Niederrhein aktuell Sonderseiten
BZ-Sitemap • Reisen Hochschule Rhein-Waal VHS Archiv
 

Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

Archiv  • Vorige Woche: KW 09
KW 10: 2.3. - 7.2.2026



Direktorenführung „More Than Ever! The Collection“ im Museum Kurhaus Kleve
Am Freitag, den 6. März 2026 um 19.30 Uhr führt Direktor Harald Kunde durch die aktuelle Sammlungspräsentation „More Than Ever! The Collection“. Die Neupräsentation der Sammlung integriert hochrangige Erwerbungen, Schenkungen und Leihgaben der vergangenen Jahre in die vorhandenen exemplarischen Bestände und initiiert ein vielstimmiges Gespräch über Zeiten, Räume und künstlerische Individualitäten.

Dabei werden die für das Haus identitätsstiftenden Konvolute der spätgotischen Skulptur, der barocken Landschaften und Porträts, die Werkblöcke von Ewald Mataré und Joseph Beuys ebenso präsent sein wie signifikante Beispiele der Klassischen Avantgarden und der Kunst der Gegenwart.

Veranstalter ist der Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. Die Teilnahme an der Führung ist frei. Willkommen sind nicht nur die Mitglieder des Vereins, sondern alle, die sich für das Museum und seine Kunst interessieren. 

Workshop „Farb- und Formspektakel“ im Museum Kurhaus Kleve
Am Samstag, den 7. März 2026, findet von 11 bis 13 Uhr ein Workshop zum Thema Farben und Formen statt. Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren. Die Künstlerin Pia Fries entwickelt ihre Arbeiten aus gegenständlichen Kontexten heraus. Dabei malt sie mit einem besonderen Gespür für Farben und Formen. Bei einem gemeinsamen Rundgang wird die Aufmerksamkeit auf ihre auffallend kompakten Farbaufträge und die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen gerichtet.

Das macht Lust auf Farbexperimente! Mit verschiedenen Malwerkzeugen wird gespachtelt, lasiert, gedruckt und gekratzt - so wird Farbe zum unmittelbaren Erlebnis! Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren. Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt 14 Euro (inkl. Material). Anmeldungen sind zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr) am Empfang des Museum Kurhaus Kleve (Tel. +49-(0)2821 / 750 10) möglich oder via E-Mail empfang@mkk.art.

Dinslaken: Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 – Stadt freut sich auf Aktionsideen
Demnächst starten die Planungen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026. Unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ finden die Aktionswochen vom 16. bis 29. März 2026 statt. Die Stadtverwaltung lädt alle Vereine, Bildungseinrichtungen, Religionsgemeinschaften, Initiativen, Jugendgruppen und Einzelpersonen dazu ein, sich aktiv an den Internationalen Wochen gegen Rassismus zu beteiligen.

Beiträge können zum Beispiel in Form von Workshops, Ausstellungen, Vorträgen, Filmabenden, Theaterstücken oder Mitmachaktionen erfolgen. Ziel ist es, Räume für Dialog, Zuhören und gemeinsames Lernen zu schaffen, um allen Formen von Diskriminierung und Rassismus entschieden entgegenzutreten.
Um die Ideen zu sammeln, mögliche Kooperationen zu besprechen und Überschneidungen zu vermeiden, lädt die Stadtverwaltung herzlich zu einem gemeinsamen Planungstreffen ein: Dieses findet am Mittwoch, 14. Januar 2026, um 15:00 Uhr im Saal Agen des Rathauses statt.

„Das Team Dinslaken steht für Vielfalt, Solidarität und Demokratie. Wir haben viele Menschen in unserer Stadt, die sich aktiv für einen Alltag ohne Diskriminierung und ohne Rassismus einsetzen. Das finde ich sehr wichtig und bin dafür sehr dankbar. Schon jetzt freue ich mich auf viele Aktionsideen“, sagt Bürgermeister Simon Panke.
Aktionen, die im offiziellen Programm berücksichtigt werden sollen, werden über einen speziellen Anmeldebogen gesammelt.

2.814 Verkehrstote: Höchste Zeit zum Handeln!

Symbolbild, © Christoph Rieger, DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V.

