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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 7: Montag, 9. bis Sonntag, 15. Februar 2026
Themen u.a.:

Dinslaken: Keine kurzfristige Schließung – Zukunft der Eissporthalle offen
Am 11. Februar 2026 haben drei in der Eissporthalle aktive Vereine – die Kobras, die Sportkegler und die Sportschützen vom PSSC –Bürgermeister Simon Panke zu einem Austausch eingeladen. Im Rahmen dieses Gespräches wurde vor allem die Frage diskutiert, welche Auswirkungen die dramatische Haushaltslage auf die Zukunft der Eishalle haben werden.

Darauf antwortete der Bürgermeister transparent, indem er die bestehenden Probleme benannte. Eine kurzfristige Schließung wurde in dem Gespräch nicht thematisiert. Ein kritischer Punkt dürfte aber erreicht werden, sobald Sanierungskosten anfallen. Dann müssten Stadt und Rat entscheiden, ob man angesichts einer jahrelangen Haushaltssicherung diese Mittel noch aufbringen kann. 

Relativ zeitnah, wohl spätestens im Jahr 2027, müsste eine Investition über ca. 1 Million Euro in das Hallendach erfolgen, um den Weiterbetrieb zu ermöglichen. Problematisch wirken sich aber vor allem die Betriebskosten aus. Der Rat wird in Kürze (Ende März) ein Haushaltssicherungskonzept beschließen müssen. Im Verwaltungsentwurf wird vorgeschlagen, die jährlichen Zuschüsse an die eissporttreibenden Vereine schrittweise zu reduzieren – in den Jahren 2027 und 2028 um jeweils 125.000 Euro.

Der Entwurf des Haushaltssicherungskonzeptes sieht außerdem vor, dass die städtischen Gesellschaften einen höheren finanziellen Beitrag zur Konsolidierung erbringen müssen, um das jährliche Defizit innerhalb der nächsten acht Jahre auf Null zu reduzieren. Ein besonders großer Anteil, rund 6,7 Millionen Euro pro Jahr, muss dabei von den Stadtwerken beigetragen werden, als größter Tochtergesellschaft. 

Derzeit bringen die Stadtwerke jährlich ca. 1 Million Euro auf, um die Eishalle zu betreiben. Dieses Geld kann nicht an die Stadt ausgeschüttet werden. Insgesamt, mit Betriebskosten plus Vereinszuschüssen, kostet die Eishalle also ca. 1,25 Millionen Euro pro Jahr. Die nötigen Investitionen in das Gebäude und die Technik sind darin nicht inbegriffen. Rechnet man diese Summe in Grundsteuer-Hebesatzpunkten müsste die Grundsteuer B um zusätzliche 70 Punkte angehoben werden, um den Betrieb und die Zuschüsse weiter zu finanzieren. 

Der Bürgermeister hat im Gespräch mit den Vereinen dargelegt, dass es wohl zwei realistische Handlungsoptionen gibt, um den Status Quo zu erhalten: Entweder findet sich ein Investor – wie kürzlich bei der Eishalle in Wesel. Oder der Rat müsste beschließen, dass eine noch stärkere Erhöhung der Grundsteuer B erfolgt.

Noch höhere Kosten werden allerdings entstehen, sobald die erwähnten Sanierungsarbeiten fällig werden. Neben den Investitionen in das Dach, dürften über die Jahre gesehen noch weitere Maßnahmen notwendig werden. Bis vor drei Jahren wurde immerhin über die Notwendigkeit einer Modernisierung in Höhe von 40 Millionen Euro gesprochen – eine Summe, die für die Stadt Dinslaken in den nächsten Jahren nicht zu stemmen sein wird. Schlussendlich wird die Entscheidung über das künftige Vorgehen dem Rat obliegen.

Moers: Rat beschließt Wohnungsbau-Turbo
Wohnungsbau-Turbo in Moers: Erstmals wird das beschleunigte Verfahren für den Wohnungsbau angewendet. Das hat der Rat der Stadt Moers am Mittwoch, 11. Februar, beschlossen. Das private Projekt wird in Schwafheim umgesetzt. Ziel des neuen Gesetzes ist es, den Bau von Wohnraum zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Die Ratsarbeit ist ab sofort ausschließlich digital, so eine weitere Entscheidung.  Alle Ratsmitglieder erhalten einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für die technische Ausstattung. In Kapellen gibt es demnächst die Agnes-Karll-Straße. Sie führt durch ein neues Wohngebiet, das von ‚Im Bruckschefeld‘ abgeht.

Agnes Karll (1868-1927) war eine Reformerin der Deutschen Krankenpflege. Sie gründete 1900 die Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen.  Weitere Themen und Details unter ris.moers.de. Auf dem städtischen YouTube-Channel ist der Stream der Ratssitzung als Aufzeichnung bis 25. Februar abrufbar

Moers: Die neue Bürgermeisterin gab das Zepter schon wieder aus der Hand. Allerdings nur bis Aschermittwoch!
Bei ihrem ersten Möhnensturm aufs Rathaus verhielt sich Julia Zupancic – verkleidet als Mary Poppins – stilecht: erst mit leichter Strenge, aber vor allem mit großer Herzlichkeit. Nur mit ihrem Schirm wegfliegen – so wie die Romanfigur - wollte sie nicht. 

Foto pst

Den Rathausschlüssel gab sie am Ende kampflos und freiwillig ab. Die Möhnen des ‚Kulturausschuss Grafschafter Karneval‘ nahmen nicht nur den Schlüssel, sondern auch Bürgermeisterin Zupancic mit auf einen Streifzug durch die Stadt. 

Moerser KunstFrühling: Anmeldung zur Teilnahme noch bis 22. Februar
Auch in diesem Jahr findet der Moerser KunstFrühling wieder in den Räumen der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse am Niederrhein am Ostring statt. Am 18. und 19. April präsentiert das Kulturbüro der Stadt Moers von 11 bis 17 Uhr einen abwechslungsreichen Kunstmarkt.

Auf dem Foto sieht man Arbeiten von Diana Kirsten-Szlaski. (Foto: Bettina Engel-Albustin).

Bildende Künstlerinnen und Künstler, Kunsthandwerkerinnen und -handwerker mit Lebens- oder Arbeitsmittelpunkt in Moers können sich noch bis zum 22. Februar dafür anmelden.  Die Teilnahme ist kostenlos.

In diesem Jahr soll der Kunstmarkt ausschließlich auf Kunst und Kunsthandwerk zugeschnitten werden und folgende Sparten abdecken: Bildende Kunst (Malerei, Skulptur, Zeichnung, Grafik, Fotografie, digitale Kunst etc.), Kunsthandwerk (Töpferei und Keramik, Gold- und Silberschmiedekunst, Glasbläserei und Glasgestaltung, Holzarbeiten, Kunstschmiedearbeiten und Metallgestaltung etc.). 
Infos, Teilnahmebedingungen und Anmeldeformular

TÜV-Verband begrüßt Abgabe auf Kleinsendungen – mehr Kontrollen und Drittprüfung nötig
Der EU-Rat hat neue Zollregeln für Waren in kleinen Paketsendungen verabschiedet, die vor allem über den Onlinehandel aus Drittstaaten in die EU gelangen. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Zollreform. Nach Angaben des Rates sollen Sendungen mit einem Wert von unter 150 Euro künftig nicht mehr zollfrei bleiben: Vorgesehen ist zunächst ein pauschaler Zollsatz von 3 Euro für Waren in solchen Kleinsendungen; ab dem 1. Juli 2026 soll der Zollsatz dann je nach Warenkategorie erhoben werden.

Zitat von Daniel Pflumm zur Zollabgabe auf Kleinsendungen - Copyright TÜV-Verband/Tobias Koch

Daniel Pflumm, Referent für Produktsicherheit beim TÜV-Verband, kommentiert den Beschluss: „Wir begrüßen den Beschluss des EU-Rats, für kleine Warensendungen aus Drittstaaten künftig eine zusätzliche Abgabe vorzusehen. Für uns geht es hierbei um mehr als eine technische Zollfrage, sondern um Produktsicherheit im Alltag.

Das Geschäftsmodell vieler Onlineanbieter basiert darauf, Produkte als millionenfache Einzelsendungen direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU zu verschicken und genau in diesen Warenströmen finden sich leider auch viel zu viele nicht EU-konforme und damit potenziell unsichere Produkte. Gerade bei sensiblen Warengruppen wie Spielzeug kann das konkret bedeuten: Was billig im Warenkorb landet, ist im Zweifel nicht sicher im Kinderzimmer.
Der neue Zollsatz kann die Kleinsendungsflut zumindest etwas bremsen und damit auch das Risiko senken, dass Problemware massenhaft und schnell in Umlauf kommt.“

Handlungsbedarf besteht weiterhin „Das Grundproblem bleibt jedoch bestehen.
Zu viele Produkte werden weiterhin über Online-Marktplätze in Verkehr gebracht, ohne dass ihre Konformität mit EU-Anforderungen verlässlich abgesichert ist. Solange nicht-konforme Ware überhaupt online angeboten werden kann und dann praktisch ungehindert bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, bleibt der Verbraucherschutz lückenhaft.

Deshalb braucht es den nächsten Schritt: klare Verantwortung entlang der Lieferkette und vor allem präventive Mechanismen, damit nur sichere, EU-konforme Produkte in den Binnenmarkt gelangen und gleiche Wettbewerbsbedingungen durchgesetzt werden. Dazu gehören robuste, überprüfbare Nachweise und, wo es sinnvoll ist, unabhängige Drittprüfungen, bevor Produkte verkauft und versendet werden.

Die neue Abgabe ist ein Signal. Echte Produktsicherheit erreichen wir aber erst, wenn nicht-konforme Ware konsequent gar nicht erst auf den Markt kommt.“ Die vollständige Position des TÜV-Verband „Marktüberwachung stärken – für fairen Wettbewerb und hohes Schutzniveau“ ist auf der Website des TÜV-Verbands abrufbar.

Wirtschaft verharrt im Tief - IHK: Politik muss liefern, damit Firmen zulegen
Die Stimmung bei den Unternehmen am Niederrhein ist weiter schlecht. Die Impulse der Bundesregierung kommen nicht an. Das zeigt die Konjunkturumfrage der Niederrheinischen IHK. Betriebe halten sich mit Investitionen zurück. Die Industrie baut weiter Stellen ab. Ein Aufschwung ist nicht in Sicht.

„Wir brauchen mehr Tempo bei den Reformen, Verlässlichkeit und Entlastungen. Berlin muss jetzt handeln. Die für 2028 angekündigte Steuer-Senkung sollte vorgezogen werden. Nur so können wir Wachstum erzeugen und damit Arbeitsplätze und Wohlstand“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.

Bürokratie und Arbeitskosten bremsen Wirtschaft
Bürokratie und eine schwache Inlandsnachfrage machen es den Unternehmen schwer. Ein wachsendes Geschäftsrisiko sind auch die Arbeitskosten. Der IHK-Chef betont: „Die Debatte um Renten- und Arbeitsmarktreform verunsichert unsere Unternehmen. Die Sorge vor steigenden Arbeitskosten nimmt zu. Dabei stehen unsere Firmen ohnehin unter Druck: Durch zu teure Energie und zu hohe Steuern werden sie international abgehängt.“

Investieren ohne Fortschritt
Die Betriebe am Niederrhein wollen wieder mehr investieren. Besonders in der Industrie. Aber: „Dabei geht es vor allem darum, die Betriebs-Abläufe zu optimieren. Es geht nicht um eine Ausweitung der Kapazitäten“, erläutert Dietzfelbinger. Zudem fehlt es an Gewerbeflächen. Auch die Kommunen müssen mitziehen, bekräftigt er: „Digitale, schnelle Verwaltungen und vereinfachte Prozesse sichern Einnahmen. Steuererhöhungen sind das falsche Signal.“

An der aktuellen Umfrage der Niederrheinischen IHK haben sich 221 Unternehmen mit knapp 40.000 Beschäftigten beteiligt. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die Lage und die Erwartungen zusammenfasst, verharrt bei 94 Punkten.







Erwartungen steigen
Mit Schulden will die Bundesregie- rung das Wachstum befeuern. Die Reform-Bemühungen zünden noch nicht: Der Klima-Index bleibt mit 94,1 weiter negativ. Gleichzeitig verschlechtert sich die Lage der Unternehmen am Nieder- rhein. Industrie, Stahl und Handel sind besonders betroffen. Manche Betriebe hoffen trotzdem auf Bes- serung: Das Gastgewerbe erwartet beispielsweise Rückenwind durch die niedrigere Mehrwertsteuer.
Insgesamt bleiben die Erwartungen aber gedämpft: Gleich viele Firmen blicken positiv wie negativ in die Zukunft. Bürokratie und ausbleibende Inlands- nachfrage bleiben weiter die größten Geschäftsrisiken der Wirtschaft. Der höhere Mindestlohn rückt die Sorge vor hohen Arbeitskosten vor die Energiepreise

Berlin muss endlich liefern
Den Betrieben geht die Luft aus. Ohne Wachstum kein Wohl- stand. Daher muss Berlin rasch handeln: weniger Regulierung, schnellere Genehmigungen, niedrige Energiepreise und Arbeitskosten. Starke Kommunen benötigt Digitale und schnelle Verwal- tungen mit unternehmensnahen Prozessen ziehen Betriebe an. Das stabilisiert die Haushalte. Kommunale Steuererhöhungen sind das falsche Signal.




Die Investitionen steigen an.
Das ist jedoch getragen von Rationali- sie rungen im Handel und Ersatz- beschaffun gen der Industrie. Mehr produziert wird dadurch nicht. Ohne ausreichende Gewerbeflächen sind weder große Investitionen mög- lich, noch gelingt die Transformation der Wirtschaft. Hier muss die Politik nachsteuern.

Das Zoll-Chaos, der Grönland-Streit und die Unstimmigkeiten beim Mercosur-Abkommen haben die Unternehmen verunsichert. Die Exporte gehen weiter zurück. Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Die Deindustrialisierung spiegelt sich auch in der Beschäftigung wider: Die Indus trie plant weitere Entlassungen.




Grafik/Bericht: Niederrheinische IHK/Weissheiten Design


Neuwahl der Seniorenvertretung der Stadt Dinslaken im April 2026
Am 29. April 2026 wird die Seniorenvertretung der Stadt Dinslaken zum neunten Mal neu gewählt. Sie vertritt die Interessen der älteren Bürger*innen und gewinnt angesichts des demografischen Wandels stetig an Bedeutung. Gesucht werden engagierte Menschen ab 55 Jahren, die ihre Erfahrungen, Ideen und Sichtweisen einbringen möchten – ausdrücklich auch Einzelpersonen, die bisher nicht in einer Organisation aktiv sind.

Wer der Meinung ist, dass Anliegen älterer Menschen stärker gehört werden sollten, hat hier die Möglichkeit, aktiv mitzuwirken und Dinge mitzugestalten. Die Seniorenvertretung arbeitet weisungsunabhängig, überparteilich, überkonfessionell und verbandsunabhängig. Ihre Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich, selbstständig und eigenverantwortlich für die Belange der älteren Generation in Dinslaken.

Zu den Aufgaben der Seniorenvertretung gehört es, die Interessen der Seniorinnen und Senioren in der Öffentlichkeit, gegenüber Behörden sowie in kommunalen Gremien zu vertreten. Als „Sachkundige Einwohner*innen“ wirken Mitglieder unter anderem in den Sitzungen des Sozial-, Kultur-, Planungs- und Bauausschusses mit und bringen dort ganz konkret die Perspektive älterer Menschen ein. Kurz gesagt: Wer mitreden möchte, kann hier tatsächlich Einfluss nehmen.

Darüber hinaus ist die Seniorenvertretung auch ganz praktisch tätig: Sie bietet eine wöchentliche Sprechstunde (donnerstags von 10 bis 12 Uhr im Seniorenbüro) an, gibt die Seniorenzeitung „Lebenszeit“ heraus, organisiert ein monatliches Tanzcafé, führt Smartphone-Kurse durch und hat im vergangenen Jahr zusätzlich ein Figurentheater für Menschen mit Demenz initiiert.  

Wahlverfahren und Teilnahme
Gewählt werden 13 Mitglieder sowie 5 Ersatzmitglieder durch die Delegiertenversammlung. Das aktive und passive Wahlrecht zur Delegiertenversammlung haben alle Dinslakener Bürger*innen, die am 01.01.2026 das 55. Lebensjahr vollendet haben oder älter sind. Delegierte bzw.

Kandidat*innen können:
• von Organisationen vorgeschlagen werden, die in der Seniorenarbeit aktiv sind oder
• sich selbst bewerben, wenn sie 20 Unterstützungsunterschriften wahlberechtigter Personen vorlegen Gerade Menschen ohne Vereins- oder Organisationsbindung sind ausdrücklich eingeladen, diesen Weg zu nutzen.

Oft sind es genau diese persönlichen Erfahrungen aus dem Alltag, die wertvolle Impulse für die Arbeit der Seniorenvertretung liefern. Zur Wahl in die Seniorenvertretung ist die gleichzeitige Wahl als Delegierte*r erforderlich. Die in Dinslaken tätigen Seniorengruppen und -organisationen haben bereits entsprechende Unterlagen erhalten, und erste Kandidaturen sind eingegangen.

Interessierte Einzelpersonen sind ausdrücklich eingeladen, sich direkt an das Seniorenbüro zu wenden. Kontakt Melanie Segerath Telefon: 02064 / 66 549 E-Mail: melanie.segerath@dinslaken.de

Neues Amtsblatt
Am 12. Februar 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält eine öffentliche Bekanntmachung der Stadt Dinslaken zu den Datenschutzhinweise der Jagdgenossenschaft Dinslaken.
Die Amtsblätter der Stadt können auch auf der städtischen Homepage eingesehen werden: www.dinslaken.de/stadt-buergerservice/aktuelles/amtsblatt 



Gleich und gleich gesellt sich gern: Rund 61 % der NRW-Paare hatten 2024 das gleiche Bildungsniveau
* Bei unterschiedlichem Bildungsniveau verfügt meist der Mann über einen höheren Abschluss.
* Bildungsunterschiede zwischen Mann und Frau bei jüngeren Paaren geringer.
* Jüngere Bevölkerung insgesamt mit höherem Bildungsniveau. S

Menschen wählen mehrheitlich eine Partnerin bzw. einen Partner mit gleichem Bildungsniveau. WieIdas Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen anlässlich des Valentinstages am 14. Februar 2026 auf Basis von Endergebnissen des Mikrozensus mitteilt, hatten im Jahr 2024 bei rund 61 % der gemischtgeschlechtlichen Paare in NRW beide Personen einen gleichen oder ähnlichen Bildungsabschluss.



Bei gut jedem zehnten Paar (11 %) verfügte sowohl der Mann als auch die Frau über ein formal niedriges Bildungsniveau. Bei rund einem Drittel der Paare (32 %) hatten beide einen mittleren Bildungsabschluss und rund 17 % der Paare bestand aus zwei formal hochqualifizierten Personen. Bei unterschiedlichem Bildungsniveau verfügt meist der Mann über einen höheren Abschluss Knapp 39 % der Paare in NRW hatten 2024 ein unterschiedliches Bildungsniveau.

Bei insgesamt knapp 26 % der Paare hatte der Mann ein höheres Bildungsniveau als seine Partnerin, bei rund 13 % war die Frau formal höher gebildet als ihr Partner. Bildungsunterschiede zwischen Mann und Frau bei jüngeren Paaren geringer Bei jüngeren Paaren in der Altersgruppe 18 bis 44 Jahre war der Anteil der Paare mit gleichem Bildungsniveau im Jahr 2024 mit 64 % etwas höher als bei älteren Paaren mit knapp 60 %.

Auch weisen jüngere Paare in NRW mit gleichem formalem Bildungsstand häufiger ein hohes Bildungsniveau auf als ältere Paare: Bei rund jedem vierten jüngeren Paar (25) hatten beide einen hochqualifizierten Bildungsabschluss, bei den älteren Paaren war es nur gut jedes siebte (14 %). Jüngere Paare haben nicht nur mit 36 % seltener ein ungleiches Bildungsniveau als ältere Paare mit rund 40 %.

