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Moers: Defekte
Ampel am Bethanien Nach einer
eingehenden Prüfung steht fest, dass sie nicht
mehr repariert werden kann und vollständig
erneuert werden muss. Eine mobile Ersatzampel
ist derzeit nicht verfügbar. Um dennoch eine
sichere Querungsmöglichkeit zu schaffen, wird
zwischen dem 13. und 15. Juli ein
Fußgängerüberweg an der Klever Straße
eingerichtet.
Dieser soll insbesondere
den Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, das
Überqueren der Straße erleichtern. Die
Erneuerung der Ampelanlage wird nach aktuellem
Stand voraussichtlich erst Mitte August
umgesetzt. Die Stadt bittet alle
Verkehrsteilnehmenden in diesem Bereich um
besondere Aufmerksamkeit und gegenseitige
Rücksichtnahme.
Moers: Rat
beschließt Haushalt 2026 und Bau von
Geflüchtetenunterkunft Mit Mehrheit
hat der Rat am Mittwoch, 8. Juli, den
Haushaltsplan 2026 und das
Haushaltssicherungskonzept der Stadt Moers
beschlossen. Auf Antrag von zwei Fraktionen
sollen die zu erwartenden Defizite in diesem
Jahr nicht durch Erhöhungen der Grund- und
Gewerbesteuer ausgeglichen werden, sondern durch
Gewinne der ENNI.
Die benötigte Summe
von 4,5 Millionen Euro kommt aus sogenannten
Sondereffekten aus einem einmalig erhöhten
Gewerbesteuerertrag und der Energiepreisbremse.
Eine weitere Maßnahme in diesem Jahr ist die
Erhebung von Parkgebühren für E-Autos ohne
Ladetätigkeit auf dem Parkplatz Mühlenstraße.
Sie könnte ab Oktober starten.
Im
Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes kommen
ab nächstem Jahr die Erhöhung der
Vergnügungssteuer um 1 Prozent und eine
Bestandsaufnahme von Hunden hinzu, die ohne
Anmeldung gehalten werden. An der eigentlichen
Hundesteuer ändert sich aber nichts.
In
Kürze wird sich eine Arbeitsgruppe von Politik
und Verwaltung mit weitergehenden Maßnahmen für
das Haushaltssicherungskonzept austauschen. Bis
zum Jahr 2035 muss das Konsolidierungsvolumen 45
Millionen Euro durch Einsparungen und
Einnahmeerhöhungen betragen, damit der Haushalt
in dem Jahr wieder ausgeglichen ist.
Geflüchtetenunterkunft mit rund 85 Plätzen
Ebenfalls mit Mehrheit hat der Rat einen
verkleinerten Bau der geplanten
Geflüchtetenunterkunft in Schwafheim
beschlossen. Statt Räumlichkeiten für bis zu 200
Personen zu schaffen, soll ein Gebäude errichtet
werden, das Platz für rund 85 Menschen bietet.
Falls dies mittelfristig nicht ausreichen
sollte, kann das Gebäude erweitert werden, um
weitere Plätze zu schaffen. Dazu wäre ein
erneuter Ratsbeschluss nötig.
Weitere
Themen der Sitzung waren die Unterstützung des
Kulturausschusses Grafschafter Karneval (KGK)
und die Förderung für das Comedy Arts
Festival. Der Dachverband der regionalen
Karnevalsvereine erhält von der Stadt Moers zur
Durchführung und Organisation der
Sicherungsmaßnahmen der Nelkensamstagszüge 2027
bis 2031 einen jährlichen Pauschalbetrag in Höhe
von 45.000 Euro.
Das Comedy Arts
Festival bekommt im kommenden Jahr einen
Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro. Über die
weiteren Jahre soll zu einem späteren Zeitpunkt
entschieden werden. Zudem hat der Rat
beschlossen, eine Resolution des Beirats für
Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Das
Gremium fordert, die Teilhabe und Inklusion
trotz finanzieller Herausforderungen zu sichern.
Hintergrund sind die diskutierten
Kosteneinsparungen in der Eingliederungshilfe
auf Bundes- und Landesebene.
Kreis Wesel: Ergebnisse der Kreistagssitzung vom
9. Juli In der Kreistagssitzung am
Donnerstag, 9. Juli 2026, beschäftigten sich die
Ausschussmitglieder vor der Sommerpause mit
verschiedenen Themen. Abrechnung der
ÖPNV-Umlage: Rückzahlung an die Kommunen Der
Kreistag beschloss einstimmig, den Minderbedarf
bei der ÖPNV-Umlage in Höhe von 968.002 Euro mit
den kreisangehörigen Kommunen zu verrechnen.
Bei der Mehrheit der Kommunen führt dies zu
einer entsprechenden Rückzahlung. Die Summe
wurde im Rahmen des Jahresabschlusses 2024
festgestellt. Die ÖPNV-Umlage ist eine
differenzierte Umlage und berechnet sich unter
anderem durch die Berücksichtigung der
Ist-Kilometerleistung in den jeweiligen
Kommunen. Entwurf des Jahresabschlusses 2025 Die
Mitglieder des Kreistags nahmen die Einbringung
des Entwurfes des Jahresabschlusses 2025 zur
Kenntnis.
Für den Haushalt 2025 wurden
rund 21,7 Millionen Euro aus der
Ausgleichsrücklage entnommen und ein globaler
Minderaufwand in Höhe von 10,3 Mio. €
eingeplant. Der globale Minderaufwand konnte
zwar nicht vollständig durch Aufwandsminderungen
erwirtschaftet werden, wurde aber durch
Verbesserungen auf der Ertragsseite erzielt.
Die Haushaltswirtschaft 2025 schließt im
Entwurf des Jahresabschlusses mit einem
Fehlbedarf von rund 17,1 Millionen Euro ab.
Zudem wird im Entwurf ein Überschuss von rund
1,0 Millionen Euro im Jugendhilfeetat
ausgewiesen.
Masterplan Förderschulen
Die Mitglieder des Kreistags beschlossen den
Masterplan Förderschulen einstimmig. Das Projekt
"Masterplan Förderschulen" ist die strategische
Antwort der Kreisverwaltung auf die
tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen
in der Förderschullandschaft.
Durch
einen signifikanten Anstieg der Schülerzahlen,
veränderte pädagogische Anforderungen und ein
erheblicher baulicher Anpassungsbedarf an den
Schulstandorten ist es nötig, ein koordiniertes
und langfristig angelegtes Vorgehen zu planen.
Der Masterplan sieht vor, die Förderschulen des
Kreises Wesel dauerhaft leistungsfähig,
bedarfsgerecht und wirtschaftlich aufzustellen.
Dabei ist er bewusst nicht als
statisches Konzept, sondern als
handlungsorientiertes Steuerungsinstrument
konzipiert. Die Umsetzung des Masterplans
erfordert eine schrittweise Weiterentwicklung
der Organisationsstrukturen.
Ausbildungsplätze bei der Kreisverwaltung Wesel
Der Kreistag beschloss einstimmig, für das
Jahr 2027 insgesamt mindestens 20
Ausbildungsplätze zu besetzen. Diese teilen sich
auf 7 Inspektoranwärterinnen und -anwärter auf,
auf 10 Verwaltungsfachangestellte, von denen ein
Ausbildungsplatz zur Förderung des
Berufseinstiegs für schwerbehinderte Jugendliche
vorgesehen wird, 2 Vermessungstechnikerinnen und
-techniker und 1 Straßenwärterin bzw. -wärter.
Fortsetzung der Hofkonzerte Seit
2021 finden die Hofkonzerte im Kreis Wesel statt
und haben sich als kulturelles
Identifikationsmerkmal bewährt. Die Mitglieder
des Kreisausschusses beschlossen mehrheitlich,
dass die Kreisverwaltung auch in den kommenden
Haushaltsjahren jeweils 35.000 Euro für die
Mitfinanzierung der Hofkonzerte in die
Haushaltsplanung aufnehmen soll.
RVR-Verbandsversammlung beschließt
Regionalplanänderung zum Ausbau der Windenergie
Die Verbandsversammlung des
Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer
heutigen Sitzung (10. Juli) in Essen die Weichen
für den gesteuerten Ausbau der Windenergie im
Ruhrgebiet gestellt. Die hierfür notwendige
Änderung des Regionalplans Ruhr wurde mit großer
Mehrheit beschlossen.
Dr. Frank Dudda,
Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung und
Hernes Oberbürgermeister, erläutert: "Der
heutige Beschluss ist ein wichtiger Schritt auf
dem Weg zur grünsten Industrieregion der Welt.
Wir erhöhen die Versorgungssicherheit des
Ruhrgebiets mit erneuerbaren Energien als
heimischem Energieträger und leisten zugleich
einen Beitrag zum Klimaschutz. Durch die
Ausweisung neuer Flächen übernimmt das
Ruhrgebiet Verantwortung und bestimmt mit, wie
und wo der regionale Ausbau der Windenergie
geschehen soll."
Neue rechtliche
Regelungen auf Bundes- und Landesebene sehen
vor, dass zusätzliche Flächen im Regionalplan
Ruhr für die Windenergienutzung bereitgestellt
werden müssen. Nur dann ist eine geordnete
räumliche Entwicklung beim Ausbau der
Windenergie auch dauerhaft planungsrechtlich
gesichert.
Die 1. Änderung des
Regionalplans Ruhr sieht 93 Windenergiebereiche
mit einer Flächenkulisse von 2.257 Hektar für
den Windenergieausbau vor. Da die Städte im
Ballungskern des Ruhrgebiets aufgrund ihres
hohen Siedlungsflächenanteils nur über ein
eingeschränktes Potenzial für den
Windenergieausbau verfügen, befindet sich der
überwiegende Teil der Flächen am Ballungsrand
des Ruhrgebiets.
Die
Regionalplanänderung tritt mit der
Bekanntmachung im Gesetzes- und Verordnungsblatt
NRW in Kraft. Die Verbandsversammlung hatte das
Regionalplanänderungsverfahren im Dezember 2024
eingeleitet. idr
Dinslaken:
Kita Douvermannstraße: Effiziente und
funktionelle Bauweise sorgt für Einsparungen in
Millionenhöhe Noch in diesem Jahr
geht es mit dem Bau der neuen KiTa
Douvermannstraße los: Bereits Ende des Jahres
rollen die Bagger auf dem Gelände des
zentralisierten Berufskollegs des Kreis Wesel an
der Wiesenstraße. Das Gebäude der Kita
Douvermannstraße ist konstruktiv in das
Altgebäude des Berufskollegs eingebunden und
könnte nach dem Rückbau des Schulgebäudes nicht
eigenständig bestehen, weswegen es neu gebaut
werden muss.

