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Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 12: Montag, 16.  - Sonntag, 22. März 2026
Themen u.a.:  Weltwassertag am 22. März 2026

Ukrainische Partnerstadt Samar dankt Wesel für Unterstützung – Radlader in der Ukraine angekommen
Serhij Riezik, Bürgermeister der Stadt Samar in der Ukraine, hat sich in einer Videobotschaft herzlich für die Unterstützung aus Wesel bedankt. Vor wenigen Tagen erreichte ein Radlader die Menschen vor Ort. Das Baufahrzeug konnte die Stadt mit Hilfe eines Förderprogramms der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) anschaffen und in die Ukraine liefern.

Bürgermeister Rainer Benien betont die gute Freundschaft: „Bürgermeister Rieznik ist ein gern gesehener Gast in Wesel. Wir hoffen, dass der Frieden wieder in die Ukraine einzieht. Solange Hilfe erforderlich ist, stehen wir an der Seite der Menschen in der Ukraine“.

Wesel und Samar pflegen seit geraumer Zeit eine enge Partnerschaft. Mehrfach besuchte der Bürgermeister gemeinsam mit einer Delegation die Stadt am Niederrhein. Auch eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine war bereits für zwei Wochen in der Hansestadt zu Gast. In diesem Sommer ist erneut eine gemeinsame Ferienfreizeit mit deutschen und ukrainischen Kindern geplant.

Kleve: Sanierung des Spielplatzes am Köhlerweg in Reichswalde hat begonnen
Gute Nachrichten für Kinder in Reichswalde: Die Stadt Kleve hat vor kurzem mit den Bauarbeiten zur Neugestaltung des Spielplatzes am Köhlerweg begonnen. Bis zum Sommer soll der Platz umgestaltet sein, viele Highlights für Kinder bereithalten und zu einem weiteren modernen und attraktiven Treffpunkt für Familien aus der Schwanenstadt werden.

Ein Auszug der Planungen zur Umgestaltung - mittig die große Spielhaus-Kletter-Anlage als besonderes Highlight. Planauszug Spielplatz Köhlerweg

Hatte der Spielplatz abenteuerlustigen Kindern zu seiner damaligen Eröffnung im Jahr 2011 noch einiges zu bieten, befand er sich zuletzt in einem schlechten Zustand. Aus Sicherheitsgründen musste bereits 2022 das Piratenschiff mit Rutsche, Klettermöglichkeiten und Vogelnestschaukel demontiert werden, dessen Holz zunehmend morsch wurde. Zudem fehlt Beschattung, der vorhandene Spielturm ist ebenfalls sanierungsbedürftig und der Platz bietet insgesamt eine geringe Aufenthalts- und Erlebnisqualität.

Bereits Mitte 2024 hat die Grünflächenplanung der Stadt Kleve daher mit den Planungen zur Neugestaltung begonnen. Im Mittelpunkt der Pläne steht eine große Spielhaus-Kletter-Anlage mit Rutschen. Zudem wird es Schaukeln und ein Inklusionskarussell geben, eine inklusive Sandbaustelle und einen Sandbagger sowie Federtiere. Großzügige Pflanzbeete beherbergen künftig schattenspendende Bäume mit insektenfreundlicher Unterpflanzung.

Ziel der Maßnahme ist die Schaffung eines attraktiven, teilinklusiven und klimaangepassten Spielplatzes, der möglichst vielen Kindern ein gemeinsames Spielerlebnis bietet und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu mehr Teilhabe im öffentlichen Raum leisten soll.

Die Fertigstellung der Anlage ist bis Anfang Juni vorgesehen. Der Spielplatz soll damit rechtzeitig zum Schützenfest und zur Kirmes wieder für Kinder und Familien zur Verfügung stehen.

Kreis Wesel: Verabschiedung von Bernhard Ludwig aus dem Leitungsteam der Regieeinheit PSNV-E und als Fachberater Seelsorge
Bernhard Ludwig hat sich auf eigenen Wunsch von seinen ehrenamtlichen Funktionen als Mitglied des Führungsteams der Regieeinheit Psychosoziale Notfallversorgung Einsatz (PSNV-E) und als Fachberater Seelsorge verabschiedet.

Als Mitbegründer und Mitorganisator des Teams der Psychosozialen Notfallversorgung im Kreis Wesel hat Ludwig über viele Jahre hinweg wertvolle Arbeit in der Notfallseelsorge und Einsatznachsorge geleistet und damit zahlreiche Einsatzkräfte bei der Bewältigung belastender und traumatisierender Erfahrungen unterstützt.

Sven Rissel (Krisenmanagement Kreis Wesel), Bernhard Ludwig, Kreisbrandmeister Markus Janßen und Frank Brändel (Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung).

„Wir danken Bernhard Ludwig für seine langjährige erstklassige Arbeit. Er hat die Einsatznachsorge im Kreis Wesel nachhaltig weiterentwickelt und über viele Jahre geprägt. Seine fachliche Expertise in der Seelsorge und sein Engagement für Einsatznachsorge sind weit über die Grenzen des Kreisgebiets hinaus anerkannt und geschätzt“, sagte Frank Brändel, Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung.

Beim Loveparade-Unglück 2010 war Bernhard Ludwig als Leitung der Einsatznachsorge vor Ort tätig und arbeitete als Fachberater in der Nachsorge psychisch verletzter Betroffener.
Vor seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Leitungsteam und als Fachberater war Ludwig zwischen 2010 und 2021 als leitender Notfallseelsorger aktiv. Seit seiner Verabschiedung als leitender Notfallseelsorger hat sich Bernhard Ludwig dem Bereich der Einsatznachsorge verschrieben.

Bereits 2002 kam er als Pfarrer nach Moers. Zwei Jahre später baute er dort ein spezielles Nachsorgeteam für Einsatzkräfte auf. Neben Ausbildungen zum Fachberater Psychotraumatologie und Fachberater Seelsorge engagierte er sich in der Feuerwehr Moers, war berufener Notfallseelsorger und nahm aktiv am Einsatzdienst im Löschzug teil.

Als Fachberater Seelsorge in der Runde der Leiter der Feuerwehren im Kreis Wesel hat er das Thema Einsatznachsorge nachhaltig bekanntgemacht und vorangetrieben. „Aus eigener Betroffenheit nach belastenden Einsätzen konnte ich leider mehrfach die wichtige Erfahrung machen, wie wertvoll und hilfreich ein solches Nachsorgeangebot ist“, betont auch Kreisbrandmeister Markus Janßen.

Bernhard Ludwig wird auch künftig der Regieeinheit PSNV-E als Mitglied und der Einheitsführung in beratender Funktion erhalten bleiben.

Nach belastenden Notfällen und Einsätzen betreut das Team PSNV-E betroffene Einsatzkräfte. Die Einsatznachsorge richtet sich an Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen und bietet neben seelsorgerischer Begleitung auch Aus- und Fortbildungen sowie präventive Stressbearbeitung an.

Archiv des Weseler Architekten Werner Brücker (1925 – 2014) jetzt im Stadtarchiv Wesel
Jacqueline und Timo Gertönis (links) und Angela Heesen-Brücker (Tochter von Werner Brücker) zusammen mit Stadtarchivar Dr. Christoph Moß bei der Übergabe der Unterlagen an das Stadtarchiv Werner Brücker zählt zu den prägenden Architekten des Wiederaufbaus seiner Heimatstadt Wesel nach ihrer Zerstörung im Jahr 1945.

Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft und einem erfolgreichen Ingenieurstudium in Gießen widmete er sich dem Wiederaufbau Wesels. Er plante zahlreiche einfache Wohngebäude, da es damals – wie er selbst einmal sagte – vor allem um die Schaffung von Wohnraum und nicht um architektonische Meisterwerke ging.

Zu den von Brücker geplanten Gebäuden zählen unter anderem Wohnhäuser des Bauvereins in der Lomberstraße und in der Goldstraße sowie das Stadtwerkehaus an der Kreuzstraße. 1955 machte sich Brücker selbstständig und prägte mit seinem Architekturbüro in den folgenden Jahrzehnten das neue Stadtbild Wesels. Nach dem Verkauf des Architekturbüros fanden die neuen Hausbesitzer, die Familie Gertönis, im Keller eine umfangreiche Plan- und Zeichnungssammlung von Werner Brücker.

Da sie deren Bedeutung für die Stadtgeschichte erkannten, wandten sie sich an das Stadtarchiv Wesel. Seit kurzem werden die Unterlagen, die in rund 60 DIN-A0-Schubladen aufbewahrt werden, im Stadtarchiv verwahrt.

Christoph Moß, Leiter des Stadtarchivs, erläutert: „Diese Unterlagen sind in ihrem Inhalt und Umfang von besonderem Wert. Wir werden die für die Geschichte Wesels besonders bedeutenden Planunterlagen dauerhaft im Archiv aufbewahren, sie erschließen und für die Benutzung bereitstellen.“

Die Stadt Moers hat ein Amtsblatt veröffentlicht.
Alle veröffentlichten Amtsblätter finden Sie unter https://www.moers.de/rathaus-politik/amtsblaetter Amtsblatt Nr. 04 vom 19.03.2026 (735.14 KB)

Dinslaken: Kein Skywalk im Bergpark
Der Skywalk im Bergpark Dinslaken ist aktuell gesperrt. Das beliebte Spielgerät „Skywalk“ im Dinslakener Bergpark musste jetzt leider gesperrt werden. Diese Maßnahmen dient der Sicherheit. Denn die Podestböden sind durch Pilzbefall stark angegriffen, wie die städtischen Spielplatzprüfer festgestellt haben. Jetzt muss eine Fachfirma mit der Instandsetzung beauftragt werden.

Der Skywalk im Bergpark Dinslaken ist aktuell gesperrt - Stand 19. März

Wann das Gerät wieder nutzbar ist, lässt sich leider noch nicht abschätzen. Der Skywalk steht schon seit dem Jahr 2014 im Bergpark und erfreut sich dort großer Beliebtheit. Die Stadtverwaltung bedauert die Unannehmlichkeiten, aber Sicherheit geht vor.

Wesel: Gedenktafel in der Sandstraße erinnert an prägende Fotojournalistin Karin Koster
Mit einer neuen Gedenktafel im Rahmen der „FrauenWege“ wird in der Sandstraße an die Weseler Fotojournalistin Karin Koster erinnert. Initiiert wurde die Ehrung von Gabriele Suhrborg, der Schwiegertochter der Weseler Malerin Erna Suhrborg. Die Tafel würdigt eine prägende Persönlichkeit der lokalen Mediengeschichte und macht zugleich auf die Rolle von Frauen in der Stadtgeschichte aufmerksam.

Karin Koster wurde am 1. Mai 1948 in Duisburg geboren. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung im renommierten Fotostudio Kosmider in Duisburg. Bereits im Alter von 20 Jahren begann sie ihre Laufbahn als Fotojournalistin bei der NRZ-Redaktion in Wesel – in einer damals stark männerdominierten Branche.

Große Bekanntheit erlangte sie insbesondere durch ihre Alltagsglossen, die ab 2005 regelmäßig in der Rheinischen Post erschienen und die erste Lokalseite prägten. Mit ihrem feinen Blick für das Alltägliche entwickelte sie ein unverwechselbares journalistisches Profil. Karin Koster verstarb am 22. Juli 2012.

Die Anbringung der Gedenktafel wurde durch die Bauverein Wesel AG ermöglicht. Das Porträt gestaltete die Weseler Malerin Bianka Bauhaus. Zur Einweihung versammelte sich auch der von Karin Koster gegründete Thekenchor, der ihr mit dem Lied „Gute Nacht, Freunde“ gedachte.

Die Sandstraße entwickelt sich damit zunehmend zu einem Erinnerungsort für bedeutende Frauen aus Wesel. Über einen QR-Code auf der Infotafel können Interessierte mehr über die Lebenswege dieser Persönlichkeiten erfahren.
Links: Frauen und Gleichstellung
"Frauenwege" in der Sandstraße



NRW: Produktion von Mineralwasser 2025 nahezu auf Vorjahresniveau
* Mineralwasserproduktion sank um 0,7 % auf 2,1 Milliarden Liter
* Zwei Drittel der Produktionsmenge enthielten „wenig“ oder gar keine Kohlensäure
* Durchschnittlicher Absatzwert erstmalig in 10 Jahren gesunken

Im Jahr 2025 haben nach vorläufigen Ergebnissen 19 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen insgesamt 2,1 Milliarden Liter natürliches Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure produziert. Die Menge war damit um lediglich 0,7 % bzw. 15,7 Millionen Liter niedriger als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des „Weltwassertages“ am 22. März 2026 mitteilt, belief sich die Produktionsmenge rein rechnerisch auf 5,8 Millionen Liter Mineralwasser pro Tag.

Diese Menge würde ausreichen, um jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner in NRW täglich mit einem großen Glas Wasser (0,32 Liter) zu versorgen.  Produktionsmenge von „medium“ und „still“ größer, als die von „Sprudel“ Von den 2,1 Milliarden Liter Mineralwasser entfielen etwa 1,3 Milliarden Liter auf Mineralwasser mit wenig oder ohne Kohlensäure und etwa 0,8 Milliarden Liter auf Sprudelwasser mit klassischem (hohen) Kohlensäuregehalt.



Damit war das Verhältnis der Produktionsmenge von „medium“ und „still“ zu Sprudelwasser in etwa 2:1. Mit einem Anteil von 98,5 % war der überwiegende Teil der Produktion im Jahr 2025 für den Absatz bestimmt. Die restlichen 1,5 % wurden von den produzierenden Betrieben in NRW zu anderen Getränken wie zum Beispiel Schorlen und Limonaden weiterverarbeitet.

Die zum Absatz bestimmte Menge des hergestellten Mineralwassers hatte einen Wert von 372,4 Millionen Euro; das waren nominal 47,9 Millionen Euro bzw. 11,4 % weniger als ein Jahr zuvor. Durchschnittlicher Absatzwert ist 2025 das erste Mal in 10 Jahren gesunken Der durchschnittliche Absatzwert je Liter Mineralwasser betrug 17,9 Cent und war damit um 10,9 % niedriger als im Jahr 2024. Gegenüber dem Jahr 2015 stieg der durchschnittliche Absatzwert nominal um 36,9 % und gegenüber dem Jahr 2020 um 5,3 %.

Rund 17 % der gesamtdeutschen Produktion in 2024 entfiel auf NRW Bezogen auf das Jahr 2024 lag der NRW-Anteil an der bundesweiten Produktion von Mineralwasser von damals 12,9 Milliarden Litern bei 16,6 %. Die Regierungsbezirke Düsseldorf und Detmold hatten den größten Anteil an der NRW Produktion 1,5 Milliarden Liter bzw. 70,8 % der NRW-Produktion von Mineralwasser entfielen auf Betriebe in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Detmold.

Tarifbindung 2025 unverändert bei 49 % - Weiterhin große Unterschiede zwischen den Branchen
Knapp die Hälfte (49 %) aller Beschäftigten in Deutschland waren im Jahr 2025 in einem tarifgebundenen Betrieb beschäftigt. Damit blieb die Tarifbindung im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Die Tarifbindung weist hierbei den Anteil der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben an allen Beschäftigten aus.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, bestanden auch 2025 deutliche Unterschiede zwischen den Branchen: Die höchste Tarifbindung gab es im Wirtschaftsabschnitt "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung" mit 100 %. Es folgten die Abschnitte "Energieversorgung" (84 %), "Erziehung und Unterricht" (79 %) und "Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (68 %)".



Im Bundesländer-Vergleich war die Tarifbindung in Bremen (56 %), im Saarland (52 %) und in Nordrhein-Westfalen (51 %) am höchsten. Die geringste Tarifbindung wiesen Sachsen (42 %), Berlin (45 %) und Schleswig-Holstein (46 %) aus.






Kleve: in moderner und naturnaher Schulhof für die Willibrordschule in Kellen
Schulhofneugestaltung Wilibrordschule 1

An der Overbergstraße rollen aktuell die Bagger: Die Willibrordschule in Kleve-Kellen befindet sich in einer umfassenden Neugestaltung ihres Schulgeländes. Der rund 11.000 Quadratmeter große Schulhof soll zu einem modernen, klimaangepassten und naturnahen Lern- und Lebensraum umgebaut werden.

Ziel ist es, den stark versiegelten Schulhof bis Ende 2026 in eine grüne, vielseitig nutzbare Fläche zu verwandeln. Bürgermeister Markus Dahmen besuchte nun eine Baubesprechung vor Ort und machte sich ein Bild vom Projektfortschritt.

Bürgermeister Markus Dahmen mit Verantwortlichen der Schule, der Baufirmen und der Stadt Kleve.

Bislang wird das Schulgelände durch große Asphaltflächen, wenig Schatten, kaum Rückzugsorte und eine geringe ökologische Qualität geprägt. Das ändert sich derzeit. „Wir investieren hier nicht nur in einen Schulhof, sondern in einen zukunftsfähigen Bildungs- und Lebensraum“, so Bürgermeister Markus Dahmen. „Mit der Umgestaltung schaffen wir es, Klimaanpassung, Nachhaltigkeit und kindgerechte Gestaltung sinnvoll miteinander zu verbinden.“

Hitze, Starkregen und Versiegelung als Herausforderung
„Gerade Schulhöfe müssen auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet sein“, ergänzt Pascale van Koeverden vom Fachbereich Klimaschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit der Stadt Kleve. „Mit dieser Maßnahme stärken wir gezielt die Klimaresilienz. Mehr Grün statt Asphalt, mehr Schatten bei Hitze und eine bessere Regenwasserrückhaltung bei Starkregen. Davon profitieren vor allem die Kinder, aber auch das Umfeld der Schule.“

Denn: Die Klimaanalysekarten der Stadt Kleve zeigen, dass der Schulhof in einem Bereich mit starker Wärmebelastung liegt. Gerade Kinder zählen zu den besonders hitzeempfindlichen Bevölkerungsgruppen. Hinzu kommt ein hoher Versiegelungsgrad, der bei Starkregenereignissen die Versickerung verhindert.

Kern der Maßnahme ist daher eine großflächige Entsiegelung des Schulhofs. Rund 2.700 Quadratmeter Asphalt werden zurückgebaut. Stattdessen entstehen neue Grünflächen, Pflanzbeete, Rasen- und Blühwiesen sowie wasserdurchlässige Wege und Plätze. Regenwasser soll künftig vor Ort zurückgehalten werden, die Vegetation versorgen und die Kanalisation entlasten. Gleichzeitig bleibt ausreichend befestigte Fläche erhalten, um den Anforderungen des Schulalltags gerecht zu werden, etwa für. Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten.

Mehr Grün, mehr Schatten, mehr Naturerlebnis
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf umfangreichen Pflanzungen. Bestehende Bäume, darunter eine geschützte Baumallee, werden erhalten und durch verbesserte Bodenbedingungen gestärkt. Zusätzlich werden klimaresiliente, heimische Laubbäume, Blühsträucher und Stauden gepflanzt, Wildblumen- und Wildkräuterwiesen aus regionalem Saatgut ergänzen den grünen Schulhof.

Geplant sind mehrere Lernorte im Freien, darunter ein Grünes Klassenzimmer im Schulgarten und ein Bereich zum Selbstanbau von Obst und Gemüse. Hier können Unterricht, Umweltbildung, echte Naturerfahrung und praktisches Gärtnern stattfinden.

Auch für Bewegung und Spiel ist gesorgt: Neben bestehenden Spielgeräten entstehen neue Balancier- und Kletterangebote sowie zusätzliche Tischtennisplatten. Ein Multifunktionsfeld komplettiert die Bewegungs- und Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof. Ruhige Zonen mit Liegebänken, Sitzmöglichkeiten im Schatten und naturnaher Bepflanzung bieten Rückzugsorte zum Entspannen.

Beteiligung von Schule und Stadt, Förderung von EU und Land
Von Beginn an wurde großer Wert auf Beteiligung gelegt. In Workshops mit städtischen Fachämtern, mit Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern wurden Wünsche, Probleme und Ideen gesammelt. Diese flossen direkt in die Planung ein und stärken die Identifikation der Kinder mit „ihrem“ Schulhof.

Die Gesamtkosten für die Schulhofumgestaltung belaufen sich auf rund 1,8 Mio. Euro, davon rund 1,12 Mio. Euro aus Fördermitteln der EU sowie des Landes NRW aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 - Klimaanpassung.Kommunen.NRW.

Fördermittelgeber EFRE/JFT EU NRW
Mit innovativen Ideen zu einer nachhaltigen, wettbewerbsfähigen Zukunft Nordrhein-Westfalens in Europa beitragen und dabei den Zusammenhalt stärken – das ist das Ziel des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027. Mit zielgerichteten Investitionen unterstützen Landesregierung und Europäische Union Projekte und Ideen aus der Region dabei, ihre Potenziale zu entfalten und die Zukunft des Landes zu gestalten.


Jede Region in Europa hat ihren speziellen Charakter und steht vor individuellen Herausforderungen. Ein Ziel der europäischen Struktur- und Kohäsionspolitik ist es, die Stärken der Regionen zu fördern und Ungleichgewichte auszugleichen. Für Nordrhein-Westfalen stellt die EU dafür in der Förderperiode 2021–2027 rund 1,9 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Fonds für den gerechten Übergang (Just Transition Fund/JTF) zur Verfügung.

Mit diesen EU- und weiteren Landesmitteln fördern Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union Vorhaben in sechs Themenfeldern, um die grüne Transformation, die Digitalisierung und die regionale Entwicklung voranzutreiben: Innovation und Forschung, Gründung und Digitalisierung, Klimaschutz und Klimaanpassung, Stadt und Region, Transformation in Kohleregionen und Strategische Technologien.

Es gibt noch Karten für „Der gestiefelte Kater“ in der Stadthalle Kleve
Die Stadt Kleve lädt am Freitag, 20. März 2026, um 16:00 Uhr zu einem fröhlichen Kindertheater-Nachmittag in die Stadthalle Kleve ein. Das Rheinische Landestheater Neuss bringt mit „Der gestiefelte Kater“ das beliebte Märchen als lebendige Bühnenfassung auf die Bühne. Die Aufführung wird für Kinder ab 6 Jahren empfohlen.

Der gestiefelte Kater ist zu Gast in der Klever Stadthalle.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein listiger Kater mit Hut, Mantel und Stiefeln, der für seinen armen Herrn mutige und clevere Pläne schmiedet. Mit Witz, Tempo und einer Prise Zauberei bahnt er sich den Weg an Hof und Königstochter vorbei. So entsteht eine unterhaltsame und fantasievolle Geschichte über Mut, Klugheit und die Kraft der Vorstellung – liebevoll und kindgerecht erzählt.

Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online über Reservix erhältlich. Außerdem können Karten bei der Stadt Kleve bei Laura Foresta unter Tel. 02821 / 84-254 erworben werden. Der Eintritt beträgt 4 Euro.

Wesel: Fragestunde für Einwohner*innen
Zu Beginn jeder öffentlichen Sitzung des Rates und seiner Ausschüsse findet die Fragestunde für Einwohner*innen statt. Interessierte Weseler*innen sind herzlich eingeladen, zu Themen, die die Stadt Wesel betreffen, ihre Fragen zu stellen. Für die Fragestunde stehen jeweils insgesamt bis zu 30 Minuten zur Verfügung.

Jede Einwohnerin beziehungsweise Einwohner hat die Möglichkeit bis zu fünf Fragen zu stellen und dafür bis zu zehn Minuten Redezeit. Die Antworten werden im Regelfall direkt in der Sitzung gegeben. Sollte dies nicht möglich sein, erfolgt die Beantwortung im Nachhinein schriftlich. Eine Aussprache findet nicht statt.

Falls eine Frage im betreffenden Ausschuss nicht richtig aufgehoben ist, wird der zuständige Ausschuss benannt. In dessen nächster Sitzung besteht dann die Möglichkeit, die Frage im Rahmen der Fragestunde erneut zu stellen.

Wichtiger Hinweis:  Unabhängig von Sitzungen können Anliegen und Fragen gerne auch persönlich, telefonisch, per Post oder per E-Mail an die Mitarbeiter*innen der Stadt Wesel gerichtet werden.

Moers: Störung im Bauablauf - Nachtarbeiten an der Xantener Straße erforderlich  
Beim Bau der neuen Wassertransportleitung ist es heute zu einer unvorhergesehenen Störung im Bauablauf gekommen. Betroffen ist der Bauabschnitt im Bereich der Xantener Straße bis zum Vinzenzpark, wo sich die Leitung während der Arbeiten im Bohrkanal festgesetzt hat.  

Um den ordnungsgemäßen Fortgang der Maßnahme zu gewährleisten, sind kurzfristige Arbeiten erforderlich. Diese müssen zeitnah erfolgen, da sich das noch flüssige Betonit ansonsten im Bohrkanal verhärtet. In diesem Zusammenhang kann es im Bereich der Xantener Straße vorübergehend zu Verkehrseinschränkungen kommen.  

Die ENNI ist gemeinsam mit den beauftragten Fachfirmen vor Ort und koordiniert die notwendigen Schritte. Wir bitten Anwohnerinnen, Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende um Verständnis für die unvermeidbaren Arbeiten außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Fragen beantwortet Enni am Baustellentelefon unter 02841-104600.

Moers: Neue Freizeitangebote und intelligente Beleuchtung
Enni-Verwaltungsrat erhielt Sachstandsberichte

Moers kann sich auf neue Angebote für Sport, Freizeit und Familien freuen. Schon ab dem Sommer sollen der große Kletterpark, das moderne Grillareal und die Hundefreilauffläche am Solimare schrittweise in Betrieb gehen. Das erklärte Vorständin Sandra Jungmaier am Donnerstag den Mitgliedern des Verwaltungsrates der ENNI Stadt & Service AöR. In der ersten Sitzung des Jahres stellte sie den aktuellen Stand der sogenannten Freiraumplanung vor und zog zugleich eine durchweg positive Bilanz der Winterdienstsaison 2025/2026.

Trotz witterungsbedingt wechselnder Einsatzlagen habe das Team die Verkehrssicherheit in Moers mit insgesamt 39 Streueinsätzen jederzeit gewährleisten können. Einen Sachstandbericht zur Innenstadtsanierung sowie gute Nachrichten zur Modernisierung der Moerser Straßenbeleuchtung lieferte Vorstand Dr. Kai Steinbrich. Die Enni erhöht hier das Tempo und treibt die Umrüstung auf intelligente LED Technik deutlich voran. „Nach neuem Zeitplan wollen wir Ende 2028 alle 10.000 Leuchten umgestellt haben“, so Steinbrich.

Freiraumplanung
Die Enni kommt bei der Neugestaltung der Freiräume rund um das Solimare spürbar voran. Auf insgesamt rund 23.000 Quadratmetern Fläche entsteht ein vielseitiges Freizeit und Bewegungsangebot für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen. Im Mittelpunkt steht der neue Kletterpark – ein moderner Hochseilgarten mit mehreren Ebenen, unterschiedlichen Parcours, Zip-Lines sowie speziellen Spielgeräten für Kinder. Attraktionen wie ein Ninja Parcours und ein Abenteuerpfad für die Jüngeren runden das vielseitige Bewegungsangebot ab.