2.814 Verkehrstote: Höchste Zeit zum Handeln! Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat heute bekanntgegeben, dass im Jahr 2025 in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 2.814 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind. Zum Vergleich: 2024 starben 2.770 Menschen, 2023 waren es 2.839 und 2022 2.788 Todesopfer. „Die Zahlen sind gestiegen – das bereitet uns große Sorge“, sagt Manfred Wirsch, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR).

„Jeden Tag stirbt alle drei Stunden ein Mensch auf unseren Straßen. Besonders gefährlich sind Landstraßen, auf denen die meisten tödlichen Unfälle passieren. Wir setzen auf das Bundesministerium für Verkehr, das jetzt als zentraler Akteur vorangehen und gemeinsam mit den Landesregierungen Maßnahmen umsetzen muss – auch wenn sie politisch unbequem sind. Tempolimits auf Landstraßen sind eine wirksame Maßnahme, um Menschenleben zu retten.“

Tempolimits absenken, um Leben zu retten
Um die Zahl der Verkehrstoten spürbar zu senken, fordert der DVR, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen mit einer Fahrbahnbreite bis sechs Metern von 100 auf 80 km/h abzusenken. An Kreuzungen und Einmündungen spricht sich der DVR für Tempo 70 aus. „Tempolimits sind ein Ausdruck von Verantwortung für Menschenleben“, betont Manfred Wirsch.

„Das Grundgesetz garantiert jedem das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Dieses Recht darf im Straßenverkehr nicht relativiert werden – und politische Entscheidungen müssen diesem verfassungsrechtlichen Anspruch gerecht werden.“

Ablenkung am Steuer konsequent überwachen
Im Kontext der steigenden Verkehrstotenzahlen empfiehlt der DVR den Bundesländern, den Einsatz von „Handy-Blitzern“ zu verstärken, um Verstöße gegen das „Handyverbot“ am Steuer flächendeckend zu dokumentieren. Nach dem erfolgreichen Pilotbetrieb in Rheinland-Pfalz seit 2025 sollte eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage geschaffen werden, um zukünftig einen Flickenteppich an Einzelregelungen zu vermeiden.

„Verkehrssicherheit ist kein Luxus, sondern Pflicht“, sagt Manfred Wirsch. „Wenn Menschen immer häufiger wegsehen, müssen automatisierte Systeme umso genauer hinschauen. Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hat sich unserer Forderung im Januar bereits angeschlossen – nun sollten Bund und Länder folgen.“

Unfallhäufungsstellen entschärfen
Verkehrssicherheitsarbeit ist Teamwork: Bund, Länder und Kommunen müssen gemeinsam handeln. Der DVR ruft die Verantwortlichen auf, die zur Verfügung stehenden Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität, dem Verkehrsetat des Bundes, dem Straßenfinanzierungspaket sowie den Landes- und Kommunalprogrammen gezielt einzusetzen, um Unfallhäufungsstellen zu entschärfen.

Auf Landesebene sollten Mittel für die bauliche Umgestaltung gefährlicher Kreuzungen und Abschnitte sofort abrufbar sein, etwa als ständige Budgets bei den zuständigen Landesbetrieben. Nach einer datenbasierten Analyse von Unfallhäufungsstellen können Unfallkommissionen gezielt Maßnahmen festlegen und diese zur Umsetzung freigeben.

Dazu zählen unter anderem die Entschärfung und gegebenenfalls Verbreiterung von Kurven, die Verbesserung von Sichtachsen und Beleuchtung sowie die Ergänzung von Abbiegespuren, Bordsteinen, passiven Schutzeinrichtungen und Querungsinseln. Ebenso können Fahrbahnmarkierungen und Ampelschaltungen verbessert, Barrierefreiheit hergestellt und intelligente Verkehrsbeeinflussungssysteme – etwa durch LED-Warnanzeigen – eingesetzt werden.

„Daten zeigen uns die Gefahren, Fachleute entwickeln wirksame Maßnahmen und der Haushalt gibt uns die Mittel. Nun brauchen wir politische Entschlossenheit, damit Menschen nicht weiter an teilweise seit Jahren bekannten Unfallhäufungsstellen sterben. Die Zeit des Redens ist vorbei, jetzt müssen mehr Taten zur Rettung von Menschenleben folgen”, so Manfred Wirsch.