Auch das Geschlechterverhältnis bezüglich der Personen mit dem jeweils höheren Bildungsniveau ist bei den Jüngeren ausgeglichen. So haben bei den Paaren im Alter von 18 bis 44 Jahren in jeweils rund 18 % der Fälle der Mann bzw. die Frau den höheren Bildungsstand. Bei den älteren Paaren hat in 11 % der Fälle die Frau, aber in rund 29 % der Fälle der Mann eine formal höhere Qualifikation.

Jüngere Bevölkerung insgesamt mit höherem Bildungsniveau Die Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Paaren sind Folge der Angleichung des Niveaus bei den Bildungsabschlüssen von Männern und Frauen: In der Altersklasse der 18- bis 44-Jährigen sind die Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern deutlich geringer als bei Personen ab 45 Jahren. Die jüngeren Frauen weisen insgesamt gesehen einen höheren formalen Bildungsstand auf als die älteren.

So verfügten in 2024 rund 30 % der 18- bis 44-jährigen Frauen in NRW über einen hohen Bildungsabschluss gegenüber gut 18 % der älteren Frauen. Bei den Jüngeren hingegen ist ein gegenläufiger Trend erkennbar: Der Anteil der hochqualifizierten Männer im Alter von 18 bis 44 Jahren ist mit rund 27 % niedriger als bei den Männern ab 45 Jahren (32 %), während der Anteil der niedrig Qualifizierten bei den jüngeren Männern mit knapp 26 % höher liegt als bei den älteren (19 %).

Unternehmensinsolvenzen im November 2025: +0,4 % zum Vorjahresmonat Verbraucherinsolvenzen im November 2025: +7,3 % zum Vorjahresmonat
Im November 2025 haben die deutschen Amtsgerichte 1 794 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,4 % mehr als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.



Die Forderungen der Gläubiger aus den im November 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 1,5 Milliarden Euro. Im November 2024 hatten die Forderungen bei rund 2,8 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im November 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im November 2025.

Insolvenzhäufigkeit im Bereich Verkehr und Lagerei am höchsten
Bezogen auf 10 000 Unternehmen gab es im November 2025 insgesamt 5,2 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 11,0 Fällen je 10 000 Unternehmen. Danach folgte das Baugewerbe mit 8,1 Fällen sowie die Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 7,7 Fällen.

Januar bis November 2025: 10,0 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum
Im Zeitraum von Januar bis November 2025 verzeichneten die Amtsgerichte insgesamt 22 027 beantragte Unternehmensinsolvenzen, das waren 10,0 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 44,3 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten sie bei 52,3 Milliarden Euro gelegen.

7,3 % mehr Verbraucherinsolvenzen im November 2025 als im Vorjahresmonat
Im November 2025 gab es 6 408 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 7,3 % mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis November 2025 erfassten die Amtsgerichte insgesamt 70 941 Verbraucherinsolvenzen und damit 8,1 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Moers: Geldregen für die Bethanien Kinderklinik - 25-Stunden-Schwimmen erzielt Rekord-Spendensumme
Es war der krönende Abschluss eines sportlichen Highlights mit Herz: Das 25-Stunden-Schwimmen im Enni Sportpark Rheinkamp hat im Januar nicht nur mit beeindruckenden Leistungen überzeugt, sondern auch ein starkes Zeichen für soziales Engagement gesetzt.

664 Schwimmerinnen und Schwimmer legten in 25 Stunden gemeinsam rund 3.100 Kilometer zurück und damit etwa 800 Kilometer mehr als im Vorjahr. Jetzt gab es den verdienten Lohn für diesen Einsatz: Eine Rekordspende in Höhe von 7.876,83 Euro für die Bethanien Kinderklinik.

„Sport bringt Menschen zusammen und schafft echte Gemeinschaft – das hat das 25-Stunden-Schwimmen einmal mehr eindrucksvoll bewiesen“, sagte Benjamin Beckerle, Bereichsleiter der ENNI Sport & Bäder, bei der feierlichen Scheckübergabe im Enni Sportpark Rheinkamp.

„Unser Dank gilt vor allem den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz entscheidend zum Gelingen beigetragen haben.“  

Gemeinsam mit Sven Kattelans und Klaudia Bours (DLRG Rheinkamp) sowie Monika Huf (Freie Schwimmer Rheinkamp) überreichte Beckerle den symbolischen Scheck nun an Dr. Selcan Gündüz, Chefarzt der Bethanien Kinderklinik.

Hier wird die Spende in verschiedene Projekte fließen – unter anderem die Klinikclowns, die den jungen Patientinnen und Patienten regelmäßig Freude und Ablenkung im Klinikalltag bringen, und die medizinische Versorgung von Kindern aus Krisen- und Kriegsgebieten.  

Organisiert wurde das 25-Stunden-Schwimmen von den Freien Schwimmern Rheinkamp, der Schwimmabteilung des Moerser TV, dem SC Blau-Weiß Moers, den DLRG Ortsgruppen Moers, Rheinkamp und Neukirchen-Vluyn, dem SV Rheinhausen, dem Spielverein Neukirchen 21 und der ENNI Sport & Bäder.

Die Spendensumme setzt sich aus verschiedenen Einnahmequellen zusammen, darunter Startgelder, Erlöse aus dem Verkauf von Speisen und Getränken sowie Barspenden. Enni stellte mit dem Enni Sportpark Rheinkamp optimale Rahmenbedingungen für die Veranstaltung zur Verfügung – von idealen Schwimmbedingungen bis hin zur notwendigen Infrastruktur für Teilnehmende und Helfende.

Resilienz ist Verteidigung und gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik
Sicherheit im 21. Jahrhundert bedeutet mehr als militärische Stärke. Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft – gerade in Krisen. Resilienz heißt: handlungsfähig bleiben und dafür braucht es klare Regeln, regelmäßige Prüfungen und eine stärkere europäische Koordinierung. Zitat Dr. Joachim Bühler Copyright: TÜV-Verband / Tobias Koch Berlin

Von 13. bis 15. Februar trifft sich die internationale Sicherheitspolitik in München zur 62. Münchner Sicherheitskonferenz. Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, kommentiert: „Die Münchner Sicherheitskonferenz zeigt, dass Sicherheitspolitik heute breiter gedacht werden muss. Sicherheit im 21. Jahrhundert heißt, militärische Stärke und gesellschaftliche Resilienz gemeinsam zu denken.

Zur Sicherheit eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft, gerade in Krisen. Krankenhäuser, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Energie- und Wasserversorgung, Verkehr und digitale Netze müssen auch bei Stromausfällen, Cyberangriffen oder anderen Störungen funktional und stabil bleiben. Resilienz bedeutet: In kritischen Situationen handlungsfähig bleiben und grundlegende Versorgung aufrechterhalten.“

„Deutschland verfügt über wichtige Vorkehrungen, wie etwa Notstromsysteme und technische Sicherheitsanforderungen. Angesichts neuer Bedrohungen braucht es jedoch klarere und verbindlichere rechtliche Vorgaben, regelmäßige Prüf- und Nachweispflichten sowie konsequente Nachkontrollen. Gleichzeitig ist eine stärkere europäische Koordinierung nötig, damit Sicherheitsstandards zusammenpassen und Krisenmaßnahmen grenzüberschreitend greifen.“

Tipp zum Valentinstag: Schöne Erlebnisse zu zweit – mit der NiederrheinCard
Jedes Jahr im Februar stellt sich die gleiche Frage: Wie überrasche ich meinen Lieblingsmenschen zum Valentinstag mit etwas wirklich Besonderem? Blumen und Pralinen sind schön – aber gemeinsame Erlebnisse bleiben unvergesslich. Eine romantische und zugleich flexible Geschenkidee ist die NiederrheinCard.

Bequem online buchbar, eignet sie sich auch perfekt als kurzfristiges Valentinstagsgeschenk am 14. Februar. Einfach ausdrucken oder digital verschenken Die NiederrheinCard eröffnet durch attraktive Rabatte und exklusive Angebote neue Zugänge zu den schönsten Highlights und versteckten Geheimtipps der Region. Ob entspannte Stunden in Wellness-Tempeln, spannende Freizeitangebote oder kulinarische Genüsse in Restaurants – mehr als 60 Partnerbetriebe machen bereits mit. Und es werden stetig mehr.

Für eine romantische Auszeit eignet sich die Variante mit vier zusammenhängenden Tagen (29 Euro) – ideal für einen spontanen Kurzurlaub zu zweit. Wer den Niederrhein immer wieder neu entdecken möchte oder hier lebt, liegt mit der NiederrheinCard 365 (49 Euro) genau richtig: Sie ist ein ganzes Jahr gültig und bietet zahlreiche Möglichkeiten für gemeinsame Momente.

„Mit der NiederrheinCard lassen sich wunderbare Erlebnisse verschenken“, sagt Nina Jörgens von Niederrhein Tourismus. „Und gerade zum Valentinstag gilt: Gemeinsam Zeit verbringen und Neues entdecken – was könnte romantischer sein?“

Gemeinsam eine schöne Zeit verbringen – der Niederrhein bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten. Foto: P. Gawandtka

Zum Valentinstag: Nachhaltig(e) Freude schenken
Zum bald anstehenden Valentinstag am 14. Februar werden jedes Jahr Schnittblumen in großen Mengen gekauft – und nach ein bis zwei Wochen, wenn sie verblüht sind, wieder weggeworfen. Auch wenn sie schön aussehen und zu den beliebtesten Valentinstag-Traditionen zählen, nachhaltig sind die prächtigen Sträuße leider nicht. Warum also nicht etwas schenken, das naturschonender ist – und woran auch die zu beglückende Person länger Gefallen haben kann?

Dr. Lutz Popp (Gartenbauexperte vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. /BLGL) bietet passende Inspiration: „Statt zu Blumensträußen zu greifen, empfehle ich die Vergabe von Topfpflanzen oder feinen Kräutern, die dann auch direkt für ein romantisches Dinner eingesetzt werden können. Beliebt bei Gartenfans sind außerdem DIY-Pflanzsets, mit denen man langfristig Freude bereiten kann.“

Wesel: Asiatische Hornisse gefährdet heimische Insektenwelt: Kreisimkerverband und Untere Naturschutzbehörde bitten um Mithilfe
Schon seit Jahren ist ein starker Rückgang der heimischen Insekten erkennbar. Nunmehr macht sich ein weiterer Feind der heimischen Insektenwelt, die asiatische Hornisse (Vespa Velutina), auch im Kreis Wesel breit. Wichtige Hinweise. Ungefähr ab Februar eines Jahres gründet die Königin das Nest.

Diese anfangs noch sehr kleinen Initial- und Primärnester findet man meist geschützt z.B. in Hecken oder Gartenhäuschen. Die Nester lassen sich durch die muschelförmige Bänderung gut von den Nestern heimischer Wespen und Hornissen unterscheiden. Wird der Platz für das Nest zu eng, zieht das Volk etwa ab Juli um und gründet in hohen Bäumen das sogenannte Sekundärnest, dessen Einflugloch sich immer im unteren Bereich befindet.

Das Volk wächst in dieser Zeit erheblich und beherbergt im September bis zu 6.000 Hornissen. Je nach Größe des Nestes werden dann bis zu 600 Königinnen erzeugt, von denen fünf bis 15 den Winter überleben und im nächsten Jahr neue Völker aufbauen. 

Altweiberparty auf dem Altmarkt in Dinslaken
Dinslaken feiert den Höhepunkt der Karnevalssession Der Altweibertag ist in Dinslaken seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der fünften Jahreszeit. Auch in diesem Jahr laden die Dinslakener Karnevalsvereine gemeinsam mit der DIN-EVENT GmbH alle Jecken ein, am 12. Februar 2026 ab 13:11 Uhr auf dem Altmarkt den Höhepunkt der Karnevalssession zu feiern.

Die Veranstaltung verspricht ein buntes und vielfältiges Programm, das keine Wünsche offenlässt. Bürgermeister Simon Panke wird die Feierlichkeiten eröffnen und die Karnevalisten mit einer närrischen Begrüßung willkommen heißen. Danach erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Spektakel: Von mitreißender Musik bis hin zu farbenfrohen Tanzdarbietungen ist alles dabei, was das jecke Herz höherschlagen lässt.

Gemeinsam für den Karneval Die Altweiberparty ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit der Dinslakener Karnevalsvereine und der DIN-EVENT GmbH. „Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr gemeinsam ein karnevalistisches Highlight auf die Beine stellen können“, so die Organisatoren. „Es ist toll zu sehen, wie die Karnevalstradition in Dinslaken lebt und gefeiert wird.“

2025 gab es dazu erstmalig einen Anstecker geben, der nicht nur für die Liebe zum Karneval, sondern auch für eine stark, traditionsreiche Gemeinschaft steht. Auch in 2026 kann man einen neuen Anstecker käuflich auf dem Altmarkt erwerben. Wichtige Hinweise für Besucher Auf dem Altmarkt wird Glasverbot herrschen, um die Sicherheit aller Gäste zu gewährleisten.

Die Besucher werden gebeten, auf mitgebrachte Glasflaschen zu verzichten und stattdessen auf alternative Behälter zurückzugreifen. Für das leibliche Wohl wird vor Ort bestens gesorgt sein. Alle Jecken sind herzlich eingeladen, zusammen auf dem Altmarkt zu feiern und das närrische Treiben in vollen Zügen zu genießen. Die Altweiberparty in Dinslaken verspricht ein unvergessliches Erlebnis voller Frohsinn, Gemeinschaft und traditionellem Karnevalsflair!

Bildungspartnerschaft verlängert: Weseler Grundschulkinder profitieren weitere drei Jahre vom Patenprojekt
- 81 Kinder haben bereits von individueller Förderung profitiert
- „Alle Kinder haben Potenziale“ um weitere drei Jahre verlängert
- Wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit in Wesel

Das seit 2013 laufende Projekt „Alle Kinder haben Potenziale“ geht weiter und erhält in den nächsten Jahren wieder die Unterstützung von ALTANA.

 V.l.n.r.: Astrid Vogell, Astrid Wahl-Weber, Rainer Benien, Martin Babilas

Die Partner haben sich jetzt für eine Verlängerung entschieden. Rainer Benien, Bürgermeister der Stadt Wesel, Martin Babilas, Vorstandsvorsitzender der ALTANA AG, Astrid Wahl-Weber, Leiterin der Weseler Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Innenstadt, und Astrid Vogell, stellvertretende Direktorin der Akademie Klausenhof, unterzeichneten gestern einen Vertrag zur Fortführung der Bildungs-Coaching-Initiative bis einschließlich 2028.

Damit profitieren Weseler Grundschülerinnen und -schüler aus sozial belasteten Verhältnissen über mindestens drei weitere Jahre von der individuellen Förderung durch ehrenamtliche Patinnen und Paten. ALTANA finanziert dafür eine sozialpädagogische Fachkraft der Akademie Klausenhof, die vor Ort an der GGS Innenstadt Patinnen und Paten gewinnt, begleitet und deren ehrenamtliche Tätigkeit koordiniert.

„ALTANA ist weltweit aktiv und zugleich fest mit dem Standort Wesel verbunden. Gemeinsam engagieren wir uns für benachteiligte Kinder und leisten so einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit“, so Martin Babilas. „Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den ehrenamtlichen Patinnen und Paten. Dem Projekt wünschen wir weiterhin viel Erfolg.“

Im Vordergrund des Projektes steht, Grundschulkinder ab der zweiten Klasse in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Der entscheidende Erfolgsfaktor, damit das gelingt, ist die ungeteilte Aufmerksamkeit für das Kind. Deswegen steht die Zeit, die das Kind mit seiner jeweiligen Patin bzw. seinem Paten verbringt im Vordergrund. Geduld, Wertschätzung, Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens stehen bei jedem einzelnen Treffen im Fokus.

Die Kinder profitieren aber auch darüber hinaus von gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen der Initiative. Dazu gehörten im vergangenen Jahr beispielsweise ein Zirkusprojekt in den Sommerferien in Kooperation mit der Bürgerstiftung KREAKTIV, ein Besuch des Planetariums in Münster mit anschließender Stadtführung sowie eine Exkursion zum Kieswerk Ellerdonk in Wesel-Bislich, bei der die Kinder Einblicke in die Gewinnung und Aufbereitung heimischer Rohstoffe erhielten.

Ergänzend wurde im ersten Halbjahr 2025 erstmals eine MINT-Gruppe für ältere Kinder des Projekts angeboten. In regelmäßigen Abständen beschäftigten sich die teilnehmenden Kinder mit unterschiedlichen Themen aus dem MINT-Bereich und setzten diese mit großer Neugier und Motivation praktisch um. Ein zweiter Durchlauf des Angebots startete im Herbst 2025 für Kinder der vierten Klassenstufe.

„Unser Anliegen ist es, jedes Kind da abzuholen, wo es gerade steht, es individuell zu fördern, sein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu stärken und seine Kompetenzen zu fördern,“ sagt Projektleiterin Hildegard Derksen von der Akademie Klausenhof. „Hierzu ist das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit jedes Kindes der Schwerpunkt unserer Arbeit. Das Projekt zum Bildungs-Coaching ist ein wichtiges Instrument, um einigen Kindern diese Chance zu geben und ein elementarer Baustein in der Unterstützung und Förderung der Kinder. Ein ehrenamtliches Engagement dafür lohnt sich sehr. Ich bin davon überzeugt, dass die Kinder, auch wenn sie es nicht immer zeigen können, sehr von dem Projekt profitieren.“

Gelungene Bildungspartnerschaft Insgesamt unterstützen zurzeit 15 Patinnen und Paten 20 Mädchen und Jungen im Rahmen der Initiative. Seit dem Start haben 47 Ehrenamtliche längerfristig mitgearbeitet. Bereits 81 Kinder haben seit Projektbeginn von der intensiven Betreuung durch ihre Patinnen und Paten profitiert. „Der Bedarf an Unterstützung in jeglicher Form ist an dem Standort GGS Innenstadt weiterhin sehr hoch.“ Darauf verweist Astrid Wahl-Weber.

„Das Projekt ist ein fester Bestandteil des Schulprogramms und wird im Rahmen des Familiengrundschulzentrums Innenstadt immer mitbedacht. So konnte im Laufe der Jahre auf diese Weise vielen Grundschulkindern Unterstützung zuteilwerden. Zugleich ist weiterhin absehbar, dass der Unterstützungsbedarf angesichts der zunehmend schwierigen Lebensbedingungen von Kindern aus sozial benachteiligten Familien weiter zunimmt. Deshalb hat die Schule und ihre Kooperationspartner immer im Blick, dass Kindern Chancengleichheit ermöglicht werden kann. Das Engagement ehrenamtlicher Patinnen und Paten ist dabei von zentraler Bedeutung.“

Dazu Rainer Benien: „Das Projekt ist in Wesel ein beispielgebendes Erfolgsmodell. Besonders hervorzuheben ist das langjährige ehrenamtliche Engagement, das Grundschulkindern neue Perspektiven eröffnet. Wer junge Menschen unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, Teil davon zu werden.“

Die Patinnen und Paten erhalten nicht nur eine Schulung, Qualifizierungsmaßnahmen und Weiterbildungen, sondern treffen sich auch regelmäßig zum Austausch über ihre Erfahrungen. Fragen interessierter Patinnen und Paten beantwortet Projektkoordinatorin Hildegard Derksen telefonisch unter (0176) 15847340 oder per E-Mail: derksen@akademie-klausenhof.de.



Krankenhausbehandlungen wegen Alkoholkonsums in 10 Jahren um 28,9 % zurückgegangen
• 283 500 Menschen im Jahr 2024 wegen ausschließlich alkoholbedingter Krankheiten stationär behandelt
• Rückgang betrifft vor allem jüngere Altersgruppen
• 14 400 Todesfälle im Jahr 2024 direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführen

Alkoholmissbrauch führt in Deutschland immer seltener zu einem Klinikaufenthalt. Rund 283 500 Patientinnen und Patienten wurden 2024 aufgrund einer ausschließlich durch Alkohol bedingten Diagnose stationär im Krankenhaus behandelt. Das waren 28,9 % weniger als zehn Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Im Jahr 2014 kamen 398 500 Menschen aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationär in ein Krankenhaus. Damit erreichten die Fallzahlen 2024 den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Auch der Anteil der Fälle mit einer solchen Diagnose an den Krankenhausbehandlungen insgesamt sank: von 2,0 % im Jahr 2014 auf 1,6 % im Jahr 2024. Zur Einordnung: Die Zahl der Krankenhausbehandlungen insgesamt ging im selben Zeitraum um 8,6 % auf 17,9 Millionen Fälle zurück.