Gleich nebenan entsteht ein modernes Grillareal mit 20 buchbaren Grillparzellen für jeweils sechs bis zehn Personen sowie einer zentralen Grillhütte für größere Gruppen. Den dritten Baustein bildet eine neue Hundefreilauffläche: Das rund 8.000 Quadratmeter große Gelände wird vollständig eingefriedet und erhält einen separaten Zugang, Agility-Elemente, Beleuchtung sowie Sitzmöglichkeiten. Die Geräte – insbesondere die Elemente des Kletterparks – sind bereits in Produktion.

Das Vergabeverfahren für die Bauarbeiten vor Ort steht kurz bevor und bereits ab dem Sommer sollen die Angebote schrittweise in Betrieb gehen. „Der Freibadbetrieb wird durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt“, erklärt Vorständin Sandra Jungmaier und betont, dass die Freiraumplanung ein wichtiger Baustein sei, um das Solimare weiterzuentwickeln und Moers als attraktiven Freizeitstandort zu stärken.

Straßenbeleuchtung
Parallel dazu treibt die Enni die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Moers deutlich schneller voran als ursprünglich geplant. Dazu wird die Sanierung speziell auf die Umrüstung auf intelligente LED fokussiert und die Anzahl der Leuchtenerneuerungen pro Jahr verdoppelt. So soll die vollständige Umstellung auf intelligente LED Technik bereits Ende 2028 abgeschlossen sein. Ausschlaggebend dafür sind die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre. „Die intelligente LED Technik reduziert Störungen spürbar und erhöht die Stabilität der Straßenbeleuchtung“, erläutert Vorstand Dr. Kai Steinbrich.

„Je schneller wir den Altbestand ersetzen, desto zuverlässiger wird das gesamte Netz.“ Zugleich profitieren Stadt und Unternehmen von der hohen Energieeffi-zienz der neuen Leuchten und sinkenden Stromkosten. Seit 2019 hat Enni bereits rund 5,5 Millionen Euro in die Erneuerung der Infrastruktur investiert. In den Jahren 2026 bis 2028 will das Unternehmen insgesamt rund 5.800 Leuch-ten austauschen. Um den ambitionierten Zeitplan einzuhalten, setzt es unter anderem auf einen zusätzlichen mobilen Werkstattwagen, mit dem die Mon-teure die Arbeiten effizienter umsetzen und mehr Material vor Ort vorhalten können.

Winterdienst
Einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung bildete der Rückblick auf die Winter-dienstsaison 2025/2026. Sandra Jungmaier zog hier eine durchweg positive Bilanz. Trotz witterungsbedingt wechselnder Einsatzlagen habe das Team die Verkehrssicherheit in Moers jederzeit gewährleisten können. Grundlage dafür waren eine leistungsfähige technische Ausstattung, eine optimierte Tourenplanung sowie ein verlässliches Rufbereitschaftssystem. Zwischen Mitte November und Ende Februar war der Winterdienst an 60 Tagen in Rufbereitschaft und rückte zu 39 Streueinsätzen aus. Dabei wurden sämtliche im Straßenreinigungsgesetz NRW definierten Bereiche bedient – von übergeordneten Straßen bis hin zu Radwegen und besonders gefährlichen Stellen im Stadtgebiet.

Punktuell gab es Unterstützung von externen Partnern. Als besonders effektiv erwies sich erneut der Einsatz von Sole, mit dem die Enni den Salzverbrauch deutlich reduzieren konnte. Künftig will das Unternehmen die Sole am Standort Jostenhof selbst herstellen, um Effizienz und Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen. „Winterdienst ist Teamarbeit und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben erneut bewiesen, wie zuverlässig und engagiert sie unter teils extrem schwierigen Bedingungen arbeiten“, betonte Jungmaier.

Innenstadtsanierung
Dr. Kai Steinbrich informierte das Gremium außerdem über den aktuellen Stand des Großprojekts Innenstadtsanierung. Zwischen Unterwallstraße, Schlosspark, Neuem Wall und Stadtgraben erneuert die Enni in den nächsten Jahren auf rund 28 Kilometern Länge die Infrastruktur – darunter Kanäle, Energie und Wasserleitungen sowie moderne Telekommunikations und Beleuchtungssysteme. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die Fieselstraße nördlich und südlich der Neustraße.

Besonders der nördliche Abschnitt stellt aufgrund der sehr beengten Verhältnisse eine Herausforderung dar, hier wird zum ersten Mal die gesamte Ver- und Entsorgungsinfrastruktur in offener Bauweise erneuert. Um die Sicherheit zu gewährleisten, bietet die Enni hier einen Begleitservice für Anwohnende an, die die Baustelle während der Arbeiten nicht eigenständig passieren können. Im Anschluss folgen weitere Teilabschnitte, unter anderem ab Mai in der Haag und Klosterstraße, ab November in der sogenannten Brandgasse sowie ab Juli im Bereich Meerstraße/Neumarkt.

Moers: Führung durch Ausstellung ‚ZEITREISE – Kinderleben um 1900‘ am Sonntag
Wie sah der Alltag von Kindern vor über hundert Jahren aus? Welche Aufgaben hatten sie im Haus, im Stall oder auf dem Feld? Die interaktive Ausstellung im Moerser Schloss zeigt anschaulich, wie es war, um 1900 ein Kind zu sein. Sie mussten viel mithelfen, doch es blieb auch Zeit zum Spielen.

Auch beim Brotbacken mussten damals Kinder mit anpacken… (Foto: Bettina Engel-Albustin/Grafschafter Museum)

Am Sonntag, 22. März, um 14 Uhr lädt das Grafschafter Museum im Moerser Schloss (Kastell 9) Kinder und Familien zu einer Führung durch die Mitmachausstellung ‚ZEITREISE. Kinderleben um 1900‘ ein. Wer füttert und melkt die Kuh? In der Führung tauchen die teilnehmenden Kinder in die kindliche Lebenswelt um 1900 ein und dürfen selbst Hand anlegen: Wer füttert und melkt die Kuh? Ist die Wäsche schon aufgehängt und das Bügeleisen vorbereitet? Wer holt die Kartoffeln vom Acker und bringt sie in den Keller? Wer kann knifflige Fragen lösen?

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Stadt- und Fachwerkmuseum ‚Alte Universität‘ Eppingen und ist noch bis zum 31. Mai 2026 im Grafschafter Museum zu sehen. Es gilt der reguläre Museumseintritt: Familien 4,50 Euro, Erwachsene 3 Euro, Kinder ab 6 Jahre 1 Euro. Inhaberinnen und Inhaber eines gültigen Bibliotheksausweises haben freien Eintritt. Das Team des Grafschafter Museums bittet um Anmeldung zur Führung unter: 0 28 41 / 201-68 200.

Moers: Spontan Frühjahrskonzert des Niederrheinischen Kammerorchesters erleben
‚Klassik pur‘ verspricht das Frühjahrskonzert des Niederrheinischen Kammerorchesters Moers (NKM) am kommenden Samstag (21. März) um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Rheinkamp (Kopernikusstraße 11). Dafür sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Auf dem Programm stehen die Ouvertüre im italienischen Stil C-Dur D 591 und die Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200 von Franz Schubert sowie das Violinkonzert G-Dur op. 2 Nr. 1 von Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges.

Den Solopart übernimmt der Geiger Michel Gershwin, der auf vielen internationalen Bühnen auftritt und renommierte Preise gewonnen hat. Die musikalische Leitung hat Philip van Buren. Eintrittskarten an der Abendkasse kosten 17 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. 

Erfolgreicher Fachtag der Städte Dinslaken und Voerde zu Chancen und Risiken für Kinder in den sozialen Medien
Als Kooperationsprojekt der Netzwerke „Frühe Hilfen“ und „Kinderschutz“ sowie der Kinder- und Jugendförderung der Städte Dinslaken und Voerde wurde zum Thema „Chancen & (Kinder-)Schutz im digitalen Raum“ zu einem Fachtag eingeladen. Mehr als 100 Fachkräfte aus unterschiedlichen pädagogischen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe kamen am 18.03.2026 im Rathaus Voerde zusammen, um sich intensiv mit Chancen und Schutzfragen im digitalen Raum auseinanderzusetzen.

Besonders eines wurde an diesem Nachmittag deutlich: Kinderschutz im digitalen Raum gelingt nur gemeinsam! Die enge Zusammenarbeit der beteiligten Akteur*innen spiegelte sich nicht nur in der Organisation, sondern auch in der Atmosphäre des Tages wider – geprägt von Offenheit, gegenseitiger Wertschätzung und dem gemeinsamen Ziel, Kinder und Jugendliche wirkungsvoll zu stärken und zu schützen.

In zwei Impulsvorträgen wurden aktuelle Entwicklungen der digitalen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen beleuchtet. Dabei ging es sowohl um Risiken und Schutzbedarfe als auch um die Chancen, die digitale Medien für Bildung, Teilhabe und Prävention bieten. Schnell wurde klar: Die Anforderungen an Fachkräfte verändern sich – und mit ihnen die Notwendigkeit, Wissen zu bündeln und gemeinsam handlungsfähig zu bleiben.

Diskutiert wurden in unterschiedlichen Workshops konkrete Praxiserfahrungen, pädagogische Handlungsmöglichkeiten sowie zukünftige Entwicklungen im digitalen Raum. Der kollegiale Austausch stand dabei klar im Vordergrund. Viele nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, bestehende Kooperationen auszubauen und neue Perspektiven kennenzulernen.

Das positive Feedback am Ende des Fachtages sprach für sich. Der Fachtag wurde von den Teilnehmenden als Gewinn für die berufliche Praxis gewertet. Zahlreiche Fachkräfte wünschten sich eine Fortsetzung des Formats. Der große Zuspruch zeigt, wie wichtig verlässliche Netzwerke und gemeinsame fachliche Standards sind – gerade dann, wenn es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen in einer zunehmend digitalen Welt geht.  

STADTRADELN in Dinslaken geht in die nächste Runde
Bereits zum zwölften Mal beteiligt sich die Stadt Dinslaken am bundesweiten Wettbewerb STADTRADELN. Gemeinsam mit den Kommunen des Kreises Wesel findet die Aktion vom 10. bis 30. Mai 2026 statt. Ziel ist es, möglichst viele Wege mit dem Fahrrad oder Pedelec zurückzulegen – egal, ob für Arbeit, Freizeit oder Einkäufe.

Jeder Kilometer zählt für das eigene Team, die Stadt Dinslaken und den Kreis Wesel. Organisiert wird die Aktion vom Klima-Bündnis e.V., dem größten kommunalen Netzwerk für Klimaschutz. Die gefahrenen Kilometer können online unter www.stadtradeln.de/dinslaken oder per STADTRADELN-App erfasst werden.

Teilnehmen können Einzelpersonen oder Teams – etwa aus Schulen, Vereinen oder Unternehmen. Im vergangenen Jahr hatten über 1.300 aktiv Teilnehmende mehr als 216.000 Kilometer erradelt, ein Stadt-Rekord. Die Stadt hofft auf eine ähnlich rege Beteiligung in diesem Jahr. Die Anmeldung oder Registrierung zur Aktion ist ab sofort möglich unter https://www.stadtradeln.de/registrieren.
Die Anmeldedaten aus dem letzten Jahr können wieder benutzt werden. Die Teams und Unterteams müssen allerdings neu gegründet werden.

Moers: Video sorgt für Aufregung im Freizeitpark - Enni sichert unbekanntes Kabel
 ür Aufregung hat am Mittwoch ein Video gesorgt, das eine Moerserin in den sozialen Netzwerken geteilt hat. Darauf ist ein Knall zu hören sowie eine Art Explosion zu sehen, die sich am Rand der Ballonwiese im Moerser Freizeitpark ereignet hat. Nachdem die Enni von dem Video erfahren hatte, machten sich Monteure umgehend auf den Weg, um die Stelle abzusichern.

Da das vermutete Fremdkabel nicht in den Leitungsplänen der Enni verzeichnet ist, schaltete das Unternehmen vorsorglich den gesamten Park stromlos. Noch am Vormittag begannen die Tiefbauarbeiten. Dabei legten die Monteure ein bislang unbekanntes Kabel frei und sicherten es mit einer spannungsfesten Endmuffe.

Im Nachgang wird die Enni gemeinsam mit der Stadt Moers klären, wem die Leitung gehört. Vermutlich stammt sie aus einer Zeit, als auf dieser Wiese noch Veranstaltungen stattgefunden haben. Die Enni weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, bei Gefahrensituationen je nach Sachlage die Polizei, die Feuerwehr oder direkt die Enni unter der Telefonnummer 02841 / 104‑114 zu informieren. Die Störungsstelle der Enni ist rund um die Uhr erreichbar.

Bürgerbüro Hiesfeld schließt am 19.03.26 krankheitsbedingt früher
Das Bürgerbüro Hiesfeld schließt heute (19.03.2026) krankheitsbedingt um 12.00 Uhr.  Die Bürger*innen, die einen Nachmittagstermin gebucht haben, wurden darüber informiert und können bis 16.00 Uhr das Bürgerbüro Stadtmitte aufsuchen.

Dinslaken: Stadtinfo am 19.3. nachmittags geschlossen
Die Dinslakener Stadtinfo am Rittertor ist am Donnerstag, 19. März 2026, von 10 bis 13 Uhr geöffnet, muss jedoch am Nachmittag geschlossen bleiben. Am Freitag, 20. März, sind die Öffnungszeiten wieder wie gewohnt von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.

Preisschock beim Öl: Inflation in kommenden Monaten auf über 2,5 Prozent

Quelle Hans-Böckler-Stiftung

Ferienwohnung in drei Akten — wo bei der Urlaubsbuchung Probleme entstehen und wie Reisende vorbeugen können.
Die Buchungssaison für den Sommerurlaub läuft, viele planen angesichts internationaler Krisen eine Reise in europäische Nachbarländer. Ferienwohnungen sind da eine naheliegende Wahl. Aber Vorsicht: Auch eine bestätigte Buchung und eine bezahlte Unterkunft garantieren noch keinen sorgenfreien Urlaub.

Bild: KI-generiert

Beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland melden sich regelmäßig Reisende mit Problemen — von kurzfristigen Stornierungen über Zusatzkosten bis hin zu unangenehmen Überraschungen vor Ort. Ein Blick auf typische Streitfälle zeigt, worauf Reisende achten sollten, um solche Situationen zu vermeiden oder besser zu bewältigen.

Erster Akt: Nach der Buchung — wenn plötzlich etwas nicht mehr stimmt
Alles scheint geregelt — bis eine neue Nachricht eintrifft, in der eine höhere Anzahlung, eine zusätzliche Gebühr oder eine Kaution verlangt wird. Ob solche Forderungen berechtigt sind, hängt vom Vertrag ab.

Reisende sollten daher erst prüfen, ob entsprechende Kosten tatsächlich vereinbart waren, bevor sie zahlen.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Geld direkt überwiesen werden soll — also außerhalb der Buchungsplattform. Das kann zwar Gebühren sparen, birgt aber auch Risiken. Denn erfolgt die Zahlung am System vorbei, besteht bei Problemen in der Regel kein Schutz durch die Plattform.

Auch kurzfristige Stornierungen durch Vermieter gehören zu den häufigen Konflikten. In der Hochsaison müssen Betroffene dann oft unter Zeitdruck Ersatz suchen und deutlich mehr bezahlen. Wichtig ist, die Absage über die Plattform zu melden und alle Unterlagen aufzubewahren. Je besser der Ablauf dokumentiert ist, desto eher lassen sich mögliche Ansprüche prüfen.

Zweiter Akt: Ankunft — wenn die Realität nicht der Beschreibung entspricht
Nicht jedes Problem beginnt online. Manche zeigen sich erst vor Ort — manchmal in dem Moment, in dem die Tür aufgeht. Die Wohnung ist kleiner als zugesagt, schlecht gereinigt, anders ausgestattet oder deutlich heruntergekommener als auf den Bildern erkennbar. In besonders schwierigen Fällen stehen Reisende sogar vor verschlossenen Türen, weil die Anfahrtsbeschreibung nicht korrekt ist oder der Zugang nicht funktioniert.

So verständlich der Ärger ist: Vorschnell abzureisen kann die Situation verschlimmern. Zunächst sollte der Vermieter und ggf. zusätzlich der Vermittler umgehend schriftlich über Mängel informiert werden. Zudem sollte möglichst alles dokumentiert werden, etwa mit Fotos oder Videos. Der Vermieter muss die Gelegenheit erhalten, das Problem zu beheben. Kann oder will er dies nicht, lassen sich mit entsprechenden Nachweisen Ansprüche später leichter durchsetzen. Wer ohne Rücksprache einfach abreist, riskiert unter Umständen, auf Kosten sitzen zu bleiben.

Dritter Akt: Nach der Abreise — wenn der Urlaub endet, aber der Ärger bleibt
Auch nach einem gelungenen Aufenthalt folgt manchmal eine böse Überraschung. Urlauber wenden sich nach ihrer Rückkehr an das EVZ — meist dann, wenn die Kaution nicht oder nur teilweise zurückgezahlt wird. Plötzlich ist von Schäden die Rede, die mit dem Geld behoben werden sollen.

Eine Kaution ist grundsätzlich zulässig, darf jedoch nur für tatsächlich durch den Reisenden verursachte Schäden oder vereinbarte Kosten verwendet werden. Vermieter müssen entsprechende Forderungen nachvollziehbar begründen. Ohne eigene Nachweise zum Zustand der Unterkunft bei Ein- und Auszug ist es für Reisende schwer, unberechtigte Einbehalte anzufechten. Fotos bei Ankunft und Abreise können im Streitfall entscheidend sein. Ebenso eine Dokumentation der Zählerstände für Strom, Gas und Wasser.

Epilog: Wer ist eigentlich zuständig?
Ferienwohnungen bieten viel Freiheit. Gleichzeitig beruhen sie aber meist auf direkten Verträgen mit dem Vermieter vor Ort — häufig über Ländergrenzen hinweg. Das bedeutet: Reisende schließen den Vertrag direkt mit privaten oder gewerblichen Anbietern ab. Buchungsplattformen treten dabei häufig nur als Vermittler auf und sind bei Problemen nicht automatisch verantwortlich.

Kommt es zum Streit, ist daher entscheidend, wo genau das Problem liegt, wer tatsächlich Vertragspartner ist und welches Recht gilt. In der Regel kommt das Landesrecht zur Anwendung, in dem die Immobilie liegt. EU-weit einheitliche Regelungen gibt es in diesem Bereich nicht. Das Europäische Verbraucherzentrum unterstützt Verbraucher kostenlos, wenn ein gewerblicher Anbieter in einem anderen EU-Land ansässig ist. Handelt es sich hingegen um eine rein private Vermietung, kann das EVZ nicht tätig werden.

Umso wichtiger ist es, von Anfang an für Klarheit zu sorgen. Wer ungewöhnliche Forderungen prüft, Mängel sofort meldet und Unterlagen sowie Fotos sichert, hat im Konfliktfall deutlich bessere Chancen, seine Ansprüche durchzusetzen.

Worauf Reisende besonders achten sollten
• Zahlungen möglichst ausschließlich über die Buchungsplattform abwickeln.
• Anzeige, Buchungsbestätigung und Kommunikation sichern — etwa per Screenshot.
• Ungewöhnlich günstige Angebote besonders kritisch prüfen.
• Mängel vor Ort sofort schriftlich melden und dokumentieren.
• Möglichst innerhalb der Plattform kommunizieren, damit Absprachen nachvollziehbar bleiben.
• Unterkunft bei Ankunft und Abreise fotografieren.
• Zusatzforderungen nur akzeptieren, wenn sie vertraglich vereinbart und nachvollziehbar sind.
• Regelungen zur Kaution und zu den Rückzahlungsmodalitäten vorab prüfen.
So bleibt der Urlaub eine schöne Erinnerung — und kein Drama in drei Akten.




Engpassberufe in NRW: Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte überdurchschnittlich entlohnt
* Vollzeitbeschäftigte Fachkräfte verdienten durchschnittlich 4.045 Euro brutto im Monat
* Fachkräfte für Gesundheits- und Krankenpflege verdienten 4.501 Euro brutto im Monat
* Augenoptiker/-innen, Orthopädie- und Rehatechniker/-innen dagegen weit unterdurchschnittlich entlohnt 

Die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit macht auch in Nordrhein-Westfalen in einzelnen Berufen einen Fachkräftemangel deutlich. Über alle Berufe hinweg haben in NRW vollzeitbeschäftigte Fachkräfte im April 2025 durchschnittlich 4.045 Euro brutto im Monat (ohne Sonderzahlungen) verdient.



Wie das Statistische Landesamt auf Grundlage der Verdiensterhebung mitteilt, lagen die Monatsverdienste trotz vorhandener Engpässe für Fachkräfte in den Berufen Augenoptiker/-in (2.879 Euro), Orthopädie- und Rehatechniker/-in (3.083 Euro), Hörgeräteakustiker/-in (3.308 Euro) und Zahntechniker/-in (3.718 Euro) zum Teil um mehr als 500 Euro unter dem Durchschnitt.

Fachkräfte in der Geburts- und Entbindungspflege (4.383 Euro), Altenpflege (4.392 Euro), Gesundheits- und Krankenpflege (4.501 Euro) und in der Operationstechnischen Assistenz (4.770 Euro) wurden hingegen überdurchschnittlich entlohnt.

1,9 Millionen Personen beginnen 2025 ein Bildungsprogramm im Anschluss an die Sekundarstufe I oder ein Studium
• Anfängerzahl insgesamt unverändert gegenüber dem Vorjahr
• Weiterhin wachsende Zahl an Ausländerinnen und Ausländern in den Sektoren Berufsausbildung, Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung und Studium

Im Jahr 2025 haben in Deutschland rund 1,9 Millionen Personen ein Studium aufgenommen, eine Berufsausbildung angefangen, ein Programm im Übergangsbereich zwischen Schule und Berufsbildung begonnen oder den Weg zum Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung eingeschlagen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der integrierten Ausbildungsberichterstattung mitteilt, blieb die Anfängerzahl in diesen Bildungsbereichen damit nahezu unverändert gegenüber dem Jahr 2024 (+0,1 % oder +1 100 Personen).

Leichte Zunahme der Anfängerzahlen in den Sektoren Studium und Übergangsbereich Von den insgesamt 1,9 Millionen Personen haben im Jahr 2025 rund 688 200 nach Abschluss der Sekundarstufe I eine Berufsausbildung begonnen, das waren 1,2 % oder 8 200 Personen weniger als im Jahr 2024.

Demgegenüber stieg die Zahl der Personen, die nach Abschluss der Sekundarstufe II ein Hochschulstudium aufnahmen, im Vorjahresvergleich um 1,6 % oder 7 700 auf rund 502 300 Personen. Rund 262 200 junge Menschen begannen im Jahr 2025 ein Bildungsprogramm im Übergangsbereich zwischen Schule und Berufsausbildung.

Die Anfängerzahl in diesen Bildungsprogrammen nahm damit gegenüber 2024 um 0,7 % oder 1 700 Personen zu und stieg bereits im vierten Jahr in Folge. 61 % der Anfängerinnen und Anfänger im Übergangsbereich waren männlich. Ziel der Programme des Übergangsbereichs ist der Erwerb beruflicher Grundkenntnisse, das Erlernen der deutschen Sprache oder das Nachholen eines Schulabschlusses.

Rund 463 800 Schülerinnen und Schüler haben 2025 den Weg zum Abitur beziehungsweise zum Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung eingeschlagen – entweder in gymnasialen Oberstufen oder an beruflichen Schulen. Hier gab es keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr (0,0 %).

Zahl der Ausländerinnen und Ausländer im Sektor Integration in Ausbildung leicht gesunken
Nachdem die Zahl von Anfängerinnen und Anfängern mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2024 in allen Sektoren deutliche Zuwächse verzeichnet hatte, war dies im Jahr 2025 nicht mehr der Fall. Weiterhin hohe Anstiege gab es nur noch in zwei Bereichen: So begannen 132 500 Ausländerinnen und Ausländer eine Berufsausbildung, das waren 11 % oder 13 500 mehr als im Vorjahr.

Mit 49 900 Personen begannen zudem 7 % oder 3 400 mehr Ausländerinnen und Ausländer ein Programm zum Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung als im Jahr 2024. Die Zahl der ausländischen Studienanfängerinnen und -anfänger wuchs im Jahr 2025 gegenüber 2024 hingegen nur noch um 1,7 % oder 2 400 auf 148 100 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Im Übergangsbereich zwischen Schule und Berufsausbildung (Integration in Ausbildung) sank die Anfängerzahl unter den Ausländerinnen und Ausländern sogar leicht um 1,1 % oder 1 200 auf 108 500 Personen. Die Zuwächse der ausländischen Bildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in den drei genannten Sektoren dürften wie bereits in den Vorjahren vorrangig auf nach Deutschland zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene zurückzuführen sein, die sukzessive in die verschiedenen Sektoren des deutschen Bildungssystems einmünden.



Wesel: Datenschutz im Kinderschutz: Fachkräfte stärken ihre Handlungssicherheit
 Auf gemeinsame Einladung der Netzwerke Kinderschutz Kreis Wesel, Voerde und Dinslaken fand am Dienstag, 17. März 2026, eine interkommunale Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Datenschutz im Kinderschutz“ im Kreishaus statt. Organisiert wurde die Veranstaltung durch die Koordinatorinnen der Netzwerke: für den Kreis Wesel Christina Hetjens, für Voerde Heike Schönewald und für Dinslaken Daniela Pagonakis.

Vertreterinnen und Vertreter aus der Jugendhilfe, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen, der Polizei sowie dem Gesundheitswesen nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit den rechtlichen Rahmenbedingungen des Datenschutzes im Kontext des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung auseinanderzusetzen. Kreisdirektor Ralf Berensmeier betonte in seinem Grußwort die besondere Bedeutung einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg: „Kinderschutz ist eine gemeinsame Verantwortung.

Die gute Kooperation zwischen den Jugendämtern in Wesel, Voerde und Dinslaken zeigt, wie wichtig abgestimmtes Handeln und fachlicher Austausch sind.“  Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Fachkräfte einerseits dem Schutzauftrag gegenüber Kindern und Jugendlichen gerecht werden und andererseits datenschutzrechtliche Vorgaben sicher einhalten können. Als Referent konnte Prof. Dr. Jan Kepert gewonnen werden.

Der Jurist und Hochschullehrer lehrt seit 2011 an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl und ist durch zahlreiche Publikationen im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII) anerkannt. In seinem praxisnahen Vortrag stellte er die maßgeblichen rechtlichen Grundlagen dar, ordnete typische Fallkonstellationen ein und beantwortete Fragen aus der Praxis. 

Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig fachliche Sicherheit im Umgang mit sensiblen Daten ist. Gerade im interdisziplinären Zusammenwirken verschiedener Professionen sind klare Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen eine wesentliche Voraussetzung für effektiven Kinderschutz. Die positive Resonanz der Teilnehmenden unterstreicht den Bedarf an weiterem fachlichem Austausch. Die beteiligten Jugendämter werden ihre bewährte Zusammenarbeit im Netzwerk Kinderschutz auch künftig fortsetzen und weiter ausbauen.

Weitere gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen im Kinderschutz sind bereits in Planung.

Kreisdirektor Ralf Berensmeier, die Koordinatorinnen des Netzwerk Kinderschutz Christina Hetjens (Kreis Wesel), Heike Schönewald (Stadt Voerde) und Daniela Pagonakis (Stadt Dinslaken) sowie Referent Prof. Dr. Jan Kepert vor der Veranstaltung.

Sommerferienprogramm der Stadt Kleve: Anmeldezeitraum startet bald!
Während steigende Temperaturen und Sonnenschein aktuell bereits die Vorfreude auf den Sommer steigen lassen, befindet sich die Stadt Kleve mitten in den Vorbereitungen für das diesjährige Sommerferienprogramm. Denn auch 2026 erwartet Kinder aus der Schwanenstadt wieder ein buntes städtisches Ferienprogramm.

Kinder aus der Schwanenstadt können sich unter anderem wieder auf die Ferienfreizeit auf dem Fingerhutshof freuen.

Für alle Ferienangebote ist eine Online-Anmeldung notwendig – und die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Schnell sein lohnt sich! Viele Programmpunkte sind oftmals in Windeseile ausgebucht. Eine Übersicht aller Ferienangebote mit allen Details zum Programm, zu möglichen Kosten und den Details der Anmeldung finden Interessierte auf www.kleve.de/sommerferien.

Schon in der kommenden Tagen gehen die ersten Anmeldeformulare online. Bei der alljährlichen Ferienfreizeit auf dem Fingerhutshof in Kalkar-Wissel erwartet die Kinder ein kreatives und spannendes Angebot auf einem vielseitigen Gelände. Neben einer großen Spielwiese steht den Kindern ein Spielplatz mit vielen Geräten inklusive einer Wasserspielanlage zur Verfügung.

Das Betreuerteam freut sich darauf, den Kindern ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Workshops und Angeboten bieten zu können. Die Tagesfreizeiten richten sich an Klever Kinder im Alter von 6-12 Jahren und finden in den letzten drei Wochen der Sommerferien statt.

Die Anmeldung zur Freizeit ist ab dem 24.03.2026 möglich und erfolgt ausschließlich online.  Auch die Ferienfreizeit auf dem städtischen Abenteuerspielplatz Robinson bietet abenteuerlustigen Kindern im Alter von 7-14 Jahren die Möglichkeit, in den ersten vier Wochen der Sommerferien zu Matschen zu Toben und zu Klettern. Anmeldungen sind ab dem 18.05.2026 online möglich.

Im Anschluss daran werden auch in diesem Jahr wieder Kinder mit und ohne Behinderung zwischen 6 und 14 Jahren gesucht, die bei der inklusiven Abenteuerfreizeit Robi-Plus in den letzten zwei Wochen auf dem Robinsonspielplatz mitmachen wollen.
Gemeinsames Kochen, Basteln, Werkeln und einiges mehr sind im Angebot. Diese Maßnahme ist besonders für Kinder mit Förderberdarf gedacht. Aus diesem Grund ist eine intensive pädagogische Begleitung gewährleistet. Hierzu sind Anmeldungen ab dem 27.04.2026 per E-Mail möglich.

Zudem bieten verschiedene Einrichtungen und Vereine während der Sommerferien vielseitige Ferien- und Sportkurse an. So bietet die Move Factory Kindern ab 11 Jahren an, in die Welt des Parkour-Sportes einzutauchen und der Schachklub Turm Kleve gibt einen Einblick in Schach für Anfänger. Weitere Informationen zu den einzelnen Angeboten gibt es nach den Osterferien auf www.kleve.de/sommerferien

Kreis Wesel saniert Radweg auf der Marienbaumer Straße (K10) in Xanten
Der Kreis Wesel beginnt am Montag, 23. März 2026, mit der Sanierung des rund 1,8 Kilometer langen asphaltierten Teils des Radwegs entlang der Marienbaumer Straße zwischen den Ortsdurchfahrten Marienbaum und Vynen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Mittwoch, 01. April 2026, abgeschlossen sein.

Während der Bauzeit wird die Marienbaumer Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Für den Verkehr wird eine weiträumige Umleitung über das umliegende klassifizierte Straßennetz eingerichtet. Die Umleitung verläuft über die K32 Gesthuyser Straße, L8 Reeser Straße zur B57 Kalkarer Straße und umgekehrt. 

Alle querenden und einmündenden Straßen werden gesperrt und als Sackgassen ausgewiesen. Der Rad- und Fußgängerverkehr wird ortsnah über das Gemeindestraßennetz umgeleitet.  Die Zufahrt wird einseitig für den ÖPNV sowie für den Müllentsorgungsbetrieb gewährleistet. Die Anwohner kommen zu ihren Grundstücken und Rettungsfahrzeuge können jederzeit passieren.

Die Sanierung des Radwegs an der Kreisstraße 10 ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Kreis Wesel und dient der Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Teilnehmenden. Mit der Durchführung der Arbeiten wurde die AMT Alex Maas Tiefbauunternehmung GmbH & Co. KG aus Moers beauftragt. Der Kreis Wesel dankt allen Verkehrsteilnehmenden für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauphase.

Moers: Betriebsversammlung bei Enni Notdienst ist stets erreichbar  
Die Beschäftigten der ENNI Energie & Umwelt (Enni) kommen am Mittwoch, 25. März, zu einer Betriebsversammlung zusammen. Deswegen gelten an diesem Tag in den Kundenzentren geänderte Servicezeiten. Das Kundenzentrum der Enni in Neukirchen‑Vluyn ist von 14 bis 16 Uhr geöffnet, das Kundenzentrum an der Steinstraße in der Moerser Innenstadt von 14 bis 18 Uhr.

Die Servicetelefone sind zwischen 8 und 16 Uhr erreichbar. Für dringende Notfälle steht ein Bereitschaftsdienst rund um die Uhr unter der Moerser Rufnummer 02841/104‑114 zur Verfügung.

Altherren-Stadtpokal 2026 am 28. März in Kapellen
Um den Stadtpokal kämpfen die ‚Alten Herren‘ am Samstag, 28. März, im Henri-Guidet-Zentrum in Kapellen. Titelverteidiger ist der SC Rheinkamp. Die Auslosung ergab folgende Gruppeneinteilung. FC Meerfeld, TV Asberg, GSV Moers, TV Kapellen und MSV Moers spielen in Gruppe A, SV Scherpenberg, SC Rheinkamp, SV Schwafheim, VfL Repelen und FC Rot Weiß Moers in Gruppe B.
Die Vorrundenspiele beginnen um 11 Uhr, die Final- und Platzierungsspiele starten ab ca. 16 Uhr. Alle Fußballfans sind eingeladen, die Spiele live zu verfolgen. Der Eintritt ist frei.

Bau-Turbo-Forum in Kassel: Kommunen, Länder, Bund und Fachpraxis erarbeiten Lösungen
Beim Bau-Turbo Forum in Kassel haben sich vom 16. bis 18. März rund 50 Teilnehmende aus Kommunen, Bund, Fachpraxis und Zivilgesellschaft über die ersten Erfahrungen mit dem seit Ende Oktober geltenden Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung ausgetauscht. In Arbeitsgruppen diskutierten sie die Anwendung der neuen Experimentierklausel im Baugesetzbuch, schnellere Genehmigungsverfahren sowie Praxisfälle aus laufenden Bauanträgen und -projekten.

Im Mittelpunkt des Forums standen Erfahrungen aus Kommunen, die bereits mit den neuen Handlungsspielräumen des Bau-Turbos arbeiten. Diskutiert wurde unter anderem, wie sich Verfahren effizienter organisieren und kommunale Handlungsspielräume durch den Bau-Turbo so nutzen lassen, dass deutlich mehr bezahlbarer und ökologisch verträglicher Wohnraum entsteht.

Das Forum ist Teil des Umsetzungslabors für den Bau-Turbo, das zeitgleich mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes Ende Oktober gestartet ist. Ziel des Prozesses ist es, Erfahrungen aus der Praxis zu bündeln, Herausforderungen sichtbar zu machen und Lösungen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Mit dem Bau-Turbo geben wir den Kommunen neue Möglichkeiten, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Entscheidend ist nun, dass diese Handlungsspielräume auch in der Praxis genutzt werden. Formate wie das Umsetzungslabor unterstützen dabei, Erfahrungen frühzeitig zu teilen, voneinander zu lernen und Hindernisse sichtbar zu machen.
Vor allem angesichts des steigenden Wohnraumbedarfs sind schnellere Verfahren wichtig, um dringend benötigte Projekte zügig umzusetzen. Wenn beispielsweise ein Wohnbauprojekt durch effizientere Abstimmungen Monate früher starten kann, profitieren sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die lokale Wirtschaft unmittelbar davon.“

Luisa Seiler, Leiterin der Bauwende Allianz bei der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether: „Ein Gesetz allein beschleunigt noch keine Bauverfahren. Entscheidend ist, was in der Praxis passiert. In Kassel wurde deutlich, dass viele in der Praxis die gleichen Herausforderungen teilen und eine Vielfalt an spannenden Ideen in der Praxis ausprobiert werden. Genau dafür bringen wir im Umsetzungslabor Kommunen, Bund und Fachpraxis zusammen, damit sie ihre Erfahrungen teilen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“

Simone Fedderke, Stadtklima- und Stadtbaurätin der Stadt Kassel: „Wir freuen uns sehr, dass das Bau-Turbo Forum in Kassel stattgefunden hat. Der direkte Austausch zwischen Bund, Ländern und Fachpraxis hat uns wertvolle Impulse gegeben, wie wir die neuen rechtlichen Spielräume gezielt nutzen können, die wir für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit benötigen: dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum und der gleichzeitigen Pflicht, unsere Städte klimaresilient und nachhaltig umzugestalten.“

Die Erkenntnisse aus dem Forum werden in eine zweite Phase des Umsetzungslabors einfließen. In den kommenden Monaten werden die beteiligten Kommunen ihre Erfahrungen weiter austauschen, konkrete Anwendungsfälle vertiefen und erfolgreiche Ansätze sichtbar machen.

Das Umsetzungslabor ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), der Bauwende Allianz (initiiert und koordiniert von ProjectTogether) und des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu).
Weitere Informationen zum Bau-Turbo und dessen Umsetzungslabor unter www.bmwsb.bund.de/bau-turbo und www.umsetzungslabor-bauturbo.de.

Dinslaken: Konzertreihe: Endlich wieder Frühling
Im Rahmen der achtteiligen Konzertreihe, die die Stadt Dinslaken mit den heimischen musischen Vereinen anbietet, steht die nächste Veranstaltung an. Am Sonntag, 22. März, 17 Uhr, gibt es in der Kathrin-Türks-Halle den musikalischen Auftakt in die neue Jahreszeit. Unter dem Titel „Endlich wieder Frühling“ präsentieren sich das Ensemble Blechspielzeuch und der MGV Concordia des Bergwerks Lohberg 1916 dem Publikum.

Die Sänger und Musiker werden abwechselnd traditionelle und moderne Bergmannslieder und beliebte Hits im Blechbläsersound vortragen. Dabei haben die Vereine eine bunte musikalische Mischung gewählt, die dem Konzerttitel zur freundlichen Jahreszeit entspricht.

Organisiert wird das Konzert vom Fachdienst Kultur der Stadt Dinslaken und der Arbeitsgemeinschaft musischer Vereinigungen 1985. Karten zum Preis von 10 Euro sind bei den mitwirkenden Vereinen, der Stadtinformation am Rittertor online unter stadt-dinslaken.reservix.de erhältlich. Beginn des Konzerts ist um 17 Uhr, Saaleinlass 16:30 Uhr.


Lohberg entdecken – Spannender Spaziergang durch die historische Bergarbeitersiedlung
Am Sonntag, 22. März 2026 lädt Janet Rauch von 16 bis 17:30 Uhr zu einem kurzweiligen Spaziergang durch die denkmalgeschützte Bergarbeitersiedlung Lohberg ein. Ein besonderer Höhepunkt der Tour ist die Besichtigung des Ledigenheims. Die Teilnehmenden werfen einen Blick in die modernisierten Räume, den großen Saal für Kulturveranstaltungen sowie in Bereiche, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind – vom Dachboden über die Kellerräume bis hin zu den Büroräumen.

Abgerundet wird die Führung durch einen Abstecher ins DIZeum – das kleine Ledigenheim-Museum. Der Treffpunkt zur Führung ist am Ledigenheim in Lohberg, Stollenstraße 1. Die Teilnahmegebühr beträgt 7,50 Euro pro Person und ist direkt vor Ort bei der Gästeführerin zu entrichten. Verbindliche Anmeldungen für diesen Rundgang nimmt das Team der Stadtinformation am Rittertor unter Tel. 02064 – 66 222 oder per E-Mail stadtinformation@dinslaken.de gerne entgegen. 

Nach Abstimmung im EU-Parlament: TÜV-Verband warnt vor Flickenteppich bei KI-Regeln
Vorschlag wesentliche Hochrisiko-Anwendungen aus der KI-Verordnung herauszunehmen, führt zu mehr Bürokratie für Start-Ups und Mittelstand und weniger Sicherheit. Mitgliedsstaaten und EU-Kommission sind gefordert den horizontalen Ansatz des AI Acts zu erhalten.

©TÜV

Am 18. März haben der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz (IMCO) und der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) des Europäischen Parlaments ihre Position zur Anpassung des EU AI Act beschlossen und dabei mehrheitlich für einen sogenannten Sektor-Exit bei der KI-Regulierung gestimmt. Zentrale Hochrisiko-Produktbereiche, z. B. Medizinprodukte, Maschinen und Spielzeuge, sollen laut Forderung der Abgeordneten aus dem unmittelbaren Anwendungsbereich der KI-Verordnung herausgelöst und KI-Anforderungen sollen stattdessen künftig in den jeweiligen sektoralen Rechtsakten geregelt werden.

Aus Sicht des TÜV-Verbands wäre dies ein folgenschwerer Kurswechsel, der den horizontalen Regulierungsansatz des AI Acts substanziell schwächt und das europäische Schutzniveau für Hochrisiko-KI gefährdet. „Der EU AI Act ist als weltweit erster umfassender Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz angetreten, um Innovation und Schutz zusammenzudenken“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Wenn sich das Europäische Parlament in den Verhandlungen mit den Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission durchsetzt, endet der europäische Weg bei Künstlicher Intelligenz in einer Sackgasse.“

Sektorale Verlagerung bedeutet Flickenteppich statt Klarheit
Zu Hochrisiko-KI-Systemen zählen Anwendungen, deren Fehlfunktionen oder Fehlentscheidungen erhebliche Folgen für Sicherheit, Gesundheit und Grundrechte haben können, zum Beispiel in den Bereichen Medizin, Robotik, Bewerbungsverfahren oder beim Zugang zu wichtigen Dienstleistungen wie Kreditvergaben.

 Bühler: „Gerade bei industriellen und verbrauchernahen Hochrisiko-KI-Systemen brauchen wir einheitliche Regeln zu Robustheit, Datenqualität, Transparenz, Risikomanagement und menschlicher Aufsicht, damit Sicherheit, Gesundheit und Grundrechte wirksam geschützt werden.“

Die vorgeschlagene sektorale Verlagerung würde den europäischen Rechtsrahmen für Hochrisiko-KI-Systeme nicht vereinfachen, sondern zersplittern. Anforderungen an Künstliche Intelligenz müssten dann in zahlreichen sektoralen Richtlinien und Verordnungen neu erarbeitet und integriert werden – mit unterschiedlichen Standards, Verfahren und Umsetzungsfristen.

KI entwickelt sich schneller als sektorale Regulierung
Ein solcher Sektor Exit würde zudem die Regulierung von Hochrisiko-KI erheblich ausbremsen. KI-spezifische Anforderungen müssten dann mühsam in zahlreiche sektorale Vorschriften eingearbeitet und laufend nachgezogen werden. Angesichts der Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen wäre es kaum möglich, KI-Anforderungen in zahlreichen sektoralen Rechtsakten rechtzeitig anzupassen.

Veraltete Vorschriften würden so selbst zum Innovationshemmnis. Ein horizontaler Ansatz hingegen kann mit der Dynamik von KI Schritt halten und zugleich ein hohes Schutzniveau sichern. „Das wäre kein Bürokratieabbau, sondern der Einstieg in einen regulatorischen Flickenteppich mit mehr Aufwand, mehr Unsicherheit und langfristig höheren Belastungen für Unternehmen“, sagt Bühler.

Gerade für Hersteller, die KI in sicherheitskritischen Produkten wie Medizinprodukten, Maschinen oder vernetzten Verbraucherprodukten einsetzen, sind klare und kohärente Regeln sowie deren europaweit einheitliche Umsetzung entscheidend, um Sicherheit, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zusammenzubringen.

Europa droht Einfluss auf globale KI-Standards zu verlieren
Der AI Act gilt weltweit als Referenzmodell für vertrauenswürdige KI. Viele internationale Akteure orientieren sich bereits an dem europäischen Ansatz. Mit einem Sektor Exit weicht die EU den eigenen KI-Regulierungsansatz auf und verliert an Einfluss auf internationale Standards. Das ist nicht nur regulatorisch relevant, sondern auch wirtschaftspolitisch entscheidend. Denn internationale Standards bestimmen, welche Anforderungen sich in globalen Märkten durchsetzen.

„Wenn Europa seinen Ansatz bei Hochrisiko-KI verwässert, schwächen wir unseren Einfluss auf Regeln, die morgen weltweit gelten“, sagt Bühler. „Und das schwächt auch Europas Wettbewerbsfähigkeit im globalen KI-Wettbewerb.“

Verhandlungen zwischen EU-Parlament und Mitgliedsstaaten müssen den horizontalen Ansatz sichern

Der TÜV-Verband hat bereits gemeinsam mit AlgorithmWatch, AI Policy Lab, ALLAI, BSI - United Kingdom, DEKRA, ForHumanity, Open Knowledge Foundation, The Future Society und TÜV AI.Lab in einem offenen Brief an die Bundesregierung vor einem Sektor-Exit gewarnt. „Jetzt kommt es in den anstehenden Trilogverhandlungen zwischen EU-Parlament und Mitgliedsstaaten darauf an, den horizontalen Ansatz des AI Acts zu verteidigen und Europas Sicherheits- und Vertrauensversprechen bei Hochrisiko-KI-Systemen nicht preiszugeben“, sagt Bühler.

„Eine Rückabwicklung des AI Acts durch die Hintertür wäre der falsche Weg. Anstatt zentrale Produktbereiche aus dem Rechtsrahmen herauszulösen, braucht es zügig Auslegungsleitlinien der Europäischen Kommission, um Überschneidungen mit sektoralem Recht zu klären und ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.“

Am 19. März 2026 veranstaltet der TÜV-Verband dazu das MeetUp „EU KI-Omnibus: Wie geht es weiter mit dem AI Act?“. Axel Voss MdEP, Parsa Marvi MdB, Anisa Idris, Vorstandsmitglied Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e.V., Prof. Dr. Annette Zimmermann, University of Wisconsin, und Franziska Weindauer, CEO TÜV AI.Lab, und diskutieren über die aktuellen Pläne der Europäischen Kommission, den EU AI Act im Rahmen des KI-Omnibus anzupassen.
Das TÜV MeetUp findet online von 9:00 bis 10:00 Uhr statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter: https://www.tuev-verband.de/events/meetups/tuev-meetup-eu-ki-omnibus-wie-geht-es-weiter-mit-dem-ai-act

Feuerwehr Dinslaken zieht positives Fazit zum landesweiten Warntag
Der landesweite Warntag am vergangenen Donnerstag (12.03.2026) diente dazu, die vorhandenen Warnsysteme zu testen und die Bevölkerung für das Thema Bevölkerungswarnung zu sensibilisieren. Um zu prüfen, ob das Stadtgebiet bereits durch moderne elektronische Sirenen versorgt ist, wurden sechs Sirenen älterer Bauart abgeschaltet.

Während des Warntages waren Einsatzkräfte der Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um festzustellen, ob an zuvor festgelegten Punkten Sirenen zu hören waren, und dokumentierten, wie gut die Sirenen vor Ort akustisch wahrgenommen werden konnten. Die Ergebnisse zeigen, dass das Sirenennetz in Dinslaken grundsätzlich gut aufgestellt ist und eine flächendeckende Warnung der Bevölkerung zuverlässig funktioniert.

Die Warnsignale waren in allen Stadtteilen deutlich zu hören. Es wird parallel noch auf eine Beschallungsanalyse gewartet, die Optimierungspotenzial aufzeigen könnte.  Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehrkräften, die den Warntag ehrenamtlich unterstützt haben und einen wichtigen Beitrag zur Überprüfung des Warnsystems geleistet haben. Durch ihr Engagement konnte ein realistisches Bild über die Wahrnehmbarkeit der Sirenen im Stadtgebiet gewonnen werden.

Dinslaken: Neues Amtsblatt
Am 17. März 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Neben einer öffentlichen Zustellung enthält es die Tagesordnung zur Sitzung des Rates am 26. März 2026. Dieser tagt ab 17 Uhr in der Kathrin-Türks-Halle. Die städtischen Amtsblätter können auch online eingesehen werden.



Baugenehmigungen für Wohnungen im Januar 2026: +8,4 % zum Vorjahresmonat
Baugenehmigungen im Neubau im Januar 2026 zum Vorjahresmonat:
+6,0 % bei Wohngebäuden insgesamt
+12,6 % bei Einfamilienhäusern
+26,1 % bei Zweifamilienhäusern
+7,1 % bei Mehrfamilienhäusern

Im Januar 2026 wurde in Deutschland der Bau von 19 500 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 8,4 % oder 1 500 Baugenehmigungen mehr als im Januar 2025. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 7,4 % oder 1 100 auf 16 400. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,5 % oder 400 auf 3 100.



Aufwärtstrend bei Ein- und Mehrfamilienhäusern hält an In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Januar 2026 insgesamt 16 000 Wohnungen genehmigt, das waren 6,0 % oder 900 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,6 % (+400) auf 3 800.

Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 26,1 % (+300) auf 1 200 zu. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 10 500 Neubauwohnungen. Das war einen Anstieg um 7,1 % (+700) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen fiel im Vergleich zum Januar 2025 um 47,6 % (-450) auf 500 Wohnungen.

In neuen Nichtwohngebäuden wurden im Januar 2026 insgesamt 350 Wohnungen (+148,6 %; +200) genehmigt. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen. Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden im Januar 2026 insgesamt 3 100 Wohnungen genehmigt, das waren 13,5 % oder 400 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.

Neue Pflegemodellrechnung für NRW: Bis 2050 wird jede zehnte Person pflegebedürftig sein
* Etwa 1,7 Millionen Pflegebedürftige in 2050 erwartet
* Größte Zuwächse bei stationärer Pflege und ambulanten Pflegediensten
* Zahl der Pflegebedürftigen steigt in den Kreisen stärker als in den Städten – höchste Zuwächse in Coesfeld, Borken, Paderborn

Laut der aktuellen Pflegemodellrechnung werden bis zum Jahr 2050 in Nordrhein-Westfalen knapp 1,7 Millionen Menschen und damit etwa jede zehnte Person pflegebedürftig sein. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind die größten Zuwächse bei stationärer Pflege und ambulanten Pflegediensten zu erwarten.



So wird im Vergleich zum Jahr 2023 die Zahl der Pflegebedürftigen in stationärer Pflege um gut ein Drittel zunehmen und 2050 bei 226.300 Personen liegen. Die Zahl der durch ambulante Pflegedienste versorgten Menschen wird im gleichen Zeitraum um 28 % zunehmen und 307.600 Personen umfassen.

Der ausschließliche Bezug von Pflegegeld wird, wie bereits im Jahr 2023, mit knapp 60 % die häufigste Leistungsart bleiben. Bis 2050 werden, mit 963.600 Personen, 18 % mehr Menschen diese Leistung in Anspruch nehmen, als noch 2023.

Zahl der Pflegebedürftigen steigt in den Kreisen stärker als in den Städten
In allen Kreisen und kreisfreien Städten von NRW, wird bis 2050 ein Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen erwartet. Dabei zeigt sich, dass die Zuwächse in den Kreisen stärker ausfallen werden, als in den kreisfreien Städten. So wird in 23 von 31 Kreisen ein Anstieg über dem Landesdurchschnitt von 21 % erwartet, während dies auf lediglich 3 der 22 kreisfreien Städte zutrifft.

Die höchsten Zuwächse bei der Zahl der Pflegebedürftigen werden in den Kreisen Coesfeld (+46 %), Borken (+45 %) und Paderborn (+43 %) erwartet. Innerhalb der kreisfreien Städte ist in Münster (+37 %), Bonn (+32 %) und Bottrop (+22 %) vom höchsten Wachstum auszugehen.



Deutlich niedriger fallen die Anstiege dagegen insbesondere im Ruhrgebiet aus. So zeigen sich die geringsten Zunahmen an pflegebedürftigen Menschen in den kreisfreien Städten Hagen, Gelsenkirchen und Herne mit jeweils ca. +7 %.

Im neuen Artikel Pflegemodellrechnung für NRW 2024 bis 2050/70 (https://statistik.nrw/service/veroeffentlichungen/statistik-kompakt/pflegemodellrechnung-fuer-nrw-2024-bis-2050-2070) https://statistik.nrw/service/veroeffentlichungen/statistik-kompakt/pflegemodellrechnung-fuer-nrw-2024-bis-2050-2070
wird die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit im Land sowie in den Kreisen und kreisfreien Städten detailliert dargestellt.

NRW: Fast jeder dritte Azubi in der Pflege war 2025 männlich
* Insgesamt befanden sich, laut vorläufiger Ergebnisse, 41.244 Personen in der Pflegeausbildung – rund 8 % mehr als im Jahr 2024
* Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um fast 2 % gestiegen
* Männeranteil im Pflegestudium bei rund 22 %

Zum Jahresende 2025 befanden sich 41.244 Personen in der beruflichen Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann. Wie das Statistische Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das rund 8 % mehr Personen als im Jahr zuvor: Ende 2024 hatte es 38.088 Pflegeauszubildende in NRW gegeben. Von den Pflegeazubis im Jahr 2025 waren 29.145 weiblich und 12.099 männlich.

