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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 9: Montag, 23. Februar - Sonntag, 1. März 2026
Themen u.a:

Geflügelpest: Aufhebung der allgemeinen Stallpflicht und einer Überwachungszone
Am Sonntag, 01. März 2026, hebt der Kreis Wesel die allgemeine, kreisweite Aufstallungspflicht für Geflügel auf. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat der Kreis Wesel am Freitag, 27. Februar erlassen. Sie tritt am 1. März in Kraft.  Bereits Anfang der Woche konnte die letzte Überwachungszone im Kreisgebiet aufgehoben werden, die aufgrund eines Geflügelpestausbruchs in Rees eingerichtet worden war.

Die Stallpflicht war Ende Oktober des vergangenen Jahres angeordnet worden, nachdem sich abzeichnete, dass am unteren Niederrhein ein massives Vorkommen an Geflügelpestfällen zu erwarten war. Im Kreis Wesel blieb es bislang bei zwei Ausbrüchen: Im Oktober 2025 wurde das hochpathogene Influenzavirus HPAI H5N1 in einem Putenmastbestand in Kamp-Lintfort nachgewiesen.

Mehr als 18.000 Puten mussten in diesem Zusammenhang getötet werden. Darüber hinaus wurde das Virus auch in einer Hobbyhaltung innerhalb der 3-Kilometer-Schutzzone rund um den Kamp-Lintforter Bestand festgestellt. Deutlich stärker betroffen waren insbesondere der Kreis Kleve sowie Regionen in Ostwestfalen. Aufgrund von Geflügelpestfällen in den benachbarten Kreisen Kleve und Recklinghausen musste der Kreis Wesel zahlreiche kreisübergreifende Schutz- und Überwachungszonen einrichten.

Zur Eindämmung der Seuche wurden zahlreiche Kontrollen durchgeführt, insbesondere in größeren Geflügelhaltungsbetrieben. Diese nutzten die Mitarbeitenden des Veterinäramts auch, um die Bedeutung konsequenter Biosicherheitsmaßnahmen zu vermitteln. Seit dem 01. Oktober 2025 wurde bei insgesamt 53 Wildvögeln im Kreis Wesel das Influenzavirus HPAI H5N1 nachgewiesen.

Einige Untersuchungsergebnisse stehen noch aus. Betroffen waren überwiegend Wildgänse, insbesondere Blässgänse. Darüber hinaus wurden dem Kreis sowie den örtlichen Ordnungsämtern zahlreiche verendet aufgefundene Wildvögel gemeldet. 

„Es ist jedoch davon auszugehen, dass dies nur einen Teil des tatsächlichen Geschehens abbildet, da nicht alle verendeten Tiere entdeckt werden und größere, auffällig gefärbte Vögel eher gefunden werden als kleinere Arten. Zudem konnten nicht alle aufgefundenen Tiere untersucht werden“, erklärt Kreisveterinär Dr. Antonius Dicke.

Die Aufhebung der Stallpflicht erfolgt parallel auch im Kreis Kleve. Damit endet die Einschleppungsgefahr in Geflügelbestände allerdings nicht. Das Friedrich-Loeffler-Institut bewertet das Risiko weiterhin als hoch. Auch wenn die arktischen Wintergäste in den kommenden Wochen abziehen, ist davon auszugehen, dass das Virus weiterhin in der verbleibenden Wildvogelpopulation zirkuliert.

Entscheidend bleibt daher die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelhaltungen. Vor besondere Herausforderungen sehen sich derzeit Geflügelhalterinnen und -halter, die ihr Wirtschaftsgeflügel in Freilandhaltung, beispielsweise in Hühnermobilen, halten.

Sie sind verpflichtet, ihre Tiere ab der kommenden Woche wieder ins Freie zu lassen, um Eier weiterhin als Freiland- oder Bioeier vermarkten zu können. Die Allgemeine Aufstallungspflicht hat sich aus Sicht der Kreisverwaltung Wesel auch in diesem Winter bewährt.

GRC-Aktionspreis: Jetzt für das Corhelper-Video des Kreises Wesel abstimmen!
Der Deutsche Rat für Wiederbelebung (GRC Resusication Council, kurz GRC) schreibt in jedem Jahr den GRC-Aktionspreis für Wiederbelebung nach plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand aus. Für das Jahr 2025 ist der Kreis Wesel für sein „Corhelper-Video“ nominiert, mit dem noch mehr Menschen dazu animiert werden sollen, sich per App als Ersthelfende im Kreis Wesel zu registrieren. 

Seit September 2021 setzt der Kreis Wesel die Corhelper-App ein. Die App allein ist nur ein Werkzeug – gerettet werden Leben durch Menschen, die im Notfall zügig helfen. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit und einer starken Videokampagne hat der Kreis Wesel das Bewusstsein für lebensrettende Erste Hilfe deutlich gesteigert und mehr Menschen zur Registrierung bewegt. 

Screenshot aus dem Corhelper Video

Herausragend war die Kampagne zum „World Restart a Heart Day“ im Oktober 2025: In Zusammenarbeit mit den Ärztlichen Leitern des Rettungsdienstes und Flaggschifffilm aus Wesel entstand ein eindrucksvolles Video, das den Ablauf bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand realistisch zeigt. Corhelper-Nutzerinnen und –Nutzer sowie der professionelle Rettungsdienst sind zu sehen – und es wird klar, wie wichtig das schnelle Eingreifen von Ersthelfenden ist. 

Das Ergebnis spricht für sich: Das Video erreichte über 16.000 Aufrufe auf Instagram und mehr als 8.000 auf Facebook. Kurz nach Veröffentlichung meldeten sich innerhalb kurzer Zeit rund 100 neue Corhelper an. Die Kampagne hat damit entscheidend dazu beigetragen, das Projekt bekannter zu machen und zusätzliche Freiwillige zu gewinnen. Sehen Sie das Video und informieren Sie sich unter https://www.kreis-wesel.de/corhelper.

Jetzt mitentscheiden: Die Gewinnerin oder der Gewinner des GRC-Aktionspreises wird per Online-Voting ermittelt. Die Abstimmung läuft noch bis zum 20.03.2026 unter https://de.surveymonkey.com/r/Z8GGZ6K.  Bitte stimmen Sie jetzt für den Kreis Wesel ab – jede Stimme zählt und unterstützt die wichtige Arbeit für mehr Lebensrettungen in unserer Region!

Reise & Camping Messe in Essen: Starkes Engagement des Kreises Wesel und seiner Kommunen
Die Tourismusförderung der EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel präsentiert sich vom 25. Februar bis zum 1. März 2026 auf der Reise & Camping Messe in Essen. Die kreisangehörigen Kommunen sowie das Freizeitzentrum Xanten sind am Stand der Niederrhein Tourismus GmbH vertreten. Die Messe bietet eine hervorragende Plattform, um die vielfältigen touristischen Angebote der Region vorzustellen und potenzielle Besucher zu gewinnen.

Als ein Highlight stellt die Gemeinde Schermbeck die Neuauflage ihrer Imagebroschüre „Schermbeck als staatlich anerkannter Erholungsort“ vor. Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft des Kreises Wesel: „Die Zertifizierung Schermbecks als staatlich anerkannter Erholungsort ist ein großes Plus für den Tourismus im Kreis Wesel. Damit können wir weiter unser Profil stärken und Gäste noch besser ansprechen.“

Zudem werden Flyer zu den Führungen der Niederrhein Guides und Naturpark Hohe Mark Führer/innen sowie aktuelle Konzertdaten präsentiert. Drei neue Knotenpunkte machen das Radfahren in Schermbeck noch attraktiver. Die Stadt Wesel präsentiert unter anderem das neu eröffnete RheinBad und die neue Dauerausstellung im LVR-Niederrheinmuseum Wesel. Das neue Kombi-Bad umfasst ein Hallenbad, ein Freibad sowie eine Saunalandschaft.

Das LVR- Niederrheinmuseum bietet eine spannende Familienausstellung mit dem Fokus auf "Leben am & vom Wasser". Zudem werden die neue WeselTour 7 „Landschaftserlebnis Römerzeit“ als Wander- und Radweg zum UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes sowie die Neuauflage der Hanseradweg-Broschüre der Rheinischen Hansestädte präsentiert.

Die Gemeinde Sonsbeck hat ihren Tourismuskatalog "Sonsbeck erleben" im Gepäck, der für die Reise & Camping aktualisiert wurde. Auf 47 Seiten finden Interessierte alles zu Ausflugstipps, Naturerlebnissen, Veranstaltungen, Essen und Trinken sowie Übernachten in Sonsbeck. Die EntwicklungsAgentur Wirtschaft fördert den Tourismus im Kreis Wesel. 

v.l. Lukas Hähnel, Leiter der EAW Kreis Wesel mit den beiden kommunalen Vertretern Pauline Becker (Xanten) und Birgit Lensing (Schermbeck) und Kathrin Peters (Niederrhein Tourismus) auf der Reisemesse in Essen

Bundesministerium: Arbeitsmarkt bleibt unverändert
Die Arbeitsmarktzahlen im Februar 2026 Insgesamt waren im Februar 2026 3,070 Millionen Menschen arbeitslos, das waren 15.000 weniger als vor einem Monat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,5 Prozent und ist damit gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Aufgrund der Witterungsbedingungen im Februar ist hier üblicherweise wenig Dynamik am Arbeitsmarkt.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von November auf Dezember um 207.000 auf 34,98 Millionen gesunken. Saisonbereinigt ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Dezember um 5.000 gestiegen. Ohne Beschäftigungsaufnahmen von ausländischen Staatsbürgern würde die Zahl der Beschäftigten in Deutschland seit Längerem sinken.

Im Dezember waren 5,89 Millionen Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das waren 224.000 mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs geht vollständig auf Personen aus sogenannten Drittstaaten zurück, darunter 74.000 aus der Ukraine, 65.000 aus den acht Haupt-Asylherkunftsländern und 21.000 aus dem Westbalkan.

Die Statistik für die nichteuropäischen Asylherkunftsländer umfasst Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Das schwierige konjunkturelle Umfeld ermöglicht noch keine Erholung am Arbeitsmarkt. Mit dem 500 Milliarden Euro-Investitionspaket setzt die Bundesregierung einen starken Impuls zur Stärkung der Wirtschaft und zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Wir setzen außerdem weiter auf Qualifizierung und Weiterbildung, um den Beschäftigten den Rücken zu stärken.“

Abschaffung Solarförderung: Was treibt Frau Reiche an?
Photovoltaik bleibt der Schlüssel für die Energiewende im Eigenheim
Das Bundeswirtschaftsministerium plant laut Medienberichten die vollständige Streichung der Photovoltaik-Förderung für kleine Anlagen. Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter Hausbesitzern, die ihre Immobilie selbst nutzen, zeigt aber deutlich: Photovoltaik ist der Schlüssel zur Anschaffung weiterer Zukunftstechnologien.

Das Bundeswirtschaftsministerium plant laut Medienberichten die vollständige Streichung der Photovoltaik-Förderung für kleine Anlagen. Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter Hausbesitzern, die ihre Immobilie selbst nutzen, zeigt aber deutlich: Photovoltaik ist der Schlüssel zur Anschaffung weiterer Zukunftstechnologien.



Photovoltaik ist die wegweisende Technologie für die private Energiewende. Das zeigt eine vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführte Umfrage im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) von August 2025. Hausbesitzer, die bereits eine Photovoltaik-Anlage besitzen bzw. deren Anschaffung planen, investieren wahrscheinlicher auch weiter in emissionssparende Technologien wie Batteriespeicher, Smart Meter, Elektroauto und Wärmepumpen.


Nur 17% der Eigenheimbesitzer ohne Solaranlage oder Anschaffungspläne dafür haben oder planen eine Wärmepumpe – bei denen mit Solaranlage sind es 54%. Beim Elektroauto verhält es sich ähnlich, nämlich 17% zu 55%. Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass das Potenzial für Photovoltaik im Ein- und Zweifamilienhaus hierzulande beträchtlich ist.

Bis 2030 könnten sich fast zwei Drittel aller selbstnutzenden Hausbesitzer vorstellen, eine Photovoltaikanlage zu besitzen, heute ist es nur ein Drittel. Damit die Mengen an privat erzeugtem Strom netzdienlicher verbraucht und eingespeist werden können, und damit die Systemkosten gesenkt werden können, sind Batteriespeicher, Smart Meter und Energiemanagementsysteme notwendig.

Hier ist das Potenzial bis 2030 beträchtlich: Jeder zweite Eigenheimer könnte sich vorstellen, einen Batteriespeicher nutzen, ebenso viele einen Smart Meter, etwas weniger ein Energiemanagement-System. Die Studie „Monitoring Energiewende im Eigenheim“ ist hier abrufbar. Die Umfrage wurde im August 2025 vom Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) durchgeführt. Befragt wurden 2.159 Hausbesitzerinnen und -besitzer ab 18 Jahren, die im eigenen Haus wohnen.

EEG-Novelle - Verband Wohneigentum warnt vor "tiefgreifendem Systemwechsel"
Mit scharfer Kritik reagiert der gemeinnützige Verband Wohneigentum auf den Arbeitsentwurf zur EEG-Novelle aus dem Haus von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Nach Medienberichten plant die Ministerin unter anderem die vollständige Streichung der Photovoltaik-Förderung für kleine Anlagen.

"Das wäre ein massiver Einschnitt in das EEG und ein fataler Rückschritt für die private Energiewende im Gebäudebereich", bewertet Verbandspräsident Peter Wegner den Entwurf.‌ Wegner erklärt: "Dieser Entwurf bedeutet einen tiefgreifenden Systemwechsel: Weg von einer staatlich abgesicherten Einspeisevergütung und damit einer wichtigen Unterstützung privater Initiative hin zu einer konsequent markt- und systemorientierten Steuerung erneuerbarer Energien."

Der Verbandspräsident kritisiert: "Politisch nicht gelöste strukturelle Probleme können nicht zu Lasten der kleinen Eigenümer*innen gehen." Förderstopp für kleine PV-Anlagen bis 25 kW - höheres Investitionsrisiko Wenn das klassische Einfamilienhaus die EEG-Förderung verliere und die Einspeisung auf 50 Prozent begrenzt werde, bedeute das für private Eigentümer*innen ein höheres Investitionsrisiko.

Vor allem dann, so Wegner, wenn sie keinen Speicher haben und den Verbrauch nicht gut steuern. Wegner warnt: "Privatpersonen sind bislang wichtiger Akteur bei der Solarstromerzeugung. Diese Initiative wird ausgebremst, was ein fataler Rückschritt für die private Energiewende ist."

Erwartbare negative Konsequenz sei eine sinkende Investitionsdynamik im Kleinanlagensegment, was PV-Anlagen verteuere. Wegner: "Zu befürchten ist, dass in Konsequenz die private Energiewende einkommensstarken Haushalten vorbehalten bleibt." Kritik an verpflichtende Direkvermarktung Mehr Markt bedeute auch mehr Komplexität, erklärt der Verbandspräsident und sieht das Risiko einer Überfoderung private Anlagenbetreiber bei einer verpflichtenden Direktvermarktung.

"Private Betreiber werden gezwungenermaßen zu Strommarkt-Akteuren, das darf nicht zu fachlicher und bürokratischer Überfoderung führen. Gerade Familien, ältere Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Wohnungseigentümergemeinschaften benötigen verlässliche und verständliche Rahmenbedingungen und dürfen nicht überfordert werden."

Bundesinnenministerium ruft zur Bewerbung um den Förderpreis Helfende Hand 2026 auf
Von Anfang März bis Ende Juni können Bewerbungen in den Kategorien Innovative Konzepte, Nachwuchsarbeit sowie Unterstützung des Ehrenamtes für den Förderpreis eingereicht werden. In diesem Jahr wird zudem ein Sonderpreis zum Thema Einbindung von Ehrenamtlichen nach dem Berufsleben ausgelobt. Eine Jury aus Expertinnen und Experten des Bevölkerungsschutzes wählt die Nominierten aus. Die Helfende Hand wird zum 18. Mal verliehen und erreicht 2026 seine Volljährigkeit.  

Ab dem 1. März 2026 können sich Ehrenamtliche im Bevölkerungsschutz mit ihrem Projekt auf den Förderpreis Helfende Hand bewerben, der in diesem Jahr vom Bundesministerium des Innern (BMI) bereits zum 18. Mal verliehen wird. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 30. Juni 2026. Mit der Auszeichnung würdigt das BMI Projekte von Organisationen, Unternehmen sowie Einzelpersonen, die sich auf besondere Weise ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz engagiert haben.  

Online bewerben  
Grundsätzlich können sich alle Organisationen, Unternehmen oder Einzelpersonen mit ihrem Projekt auf die Helfende Hand bewerben, sofern sie mit ihrem Einsatz das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz stärken. Die Bewerbung kann einfach online unter https://www.helfende-hand-foerderpreis.de/bewerbung eingereicht werden.

Als Hilfestellung für das Ausfüllen des Formulars stehen eine Musterbewerbung sowie ein Erklärvideo auf der Website zur Verfügung.  
Drei Kategorien, ein Sonderpreis und ein Publikumspreis   Der Förderpreis Helfende Hand wird in den Kategorien Innovative Konzepte, Nachwuchsarbeit und Unterstützung des Ehrenamtes verliehen. Die Jury wird je Kategorie drei Preisträger auswählen. Zudem wird sie 2026 einen Sonderpreis für die Einbindung Ehrenamtlicher nach dem Berufsleben vergeben. Außerdem wird unter allen Nominierungen ein Publikumspreis verliehen. Alle Informationen zu den Kategorien sind auf der Website der Helfenden Hand zu finden.  

Die Bedeutung des Ehrenamtes
Mit dem Förderpreis würdigt das Bundesministerium des Innern jährlich die im Bevölkerungsschutz aktiven Ehrenamtlichen und fördert das Bewusstsein für ehrenamtliches Engagement als Treiber für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Der Förderpreis bietet die Möglichkeit, sich bei ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu bedanken und die Begeisterung für das Ehrenamt zu fördern.  

(Quelle: BBK)

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 16 Projekte mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Eine Übersicht über alle Gewinnerprojekte gibt es hier. Der Film zur Verleihung zeigt außerdem Eindrücke der Veranstaltung und stellt die Gewinnerinnen und Gewinner vor. Neuigkeiten rund um die Helfende Hand gibt es auch auf Facebook und Instagram.


Last-Minute-Februar-Tipps: Garten- und Balkonarbeiten die jetzt am Wochenende erlediget werden sollten
- Warum jetzt der smarteste Zeitpunkt ist: Mit guter Vorbereitung entspannt in die Gartensaison starten
- Jede Vorbereitung zählt: 30 Minuten pro Woche reichen, damit im Frühjahr nicht alles auf einmal passieren muss
- Praxis-Tipps von HORNBACH Gartenexpertin Heike Tranelis: von Anzucht über Werkzeug-Reset bis Balkoncheck

Schon im Februar lohnt sich der Start mit der Anzucht: Wer jetzt vorbereitet, genießt die ersten warmen Tage im Frühjahr ohne Zeitdruck.

(© HORNBACH)

Wenn das Thermometer über 15 Grad klettert, scharren viele schon mit den Füßen. Jetzt ist es an der Zeit, Garten, Balkon oder Terrasse für das Frühjahr vorzubereiten: Pflanzgefäße werden aus dem Keller geholt, Hochbeete werden entrümpelt, Werkzeuge müssen geschärft werden – und Saatgut und Erde sind teils schnell vergriffen.
Diese Übergangstage zwischen Winterende und Frühjahrsbeginnn eignen sich gut, um die Outdoor-Saison vorzubereiten. Welche Arbeiten sich jetzt lohnen, erklärt Heike Tranelis, Gartenmarkt-Leiterin bei HORNBACH in Berlin-Marzahn.

Es ist fast noch Winter. Lohnt es sich überhaupt, jetzt schon anzufangen?
Heike Tranelis: "Im Februar kann man vieles vorbereiten, ohne dass man schon im Beet oder Balkonkasten arbeiten muss: planen, sortieren, reinigen und reparieren. Wer das jetzt erledigt, hat später mehr Zeit für die schönen Dinge und muss nicht an den ersten warmen Tagen alles auf einmal machen."

Was sind die wichtigsten Vorbereitungs-Jobs für Garten, Balkon und Terrasse?
Heike Tranelis: "Ich empfehle folgende Basics: Material für die Aussaat oder Pflanzung kalkulieren, Werkzeug- und Gerätecheck, Gefäße oder Flächen vorbereiten (Rasen kalken), Beete (sofern schon möglich) umgraben, Rückschnitt von Gehölzen und Stauden."

Anzucht: Was kann man im Februar schon vorziehen? Und was sind die häufigsten Fehler?
Heike Tranelis: "Wer Platz am hellen Fenster hat oder mit Pflanzenlampen arbeitet, kann im Februar mit der Anzucht starten, je nach Kultur zum Beispiel mit ersten Gemüseaussaaten (z.B. Tomaten, Paprika). Wichtig ist vor allem: sauberes Anzucht-Equipment, Aussaaterde und – eine klare Beschriftung. Typische Fehler sind zu dunkle Standorte oder zu viel Wasser."

Balkon & Terrasse: Was sollte man jetzt schon checken, bevor es losgeht?
Heike Tranelis: "Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Pflanzkästen und Töpfe zu prüfen: Sind sie rissig, passen die Untersetzer, sind Halterungen stabil? Auch der Boden auf Balkon oder Terrasse lässt sich gut vorbereiten, zum Beispiel reinigen und schauen, ob sich über den Winter etwas gelockert hat. Und: Wer Sichtschutz, Rankgitter oder neue Kästen montieren will, macht das jetzt oft entspannter als später im März, wenn alles gleichzeitig passiert."

Erde, Dünger, Substrate: Schon jetzt kaufen oder lieber warten? Heike Tranelis: "Wer Platz hat, kann Grundlagen wie torffreie Erde oder Anzuchterde schon im Februar besorgen. Das nimmt Druck raus, gerade, wenn im März/April viele gleichzeitig einkaufen. Wichtig ist die Lagerung: trocken, frostgeschützt und nicht im offenen Sack im Regen stehen lassen."

Werkzeug-Reset: Was sollte vor der Saison unbedingt erledigt werden?
Heike Tranelis: "Im Februar lohnt sich ein kompletter Werkzeug- und Gerätecheck: reinigen, bewegliche Teile ölen, Scheren und Messer schärfen, Holzstiele kontrollieren und Akkus testen. Stumpfes Werkzeug macht nicht nur weniger Spaß, es führt auch schneller zu unsauberen Schnitten, die Pflanzen belasten können."
Outdoor trotz Kälte: Gibt es Arbeiten, die man jetzt draußen machen kann, ohne Risiko?

Heike Tranelis: "Ja, aber mit Augenmaß. An milden, trockenen Tagen kann man z. B. aufräumen, Wege und Flächen vorbereiten oder Frostschutzmaterial bereitlegen. Wer Pflanzen schützen muss, sollte Vlies/Frostschutz griffbereit haben und nicht erst suchen, wenn doch noch einmal eine kalte Nacht angekündigt ist."
Nistkasten & Naturgarten: Ist Februar dafür ein guter Zeitpunkt?

Heike Tranelis: "Definitiv. Nistkästen können gereinigt oder neu aufgehängt werden und wer einen bauen möchte, hat im Februar meist die Ruhe dafür. Das ist ein typisches ‚Frühstart-Projekt‘: wenig wetterabhängig, aber rechtzeitig, bevor es wirklich losgeht."

Aktionsfahrplan für Ende Februar/Anfang März
- Planen & Sortieren
- Saatgut checken (Haltbarkeit), Pflanzplan/Standorte grob festlegen, Etiketten/Marker bereitlegen
- Anzucht starten
- Anzuchtschalen reinigen, Anzuchterde bereitstellen, Etiketten beschriften, hellen Standort organisieren
- Werkzeug-Reset
- Schärfen, ölen, Akkus laden/prüfen, Handschuhe/Schutzbrille/kleine Ersatzteile ergänzen
- Balkon/Terrasse startklar machen
- Kästen und Töpfe prüfen, Halterungen fixieren, Vlies/Frostschutz bereitlegen, Untersetzer/Abflüsse checken

Zwei schnelle Tipps, damit der Frühlings-Frühstart wirklich entspannt bleibt
1. Klein anfangen, konsequent bleiben: Lieber 30 Minuten pro Woche investieren als ein hektischer „Alles-an-einem-Tag“-Anlauf im März.
2. Material so lagern, dass man es sofort findet: Anzucht,Werkzeug, Frostschutz und Befestigungsmaterial an einem festen Ort – das spart Zeit, wenn das Wetter umschlägt.



NRW-Inflationsrate liegt im Februar 2026 bei 1,8 %
* Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Vergleich zu Februar 2025 um 1,2 % gestiegen.
* Energiepreise sanken gegenüber Februar 2025 um 1,2 %.

Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Februar 2026 bei 1,8 %. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Januar 2026) um 0,2 %. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Februar 2025 und Februar 2026 um 2,3 % gestiegen.



Vorjahresvergleich: Unterschiedliche Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln
Zwischen Februar 2025 und Februar 2026 sind die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 1,2 % gestiegen. Preistreibend waren dabei u. a. Obstkonserven (+33,5 %), Bohnenkaffee (+24,6 %), Paprika (+19,8 %) und Eier (+16,2 %).

Deutlich günstiger angeboten als noch im entsprechenden Vorjahresmonat wurde beispielsweise Butter (−33,0 %), Quark (−27,1 %) und Kartoffeln (−13,7 %). Die Energiepreise waren im Februar 2026 insgesamt um 1,2 % niedriger als im Februar 2025. Dabei sanken die Preise für Heizöl (−8,1 %), Strom (−2,6 %) und Gas (−2,3 %). Fernwärme (+2,3 %) und feste Brennstoffe (+12,4 %), wie beispielsweise Holzpellets, wurden hingegen teurer angeboten.

Ebenso verteuerten sich Kraftstoffe um 0,6 %. Vormonatsvergleich: Bekleidungspreise gestiegen Zwischen Januar 2026 und Februar 2026 verteuerten sich Nahrungsmittel wie Paprika um 11,1 %, Kopf- und Eisbergsalat um 6,1 % und Bananan um 3,8 %. Andere Nahrungsmittel wie Gurken (−13,7 %), Frischkäse (−5,2 %), Hartkäse (−3,6 %) und Butter (−2,5 %) konnten Verbraucherinnen und Verbraucher günstiger erwerben als noch im Vormonat. Bekleidung wurde um 2,8 % teurer, dabei stiegen die Preise für Kinderbekleidung um 4,7 %.