Die Kita Douvermannstraße wird neu gebaut.
Aktuelles Bild vom Außengelände vom 10.07.2026.
Der notwendige Kita-Neubau soll dank einer
effizienten und funktionellen Bauweise deutlich
günstiger ausfallen als ursprünglich
veranschlagt, wie die Stadt Dinslaken und die
städtische ProZent GmbH mitteilen. Die
Verbesserungen waren in mehreren Stufen bereits
in den Haushaltsplan eingeflossen; letztmalig
mit dem Beschluss zum Haushalt 2026 am
26.03.2026.
In den bisherigen Planungen
zur Kita Douvermannstraße hat sich inzwischen
bereits gezeigt, dass die ursprünglich
veranschlagten Baukosten aus dem Baubeschluss
von bis zu rund 9,1 Millionen Euro auf aktuell
circa 6,4 Millionen Euro reduziert werden
können. Die ProZent GmbH hat hierzu in enger
Abstimmung mit der Verwaltung Ausschreibungs-
und Vergabekonzepte sowie Vorschläge erarbeitet,
um die Baukosten zu reduzieren und der
angespannten Haushaltslage der Stadt gerecht zu
werden.
Gelingen kann dies unter anderem
durch eine veränderte Außenarchitektur, einen
Wechsel von Holzfassade auf Klinkerfassade,
durch den Einbau von Kunststofffenstern statt
Alufenstern, den Entfall der Spalierfassade oder
auch durch Optimierung der technischen
Gebäudeausstattung. Aktuell sind noch weitere
Einsparpotenziale in der Prüfung.
Abweichungen zum Erreichen der reduzierten
Kostenansätze ü Umsetzung der reduzierten
Fassaden und Außenarchitektur ü
Fassadengestaltunglosgelöst von der Architektur
des Berufskolleg ü Klinkerfassade statt
Holzfassade ü kompletter Entfall der
Spalierfassade ü Reduzierter
architektonischer Anspruch der Fenstergestaltung
ü Kunststofffenster statt Alufenster ü
Oberflächengestaltung Innenbereich ü Weitere
Optimierung der technischen Gebäudeausstattung
GÜ-Übernahme von Planungsleistungen: ü
Übernahme der Architekturleistungen der
HOAI-Phase 5 – 8 ü Übernahme der Erstellung
Prüfstatik ü Übernahme der Sicherheits- und
Gesundheitsleistung ü Übernahme der Grob-
und Feinabsteckung
Die Verwaltung und
die ProZent beabsichtigen, in der zweiten
Jahreshälfte dem Rat über den dann aktuellen
Planungs- und Kostenstand zu berichten. Die
gestalterischen Änderungen wurden bereits sowohl
mit dem Kreis Wesel als auch mit dem
beauftragten Architekturbüro besprochen.
Für das städtebauliche Ziel zur Schaffung
eines Gesamtensembles war es ursprünglich zu
Beginn des Gesamtprojektes zur Zentralisierung
des Berufskollegs wünschenswert erschienen, die
Planungen in einer Hand zu belassen. Bis zuletzt
hatte die Stadt Dinslaken deswegen auch mit dem
vom Kreis beauftragten Architekturbüro
zusammengearbeitet.
Um Kosten zu
reduzieren, wurde ein Generalübernehmer für die
Umsetzung im Rahmen einer öffentlichen
Ausschreibung beauftragt. Dabei konnten die bis
dahin erbrachten Planungsleistungen des
Architekturbüros vollständig genutzt werden.
Sämtliche weiterführende Planungsleistung, die
für die Ausführung des Neubauprojekts notwendig
werden, sind im Auftrag des Generalplaners
enthalten, so dass keine doppelten oder
unnötigen Planungsleistungen erbracht werden.
Erste Einsparpotenziale waren bereits in
der öffentlichen Sitzung des Rates im März 2024
präsentiert worden. Der Rat entschied damals,
dass die Verwaltung gemeinsam mit der ProZent
GmbH Vorschläge für Einsparmaßnahmen bei
Bauvorhaben erarbeiten soll. Aktuell führte dies
bereits zu erheblichen Einsparpotenzialen in
Höhe von rund 2,7 Millionen Euro. Die finalen
Ersparnisse werden in der zweiten Jahreshälfte
präsentiert. Teilbereiche und angedachte
Einsparpotenziale wurden bereits im
Ratsbeschluss (Vorlage 137/2026, 1. Ergänzung,
Anlage 4) festgehalten.
Bürgermeister
Simon Panke unterstreicht: „Ich freue mich sehr,
dass wir hier auf einem guten Weg sind, die
Notwendigkeit zum Sparen mit einer effizienten
und funktionellen Bauweise zu verbinden. So
können wir mit dem neuen Gebäude für die Kita
Douvermannstraße einen bedeutsamen und
angemessenen Bildungsort für unsere Kinder
erschaffen und gleichzeitig die Belastung für
den städtischen Haushalt reduzieren.
Es
ist ein Gebot der Stunde, dass wir bei allen
unseren Bauprojekten den Maßstab von Effizienz
und Funktionsweise anlegen. Allen Beteiligten
danke ich für ihr Engagement und ihre
Kreativität. Denn gerade auch zur Einsparung von
Kosten ist es immer wieder erforderlich, Pläne
zu hinterfragen und neu zu denken.“
Nach
jetziger Zeitschiene entsteht keine Lücke in der
Betreuung, sondern die KiTa-Kinder werden im
Bestandsgebäude betreut, bis die neue KiTa
fertig gestellt ist. Erst dann wird die alte
KiTa abgerissen.
Dinslaken:
„Offen gesagt" – Bürgermeister-Podcast mit Dirk
Haarmann und Simon Panke geht in die nächste
Runde Was viele Menschen in den
sozialen Netzwerken gefordert haben, wird jetzt
Realität: Die Bürgermeister Dirk Haarmann
(Voerde) und Simon Panke (Dinslaken) stellen
sich gemeinsam den Fragen, die die Menschen in
der Region wirklich bewegen – und das nicht im
Wahlkampf, sondern jetzt und genau dann, wenn
die Nachrichten schwierig sind.

