. B. Text, Bilder, Programmcode oder Videos zu erstellen.



Wie das Statistische Landesamt anhand von aktuellen Ergebnissen der europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT) weiter mitteilt, lag der Anteil bei den Männern mit 41 % höher als bei den Frauen mit 33 %.

Mehr als die Hälfte der unter 45-Jährigen nutzte generative KI Erwartungsgemäß zeigten sich auch altersspezifische Unterschiede: Während über die Hälfte (54 %) der Bevölkerung im Alter von 16 bis 44 Jahren angab, in den vergangenen drei Monaten KI-Tools genutzt zu haben, war es in der Altersgruppe der 45- bis 74-Jährigen nur gut ein Fünftel (22 %). Die Nutzung generativer KI-Tools wurde 2025 erstmals erhoben.

Die Befragten haben zudem Angaben zu ihren Softwarekenntnissen und ihren Fähigkeiten zur Erstellung digitaler Inhalte gemacht. 7 % der 16- bis 74-Jährigen nutzten eine Programmiersprache Mit 54 % hat über die Hälfte der 16- bis 74-jährigen nach eigener Aussage in den drei Monaten vor der Erhebung Textverarbeitungs-Software, wie z. B. Word oder Google Docs verwendet. Im Jahr 2021 lag der Anteil noch bei 46 %. Tabellenkalkulations-Software, wie z. B. Excel oder Google Sheets verwendeten wiederum 40 % (2021: 33 %).

Weitere 38 % gaben an, mithilfe von Programmen Fotos, Videos oder Audio-Dateien editiert zu haben (2021: 31 %), während 29 % (Multimedia-)Dateien, wie z. B. Präsentationen, grafische Darstellungen oder Videos bestehend aus mehreren Elementen wie Text, Bildern, Tabellen, Diagrammen, Animationen oder Klangelementen, erstellt haben (2021: 25 %).

Zudem nutzten 7 % eine Programmiersprache um ein Programm zu schreiben (2021: 5 %). Damit sahen sich knapp unter einer Million Menschen im Alter von 16 bis 74 Jahren in Nordrhein-Westfalen in der Lage zu programmieren.

Öffentliche Schulden im 3. Quartal 2025 um 2,1 % höher als im Vorquartal
Öffentlicher Schuldenstand steigt um 54,8 Milliarden Euro auf 2 608,8 Milliarden Euro

Der Öffentliche Gesamthaushalt war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Ende des 3. Quartals 2025 mit 2 608,8 Milliarden Euro verschuldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die öffentliche Verschuldung damit gegenüber dem Vorquartal um 2,1 % oder 54,8 Milliarden Euro.

Zum Öffentlichen Gesamthaushalt zählen die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie der Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute sowie der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.

Schulden des Bundes erhöhen sich um 2,5 %
Die Schulden des Bundes stiegen zum Ende des 3. Quartals 2025 gegenüber dem Vorquartal um 44,0 Milliarden Euro (+2,5 %) auf 1 808,4 Milliarden Euro. Unter anderem erhöhte das "Sondervermögen Bundeswehr" seine Verschuldung um 17,4 % oder 4,9 Milliarden Euro auf 33,2 Milliarden Euro.

Schulden der Länder steigen um 0,7 %
Die Länder waren zum Ende des 3. Quartals 2025 mit 613,9 Milliarden Euro verschuldet, dies entspricht einem Zuwachs um 4,1 Milliarden Euro (+0,7 %) gegenüber dem Vorquartal. Der stärkste Schuldenanstieg gegenüber dem Vorquartal wurde für Baden-Württemberg mit +8,7 % ermittelt. Auch in Hessen (+2,8 %) und Brandenburg (+2,5 %) stiegen die Schulden.

In Baden-Württemberg ergibt sich der Zuwachs unter anderem aufgrund einer Kapitalerhöhung beim Energieversorger "EnBW Energie Baden-Württemberg AG". In Hessen ist jeweils im 3. Quartal eines Jahres die letzte Möglichkeit, für das aktuelle Haushaltsjahr großvolumige Kredite am Kapitalmarkt aufzunehmen.

In Brandenburg wurde eine größere Anleihe ausgegeben. Prozentual am stärksten gegenüber dem Vorquartal sanken die Schulden in Niedersachsen (-3,6 %), im Saarland (-3,1 %) und in Schleswig-Holstein (-2,8 %). In Niedersachsen wurden keine neuen Kredite im aktuellen Quartal aufgenommen, es fanden aber höhere Tilgungen statt.

Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände wachsen um 3,7 %
Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden nahm die Verschuldung zum Ende des 3. Quartals 2025 gegenüber dem Vorquartal zu. Sie stieg um 6,7 Milliarden Euro (+3,7 %) auf 186,5 Milliarden Euro. Den höchsten prozentualen Schuldenanstieg gegenüber dem Vorquartal wiesen dabei die Gemeinden und Gemeindeverbände in Baden-Württemberg (+13,0 %) auf, gefolgt von Bayern (+5,3 %) und Mecklenburg-Vorpommern (+4,4 %).

In Baden-Württemberg ist der Zuwachs ebenfalls auf die Kapitalerhöhung beim Energieversorger "EnBW Energie Baden-Württemberg AG" zurückzuführen. Einen Rückgang der Verschuldung gab es wie schon im 1. und 2. Quartal 2025 lediglich in Thüringen (diesmal -2,1 %). Die Verschuldung der Sozialversicherung sank im 3. Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Millionen Euro (-1,7 %) auf 9,6 Millionen Euro.


Moers: Eternum Saxophone Quartett lädt am 22. Februar zu Klangreise ein
Das Eternum Saxophone Quartett gastiert am Sonntag, 22. Februar, um 18 Uhr im Kammermusiksaal des Moerser Martinstifts (Filder Straße 126).

(Foto: Anna Tena)

Die vier Musikerinnen und Musiker laden zu einer Klangreise in eine Traumwelt ein. Das Programm verbindet impressionistische Klangfarben, neoklassische Strukturen und die tief emotionalen, melancholischen Klänge des Tangos miteinander.  Von Maurice Ravels ‚Le Tombeau de Couperin‘ mit seinem eleganten französischen Charme bis zu den mitreißenden Melodien aus der Oper ‚Porgy und Bess‘ von George Gershwin ist für beste musikalische Unterhaltung gesorgt.

Eine öffentliche Generalprobe mit den sympathischen Musikerinnen und Musiker findet bereits um 17 Uhr statt. Bis 18 Jahre ist der Eintritt frei (Die Musikschule bittet um Reservierung). Erwachsene zahlen im Vorverkauf 17 Euro: Moerser Musikschule, Filder Straße 126, Telefon: 0 28 41 / 13 33 und in der Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing, Kirchstraße 27 a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 60 (zuzüglich 8 Prozent Vorverkaufsgebühren). Der Vorverkauf hat bereits begonnen und endet am Donnerstag, 19. Februar. Eventuelle Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Wesel/Kreis Wesel: Erste-Hilfe-Kurs für Hundehalter – DRK Niederrhein bietet praxisorientierte Schulung an
Das DRK Niederrhein bietet erstmalig einen Erste-Hilfe-Kurs für Hundehalter an. Hunde sind treue Begleiter und wichtige Familienmitglieder, doch im Notfall können sie nicht selbst mitteilen, was ihnen fehlt. In diesem Kurs lernen Hundehalter, wie sie in verschiedenen Notfallsituationen – sei es bei kleineren Verletzungen, Zeckenbissen oder schweren Knochenbrüchen – schnell und richtig helfen können. Dabei steht nicht nur die Versorgung des Hundes im Mittelpunkt, sondern auch die eigene Sicherheit der Halter, wenn der Hund in Stresssituationen oder Schmerz leidet.

Erfahrene Trainer vermitteln den Teilnehmern praxisnah, wie sie Notfälle erkennen, die Vitalwerte ihres Hundes einschätzen und lebensrettende Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) korrekt anwenden. Darüber hinaus werden Themen wie der Umgang mit Umweltgefahren, die Stabilisierung des Hundes in kritischen Situationen und die Vorbereitung für den Transport zum Tierarzt behandelt.

„Praxisnahe Erste Hilfe am Hund: Beim neuen Erste-Hilfe-Kurs des DRK Niederrhein lernen Teilnehmende, wie sie ihren Hund in Notfallsituationen sicher versorgen können.“

Der Kurs richtet sich an alle Hundehalter – unabhängig von Erfahrung und Besitzdauer. Besonders in ländlichen Gebieten, wo der Weg zum Tierarzt länger sein kann, ist das erlernte Wissen von unschätzbarem Wert. Der Erste-Hilfe-Kurs für Hunde findet am 28. Februar 2026 von 15:00 bis 18:45 Uhr im DRK-Zentrum, Handwerkerstraße 5, in Wesel statt. Die Kursgebühr beträgt 45 Euro. Anmeldungen sind telefonisch unter 02 81 - 30 01 - 41 oder per E-Mail an breitenausbildung@drk-niederrhein.de möglich.

Interessierte haben die Möglichkeit, sich optimal auf Notfallsituationen vorzubereiten und ihrem Hund im Ernstfall schnell und richtig zu helfen.

IHKs: Bessere Infrastruktur muss in den Fokus rücken
Gesperrte Rheinbrücken zunehmend Wirtschaftsrisiko
Unternehmen können immer mehr Brücken im Rheinland gar nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Dies ist längst kein reines Infrastrukturproblem mehr. Die Brücken entwickeln sich zu einem ernsthaften Risiko für den Wirtschaftsstandort. Die IHKs im Rheinland fordern daher von der Politik schnelles Handeln.

Durch die maroden Brücken verlieren Unternehmen Zeit und Planungssicherheit. Und sie fallen im Wettbewerb zurück. Zusätzlich werden Lieferketten unterbrochen und Umwege verursachen zusätzliche Kosten. Das belastet Umwelt wie Beschäftigte gleichermaßen.

Im Februar erwartet die Wirtschaft in der Region weitere Einschränkungen: Dann beginnen die Ablastungen der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf auf 3,5 Tonnen und der Bonner Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke) auf 7,5 Tonnen. Bereits zuvor waren mit der Josef-Kardinal-Frings-Brücke in Düsseldorf und der Uerdinger Brücke zwischen Krefeld und Duisburg zentrale Rheinquerungen für den Wirtschaftsverkehr weitgehend ausgefallen.

„Kaum irgendwo sonst sind die Folgen kaputter Straßen und Brücken sichtbarer als im Rheinland. Hinzu kommt: Die Brücken über den Rhein sind besondere Nadelöhre: Fällt eine aus, dann heißt das besonders lange Umwege und zusätzliche Staus auf den verbleibenden Querungen. Rheinbrücken haben also ein besonders hohes Infarktrisiko für den Wirtschaftsstandort. Unsere Politik muss das noch stärker in den Fokus nehmen. Die Verkehrspolitik darf nicht an NRW vorbeigehen“, betont Ocke Hamann, Geschäftsführer bei der Niederrheinischen IHK und verkehrspolitischer Sprecher der IHK NRW.