Verkehrssicherheitsarbeit auf neues Level heben
Das 2020 beschlossene Verkehrssicherheitsprogramm 2021-2030 der Bundesregierung betont, man dürfe sich auf den bislang erreichten Erfolgen „nicht ausruhen“ und müsse negative Trends „stoppen“. Der Bund verstehe sich dabei als „zentraler Akteur, Initiator und Koordinator“ und wolle die Verkehrssicherheitsarbeit auf ein „in Umfang und Qualität neues Level“ heben.

„2.814 Verkehrstote sind 2.814 Gründe, jetzt entschlossen zu handeln“, sagt Manfred Wirsch. „Der DVR steht dem Bundesverkehrsministerium beratend und partnerschaftlich zur Seite, um die Umsetzung wirksamer Maßnahmen zu begleiten.“

Das Statistische Bundesamt meldet für 2025 mehr Verkehrstote.
Deutschland bei der Verkehrssicherheit nicht auf Zielkurs. Der TÜV-Verband fordert Vision-Zero-Umsetzung für mehr Sicherheit und Lebensqualität.

Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2025 ©TÜV-Verband

Berlin, 25. Februar 2026 – Heute hat das Statistische Bundesamt die Statistik zu Straßenverkehrsunfällen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Fani Zaneta, Fachreferentin für Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband kommentiert die Unfallzahlen:

„Die Unfallzahlen für das Jahr 2025 zeigen: Deutschland tritt bei der Verkehrssicherheit auf der Stelle und macht aktuell sogar Rückschritte. Nach vielen Jahren mit langsam sinkenden Opferzahlen ist die Zahl der Verkehrstoten und Verletzen nun wieder gestiegen. 2.814 Verkehrstote sind ein Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber 2024. Im Fünfjahresvergleich wird der Rückschritt noch deutlicher: Im Vergleich zu 2021 gibt es 10 Prozent mehr Verkehrstote (2021: 2.562). Damit sind wir nicht auf Zielkurs. Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm 2021 – 2030 hat sich Deutschland vorgenommen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent zu senken. Das entspräche, gemessen an 2021, rund 1.540 Getöteten pro Jahr.“

Vision Zero ist keine Utopie
„Die Vision Zero, also eine Mobilität mit null Verkehrstoten, ist keine Utopie, sondern eine Frage konsequenter Umsetzung. Die Unfallstatistik 2025 zeigt: Die bisherigen politischen Maßnahmen reichen in Wirkung und Umsetzung nicht aus. Wir müssen an den Stellschrauben drehen, die nachweislich Leben retten.

Dazu gehören eine fehlerverzeihende Infrastruktur insbesondere an Unfallschwerpunkten, konsequente Regelüberwachung und Tempo-Management, sowie die schnelle Verbreitung wirksamer Fahrzeugsicherheitsfunktionen. Und wir müssen Menschen befähigen, kompetent und sicher am Verkehr teilzunehmen. Das ist angesichts eines immer komplexer werdenden Verkehrssystem heute wichtiger denn je.“

Mehr als Statistik: Verkehrssicherheit ist Lebensqualität und Teilhabe
Wenn Unfallzahlen stagnieren oder steigen, ist das keine statistische Randnotiz. Es bedeutet, dass mehr Menschen im Straßenverkehr zu Schaden kommen. Wir dürfen das Ziel Vision Zero nicht aus den Augen verlieren. Verkehrssicherheit ist Lebensqualität: Sie entscheidet darüber, ob Kinder eigenständig unterwegs sind, ob ältere Menschen mobil bleiben, ob Städte und Gemeinden als Lebensräume funktionieren. Sicherheit ist kein Nebenaspekt der Mobilität, sie ist ihre Grundlage.“

Methodik-Hinweis: Grundlage der Angaben sind Daten des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2025. Die Zahlen sind abrufbar unter: www.destatis.de

Reifenplatzer auf der Autobahn: Sekunden entscheiden über Sicherheit
Was im Ernstfall zählt, wer informiert werden muss und wie sich das Risiko deutlich senken lässt
Ein lauter Knall, das Fahrzeug zieht plötzlich zur Seite und wird schwer kontrollierbar. Ein Reifenplatzer gehört zu den Situationen, die man als Autofahrer nicht erleben möchte. In einem solchen Moment entscheiden oft Sekunden über die Sicherheit aller Insassen. Der ACV Automobil-Club Verkehr erläutert, welche Schritte im Ernstfall entscheidend sind, welche Maßnahmen anschließend wichtig sind und wie sich durch gezielte Prävention das Risiko reduzieren lässt.