Dinslakens Bürgermeister Simon Panke und Voerdes
Bürgermeister Dirk Haarmann bei der Aufzeichnung
des Podcasts.
Am 02. Juli 2026 nehmen die
beiden Bürgermeister gemeinsam mit Moderator
Stefan Dickhäuser eine Sonderfolge des Podcasts
„Offen gesagt" auf. Veröffentlicht wird die
Episode am 10. Juli 2026, ab 16 Uhr auf Spotify.
Ein Wunsch aus der
Community – und zwei Bürgermeister, die ihn
erfüllen In den vergangenen Wochen häuften sich
in den sozialen Netzwerken Kommentare und
Anfragen: Warum werden wichtige
kommunalpolitische Themen eigentlich nur dann
öffentlich diskutiert, wenn Wahlkampf ist? Warum
erklärt niemand, warum die Grundsteuer steigt,
wohin das Geld fließt oder welche Entscheidungen
Städte überhaupt selbst treffen können – und
welche ihnen von Land oder Bund vorgegeben
werden?
Innerhalb von 24 Stunden sagten
Dirk Haarmann und Simon Panke zu, als Stefan
Dickhäuser die beiden für diese Folge anfragte.
Keine sieben Tage später nehmen sie sich die
Zeit – mitten in vollen Terminkalendern und
trotz aller laufenden Herausforderungen in
beiden Kommunen. Darum geht es in der Folge Die
Folge greift konkrete Zitate und Kommentare aus
Social Media auf und lässt beide Bürgermeister
direkt darauf antworten – ungefiltert,
verständlich und offen.
Themen sind
unter anderem: – Die Grundsteuererhöhung und was
wirklich dahintersteckt – Warum Kommunen
bestimmte Ausgaben nicht vermeiden können –
gesetzliche Pflichtaufgaben, Unterfinanzierung
durch Bund und Land – Populäre
Social-Media-Vorwürfe wie „Mafia-Methoden" bei
der Grundsteuer oder Einsparungen zu Lasten der
Jugend – Wie es sich anfühlt, in schwierigen
Zeiten Bürgermeister zu sein – persönlich und
menschlich.
Zwei Kommunen, zwei
Perspektiven Dirk Haarmann ist seit nunmehr
12 Jahren Bürgermeister der Stadt Voerde und
trat im letzten Jahr seine dritte Amtszeit an –
mit großer Zustimmung der Bevölkerung. Simon
Panke wurde im September 2025 zum Bürgermeister
von Dinslaken gewählt und startete sein Amt
direkt in einer angespannten Haushaltslage.
Beide verbindet das Ziel, transparent zu
kommunizieren – auch dann, wenn die Botschaften
keine angenehmen sind.
Das Format „Offen
gesagt" entstand im Rahmen des letzten
Kommunalwahlkampfs – Stefan Dickhäuser und Dirk
Haarmann begannen damals, regelmäßig über
kommunalpolitische Themen zu sprechen und die
Bürgerinnen und Bürger in Voerde direkt zu
informieren. Die Podcast-Serie wurde schnell zu
einem festen Bestandteil des öffentlichen
Gesprächs und stieß auf große Resonanz. Mit
dieser Folge weitet sich das Format erstmals
interkommunal aus.
„Die Menschen haben
in Social Media klar signalisiert: Sie wollen
nicht nur im Wahlkampf gehört werden – sie
wollen echte Antworten auf ihre Fragen. Genau
das versuchen wir hier." – Stefan Dickhäuser,
Moderator Aufnahme: Donnerstag, 02. Juli 2026,
ca. 16:15 Uhr Veröffentlichung: Freitag, 10.
Juli 2026, ab 16 Uhr auf Spotify Format: Podcast
& Video – „Offen gesagt", der
Bürgermeister-Podcast Gäste: Dirk Haarmann,
Bürgermeister der Stadt Voerde; Simon Panke,
Bürgermeister der Stadt Dinslaken Moderation:
Stefan Dickhäuser
Kempen:
Kurzfristige Schließung der Museen im
Kulturforum Franziskanerkloster am Wochenende
Aufgrund von Personalausfällen
bleiben die Museen im Kulturforum
Franziskanerkloster am Samstag und Sonntag
geschlossen. Am Sonntag bleiben sowohl der
Ticketverkauf als auch die Tourist-Information
geschlossen. Am Samstag können Abonnements wie
gewohnt in der Tourist-Information erworben
werden.
Die Stadtbibliothek ist am
Samstag regulär geöffnet. Die Stadt bittet um
Verständnis für die kurzfristigen
Einschränkungen und entschuldigt sich für die
entstehenden Unannehmlichkeiten.
Zweigstelle Lohberg mit verkürzten
Öffnungszeiten in den Sommerferien
Vom 27. Juli bis zum 22. August 2026 gelten in
der Zweigstelle Lohberg während der Sommerferien
verkürzte Öffnungszeiten.
In diesem
Zeitraum ist die Zweigstelle ausschließlich
mittwochs von 15:00 bis 18:00 Uhr sowie freitags
von 10:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. Außerhalb
dieser Zeiten bleibt die Zweigstelle
geschlossen. Ab der darauffolgenden Woche gelten
wieder die regulären Öffnungszeiten.
Neues Amtsblatt
Am 9. Juli 2026 ist ein neues Amtsblatt der
Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält drei
öffentliche Bekanntmachungen, davon eine
öffentliche Zustellung sowie zwei
Bekanntmachungen zum Jahresabschluss 2024 der
Stadt Dinslaken. Das Amtsblatt kann online
eingesehen werden: https://abi.dinslaken.de/termine.
Moers: Neue
Freizeitangebote im Solimare und Laubkörbe
geplant - Enni krempelt auch die
Altkleidersammlung um
Der Verwaltungsrat der ENNI Stadt & Service
Niederrhein AöR hat in seiner gestrigen Sitzung
wichtige Entscheidungen für die
Weiterentwicklung kommunaler Angebote und
Dienstleistungen getroffen. So wird die
Altkleidersammlung in Moers grundlegend neu
organisiert. Gleichzeitig treibt die Enni neue
Freizeitangebote im Solimare voran und startet
ein Pilotprojekt zur verbesserten Laubsammlung.
„Wir reagieren damit auf veränderte
Rahmenbedingungen und investieren gezielt in
mehr Service, Sauberkeit und attraktive Angebote
für die Menschen in Moers“, so Vorständin Sandra
Jungmaier.
Altkleidersammlung wird neu
organisiert Überfüllte Container, sinkende
Erlöse und vermüllte Standorte – die
Altkleidersammlung steht schon länger unter
Druck. Während die Enni 2023 noch deutliche
Einnahmen mit ausrangierten Textilien erzielen
konnte, sind diese in den vergangenen Jahren
nahezu vollständig eingebrochen. Gleichzeitig
steigen die Kosten für Sammlung und Reinigung
weiter an.
Um die Gebühren zu entlasten,
gab der Verwaltungsrat der Enni nun grünes
Licht, das System komplett neu aufzustellen. Im
Laufe des Jahres werden die Depotcontainer
deshalb nach und nach aus dem Stadtgebiet
verschwinden. Stattdessen setzt das Unternehmen
auf eine zentrale Annahmestelle am
Kreislaufwirtschaftshof und baut die Abholung an
der Haustür deutlich aus. Ziel ist es, dadurch
die Sammelqualität zu verbessern, Kosten zu
senken und gleichzeitig für ein saubereres
Stadtbild zu sorgen.
Neue
Freizeitangebote im Solimare konkretisiert
Auch das Betriebskonzept für die neuen
Freizeitangebote im Solimare war Thema im
Verwaltungsrat. Im Rahmen der Freiraumplanung
entstehen auf dem hinteren Teil der Liegeweise
auf insgesamt rund 23.000 Quadratmetern Fläche
derzeit eine Hundefreilaufwiese mit
Agility-Elementen, ein Grillareal und ein
Kletterpark.
Alle drei Angebote sollen
in den nächsten Wochen schrittweise in Betrieb
gehen. Der Verwaltungsrat beschloss nun die
Preisgestaltung, die die Enni auf Basis der
Aufwendungen kalkuliert hat. Ziel ist es, das
Solimare um zusätzliche Freizeitangebote zu
ergänzen und die Attraktivität des Areals weiter
zu steigern.
Mittelfristig sollen sich
die Angebote möglichst selbst tragen. Der
Eintritt in den Kletterpark wird demnach 30 Euro
für Erwachsene und 25 Euro für Kinder kosten.
Wer am Solimare grillen möchte, zahlt 40 Euro
für eine Parzelle für viereinhalb Stunden oder
100 Euro für eine Grillhütte – inklusive Nutzung
des Grills und Entsorgung der Abfälle. Ein
Besuch der Hundefreilaufwiese kostet drei Euro
pro Person.
Pilotprojekt zur
Laubsammlung geplant Große Mengen Laub sorgen im
Herbst immer wieder für verstopfte Gullys,
erschweren die Straßenreinigung und
beeinträchtigen das Stadtbild. Um hier
gegenzusteuern, stimmte der Verwaltungsrat nun
einem Pilotprojekt zu: In ausgewählten Moerser
Straßen in Meerbeck, Repelen, Kapellen,
Schwafheim und Utfort wird Enni in diesem Herbst
rund 70 Laubkörbe aufstellen, in denen
Anwohnerinnen und Anwohner das anfallende Laub
der städtischen Straßenbäume sammeln können.
Beispiele aus Nachbarkommunen zeigen, dass
die Körbe eine praktikable Ergänzung zur
klassischen Reinigung sein können. Ziel ist es,
den Reinigungsaufwand zu reduzieren, die
Sauberkeit zu verbessern und Erfahrungen unter
realen Bedingungen zu sammeln. Nach der
Laubsaison wird Enni Bilanz ziehen und dem
Verwaltungsrat gegebenenfalls vorschlagen, die
Laubkörbe dauerhaft einzusetzen.
Archäologischer Mauerfund bremst
Innenstadtsanierung Einen Sachstandsbericht
zur Innenstadtsanierung gab
Enni-Vorstandsvorsitzender Dr. Kai Gerhard
Steinbrich. Dabei berichtete er über
Verzögerungen im Bereich der Haagstraße: Bei den
Tiefbauarbeiten war Enni auf eine historische
Bastionsmauer aus dem 17. Jahrhundert gestoßen,
die nach Vorgaben des Landschaftsverbands
Rheinland (LVR) als zuständiger
Denkmalschutzbehörde erhalten werden muss.
Das Bauwerk mit bislang unbekannter Länge
und mehreren Querstrukturen wird derzeit
vollständig freigelegt und vermessen. Parallel
laufen Suchschachtungen, um eine alternative
Trasse für die Versorgungsleitungen zu finden.
Des Weiteren gab Steinbrich einen Ausblick auf
den im Frühjahr 2027 startenden Bauabschnitt auf
der Friedrichstraße. Die Vorbereitungen dafür
laufen auf Hochtouren. Erste
Abstimmungsgespräche mit Gewerbetreibenden haben
bereits stattgefunden.
Faire Metropole
Ruhr: Austausch und Auszeichnung für Moers
Fairer Handel, nachhaltige Beschaffung und
starke Netzwerke: Die Jahrestagung der Fairen
Metropole Ruhr hat Anfang Juli Engagierte aus
Kommunen, Bildungseinrichtungen, Initiativen und
der Zivilgesellschaft nach Moers geführt.