Hohe Ausfallkosten durch marode Brücken
180 Millionen Euro pro Jahr: So hoch sind die Ausfallkosten, weil die vier genannten Rheinbrücken nur eingeschränkt genutzt werden können. Das haben die Industrie- und Handelskammern ausgerechnet. Zahlreiche Brücken müssen neu gebaut werden – darunter auch die Fleher Brücke in Düsseldorf. Teils werden sie erweitert, wie die Bonner Nordbrücke. Entscheidend dabei ist das Tempo: Planung und Genehmigungen müssen beschleunigt werden.

Darüber hinaus muss das Land NRW deutlich stärker koordinieren. Bund, Land, Kommunen und Bahn als unterschiedliche Baulastträger müssen ihre Maßnahmen abstimmen, um zusätzliche Engpässe zu vermeiden. Ebenso notwendig sind Umleitungskonzepte, die gemeinsam mit den Städten entwickelt werden. Sie sollten die bestehenden Restriktionen berücksichtigen und weitere Brückenausfälle einkalkulieren.

Schnellere und pragmatischere Lösungen
Ebenfalls ein zentraler Punkt: Denkmalschutz. Da die Rheinbrücken auch Funktionsbauwerke sind, braucht es hier pragmatische Ausnahmen durch das zuständige Ministerium. Nur so kann es gelingen, Neubauten oder Ersatzlösungen nicht weiter zu verzögern.

Auch auf der rechtlichen Ebene sieht die IHK-Initiative Rheinland Handlungsbedarf: Um Klagen gegen Infrastrukturprojekte zügig zu bearbeiten, fordert sie die Einrichtung eines eigenen Senats zum Thema beim Oberverwaltungsgericht Münster.

„Was für die Wirtschaft zählt, sind schnelle Entscheidungen und Rechtssicherheit. Denn viele der von den aktuellen Lkw-Sperrungen betroffenen Unternehmen können nicht zehn Jahre oder länger auf einen Neubau warten. Das aber ist heute noch normal. Wir müssen deshalb dazu kommen, dass die Prozesse deutlich schneller werden. Und die Möglichkeiten der Verzögerungen klar eingeschränkt werden. Gerade bei den Rheinbrücken“, so Hamann.

Die IHK-Initiative Rheinland wird den Prozess weiterhin konstruktiv begleiten, sich für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur einsetzen und steht bereit, ihre Expertise in die dringend notwendigen Lösungen einzubringen.

Dinslaken erinnert am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Die Soldaten retteten die wenigen Überlebenden eines Ortes, an dem mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden. Über sechs Millionen jüdische Menschen fielen dem Wahn zum Opfer.

Weltweit wird dieses Datum als Holocaust-Gedenktag begangen. Die Stadt Dinslaken lädt alle herzlich ein, gemeinsam am Dienstag, 27. Januar 2026, um 10 Uhr am Mahnmal „Leiterwagen“ im Stadtpark der Opfer der Shoa und des Nationalsozialismus zu gedenken. Das von Alfred Grimm geschaffene Mahnmal erinnert an die Entwürdigung, Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen aus unserer Stadt.
Mehr als fünfzig Dinslakenerinnen und Dinslakener wurden in Auschwitz ermordet. 

In diesem Jahr gestalten insbesondere die Geschichts-AGs der Ernst-Barlach-Gesamtschule und des Gustav-Heinemann-Gymnasiums das Programm der Gedenkveranstaltung mit eigenen Beiträgen und zeigen: Junge Menschen setzen sich aktiv mit der Geschichte auseinander und tragen das Erinnern weiter. Alle Interessierten sind eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. 

Bürgermeister Simon Panke unterstreicht: „Wenn wir am Mahnmal Leiterwagen zusammenkommen, erinnern wir nicht nur an die Entrechtung, Verfolgung und Ermordung unserer jüdischen Mitmenschen, sondern wir übernehmen Verantwortung für heute und morgen. Das Erstarken von Hass und Antisemitismus weltweit zeigt, wie zerbrechlich Demokratie und Menschenwürde sind. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam laut werden, wenn Menschen ausgegrenzt und verfolgt werden – im Gedenken an die Opfer und im Einsatz für eine offene, solidarische Stadtgesellschaft.“

Kempen: Holocaust-Gedenktag  
Am Dienstag, den 27. Januar 2026 um 19 Uhr gedenken die Kempener Bürger der in der Nazizeit verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger. 81 Jahre nach Kriegsende zeigt der wiedererstarkte Antisemitismus, wie wichtig das Gedenken an die Opfer der Schreckensherrschaft auch heute noch ist.  

Alle sind eingeladen sich an der Stele am Rathaus einzufinden und nach der Rede des Bürgermeisters bei der Verlesung der Namen der Opfer eine Rose abzulegen. Im Anschluss daran findet die zentrale Gedenkfeier des Kreises Viersen im Rokokosaal des Kulturforum Franziskanerkloster, Burgstraße 19 in Kempen statt.

Die Sozialwissenschaftlerin und Historikerin Dr. Marina Sassenberg hält ihren Vortrag: "Was haben Stolpersteine mit Demokratie zu tun? Erinnerungskultur in Zeiten des Umbruchs".  Auch dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.  

Moers: Kinderklinik Bethanien: Langjähriger Chefarzt in den Ruhestand verabschiedet – Nachfolger in neuer Position begrüßt
Feierlichkeiten in Kamp-Lintforter Lufre für Dr. Michael Wallot und Dr. Gündüz Selcan Nach mehr als zwei Jahrzehnten Tätigkeit im Krankenhaus Bethanien Moers war zum Jahreswechsel „Schicht im Schacht“ für den ehemaligen Chefarzt der Kinderklinik Dr. Michael Wallot.

Nachfolger Dr. Gündüz Selcan nahm am 01. Januar 2026 seine Tätigkeit auf. Die Stiftung entließ ihren langjährigen Chefarzt Mitte Januar im Rahmen einer feierlichen Verabschiedung in den Ruhestand und hieß Dr. Selcan in seiner neuen Position willkommen. Weggefährt:innen, Kolleg:innen sowie die Familien kamen dazu in der Location Lufre in Kamp-Lintfort zusammen. 

Ein Programm geprägt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Zahlreich strömten die geladenen Gäste in die Räumlichkeiten des Lufre auf dem ehemaligen Zechengelände der Friedrich-Heinrich-Zeche, um sich von Dr. Wallot zu verabschieden und gute Wünsche an seinen Nachfolger Dr. Selcan zu richten. So betont auch Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Bethanien, in seiner Rede: „Der eine sagt: ,Ich gehe`. Der andere sagt: ,Ich komme`.“

Er wünschte dem ehemaligen Chefarzt alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt zwischen Familie, Enkel, Garten und Reisen. Außerdem begrüßte er den vormals lange als Leitenden Oberarzt der Kinderklinik tätigen Dr. Selcan in seiner neuen Position. Dem Vorstand folgte der Stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Peter Tönnies mit einer Laudatio. Als Chefarzt der Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Senologie verbindet ihn eine jahrelange enge Zusammenarbeit mit Dr. Wallot durch das Perinatalzentrum Level 1 am Krankenhaus Bethanien.

Der gemeinsame Einsatz für die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern, insbesondere von Frühgeborenen, machte dann auch einen Schwerpunkt in Dr. Tönnies Rede aus: „Es mangelte ihm nie an Empathie. Sein Rat war immer sehr geschätzt, vor allem bei der gemeinsamen Weiterentwicklung unseres Perinatalzentrums. Ein herzliches Glück auf für deinen Ruhestand!“

Dem schloss sich auch der Ärztliche Direktor Dr. Christoph Chylarecki an, der stellvertretend für das Chefarztkollegium sprach und sich für das besondere Fachliche und vor allem Menschliche in der Zusammenarbeit bedankte. Den kollegialen Worten schlossen sich zwei Fachvorträge an. Prof. Dr. Lutz T. Weber, Weggefährte des ehemaligen Chefarztes und Leiter Klinische Forschung pädiatrische Nephrologie des Universitätsklinikums Köln, sprach neben Anekdoten aus vielen Jahren der gemeinsamen Arbeit über seltene Nierenerkrankungen und betonte, wie Dr. Wallot an diversen Studien für die Gesellschaft für pädiatrische Nephrologie von Moers aus beteiligt war.

Eva Slany, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Köln, ging in ihrem Vortrag auf die Auswirkungen von „Haut-zu-Haut-Kontakt“ zwischen Baby, auch extremen Frühgeborenen unter 1000 g, und Mutter bzw. Vater für die kindliche Entwicklung ein. Der neue Chefarzt Dr. Selcan legte den Fokus seiner Rede auf eine andere schöne Botschaft: „65 Jahre Kinderklinik Bethanien“.

Bereits 2025 konnte die Klinik dieses außergewöhnliche Jubiläum feiern und nun noch einmal die Meilensteine und einige Anekdoten der letzten Jahre Revue passieren lassen. Ebenso ging der vormals langjährige Leitende Oberarzt auf seine Pläne und Ziele ein. „Gemeinsam haben wir viel erreicht“, dankte er seinem Vorgänger und betont, „Ich freue mich auf die Fortführung dessen und meine neuen Aufgaben.“. Auch Dr. Wallot ließ es sich nicht nehmen, sich an Meilensteine seines Werdegangs und seine Zeit im Krankenhaus Bethanien Moers zurückzuerinnern.

Besondere Worte fand er dabei für sein Team. „Hätte ich nur ein Wort zur Verfügung, dann wäre es Danke“, denn „alleine ist man nichts“. Abschließend richtete er einige Worte an seinen Nachfolger und wünschte ihm alles Gute. Geprägt war das bunte Programm außerdem von einigen Überraschungen, die Weggefährten für Dr. Wallot bereithielten, wie etwa die Übergabe eines Teddybären durch das Friedensdorf International in Oberhausen, für das sich der gebürtige Schwabe Wallot mit Herzblut einsetzte.

Auch die Klinikclowns, ein fester Bestandteil im Alltag der Kinderklinik, durften mit einem improvisierten Abschiedsständchen nicht auf der Bühne fehlen. Nach dem offiziellen Teil ging es dann zum gemütlichen Part der Veranstaltung über. Neben guten Gesprächen sorgten leckere Snacks für ein entspanntes Beisammensein, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und außerdem einen Blick in die Zukunft der Kinderklinik zu werfen.

Dr. Michael Wallot, ehemaliger Chefarzt der Kinderklinik Bethanien, (links) verabschiedete sich in feierlichem Rahmen in den Ruhestand, sein Nachfolger Dr. Gündüz Selcan (rechts) wurde in seiner neuen Position willkommen geheißen.  

Kleve: Biomüll friert im Winter gelegentlich fest – Die USK geben Hinweise zum Umgang mit der Biomülltonne
Aufgrund des aktuell erhöhten Aufkommens an feuchten Bioabfällen kommt es in der kalten Jahreszeit vermehrt vor, dass Biotonnen nicht vollständig geleert werden können. Ursache hierfür ist der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Bioabfälle, die am Boden oder an den Innenwänden der Abfallbehälter festfrieren.