Richtig reagieren im Ernstfall
Platzt ein Reifen bei hoher Geschwindigkeit, wird das Fahrzeug instabil und zieht zur Seite. Jetzt ist vor allem eines entscheidend: Beim Vorfall selbst ruhig bleiben und kontrolliert handeln.

Lenkrad fest umschließen
Platzt ein Vorderreifen, zieht das Fahrzeug meist deutlich zur beschädigten Seite. Bei einem Hinterreifen kann das Heck instabil werden. In beiden Fällen gilt: Lenkrad fest und gerade halten. Hektische Lenkbewegungen vermeiden und nur so viel korrigieren, wie nötig ist, um in der Spur zu bleiben.

Keine Vollbremsung
Eine abrupte Gewichtsverlagerung nach vorne kann das Fahrzeug zusätzlich destabilisieren und zum Schleudern oder Überschlagen führen. Stattdessen nur sehr sanft und dosiert bremsen.

Kontrolliertes Ausrollen und Motorbremse nutzen
Fuß vom Gas nehmen und die Motorbremse nutzen. Erst dann in einen niedrigeren Gang schalten, wenn das Fahrzeug bereits deutlich langsamer ist. Bei Automatikfahrzeugen unterstützt das Getriebe die Verzögerung in der Regel automatisch. Ziel ist es, die Geschwindigkeit kontrolliert zu verringern, bis ein sicheres Lenkmanöver Richtung Standstreifen möglich ist.

Warnblinklicht aktivieren
So früh wie möglich die Warnblinkanlage einschalten, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen und das Risiko eines Auffahrunfalls zu reduzieren.

Pannenstelle absichern
Sobald das Fahrzeug auf dem Standstreifen oder in einer Notbucht zum Stillstand gekommen ist, sollte die Pannenstelle abgesichert werden.

Warnweste vor dem Aussteigen
Reflektierende Warnwesten noch im Fahrzeug anlegen. Dies gilt für alle Mitfahrer. Warnwesten möglichst griffbereit im Innenraum aufbewahren, damit sie im Ernstfall sofort verfügbar sind.

Aussteigen zur verkehrsabgewandten Seite
Fahrzeug niemals zur Fahrbahnseite hin verlassen. Ausstieg immer zur Beifahrerseite, um den Gefahrenbereich der fließenden Fahrspur sofort zu verlassen.

Aufenthalt hinter der Leitplanke
Alle Passagiere sofort hinter die schützende Leitplanke bringen und dort im sicheren Abstand zum Verkehr bleiben. Nicht auf dem Standstreifen auf- und ablaufen.

Warndreieck richtig platzieren
Auf Autobahnen sollte das Warndreieck in großem Abstand vor der Pannenstelle aufgestellt werden, etwa 150 bis 200 Meter. Als Orientierung dienen Leitpfosten im Abstand von 50 Metern. Drei bis vier Pfostenlängen entgegen der Fahrtrichtung zurückgehen und das Warndreieck gut sichtbar platzieren. Bei Kurven oder Kuppen den Abstand entsprechend größer wählen.

Wer informiert werden muss
Polizei
Eine generelle Pflicht zur Verständigung besteht bei einem reinen Reifenschaden nicht. Die Polizei sollte jedoch informiert werden, wenn durch den Reifenplatzer ein Unfall oder eine Gefährdung entstanden ist, etwa durch Trümmerteile auf der Fahrbahn, blockierte Spuren oder beschädigte Fahrzeuge. Bei Verletzten ist der Notruf 112 zu wählen.