Engagierte aus Kommunen, Bildungseinrichtungen,
Initiativen und der Zivilgesellschaft nahmen an
der Jahrestagung der Fairen Metropole Ruhr teil.
(Foto: pst)
Im Mittelpunkt standen
aktuelle Entwicklungen und gemeinsame Projekte
in der Region. Veranstaltet wurde die Tagung von
der Fairen Metropole Ruhr, der Stadt Moers und
‚fairIrhein‘. Simone Zorn von Fairtrade
Deutschland überreichte Bürgermeisterin Julia
Zupancic die Urkunde für die Titelerneuerung als
Fairtrade-Stadt. Sie würdigte das langjährige
Engagement der Stadt sowie der zahlreichen
lokalen Akteurinnen und Akteure für den Fairen
Handel.
Bürgermeisterin Julia Zupancic
betonte in ihrer Begrüßung die Verantwortung der
Kommunen beim fairen Handel: „Ob
Arbeitskleidung, Kaffee oder andere Produkte:
Öffentliche Beschaffung kann dazu beitragen,
menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu fördern,
Umweltstandards einzuhalten und faire Chancen
entlang globaler Lieferketten zu schaffen.“
IGA als Plattform nutzen Neben der
Titelerneuerung bot die Tagung viel Raum für
Vernetzung und fachlichen Austausch. In
Workshops, Gesprächsrunden und nach einem
Impulsvortrag von Dr. Arno Wielgoss (PERÚ PURO)
diskutierten die Teilnehmenden über aktuelle
Herausforderungen und Chancen des Fairen Handels
sowie einer nachhaltigen kommunalen
Beschaffung.
Auch die Internationale
Gartenausstellung 2027 spielte eine wichtige
Rolle. Gemeinsam berieten die Teilnehmenden, wie
die IGA als Plattform genutzt werden kann, um
die Themen in der Region noch stärker sichtbar
zu machen und neue Kooperationen anzustoßen. Die
Veranstalter zogen ein positives Fazit. Die
Tagung habe gezeigt, wie vielfältig und
engagiert sich Menschen und Organisationen in
der Fairen Metropole Ruhr für mehr globale
Gerechtigkeit einsetzen.

NRW: Baupreise für
Wohngebäude weiter angestiegen *
Preise für Wohngebäude gegenüber Mai 2025 um
4,0 % teurer * Rohbauarbeiten:
Klempnerarbeiten +6,5 % und Abdichtungsarbeiten
+5,5 % * Höchster Preisanstieg im Straßenbau mit
6,8 %
Die Baupreise für Wohngebäude
(Bauleistungen am Bauwerk) in
Nordrhein-Westfalen waren im Mai 2026 um 4,0 %
höher als im Vorjahresmonat. Wie Information und
Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt mitteilt, stiegen die Baupreise für
Wohngebäude im Vergleich zu Februar 2026 um
1,9 %.

Preise für
Rohbauarbeiten um 3,9 % gestiegen
Die Rohbauarbeiten für den Bau von Wohngebäuden
verteuerten sich zwischen Mai 2025 und Mai 2026
um 3,9 %. Den stärksten Preisanstieg gab es in
diesem Bereich bei Klempnerarbeiten mit6,5 %,
gefolgt von Abdichtungsarbeiten mit 5,5 %.
Dachdeckungsarbeiten sowie Zimmer- und
Holzbauarbeiten verteuerten sich um jeweils
5,3 %.
Preise für Ausbauarbeiten um 4,1
% gestiegen Die Preise
für Ausbauarbeiten bei Wohngebäuden stiegen im
Mai 2026 gegenüber dem entsprechenden
Vorjahresmonat um
4,1 %. Betonwerksteinarbeiten verzeichneten in
diesem Bereich mit 8,4 % den höchsten
Preisanstieg. Eine überdurchschnittliche
Preiserhöhung wurde auch bei
den Beschlagarbeiten mit 7,8 % festgestellt.
Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen
Anlagen verteuerten sich um
7,0 %. Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige
und Förderanlagen wurden im selben Zeitraum um
1,4 % günstiger angeboten als ein Jahr zuvor:
Preise für weitere Bauwerksarten: Höchster
Anstieg beim Straßenbau.
Der Straßenbau wies von allen Bauwerksarten mit
6,8 %den höchsten Preisanstieg zwischen Mai 2025
und Mai 2026 auf. Dies ist u. a. auf die
Preisentwicklung im Energiesektor und steigende
Materialkosten wie z. B. von Bitumen, einem
Bindemittel für Asphalt, zurückzuführen. Weiter
verteuerten sich die Preise für Außenanlagen für
Wohngebäude um 5,8 % und Schönheitsreparaturen
in Wohnungen um 4,8 %.
Inflationsrate im Juni 2026 bei +2,3 %
Teuerung der Energieprodukte hat sich erneut
abgeschwächt Verbraucherpreisindex,
Juni 2026: +2,3 % zum Vorjahresmonat
(vorläufiges Ergebnis bestätigt) -0,3 % zum
Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2026:
+2,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges
Ergebnis bestätigt) -0,2 % zum Vormonat
(vorläufiges Ergebnis bestätigt)
Die Inflationsrate in Deutschland –
gemessen als Veränderung des
Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat –
lag im Juni 2026 bei +2,3 %. Damit hat sich die
Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt erneut
abgeschwächt, nachdem sie im Mai 2026 bei +2,6 %
und im April 2026 bei +2,9 % gelegen hatte.
"Die Energiepreise verteuerten sich infolge
des Iran-Kriegs weiterhin überdurchschnittlich
und blieben somit ein zentraler Preistreiber.
Jedoch fiel die Teuerung bei den
Energieprodukten weniger stark aus als im
Vormonat, wodurch die Inflationsrate gedämpft
wurde", sagt Ruth Brand, Präsidentin des
Statistischen Bundesamtes (Destatis).
"Vor allem die Preise für Kraftstoffe und
leichtes Heizöl sind gegenüber Mai 2026
gesunken. Verbraucherfreundlich war auch der
leichte Rückgang der Nahrungsmittelpreise
gegenüber dem Vormonat", so Brand. Im Vergleich
zum Vormonat Mai 2026 sanken die
Verbraucherpreise insgesamt im Juni 2026 um 0,3
%.

Energieprodukte verteuerten sich um
3,4 % gegenüber Juni 2025 Die Preise
für Energieprodukte insgesamt lagen im Juni
2026 um 3,4 % höher als im Juni 2025. Damit hat
sich die Teuerung der Energiepreise im Juni 2026
gegenüber dem Vorjahresmonat erneut abgeschwächt
(Mai 2026: +6,6 %; April 2026: +10,1 %).
Ein Grund für die geringere Preiserhöhung
dürfte neben der Rohölmarktentwicklung die
temporäre Senkung der Energiesteuer auf
Kraftstoffe gewesen sein, die bereits am 1. Mai
2026 in Kraft trat und bis zum 30. Juni 2026
galt.
Kraftstoffe verteuerten sich im Juni 2026
binnen Jahresfrist um 11,3 % und damit weniger
stark als in den Vormonaten (Mai 2026: +18,0 %;
April 2026: +26,2 %). Leichtes Heizöl, ein Teil
der Haushaltsenergie, verteuerte sich im Juni
2026 binnen Jahresfrist infolge der
Rohölmarktentwicklung noch deutlich mit +29,4 %
(Mai 2026: +47,9 %).
Trotz dieses
Anstiegs war Haushaltsenergie insgesamt mit
-1,6 % günstiger als im Vorjahresmonat, da
leichtes Heizöl nur einen geringen Anteil an den
Konsumausgaben für Haushaltsenergie hat. Darüber
hinaus verbilligte sich Strom um 5,2 %, Erdgas
einschließlich Betriebskosten um 2,9 % und
Fernwärme um 0,9 %.
Diese rückläufigen
Preisentwicklungen sind unter anderem auf die
bereits seit Jahresbeginn umgesetzten Maßnahmen
der Bundesregierung zurückzuführen. 2
Ende der temporären Mehrwertsteuersenkung für
Gas (einschließlich Flüssiggas) und Fernwärme.
3 CO₂-Preis-Erhöhung, reduzierte
Übertragungsnetzentgelte für Strom und
Abschaffung der Gasspeicherumlage. 4 Beginn
des Kriegs im Nahen Osten. 5 Inkrafttreten
des Tankrabatts.