Männer werden häufiger aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationär behandelt als Frauen: 207 900 oder 73,3 % der mit dieser Diagnose im Jahr 2024 Behandelten waren Männer, gut ein Viertel (26,7 %) waren Frauen.

Alkoholabhängigkeit und Alkoholmissbrauch Ursache in drei Fünftel aller Fälle
Alkoholabhängigkeit war im Jahr 2024 mit einem Anteil von 42,5 % (120 400 Behandlungsfälle) an den alkoholbedingten Diagnosen die häufigste Ursache für eine ausschließlich alkoholbedingte stationäre Krankenhausbehandlung. Auf einen akuten Rausch ging gut ein Fünftel zurück (21,1 % oder 59 700 Fälle), auf Entzugssyndrome 14,7 % der Fälle (41 800).

Weiter folgten alkoholbedingte Erkrankungen des Verdauungssystems wie Schäden an der Leber (13,0 % oder 36 900 Fälle) oder der Bauchspeicheldrüse (5,2 % oder 14 700 Fälle). Zahl der alkoholbedingten Behandlungen geht vor allem in jüngeren Altersgruppen zurück Die Zahl der alkoholinduzierten Krankenhausbehandlungen ist in nahezu allen Altersgruppen zurückgegangen.

Den stärksten Rückgang gab es in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen. Hier nahm die Zahl der Behandlungen um 58,5 % von 24 300 im Jahr 2014 auf 10 100 im Jahr 2024 ab. Grund dafür ist, dass immer weniger junge Menschen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Die Zahl dieser Fälle sank um 60,8 % von 22 400 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren im Jahr 2014 auf 8 800 im Jahr 2024. Aber auch von den 20- bis 39-Jährigen (-27,6 % auf 66 400 Fälle) und von den 40- bis 59-Jährigen (-35,2 % auf 138 200 Fälle) wurden deutlich weniger wegen alkoholbedingter Krankheiten stationär behandelt.

Am schwächsten war der Rückgang in der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen mit -1,4 % (65 500 Fälle im Jahr 2024). Bei den Menschen in der Altersgruppe 80plus gab es sogar einen Anstieg (+22,4 % auf 3 300 Fälle).



Zahl der ausschließlich alkoholbedingten Todesfälle leicht gestiegen Insgesamt starben hierzulande im Jahr 2024 rund 14 400 Menschen aufgrund einer direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführenden Erkrankung – das waren 2,1 % mehr als 2014. Damals gab es rund 14 100 solcher Todesfälle. 2024 waren nahezu drei Viertel (74,1 %) der Verstorbenen Männer.

Die Hälfte der an alkoholbedingten Krankheiten gestorbenen Männer (50,9 %) waren 55 bis 69 Jahre alt, lediglich 0,5 % waren jünger als 30 Jahre. Der leichte Anstieg der alkoholbedingten Todesfälle ist demografisch bedingt. Um demografische Effekte bereinigt zeigt sich ein Rückgang: Die altersstandardisierte Zahl der alkoholbedingten Sterbefälle je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner nahm um 3,4 % ab, von 17,8 Fällen im Jahr 2014 auf 17,2 Fälle im Jahr 2024.

93 Liter zuckerhaltige Erfrischungsgetränke 2024 pro Kopf produziert
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Produktionsvolumen zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke 2024 mit 7,7 Milliarden Liter deutlich über dem von Light-Produkten (1,5 Milliarden Liter)
- Jährlicher Zuckerverbrauch pro Kopf 2023 bei 41,2 Kilogramm 24 % der Erwachsenen und 8 % der Kinder und Jugendlichen 2022 von Adipositas betroffen

Der Konsum von Zucker und seine gesundheitlichen Folgen stehen immer wieder im Fokus der öffentlichen Debatte. Zur Reduzierung des Zuckerkonsums haben viele Staaten eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt und auch in Deutschland wird eine solche Maßnahme diskutiert. Im Jahr 2024 wurden hierzulande 7,7 Milliarden Liter zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke hergestellt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Das entspricht knapp 93 Liter pro Kopf. Die Produktion zuckerhaltiger Getränke ist zuletzt nahezu gleichgeblieben (-0,2 % gegenüber dem Vorjahr). Mittelfristig gesehen ist die Produktion zuckerhaltiger Getränke leicht gesunken: gegenüber 2019 um 0,7 %. 18 Liter Light-Erfrischungsgetränke pro Kopf produziert Zugleich ist die Produktion von Erfrischungsgetränken ohne Zucker (Light-Varianten) gestiegen.

2024 wurden 1,5 Milliarden Liter brennwertverminderte Cola und Limonaden hergestellt, das waren gut 18 Liter Light-Getränke pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Produktion um 5,7 %. Mittelfristig ist die Produktion von Light-Getränken 2024 um 6,1 % gegenüber 2019 gestiegen. Insgesamt übersteigt das Produktionsvolumen zuckerhaltiger Getränke jedoch das von Light-Produkten immer noch deutlich.

Noch vor den zuckerhaltigen und Light-Erfrischungsgetränken kommt das Mineralwasser: 2024 wurden hierzulande 12,7 Milliarden Liter Mineral-, Tafel- und Heilwasser produziert. Das waren gut 152 Liter pro Kopf.



Menschen in Deutschland verbrauchen 38 Stück Würfelzucker pro Tag
Die durchschnittliche Menge an Zucker, die Menschen hierzulande täglich zu sich nehmen, liegt deutlich über dem, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt: Bei einer Person mit gesundem Körpergewicht, die täglich etwa 2 000 Kalorien zu sich nimmt, ist die Empfehlung bei etwa 50 Gramm Zucker pro Tag (knapp 17 Stück Würfelzucker).

In Deutschland lag der durchschnittliche Zuckerverbrauch mehr als doppelt so hoch: Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) waren es im Jahr 2023 knapp 41,2 Kilogramm pro Kopf, was knapp 38 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht. Im weltweiten Durchschnitt lag die Verbrauchsmenge von Zucker laut FAO bei 26,2 Kilogramm pro Person und Jahr, was 24 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht.

Adipositas: Knapp ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland betroffen Hoher Zuckerkonsum wirkt sich auf die Gesundheit aus und erhöht das Risiko für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben der WHO lebten 2022 in Deutschland knapp ein Viertel (24 %) der Erwachsenen und 8 % der Kinder und Jugendlichen (zwischen 5 und 19 Jahren) mit Adipositas (Fettleibigkeit).

Weltweit waren es 16 % der Erwachsenen und 8 % der Kinder und Jugendlichen. Die Häufigkeit von Adipositas bei Erwachsenen hat sich weltweit zwischen 1990 und 2022 mehr als verdoppelt, bei Kindern und Jugendlichen sogar vervierfacht.

Der Anteil übergewichtiger Menschen an der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland liegt laut WHO seit 2006 konstant bei 61 %. Im Jahr 1992 – also 30 Jahre zuvor – lag der Anteil noch bei 53 %. Bei Kindern und Jugendlichen lag der Anteil derer, die übergewichtig waren, 2022 bei einem Viertel (25 %).

Weltweit galten 43 % der Erwachsenen und 20 % der Kinder und Jugendlichen als übergewichtig. 116 Staaten haben eine Zuckersteuer Um den hohen Zuckerkonsum zu begrenzen, gab es 2024 nach Angaben der WHO in 116 Staaten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke.

Laut WHO gilt eine derartige Steuer zum Beispiel in Frankreich, Polen, dem Vereinigten Königreich, Saudi-Arabien, Brasilien, Indien und Südafrika. Steuer auf zuckerhaltige Getränke Map of unspecified region with 2 data series. Quelle:WHO World Health Observatory ↗. Datenstand: Juli 2024. © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen.
Steuer auf zuckerhaltige Getränke 





Am Abend Geschichte der Stadt Moers entdecken
Mit Laterne, Horn und Schlapphut begibt sich Gästeführerin Erika Ollefs am Sonntag, 22. Februar, um 17 Uhr auf einen besonderen Rundgang durch die Moerser Stadtgeschichte.

(Foto: pst)

Treffpunkt für die Teilnehmenden ist das Denkmal von König Friedrich I. auf dem Neumarkt. In historischer Kleidung schlüpft Erika Ollefs in die Rolle des Nachtwächters und lässt einen längst vergangenen Berufsstand lebendig werden. Auf ihrem Weg durch die Straßen und Gassen erzählt sie von den Aufgaben, Pflichten und Eigenheiten der Männer, die früher für Ordnung und Sicherheit in der Nacht sorgten.

Spannende Einblicke, überraschende Details und heitere Anekdoten aus der Geschichte der Stadt machen den Spaziergang zu einem unterhaltsamen und informativen Erlebnis.  Verbindliche Anmeldungen zu der Führung nimmt die Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing entgegen: Kirchstraße 27a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 6-0. Kosten pro Person: 9 Euro.

vhs Moers/Kamp-Lintfort: Die Politik in Moers – Das Seminar‘
Wie Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse in der Stadt ablaufen, darüber informiert der Workshop ‚Die Politik in Moers – Das Seminar‘ der vhs Moers – Kamp-Lintfort. Er startet am Montag, 23. Februar, und findet insgesamt 15-mal montags statt.

Jeweils ab 18.45 Uhr geht es in der vhs, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, um die gesetzlichen Grundlagen kommunalpolitischen Handelns, die Arbeitsweise und Organisation politischer Gremien. Außerdem gibt es eine Einführung in das Ratsinformationssystem, dessen Einsatzmöglichkeiten und Vorteile.

Vorwissen ist für diesen Kurs nicht erforderlich, gerne können eigene Themen eingebracht werden. Eine vorherige Anmeldung für die Reihe ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41/ 201 – 565 und online unter www.vhs-moers.de möglich.

Nelkensamstagszug: Jugendschutz ohne erhobenen Zeigefinger - Glasverbot
Karneval feiern: ja. Grenzen überschreiten: nein. Unter diesem Leitgedanken setzt die Stadt Moers beim Nelkensamstagszug am Samstag, 14. Februar, auf Jugendschutz ohne erhobenen Zeigefinger. Ziel ist es, jungen Menschen ein fröhliches, aber sicheres Feiern zu ermöglichen – und frühzeitig Unterstützung anzubieten, wenn sie gebraucht wird.

„Unsere Kernbotschaft ist: Karneval darf ausgelassen sein, Alkohol unter 16 Jahren ist aber generell verboten und Hochprozentiges unter 18 tabu. Und wenn ihr Hilfe braucht, wir sind da“, bringt es Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro (KJB) auf den Punkt. Ordnungsamt und Polizei sind zusätzlich im Rahmen der Ordnungspartnerschaft unterwegs – falls es dann doch mal ausartet.

Wenn nötig, werden Jugendliche nach Hause gebracht
Ein Team aus acht Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen aus dem KJB und den Moerser Jugendzentren ist ab 11 Uhr im Einsatz. Entlang der Zugstrecke gibt es ein zentrales ‚Jugendzelt‘ auf dem Friedrich-Ebert-Platz am Eingang zum abgesperrten Bereich der Erste-Hilfe-Stationen - gut sichtbar durch große, bunte Banner und Luftballons.

„Das ist bewusst als niedrigschwellige Anlaufstelle gedacht: für Jugendliche und junge Erwachsene, denen es nicht gut geht, die Freundinnen oder Freunde verloren haben, unterkühlt sind oder zu viel Alkohol getrunken haben. Wenn es nötig ist, koordinieren wir auch das nach Hause kommen“, erläutert Bochnig-Mathieu. Es gibt Wasser, Brezeln und Schokolade – kleine Dinge, die in dem Moment viel bewirken können. Gleichzeitig suchen die mobilen Teams aktiv das Gespräch mit Jugendlichen, bei denen ein exzessiver Alkoholkonsum erkennbar ist.

Glasverbot bleibt wichtiger Sicherheitsbaustein
Neben den Jugendschutzmaßnahmen gilt auch in diesem Jahr wieder ein Glasverbot entlang der Zugstrecke. Es hat sich seit seiner Einführung 2009 bewährt und trägt maßgeblich dazu bei, Schnittverletzungen und unnötige Rettungsdiensteinsätze zu vermeiden.

Das Verbot gilt vom Kreisverkehr Homberger-/Ernst-Holla-Straße bis zum Zugende (Wilhelm-Schroeder-/Rheinberger Straße), außerdem auf dem gesamten Friedrich-Ebert-Platz. Es ist entsprechend ausgeschildert und wird von Mitarbeitenden der Stadt kontrolliert. An mehreren Stellen besteht die Möglichkeit, Getränke kostenlos in PET-Flaschen umzufüllen. Die Stadt empfiehlt jedoch, Glasbehältnisse erst gar nicht mitzubringen.

Bundessozialgericht: Herausforderungen für die Justiz und Reformperspektiven des Sozialstaats
Beim Jahrespressegespräch hat die Präsidentin des Bundessozialgerichts, Dr. Christine Fuchsloch, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Senate eine Bilanz des Jahres 2025 gezogen, einige zentrale Entscheidungen der Senate vorgestellt und aktuelle Herausforderungen für Justiz und Sozialstaat benannt.

"Dem Bundessozialgericht ist es 2025 bei leicht gestiegenen Eingangszahlen über alle Verfahrensarten hinweg erneut gelungen, seinen Verfahrensbestand abzubauen", so Dr. Fuchsloch einleitend. Bei den Eingängen gebe es allerdings Unterschiede in den Verfahrensarten. Die Anzahl der Revisionsverfahren ist gesunken. Weiterhin deutlich steigend seien jedoch Verfahren unvertretener Klägerinnen und Kläger.

Diese suchten um die Gewährung von Prozesskostenhilfe nach, weil sie keinen Rechtsbeistand finden, der sie vor dem Bundessozialgericht vertritt. Diese Entwicklung beruhe auch auf dem alarmierenden Rückgang der Zahl der Fachanwältinnen und Fachanwälte für Sozialrecht in den letzten Jahren. Insbesondere im Grundsicherungs- und Soziallhilferecht werde es für die Betroffenen immer schwerer, anwaltliche Hilfe zu finden und dies nicht nur für die Vertretung in Gerichtsverfahren, sondern auch für die Beratung in sozialrechtlichen Fragen.

Als wachsende Herausforderung für die Justiz bezeichnete Dr. Fuchsloch den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz bei Klagen und Eilanträgen, vor allem von anwaltlich nicht vertretenen Klägerinnen und Klägern. KI-gestützt erstellte umfangreiche Schriftsätze führten häufig zu erheblichem Prüf- und Strukturierungsaufwand in der gesamten Sozialgerichtsbarkeit. Dieser Entwicklung dürfe man nicht passiv begegnen.

Auch die Justiz müsse rechtssicher und rechtskonform KI-Anwendungen nutzen können, etwa um Rechtsprechungszitate überprüfen zu können. Zugleich bedürfe es einer Stärkung der gerichtlichen Verfahren, insbesondere der mündlichen Verhandlung. Diese biete den Spruchkörpern die Möglichkeit, Sach- und Rechtsfragen zu strukturieren, Entscheidungsgründe zu erläutern oder Verfahren gütlich zu einigen. Ziel müsse es sein, auch unter veränderten technischen Rahmenbedingungen einen bürgernahen Rechtsstaat zu gewährleisten.

Abschließend ging die Präsidentin auf den aktuellen Bericht der Sozialstaatskommission ein. "Ich sehe es als wirklich große Leistung an, dass sich in dieser kurzen Zeit neun Bundesministerien, die Länder und die kommunalen Spitzenverbände sowie Abgeordnete des Bundestags auf ein Konzept zur Neustrukturierung wichtiger steuerfinanzierter Sozialleistungen verständigt haben und dies im Konsens."

Besonders wichtig sei die Schaffung verpflichtender einheitlicher digitaler Standards. Die Umsetzung der Empfehlungen erfordere eine Verwaltungsreform, die verfassungsrechtlich und organisatorisch anspruchsvoll sei und ausreichend Zeit benötige. "Der Sozialstaat ist kein statisches Gebilde. Er ist wandelbar und anpassungsfähig. Diesen Prozess gilt es, fachlich zu fördern".

TÜV-Verband warnt vor „Fahrprüfung light
Der TÜV-Verband hat die überarbeiteten Reformpläne der Bundesregierung für den Führerscheinerwerb als unausgewogen kritisiert. Während Maßnahmen wie die Digitalisierung der Fahrausbildung mit Online-Theoriekursen und Fahrsimulatoren längst überfällig sind, lehnt der TÜV-Verband pauschale Kürzungen des Fragenkatalogs und der Prüfungszeiten ab.

„Es ist der falsche Weg, die Anforderungen an den Führerscheinerwerb zu senken“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband. „Eine ‚Fahrprüfung light‘ darf es nicht geben. Dann machen wir Erfolge bei der Verkehrssicherheit der letzten Jahrzehnte zunichte.“ © TÜV-Verband

Im Jahr 2024 verursachten 18- bis 20-jährige Fahrer:innen laut Statistischem Bundesamt 13.862 Verkehrsunfälle, ein Rückgang von 45 Prozent im Vergleich zu 2010. Die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten 18- bis 25-Jährigen ist seit 2005 um 70 Prozent auf 319 im Jahr 2024 gesunken. Über alle Altersgruppen hinweg lag der Rückgang nur bei 48 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden die Theorie- und Praxisprüfungen digitalisiert und auf wissenschaftlicher Basis modernisiert. Goebelt: „In einem immer komplexer werdenden Verkehrssystem brauchen wir Fahrschüler, die sehr gut vorbereitet sind.“

Die Bundesregierung plant unter anderem, den Fragenkatalog für die Theorieprüfung um 28 Prozent auf 840 Fragen zu reduzieren und die Gesamtprüfungszeit bei der praktischen Prüfung um 27 Prozent auf 40 Minuten zu verringern. Die Zahl der verpflichtenden Sonderfahrten (Überland, Autobahn, Dunkelheit) wird um zwei Drittel von zwölf auf drei reduziert. „Das bisher erreichte Sicherheitsniveau bei der Fahrausbildung kann mit diesen Maßnahmen nicht gehalten werden“, betonte Goebelt. Was den Fragenkatalog angeht, liege Deutschland im europäischen Vergleich mit rund 1.100 Fragen auf oder sogar unter dem Niveau von Ländern wie Frankreich, Österreich, den Niederlanden oder Schweden.

Unverständlich ist aus Sicht des TÜV-Verbands, dass die Reform keine verpflichtenden Lernstandskontrollen im Rahmen der Fahrschulausbildung vorsieht. „Die Feststellung der Prüfungsreife in den Fahrschulen ist ein einfaches Instrument, um die Durchfallquoten in der Theorie zu senken“, sagt Goebelt. „Weniger Wiederholungsprüfungen sind das wirksamste Instrument, wenn man echte Kostenreduzierungen erreichen möchte.“ Dagegen habe die Reduzierung des Prüfkatalogs und der Prüfungsdauer kaum einen Effekt, da die Kosten für die Prüfung selbst nur einen Anteil von etwa 1 Prozent an den Gesamtkosten der Fahrausbildung ausmachen. Goebelt: „Hier steht die Kostensenkungen nicht im Verhältnis zum Schutz des Lebens und der Verkehrssicherheit.“

Sehr kritisch sieht der TÜV-Verband, dass die Fahrschulen von der Pflicht entbunden werden sollen, einen Ausbildungsplan zu erstellen und zu veröffentlichen. „Das schwächt das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer systematischen Ausbildung und verringert die Transparenz für die Fahrschüler“, sagt Goebelt. „Damit nimmt das Verkehrsministerium ein sinkendes Niveau der Fahrausbildung in Kauf, was über kurz oder lang zu steigenden Nichtbestehensquoten führen wird.“

Der TÜV-Verband hat die aktuelle Führerscheinstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse sind hier abrufbar: https://www.tuev-verband.de/pressemitteilungen/zahl-der-fuehrerscheinpruefungen-auf-neuem-hoechststand

Datenreport zu Fahrerlaubnisprüfungen im Jahr 2025 | Politische Empfehlungen
Der Führerschein eröffnet vielen Menschen neue Möglichkeiten der Mobilität – im Beruf und im Privaten. Damit Fahrer:innen sicher am Straßenverkehr teilnehmen, braucht es eine gute Ausbildung und Prüfungen, die Wissen und Fahrkompetenz zuverlässig abbilden.
Welche Entwicklungen zeigen sich im Jahr 2025 bei den theoretischen und praktischen Führerscheinprüfungen?
Wie viele Kandidat:innen haben eine Prüfung abgelegt, wie viele bestehen die Prüfung und wie viele fallen durch?
Und welche Faktoren tragen zu den hohen Nichtbestehensquoten bei?
Der TÜV-Verband stellte die aktuellen Kennzahlen zu Führerscheinprüfungen vor und ordnet die Entwicklungen ein. Außerdem wurde aufgezeigt, wo das Fahrerlaubnissystem aus Sicht der Verkehrssicherheit werden sollte und welche Reformansätze jetzt sinnvoll sind, um die Kosten der Fahrausbildung zu senken.