Besonders preistreibend bei Damenbekleidung waren Röcke (+11,5 %) sowie Kostüme, Kleider oder Hosenanzüge (+6,1 %). Bei Herrenbekleidung waren es Pullover oder Strickjacken (+4,7 %) und Stoff- oder Freizeithosen (+4,3 %). Die Kraftstoffpreise zogen binnen Monatsfrist weiter an (+2,4 %):

Diesel wurde im Februar 2026 um 3,1 % und Benzin um 2,2 % teurer angeboten als im Januar 2026. Verbraucherpreisindex für NRW (Basisjahr 2020 = 100) im Februar 2026 – vorläufige Ergebnisse (Wichtige Preisveränderungen) https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/049_26.xlsx XLSX, 25,75 KB

Erwerbstätigkeit geht im Januar 2026 weiter zurück
Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, Januar 2026
0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt)
-0,8 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt)
-0,2 % zum Vorjahresmonat

Im Januar 2026 waren rund 45,5 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ging die Zahl der Erwerbstätigen damit saisonbereinigt erneut gegenüber dem Vormonat zurück (-14 000 Personen; 0,0 %). Von Mai bis Dezember 2025 war sie gegenüber dem Vormonat durchschnittlich um 12 000 Personen zurückgegangen.



Nicht saisonbereinigt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 wie saisonal üblich ab, und zwar um 369 000 Personen (-0,8 %). Dieser Rückgang gegenüber dem Vormonat fiel stärker aus als im Januar-Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 (‑332 000 Personen; ‑0,7 %).

Rückgang der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahr hält an
Im Vorjahresvergleich gegenüber Januar 2025 sank die Zahl der Erwerbstätigen im Januar 2026 um 88 000 Personen (-0,2 %). In den Monaten Oktober und November 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -0,1 % gelegen, im Dezember 2025 ebenfalls bei -0,2 %.

Damit setzte sich der seit August 2025 auf dem Arbeitsmarkt erkennbare Abwärtstrend im Vorjahresvergleich weiter fort. Bereinigte Erwerbslosenquote im Januar 2026 bei 4,0 % Im Januar 2026 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 1,86 Millionen Personen erwerbslos. Das waren 195 000 Personen oder 11,7 % mehr als im Januar 2025.

Die Erwerbslosenquote stieg auf 4,2 % und zeigte damit im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg um 0,5 Prozentpunkte (Januar 2025: 3,7 %). Bereinigt um saisonale und irreguläre Effekte lag die Erwerbslosenzahl im Januar 2026 mit 1,75 Millionen Personen um 6 000 Personen über dem Vormonat Dezember (0,4 %). Die bereinigte Erwerbslosenquote lag unverändert bei 4,0 %.


Die Stadt Moers hat ein Amtsblatt veröffentlicht.
Alle veröffentlichten Amtsblätter finden Sie unter https://www.moers.de/rathaus-politik/amtsblaetter Amtsblatt Nr. 03 vom 26.02.2026 (1.89 MB)

Kreis Wesel startet kreisweite Mobilitätsbefragung
Der Kreis Wesel arbeitet daran, die Mobilität in allen 13 Kommunen gezielt weiterzuentwickeln. Dafür führt er ab sofort eine flächendeckende Mobilitätsbefragung durch. Ziel ist es, ein umfassendes Bild davon zu gewinnen, wie sich die Bürgerinnen und Bürger im Alltag fortbewegen:
Welche Verkehrsmittel werden bevorzugt genutzt?
Welche Wege werden zurückgelegt und zu welchem Zweck?
Wo liegen die Stärken und Schwächen des Verkehrsangebots? 

 In den kommenden Wochen erhalten zufällig ausgewählte Haushalte ein Anschreiben mit dem Befragungslink, über den die Teilnahme ganz einfach online möglich ist. Alternativ kann der Fragebogen auch in schriftlicher Form angefordert werden. Die Befragung ist anonym und selbstverständlich freiwillig.

Die Ergebnisse schaffen eine fundierte Datengrundlage, um bestehende Maßnahmen zu bewerten, zukünftige Planungen bedarfsgerecht auszurichten und den Anteil umweltfreundlicher Mobilität im Kreis nachhaltig zu steigern. Eine hohe Beteiligung der Bevölkerung ist entscheidend, um ein repräsentatives und aussagekräftiges Bild des Verkehrsgeschehens im zu erhalten.

Der Kreis Wesel bittet daher herzlich darum, an der Befragung teilzunehmen und dabei zu unterstützen, die Mobilität im Kreisgebiet zukunftsfähig, klimafreundlich und bedarfsgerecht zu gestalten – für mehr Lebensqualität in unserer Region. Der Kreis Wesel verbindet urbane Strukturen am Rande des Ruhrgebiets mit ländlichem Charme und hoher Lebensqualität.

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW) setzt er sich aktiv dafür ein, nachhaltige und klimafreundliche Mobilität zu fördern – insbesondere den Fuß- und Radverkehr sowie den öffentlichen Nahverkehr. Damit die Mobilität noch besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt werden kann, ist die Unterstützung der Menschen vor Ort besonders wichtig.

Wesel: Equal Pay Day am 27. Februar 2026
Das Datum des Equal Pay Day, in diesem Jahr der 27. Februar 2026, markiert symbolisch den allgemeinen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern. Nach den vorliegenden Zahlen des Statistischen Bundesamts lag die Lohnlücke 2025 in Deutschland bei 16 Prozent. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen damit 58 Tage im Jahr unentgeltlich, also vom 1. Januar bis zum 27. Februar.

Am Kreishaus wird anlässlich des Equal Pay Day die Fahne zum Aktionstag gehisst. Die Fachstelle Frau und Beruf, die Gleichstellungsstelle des Kreises Wesel und die EntwicklungsAgentur Wirtschaft machen damit darauf aufmerksam, dass es immer noch keine Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen gibt.

Unter dem Motto „equal pay every day“ rückt die diesjährige Equal Pay Day Kampagne in den Fokus, wie sich der Gender Pay Gap im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt. Equal pay beginnt bereits in der Schule. Um Mädchen für MINT-Berufe und Jungen für Pflege- und Erziehungsberufe zu begeistern sowie eine gleichberechtigte Aufteilung von Care-Arbeit zu fördern, ist es wichtig, für Rollenzuschreibungen und die Folgen von Berufs- und Lebensentscheidungen zu sensibilisieren.

Hier fehlt es oft anpassenden Vorbildern, Sensibilisierung der Lehrkräfte und entsprechenden Lehrmaterialien. Auch bei der Berufswahl wirken sich gesellschaftliche Stereotype aus. Frauen wählen häufiger soziale oder pflegerische Berufe – Tätigkeiten, die strukturell unterbewertet und unterbezahlt sind. Zudem steigen viele Frauen aus dem MINT-Bereich kurz nach dem Berufseinstieg wieder aus, da die Unternehmenskultur stark männlich geprägt ist und es an Vorbildern fehlt.

„Es gibt zentrale Stellschrauben für Lohngleichheit“, sind sich die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Wesel, Isabella Kubon, und Stefanie Werner, Leiterin der Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel, einig. „Es ist Aufgabe von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft, alles dafür zu tun, dass gleiche Bezahlung von gleicher und gleichwertiger Arbeit zur Normalität wird.“

„Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden“, unterstreicht Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft des Kreises Wesel.

Mit der Geburt von Kindern verstärken sich die traditionellen Rollenbilder. Frauen reduzieren ihre Arbeitszeit, übernehmen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit und geraten dadurch ins berufliche Abseits. In der Lebensmitte sind es vor allem Frauen, die wesentlich häufiger in Teilzeit arbeiten, um für Kinder und/oder die Pflege alternder Angehöriger da sein zu können.

Die Lohnlücke wächst weiter mit direkten Auswirkungen auf Erwerbschancen, Einkommen und Rentenansprüchen. Etwa die Hälfte der abhängig beschäftigten Frauen im Haupterwerbsalter können ihre eigene Existenz langfristig nicht sichern: Diese Zahlen aus einem aktuellen DGB-Bericht verdeutlichen die drastischen Auswirkungen des Gender Pay Gaps.

Die Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel unterstützt und initiiert Maßnahme, die Frauen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen rund um das Thema Frau und Beruf stärken. Weitere Informationen finden Sie unter www.kreis-wesel.de/frauundberuf.

Daten und Fakten
Die geschlechterspezifische Lohnlücke liegt in Deutschland bei 16 Prozent (Gender Pay Gap 2025 unverändert bei 16 % - Statistisches Bundesamt)
Deutschland ist im europäischen Vergleich auf einem der letzten Plätze – der europäische Gender Pay Gap beträgt rund 12 Prozent (Gender Pay Gap im EU-Vergleich - Statistisches Bundesamt).

Frauen erwirtschaften durchschnittlich ein deutlich niedrigeres Lebenserwerbseinkommen als Männer. Die Lücke im Lebenserwerbseinkommen, der sogenannte Gender Lifetime Earnings Gap, beträgt rund 45 Prozent (Bertelsmann Stiftung 2024 BSt_Factsheet_Gleichstellung_Arbeitsmarkt.pdf).

Das geschlechtsspezifische Gefälle bei den Alterseinkünften, auch Gender Pension Gap genannt, liegt in Deutschland bei rund 25,8 Prozent. Die Alterseinkünfte von Frauen waren damit durchschnittlich etwa ein Viertel niedriger als die von Männern. Werden Hinterbliebenenrenten und -pensionen ausgeklammert, sind es sogar 36,9 Prozent (Jede fünfte Person im Ruhestand hat maximal 1 400 Euro netto pro Monat zur Verfügung - Statistisches Bundesamt)

Wesel: Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für bürgerschaftliche Engagement“ – Antragsstart 2. März 2026
Das Landesprogramm „2.000 x 1.000 Euro für bürgerschaftliches Engagement“ geht in die nächste Runde. Auch in diesem Jahr können wieder 49 Projekte aus dem Kreis Wesel zur Stärkung des bürgerlichen Engagements mit jeweils 1.000 Euro gefördert werden. Engagierte, Vereine, zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse und Initiativen können im Kreis Wesel ab Montag, 2. März 2026, einen Antrag auf Förderung im Rahmen des Landesprogramms stellen.

Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2026 zwei Millionen Euro zur Verfügung. Der Kreis Wesel erhält aus dem Programm 49.000 Euro Fördermittel. Das diesjährige Schwerpunktthema des Förderprogramms lautet „Digital in die Zukunft – engagiert mit KI und Co.“ „Sitzungsprotokolle, Spendenakquise und Fördermittelanträge – das alles sind Themen, mit denen sich zahlreiche Engagierte rumschlagen – und bei denen digitale Tools und Künstliche Intelligenz helfen können.

Durch moderne Apps, KI und Co. lässt sich auch im Ehrenamt wertvolle Zeit gewinnen. Daher lade ich alle Engagierten in Nordrhein-Westfalen herzlich ein, die neuen Angebote der Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement im kommenden Jahr wahrzunehmen“, teilt Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, mit.

Kreisdirektor Ralf Berensmeier betont in diesem Zusammenhang die positiven Erfahrungen aus den letzten Jahren: „Mit 1.000 Euro an Fördergeldern kann man eine Menge erreichen. Die Kreativität und das Engagement der Menschen im Kreis Wesel aus den Vorjahren haben mich davon überzeugt, dass die Gelder auch in diesem Jahr wieder eine eindrucksvolle Verwendung finden werden.“

Die Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement bietet allen Engagierten auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Webinars am Dienstag, 3. März 2026, oder Mittwoch, 11. März 2026, über das Förderprogramm und die Antragstellung zu informieren.

Eine Anmeldung ist hier möglich: https://veranstaltungen-landesservicestelle-nrw.de/category/foerdermittel/. Beim Kreis Wesel steht Denise Scheffler unter 0281/207-2352 für Fragen rund um das Förderprogramm zur Verfügung. Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung können ebenfalls auf www.engagiert-in-nrw.de abgerufen werden.  

Moers: Bekämpfung invasiver Arten
Die Bekämpfung invasiver Arten (z. B. Kanada-, Nilgänse und Nutrias) ist ein Thema im Ausschuss für Bürgeranträge am Dienstag, 3. März, 16 Uhr. Beraten werden im Ratssaal des Rathauses 18 weitere Anträge.

Moers: Beirat für ältere Menschen: Karl-Heinz Theußen bleibt Vorsitzender
Karl-Heinz Theußen ist erneut zum Vorsitzenden des Beirats für ältere Menschen gewählt worden. In der Sitzung am Mittwoch, 25. Februar, haben die Mitglieder auch die Stellvertreter bestimmt: Otto Laakmann und Marita Göbel. Ein wichtiges Thema im weiteren Verlauf war Kriminalprävention für Senioren. Der Beirat möchte das Thema in einer Arbeitsgruppe begleiten.

Moers: Nachtwächter-Touren stark gefragt: Zusatztermine im Frühjahr
Die Nachtwächter-Führungen durch die Moerser Innenstadt sind weiterhin sehr beliebt. Die nächsten Termine sind bereits ausgebucht oder nahezu voll. Wer noch dabei sein möchte, hat nun an drei weiteren Abenden Gelegenheit, in die Geschichte der Stadt einzutauchen.
Gästeführerin Erika Ollefs schlüpft mit Laterne, Horn und Schlapphut in die Rolle des Nachtwächters und nimmt die Teilnehmenden mit auf einen stimmungsvollen Rundgang durch die Altstadt. Treffpunkt ist jeweils das Denkmal von König Friedrich I. auf dem Neumarkt.

Die neuen Termine sind:
Sonntag, 8. März, 18 Uhr
Freitag, 27. März, 19 Uhr
Samstag, 4. April, 19 Uhr

Während des Spaziergangs berichtet die Gästeführerin von den Aufgaben und Pflichten der Nachtwächter, erzählt von besonderen Vorkommnissen und bringt mit kleinen Anekdoten Licht in die dunkleren Kapitel der Stadtgeschichte. Die Mischung aus historischen Fakten und lebendiger Darstellung macht die Führung zu einem besonderen Erlebnis.

Verbindliche Anmeldungen zu der Führung nimmt die Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing entgegen: Kirchstraße 27a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 6-0. Kosten pro Person: 9 Euro.

Abends durch die Geschichte von Moers spazieren
Mit Laterne, Horn und Schlapphut begibt sich Gästeführerin Erika Ollefs am Samstag, 7. März, um 18 Uhr auf einen besonderen Rundgang durch die Moerser Stadtgeschichte. Treffpunkt für die Teilnehmenden ist das Denkmal von König Friedrich I. auf dem Neumarkt.

(Foto: pst)

In historischer Kleidung schlüpft Erika Ollefs in die Rolle des Nachtwächters und lässt einen längst vergangenen Berufsstand lebendig werden.  Auf ihrem Weg durch die Straßen und Gassen erzählt sie von den Aufgaben, Pflichten und Eigenheiten der Männer, die früher für Ordnung und Sicherheit in der Nacht sorgten. Spannende Einblicke, überraschende Details und heitere Anekdoten aus der Geschichte der Stadt machen den Spaziergang zu einem unterhaltsamen und informativen Erlebnis.  Verbindliche Anmeldungen zu der Führung nimmt die Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing entgegen: Kirchstraße 27a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 6-0. Kosten pro Person: 9 Euro.

Moers: Vortrag über das Leben der Bienen
Wie sehen die Lebenszyklen von Honig- und Wildbienen aus? Wie kann man Gärten und Balkone bienenfreundlich gestalten? Über diese Fragen gibt ein Vortag der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Dienstag, 10. März, ab 19 Uhr Auskunft. Im Alten Landratsamt, Kastell 5b, lernen die Kursteilnehmenden, die Welt aus Sicht einer Biene zu sehen. Ein weiteres Thema werden die Folgen der Ausbreitung der Asiatischen Hornisse für die heimischen Bestäuber-Insekten sein. Eine vorherige Anmeldung für den Vortrag ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 sowie online unter www.vhs-moers.de möglich.

75 Jahre DRK-Blutspendedienst West: Pionier der flächendeckenden Blutversorgung in Deutschland
Als der DRK-Blutspendedienst West (damals noch DRK-Blutspendedienst NRW) vor 75 Jahren seine Arbeit aufnahm, stand Deutschland vor einem medizinischen und gesellschaftlichen Neuanfang. In den Nachkriegsjahren fehlte es an funktionierenden Versorgungsstrukturen, Material und Organisation – Blutkonserven waren vielerorts kaum verfügbar.

Der Aufbau eines organisierten Blutspendedienstes markierte deshalb einen Wendepunkt für das Gesundheitswesen in Deutschland.
75 Jahre DRK-Blutspende in Deutschland

Grundlage war der staatliche Versorgungsauftrag des Landes Nordrhein-Westfalen: Mit Vertrag vom 28. Februar 1951 verpflichteten sich die DRK-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen, eine Blutspendezentrale aufzubauen und dauerhaft zu betreiben.

Damit übernahm das Deutsche Rote Kreuz in Nordrhein-Westfalen früh eine zentrale gesellschaftliche Verantwortung für die medizinische Daseinsvorsorge. Die beiden Landesverbände schufen nicht nur organisatorische Strukturen, sondern etablierten ein dauerhaft tragfähiges System freiwilliger, unentgeltlicher Blutspenden – getragen von ehrenamtlichem Engagement und regionaler Verankerung.

Der daraus hervorgegangene Blutspendedienst war der erste in Deutschland, der systematisch eine organisierte, flächendeckende Versorgung mit Blutpräparaten aufbaute. Das in Nordrhein-Westfalen entwickelte Modell wurde später bundesweit richtungsweisend und prägt bis heute die Strukturen der Blutversorgung in Deutschland.

„Die Blutspende war von Beginn an ein Versprechen: Niemand soll aus Mangel an Blut leiden oder sterben müssen“, sagt Priv.-Doz. Dr. Lambros Kordelas, Ärztlicher Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes West. „Dieses Versprechen gilt bis heute – und es ist aktueller denn je.“

Fortschritt, Verantwortung und Bewährungsproben
Was in den frühen Jahren häufig noch von Improvisation geprägt war, entwickelte sich parallel zum medizinischen Fortschritt zu einer hochspezialisierten Infrastruktur. Heute sind Blutpräparate unverzichtbar für Krebstherapien, komplexe Operationen, Organtransplantationen, die Versorgung schwerverletzter Unfallopfer sowie die Behandlung von Früh- und Neugeborenen.

„Wir können heute Krankheiten behandeln, die vor 75 Jahren ein Todesurteil waren“, so Kordelas. „Doch viele dieser Therapien funktionieren nur, weil Blutkomponenten Patientinnen und Patienten stabilisieren und begleiten können. Blutspenden sind keine Vergangenheit der Medizin, sondern eine Voraussetzung ihrer Leistungsfähigkeit.“

Die Geschichte der Blutspende war zugleich immer auch eine Geschichte großer Herausforderungen. Die HIV-Infektionen durch Blutprodukte in den 1980er-Jahren markierten einen tiefen Einschnitt für die Transfusionsmedizin. Die DRK-Blutspendedienste übernahmen bundesweit eine zentrale Rolle bei der Einführung verschärfter Sicherheitsstandards, neuer Testverfahren und verbindlicher Qualitätsrichtlinien.

Der DRK-Blutspendedienst West gehörte zu den treibenden Kräften bei der Implementierung der PCR-Testung in der Blutspende und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur heute erreichten hohen Sicherheit von Blutprodukten in Deutschland. Auch während der Corona-

Pandemie gelang es trotz kurzfristiger Terminabsagen, organisatorischer Einschränkungen und großer Verunsicherung, die Versorgung der Kliniken stabil aufrechtzuerhalten.
Diese Erfahrungen prägen die Arbeit bis heute: Sicherheit, Qualität und Krisenfestigkeit stehen im Zentrum des Handelns.

Demografischer Wandel gefährdet die Basis der Versorgung
Gleichzeitig wächst der Druck auf das System. Mit einer älter werdenden Gesellschaft steigt der Bedarf an Blutpräparaten, während die Zahl aktiver Spenderinnen und Spender sinkt.

„Jede Generation braucht ihre eigenen Blutspenderinnen und Blutspender“, betont Dr. Holger Praßel, Kaufmännischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes West. „Die Generation der Babyboomer, die die Versorgung jahrzehntelang getragen hat, scheidet zunehmend aus. Jüngere Menschen haben heute mehr Optionen und konkurrierende Engagementmöglichkeiten. Das spüren wir konkret – bis hin zu Phasen, in denen die Versorgung der Kliniken zeitweise unter Druck gerät.“

Innovationen für eine stabile Zukunft
Der DRK-Blutspendedienst West reagiert auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit gezielten Innovationen in Organisation, Infrastruktur und Technologie. Ziel ist es, die Blutspende langfristig zuverlässig sicherzustellen und zugleich möglichst niedrigschwellig zu gestalten.

Dazu zählen neue Formate wie Pop-Up-Blutspenden in urbanen Zentren oder stark frequentierten Einrichtungen, die neue Zielgruppen erschließen und Blutspende stärker in den Alltag integrieren. Parallel investiert der Blutspendedienst in moderne mobile Spendeeinheiten („Blumos“), die flexiblere Einsätze und effizientere Abläufe ermöglichen und damit die flächendeckende Präsenz sichern.

Ehrenamt als Fundament seit 75 Jahren – getragen vom DRK vor Ort
Unverändert geblieben ist die zentrale Rolle des Ehrenamts – und damit die besondere Stärke des Deutschen Roten Kreuzes in Nordrhein-Westfalen. Tausende Helferinnen und Helfer in DRK-Ortsvereinen und Kreisverbänden organisieren Blutspendetermine, sprechen Menschen persönlich an und schaffen Vertrauen in ihren Gemeinden.

Gerade diese enge Verbindung aus professioneller medizinischer Infrastruktur und ehrenamtlicher Verwurzelung vor Ort machte den Aufbau der Blutversorgung überhaupt erst möglich. Die DRK-Strukturen in Nordrhein und Westfalen-Lippe sorgten bereits in den Anfangsjahren dafür, dass Blutspende nicht nur ein medizinischer Prozess, sondern eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe wurde.

„Ohne das Ehrenamt gäbe es keine flächendeckende Blutversorgung“, sagt Praßel. „Die persönliche Ansprache, die Verlässlichkeit vor Ort und die Verwurzelung in den Kommunen sind bis heute ein entscheidender Erfolgsfaktor.“

Zur Stärkung dieses Engagements hat der Blutspendedienst ein eigenes Ehrenamtsportal eingeführt, das Organisation, Austausch und Qualifizierung digital unterstützt und damit die traditionelle Stärke des DRK mit modernen Arbeitsweisen verbindet.

Jubiläum als Bilanz und Auftrag
Zum 75. Jubiläum zieht der DRK-Blutspendedienst West eine bewusst nach vorn gerichtete Bilanz.

„Wir arbeiten auf Basis von 75 Jahren Erfahrung, Verantwortung und Vertrauen“, sagt Kordelas. „Die medizinische Zukunft ist gesichert – sofern es uns gelingt, das Engagement der Menschen mit der medizinischen Entwicklung im Einklang zu halten. Blutspende bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe.“

Über den DRK-Blutspendedienst West
Der DRK-Blutspendedienst West ist verantwortlich für die Versorgung der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit lebenswichtigen Blutpräparaten. Hervorgegangen aus dem Versorgungsauftrag an die DRK-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe im Jahr 1951, baute er als erster Blutspendedienst Deutschlands eine organisierte, flächendeckende Blutversorgung auf und prägt bis heute die Strukturen der Blutspende in Deutschland.

Rund 1.200 Mitarbeitende sorgen gemeinsam mit tausenden ehrenamtlich Engagierten dafür, dass jährlich mehrere tausend Blutspendetermine durchgeführt und Kliniken zuverlässig versorgt werden. Informationen rund um die Blutspende beim DRK-Blutspendedienst finden Interessierte unter www.blutspendedienst-west.de

Evaluierung der Notfallinformationspunkte der Stadt Dinslaken
Die Stadt Dinslaken plant die Evaluierung ihrer Notfallinformationspunkte (NIP) im gesamten Stadtgebiet. Ziel der Maßnahme ist es, die Standorte und Ausstattung dieser wichtigen Einrichtungen an aktuelle Anforderungen des Bevölkerungsschutzes anzupassen.

Notfallinformationspunkte dienen Bürger*innen im Falle großflächiger Stromausfälle oder anderen Krisensituationen als zentrale Anlaufstellen. Dort erhalten sie aktuelle und verlässliche Informationen der Stadt und können bei Bedarf Hilfe anfordern oder wichtige Anliegen an die Einsatzkräfte weitergeben. Die Notfallinformationspunkte werden nur im Katastrophen- oder Krisenfall besetzt.

Dann stehen Mitarbeitende der Stadtverwaltung sowie der Feuerwehr bereit, um Bürger*innen mit Informationen zu versorgen und deren Anliegen aufzunehmen. Zur Vorbereitung auf einen möglichen Ernstfall und zur Evaluierung des NIP-Konzeptes führt die Feuerwehr Dinslaken am 28.02.2026 eine groß angelegte Übung durch. Dabei wird die Funktionsweise der Notfallinformationspunkte in realitätsnahen Szenarien überprüft und der Ablauf weiter optimiert.

Mit dieser Maßnahme stärkt die Stadt Dinslaken weiter die Krisenvorsorge, um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein sowie die verlässliche Informationsweitergabe an die Bevölkerung im Notfall. Nach erfolgreicher Evaluierung des Konzeptes werden die Notfallinformationspunkte bekannt gegeben. 

Start der Maßnahmen im Breitbandausbau „Graue Flecken“ in Dinslaken
Im Rahmen des Gigabit-Förderprogramms des Bundes und des Landes NRW wird ein weiterer Schritt im Breitbandausbau mit den sogenannten „Grauen Flecken“ im Kreis Wesel erfolgen. Die Entwicklungsagentur für Wirtschaft des Kreises Wesel lenkt das Förderverfahren und übernimmt für die kreisangehörigen Kommunen Alpen, Dinslaken, Sonsbeck und Wesel die Koordination.

Im „Grauen Flecken“ Breitbandausbau können Adressen, deren Breitbandversorgung über 30 Mbit/s aber unter 100 Mbit/s im Download zur Verfügung stehen, einen kostenfreien geförderten Glasfaseranschluss ins Haus bekommen.  Das Telekommunikationsunternehmen MUEHNET GmbH & Co. KG hat das Ausschreibungsverfahren für sich gewinnen können und den Zuschlag zum Ausbau vom Kreis Wesel erhalten.

Als vorbereitende Maßnahme und transparente Information für Bürger*innen, wird die MUEHNET GmbH Anfang März ein Infoschreiben des Bürgermeisters und weitere Informationen zum Ausbauvorhaben sowie Erläuterungen zu der Vermarktungsphase und Beteiligungsmöglichkeiten für Eigentümer*innen an die betreffenden Adressen versenden.