Eine Illustration einer zugefrorenen Biotonne
Besonders noch feuchter Biomüll kann bei niedrigen Temperaturen festfrieren.

Die Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK) empfehlen daher, an Tagen mit strengem Frost vor der Bereitstellung der Biotonne zu überprüfen, ob der Inhalt an den Behälterwänden festgefroren ist. Sollte dies der Fall sein, kann der Abfall vorsichtig mit einem flachen, stabilen Gegenstand – beispielsweise einer Schaufel – von der Innenwand gelöst werden.

Grundsätzlich muss die Entleerung der Abfallgefäße für die Mitarbeiter der USK ohne Schwierigkeiten und ohne zusätzlichen Zeitaufwand möglich sein. Insbesondere bei niedrigen Temperaturen sind wiederholte Kippversuche der Tonnen unbedingt zu vermeiden. Durch den Frost wird der Kunststoff der Behälter spröde und kann leicht reißen, was zu Beschädigungen führt.

Für mehr bezahlbaren Wohnraum in Wesel – Bürgermeister Rainer Benien im Austausch mit VdW Verbandsdirektor Alexander Rychter
Wesel wächst weiter. Der demographische Wandel und der Zuzug von Familien erhöhen den Bedarf an geeignetem Wohnraum in der Stadt.

Bürgermeister Rainer Benien und Verbandsdirektor Alexander Rychter

Seit Jahren erweitern Wohnungsbaugesellschaften in Wesel kontinuierlich das Angebot an Wohnraum. So hat die Bauverein Wesel AG beispielsweise zahlreiche Wohnungen barrierefrei modernisiert. In der vergangenen Woche traf sich Bürgermeister Rainer Benien im Weseler Rathaus mit Alexander Rychter, dem Verbandsdirektor des VdW (Die Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen), um sich über die aktuelle Bauentwicklung auszutauschen.

In ihrem Gespräch ging es insbesondere um die Bauentwicklung in Wesel. Dabei standen Themen wie der bezahlbare soziale Wohnungsbau, die steigenden Baupreise, die Förderung von Wohnraum und der Abbau bürokratischer Hürden im Mittelpunkt. Der VdW Rheinland Westfalen ist der größte Regionalverband der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Deutschland.

Etwa jede und jeder fünfte Mieter*in in Nordrhein-Westfalen wohnt in einer der rund 1,1 Millionen Wohnungen der rund 480 Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des Verbands. In Wesel zählen die Wohnungsbaugenossenschaft Wesel eG und die Bauverein Wesel Aktiengesellschaft zu den Mitgliedern des VdW.

Wesel: Andreas Holzapfel gewinnt den Konrad-Duden-Journalistenpreis 2026
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Konrad-Duden-Journalistenpreis 2026 (v.l.n.r.): Björn Stephan, Andreas Holzapfel, Leonie Feuerbach
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Konrad-Duden-Journalistenpreis 2026 (v.l.n.r.): Björn Stephan, Andreas Holzapfel, Leonie Feuerbach

Andreas Holzapfel gewinnt den Konrad-Duden-Journalistenpreis 2026.
Sein Artikel „Wie alt wollen wir werden?“, der im Januar 2024 in der GEO erschien, überzeugte die hochkarätig besetzte dreizehnköpfige Jury restlos. Platz zwei belegt das Journalistenduo Mareike Nieberding und Björn Stephan mit seinem Artikel „Sein Vermächtnis“ (SZ-Magazin, Juni 2024). Auf Platz drei liegt Leonie Feuerbach mit dem Artikel „Herr Has effiliert seine Bücher“ (FAZ-Magazin, Oktober 2024).
In feierlichem Rahmen wurden die Preisträger am vergangenen Samstag in der Aula der Musik- und Kunstschule geehrt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Konrad-Duden-Journalistenpreis 2026 (v.l.n.r.): Björn Stephan, Andreas Holzapfel, Leonie Feuerbach

Bereits zum achten Mal vergaben die Stadt Wesel, der Presseclub Niederrhein und der Dudenverlag den Konrad-Duden-Journalistenpreis. Mit 51 Einsendungen haben sich so viele Nachwuchsjournalisten wie noch nie um die Auszeichnung beworben. „Wir freuen uns sehr über diese große Resonanz“, sagte Sigrid Baum, Vorsitzende des Presseclubs Niederrhein und der Jury. Die eingereichten Beiträge kamen aus ganz Deutschland und wurden in renommierten Medien veröffentlicht. „Wir hatten viele großartige Einsendungen dabei, die Gewinnerbeiträge trennte jeweils nur ein Punkt“, betonte Sigrid Baum.

Der GEO-Artikel „Wie alt wollen wir werden?“ von Andreas Holzapfel beleuchtet die Frage nach einem langen Leben im Spannungsfeld zwischen medizinischem Fortschritt und persönlicher Lebensqualität. Auf Basis aktueller Erkenntnisse aus Medizin und Altersforschung zeigt der Beitrag, dass nicht zwingend eine maximale Lebensspanne als erstrebenswert gilt, sondern es vielmehr um die Frage geht, wann ein Leben als erfüllt gelten kann.

Im Mittelpunkt des Beitrags steht das Porträt von Gerhart Wagner aus der Schweiz, der mit über 100 Jahren körperlich und geistig aktiv ist, zugleich aber offen über seine Müdigkeit und seine wachsende Nähe zum Tod spricht. Wagner wandert noch in den Bergen, pflegt intensive familiäre Beziehungen und nimmt aufmerksam Anteil an Natur, Kultur und Geschichte. Sein langes Leben, das ein ganzes Jahrhundert europäischer Zeitgeschichte umfasst, wird dabei nicht als heroisches Ideal erzählt, sondern als nachdenkliches Beispiel für ein Altern zwischen Vitalität, Vergänglichkeit und Akzeptanz.

Im SZ-Magazin-Artikel „Sein Vermächtnis“ porträtieren Mareike Nieberding und Björn Stephan Naftali Fürst. Er ist Überlebender der Konzentrationslager Buchenwald und Auschwitz und gibt nun im hohen Alter seine Erinnerungen an die jüngeren Generationen weiter. Begleitet von seiner zehnjährigen Urenkelin und weiteren Familienmitgliedern reist er nach Thüringen, um an die Gräuel des Holocaust zu erinnern und zugleich ein Zeichen gegen den aktuellen Rechtsruck in Deutschland zu setzen. Der Text verknüpft Fürsts persönliche Geschichte, die von Tod, Krieg und Überleben geprägt ist, mit der akuten Bedrohungslage seiner Familie in Israel während des jüngsten Konflikts.

Leonie Feuerbach hat für ihren Text „Herr Has effiliert seine Bücher“ im FAZ-Magazin Uwe-Jens Has porträtiert, einen fast 80-jährigen ehemaligen Taxifahrer und Autodidakten mit Berliner Schnauze. Er schreibt der FAZ seit Jahrzehnten Leserbriefe und reagiert auf Artikel, die ihn berühren, zu denen ihm Anekdoten einfallen oder durch die er sich persönlich angesprochen fühlt.

Seine Beiträge verbinden lebendige Alltagserlebnisse mit literarischen Referenzen und zeichnen sich durch Humor, Anekdotenreichtum und eine unmittelbare, gesprochene Schreibweise aus. Aber nicht nur seine Leserbriefe sind besonders, auch Her Has selbst ist ein außergewöhnlicher Mensch mit einem speziellen Stil, wie in der Begegnung mit der Journalistin deutlich wird.

„Die journalistische Neugier und sprachliche Sorgfalt der Preisträger haben dazu beigetragen, Neues zu schaffen und den Lesenden Orientierung zu geben – dort, wo viele nicht hinschauen und die Wahrheit verborgen liegt“, würdigte die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Wesel, Birgit Nuyken, in ihrem Grußwort bei der Preisverleihung und ergänzte: „Genau das ist es, was den Konrad-Duden-Journalistenpreis auszeichnet.“

Moderiert wurde die von WeselMarketing organisierte Veranstaltung vom Kabarettisten und Autoren René Steinberg, der in seinen eigenen Beiträgen auch selbst immer wieder die deutsche Sprache thematisiert und zur Diskussion stellt. Schülerinnen der Musik- und Kunstschule begleiteten den Abend musikalisch an der Violine, dem Klavier und dem Saxophon unter der Leitung des Klavierlehrers Dongyang Xing.

Umfassende Informationen zum Konrad-Duden-Journalistenpreis und die Gewinnerbeiträge in voller Länge finden Interessierte im Internet unter www.wesel.de/journalistenpreis.

Über den Preis:
Zu Ehren Konrad Dudens, der am 3. Januar 1829 auf Gut Bossigt in Lackhausen geboren wurde, verleiht die Stadt Wesel gemeinsam mit dem Presseclub Niederrhein sowie dem Dudenverlag den Konrad-Duden-Journalistenpreis für Nachwuchsjournalismus. Seit der Einführung im Jahr 2012 entwickelte sich der Weseler Journalisten-preis zu einer begehrten Auszeichnung für herausragende sprachliche Berichterstattung.

Egal, ob Print, Online, Hörfunk oder Fernsehen – gute Inhalte mit einer korrekten Sprache sind Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden beim Konrad-Duden-Journalistenpreis. Vergeben werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 3.500 Euro (1. Platz: 2.000 Euro, 2. Platz: 1.000 Euro, 3. Platz: 500 Euro). Die Verleihung des neunten Konrad-Duden-Journalistenpreis findet am 22. Januar 2028 statt.



29 % der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen hatten 2024 eine Einwanderungsgeschichte
Anteil unter den Lehrkräften mit 11 % deutlich geringer

Gut ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte (26 %). Das zeigt sich auch an den Schulen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar mitteilt, hatten 29 % der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen im Jahr 2024 eine Einwanderungsgeschichte. Unter den Lehrkräften traf dies lediglich auf 11 % zu.

Bei Schülerinnen und Schülern gab es dabei keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern (jeweils 29 %), bei den Lehrkräften hatte knapp jede achte Lehrerin (12 %) eine Einwanderungsgeschichte, während es bei den Lehrern jeder zehnte (10 %) war. Eine Person hat eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

Bei weiteren 12 % der Schülerschaft war nur ein Elternteil nach Deutschland eingewandert, 59 % hatten keine Einwanderungsgeschichte. Unter den Lehrkräften hatten weitere 5 % nur einen eingewanderten Elternteil, 84 % hatten keine Einwanderungsgeschichte.

Anteil der Personen mit Einwanderungsgeschichte an Schulen binnen fünf Jahren gestiegen Sowohl in der Schülerschaft als auch bei den Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen ist der Anteil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. 2019 hatten 26 % der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen eine Einwanderungsgeschichte, das waren 3 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2024 (29 %). Unter den Lehrkräften lag der Anteil der Personen mit Einwanderungsgeschichte 2019 bei 9 % und war somit um 2 Prozentpunkte geringer als im Jahr 2024 (11 %).