Pannenhilfe
Ein Reifenwechsel am Fahrbahnrand ist grundsätzlich erlaubt, jedoch mit erheblichen Risiken verbunden, besonders auf Schnellstraßen oder Autobahnen. Sicherer ist es, den Pannendienst zu verständigen, vor allem wenn das Fahrzeug nicht mehr sicher fahrbereit ist oder Zweifel an möglichen Folgeschäden bestehen.

Versicherung: Wer die Kosten übernimmt
Ob die Kfz-Versicherung zahlt, hängt vor allem davon ab, warum der Reifen geplatzt ist. Wurde beispielsweise ein größerer Fremdkörper überfahren, kann je nach Vertrag die Vollkaskoversicherung Folgeschäden am Fahrzeug übernehmen.

Wird ein Reifen mutwillig beschädigt, etwa durch Vandalismus, greift je nach Vertrag die Teilkasko. War ein anderer Verkehrsteilnehmer verantwortlich, etwa durch verlorene Ladung auf der Fahrbahn, übernimmt in der Regel dessen Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden.

Platzt der Reifen dagegen ohne äußere Einwirkung, etwa durch Verschleiß, Materialermüdung oder Überhitzung, gilt das meist als Betriebsschaden. In solchen Fällen bleiben die Kosten in der Regel beim Fahrzeughalter. Entscheidend ist die konkrete Schadensursache und die Ausgestaltung des jeweiligen Vertrags.

Typische Auslöser für Reifenplatzer
• Falscher Reifendruck
Ein zu niedriger Luftdruck ist eine häufige Ursache. Die Reifenflanken werden dadurch übermäßig stark gewalkt, was zu einer erheblichen Hitzeentwicklung führt. Diese Hitze kann den Reifen von innen beschädigen.

• Überladung
Jedes Fahrzeug und jeder Reifen hat eine definierte Traglast. Wird diese dauerhaft überschritten, ermüdet das Material vorzeitig und kann schlagartig reißen.

• Vorschäden durch Hindernisse
Das harte Überfahren von Bordsteinkanten oder Schlaglöchern kann das innere Karkassengewebe verletzen. Solche Schäden bleiben oft über Wochen unsichtbar, bis der Reifen unter hoher thermischer Belastung nachgibt.

• Materialalterung
Mit den Jahren verliert das Gummi seine Weichmacher und wird spröde. Der ACV empfiehlt, Reifen ab einem Alter von sechs bis acht Jahren besonders kritisch zu prüfen und gegebenenfalls ersetzen zu lassen, unabhängig von der vorhandenen Profiltiefe.

ACV Checkliste: Reifenplatzer vorbeugen
Vorsorge ist der beste Schutz vor Unfällen. Regelmäßige Prüfung reduziert das Risiko deutlich:
• Reifendruck-Kontrollsysteme
Moderne Fahrzeuge sind mit Sensoren ausgestattet, die Druckverluste frühzeitig melden. Warnmeldungen nicht ignorieren und den Druck zeitnah prüfen.

• Sichtprüfung
Reifen regelmäßig auf eingefahrene Fremdkörper oder Risse in der Seitenwand kontrollieren.
• Profiltiefe beachten
Der ACV empfiehlt für Sommerreifen mindestens drei Millimeter und für Winterreifen vier Millimeter Profiltiefe.
• Lagerung
Reifen kühl, trocken und dunkel lagern, um den Alterungsprozess zu verlangsamen.



NRW: Leichter Rückgang bei den Exporten
* Gesamtwert der Exporte 2025 bei 218,1 Milliarden Euro.
* Importe mit einem Plus von 0,75 % gegenüber dem Vorjahr.
* Rückgang der Exporte von Kokerei- und Mineralölerzeugnissen um fast ein Viertel.

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft hat im Jahr 2025 Waren im Wert von 218,1 Milliarden Euro exportiert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das ca. 1 % weniger als ein Jahr zuvor (damals: 220,3 Milliarden Euro).



Der Importwert war mit 281,6 Milliarden Euro um 0,75 % höher als im Vorjahr (damals: 279,5 Milliarden Euro). Rückgang der Exporte von Kokerei- und Mineralölerzeugnissen um fast ein Viertel Bei den exportierten Gütern sind es besonders Fische und Fischereierzeugnisse die im Vergleich zum Vorjahr mit einer Steigerung von über 60,3 % und einer Summe von 9,3 Millionen Euro vermehrt exportiert wurden (2024: 5,8 Millionen Euro).