Zum späteren Ausbaustart sind auch lokale Informationsveranstaltungen und Beratungsmöglichkeiten mit Ansprechpartnern vor Ort geplant. Im GEO-Portal des Kreises Wesel besteht die Möglichkeit adressgenau zu prüfen, ob ein Anschluss über ein Förderprogramm oder durch einen eigenwirtschaftlichen Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen geplant ist (https://geoportal-niederrhein.de/portal/kreis_wesel/gigabitversorgung/).

Fragen zum Förderprogramm beantwortet auch gerne die Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Dinslaken. Kontakt: wirtschaftsfoerderung@dinslaken.de  

Dinslaken: Stadtrundgang - Zu Fuß durch die Vergangenheit
Zu Fuß durch die Vergangenheit – zu diesem Stadtrundgang lädt Ronny Schneider am Donnerstag, 12.03.2026 von 17 bis 18:30 Uhr interessierte Bürger*innen ein. Burg, Stadtgründung, Privilegien und Pflichten der Bürger, Stadttore, Zollwesen, Mühlenteich und Dinslakener Mühle, der die ganze Altstadt querende Rotbach und Pumpennachbarschaften sind nur einige Stichwörter und Stationen dieses Rundgangs durch die Dinslakener Innenstadt, bei dem 750 Jahre Stadtgeschichte wieder lebendig werden.

Die Teilnahme kostet 5 Euro pro Person. Treffpunkt zur Führung ist vor der Stadtinformation am Rittertor. Verbindliche Anmeldungen für diesen Rundgang nimmt das Team der Stadtinformation am Rittertor unter Tel. 02064 – 66 222 oder per E-Mail stadtinformation@dinslaken.de gerne entgegen. 

Höhere Strafen für überladene Lkw: Nordrhein-Westfalen will Brücken wirksam schützen
NRW bringt Initiative in den Bundesrat ein: Deutlich höhere Sanktionen und moderne Kontrolltechnik sollen Schäden an Straßenbrücken verhindern 26.02.2026 Die Landesregierung unternimmt mit dem „Nordrhein-Westfalen-Plan“ für gute Infrastruktur enorme Kraftanstrengungen zur Modernisierung und zum Erhalt der Verkehrsinfrastruktur unseres Landes.

Dies setzt einen wirksamen Schutz der bestehenden und sanierungsbedürftigen Infrastruktur voraus, wobei Brücken hierbei von besonderer Bedeutung sind. Nordrhein-Westfalen will deshalb Straßenbrücken besser schützen und bringt dazu eine Bundesratsinitiative auf den Weg. Ziel ist es, die Bußgelder bei Verstößen gegen Gewichtsbeschränkungen deutlich zu erhöhen und die Kontrollen zu verbessern.

Minister Oliver Krischer nimmt an einer Polizeikontrolle von LKW teil / © MUNV NRW

„Jeder Verstoß gegen die Gewichtsbeschränkungen auf unseren Brücken ist einer zu viel. Unsere Messungen an besonders sensiblen Brücken zeigen, dass zu viele zu schwere Lkw darüberfahren, und das oft ganz bewusst“, erklärt Verkehrsminister Oliver Krischer, der die Initiative ergriffen hat und mit Innenminister Herbert Reul vorantreibt.

„Wenn Verbote bewusst ignoriert werden, können wir nicht tatenlos zusehen. Einige ‚gewichtige‘ Verkehrsteilnehmer verschaffen sich auf Kosten der Allgemeinheit einen Vorteil, weil es sich im Geldbeutel lohnt. Am Ende leiden aber alle darunter, wenn Lkw vorsätzlich Brücken belasten, die erneuert werden müssen. Deshalb müssen wir jetzt nachsteuern“, erklärt Innenminister Reul.

In Nordrhein-Westfalen gibt es in der Zuständigkeit des Landes rund 6.300 Brücken. Viele sind sanierungsbedürftig. Um sie bis zur Fertigstellung eines Ersatzneubaus sicher nutzen zu können, gelten für einzelne Bauwerke wie die Kardinal-Frings-Brücke in Düsseldorf oder die Uerdinger Brücke zwischen Duisburg und Krefeld Gewichtsbeschränkungen.

Messungen zeigen jedoch, dass Achslasten und Gesamtgewichte von Lkw immer wieder überschritten werden – sowohl bei regulären Transporten als auch bei genehmigungspflichtigen Großraum- und Schwertransporten. „Damit werden Brücken vorzeitig kaputtgefahren und das können wir nicht hinnehmen. Die aktuellen Strafen für Lkw, die Verbote ignorieren, liegen teilweise unter 100 Euro“, kritisiert Minister Krischer.

Die derzeit niedrigen Bußgelder setzen nach Ansicht der Landesregierung die falschen Anreize, die dazu führen, dass Unternehmen Umwege oder zusätzliche Fahrten vermeiden, indem sie bewusst gegen Beschränkungen verstoßen. Dadurch entstehen Schäden an der Infrastruktur auf dem Rücken der Allgemeinheit und Wettbewerbsnachteile für diejenigen, die sich an die Regeln halten. Die Geldbuße müsse den wirtschaftlichen Vorteil, den überfrachtete Lkw aus der Ordnungswidrigkeit ziehen, übersteigen.

Die Uerdinger Rheinbrücke als Beispiel: Seit ihrer Ablastung auf 30 Tonnen wird der Verkehr über eine Achslastmessstelle überwacht. Die Zahlen belegen, dass die Brücke im Schnitt von 170 Fahrzeugen pro Tag befahren wird, die schwerer als 30 Tonnen sind. Seit Beginn der Messungen passierten etwa 20.000 Fahrzeuge über 30 Tonnen die Brücke.

Studien belegen, dass ein 40-Tonner die Infrastruktur so stark belastet wie 60.000 Pkw. „Deshalb wollen wir mit höheren Bußgeldern Klarheit schaffen: Der Schutz des Allgemeinguts geht vor Profitinteressen Einzelner. Das ist auch ein Gebot der Fairness gegenüber den vielen Unternehmen, die sich an die Regeln halten“, so Minister Krischer weiter. 

Die Initiative soll am Freitag, 6. März 2026, in den Bundesrat eingebracht werden. Sie wird anschließend in den Ausschüssen beraten, bevor der Bundesrat abschließend entscheidet. Gleichzeitig soll die Kontrolldichte im Schwerverkehr steigen. Neben den Kontrollen des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM) sollen moderne, möglichst automatisierte Kontrollsysteme stärker eingesetzt werden.

Nordrhein-Westfalen geht das Thema von mehreren Seiten an. Technisch werden zum Beispiel Achslastmessstellen (Weigh In Motion, WIM) eingesetzt, die es zum Beispiel an der Kardinal-Frings-Brücke und der Uerdinger Brücke gibt. Auch Silhouetten-Blitzer wie an der Kardinal-Frings-Brücke und bald an der Theodor-Heuss-Brücke können nachweisen, ob Fahrzeuge darüberfahren, die deutlich schwerer sind als die dort zurzeit erlaubten 7,5 Tonnen. 

Endspurt bei Klimaschutz-Wettbewerb für Schulen: Jetzt bewerben und Energiesparmeister in Nordrhein-Westfalen werden
- Bewerbungsfrist endet am 20. März 2026
- 2.500 Euro für den Landessieger
- Bewerbung auf www.energiesparmeister.de
Der Energiesparmeister-Wettbewerb 2026 unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Carsten Schneider geht in den Endspurt: Noch bis zum 20. März 2026 können sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aller Schulformen und Klassenstufen mit ihren Klimaschutzprojekten bewerben.

Attraktive Preise für engagierte Schulen: Der Landessieger in Nordrhein-Westfalen erhält 2.500 Euro Preisgeld und qualifiziert sich automatisch für das bundesweite Online‑Voting um den Titel „Energiesparmeister Gold“. Hier winken weitere 2.500 Euro Preisgeld.

Auch ehemalige Preisträgerschulen, die ihre Projekte weiterentwickelt haben, können sich bewerben: Für langfristiges Engagement wird ein Sonderpreis mit 1.000 Euro Preisgeld vergeben.

So geht’s weiter: Nach Ende der Bewerbungsphase wählt eine fachkundige Jury Ende April das beste Projekt jedes Bundeslandes aus. Über den Bundessieg entscheidet ein Online‑Voting im Juni.

©www.energiesparmeister.de

Paten und Unterstützer des Wettbewerbs
Neben dem Preisgeld erhalten die Siegerschulen eine Patenschaft mit einem Unternehmen oder einer Institution aus der Region. Die Paten unterstützen ihren Energiesparmeister bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind: atmosfair gGmbH, Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Finanztip, Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH), Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV), Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA), Ostdeutscher Sparkassenverband, Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, Sparkassenverband Bayern, die Sparkassen in Niedersachsen, Techem Energy Services GmbH und ZEBAU – Planungs- und Beratungsgesellschaft gGmbH.r IMK Inflationsmonitor wird monatlich aktualisiert.

Neue Wasserstoffleitung von Emsbüren nach Dorsten: Raumverträglichkeitsprüfung abgeschlossen
Die Raumverträglichkeitsprüfung zum Neubau einer Wasserstoffleitung zwischen den Anbindungspunkten Emsbüren (Niedersachsen) und Dorsten (Kreis Recklinghausen) für den Teilabschnitt NRW ist abgeschlossen. Die von der Thyssengas H2 GmbH und der Open Grid Europe GmbH geplante Leitung übernimmt als Bestandteil des Nord-Süd-Importkorridors den Weitertransport von Wasserstoff u.a. aus dem Importhafen Wilhelmshaven sowie dem Grenzübergangspunkt Oude Statenzijl (Niederlande) in Richtung Ruhrgebiet. 

In einem gemeinsamen Verfahren haben die Regionalplanungsbehörde beim Regionalverband Ruhr (RVR) sowie bei der Bezirksregierung Münster das Vorhaben auf seine Raumverträglichkeit geprüft. Die Bezirksregierung Münster übernahm dabei die Federführung. Ergebnis des Verfahrens ist eine gutachterliche Stellungnahme mit der Empfehlung eines raumverträglichen Korridors.

Sie kann ab sofort über folgenden Link abgerufen werden: https://www.rvr.ruhr/themen/staatliche-regionalplanung/raumvertraeglichkeitspruefungen/

Die gutachterliche Stellungnahme wird zudem beim Regionalverband Ruhr und bei der Bezirksregierung Münster sowie in den betroffenen Kreisen, Städten und Gemeinden für die Dauer von fünf Jahren zur Einsicht für jedermann bereitgehalten. Zum Hintergrund: Im Oktober 2024 hat die Bundesnetzagentur das von den Fernleitungsnetzbetreibern beantragte Wasserstoff-Kernnetz genehmigt. Hierüber sollen große Verbrauchs- und Erzeugerpunkte für Wasserstoff angebunden werden.

Die Leitung Emsbüren-Dorsten ist Bestandteil des Wasserstoff-Kernnetzes. Das Vorhaben umfasst die Errichtung einer ca. 100 km langen Wasserstoffleitung in der Nennweite DN 1200 inklusive der notwendigen Anlagen. Die Anbindung erfolgt am Startpunkt Emsbüren an den geplanten Nordsee-Ruhr-Link und am Endpunkt Dorsten an die geplante Wasserstoffleitung Dorsten-Hamborn.

Bei raumbedeutsamen Leitungsvorhaben wird vor dem eigentlichen Zulassungsverfahren (Planfeststellungsverfahren) eine Raumverträglichkeitsprüfung durchgeführt. In dieser werden unter überörtlichen Gesichtspunkten die Auswirkungen des Vorhabens auf den Raum geprüft. Ziel ist es, eine Vereinbarkeit des Vorhabens mit den auf raumordnerischer Ebene relevanten Belangen wie Natur und Landschaft, der Siedlungsentwicklung und Infrastruktur festzustellen. Zudem werden ernsthaft in Betracht kommende Alternativen geprüft. 

Die Genehmigung des Vorhabens, einschließlich der Festlegung des konkreten Trassenverlaufs, erfolgt im anschließenden Planfeststellungsverfahren. Die gutachterliche Stellungnahme zur Raumverträglichkeitsprüfung ist hierbei zu berücksichtigen. Das hier untersuchte Korridornetz beginnt beim Anbindungspunkt Emsbüren und erstreckt sich nach Süden durch den Kreis Steinfurt, den Kreis Borken und den Kreis Coesfeld (Planungsregion Münster) bis zum Anbindungspunkt auf dem Gebiet der Stadt Dorsten, Kreis Recklinghausen (Planungsregion RVR).

Die Vorhabenträgerin hat einen aus ihrer Sicht vorzugswürdigen Korridor (Antragskorridor) zur Prüfung vorgelegt. Dieser hat eine Breite von 600 Metern. Ergebnis der Raumverträglichkeitsprüfung ist, dass der Antragskorridor auch aus Sicht der Regionalplanungsbehörden als vorzugswürdig eingestuft und zum Vorzugskorridor erklärt wird. Für den Abschnitt der Wasserstoffleitung in Niedersachsen hat die Vorhabenträgerin auf die Beantragung einer Raumverträglichkeitsprüfung verzichtet und dies bei den zuständigen niedersächsischen Behörden angezeigt.

Ein Ausschnitt aus der Planung der Erdgasfernleitung Heiden-Dorsten. Grafik: Open Grid Europe GmbH (OGE)

Inflation im Januar für die meisten Haushaltstypen unter 2 Prozent – EZB muss dringend ihre Zinspause beenden
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Januar 2026 mit 2,1 Prozent leicht über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent, nachdem sie im Dezember leicht darunter gefallen war. Der Anstieg beruhte vor allem auf stärker gewachsenen Lebensmittelpreisen. Blickt man auf die Inflationsraten von neun exemplarischen Haushaltstypen, die sich nach Einkommen und Personenzahl unterscheiden, lag die Mehrzahl gleichwohl unterhalb von zwei Prozent. Das gilt insbesondere für Haushalte mit niedrigen Einkommen, zeigt der neue monatliche IMK Inflationsmonitor.*



Der zu erwartende Trend bei der Teuerung weist in diesem Jahr weiter leicht nach unten, so Dr. Silke Tober, Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und Autorin des Inflationsmonitors. Während der Inflations-Ausblick für die nächste Zukunft damit unproblematisch ist, offenbart Tobers Auswertung im Vergleich der vergangenen Jahre ein weiterhin erhöhtes Preisniveau: Verglichen mit Januar 2020, also unmittelbar vor Beginn der Krisenzeit mit Coronapandemie und Ukrainekrieg, ist der Verbraucherpreisindex bis Januar 2026 um 23,0 Prozent gestiegen und damit gut zehn Prozentpunkte stärker als im Einklang mit dem EZB-Ziel gewesen wäre (zusammengerechnet 12,6 Prozent). Besonders deutlich ist in diesem Zeitraum das Preisniveau bei Nahrungsmitteln (38,1 Prozent) und, trotz Preisrückgängen in letzter Zeit, bei Energie (34,7 Prozent) angestiegen.

Für die Geldpolitik der Zentralbank sind indes die mittlerweile wieder entspannte Preisentwicklung – im Euroraum insgesamt lag die Inflation im Januar lediglich bei 1,7 Prozent – und die normalisierte mittelfristige Perspektive maßgeblich, betont Ökonomin Tober. Gleichzeitig belaste neben den US-Zöllen auch die massive Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum und insbesondere in Deutschland stark.
Daher hält es die Autorin des IMK Inflationsmonitors für dringend erforderlich, dass die EZB ihre Zinspause beendet und den Leitzins weiter senkt. Das „selbstzufriedene Zurücklehnen“ der Zentralbank sei „gemessen an dem Auftrag der EZB deplatziert und gefährdet die künftige Wirtschaftskraft und den Wohlstand im Euroraum“, warnt Tober.



Die längerfristige Betrachtung illustriert, dass Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen von der starken Teuerung nach dem russischen Überfall auf die Ukraine besonders stark betroffen waren, weil Güter des Grundbedarfs wie Nahrungsmittel und Energie in ihrem Budget eine größere Rolle spielen. Diese wirkten lange als die stärksten Preistreiber. So betrug auf dem Höhepunkt der Inflationswelle im Oktober 2022 die Teuerungsrate für Familien mit niedrigen Einkommen 11 Prozent, die für ärmere Alleinlebende 10,5 Prozent. Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen hatten damals mit 7,9 Prozent die mit Abstand niedrigste Inflationsrate.



Aktuell sind die Unterschiede weitaus kleiner und das Muster anders, weil sich zuletzt vor allem noch Dienstleistungen deutlich verteuert haben, die Haushalte mit höheren Einkommen stärker nachfragen als Ärmere. Trotz des etwas kräftigeren Anstiegs der Nahrungsmittelpreises hatten Familien und Alleinlebende mit jeweils niedrigen Einkommen im Januar mit je 1,6 Prozent im Haushaltsvergleich die niedrigste Inflationsrate. Am anderen Ende des Haushaltsvergleichs standen – mit geringem Abstand – Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen sowie Familien mit hohen Einkommen. Im Januar lag deren Inflationsrate bei je 2,0 Prozent.



Die Inflationsraten der übrigen fünf Haushaltstypen mit überwiegend mittleren Einkommen lagen mit 1,8 bzw. 1,9 Prozent dazwischen und knapp unter der EZB-Zielinflation (siehe die Abbildung in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Dass aktuell alle vom IMK ausgewiesenen haushaltsspezifischen Inflationsraten leicht unter der Gesamtinflation liegen, wie sie das Statistische Bundesamt berechnet, liegt an unterschiedlichen Gewichtungen: Das IMK nutzt für seine Berechnungen weiterhin die repräsentative Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, während Destatis seit Anfang 2023 die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung heranzieht.

Dinslaken: Jugendhilfeausschuss tagt
Am Dienstag, 3. März 2026, tagt der Jugendhilfeausschuss der Stadt Dinslaken. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Darin geht es unter anderem um die Einführung von ABC-Klassen zur Sprachförderung sowie um die Kindergartenbedarfsplanung 2026.


Tagesordnungen und Unterlagen zu Ausschusssitzungen sind grundsätzlich im Ratsinformationssystem abrufbar: www.dinslaken.de/stadt-buergerservice/ratsinformationssystem

Wesel: DRK-Themenabend: „Auch Erben und Vererben will gelernt sein“  
Über das Erben spricht man nicht gern – aber es frühzeitig zu regeln, schafft Klarheit und entlastet Angehörige. Das DRK Niederrhein lädt zu einem kostenlosen Informationsabend rund um Testament, Erbfolge und Pflichtteil ein. Einfach vorbeikommen – ohne Anmeldung.  

Wer frühzeitig vorsorgt, erspart seinen Angehörigen später viel Unsicherheit. Im Rahmen der Reihe DRK-Pflegeberatung lädt das DRK Niederrhein am Dienstag, 17. März 2026, um 19:00 Uhr zu einem informativen Themenabend ins DRK-Zentrum Wesel, Handwerkerstraße 5, ein.  

Unter dem Titel „Auch Erben und Vererben will gelernt sein“ geht es um die Grundlagen der gesetzlichen Erbfolge, die Testamentserrichtung sowie das Pflichtteilsrecht. Verständlich erläutert wird unter anderem, worin der Unterschied zwischen Erbteil und Pflichtteil besteht – und warum dieses Wissen für eine klare Nachlassregelung so wichtig ist.

Referent ist Bernd Michael Stock, Notar a.D., von der Kanzlei Kreutz & Partner aus Xanten. Er vermittelt praxisnahes Wissen und gibt Orientierung im komplexen Erbrecht.   Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte sind herzlich eingeladen.  

„Gut beraten beim DRK Niederrhein: In der persönlichen Pflegeberatung erhalten Interessierte wertvolle Informationen zu Unterstützungsangeboten“



NRW: Lohnabstand zwischen Frauen und Männern lag 2025 bei 15 %
* Der unbereinigte Lohnabstand sank um 1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.
* Der unbereinigte Lohnabstand zwischen Frauen und Männern steigt mit zunehmendem Alter.
* Lohnabstand gegenüber dem Vorjahr in nahezu allen Altersgruppen gesunken – nur bei den über 60-Jährigen stieg er um drei Prozentpunkte auf 20 %.
Der unbereinigte Lohnabstand zwischen Frauen und Männern lag im Jahr 2025 bei 15 %. Abhängig beschäftigte Frauen verdienten damit rund ein Sechstel weniger als Männer. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Equal Pay Day am 27. Februar mitteilt, verringerte sich der Lohnabstand um 1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.



Lohnlücke in der Altersgruppe der 50- bis unter 60-Jährigen am höchsten Während der Lohnabstand bei den unter 30-Jährigen bei 2 % lag, erreichte er in der Altersgruppe 50 bis unter 60 Jahren mit 21 % seinen höchsten Wert. Beim unbereinigten Lohnabstand bleiben Unterschiede, die auf persönliche und berufliche Merkmale der Personen zurückzuführen sind, unberücksichtigt.

Lohnabstände zwischen Männern und Frauen in nahezu allen Altersgruppen gesunken – Anstieg bei den über 60-Jährigen auf 20 % Im Vergleich zum Jahr 2024 hat sich der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern in Nordrhein-Westfalen verringert. Insgesamt sank der unbereinigte Lohnabstand um einen Prozentpunkt von 16 auf 15 %.

Rückgänge zeigten sich in fast allen Altersgruppen: In der Altersklasse 30 bis unter 40 Jahren verringerte sich der Lohnabstand um zwei Prozentpunkte von 8 auf 6 %.
In allen übrigen Altersgruppen sank der Lohnabstand jeweils um einen Prozentpunkt. Lediglich bei den über 60-Jährigen stieg der Lohnabstand um drei Prozentpunkte von 17 auf 20 %.

Lohnatlas NRW aktualisiert
Diese und weitere Lohnabstände nach beruflichen und persönlichen Merkmalen wie beispielsweise Arbeitszeitumfang, Wirtschaftszweig oder Berufssektoren finden sich im „Lohnatlas NRW – Lohn(un)gleichheiten sichtbar machen” unter https://www.giscloud.nrw.de/arcgis/apps/experiencebuilder/template/?id=f6ae3e2aae1148cdb0bec9514ce0eff6&page=Land-NRW&views=Alter%2CJahreseinzelansicht

Dieses Dashboard wurde gemeinsam vom Statistischen Landesamt und dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt. Es ist kostenfrei und ohne Registrierung nutzbar.

Gemüseernte erreicht 2025 neuen Höchststand
• Gemüseernte steigt um 8,1 % gegenüber dem Vorjahr und erreicht damit neuen Rekordwert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990
• Gemüseernte aus ökologischer Erzeugung 2025 gegenüber 2024 um 12,6 % gestiegen und um 33,7 % höher als im Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024
• Speisezwiebeln 2025 erstmals bedeutendste Gemüseart

Im Jahr 2025 haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland insgesamt 4,5 Millionen Tonnen Gemüse geerntet. Das waren 8,1 % mehr als im Jahr 2024 und 13,2 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024. Die Erntemenge lag damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, weiteten die insgesamt 5 960 Gemüse erzeugenden Betriebe die Anbauflächen für Gemüse gegenüber 2024 um 3,9 % auf 131 700 Hektar aus. Das waren 3,6 % mehr als im mehrjährigen Mittel (2019 bis 2024).

Anbauflächen im Freiland um 4 % gewachsen Insgesamt wurde im Jahr 2025 Gemüse auf rund 130 400 Hektar im Freiland angebaut. Dies entsprach einem Flächenanstieg um 3,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die größten Anbauflächen im Freiland wurden 2025 mit 28 600 Hektar in Nordrhein-Westfalen bewirtschaftet, darauf folgten Niedersachsen mit 26 500 Hektar, Bayern mit 17 500 Hektar und Rheinland-Pfalz mit 16 000 Hektar.

Erntemenge von Speisezwiebeln um 21 % gestiegen, Karotten um 2 % Speisezwiebeln waren mit rund 903 300 Tonnen (+21,4 % gegenüber 2024) im Jahr 2025 erstmals seit 1990 die Gemüseart mit der größten Erntemenge in Deutschland. Die Gemüseart mit der nun nur noch zweitgrößten Erntemenge waren Möhren beziehungsweise Karotten mit 865 700 Tonnen (+1,8 %), gefolgt von Weißkohl mit 507 500 Tonnen (+18,8 %) und Einlegegurken mit 197 600 Tonnen (-7,5 %).

Mit der größten Anbaufläche seit 1990 lagen Speisezwiebeln 2025 mit 19 770 Hektar (+11,7 % gegenüber 2024) im Freiland ebenfalls an erster Stelle, gefolgt von Spargel mit 19 220 Hektar ertragsfähiger Fläche (-2,8 %) und Karotten mit 14 190 Hektar (+2,9 %). Danach folgten Weißkohl mit 6 500 Hektar (+5,6 %) und Speisekürbisse mit 5 750 Hektar (+9,5 %).

16 % der gesamten Gemüseanbaufläche ökologisch bewirtschaftet
Ökologisch wirtschaftende Betriebe erzeugten 2025 auf rund 20 600 Hektar insgesamt 597 000 Tonnen Gemüse. Das entspricht 15,6 % der gesamten Gemüseanbaufläche und 13,2 % der gesamten Erntemenge. Gegenüber 2024 stieg die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche um 6,4 % und die zugehörige Erntemenge um 12,6 %.

Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 zeigte sich eine Steigerung bei der ökologischen Anbaufläche für Gemüse um 17,3 % und bei der Erntemenge um 33,7 %. Die größte Anbaufläche im ökologischen Gemüseanbau entfiel auch 2025 auf Karotten mit 3 340 Hektar. Speisekürbisse wurden auf 2 200 Hektar angebaut und Speisezwiebeln auf 2 150 Hektar, gefolgt von Roter Bete mit einer Anbaufläche von 1 790 Hektar.

Besonders hohe Anteile ökologischer Erzeugung an der Gesamterntemenge zeigten sich bei den Gemüsearten Rote Bete mit 48,7 %, Speisekürbisse mit 35,6 %, Zucchini mit 34,9 % sowie Frischerbsen mit 30,5 %. Die Gemüseernte in Gewächshäusern besteht zu 80 % aus Tomaten und Salatgurken Der Anbau von Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, zum Beispiel in Gewächshäusern oder unter hohen Folienabdeckungen, stieg 2025 mit 1 250 Hektar (+0,8 %) nur leicht gegenüber dem Vorjahr.

Die Erntemenge nahm um 4,3 % auf 219 200 Tonnen zu. Die größte Erntemenge im geschützten Anbau entfiel mit 108 600 Tonnen auf Tomaten (+0,5 %). Die Gemüseart mit der zweitgrößten Erntemenge war die Salatgurke mit 66 700 Tonnen (-2,7 %), gefolgt von Paprika mit 18 500 Tonnen (+12,2 %). Unter hohen Schutzabdeckungen lag der Anteil der ökologischen Gemüseanbaufläche mit 24,0 % (300 Hektar) etwa 8 Prozentpunkte höher als im Freiland. Die Erntemenge von 33 800 Tonnen machte dabei 15,4 % der gesamten Erntemenge im ökologischen Gemüseanbau aus.