Der Männeranteil in der beruflichen Pflegeausbildung stieg seit dem Start der generalistischen Ausbildung im Jahr 2020 kontinuierlich an: Während Ende 2020 noch rund jeder vierte Azubi männlich gewesen war, traf das Ende 2025 fast auf jeden dritten Azubi zu.



Zahl der Neuabschlüsse in der Pflegeausbildung 2025 gestiegen
Im Jahr 2025 wurden 17.253 Ausbildungsverträge in der Pflege neu abgeschlossen; das waren knapp 2 % mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil der Männer bei den Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag lag im Jahr 2025 bei 31,2 % und war damit im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozentpunkte gestiegen: Im Jahr 2024 waren noch 29,3 % der neuen Pflegeazubis männlich gewesen.

Männeranteil bei Pflegestudierenden bei rund 22 %
Neben den Auszubildenden in der beruflichen Pflegeausbildung werden in der Pflegeausbildungsstatistik seit 2024 auch Studierende erfasst, die eine hochschulische Pflegeausbildung im Rahmen eines Studiums absolvieren. Im Pflegestudium lag der Männeranteil im Jahr 2025 bei rund 22 %: Von den insgesamt 180 Studierenden in der hochschulischen Pflegeausbildung waren 141 weiblich und 39 männlich.


Berlin muss Niederrhein-Wirtschaft stärken - IHK-Unternehmer: Mehr Tempo bei Reformen  
Die Bundesregierung hat eine Wirtschaftswende angekündigt und Milliarden-Schulden aufgenommen. Doch die Betriebe am Niederrhein merken davon wenig. Schleppende Bürokratie, marode Brücken und hohe Steuern bremsen die Wirtschaft aus. Die Sorgen der Unternehmen sind so groß wie lange nicht mehr. Eine Delegation der Niederrheinischen IHK machte bei ihrem Besuch bei Spitzenpolitikern des Bundestages deutlich: So geht es nicht weiter.  

„Unsere Unternehmen leiden unter den Standard-Bedingungen. Wir erleben die längste Stagnation seit 80 Jahren. Unsere Firmen bauen Stellen ab und investieren nicht mehr“, beschreibt Werner Schaurte-Küppers, Präsident der Niederrheinischen IHK, die Lage.

„Die Bundesregierung hat uns vor einem Jahr Reformen versprochen. Wir sind in Berlin, um diese einzufordern: Weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und niedrigere Steuern, einfachere Existenzgründungen sowie Innovation fördern. Stattdessen diskutiert Berlin, die Betriebe bei Rente oder Erbschaft mehr zu belasten. Das ist Gift für den Mittelstand“, bekräftigt Schaurte-Küppers.  

Einsatz für den Stahl Im Gespräch mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und dem Staatssekretär für Wirtschaft Stefan Rouenhoff erläuterten die Unternehmer der Region ihre Sorgen. Sie fordern, die Stahlindustrie schnell vor Billig-Importen aus China zu schützen. „Der größte Stahlstandort der EU für uns in Duisburg bleibt unter Druck. Die Unternehmen müssen viele tausend Stellen streichen. Wir brauchen hier eine Perspektive, auch für die Transformation hin zu grünem Wasserstoff“, betont der IHK-Präsident.  

Infrastrukturgesetz guter Einstieg Auch bei der Infrastruktur drücken die Unternehmer aufs Tempo. „Es ist gut, dass die Bundesregierung nun ernst machen will mit schnelleren Verfahren. Die Sanierung muss zügiger gehen. Eine kaputte Brücke muss in zwei Jahren ersetzt sein“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.  

Delegation fordert schnelles Handeln
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas zeigte beim Treffen mit der Delegation vom Niederrhein Verständnis für die Sorgen der Wirtschaft: „Internationale Krisen, Transformation, demografischer Wandel: Unternehmen und Beschäftigte in unserem Land stehen vor großen Herausforderungen. Dies gilt auch für die Region Niederrhein, die wirtschaftlich breit aufgestellt ist – von Industrie bis hin zu Logistik, Handel und Dienstleistungen.
Die Herausforderungen können wir nur gemeinsam bewältigen: mit einer starken Sozialpartnerschaft und einem Zusammenspiel aus politischen Rahmenbedingungen, gezielter Unterstützung und unternehmerischer Verantwortung. Das zeichnet unsere soziale Marktwirtschaft aus.“  

Im Wirtschaftsministerium trafen die Unternehmer den Parlamentarischen Staatssekretär Stefan Rouenhoff. „Ein Blick von Kleve über Wesel nach Duisburg zeigt: Die niederrheinische Wirtschaft ist breit aufgestellt, hat eine hohe Wertschöpfungstiefe und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Wohlstand unseres Landes.

Damit unsere Region auch in den nächsten Jahren wirtschaftlich leistungsfähig sein kann, braucht es Investitionen in die Verkehrs- und digitale Infrastruktur, bezahlbare Energiepreise, weniger Bürokratie, mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, geringere Lohnnebenkosten und qualifizierte junge Menschen.

Die hierfür notwendigen Reformen erfordern erhebliche Kraftanstrengungen. Aber sie bringen unsere Region und unser Land wieder nach vorne", betonte er.   In allen Gesprächen machte die IHK-Delegation deutlich, dass sie kraftvolle und mutige Reformen erwarten. Die guten Ansätze der Regierung müssen vor Ort ankommen.    

Unternehmer sprechen mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) darüber, was sie von der Politik erwarten. Foto: Niederrheinische IHK

Hauseigentümer wollen klare Regeln für klimafreundliche Heizungen
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Über 80 Prozent sanierungsinteressierter Hauseigentümer wollen alte Öl- und Gasheizungen ersetzen
- Drei von vier Befragten lehnen die Abschaffung der 65-Prozent-Erneuerbaren-Regel ab
- Starke Ablehnung gegenüber geplanter „Bio-Treppe“ für Gas- und Ölheizungen

Berlin/Duisburg, 18. März 2026 - Eine große Mehrheit der sanierungsinteressierten Hauseigentümer spricht sich klar für den Ersatz alter Öl- und Gasheizungen durch klimafreundliche Systeme aus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online unter ihren Newsletter-Abonnenten. Gleichzeitig stößt die Abschaffung der bisherigen 65-Prozent-Erneuerbaren-Regel im aktuellen Eckpunktepapier für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz auf breite Ablehnung; auch die geplante „Bio-Treppe“ findet in der Zielgruppe wenig Zustimmung.

Nachdem die Eckpunkte für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz veröffentlicht wurden, hat co2online ihre Newsletter-Abonnenten zu den wichtigsten geplanten Änderungen befragt. Mehr als 4.800 Verbraucher haben teilgenommen.

Jeder Dritte für gesetzliche Vorgaben beim Heizungstausch
Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Eine große Mehrheit der Befragten will den Abschied von fossilen Heizungen. Über 80 Prozent sind der Meinung, dass veraltete Gas- und Ölheizungen in Wohngebäuden durch klimafreundlichere Heizsysteme ersetzt werden sollten. Fast jeder Dritte spricht sich dafür aus, diesen Wechsel auch gesetzlich vorzugeben.

Hauseigentümer warnen vor Kostenfalle Gasheizung
Kritisch sehen viele Befragte die geplante Abschaffung der bisherigen 65-Prozent-Erneuerbaren-Regel im Gebäudeenergiegesetz. 56 Prozent bewerten diesen Schritt negativ. In den offenen Antworten wird immer wieder die Sorge geäußert, dass notwendige Entscheidungen weiter aufgeschoben werden. „Das Problem wird auf übermorgen verschoben, statt gelöst“, schreibt ein Teilnehmer. Ein anderer warnt: „Öl- und Gasheizungen werden mittelfristig zur Kostenfalle.“

Starke Ablehnung gegenüber geplanter „Bio-Treppe“
Auch die sogenannte Bio-Treppe, nach der neu eingebaute Gas- und Ölheizungen ab 2029 einen wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen müssen, stößt bei knapp der Hälfte der Befragten auf Ablehnung. Jeder Fünfte ist zudem der Meinung, dass grundsätzlich keine neuen Gas- und Ölheizungen mehr installiert werden sollten. Häufig genannter Grund für die Ablehnung ist die begrenzte Verfügbarkeit entsprechender Brennstoffe. „Bio-Brennstoffe stehen nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, sind teuer und werden in anderen Bereichen dringender benötigt“, heißt es in einer Antwort.

Deutliche Unterschiede je nach politischer Präferenz
Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede je nach politischer Präferenz der Befragten. Beim grundsätzlichen Ziel, veraltete Fossilheizungen durch klimafreundliche Systeme zu ersetzen, sind sich Wähler der Grünen (99 Prozent), der SPD (96 Prozent) und der CDU (82 Prozent) weitgehend einig. Unter AfD-Wählern spricht sich hingegen etwa jeder Zweite gegen einen Austausch aus.

Unterschiede zeigen sich auch bei den konkreten Regelungen: Wähler der Grünen und der SPD lehnen die Abschaffung der 65-Prozent-Regel besonders deutlich ab (Grüne: 95 Prozent, SPD: 78 Prozent), während bei CDU- und AfD-Wählern die Zustimmung zur Abschaffung überwiegt (CDU: 58 Prozent, AfD: 71 Prozent).

Bei der sogenannten Bio-Treppe zeigt sich hingegen parteiübergreifend Skepsis: Sowohl unter Grünen-, SPD- als auch AfD-Wählern lehnt eine große Mehrheit die Regelung ab, während CDU-Wähler hier knapp mehrheitlich zustimmen.

Eigentümer fordern Planungssicherheit für Investitionen
„Unsere Umfrage zeigt ein klares Signal: Viele engagierte Eigentümerinnen und Eigentümer wollen raus aus Öl und Gas und erwarten von der Politik vor allem verlässliche Regeln“, sagt Nadine Walikewitz, Research-Leiterin bei co2online. „Wer heute eine neue Heizung einbaut, entscheidet für Jahrzehnte. Ohne klare Leitplanken werden viele notwendige Investitionen weiter aufgeschoben.“

„Beim Klimaschutz im Gebäudebereich kommt Deutschland insgesamt zu langsam voran“, sagt co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz. „Gerade deshalb braucht es jetzt wirksame politische Instrumente. Sollten ordnungspolitische Vorgaben abgeschwächt werden, müssen andere Hebel umso stärker wirken, etwa ein verlässlicher CO₂-Preis, attraktive Förderprogramme und unabhängige Beratung für Eigentümerinnen und Eigentümer. Nur so lässt sich die Wärmewende im Gebäudebestand wirklich beschleunigen.“

Zur Umfrage
An der Umfrage beteiligten sich mehr als 4.800 Abonnenten des co2online-Newsletters. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung, spiegeln jedoch gezielt die Sicht sanierungsinteressierter Hauseigentümer wider, also einer Gruppe, die konkrete Investitionsentscheidungen trifft. Um politische Verzerrungen zu vermeiden, wurden die Ergebnisse nach aktueller Wahlabsicht gewichtet.

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) steht für Klimaschutz, der wirkt. Mehr als 50 Energie- und Kommunikationsexperten machen sich seit 2003 mit Kampagnen, Energierechnern und PraxisChecks stark dafür, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken.

Die Handlungsimpulse, die diese Aktionen auslösen, tragen messbar zur CO2-Minderung bei. Im Fokus stehen Strom und Heizenergie in Gebäuden, Modernisierung, Bau sowie Hilfe im Umgang mit Fördermitteln. Unterstützt wird co2online unter anderem vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Wenn der Frühling Wirkung zeigt: Wie eine neue App Wildbienen in Städten sichtbar macht
Es beginnt leise. Ein warmer Sonnenstrahl auf dem Balkon. Die ersten Kräuter werden gesetzt. Fenster stehen offen. Und während wir unseren Alltag neu ordnen, startet draußen ein anderes System durch: die Wildbienen-Saison, welche neu mit der App von Wildbiene + Partner verfolgt werden kann.

Die MyBeeHome App macht Biodiversität erstmals sichtbar. (Quelle: Wildbiene + Partner)

Mit den ersten milden Tagen schlüpfen Bienen aus ihren Kokons. Innerhalb weniger Wochen bestäuben sie tausende Blüten. Frühling ist nicht nur eine Jahreszeit. Er ist ein biologischer Neustart und er zeigt, was Wirkung bedeutet: sichtbare Veränderung im eigenen Umfeld. Doch diese Wirkung ist in Städten keine Selbstverständlichkeit mehr.

Wo Wildbienen heute fehlen und warum das entscheidend ist
Wildbienen gehören zu den effektivsten Bestäubern unserer Ökosysteme. Anders als Honigbienen leben die meisten Arten solitär. Rund drei Viertel nisten im Boden, andere – wie die Mauerbiene – nutzen natürliche Hohlräume in Holz oder andere Nisthilfen.

In verdichteten Siedlungsräumen werden genau diese Strukturen zunehmend rar. Versiegelte Flächen, aufgeräumte Gärten und monotone Grünräume lassen Nahrung und Nistplätze verschwinden. Wo Trittsteine fehlen, bleiben Lebensräume isoliert und dies mit langfristigen Folgen für die Artenvielfalt. Dennoch entsteht genau hier eine neue Chance.

Neu: Die MyBeeHome App macht Biodiversität erstmals sichtbar
Das Züricher Unternehmen Wildbiene + Partner verbindet in diesem Frühling erstmals analogen Lebensraum mit digitaler Transparenz.

Seit über 13 Jahren entwickelt das Unternehmen wissenschaftlich fundierte Nisthilfen für Bienen, wie ihr Wildbienen-Häuschen. Neuerdings wird dieses physische Zuhause durch die MyBeeHome App ergänzt.

Was bisher verborgen blieb, wird nun sichtbar:
Nutzerinnen und Nutzer fotografieren ihr BeeHome. Die integrierte Bilderkennung gibt eine Einschätzung, welche Wildbienenarten nisten und wie sich die Belegung entwickelt. Beobachtungen werden im persönlichen Wildbienen-Tagebuch gespeichert, saisonale Empfehlungen helfen dabei, den eigenen Standort Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Man sieht, was wirkt.

Vom Balkon zum wachsenden Wildbienen-Korridor
Die vielleicht überraschendste Neuerung zeigt sich auf der digitalen Karte in der App.

Hier werden bienenfreundliche Standorte anonymisiert sichtbar. Aus einzelnen Balkonen, Gärten und Innenhöfen entsteht ein wachsendes Netzwerk – ein sich entwickelnder Wildbienen-Korridor, der isolierte Lebensräume miteinander verbindet.

Für viele Wildbienenarten ist das entscheidend, denn ihr Flugradius ist begrenzt. Finden sie innerhalb dieses Radius ausreichend Nahrung und geeignete Nistplätze, können stabile Populationen entstehen. Jeder einzelne Standort bleibt klein. Doch in der Summe entsteht ein ökologisch wirksames Gefüge – getragen von vielen Menschen, die ihren Quadratmeter bewusst gestalten.

Wirkung beginnt im Kleinen
Der Frühling zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie schnell Natur reagiert, wenn Bedingungen stimmen. Innerhalb weniger Wochen entstehen aus unscheinbaren Kokons summende Bestäuber. Aus einzelnen Blüten werden Früchte. Aus kleinen Trittsteinen kann ein zusammenhängender Lebensraum wachsen.

Mit der Verbindung aus wissenschaftlich fundiertem BeeHome und digitaler Begleitung setzt Wildbiene + Partner auf eine neue Form der Biodiversitätsförderung: sichtbar, nachvollziehbar und gemeinschaftlich.
Weitere Informationen finden Sie unter https://wildbieneundpartner.de/


Start für den Breitbandausbau in Alpen und Sonsbeck: Offizieller Spatenstich
Am Dienstag, 17. März 2026, fand der offizielle Spatenstich zum Breitbandausbau in Alpen und Sonsbeck statt. Bürgermeisterin der Gemeinde Sonsbeck Nadine Bogedain, Bürgermeister der Gemeinde Alpen Ludger Staymann, Leiter der Entwicklungsagentur Wirtschaft des Kreises Wesel (EAW) Lukas Hähnel, die ausbauende Firma MUENET sowie Vertreter der Fördermittelgeber von Bund und Land und die Breitbandbeauftragten aus den Kommunen nahmen teil.

Der Baustart ist bereits erfolgt, die Haushalte, die im Rahmen der Förderung einen Anschluss erhalten können, wurden informiert und können nun einen Tarif buchen. Durch die Förderung ist es auch möglich, einen sogenannten Passiv-Vertrag zu erhalten: Dabei gibt es einen kostenlosen Hausanschluss, ohne dass die Haushalte einen aktiven Vertrag buchen müssen.

Infoveranstaltungen zu diesem Thema sind für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger vor Ort geplant. Nadine Bogedain, Bürgermeisterin der Gemeinde Sonsbeck: „Der Spatenstich ist ein wichtiger Schritt! Auch wenn in Sonsbeck der Glasfaserausbau bereits weit vorangeschritten ist, bedeutet der weitere Ausbau für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner eine spürbare Verbesserung der Anschlussmöglichkeiten.


Wir werden sie weiterhin informieren und unterstützen, damit der Übergang so reibungslos wie möglich gelingt.“ Ludger Staymann, Bürgermeister der Gemeinde Alpen: „Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft unserer Gemeinde. Der Breitbandausbau ist ein entscheidender Schritt, um Alpen als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter zu stärken. Besonders freut mich, dass dank der Förderung auch Haushalte in Rand- und Außenlagen nun die Chance auf einen leistungsfähigen Glasfaseranschluss erhalten.

Damit schaffen wir die Grundlage für digitale Teilhabe, moderne Arbeitsplätze und eine verlässliche Infrastruktur für kommende Generationen.“ Lukas Hähnel, Leiter der EAW: „Der Spatenstich heute markiert den Start für den  Ausbau in Alpen und Sonsbeck. Damit schließen  wir  die letzten Lücken  in den Rand-  und  Außenlagen  für ein  schnelles  Glasfasernetz und  ermöglichen  Unternehmen und  Bürgern den Zugang zu einer schnellen und zukunftsfähigen Internetverbindung.“

Die EAW koordiniert den geförderten Breitbandausbau für die kreisangehörigen Kommunen Alpen, Dinslaken, Sonsbeck und Wesel. Dort sollen insgesamt 1.792 Adressen, die unter die sogenannten „grauen Flecken“ fallen, einen geförderten Breitbandanschluss erhalten. „Graue Flecken“ sind Gebiete, in denen keine Gigabitversorgung zur Verfügung steht.

Der Zuschlag für den Ausbau der Adressen ging an das Telekommunikationsunternehmen MUENET GmbH & Co. KG.  Im Geo-Portal des Kreises Wesel besteht die Möglichkeit, sich über die Verfügbarkeit eines gigabitfähigen Internetanschlusses zu informieren. Zusätzlich kann man dort erfahren, ob ein Ausbau über ein Förderprogramm oder eigenwirtschaftlich durch ein Telekommunikationsunternehmen erfolgt.  https://geoportal-niederrhein.de/portal/kreis_wesel/gigabitversorgung/

Bürgermeisterin der Gemeinde Sonsbeck Nadine Bogedain, Bürgermeister der Gemeinde Alpen Ludger Staymann, Leiter der Entwicklungsagentur Wirtschaft des Kreises Wesel (EAW) Lukas Hähnel, die ausbauende Firma MUENET sowie Vertreter der Fördermittelgeber von Bund und Land und die Breitbandbeauftragten aus den Kommunen freuen sich über den ersten Spatenstich.

Wesel: Eine Reise in die Zauberkraft der Lyrik
Die vhs Wesel-Hamminkeln-Schermbeck lädt am Mittwoch, 25. März, ab 18 Uhr zum Vortrag „Zaubersprüche – warum Lyrik Zauberkräfte der Sprache freisetzt“ ein. Wer Zaubersprüche spricht, hofft auf die verändernde Kraft der Worte. Diese Hoffnung prägt religiöse Texte ebenso wie zahlreiche Gedichte. Auch wenn Segenswünsche oder Stoßgebete nicht immer Wirklichkeit werden, bleibt das Bedürfnis, Erfahrungen und Sehnsüchte in poetischer Sprache zu formulieren.

Der Vortrag begibt sich auf eine literarische Reise durch Gedichte, die an die Magie der Sprache glauben oder zumindest das Gedankenexperiment wagen, mit Worten Berge zu versetzen. Die Veranstaltung findet in der vhs in Wesel, Ritterstraße 10-14, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter 0281-203 2590 oder www.vhs-wesel.de.

Erstmaliges gemeinsames Fastenbrechen der Stadt Wesel
Die Stadt Wesel hat am Freitag, 13. März 2026, erstmals zu einem gemeinsamen Fastenbrechen im Ramadan eingeladen. Rund 100 Gäste aus Vereinen, Migrantenselbstorganisationen, Religionsgemeinschaften, Politik und Stadtgesellschaft folgten der Einladung.

Mia Bock (Auszubildende Stadt Wesel), Monika Alberts (Fachbereichsleitung Soziales, Integration u. Wohnen), Stefan Sühling (Pfarrer Kath. Kirchengemeinde), Thomas Bergfeld (Pfarrer Ev. Kirchenkreis), Rainer Benien (Bürgermeister), Jihane Zerhouni (Vorsitzende Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration), Nazmi Özbek (Vorsitzender DITIB), Julian Agushi (Vorsitzender Horizont e.V.), Lotte Goldschmidtböing (Integrationsbeauftragte), Ise Vila (Vorsitzender Deutsch-Albanischer Kulturverein) und Adem Türköz (Kontaktbeamter für interkulturelle und -religiöse Angelegenheiten)

Die Einladung wurde gemeinsam von islamischen Kulturvereinen, der katholischen und der evangelischen Kirche sowie der Stadt Wesel ausgesprochen und unterstreicht den Anspruch, den interreligiösen Dialog zu stärken und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Bürgermeister Rainer Benien betonte: „Dass Menschen aus unterschiedlichen Religionen, Vereinen und Bereichen unserer Stadt gemeinsam an einem Tisch zusammenkommen, ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in Wesel. Solche Begegnungen schaffen Verständnis, stärken den Respekt füreinander und machen unsere Stadtgesellschaft noch stärker.“

Das Fasten im Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islams und hat für viele Musliminnen und Muslime eine zentrale religiöse Bedeutung. Der Fastenmonat steht für Besinnung, Selbstreflexion und Achtsamkeit sowie für Gemeinschaft und das Teilen mit anderen. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden hoben diese Bedeutung in ihren Beiträgen hervor. 

Die Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration, Jihane Zerhouni, brachte den Gedanken des Abends auf den Punkt: „Heute brechen wir gemeinsam das Brot“. Ein starkes Symbol für Gemeinschaft und Verbundenheit, das Menschen enger zusammenbringt.

Nach dem Gebetsruf von Julian Agushi (Horizont e.V.) zum Sonnenuntergang konnten die Gäste schließlich gemeinsam das Fasten brechen und ein vielfältiges Buffet genießen. Ein besonderer Dank gilt allen Gemeinden sowie der Integrationsbeauftragten der Stadt Wesel für die Organisation.

Kinderrechte und Partizipation im Fokus
Netzwerk Kinderschutz - Kinderrechte und Partizipation im Fokus
Im Konzert- und Bühnenhaus der Wallfahrtsstadt Kevelaer hat eine praxisnahe Fachveranstaltung zum Thema Kinderrechte und Partizipation stattgefunden. Veranstaltet wurde das Treffen von den Netzwerkkoordinatorinnen des Netzwerks Kinderschutz im Kreis Kleve.

Die Netzwerkkoordinatorinnen (von li.) Annika Niewerth (Stadt Goch), Simone Thiele (Stadt Geldern), Michelle Dickerboom (Wallfahrtsstadt Kevelaer), Daniela Prudlo-Kadelka (Kreis Kleve) und Pia-Kathrin Kroh (Stadt Kleve) ziehen ein positives Fazit der Veranstaltung.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie Kinderrechte und Partizipation in der Praxis umgesetzt werden können. „Es geht darum, das Kind als Ausgangspunkt aller Interventionen zu betrachten, seine Rechte – insbesondere das Recht auf Beteiligung – zu achten und Mitbestimmung aus der Sicht der Betroffenen zu verstehen“, erläutert die Netzwerkkoordinatorin Daniela Prudlo-Kadelka auch stellvertretend für ihre Kolleginnen.

Die Fachveranstaltung bot dabei auch Gelegenheit, genau hinzusehen: Wo findet Partizipation bereits statt? Welche Hürden bestehen für die Fachkräfte im Kinder- und Jugendschutz? Und wo liegen die Grenzen der Mitbestimmung? Zudem wurde diskutiert, welche Schritte unternommen werden können, um eine bestmögliche Beteiligung der Kinder zu gewährleisten.

Als Expertin konnte Christina Muscutt vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gewonnen werden. In ihrer Tätigkeit beim LVR beschäftigt sie sich mit den Themen „Kinderrechte“ und „Partizipation“ und arbeitet dabei an Schnittstellen zum Kinderschutz. Neben ihrer Praxis als Fachreferentin im Landesjugendamt ist sie in Lehre und Forschung aktiv. Ihr Vortrag bot den Auftakt für eine praxisnahe Methodenarbeit, die anschließend stattfand.

Über 170 Fachkräfte aus unterschiedlichsten Bereichen – darunter Erzieherinnen, Lehrerinnen, Vertreter der Staatsanwaltschaft, Polizei, Schulsozialarbeit, Beratungsträger, Eingliederungshilfe, Kinderzahnärztinnen, sozialpädiatrische Zentren und weitere interdisziplinäre Akteure – nahmen an der Veranstaltung teil. Die durchweg positive Resonanz unterstreicht die große Relevanz des Themas.

Im Mittelpunkt stand der Leitgedanke: „Vom Kind aus denken.“ Die Netzwerkkoordinatorinnen betonen: „Das Kind als kleinsten gemeinsamen Nenner in den Mittelpunkt zu stellen, seine Interessen und Schutzwürdigkeit zu erkennen, die alle Beteiligten über Berufsgrenzen hinweg vereint, ist zentral für unsere Arbeit.“ Neben dem Wissen über Verfahrenswege und die Rechte und Pflichten der Fachkräfte soll der Kinderschutz vor allem die Rechte des Kindes stärken.

Ein wichtiges Anliegen war es, Wege aufzuzeigen, wie Kinder bestmöglich in Entscheidungsprozesse einbezogen werden können. Kinder sollen mitbestimmen, mitentscheiden und transparent über Entscheidungen in ihrem Umfeld informiert werden. Ziel ist es, sie nicht nur als Objekte, sondern als eigenständig Agierende mit Rechten und Bedürfnissen ernst zu nehmen.

Die Veranstaltung orientierte sich an den Vorgaben der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen sowie an en Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen (§ 1 des Landeskinderschutzgesetzes NRW), die beide die Würde, Rechte und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellen. Die interdisziplinären Diskussionen verdeutlichten die Bedeutung von Vernetzung, Kommunikation und gemeinsamer Verantwortung im Kinderschutz.