Nahrungsmittel verteuerten sich
binnen Jahresfrist mit +0,4 %
unterdurchschnittlich Die Preise für
Nahrungsmittel waren im Juni 2026 um 0,4 % höher
als im Vorjahresmonat. Teurer binnen Jahresfrist
waren vor allem Zucker, Marmelade, Honig und
andere Süßwaren (+4,8 %), Fisch, Fischwaren und
Meeresfrüchte (+3,3 %) sowie Fleisch und
Fleischwaren (+2,4 %). Günstiger wurden hingegen
Speisefette und Speiseöle (-14,7 %) sowie
Molkereiprodukte (-6,2 %).
Im Einzelnen
standen auffälligen Preisrückgängen zum Beispiel
bei Butter (-29,1 %)
und Kartoffeln (-8,8 %) auch nennenswerte
Preisanstiege unter anderem für Eier (+14,6 %)
gegenüber. Inflationsrate ohne Nahrungsmittel
und Energie bei +2,5 % Im Juni 2026 betrug die Inflationsrate
ohne Energie +2,2 % und die Inflationsrate
ohne Heizöl und Kraftstoffe +1,9 %.
Die
Inflationsrate ohne Berücksichtigung von
Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als
Kerninflation bezeichnet, lag im Juni 2026 bei
+2,5 % und damit über der Gesamtteuerung.
Waren verteuerten sich gegenüber Juni 2025
um 1,7 % Die Preise für Waren lagen im Juni
2026 insgesamt um 1,7 % über dem Niveau des
Vorjahresmonats. Verbrauchsgüter verteuerten
sich dabei um 2,0 % und Gebrauchsgüter um 0,9 %.
Teurer wurden neben Energieprodukten
(+3,4 %) und Nahrungsmitteln (+0,4 %)
beispielsweise Informationsverarbeitungsgeräte
(+9,6 %), Tabakwaren (+5,8 %) sowie Kaffee und
Ähnliches (+5,6 %). Preisrückgänge gab es
hingegen unter anderem bei Haushaltsgeräten
(-2,2 %) und Geräten der Unterhaltungselektronik
(-4,0 %).

Dienstleistungen verteuerten sich
binnen Jahresfrist mit +3,1 %
überdurchschnittlich Die Preise für Dienstleistungen
insgesamt erhöhten sich im Juni 2026 um
3,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit lag
die Teuerung für Dienstleistungen erneut über
der Gesamtteuerung. Besonders stark verteuerten
sich im Vorjahresvergleich unter anderem
Dienstleistungen sozialer Einrichtungen
(+6,8 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen
(+4,8 %) sowie Friseurleistungen und andere
Dienstleistungen für die Körperpflege (+4,2 %).
Auch Pauschalreisen (+3,9 %),
Wasserversorgung und andere Dienstleistungen für
die Wohnung (+3,3 %) sowie
Gaststättendienstleistungen (+2,9 %) waren im
Juni 2026 deutlich teurer als ein Jahr zuvor.
Bedeutsam für die Preisentwicklung insgesamt
blieben im Juni 2026 die Nettokaltmieten mit
+1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die
Preise für Telekommunikationsdienstleistungen
blieben im Vorjahresvergleich nahezu unverändert
(+0,1 %).
Preise insgesamt sanken
gegenüber dem Vormonat um 0,3 %, Energie um
3,0 % Gegenüber Mai 2026 sank der
Verbraucherpreisindex insgesamt im Juni 2026 um
0,3 %. Die Energiepreise sanken binnen
Monatsfrist um 3,0 %, hauptsächlich aufgrund des
Preisrückgangs bei Kraftstoffen (-5,8 %,
darunter Dieselkraftstoff: -7,9 %) und leichtem
Heizöl (-9,5 %).
Zudem gingen die Preise
für Nahrungsmittel insgesamt um 0,5 % zurück,
wobei Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem
von niedrigeren Preisen für frisches Obst
(-4,0 %) und frisches Gemüse (-2,7 %)
profitieren konnten. Günstiger wurden unter
anderem Bekleidungsartikel (-1,7 %), deutlich
teurer hingegen zum Beispiel Pauschalreisen
(+6,1 %).
Lebenshilfe: Aufruf zum Sommer der Aktionen –
Teilhabe ist Menschenrecht!
Lebenshilfe positioniert sich zu Beschlüssen der
Ministerpräsidentenkonferenz und des
Bundeskanzlers zu den Sozialreformen und ruft
ihre 471 Orts- und Kreisvereinigungen zu
Aktionen auf.
Die
Bundesvereinigung Lebenshilfe legt heute, einen
Tag vor der parlamentarischen Sommerpause, ihre
Bewertung zu den Ergebnissen der
Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und des
Bundeskanzlers vom 25. Juni sowie des
Bundessozialministeriums und der
Sozialministerkonferenz vom 12. Juni 2026 vor.
Diese haben weitreichende Reformvorschläge zur
Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung
sowie zur Kinder- und Jugendhilfe beschlossen.
„Alle Reformen müssen sich daran
orientieren, was in der
UN-Behindertenrechtskonvention und im
Grundgesetz für Deutschland verbindlich
festgelegt ist.“, erläutert Bundesvorsitzende
Ulla Schmidt, Bundesministerin a.D. „Es geht
hierbei auch um die Wahrung von
Persönlichkeitsrechten, zum Beispiel wenn
Wohnplätze einfach zugewiesen werden sollen.
Daher ist es dringend nötig, Menschen mit
Behinderung und ihre Verbände in den weiteren
Prozess einzubeziehen."
Bereits im
Februar hat die Lebenshilfe die Kampagne
Teilhabe ist Menschenrecht | Bundesvereinigung
Lebenshilfe e. V. gestartet und im Rahmen einer
Petition beim Deutschen Bundestag binnen sechs
Wochen mehr als 181.000 Unterschriften gegen
Kürzungen bei der Eingliederungshilfe gesammelt.
Über den Sommer soll die Kampagne nun auf
örtlicher Ebene fortsetzt werden.
Auf
Grundlage ihrer Bewertung der vorliegenden
Beschlüsse wird die Lebenshilfe bundesweit mit
Politikerinnen und Politikern über ihre acht
Hauptforderungen sprechen. Hierbei geht es um
die angekündigten Reformen bei der
Pflegeversicherung, der Kinder- und Jugendhilfe
und der Eingliederungshilfe. Denn alle drei
Reformen treffen Menschen mit Behinderung und
ihre Familien besonders hart.
Ein Abbau
der Rechte der Menschen mit Behinderung,
gleichberechtigt teilhaben zu können, wie es die
UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht, darf
auf keinen Fall erfolgen.
Beteiligungsaktion für Jugendliche: Gestalte den
Mölderplatz mit - Deine Stimme zählt!
Am Mölderplatz in Wesel entsteht ein neuer
Aufenthalts- und Sportbereich für Jugendliche.
Die Skateanlage soll zu einem modernen
Treffpunkt umgestaltet werden. Um Jugendlichen
die bisherigen Entwürfe zu zeigen und ihre
Meinung dazu zu erfahren, führt das Team Kinder-
und Jugendförderung am kommenden Montag,
13.07.2026 um 16:15 Uhr vor Ort an der
Skateanlage eine Beteiligungsaktion durch.

Alle Jugendlichen sind eingeladen daran
teilzunehmen und ihre Meinung zu sagen. Wenn ihr
Lust habt, euch über diese Beteiligungsaktion
heraus an politischen Entscheidungs- und
Planungsprozessen zu beteiligen oder sogar schon
konkrete Ideen habt euch einzubringen, meldet
euch beim Jugendrat
Wesel.
Die nächste Vollversammlung
findet statt am 15.07.2026 um 16:45 Uhr im
Bürgerladen Wesel Feldmark, Dorotheenweg 6.
Links
Jugendrat Wesel - Wir bestimmen mit!
Lippefähre muss aufgrund des
Amprion-Projekts außer Betrieb gehen
Die Lippefähre „Quertreiber“
muss leider aufgrund eines Amprion-Projekts ab
Montag, den 13.07.2026, bis voraussichtlich
Freitag, den 18.09.2026, außer Betrieb gehen.
Zudem ist ausgehend von der RWE-Straße die
Zuwegung zur Lippefähre derzeit nicht bzw.
schlecht verdichtet.

Lippefähre "Quertreiber"
Um eine
Sturzgefahr zu vermeiden, bittet die Stadt Wesel
die Fahrradfahrer*innen darum in diesem Bereich
vom Fahrrad abzusteigen und das Fahrrad über die
Zuwegung zu schieben. Tagesaktuelle
Informationen erhalten Sie auf der Internetseite
der Stadt Wesel unter www.wesel.de/quertreiber.
Neue Telefonnummern für die
Gemeinschaftsgrundschulen Konrad-Duden und
Blumenkamp Die
Gemeinschaftsgrundschulen Konrad-Duden und
Blumenkamp erhalten in der ersten Ferienwoche
neue Telefonnummern. Die
Gemeinschaftsgrundschule Konrad-Duden ist ab
Dienstag, 21. Juli 2026, telefonisch unter der
Rufnummer 0281 206363-0 erreichbar.