Wesel: Frühlingsstimmung im Dorf am Deich
Vier verschiedenfarbige Hasenfiguren zwischen bunten Kräutern und Sträußen. Fotoherkunft: Deichdorfmuseum Bislich- Fotografin Barbara Rinn-Kupka Das Deichdorfmuseum berichtet: Start in die Saison: Frühlingsstimmung ist beim Bislicher Kunsthandwerksmarkt garantiert!

Am Wochenende Samstag, 28. Februar und Sonntag, 1. März 2026, öffnen sich die Tore des Deichdorfmuseum Bislich für den beliebten Frühlingsmarkt (jeweils 11:00 – 18:00 Uhr).  Im Museum, aber auch auf dem Vorplatz und im Innenhof präsentieren Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker aus der Region ihre neusten Ideen, dazu gibt es aber auch ein Wiedersehen mit bekannten „Gesichtern“.

Ob Kreatives aus Treibholz, ungewöhnlicher Schmuck, Österliches oder Gartenkeramik, hier findet Jede und Jeder etwas Interessantes. Ob nur Bewundern oder Erwerben, lernen Sie die Kreativen der Region in Bislich kennen. Für Kinder bieten wir an beiden Tagen neben den Kreativ- und Leseecken im Obergeschoss zwischen 11:30 Uhr und 16:00 Uhr wieder die beliebte Mitmachaktion zum kreativen Gestalten in Ton und Farbe an. Und selbstverständlich ist auch wieder Bislichs Backgruppe im Einsatz.

Sie lässt an den Vormittagen direkt vor Ort erleben, wie früher auf den Dörfern Brot gebacken wurde. Für das leibliche Wohl sorgen in bewährter Form die Bislicher Vereine. Die Museumsausstellungen zur Deichbaugeschichte, Uromas Küche, der dicke Wels oder der Vogelweltraum eröffnen zusätzliche Abwechselung. Egal wie das Wetter wird, der Markt bietet Innen wie Außen Möglichkeiten fürs Schmunzeln, Treffen oder Staunen. 

Der Eintritt kostet in diesem Jahr 2,50 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahren (inklusive) haben freien Eintritt. Die Einnahmen kommen vollumfänglich dem weitestgehend ehrenamtlich betriebenen Deichdorfmuseum zugute. Brave Hunde an der Leine können mitgebracht werden.  Lokale Kultur fördern und gleichzeitig sich einstimmen lassen in die Frühjahrssaison, dies verbindet der beliebte Bislicher Markt.  Adresse: Deichdorfmuseum Bislich, Dorfstraße 24, 46487 Wesel-Bislich. Parkplätze sind ausgeschildert.

Servicestelle Zuwanderung: Erste Station in ein neues Leben in Moers
Für viele Menschen, die Not, Flucht und Angst ums eigene Leben durchgemacht haben, ist es ein Ort des ersten Ankommens, der Unterstützung und der Integration: die ‚Servicestelle Zuwanderung‘ bei der Stadt Moers.

Sie sind die erste Anlaufstelle für Zugewanderte bei der Stadt Moers: Fachdienstleiter Andre Bröcking sowie Suada Redzovic und Simone Knoll von der Servicestelle Zuwanderung. (v.l.; Foto: pst)

Vorderstes Ziel ist es, Neuzugewanderten mit einem menschenwürdigen, sicheren und gut organisierten Übergang den Start in ein neues Leben in Moers zu ermöglichen. „Die Servicestelle Zuwanderung wurde am 1. Juni 2018 ins Leben gerufen und entstand aus dem Projekt ‚Einwanderung NRW‘ “, erinnert sich Suada Redzovic.

Bei der Stadtverwaltung ist sie mit zwei weiteren Kolleginnen für die Aufnahme von Zugewanderten zuständig. Wichtig für ihren Job: Sie können auf viele Sprachen zurückgreifen, z. B. Englisch, Französisch, Kroatisch, Russisch, Portugiesisch, Arabisch und Persisch.

Individuelle Bedürfnisse ermitteln
„Hier ist die erste Anlaufstelle, die im Rahmen der Festgelegten Zugangssteuerung aufzusuchen ist. Wir bieten Betroffenen Orientierung, damit sie schnellstmöglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. In einem Erstgespräch erheben wir zunächst die wichtigsten Fragen zu Gesundheit, Sprache, Ausbildung, Arbeitsqualifizierung und Wohnen,“ erklärt Redzovic.

Im Laufe der folgenden Beratungstermine werden die individuellen Bedürfnisse und Lebenssituationen der einzelnen Personen erfasst. Daraus ermitteln sie die notwendigen Unterstützungsleistungen und bestmögliche Angebote. Besondere Hilfe wird beim Start in Moers zunächst bei Sprach- und Integrationsangeboten benötigt sowie beim Beantragen von Ausweispapieren, bei Job- und Ausbildungssuche, bei Anmeldungen an Kita und Schulen und bei Arztbesuchen.

Info-Mappen verschaffen einen Überblick
Die Mitarbeiterinnen der Servicestelle haben für unterschiedliche Ansprüche entsprechende Info-Mappen mit Leitfäden zu den einzelnen Schritten der Erstintegration und darüber hinaus in verschiedenen Sprachen erstellt.

Wichtige Partner neben der Leistungs- und Unterkunftsverwaltung sowie der Betreuung in den Unterkünften im eigenen Fachbereich sind u. a. die Ausländerbehörde, das Jobcenter, aber auch die Wohlfahrtsverbände und andere Institutionen - wie das ‚Netzwerk Mitte Moers‘. 30 Mitglieder und zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen die Servicestelle mit Dolmetschern und bei Begleitdiensten.

Ansturm nach Beginn des Ukraine-Kriegs
Kurz nach dem Krieg in der Ukraine erlebte die Servicestelle einen besonderen Ansturm. „Da war es so, dass innerhalb von drei Monaten fast 500 Personen aufgenommen und beraten wurden“, erinnert sich Michael Rüddel, Fachbereichsleiter Soziales, Senioren und Wohnen bei der Stadt. Auch diese Herausforderung stemmte die Servicestelle.

Stressig für das kleine Team, aber immer wieder mit Momenten, die deutlich machen, warum sich der Einsatz lohnt.  „Da war zum Beispiel eine Person mit einer sehr ungünstigen Perspektive“, blickt Suada Redzovic zurück. „Aber ihr unbedingter Wille, trotz körperlicher Einschränkung hier etwas zu erreichen, hat am Ende geholfen. Mit einem Job bei einem städtischen Dienstleister war der Grundstein zur Integration gelegt.“

Lokale Kultur des Miteinanders
„Durch die gute Zusammenarbeit unserer Servicestelle mit vielen verschiedenen Organisationen und Unternehmen können wir die Integrationswege beschleunigen. So stärken wir die lokale Kultur des Miteinanders in Moers,“ fasst Michael Rüddel zusammen. „Das langfristige Ziel ist es, Betroffene so zu unterstützen, dass sie möglichst schnell und eigenständig ein Teil der Stadtgesellschaft werden können.“ 

Digital älter werden in Moers - Leitstelle Älterwerden stellt App vor
Mit der App ‚Gut versorgt in Moers‘ bietet die Leitstelle Älterwerden der Stadt Seniorinnen und Senioren ein leicht bedienbares Angebot mit vielseitigen Themen und nützlichen Informationen. Am Dienstag, 10. März, stellt die Leitstelle in Kooperation mit der vhs Moers – Kamp-Lintfort ab 10 Uhr dieses kostenlose Angebot in der vhs, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, vor.

Gedacht ist die kostenlose App für Menschen ab 55 Jahren. Außerdem gibt es Unterstützung bei der Installation und eine Einführung in die Bedienung. Interessierte sollten ihr Tablet oder Smartphone mitbringen. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41 / 201 565 oder online unter www.vhs-moers.de möglich.

Moers: In der Bibliothek: Autorenlesung mit Annett Gröschner am 9. März
Die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben - das erzählt Annett Gröschner in ihrem Roman ‚Schwebende Lasten‘. Am Montag, 9. März, ist sie ab 19.30 Uhr im Rahmen einer Autorenlesung zu Gast in der Bibliothek Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10.

(Foto: Susanne Schleyer)

In ‚Schwebende Lasten‘ geht es um die Geschichte der Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna Krause. Sie ist eine, die das Leben nimmt, wie es kommt und versucht, dabei immer anständig zu bleiben. Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung der vhs Moers – Kamp-Lintfort mit der Bibliothek Moers, der Gleichstellungsstelle der Stadt und der Barbarabuchhandlung. Für die Autorenlesung mit Annett Gröschner ist eine vorherige Anmeldung telefonisch unter 0 28 41/ 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de notwendig.

LKA-NRW: 13. bundesweiter Aktionstag gegen Hasspostings - Polizei in NRW schreitet ein gegen Hetze im Netz
Die Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt sich heute (25.02.2026) am 13. bundesweiten Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings. Ziel ist es, Urheber von strafbaren Hassäußerungen im Netz zu identifizieren, konsequent zu verfolgen und Betroffene zu schützen.

(FOTO) Düsseldorf

In Nordrhein-Westfalen liegt der Fokus an diesem Tag auf 13 konkreten Ermittlungsverfahren aus sechs Kreispolizeibehörden. Die Verfahren sind überwiegend der politisch motivierten Kriminalität rechts zuzuordnen betreffen aber auch die Bereiche linkspolitische, religiöse und ausländische Ideologie. Insgesamt setzte die Polizei in NRW 17 strafprozessuale Maßnahmen um. Die Ermittler konfrontierten die Verfasser der Hasspostings mit dem jeweiligen Tatvorwurf, vernahmen sie zur Sache und vollstreckten drei Durchsuchungsbeschlüsse.

Es wurden Smartphones und andere Mobile Devices als mögliche Tatmittel und zum Zweck der Beweisführung sichergestellt. Die Polizei NRW setzt mit der Aktion ein Zeichen. Es ist wichtig, Hetzer und andere Straftäter aus der vermeintlich schützenden Anonymität des Internets herauszuholen und sie die Konsequenzen ihres Tuns spüren zu lassen. Hasspostings treffen häufig Menschen, die sich ehrenamtlich, politisch oder gesellschaftlich engagieren.

Diese Taten müssen ernst genommen werden - online wie offline. Wer strafbare Inhalte postet, teilt oder unterstützt, muss mit Ermittlungen und polizeilichen Maßnahmen rechnen. Die Polizei NRW entdeckt und verfolgt aktiv Straftaten im Internet, aber der effektive Kampf gegen Hass im Netz kann nur gemeinsam mit einer starken Community gelingen. Darum ist jeder aufgerufen - wie im analogen Leben - nicht wegzuschauen, sondern Online-Täter zu melden und das Internet zu einem sicheren virtuellen Raum für uns alle zu machen.

Strafbare Hasspostings können bei jeder Polizeidienststelle oder online über die Internetwache der Polizei NRW angezeigt werden. Betroffene von Hass und Hetze im Netz stehen zudem Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Informationen hierzu finden Sie auf den Präventionsseiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (https://polizei.nrw/artikel/polizeilicher-opferschutz-in-nrw) und bei diversen Initiativen gegen Hass im Netz, zum Beispiel hier: https://hateaid.org/category/politik-demokratie/

Die Fallzahlen von Hasspostings haben sich im Bundesgebiet zwischen 2021 (2.411 Fälle) und 2024 (10.732 Fälle) mehr als vervierfacht. In NRW haben sich die Zahlen bekannt gewordener Fälle zwischen 2022 (446 Fälle) und 2024 (1167 Fälle) mehr als verdoppelt. Für das Jahr 2025 zeichnen sich in NRW nach vorläufigen Zahlen abermals ein leichter Anstieg ab. Am diesjährigen bundesweiten Aktionstag beteiligen sich alle 16 Bundesländer mit entsprechenden Maßnahmen.

Was sind strafbare Hass-Postings?
Beleidigungen, Bedrohungen, Volksverhetzung oder Aufrufe zu Gewalt gegen Gruppen
wegen Religion, Herkunft oder Orientierung zählen zu den Delikten auf die die
Polizei am Aktionstag ein besonderes Augenmerk gelegt hat.

Wo sind die "Tatorte"?
Zunächst überall im Netz, wo Menschen über Social-Media und Messanger mit
einander kommunizieren sowie strafbare Äußerungen in einer geschlossenen oder
offenen Gruppe tätigen. Häufig im Kontext von Wahlen, politischen Debatte oder
sozialem Engagement.

Was kann jeder tun?
- Verfügbare Informationen dokumentieren / sichern (Screenshots,
Kopien etc.)
- Anzeige bei der Polizei erstatten (auch online möglich)
- Posting dem Plattformbetreiber melden

Projekt "Verfolgen statt nur Löschen"
Zusammen mit der in Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime
NRW (ZAC NRW) setzt sich das Landeskriminalamt aktiv gegen Hasspostings im Netz
ein unter anderem mit der Initiative "Verfolgen statt nur Löschen" werden Täter
aus der Anonymität geholt, um rassistischer Meinungsmache entgegen zu treten.

Seit Bestehen des Projektes haben sich auch viele Medien der Initiative gegen
Hetze im Netz angeschlossen. Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier:
https://lka.polizei.nrw/artikel/wer-hetzt-macht-sich-strafbar-auch-im-netz.

In Teilen positiv": Zum Eckpunktepapier Gebäudemodernisierungsgesetz
Verband Wohneigentum begrüßt mehr Flexibilität für Eigentümer*innen. Zugleich warnt er vor möglichen Kostenfallen
‌Das nun vorliegende Eckpunktepapier zum Gebäudemodernisierungsgesetz bewertet der gemeinnützige Verband Wohneigentum in Teilen als positiv. Zugleich warnt er vor möglichen Kostenfallen für Eigentümer*innen.‌

Bundesgeschäftsführerin Verena Örenbas erklärt: "Wir begrüßen, dass die Vorschläge aus dem Eckpunktepapier den Eigentümern und Eigentümerinnen Flexibilität und Entscheidungsfreiheit zurückgeben. Insbesondere Besitzer älterer Bestandsgebäude mit großem energetischen Sanierungsbedarf, die sich größere Investitionen nicht leisten können, werden entlastet."

Stabile Planungsgrundlage
Mit der bis 2029 festgeschriebenen Förderung für klimafreundliches Heizen schaffe die Politik zudem die notwendige Planungssicherheit der Eigentümer, begrüßt der bundesweit größte Verband für selbstgenutztes Wohneigentum die aktuellen Pläne. Weiterhin positiv: Die Pflicht für Energieversorger, den Anteil erneuerbarer Gase und Öle schrittweise zu erhöhen.

Örenbas: "Die Verantwortung für die Transformation liegt damit nicht mehr allein bei einzelnen Eigentümer*innen." Hier fordert der Verband die Politik aber auch auf, Machbarkeit und Bezahlbarkeit im Blick zu haben, aktuell zweifeln Branchenvertreter an der Verfügbarkeit ausreichender Mengen Grüngas.
Mögliche Kostenfalle für Eigentümer*innen

Örenbas warnt zudem vor möglichen Kostenfallen für Eigentümer durch die vorgesehenen Erleichterungen: "Eine neue Heizungsanlage ist eine Investition für die nächsten 20 bis 30 Jahre. Wer heute noch auf fossile Systeme setzt, ohne die Kostenentwicklung der kommenden Dekade einzupreisen, riskiert eine finanzielle Fehlentscheidung. Erneuerbare Energien und Wärmepumpen dienen nicht nur dem Klimaschutz, sie sind auch in den meisten Fällen für das Eigenheim die zukunftssichere wirtschaftlicher Wahl."

Auch mit Blick auf das Erreichen der Klimaziele plädiert der Verband daher für eine flächendeckend gute Beratung zu Nachteilen und Kosten fossiler Brennstoffe. Verena Örenbas: "Die Novelle muss Verlässlichkeit schaffen und effiziente, wirtschaftliche Lösungen stärken. Entscheidend ist, dass sich über den Lebenszyklus die klimafreundlichsten und bezahlbarsten Systeme durchsetzen."


Internationale Wochen gegen Rassismus vom 16.–29. März 2026 in Dinslaken Downloads
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 16. bis 29. März 2026 in Dinslaken statt. Vom 16. bis 29. März 2026 beteiligt sich Dinslaken erneut an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Mit einem vielfältigen Programm setzen zahlreiche engagierte Akteur*innen ein starkes Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein solidarisches Miteinander. Die Aktionswochen stehen für eine klare Haltung gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung.


Sie bieten Raum für Begegnung, Austausch und Information und machen deutlich, dass die Stadt Dinslaken für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Das abwechslungsreiche Programm umfasst unter anderem Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden, kulturelle Veranstaltungen sowie Angebote für Kinder und Jugendliche.

Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebensrealitäten zusammenzubringen und für das Thema Rassismus zu sensibilisieren. Das vollständige Programm sowie das offizielle Veranstaltungsplakat finden Sie im Anhang dieser Mitteilung. Die Stadt lädt alle Bürger*innen herzlich ein, die Veranstaltungen zu besuchen und ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Gemeinsam können wir ein starkes Signal für Offenheit, Respekt und Chancengerechtigkeit in Dinslaken setzen. Weiterführende Infos gibt es hier: „Dinslaken hält zusammen – Gegen Rassismus und Rechtsextremismus, für Vielfalt und Menschlichkeit “ | Stiftung gegen Rassismus


Vermieterbefragung im Kreis Wesel – Kreisverwaltung bittet um Unterstützung
Wie hoch sind die Wohnungsmieten im Kreis Wesel und welche Kosten gelten als angemessen bei der Bewilligung von Sozialleistungen? Um Informationen zu diesen Fragen zu erhalten, bittet die Kreisverwaltung um Mithilfe. Zufällig ausgewählte Vermieterinnen und Vermieter erhalten in den kommenden Tagen eine Befragung per Post, rund 5.000 Anschreiben einschließlich eines Fragebogens zur Mietwerterhebung werden versendet.

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und kostenfrei, der Kreis bittet um rege Beteiligung. Eine möglichst hohe Beteiligung ist für die Aussagekraft der Erhebung von wesentlicher Bedeutung. Je höher der Rücklauf der Fragebögen, desto zuverlässiger kann das aktuelle Mietpreisniveau im Kreis Wesel abgebildet werden. Auf dieser Grundlage können die angemessenen Unterkunftskosten künftig sachgerecht und rechtssicher festgelegt sowie Leistungen in angemessenem und gerechtem Umfang bewilligt werden.

Das Konzept, das der Kreis Wesel anschließend erstellt, wird von der sozialgerichtlichen Rechtsprechung als Entscheidungsgrundlage in Streitverfahren über die Angemessenheit von Unterkunftskosten als Entscheidungshilfe gefordert. Der Kreis Wesel als örtlicher Träger der Sozialhilfe hat mit der Erstellung dieses Konzeptes die Firma DOMUS Consult aus Hamburg beauftragt.

Ziel ist die repräsentative und belastbare Erhebung des aktuellen Mietpreisniveaus im Kreisgebiet. In den vergangenen Wochen wurden bereits die bekannten Wohnungsunternehmen im Kreisgebiet befragt.  Die Datenerhebung dient damit nicht nur den Interessen der Leistungsberechtigten, sondern auch denen der Vermieterinnen und Vermieter sowie der Allgemeinheit der Steuerzahler. 

Die erhobenen Daten werden anonymisiert verarbeitet. Die abschließende Auswertung lässt keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Mietparteien oder Vermietende zu. Die datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden uneingeschränkt beachtet.

Kreis Wesel: Beginn der Brut- und Setzzeit: Leinenpflicht für Hunde, kein Gehölzschnitt
Das Frühjahr ist für alle Wildtiere Fortpflanzungszeit und daher eine besonders sensible Zeit: Vögel brüten in Hecken, Bäumen oder auf dem Boden und Hasen und Rehe haben ihren schutzbedürftigen Nachwuchs zur Welt gebracht. In dieser Zeit ist es daher besonders wichtig, Wildtiere nicht zu stören. Besondere Vorsicht ist in Schutz- und Waldgebieten geboten, aber auch in der freien Feldflur und an Gewässern sollte Rücksicht auf alle Lebensstätten wildlebender Tiere und Pflanzen genommen werden.

Diese dürfen nach Bundesnaturschutzgesetz nicht beeinträchtigt oder zerstört werden. In der Brut- und Setzzeit gelten daher gesetzliche Einschränkungen, unter anderem in der Gehölzpflege. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Wesel macht darauf aufmerksam, dass für den Schnitt von Bäumen, Hecken, lebenden Zäunen und Gebüschen vom 1. März an besondere Regelungen gelten.

Bis zum 30. September dürfen Gehölze nicht auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden. Nur schonende Form- und Pflegeschnitte dürfen durchgeführt werden. So wird sichergestellt, dass die Lebensräume bestimmter Arten geschützt werden und die biologische Vielfalt erhalten bleibt. Mehr Informationen dazu: https://www.kreis-wesel.de/system/files/C1257D23004C5410/documents/allgemeine
_informationen_zum_gehoelzschnitt.pdf.

Darüber hinaus weist die Untere Naturschutzbehörde darauf hin, dass Hundebesitzer aufgefordert sind, insbesondere in der Brut- und Setzzeit ihre Hunde in der freien Landschaft und im Wald an der Leine zu führen. Gesetzlich geregelt ist dies für die Naturschutzgebiete, in denen eine ganzjährige Anleinpflicht gilt, sowie für die Vogelschutzgebiete im Kreis Wesel, in denen vom 1. März bis 31. Juli Hunde angeleint werden müssen.

Hintergrund dieser Regelungen ist es, den Nachwuchs der Wildtiere zu schützen. Hunde können die Wildtiere aufsuchen, stören und so die Nachkommen gefährden.  Oft wird nicht bedacht, dass Jungtiere schon durch einen freilaufenden Hund gestört oder getötet werden können. Wenn Vögel aus ihrem Nest verscheucht werden, kann es passieren, dass die Eier im Gelege auskühlen und absterben.

Trächtige Rehe könnten gehetzt oder verjagt, Rehkitze verlassen oder verletzt werden. Deshalb appelliert die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Wesel dringend an Hundebesitzer, die Regeln einzuhalten und so aktiv zum Naturschutz beizutragen. Auch Querfeldein-Spaziergänge ohne Hund stören die Tiere in dieser Zeit besonders. Die Einhaltung dieser Regeln wird von Rangern im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde überwacht.



NRW: Baugenehmigungen für Wohnungen steigen 2025 erstmals seit fünf Jahren
* Baugenehmigungen für Wohnungen um 10,7 % gestiegen.
* Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stiegen um 21,4 %.
* Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stiegen um 4,8 %.

Nach vorläufigen Ergebnissen erteilten die Bauämter in NRW im vergangenen Jahr Baugenehmigungen für 44.908 neue Wohnungen; das waren 10,7 % bzw. 4.354 Wohnungen mehr als 2024. Wie das Statistische Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in neu zu errichtenden Gebäuden um 9,6 % auf 36.752 – die Zahl der durch Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden entstehenden Wohnungen erhöhte sich um 16,2 % auf 8.156.



Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um über 20 % gestiegen
Die Zahl der Baugenehmigungen für den Bau neuer Einfamilienhäuser stieg um 21,4 % auf 7.152. Bei den Zweifamilienhäusern war ein Zuwachs von 2,5 % auf 2.042 Wohnungen zu verzeichnen und die Zahl der neuen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (ohne Wohnheime) erhöhte sich im Jahr 2025 um 4,8 % auf 24.555.

Darüber hinaus wurden 2025 Baugenehmigungen für 2.272 Wohnungen in Wohnheimen (2024: 1.414) erteilt. Weitere 731 Wohnungen sollen in Nichtwohngebäuden (gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienen) entstehen (2024: 811).

Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2025
Wirtschaftsleistung um 0,3 % höher als im Vorquartal Bruttoinlandsprodukt (BIP),
4. Quartal 2025 +0,3 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
+0,6 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
+0,4 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)

 Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2025 gegenüber dem 3. Quartal 2025 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit das Ergebnis der Schnellmeldung vom 30. Januar 2026. "Damit endete das konjunkturell wechselhafte Jahr 2025 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. "



Zur positiven Entwicklung trugen vor allem die privaten und staatlichen Konsumausgaben bei. Aber auch die Bauinvestitionen zogen deutlich an." Für das Gesamtjahr 2025 haben die neuesten Berechnungen den Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt: +0,3 %) bestätigt.

Konsumausgaben steigen im Vergleich zum Vorquartal, Exporte im Minus
Wie schon in den Quartalen zuvor nahmen die preis-, saison- und kalenderbereinigten Konsumausgaben insgesamt zu, sie stiegen um 0,7 % im Vergleich zum 3. Quartal 2025. Dabei erhöhte der Staat seine Konsumausgaben mit +1,1 % stärker als die privaten Haushalte (+0,5 %).

Zugleich wurde wieder mehr investiert: Die Bauinvestitionen stiegen mit +1,6 % deutlich im Vergleich zum 3. Quartal 2025 an. In Ausrüstungen – also Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde ebenfalls mehr investiert als im Vorquartal. Nach dem starken Anstieg im 3. Quartal 2025 flachte die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen allerdings ab (+0,1 %).

Vom Außenhandel blieben positive Signale erneut aus: Exportiert wurden im 4. Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 0,6 % weniger Waren und Dienstleistungen als im 3. Quartal 2025. Dabei sank sowohl die Ausfuhr von Waren (-0,4 %) als auch die von Dienstleistungen (-1,2 %).

Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls ab, mit -0,3 % aber weniger stark als die Exporte. Deutlich geringeren Dienstleistungsimporten (-1,5 %) standen dabei leicht gestiegene Wareneinfuhren (+0,2 %) gegenüber.

Bruttowertschöpfung legt im 4. Quartal 2025 wieder zu
Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im 4. Quartal 2025 mit +0,4 % wieder an, nachdem sie im 3. Quartal 2025 noch stagniert hatte. Den deutlichsten Zuwachs gegenüber dem Vorquartal verzeichnete das Baugewerbe mit +1,7 %, was vor allem auf die positive Entwicklung im Ausbau zurückzuführen war.

Auch die Dienstleistungsbereiche konnten ihre saison- und kalenderbereinigte Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2025 steigern, lediglich im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe war diese nahezu unverändert (0,0 %). Die Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit sowie der sonstigen Dienstleister legte hingegen spürbar zu (jeweils +0,8 %).

Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt stagnierte die Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal (0,0 %). Während die Hersteller von Metallerzeugnissen sowie von elektrischen Ausrüstungen ihre Wirtschaftsleistung steigern konnten, ging die Produktion in der chemischen Industrie und im Maschinenbau zurück.

Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gestiegen
Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2025 preisbereinigt um 0,6 % höher als im 4. Quartal 2024. Preis- und kalenderbereinigt war der Anstieg geringer (+0,4 %), da 0,7 Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum.

Konsumausgaben und Investitionen höher als im Vorjahr
Die preisbereinigten Konsumausgaben nahmen auch im 4. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, sie stiegen um 1,6 %. Darunter entwickelten sich sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben positiv. Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen um 1,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, unter anderem aufgrund höherer Ausgaben für Pkw.

Der Staatskonsum wuchs um 1,3 %, vor allem, weil mehr soziale Sachleistungen zur Verfügung gestellt wurden. Auch die preisbereinigten Investitionen in Ausrüstungen nahmen im Vergleich zum 4. Quartal 2024 zu (+0,4 %). Vor allem die Investitionen des Staates, die investive Ausgaben im Verteidigungsbereich einschließen, stiegen stark an. Auch die gewerblichen Pkw-Zulassungen entwickelten sich sehr positiv.

Die Investitionen in sonstige Fahrzeuge sowie Maschinen und Geräte nahmen dagegen ab. In Summe ergab sich so nur ein leichtes Plus bei den Ausrüstungsinvestitionen. Auch in Bauten wurde wieder mehr investiert als im Vorjahreszeitraum (+0,9 %), zum ersten Mal seit dem 1. Quartal 2022. Der Handel mit dem Ausland zeigte im 4. Quartal 2025 eine Belebung gegenüber dem Vorjahresquartal: Die preisbereinigten Exporte wuchsen um 1,6 %.

Die Warenexporte waren deutlich höher als im Vorjahreszeitraum (+2,0 %), wozu insbesondere stärkere Ausfuhren von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen Ausrüstungen beitrugen. Die Dienstleistungsexporte nahmen dagegen nur sehr geringfügig zu (+0,1 %). Auch die Importe von Waren und Dienstleistungen verzeichneten mit +4,0 % im Vergleich zum Vorjahresquartal einen deutlichen Zuwachs. Dieser ging allein auf die Warenimporte zurück (+6,4 %).

Grund für den deutlichen Anstieg waren vor allem höhere Einfuhren von Nahrungsmitteln, Metallerzeugnissen und Kraftwagen- und Kraftwagenteilen. Die Dienstleistungsimporte sanken dagegen um 1,2 %, was unter anderem auf geringere Transport-, EDV- und sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen wie etwa Forschung und Entwicklung zurückzuführen ist.

Bruttowertschöpfung in fast allen Bereichen im Plus
Im 4. Quartal 2025 konnten fast alle Wirtschaftsbereiche ihre Bruttowertschöpfung im Vergleich zum Vorjahresquartal ausweiten. In den Dienstleistungsbereichen Information und Kommunikation (+2,7 %), Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,7 %) sowie Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+1,6 %) stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung deutlich.

Erstmals seit dem 1. Quartal 2023 konnte auch das Verarbeitende Gewerbe seine Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern. Der Anstieg um 0,7 % war vor allem auf Zuwächse bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie im Sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen. Auch das Baugewerbe steigerte seine preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Vergleich zum Vorjahr leicht (+0,4 %).

Eine positive Entwicklung im Vorjahresvergleich hatte es hier zuletzt im 2. Quartal 2021 gegeben. Während der Tiefbau Zuwächse verzeichnete, stagnierte die Produktion im Hochbau. Einen Rückgang der Bruttowertschöpfung mussten lediglich die Finanz- und Versicherungsdienstleister hinnehmen, deren Wirtschaftsleistung wie auch schon in den Vorquartalen deutlich sank (-2,5 %). 

Erwerbstätigkeit leicht gesunken
Die Wirtschaftsleistung wurde im 4. Quartal 2025 von rund 46,1 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 58 000 Personen (-0,1 %) weniger als im 4. Quartal 2024. Dabei wurden die Rückgänge im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe nicht vom Anstieg der Erwerbstätigkeit in den Dienstleistungsbereichen kompensiert.
Die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person stiegen nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 4. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,7 %. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus der leicht gesunkenen Erwerbstätigenzahl und den gestiegenen geleisteten Stunden je erwerbstätiger Person – nahm im gleichen Zeitraum um 0,5 % zu.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – lag nach vorläufigen Berechnungen auf dem Niveau des 4. Quartals 2024 (0,0 %). Je Erwerbstätigen gerechnet war sie um 0,7 % höher als vor einem Jahr.

Konsum steigt stärker als Einkommen, Sparquote niedriger als im Vorjahr
In jeweiligen Preisen war das BIP im 4. Quartal 2025 um 3,8 % und das Bruttonationaleinkommen um 4,1 % höher als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen war um 5,0 % höher als im 4. Quartal 2024. Dabei stieg nach vorläufigen Berechnungen das Arbeitnehmerentgelt insgesamt um 4,8 %.

Zum Arbeitnehmerentgelt sowie zu den Löhnen und Gehältern zählen neben den regelmäßig gezahlten Lohnbestandteilen auch außerordentlich gezahlte Komponenten wie Prämien und Abfindungen. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nahmen mit +5,5 % etwas stärker zu als das Arbeitnehmerentgelt, dies folgte jedoch auf einen kräftigen Einbruch im Vorjahreszeitraum.

Je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer stiegen die durchschnittlichen Bruttolöhne und ‑gehälter im 4. Quartal 2025 um 4,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal, die Bruttolohn- und gehaltssumme um 4,3 %. Netto erhöhten sich die gesamten Löhne und Gehälter mit +3,3 % aufgrund erheblich gestiegener Sozialbeiträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie höherer Lohnsteuer deutlich schwächer.

Da der Konsum der privaten Haushalte im Vorjahresvergleich stärker zulegte (+4,4 %) als ihr gesamtwirtschaftliches Einkommen (+3,3 %), reduzierte sich die Sparquote auf 9,4 %. Im 4. Quartal 2024 hatte sie noch bei 10,4 % gelegen.

Die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich
Zum Ende des Jahres entwickelte sich die Wirtschaft in der Europäischen Union (EU) positiv: In Spanien wuchs das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP mit +0,8 % zum Vorquartal erneut am stärksten unter den großen EU-Mitgliedstaaten. In der EU insgesamt (+0,3 %), in Italien (+0,3 %) und in Frankreich (+0,2 %) nahm die Wirtschaftsleistung in ähnlichem Ausmaß zu wie in Deutschland (+0,3 %).

In den USA fiel das BIP im Vergleich zum 3. Quartal 2025 um 0,4 % höher aus. Im preis-, saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich nahm die Wirtschaftsleistung in Deutschland leicht um 0,4 % zu, während sie in der EU insgesamt deutlich um 1,5 % anstieg.


Vorlesewettbewerb Regionalentscheid in der Stadtbücherei Kleve
12 Vorlesende – 10 weiblich, 2 männlich – aus den 6. Klassen der weiterführenden Schulen im Nordkreis stellten sich dem Urteil der Jury, bestehend aus der Autorin und Schreibtrainerin Yvonne Struck, dem Vorlesepaten Hans-Peter Bause, dem Leiter der Volkshochschule Alf-Thorsten Hausmann und dem Mitarbeiter der Kinder- und Jugendbücherei der Stadtbücherei Kleve Kenny Müller.

Die talentierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Leiter der Klever Stadtbücherei Jens Neumann. Am Montag, 23. Februar 2026, fand in der Stadtbücherei Kleve der Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs für den Nordkreis Kleve statt.

Der Jury waren nur die Namen und die ausgewählten Texte bekannt, nicht jedoch die Schulzugehörigkeit. Nach einem Warm-Up durch Yvonne Struck, die aus ihrem eigenen Jugendbuch vortrug, waren die Schulsiegerinnen und Schulsieger am Start. Jede und jeder Vorlesende trug zuerst einen selbstausgewählten Text vor. Danach mussten sich alle einem unbekannten Text stellen und diesen vorlesen.

Mucksmäuschenstill fieberten Eltern, Freunde und Lehrkräfte mit. Am Ende des spannenden Wettbewerbs fiel die Entscheidung der Jury: Diesjährige Gesamtsiegerin für den Nordkreis Kleve ist Pia Bongertmann vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Kleve. Sie darf nun beim Bezirksentscheid antreten. Herzlichen Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung!

Nach der Juryentscheidung erhielten alle Vorlesenden eine Teilnahmeurkunde und ein Buchgeschenk - „Rocky Winterfeld“ von Marie Hüttner - von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreicht durch den Leiter der Stadtbücherei Kleve Jens Neumann. Insgesamt ist es der 67. Vorlesewettbewerb, den die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels seit 1959 ausgerichtet hat.

Die Stadtbücherei Kleve war erstmalig Regionalveranstalter. Der Vorlesewettbewerb wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Er soll Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen, die Lesekompetenz von Kindern stärken und sie dabei unterstützen, ihren Horizont zu weiten, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Moers: Vielfältige Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag
Was bewegt Frauen heute in Kunst, Literatur, Gesellschaft und Politik? Der Internationale Frauentag am 8. März bietet Anlass, genau hinzusehen und zuzuhören. Er steht weltweit für Gleichberechtigung, gesellschaftliche Teilhabe und die Anerkennung weiblicher Lebensleistungen.

(v. l. n. r.) Freuen sich auf die bevorstehenden Veranstaltungen: Gleichstellungsbeauftragte Jacqueline Rittershaus, Leitung des Kulturbüros Eva Marxen, Carmen Müller (Sparkasse am Niederrhein) und stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Katharina Saks. Fotos: pst

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Moers nimmt diesen Tag zum Anlass, gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partnern ein kompaktes, vielfältiges Veranstaltungsprogramm zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen kulturelle Beiträge von Frauen, feministische Perspektiven und die Stärkung von Netzwerken vor Ort.

„Der Internationale Frauentag ist für uns nicht nur ein symbolisches Datum, sondern ein klarer Auftrag: Frauen sichtbar zu machen, ihre Leistungen zu würdigen und gemeinsam für echte Gleichstellung einzutreten“, betont Gleichstellungsbeauftrage Jacqueline Rittershaus.

„Mit unserem vielfältigen Programm möchten wir Räume für Austausch, Kultur und politische Diskussion schaffen und zugleich ein starkes Zeichen der Solidarität setzen.“ Unterstützt wird das Programm unter anderem vom Bollwerk 107, dem Kulturbüro Moers, der Bibliothek Moers, der vhs Moers – Kamp-Lintfort sowie der Sparkasse am Niederrhein.

Kultur, Austausch und starke Stimmen
Den Auftakt bildet am Sonntag, 8. März, um 19 Uhr die Jubiläumsshow von La Signora. Mit Humor, Musik und klarer Haltung verbindet sie persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Reflexion und wird mit jeder Menge Feuer und Charme die ENNI Eventhalle zum Beben bringen. Kooperationspartner sind Bollwerk 107 im Rahmen des ComedyArts Festival sowie die Sparkasse am Niederrhein.

In Kooperation mit der vhs Moers – Kamp-Lintfort liest Annett Gröschner am Montag, 9. März, um 19.30 Uhr in der Bibliothek Moers aus ihrem Roman ,Schwebende Lasten‘. Das Werk würdigt die Geschichte einer Arbeiterin und zeigt exemplarisch, wie wichtig es ist, weibliche Arbeits- und Lebenserfahrungen anzuerkennen und in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.

Am Sonntag, 15. März, um 17 Uhr widmet sich das Krimifestival Moers ,Women in Crime‘ mit Noemi Harnickell, Else Laudan und Justine Pust feministischen Perspektiven im Krimigenre. Diskutiert werden neue Rollenbilder und aktuelle Entwicklungen in Literatur und Verlagswesen.

Den Abschluss bildet am Samstag, 21. März, um 11 Uhr der Frauenempfang ,Frauen in der Kunst‘ im Martinstift in Kooperation mit dem Kulturbüro Moers. Regionale Künstlerinnen präsentieren ihre Arbeiten; eine Kunstauktion zugunsten des Frauenhauses des Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Moers unterstreicht die solidarische Dimension des Internationalen Frauentages.

Mit diesem Programm setzt die Stadt Moers ein sichtbares Zeichen für Gleichstellung, kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung. Weitere Veranstaltungen im Kreis Wesel sowie Literaturempfehlungen finden sich in der Broschüre zum Internationalen Frauentag 2026.

Moers: Slavernik bleibt Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderung
Karl Rudolf Slavernik wurde einstimmig als Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderung bestätigt. In der Sitzung am Montag, 23. Februar, hat das Gremium außerdem Atilla Cikoglu als neuen Stellvertreter gewählt. Die Mitglieder berieten danach über die kommenden Themenschwerpunkte. 

Der Beirat will vor allem die umfassende Teilhabe am öffentlichen Leben und die politische Mitwirkung fördern. Die Integration ins Arbeitsleben ist für den Vorsitzenden ein weiteres großes Anliegen. „Nur gemeinsam können wir echte Veränderungen bewirken“, sagte Slavernik.

Moers: Wanderung zum Geleucht: Industriegeschichte mit Weitblick
Hoch über Moers erhebt sich auf der Halde Rheinpreußen ein außergewöhnliches Wahrzeichen: das Geleucht des Künstlers Otto Piene, das als größtes Montankunstwerk der Welt gilt.

Foto: pst

Bei einer geführten Wanderung am Mittwoch, 4. März, um 18.30 Uhr gibt Gästeführer Karl Brand den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Entstehung des Kunstwerks sowie in die Industriegeschichte der Region.  Treffpunkt ist das Clubhaus der Freien Schwimmer an der Römerstraße 790. Das begehbare Kunstobjekt in Form einer überdimensionalen Grubenlampe symbolisiert die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets und des Niederrheins und markiert mit seiner Position in 103,60 Metern Höhe einen besonderen Aussichtspunkt. Die rund zweistündige Tour erstreckt sich über etwa 3,5 Kilometer und setzt eine gute Grundkondition sowie festes Schuhwerk voraus. Verbindliche Anmeldungen zu der Führung nimmt die Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing entgegen: Kirchstraße 27a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 6-0. Kosten pro Person: 9 Euro.

Moers: Djembé – Westafrikanische Trommelmusik
Eine der beliebtesten afrikanischen Trommeln ist die kelchförmige, sogenannte Djembé. Am Samstag, 7. März, können Interessierte bei einem Workshop der vhs Moers – Kamp-Lintfort auch ohne Vorkenntnisse erste Rhythmen trommeln und verschiedene Schlagtechniken erlernen. 

Der Kurs startet um 12 Uhr in den Räumen der vhs an der Wilhelm-Schroeder-Straße. Gegen eine kleine Leihgebühr von drei Euro können die Instrumente gestellt werden. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 sowie online unter www.vhs-moers.de möglich.

Moers: Sonderabfuhr von Baum- und Strauchschnitt - Enni sammelt im März wieder Grünbündel ein
Der Frühling steht vor der Tür, und in vielen Moerser Gärten beginnt jetzt die erste große Aufräumaktion. Beim Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern fällt dabei oft eine erhebliche Menge Grünschnitt an. Um die Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen, bietet die ENNI Stadt & Service (Enni) dafür auch in diesem Jahr eine kostenlose Sonderabfuhr an.

Die Termine liegen zwischen dem 2. und 13. März und entsprechen denen der Biotonnenleerung. „Diese sind im Abfallkalender notiert“, erklärt Ulrich Kempken, Enni-Abteilungsleiter für Entsorgung und Reinigung. Der zusätzliche Service wird besonders zum Start der Gartensaison gerne genutzt. Denn gerade beim ersten Rückschnitt des Jahres entstehen oft größere und sperrige Mengen.

„Diese lassen sich mit dem eigenen Auto meist nur schwer transportieren“, so Kempken. Wichtig ist, dass der Baum- und Strauchschnitt gebündelt an der Straße bereitgestellt wird – am Abfuhrtag bis spätestens 7 Uhr morgens. Die Bündel sollten handlich und nicht zu schwer sein, da sie von den Mitarbeitenden manuell verladen werden.

Enni bittet darum, ausschließlich Naturkordeln oder Baumwollschnüre zum Bündeln zu verwenden, da diese kompostierbar sind. Die Äste dürfen einen Durchmesser von maximal fünf Zentimetern haben. Weitere Infos dazu stehen auch im Abfallkalender. Wichtig: Rasenschnitt wird mit der Grünbündelabfuhr nicht abgeholt. Dieser gehört – wie Küchen- und Gartenabfälle – in die braune Biotonne.

Dinslaken: Kondolenzbuch für Alfred Grimm liegt ab sofort aus
Im Rathaus liegt ab heute (23.02.2026) bis Dienstag (03.03.2026) ein Kondolenzbuch für Alfred Grimm aus, in das sich Bürger*innen der Stadt Dinslaken eintragen können.

Am 13. Januar 2026 war der Dinslakener Künstler verstorben. Die Trauerfeier findet am Dienstag, 24. Februar 2026, ab 16.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses statt. Das Buch liegt im Erdgeschoss auf einem Tisch aus, der sich am hinteren Eingang (in Richtung Theodor-Heuss-Gymnasium zeigt) aus.

Ausstellung „Das historische Dinslaken“ ab 23.02. Im Rathaus und der VHS
Am Montag (23.02.2026) wurde die Fotoausstellung "Das historische Dinslaken" im Rathaus eröffnet. Am Montag (23.02.2026) wurde um 11 Uhr im Rathaus die Fotoausstellung „Das historische Dinslaken“ eröffnet. Diese kann ab sofort an zwei Schauplätzen, im Rathaus Dinslaken (1. OG) und der VHS (2. OG), besichtigt werden.

Die Bilder dieser Ausstellung des Vereins für Heimatpflege Land Dinslaken e.V. basieren auf alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus historischer Zeit. Sie wurden von Willi Krebber koloriert und erstmals in der Kundenhalle der Dinslakener Sparkasse im Sommer 2023 im Zuge der 750 Jahr-Feier der Stadt Dinslaken gezeigt. Die Texte verfassten Gisela Marzin und Michael Süselbeck.

Die Ausstellung bezieht sich auf die gleichnamige Publikation von 2023, sie wurde konzeptionell neugestaltet und um einige Bilder erweitert. Für die Präsentation sorgten die Vorstandsmitglieder des Vereins für Heimatpflege Land Dinslaken e.V. gemeinsam mit Horst Miltenberger. Diese Ausstellung wurde im Jahr 2024 gefördert mit Mitteln aus dem Programm „Heimatscheck des Landes NRW“.

Die Ausstellung umfasst rund 40 Bilder. Sie konzentriert sich damit auf ausgewählte Ansichten aus der Alt- und Neustadt und der Umgebung um das heutige Rathaus. Die Aufnahmen geben einen guten Einblick in das Leben der Bürgerinnen und Bürger in der Zeit von 1900 bis in die 1930er Jahre. Die kolorierten Aufnahmen mit erläuternden Texten sind bis Ende Juni 2026 im Rathaus zu sehen. Die Fotoausstellung kann von montags bis freitags während der Öffnungszeiten kostenlos besucht werden.  

Moers: Kaninchenbauten sorgen für Unmut - Enni lässt Friedhöfe von Falknern bejagen Bussarddame Lexie zieht ihre Kreise über den Grabreihen, während Münsterländer-Hündin Finja aufmerksam das Gelände rund um die Kapelle absucht. Was ungewöhnlich klingt, ist eine bewährte Methode im Umgang mit einer ernsten Situation: Auf dem Friedhof an der Klever Straße hat sich eine regelrechte Kaninchenplage entwickelt.

„Die Tiere fressen frisch bepflanzte Gräber leer und unterhöhlen die Abdeckplatten mit ihren Bauten. Diese Verwüstungen sind für die Angehörigen oft sehr schlimm“, erklärt Tim Ketelaers, Teamleiter Friedhöfe und Bestattungen bei der ENNI Stadt & Service (Enni).  

Die Enni betreibt die zehn Moerser Friedhöfe im Auftrag der Stadt Moers. Diese zählen zu den sogenannten befriedeten Bezirken, in denen die Jagd nach dem Bundesjagdgesetz grundsätzlich nicht erlaubt ist. Um die Schäden dennoch einzudämmen, hat der Kreis Wesel der Enni eine Sondergenehmigung erteilt. Insgesamt 14 ehrenamtlich tätige Jäger und Falkner hat das Unternehmen beauftragt, die die Kaninchen in den besucherarmen Abendstunden schießen dürfen.

Besonders betroffen sind die Friedhöfe an der Klever Straße und in Utfort. „Die Jagd mit Greifvögeln ist eine gute Ergänzung, weil sie leise, gezielt und waidgerecht ist“, so Ketelaers. Auch bei den Besucherinnen und Besuchern komme diese Methode gut an.   Falknerin Gabi Bonten-Mattes und ihr Mann Benno sind zwei- bis dreimal pro Woche mit ihren Tieren im Einsatz – immer dann, wenn Wüstenbussard Lexie „in Kondition“ ist.

„Sie darf weder zu hungrig noch zu schwer sein“, erklärt die 59‑Jährige. Zweimal täglich werden die Greifvögel gewogen. Optimal ist für Lexie ein Körpergewicht zwischen 960 und 980 Gramm. Männchen Huutsch ist rund ein Drittel kleiner und entsprechend leichter.  

Bei der Jagd arbeiten die Tiere eng zusammen. Während die Hündin Kaninchen in den Büschen aufspürt, behält der Bussard das Gelände aus der Luft im Blick. Bei Bedarf helfen drei Frettchen, die Nager aus ihren Bauten zu treiben. Dennoch ist Geduld gefragt – nicht jeder Einsatz ist erfolgreich. An diesem Tag dauert es rund eineinhalb Stunden, bis der Münsterländer am Rand des Friedhofs etwas wittert. Dann geht alles blitzschnell: Im Sturzflug sichert sich der Wüstenbussard seine Beute.  

Für Lexie ist es einer der letzten Erfolge der Saison. Ende Februar beginnt die Schonzeit, ab März dürfen nur noch Jungtiere bejagt werden. Die Greifvögel bleiben dann zur Mauser in ihren Volieren, werden gepflegt, gut genährt und regenerieren körperlich bis zur nächsten Beizjagd im Herbst.

„Wir ziehen Ende März Bilanz, anschließend entscheidet der Kreis Wesel, ob die Sondergenehmigung verlängert wird“, erklärt Ketelaers. Unabhängig davon will die Enni weiter versuchen, die Kaninchen zu vergrämen – unter anderem mit Duftstoffen, die die Tiere meiden.  

Dinslaken: Kriminalkomödie „Fisch zu viert“ am 3. März in der KTH
Mit „Fisch zu viert“ verabschiedet sich die Stadt Dinslaken in der Reihe Schauspiel aus der Spielzeit 2025/2026. Am Dienstag, 3. März 2026 ist die Krimikomödie um 20 Uhr in der Kathrin-Türks-Halle zu sehen.

Inszeniert wird die Kriminalkomödie aus der Feder von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer vom Tourneetheater Theaterschmiede In der charmanten Sommeridylle verbringen die Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine gemeinsam mit ihrem treuen Diener Rudolf die warmen Monate auf dem Land. Fast 30 Jahre lang hat Rudolf den Schwestern gedient und mit jeder von ihnen zärtliche Stunden verbracht – freilich ohne das Wissen der jeweils anderen.

Jede Schwester hat ihm versprochen, ihn in ihrem Testament zu bedenken. Doch als Rudolf nun vorzeitig um Auszahlung bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen, was Rudolf zu drastischen Maßnahmen veranlasst...

„Fisch zu viert“ ist eine der erfolgreichsten Kriminalkomödien und begeistert auch 40 Jahre nach ihrer Entstehung mit spritzigem Tempo, scharfem Sprachwitz und unvergesslicher Komik! Eintrittskarten sind ab 20 Euro in der Stadtinformation, bei Sportkultour in Hiesfeld oder online unter stadt-dinslaken.reservix.de erhältlich. 

Saunatreffs im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn  
Im Saunagarten des Freizeitbades Neukirchen-Vluyn kehrt langsam der Frühling ein. Die ersten Blütenknospen öffnen sich, während in der Sauna frische Düfte die Glückshormone wecken. Passend dazu lädt die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) auch im März zu zwei Sauna-Treffs ein. Diese finden wie immer samstags von 18 bis 24 Uhr statt.

Am 7. März lautet das Motto „Es liegt was in der Luft“ und am 21. März erfolgt pünktlich das „Frühlingserwachen“. Dabei können sich die Besucherinnen und Besucher auf spezielle Duftkompositionen freuen – etwa Honig-Melone, Sanddorn, Lemongras, Flieder, Himbeere, Orange, Blue Eis oder Fichtennadeln. Zu jedem Aufguss gibt’s die passende Musik.  

Während der Sauna-Treffs kann das gesamte Freizeitbad ausschließlich textilfrei genutzt werden. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 18 Euro im Vorverkauf und 20 Euro vor Ort. Kinder zahlen zehn Euro. Bis freitagsabends können Interessierte die Vorverkaufskarten auch online erwerben.

Wer lediglich das Angebot des textilfreien Schwimmens nutzen möchte, zahlt als Erwachsener sieben Euro. Für Jugendliche beträgt der Eintritt dann sechs Euro, für Kinder fünf Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.freizeitbad-neukirchen-vluyn.de

Krebsberatung Niederrhein e. V. : Spende der Tilly Apotheken aus Neukirchen-Vluyn   
250 Euro zugunsten Krebsbetroffener und ihrer An- sowie Zugehörigen  
Als Apothekerin Simone Tilly und ihr Team der Tilly Apotheken aus Neukirchen-Vluyn überlegten, wie sie Gutes tun könnten, fiel die Wahl auf eine Spendenaktion zugunsten Krebsbetroffener und ihrer An- sowie Zugehörigen – und das konkret für die Krebsberatung Niederrhein e. V. mit Hauptsitz in Moers.   

Inhaberin Simone Tilly erklärt: „Wir wollen grundsätzlich versuchen, als Apotheke mit unterschiedlichen Aktionen auf verschiedene relevante Themen aufmerksam zu machen und nicht einfach nur eine Arzneimittelzentrale zu sein. Wir sind ein Kompetenzzentrum rund um Gesundheit und bedienen damit ganz unterschiedliche Bereiche. Wenn unsere Kundinnen und Kunden zum Beispiel nicht wissen, an wen sie sich wenden können, sind wir gerne behilflich und vermitteln entsprechende Kontakte oder Ansprechpartnerinnen und -partner.