Exporte in die USA von Januar bis November 2025 um 9,4 % gegenüber Vorjahreszeitraum gesunken
- Deutsche Importe aus den USA stiegen im selben Zeitraum um 2,2 %
- Exportüberschuss im Handel mit den USA auf niedrigstem Stand seit 2021
- Trotz deutlicher Rückgänge: Kraftfahrzeuge bleiben wichtigstes Exportgut

Infolge der Zollpolitik der US-Regierung haben sich die deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen im Jahr 2025 deutlich abgeschwächt. Von Januar bis November 2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von rund 135,8 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sanken die Exporte in die USA damit um 9,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Januar bis November 2024: 149,9 Milliarden Euro).

Die Importe aus den USA stiegen dagegen um 2,2 % auf 86,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Warenhandel insgesamt entwickelte sich der Handel mit den USA sowohl exportseitig als auch importseitig unterdurchschnittlich: Mit einem Warenwert von 1 444,3 Milliarden Euro verzeichneten die deutschen Exporte insgesamt von Januar bis November 2025 nicht kalender- und saisonbereinigt ein leichtes Plus von 0,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die deutschen Importe insgesamt legten im selben Zeitraum nicht kalender- und saisonbereinigt um 4,2 % auf 1 260,8 Milliarden Euro zu.



Exportüberschuss im Handel mit den USA auf tiefstem Stand seit der Pandemie
Der Exportrückgang und das Importplus ließen den Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit den USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 auf 48,9 Milliarden Euro schrumpfen. Dies ist der niedrigste Wert für diesen Zeitraum seit dem Pandemiejahr 2021.

Im Vorjahreszeitraum 2024 war der Überschuss noch auf einem Rekordhoch von 64,8 Milliarden Euro. Trotz dieses Rückgangs um 24,6 % blieben die USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 das Land, mit dem Deutschland den weltweit höchsten Handelsbilanzüberschuss erzielte.

Kraftwagen- und Maschinen-Exporte in die USA mit deutlichem Minus, Pharma-Exporte mit leichtem Plus
Die für Deutschland wichtigsten Exportbranchen verzeichneten im US-Geschäft 2025 zum Teil deutliche Einbußen. Wichtigste Exportgüter in die USA waren weiterhin Kraftwagen und Kraftwagenteile. Der Wert dieser Ausfuhren von Januar bis November 2025 sank jedoch um 17,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 26,9 Milliarden Euro.

Ein leichtes Plus zeigte sich dagegen bei pharmazeutischen Erzeugnissen, deren Exporte in die USA im selben Zeitraum um 0,7 % auf 26,2 Milliarden Euro zunahmen. Der Export von Maschinen in die USA ging zurück: um 9,0 % auf 24,1 Milliarden Euro. Dahinter folgten die Exporte von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen in die USA mit einem Wert von 11,1 Milliarden Euro und einem Minus von 6,1 % gegenüber den ersten elf Monaten 2024.

Die Exporte von elektrischen Ausrüstungen (9,8 Milliarden Euro, -0,6 %) und chemischen Erzeugnissen (8,1 Milliarden Euro, -14,2 %) waren ebenfalls rückläufig.



Deutschland importiert mehr Pharma-Produkte sowie Flugzeuge, Schiffe und Co. aus den USA
Bei den Importen aus den USA nach Deutschland spielten pharmazeutische Erzeugnisse die größte Rolle. Diese Warengruppe verzeichnete von Januar bis November 2025 einen Zuwachs von 8,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 13,7 Milliarden Euro. Zuwächse gab es im selben Zeitraum auch bei den Einfuhren sonstiger Fahrzeuge (11,2 Milliarden Euro, +26,5 %).

Hierunter fallen vor allem Luft- und Raumfahrzeuge sowie Schienenfahrzeuge oder Schiffe. Gestiegen sind auch die Importe von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen (9,1 Milliarden Euro, +6,7 %). Dahinter folgten die rückläufigen Importe von Erdöl und Erdgas aus den USA (8,6 Milliarden Euro, -13,5 %) sowie die von chemischen Erzeugnissen (7,1 Milliarden Euro, -1,7 %) und Maschinen (6,3 Milliarden Euro, -0,7 %).



USA von China als wichtigster Handelspartner Deutschlands abgelöst
Wegen der geringeren Exporte aus Deutschland verloren die USA ihre im Jahr 2024 gewonnene Position als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder an China – gemessen am Gesamtwert aller Exporte und Importe. So lag der Außenhandelsumsatz mit den USA im Zeitraum von Januar bis November 2025 bei insgesamt 222,8 Milliarden Euro.

Damit rangierten die Vereinigten Staaten hinter China, dessen Handelsumsatz mit Deutschland vor allem wegen des großen Importvolumens aus der Volksrepublik bei gut 230,8 Milliarden Euro lag. Handel der EU mit den USA wächst überdurchschnittlich Anders als der deutsch-amerikanische Handel hat der Handel zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA im zurückliegenden Jahr überdurchschnittlich zugelegt.

Laut EU-Statistikbehörde Eurostat exportierten die 27 EU-Mitgliedstaaten von Januar bis November 2025 Waren im Wert von 515,9 Milliarden Euro in die USA. Das waren 4,7 % mehr als von Januar bis November 2024 mit damals 492,9 Milliarden Euro.  Das Plus ist allerdings fast ausschließlich auf die stark gestiegenen Exporte Irlands in die USA zurückzuführen (+60,6 %).

20 der 27 EU-Mitgliedstaaten verzeichneten im selben Zeitraum dagegen rückläufige Exporte in die USA. Die Importe der EU aus den USA stiegen im selben Zeitraum um 4,9 % von 310,5 Milliarden Euro auf 325,8 Milliarden Euro. Hier geht das Plus zu einem großen Teil auf die gestiegenen Einfuhren Italiens aus den USA zurück (+34,4 %).

Zum Vergleich: Die weltweiten Exporte der EU insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 2,0 % auf 2 429,0 Milliarden Euro, die EU-Importe insgesamt nahmen um 2,3 % auf 2 306,6 Milliarden Euro zu. Exportüberschuss der EU im Handel mit den USA gestiegen Die Warenexporte der EU in die USA überstiegen weiterhin deutlich deren Importe von dort. Die EU konnte ihren Exportüberschuss im Handel mit den USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2 % von 182,4 Milliarden Euro auf 190,1 Milliarden Euro steigern.

Das Plus im Exportgeschäft der EU mit den Vereinigten Staaten beruht vor allem auf der gestiegenen Ausfuhr von pharmazeutischen Erzeugnissen. Der Wert der Pharma-Exporte von Januar bis November 2025 lag bei 158,6 Milliarden Euro und damit um 33,3 % höher als im Vorjahreszeitraum (119,0 Milliarden Euro). Auch bei den Importen der EU aus den Vereinigten Staaten gab es den wertmäßig größten Anstieg bei den pharmazeutischen Erzeugnissen.

Ihr Importwert erhöhte sich im selben Zeitraum um 26,0 % auf 56,5 Milliarden Euro (Januar bis November 2024: 44,9 Milliarden Euro). Im Handel der EU mit den USA bildeten pharmazeutische Erzeugnisse sowohl im Export als auch im Import die jeweils größte Warengruppe. Irland war dabei unter den EU-Staaten der mit Abstand größte Exporteur pharmazeutischer Erzeugnisse in die USA. Größter EU-Importeur von pharmazeutischen Erzeugnissen aus den USA war Italien.

Wer kann Streit schlichten? Die Stadt Wesel sucht Schiedsperson für den Schiedsamtsbezirk Wesel II
Schiedsfrauen und Schiedsmänner helfen den Beteiligten bei kleineren zivil- und strafrechtlichen Streitigkeiten, ihre Auseinandersetzung unbürokratisch und kostengünstig beizulegen. Schiedspersonen arbeiten ehrenamtlich und werden unter Aufsicht des Amtsgerichtes tätig. Sie entscheiden nicht wie ein Richter, sondern haben die Aufgabe, zwischen den sich streitenden Parteien zu schlichten.

Der Schiedsamtsbezirk Wesel II ist im Frühjahr 2026 neu zu besetzen. Daher macht die Stadt Wesel darauf aufmerksam, dass sich interessierte Personen um das Amt bewerben können und Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund ausdrücklich erwünscht sind.

Für den Schiedsamtsbezirk Wesel II liegen bislang noch keine Bewerbungen vor.
Interessierte Personen, die diese ehrenamtliche Aufgabe wahrnehmen möchten, sollten über ein ausgeprägtes Rechtsempfinden verfügen, in dem jeweiligen Schiedsamtsbezirk ihren Wohnsitz haben und mindestens 25 Jahre alt sein.

Der Schiedsamtsbezirk Wesel II umgrenzt folgendes Gebiet: Südliche Innenstadt, Wackenbruch, Fusternberg, Lippedorf.

Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Mitzubringen sind gesunde Menschenkenntnis, Lebenserfahrung, Geduld, die Fähigkeit zur Abfassung von schriftlichen Protokollen und Vergleichen sowie die Bereitschaft, an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen.

Nicht gewählt werden kann, wer die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt und wer unter Betreuung steht. Zur Schiedsperson soll nicht gewählt werden, wer das 75. Lebensjahr vollendet hat.

Die Schiedspersonen werden durch den Rat der Stadt Wesel für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Anschließend bestätigt die Leitung des Amtsgerichts Wesel die Wahl und bestellt die Gewählten zu Schiedspersonen.

Bewerbungen können schriftlich bei der Stadt Wesel (Rechtsservice, Klever-Tor-Platz 1, 46483 Wesel) bis zum 20. Februar 2026 eingereicht werden. Neben Angaben zur Person (Name, Vorname, Geburtsname, Geburtstag, Geburtsort, Beruf, Anschrift) sollte die Bewerbung auch einen kurzen Lebenslauf beinhalten.

Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter*innen des Rechtsservice der Stadt unter der Rufnummer 0281/203-2511 sowie 203-2412 zur Verfügung. Kontakt Team Rechtsservice


Moers: Lesung mit Fiona Sironic: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft

Cover © ecco Verlag

Zum Jahresanfang freuen wir uns auf eine Lesung mit der Autorin Fiona Sironic: Gleich mit ihrem Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2025. Der Roman greift aktuelle Themen wie die Klimakrise und Influencerkultur auf und zeigt eine triste, aber nicht ganz hoffnungslose Vision einer nahen Zukunft.

Fiona Sironic erzählt aus Sicht der sensiblen Era in einer jugendlichen, manchmal nerdigen Sprache von der ersten Liebe und von der Spannung zwischen zwei gegensätzlichen Haltungen: Majas zerstörerische Wut und Eras Versuch, dem Artensterben mit Ordnung etwas entgegenzusetzen.

Klappentext:
Es brennt. In den Wäldern und auf den Screens. Die 15-jährige Era lebt mit ihrer Mutter am Waldrand und versucht dem schleichenden Prozess der Zerstörung etwas entgegenzusetzen, indem sie das Aussterben der Vögel dokumentiert. In einem Stream beobachtet sie ihre Mitschülerin Maja und deren Schwester Merle, die auf der benachbarten Lichtung Festplatten in die Luft jagen. Maja ist die Tochter zweier Momfluencerinnen, die versucht, die Erinnerungen an eine öffentliche Kindheit auszulöschen.