Neukirchen-Vluyn: Gymnastik- und Bewegungskurse – aktiv und beweglich bleiben  
Aktiv bleiben und gemeinsam in Bewegung kommen: Die DRK Familienbildung Niederrhein lädt jeden Dienstag von 11:00 bis 12:00 Uhr zu einem kostenfreien Gymnastik- und Bewegungskurs nach Neukirchen-Vluyn ein. Das Angebot richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte und ist als offener Walk-In-Kurs gestaltet – einfach vorbeikommen und mitmachen!  

Bewegung tut gut – in jedem Alter. Die DRK Familienbildung Niederrhein lädt alle Interessierten herzlich zu einem regelmäßigen Gymnastik- und Bewegungskurs ein. Das Angebot richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die ihre Beweglichkeit erhalten, ihre Muskulatur stärken und gleichzeitig etwas für ihr allgemeines Wohlbefinden tun möchten.

Bewegung in guter Gemeinschaft: Das DRK Niederrhein bietet regelmäßige Gymnastik- und Bewegungskurse in der Familienbildung an.

Mit sanften, aber wirkungsvollen Übungen werden Koordination, Gelenkbeweglichkeit und Körpergefühl gefördert. Dank qualifizierter Kursleiterinnen und Kursleiter kann jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer im eigenen Tempo mitmachen – ganz ohne Leistungsdruck.  

Der Kurs findet jeden Dienstag von 11:00 bis 12:00 Uhr in der Familienbildung, Grubenwehrstraße 5 in Neukirchen-Vluyn statt. Das Angebot ist kostenfrei und als Walk-In-Kurs gestaltet: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Interessierte können einfach vorbeikommen und teilnehmen – so, wie es für sie am besten passt.  
Weitere Informationen sind telefonisch unter 0281 3001-8100 oder per E-Mail an familienbildung@drk-niederrhein.de erhältlich.

vhs Moers/Kamp-Lintfort: Neues Angebot ‚Thursday Morning Murder Mystery‘
Für alle, die Englisch auf einem soliden Mittelstufenniveau (B1) beherrschen und sich verbessern möchten, bietet die vhs Moers – Kamp-Lintfort ab Donnerstag, 19. Februar, den Kurs ‚Thursday Morning Murder Mystery‘ an. An insgesamt zwölf Donnerstagen jeweils ab 10.30 Uhr lösen die Teilnehmenden gemeinsam Miss Marples ersten Fall ‚The Murder at the Vicarage‘ (Mord im Pfarrhaus).

Auch, wer die Lektüre kennt, kann dabei seine Sprachkenntnisse in Wort, Schrift und Hörverständnis verbessern. Veranstaltungsort ist die vhs Kamp-Lintfort, Kamperdickstraße 10. Eine rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich. Diese kann telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de erfolgen.

Wesel: 9 Schüler-innen sind Preisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert
Für 9 Schüler-innen der Musik- und Kunstschule Wesel hat sich die intensive Vorbereitung auf den Regionalwettbewerb Jugend musziert gelohnt. In der Region Westmünsterland mit den Kreisen Borken, Coesfeld und Wesel erspielten sie hervorragende Ergebnisse.

Zwei Klavierschüler-innen erreichten sogar die Weiterleitung zum Landeswettbewerb, für die man über den Preis hinaus noch eine besondere Punktzahl benötigt.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
Marlene Lang Violine 23 Punkte 1.Preis
Sophie Jendrysik Violoncello 23 Punkte 1.Preis
Alina Willmann Klavier 21 Punkte 1.Preis
Alexander Krutsky Klavier 16 Punkte 3.Preis
Samuel Elias Winter Klavier 21 Punkte 1.Preis
Helen Lienhardt Klavier 20 Punkte 2.Preis
Maria Kemper Klavier 19 Punkte 2.Preis
Siyu Guan Klavier 23 Punkte 1.Preis Weiterleitung
Jakob Sträßner Klavier 24 Punkte 1.Preis Weiterleitung


Ambulanter Notdienst an Karneval einsatzbereit

- Ärztliche Hilfe auch an den „tollen Tagen“
- Online oder per Telefon: passende Hilfe über 116 117
- Videosprechstunden speziell für Kinder und Erwachsene

Wer an den Karnevalstagen im Rheinland akute gesundheitliche Beschwerden hat, kann den Notdienst der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte kontaktieren. Erste Anlaufstelle ist die kostenlose Servicenummer 116 117.

Sie ist rund um die Uhr erreichbar und führt nach einer strukturierten Ersteinschätzung direkt zum passenden Angebot: Entweder in eine der rund 90 Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein oder – wenn nötig – vermittelt sie einen ärztlichen Hausbesuch. Weitere Möglichkeit: Eine ärztliche Videosprechstunde.

Videosprechstunden im ambulanten Bereitschaftsdienst
Die Videosprechstunden der KV Nordrhein machen medizinische Hilfe besonders schnell und unkompliziert: Kinder, Jugendliche und Erwachsene können Beschwerden per Video-Gespräch mit einem Arzt/einer Ärztin zunächst abklären, geeignete Behandlungsschritte besprechen und bei Bedarf ein eRezept erhalten – häufig erübrigt sich danach der Besuch in der Praxis. Der Zugang läuft über die Rufnummer 116 117 oder direkt über die Seiten www.kvno.de/kinder bzw. www.kvno.de/erwachsene

Die kinderärztliche Videosprechstunde ist samstags, sonntags und feiertags (auch Rosenmontag) von 10 bis 22 Uhr verfügbar. Das Online-Angebot für Erwachsene in der Zeit von 9-21 Uhr an Samstagen, Sonntagen sowie an Feiertagen, ebenfalls an Rosenmontag. Nach der Anmeldung kommt der Terminlink per E‑Mail. Notwendig sind die Versichertendaten, eine stabile Internetverbindung sowie Smartphone, Tablet oder Computer mit Kamera und Mikrofon – idealerweise in ruhiger Umgebung.

Ärztliche Hausbesuche vor allem für Bettlägerige möglich
Für nicht mobile Patientinnen und Patienten kann über die 116 117 ein ärztlichen Hausbesuch organisiert werden. Ebenso informiert der Service über die Erreichbarkeit fachärztlicher Notdienste im Landesteil, etwa Augenheilkunde, HNO und Kinder.

Praxis-Vertretungen zwischen Altweiber und Aschermittwoch
Zwischen dem 12. Februar (Altweiber) und 18. Februar (Aschermittwoch) werden einige Arztpraxen urlaubsbedingt geschlossen bleiben. Während der Sprechstundenzeiten übernehmen dann andere Praxen vor Ort vertretungsweise die ambulante Versorgung. Patientinnen und Patienten sollten rechtzeitig auf entsprechende Praxis-Aushänge und Angaben auf den Praxis-Anrufbeantwortern oder Homepages achten.

Weitere Informationen sowie Adressen und Öffnungszeiten der Notdienstpraxen in Nordrhein sind unter www.kvno.de/notdienst abrufbar.

Arzt im Gespräch während einer Videosprechstunde. Foto KVNO

Dinslaken: Betriebsausschuss tagt
Am Donnerstag, 19. Februar 2026, tagt der Betriebsausschuss der Stadt Dinslaken. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Sozialraum des DIN-Service in der Otto-Lilienthal-Straße 16. Tagesordnungen und Unterlagen zu Ausschusssitzungen sind grundsätzlich im Ratsinformationssystem abrufbar.

 

NRW: Kinderbetreuung war 2024 für rund 28 % der teilzeitbeschäftigten Frauen Hauptgrund für Teilzeittätigkeit
* Rund ein Viertel der Teilzeiterwerbstätigen arbeitete auf eigenen Wunsch in Teilzeit. * Aus- und Fortbildung war bei fast 15 % der Grund für eine Teilzeitbeschäftigung.
* Jede zwanzigste Teilzeitkraft gab an, keine Vollzeitstelle zu finden.

Rund ein Viertel der Teilzeitarbeitenden (25,1 %) gaben 2024 an, dass sie in Teilzeit arbeiten möchten. Wie das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen auf Basis von Endergebnissen des Mikrozensus mitteilt, lag der Anteil bei den Frauen mit 27,3 % rund 10 Prozentpunkte höher als bei den Männern. Die individuellen Gründe für die Ausübung einer Teilzeittätigkeit unterscheiden sich deutlich zwischen den Geschlechtern.



Dies zeigt sich insbesondere bei den insgesamt 23,8 % der Teilzeiterwerbstätigen, die wegen Kinderbetreuung nicht in Vollzeit arbeiteten: Bei den Frauen war dieser Anteil mit 28,1 % viermal so hoch wie bei den Männern (7,3 %). Das Statistische Landesamt weist zur weiteren Einordnung der Ergebnisse darauf hin, dass die Mehrheit der Teilzeiterwerbstätigen Frauen sind: Sie machten 79,1 % der insgesamt 2,44 Millionen nordrhein-westfälischen abhängig Teilzeiterwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in 2024 aus.

Aus- und Fortbildung war bei fast 15 % der Grund für eine Teilzeitbeschäftigung Annähernd jede siebte Teilzeitkraft (14,7 %) war hauptsächlich aufgrund schulischer oder beruflicher Aus- bzw. Fortbildung nicht Vollzeit erwerbstätig. Bei den männlichen Teilzeiterwerbstätigen war dies mit Abstand der am häufigsten genannte Grund für Teilzeit und traf mit 31,8 % auf fast jeden Dritten zu.

Bei den Frauen waren es mit 10,2 % anteilig deutlich weniger. Jede zwanzigste Teilzeitkraft gab an, keine Vollzeitstelle zu finden Knapp 5 % der Teilzeiterwerbstätigen gaben an, keine Vollzeitstelle finden zu können, wobei dies für 8,4 % der Männer und 3,9 % der Frauen in Teilzeit zutraf.

Gesundheitliche Gründe nannten 4,6 %, anteilig etwa doppelt so viele Männer (7,5 %) wie Frauen (3,8 %). Etwas mehr als jede siebte teilzeiterwerbstätige Person (13,6 %) hatte andere familiäre oder persönliche Gründe und gut jede zehnte Person (11,1 %) sonstige Gründe.

Drei "vorbildliche Bauten" im Ruhrgebiet erhalten Landespreis für Architektur
Die diesjährige "Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen" des NRW-Bauministeriums und der Architektenkammer NRW ist u. a. nach Duisburg, Essen und Hamminkeln gegangen. Insgesamt erhielten 25 neue oder erneuerte Gebäude und Freiraumgestaltungen aus ganz Nordrhein-Westfalen eine Würdigung als richtungsweisende und innovative Bauwerke.

Ausgezeichnet wurde die Erweiterung des Betriebshof Hochfeld der Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Auf einer brachliegenden Industriefläche entstand ein moderner Recyclinghof mit Tonnenlager, Wertstoff-Umladebereich sowie Flächen für betriebliche Funktionen. Die neuen baulichen Elemente überzeugten die Jury sowohl städtebaulich durch ihre klare Positionierung und Proportionen als auch gestalterisch.

Ein weiterer Landespreis geht an den Pavillon "Lernen im Park" in Essen-Rüttenscheid. Das dreigeschossige Rochadegebäude dient als Interimsbau für mehrere Schulen. Es ist zugleich zukunftsoffen für weitere kommunale Nutzungen angelegt. Die modulare Struktur ermöglicht unterschiedliche Grundrissvarianten, die Bedarf und räumliche Qualität miteinander verbinden.

Ebenfalls geehrt wurde die "BauKulturstelle" in Hamminkeln des Vereins zur Förderung der Dorfentwicklung Dingden. Das Projekt umfasst die Sanierung und den Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudeensembles zu einer Bildungsstätte für Baukultur. Die Jury hob vor allem das starke ehrenamtliche Engagement im Planungs- und Bauprozess und die breite Beteiligung der lokalen Bevölkerung hervor. idr https://www.aknw.de/baukultur/auszeichnungsverfahren/auszeichnung-vorbildlicher-bauten

DRK Wesel ehrt Blutspender und wirbt um ehrenamtliche Unterstützung
 
Sie spenden Blut – oft jahrzehntelang und ganz selbstverständlich. Der DRK-Ortsverein Wesel ehrte jetzt 17 engagierte Blutspenderinnen und Blutspender und wirbt zugleich um neue Ehrenamtliche.  

17 Blutspenderinnen und Blutspender ausgezeichnet – Zwei Geehrte erreichten die Marke von 150 Blutspenden. Ehrung langjähriger Blutspender beim DRK-Ortsverein Wesel: In der Bildmitte Andreas Feldmann (l.) und Wolfgang Baumgart wurden für jeweils 150 Blutspenden ausgezeichnet. Rechts Reinhard Hoffacker, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Wesel e. V.“

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung hat der DRK-Ortsverein Wesel e. V. insgesamt 17 Blutspenderinnen und Blutspender für ihr langjähriges und verlässliches Engagement ausgezeichnet. Die Ehrungen nahmen der Vorsitzende des Ortsvereins, Reinhard Hoffacker, sowie die Blutspendebeauftragte Karin Josten vor. Neben Urkunden und Auszeichnungen erhielten alle Geehrten auch ein Präsent als Dank für ihren Einsatz.  

Ausgezeichnet wurden Spenderinnen und Spender für 25-, 50-, 75-, 100-, 125- und 150-malige Blutspenden. Eine besondere Würdigung erfuhren Wolfgang Baumgart und Andreas Feldmann, die jeweils 150 Blutspenden geleistet haben – ein außergewöhnliches Zeichen von Ausdauer und Solidarität.  

In seiner Ansprache stellte Reinhard Hoffacker die Bedeutung der Blutspende heraus: „Wir ehren heute Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft. Sie haben über viele Jahre hinweg konsequent geholfen – ganz still, durch ihre Blutspende. Blut bleibt trotz aller medizinischen Fortschritte etwas Besonderes, denn es ist nicht künstlich herstellbar.“

Täglich würden bundesweit rund 15.000 Blutspenden benötigt. Wesel zeichne sich dabei durch eine hohe Zahl an Neuspendern sowie einen stabilen Spenderstamm aus. Auch Thorsten Hemmers, Referent des Blutspendedienstes, unterstrich die Dringlichkeit regelmäßiger Spenden: „Schon ein einziger Tag ohne Blutspende kann zu leeren Lagerbeständen führen.“

Zudem zeige sich immer wieder, dass die Bereitschaft zur Blutspende im ländlichen Raum höher sei als in größeren Städten. Die beiden 150-mal Spender berichteten persönlich von ihrer Motivation. Wolfgang Baumgart erklärte: „Bei der Blutspende weiß ich, wo meine Spende hingeht. Deshalb bin ich bereit, weiterhin regelmäßig Blut zu spenden.“

Andreas Feldmann, der seit seiner Bundeswehrzeit in den 1980er-Jahren Blut spendet, hat ein klares Ziel vor Augen: „Ich möchte die 200 erreichen. Vor allem will ich junge Menschen dazu animieren, ebenfalls Blut zu spenden – jede Spende zählt.“  

Der DRK-Ortsverein Wesel organisiert jährlich rund 37 Blutspendetermine in Wesel und Schermbeck. Für deren Durchführung ist der Verein jedoch dringend auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Derzeit besteht das Helferteam aus rund 13 Personen, viele davon bereits seit vielen Jahren im Einsatz.

Gesucht werden engagierte Menschen für die Betreuung der Spenderinnen und Spender, für organisatorische Aufgaben sowie für die Unterstützung bei den Terminen vor Ort. Interessierte können sich unverbindlich beim ersten Vorsitzenden Reinhard Hoffacker melden unter 0157-53311025 oder per E-Mail an Reinhard.Hoffacker@drk-wesel.de.

17 Blutspenderinnen und Blutspender wurden ausgezeichnet:
6 × 25-malige Blutspende
4 × 50-malige Blutspende
1 × 75-malige Blutspende
3 × 100-malige Blutspende
1 × 125-malige Blutspende
2 × 150-malige Blutspende

Nächste Termine:
Mittwoch, 11.02.2026
Wesel – DRK-Zentrum Niederrhein, Handwerkerstr. 3
16:00 – 19:30 Uhr
Donnerstag, 12.02.2026
Schermbeck – Ev. Jugendheim, Kempkesstege 2
15:00 – 19:30 Uhr
Montag, 16.02.2026
Wesel-Schepersfeld – weselfit, Schepersweg 73
15:30 – 18:30 Uhr
Donnerstag, 26.02.2026
Wesel-Schepersfeld – weselfit, Schepersweg 73
15:30 – 19:30 Uhr

Dinslaken: Kinder- und Jugendparlament mit neuem Vorstand
Das KiJuPa informiert: Das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Dinslaken hat am 5.2.26 seinen neuen Vorstand gewählt. Die Wahlleitung übernahm Bürgermeister Simon Panke, der die Sitzung begleitete und die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl sicherstellte. 

Zur neuen Vorsitzenden wurde Alexis Wolf gewählt. Das Amt des 1. stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt Tim Riedel, zur 2. stellvertretenden Vorsitzenden wurde Emily Bohnenkamp gewählt. Als Protokollant gehört künftig Jost Overländer dem Vorstand des Kinder- und Jugendparlaments an. 

Der neue KiJuPa-Vorstand (von links): Jost Overländer, Emily Bohnenkamp, Tim Riedel und Alexis Wolf mit Bürgermeister Simon Panke

Der scheidende Vorstand wurde feierlich verabschiedet und bedankte sich bei Ines György-Deak und Jonas Egelkraut, die als städtische Mitarbeitende für die Betreuung des Kinder- und Jugendparlaments zuständig sind. Die Mitglieder blicken auf eine erfolgreiche Legislaturperiode zurück, in der zahlreiche Aktionen und Projekte umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem Podiumsdiskussionen zur Europa- und Kommunalwahl, die Beteiligung an verschiedenen Projektwochen an Dinslakener Schulen sowie die Teilnahme an Stadtfesten.

Ein besonderer Höhepunkt der vergangenen Amtszeit war die Auszeichnung des Kinder- und Jugendparlaments mit dem Ehrenamtspreis.  Das Kinder- und Jugendparlament Dinslaken vertritt die Interessen junger Menschen in der Stadt und bringt deren Anliegen aktiv in die kommunalpolitische Arbeit ein.

Mit dem neu gewählten Vorstand blickt das Gremium motiviert auf die kommenden Aufgaben und Projekte.  Junge Menschen, die sich aktiv im „KiJuPa“ beteiligen möchten, können sich auf der Internetseite www.kijupa-dinslaken.de informieren und Kontakt zum Vorstand oder den Betreuungspersonen aufnehmen.


Valentinstag: Vorsicht vor Kostenfallen bei Online-Partnerbörsen
Einsame Herzen, die auf deutschen oder ausländischen Online-Partnerportalen nach der großen Liebe suchen, sollten sich der Gefahr von Kostenfallen bewusst sein.

Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland erhält regelmäßig Beschwerden zu Online-Singlebörsen – etwa wegen automatischer Vertragsverlängerungen, versteckter Zusatzleistungen, hoher Forderungen nach einem Widerruf oder fiktiven Profilen.

Mit Blick auf den Valentinstag klärt das EVZ Deutschland darüber auf, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Partnersuche im Internet achten sollten.
Online flirten per Smartphone – bei Dating-Apps sollten Verbraucher Vertragsbedingungen und Kosten genau prüfen.