Die Netzwerkkoordinatorinnen ziehen ein positives Fazit: „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen bereit sind, das Kind als Ausgangspunkt ihres Handelns zu sehen. Wir haben gemeinsam reflektiert, wo Partizipation bereits gelingt, welche Hürden es gibt und welche Maßnahmen wir ergreifen können, um die bestmögliche Beteiligung der Kinder zu ermöglichen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Partizipation und Schutz von Kindern in unserer Region nachhaltig zu stärken.“

Hintergrund-Info:
Das „Netzwerk Kinderschutz im Kreis Kleve“ arbeitet mit dem Ziel, eine effektive, schnelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit sicherzustellen, um Kindeswohlgefährdungen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern (auf Basis von § 9 des Landes-kinderschutzgesetzes NRW). Dies geschieht durch die strukturelle Vernetzung von Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Schulen, Polizei und Justiz sowie durch abgestimmte Verfahrenswege und einen verbesserten Informationsaustausch – stets mit dem Fokus darauf, Kinder konsequent in den Mittelpunkt aller Sc

Kleve sucht engagierte Pflegeeltern – Infoveranstaltung am 24. März 2026
„Pflegefamilien sind weit mehr als eine Unterbringungsform, sie sind ein stabiler Anker, der Kindern Sicherheit, Zugehörigkeit und Entwicklungsperspektiven eröffnet“, erklären Sabine Jenneskens-Bartjes und Melanie Müller-Memmer vom Team der Öffentlichkeitsarbeit aus dem Pflegekinderdienst.

Freut sich auf viele Interessierte: Das Team des Pflegekinderdienstes der Stadt Kleve. Die Stadt Kleve sucht Familien mit Herz, Geduld und Verantwortungsbewusstsein, die bereit sind, Pflegekindern ein liebevolles und längerfristiges Zuhause zu geben. 

Damit sich Interessierte ein genaues Bild machen können, lädt der Pflegekinderdienst zu einer Informationsveranstaltung ein, bei der alle wichtigen Fragen rund um die Aufnahme eines Pflegekindes beantwortet werden. 

Der Infoabend findet am Dienstag, 24. März 2026, um 18:30 Uhr im Jugendamt, Lindenallee 33 in Kleve, statt. Dort erhalten Interessierte Einblicke in die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen, die mit der Aufnahme eines Pflegekindes verbunden sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sogenannten Dauerpflegeverhältnissen, bei denen Kinder auf längere Zeit – oft bis zur Verselbstständigung – in einer Pflegefamilie leben und dort ein verlässliches, geborgenes Zuhause finden. 

Darüber hinaus stellt der Pflegekinderdienst die Unterstützungs- und Beratungsangebote vor, mit denen Familien bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe begleitet werden. Mit der Veranstaltung werden Familien eingeladen, sich ganz unverbindlich über das Leben mit einem Pflegekind zu informieren.

Anmeldungen und Rückfragen nimmt der Pflegekinderdienst unter der Telefonnummer 02821 84 820 oder per E-Mail (pflegekinderdienst@kleve.de) gerne entgegen. Erste Informationen zum Thema sind auch auf der Website der Stadt Kleve unter www.kleve.de/pflegekinderdienst zu finden.

Moers: 400 Gäste erlebten spannende Unterhaltung beim Krimifestival
Es wurde wieder mörderisch in der Grafenstadt: Vom 12. bis 15. März fand das neunte Krimifestival Moers statt. Über 400 Besucherinnen und Besucher nahmen an den fünf Veranstaltungen teil und konnten sich auf viel Spannung freuen.

Ein Publikumsmagnet war die ausverkaufte Agatha-Christie-Hommage im Alten Landratsamt. (Foto: pst)

„Uns war wichtig, auch bei diesem kleineren Programm unterschiedliche Facetten der Kriminalliteratur zu zeigen – vom Thriller über den klassischen Krimi bis hin zu neuen Entwicklungen im Genre“, so Rita Mielke, die Kuratorin des Programms.  „Ich finde großartig, was für eine Begeisterung hier in Moers für den Krimi herrscht“, resümiert Julia Neunzig von der Bibliothek Moers das Festival.

Die Veranstaltung fiel in diesem Jahr bewusst kompakter aus. Ziel ist es, im kommenden Jahr wieder mit einem größeren Programm anzuknüpfen. Im Umfeld der Internationalen Gartenausstellung (IGA) wird die Veranstaltung dann unter dem Arbeitstitel „Green“ Krimis rund um Natur, Garten und Umwelt in den Blick nehmen. Footer Kontakt

Kleve: Dürfen wir vorstellen: unser Laga-Maskottchen!
Vorne von links nach rechts: Ben Hoppe, Emma Kalkes, Max Daniel Schmidt, verhindert fehlt: Simon Aal Oben von links nach rechts: Marijke Noy & Klaus Keysers von der Landesgartenschau Kleve 2029 gGmbH, Bürgermeister Markus Dahmen Große Freude im Klever Rathaus: Die Gewinner:innen des Ideenwettbewerbs „Mein Landesgartenschau-Maskottchen“ waren gemeinsam mit ihren Familien zu einer besonderen Präsentation eingeladen.

Bürgermeister Markus Dahmen gratulierte den Schüler:innen persönlich zu ihrem Erfolg – und zu einem außergewöhnlichen Ergebnis: Ben, Emma, Max und Simon teilen sich den ersten Platz. Bei dem Termin im Rathaus erhielten die Kids nun einen ersten Einblick in die weitere Entwicklung ihrer Idee: Vorgestellt wurde die erste Produktionszeichnung des Maskottchens, die aus den unterschiedlichen Gestaltungsansätzen der Gewinner:innen entwickelt wurde.

Die 9-jährige Emma, Schülerin der Johanna-Sebus-Grundschule, ist sich sicher: „Das Maskottchen wird unsere schönen Gartenanlagen in Kleve pflegen.“ Die vier Kinder hatten unabhängig voneinander dieselbe Idee für das Maskottchen der Landesgartenschau Kleve 2029 entwickelt und sich damit gegen insgesamt 416 weitere Beiträge im Schülerwettbewerb durchgesetzt.

Zuvor hatten die Klever:innen in einer Umfrage über die gewünschte Kategorie für das Maskottchen abgestimmt und sich mit 33% der Stimmen für den Schwan entschieden. Anschließend entschied eine elfköpfige Jury über die eingereichten Entwürfe. Ausschlaggebend waren dabei insbesondere der Bezug zu Stadt und Veranstaltung sowie die praktische Umsetzbarkeit der Idee.

Da Schüler:innen von der 1. bis zur 10. Klasse teilnahmeberechtigt waren, stand nicht die Qualität der zeichnerischen Ausarbeitung im Mittelpunkt, sondern vor allem die beschriebene Idee. Der 14-jährige Simon, Schüler der Gesamtschule am Forstgarten, hatte seine Überlegungen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz visualisiert.

„Ich habe das Motto Stadt, Land, Wasser aufgegriffen und in Federkleid, Kleidung und Ausstattung zum Ausdruck gebracht.“ Max, der in die dritte Klasse der Marienschule geht, zeichnete seinen Schwan mit Bleistift – versehen mit Strohhut, Stiefeln und Gießkanne. Auch nach dem Wettbewerb bleiben die jungen Ideengeber eng in den weiteren Prozess eingebunden. Schon im Sommer soll das Maskottchen als laufende Figur fertiggestellt werden und seinen ersten Auftritt vor den Klassen der Gewinnerkinder haben.

Marienschüler und Erstklässler Ben hat auch schon eine Idee für das Kennenlernen: „Vielleicht kann das Maskottchen ein Picknick veranstalten.“ 2029 freut sich das neue Laga-Maskottchen dann auf regelmäßigen Besuch: die vier Kids haben an allen 172 Veranstaltungstagen freien Eintritt. Als persönliches Dankeschön überreichte Bürgermeister Markus Dahmen den Kindern im Rathaus das Wimmelbuch der Stadt Kleve.

Mehr Informationen zum Wettbewerb und ein Einblick in die Beiträge der Schüler:innen sind auf dem Instagram-Kanal der Landesgartenschau Kleve 2029 zu finden. www.instagram.com/landesgartenschau_kleve/ www.landesgartenschau-kleve-2029.de

Workshop „Kunst & Yoga“ im Museum Kurhaus Kleve
Am Samstag, dem 21. März 2026 von 14.30 – 17 Uhr findet im Museum Kurhaus Kleve ein offenes Angebot für Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahre statt, das von Stefanie Dennstedt in Zusammenarbeit mit dem Theater im Fluss realisiert wird. Der Workshop startet mit einer kurzen Yogaeinheit, bevor sich die Teilnehmerinnen auf die Spuren von starken Frauen und ihrer Kunst begeben.

Das Angebot richtet sich gezielt an Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Angebot wird möglich gemacht durch den Kultur Rucksack NRW. Informationen und Anmeldungen ausnahmsweise NICHT im Museum Kurhaus Kleve, sondern unter Tel. +49-(0)2821 / 97 93 79 oder thea.fluss@t-online

Für Teens: Lesung und Schreibwerkstatt in Kleves Stadtbücherei
In den kommenden Wochen bietet die Stadtbücherei Veranstaltungen für Jugendliche ab 13 Jahren an. In den kommenden Wochen bietet die Stadtbücherei Kleve spannende Veranstaltungen für Jugendliche ab 13 Jahren! Ende März steht zunächst ein „Kopfkino-Spezial“ für Teens an, Anfang April folgt dann die stets beliebte Schreibwerkstatt für Nachwuchsautorinnen und Nachwuchsautoren.

Kopfkino-Spezial: Lesung Traumschützen am 28.03.2026
Am Samstag, den 28.03.2026, 10.30 Uhr öffnet die Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32, Kleve die Türen zum zweiten „Kopfkino-Spezial“. Diese Lesung richtet sich an Teens ab 13 Jahren. Hans-Peter Bause liest „Traumschützen“ in einer gekürzten einstündigen Fassung. „Traumschützen“ handelt von vier Jugendlichen, die tief und fest schlafen, während sie in ihren Träumen durch Wälder streifen und eine Revolution anzetteln wollen.

Aber wenn sie träumen, warum spüren, riechen, schmecken und vor allem verlieben sie sich dann? Kann man jemanden lieben, von dem man träumt und kann man Verletzungen seines Traumes auch in der Realität spüren? Das alles sind Fragen, mit denen sich die Figuren auseinandersetzen müssen.  Die Autorin ist Amy-Leanne Schorpp. Sie veröffentlichte 2023 mit 14 Jahren eine eigene Trilogie.

Neben längeren Geschichten befasst sie sich auch mit Kurzgeschichten und nachdem sie mehrfach ein Feriencamp für junge Schreibinteressierte besuchte, nun auch mit Gedichten und Poetry-Slam-Texten. Im Anschluss an die Lesung kann man sich mit der Autorin unterhalten und Erfahrungen austauschen. Tanja und Andreas Grunenberg sorgen mit ihrer Musik für die passende Begleitung. 

Der Eintritt ist frei, Voranmeldung nicht erforderlich. Schreibwerkstatt für Nachwuchsautorinnen und Nachwuchsautoren vom 07.04. bis zum 11.04.2026 Du liebst es, dir eigene Geschichten auszudenken? Egal, ob spannender Krimi, Fantasyabenteuer oder witzige Story: In der Schreibwerkstatt kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen, bekommst Anregungen für neue Ideen und lernst Tipps und Tricks des Schreibhandwerks von einer echten Autorin.

Mach doch einfach mit bei der Schreibwerkstatt in der Stadtbücherei Kleve in der zweiten Osterferienwoche! Diese findet vom 07.04.2026 bis zum 11.04.2026 jeweils ab 10 Uhr, wochentags bis 13:30 in der Stadtbücherei mit der Autorin Yvonne Struck, statt. Die Schreibwerkstatt richtet sich an 13- bis 16-Jährige, eine Schreibwerkstatt für Jüngere bietet die Stadtbücherei im Herbst an.

 Am Samstag, 11.04.2026, findet die Abschlussveranstaltung in der Stadtbücherei statt, bei der die eigenen Texte vorgestellt werden sollen. Die Teilnahme ist an allen Tagen erforderlich, eine verbindliche Anmeldung in der Stadtbücherei Kleve ebenso. Diese Werkstatt wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von SchreibLand NRW, einer Initiative des Literaturbüros NRW, unterstützt vom Verband der Bibliotheken NRW.

Terminvergabe im Standesamt der Stadt Kleve
Ab dem 1. April 2026 gelten neue Regelungen zur Terminvergabe im Klever Standesamt. Ab dem 1. April 2026 wird das Standesamt der Stadt Kleve einen Teil seiner Öffnungszeiten für vorab vereinbarte Termine reservieren. Zu diesen Zeiten sind spontane persönliche Vorsprachen bei den Kolleginnen und Kollegen ohne vorherige Terminvereinbarung dann nicht mehr möglich.

Ziel der Änderungen ist es, die interne Arbeitsorganisation und die Bearbeitungsqualität der Anliegen im Standesamt weiter zu verbessern. Durch gezielte Vorabkommunikation im Rahmen der Terminvereinbarung lassen sich die Vorsprachen sowohl auf Seite der Bürgerinnen und Bürger als auch auf Seite des Standesamtes besser vorbereiten.

So können etwa rechtlich komplexe Vorgänge vorab ausreichend ausgearbeitet und mitzubringende Unterlagen erörtert werden. Insgesamt sollen sich hierdurch auch die Wartezeiten für Kundinnen und Kunden des Standesamtes reduzieren.
Termine können im direkten Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen des Klever Standesamtes vereinbart werden, insbesondere per E-Mail. Die Kontaktdaten der Mitarbeitenden sind auf www.kleve.de/standesamt hinterlegt.

Abseits der für Terminvereinbarungen reservierten Zeiten wird das Standesamt Kleve nach wie vor täglich von montags bis donnerstags Zeiten für spontane Vorsprachen bereithalten. Freitags öffnet das Standesamt weiterhin ausschließlich für Trauungen.
Die Öffnungszeiten des Standesamtes Kleve ab dem 1. April 2026 demnach wie folgt:


Rentenberatung im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck
Klaus Werner Haase Wann beginnt die eigene Rente?  Welche Zuverdienstmöglichkeiten gibt es?  Und wie sieht es mit Steuern oder Krankenversicherung im Ruhestand aus? 
Fragen rund um die Rente sind oft komplex – das Stadtteilbüro Neu_Meerbeck bietet deshalb am Donnerstag, 19. Februar, eine niedrigschwellige Beratung dazu an. Von 15 bis 16 Uhr informiert der ehrenamtliche Versichertenälteste der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Klaus Werner Haase, im Stadtteilbüro an der Bismarckstraße 43b. 

Neben Fragen zum Renteneintritt gibt er auch Hinweise zu Pflegeleistungen, Hilfsmitteln und zur Krankenversicherung. Das Angebot ist kostenfrei und richtet sich an alle, die sich einen Überblick verschaffen oder individuelle Anliegen klären möchten. Die Beratung findet jeden dritten Donnerstag im Monat statt und bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, verlässliche Informationen direkt im Quartier zu erhalten.

Rückfragen und weitere Informationen telefonisch unter 0 28 41 / 201 - 530 oder per Mail unter stadtteilbuero.meerbeck@moers.de. Veranstaltungsdatum 19.03.2026 - 15:00 Uhr - 16:00 Uhr. Veranstaltungsort Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b, 47443 Moers ,Telefon 0 28 41 / 201-530
E-Mail stadtteilbuero.meerbeck@moers.de Internetseite https://www.moers.de/rathaus-politik/fachbereiche-und-einrichtungen/06-stadttei…

Wesel: DGB-Delegation zu Besuch bei Bürgermeister Rainer Benien
Eine Delegation um die Geschäftsführerin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Niederrhein, Angelika Wagner, hat am Freitag, 13. März 2026, Bürgermeister Rainer Benien im Rathaus Wesel besucht.

Bürgermeister Rainer Benien (Mitte) im Austausch mit Vertreter*innen des DGB Niederrhein, darunter auch die Geschäftsführerin Angelika Wagner (4. v. r.)

Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle arbeitsmarktpolitische Herausforderungen, die wirtschaftliche Entwicklung der Region sowie insbesondere der Stadt Wesel. Die Vertreter*innen des DGB nutzten das Treffen, um zentrale Anliegen der Beschäftigten in der Region zu thematisieren. Diskutiert wurden unter anderem die Sicherung guter Arbeitsplätze, die Stärkung der Tarifbindung sowie die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf Arbeitnehmer*innen.

Bürgermeister Rainer Benien betonte im Gespräch die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Kommune, Wirtschaft und Gewerkschaften: „Der Dialog mit den Gewerkschaften ist für unsere Stadt wichtig, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.“

Auch die DGB-Delegation unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der kommunalen Politik. Ziel sei es, gemeinsam Perspektiven für gute Arbeit, eine starke regionale Wirtschaft und soziale Sicherheit zu entwickeln. Das Treffen fand in konstruktiver Atmosphäre statt und soll den Auftakt für einen weiterhin engen Austausch zwischen Stadtverwaltung und Gewerkschaften bilden.



NRW: Rund 15 % weniger Krankenhäuser mit Fachabteilungen für Frauenheilkunde und/oder Geburtshilfe als vor 6 Jahren
* Zahl der Krankenhausbetten ging von 2018 bis 2024 um 20,8 % zurück – Bettenauslastung nahezu unverändert
* Erreichbarkeit lag in NRW nur in Großstädten über Bundesergebnis
* Aktualisierter Krankenhausatlas zeigt regionale Erreichbarkeit von (Fach-)Kliniken

Die Zahl der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen mit einer Fachabteilung Frauenheilkunde und/oder Geburtshilfe ist seit 2018 um 14,6 % zurückgegangen von 157 auf 134 im Jahr 2024. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sank im selben Zeitraum auch die Zahl der Krankenhausbetten in diesem Bereich von 7.208 auf 5.707. Damit reduzierte sich die Bettenzahl mit −20,8 % stärker als die Zahl der Krankenhäuser.

Die Bettenauslastung blieb dagegen nahezu unverändert: 2018 lag sie bei 59,2 % und 2024 bei 58,0 %. Die Zahl der Entbindungen in NRW-Krankenhäusern verringerte sich von 167.802 im Jahr 2018 auf 150.277 im Jahr 2024, was einem Rückgang um 10,4 % entspricht.

Zum interaktiven Krankenhausatlas

Erreichbarkeit liegt in NRW nur in Großstädten über dem Bundesergebnis
Im Jahr 2023 konnten in Großstädten in NRW 96,6 % der weiblichen Bevölkerung zwischen 16 und 49 Jahren eine Klinik mit einem Fachbereich Frauenheilkunde und/oder Geburtshilfe innerhalb von 15 Minuten mit dem Auto erreichen. Damit lagen die NRW-Großstädte über dem Bundesergebnis der Großstädte von 95,1 %.

Grunddaten der Krankenhäuser: Entbindungen in den Krankenhäusern

Entbindungen in den Krankenhäusern*) 2015 – 2024:


Je ländlicher der Wohnort, desto geringer wird der Anteil der Frauen, die ein entsprechendes Krankenhaus in dieser Zeit erreichen kann: In Mittelstädten traf dies in NRW auf 69,5 % zu (Bundesergebnis 73,4 %), in größeren Kleinstädten auf 30,7 % (Bundesergebnis 44,7 %) und in kleineren Kleinstädten oder ländlichen Gemeinden auf lediglich 20,0 % (Bundesergebnis 29,9 %). Damit lag die Erreichbarkeit nur in NRW-Großstädten über dem Bundesergebnis.

Krankenhausatlas zeigt Erreichbarkeit für jeden Standort in Deutschland und nach Siedlungstypen
Der Krankenhausatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigt als interaktives Kartenangebot die Erreichbarkeit von Krankenhäusern allgemein sowie nach verschiedenen Fachgebieten – und das für jeden Standort in Deutschland. Diagramme veranschaulichen die Erreichbarkeit nach bestimmten Siedlungstypen – von Großstadt bis ländliche Gemeinde. Das Geoinformationszentrum bei IT.NRW entwickelte den Krankenhausatlas für die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Jedes 32. Geborene ist ein Mehrlingskind - Anteil auf dem niedrigsten Stand seit 1997 
Die Geburt von Zwillingen, Drillingen oder Vierlingen ist ohnehin selten – und sie ist in Deutschland in den letzten Jahren noch etwas seltener geworden. Im Jahr 2024 waren unter den 680 017 Geborenen 21 040 Mehrlingskinder. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war damit jedes 32.

Geborene ein Mehrlingskind (Anteil 3,1 %).
Der Anteil geht nach einem jahrzehntelangen Anstieg seit 2017 zurück und erreichte 2024 den niedrigsten Stand seit 1997. Ein Grund für den jahrzehntelangen Anstieg war die Entwicklung der modernen Reproduktionsmedizin, bei der Frauen im Rahmen einer künstlichen Befruchtung oft mehrere Embryonen eingesetzt wurden. Inzwischen wird zunehmend nur ein Embryo eingesetzt, was zu weniger Mehrlingsschwangerschaften führt.



97,7 % der Mehrlinge kamen im Jahr 2024 als Zwillinge zur Welt: 20 550 Zwillingskinder und 453 Drillingskinder wurden geboren sowie weitere Mehrlingskinder. Mehrlingsmütter bei Geburt im Schnitt gut ein Jahr älter als Mütter von einem Kind Die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsgeburt steigt mit dem Alter der Frau.

Tatsächlich war hierzulande in den vergangenen 25 Jahren das Durchschnittsalter der Frauen, die Mehrlinge zur Welt brachten, stets etwa ein Jahr bis anderthalb Jahre höher als das Alter derer, die ein einzelnes Kind gebaren. Im Jahr 2024 waren Mütter von Mehrlingen bei der Geburt im Schnitt 32,9 Jahre alt, Mütter von einem Kind im Schnitt 31,8 Jahre.


NRW: Gelagerte Abfallmenge auf Deponien 2024 um rund 32 % geringer als 2014
* Abfallmenge in Entsorgungs- und Behandlungsanlagen auf dem niedrigsten Stand seit 2014
* 85,2 % der Abfallmenge stammt aus NRW
* Kreis Borken mit den meisten Entsorgungs- und Behandlungsanlagen S

Die von Betreibern zulassungsbedürftiger Anlagen entsorgte bzw. behandelte Abfallmenge hat 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % abgenommen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag diese Menge bei ca. 55,1 Mio. Tonnen und sank damit auf den niedrigsten Wert seit 2014. Von dieser Gesamtmenge stammten 46,9 Mio. Tonnen Abfall aus NRW, was einem Anteil von 85,2 % entsprach.



Aus anderen Bundesländern betrug die Menge 5,5 Mio. Tonnen und aus dem Ausland 2,7 Mio. Tonnen Abfall. Ein möglicher Grund für den Rückgang der Abfallmengen könnte ein verändertes Konsumverhalten der Bevölkerung sein. Deponieabfall auf 10-Jahres-Tief Die gelagerte Abfallmenge auf Deponien lag 2024 bei 11,8 Mio. Tonnen und verringerte sich um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt sank die Menge gegenüber 2014 um knapp ein Drittel (­– 31,9 %). Der seit 2018 zu beobachtende Trend zur Abnahme der Abfallmenge auf Deponien wurde einzig in 2022 unterbrochen. Ein Grund für die Zunahme in 2022 könnten häusliche Renovierungsarbeiten während der Coronapandemie sein.

Kreise Borken mit den meisten Entsorgungs- und Behandlungsanlagen
Im Kreis Borken befanden sich 2024 mit 57 die meisten Entsorgungs- und Behandlungsanlagen. Auf den nachfolgenden Plätzen waren die Kreise Recklinghausen und Unna mit jeweils 55 Anlagen. Die größte Anzahl an Deponien, welche zu den Entsorgungs- und Behandlungsanlagen gehören, konnte der Hochsauerlandkreis mit 16 Stück verzeichnen. Es folgten der Kreis Höxter mit 12 und der Kreis Lippe mit 9 Deponien.

Die Daten stammen aus der Statistik der Abfallentsorgung. Diese gibt Aufschluss über die behandelten Abfälle in Abfallentsorgungsanlagen. Die Statistik wird jährlich erhoben. Zu den Abfallmengen zählen z. B. Bau- und Abbruchabfälle, Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen und Abwasserbehandlungsanlagen sowie Siedlungsabfälle. Letztere umfassen Restabfälle und Sperrmüll sowie getrennt erfasste Abfälle zur Verwertung (Papier, Glas, Bioabfälle, gemischte Verpackungen, etc.). Die Abfallmenge beinhaltet nicht den Bauschuttabfall von Bauschuttentsorgungsanlagen.



Verdienstkreuz für Ulla Hornemann aus Wesel: Jahrzehntelanges Engagement in Kommunalpolitik, Sport und Kultur
Am Freitag, 13. März 2026, hat Landrat Ingo Brohl das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ulla Hornemann aus Wesel verliehen. Ulla Hornemann hat durch ihr jahrzehntelanges Engagement im kommunalpolitischen, sportlichen und kulturellen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Ulla Hornemann engagiert sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in verschiedenen Institutionen und Vereinen, unter anderem als Schöffin des Landgerichts Duisburg, in der SPD und als Ratsmitglied. Sie stellt die Hilfe für diejenigen in der Gesellschaft, die Hilfe und Rat suchen, durch ihr gesellschaftliches und politisches Engagement in den Mittelpunkt. Sie sieht ihre ehrenamtliche Tätigkeit im gesellschaftlichen Leben der Stadt Wesel als ihre Aufgabe an und hat viel persönliche Freizeit für diese Tätigkeit aufgewendet.

Landrat Ingo Brohl: „Liebe Frau Hornemann, Sie sind im besten Sinne eine waschechte Niederrheinerin, ein Weseler Original – Sie tragen das Herz auf der Zunge, brennen für Ihr Engagement und leben die Gemeinschaft. Tag für Tag setzen Sie sich für Ihre Mitmenschen, das Gemeinleben und unsere Demokratie ein. Das verdient Respekt und Anerkennung und deshalb freue ich mich sehr, Ihnen heute das Verdienstkreuz am Bande überreichen zu dürfen.“

Seit 49 Jahren ist Ulla Hornemann SPD-Mitglied und unter anderem auch als Kassiererin des SPD-Ortsvereins Wesel Mitte/Büderich und SPD-Stadtverbandsvorsitzende in Wesel tätig.  Der hohe Einsatz für die Demokratie und dem Wohl der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wesel prägen ihr Engagement.

Seit 1983 gehört Ulla Hornemann ununterbrochen dem Rat der Stadt Wesel als Mitglied der SPD-Ratsfraktion an. Ihre langjährige Erfahrung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen bringt sie bei ihrer Arbeit im Rat und in den Fachausschüssen zum Wohle der Stadt ein. Aktuell leitet sie beispielsweise den fachlichen Ausschuss für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr. 