Während Era Notizbücher führt, Zeichnungen anfertigt und all das Wissen, auf das sie Zugriff hat, zu ordnen versucht, bildet Maja eine zerstörerische Gegenkraft. Dennoch sind Era und Maja verbunden in ihrer Suche nach Intimität und analogen Reizen. Während die Turteltaube ausstirbt, verlieben die beiden sich ineinander. Aber nicht nur die Vögel sind bedroht: Als ein großflächiger Brand den Wald zerstört, verlieren auch die Mädchen einen bedeutenden Teil ihres Lebensraums.

Eintritt kostenlos, Anmeldung unter bibliothek@moers.de. Veranstaltungsdatum
20.01.2026 - 19:30 Uhr - 20:30 Uhr. Veranstaltungsort Wilhelm-Schroeder-Straße 10,
47441 Moers.

Moers-Kapellen: Karnevalsveranstaltung
Veranstaltungsdatum 22.01.2026 - 17:30 Uhr - 24.01.2026 - 02:00 Uhr. Veranstaltungsort Industriestraße 7, 47447 Moers Veranstaltungsort Henry-Guidet-Zentrum. Veranstalter Karnevalsfreunde Holderberg 1951 e.V. Adresse Dorsterfeldstraße 38. 47447 Moers .

Moers: parentum Niederrhein 2026 - Berufswahlmesse für Eltern und Jugendliche
Die Messe parentum Niederrhein in Moers ist eine Berufswahlmesse für Eltern und Jugendliche. Die meisten Eltern möchten ihre Kinder bei der Berufswahl bestmöglich unterstützen – und deshalb holt der Veranstalter sie mit ins Boot. So treffen die Ausstellerinnen und Aussteller auf der parentum Messe Niederrhein explizit auch auf Mütter, Väter oder andere Begleitpersonen der Jugendlichen im Berufswahlalter (12 bis 25 Jahre) – und damit auf deren wohl wichtigste Ratgeber im Berufswahlprozess. 

Im Mittelpunkt der parentum Niederrhein in Moers steht das persönliche Gespräch. Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher regionaler und überregionaler Unternehmen, Fach- und Hochschulen sowie weiterer Institutionen beraten alle Besucherinnen und Besucher der Berufsorientierungsmesse individuell zu ihren Bildungsangeboten.

Allein oder in Begleitung können sich junge Menschen über Chancen informieren, Angebote vergleichen und wichtige Kontakte für die Zukunft knüpfen. Praktikum, Ausbildung, (duales) Studium, Freiwilliges Soziales Jahr oder Auslandsaufenthalte sind ebenso Thema wie formelle Aspekte – beispielsweise Bewerbungsformen, Vergütung, Fördermöglichkeiten oder Zulassungsvoraussetzungen.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Vorträgen und Aktionen bietet auf der parentum Niederrhein in Moers zusätzliche Informationen, etwa zum Thema Auslandsaufenthalte. Infobox Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter: www.parentum.de. Kontakt: Christina Uhrmann Telefon: +49 2841 8864505, E_Mail: c.uhrmann@if-talent.de  Veranstaltungsdatum 23.01.2026 - 14:00 Uhr - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Am Sportzentrum 5, 47445 Moers.

Moers: Übergabekonzert – Eintritt frei, kommt vorbei!
Das neue Improviser-Jahr startet – wie üblich – mit dem Übergabekonzert: Am Freitag, den 23. Januar 2026 um 19.30 Uhr laden wir euch in die ev. Stadtkirche ein. Der Eintritt ist frei, also bringt Freundinnen und Freunde, Omas, Opas, Eltern, Tanten, Onkel, Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen und alle mit, die ihr kennt! 

Unser Improviser in Residence 2025, Bart Maris, hat befreundete Musikerinnen und Musiker zum Übergabekonzert eingeladen, um seine Nachfolgerin feierlich in Moers zu begrüßen. Und auch „die Neue“ hat einen Gast eingeladen, um den Abend noch famoser zu machen: Gemeinsam mit Robert Lucaciu wird sie ein Set spielen!

Natürlich danken wir an diesem Abend auch Bart für ein wunderbares Improviser-Jahr - als Stadtmusiker hat er Moers in 2025 mit seinen Konzerten, seinem Schaffen und seinen Aktionen enorm bereichert.  Veranstaltungsdatum 23.01.2026 - 19:30 Uhr - 21:30 Uhr. Veranstaltungsort  Evangelische Stadtkirche Moers .Adresse Klosterstraße 5, 47441 Moers.

Moers: Vinyltreff
Monatliches Vinylgestöber am Niederrhein für alle Liebhaber und Liebhaberinnen des kultigen Sammelobjektes "Schallplatte". Mehrere Tausend Tonträger warten darauf, neu entdeckt zu werden. Als Gratisservice wird ab sofort eine professionelle Schallplattenreinigung angeboten. 

Für Besucher und Besucherinnen ist der Eintritt frei. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei. Ausreichend kostenfreie Parkplätze stehen zur Verfügung. Veranstaltungsdatum 24.01.2026 - 10:00 Uhr - 15:00 Uhr. Veranstaltungsort MUSIC & MORE. Adresse Am Schürmannshütt 26, 47441 Moers-Hülsdonk.

Jugendfeuerwehr Moers nimmt 22 neue Mitglieder auf
Start in junges Ehrenamt: 22 neue Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr Moers am Montag, 12. Januar, aufgenommen. Die jungen Leute lernen in den nächsten Monaten und Jahren die praktische Arbeit bei den Übungsdiensten und bei Einsätzen unter fast realen Bedingungen kennen.

(Foto Feuerwehr Moers)

„Hinter uns liegt ein aufregendes Jahr 2025, als besonderes Highlight unser Sommerzeltlager in Kiel. Ein großes Dankeschön geht an alle Unterstützer. Ohne unseren Förderverein, verschiedene Sponsoren und ein starkes Betreuerteam wäre vieles nicht möglich“, sagte Sarah Peters, Vorsitzende der Jugendfeuerwehr, in ihrer Begrüßungsrede. Für die Zeltlager gibt der Förderverein jährlich einen größeren Zuschuss. 

Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Claudia van Dyck bedankte sich bei den Beteiligten und vor allem bei den Jugendlichen für ihren Einsatz. Zu Gast waren unter anderem auch Andre Gesthuysen, Leiter der Feuerwehr, Petra Kiehn als Vorsitzende des Feuerwehrausschusses und Heinz Steinkamp, der vor 40 Jahren den Anstoß zur Gründung der Jugendfeuerwehr gegeben hatte.

An dem Abend wurde zudem ein neuer Van an die Jugendfeuerwehr übergeben. Eine Firma hatte im Auftrag der Feuerwehr bei Moerser Unternehmen Spendengelder akquiriert, die nun das Auto finanzieren. Jeder Spender-Betrieb ist nun mit einem Aufkleber auf dem Fahrzeug vertreten.

Moers: Messerscharfe Pointen - Enni Comedy Salon startet ins Jahr   
Wer sich für das neue Jahr „mehr Lachen“ vorgenommen hat, kann seinen Vorsatz direkt in die Tat umsetzen: Am Mittwoch, 11. Februar, steht der erste Enni Comedy Salon des Jahres an. Die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) lädt erneut ins Moerser Bollwerk 107 ein. Veranstalter Volker von Liliencron hat dafür wieder ein hochkarätiges Line-up der deutschen Comedy-Szene zusammengestellt.

Neu ist dabei die Moderation: Christin Jugsch übernimmt das Zepter von Don Clarke. Die neue Gastgeberin schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen – mal Mutter, mal Neffe, mal Bademeister, mal ganz sie selbst. Ihre Markenzeichen sind eine bildhafte Erzählweise, eine unverwechselbare Mimik und ein ausgeprägter Sinn für absurde Situationen.


„Christin hat bereits Bollwerk-Erfahrung und weiß, worauf sie sich beim Moerser Publikum einlässt – umgekehrt genauso“, sagt Veranstalter Volker von Liliencron augenzwinkernd. Neben der Moderatorin gehen am 11. Februar ab 20 Uhr wie gewohnt drei Comedians nacheinander auf die Bühne: Der queer-feministische Tobias Born gilt als eine der spannendsten neuen Stimmen der deutschen Comedy-Szene und hat es sich zum Ziel gesetzt, das „Schubladendenken“ abzuschaffen.


Bereits eine feste Größe auf der Bühne ist Schauspielerin und Stand-up-Comedienne Christiane Olivier. Bekannt aus Formaten wie dem Quatsch Comedy Club, NightWash und Nuhr im Ersten, begeistert sie mit scharfem Humor und gnadenloser Offenheit. Mit Haltung, Charme und einer ordentlichen Portion Selbstironie komplettiert BORA das Line-up.


Ob absurde Alltagslogik, zwischenmenschliche Missverständnisse oder die kleinen und großen Eigenheiten unserer Zeit – BORA nimmt sie auseinander, wirft sie einmal durch den Comedy-Mixer und serviert sie messerscharf, aber immer sympathisch. Sein Stil ist direkt, intelligent und nahbar: kein lautes Klamauk-Feuerwerk, sondern kluge Pointen, die wirken, weil sie wahr sind.

Wer bei der Show am 11. Februar dabei sein will, sollte nicht zu lange zögern. Tickets für den Enni Comedy Salon gibt es online unter www.comedysalon.de sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Moers: Sport- und Schulausschuss tagen
Die Erhöhung des städtischen Eigenanteils für das Förderprojekt ‚Sportpark Schwafheim‘ ist ein Thema im nächsten Sportausschuss am Freitag, 23. Januar. Außerdem erhalten die Mitglieder aktuelle Informationen zu Baumaßnahmen. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Am Montag, 26. Januar, beginnt dort zur selben Zeit der Schulausschuss, u. a. ebenfalls mit einem Bericht zu Baumaßnahmen. 

Tiertafel Moers braucht mehr Platz - Wirtschaftsförderung hilft bei der Suche
Viele Menschen teilen ihr Leben mit einem Tier. Wenn das Geld knapp wird, stehen diese Freundschaften schnell auf dem Spiel. Genau hier hilft die Moerser Tiertafel – und das jeden Tag. Doch jetzt braucht sie selbst dringend Hilfe: neue, größere Räume. Die deshalb angesprochene Wirtschaftsförderung der Stadt Moers unterstützt auch in diesem - nicht alltäglichen - Fall gern und startet jetzt einen öffentlichen Aufruf.

Gesucht wird ein Gewerbeobjekt mit etwa 200 Quadratmetern und sanitären Anlagen. Mehr als 600 Tiere werden versorgt Seit vielen Jahren unterstützt die Moerser Tiertafel Halterinnen und Halter in finanziell schwierigen Situationen mit Futter und Zubehör. Der Bedarf wächst stetig. Inzwischen werden mehr als 600 Tiere versorgt. Die aktuellen Räume mit rund 100 Quadratmetern reichen dafür längst nicht mehr aus.