Foto: Adobe Stock / Prostock-studio

Automatische Vertragsverlängerung muss klar erkennbar sein
Viele Online-Partnerbörsen arbeiten mit Probe- oder Kurzmitgliedschaften, die sich nach Ablauf automatisch in kostenpflichtige Langzeitverträge verlängern. Wer nicht rechtzeitig kündigt, sitzt schnell in einem teuren Abonnement fest.

Europaweit gilt: Eine automatische Vertragsverlängerung ist nur wirksam, wenn Verbraucher vor Vertragsschluss klar, verständlich und hervorgehoben darüber informiert werden.

Für Verträge, auf die deutsches Recht anwendbar ist, gilt zudem: Seit 2022 sind automatische Verlängerungen nur noch zulässig, wenn sie auf unbestimmte Zeit erfolgen und jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden können.

Wertersatz nach Widerruf – Kostenfalle „Starterpakete“
Grundsätzlich steht Verbrauchern bei Online-Partnerbörsen ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Dennoch verlangen viele Anbieter trotz fristgerechten Widerrufs hohe Zahlungen – häufig unter Berufung auf einen angeblichen Wertersatz für bereits erstellte Partnervorschläge.

Gerichte haben klargestellt, dass Wertersatz in der Regel nur zeitanteilig berechnet werden darf. Einige Anbieter reagieren darauf mit gesondert bepreisten „Starterpaketen“, die zusätzliche Leistungen wie Premium-Services, Profiloptimierungen oder Beratungsgespräche enthalten.

Die Kosten dieser Starterpakete werden von Verbrauchern häufig nicht bewusst wahrgenommen, da sie im Kleingedruckten versteckt sind. Auch hier gilt jedoch: Anbieter müssen transparent über Art und Kosten der Zusatzleistungen informieren.

Unterschied zwischen Widerruf und Kündigung
Nach Erfahrung des EVZ Deutschland verwechseln viele Nutzer Widerruf und Kündigung. Während ein Widerruf den Vertrag rückwirkend aufhebt, beendet eine Kündigung den Vertrag erst zu einem späteren Zeitpunkt. Wer sich noch innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist befindet, sollte ausdrücklich den Widerruf erklären – eine Kündigung genügt dafür nicht.

Vorsicht vor fiktiven Profilen
Auf Dating-Plattformen kommt es vor, dass Nutzer von fiktiven Profilen kontaktiert werden, hinter denen keine echten Personen stehen, die nach einem Partner suchen. Teilweise handelt es sich dabei um vom Anbieter eingesetzte Profile, die Nutzer dazu bewegen sollen, länger auf dem Portal zu bleiben. Hinweise auf den Einsatz solcher Profile finden sich manchmal auch in den AGB, aber nur versteckt, wodurch sich Verbraucher in die Irre geführt fühlen. Gerichte haben entschieden, dass bloße Hinweise im Kleingedruckten nicht ausreichen.

Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher
- Lesen Sie die AGB der Dating-Seite vor Abschluss des Vertrages sorgfältig.
- Achten Sie auf automatische Vertragsverlängerungen.
- Prüfen Sie, ob zusätzliche Kosten für gesonderte Leistungen wie „Starterpakete“ anfallen.
- Kontrollieren Sie, ob der Einsatz fiktiver Profile erwähnt wird.
- Fertigen Sie vor Vertragsschluss Screenshots an und bewahren Sie Bestätigungen auf.
- Nutzen Sie bei Unzufriedenheit Ihr 14-tägiges Widerrufsrecht.
- Wurden Sie nicht transparent informiert, bleiben Sie hartnäckig und nehmen Sie juristische Beratung in Anspruch. Sitzt der Anbieter im EU-Ausland, können Sie sich an das EVZ Deutschland wenden.
- Bei unberechtigten Abbuchungen per Kredit- oder Debitkarte kontaktieren Sie Ihre Bank und fragen Sie nach einem Chargeback-Verfahren.
Weiterführende Informationen zur Partnervermittlung über Online-Singlebörsen.

ADAC Stauprognose: 13. bis 15. Februar
Ferienstart, Fasching und Wintersport sorgen für volle Autobahnen in den Süden ©imago images/Steinsiek.ch Zum zweiten Februarwochenende erwartet der ADAC regional erhöhtes Verkehrsaufkommen. Der Beginn der Faschingsferien in Bayern, im Saarland und in Thüringen sowie zahlreiche Veranstaltungen führen vor allem im Süden Deutschlands und auf den Routen in die Alpen zu einer erhöhten Staugefahr.

Ab Freitagnachmittag nimmt der Ausflugs- und Kurzreiseverkehr zu, insbesondere in Richtung der Wintersportgebiete in den Alpen und den Mittelgebirgen. In vielen Städten sind durch Faschingsumzüge und die damit verbundenen Straßensperrungen zusätzliche Verkehrsbehinderungen möglich.

Anlässlich der Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof kommt es in München zu umfangreichen Sperrungen innerhalb der Sicherheitszone. Zusätzlich sind durch Demonstrationen sowie Polizeieskorten kurzfristige Verkehrsbehinderungen möglich.

Besonders staugefährdete Strecken in Deutschland:
A1 Köln – Dortmund sowie Osnabrück – Bremen
A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover
A3 Oberhausen – Köln
A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe
A5 Karlsruhe – Basel
A7 Ulm – Füssen/Reutte
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Nürnberg – München
A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
A57 Krefeld – Köln
A93 Rosenheim – Kiefersfelden
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 München – Lindau
A99 Autobahnring München

Auch auf den wichtigen Transitachsen im benachbarten Ausland bleibt die Verkehrslage angespannt. Ursachen sind vor allem Bauarbeiten und das hohe Reiseaufkommen. In Österreich sind davon insbesondere die A10 Tauern Autobahn, die A12 Inntal Autobahn und die A13 Brenner Autobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner betroffen.

Auf folgenden Strecken in der Schweiz muss mit Verzögerungen gerechnet werden:
In Italien bleibt vor allem die A22 Brennerroute stauanfällig. Zudem kann es zu Behinderungen auf den Straßen im Puster-, Grödner- und Gadertal sowie im Vinschgau kommen.

Für zusätzliche Belastungen sorgen die seit 6. Februar laufenden Olympischen Winterspiele in Italien. Rund um die Austragungsorte Cortina d’Ampezzo, Mailand, Livigno, Bormio und Verona (Ort der Abschlussfeier am 22. Februar) muss mit stockendem Verkehr auf den Zufahrtsstraßen gerechnet werden.

Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund von Grenzkontrollen zudem zu Wartezeiten kommen. Die winterliche Wetterlage hält an und kann regional für deutlich erschwerte Fahrbedingungen sorgen und das Risiko von Unfällen und Staus kurzfristig stark erhöhen. Die Zahl der Baustellen ist zwar weiterhin gering, bestehende Dauerbaustellen stellen jedoch Engpässe dar. Weitere Informationen finden Sie auf www.adac.de.


Geschenke zum Valentinstag: Pralinen 2025 um 17,8 % teurer als im Vorjahr
Einige klassische Geschenke zum Valentinstag haben sich für Verbraucherinnen und Verbraucher im letzten Jahr überdurchschnittlich verteuert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Valentinstag am 14. Februar 2026 mitteilt, haben sich die Preise für Pralinen 2025 gegenüber 2024 um 17,8 % erhöht.

Für Schnittblumen musste 5,3 % mehr bezahlt werden. Auch wer lieber ausgeht, statt Pralinen oder Blumen zu verschenken, musste im vergangenen Jahr mehr ausgeben: Die Preise für Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés, Bars und Ähnlichem stiegen gegenüber 2024 um 3,6 %. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im selben Zeitraum um 2,2 % zu.



Geschenke zum Valentinstag auch mittelfristig überdurchschnittlich verteuert
Auch im mittelfristigen Vergleich haben sich klassische Geschenke zum Valentinstag überdurchschnittlich verteuert: So mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2025 für Pralinen 41,7 % mehr zahlen als im Jahr 2020.

Schnittblumen kosteten 38,2 % mehr, die Preise für Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés, Bars und Ähnlichem legten um 31,8 % zu. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 21,9 %.



NRW: Mehr Straßenverkehrsunfälle aber weniger Verunglückte seit 1970
* Verkehrsunfälle inkl. Sachschäden insgesamt seit 1970 um über 90 % gestiegen.
* Straßenverkehrsunfälle mit Verunglückten seit 1970 um 41 % zurückgegangen.
* Zahl der getöteten Personen seit 1970 um rund 90 % gesunken.

Im Jahr 2024 sind in Nordrhein-Westfalen rund 640.500 Straßenverkehrsunfälle mit Personen- und Sachschäden polizeilich erfasst worden. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ist die Anzahl der Straßenverkehrsunfälle seit 1970 insgesamt um 90,5 % angestiegen. Diese Steigerung geht mit dem zunehmenden Kfz-Bestand einher, der sich in den vergangenen 54 Jahren beinahe verdreifacht hat (+193,5 %).

Dem gegenüber sank im gleichen Zeitraum die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden um 41,0 % auf rund 62.700 Unfälle. Daten zur Abbildung https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/033_26_grafiken.xlsx XLSX, 25,75 KB Der Rückgang der Unfälle mit Personenschaden steht im Zusammenhang mit der fortschreitenden Verbesserung der Verkehrssicherheit.



So wurden im betrachteten Zeitraum u. a. die Fahrzeugtechnik weiterentwickelt und straßenbauliche Maßnahmen umgesetzt. Aber auch verschiedene verkehrsrechtliche Regelungen haben sich auf die Entwicklung der Unfälle mit Verunglückten positiv ausgewirkt. Dazu zählen die Einführung von Höchstgeschwindigkeitsgrenzen sowie die Anschnall-, Helm- und Kindersitzpflichten.

Weniger verunglückte Personen infolge von verkehrsrechtlichen Regelungen Nach der Einführung der Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf Landstraßen im Jahr 1972 zeigt sich beispielsweise, dass die Zahl der Verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen zurückging. So sind 1973 rund 9,3 % weniger Personen verunglückt als noch im Vorjahr 1972.

Nachdem ein Verwarngeld für die Nichteinhaltung der Helmpflicht für Krafträder im Jahr 1980 eingeführt wurde, sank die Zahl der Verunglückten im Folgejahr um 4,6 %. Im Zusammenhang mit der Einführung eines Bußgeldes für das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes sowie der Umsetzung eines Verkehrssicherheitsprogrammes, das die Bundesregierung 1984 auflegte, gingen die Unfälle mit Personenschaden zwischen 1984 und 1985 um 13,2 % zurück.

Die Zahl der Verunglückten hat im gleichen Zeitraum um 14,0 % abgenommen. https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/033_26_grafiken.xlsx

Anzahl der getöteten Personen seit 1970 um rund 90 % gesunken
Mit Blick auf die Verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen in NRW zeigt sich, dass die Zahl der getöteten Personen seit 1970 mit 89,5 % den stärksten Rückgang verzeichnet. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Schwerverletzten um 76,6 % zurück, gefolgt von den Leichtverletzten mit einem Rückgang von 32,6 %.

Weniger Unfälle in Zeiten der Ölkrise und Corona-Pandemie
In Zeiträumen, in denen das Verkehrsaufkommen deutlich geringer war, ist ebenfalls ein Rückgang der Unfälle sowie der Verunglückten zu verzeichnen. So gab es beispielsweise vor dem Hintergrund der Ölkrise im Jahr 1973 mit erhöhten Benzinpreisen sowie Sonntagsfahrverboten rund 5,6 % weniger Unfälle und 9,3 % weniger verunglückte Personen als im Jahr zuvor.

Infolge der Corona-Pandemie zeigt sich zwischen 2019 und 2020 ein Rückgang der Unfallzahlen von 18,3 % und der Verunglückten von 14,3 %. Ein verringertes Verkehrsaufkommen lässt sich hier durch verschärfte Lockdown-Maßnahmen, steigende Home-Office Nutzung sowie Kontaktbeschränkungen erklären.


Fröhlicher Empfang des Weseler Kinderprinzenpaars im Ratssaal Wesel – Kurzum: Kamelle, Karnevalsfreude und Dankbarkeit
Wenn Bürgermeister Rainer Benien zum Empfang ins Rathaus einlädt, dann zu besonderen Anlässen. Am Sonntag, 08. Februar 2026, strömten zahlreiche gut gelaunte Kinder festlich gekleidet samt Begleitung in den Ratssaal der Stadt Wesel. Dort hieß Bürgermeister Rainer Benien das Weseler Kinderprinzenpaar sowie zahlreiche Karnevalsfreunde herzlich willkommen.

Neben dem Weseler Kinderprinzenpaar Prinz Erik I. und Prinzessin Lara I. samt ihren beiden Paginnen Nina und Elia, folgten auch Vertreter*innen befreundeter Karnevalsvereine und -gruppen der Einladung (unter anderem KC Dingden, XCV Xanten, KKG Ossenberg, Festkomitee Hammer Karneval 1962 e. V., KKV Kamp-Lintforter Karnevalsverein 1979 e. V., Festausschuss Velberter Karneval und Loßröcke Boele).

Einleitend betonte Bürgermeister Rainer Benien die Bedeutung des Kinderkarnevals für die Stadt Wesel. Dabei hieß er besonders das Weseler Kinderprinzenpaar willkommen. Er lobte das Kinderprinzenpaar für Ihren Einsatz in der Session. Beide versprühten gute Laune, so der Bürgermeister, der sich bereits bei mehreren Veranstaltungen davon selbst überzeugen konnte.

Die junge Regentschaft nutzte die Gelegenheit, sich für die Einladung zu bedanken. Der Empfang wurde mit der Verleihung zahlreicher Karnevalsorden abgeschlossen. Für die anwesenden Kinder wurden eigens essbare Orden kreiert, die bei den kleinen Gästen sofort auf große Begeisterung stießen. Selbstverständlich wurde auch für reichlich Süßigkeiten gesorgt, um die Karnevalsstimmung noch weiter anzuheizen und vor allem zu versüßen.

Ein besonderer Dank galt den vielen Unterstützer*innen des Weseler Kinderkarnevals, die durch ihren unermüdlichen Einsatz den Karneval für die jüngeren Narren und Närrinnen in der Region möglich machen. Stellvertretend für dieses Engagement wurden Andreas von Brackel (1. Vorsitzender des Förderkreises Kinderkarneval) und Tanja Müller (2. Vorsitzende des Förderkreises Kinderkarneval) vom Bürgermeister gelobt.

Mit strahlenden Gesichtern und einer gehörigen Portion Karnevalsstimmung endete der Empfang. So zog die „Karawane“ weiter zur diesjährigen Kindersitzung ins Festzelt an die Rheinpromenade.

Großer Karnevalszug zieht am Rosenmontag durch die Weseler Innenstadt
Am Montag, 16. Februar 2026, findet in der Weseler Innenstadt der traditionelle Rosenmontagszug des Carnevals-Ausschuss Wesel (CAW) statt.  Der Zug stellt sich ab 10.30 Uhr in der Kolpingstraße auf und startet gegen 12.30 Uhr. Erwartet wird eine ähnliche Teilnehmerzahl wie im Vorjahr mit teilnehmenden Gruppen, darunter Festwagen, Bollerwagen und Fußgruppen.

Die Strecke verläuft von der Kolpingstraße über die Korbmacherstraße weiter über die Kreuzstraße bis zur Esplanade. Von dort zieht der Zug in Richtung Berliner Tor, am Heubergpark vorbei und über die Baustraße zurück zur Korbmacherstraße, bevor die Runde erneut durch die Innenstadt führt.  Gegen 15 Uhr endet der Zug am Berliner Tor.  Die gesamte Zugstrecke wird vollständig abgesperrt.

Anliegende Straßen sind von Teilsperren betroffen, die etwa 50 Meter in die jeweiligen Straßen hineinreichen. Die Sperrungen werden aufgrund notwendiger Straßenreinigung größtenteils erst gegen 17 Uhr aufgehoben.  Entlang des Zugwegs gelten Haltverbote, die bereits aufgestellt wurden und ab Sonntag, 15. Februar 2026, 6 Uhr morgens, gelten.

Gesperrt sind unter anderem auch die Parkmöglichkeiten an der Moltkestraße, an der Alten Roßmühlenstraße sowie der Zugang zur Tiefgarage Dudelpassage. Der Parkplatz Mölderplatz ist bereits ab Freitag, 13. Februar 2026, 6 Uhr morgens gesperrt. Die Parkplätze am Heuberg-Bad und an der Poppelbaumstraße bleiben nutzbar. 

Die Stadt empfiehlt, den Innenstadtbereich weiträumig zu umfahren. Für die Veranstaltung gilt ein angepasstes Sicherheitskonzept. Erstmals kommen mobile Durchfahrtssperren zum Einsatz. Sie ersetzen die bisherigen Betonklötze.

Moers: 1. Bastelwerkstatt „Karneval“ für Kinder ab 4 Jahren
Bunte Clowns, kreative Masken und andere Kleinigkeiten können an diesem Nachmittag gebastelt werden. Hinweis Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich, für das Material wird ein Kostenbeitrag von 2€ erhoben.

Nähere Infos und Anmeldung unter Telefon: 0 28 41 / 201-751, unter jubue@moers.de oder direkt in der Bibliothek Moers. Veranstaltungsdatum 10.02.2026 - 15:00 Uhr - 16:00 Uhr. Veranstaltungsort Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Geschichte erleben: Führung durch die Pfarrkirche St. Barbara Meerbeck
Die Kirche St. Barbara Meerbeck öffnet im Rahmen des Stadtteiltreffs Neu_Meerbeck am Mittwoch, 11. Februar, von 16.30 bis 18 Uhr ihre Türen für eine besondere Entdeckungstour. Pfarrer Bernhard Lauer führt durch die eindrucksvollen Räume und gewährt Einblicke in die spannende Architektur sowie die Historie der Gemeinde.

Ein besonderer Höhepunkt der Führung ist die beeindruckende Sammlung von Kunstobjekten lokaler Künstler, die die Kirche zu einem kulturellen Ort mit besonderer Ausstrahlung machen. Treffpunkt ist am Eingang der Kirche, Donaustraße 120. 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Informationen und Anmeldungen sind beim Stadtteilbüro Neu_Meerbeck möglich (Telefon 0 28 41 / 201 - 530, Mail: stadtteilbuero.meerbeck@moers.de). Veranstaltungsdatum 11.02.2026 - 16:30 Uhr - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Donaustraße 120, 47443 Moers.

Altweiber-Party
Veranstaltungsdatum 12.02.2026 - 16:00 Uhr - 13.02.2026 - 02:00 Uhr. Veranstaltungsort Filder Straße 142, 47447 Moers .Veranstalter  Karnevalsfreunde Holderberg 1951 e.V. Adresse Dorsterfeldstraße 38, 47447 Moers.

Moers: enni.comedy Salon
Moderator Don Clarke freut sich auch beim nächsten enni.Comedy Salon im Moerser Bollwerk 107 wieder auf eine volle Hütte! Wie immer, lädt er sich dafür drei Top-Comedians aus ganz Deutschland ein, mit denen er das Bollwerk 107 für zwei Stunden in einen Humortempel verwandeln wird.

Tickets erhältlich unter www.comedysalon.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Rückfragen unter Tel.: 0 40 98 26 47 50, E-Mail: moers@comedysalon.de. Veranstaltungsdatum 11.02.2026 - 19:15 Uhr - 22:30 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Moers: The Gentlemen Tenors
Die Gentlemen Tenors sind ein außergewöhnliches Ensemble aus sieben hochqualifizierten Tenören, die klassische Opernkunst mit energiegeladenen Pop- und Rocksongs verbinden, dabei mit kraftvollen, gefühlvollen Stimmen, beeindruckender Bühnenpräsenz und einem abwechslungsreichen Repertoire für unvergessliche Konzerterlebnisse voller Leidenschaft, Eleganz und Gänsehaut garantieren.