So kamen wir, als eine meiner Mitarbeiterinnen nach nationalen und internationalen Aktionstagen suchte, unter anderem auf den Weltkrebstag am 04. Februar und den Internationalen Kinderkrebstag, der am 15. Februar stattfindet. Bei einer weiteren Recherche stießen wir dann auf die Krebsberatung Niederrhein e. V. Schnell war klar, dass wir gerne für diese Spenden sammeln wollten. Sie ist eine so wichtige Anlaufstelle. Sie ist Rückhalt und Entlastung für Betroffene und ihre An- sowie Zugehörigen.“  

Julie Goerlich von der Krebsberatung Niederrhein e. V. betont: „Wir sind Frau Tilly und ihrem Team sehr dankbar für ihren Einsatz. Als Beratungsstelle für von Krebs Betroffene und ihre An- sowie Zugehörigen unterstützen und begleiten wir diese in einer herausfordernden Zeit. Wir freuen uns einerseits über den finanziellen Aspekt, den eine solche Spendenaktion mit sich bringt. Andererseits können wir Betroffenen nur helfen und sie mit unseren Angeboten unterstützen, wenn die Menschen wissen, dass es uns gibt. Solche Aktionen helfen uns dabei, bekannter zu werden. Und das ist wirklich toll.“  

Simone Tilly und ihr Team wollen mit ihrer Aktion, die vom 04. Februar bis zum 15. Februar lief, sensibilisieren und aufmerksam machen. „Zum einen haben wir Spardosen an den Kassen aufgestellt. Außerdem wurden am 06. Feburar fließig Waffeln gebacken und an unsere Kundschaft verkauft. Der Erlös daraus und aus den gesammelten Spenden konnte so in die Krebsberatung Niederrhein einfließen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei unseren Kundinnen und Kunden für ihr Engagement bedanken. Am Ende der Aktion konnten so 250 Euro zusammenkommen“, freut sich die Apothekerin.

Es sei außerdem schön gewesen zu sehen, wie sich jede und jeder in ihrem Team engagiert habe und alle sehr motiviert gewesen seien.   Die Krebsberatung Niederrhein e. V. ist eine Anlaufstelle für von Krebs Betroffene und Angehörige, die auf ein breites Netzwerk aus Ärzt:innen, Kliniken, Therapeut:innen und Selbsthilfegruppen zugreifen kann und vermittelt.

In der Krebsberatung mit ihrem Sitz im Gewerbegebiet Eurotec (Eurotec-Ring 40, 47445 Moers) beraten erfahrene Psychoonkologinnen bei Fragen rund um das Thema Krebs. Oft geht es in der Beratung neben gesundheitlichen Aspekten auch um berufliche und finanzielle Themen, die Ratsuchende beschäftigen. Bei allen Fragen hilft die Krebsberatung Niederrhein e. V. – kostenlos und unabhängig. Es handelt sich bei der Beratungsstelle um eine Kooperation zwischen der Stiftung Bethanien Moers, der St. Josef Krankenhaus GmbH und dem ambulanten Pflegedienst „Die Pflege“ GmbH.  

Simone Tilly (li.) von den Tilly Apotheken in Neukirchen-Vluyn und Julie Goerlich (re.) von der Krebsberatung Niederrhein e. V. vor dem Aktionstand zur Spendenaktion rund um den Weltkrebstag und den Internationalen Kinderkrebstag.

Sicherer Notstrom mit Solaranlagen auf Balkon oder Dach
Notstromlösungen werden in Zeiten hybrider Bedrohungen wichtiger. Balkonkraftwerke und PV-Anlagen auf dem Dach können bei einem Stromausfall die Versorgung für eine gewisse Zeit sichern. Der TÜV-Verband gibt Hinweise für Anschaffung, Installation und sicheren Einsatz.

TÜV-Verband / Unsplash

Der mehrtägige Stromausfall in Berlin zum Jahresanfang hat gezeigt: In Zeiten hybrider Bedrohungen und realer Angriffe auf die Energieversorgung kann es für private und gewerbliche Stromverbraucher sinnvoll sein, sich gegen Blackouts zu wappnen. Neben Notstromaggregaten, die in der Regel mit Benzin oder Gas betrieben werden, kommen dafür auch Solaranlagen in Frage. Das ist allerdings kein Selbstläufer.

„Photovoltaik-Anlagen müssen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen, damit sie Notstrom liefern können und ein sicherer Betrieb gewährleistet ist“, sagt Dr. Hermann Dinkler, Experte für Brand- und Explosionsschutz beim TÜV-Verband.

Dabei komme es auf eine fachgerechte Installation an, um Risiken zu reduzieren. Dinkler: „Fehlerhafte Installationen können Brände oder Stromschläge verursachen und damit Menschen in Gefahr bringen.“ Der TÜV-Verband erklärt, wie eine PV-Anlage ausgerüstet sein muss, um sie für die Selbstversorgung bei einem Stromausfall sicher nutzen zu können.

Herkömmliche PV-Anlagen schalten sich bei einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen sofort ab. „Fällt das Hauptnetz aus, dürfen Solaranlagen und andere Erzeuger keinen Strom mehr einspeisen, um sicheres Arbeiten am gestörten Netz zu ermöglichen“, sagt Dinkler. Für den dann erforderlichen so genannten „Inselbetrieb“ seien übliche PV-Anlagen technisch nicht ausgerüstet.

Zentrales Element jeder Solaranlage ist der Wechselrichter, der den Gleichstrom aus den Solarmodulen in Wechselstrom für das Stromnetz umwandelt. Für die Eigenversorgung mit Solarenergie bei einem Stromausfall ist ein spezieller Hybrid-Wechselrichter erforderlich, der das Hausnetz vom öffentlichen Stromnetz trennt und das Energiemanagement im Haus übernimmt.

Für eine zumindest zeitweise autarke Stromversorgung ist zudem ein Stromspeicher notwendig. Darüber hinaus stellt eine so genannte Schwarzstart-Funktion sicher, dass das Notstromsystem auch ohne Netzspannung aktiviert werden kann. Wie lange die Stromversorgung im Fall der Fälle möglich ist, hängt unter anderem von der Größe des Stromspeichers und der Leistungsfähigkeit des Wechselrichters ab. Weitere Faktoren sind der Strombedarf der angeschlossenen Geräte und nicht zuletzt die Jahreszeit, da im Winter von der PV-Anlage weniger Energie erzeugt werden kann und gleichzeitig der Verbrauch höher ist.

Balkonkraftwerke – Strom für einige Stunden
Balkonkraftwerke bzw. Steckersolargeräte sind für viele Haushalte ein einfacher Einstieg in die Solarenergie. Wer ein Balkonkraftwerk bei einem Stromausfall nutzen möchte, braucht einen Stromspeicher, an den die Solarmodule angeschlossen werden. Dafür eignet sich eine so genannte Powerstation, die Batterie, Wechselrichter und Stromanschlüsse integrieren.

„Die Stromversorgung erfolgt dann nicht über die Haussteckdosen, sondern über separate Anschlüsse an der Powerstation“, sagt Dinkler. Die Geräte sind darauf ausgelegt, einzelne Verbraucher wie Lampen, WLAN-Router, Laptop, Smartphones oder – bei ausreichender Leistung – einen Kühlschrank betreiben zu können.

Kleinere, mobile Stromspeicher mit etwa 300 Wattstunden Speicherkapazität und 300 Watt Leistung überbrücken bei einem Stromausfall einige Stunden und kosten ab etwa 300 Euro. Größere Systeme sind deutlich teurer und können – bei sparsamer Nutzung – einen Tag oder länger überbrücken. „Bei Sonnenschein kann die PV-Anlage den Speicher tagsüber nachladen und die Autarkie verlängern“, sagt Dinkler.

Mehr Power mit PV-Anlagen auf dem Dach
Größere PV-Anlagen auf dem Hausdach funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. „Der Hybrid-Wechselrichter erkennt den Stromausfall und baut ein Inselnetz auf“, sagt Dinkler. „Viele Modelle übernehmen auch die Trennung vom öffentlichen Stromnetz. Die Alternative ist eine separate Umschaltbox.“

Bei den Batterien sind Speichergrößen von 5 bis 10 kWh üblich, die Kleingeräte und einen Kühlschrank für etwa 8 bis 24 Stunden betreiben können. Deutlich anspruchsvoller ist die Versorgung von Heizsystemen. „Gas-, Öl- oder Pelletheizungen benötigen Strom vor allem für Steuerung, Umwälzpumpen und Fördertechnik“, sagt Dinkler.

„Ein begrenzter Notbetrieb ist für ein bis zwei Tage möglich.“ Hier kommen Speicher ab einer Größe von 15 bis 20 kWh zum Einsatz. „Wärmepumpen sind stark stromabhängig und benötigen kontinuierlich hohe Leistungen“, sagt Dinkler. „Wärmepumpen im Blackout zu betreiben, erfordert große Speicher und leistungsfähige Wechselrichter. Das ist technisch machbar, aber teuer.“

Bei der Installation wird ein separater Notstromkreislauf im Verteilerkasten eingerichtet und mit gekennzeichneten Steckdosen verbunden, an denen Geräte mit hoher Priorität hängen. Dinkler: „Wer eine Fußbodenheizung hat, sollte dabei auch die elektrisch gesteuerten Ventile (Stellantriebe) an den Heizkreisverteilern berücksichtigen.“

Fachgerechte Installation und geprüfte Sicherheit notwendig
Der TÜV-Verband rät, die Notstromversorgung mit einer größeren PV-Anlage von einem Fachbetrieb planen und installieren zu lassen. „Die Nachrüstung bestehender Anlagen ist grundsätzlich möglich, aber aufwändig und nicht ganz billig, da zentrale Komponenten ersetzt oder erweitert werden müssen“, sagt Dinkler.

Notstromlösungen unterliegen gesetzlichen und normativen Vorgaben, unter anderem den VDE-Normen VDE-AR-N 4105 für den sicheren Netzanschluss, DIN VDE 0100-551 für Schutzmaßnahmen sowie DIN VDE 0100-712 für PV-spezifische Anforderungen. Darüber hinaus müssen die Anlagen vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber registriert werden. Dinkler: „Bei der Auswahl von Solarkits, PV-Anlagen und Einzelgeräten sollten Verbraucher auf Prüfzeichen von unabhängigen Prüforganisationen wie dem TÜV achten.“

TÜV-Verband Checkliste für Notstrom mit Solaranlagen:
- Bedarf klären: Welche Geräte sollen bei einem Stromausfall dringend mit Strom versorgt werden?
- Hardware-Voraussetzungen: Notwendig sind Hybrid-Wechselrichter, Stromspeicher, Umschalteinrichtung u.a.
- Dimensionierung: Leistungsfähigkeit des Wechselrichters und Größe des Speichers berechnen
- Schutz- und Umschaltkonzept: Alle Komponenten, vor allem Netztrennung und - Umschaltung auf den Notbetrieb, sorgfältig planen
- Abnahme: Ein Fachbetrieb muss das System installieren und prüfen

Erfreuliche Zahlen für 2025: 50.000 Übernachtungen mehr als 2024.
2025 war für den Tourismus am Niederrhein ein gutes Jahr. Das belegen die abschließenden Zahlen des Landesbetriebs IT.NRW. Demnach gab es zwischen Januar und Dezember mit 1.081.343 Gästeankünften ein Plus von 49.789 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (+4,8 %).

Bei den Übernachtungen ergibt sich ein Plus von 49.912 – insgesamt zählten die Statistiker im vergangenen Jahr 2.419.512 Übernachtungen in der Region (+2,1 %). Erfreulich ist in beiden Bereichen auch der starke Zuwachs bei den ausländischen Gästen. Gut die Hälfte kommt aus den Niederlanden und Belgien. „Die Gäste schätzen das ehrliche und faire Preis-Leistungsverhältnis und die hohe Qualität am Niederrhein“, sagt Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH (NT).

Ausgezahlt hat sich aus Sicht des NT-Teams vor allem die Fokussierung auf die starken Kernthemen: Radfahren und Wandern. Ein dichtes, gut ausgeschildertes Radwegenetz ermöglicht individuelle Tourenplanung. Beliebte Routen führen entlang des Rheins, durch herrliche Landschaften und vorbei an Herrenhäuser, Mühlen und Hofcafés. Genussradler, aber auch sportlich Ambitionierte finden gleichermaßen passende Strecken.

Beim Thema Wandern zählt unter anderem der Naturpark Schwalm-Nette zu den Highlights. Er bietet Heideflächen, Seen und Wälder. Premiumwege und Themenrouten lassen keine Wünsche offen.  Daneben punktet der Niederrhein zunehmend als Ziel für Camping-Fans und Reisemobilisten.

„Eine sehr gute Infrastruktur mit hoch attraktiven Stellplätzen – viele davon am Wasser – machen den Wochenendausflug oder die längere Reise zu einem komfortablen Erlebnis“, so Baumgärtner. „Natur und charmante Ortschaften liegen direkt vor der Tür.“  Ob Kletterwald, Schloss, Archäologischer Park oder schmucke Altstadt, ob Luxus-Spa, Nervenkitzel oder Sport-Erlebnis – der Niederrhein bietet eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten für die gesamte Familie.

„Mit der starken Regionalmarke ,Niederrhein. So gut. So weit.’ und unserer Digitalisierungsstrategie können wir unsere Region hervorragend auf dem Markt positionieren“, sagt Baumgärtner. „Auch hier zeigen die aktuellen Zahlen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Bei den Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr ein Plus von mehr als 2 Prozent. Foto: gymi media


Anteil ausländischer Ärztinnen und Ärzte deutlich gestiegen
• Rund jede achte Ärztin und jeder achte Arzt hatte 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit
• 42 % aller zugewanderten Ärztinnen und Ärzte sind weniger als zehn Jahre in Deutschland
• Der Beruf der Ärztin und des Arztes war 2024 der am zweithäufigsten anerkannte ausländische Berufsabschluss

In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärztinnen und Ärzte. In der Human- und Zahnmedizin ist ihr Anteil in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten 13 % oder 64 000 Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Zehn Jahre zuvor waren es noch 7 % oder 30 000. Zum Vergleich: Bei den Erwerbstätigen insgesamt lag der Anteil jener mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2024 bei 15 % (2014: 9 %). Von den ausländischen Ärztinnen und Ärzten im Jahr 2024 war knapp die Hälfte (49 %) jünger als 35 Jahre, unter den deutschen Ärztinnen und Ärzten waren es 18 %.

121 000 Ärztinnen und Ärzte nach Deutschland zugewandert
Dass vor allem in den vergangenen zehn Jahren viele Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind, zeigt sich auch mit Blick auf die Einwanderungsgeschichte der Erwerbstätigen. In der Human- und Zahnmedizin arbeiteten 2024 insgesamt 121 000 aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte, das war knapp ein Viertel (24 %) der gesamten Ärzteschaft.

Ein Teil der zugewanderten Ärztinnen und Ärzte besitzt inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft, wie die oben angeführten Zahlen zur Staatsangehörigkeit dieser Berufsgruppe zeigen. 51 000 oder 42 % der zugewanderten Ärztinnen und Ärzte waren weniger als zehn Jahre in Deutschland. Dabei kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Zugewanderten in der Human- und Zahnmedizin ihre Ausbildung bereits vollständig im Ausland abgeschlossen hatten.

Gut 7 600 ausländische Abschlüsse in Human- und Zahnmedizin wurden 2024 voll anerkannt
Neben dem Medizinstudium und der Approbation hierzulande können auch im Ausland erworbene Abschlüsse mit voller Gleichwertigkeit anerkannt werden. Im Jahr 2024 waren Ärztinnen und Ärzte nach Pflegefachfrauen und -männern die Berufsgruppe mit den zweitmeisten Anerkennungen ausländischer Abschlüsse.

Rund 7 000 Ärztinnen und Ärzte mit ausländischem Abschluss erhielten die Anerkennung mit voller Gleichwertigkeit in Deutschland. Darunter waren 21 % oder gut 1 400 Deutsche, gefolgt von 11 % oder knapp 800 Syrerinnen und Syrern. Zahnärztinnen und Zahnärzte lagen auf Rang 7 der Berufe mit den meisten Anerkennungen ausländischer Abschlüsse.

Im Jahr 2024 wurden in der Zahnmedizin knapp 700 ausländische Abschlüsse als voll gleichwertig anerkannt. Die meisten Anerkennungen erhielten auch hier deutsche Zahnärztinnen und Zahnärzte (46 % oder rund 300), gefolgt von syrischen (12 % oder rund 100). 2 600 Deutsche studierten zuletzt Humanmedizin in Österreich, 1 900 in Ungarn Die Daten über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zeigen, dass viele Medizinstudierende aus Deutschland den Umweg über ein Studium im Ausland wählen – oft um die Zulassungsbeschränkungen des Studienfachs hierzulande zu umgehen.

Nach den aktuellsten Daten zu deutschen Medizinstudierenden im Ausland studierten im Berichtsjahr 2023 in Österreich rund 2 600 deutsche Studierende Humanmedizin, in Ungarn waren es 2024 knapp 1 900. Auch in der Zahnmedizin zog es die meisten deutschen Auslandsstudierenden nach Österreich (500) und Ungarn (300).

30 % mehr Studienanfängerinnen und -anfänger in der Humanmedizin binnen zehn Jahren
In Deutschland ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im 1. Fachsemester in der Humanmedizin in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen. Im Wintersemester 2024/2025 begannen 15 900 Studierende ein Studium der Humanmedizin. Das waren 30 % mehr als zehn Jahre zuvor (Wintersemester 2014/2015: 12 200).

In der Zahnmedizin hat sich die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in den vergangenen Jahren kaum verändert und lag im Wintersemester 2024/2025 mit knapp 2 000 Studierenden lediglich um 1 % über der im Wintersemester 2014/2015. Zum Vergleich: Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im 1. Fachsemester ist über alle Fächergruppen hinweg im selben Zeitraum um 3 % gesunken auf 651 000 im Wintersemester 2024/2025.



Knapp ein Drittel der Ärztinnen und Ärzte ist 55 Jahre und älter
Ein großer Teil der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland dürfte in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden: Im Jahr 2024 waren 31 % der Ärztinnen und Ärzte in der Human- und Zahnmedizin 55 Jahre und älter. Der Anteil dieser Altersgruppe lag damit über dem bei allen Erwerbstätigen (27 %).

Insgesamt ist die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in der Human- und Zahnmedizin binnen zehn Jahren zwar um gut ein Fünftel (21 %) auf 497 000 im Jahr 2024 gestiegen. Doch auch der Anteil der Altersgruppe 55plus hat bei den Ärztinnen und Ärzten zugenommen: Zehn Jahre zuvor hatte er in der Human- und Zahnmedizin noch bei 29 % gelegen.

Dagegen ist der Anteil der Medizinerinnen und Mediziner im mittleren Alter gesunken: 47 % waren 35 bis 54 Jahre alt, 2014 waren es noch 52 %. Der Anteil junger Berufskolleginnen und -kollegen unter 35 Jahren ist leicht gestiegen und lag zuletzt bei 22 % (2014: 19 %). Einen großen Anteil daran haben die ausländischen Ärztinnen und Ärzte: Von ihnen war im Jahr 2024 knapp die Hälfte (49 %) jünger als 35 Jahre.

Ärztinnen und Ärzte arbeiteten 2024 rund sechs Stunden pro Woche mehr als Erwerbstätige insgesamt
Die Arbeitszeiten von Ärztinnen und Ärzten in der Human- und Zahnmedizin sind in den vergangenen zehn Jahren im Vergleich zu den Erwerbstätigen insgesamt überdurchschnittlich stark gesunken. Ein Grund für diese Entwicklung ist der gestiegene Anteil der Teilzeitarbeit. Arbeiteten 2014 noch 15 % der Ärztinnen und Ärzte in Teilzeit, waren es 2024 bereits 28 %.

Bei den Erwerbstätigen insgesamt stieg der Anteil im selben Zeitraum von 28 % auf 31 %. Dennoch zählen Ärztinnen und Ärzte nach wie vor zu den Erwerbstätigen mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten. 2024 leisteten sie normalerweise im Durchschnitt 40,3 Stunden pro Woche (46,0 Stunden in Vollzeit, 25,6 Stunden in Teilzeit). Das waren rund sechs Stunden pro Woche mehr als bei Erwerbstätigen insgesamt, die durchschnittlich 34,4 Stunden pro Woche arbeiteten (40,3 Stunden in Vollzeit, 20,9 Stunden in Teilzeit).

Innerhalb der Human- und Zahnmedizin unterscheiden sich die Arbeitszeiten je nach Fachrichtung teils erheblich. In der Chirurgie arbeiteten Fachärztinnen und Fachärzte in Vollzeit im Schnitt 49,7 Stunden pro Woche und damit rund sechseinhalb Stunden mehr als Zahnärztinnen und Kieferorthopäden (43,1 Wochenstunden in Vollzeit).

NRW: Zuweisungen und Zuschüsse des Landes an staatliche Hochschulen zwischen 2019 und 2024 um knapp 21 % gestiegen
* Grundfinanzierung für Lehre und Forschung größter Posten bei Zuweisungen und Zuschüssen des Landes.
* Zuwachs von ca. 22 % bei weiteren Einnahmen der staatlichen Hochschulen (z. B. durch Drittmittel).
* Ausgabenplus von rund 23 % gegenüber 2019.

Die staatlichen Hochschulen in Trägerschaft des Landes haben im Jahr 2024 Zuweisungen und Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 6,1 Mrd. Euro erhalten. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 1,1 % mehr als im Vorjahr und 20,5 % mehr als im Jahr 2019.



Staatliche Hochschulen in Trägerschaft des Landes sind die 41 Universitäten, Fachhochschulen, Kunsthochschulen und Verwaltungshochschulen, die organisatorisch dem Land zugeordnet und überwiegend aus dem Landeshaushalt finanziert werden. Nicht enthalten sind hier aus methodischen Gründen die Universitätskliniken und die medizinischen Einrichtungen der staatlichen Hochschulen.

Grundfinanzierung für Lehre und Forschung größter Posten bei Zuweisungen und Zuschüssen des Landes
Den größten Anteil an den Zuweisungen und Zuschüssen des Landes NRW hatte die Grundfinanzierung für Lehre und Forschung. Sie lag 2024 bei 5,2 Mrd. Euro und war um 22,8 % höher als 2019. Die Grundzuweisungen des Hochschulträgers sollen die dauerhafte Finanzierung der Hochschulen sichern. Hinzu kamen weitere Zuweisungen und Zuschüsse vom Träger (z. B. die Ergänzungsfinanzierung für Lehre und Forschung). Sie lagen 2024 bei 1 Mrd. Euro und waren um 10,1 % höher als 2019.

Sie beinhalten zusätzliche, meist zweckgebundene Mittel des Hochschulträgers, die über die Grundfinanzierung hinausgehen und besondere Belastungen z. B. durch gestiegene Energiekosten, politische Schwerpunkte wie den Zukunftsvertrag Studium und Lehre (ZSL) oder die Digitalisierung der Hochschulen abfedern.



Zuwachs von rund 22, % bei den weiteren Einnahmen der staatlichen Hochschulen Neben den Zuweisungen und Zuschüssen vom Hochschulträger gibt es weitere Einnahmen der staatlichen Hochschulen in Trägerschaft des Landes NRW. Diese beliefen sich im Jahr 2024 auf etwa 2,1 Mrd. Euro, das waren 22,1 % mehr als 2019. Das Plus war damit etwas größer als bei den Zuweisungen und Zuschüssen.

Die Drittmittel für Lehre und Forschung hatten im Jahr 2024 mit 1,6 Mrd. Euro den größten Anteil an diesen Einnahmen, sie waren um 20,6 % höher als 2019. Es folgten die sonstigen Einnahmen (z. B. Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen) mit 447 Mio. Euro im Jahr 2024; hier gab es gegenüber 2019 einen Zuwachs von 27,9 %. Die Zuweisungen und Zuschüsse vom Träger sowie die weiteren Einnahmen lagen 2024 bei insgesamt 8,2 Mrd. Euro.

Ausgaben der staatlichen Hochschulen um rund 23 % gestiegen
Gleichzeitig sind zwischen 2019 und 2024 die Ausgaben der staatlichen Hochschulen um 22,8 % auf 8,4 Mrd. Euro gestiegen. Die Personalausgaben machten dabei den größten Anteil aus; sie lagen 2024 bei 5,1 Mrd. Euro und waren um 22,8 % höher als 2019. Es folgten die Sachausgaben, zu denen unter anderem Mieten, Pachten, Energiekosten sowie andere laufende Sachaufwendungen zählen, mit einer Höhe von 2,8 Mrd. Euro im Jahr 2024.

Hier gab es gegenüber 2019 ein Plus von 25,1 %. Die Investitionsausgaben machten den kleinsten Anteil aus; sie lagen 2024 bei 546 Mio. Euro und waren 12,0 % höher als 2019. Die Höhe der Investitionsausgaben war im Zeitverlauf recht unterschiedlich, was sich unter anderem durch einzelne Großprojekte und schwankende Bauinvestitionen begründen lässt.



Änderung der Öffnungszeiten des Klever Stadtarchivs
Das Gebäude des Stadtarchivs an der Triftstraße. Das Stadtarchiv Kleve informiert über die Änderung seiner regulären Öffnungszeiten. Ab sofort ist das Stadtarchiv für den Publikumsverkehr zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstags und donnerstags, 9.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr sowie nach Terminvereinbarung. Für Recherchen und Akteneinsichten wird weiterhin empfohlen, vorab einen Termin zu vereinbaren.

Die Anpassung verfolgt das Ziel, die Qualität der fachlichen Arbeit, insbesondere die Erschließung, Digitalisierung, Bestandserhaltung und die Beantwortung von Anfragen, weiterhin sicherzustellen und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Der Service für die Nutzerinnen und Nutzer bleibt weiterhin gewährleistet.

Schriftliche Anfragen können jederzeit per E-Mail eingereicht werden, sie werden weiterhin zeitnah beantwortet. Kontakt: Stadtarchiv Kleve Triftstraße 11 Tel. 02821-84700 E-Mail: stadtarchiv@kleve.de Internet: www.stadtarchiv-kleve.de

Kommunale Nachhaltigkeitstagung NRW: Kleve nimmt Vorbildfunktion ein
Kleves Technischer Beigeordneter Christian Bomblat (2. v.l.) und Pascale van Koeverden vom Fachbereich Klimaschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit referierten zur "Nachhaltigkeit in Kleve".

Foto: LAG 21

Auf Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21) hat die Stadt Kleve Mitte Januar an der 12. Kommunalen Nachhaltigkeitstagung NRW in Düsseldorf teilgenommen und durfte sich dort als Positivbeispiel („Good Practice“) zum kommunalen Nachhaltigkeitsmanagement vorstellen.

Die jährlich stattfindende Tagung ermöglicht die Stärkung von kommunalem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung durch das Aufzeigen von herausragenden kommunalen Projekten und die Förderung von themenbezogenem Austausch zwischen den Kommunen. In diesem Jahr fand sie mit einem europäischen Fokus statt.

Sie sollte zum einen neue Umsetzungsperspektiven aus anderen europäischen Kommunen liefern und zum anderen beleuchten, wie Kommunen sich in Europa gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung starkmachen können. 