„Die Enge erschwert unsere Arbeit spürbar und gefährdet auf Dauer eine gute Versorgung“, sagt Initiatorin Janine Schweidler. Es fehlt Platz für getrennte Bereiche für Hunde- und Katzenfutter sowie für die Lagerung von Spenden und Zubehör. Als ehrenamtlich geführte und spendenfinanzierte Einrichtung ist die Tiertafel auf bezahlbare Lösungen angewiesen. Trotz intensiver Suche konnte bisher kein passendes Objekt gefunden werden.

Auch die Wirtschaftsförderung der Stadt Moers hat bereits zahlreiche Kontakte angesprochen – bislang ohne Erfolg. Unterstützung für Tiere und ihre Menschen „Unsere Spenden sollen in erster Linie den Tieren und ihren Halterinnen und Haltern zugutekommen“, betont Schweidler. Die monatliche Miete sollte 500 Euro (inklusive Nebenkosten) deshalb nicht überschreiten. Ein schwieriges Unterfangen, weiß auch Wirtschaftsförderer Jens Heidenreich.

„Wir unterstützen die Tiertafel deshalb ausdrücklich bei der Suche. Ob eine Zwischennutzung, eine langfristige Vermietung zu sozialen Konditionen oder andere kreative Ideen – wir sind für jede Lösung offen.“ Die stellt gerne im Vorfeld ihre Arbeit vor. „Dabei erklären wir, warum geeignete Räume für uns so wichtig sind“, so Schweidler. Wer ein passendes Objekt anbieten kann oder eine Idee hat, meldet sich bei der Wirtschaftsförderung.

„Jeder Hinweis kann helfen. Es ist wichtig, dass Unterstützung für Tiere und ihre Menschen auch in Zukunft möglich bleibt.“ Wer helfen kann, meldet sich bitte bei Janine Schweidler. Mail: janine-schweidler@web.de oder moerser-tiertafel@web.de, Telefon: 01575 / 7 25 24 28. 


Xanten: Fachtagung Reismobil- und Camping-Tourismus
Die Fachtagung „Mobilität, Natur, Lebensstil – Perspektiven des Reismobil- und Camping-Tourismus“ richtet sich vor allem an Betriebe aus der Region und kommunale Touristiker.
 Die Tagung findet statt am Mittwoch, 28. Januar, 10 Uhr, im LVR-Archäologischer Park Xanten
(Parkplatz: Trajanstraße 10, 46509 Xanten. Über den Eingang „LVR-Römermuseum“ erreichen Sie den Veranstaltungsraum APXplore).
Programmpunkte im Einzelnen:
Einlass: ab 9 Uhr
10 Uhr: Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden von Niederrhein Tourismus Ingo Brohl (Landrat des Kreises Wesel)
10.15 Uhr: Begrüßungstalk mit der Geschäftsführerin von Niederrhein Tourismus Martina Baumgärtner
10.20 Uhr: Zahlen-Daten-Fakten von der Region Niederrhein, vorgestellt von Kathrin Peters
10.30 Uhr: „Chancen und Herausforderungen im Campingtourismus in Deutschland“ / Prof. Dr. Frank Schaal, Geschäftsführer Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V
10.50 Uhr: „Reisemobiltourismus 2.0: Wer fährt mit was wohin und vor allem warum?“ / Thomas Nitsch, Caravaning Industrie Verband e. V.
11.10 Uhr: Podiumsdiskussion
11.30 Uhr: Get-together mit regionalen Snacks und Getränken
13 Uhr: Ende der Veranstaltung

Stauprognosen 23. bis 25. Januar 2026
Autofahrerinnen und Autofahrer können am kommenden Wochenende insgesamt mit einer entspannten Verkehrslage rechnen. Es gibt weder bundesweite Ferien noch regionale Feiertage, die für zusätzliche Belastung auf den Autobahnen sorgen könnten. Die Bautätigkeit auf den Autobahnen ist zwar weiterhin gering, bestehende Dauerbaustellen stellen jedoch nach wie vor Engpässe dar.

Dennoch kann es am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag zu erhöhtem Ausflugsverkehr in Richtung Alpen und Mittelgebirge kommen. Wintersportler steuern weiterhin die Skigebiete an, was auf den klassischen Routen in den Süden zeitweise zu stockendem Verkehr führen kann. Am Sonntagnachmittag muss zudem mit Rückreiseverkehr aus den Wintersportregionen gerechnet werden.

Zu den besonders staugefährdeten Strecken in Deutschland zählen:
A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg
A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau – Linz
A7 Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A8 Stuttgart – München – Salzburg
A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A93 Rosenheim – Kiefersfelden
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A99 Autobahnring München

Die Verkehrslage bleibt in Österreich aufgrund von Baustellen auf der A10 Tauern Autobahn, der A12 Inntal Autobahn zwischen Imst und Kufstein sowie der A13 Brenner Autobahn zwischen Innsbruck und Brenner weiterhin angespannt. Außerdem ist rund um Kitzbühel mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Das Hahnenkammrennen, das noch bis Sonntag, den 25. Januar, stattfindet, sorgt insbesondere am Sonntagnachmittag und -abend für zusätzliche Abreisewellen vom Veranstaltungsort.

In der Schweiz sind insbesondere die A1 Bern–Zürich–St. Margrethen, die A2 Luzern–Basel–Gotthard–Chiasso und die A3 Basel–Zürich–Chur betroffen.

In Italien kommt es insbesondere auf der A22 Brennerroute sowie auf den Zufahrtsstraßen aus dem Puster-, Grödner- und Gadertal sowie dem Vinschgau zu Verzögerungen.

Die winterliche Wetterlage hält weiterhin an. Schnee, Eisregen und glatte Fahrbahnen können regional für Behinderungen sorgen und die Staugefahr kurzfristig deutlich erhöhen.



12 % der allgemeinbildenden Schulen sind Privatschulen
• Zahl der Privatschulen binnen zehn Jahren um 7 % auf 3 800 gestiegen
• 807 900 Schülerinnen und Schüler besuchen eine Privatschule
• Durchschnittlich 2 042 Euro Schulgeld zahlen Eltern für einen Privatschulplatz

Die Zahl der Privatschulen in Deutschland nimmt zu: Im Schuljahr 2024/25 waren rund 3 800 allgemeinbildende Schulen hierzulande in privater Trägerschaft. Das war knapp jede achte allgemeinbildende Schule (12 %), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Zugleich gab es gut 29 000 öffentliche allgemeinbildende Schulen.

Die Zahl der Privatschulen ist in den vergangenen zehn Jahren um 7 % gestiegen: Im Schuljahr 2014/2015 hatte es knapp 3 600 Privatschulen gegeben. Im selben Zeitraum ging die Zahl der öffentlichen Schulen um knapp 4 % zurück (2014/15: gut 30 000 Schulen).



Anteil der Privatschülerinnen und -schüler nahezu unverändert
Der Anteil der Privatschülerinnen und -schüler blieb im Zehn-Jahres-Vergleich jedoch weitgehend konstant: Im Schuljahr 2024/25 ging wie in den Jahren zuvor seit 2014/15 knapp ein Zehntel (9 %) der Kinder und Jugendlichen, welche allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Insgesamt waren das 2024/25 rund 807 900 von insgesamt gut 8,9 Millionen Schülerinnen und Schülern.

Im Schuljahr 2014/15 hatten 736 900 der insgesamt 8,4 Millionen Schülerinnen und Schüler eine Privatschule besucht. Diese Konstanz ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Privatschulen durchschnittlich kleiner als die öffentlichen sind und die Schließungen von öffentlichen Schulen häufig durch Vergrößerungen der verbliebenen öffentlichen Einrichtungen ausgeglichen wurden.

Jede achte Schülerin beziehungsweise jeder achter Schüler in Mecklenburg-Vorpommern geht auf eine Privatschule Wie stark Privatschulen genutzt werden, ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Am höchsten war der Anteil von Privatschülerinnen und -schülern in Mecklenburg-Vorpommern: Im Schuljahr 2024/25 gingen 13 % der Kinder und Jugendlichen, welche dort allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen.

Auch in Sachsen (12 %) und Bayern (11 %) war der Anteil der Schülerinnen und Schüler an Privatschulen vergleichsweise hoch. Am niedrigsten war er in Schleswig-Holstein (6 %), Niedersachsen (6 %) und Hessen (7 %). Privatschüler/-innen an allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2024/25.



Ausländische Schülerinnen und Schüler seltener in privaten Schulen als deutsche
Von den Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Privatschulen wurde im Schuljahr 2024/25 gut ein Drittel (34 %) an Gymnasien unterrichtet. 14 % der Privatschülerinnen und -schüler gingen auf eine Grundschule, 12 % auf eine Realschule. 11 % waren an einer Freien Waldorfschule angemeldet, 10 % an Schulen mit drei Bildungsgängen wie etwa Integrierte Gesamtschulen oder Gemeinschaftsschulen und 10 % an Förderschulen.

Die übrigen 9 % verteilen sich auf andere Schularten. Ausländische Schülerinnen und Schüler besuchen deutlich seltener eine Privatschule als deutsche. Während 4 % der ausländischen Schülerinnen und Schüler an einer allgemeinbildenden Privatschule unterrichtet wurde, lag der Anteil bei deutschen Schülerinnen und Schülern bei 10 %.

Eltern bezahlten im Schnitt 2 042 Euro pro Jahr für einen Privatschulplatz
Für einen Platz an einer Privatschule muss häufig Schulgeld gezahlt werden. Für rund 599 000 Kinder und Jugendliche wurde in der Lohn- und Einkommensteuer 2021 Schulgeld geltend gemacht. 2 042 Euro im Jahr zahlten deren Eltern im Durchschnitt für einen kostenpflichtigen Privatschulplatz.

Für 7 % kostete der Platz mindestens 5 000 Euro im Jahr, knapp ein Viertel (24 %) machte zwischen 2 000 und 5 000 Euro steuerlich geltend, rund die Hälfte (48 %) zwischen 500 und 2 000 Euro und für 22 % beliefen sich die Gebühren auf weniger als 500 Euro im Jahr. Deutliche Unterschiede zeigen sich auf regionaler Ebene: Am höchsten war das durchschnittlich steuerlich geltend gemachte Schulgeld in Hessen mit 3 261 Euro je Kind, am niedrigsten in Sachsen mit 1 270 Euro.

Historisches am 19. Januar:
- 20. Jahrestag: Palast der Republik wird auf Beschluss des Deutschen
Bundestages abgerissen
- 1946: Internationales Militärtribunal in Tokio errichtet.
- Geburtstag Dolly PARTON (Schauspielerin, Sängerin, Unternehmerin)
- 1941 Zweiter Weltkrieg: Erstes Treffen zwischen Hitler und Mussolini auf dem Berghof in Berchtesgaden 

Erklärung von Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden und des Vereinigten Königreichs
Als Alliierte der NATO sind wir der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet. Dies ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse. Die von Dänemark koordinierte Übung „Arctic Endurance“, welche gemeinsam mit Alliierten durchgeführt wird, ist eine Antwort auf die Notwendigkeit größerer Sicherheit in der Arktis.

Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar. Wir stehen in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands. Aufbauend auf dem letzte Woche begonnenen Prozess sind wir bereit in einen Dialog einzutreten, auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität.