Der Eintritt ist ab 42 Euro erhältlich. Tickets sind online unter www.esn-eg.de/eventim.de verfügbar. Event details Veranstaltungsdatum 13.02.2026 - 15:00 Uhr - 19:00 Uhr. Veranstaltungsort ENNI Eventhalle. Adresse Filder Straße 142, 47447 Moers. Telefon 0 28 41 / 104-470 E-Mail team-events@esn-eg.de Internetseite https://esn-eg.de/locations/enni.freizeitpark/enni.eventhalle.html


Moers: The Music of QUEEN Live
Die Live-Tribute-Show mit den größten Hits der Britischen Kultband Mit seiner Band QUEEN feierte Freddie Mercury Mega-Erfolge. Ihre Hits sind unsterblich und begeistern nach wie vor Jung und Alt mit dem Repertoire aus Rock, Pop, Klassik, Balladen, Disco oder RnB in ihren Songs.

Jetzt wird The Music of QUEEN Live auf die Bühne gebracht – mit der derzeit wohl besten und authentischsten QUEEN Tribute-Show! Der charismatische Frontmann Valentin L. Findling und seine erstklassige Liveband präsentieren die Welthits von QUEEN. Er verkörpert Freddie Mercury so atemberaubend und energiegeladen wie kein Zweiter.

Er hat die Stimme, den Look und die Moves. Erleben Sie jetzt mit The Music of QUEEN Live die Wiederauferstehung eines Idols und einer der größten Bands der Rock- und Pop-Geschichte!

Der Eintritt ist ab 39,50 Euro erhältlich. Tickets sind online unter www.eventim.de/event/the-music-of-queen-live-tour-2026 verfügbar. Veranstaltungsdatum 13.02.2026 - 20:30 Uhr - 23:00 Uhr Veranstaltungsort ENNI Eventhalle, Adresse Filder Straße 142, 47447 Moers.

Moers: Nelkensamstagszug
Die 5. Jahreszeit in Moers ist bunter und facettenreicher denn je. Hier kommen Jung und Alt zusammen, ein Kostüm ist kreativer und auffälliger als das andere. Es wird mit roten Clownsnasen und stimmungsvoller Karnevalsmusik gefeiert. Lachen, tanzen, feiern ist in dieser Zeit das Motto.

Der Zug startete um 13.11 Uhr in Hochheide auf der Kirchstraße ab der Einmündung Dr.Kolb-Str. in Richtung Moers. Der Weg setzt sich fort über die Homberger Straße bis zur Kreuzung Xantener- / Klever Straße. Hier fährt der Zug dann am Friedrich-Ebert-Platz vorbei und biegt dann nach links in die Wilhelm-Schröder-Straße ein.  

Kurz nach dem Adolfinum lößt sich der Zug dann im weiteren Straßenverlauf auf. Glasverbot beim Nelkensamstagszug Nach den erfolgreichen Glasverboten der letzten Jahre hat die Stadt Moers auch für den diesjährigen Nelkensamstagszug ein Glasverbot auf Teilen des Zugwegs erlassen.

Es beginnt an der Unterführung am Moerser Bahnhof und endet an der Wilhelm-Schroeder-Straße/Ecke Ostring. Der Bereich umfasst auch die Vinzenzstraße, den Bahnhofsvorplatz, die Straße Zum Bollwerk, den Friedrich-Ebert-Platz und den Platz am Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum.

Die Abschnitte werden entsprechend überwacht. Glasflaschen, auch die sogenannten kleinen „Klopfer", werden ausnahmslos beschlagnahmt und vernichtet. Die Stadt Moers empfiehlt daher allen Besuchern, Besucherinnen und Teilnehmende, auf die Mitnahme von Glasgetränkebehältnissen zu verzichten und auf PET-Flaschen umzusteigen.

Als besonderen Service bietet die Stadt Moers auch dieses Jahr an einigen Kontrollstellen PET-Flaschen zum Umfüllen an. Das Glasverbot hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Rettungskräfte keine Schnittverletzungen mehr zu versorgen hatten.
Veranstaltungsdatum 14.02.2026 - 13:11 Uhr - 17:00 Uhr. Veranstalter Kulturausschuss Grafschafter Karneval e.V.

Moers: Karnevalsparty
Im Anschluss an den Moerser Nelkensamstagszug geht’s wieder zur legendären Karnevalsparty ins Bollwerk 107. DJ Mike ILL sorgt für die perfekte Partystimmung. Der Eintritt ist ab 16 Jahren möglich. Tickets gibt es ausschließlich an der Abendkasse! Veranstaltungsdatum 14.02.2026 - 16:00 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers

Druck auf NRW-Wirtschaft bleibt - Bundesbank-Präsident bei der IHK  
Krisen, Kriege und Handelszölle: Die Welt ist unberechenbar geworden. Damit gerät auch der internationale Handel ins Stocken. Zugleich steckt Deutschland in einer Strukturkrise. Die Probleme sind vor allem hausgemacht, moniert die Niederrheinische IHK. Die Sorgen der Unternehmen wurden deutlich im Gespräch mit Christian Otto, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in NRW.  

Die Sorgen der Unternehmen am Niederrhein wurden deutlich im Gespräch mit Christian Otto. Fotos: Niederrheinische IHK/Bettina Engel-Albustin

 „Andere Länder wachsen, während wir stagnieren. Das zeigt: Berlin und Brüssel müssen für die Wirtschaft liefern, und zwar schnell“, betonte IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers. Dazu gehören: Steuersenkungen vorziehen, Energiepreise runter, Sozialsysteme fit machen, Infrastruktur sichern und ausbauen.

„Zwar hat die Bundesregierung erste Maßnahmen auf den Weg gebracht. Doch die Effekte kommen bei den Unternehmern nicht an. Stattdessen wächst der Frust“, so Schaurte-Küppers. Hoffnung machen die Handels-Abkommen der Europäischen Union mit Indien, den Mercosur-Staaten und die Annäherung an Saudi-Arabien. Sie schaffen neue Perspektiven, auch für die deutsche Wirtschaft.  

„Europa muss mehr denn je gemeinsam handeln. Wir haben einen großen gemeinsamen Markt. Das ist eine Riesen-Chance. Dazu müssen wir die Regeln in Europa weiter harmonisieren. Und nach außen geschlossen auftreten“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.  

Christian Otto machte in seinem Vortrag deutlich: „Als Notenbank haben wir die wirtschaftliche Entwicklung und die Situation im Finanzsystem immer im Blick. Deutschland und Nordrhein-Westfalen haben viele Stärken. Wir haben eine starke Industrie. Wir haben leistungsfähige und innovative Unternehmen. Sie brauchen aber eine sichere Grundlage zum Investieren. Das muss die Politik ermöglichen, auf der nationalen wie auch der europäischen Ebene. So kann Deutschland wieder wachsen und davon profitieren auch unsere Nachbarländer in Europa.“    

Eintrag in das Goldene Buch der IHK (v. l.): Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer Niederrheinische IHK; Christian Otto, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in NRW; Werner Schaurte-Küppers, Präsident der Niederrheinischen IHK.  

Schuldenfrei im Alter – Finanzen und Hilfen im Blick
Aktualisierte Neuauflage des BAGSO-Ratgebers erschienen
Über Geld zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer – vor allem, wenn es knapp ist. Wenn sich das Einkommen im Alter mit dem Übergang in die Rente oder durch das Ende einer Lebenspartnerschaft deutlich verringert, können schnell finanzielle Schwierigkeiten entstehen.

Die Scham, staatliche Leistungen oder Hilfsangebote anzunehmen, ist jedoch gerade bei Älteren groß. Der Ratgeber „Schuldenfrei im Alter", den die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen gemeinsam mit der Diakonie Deutschland nun in fünfter, vollständig aktualisierter Auflage herausgegeben hat, will dazu beitragen, dass Überschuldung vermieden und frühzeitig professionelle Unterstützung wie eine Schuldnerberatung in Anspruch genommen werden.

Die Autorinnen Claudia Lautner und Maike Cohrs, Schuldner- und Insolvenzberaterinnen im Diakonischen Werk Köln und Region, geben in dem umfassenden Ratgeber zahlreiche konkrete Tipps, wie man sich auf mögliche finanzielle Veränderungen im Alter vorbereiten kann. Sie informieren verständlich über Renten, Möglichkeiten der Kostensenkung oder des Hinzuverdiensts und zeigen Wege auf, einer Überschuldung vorzubeugen oder sie zu bewältigen.  

Die Neuauflage des Ratgebers wurde durch das Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Broschüre kann – auch in größerer Stückzahl – kostenfrei bei der BAGSO über die Website, per E-Mail unter bestellungen@bagso.de oder telefonisch unter 0228 / 24 99 93-0 bestellt sowie als barrierefreie Datei heruntergeladen werden. Zum Ratgeber „Schuldenfrei im Alter“

Mit der vhs entspannt in den Frühling
Energien mobilisieren und entspannt in den Frühling starten – um dies zu erreichen, bietet die vhs Moers – Kamp-Lintfort im Februar zwei passende Kurse an. ‚Stark und stabil in den Frühling‘ beginnt am Donnerstag, 19. Februar, ab 19 Uhr und findet insgesamt fünfmal im Alten Landratsamt, Kastell 5b, statt.

Der Kurs vermittelt elf effektive Körperübungen, die die Konzentration verbessern und bei denen neue Kraft gewonnen wird. Bei ‚Entspannung mit Klang und Meditation -Fantasiereisen‘ erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch harmonische Klänge einen Zustand der Tiefenentspannung und Ruhe.

Dieser Kurs aus insgesamt vier Einheiten startet am Donnerstag, 26. Februar, ab 18 Uhr. Veranstaltungsort ist die vhs Kamp-Lintfort, Kamperdickstraße 10. Für beide Kurse ist eine rechtzeitige Anmeldung entweder telefonisch unter 0 28 41/ 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de erforderlich.

vhs: Neues Angebot ‚Thursday Morning Murder Mystery‘
Für alle, die Englisch auf einem soliden Mittelstufenniveau (B1) beherrschen und sich verbessern möchten, bietet die vhs Moers – Kamp-Lintfort ab Donnerstag, 19. Februar, den Kurs ‚Thursday Morning Murder Mystery‘ an. An insgesamt zwölf Donnerstagen jeweils ab 10.30 Uhr lösen die Teilnehmenden gemeinsam Miss Marples ersten Fall ‚The Murder at the Vicarage‘ (Mord im Pfarrhaus).

Auch, wer die Lektüre kennt, kann dabei seine Sprachkenntnisse in Wort, Schrift und Hörverständnis verbessern. Veranstaltungsort ist die vhs Kamp-Lintfort, Kamperdickstraße 10. Eine rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich. Diese kann telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de erfolgen.

Landesregierung unterzeichnet Pakt für Hochwasserschutz mit allen Beteiligten
Land, Kommunen und Wasserverbände vereinbaren schnellere Verfahren und klare Finanzierungsperspektive
Nordrhein-Westfalen stellt den Hochwasserschutz auf ein neues Fundament: Umweltminister Oliver Krischer hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Wasserverbände und der Bezirksregierungen in Düsseldorf den „Pakt für Hochwasserschutz“ unterzeichnet.

Ziel ist es, Schutzmaßnahmen künftig besser abzustimmen, schneller umzusetzen und Kommunen sowie Wasserverbände gezielt zu unterstützen. Der Pakt legt die Grundlage dafür, damit alle Akteure in Zukunft enger zusammenarbeiten, er vereint technischen mit naturnahem Hochwasserschutz und soll so den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Flutereignissen beschleunigen.

„Fluten machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb brauchen wir Hochwasserschutz, der gemeinsam geplant wird, schneller vorankommt und die Menschen wirksam schützt. Der Pakt schafft dafür eine klare Grundlage, von der Flächenfrage über Genehmigungen bis zur Finanzierung. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine große Allianz für den Hochwasserschutz“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Massive Investitionen und finanzielle Sicherheit
Für den Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen sind in der Regel die Kommunen sowie Wasser- und Deichverbände verantwortlich. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Maßnahmen, indem es bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.

Das Land stellt aktuell jährlich rund 100 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bereit. Diese bereits erhöhte Fördersumme wird über den Nordrhein-Westfalen Plan für gute Infrastruktur für die kommenden zwölf Jahre verstetigt. Insgesamt stehen damit bis 2037 rund 1,1 Milliarden Euro Landesmittel speziell für den Hochwasserschutz zur Verfügung.

Zusätzlich können nordrhein-westfälische Kommunen Hochwasserschutzprojekte aus weiteren Finanzierungsquellen bezahlen. Zum Beispiel aus ihrem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro. Außerdem stehen Mittel aus dem ökologischen Gewässerschutz von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, von denen zum Beispiel durch Renaturierungen auch Effekte für den Hochwasserschutz entstehen. Mit diesen Instrumenten bekommt der Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen eine klare Finanzierungsperspektive.

Die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, Christian Küsters, Vizepräsident des Städtetags NRW, und Landrat Dr. Ralf Nolten vom Landkreistag NRW, erklärten: „Wir stehen ausdrücklich hinter dem Bestreben, Hochwasserschutzmaßnahmen schneller umzusetzen.

Der Landespakt benennt die zentralen Handlungsfelder, um landesweit Projekte zeitnah planen, genehmigen und realisieren zu können. Hochwasserschutz bleibt zudem Aufgabe der Städte, Kreise und Gemeinden. Es liegt an ihnen, die dazu nötigen Prioritäten zu setzen und den Weg zu gestalten. Aber: Wasser macht nicht an der Stadtgrenze halt. Es muss also auch darum gehen, das Zusammenwirken aller Beteiligten besser aufeinander abzustimmen. Hochwasserschutz ist hochkomplex, generationenübergreifend und benötigt gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das erfordert von den Städten, Kreisen und Gemeinden Ressourcen. Insofern ist es ein erster guter Schritt, dass das Land Kontinuität hinsichtlich der nötigen Fördermittel in Aussicht gestellt hat.“

Flächensicherung im Konsens
Da moderne Deiche, Rückhalteräume und Auenrenaturierungen Platz benötigen, ist die Flächengewinnung oft die größte Hürde. Hier setzt der Pakt auf Kooperation mit der Landwirtschaft. In Gesprächen mit den Verbänden wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, der auf einvernehmliche Lösungen durch Flächentausch, Entschädigungen oder Flurbereinigungsverfahren setzt. Flankierend steht den Kommunen und Wasserverbänden seit Jahresbeginn das gesetzliche Vorkaufsrecht zur Verfügung, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Mehr Tempo durch Digitalisierung und klare Regeln
Ein Kernpunkt der Vereinbarung ist die Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsprozessen. Eine neue „Digitale Hochwasserplattform“ soll künftig alle Schritte – von der Bürgerbeteiligung über das Verfahren bis zur Auszahlung der Fördermittel – online abbilden und die Verwaltung entlasten. Zudem werden Leitlinien entwickelt, um die Interessen von Hochwasserschutz und Naturschutz bereits in frühen Stadien in Einklang zu bringen.

Erste Regionalpakte in Vorbereitung
Der Landespakt wird durch regionale Pakte in den Flusseinzugsgebieten konkretisiert. Erste Gespräche für die Regionen Emscher-Lippe und Erft laufen bereits. Hier werden Emscherdeiche saniert und neue Rückhaltebecken an der Erft geplant. Weitere Regionalpakte für die Eifel-Rur, die Sieg und die Wupper sind in Vorbereitung. Dabei wird erstmals konsequent der risikobasierte Ansatz der NRW-Hochwasserkommission angewandt, um dort zu investieren, wo die Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur am größten ist.

Dr. Uwe Moshage, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände (agw), sagte: „Die Wasserverbände begrüßen den ganzheitlich auf Flusseinzugsgebiete bezogenen Hochwasserschutz und bringen gerne ihre planerische und technische Expertise in den Pakt ein."

Bilanz seit 2021: Bereits mehr als 500 Projekte gefördert
Der neue Pakt baut auf einer massiven Ausweitung der Schutzaktivitäten seit der Katastrophe von 2021 auf. Insgesamt hat das Land seither rund 390 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und mehr als 500 Projekte gefördert. Ein Drittel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen wie Deichsanierungen und Rückhaltebecken.

Beispiele sind der Retentionsraum in Köln-Worringen, der Hochwasserspitzen um bis zu 17 Zentimeter kappen kann, oder das großangelegte Modellprojekt „HaLiMa“ an der Lippe, das technischen Schutz mit ökologischer Flussentwicklung kombiniert. Darüber hinaus unterstützt das Land den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht mit 27,8 Millionen Euro. Der entsprechende Förderbescheid wurde durch die Bezirksregierung Köln am 1.12.2025 dem Wasserverband Eifel-Rur übergeben.

Auch die Informationssysteme wurden grundlegend modernisiert. In Duisburg wurde die neue Hochwasserzentrale gegründet, die alle Informationen zum Thema Hochwasser bündeln und die Meldungen an alle Beteiligten nach dem „Single-Voice-Prinzip“ herausgeben soll. Das landeseigene Pegelnetz wurde von 84 Standorten im Jahr 2021 auf 122 ausgebaut, um verlässliche Daten für Warn-Apps und Portale zu liefern. Der heutige Pakt ist die konsequente Weiterführung dieses Weges, um aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe 2021 dauerhaft bessere Vorsorge zu schaffen.


TÜV-Report: Die zehn häufigsten Mängel bei der Hauptuntersuchung
Sachverständige beanstanden vor allem mangelhafte Scheinwerfer, Bremsbauteile, Federn und Reifen. Der TÜV-Verband gibt Hinweise, wie sich Fahrzeughalter auf den HU-Termin vorbereiten können – Gewinn für die Sicherheit und den eigenen Geldbeutel.

Ausgefallenes Abblendlicht, verschlissene Bremsscheiben oder gebrochene Federn: Das sind einige der häufigsten Mängel, die von den TÜV-Sachverständigen bei der Hauptuntersuchung (HU) beanstandet werden. Eine aktuelle Sonderauswertung des „TÜV-Report 2026“ zeigt, wo die Schwachstellen vieler Pkw liegen und was Fahrzeughalter tun können, um möglichst gut durch den HU-Termin zu kommen.

Dafür hat der TÜV-Verband rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen der TÜV-Organisationen vertieft ausgewertet. „Fahrzeughalter sollten sich vor der Hauptuntersuchung einen Eindruck vom Zustand ihres Fahrzeugs verschaffen“, sagt Frank Schneider, Referent für Fahrzeugtechnik beim TÜV-Verband. „Je älter das Fahrzeug ist und je mehr Bauteile auffällig sind, desto sinnvoller ist ein professioneller Checkup in einer Fachwerkstatt.“

In der Sonderauswertung werden „erhebliche“ und „gefährliche Mängel“ betrachtet. Fahrzeuge mit entsprechenden Mängeln erhalten keine Plakette, müssen umgehend repariert und innerhalb von vier Wochen erneut bei der Prüfstelle vorgeführt werden. Das war im Berichtszeitraum des TÜV-Reports 2026 bei 21,5 Prozent der untersuchten Fahrzeuge der Fall. Der TÜV-Verband gibt Tipps, welche Mängel am häufigsten auftreten und wie sich Pkw-Halter auf die HU vorbereiten können.

Top-Mangel bei der HU: die Scheinwerfer
Die mit Abstand meisten Mängel betreffen das Abblendlicht. „Häufig funktionieren Scheinwerfer gar nicht oder sie sind falsch eingestellt“, sagt Schneider. Die Folge: Fahrzeuge werden im Straßenverkehr in kritischen Situationen übersehen oder zu spät erkannt. Oder es werden andere Verkehrsteilnehmer gefährlich geblendet. Schneider: „Sehen und gesehen werden ist ein wichtiger Faktor für die Verkehrssicherheit, der häufig unterschätzt wird.“

Tipp: Alle Leuchten vor der HU prüfen. Bei vielen Herstellern und Modellen werden defekte Leuchtmittel im Armaturenbrett angezeigt. Ein Gang um das Auto identifiziert schnell den Fehler, dabei auch die Kennzeichenbeleuchtung beachten. Die Leuchtmittel des Abblendlichts können bei vielen Modellen auch heute noch selbst gewechselt werden. Das erfordert etwas handwerkliches Geschick und eine Durchsicht der Bedienungsanleitung („Bordbuch“).
Hier ist auch die Bezeichnung des richtigen Leuchtmittels angegeben. Technikversierte können die Scheinwerfer auch selbst einstellen, was aber aufwendig ist. Für die Nicht-Bastler ist ein Werkstattbesuch zu empfehlen, was je nach Modell zwischen 10 und 50 Euro kostet. Prüforganisationen und viele Werkstätten bieten diesen Service im Herbst im Rahmen der „Aktion Lichttest“ kostenlos an.