Über 120 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft aus ganz NRW und Europa trafen sich hierzu in Düsseldorf. Neben spannenden Keynotes und Diskussionsrunden im europäischen Kontext wurden vier parallele Kommunalforen mit Erfolgsbeispielen aus deutschen, schwedischen und niederländischen Kommunen zu den Themen integriertes Nachhaltigkeitsmanagement, Mobilität, Kreislaufwirtschaft und Demokratieförderung & Partnerschaften in der EU durchgeführt.

Ein Erfolgsbeispiel stammte dabei aus der Schwanenstadt: Zum Schwerpunktthema „Integriertes Nachhaltigkeitsmanagement verankern“ hat die Stadt Kleve ihre kommunalen Nachhaltigkeitsaktivitäten vorgestellt. 


Die Präsentation zeigt den Weg der Stadt Kleve hin zu einem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement. Ausgangspunkt sind frühe Initiativen wie der Klimaschutzfahrplan, der Fairtrade-Town-Status und die verwaltungsinterne Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit. Ziel ist die lokale Umsetzung der Agenda 2030, die Verankerung nachhaltigen Handelns in der Verwaltung sowie die aktive Einbindung der Stadtgesellschaft.

Zentrale Bausteine sind der Aufbau einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie, ein Nachhaltigkeitsbericht sowie perspektivisch ein Nachhaltigkeitshaushalt. Begleitet wird dies durch eine dezernatsübergreifende Organisationsstruktur, vielfältige Projekte und Wettbewerbe sowie eine enge Zusammenarbeit mit externen Akteuren, insbesondere der Hochschule Rhein-Waal.

Trotz bestehender Herausforderungen konnten bereits Erfolge wie ein gestiegenes öffentliches Bewusstsein und eine stärkere Vernetzung erzielt werden. „In Kleve spielt der Weg zur Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger der jetzigen und der folgenden Generationen“, unterstreicht Bürgermeister Markus Dahmen das kommunale Engagement. Weiterführende Infos zur Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Kleve sind veröffentlicht unter: www.kleve.de/nachhaltigkeitsstrategie 

Ostermarkt Haus Riswick am 14 und 15. März 2026: Straßensperrungen und Parkmöglichkeiten
Verkehrsmaßnahmen sollen eine geordnete Anreise zum Ostermarkt gewährleisten. Symbolbild: mpix-foto - stock.adobe.com. Am 14. und 15. März 2026 findet wieder der Ostermarkt auf dem Gelände von Haus Riswick statt, zu dem über die beiden Tage verteilt ca. 6.000 Besucherinnen und Besucher erwartet werden.

Um eine geordnete An- und Abreise zu der Veranstaltung sicherzustellen, werden für den Veranstaltungszeitraum verschiedene Verkehrsmaßnahmen ergriffen. Die Riswicker Straße (K 5) wird am 14. und 15. März 2026 von der Einmündung Mühlenstraße bis zur Einmündung Koppelstraße zur Einbahnstraße in Fahrtrichtung Till-Moyland.

Das Befahren der Riswicker Straße ab Einmündung Koppelstraße in Fahrtrichtung Klever Ring (B 9) ist für den Zeitraum somit verboten. Die Einbahnstraße wird eingerichtet, um auf der Fahrbahn der Riswicker Straße zusätzliche Parkplätze für Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung bereitstellen zu können. Gäste des Ostermarktes können ihre Fahrzeuge dann rechtsseitig auf der Fahrbahn der Riswicker Straße in Fahrtrichtung Till-Moyland parken.

Außerdem kann der Parkplatz von Haus Riswick genutzt werden. Eine Umleitungsstrecke ab dem Einmündungsbereich Koppelstraße wird über die Koppelstraße, Kirchstraße und Kalkarer Straße (B 57) bis zum Klever Ring eingerichtet. Für die Anreise zur Veranstaltung wird empfohlen, den Ostermarkt aus Fahrtrichtung Till-Moyland ab dem Einmündungsbereich Sommerlandstraße (K 5) / Holzstraße, über die Holzstraße, Kalkarer Straße, Klever Ring und die Riswicker Straße anzufahren.

Moers: 3.442 Plätze: Ausschuss entscheidet über Tagesstättenbedarfsplan
Insgesamt 3.442 Plätze in den Kindertageseinrichtungen in Moers werden zum neuen Kindergartenjahr 26/27 angeboten. Davon sind 548 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 2.894 Plätze für Kinder über drei Jahren bis zur Einschulung. Den entsprechenden Tagesstättenbedarfsplan beschließt der Jugendhilfeausschuss am Donnerstag, 26. Februar.

Ein weiteres Thema ist die Förderung von Projekten im Rahmen des Demokratieprogramms ‚Moerser Signal‘. Für 2026 wurden insgesamt 12 Anträge von 9 unterschiedlichen Trägern eingereicht. Außerdem geht es um Trägerwechsel bei Kitas.  Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses

Neu_Meerbeck: Bürgerberatung der Polizei am 3. März
Zu unterschiedlichsten Themen gibt Polizeihauptkommissar Jochen Schaten am Dienstag, 3. März, Tipps, Auskünfte und Beratungen im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck. Von 15 bis 16 Uhr ist er an der Bismarckstraße 43b zu Gast.

Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner aus Meerbeck und Hochstraß sind zu der Bürgerberatung der Polizei herzlich eingeladen. Rückfragen und weitere Informationen sind telefonisch unter 0 28 41/201-530 und online unter stadtteilbuero.meerbeck@moers.de möglich.

Moers: Max Mutzke - „So viel Mehr - eine musikalische Lesung“ - ausverkauft!
Gerster Max Mutzke kündigt aufgrund der großen Nachfrage Zusatztermine seiner musikalischen Lesung „So viel mehr“ für 2026 an. Am Dienstag, 24. Februar kommt er auch in die Grafenstadt! In seiner gleichnamigen Autobiographie, die 2025 erschien, gibt er einen persönlichen Einblick in seine Kindheit und Jugend im Schwarzwald.

Foto: Gaby

Auf seiner Lesetour untermalt er seine Lebensgeschichte mit einigen seiner Songs aus inzwischen zehn Studioalben. Tickets sind sofort auf eventim.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Aufgewachsen in einem unkonventionellen, künstlerisch geprägten Haushalt hat Max Mutzke schon früh viel fürs Leben gelernt. Als »Bullerbü-Idyll« beschreibt er seine Kindheit und Jugend im Schwarzwald. Doch Max und seine fünf Geschwister blieben von Schicksalsschlägen nicht verschont.

Die Flucht nach vorne, in die Selbstbestimmung und in die Kreativität, führte ihn 2004 ins Showbusiness. Dort stellt er bis heute, zwanzig Jahre später, eine absolute Ausnahme dar: charismatisch und sich selbst zu hundert Prozent treu geblieben. In seiner Autobiografie „So viel mehr“ teilt Max Mutzke Geschichten aus seinem Leben und schreibt sehr persönlich über Erziehung und Elternschaft, Werte, ADHS und den Umgang mit sozialen Medien.

Ein zutiefst bewegendes und humorvolles Buch, das immer wieder zu der Einsicht kommt, dass wir alle wie kleine Lichter durch die Welt laufen müssen, um sie zu erhellen. Und das schaffen wir nur, indem wir authentisch bleiben – und somit wir selbst.  
Der Vorverkauf ist ab sofort geöffnet! Veranstaltungsdatum 24.02.2026 - 20:00 Uhr - 22:00 Uhr.J ugend-Kultur-Zentrum 'Bollwerk 107,' Adresse Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Moers: Sich mit der VRR-App im Nahverkehr zurechtfinden
50+ / In Kooperation mit der NIAG
Entdecken Sie die digitale Mobilität! Unser Kurs für Senioren und Seniorinnen präsentiert die VRR-App durch eine Fachfrau der NIAG. Lernen Sie, wie Sie Fahrpläne abrufen, Tickets kaufen und Echtzeitinformationen nutzen. Einfach und verständlich erklärt, um Ihre Reisen stressfrei zu gestalten. Trauen Sie sich. Die App spart Zeit und Stress. Der Workshop ist kostenlos. 

Referentin: Anja Dahmen Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vhs-moers.de. Bitte bringen Sie Ihr Smartphone/iPhone (aufgeladen, inkl. Passwörter/Pins) mit. Kurs-Nr.: H10912 Gebühr: unentgeltlich. Veranstaltungsdatum 25.02.2026 - 15:00 Uhr -16:30 Uhr. Veranstaltungsort Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Moers: Gaming - für Kinder ab 6 Jahren
Bei uns heißt es nun wieder: ran an die Controller. Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren haben die Möglichkeit, sich an PlayStation 4 oder Nintendo Switch in Party- und Mini-Spielen unter Beweis zu stellen. Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht, die Veranstaltung ist kostenlos.

Nähere Infos und Anmeldung unter Telefon: 0 28 41 / 201-751, unter jubue@moers.de oder direkt in der Bibliothek Moers. Veranstaltungsdatum 25.02.2026 - 16:30 Uhr - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Moers: Wo sind denn alle?
Vier Nachbarn und Nachbarinnen, vier Leben. Sie kaufen Obst, gestehen sich ihre Liebe und singen gemeinsam Lieder. Sie fühlen sich einander nah und dann, ganz plötzlich und von einem Moment auf den nächsten: fern. Das versuchen sie zu erklären. Und zu verstehen. Glücklicherweise kommt Olaf Meier, der fast 30 Jahre die Telefonseelsorge Duisburg / Mühlheim / Oberhausen geleitet hat, in unsere kleine Gesellschaft.

Vielleicht kann er uns dabei helfen, mit dieser verdammten Einsamkeit umzugehen Nach den Publikumserfolgen zwei herren von real madrid und fünf minuten stille schreibt Leo Meier nun zusammen mit Emil Borgeest ein neues Stück für das S.T.M. Gemeinsam mit dem Ensemble stellen sie zentrale Fragen unserer Zeit: Wie entsteht Gemeinschaft? Wie entsteht Einsamkeit? Und: Wo sind denn alle? 

Eintritt: 27,00 Euro, ermäßigt 11,00 Euro. Tickets unter 0 28 41/8 83 41 10 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 26.02.2026 - 19:30 Uhr - 21:00 Uhr. Veranstaltungsort Kastell 9, 47441 Moers.

Moers: Loriot - Die Ente bleibt draußen
 Willkommen bei unserer Hommage an Vicco von Bülow alias Loriot – den Meister des deutschen Humors! Bekannt für seine legendären Sketche, Karikaturen und Filme hat Loriot das Absurde im Alltag auf einzigartige Weise sichtbar gemacht und ein Millionenpublikum begeistert.

Seine Wortspiele und humorvollen Beobachtungen haben die deutsche Sprache geprägt, mit Zitaten wie „Die Ente bleibt draußen“, „ein Klavier, ein Klavier“ oder „Das Ei ist hart“. Seine humorvolle Art wird auch in Zukunft zum Lachen anregen. Der Eintritt ist ab 44,50 Euro erhältlich.

Tickets sind online unter www.esn-eg.de/eventim.de verfügbar. Veranstaltungsdatum 26.02.2026 - 20:00 Uhr - 23:00 Uhr. Veranstaltungsort ENNI Eventhalle, Filder Straße 142, 47447 Moers.

Poetry Slam Slam im Moerser Bollwerk. Eine wundervolle Tradition!  
Wie immer entscheidet eine Publikums-Jury, was gefällt. Für die Slam-Poeten und Poetinnen gibt es nur wenige Regeln: ein Zeitlimit von 6 Minuten, nur selbst verfasste Texte und außer dem Manuskript keinerlei Hilfsmittel. Ansonsten ist erlaubt, was gefällt, sei es nun Gedicht, Geschichte oder frei vorgetragene Improvisation.

Das Publikum entscheidet – und kürt den/die Sieger*in. Diese unwiderstehliche Mischung aus Lesung, Performance und Popkultur ist ein mitreißendes Fest rund um das gesprochene Wort. Tickets sind an der Abendkasse erhältlich.
Veranstaltungsdatum 27.02.2026 - 20:00 Uhr - 22:30 Uhr .Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Vinyltreff in Moers
Monatliches Vinylgestöber am Niederrhein für alle Liebhaber und Liebhaberinnen des kultigen Sammelobjektes "Schallplatte". Mehrere Tausend Tonträger warten darauf, neu entdeckt zu werden. Als Gratisservice wird ab sofort eine professionelle Schallplattenreinigung angeboten. 

Für Besucher und Besucherinnen ist der Eintritt frei. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei.  Ausreichend kostenfreie Parkplätze stehen zur Verfügung.  Veranstaltungsdatum 28.02.2026 - 10:00 Uhr - 15:00 Uhr. Veranstaltungsort MUSIC & MORE, Am Schürmannshütt 26, 47441 Moers-Hülsdonk.

Moers: Gärtnern fast ohne zu gießen  
Auch vor unseren Gärten macht der Klimawandel nicht halt. Wir müssen immer häufiger gießen, damit die Pflanzen überleben.  Eine ganz neue Form, die Verdunstung zu reduzieren, lernen Sie in diesem Kurs kennen: die Ollas. Das sind poröse Tongefäße, die in den Boden eingelassen werden. 

Foto: vhs

Mit ihnen setzen Sie dem täglichen Gießen ein Ende: Ihre Gartenpflanzen werden für mehrere Tage gleichmäßig mit Wasser versorgt.  Während des Kurses fertigen Sie die Ollas für den eigenen Garten selber an. 

Referentin: Maria Madani Für Material sind 9 Euro im Entgelt enthalten. Kurs-Nr.: H10403 Gebühr: 26 Euro Event details Veranstaltungsdatum 28.02.2026 - 10:45 Uhr -13:00 Uhr. Veranstaltungsort Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Moers: Listening Session mit Evi Filippou
Evi Filippou lädt zur Listening Session in die Residenz ein: Zusammen wird Musik gehört, die geprägt, inspiriert oder herausgefordert hat.

Dazu gibt es Kaffee & Kuchen! Der Eintritt ist frei! Veranstaltungsdatum 28.02.2026 - 16:00 Uhr, Veranstaltungsort Neustraße 20, 47441 Moers.

Moers: Neue Spiele ausprobieren
Brandaktuelle Spiele ausprobieren – das können die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops ‚Spiele – Messeneuheiten‘ der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Montag, 2. März. Gerade ist die weltweit führende Spielwarenmesse in Nürnberg zu Ende gegangen.

 Bei diesem Workshop können einige der dort neuveröffentlichten Spiele ab 17.30 Uhr in den Räumen der vhs, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, getestet werden, bevor man sie vielleicht erwerben möchte. Die Veranstaltung, die einen gemütlichen Abend mit Knabbereien und Getränken verspricht, ist auch für Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher gut geeignet. 

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 sowie online unter www.vhs-moers.de möglich.

Von Bach bis Piazzolla: Meistergitarrist Joaquín Clerch zu Gast in Moers
Ein besonderer Gitarrenabend erwartet Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber am Freitag, 27. Februar, um 19 Uhr im Kammermusiksaal des Martinstifts (Filder Straße 126). Im Rahmen eines Meisterkurses an der Moerser Musikschule eröffnet der international konzertierende Gitarrist Prof. Joaquín Clerch das Wochenende mit einem Konzert.

Der Eintritt ist frei. Das Programm spannt einen weiten Bogen: von eigenen Kompositionen über spanische Musik von Isaac Albéniz, Tangos von Astor Piazzolla bis hin zu Werken von Johann Sebastian Bach. Das Publikum darf sich auf einen vielseitigen und virtuosen Konzertabend freuen. Der Meisterkurs selbst ist ebenfalls öffentlich.

Der Unterricht findet am Samstag, 28. Februar, von 10 bis 13.45 Uhr sowie von 15 bis 18.30 Uhr und am Sonntag, 1. März, von 10 bis 13.45 Uhr statt. Das Abschlusskonzert der Teilnehmenden beginnt am Sonntag um 16 Uhr. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Moerser Musikschule können den Kurs kostenfrei als Zuhörerinnen und Zuhörer besuchen.

Gäste haben die Möglichkeit, Tageskarten für 20 Euro im Sekretariat der Musikschule während der üblichen Geschäftszeiten zu erwerben (Telefon 0 28 41 / 13 33). Die Karten berechtigen zur passiven Teilnahme am Unterricht sowie zum Besuch des Abschlusskonzerts.

Mopeds, E-Scooter und S-Pedelecs brauchen neues Versicherungskennzeichen
Versicherungsjahr für Kleinkrafträder, S-Pedelecs und E-Scooter beginnt am 1. März
Versicherungsschutz nur mit gültigem schwarzem Kennzeichen

Erst versichern, dann losfahren. Foto: HUK-COBURG

Tipps für den Alltag
Mopeds, E-Scooter und S-Pedelecs brauchen neues Versicherungskennzeichen
Versicherungsjahr für Kleinkrafträder, S-Pedelecs und E-Scooter beginnt am 1. März
Versicherungsschutz nur mit gültigem schwarzem Kennzeichen

Ab 1. März müssen alle Kleinkrafträder statt einem grünen ein schwarzes Versicherungskennzeichen tragen. Zu den Fahrzeugen, die ein Versicherungskennzeichen benötigen, gehören zum Beispiel Mofas, Mopeds oder Roller, Leichtmofas, Segways oder leichte Quads. Letztgenannte dürfen nicht mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 Kilometer pro Stunde fahren.

Ein gültiges Kennzeichen ist wichtig. Wer ohne losfährt, hat keinen Versicherungsschutz und macht sich strafbar. Wird das Kleinkraftrad erst später im Jahr aus der Garage geholt, kann das Versicherungskennzeichen auch erst später gekauft werden. Die Prämienhöhe richtet sich dann nach dem tatsächlichen Nutzungszeitraum. Wer zum Beispiel ab Mai fährt, zahlt nicht für zwölf, sondern für zehn Monate, also bis zum Ende des laufenden Verkehrsjahrs. Kaufen lassen sich die Kennzeichen direkt bei der Versicherung: sowohl online oder vor Ort.

Die kleinen Verwandten der Motorräder sind nicht nur oft in Unfälle verwickelt, sie werden auch häufig gestohlen. Beides zeigt: Umfassender Versicherungsschutz ist nötig. Dies gilt besonders für Unfälle mit Personenschäden. Wird beispielsweise ein gut verdienender, junger Familienvater bei einem Verkehrsunfall durch die Schuld eines Rollerfahrenden schwer verletzt und behält bleibende Schäden, sind Entschädigungen in Millionenhöhe durchaus realistisch.

Deshalb empfiehlt die HUK-COBURG grundsätzlich eine Kfz-Haftpflichtversicherung mit 100 Millionen € Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung allein bietet sie im Bereich der Kleinkrafträder ab 42 € und inklusive einer Teilkasko-Versicherung mit 150 € Selbstbeteiligung ab 74 € an.

Versicherungskennzeichen für E-Fahrzeuge
Mittlerweile sind E-Scooter auf unseren Straßen ein vertrauter Anblick. Auch sie brauchen jedes Jahr eine neue Versicherungsplakette. Die Kfz-Haftpflichtversicherung allein ist ab 27 € und inklusive einer Teilkaskoversicherung mit 150 € Selbstbeteiligung ab 54 € zu haben.

S-Pedelecs müssen ebenfalls ein Versicherungskennzeichen tragen: Bei diesen schnellen Pedelecs wird die Motorunterstützung erst bei 45 Stundenkilometern abgeschaltet. In diesem Segment bietet die HUK-COBURG eine Kfz-Haftpflichtversicherung allein ab 32 € und inklusive einer Teilkasko-Versicherung mit 150 € Selbstbeteiligung ab 75 € an.

ADAC Stauprognose: 27. Februar bis 1. März
Wenig Reiseverkehr / Wintersportler sorgen regional für Behinderungen
Am kommenden Wochenende bleibt die Verkehrslage auf den deutschen Autobahnen insgesamt entspannt. Dennoch kann es regional zu Verzögerungen kommen, vor allem durch den Ausflugsverkehr in die Wintersportgebiete der Alpen und Mittelgebirge.

Für etwas mehr Verkehr sorgt der Ferienbeginn in Hamburg, während in Teilen der Niederlande, Frankreichs und Tschechiens gleichzeitig die Ferien enden. Insgesamt bleibt das Reiseaufkommen jedoch moderat. Die größten Staurisiken bestehen am Freitagnachmittag und Samstagvormittag auf den Zufahrtsstraßen in die Wintersportregionen.

Engpässe sind vor allem auf folgenden Fernreiserouten möglich:
• A1 Köln – Dortmund, Osnabrück – Bremen
• A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover
• A3 Oberhausen – Köln
• A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe
• A5 Karlsruhe – Basel
• A7 Ulm – Füssen/Reutte
• A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
• A9 Nürnberg – München
• A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
• A57 Krefeld – Köln
• A93 Rosenheim – Kiefersfelden
• A95 München – Garmisch-Partenkirchen
• A96 München – Lindau
• A99 Autobahnring München

Auch im benachbarten Ausland bleibt die Verkehrslage auf wichtigen Reiserouten angespannt. In Österreich führen vor allem Baustellen auf der Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn zu Verzögerungen. In der Schweiz muss insbesondere auf den Autobahnen A1, A2 und A3 sowie auf der Gotthardroute mit stockendem Verkehr gerechnet werden.
In Italien kommt es auf der Brennerroute sowie auf wichtigen Zufahrtsstraßen in den Südtiroler Tälern immer wieder zu Behinderungen.
Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund von Grenzkontrollen weiterhin zu Wartezeiten kommen.

Für Montag, den 2. März, ist an der Grenze zu Tirol eine Blockabfertigung geplant, wodurch es zu längeren Verzögerungen kommen kann. Abfahrtssperren bei Stau bestehen in Tirol weiterhin an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sowie zusätzlich freitags zwischen 7 und 19 Uhr im Raum Innsbruck.

Auch in Deutschland werden bei starkem Verkehr Ausweichverkehre eingeschränkt, unter anderem auf der A7 im Landkreis Ostallgäu, der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, der A93 Inntalautobahn sowie den Bundesstraßen B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.



NRW: Zuwanderung aus der Ukraine nimmt 2025 deutlich ab
* Rund 26.600 Zuzüge aus der Ukraine von Januar bis November 2025.
* Wanderungssaldo 2025 auf niedrigstem Niveau seit 2022.
* Erstmals seit Kriegsbeginn mehr männliche als weibliche Zugezogene.

Von Januar bis November 2025 kamen rund 26.600 Menschen aus der Ukraine nach NRW. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des sich am 24. Februar jährenden Beginns des Ukrainekriegs mitteilt, sind die Zahlen der Zu- und Fortzüge von Januar bis November 2025 auf das niedrigste Niveau seit Beginn des Krieges in 2022 gesunken.

Grundlage sind vorläufige Ergebnisse aus der Wanderungsstatistik. Wanderungssaldo auf niedrigstem Niveau seit 2022 Mit knapp 26.600 Zuzügen und etwa 16.600 Fortzügen in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 ergibt sich zwar weiterhin ein positiver Wanderungssaldo, d. h. es kamen ca. 10.000 Menschen mehr aus der Ukraine nach NRW als umgekehrt. Der Wanderungssaldo fällt jedoch im Vergleich zu den Vorjahren seit 2022 am niedrigsten aus.



Im Jahr 2022 standen den knapp 226.600 Zuzügen annähernd 24.500 Fortzüge gegenüber, wodurch ein Wanderungsüberschuss von etwa 202.100 entstand. Verglichen mit diesem Höchststand waren die Werte der Zuzüge und Fortzüge bis November 2025 deutlich niedriger, auch der Wanderungssaldo ging stark zurück.

Der deutliche Rückgang des Wanderungssaldos ist in erster Linie auf die stark gesunkenen Zuzugszahlen zurückzuführen, während die Fortzüge weniger stark abnahmen. Insgesamt weist die Entwicklung auf eine Abschwächung der Nettozuwanderung aus der Ukraine hin. Erstmals seit 2022 mehr männliche als weibliche Zugezogene Erstmals seit Beginn des Krieges sind in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 mehr Männer als Frauen aus der Ukraine nach NRW zugewandert.

Während im Jahr 2022 der Männeranteil noch bei 37,7 % lag, erhöhte er sich in den Folgejahren kontinuierlich und lag 2025 bei 52,0 %. Bei den weiblichen Zugezogenen verhielt es sich folglich genau umgekehrt – hier sank der Anteil von Jahr zu Jahr von 62,3 % in 2022 auf 48,0 % in 2025.



Bei den Fortzügen aus NRW in die Ukraine dominieren seit 2022 weibliche Personen, allerdings ist ihr Anteil rückläufig: Während im Jahr 2022 noch 67,4 % der Fortgezogenen weiblich waren, lag ihr Anteil von Januar bis November 2025 bei 56,7 %.

Kleve: Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen 2026/2027
Die weiterführenden Schulen im Klever Stadtgebiet nehmen in der Zeit vom 27.02.2026 bis 06.03.2026 die Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern der vierten Grundschulklassen entgegen, die ab Beginn des Schuljahres 2026/2027 eine weiterführende Schule besuchen werden.

Ende Februar beginnt die Anmeldephase an den weiterführenden Schulen in Kleve.

Anmeldungen sind nur nach vorherigen Terminvereinbarungen möglich. Nähere Informationen darüber sind auf den Homepages der Schulen hinterlegt, die im Folgenden verlinkt sind.

Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, zur Anmeldung die Geburtsurkunde des Kindes oder das Familienstammbuch, das Halbjahreszeugnis 2025/2026 mit der Grundschulempfehlung und den von der Grundschule ausgehändigten Anmeldeschein vorzulegen.

Der Schulträger ist laut Rechtsverordnung des Landes NRW verpflichtet, für einen Ausgleich der Schulen seines Bereichs untereinander zu sorgen. Daher ist grundsätzlich mit der Anmeldung keine Aufnahmepflicht verbunden. Nach Abschluss der Anmeldephase wird im Einvernehmen mit dem Schulträger endgültig über den Anmeldewunsch entschieden.