Ulla Hornemann war ehrenamtlich außerdem für den „Badminton-Verein Wesel Rot-Weiss e.V.“ tätig. Sie setzt sich lokal in Wesel und überregional für die Belange des Vereins ein und eröffnet viele Möglichkeiten durch das Knüpfen wichtiger Kontakte. Seit 1965 ist sie Vereinsmitglied und aktive Spielerin. Sie war außerdem als Trainingsbetreuung und Übungsleitung im Schüler- und Jugendbereich sowie als 1. Sportwartin und 1. Vorsitzende tätig.

Die Ausrichtung großer, bundesweit bedeutsamer Turniere und Wettkämpfe sowie internationale Großereignisse waren durch ihre Erfahrung und Mithilfe möglich. Ulla Hornemann übernahm aktiv Verantwortung für viele gesellschaftliche Ereignisse und steht dem Verein und seinen Mitgliedern nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite. Ulla Hornemann ist seit 1996 Präsidentin des Närrischen Parlaments der Stadt Wesel zur Verleihung des karnevalistischen Eselsordens.

Das Närrische Parlament ist der Elferrat der Stadt Wesel, der ausschließlich aus Ratsmitgliedern besteht. Sie organisieren jährlich die größte Karnevalssitzung der Stadt, in der jeweils eine bekannte Persönlichkeit den sogenannten „Eselsorden der Stadt Wesel“ verliehen bekommt. Im Vorfeld recherchiert Ulla Hornemann intensiv, welche bekannte Persönlichkeit für den Orden in Betracht kommt. Sie wirbt um Sponsoren für die Finanzierung der Veranstaltung, an der jedes Jahr rund 1000 Gäste teilnehmen.

Diese Veranstaltung stellt ein herausragendes Marketinginstrument für die Stadt Wesel dar. Ulla Hornemann ist seit 2017 Schatzmeisterin des Vereins „Jüdisch-Christlicher Freundeskreis Wesel e.V.“ und nimmt diese Aufgabe mit Sorgfalt und Verlässlichkeit wahr. Der Freundeskreis erinnert an die Verbrechen während des Dritten Reiches und stellt die Erinnerung an die Vertreibung und Ermordung von sechs Millionen jüdisches Menschen in den Mittelpunkt.

Ulla Hornemann tritt mit einer klaren Haltung für ein demokratisches Miteinander, Toleranz und für einen breiten demokratischen Diskurs in der Zivilgesellschaft ein Die Weitergabe dieser Grundsätze an junge Menschen ist ihr ein besonderes Anliegen. Ihr Einsatz hat die Einrichtung einer interreligiösen Jüdisch-Christlichen Bibliothek an der Gesamtschule „Am Lauerhaas“ in Wesel ermöglicht.

Weiterhin war sie von 2005 bis 2008 als ehrenamtliche Schöffin für das Landgericht Duisburg tätig. Ulla Hornemann wurde 2022 die Jubiläums-Ehrenamtskarte des Landes Nordrhein-Westfalen überreicht.   

Landrat Ingo Brohl (2.v.r) überreichte Ulla Hornemann (2.v.l.) das Verdienstkreuz am Bande im Beisein des Weseler Bürgermeisters Rainer Benien (l.) und der ehemaligen Weseler Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (r.)

Moers: Willkommen im Stadtarchiv - Ein Blick hinter die Kulissen
In Kooperation mit dem Stadtarchiv Moers Wer auf der Suche nach Informationen über die lokale Geschichte seiner Familie, seines Elternhauses, seiner Straße oder seines Heimatortes ist, wird zweifelsohne im Stadtarchiv Moers Antworten auf seine Fragen finden. Aus mehr als 4 Jahrhunderten stammen die Akten, Amtsbücher, Karteien, Karten, Plakate, Fotos, Publikationen und Zeitungen zur bewegten Moerser Stadtgeschichte, die von jedem eingesehen und genutzt werden können. 

Doch wie funktioniert das eigentlich? Wie plant man einen Archivbesuch? Wie kommt man an die gesuchten Informationen?  Und ganz grundsätzlich: Was macht so ein Stadtarchiv eigentlich? Wie wird es zum Wissensspeicher und Identitätsstifter einer ganzen Kommune?

Bei einem Rundgang durch die normalerweise für die Öffentlichkeit gesperrten Magazinräume gibt es Einblicke in die Arbeit und Bestände des Stadtarchivs. Referentin: Alena Saam Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vhs-moers.de. Kurs-Nr.: H10105 Gebühr: 2 Euro.
Veranstaltungsdatum 17.03.2026 - 16:00 Uhr - 17:30 Uhr. Treffpunkt Foyer Veranstaltungsort Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Moers: Mentale Gesundheit im Alltag stärken: Selbstwahrnehmung, Resilienz und Achtsamkeit
In unserer schnelllebigen Zeit werden wir oft von äußeren Einflüssen des Alltags in den Bann gezogen. Umso wichtiger ist es, die eigene Wahrnehmung für das innere Erleben zu schärfen und die positiven Seiten der eigenen Person bewusst wahrzunehmen.  Julian Adams von der Fachstelle für Psychiatriekoordination des Kreises Wesel widmet sich in dieser Veranstaltung den Themen positive Psychologie, Achtsamkeit und Resilienz.

Dabei werden erste praktische Werkzeuge vorgestellt, um die Selbstwahrnehmung zu fördern, persönliche Kraftquellen zu entdecken und den Fokus auf eigene Stärken und positive Eigenschaften zu richten.  Darüber hinaus wird das Bündnis gegen Depression darüber informieren, welche Hilfs- und Unterstützungsangebote es im Kreis Wesel gibt.

Referent/Referentin: Julian Adams, Ines Leuchtenberg Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vhs-moers.de. Kurs-Nr.: H30300B Gebühr: unentgeltlich
Veranstaltungsdatum 17.03.2026 - 18:00 Uhr - 19:30 Uhr. Veranstaltungsort Altes Landratsamt.

Moers: Wie mache ich mich selbstständig? Von der Idee zur eigenen Firma
In Kooperation mit der vhs Duisburg In dieser Veranstaltung erhalten Sie einen Überblick darüber, welche grundsätzlichen Fragen auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu beantworten sind: Wie formuliere ich meine neue Geschäftsidee eindeutig, umfassend und überzeugend? 

Welche Rechtsform ist für das Unternehmen sinnvoll?  Wie und wo finde ich die notwendigen Informationen zu den Themen Steuern, Versicherungen und Buchhaltung?  Welche Fördermittel kann ich in Anspruch nehmen und wie beantrage ich sie?  Wie schreibe ich einen Businessplan?  Wer hilft mir beim Bankgespräch?

Referentin: Andrea Hermes Ermäßigungen können nicht gewährt werden. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vhs-moers.de Kurs-Nr.: H50714 Gebühr: 20 Euro. Veranstaltungsdatum 19.03.2026 - 19:00 Uhr - 21:15 Uhr. Veranstaltungsort Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Moers: Sarah Weber: Eisvogelträume - Premierenlesung
Zum Roman: Nach über zwanzig Jahren findet Kathrin den Weg zurück an den Niederrhein – den Ort ihrer Kindheit, an dem ein tragisches Ereignis ihr Leben für immer veränderte. Eigentlich möchte sie nur das verschwundene Amulett ihrer Mutter suchen und dann wieder zurück nach Borkum.

Doch sie hat die Rechnung ohne Jakob gemacht: Der Landwirt vom Nachbarhof stellt Kathrins Leben auf den Kopf. Zwischen gelb leuchtenden Feldern, alten Wunden und neuer Liebe beginnt eine Reise zu sich selbst. Kann sie endlich Frieden mit der Vergangenheit schließen – und eine Zukunft mit Jakob am Niederrhein wagen? “Wo Erinnerungen Wurzeln schlagen” - Sarah Weber entführt mit “Eisvogelträume” warmherzig und lebensnah an den Niederrhein.

Zur Autorin: Sarah Weber, geboren 1988 in Moers, lebt und arbeitet als Journalistin und Autorin am Niederrhein. Nach dem Studium der Germanistik und Niederlandistik zog es sie zurück in ihre Heimat, über die sie seit 2015 auf ihrem populären Blog »Niederrheinblond« mit viel Leidenschaft schreibt. Neben dem Niederrhein schlägt ihr Herz für ihren Sehnsuchtsort: die Nordseeinsel Borkum. Veranstaltungsdatum 19.03.2026 - 20:00 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Moers: Gnadenlos Deutsch
Von der Gegenwart der Vergangenheit – Muss eine Demokratie seine Feinde aushalten? In einer Zeit, in der Populisten die Erinnerungskultur beenden möchten, wendet sich Helmut Ortner gegen die „Entsorgung“ der NS-Zeit. Seine Essays und Reportagen verstehen sich als Plädoyer gegen jede Verharmlosung und Relativierung der NS-Vergangenheit. 

Es geht um »die Gegenwart der Vergangenheit«, um die Wiederkehr national-völkischer Politik - um die Verteidigung der liberalen Demokratie. Referent: Helmut Ortner Kurs-Nr.: H10114 Gebühr: unentgeltlich. Veranstaltungsdatum 18.03.2026 - 19:00 Uhr -21:00 Uhr. Veranstaltungsort Altes Landratsamt.

Quiz in Moers
Die 3 erfolgreichsten Teams werden mit einem Verzehr-Gutschein belohnt, pro Team können maximal 6 Teilnehmer und Teilnehmerinnen antreten. Die Startgebühr beträgt pro Person 4 Euro.  Anmelden könnt ihr euch während der Kneipen-Öffnungszeiten. Entweder vor Ort bei den Kellnern / Kellnerinnen selbst (Dienstag - Samstag ab 18 Uhr) oder ihr ruft kurz an (0 28 41  / 1 69 25 78). Veranstaltungsdatum 18.03.2026 - 19:30 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Moers: Abnehmen durch Nichtstun
Worin besteht der Zusammenhang zwischen Diät und Jo-Jo-Effekt? Was machen Normalgewichtige anders als Übergewichtige? Welche Diät ist die richtige für mich? Mit diesen und weiteren Fragen hat sich der Ernährungsentwickler Patrick Paaßen auseinandergesetzt, sie analysiert und als Ergebnis die KinKout-Methode (Kalorien in - Kalorien out) entwickelt.

So können Sie kinderleicht, ohne Verzicht, Einhaltung von Essenszeiten, Nahrungsergänzungsmittel und Sportzwang Ihr Wunschgewicht erreichen.  Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und nutzen Sie die Möglichkeit, weitere Fragen zu diesem Thema zu stellen. Referent: Patrick Paaßen Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vhs-moers.de Kurs-Nr.: H30301A Gebühr: unentgeltlich. Veranstaltungsdatum 19.03.2026 - 18:00 Uhr - 19:30 Uhr. Veranstaltungsort Altes Landratsamt.

Moers: Hörsturz
An Chéad Chaillteanas Éisteachta Tobann in 2026
Elfen, Schafe, Trunkenbolde. An Klischees über Irland mangelt es kaum. Zum Beispiel dem, dass im Pub ständig gesungen wird - grölend derb und sehnsuchtsvoll zugleich. Als S.T.M.-Goldkehlchen Florian O’Kager und Matthias MacHeße festgestellt haben, dass Ihnen die Lust auf irische Musik gemeinsam ist, war klar, dass daraus ein Kneipenabend werden muss. 

Beim ersten Hörsturz des Jahres 2026 (Gälischer Titel s.o.) packen sie nicht nur ihre Instrumente aus, sondern bringen auch neue und klassische Literatur von der Insel mit, deren Bewohner die Tinte nicht halten können. Welche unserer Lieblingsklischees den Abend überleben werden, ist allerdings noch völlig offen.
Eintritt: 7 Euro Tickets unter Telefon: 0 28 41 / 88 34-110 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 18.03.2026 - 20:00 Uhr - 22:00 Uhr. Veranstaltungsort Die Röhre Weygoldstraße 10, 47441 Moers.


Humanitäre Hilfe für die Menschen im Nahen Osten
Die Europäische Kommission stellt in diesem Jahr 458 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Palästina, Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten bereit. Angesichts des Rückzugs wichtiger Geber aus der Region leistet die EU für Millionen Menschen lebensrettende Hilfe.

Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Gleichberechtigung sowie Krisenvorsorge und ‑management, erklärte: „Wir sind heute der größte Geber, der in einigen der schwersten Krisen der Welt weiterhin humanitäre Hilfe leistet und Menschen hilft, die die dunkelsten Momente ihres Lebens durchleben. Wir müssen ihnen zur Seite stehen. Das humanitäre Völkerrecht dient ihrem Schutz, und Europa wird es verteidigen. Wir werden weiterhin lebensrettende Hilfe leisten, solange sie benötigt wird.“ 

LKA-NRW: Kostenlos informieren statt in kostenintensive Falle von
Betrügern zu tappen
Mit gezielter Aufklärung stärken Expertinnen und Experten des
Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) zusammen mit der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. und der Verbraucherzentrale NRW die Sicherheit von Nutzerinnen und Nutzern des World Wide Web.

In einer kostenlosen Online-Informationsveranstaltung am Mittwoch, 18. März 2026, gibt es von 16 bis 17.45 Uhr Tipps für ein besseres Bewusstsein für mögliche Gefahren im Internet.

Unter dem Motto "Wissen ist Ihr bester Schutz" klären Experten darüber auf, wie Personen Betrugsversuche erkennen und auf diese reagieren können.

Betrug erkennen, sich schützen, vorbeugen
Betrugsversuche sind überall präsent und nehmen stetig zu - sei es per E-Mail, im Internet, am Telefon oder sogar per Brief. Vor allem ältere Menschen sind hierbei oft Zielscheibe von Kriminellen.

Unter dem Motto "Wissen ist Ihr bester Schutz" klären Expertinnen und Experten des Landeskriminalamtes NRW in Kooperation mit der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.
und der Verbraucherzentrale NRW in dieser Online-Informationsveranstaltung darüber auf, welche Betrugsmaschen derzeit im Umlauf sind, wie Personen Betrugsversuche erkennen und auf diese reagieren können und was sie unternehmen sollten, wenn sie Opfer einer solchen Straftat geworden sind. Im Vordergrund stehen die Themen Phishing, Anlage-Betrug im Internet sowie Deepfakes und KI.

Internetsicherheit leicht gemacht
Die Veranstaltung wird aus dem Digitalen Beratungs- und Präventionszentrum der
Polizei NRW im Polizeipräsidium Köln übertragen. Bei dem interaktiven Format können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen Chat Fragen stellen, die live beantwortet werden.

Die Veranstaltung ist barrierefrei.
Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist barrierefrei und wird von einem Gebärdendolmetscher begleitet. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldungen sind über folgenden Link möglich: https://beteiligung.nrw.de/portal/
lka_nrw/beteiligung/themen/1022207?vorschaucode=NtA49mLQ 

Moers: Aktionen zum Tag der Demokratiegeschichte am 18. März erleben
Mit dem Tag der Demokratiegeschichte am Mittwoch, 18. März, wird bundesweit an die wechselvolle Demokratiegeschichte Deutschlands erinnert. In Zusammenarbeit mit dem Verein Erinnern für die Zukunft und der Fachstelle für Demokratie bietet das Grafschafter Museum zwei Führungen, zwei Durchgänge durch einen Escape-Room und einen Vortrag am Abend an. 

Wie entwickelte sich die Demokratie im Altkreis Moers und wie wirkte sich dies auf die hier lebenden Menschen aus? Warum findet der Tag der Demokratiegeschichte am 18. März statt? Einen Einblick in die wechselvolle Demokratiegeschichte vor Ort können Teilnehmende bei zwei Führungen durch das Haus der Demokratiegeschichte im Alten Landratsamt (Kastell 5b) erhalten: um 14 Uhr und um 18 Uhr.

Blick in die Ausstellung im Haus der Demokratiegeschichte. (Foto: Grafschafter Museum/Engel-Albustin)

Plädoyer gegen jede Verharmlosung der NS-Vergangenheit
Ebenfalls im Alten Landratsamt ist um 19 Uhr ein Vortrag von Helmut Ortner unter dem Titel ‚Gnadenlos Deutsch‘ zu erleben. Er stellt die Frage, ob eine Demokratie seine Feinde aushalten muss. In einer Zeit, in der Populisten die Erinnerungskultur beenden möchten, wendet sich der Publizist gegen die ‚Entsorgung‘ der NS-Zeit. Seine Essays und Reportagen verstehen sich als Plädoyer gegen jede Verharmlosung und Relativierung der NS-Vergangenheit. Damit will er aktiv die liberale Demokratie verteidigen. 

Weitere Kooperationspartner für den Vortrag sind: vhs Moers – Kamp-Lintfort, Partnerschaftsverein Moers-Ramla e. V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers e. V. und Arbeitskreis Internationale Jugendarbeit mit Israel e. V.

Alles fair?
Durchschnittlich kauft jede Person in Deutschland etwa 60 Kleidungsstücke pro Jahr. Aber unter welchen Umständen wurden diese produziert?

 Der Escape-Room ‚Container der Wahrheit‘ macht die Teilnehmenden zu investigativen Journalistinnen und Journalisten, die dunklen Geheimnisse einer Kleiderlieferung nachgehen: Ein Container ist im Duisburger Hafen angekommen. Bis zu seinem Weitertransport ist eine Stunde Zeit, seine verborgenen Geheimnisse zu lüften. Jetzt sind Spürsinn und Teamgeist gefragt. 

Der Container steht am Aktionstag im Rittersaal des Moerser Schlosses (Kastell 9). Das Projekt ist eine Kooperation der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Moers, dem Verein fair | rhein, der vhs Moers – Kamp-Lintfort und dem Grafschafter Museum. Für das ‚serious game‘ können sich Einzelpersonen oder Gruppen bis acht Personen anmelden. Die Aktion wird um 11 Uhr und um 15.30 Uhr angeboten.

Moers: Ausschuss beschließt Ausbildungsplätze 2027
 Einstimmig hat der Personalausschuss am Mittwoch, 11. März, die Zahl der Ausbildungsplätze für das kommende Jahr beschlossen. Die Stadt Moers bietet dann zehn Ausbildungsplätze zu Verwaltungsfachangestellten an.

Für den Beamtenbereich sind insgesamt vier Plätze für das duale Studium Kommunaler Verwaltungsdienst – Allgemeine Verwaltung (Abschluss: Bachelor of Laws) und einer zur/zum Verwaltungsinformatiker/in im Angebot. Für den Bereich ‚Jugend‘ sind acht Ausbildungs- und Praktikumsplätze im Erziehungsbereich geplant.

Die Bibliothek bietet einen Ausbildungsplatz zur/zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste an. Zwischen dem 1. Dezember 2026 und dem 1. September 2027 können bei der Feuerwehr zu unterschiedlichen Stichtagen insgesamt 18 junge Menschen im Bereich Brandschutz und 14 als Notfallsanitäter/in starten. Mehr Infos zu den Stellenangeboten.

Moers: Pünktlich zum Osterferienstart: Neuer Spielplatz am Eickschenweg öffnet
Klettern, schaukeln, matschen, toben: Der neu gestaltete Spielplatz am Eickschenweg im Quartier Eicker Wiesen ist fertig. Er wird am Freitag, 27. März, offiziell eröffnet.

Spielen und Treffen im Quartier: Der neue Spielplatz am Eickschenweg wird am 27. März offiziell eröffnet. (Foto: pst)

Von 15 bis 17 Uhr sind Familien eingeladen, die neue Anlage gemeinsam zu entdecken. Der Termin fällt bewusst auf den Beginn der Osterferien und markiert zugleich den Start in die Spielplatzsaison 2026. Eine Erneuerung war notwendig geworden, weil viele der alten Spielgeräte in die Jahre gekommen waren. Planung und Bauleitung lagen beim städtischen Fachdienst Freiraum- und Umweltplanung in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro.

Die Arbeiten begannen Ende Juli 2025. Einige Rasenflächen müssen noch bis zum Sommer abgesperrt bleiben, damit sie sich vollständig erholen können.

Alle Altersgruppen und inklusive Spielgeräte
Herzstück der Anlage sind viele neue Spielgeräte für unterschiedliche Altersgruppen. Der Sand- und Wasser-Matschbereich wurde an seiner bisherigen Stelle komplett neugestaltet – mit Wassertischen, Sandspieltischen, Natursteinquadern und einem Sandspielbagger.

Dazu kommen eine neue Schaukel, ein kleiner Spielturm mit niedriger Rutsche für jüngere Kinder sowie ein hoher Turm mit steiler Rutsche für die Mutigeren. Für Ältere gibt es unter anderem ein Wipp-Drehgerät und eine Seilbahn (ab Ende Mai). „Bei der Planung haben wir auch auf inklusive Spielmöglichkeiten geachtet“, erläutert Bauleiterin Katrin Velmans.
„Der Wasser- und Sandspielbereich ist barrierefrei erreichbar, zusätzliche Spielwände bieten weitere Möglichkeiten zum Entdecken und Ausprobieren.“

Bäume, Sträucher und Struktur blieben erhalten
Trotz der Modernisierung hat der Spielplatz seinen gewachsenen Charakter behalten. Viele Bäume und Sträucher blieben erhalten, ebenso der Rasenbolzplatz, der Jugendbereich mit Tischtennisplatte und Streetballkorb sowie der bestehende Zugang vom Eickschenweg.

Neu hinzugekommen ist ein großzügiger zusätzlicher Eingang über ein Nachbargrundstück der Vivawest. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren sein Wohnquartier dort umfangreich saniert. Von den rund 350.000 Euro für die Erneuerung des Spielplatzes stammen dann auch 40.000 Euro aus einer Spende der Vivawest Stiftung gGmbH. So konnte u. a. der Wunsch nach einer neuen Seilbahn umgesetzt werden. Hier muss noch der Fallschutz installiert werden, was aufgrund des Wetters noch nicht erfolgen konnten. In etwa zwei Monaten soll es auch hier losgehen.

Treffpunkt für alle im Quartier
Zur Eröffnung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm: Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Julia Zupancic zeigt die Hip-Hop-Tanzgruppe des FC Moers-Meerfeld eine kurze Show. Das Kinder- und Jugendzentrum Eick sowie der SCI:Quartierstreff bieten Kreativaktionen an.

Außerdem kommt das Spielmobil mit Hüpfburg, Rollenbahn und Fahrzeugen auf den Platz – und auch das ‚Eismobil‘ ist dabei. „So wird der neue Spielplatz gleich am ersten Tag zu dem, was er künftig sein soll: ein lebendiger Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien im Quartier“, freut sich Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro.

Von der Idee zum Konzept: Gemeinsame Arbeit am Projekt Stadtnatur Moers
Wie wird aus vielen guten Ideen ein tragfähiges Konzept? Genau dieser Frage widmet sich die nächste Veranstaltung im Rahmen der Biodiversitätsstrategie der Stadt Moers. Nach Auftaktforum und Fachwerkstatt geht der Beteiligungsprozess am Dienstag, 24. März, 18 Uhr, im Alten Landratsamt (Kastell 5), in die nächste Phase: Es wird konkret.

Auch das Beet vor dem Rathaus ist ein Biodiversitätsprojekt. (Foto: pst)


Mit der öffentlichen Konzeptwerkstatt setzt die Stadt den Dialog fort und lädt dazu ein, gemeinsam an der inhaltlichen Ausgestaltung weiterzuarbeiten. Ziel ist es, die bislang gesammelten Anregungen zu bündeln, Schwerpunkte zu schärfen und erste Handlungsfelder weiter zu konkretisieren. Dabei steht nicht nur die ökologische Qualität im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie Stadtnatur langfristig wirksam und praktikabel gestärkt werden kann.

Biologische Vielfalt verantwortungsvoll und vernetzt angehen
Die Biodiversitätsstrategie soll als verlässlicher Leitfaden dienen – fachlich fundiert, realistisch umsetzbar und getragen von einem breiten Netzwerk engagierter Akteure. Ob Verbesserung von Lebensräumen, ökologische Pflege oder neue Kooperationen: Die kommenden Schritte bauen auf dem Wissen und der Erfahrung der Beteiligten auf. Mit der Konzeptwerkstatt unterstreicht die Stadt Moers ihren Anspruch, das Thema Biodiversität verantwortungsvoll und vernetzt anzugehen.

Die Ergebnisse fließen direkt in die weitere Ausarbeitung der Strategie ein. Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Gesamtprojekt. Anmeldungen: www.vhs-moers.de oder Telefon 0 28 41 / 201 - 565.

vhs-Veranstaltung ‚Intuitives Bogenschießen‘ am 22. März in Moers
Sich nur auf das Wesentliche konzentrieren: Das intuitive Schießen mit einem einfachen Bogen kann ein guter Ausgleich zum hektischen Alltag sein. Die vhs Moers – Kamp-Lintfort bietet dazu am Sonntag, 22. März, ab 10 Uhr Gelegenheit.

In Vennikel, bei Bogenbau Aktiv, Brügger Straße 41, lernen die Kursteilnehmenden den Umgang mit dem traditionellen Langbogen, erhalten Sicherheitshinweise für das Outdoor-Bogenschießen und üben auf der Bogenbahn das Schießen aus verschiedenen Entfernungen. Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de möglich.

Literarischer Abschlussabend „Abschied gestalten“ – Christine Kempkes liest in Neukirchen-Vluyn
Zum Abschluss der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Meine letzte Reise – Dem Leben begegnen im Gespräch über das Sterben“ lädt der Hospizverein Neukirchen-Vluyn, gemeinsam mit den Evangelischen Kirchengemeinden Vluyn und Neukirchen sowie dem Bestattungshaus Hartschen, am 23. März 2026 zu einem literarischen Abend ein: „Abschied gestalten – ein literarischer Abend mit Christine Kempkes“ Datum: 23. März 2026 Uhrzeit: 18.30–20.30 Uhr Ort: Gemeindehaus P23, Pastoratstraße 23, Neukirchen-Vluyn Eintritt: frei

Christine Kempkes, Trauerbegleiterin, systemischer Coach und Autorin, liest aus ihrem Buch „Abschied gestalten“. In einfühlsamer und zugleich leichter Weise berichtet sie von Begegnungen mit Menschen am Lebensende und zeigt, wie Abschied bewusst, liebevoll und würdevoll gestaltet werden kann. Musikalische Beiträge, Raum für Austausch und eigene Gedanken machen den Abend zu einem besonderen literarischen und menschlichen Erlebnis.

Die Veranstaltungsreihe, die von Januar bis März 2026 stattfand, stieß auf große Resonanz. Zahlreiche Teilnehmer erhielten Einblicke in verschiedene Aspekte des Sterbens und der Abschiedsphase, informierten sich über Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, Bestattungsvorsorge und Bestattungsformen sowie Hospizarbeit und nutzten die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen.