Zentral für die Sicherheit: die Bremsanlage
Die weiteren drei häufigsten Mängel betreffen die Bremsanlage. „Verschlissene, riefige oder stark korrodierte Bremsscheiben sind häufig der Grund für einen erheblichen Mangel bei der HU“, sagt Schneider. Technischer „Gegenpol“ der Scheiben sind die Bremsbeläge.
Diese können unter anderem gebrochen, lose oder verölt sein. Auch eine unsachgemäße Montage oder eine falsche Größe führen zum Nichtbestehen. Besonders gefährlich sind undichte, beschädigte oder stark korrodierte Bremsleitungen. „Bei einem Verlust von Bremsflüssigkeit lässt der Druck im Bremssystem nach, was im schlimmsten Fall zu einem Totalausfall der Bremsen führen kann“, sagt Schneider.

Tipp: Bremsscheiben und Bremsbeläge sind bei vielen Modellen, vor allem mit offenen Alufelgen, von außen sichtbar. Eine abschließende Beurteilung des Zustands ist aber nur bei einer Fachwerkstatt möglich. Daher sollten Halter die Bremsen bei Service-Terminen checken lassen. Wichtig: Warnzeichen wie Geräusche, Ruckeln oder Seitenzug beim Bremsen ernst nehmen. Bei längerer Standzeit und hoher Feuchtigkeit können die Bremsscheiben „Flugrost“ ansetzen – das ist völlig normal. Der Flugrost kann einfach durch regelmäßiges kräftiges bremsen entfernt werden.

Unterschätzte Schwachstelle: Federn und Dämpfer
Auf Platz fünf der Mängelliste liegen gebrochene, verschlissene oder falsch montierte Federn. Sie sorgen für Stabilität und Komfort beim Fahren. Technisch eng verknüpft mit den Federn sind die Schwingungsdämpfer. Ihre Funktion besteht darin, die Schwingungen der Federn zu kontrollieren und zu reduzieren. Sie können beschädigt, korrodiert oder undicht sein, was zu austretendem Öl führt.

„Defekte Federn und Dämpfer sind gefährlich, weil sie die Fahrstabilität beeinträchtigen. In Kurven kann das Fahrzeug schlechter kontrolliert werden und der Bremsweg verlängert sich um bis zu 20 Prozent“, sagt Schneider. „Worstcase ist ein Federbruch während der Fahrt, der das Fahrzeug sofort manövrierunfähig macht.“

Tipp: Vibrationen am Lenkrad, unpräzises Fahrverhalten oder ein starkes Absenken des Fahrzeugs beim Bremsen sind Indizien für akute Mängel an Federn und Dämpfern. Auch deutliche Ölspuren an den Dämpfern oder vorzeitig abgenutzte Reifen deuten auf Probleme bei diesen Bauteilen hin. Ein Werkstattbesuch ist dann Pflicht.

Im Blick behalten: die Reifen
Ein häufiger Kritikpunkt bei der HU sind die Reifen (Platz sechs). „Bei Reifen gibt es eine lange Mängelliste“, sagt Schneider. „Dazu gehören Beulen, Alterungsrisse, Beschädigungen durch Fremdkörper oder eine zu geringe Profiltiefe.“ Nicht selten fahren Fahrzeugbesitzer auch mit unzulässigen Reifengrößen oder einer Mischbereifung vor.

Tipp: Profiltiefe vor dem HU-Termin prüfen. Die TÜV-Sachverständigen empfehlen mindestens 4 Millimeter, obwohl gesetzlich nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben sind. Das Reifengummi wird mit der Zeit spröde und verliert an Elastizität. Reifen sollten deshalb spätestens nach sechs bis acht Jahren ersetzt werden.

Die zehn häufigsten Mängel bei der HU mit Rang, Bauteil und Mängeldetails (Auswahl) in der Übersicht:
1. Abblendlicht: ohne Funktion, (LED-)Lichtquelle mangelhaft oder unzulässig, Mehrfach-/LED-Lichtquellen mehr als 1/3 ohne Funktion, unzulässig verdeckt, Einstellung (wesentlich) zu hoch oder zu niedrig, Leuchtwirkung zu gering, Einstellung zu weit nach links oder rechts

2. Bremsscheibe: Tragbild mangelhaft, mit Riefenbildung, korrosionsgeschwächt, angerissen, hat Seitenschlag, verschlissen, verölt, Abschirmblech fehlt / erheblich beschädigt

3. Bremsbelag: unsachgemäß montiert, gebrochen, Größe falsch, verschlissen, lose, verölt
4. Bremsleitung: unsachgemäß repariert, Druckluftbremsanlage undicht, Befestigung mangelhaft, beschädigt, undicht, korrosionsgeschwächt oder korrodiert, gequetscht, unsachgemäß verlegt
5. Feder: Gebrochen, übermäßiger Verschleiß, unzulässig verändert oder montiert, Vorspannung unzureichend

6. Reifen: beschädigt, Alterungsrisse, Riss- / Schnittverletzung, Gewebebruch / Ausbeulung, drucklos, Freigängigkeit nicht ausreichend, beschädigt durch Nagel, Schraube oder andere Fremdkörper, Größe unzulässig, Profiltiefe zu gering, einseitig abgefahren, Mischbereifung unzulässig

7. Fahrtrichtungsanzeiger: Feuchtigkeitseintritt, (LED-)Lichtquelle mangelhaft, Mehrfach-/LED-Lichtquellen mehr als 1/3 ohne Funktion, Befestigung mangelhaft, FRA ohne Funktion/ fehlt/ beschädigt, Farbe unzulässig, verblasst, Farbbeschichtung der Lichtquelle abgelöst, Massefehler

8. Umweltbelastung Motor: undicht - Ölverlust mit Abtropfen
9. Schweller: unsachgemäß repariert, beschädigt, korrosionsgeschwächt, durchgerostet

10. Schwingungsdämpfer: Anschlaggummi / Zusatzfeder beschädigt oder fehlt, Befestigung mangelhaft, undicht, Lagerung ausgeschlagen, Wirkung unzureichend oder stark ungleich, Kolbenstange korrosionsgeschwächt

Für den TÜV-Report 2026 hat die Redaktion 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen von Pkw ausgewertet, die von den TÜV-Prüfstellen in der Zeit vom 01.07.2024 bis 30.06.2025 durchgeführt wurden. Untersucht wurden 216 verschiedene Fahrzeugtypen, darunter 18 reine Elektrofahrzeuge.

Winter verursacht Milliarden-Schäden auf den Straßen - ADAC rechnet mit hoher Zahl neuer Schlaglöchern
Der strenge Winter hat nach Einschätzung des ADAC die Straßen in Deutschland stärker geschädigt als in den Vorjahren. Vor allem der häufige Wechsel von Plus- und Minusgraden sorgt für viele Schäden insbesondere an kommunalen Straßen, die entstandenen Kosten können laut ADAC in die Milliarden gehen.

Schwankt das Thermometer immer wieder um den Gefrierpunkt, kann Regen oder Schmelzwasser an Rissen und anderen vorgeschädigten Stellen in die Straßenschichten einsickern. Gefriert das Wasser, dehnt es sich aus und sprengt den Asphalt weiter auf. Wenn es taut, bilden sich unter der Straßenoberfläche Hohlräume, die mit der Zeit vom Verkehr eingedrückt werden.

Es entsteht ein Schlagloch, in das erneut Wasser eindringen kann. Eher unproblematisch sind hingegen länger anhaltende Frostperioden. Um einen verkehrssicheren Zustand der Straße zu gewährleisten und größere Schäden an der Substanz zu verhindern, muss auf kurzfristige Sanierungsmethoden wie z.B. Kaltasphalt zurückgegriffen werden.

Der ADAC geht davon aus, dass sich hierbei die Kosten für die Reparatur eines Schlaglochs auf bis zu 200 Euro belaufen. Um Schäden nachhaltig zu beheben und die Qualität der kommunalen Straßen langfristig garantieren zu können, sollte jedoch ein systematisches Erhaltungsmanagement zum Einsatz kommen.

Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 2023 zeigt, weist rund ein Drittel der kommunalen Straßen bereits größere Schäden auf. Der Bedarf für die Sanierung und den Neubau kommunaler Straßen beträgt rund 283 Milliarden Euro. Klar ist: Der diesjährige Winter dürfte die finanzielle Situation noch zusätzlich verschärfen.


NRW: Strauchbeerenernte lag 2025 knapp unter Rekordergebnis von 2022
* Erntemenge um 10,9 % über dem Vorjahr.
* Ausdehnung der Anbauflächen auf 1.066 Hektar.
* 65,5 % der Erntemenge wurde im Freiland kultiviert.

Im Jahr 2025 haben 155 nordrhein-westfälische Betriebe auf 1.066 Hektar Anbaufläche 8.423 Tonnen Strauchbeeren produziert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand endgültiger Ergebnisse der Strauchbeerenerhebung mitteilt, war die Erntemenge damit um 10,9 % höher als im Vorjahr und verfehlte nur knapp das Rekordergebnis von 2022 mit 8.442 Tonnen. Im Vergleich zum Jahr 2013 hat sich die Erntemenge fast verdoppelt, bei einer Ausdehnung der Anbauflächen um 440 Hektar (2013: 626 Hektar).



Über die Hälfte der Erntemenge kam aus dem Regierungsbezirk Köln Die Landwirtinnen und Landwirte im Regierungsbezirk Köln verzeichneten 2025 mehr als die Hälfte der landesweiten Erntemenge (55,1 %). Weitere wichtige Anbaugebiete in NRW befinden sich in den Regierungsbezirken Detmold (19,7 % der Erntemenge) und Düsseldorf (16,5 % der Erntemenge).

Heidelbeeren wurden auf rund 40 % der Freilandfläche angebaut
Mit einer Anbaufläche von 862 Hektar wurden Strauchbeeren in NRW im vergangenen Jahr überwiegend im Freiland kultiviert. Die anbaustärkste Strauchbeerenart ist nach wie vor die Kulturheidelbeere, deren Anbaufläche mit 347 Hektar mehr als ein Drittel (40,3 %) der gesamten Freilandfläche für Strauchbeeren beansprucht. Es folgten rote und weiße Johannisbeeren mit einer Anbaufläche von 257 Hektar und schwarze Johannisbeeren mit 80 Hektar.

Von den 5.514 Tonnen im Freiland geernteten Strauchbeeren entfielen 2.343 Tonnen auf Kulturheidelbeeren und 1.822 Tonnen auf rote und weiße Johannisbeeren. Unter Schutzabdeckungen wurden 1.865 Tonnen Himbeeren angebaut Auf 204 Hektar wurden Strauchbeeren unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen bzw. in Gewächshäusern angebaut; hier wurden mit 140 Hektar überwiegend Himbeeren produziert. Insgesamt wurden auf dieser Fläche 2.909 Tonnen Strauchbeeren erzeugt, darunter 1.865 Tonnen Himbeeren.


Moers-Kapellen: Neue Verkehrsregelung auf der Bahnhofstraße - Enni weitet ab Montag, 9. Februar Kanalbaumaßnahme übergangsweise aus  
In der Bahnhofstraße in Kapellen läuft derzeit eine der größten Straßen- und Kanalsanierungsmaßnahmen der ENNI Stadt & Service (Enni). Seit September 2025 ist die Bahnhofstraße im Abschnitt zwischen der Moerser Straße und dem Hermann-Thelen-Platz als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Süden ausgewiesen.

Aus Richtung Krefeld-Traar kommend ist die Straße aktuell bis zur Zufahrt des Aldi-Parkplatzes befahrbar. Da Enni nun auch im weiteren Verlauf neue Kanäle verlegen wird, muss das Baufeld vorübergehend erweitert werden. Von Montag, 9. Februar, bis voraussichtlich Mitte März ist die Bahnhofstraße deshalb von Süden aus nur noch bis zur Industriestraße befahrbar.

Der Aldi-Parkplatz kann in diesem Zeitraum ausschließlich aus Richtung Moerser Straße angefahren werden. Die Umleitung führt weiterhin über die Nieper Straße, Kapellener Straße, Krefelder Straße und Neukirchener Straße. Nach Abschluss dieses kurzen Bauabschnitts gilt wieder die bisherige Verkehrsregelung.  Wer Fragen zur Baustelle hat, kann sich unter der Rufnummer 104-600 informieren.  

Kleve: Tempo 30 an Querungshilfen auf Hafenstraße und Wiesenstraße
Wer in den vergangenen Tagen auf der Hafenstraße oder der Wiesenstraße in Kleve unterwegs war, wird die neue Beschilderung schon entdeckt haben: Im Bereich der beiden Querungshilfen unweit der Kreisverkehre gilt nun Tempo 30.

Rund um die innerstädtischen Querungshilfen an der Hafenstraße und der Wiesenstraße gilt jetzt Tempo 30

Die Maßnahme wurde durch die Stadt Kleve angeordnet und umgesetzt, um Gefahrensituationen an den Querungshilfen zu entschärfen. Unsicherheiten in Bezug auf die geltende Vorfahrtregelung, plötzlich auf die Fahrbahn tretender Fuß- und Radverkehr sowie abrupt bremsende Fahrzeuge führen dort immer wieder zu riskanten Situationen und einzelnen Unfällen.

Der Umsetzung der Maßnahme liegt eine umfassende Prüfung durch die Stadt Kleve unter Beteiligung der Kreispolizeibehörde Kleve zugrunde. Beauftragt durch den Rat der Stadt Kleve wurden verschiedene Alternativen zur Verbesserung der Verkehrssituation an der Hafenstraße und der Wiesenstraße betrachtet. Rechtliche Erwägungen und die gebotene Gewährleistung der Leichtigkeit des Verkehrs schränken die möglichen Optionen allerdings ein.

So schied etwa die Idee, weitere Fußgängerüberwege („Zebrastreifen“) einzurichten, aufgrund der Nähe zu den bereits vorhandenen Zebrastreifen an den Kreisverkehren aus. Im Ergebnis hat die Stadt Kleve nun zwei Maßnahmen beschlossen und angeordnet. In einem ersten Schritt wurde im Bereich der Gefahrenstellen bereits eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h eingerichtet. In Kürze wird außerdem das Verkehrszeichen „Vorfahrt achten!“ (VZ 205) auf dem Boden an beiden Seiten vor den Verkehrsinseln sowie auf den Mittelinseln aufgebracht. 

Die Bodenmarkierungen sollen dem Fuß- und Radverkehr künftig die geltende Vorfahrtregelung verdeutlichen, denn nach wie vor gilt: An beiden Querungshilfen müssen Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer grundsätzlich auf den bevorrechtigten Straßenverkehr warten. „Mit den angeordneten Maßnahmen sorgt die Stadt Kleve dafür, dass vorhandene Gefahrenpotenziale an den Querungshilfen der Hafenstraße und der Wiesenstraße abgemildert werden“, beurteilt Kleves Bürgermeister Markus Dahmen die Neuerungen.

Oberstes Gebot im Straßenverkehr, so der Bürgermeister, sei aber weiterhin die ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. Er appelliert: „Tragen Sie bitte mit umsichtigem und vorausschauendem Verhalten dazu bei, Gefährdungen im Straßenverkehr zu vermeiden – egal, ob Sie mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind.“

Blick über den Zaun: KI im Kinderzimmer?!
KI-Anwendungen wie ChatGPT sind für junge Menschen längst Alltag: Laut der aktuellen JIM-Studie nutzen 90 Prozent der 14- bis 19-Jährigen den Dienst täglich oder mehrmals pro Woche – für Hausaufgaben, zum Lernen, zur Information oder Unterhaltung. Über die Hälfte vertraut dabei den KI-generierten Inhalten.

Dabei übernehmen die Anwendungen der KI zunehmend auch Rollen, die bisher Menschen vorbehalten waren – von Freund*innen über Lehrerkräfte bis hin zu Therapeut*innen oder Influencer*innen. Passend dazu lautet das Motto des Safer Internet Day 2026: KI and me. In künstlicher Beziehung. Das wirft besonders für pädagogische Fachkräfte zentrale Fragen auf: Welche Kompetenzen brauchen sowohl sie selbst als auch junge Menschen für einen souveränen, selbstbestimmten und sicheren Umgang mit KI? Und wie wirkt sich die zunehmende Nutzung von KI auf unser Miteinander und vor allem auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen aus?

Die Medienfachberatung Bayern, die in allen sieben Regierungsbezirken tätig ist, steht für solche Fragen ganzjährig bereit, um Träger der Jugendarbeit zu KI-Themen umfassend zu beraten und Umsetzungsprozesse zu begleiten. „KI birgt nicht nur Risiken, sondern auch Chancen und ist Werkzeug zum Lernen, zur Kreativität und zur Umsetzung eigener Ziele und Ideen. Nötige Kompetenzen früh zu fördern, ist heute ein zentraler Bildungsauftrag, auch und gerade in der Arbeit mit Kindern.“

Volker Dietl, Medienfachberatung Oberpfalz Umgang mit KI als Teil der Medienkompetenzförderung Der Umgang mit der KI muss von jungen Menschen erlernt und durch Fachkräfte begleitet werden. Dazu müssen dauerhaft flächendeckende Angebote vorgehalten werden – auch in ländlichen Regionen.

Das Netzwerk Medienfachberatung Bayern (in Kooperation mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik) bietet 2026 für die bayerische außerschulische Jugendarbeit, Elternverbände und Einrichtungen der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vielfältige Angebote zum Thema an – am Safer Internet Day und das ganze Jahr.

„Die KI-Entwicklung schreitet immer weiter voran und KI ist schon jetzt mit vielen Bereichen unseres Alltags verbunden. Kinder und Jugendliche haben hier keine Berührungsängste, sondern probieren neugierig aus, was KI ihnen bieten kann. Mit ihren unterschiedlichen Angeboten trägt die Medienfachberatung dazu bei, dass Kinder und Jugendliche lernen, KI selbstbestimmt und kritisch zu nutzen.“ Dr. Susanne Egger, Direktorin JFF - Institut für Medienpädagogik.

Hintergrund: Safer Internet Day Der Aktionstag wird vom europäischen Insafe-Netzwerk (EU-Programm DIGITAL) koordiniert. Als Teil des Insafe-Netzwerks koordiniert klicksafe seit 2004 den Safer Internet Day in Deutschland: https://www.klicksafe.de/sid

VHS Kleve schenkt Wärme
Fast ein Jahr lang haben Engagierte aus dem Kreis Kleve und darüber hinaus Decken gestrickt, um Hunden in Not Geborgenheit zu schenken – initiiert und begleitet von der VHS Kleve.

Aija Samina-Edelhoff und Ralf Seeger im Gebäude der Klever Volkshochschule Wärme kann man fühlen – und manchmal sogar sehen. In Form von Wolle, Farben und liebevollen Maschen wurde sie in den vergangenen Monaten von hunderten Menschen weitergegeben.

Was ursprünglich als kleines, auf zwei Monate begrenztes Projekt geplant war, entwickelte sich schnell zu einer großen Gemeinschaftsaktion. Immer mehr Menschen griffen zu Stricknadeln und Wolle, ließen sich von der Idee anstecken und wurden Teil eines besonderen Miteinanders. Am Ende standen über 400 handgestrickte Decken – jede einzelne ein Unikat.

Die Ideeautorin Aija Samina-Edelhoff, Fachbereichsleiterin der VHS Kleve, zeigt sich tief bewegt von dem Ergebnis: „Diese Decken stehen für eine unglaubliche kreative Vielfalt – mit unterschiedlichsten Farben, Mustern und sogar zweilagigen Ausführungen. Vor allem aber tragen sie ganz viel Liebe und gute Gedanken in sich.“ Gedacht sind die Decken für Hunde, die von Ralf Seeger und seinem Team von „Helden für Tiere gGmbH“ täglich aus schwierigen Situationen gerettet werden.

Gerade in diesem Winter, der in vielen Ländern besonders kalt ist, sind sie weit mehr als ein wärmender Schutz. Sie vermitteln Sicherheit, Fürsorge und ein Stück Menschlichkeit für Tiere, die oft Schlimmes erlebt haben. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die an diese Idee geglaubt und sie unterstützt haben: der Stadt Rees, der Familie Beyer aus Emmerich, Herrn Reinhard Berens und den Tichelpark Cinemas, den Niederrhein Nachrichten sowie der Rheinischen Post Kleve.