Die Gemeinschaftsgrundschule Blumenkamp ist ab
Dienstag, 21. Juli 2026, telefonisch unter der
Rufnummer 0281 206282-0 erreichbar. Die Stadt
Wesel bittet darum, ab diesem Zeitpunkt nur noch
die neuen Telefonnummern zu nutzen.
Raderlebnistag Niederrhein im Kreis Wesel
war ein voller Erfolg Bei idealem
Radelwetter fand der 3. Raderlebnistag
Niederrhein am Sonntag, 5. Juli 2026, im Kreis
Wesel statt. Unter dem Motto „Strampeln und
Stempeln“ präsentierte der Kreis Wesel sich als
Radfahrregion; es ging es bei der Veranstaltung
darum, dass die Teilnehmenden aktiv werden.
Dazu wurden abwechslungsreiche Strecken für
alle Alters- und Leistungsgruppen, informative
Stopps an Museen und Kulturorten sowie
zahlreiche Mitmachangebote angeboten. In diesem
Jahr waren deutlich mehr Radlerinnen und Radler
aktiv als in den Vorjahren. „Der Raderlebnistag
unter dem Dach von Niederrhein Tourismus zeigte
wieder: Gemeinsames Radfahren stärkt die Region,
fördert Begegnungen und macht Lust auf mehr
solcher Angebote,“ so Lukas Hähnel, Leiter der
EntwicklungsAgentur Wirtschaft beim Kreis
Wesel.
Das Konzept des Raderlebnistags
überzeugte: Radlerinnen und Radler konnten auf
15 Routen im Kreis Wesel einen
abwechslungsreichen Tag verbringen und dabei
Stempel sammeln, um Gutscheine für die heimische
Gastronomie und aus einem Fahrradshop,
Eintrittskarten für Museen sowie hochwertige
Wasserflaschen von der Römer-Lippe-Route zu
gewinnen.
Zudem öffneten zahlreiche
Museen aus der LEADER Region Lippe – Issel –
Niederrhein für die Radler ihre Türen. Insgesamt
beteiligten sich am gesamten Niederrhein mehr
als fünfzig Kommunen mit abwechslungsreichen
Routenvorschlägen, Erlebnisstationen und einem
vielfältigen Rahmenprogramm.
Dazu
gehörten unter anderem der verkaufsoffene
Sonntag in Schermbeck, der Tag der offenen
Tür zum 50-jährigen Jubiläum des Heimatvereins
Alte Bergschule in Hünxe, das Stadt- und
Vereinsfest mit einem bunten Programm für alle
Generationen in Voerde auf dem Rathausplatz, das
Picknickkonzert mit der Big Band „For Fun“ in
Sonsbeck sowie das Sommerfest an der Musik- und
Kunstschule in Wesel.
Die zahlreichen
Radlerinnen und Radler in Xanten verbanden durch
die begleitende Spendenaktion zugunsten der
„Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“
sportliche Aktivität mit gesellschaftlichem
Engagement.

Foto: Gemeinde Sonsbeck, Nicole Wagener
Hohe Nachfrage der Kommunen nach
Bundesförderung für klimaangepasste Städte und
Gemeinden Der Projektaufruf im
Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher
Räume an den Klimawandel" ist auf großes
Interesse gestoßen. Städte und Gemeinden in ganz
Deutschland wollen investieren, um Grün- und
Freiflächen besser auf die Folgen des
Klimawandels vorzubereiten. Die zunehmende
Häufigkeit von Extremwetterereignissen wie
Hitze, Trockenheit und Starkregen macht
deutlich, dass Kommunen ihre Infrastruktur und
Planung zukunftsfähig ausrichten müssen.
Für den Projektaufruf der 5. Tranche des
Bundesprogramms wurden 326 Projektvorschläge mit
einem Gesamtinvestitionsvolumen von 928 Mio.
Euro eingereicht. Der Förderbedarf der Kommunen
übersteigt die für diese Tranche verfügbaren
Bundesmittel in Höhe von 80 Millionen Euro damit
deutlich.
Dazu Verena Hubertz,
Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung
und Bauwesen: „Die vergangenen Wochen haben
gezeigt, wie belastend Hitze für unseren Alltag
geworden ist. Wenn sich Städte und Gemeinden
aufheizen, Schulhöfe und Spielplätze in der
prallen Sonne leer bleiben und insbesondere
Kinder, Familien und ältere Menschen unter den
hohen Temperaturen leiden, wird klar:
Klimaanpassung ist keine Zukunftsaufgabe mehr,
sie ist jetzt notwendig. Genau hier setzt unser
Bundesprogramm an. Wir helfen Kommunen dabei,
mehr Grün zu schaffen, Wasser besser zu
speichern und öffentliche Räume so zu gestalten,
dass sie auch an heißen Tagen lebenswert
bleiben. Die enorme Nachfrage zeigt: Der Bedarf
ist groß und die Kommunen wollen handeln.
Deshalb ist jeder Euro, den der Bund hier
investiert, gut angelegt.“

Verena Hubertz Foto Markus C. Hurek
Informationen zu dem Programm: Mit dem
2020 erstmals aufgelegten Bundesprogramm
unterstützt das Bundesbauministerium gezielt
Kommunen dabei, ihre Infrastrukturen und
öffentlichen Räume besser an die Folgen des
Klimawandels anzupassen und widerstandsfähiger
zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf
dem Ausbau und der Stärkung der sogenannten
blau-grünen Infrastruktur.
Förderfähig
sind vegetabile und bauliche Investitionen sowie
investitionsvorbereitende und projektbegleitende
Maßnahmen in urbanen und ländlichen Grün- und
Freiräumen, die diese in ihrer Vitalität und
Funktionsvielfalt erhalten und weiterentwickeln.
Ziel ist es, diese dauerhaft in Städten und
ländlichen Regionen zu erhalten, ökologisch zu
stärken und für die Menschen vor Ort
vielfältiger nutzbar zu machen.
Am 03.
Juli 2026 endete die Frist für die Einreichung
kommunaler Projektskizzen im Bundesprogramm
„Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den
Klimawandel". Die eingegangenen Projektskizzen
werden nun durch das mit der Umsetzung des
Programms betraute Bundesinstitut für Bau-,
Stadt- und Raumforschung (BBSR) fachlich und
formal geprüft. Über die Auswahl der
Förderprojekte entscheidet der
Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.
Weitere Informationen zum Bundesprogramm
Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den
Klimawandel finden Sie unter:
https://www.anpassung-klimawandel.bund.de/KLIMA/DE/Aktuelles/aktuelles_node.html
Stadtbibliothek Dinslaken:
Fußballbilder-Tauschbörse geht in die
Verlängerung Nach dem großen Erfolg
der bisherigen Fußballbilder-Tauschbörsen lädt
die Stadtbibliothek Dinslaken kurzfristig zu
einem weiteren Tauschtermin ein. Alle kleinen
und großen Fußballfans haben am Samstag, 11.
Juli 2026, von 10 bis 12 Uhr erneut die
Gelegenheit, doppelte Sticker gegen fehlende
Exemplare zu tauschen und ihre Alben zu
vervollständigen.
Die beiden bisherigen
Tauschbörsen wurden sehr gut angenommen. Allein
am vergangenen Samstag kamen rund 120
Besucher*innen in die Kinderbibliothek. Da viele
Sammler*innen noch auf der Suche nach den
letzten fehlenden Bildern sind oder selbst noch
Tauschmaterial haben, bietet die Stadtbibliothek
einen zusätzlichen Termin an. Eine Anmeldung ist
nicht erforderlich.
Neues
Amtsblatt Am 7. Juli 2026 ist ein
neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen.
Es enthält eine öffentliche Bekanntmachung zu 59
Grabstätten auf dem Friedhof Im Nist, dem
Parkfriedhof und dem Waldfriedhof Oberlohberg.
Hier werden Angehörige gesucht, die die
jeweiligen Grabstätten fortführen.
Sollte sich innerhalb von
sechs Monaten keine Person finden, welche die
Grabstätte fortführen möchte, geht das
Nutzungsrecht auf die Stadt Dinslaken über. Das
Amtsblatt kann online eingesehen werden: https://abi.dinslaken.de/termine.
KVNO: „Spargesetz
auf Kosten der Patientinnen und Patienten“
Anlässlich der geplanten Abstimmung zum
GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz im Bundestag
in dieser Woche äußert sich der Vorstand der KV
Nordrhein wie folgt:
Düsseldorf,
08.07.2026 – Das geplante
Beitragsstabilisierungsgesetz ist keine Reform –
es ist ein Spargesetz auf Kosten der
Patientinnen und Patienten. Die KV Nordrhein
organisiert täglich die ambulante Versorgung für
Millionen Menschen in Nordrhein. Wir erleben
jeden Tag, was die Praxen für die Versorgung der
Menschen leisten. Und wir sagen klar: Diese
Pläne werden die Versorgung verschlechtern,
nicht verbessern. Genau deshalb sehen wir dieses
Gesetz mit großer Sorge.
Die Folgen sind
konkret: Patientinnen und Patienten werden
länger auf Termine war-ten. Praxen werden
weniger in Qualität und Innovation investieren
können. Und am Ende werden die Menschen mehr aus
der eigenen Tasche zahlen.
Das ist die
Realität hinter diesen Zahlen. Gesundheit ist
die Grundlage für eine leistungsfähige
Gesellschaft. Wer hier spart, ohne zu
reformieren, gefährdet nicht nur einzelne Praxen
– er gefährdet die ambulante Versorgung
insgesamt. Die Politik muss die Risiken und
Nebenwirkungen dieses Gesetzes endlich ernst
nehmen und an den Verhandlungstisch
zurückkehren.
Wir fordern stabile und
verlässliche Rahmenbedingungen, die Praxen und
Patientinnen und Patienten gleichermaßen
schützen – und sind bereit, konstruktiv an
echten Lösungen mitzuwirken.
Der
KVNO-Vorstand– Dr. med. Frank Bergmann (rechts)
und Dr. med. Carsten König (links), Quelle:
KVNO/Anne_Orthen
Kunstbummel
durch die Moerser Innenstadt ab 14. Juli
Kunst erleben und shoppen können die
Besucherinnen und Besucher der Moerser
Innenstadt ab Dienstag, 14. Juli. Bis zum 31.
August findet erstmals der Moerser Kunstbummel
statt.