Wir stehen fest zu diesen Prinzipien. Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation. Wir werden weiterhin geeint und koordiniert reagieren. Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.

NATO-Generalsekretär Marc Rutte trifft sich mit dem dänischen Verteidigungsminister und dem grönländischen Minister für auswärtige Angelegenheiten und Forschung.
Am Montag, 19. Januar 2026, wird der NATO-Generalsekretär, Herr Mark Rutte, den dänischen Verteidigungsminister, Herrn Troels Lund Poulsen, und die grönländische Ministerin für auswärtige Angelegenheiten und Forschung, Frau Vivian Motzfeldt, im NATO-Hauptquartier in Brüssel treffen.

Gesucht: das Maskottchen für die Landesgartenschau in Kleve
Wenn die Landesgartenschau vom 19. April bis 7. Oktober 2029 in Kleve stattfindet, wird eine Figur mittendrin, omnipräsent und wichtigster Repräsentant sein: unser Maskottchen! Es soll Freude machen und zum Erforschen, Entdecken und Erleben einladen. Schon lange vor der Eröffnung soll der sympathische Charakter Aufmerksamkeit gewinnen, Neugier wecken und die Vorfreude auf das Großereignis steigern.

 Doch wie soll dieses Maskottchen aussehen? Ist es ein Tier oder eine Pflanze? Eine Fantasiefigur? Oder etwas ganz anderes? Und wie kann der Bezug zu Kleve und den Themen der Landesgartenschau hergestellt werden? Antworten auf diese Fragen liefern schon bald Klever Schüler:innen der 1. bis 10. Klasse. Ab sofort sind sie eingeladen, beim Ideenwettbewerb „Mein Landesgartenschau-Maskottchen“ mitzumachen.



Der Einsendeschluss ist Freitag, der 6. Februar 2026, die Prämierung des Gewinnerentwurfs erfolgt Anfang März 2026. „Frühere Landesgartenschauen haben gezeigt, dass vor allem Kinder ein besonderes Gespür für kreative und identitätsstiftende Maskottchen haben“ weiß Heinrich Sperling, Prokurist und erfahrener Berater der Durchführungsgesellschaft.

Der auszuwählende Entwurf wird schon bald als lebendige, große Figur durch die Stadt ziehen und bis 2029 verschiedene Veranstaltungen besuchen. Geplant sind zudem die Produktion von Kuscheltieren, die Abbildung auf Werbematerialien sowie der grafische Einsatz im Internet und in den sozialen Medien. Fast alle Klever Schulen haben ihre Unterstützung bei der Bewerbung des Wettbewerbs und der Verteilung der Materialien in den Klassen zugesagt.

Mitglieder des Fördervereins der Landesgartenschau stellen die Aufgabe zudem persönlich in verschiedenen Klassen vor. Zur Inspiration erhalten die Schüler:innen neben dem offiziellen Teilnahmebogen ein kleines Begleitbuch mit „Klever Geschichte(n)“. Darin geht es unter anderem um die Entstehung der Burg an der Klippe, die Schwanenritter-Sage und die Bedeutung des Wassers für die Stadt.

Das Büchlein soll nicht nur kreative Ideen anregen, sondern zugleich Wissen über die Geschichte Kleves vermitteln. Die Teilnahmeunterlagen sind für teilnahmeberechtigte Schüler:innen auch in der Buchhandlung Hintzen, in der Klever Stadtbücherei sowie in der Tourist-Information der Stadt Kleve erhältlich. Es werden viele kreative Ideen erwartet; mit Spannung wird verfolgt, wer Botschafter der Landesgartenschau Kleve 2029 wird.

Klever Hornistin Ursula Kepser beim Reihenkonzert  Zwei Geigen, Bratsche, Cello und Kontrabass, dazu Klarinette, Fagott und Horn. Ein Oktett ist ein spannendes Zwitterwesen: fast ein kleines Orchester und doch filigran genug für den echten Kammermusikklang.

Das Oktett des BRSO. Foto: Astrid Ackermann.

Am 20. Januar um 20 Uhr gastiert die Hornistin und gebürtige Kleverin Ursula Kepser beim Reihenkonzert in der Stadthalle – gemeinsam mit sieben Kolleginnen und Kollegen vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO). Die acht spielen das wunderbare Oktett F-Dur von Franz Schubert, kontrastiert durch das atmosphärische Werk „Texture“ des Japaners Toshio Hosokawa (*1955). Und weil man eigentlich nie genug Schubert hören kann, eröffnen sie den Abend mit vier seiner berühmten „Moments musicaux“ für Klavier, in einer zauberhaften Bearbeitung des dänischen Komponisten Hans Abrahamsen.

Seit 1996 ist Ursula Kepser Mitglied beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Mit 13 Jahren begann sie mit dem Hornunterricht an der Kreismusikschule Kleve, mit 17 wurde sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik Köln, und mit 22 hatte sie bereits ein festes Engagement beim Radiosinfonieorchester Frankfurt. Schon einmal war Kepser zu Gast bei einem Klever Reihenkonzert: 2015 brachte sie die gesamte Horngruppe ihres Münchner Orchesters mit.

Diesmal erklingen mit dem Oktett F-Dur und den „Moments musicaux“ zwei berührende Werke aus Schuberts letzten Lebensjahren – 1828 starb er mit nur 31 Jahren in Wien, einsam und verarmt.  Toshio Hosokawa ist der bekannteste lebende Komponist Japans, seine Musik steht regelmäßig auf den Spielplänen großer Opernhäuser und Sinfonieorchester. „Texture“ (Gewebe) komponierte er für eine Asientournee des Philharmonischen Oktetts Berlin im Sommer 2020, die jedoch aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste.

Das Werk lebt von seinen großen Kontrasten: Hosokawa türmt die acht Stimmen zu mächtigen, grummelnden Klangwolken auf, dann wieder lässt er sie solistisch singen oder deklamieren. Tickets für 18 Euro (5 Euro für Schüler und Studierende) gibt es an der Rathaus-Info, an den bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen und hier. Um 19 Uhr gibt Daniel Ziegler die Konzerteinführung im Gespräch mit Ursula Kepser.

Wesel: Gesprächskreis für ehrenamtliche rechtliche Betreuer*innen
Das Informations- und Beratungsangebot für ehrenamtliche rechtliche Betreuer*innen findet an jedem letzten Mittwoch eines Monats ab 16:30 Uhr im St. Bonifatius-Haus am Bahnhof Wesel (Franz-Etzel-Platz 15, 46483 Wesel) statt. Rechtliche Betreuer*innen aber auch Vollmachtnehmer*innen können sich über das vielfältige Ehrenamt austauschen. 

Neben den ehrenamtlichen rechtlichen Betreuer*innen sind auch Interessierte herzlich eingeladen, an dem offenen Gesprächskreis teilzunehmen. Dabei können Themen angeregt oder Fragen gestellt werden. Zudem werden regelmäßig Fach-Referent*innen zu den Treffen eingeladen. 

Mitarbeiter*innen der Betreuungsvereine des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel (Frau Rabeneck, Tel.: 02064 4278813), des Diakonischen Werkes Wesel (Frau Schlümer, Tel.: 0281 156233) sowie der Betreuungsbehörden des Kreises Wesel (Frau Ebens Tel.: 0281 2073449) und der Stadt Wesel moderieren die Runden. Auch sie stehen mit Rat den Teilnehmer*innen zur Verfügung. 

Folgende Termine sind für 2026 geplant, insbesondere die Termine der Referenten können jedoch noch variieren:
28.01.2026 offene Runde 25.02.2026 (Referent Wohnberatung)
25.03.2026 (Referent AOK Pflegeberatung)
29.04.2026 (Referent Fachbereich Soziales der Stadt Wesel)
27.05.2026 offene Runde 24.06.2026 Sommerfest
30.09.2026 (Referent Verbraucherzentrale)
28.10.2026 (Referent Rechtspfleger)
28.11.2026 offene Runde
30.12.2026 Jahresausklang
Termine für die Einführungsveranstaltungen:
12.03.2026, 17 Uhr im Ratssaal (nur für neue Betreuer*innen / separate Einladung) 17.09.2026, 17 Uhr im Ratssaal (nur für neue Betreuer*innen / separate Einladung)  

Bei Rückfragen können Sie sich an Frau Bogner, Tel.: 0281 203 2483 von der Stadt Wesel wenden. Links Verkehrsüberwachung

Kleve: Winterlesung „Das verlorene Paradies“/“Das verlorene Paradies - der Weg zurück“ mit Oliver Locker-Grütjen
Die dritte Lesung im Rahmen der diesjährigen Winterlesungen zum Thema „Verlorenes Paradies“ widmet sich gleich zwei Büchern, es liest Oliver Locker-Grütjen. Abdulrazak Gurnah, Das verlorene Paradies (1994) & Gökcen Kaplan, Das verlorene Paradies - der Weg zurück (2025) Oliver Locker-Grütjen liest am Donnerstag, den 22. Januar 2026, im Museum Kurhaus Kleve aus dem „Verlorenen Paradies“ des Nobelpreisträgers Abdulrazak Gurnah und dem Buch „Das verlorene Paradies - der Weg zurück“ von Gökcen Kaplan.

Gurnah beschreibt in seinem Buch die Geschichte des zwölfjährigen Yusuf, der von seinen Eltern zur Bezahlung ihrer Schulden an einen arabischen Händler übergeben wird und für ihn im heutigen Tansania arbeiten muss. Durch Yusufs Perspektive werden die Verhältnisse Tansanias in der deutschen Kolonialzeit erzählt.

Das Buch von Gökcen Kaplan, wiederum, stellt die Frage „was wäre, wenn das Paradies nie verloren war, sondern wir uns nur von ihm entfernt haben?“. Ihre Erzählung ist eine Reise zu den Wurzeln unserer Zivilisation, ins Herz Mesopotamiens, wo die ältesten Erzählungen der Menschheit entstanden.
Die Lesung findet um 19 Uhr in der Lounge des Museum Kurhaus Kleve statt, der Eintritt beträgt 5 EUR (reduziert und für Mitglieder des Freundeskreises 3 EUR).

vhs Wesel-Hamminkeln-Schermbeck: Vorhang auf & Bühne frei: Theaterkurse für Erwachsene & Kinder
Die vhs Wesel-Hamminkeln-Schermbeck lädt ab dem 28. Januar alle Interessierten zu zwei Theaterkursen ein. An 15 Abenden tauchen die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung von Schauspielerin und Sängerin Alishia Funken in die Welt des Theaters ein. Der Kurs für Kinder von 8-12 Jahren findet von 17 bis 18:30 Uhr statt. Der Kurs für Erwachsene läuft von 18:45 bis 20:15 Uhr.

Neben Schauspielübungen, Improvisationstechniken und Sprechtraining steht vor allem die Freude am Ausprobieren im Mittelpunkt. In entspannter Atmosphäre werden verschiedene Rollen erarbeitet, Szenen entwickelt und das schauspielerische Handwerk spielerisch vermittelt. Der Kurs für Erwachsenen kostet 120,00 Euro, der Kinderkurs 40,00 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter 0281-203 2590 oder www.vhs-wesel.de.