Ein besonderes Highlight war der Ausflug zum Krematorium Venlo, der den Teilnehmern seltene Einblicke hinter die Kulissen einer Feuerbestattung bot. Die Veranstalter ziehen ein sehr positives Fazit: Die Reihe bot Orientierung, Raum für offene Gespräche über ein oft tabuisiertes Thema und zeigte, wie wichtig es ist, sich mit Sterben und Abschied auseinanderzusetzen. Der literarische Abschlussabend mit Christine Kempkes rundet die Reihe auf besondere Weise ab.

„Gesunde Nachbarschaften“ 2026 im Rheinland gesucht – je 1.000 Euro Fördergeld zu vergeben
AOK Rheinland/Hamburg und Netzwerk Nachbarschaft starten in die siebte Runde des Förderpreises „Gesunde Nachbarschaften“

Ob Yogagruppe im Innenhof, gemeinsames Meditieren oder Kochen mit gesunden Zutaten im Quartierstreff: Viele Nachbarinnen und Nachbarn im Rheinland setzen sich direkt vor der Haustür für mehr Gesundheit im Alltag ein. Dieses Engagement unterstützt die AOK Rheinland/Hamburg auch 2026 mit insgesamt 10.000 Euro Fördergeld. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 1. September 2026 möglich.

Zehn Initiativen aus dem Rheinland und aus Hamburg erhalten 2026 jeweils 1.000 Euro Fördergeld zur Weiterentwicklung ihrer gesundheitsfördernden Projekte. Gesucht werden Ideen, die im Wohnumfeld Bewegung und Fitness fördern, Nachbarinnen und Nachbarn gesunde Ernährung näherbringen oder dabei helfen, Stress zu reduzieren. Bereits zum siebten Mal in Folge vergibt die AOK Rheinland/Hamburg in Kooperation mit dem bundesweiten Aktionsbündnis Netzwerk Nachbarschaft den Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“.

„Gesundheitliches Engagement in Nachbarschaften kann gar nicht genug gewürdigt werden. Deshalb wollen wir neue Projekte und Initiativen unterstützen, die zur Gesundheitsförderung im direkten Wohnumfeld beitragen“, sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

Erfolgreiche Beispiele aus Köln und Wuppertal
Im vergangenen Jahr wurden unter anderem die Aktiven vom „Wohncafé Nebenan“ in Köln-Neuehrenfeld ausgezeichnet. Mit ihrem Projekt „Mittagstisch für Senioren“ ermuntern sie Anwohnende, gemeinsam neue Rezepte für eine ausgewogene Ernährung auszuprobieren.
Die Engagierten der „Mülheimer Nachbarschaft e.V.“ setzen auf Bewegungsangebote: Mit Qigong- und Sitztanzkursen erreichen sie monatlich bis zu 150 Nachbarinnen und Nachbarn. Alle weiteren Preisträgerinnen und Preisträger werden auf der Förderpreis-Website von Netzwerk Nachbarschaft vorgestellt.

Starkes Engagement seit 2020
Allein im Rheinland wurden seit Start des Förderpreises im Jahr 2020 bereits 168 Nachbarschaftsprojekte nominiert und 45 ausgezeichnet. Im gesamten Förderpreisgebiet – Hamburg sowie Rheinland – sind es 256 nominierte Projekte und 68 Preisträger.
Die Förderpreis-Jury, die im Herbst tagen wird, um die Preisträgerinnen und Preisträger zu ermitteln, setzt sich aus Expertinnen und Experten aus Sportwissenschaft, Medizin und gesellschaftlichem Engagement zusammen, darunter:
- Prof. Ingo Froböse, Sportwissenschaftler und Bestsellerautor
- Dr. Silja Schäfer, Fachärztin für Allgemein- und Innere Medizin und NDR-Ernährungs-Doc
- Sophie Rosentreter, Demenz- und Pflegebotschafterin

„Wir freuen uns auf viele Bewerbungen“, sagt Erdtrud Mühlens, Gründerin von Netzwerk Nachbarschaft. „Die Nachbarschaften an Rhein und Ruhr, in Stadt und Land zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie viel Gesundheitskompetenz in den Quartieren steckt und geben uns wichtige Impulse für ein gesundes Leben im Wohnalltag, das allen Generationen zugutekommt.“

Bewerbungen ab sofort möglich
Interessierte Nachbarschaften, Vereine und Aktionsbündnisse können sich ab jetzt und bis zum 1. September 2026 online bewerben unter: aok-foerderpreis.netzwerk-nachbarschaft.net

Breitbandausbau am Niederrhein: Enni koordiniert zentrales Ausbaupaket mit MUENET
Der flächendeckende Breitbandausbau in der Region nimmt weiter Fahrt auf: Neben der Telekom Deutschland wird künftig auch die MUENET GmbH einen Teil des geförderten Glasfasernetzes realisieren. Nachdem der Förderbescheid des Bundes vorliegt, erhalten in Kürze rund 1.000 Moerser Adressen entsprechende Post von der Stadt Moers. Darin werden die Eigentümerinnen und Eigentümer darüber informiert, dass ihre Immobilien im Fördergebiet liegen und sie die einmalige Möglichkeit eines kostenfreien Glasfaser‑Hausanschlusses erhalten.

 „Über diesen Anschluss sind künftig Bandbreiten von bis zu 1.000 Mbit/s möglich“, erklärt Boris Stolzenberg, der den Breitbandausbau bei der ENNI Stadt & Service Niederrhein koordiniert.  Die Enni übernimmt beim Breitbandausbau in der Region eine Schlüsselrolle: Seit 2020 koordiniert sie das komplexe Vorhaben für die Städte Moers, Neukirchen‑Vluyn, Kamp‑Lintfort und Rheinberg und sorgt dafür, dass bislang unterversorgte Gebiete zuverlässig an das Hochleistungsnetz der Zukunft angeschlossen werden.

Im Fokus dieses zweiten Förderprojekts stehen sogenannte graue Flecken – Adressen, die perspektivisch nicht eigenwirtschaftlich durch Telekommunikationsunternehmen mit Glasfaser erschlossen werden. Bund, Land und Kommunen fördern den Ausbau und ermöglichen damit eines der größten städteübergreifenden Infrastrukturprojekte am Niederrhein.

Rund 3.000 förderfähige Adressen profitieren insgesamt von dem Projekt. Enni stimmt die beteiligten Akteure aufeinander ab und sorgt für einen reibungslosen Ablauf – von der Fördermittelkoordination über die Ausschreibung bis zur Umsetzung vor Ort. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hat für einen Teil des Ausbaugebiets die MUENET GmbH & Co. KG aus Coesfeld den Zuschlag erhalten.

Das Unternehmen ist auf den Aufbau und Betrieb moderner Glasfasernetze spezialisiert und realisiert seit vielen Jahren Infrastrukturprojekte zur nachhaltigen Versorgung von Haushalten und Unternehmen mit leistungsfähiger digitaler Infrastruktur.  

Die geförderte Netzinfrastruktur wird als sogenanntes offenes Netz (Open Access) gemäß der NGA‑Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland errichtet. Das bedeutet: Auch andere Internetanbieter können das Netz künftig nutzen und Endkundendienste anbieten. Für die Haushalte besteht keine Verpflichtung, einen bestimmten Anbieter zu wählen oder den Anschluss aktiv zu nutzen.

MUENET wird die betroffenen Haushalte nach dem Versand des städtischen Schreibens detailliert über das Ausbauvorhaben, die nächsten Schritte sowie über optionale Endkundenprodukte informieren. Im Rahmen des Netzausbaus bietet das Unternehmen neben dem kostenfreien Hausanschluss auch vergünstigte Tarife bei Abschluss eines 24‑Monats‑Vertrages an

Vluyner Nordring: Start des dritten Bauabschnitts - Enni erneuert  Fernwärmenetz
Die ENNI Energie & Umwelt (ENNI) erneuert derzeit Teile des Fernwärmenetzes in Neukirchen-Vluyn. Die Arbeiten am Vluyner Nordring stehen nun vor dem dritten und damit letzten Bauabschnitt, der am 19. März beginnt. Betroffen ist das Teilstück zwischen der Feldstraße und der Rayener Straße.

Da die Fernwärmeleitung mittig in die Fahrbahn liegt, muss die Straße hier für die Tiefbauarbeiten voraussichtlich bis zum 29. Mai voll gesperrt werden. Danach bleiben nur noch einzelne Baugruben offen, damit die Enni die neue Leitung ins Netz einbinden kann. Die Anliegerinnen und Anlieger werden mit einem Einwurfschreiben über die Maßnahme informiert.

Die Umleitung erfolgt nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten erneut über die Niederrheinallee und ist entsprechend großräumig ausgeschildert. Sie ist mit Stadtverwaltung, Polizei und Verkehrsbetrieben abgestimmt. Die Regelungen für den Busverkehr gelten unverändert.  

Durch den Umleitungsverkehr wird das Fahrzeugaufkommen auf der Niederrheinallee deutlich zunehmen. Um Rückstaus zu vermeiden, entfallen die Parkplätze am rechten Fahrbahnrand im Vluyner Stadtzentrum. So ist sichergestellt, dass Rettungsdienst und Feuerwehr die Straße jederzeit ungehindert passieren können.

Die vorhandenen Parkbuchten neben der Fahrbahn sind von dieser Regelung nicht betroffen und stehen weiterhin zur Verfügung. Zusätzlich wird die Stadt Neukirchen‑Vluyn in Teilbereichen zeitlich begrenzte Parkscheibenregelungen anordnen.  

Die Arbeiten am Vluyner Nordring laufen seit August 2025. In den ersten beiden Bauabschnitten hat die Enni bereits die Fernwärmeleitung zwischen dem Plankendickskendel und der Feldstraße erneuert. Ziel der Maßnahme ist es, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und das Fernwärmenetz zukunftsfähig aufzustellen.

Moers: Neuverlegung von Straßenentwässerungen des Heidewegs – die Straße wird in mehreren Abschnitten gesperrt  
Bei routinemäßigen Kanaluntersuchungen des Heidewegs hat die ENNI AöR (Enni) einen dringenden Sanierungsbedarf festgestellt. Mehrere Straßenentwässerungskanäle müssen neu hergestellt werden. Im Zeitraum vom 19.3. bis zum 2.4.2026 werden diese auf dem Heideweg im Bereich der Häuser 103 bis 129 erneuert.  

Aufgrund der Lage des Hauptkanals bittet Enni um Verständnis, dass eine Vollsperrung des Heideweg für die gesamte Zeit der Sanierungsmaßnahme erforderlich sein wird. Die Sperrung erfolgt in drei Teilabschnitten, sodass die Einschränkungen für Anwohnende möglichst geringgehalten werden. Es wird in Folge der Sperrung eine Umleitungsstrecke über die Düsseldorfer Straße eingerichtet.  Fragen beantwortet Enni am Baustellentelefon unter 02841 104600.

Dinslaken: Zwei Kunstausstellungen im Museum Voswinckelshof enden
Am Sonntag, 22. März 2026, enden die aktuellen Kunstausstellungen im Museum Voswinckelshof mit einer gemeinsamen Finissage: „Und am Ende des Blau ist Struktur“ und „Kartongeschichten“. Ab 15:00 Uhr sind Interessierte zu einem besonderen Gespräch eingeladen: Es werden mehrere der Künstlerinnen und Künstler im Museum sein und sich den Fragen der Besucherinnen und Besucher stellen.

Das bietet Gelegenheit für spannende Einblicke in das Entstehen von Kunst sowie in die Gedanken und persönlichen Geschichten hinter der Kunst. Auch das Museumsteam steht für die Beantwortung von Fragen bereit und erläutert gerne, wie eine Kunstausstellung entsteht, welche Herausforderungen sich stellen und warum die Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen und Künstlern immer wieder anders und doch spannend und fruchtbar ist.

„Kartongeschichten“ ist einer der typisch untypischen Gruppenausstellungen von Museum Voswinckelshof und Kulturkreis Dinslaken. Ein profaner Umzugskarton war der Ausgangspunkt für jedes der Kunstwerke. Doch diese Werke unterscheiden sich in Thema, Kunstform, Technik und Materialen. Jedes Werk spiegelt Erfahrungen, Erinnerungen und Persönlichkeit von der Künstlerin oder dem Künstler.

Die Bandbreite reicht vom mathematisch präzise berechneten Kunstwerk über ein kleines Museum bis zum lyrischen Karton. Zwei Künstlerinnen und ein Künstler sind beteiligt an der Ausstellung „Und am Ende des Blau ist Struktur …“ Sie vereint Malerei, Druckgrafik und Bildhauerei sowie unterschiedliche Themen und Techniken. Auch hier gibt es viel zu entdecken, von den feinen Marmorstrukturen der Skulpturen von Inge Handzlik über die experimentelle Drucktechnik von Wilfried Weiß bis zu den Unterwasser-Geschöpfen von Marayle Küpper.

Das Museum Voswinckelshof würdigt die beiden Ausstellungen mit einer gemeinsamen Finissage. Der Eintritt ist frei. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Ausstellungen enden am Sonntag, 22. März 2026. Weitere Informationen zum Museum Voswinckelshof sind hier zu finden (dem Link folgen).



NRW-Luftverkehr: Palma de Mallorca war 2025 das beliebteste Reiseziel
* 3,6 % mehr Passagiere als im Vorjahr 2024
* Spanien erneut das beliebteste Zielland unter Flugreisenden
* Inlandsflüge haben im Vergleich zu 2019 um 67 % abgenommen

Im Jahr 2025 sind rund 19,3 Millionen Passagiere von den sechs Hauptverkehrsflughäfen in Nordrhein-Westfalen abgeflogen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 3,6 % mehr als ein Jahr zuvor (2024: 18,6 Millionen). Mit Beginn der Coronapandemie in 2020 war die Passagierzahl auf einen Tiefstand von etwa 5,6 Millionen gesunken. Seitdem ist die Anzahl der Fluggäste wieder kontinuierlich angestiegen und hat sich von 2020 bis 2025 mehr als verdreifacht (+241,8 %).

Dennoch liegt sie weiterhin unter dem Niveau vor der Coronapandemie. Spanien weiterhin das beliebteste Flugziel der Flugreisenden Spanien war 2025 erneut das beliebteste Zielland unter Flugreisenden: Von den sechs NRW-Flughäfen starteten im vergangenen Jahr etwa 4,1 Millionen Passagiere nach Spanien. Davon flogen 1,6 Millionen zum Flughafen Palma de Mallorca - dem damit beliebtesten Flughafen der Fluggäste aus NRW.

Auf Platz 2 der meist angeflogenen Länder lag im vergangenen Jahr die Türkei mit etwa 3,7 Millionen Passagieren. Hier landeten die meisten Reisenden in Antalya (1,5 Millionen). Weniger NRW-Flugpassagiere auf innerdeutschen Strecken Inlandsflüge haben seit 2019 den größten Rückgang zu verzeichnen: 2025 flogen knapp 1,3 Millionen NRW-Passagiere innerhalb Deutschlands. Dies waren 67 % weniger als 2019 (4,1 Millionen).

Im Vergleich der häufigsten Zielländer belegte Deutschland dennoch Platz 3. Der beliebteste inländische Flughafen war München mit etwa 840.100 Passagieren aus NRW. Auch deutschlandweit war Spanien das beliebteste Zielland mit etwa 16,8 Millionen Fluggästen. Platz 2 und 3 spiegeln das NRW-Ergebnis ebenfalls wider: Die Türkei war mit 13,1 Millionen Passagieren knapp vor der Anzahl der Flugreisenden innerhalb Deutschlands (12,8 Millionen).



Größten Zuwachs verzeichnete der Flughafen Istanbul-Sabiha Gökcen Werden die zehn Flughäfen betrachtet, die von NRW-Reisenden am häufigsten angesteuert werden, zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen gegenüber den Vorjahren. Palma de Mallorca war vor Antalya erneut der von NRW-Passagieren am häufigsten angeflogene Flughafen.

Platz 3 belegte 2025 der Flughafen München, welcher mit –5,6 % zum Vorjahr und –45,3 % im Vergleich zu 2019 den größten Rückgang der Fluggastzahlen zu verzeichnen hatte. Den größten Zuwachs an NRW-Passagieren verzeichnete 2025 der Flughafen Istanbul-Sabiha Gökcen mit 12,9 % gegenüber dem Vorjahr.



Im Vergleich zu 2019 hat sich die Zahl der NRW-Reisenden dorthin mit 106,7 % sogar mehr als verdoppelt. Auch die Flughäfen Hurghada und Barcelona verzeichneten im Vorjahresvergleich einen Zuwachs von 10,2 % bzw. 8,6 %. Mögliche Gründe für solche Schwankungen der Passagierzahlen an den einzelnen Flughäfen könnten u. a. Anpassungen im Flugplan, Änderungen bei den am Standort vertretenen Airlines sowie beim individuellen Reiseverhalten sein.

Dinslaken: Erstes Stadtgespräch schafft konstruktiven Austausch
Am Mittwoch (11.03.2026) gab es in der Aula des Gustav-Heinemann-Schulzentrums (GHZ) in Hiesfeld eine Premiere: Das erste Stadtgespräch mit Bürgermeister Simon Panke, Stadtkämmerer Achim Thomae und rund 70 interessierten Bürger*innen fand statt. Mit einem besonderen Augenmerk auf das Thema „städtischer Haushalt“, über den der Stadtrat am 26. März abstimmt, begann das Treffen.

Trotz der vielen schlechten Nachrichten über bevorstehende Sparmaßnahmen, die in den vergangenen Wochen bekannt geworden sind, begann die Veranstaltung Bürgermeister Simon Panke voller Optimismus und guten Nachrichten: Über das Sondervermögen der Bundesregierung erhält die EBGS eine neue Turnhalle, das Feuerwehrgerätehaus in Eppinghoven wird saniert, das Schulzentrum Hiesfeld konnte fertig gestellt werden und die Straßenbeleuchtung wird auf energieeffiziente Leuchten umgestellt.

Zudem habe die Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) angeboten, das Freibadgelände Hiesfeld zu entwickeln – die Vertragsverhandlungen liefen derzeit. Stadtkämmerer Achim Thomae gab anschließend einen Überblick über die Sparmaßnahmen der kommenden Jahre. Es gab zahlreiche Nachfragen zu den geplanten Steuererhöhungen und Maßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung.

Für viele Bürger*innen wurde, dank der ausführlichen Erklärung, vor allem die Erhöhung der Grundsteuer B deutlicher. So rechnete der Kämmerer beispielhaft vor, dass auf ein Einfamilienhaus rund 26 Euro Mehrkosten und auf ein Geschäftsgrundstück etwa 25 Euro Mehrkosten pro Monat zukommen würden. Eine Mietpartei in etwa einem 6-Familienhaus müsste mit einer monatlichen Mehrbelastung von etwa 5,30 Euro rechnen.

Weitere kritische Nachfragen gab es aus dem Publikum zu den Themen Eishalle, Baumaßnahmen an den Schulen, dem Krankenstand in Verwaltungen generell und der Frage, ob man nicht schon viel früher hätte handeln können und müssen. Aber es gab auch Lob für die Veranstaltung.

Eine Bürgerin bekundete, sehr froh zu sein, dass die Menschen in Dinslaken durch dieses Format nun wieder miteinander sprechen würden. Es sei wichtig, sich an einen Tisch zu setzen, querzudenken und zusammen zu arbeiten – vor allem um denen zu helfen, die keine Stimme hätten. Und das sei es auch, worauf es ihm bei den Stadtgesprächen ankäme, so Bürgermeister Simon Panke: „Wir alle möchten, dass es unserer Stadt gut geht. Deshalb ist es gut, wenn die Menschen, denen die Stadt am Herzen liegt, zusammenkommen und sich austauschen“. 

Im Herbst soll es eine weitere Ausgabe des Stadtgesprächs geben. Wer darüber hinaus noch ungeklärte Fragen habe, kann sich an simon.panke@dinslaken.de wenden.  

Moers: Start einer zukunftsweisenden Sanierung - Rheinberger Straße und Mühlenstraße werden fit für die nächsten Jahrzehnte
Die Enni beginnt zu Beginn der NRW-Osterferien am 30. März 2026 mit einer der notwendigen Modernisierungen im Herzen der Moerser Innenstadt. Die Rheinberger Straße und die Mühlenstraße, zwei zentrale Achsen der innerstädtischen Infrastruktur, werden in den kommenden Monaten umfassend erneuert – von den Schmutz- und Regenwasserkanälen über Stromleitungen bis hin zu neuen Oberflächen und einer optimierten Radwegeführung. Mit dem Projekt setzt die Stadt Moers gemeinsam mit Enni einen weiteren wichtigen Baustein in Sachen „Sanierungen“ um.  

Sorgfältig geplant und transparent informiert Der Baubeginn des ersten Bauabschnitts steht kurz bevor, dabei wurde dieser bewusst in die Frühjahr- und Sommermonate gelegt. „Wir haben uns ganz klar für einen Start in den Osterferien entschieden“, erklärt Diane Schiffer, zuständig für Planung und Bau bei Enni. „In dieser Zeit steigen viele Bürgerinnen und Bürger auf das Rad um, damit ist der Verkehrsknotenpunkt insgesamt weniger stark frequentiert. Das hilft uns, die unvermeidbaren Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.“  

© enni. Alle Informationen zu den Änderungen finden Sie hier.
 
Start der ersten Bauphase
Der erste Bauabschnitt konzentriert sich auf den Kanalbau in der Rheinberger Straße und dauert rund 16 Wochen an. Die Lage des Kanals macht eine Vollsperrung der Straße unvermeidbar. Die Arbeiten starten im Kreuzungsbereich Rheinberger Straße und Mühlenstraße und wandern in Richtung Baerler Straße. Die Baustelle wird in drei Abschnitten organisiert, um wichtige Zufahrtsbereiche möglichst lange offenhalten zu können. Alle Gruben werden aus Sicherheitsgründen auf maximal 15 Meter begrenzt.

Die Erreichbarkeit der Häuser Nummer 32–40 und 55 bleibt gewährleistet – inklusive der Befahrbarkeit mit Drehleitern. Enni hat die Planungen sorgfältig darauf ausgerichtet, Rettungswege, Anlieferungen und Anliegerinteressen so oft es geht berücksichtigen zu können. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich darauf verlassen, dass die Maßnahme so umsichtig wie möglich durchgeführt werden wird.  

Entlastung für Schulen: Provisorischer Kreisverkehr für mehr Sicherheit Damit der Schulverkehr im Umfeld der Seminarstraße verlässlich funktioniert, wird Enni in Abstimmung mit der Stadt Moers ab dem 30. März einen provisorischen Kreisverkehr in der Seminarstraße/Gabelsberger Straße einrichten. Ein temporäres Parkverbot auf der westlichen Straßenseite unterstützt einen sicheren Verkehrsfluss während der Stoßzeiten. Im Zuge der neuen Verkehrsführung während der Baumaßnahme, wird es auch Änderungen im öffentlichen Nahverkehr der NIAG geben. Alle Informationen zu den Änderungen finden Sie hier.  

Umleitungskonzept während der Bauphase 1
Es wurde für jede Bauphase ein Umleitungskonzept für Pkw und Lkw entwickelt. Die Zufahrt zur Mühlenstraße ist in der ersten Phase gesperrt, die Baerler Straße bleibt zunächst weiterhin befahrbar. Es wird mit Beginn der Vollsperrung der Rheinberger Straße, frühzeitig und klar ausgeschildert, wie man über die Wilhelm‑Schröder‑Straße und die Klever Straße in beide Richtungen fahren kann - Radfahrende und Fußgänger sind davon nicht betroffen und können die Baustelle passieren!

Ergänzend stehen die Routen über die Repelener Straße und die Unterwallstraße sowie über die Rheurdter Straße und die Repelener Straße in beide Richtungen zur Verfügung. Für den Hauptdurchgangsverkehr wird zusätzlich eine großräumige Umleitung eingerichtet.

Diese führt in beide Fahrtrichtungen über die Verbandsstraße, die Römerstraße sowie die Ruhrorter Straße und wird ebenfalls frühzeitig ausgeschildert. Ziel der Verkehrsführung ist es, den Innenstadtbereich spürbar zu entlasten, Verkehrsströme zu entzerren und trotz der notwendigen Sperrung eine möglichst flüssige Erreichbarkeit sicherzustellen.

Ziel der Verkehrsführung ist es, den Innenstadtbereich spürbar zu entlasten, Verkehrsströme zu entzerren und trotz der notwendigen Sperrung eine möglichst flüssige Erreichbarkeit sicherzustellen.  

Mehr Verkehrssicherheit und bessere Wege für Radfahrende nach Abschluss der Baumaßnahme
„Eine neue, klar geführte Radwegeverbindung ersetzt die bisherige Führung zwischen zwei Pkw-Fahrspuren. Zusammen mit optimierten Ampelanlagen und einer neu strukturierten Verkehrsführung entsteht mehr Übersichtlichkeit und Sicherheit – insbesondere für Kinder und Radfahrende“, so Nadine Beinemann von der Stadt Moers.

Parallel erhöhen die bereits erneuerte Fernwärmeleitung und neue Stromleitungen die Energieeffizienz und Versorgungssicherheit – ein wesentlicher Beitrag zu den städtischen Klimazielen.  

Ein Projekt für kommende Generationen
Die vorhandene Infrastruktur der Rheinberger und Mühlenstraße ist veraltet und stößt damit zunehmend an Kapazitäts- und Störungsgrenzen. Mit der Modernisierung im Untergrund werden Schmutz- und Regenwasserkanäle ebenso wie Stromleitungen erneuert. Enni modernisiert daher nicht nur zwei Straßenabschnitte im Auftrag der Stadt, sondern es wird die Lebensqualität für die nächsten Jahrzehnte gesichert.
Die neue Infrastruktur soll Moers resilienter, moderner und zukunftsfähig auch bei Extremwetterverhältnissen machen.  

Die Sanierung ist umfangreich.
Genau deshalb wurde die gesamte Maßnahme in den vergangenen Monaten besonders detailliert geplant. „Es ist uns wichtig, dass die Menschen gut informiert sind. Daher werden vor allem die Bildungseinrichtungen im Umfeld, transparent über alle Details in Kenntnis gesetzt. Die kommenden Monate fordern ein Stück Geduld – aber am Ende entsteht eine sichere, moderne Infrastruktur, von der alle profitieren werden“, erklärt Diane Schiffer.

Trotz aller Vorkehrungen ist Enni bewusst, dass es in Zuge der Bauabschnitte Einschränkungen geben wird. Insbesondere in den Osterferien laufen gleichzeitig noch zwei weitere Baustellen „Am Schürmannshütt“ und „Am Jostenhof“ weiter, weshalb es zu zusätzlichen Einschränkungen kommen kann. Die Einbahnstraße „Am Jostenhof“ wird jedoch aufgehoben, sodass dies zu Entlastung führen wird.  