Ihr Engagement hat entscheidend dazu beigetragen, dass dieses Projekt in dieser Größe Wirklichkeit werden konnte. Das Strickprojekt hat viele Menschen bewegt und eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn Gemeinschaft, Mitgefühl und eigenes Handeln zusammenkommen.

Es macht Mut und zeigt: Jeder einzelne Beitrag zählt. Danke an alle, die gestrickt haben – und damit Wärme verschenkt haben, wo sie am dringendsten gebraucht wird.  Da wir oft angefragt werden, ob die Aktion weitergeht, haben wir uns entschieden, dass die gestrickten Hundedecken, die uns erreichen, gehen nach wie vor an bedürftige Tiere. Unsere Herzensaktion läuft still weiter. 

Nelkensamstag: Umfangreiche Sperrungen rund um die Zugstrecke in Moers
Ab 10 Uhr ist das Ein- und Ausfahren in den markierten Bereich am Nelkensamstag (14. Februar) nicht mehr möglich. An vielen Stellen gilt bereits zuvor ein absolutes Halteverbot.
(Grafik: Stadt Moers)

Schon bevor sich der Nelkensamstagszug durch die Stadt bewegt, steht der Verkehr still: Für den Karnevalsumzug am Samstag, 14. Februar, werden entlang der Strecke umfassende Sicherheitssperren eingerichtet.

Sie werden bereits in den frühen Morgenstunden aufgebaut. Ab 10 Uhr sind die Zufahrten zur Homberger Straße und zum gesamten Zugbereich vollständig gesperrt. 

Die Sperrungen werden voraussichtlich gegen 18 Uhr aufgehoben, je nach Verlauf möglicherweise auch etwas früher.

Einzelne Gehwege können darüber hinaus noch kurzfristig durch Sicherungsmaterial beeinträchtigt sein, das schnellstmöglich von den beauftragten Unternehmen abgeholt wird. 

Nach der verkürzten Streckenführung im vergangenen Jahr endet der Zug jetzt auf Höhe des Einmündungsbereiches Wilhelm-Schroeder Straße / Ostring.


Um den rund sechs Kilometer langen Zugweg abzusichern, richtet die Stadt insgesamt etwa 50 Sperrstellen ein. Zum Einsatz kommen rund 130 Sperren (LKW-Sperren/Pitagonen, Metallsperren, Fahrzeuge, Betonsperren).

Halteverbote und Abschleppmaßnahmen
Damit das Sicherheitskonzept umgesetzt werden kann, dürfen entlang der Zugstrecke sowie in ausgewählten Einmündungsbereichen der Seitenstraßen keine Fahrzeuge abgestellt werden. Entsprechend hat die Stadt Moers an vielen Stellen absolute Halteverbote eingerichtet. 

Anders als in früheren Jahren ist es aufgrund der Vielzahl der Sperrstellen nicht möglich, Falschparker rechtzeitig zu ermitteln. Fahrzeuge, die verbotswidrig abgestellt sind, werden abgeschleppt. Nur mit diesen Maßnahmen kann der Nelkensamstagszug sicher durchgeführt werden. Die Stadt Moers bittet daher um Verständnis für die Einschränkungen sowie um die Unterstützung der Anwohnerinnen und Anwohner.

Rosenmontag-Wellness im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn
Allen, die dem Karnevalstrubel für ein paar entspannte Stunden entfliehen möchten, macht die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) auch in diesem Jahr ein besonderes Angebot: Am Rosenmontag, 16. Februar, erwartet die Gäste im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn von 10 bis 21 Uhr ein abwechslungsreiches Schwimmbad- und Saunaprogramm für die ganze Familie. Beide Bereiche können an diesem Tag ausschließlich textilfrei genutzt werden.

In der Saunalandschaft werden im Halbstundentakt Spezial-Aufgüsse zelebriert, in der Dampfsauna können die Gäste selbstständig ein Salz-Peeling oder eine Honiganwendung durchführen. Auch an die Jüngsten ist gedacht: Für Kinder gibt es einen Gummibärchen- oder Erdbeer-Aufguss mit Musik.

Im Schwimmbad sorgen zudem eine riesige Wasserkrake und eine lustige Wasserschaukel für Spaß und Abwechslung. Der Eintritt beträgt 22 Euro für Erwachsene im Vorverkauf und 25 Euro an der Tageskasse. Kinder zahlen 15 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.freizeitbad-neukirchen-vluyn.de.

Gemeinsam für ein sauberes Moers - Jetzt zum Abfallsammeltag am 7. März anmelden
Ärmel hoch, Handschuhe an, Müllsäcke raus: Die ENNI Stadt & Service Niederrhein (Enni) lädt für Samstag, 7. März, wieder zum Abfallsammeltag ein. Unter dem Motto „Gemeinsam für ein sauberes Moers“ können sich Einzelpersonen, Schulklassen, Kindergärten, Vereine und Nachbarschaften aktiv für mehr Sauberkeit in der Stadt einsetzen.

Auch dieses Mal rechnen die Veranstalter mit rund 1000 Aktiven, Anmeldungen sind bis zum 28. Februar möglich. „Es ist jedes Mal beeindruckend, wie viele Menschen beim Frühjahrsputz mitmachen, um Moers ein Stück schöner zu machen“, sagt Claudia Jaeckel, die die Aktion bei Enni seit vielen Jahren koordiniert. „Nach der Aktion freuen wir uns über jeden vollen Müllsack – aber noch wichtiger ist das Zeichen, das wir gemeinsam für unsere Stadt setzen.“

Seit 2007 ist der Abfallsammeltag fester Bestandteil der Initiative „Sauberes Moers“. Alljährlich sammeln die Teilnehmenden tonnenweise wilden Müll aus Parks, Grünanlagen und von Straßenrändern. Darunter finden sich nicht nur Verpackungen und Flaschen, sondern immer wieder auch Autoreifen, Möbel oder alte Elektrogeräte. Damit die Enni die zusammengetragenen Haufen und Säcke nach der Sammelaktion abholen kann, stimmt Claudia Jacekl die Sammelgebiete nach der Anmeldung mit den Teilnehmenden ab.

Auch organisiert sie die Ausgabe von kostenfreien Müllsäcken und Handschuhen. Im Sinne der Nachhaltigkeit empfiehlt Enni, eigene Handschuhe mitzubringen oder die ausgegebenen mehrfach zu nutzen.  

Schon Tradition ist es, dass auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik und der Enni-Führung mit anpacken. „Der Abfallsammeltag ist ein tolles Beispiel dafür, wie wir gemeinsam etwas bewegen können – und dabei macht das Sammeln auch noch Spaß“, sagt Enni-Vorständin Sandra Jungmaier, die gemeinsam mit Moers‘ neuer Bürgermeisterin Julia Zupancic in Rheinkamp loszieht.

Sie betont: Der Abfallsammeltag trägt nicht nur zu einer sauberen Stadt bei, sondern hilft auch, Kosten zu reduzieren, die sonst alle Bürgerinnen und Bürger über die Abfallgebühren tragen. „Wilder Müll verursacht zusätzlichen Aufwand. Dabei können sperrige Abfälle meist kostenlos am Kreislaufwirtschaftshof abgegeben oder bequem über die Sperrmüllabfuhr entsorgen werden. Umso schöner ist es, dass so viele trotzdem sagen: Ich packe mit an.“
Alle Informationen zum Abfallsammeltag sowie die Anmeldung unter: www.enni.de/abfallsammeltag


Neue Veranstaltung der Psychoonkologie im Krankenhaus Bethanien Moers: „Krankheit, Krise, Kreativität – ein Schreibprojekt“  
Kostenloses Angebot beginnt im Februar 2026   Am 23. Februar 2026 startet die neue Veranstaltung der Psychoonkologie im Krankenhaus Bethanien Moers „Krankheit, Krise, Kreativität – ein Schreibprojekt“. Die Psychologische Psychotherapeutin und Kursleiterin Dr. Dipl.-Psych. Jane Anna Spiekermann lädt alle Interessierten und Betroffenen dazu ein, gemeinsam kreativ zu werden.

„Zahlreiche Studien belegen die positive Wirkung von Kreativität auf Wohlbefinden, Gesundheit und Lebensqualität. Das Schreibprojekt richtet sich an Menschen, die in Zeiten von Krankheit und Krise, einen Weg zu dieser positiven Wirkung finden möchten – weg von Angst und Isolation, hin zu einem Gefühl des positiven Ungestörtseins“, so Dr. Spiekermann.

Das Angebot findet über einen Zeitraum von dreizehn Wochen, immer montags von 15.30 bis 17 Uhr in der Bethanien Akademie (Bethanienstraße 15, 47441 Moers), statt.  
Die Teilnahme am Schreibprojekt ist kostenfrei. Für Rückfragen und zur Vereinbarung von Vorgesprächen melden Sie sich bitte per E-Mail an janeanna.spiekermann@bethanienmoers.de oder telefonisch unter +49 (0) 2841 200-20781.  

Dr. Dipl.-Psych. Jane Anna Spiekermann lädt Interessierte zur neuen Veranstaltung „Krankheit, Krise, Kreativität – ein Schreibprojekt“ ein. 


Volle Power für Bundeswehr-Infrastruktur: Neue Bundesbau-Einheit geht an den Start
Das Land bündelt die Zuständigkeiten für den militärischen Bundesbau in Nordrhein-Westfalen unter einem Dach – mit klaren Zuständigkeiten und schlanken Prozessen 5. Februar 2026 Abb.: KI-generiert Finanzen Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine 450-köpfige Spezialeinheit für die schnelle Modernisierung der Verteidigungsinfrastruktur in unserem Land.

Die operative Zuständigkeit für den gesamten Bundesbau liegt ab sofort bei einer neu gegründeten Niederlassung, die die Bauvorhaben des Bundes in Nordrhein-Westfalen plant und umsetzt.  Die Bauverwaltung des Landes realisiert im Auftrag des Bundes Infrastrukturvorhaben im zivilen sowie im militärischen Bundesbau.

Bislang war diese Zuständigkeit organisatorisch aufgeteilt auf die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion und den Bau- und Liegenschaftsbestrieb des Landes (BLB NRW) sowie dort auf sechs Standorte. „Die tradierte Organisationsstruktur im Bundesbau wurde den enormen Anforderungen der Zeitenwende nicht mehr gerecht“, erklärt Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk, dessen Ministerium für den Bundesbau in Nordrhein-Westfalen zuständig ist.

„Wir müssen die Verteidigungsinfrastruktur unter Hochdruck modernisieren und zugleich Raum schaffen für den Aufwuchs der Bundeswehr. Parallelstrukturen und Reibungsverluste können wir uns nicht leisten. Wir brauchen klare Zuständigkeiten, schlanke Prozesse, schnelle Entscheidungen und gebündelte Expertise. Das schaffen wir jetzt unter dem Dach der neuen Niederlassung Bundesbau im BLB NRW.“

Foto KI-generiert

Deren Eröffnung wurde am Donnerstag, 5. Februar, in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn gefeiert. Denn die neue Niederlassung ist virtuell: Die Bundesbau-Beschäftigten wurden in die jetzt gegründete Einheit versetzt, können aber von ihren bisherigen Dienstorten aus weiterarbeiten. „Unsere Verwaltung funktioniert so digitalisiert, dass wir Menschen nicht zwingend an einem Ort zusammenführen müssen, damit sie gut und effizient zusammenarbeiten“, so Dr. Optendrenk.

„Uns geht es darum, das Potenzial der Erfahrung unserer Expertinnen und Experten im Bundesbau voll auszuschöpfen, um die großen Aufgaben unseres Landes für die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik optimal zu erfüllen.“  Und diese Aufgaben sind beträchtlich: Das Bauvolumen allein im militärischen Bundesbau soll von 180 Millionen Euro im Jahr 2023 bis 2029 auf fast 560 Millionen Euro steigen. Hinzu kommen weitere Bauvorhaben im zivilen Bundesbau etwa für die Bundespolizei.

„Mit der neuen Struktur schaffen wir neben mehr Tempo auch einen höheren Grad an Spezialisierung“, so der Minister. „Bisher waren die Zuständigkeiten für Bundesbau-Projekte regional verteilt: Beschäftigte des BLB NRW in Köln haben alle Maßnahmen in Kölner Kasernen geplant und begleitet. Jetzt können wir viel sinnvoller clustern: Ein Team plant exklusiv Unterkunftsbauten, ein anderes Fahrzeughallen, das nächste Hallenschießanlagen.

So bilden wir Expertenwissen für die Erfordernisse eines Gebäudetyps und kommen schneller und einfacher von der Planung zur Umsetzung.“  Um den Herausforderungen zu begegnen, wächst das Personal im Bereich Bundesbau zudem rasant an: Bis zum kommenden Jahr ist eine Steigerung auf insgesamt 730 vom Bund refinanzierte Stellen in Nordrhein-Westfalen geplant – ein Plus von 60 Prozent gegenüber 2022.

Die Rekrutierungsoffensive über den BLB NRW läuft derzeit auf Hochtouren (aktuelle Ausschreibungen: Karriere im Bundesbau: Das Immobilienunternehmen des Landes Nordrhein-Westfalen). Für die feierliche Eröffnung der virtuellen Niederlassung Bundesbau war die Kölner Luftwaffenkaserne als eine der deutschlandweit größten Kasernen der ideale Ort.

Hier sind unter anderem Teile des Kommandos Luftwaffe, das Luftfahrtamt der Bundeswehr, das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin sowie das Sanitätsunterstützungszentrum Köln-Wahn ansässig. Mit mehr als 4000 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 1500 Zivilbeschäftigten unterstreicht der Standort die wichtige Rolle Nordrhein-Westfalens für die Bundeswehr.

Wenn der Winterurlaub im Krankenhaus endet
- Behandlung oft nicht auf Krankenschein
- Nicht ohne private Haftpflichtversicherung abfahren
Die Koffer sind gepackt, die Skier im Dachbox verstaut: Dem Winterurlaub steht nichts mehr im Weg. Doch statt im Urlaub elegant die Piste herunter zu wedeln, enden viele Abfahrten im Krankenhaus. Unschöne Aussichten, über die niemand gerne nachdenkt. Bescheid zu wissen, zahlt sich aus – vor allem im Ausland.

Tipps für den Alltag

Gesetzlich Krankenversicherte können mit der Europäischen Versicherungskarte (EHIC) in der EU zum Arzt gehen. Diese Regelung schließt auch die Schweiz, Liechtenstein, Island, Norwegen und Mazedonien ein. Der Leistungskatalog des Urlaubslandes regelt die medizinische Versorgung. Nicht immer entspricht die dem deutschen Standard. In manchen Staaten sind wesentlich höhere Zuzahlungen oder Eigenanteile üblich, und natürlich müssen Urlauber:innen immer einen Vertragsarzt aufsuchen.

Diese Vorgabe ist oft schwierig zu erfüllen. Warum? Das erklärt die HUK-COBURG. Wer sich bei der Abfahrt verletzt und ins Krankenhaus kommt, stellt oft fest, dass Ärzte in Wintersportgebieten nur privat behandeln. Schon ein glatter Bruch und ein paar Tage Krankenhausaufenthalt können aber mehrere tausend Euro kosten. Ereignet sich der Unfall in einem Land, mit dem kein Sozialversicherungsabkommen besteht - zum Beispiel in den USA oder Kanada – müssen Verunglückte ohnehin die gesamte Behandlung selbst bezahlen.

Auch die Erstversorgung auf der Ski-Piste und der Transport ins Krankenhaus summieren sich schnell: Kosten von 800 Euro für einen Krankenwagen bis hin zu mehreren tausend Euro für einen Rettungseinsatz mit dem Hubschrauber sind realistisch. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht.

Anders die Auslandsreise-Krankenversicherung: Sie zahlt sowohl die Privatbehandlung als auch den für den Transport von der Piste zum Arzt. Ist unfallbedingt ein Krankenrücktransport - zum Wohnort oder in ein deutsches Krankenhaus - unumgänglich, organisiert sie auch den. Das gilt selbstverständlich nicht nur für Unfälle, sondern auch für unvorhersehbare Erkrankungen, die im Ausland auftreten.

Für privat Krankenversicherte ist das kein Thema. Ihr Versicherungsschutz schließt die Behandlungskosten beim Auslandsurlaub mit ein, übernimmt aber nicht immer die Kosten für den Krankenrücktransport. Bestehen Zweifel sollten sie vor Reiseantritt ausgeräumt werden, am besten durch einen Anruf beim Versicherer.

Bedenkenswert: Für Privatversicherte kann sich der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise-Krankenversicherung vielleicht doch rechnen. Eventuell lässt sich damit die jährliche Beitragsrückerstattung retten bzw. der Selbstbehalt sparen.

Nicht ohne private Haftpflichtversicherung
Gefahr lauert noch an anderer Stelle: Wer dem Rausch der Geschwindigkeit verfällt, darüber die Verkehrsregeln der Piste (FIS-Verhaltensregeln) vergisst und einen Unfall verursacht, muss haften. Bei den Geschwindigkeiten, die heute auf Ski-Pisten erreicht werden, kommt es häufig zu ernsthaften Verletzungen.

Neben Behandlungskosten können Geschädigte auch Verdienstausfall oder Schmerzensgeld geltend machen. Bleiben schwerwiegende dauerhafte Schäden zurück, werden sogar lebenslange Rentenzahlungen fällig. Ohne private Haftpflichtversicherung muss der Schädiger das alles aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen.

Eine fehlende Haftpflichtversicherung kann also für das Opfer schwerwiegende Konsequenzen haben: Reicht das Privatvermögen des Unfallverursachers nicht, um die Ansprüche des Geschädigten zu erfüllen, geht letzterer leer aus. In diesem Fall hilft eine private Unfallversicherung.

Auf italienischen Pisten ist eine private Haftpflichtversicherung ein Muss. Den Nachweis, digital oder analog, sollte man parat haben. Wer ohne unterwegs ist, muss mit Bußgeldern von bis zu 150 Euro und dem Entzug des Skipasses rechnen. Doch manchmal vergisst man eben etwas: Bei manchen Unternehmen können Haftpflichtversicherte anrufen, um dieses Problem noch am Skilift zu lösen.


Auftragseingang ohne Großaufträge: +0,9 % Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe
Dezember 2025 (real, vorläufig):
+7,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+13,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
November 2025 (real, revidiert):
+5,7 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+10,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)


Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 7,8 % gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,9 % höher als im Vormonat.

Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im 4. Quartal 2025 um 9,5 % höher als im 3. Quartal, ohne Großaufträge stieg er im gleichen Zeitraum um 2,5 %. Im November 2025 stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Oktober 2025 um 5,7 % (vorläufiger Wert +5,6 %).



Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2025 ist zu einem großen Teil auf die deutlichen Anstiege bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (saison- und kalenderbereinigt +30,2 % zum Vormonat) und im gewichtigen Maschinenbau (+11,5 %) zurückzuführen. In diesen beiden Wirtschaftszweigen meldete eine Reihe von Betrieben aus unterschiedlichen Bereichen Großaufträge.

Auch die Zuwächse in der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (+9,8 %) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+5,7 %) wirkten sich positiv auf das Gesamtergebnis aus. In der Automobilindustrie ging der Auftragseingang hingegen um 6,3 % zurück. Im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) sanken die Auftragseingänge um 18,7 % gegenüber dem hohen Niveau des Vormonats.

Dennoch gab es auch hier wieder umfangreiche Großaufträge. Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang im Dezember 2025 um 10,5 % gegenüber dem Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern lag er um 5,7 % höher und bei den Konsumgütern um 5,3 % niedriger. Die Auslandsaufträge stiegen im Dezember 2025 um 5,6 %. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 0,6 % und die Aufträge von außerhalb der Eurozone nahmen um 9,7 % zu. Die Inlandsaufträge stiegen um 10,7 %.


Umsatz im Dezember 2025 um 1,4 % niedriger als im Vormonat
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt 1,4 % niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war der Umsatz kalenderbereinigt 1,9 % niedriger.

Für November 2025 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 2,9 % gegenüber Oktober 2025 (vorläufiges Ergebnis: +2,7 %). Im Gesamtjahr 2025 war der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe kalenderbereinigt um 1,3 % niedriger als im Vorjahr.