Kokereierzeugnisse und Mineralölerzeugnisse wurden mit einer Exportsumme von 3,6 Milliarden Euro wiederum zum Vorjahr um ca. 24 % weniger exportiert (2024: 4,7 Milliarden Euro).



Auch Import von Kohle rückläufig
Große Veränderungen gab es bei den importierten Gütern besonders beim Import von Kohle. Dort kam es 2025 mit einer Importsumme von ca. 1,5 Milliarden Euro zu einem Rückgang von 26 % zum Vorjahr (2024: ca. 2,0 Milliarden Euro).

Außenhandelsvolumen im Dezember 2025 gestiegen
Im Dezember 2025 erreichte der Exportwert ca. 16 Milliarden Euro und der Wert der Importe rund 21,6 Milliarden Euro. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 3,6 % beim Warenexport (damals: 15,4 Milliarden Euro). Auf der Importseite stieg der Wert ebenfalls um 1,7 % (damals: 21,6 Milliarden Euro).

Reallöhne im Jahr 2025 um 1,9 % gestiegen - Nominallöhne nehmen im selben Zeitraum um 4,2 % zu
Die Nominallöhne in Deutschland waren im Jahr 2025 um 4,2 % höher als im Vorjahr. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,2 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahmen die Reallöhne im Jahr 2025 damit um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr zu.

Nach den Rückgängen in den Jahren 2020 bis 2023 stiegen die Reallöhne in den Folgejahren wieder an. Im Jahr 2025 erreichte der Reallohnindex mit 100 Punkten damit fast wieder das Reallohnniveau des Jahres 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie mit 100,5 Punkten (Basis 2025=100)



Nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet stiegen die Nominallöhne 2025 am stärksten in den Wirtschaftsabschnitten Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+5,7 %), Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+5,3 %) und Erziehung und Unterricht (+5,0 %).

Demgegenüber verzeichneten die Wirtschaftsabschnitte Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (+2,8 %), Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (+3,3 %) und verarbeitendes Gewerbe (+3,3 %) vergleichsweise geringe Nominallohnanstiege. Nominallöhne von Frauen steigen prozentual stärker als Nominallöhne von Männern

Die Verdienste der Vollzeitbeschäftigten insgesamt stiegen 2025 um 4,3 % gegenüber dem Vorjahr. Unter den Vollzeitbeschäftigten wiesen Frauen mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 4,8 % stärkere Verdienststeigerungen auf als Männer (+4,1 %).

Geringverdienende mit überdurchschnittlichem Nominallohngewinn
Insbesondere Geringverdienende verzeichneten 2025 – wie bereits 2023 und 2024 – erneut ein starkes Nominallohnwachstum. Betrachtet man die Vollzeitbeschäftigten nach ihrer Verdienstgrößenklasse, hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten (1. Quintil) mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 6,0 % die stärkste Verdienststeigerung im Vergleich zum Vorjahr.

Für das oberste Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Vollzeitbeschäftigten (5. Quintil) lag der Nominallohnanstieg mit +3,7 % unter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Auszubildende wiesen 2025 mit +6,3 % gegenüber dem Vorjahr ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum auf.

Geringfügig Beschäftigte hingegen hatten einen nur geringen Nominallohnanstieg zu verzeichnen (+0,5 %). Reallohnentwicklung im 4. Quartal 2025 ebenfalls positiv Die Reallöhne stiegen auch im 4. Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum an: Im Vergleich zum 4. Quartal 2024 ergab sich ein Reallohnwachstum von 1,9 %, das sich aus einem Nominallohnzuwachs von 4,1 % und einem Anstieg der Verbraucherpreise von 2,2 % zusammensetzt.

Überdurchschnittliche Verdienststeigerungen waren im 4. Quartal 2025 insbesondere in den Wirtschaftsabschnitten Grundstücks- und Wohnungswesen (+8,1 %), Erziehung und Unterricht (+6,7 %) und Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+6,5 %) zu verzeichnen.