Anmeldetermine der einzelnen Schulen:
Gesamtschule am Forstgarten
Eichenallee 1, 47533 Kleve
Tel. 02821/713960
gaf.kleve.de

Freitag, 27.02.2026, 14.00 - 17.00 Uhr
Samstag, 28.02.2026, 10.00 - 14.00 Uhr
Montag, 02.03.2026, 14.00 - 17.00 Uhr
Dienstag, 03.03.2026, 14.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch, 04.03.2026, 14.00 – 17.00 Uhr

Joseph Beuys Gesamtschule
Ackerstraße 80, 47533 Kleve
Tel. 02821/75040 oder 02821/9977690
jbg.kleve.de

Samstag, 28.02.2026, 10.00 - 13.00 Uhr
Montag, 02.03.2026, 16.00 - 19.00 Uhr
Dienstag, 03.03.2026, 16.00 - 19.00 Uhr
Mittwoch, 04.03.2026, 16.00 - 19.00 Uhr

Karl Kisters Realschule
Lindenstraße 3a, 47533 Kleve
Tel. 02821/78123
www.kkrs-kleve.de

Montag, 02.03.2026, 14.00 - 18.00 Uhr
Dienstag, 03.03.2026, 14.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch, 04.03.2026, 14.00 - 18.00 Uhr

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Römerstraße 9, 47533 Kleve
Tel. 02821/72950
www.stein.kleve.de

Freitag, 27.02.2026, 14.00 - 18.00 Uhr
Montag, 02.03.2026, 14.00 - 18.00 Uhr
Dienstag, 03.03.2026, 14.00 - 18.00 Uhr

Konrad-Adenauer-Gymnasium
Köstersweg 41, 47533 Kleve
Tel. 02821/976010
www.adenauer-gymnasium.de

Montag, 02.03.2026, 08.00 - 17.00 Uhr
Dienstag, 03.03.2026, 08.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch, 04.03.2026, 08.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag, 05.03.2026, 08.00 - 17.00 Uhr
Freitag, 06.03.2026, 08.00 – 14.00 Uhr

Baumpflege: Wasserburgallee vom 23.02. bis 27.02.2026 tagsüber gesperrt
Wasserburgallee Baumpflege Platanen Massariakontrolle

Um die Verkehrssicherheit der Platanen zu gewährleisten, führt die Stadt Kleve regelmäßige Baumpflegearbeiten durch.

Aufgrund routinemäßiger Baumpflegearbeiten an den Platanen entlang der Wasserburgallee muss die Straße zwischen den Einmündungen Landwehr und Tiergartenstraße im Zeitraum von Montag, 23. Februar 2026, bis Freitag, 27. Februar 2026, tagsüber voll gesperrt werden.

Um die Auswirkungen auf den Straßenverkehr so gering wie möglich zu halten, wird die Sperrung an diesen Tagen jeweils nur während der tatsächlichen Arbeitszeit von 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr eingerichtet. Anlieger werden ihre Grundstücke weiterhin erreichen können. Für den Fuß- und Radverkehr bleibt die Wasserburgallee auch während der Arbeitszeit nutzbar.

Umleitungen werden über die Tiergartenstraße, den Klever Ring und die Landwehr ausgeschildert.

Normalerweise sind Platanen hervorragende Stadtbäume: Sie sind äußerst hitze- und schnittverträglich, stadtklimafest, spenden durch ihre ausladende Krone viel Schatten und prägen das Stadtbild. In jüngerer Vergangenheit leiden jedoch auch diese grundsätzlich genügsamen Bäume zunehmend unter dem Klimawandel. Langanhaltende Trockenperioden bei gleichzeitig hohen Temperaturen machen Platanen anfällig für den Massaria-Erreger.

Ein Pilz, der zu rascher Totholzbildung in schwachwüchsigen, aber auch in Starkästen führt. In der Folge ist die Standsicherheit der Platane gefährdet, Äste trocknen ab, fallen zu Boden und stellen eine Gefahr für den Verkehr dar. Durch regelmäßige Baumpflegearbeiten an den Platanen gewährleistet die Stadt Kleve die Verkehrssicherheit und beugt Schäden vor.

Öffentliche Laufzeit entfällt: Grafschafter Cup in der Moerser Eissporthalle
Die Moerser Eissporthalle ist erneut Austragungsort des traditionsreichen Grafschafter Cups. Am Samstag, 28. Februar, messen sich dort hunderte junge Eislauftalente aus ganz Nordrhein-Westfalen und kämpfen um die Meistertitel.

An diesem Tag steht die Enni-Eiswelt ausschließlich dem Grafschafter Schlittschuh Club (GSC) als Ausrichter der Veranstaltung zur Verfügung. Die reguläre öffentliche Laufzeit entfällt daher. Am Sonntag, 29. Februar, ist die Eissporthalle wieder wie gewohnt für die Öffentlichkeit geöffnet. Eislaufbegeisterte können dann von 10 bis 17 Uhr ihre Runden drehen.

Dinslaken: Sportausschuss tagt
Am Montag, 2. März 2026, tagt der Sportausschuss der Stadt Dinslaken. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Tagesordnungen und Unterlagen zu Ausschusssitzungen sind grundsätzlich im Ratsinformationssystem abrufbar: www.dinslaken.de/stadt-buergerservice/ratsinformationssystem

Kleve: Flower-Power Party: Die nächste Neon-Party im Radhaus steht an!
Flower Power Neon Party 2026

Die nächste Neon Party steht an!

Am Freitag, 27. Februar 2026, findet ab 18:00 Uhr wieder eine Neon-Party im Radhaus Kleve am Sommerdeich 37 statt - dieses Mal unter dem Motto „Flower Power“. Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren und wird vom Klever Jugendamt in Kooperation mit den Jugendhäusern der Stadt Kleve organisiert. Von 18:00 bis 21:00 Uhr kann bei Musik getanzt und gefeiert werden.

Wer Lust hat, kann sich außerdem an der Free-Make-Up-Station schminken lassen. Die verwendeten GLOW-Farben leuchten im Schwarzlicht und erzeugen auffällige Neon-Effekte.
Neben einigen Aktionen gibt es alkoholfreie Getränke und Snacks für kleines Geld. Der Eintritt ist wie immer frei. Eine Eintrittskarte für die Veranstaltung wird nicht benötigt.

Für die Einlasskontrolle soll allerdings ein gültiger Schülerausweis, Personalausweis oder eine Krankenversicherungskarte mit Foto und Geburtsdatum mitgebracht werden. Ohne Altersnachweis ist kein Eintritt zu der Veranstaltung möglich.
Wer keine Neon Party verpassen möchte, kann sich gerne bereits die Termine für das Jahr 2026 notieren: 29. Mai 2026, 4. September 2026 und 11. Dezember 2026

Moers: Beiräte wählen Vorsitz
Der Beirat für Menschen mit Behinderung wählt in der Sitzung am Montag, 23. Februar, den Vorsitz und die Stellvertretung. Anschließend entscheiden die Mitglieder u. a. über einen gemeinsamen Antrag mit dem Beirat für ältere Menschen zu Gehweghindernissen in Meerbeck. Ein Vorschlag der Verwaltung zur Lösung des Problems steht zur Abstimmung.  Auch in der Sitzung des Beirats für ältere Menschen steht das zwei Tage später (Mittwoch, 25. Februar) auf der Tagesordnung. Hier finden zu Beginn ebenfalls die Wahlen zum Vorsitz statt.  Ein weiteres Thema ist der Antrag „Gemeinsam für mehr Sicherheit - kriminalpräventives Handlungskonzept zur Vermeidung von Straftaten gegenüber älteren Menschen in Moers.“ Beide Sitzungen beginnen um 16 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

Moers: Musikalische Lesung mit Texten von Mascha Kaléko am 27. Februar
Zu einer musikalischen Lesung mit Texten von Mascha Kaléko laden das Grafschafter Museum und das Institut für Niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung der Universität Duisburg-Essen am Freitag, 27. Februar, ein. 

(Foto: Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen, Alexander Englert)

Die Veranstaltung ‚Die Nachtigall in meinem Garten schweigt‘ beginnt um 19.30 Uhr im Haus der Demokratiegeschichte im Alten Landratsamt, Kastell 5. Anhand von Gedichten, Tagebuchaufzeichnungen und eigenen Vertonungen führen die Schauspielerin und Sängerin und der Pianist Joachim Jezewski durch die verschiedenen Lebensabschnitte der jüdischen Dichterin. 

Die Werke Mascha Kalékos wurden 1935 von den Nazis verboten. Ihre Schriften fanden dennoch ‚unter der Hand‘ weite Verbreitung. 1938 emigrierte sie mit ihrem Mann und Sohn nach Amerika. Es folgten schwere Jahre in Armut und Isolation. Sie schrieb nur noch wenig und ‚floh‘ in ihre Tagebucheintragungen. In Deutschland geriet Kaléko auch nach dem Krieg immer mehr in Vergessenheit. In den 50er Jahren legte Rowohlt ihre Gedichte erneut auf.  


Aus Liebe zu ihrem Mann, Chemjo Vinaver, und seinem musikalischen Lebenswerk wanderte sie nach Israel aus. Nach mehreren persönlichen Schicksalsschlägen bereiste sie 1974 zum letzten Mal Europa. Mascha Kaléko starb 1975 in Zürich. Tickets sind für 12 € (erm. 8 €) an der Kasse des Grafschafter Museums erhältlich.

Piratengeschichten beim „Kopfkino“ in der Stadtbücherei Kleve
Das Gebäude der Klever Stadtbücherei. Am Samstag, 28. Februar 2026, gibt es ab 10:30 Uhr wieder „Kopfkino“ in der Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32. Dieses Mal hat der Klever Vorleseclub spannende Piratengeschichten für die Zuhörerinnen und Zuhörer vorbereitet.

An der Wasserstraße legt der gefürchtete Pirat Käpt´n Klabauter mit seinem Schiff, der „Knarzenden Klara“, an und es heißt: Ahoi, kleine Piraten! Mit Käpt‘n Klabauter ist nicht zu scherzen, schließlich trefft ihr hier den gefährlichsten Seeräuber aller Meere. Außerdem tummeln sich in diesen Gewässern noch Harry Hammerhai und viele andere Piraten. 

Überall und jederzeit ist Vorlesezeit, meinen Hans-Peter Bause und seine Getreuen vom Klever Vorleseclub. Akkordeonspieler Reinhold Neumann, Akkordeonist u.a. bei dem Shantychor „Die Hanseaten“ Grieth, sorgt für eine stimmungsvolle Untermalung der Veranstaltung.

Die Anwesenden erhalten Liederzettel ausgehändigt und werden eingeladen, in bekannte Shantys einzustimmen. Wer mag, darf auch in Piratenverkleidung zum Kopfkino erscheinen. Der Eintritt zum Kopfkino ist selbstverständlich frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Dinslaken: Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus tagt
Am Donnerstag, 26. Februar 2026, tagt der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus der Stadt Dinslaken. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Darin geht es unter anderem um die verkaufsoffenen Sonntage im Jahr 2026 und den Planungsstand des MCS-Geländes.

Tagesordnungen und Unterlagen zu Ausschusssitzungen sind grundsätzlich im Ratsinformationssystem abrufbar: www.dinslaken.de/stadt-buergerservice/ratsinformationssystem

Krankenhaus Bethanien Moers: „Bislang weltweit einzigartiges CT-gesteuertes Verfahren zum Verschließen von Endoleaks“
Schonende, schnelle Technik unter Echtzeit-Kontrolle
Patient:innen des Krankenhauses Bethanien Moers, bei denen sogenannte Endoleaks des Typs II festgestellt wurden, profitieren seit einiger Zeit „von einer neuen, bislang weltweit einzigartigen Behandlungstechnik“, so der verantwortliche Leitende Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie Dr. Harald Freis. Diese werde CT-gesteuert sowie minimal-invasiv durchgeführt und biete so nicht nur eine besonders schonende und schnelle Intervention, sondern auch eine hohe Erfolgsrate.
Der Chefarzt der Klinik für Radiologie & Nuklearmedizin Dr. Derk Veelken (li.) und der Leitende Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie Dr. Harald Freis (re.) führen die neue Methode zum Verschließen von Endoleaks des Typs II am Krankenhaus Bethanien Moers durch.

„Alleinstellungmerkmal zum Vorteil der Patientinnen und Patienten“
Endoleaks sind eine häufige Komplikation, die nach der endovaskulären Behandlung von Aortenaneurysmen, wie zum Beispiel Bauchaortenaneurysmen, entstehen können. „Hierbei fließt durch eine undichte Stelle trotz Stentprothese weiterhin Blut in den Aneurysmasack. Damit steigt das Risiko, dass das Aneurysma sich so sehr wieder mit Blut füllt, dass es im schlimmsten Fall platzen kann“, erklärt Dr. Freis.

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie & Nuklearmedizin führt er mit seinem Team die CT-gesteuerten Eingriffe durch. „Endoleaks vom Typ II gehören zu den häufigsten Formen und entstehen, wenn es zu einem Rückwärtsfluss des Blutes aus abzweigenden Gefäßen, wie zum Beispiel Nieren oder Wirbelsäule, in den Aneurysmasack kommt. Vergrößert sich der Sack im Verlauf, besteht Behandlungsbedarf.

Liegt die undichte Stelle dabei an der unteren Hohlvene, auch Vena Cava inferior genannt, kann unsere neue Behandlungstechnik zum Einsatz kommen“, so der erfahrene Gefäßchirurg. „Das Endoleak wird durch die untere Hohlvene mit einem Spezialkatheter punktiert – und ein Embolisat namens Onyx eingeführt, um die undichte Stelle zu verschließen“, beschreibt Dr. Freis das Verfahren.

„Das Besondere daran ist, dass das Ganze unter CT-Steuerung (Computertomographie) durchgeführt wird. Sie ermöglicht den Behandlerinnen und Behandlern in Echtzeit dreidimensional zu arbeiten und macht so eine sichere Steuerung der Punktionsnadel und des Katheters möglich. Winkel und Position des Katheters sind so sehr genau zu lokalisieren und gut sichtbar.
Wir haben dabei einen gut kontrollierten Zugang zum Aneurysmasack und zum Endoleak. Außerdem erfolgt der Eingriff mit einer sehr geringen Strahlenbelastung für die betroffenen Patientinnen und Patienten und das ärztliche sowie pflegerische Team“, so Dr. Derk Veelken, Chefarzt der Klinik für Radiologie & Nuklearmedizin.

Für erstere bedeutet die besonders schonende und schnelle Methode unter Vollnarkose, die durchschnittlich eineinviertel Stunden dauert, außerdem eine sehr kurze, schmerzlose Wundheilung. Das sogenannte Embolisat, das zum Verschließen genutzt wird, könne man sich dabei, wie eine Art Bauschaum vorstellen. Die Konsistenz sei zunächst flüssig und verhärte sich dann, sobald sie im Körper sei. „Sie verschließt das Endoleak wie eine Art Stopfen. Nach einer Nacht im Krankenhaus kann der Patient bzw. die Patientin wieder nach Hause“, erklären die Verantwortlichen.

Endoleaks, von denen es verschiedene Typen gibt, fallen meist bei den regelhaften Nachkontrollen auf, die nach einem Aortenaneurysma obligatorisch sind. Die Diagnose erfolgt durch Computertomografie (CT-Angiografie) oder durch einen kontrastmittelverstärkten Ultraschall. Das Behandlungsteam rund um Dr. Veelken und Dr. Freis hat noch einen Appell an die Betroffenen: „Regelmäßige Nachkontrollen nach dem Ausschalten von Aortenaneurysmen durch Stentprothesen sollten unbedingt wahrgenommen werden, damit Endoleaks frühzeitig festgestellt und, falls notwendig, behandelt werden können.“

Wenn Stahl und Beton an ihre Grenzen kommen: Autobahn GmbH testet KI-gestütztes Brückenmonitoring in NRW – Pilot für Deutschlands Zukunftsnetz
In den kommenden Jahrzehnten müssen bundesweit mehr als 8.000 Brückenteilbauwerke im Zuständigkeitsbereich der Autobahn GmbH des Bundes erneuert oder umfassend modernisiert werden. Als Antwort darauf hat das Bundesverkehrsministerium 2022 das Brückenmodernisierungsprogramm gestartet. Kernstück ist ein definiertes Brückenmodernisierungsnetz, das besonders hochbelastete Autobahnabschnitte in den Fokus rückt. Auf diesen prioritären Strecken sollen 4.500 Teilbauwerke innerhalb von zehn Jahren ertüchtigt werden – ein ambitioniertes Ziel, das nicht nur Geld und Personal, sondern auch technologische Innovation erfordert.

Genau hier setzt ein Pilotprojekt der Autobahn GmbH an – in Zusammenarbeit der Niederlassung Rheinland mit dem Brückenkompetenzzentrum der Zentrale: In einem Feldversuch werden elf ausgewählte Brücken im Ruhrgebiet und Bergischen Land mit Sensorik ausgestattet, die kontinuierlich Daten zu Schwingungsverhalten, Temperatur, Materialbewegungen und Setzungen liefert.
Eine Künstliche Intelligenz analysiert diese Messwerte, erkennt Muster und warnt vor sich anbahnenden Schäden. Damit deutet sich ein echter Paradigmenwechsel an: weg von starren Prüfintervallen und punktuellen Sanierungen – hin zu einer vorausschauenden, datenbasierten Infrastrukturpflege. Wenn dieser Ansatz trägt, könnten Deutschlands Brücken künftig nicht nur saniert, sondern verstanden werden – mit deutlich optimierter Nutzungsdauer.

Nach dem erfolgreichen ersten Testlauf an der Brücke „Uellendahler Straße“ in Wuppertal ist das neue Monitoringprogramm nun in den Regelbetrieb übergegangen. Inzwischen wurden drei weitere Bauwerke mit der Sensorik ausgestattet: die Brücken „Geitlingstraße“ (A40), „Werksbahnen“ (A3) und „An der Hoffnung“ (A52). Auch sie liefern jetzt kontinuierliche Daten, die den Zustand der Bauwerke erstmals in Echtzeit sichtbar machen.

Im Zuge von so genannten Brückennachrechnungen können vorläufige Restnutzungsdauern festgelegt werden. Eine Änderung dieser Restnutzungsdauer ist ohne nähere Kenntnisse des realen Bauwerksverhaltens nicht möglich. Genau hier setzt das KI-gestützte Monitoring an. Die Sensoren erfassen in Echtzeit, wie sich das Bauwerk tatsächlich verhält.

Das kann in beide Richtungen wirken: Die Daten können zeigen, dass eine Brücke früher als erwartet modernisiert werden muss – oder dass sie in deutlich besserem Zustand ist, als prognostiziert. Ziel ist es also nicht, Brücken vorsorglich aus dem Verkehr zu ziehen, sondern auf Grundlage belastbarer Daten zu entscheiden, wann Eingriffe notwendig sind.
Diese neue Datentiefe ermöglicht es Ingenieurinnen und Ingenieuren, gezielter zu reagieren, bevor Schäden entstehen. Das kann bedeuten, dass eine Brücke zeitweise abgelastet wird – also bewusst einer geringeren Belastung ausgesetzt wird, etwa durch die Sperrung einer Fahrspur oder durch Beschränkungen für Lkw.

Solche Maßnahmen dienen ausdrücklich dazu, die Nutzung der Brücke möglichst lange aufrechtzuerhalten und großflächige Sperrungen zu vermeiden. Entscheidend ist dabei, dass diese Beschränkungen konsequent eingehalten werden. Denn selbst einzelne übergewichtige Lkw können die Tragstruktur so stark belasten, dass sie vorzeitig gesperrt oder komplett erneuert werden muss – mit allen Folgen für Verkehr und Anwohnende.

Frühwarnsystem für Brücken
Beim KI-gestützten Monitoring erfassen Sensoren fortlaufend die Schwingungen und Dehnungen einer Brücke. So lässt sich erkennen, wie sich das Bauwerk unter wechselnden Belastungen und Witterungsbedingungen verhält. Der Algorithmus lernt, was für jede Brücke das „Normverhalten“ ist.
Treten Abweichungen auf – etwa durch Rissbildung, Materialermüdung oder übermäßige Belastung –, gibt das System automatisch eine Warnung aus. Alle Daten werden in einem Online-Dashboard mit Ampelfarben visualisiert und in Echtzeit mit Handlungsempfehlungen an die Prüfingenieurinnen und -ingenieure der Autobahn GmbH übermittelt. So kann bei Auffälligkeiten schnell reagiert werden.

Die technische Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit Irmos Technologies, einem auf datenbasiertes Infrastrukturmonitoring spezialisierten Unternehmen. Der erste Kontakt mit Irmos Technologies erfolgte durch ein gemeinsames Programm der Autobahn GmbH und der Deutschen Bahn im Rahmen einer DB mindbox Challenge 2024.

Ergänzung zur klassischen Bauwerksprüfung
„Das KI-Monitoring ersetzt keine Bauwerksprüfung, es ergänzt sie sinnvoll“, erklärt Tobias Fischer, Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung der Außenstelle Essen. „Wir erhalten zusätzliche Echtzeitdaten, die unsere Ingenieurinnen und Ingenieure nutzen können, um die berechnete Restnutzungsdauer mit dem tatsächlichen Zustand abzugleichen. So lassen sich Sanierungsprioritäten besser festlegen – und Sperrungen im Idealfall vermeiden.“

Autobahnbrücken werden weiterhin regelmäßig überprüft:
alle sechs Jahre im Rahmen einer Hauptprüfung
drei Jahre nach einer Hauptprüfung sind die Ingenieurbauwerke einer Einfachen Prüfung zu unterziehen sowie
anlassbezogen, z. B. nach Hochwasser oder Unfällen.

Des Weiteren gibt es:
einmal jährlich eine Besichtigung
zweimal jährlich eine Beobachtung.

Das KI-System dient dabei als präventive Diagnostik zwischen den Prüfintervallen.
Elf Brücken im Test – Paradigmenwechsel in der Bauwerksunterhaltung
Insgesamt elf Brückenbauwerke im Zuständigkeitsbereich der Außenstelle Essen nehmen an dem mehrjährigen Feldversuch teil. Die Testphase ist auf fünf Jahre angelegt und soll alle klimatischen Jahreszyklen abbilden. Nach dem ersten Jahr ist eine Zwischenauswertung vorgesehen, auf deren Grundlage über eine mögliche Ausweitung entschieden wird.

Die Niederlassung Rheinland und die Zentrale der Autobahn werten die Ergebnisse aus, um herauszufinden, wie das KI-Monitoring deutschlandweit genutzt werden kann. Ziel ist es, die vorbeugende Diagnose von Bauwerken zu verbessern und so ein vorausschauendes Erhaltungsmanagement zu unterstützen.

Feldversuch KI-Monitoring: Diese Bauwerke erhalten Sensorik
Oberhausen: A3 Werksbahnen
Duisburg: A59 Gartsträuch · A59 Meiderich · A59 Grunewald (Bauwerk 1) · A59 Grunewald (Bauwerk 2)
Mülheim a.d.R.: A40 Geitlingstraße · A52 Mintarder Ruhrtalbrücke
Ratingen: A52 An der Hoffnung
Velbert: A535 Talbrücke Grund · A535 Ostumer Weg
Wuppertal: A46 Uellendahler Straße

Das Anbringen der Sensoren startete im November 2025. Bis Mitte 2026 sollen alle Brücken ausgestattet sein. Die Kosten liegen pro Bauwerk im niedrigen fünfstelligen Bereich.

Relevanz für die Region
Der Bedarf ist groß: Allein im Zuständigkeitsbereich der Außenstelle Essen müssen in den kommenden zehn Jahren knapp die Hälfte der insgesamt 650 Brückenbauwerke modernisiert werden. Das Monitoring liefert wertvolle Daten, um die Erhaltungsstrategie zu optimieren und Ressourcen gezielt einzusetzen.
Das Projekt markiert damit einen Paradigmenwechsel in der Bauwerksunterhaltung – weg von reaktiver Instandhaltung hin zu einer datenbasierten, vorausschauenden Infrastrukturpflege. Zugleich leistet es einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierungsstrategie der Autobahn GmbH und zur nachhaltigen Sicherung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland.

Hintergrund: Wie das System funktioniert
Sensoren messen fortlaufend Ausdehnung und Schwingung der Bauwerke.
Die Daten werden zu Tausenden Messpunkten verdichtet.
Ein Algorithmus erkennt Muster und lernt das typische Verhalten jeder Brücke.
Abweichungen werden automatisch identifiziert und als Warnstufen visualisiert.
Ingenieurinnen und Ingenieure bewerten die Ergebnisse und geben Handlungsempfehlungen – etwa
zusätzliche Prüfungen, Nachrechnungen oder Instandsetzungsmaßnahmen.
Alle Ergebnisse werden über eine Cloud-Plattform in Echtzeit bereitgestellt.




NRW: 2025 wurden gut 11 % mehr Freilandgemüse geerntet als im Vorjahr
* 981.200 Tonnen Gemüse im Freiland geerntet.
* Möhren und Karotten machten fast 30 % der Gesamternte aus
* Die Freilandgemüsefläche in ökologischer Bewirtschaftung hat sich innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt.

Die NRW-Gemüsebäuerinnen und -bauern konnten 981.200 Tonnen Freilandgemüse im Jahr 2025 ernten. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand endgültiger Ergebnisse der Gemüseerhebung mitteilt, war die Erntemenge damit um 11,4 % höher als im Vorjahr, was zum Teil seine Ursache in den guten Wetterbedingungen hatte.

Das Freilandgemüse wurde im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 28.600 Hektar angebaut (+1,3 %). 4.000 Hektar bzw. 13,8 % der Freilandgemüsefläche war in ökologischer Bewirtschaftung. Die Freilandgemüsefläche in ökologischer Bewirtschaftung hat sich damit innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt (2016: 2.200 Hektar).

Möhren und Karotten sind die Gemüsearten mit der größten Anbaufläche
Die Gemüsearten mit der größten Anbaufläche im Land waren Möhren, zu denen auch die Karotten gehören, mit 4.500 Hektar, gefolgt von Speisezwiebeln mit 4.100 Hektar. Zusammen belegten diese Gemüsearten knapp ein Drittel (30,1 %) der gesamten Gemüseanbaufläche im Freiland. Möhren und Karotten machten mit 293.500 Tonnen 29,9 % der Gesamternte aus. Die Erntemenge dieser Gemüsearten fiel dabei gegenüber 2024 um 11,2 % höher aus.

Die zweithöchste Erntemenge mit 206.400 Tonnen erzielten die Gemüsebäuerinnen und Gemüsebauern mit Speisezwiebeln. Hier wurden 21,2 % mehr geerntet als ein Jahr zuvor. Weißkohl wurde auf 1.000 Hektar kultiviert und lag mit einer um 24,7 % höheren Erntemenge von 73.000 Tonnen auf Platz drei.

Größte Anbauflächen in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln
Die größten Anbauflächen für Freilandgemüse befinden sich im Regierungsbezirk Düsseldorf mit 11.400 Hektar, gefolgt vom Regierungsbezirk Köln mit 7.800 Hektar. Auch bei Möhren und Karotten haben diese beiden Regierungsbezirke den größten Anteil: Fast zwei Drittel der Anbauflächen für Möhren und Karotten befanden sich in den Regierungsbezirken Köln (1.500 Hektar) und Düsseldorf (1.400 Hektar). Die größten Anbauflächen für Speisezwiebeln gab es in den Regierungsbezirken Düsseldorf (1.800 Hektar), Köln (1.000 Hektar) und Münster (900 Hektar).