Konjunkturindikator: Rezessionsrisiko marginal gestiegen – positiv bei Industrieaufträgen, Konsum wenig dynamisch
Die kurzfristigen Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich unter dem Strich über den Jahreswechsel kaum verändert. Das signalisiert der monatliche Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, der die neuesten verfügbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen bündelt.

Dahinter stehen allerdings interessante gegenläufige Entwicklungen: Während aus der Industrie durch deutlich gestiegene Inlandsaufträge erstmals seit längerem positive Signale kommen, entwickeln sich unter anderem die Indikatoren für den privaten Konsum nur moderat. Für das erste Quartal von Januar bis Ende März 2026 weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 28,0 Prozent aus.

Anfang Dezember betrug sie für die folgenden drei Monate noch 26,4 Prozent. Die geringfügige Eintrübung fällt nach Analyse von IMK-Konjunkturexperte Dr. Thomas Theobald aber kaum ins Gewicht, zumal gleichzeitig die statistische Streuung im Indikator, die eine Verunsicherung von Wirtschaftsakteuren widerspiegelt, marginal gesunken ist.



Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator zeigt wie im Dezember „gelb-grün“ an, was für ein moderates Wachstum spricht. Maßgeblich für den leichten Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit sind vor allem Stimmungsindikatoren. So verzeichnete neben dem ifo Geschäftsklimaindex und dem S&P Einkaufsmanagerindex auch der GfK-Konsumklimaindex etwas schlechtere Werte als im Vormonat.



Ein Indiz dafür, dass sich die Menschen in Deutschland bei Anschaffungen zurückhalten. Dagegen sorgten in den Indikator einfließende, überwiegend positive Daten von Finanzmärkten und aus der Realwirtschaft dafür, dass die Eintrübung marginal blieb. Dabei überlagerte die zuletzt sehr positive Entwicklung der Industrie-Aufträge aus dem Inland die weiterhin schwierige Situation bei den Exporten ins außereuropäische Ausland, die durch die aggressive Zoll- und Industriepolitik der USA und Chinas massiv gebremst werden. 



„Die Zeichen stehen weiter auf einen moderaten Aufschwung, wie wir ihn auch in unserer aktuellen Jahresprognose mit 1,2 Prozent Wirtschaftswachstum erwarten“, sagt Prof. Dr. Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK. „Allerdings hinterlassen die fortgesetzten und nach unserer Analyse weitestgehend überflüssigen Kürzungsdebatten der vergangenen Monate ihre Spuren.

Die ständigen Forderungen nach Einschnitten im Sozialstaat in Kombination mit dem Aufschieben zuvor versprochener Entlastungen, etwa bei der Stromsteuer, haben für Verunsicherung gesorgt und die Konsumfreude gedämpft. Damit hat die schwarz-rote Koalition die wichtigen Fortschritte bei Schuldenbremse und Investitionen erheblich konterkariert“, warnt Dullien. „ In einer zugespitzten geoökonomischen Situation, in der es auf die Binnennachfrage ankommt, ist das ebenso riskant wie unnötig.“

Dinslaken: Mit Schwung und Spaß: Neuer Hula-Hoop-Kurs für geflüchtete Frauen startet
Ab dem 22.01.2026 heißt es jeden Donnerstag von 11 bis 12 Uhr: Mit Hula-Hoop in Bewegung kommen und Spaß haben. In den Räumlichkeiten der Fliehburg, die von der Caritas zur Verfügung gestellt werden, startet ein wöchentlicher Hula-Hoop-Kurs speziell für geflüchtete Frauen – ein kostenfreies Angebot, das Bewegung und Gemeinschaft in einem geschützten und sicheren Rahmen vereint. 


„Gerade niedrigschwellige Bewegungsangebote wie dieser Hula-Hoop-Kurs leisten einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Förderung und zum sozialen Miteinander geflüchteter Frauen. Sie schaffen Begegnung, stärken das persönliche Wohlbefinden und fördern die Integration“, betont die Sozialdezernentin Dr. Tagrid Yousef. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!

Alle interessierten Frauen sind herzlich eingeladen, ohne Anmeldung vorbeizukommen und mitzumachen. Bequeme Kleidung, Neugier und Lust auf Bewegung genügen. Geleitet wird der Kurs von Funda Haciimamoglu, die mit viel Motivation und Freude durch die Stunde führt. Finanziert wird das Angebot durch den Kreissportbund Wesel. Kommt vorbei und macht mit! Ihr seid herzlich willkommen!

 

Kleve: Kindermusical "Der verlorene Sohn"
So., 25.01.2026 - 15:00 - 16:00 Uhr Kindermusical "Der verlorene Sohn" von Andreas Mücksch und Barbara Schatz mit dem Kinderchor der Evangelischen Kirchengemeinde Kleve unter Leitung von Annedore und Thomas Tesche.


Meine letzte Reise: Dem Leben begegnen – im Gespräch über das Sterben
Neukirchen-Vluyn: Veranstaltungsreihe lädt zu offenen Gesprächen über Abschied, Vorsorge und Lebensende ein
– Über das Sterben zu sprechen, fällt vielen schwer. Dabei gehört es zum Leben dazu – unausweichlich und zutiefst menschlich.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Dem Leben begegnen – im Gespräch über das Sterben“ möchten der Hospizverein Neukirchen-Vluyn, die Evangelischen Kirchengemeinden Vluyn und Neukirchen sowie das Bestattungshaus Hartschen, Neukirchen-Vluyn dazu einladen, sich diesem Thema in geschütztem, offenen Rahmen zu nähern.

An fünf Abenden von Januar bis März 2026 geht es um verschiedene Aspekte rund um das Lebensende: von rechtlicher Vorsorge über Bestattungsformen und Sterbebegleitung bis hin zu persönlichen und spirituellen Fragen des Abschieds. Die Abende beginnen jeweils um 18.30 Uhr im Gemeindehaus P23, Pastoratstraße 23 in Neukirchen-Vluyn.


„Wir möchten das Schweigen brechen und Räume schaffen, in denen Menschen miteinander über das Sterben sprechen können – offen, ehrlich und ohne Angst“, sagt Pfarrerin Juliane Kollmann-Rusch, die die Reihe mitorganisiert.

Neben kurzen Impulsvorträgen erwartet die Teilnehmenden ein offener Austausch in angenehmer Atmosphäre. Die Veranstaltungen werden zudem musikalisch begleitet – durch Willi Tiegelkamp, Britta Wiese und Michaela Coerdt, die mit ihrer Musik besondere Akzente setzen.


Ein besonderer Höhepunkt ist der Ausflug ins Krematorium Venlo am 14. März, der Einblicke in Abläufe und Hintergründe der Feuerbestattung bietet.

Die Teilnahme ist kostenlos (außer beim Ausflug) und jeder Abend ist in sich geschlossen. Eine Anmeldung ist nur für den Ausflug erforderlich.

Ort: Gemeindehaus P23, Pastoratstraße 23, Neukirchen-Vluyn
Zeit: jeweils 18.30–20.30 Uhr
Termine: 26.1.2026, 9.2.2026, 23.2.2026, 9.3.2026, 23.3.2026
Exkursion: 14.3.2026
Ansprechpartner: Juliane Kollmann-Rusch, Tel. 02845-298141, juliane.kollmann-rusch@ekir.de




Gewerbliche Schlachtungen in NRW: Rückgang bei Rindern – Geflügel steigt auf neuen Höchstwert
* Rund 1,6 Millionen Tonnen Schweinefleisch wurden 2024 in Schlachtunternehmen erzeugt.
* Import von Schweinefleisch in NRW rückläufig, Import von Geflügel zunehmend.
* Ein Drittel der viehhaltenden Betriebe waren im Regierungsbezirk Münster.

Die gewerblichen Schlachtunternehmen in Nordrhein-Westfalen haben 2024 rund 1,6 Millionen Tonnen Schweinefleisch erzeugt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der Grünen Woche in Berlin (16.-25. Januar 2026) mitteilt, stieg damit die Schlachtmenge das zweite Jahr in Folge, lag aber 14,5 % unter dem Niveau von 2010.

Der Schwerpunkt der Schweineschlachtungen lag 2024 im Regierungsbezirk Münster, auf den 43,6 % des Schlachtgewichtes entfielen. Bei der Schlachtung von Rindern setzte sich der seit 2015 anhaltende Rückgang fort. 2024 wurde rund 160.300 Tonnen Schlachtgewicht erzeugt. Im Langzeitvergleich mit 2010 ist die Schlachtmenge damit um 28,1 % auf einen neuen Tiefstand gesunken.



Mehr als die Hälfte des erzeugten Rindfleischs (53,1 %) entfiel 2024 auf den Regierungsbezirk Detmold. Eine andere Entwicklung zeigt sich bei den nordrhein-westfälischen Geflügelschlachtereien: Die Schlachtmenge von Geflügel erreichte 2024 mit 58.300 Tonnen Schlachtgewicht einen neuen Höchstwert. Gegenüber dem Jahr 2010 ist die Schlachtmenge um ein Viertel (25,4 %) gestiegen.



Fleischimporte seit 2010 auf ähnlichem Niveau – Warenwert um über 50 % gestiegen Die NRW-Wirtschaft importierte im Jahr 2024 über 682.000 Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse mit einem Warenwert von rund 2,5 Milliarden Euro. Gegenüber 2010 ist die Importmenge im Jahr 2024 auf ähnlichem Niveau (−1 %), der Warenwert stieg um 52 %. Import von Schweinefleisch in NRW rückläufig, Geflügel zunehmend Im Jahr 2024 war die Importmenge bei Schweinefleisch um 17,3 % geringer als im Jahr 2010.



Im gleichen Zeitraum nahm die Menge an importiertem Fleisch von Geflügel deutlich um 28,5 % und die von Rindern um 6,2 % zu. Die NRW-Wirtschaft exportierte im Jahr 2024 rund 885.000 Tonnen Fleisch- und Fleischerzeugnisse mit einem Warenwert von 2,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2010 ist die Exportmenge von Fleisch und Fleischerzeugnissen um 17,5 % gesunken, der Warenwert stieg im gleichen Zeitraum um 16,7 %.

Schweinefleisch machte 2024 einem Anteil von 61,5 % an der Exportmenge von Fleisch und Fleischerzeugnissen aus.
Ein Drittel der viehhaltenden Betriebe im Regierungsbezirk Münster Wie das Statistische Landesamt anhand der Agrarstrukturerhebung weiter mitteilt, haben 2023 rund 23.650 landwirtschaftliche Betriebe in NRW Vieh gehalten, das waren 70 % aller landwirtschaftlichen Betriebe.

Die meisten viehhaltenden Betriebe gab es mit einem Anteil von 34 % im Regierungsbezirk Münster, gefolgt vom Regierungsbezirk Detmold (20 %). Die Zahl der viehhaltenden Betriebe ist rückläufig. Gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 reduzierten sich diese um 15 %. Im Regierungsbezirk Münster lag der Rückgang bei 13 %.