Eva Marxen (Leiterin Kulturbüro Moers), Gaby
Kienle und Christine Cleef (v.l.) freuen sich
auf den Moerser Kunstbummel. Er startet am
Dienstag, 14. Juli. (Foto: pst)
Die Idee
dazu hatten die beiden Moerser Künstlerinnen
Gaby Kienle und Christine Cleef beim letzten
Moerser KunstFrühling des Kulturbüros Moers. Das
Kulturbüro unterstützt auch die neue
Veranstaltung. In 28 Einzelhandelsgeschäften
präsentieren 23 regionale Künstlerinnen und
Künstler ihr Schaffen.
„Zu sehen sind
Werke von realistisch bis abstrakt – darunter
Gemälde in Öl, Acryl und Aquarell, Fotografien
sowie Arbeiten in Mischtechnik“, erklärt
Christine Cleef. Die Kunstwerke in der
Preisspanne von 35 bis 1.800 Euro können auch
gekauft werden.
„Unser Ziel ist es,
lokale Kunstschaffende sichtbar zu machen sowie
die Aufenthaltsqualität und kulturelle
Attraktivität der Innenstadt zu stärken“,
erläutert Gaby Kienle. Am Freitag, 17. Juli,
findet ab 10 Uhr am Neumarkt vor dem Teehaus
Geschwendner eine kleine Begegnungsrunde mit
einigen der beteiligten Künstlerinnen und
Künstler statt.
Bei einem gemeinsamen
Teeumtrunk haben Interessierte die Gelegenheit,
mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dort und in
den anderen teilnehmenden Geschäften ist auch
ein Flyer erhältlich, in dem alle Ort sowie
Künstlerinnen und Künstler aufgeführt sind.
vhs-Herbstsemester: Kursanmeldungen ab
sofort möglich
Den Kopf füllen, Gedanken sortieren,
Neues entdecken – das Herbstsemester der
Volkshochschule Moers – Kamp-Lintfort, das am
14. September startet, steht unter dem Motto
‚Kopfsalat‘. Damit präsentiert die vhs erneut
ein vielseitiges Angebot, das Lust macht auf
Bildung, Begegnung und neue Impulse.

Das aktuelle Programmheft erscheint am
Donnerstag, 9. Juli. „Bildung bedeutet nicht
nur, Wissen zu erwerben, sondern auch neue
Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam ins
Gespräch zu kommen. Mit unserem Motto
‚Kopfsalat‘ möchten wir dazu ermutigen,
neugierig zu bleiben und auch vermeintliches
Gedankenchaos als Chance für neue Ideen zu
begreifen“, so vhs-Leiterin Beate Schieren-Ohl.
Neues ausprobieren, Bekanntes vertiefen
Das neue Programm bietet zahlreiche
Möglichkeiten, Neues auszuprobieren oder
Bekanntes zu vertiefen. Ob Sprachen, Gesundheit,
Kultur, Digitalisierung, berufliche Bildung oder
kreative Angebote – für jedes Interesse und jede
Lebensphase ist etwas dabei.
Bewährte
Formate finden sich ebenso im Programm wie neue
Themen, aktuelle gesellschaftliche
Fragestellungen und innovative Kurskonzepte. Im
Bereich Gesellschaft und Umwelt wird es
praktisch und nachhaltig: Wer heimische
Wildtiere unterstützen möchte, kann unter
fachkundiger Anleitung ein Igelhotel für den
eigenen Garten bauen (8. Oktober). Pünktlich zur
Adventszeit lädt außerdem ein Kreativworkshop
dazu ein, aus Naturmaterialien stimmungsvolle
Kränze und Gestecke zu gestalten (27. November).
Darüber hinaus vermittelt ein neues
Seminar wirksame Lernstrategien für Schule,
Studium und Beruf (ab 14. November), während ein
Einführungskurs in das traditionsreiche
Kartenspiel Bridge logisches Denken und
gemeinsames Spielen miteinander verbindet (ab
18. September).
Kreatives Experimentieren
Im Fachbereich Kultur steht kreatives
Experimentieren im Mittelpunkt. Ein neuer
Workshop zeigt, wie sich aus Beton und Gips
individuelle Wohnaccessoires, dekorative Objekte
und kleine Kunstwerke herstellen lassen – von
schlichten Gefäßen bis hin zu floralen
Wandreliefs (ab 7. November).
Der
Gesundheitsbereich greift aktuelle Themen auf
und bietet neue Impulse für das körperliche und
seelische Wohlbefinden. Der Workshop ‚Tanz der
Hormone‘ begleitet Frauen durch die Wechseljahre
und vermittelt alltagsnahe Strategien für mehr
Balance und Selbstfürsorge (14. November).
Wer seine persönliche Energie stärken
möchte, findet im Kurs ‚Lebenspower aktivieren‘
wirkungsvolle Body-Mind-Übungen für mehr
Motivation und Gelassenheit im Alltag (19.
September). Mit dem Kennenlernworkshop
‚Kinomichi‘ bereichert zudem eine aus Japan
stammende Bewegungskunst das Programm, die
Achtsamkeit, Beweglichkeit und das Miteinander
in den Fokus stellt (19. September).
Anerkannter Bildungsurlaub Berufliche
Weiterbildung spielt ebenfalls eine wichtige
Rolle. Erstmals bietet die vhs den als
Bildungsurlaub anerkannten Online-Kurs ‚Boost
your Career: Personal Development & Business
English (B2)‘ an. Hier werden Englischkenntnisse
gezielt mit der Entwicklung persönlicher und
beruflicher Kompetenzen verbunden (ab 15.
Februar).
Mit der neuen Kursreihe
‚Excel exklusiv‘ reagiert die vhs auf den hohen
Bedarf an fundierten Excel-Kenntnissen im
Berufsalltag. In vier aufeinander aufbauenden
Kleingruppenkursen mit Durchführungsgarantie
erwerben die Teilnehmenden praxisnahes Wissen –
von den Grundlagen bis zu komplexen Funktionen
und professionellen Anwendungen.
Die
Programmhefte mit sämtlichen Angeboten liegen ab
Donnerstag, 9. Juli, u. a. in der Moerser
Geschäftsstelle im
Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum,
Wilhelm-Schroeder-Straße 10, aus. Anmeldungen
sind ab dann in der Geschäftsstelle, schriftlich
mit Anmeldekarte, telefonisch unter 0 28 41/
201-565 und online ab sofort unter
www.vhs-moers.de möglich.
Historie
beeinflusst Baumaßnahmen in der Moerser
Innenstadt
Wer in der Moerser Innenstadt baut,
trifft immer wieder auf Spuren der
Vergangenheit. Aktuell sorgt diese gleich bei
zwei Baumaßnahmen für Aufmerksamkeit: Während an
der Rheinberger Straße und Mühlenstraße
umfangreiche Kampfmitteluntersuchungen den
Bauablauf beeinflussen, wurde in der Altstadt
ein historisches Mauerwerk aus der Zeit des
ehemaligen Karmeliterklosters freigelegt.
Kampfmitteluntersuchungen an der Rheinberger
Straße und Mühlenstraße Die Kanal- und
Straßensanierung an der Rheinberger Straße und
Mühlenstraße macht in den einzelnen
Bauabschnitten weiterhin Fortschritte. Die
Gesamtmaßnahme wird jedoch länger dauern als
ursprünglich vorgesehen. Nach aktueller Planung
soll der Kanalbau in der Rheinberger Straße bis
Ende Dezember abgeschlossen werden.
Der Grund für die Anpassung des Zeitplans liegt
unter der Oberfläche. Die Arbeiten werden von
deutlich umfangreicheren
Kampfmitteluntersuchungen begleitet, als
ursprünglich absehbar war. Aufgrund des von
Verdachtsflächen betroffenen Bereichs läuft der
Tiefbau unter Aufsicht eines Fachgutachters nach
strengen Vorgaben des
Kampfmittelbeseitigungsdienstes.
So kann
der Tiefbau nur vorsichtig Schicht für Schicht
durchgeführt werden, was immer wieder zu
Unterbrechungen und zusätzlichen Prüfungen im
Bauablauf führt. Hinzu kommen unerwartete
Herausforderungen bei Hausanschlüssen und
Versorgungsleitungen, deren tatsächliche Lage
teilweise von den vorhandenen Plänen abweicht.
„Sicherheit geht für uns immer vor
Geschwindigkeit“, erklärt Markus Traud,
stellvertretender Abteilungsleiter Planung & Bau
der Enni. „Die baubegleitende
Kampfmittelsondierung ist zwingend notwendig.
Sobald Auffälligkeiten im Untergrund
festgestellt werden, müssen wir die Arbeiten
prüfen und gegebenenfalls anpassen. Das kostet
Zeit, gibt aber allen Beteiligten die
Sicherheit, dass die Maßnahme fachgerecht und
ohne Risiken umgesetzt wird.“
Um den
Baufortschritt dennoch zu beschleunigen, setzt
das beauftragte Tiefbauunternehmen derzeit zwei
Kolonnen gleichzeitig vor Ort ein. rotz der
verlängerten Gesamtbauzeit gibt es auch positive
Nachrichten: Ab Mitte August ist die Verbindung
von der Mühlenstraße zur Trotzburg vorerst
wieder in beiden Richtungen befahrbar.
Zusätzlich bereitet ENNI in den Sommerferien die
nächsten Kampfmitteluntersuchungen im Bereich
der Baerler Straße vor. Die aktuell
eingerichteten Umleitungen des ÖPNV werden in
Abstimmung mit der NIAG zunächst beibehalten.
Nach Abschluss der Kanalbauarbeiten in
der Rheinberger Straße im Dezember werden die
Kanäle in der Mühlenstraße bis zum
Brückenbauwerk erneuert. Parallel dazu erfolgen
die Straßenbauarbeiten im Bereich der
Rheinberger Straße unter halbseitiger Sperrung.
In einem späteren Bauabschnitt werden auch in
der Mühlenstraße die Oberflächen erneuert.
Mit der Erneuerung der Schmutz- und
Regenwasserkanäle investieren Enni und die Stadt
Moers nachhaltig in eine moderne Innenstadt mit
einer sicheren und zukunftsorientierten
Infrastruktur.
Historisches Mauerwerk in der
Innenstadt Auch bei den
Sanierungsmaßnahmen in der Moerser Altstadt gibt
es Neuigkeiten. Im Zuge der laufenden
Tiefbauarbeiten zur Erneuerung der
Versorgungsinfrastruktur wurden neben der
Bastionsmauer aus dem 17. Jahrhundert nun auch
Überreste des ehemaligen Karmeliterklosters
freigelegt.
Zum Vorschein kam eine
massive Mauer, die nach erster Einschätzung zur
südlichen Außenmauer des zwischen 1441 und 1608
bestehenden Klosters gehört. Die freigelegte
Mauer liegt mit ihrer Oberkante unmittelbar
unter dem heutigen Straßenpflaster. Teile der
historischen Bausubstanz wurden vermutlich
bereits durch frühere Baumaßnahmen sowie den
Ausbau der Festungsanlagen in vergangenen
Jahrhunderten beeinträchtigt.
Der Fund
unterstreicht die historische Bedeutung der
Moerser Innenstadt und liefert weitere Einblicke
in die Entwicklung des Stadtkerns von Moers. Die
weiteren Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung
mit den zuständigen Fachbehörden. Die aktuelle
Bauzeitenplanung für die Fertigstellung der Ver-
und Entsorgungsinfrastruktur des gesamten ersten
Bauabschnitts hat trotz dieser Funde weiterhin
Gültigkeit, so dass durch Enni Ende 2027 die
Arbeiten hier abgeschlossen werden.
Grenzenloser Hochwasserschutz:
Nordrhein-Westfalen und die Niederlande
vertiefen Zusammenarbeit
Minister Krischer: Land legt Bilanz und
Ausblick im Hochwasserschutz fünf Jahre nach der
Hochwasserkatastrophe vor: 600 Projekte seit
2021, weitere 120 Renaturierungen mit
Schutz-Effekt, mehr Mittel, mehr Tempo