Ausblick: So geht es nach dem ersten Bauabschnitt weiter
Nach dem Kanalbau in der Rheinberger Straße folgen der Kanalbau in der Mühlenstraße und anschließend die Oberflächenerneuerung. Die Arbeiten werden in mehreren klar getrennten Bauabschnitten erfolgen, teilweise mit Einbahnstraßenführung und intelligenter Ampelsteuerung – insbesondere für Rettungsfahrzeuge und den öffentlichen Nahverkehr.  

Aktuelle Infos auf der Enni-Website
Während der gesamten Bauzeit informiert Enni Anwohner, Schulen und Verkehrsteilnehmende frühzeitig über alle wesentlichen Schritte. Dies geschieht über Anliegerschreiben, Pressemitteilungen aber auch über die Enni-Website unter: enni.de/rheinbergerstrasse. Außerdem informiert die Stadt Moers über instagram.com/stadt_moers, facebook.com/stadtmoers und den städtischen WhatsApp-Kanal.

„Vielfalt für Gesundheit“ – Gesundheitsamt informiert auf dem Xantener Wochenmarkt
Anlässlich des bundesweiten Tages des Gesundheitsamtes am Donnerstag, 19. März 2026, informiert das Gesundheitsamt des Kreises Wesel unter dem Motto „Vielfalt für Gesundheit“ über seine Angebote. Während des Xantener Wochenmarktes ist das Gesundheitsamt von 8:30 bis 13 Uhr mit seinem MediMobil sowie Informationsständen auf dem Marktpatz in Xanten vertreten. 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben dort die Möglichkeit, sich über die vielfältigen Aufgaben und Leistungen des Gesundheitsamtes zu informieren. Ein besonderer Schwer-punkt liegt auf dem Thema Impfen: Wer seinen aktuellen Impfstatus überprüfen lassen möchte, kann seinen Impfpass mitbringen und sich vor Ort von einer Ärztin des Gesundheits-amtes beraten lassen. Darüber hinaus stehen Mitarbeitende des Gesundheitsamtes für Fragen zu zahlreichen wei-teren Themen zur Verfügung.

Die Aufgaben des Gesundheitsamtes sind vielfältig und reichen unter anderem von Trinkwasserkontrollen, Schuleingangsuntersuchungen und Zahnprophyla-xe über TBC-Fürsorge sowie die Beratung von Menschen mit psychischen Erkrankungen bis hin zur Hygieneüberwachung in Gesundheitseinrichtungen. Auch eine Beratungshotline wäh-rend Hitzeperioden gehört zu den Angeboten.

Für Besucherinnen und Besucher gibt es außerdem ein Glücksrad mit kleinen Gewinnen. Wer die Fragen rund um Gesundheit richtig beantwortet, hat die Chance auf eine kleine Überra-schung.  Organisiert wird die Aktion vom Team Regionale Gesundheit des Gesundheitsamtes des Kreises Wesel.

Nachhaltig gärtnern – aber wie?
Was hinter naturnahem Gärtnern, Permakultur und biodynamischen Ansätzen steckt.
Begriffe wie „naturnah“, „Permakultur“ oder „biodynamisch“ werden oft gleichgesetzt, stehen jedoch für unterschiedliche Konzepte mit eigener Geschichte und eigenen Prinzipien.

„Viele dieser Ansätze verfolgen ähnliche Ziele, werden aber häufig vermischt“, sagt Dr. Lutz Popp, Experte für Gartenbauwissenschaften beim Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege (BLGL). „Für eine sachliche Einordnung lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhalte und auf das, was sie jeweils nicht sind.“

Naturnahe Gärten sind nicht ungepflegt, sondern bewusst gestaltete Lebensräume. (Quelle: BLGL)

Naturnahes Gärtnern: Ökologische Funktionen im Mittelpunkt
Naturnahes Gärtnern ist kein geschütztes Label und kein festes Regelwerk, sondern eine fachliche Leitidee. Sie orientiert sich an natürlichen Lebensräumen und deren Funktionsweise. Ziel sind unter anderem stabile Lebensgemeinschaften durch standortgerechte Pflanzen und Strukturvielfalt.

Praktisch heißt das: heimische Pflanzen wählen, Blühangebote sichern, Totholz oder Hecken integrieren und organisches Material über Kompost wieder in den Boden zurückführen.

„Naturnah bedeutet nicht ungepflegt, sondern bewusst gestaltete Lebensräume mit regelmäßiger Pflege.“ betont Dr. Popp.
- Permakultur: Gestaltung mit ethischem Fundament
- Permakultur wurde in den 1970er Jahren von den Australiern Bill Mollison und David
 -Holmgren entwickelt. Sie versteht sich als ganzheitliches Planungssystem von Lebensräumen.

Im Zentrum stehen drei ethische Leitsätze:
- Sorge für die Erde (Earth Care) – Boden, Wasser und Biodiversität erhalten
- Sorge für den Menschen (People Care) – Bedürfnisse decken und Gemeinschaft stärken
- Gerechtes Teilen (Fair Share) – Ressourcen maßvoll nutzen

Diese Prinzipien bilden den Rahmen für konkrete Planungsmethoden. Typisch sind Mischkulturen, die Bevorzugung mehrjähriger Systeme, die Nutzung natürlicher Energieflüsse sowie eine geschickte Flächennutzung.
„Permakultur denkt vom Gesamtsystem her“, erklärt Dr. Popp. „Sie verbindet ökologische Gestaltung mit sozialen Fragestellungen.“

Wichtig ist jedoch: Permakultur ist kein geschütztes Siegel. Die Umsetzung variiert, systematische Langzeitstudien sind bislang begrenzt. Sie ist weder ein Ertragsversprechen noch ein festgelegter Standard, sondern ein ethisch fundierter Planungsrahmen.

Biodynamisch und biologisch: Was bedeutet das für den Hausgarten?
Der ökologische Landbau ist in der EU rechtlich geregelt. Er verzichtet auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und setzt auf Fruchtfolgen, organische Düngung und weitgehend geschlossene Nährstoffkreisläufe – Prinzipien, die sich auch im Hausgarten gut umsetzen lassen.

Die biodynamische Wirtschaftsweise baut darauf auf, geht jedoch konzeptionell weiter. Sie geht auf Rudolf Steiner (1924) zurück und versteht den Hof als möglichst geschlossenen Organismus. In der Praxis gehört dazu idealerweise auch Tierhaltung, um betriebseigene Nährstoffkreisläufe zu sichern. Zudem spielen bestimmte Präparate sowie eine Orientierung an kosmischen und rhythmischen Zusammenhängen eine Rolle. Entsprechende Betriebe können nach den Richtlinien von Demeter zertifiziert werden.

Für private Gärten ist dieses Gesamtsystem jedoch nur eingeschränkt übertragbar. Relevanz haben vor allem praktische Maßnahmen wie Kompostwirtschaft oder Mischkulturen – nicht jedoch zwingend die weltanschaulichen Elemente.

„Für Hausgärten ist entscheidend, welche Maßnahmen fachlich sinnvoll sind“, so Dr. Popp. „Die weltanschauliche Grundlage der Biodynamik ist keine Voraussetzung für ökologisch orientiertes Gärtnern. Im Hausgarten bleibt davon vor allem die Idee geschlossener Stoffkreisläufe und der Verzicht auf chemisch-synthetische Düngung und Pflanzenschutzmittel relevant.“

Wie lässt sich das im eigenen Garten umsetzen?
Für private Gärten lassen sich Elemente aus allen Ansätzen kombinieren. Humusaufbau durch Kompost, vielfältige Pflanzengesellschaften, strukturreiche Gestaltung oder Mischkulturen sind fachlich sinnvolle Maßnahmen, unabhängig vom gewählten Etikett. „Entscheidend ist nicht der Begriff, sondern die konkrete Praxis“, betont Dr. Popp.

Anmeldungen für Vereinsfest und Adventmarkt in Wesel gestartet
Für die Weseler Vereine gibt es auch im Jahr 2026 wieder Möglichkeiten, ihren Verein der Öffentlichkeit zu präsentieren – beim Vereinsfest am 01. August 2026 sowie beim Adventmarkt vom 27. bis zum 29. November 2026.

Quelle: Flaggschiff Film

Vereinsfest im Rahmen der PPP-Tage
Das PPP-Stadtfest begeistert traditionell mit einem bunten Programm zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Von der Kirmes am Rhein über Musik am Kornmarkt bis hin zum Trödelmarkt gibt es vielfältige Programmpunkte in der Hansestadt.

Auch in diesem Jahr findet im Rahmen der PPP-Tage wieder das Vereinsfest am 01. August statt. Weseler Vereine haben hier die Gelegenheit, sich zu präsentieren, das Vereinsleben erlebbar zu machen und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Adventmarkt am Dom
Am ersten Adventswochenende (27. bis 29. November) lädt der Adventmarkt am Dom wieder zu einem stimmungsvollen Auftakt in die Vorweihnachtszeit ein.

Zwischen weihnachtlich geschmückten Ständen können Besucherinnen und Besucher handgefertigte Produkte entdecken, weihnachtliche Leckereien genießen und sich auf die Adventszeit einstimmen. Die Weseler Vereine, Verbände und karitative Einrichtungen haben die Möglichkeit, sich auf dem Adventmarkt zu präsentieren, selbstgemachte Produkte anzubieten oder über ihre Arbeit zu informieren.

Anmeldemöglichkeiten Vereine, Verbände und karitative Einrichtungen aus Wesel, die sich am Vereinsfest beteiligen möchten, können sich bis zum 15. Juni 2026 anmelden. Die Anmeldungen für den Adventmarkt sind bis zum 30. Juni möglich.

Weitere Informationen sowie das jeweilige Anmeldeformular sind unter wesel-tourismus.de zu finden. Für Fragen steht das Team von WeselMarketing unter der Telefonnummer 0281 2032606 oder per E-Mail an info@weselmarketing.de gerne zur Verfügung.

23. März 2026: Gedenkveranstaltung zum Bombenangriff auf Dinslaken
Am Montag, den 23. März 2026, findet am Mahnmal auf dem Dinslakener Parkfriedhof eine öffentliche Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestags der Zerstörung Dinslakens im Zweiten Weltkrieg statt. Beginn ist um 11 Uhr.

Bürgermeister Simon Panke wird eine Rede halten und im Anschluss wird gemeinsam ein Kranz niedergelegt, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken und an die erschütternden Ereignisse des 23. März 1945 zu erinnern. Schüler*innen der Ernst-Barlach-Gesamtschule werden sich in diesem Jahr wieder mit Beträgen beteiligen.

Kanalanschluss für den Einzelhandel Kornstraße in Moers wird einige Tage zur Sackgasse  
Die ENNI Stadt & Service Niederrhein (Enni) wird in der Kornstraße in Nähe des Kreisverkehres Franz-Haniel-Straße in Moers ab Montag, 16. März 2026, einen großen Einzelhändler an den öffentlichen Mischwasserkanal anschließen. Da der Hauptkanal in rund drei Metern Tiefe und auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite liegt, wird die Straße in Höhe der Baustelle für Autofahrer gut eine Woche zur Sackgasse.  

Anlieger und der Durchgangsverkehr können während der Bauarbeiten über eine ausgeschilderte Umleitung jederzeit in beiden Fahrtrichtungen über die Franz-Haniel-Str/Römer Str./Homberger Str./Cecilienstr./Kornstr fahren. Zudem wird die Linienführung der Buslinie 912 für die Dauer der Baumaßnahme umgeleitet. Für Fußgänger und Radfahrende bleibt die Baustelle die ganze Zeit passierbar.

Enni möchte die Baumaßnahme spätestens am 25. März abschließen. Alle Prozesse wurden im Vorfeld mit dem zuständigen Fachbereich Straßen und Verkehr der Stadt Moers sowie der Polizei und Feuerwehr abgestimmt. Wer Fragen hat, kann sich unter der Rufnummer 02841-104600 informieren.

Internationale Wochen gegen Rassismus vom 16.–29. März 2026 in Dinslaken Downloads
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 16. bis 29. März 2026 in Dinslaken statt. Vom 16. bis 29. März 2026 beteiligt sich Dinslaken erneut an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Mit einem vielfältigen Programm setzen zahlreiche engagierte Akteur*innen ein starkes Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein solidarisches Miteinander. Die Aktionswochen stehen für eine klare Haltung gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung.


Sie bieten Raum für Begegnung, Austausch und Information und machen deutlich, dass die Stadt Dinslaken für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Das abwechslungsreiche Programm umfasst unter anderem Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden, kulturelle Veranstaltungen sowie Angebote für Kinder und Jugendliche.

Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebensrealitäten zusammenzubringen und für das Thema Rassismus zu sensibilisieren. Das vollständige Programm sowie das offizielle Veranstaltungsplakat finden Sie im Anhang dieser Mitteilung. Die Stadt lädt alle Bürger*innen herzlich ein, die Veranstaltungen zu besuchen und ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Gemeinsam können wir ein starkes Signal für Offenheit, Respekt und Chancengerechtigkeit in Dinslaken setzen. Weiterführende Infos gibt es hier: „Dinslaken hält zusammen – Gegen Rassismus und Rechtsextremismus, für Vielfalt und Menschlichkeit “ | Stiftung gegen Rassismus

Moers: Berichte zur Innenstadtsanierung und zum Winterdienst
Verwaltungsrat tagt im ENNI Sportpark Rheinkamp
 
Der Verwaltungsrat der ENNI Stadt & Service Niederrhein (ENNI) kommt am Donnerstag, 19. März, zu seiner ersten Sitzung des Jahres im ENNI Sportpark Rheinkamp zusammen.

Wichtigster Programmpunkt ist die Information durch den Vorstand über den aktuellen Stand der Innenstadtsanierung, Maßnahmen zur Sanierung der Straßenbeleuchtung sowie über ein Fazit zum Winterdienst. Ein weiteres Thema wird die Freiraumplanung am Solimare sein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können ab 16 Uhr an der öffentlichen Sitzung teilnehmen.

Starke Saison endet mit Schaumparty - Mehr als 43.000 Gäste in der Moerser Eissporthalle  
Die Eislaufsaison in der Moerser Eissporthalle steuert auf ihr großes Finale zu – und das mit einer rundum positiven Bilanz. Mehr als 43.000 Besucherinnen und Besucher nutzten in dieser Saison allein die öffentlichen Laufzeiten. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort.

„Wir hatten eine richtig gute Saison mit sehr viel Zuspruch aus allen Altersgruppen“, erklärt Benjamin Beckerle, Bereichsleiter der ENNI Sport & Bäder (Enni). Besonders beliebt waren erneut die Eisdiscos, die freitags regelmäßig für ein volles Haus sorgten. Mit mehreren hundert Gästen gehörten sie auch in dieser Saison zu den absoluten Publikumsmagneten.

Zum offiziellen Saisonabschluss steht am Montag, 23. März, ein letztes Highlight an: die Schaumparty. Tickets dafür sind ab sofort online im Vorverkauf erhältlich. Dabei empfiehlt Beckerle, sich frühzeitig Karten zu sichern: „Das Schaum-Event ist erfahrungsgemäß schnell ausverkauft.“  

Vor allem bei den jungen Gästen ist die Schaumparty seit Jahren äußerst beliebt. Los geht es um 17 Uhr zunächst mit Schlittschuhen und Discomusik auf dem Eis. Nach etwa einer Stunde schmeißt die Enni dann die Schaum-Kanone an: Die Eisfläche wird geflutet, Kufen sind tabu, getanzt wird in Straßenschuhen.

Für die passende Partystimmung sorgt ein DJ. Nach dem Saisonende setzt in der Eissporthalle das Tauwetter ein. Die Eisfläche verschwindet, sodass nach Ostern die Baumesse dort stattfinden kann. Im Anschluss beginnt dann der zweite Teil der energetischen Sanierung, in die die Enni rund eine Million Euro investiert.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die Wärmeschleuse und die Schneegrube erneuert. Nun geht es mit umfangreichen baulichen Maßnahmen weiter, die den Energieverbrauch der Halle künftig deutlich senken sollen. Geplant sind unter anderem Arbeiten an Dach und Fassade und eine verbesserte Wärmedämmung. Ziel ist es, die Eissporthalle nachhaltig aufzustellen und fit für die kommenden Jahre zu machen.  

Datenreport 2025: Mehr Bus- und Lkw-Prüfungen
- Konstante Nachfrage nach Führerscheinen für Lkw und Busse.
-  Durchfallquoten bleiben stabil und liegen deutlich unter den Pkw-Quoten.

Anzahl der durchgeführten theoretischen Fahrerlaubnisprüfungen in Klasse C ©TÜV-Verband

Die Zahl der Fahrerlaubnisprüfungen für Berufskraftfahrer:innen in den Klassen C für Lkw und D für Busse hat im Jahr 2025 neue Höchstwerte erreicht. Das zeigt eine Auswertung des TÜV-Verbands auf Basis von Erhebungen der „TÜV | DEKRA arge tp 21“. In den Lkw-Klassen (C1/C1E/C/CE) wurden insgesamt 123.414 theoretische und 123.746 praktische Fahrerlaubnisprüfungen abgelegt. Das entspricht einem Plus von rund 3.500 Theorie- (3 Prozent) und rund 4.700 Praxisprüfungen (4 Prozent) gegenüber 2024.

Auch im Busverkehr blieben die Prüfungszahlen im Jahr 2025 auf einem hohen Niveau. In den Bus-Klassen (D1/D1E/D/DE) wurden bundesweit 15.518 theoretische Prüfungen durchgeführt - ein Rückgang um etwa 250 Prüfungen im Vergleich zum Vorjahr (minus 1,5 Prozent). Gleichzeitig stieg die Zahl der praktischen Prüfungen auf 20.688. Das sind rund 2.000 Prüfungen mehr als im Jahr 2024 (plus 11 Prozent).

„Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer sind für Wirtschaft und Daseinsvorsorge unverzichtbar, im Nahverkehr ebenso wie in der Logistik“, sagt Fani Zaneta, Referentin Fahrerlaubnis, Fahreignung und Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband. „Die hohen Prüfungszahlen zeigen ein anhaltendes Interesse an diesem Berufsweg. Gerade der Zuwachs bei den Bus-Prüfungen ist ein gutes Signal für den ÖPNV.“

Hohe Bestehensquoten bei Berufskraftfahrer:innen
Berufskraftfahrer:innen sind in den Fahrerlaubnisprüfungen erfolgreicher als Fahrschüler:innen der Pkw-Klasse und das, obwohl der Prüfungsumfang höher ist. In der Klasse B liegt die Nichtbestehensquote bei 44 Prozent in der Theorie und bei 37 Prozent in der Praxis. In den Lkw-Klassen (C1/C1E/C/CE) liegt die Nichtbestehensquote bei 14 Prozent in der Theorie und bei 15 Prozent in der Praxis.

Entsprechend bestehen sechs von sieben Fahrschüler:innen die Theorieprüfung (86 Prozent) und die praktische Prüfung (85 Prozent). Im Vergleich zu 2024 (jeweils 15 Prozent) sinkt die Theorie-Nichtbestehensquote um einen Prozentpunkt, während die Praxisquote unverändert bleibt. Die Nichtbestehensquoten sind seit zehn Jahren weitestgehend stabil. Im Jahr 2016 scheiterten 16 Prozent in der Theorieprüfung für den Lkw-Führerschein und 13 Prozent in der praktischen Prüfung.

Bus-Fahrschüler:innen schneiden in Prüfungen gut ab
Auch die Bus-Fahrschüler:innen schneiden in den Prüfungen besser ab als Prüflinge in Klasse B. Im Jahr 2025 haben 83 Prozent die Theorieprüfung und 76 Prozent die praktische Prüfung für die Bus-Führerschein bestanden, 17 Prozent scheiterten in der Theorie und 24 Prozent in der Praxis.

Gegenüber 2024 hat sich die Theorie-Nichtbestehensquote um zwei Prozentpunkte verbessert (2024: 19 Prozent), während die Nichtbestehensquote in der praktischen Prüfung um zwei Prozentpunkte schlechter geworden ist (2024: 22 Prozent). In der längerfristigen Betrachtung zeigt sich insgesamt eine leichte Verschlechterung: Im Jahr 2016 haben 16 Prozent die Theorieprüfung für den Bus-Führerschein und 15 Prozent die praktische Prüfung nicht bestanden.

„Wer Busse und schwere Lkw fährt, trägt eine besondere Verantwortung für die Sicherheit von Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmenden“, sagt Zaneta. „Wer solche Fahrzeuge führt, muss Regeln beherrschen und in der Praxis sicher fahren. Die hohen Bestehensquoten zeigen, wie professionell sich viele Bewerberinnen und Bewerber auf die Prüfungen und ihren Berufseinstieg vorbereiten und, dass sie ihre Verantwortung für die Verkehrssicherheit ernst nehmen.“

Nachfrage nach Führerscheinen für Bus und Lkw: Langzeittrend ist positiv
Seit 2016 stieg die Zahl der Prüfungen in den Lkw-Klassen (C1/C1E/C/CE) um 30 Prozent (Theorie) und 35 Prozent (Praxis). Auch bei den Bus-Klassen (D1/D1E/D/DE) liegen die Werte aus dem Jahr 2025 deutlich über dem Niveau von 2016: Die Zahl der Prüfungen stieg in zehn Jahren um 44 Prozent in der Theorie und um 47 Prozent in der Praxis.

Seit dem Jahr 2021 ist die Entwicklung in den Bus-Klassen besonders dynamisch: die Theorieprüfungen nahmen um 70 Prozent zu und die praktischen Prüfungen um 75 Prozent. „Die steigenden Prüfungszahlen sind ein gutes Signal: Mehr qualifiziertes Fahrpersonal ist eine Grundvoraussetzung, damit der Nahverkehr ausgebaut und die Ziele der Verkehrswende erreicht werden können“, sagt Zaneta.

In der Zehnjahresbetrachtung zeige sich ein klarer Aufwärtstrend, allerdings reiche das nicht aus, um die Fachkräftelücke zu schließen. Nach Angaben des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) fehlen aktuell etwa 100.000 Berufskraftfahrer:innen. Auch in der Personenbeförderung fehlen Fachkräfte. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) beziffert den Engpass aktuell auf rund 20.000 Busfahrer:innen; bis 2030 wird ein zusätzlicher Fehlbedarf von rund 50.000 bis 60.000 Personen erwartet.

Fachkräftesicherung und Reform der Fahrausbildung
Für eine nachhaltige Fachkräftesicherung müssen Maßnahmen zusammen gedacht werden: das Berufsbild stärken, den Zugang in die Qualifizierung praxistauglich gestalten und gleichzeitig die Verkehrssicherheit absichern.

„Wir müssen mehr Menschen für diese Berufe gewinnen und wir müssen sie so qualifizieren, dass sie die Anforderungen im Alltag sicher beherrschen“, sagt Zaneta. „Fahrerlaubnisprüfungen schaffen dafür einen verlässlichen Sicherheitsstandard, weil sie Fahrkompetenz und Regelkenntnis verbindlich überprüfen.“ Das ist insbesondere mit Blick auf Fahrzeuge mit hohem Gewicht oder vielen Fahrgästen essenziell.

Die kürzlich bekannt gewordenen Reformvorschläge des Bundesverkehrsministeriums zur Fahrausbildung greifen ein wichtiges Modernisierungsziel auf: die stärkere Nutzung digitaler Lernformen. Aus Sicht des TÜV-Verbands ist die Verankerung digitaler Elemente in der Fahrausbildung überfällig: Online-Theoriekurse zur Vor- und Nachbereitung des Präsenzunterrichts sowie Fahrsimulatoren können sinnvoll sein, wenn sie qualitätsgesichert in eine strukturierte Ausbildung eingebettet sind.

Digitalisierung sollte da wirksam werden, wo sie Qualifizierung und Verfahren besser macht: moderne Lern- und Übungsformate sowie effizientere Abläufe im Führerscheinprozess – von Antrag und Nachweisen bis zur Terminsteuerung und Kommunikation zwischen Behörden, Fahrschulen und Prüfstellen.

Der TÜV-Verband warnt davor die Verkehrssicherheit zugunsten vermeintlicher Effizienzgewinne aufs Spiel zu setzen: „Die pauschale Absenkung von Anforderungen – etwa bei der Prüfungsdauer für die Fahrerlaubnisklassen C und D und den besonderen Ausbildungsfahrten, sind ein Sicherheitsrisiko“, sagt Zaneta.

„Busse und Lkw sind Fahrzeuge mit hoher Masse, langen Bremswegen und großen toten Winkeln, sie führen eine erhebliche kinetische Energie mit entsprechend gravierenden Folgen im Ernstfall.“

Die guten Bestehensquoten in Klasse C und D gäben zudem keinerlei Anlass, die bestehenden Anforderungen abzusenken. Ausbildung und Prüfung der Klasse C und D dürfen daher nicht auf ‚weniger‘ getrimmt werden, sondern müssen verlässlich nachweisen, dass Regeln und Fahrpraxis sicher beherrscht werden.



Champignonernte 2025 um 1,4 % gestiegen
• Champignon-Erntemenge steigt bei nahezu unveränderter Erntefläche
• Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen weiterhin bedeutendste Speisepilz-Anbauländer

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 78 400 Tonnen Speisepilze in Betrieben mit mindestens 0,1 Hektar Produktionsfläche geerntet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Erntemenge an Speisepilzen insgesamt damit um 1,0 % oder 760 Tonnen gegenüber dem Vorjahr.

Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt von 2015 bis 2024 lag die Ernte um 4,4 % oder 3 280 Tonnen höher. Der Schwerpunkt der Speisepilzerzeugung in Deutschland liegt auf Champignons: Sie machten mit 76 800 Tonnen 97,9 % der gesamten Speisepilzernte im Jahr 2025 aus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Champignon-Ernte 2025 um 1,4 % und im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt um 4,6 %. Die übrige Erntemenge setzte sich aus Kräuter- und Austernseitlingen, Shiitake und sonstigen Spezialpilzkulturen zusammen.

47,4 % der Speisepilze (37 200 Tonnen) wurden in Betrieben produziert, die ihre Flächen ökologisch bewirtschaften. Auch hier waren Champignons mit 98,2 % (36 500 Tonnen) die bei Weitem bedeutendste Speisepilzart.

Gesamte Erntefläche für Speisepilze fast unverändert zum Vorjahr
Die gesamte Erntefläche für Speisepilze belief sich im Jahr 2025 auf 355 Hektar, das waren 0,2 % mehr als im Vorjahr und 4,2 % mehr als im Durchschnitt 2015 bis 2024. Die Hälfte dieser Fläche (50,1 %) wurde ökologisch bewirtschaftet. Die Erntefläche für Champignons stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % auf 342 Hektar. Sie lag damit 3,8 % über dem zehnjährigen Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024. Größte Speisepilz-Ernteflächen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Die beiden bedeutendsten Bundesländer für die Speisepilzproduktion waren 2025 wie in den Vorjahren Niedersachsen mit einer Erntefläche von 200 Hektar und Nordrhein-Westfalen mit einer Erntefläche von 80 Hektar.