Deichsanierung zwischen Dornick und
Emmerich / © Deichverband Bislich-Landesgrenze
Die Hochwasserkatastrophe 2021 war für
das Land Nordrhein-Westfalen eine Zäsur. Sie hat
auf dramatische Weise gezeigt, dass
Schutzsysteme und Warnstrukturen
weiterentwickelt und Planungen an die Folgen des
Klimawandels angepasst werden müssen. Bei der
ersten gemeinsamen Hochwasser-Pressekonferenz
mit den Niederlanden, die als Vorreiter in der
Vorsorge gelten, legten beide Länder vor, was
sie in den vergangenen fünf Jahren unternommen
haben, um die Menschen besser vor Hochwasser zu
schützen. Beide Länder verbindet seit den großen
Rheinhochwassern vor mehr als 30 Jahren eine
einzigartige Partnerschaft.
Vincent
Karremans, Minister für Infrastruktur und
Wasserwirtschaft der Niederlande: „Die Bilder
der Flutkatastrophe vor fünf Jahren haben sich
tief in unser Gedächtnis eingebrannt. Auch wenn
eine solche Naturkatastrophe ein
außergewöhnliches Ereignis ist und wir uns nicht
zu 100 Prozent dagegen schützen können, setzen
wir alles daran, Schäden und Opfer so weit wie
möglich zu begrenzen. Dafür ist die
Zusammenarbeit mit unseren Flusspartnern von
entscheidender Bedeutung. In den vergangenen
fünf Jahren haben wir diese Zusammenarbeit
vertieft und weiter verbessert. Hochwasser macht
nicht an Grenzen halt – unsere Zusammenarbeit
darf das ebenfalls nicht.“
Ob bei der
Sanierung der Rheindeiche in Emmerich oder
Rheinberg, an denen niederländische Firmen
beteiligt sind, oder bei einem der größten
gesteuerten Hochwasserpolder Deutschlands, der
gerade in Köln-Worringen entsteht und Anlieger
bis in die Niederlande schützen soll: Beide
Länder profitieren von dieser Zusammenarbeit.
„Es gilt das Prinzip: Oberlieger schützt
Unterlieger. Gemeinsam können wir die Sicherheit
für Millionen Menschen am Rhein und seinen
Nebenflüssen erhöhen. Bei der Weiterentwicklung
von Maßnahmen sind die Niederlande unser bester
Kooperationspartner“, sagte Umweltminister
Oliver Krischer.
Gemeinsames
Forschungsprogramm Um ihre Systeme in Zeiten
des Klimawandels krisenfest zu machen, setzen
beide Länder auf anwendungsbezogene Forschung.
Das Programm JCAR ATRACE ist ein wichtiger
Baustein. Es bietet unter anderem die
Möglichkeit, Fragestellungen aus der Praxis
direkt an die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler des Instituts für Wasserbau und
Wasserwirtschaft der RWTH Aachen und des
niederländischen Institutes Deltares zu
adressieren. JCAR ATRACE etabliert damit die
enge Verzahnung von Praxis und Wissenschaft, die
eine Erkenntnis und Konsequenz aus der
Katastrophe 2021 war.
Prof. Holger
Schüttrumpf, Leiter des Instituts für Wasserbau
und Wasserwirtschaft an der RWTH Aachen: „Das
Hochwasser 2021 hat uns die Bedeutung eines
grenzüberschreitenden Hochwasserschutzes
deutlich vor Augen geführt. Das Prinzip
Oberlieger schützt Unterlieger gilt auf der
kommunalen, regionalen und internationalen Ebene
gleichermaßen. Wir müssen daher den
Hochwasserschutz gemeinsam anpacken, um eine
Wiederholung des Ereignisses von 2021 zu
verhindern. JCAR Atrace bietet uns hier die
Möglichkeit, grenzüberschreitende
Fragestellungen zu untersuchen und anschließend
direkt in die Praxis zu überführen.“
„Room for the River“ als Leitbild
Nordrhein-Westfalen und die Niederlande
verbindet außerdem das Ziel, technischen und
natürlichen Hochwasserschutz zu verbinden. Dafür
gibt es in den Niederlanden das Programm „Room
for the River“ (Raum für den Fluss). Statt
Deiche nur immer höher zu bauen, gibt man den
Gewässern dort, wo es möglich ist, ihre Auen
zurück. Auf diese Puffer-Wirkung setzt auch
Nordrhein-Westfalen: Renaturierungen und
Deichrückverlegungen wie derzeit in
Duisburg-Mündelheim oder Rees schaffen
natürliche Puffer, die Hochwasserspitzen kappen
und gleichzeitig die biologische Vielfalt
stärken. Auch große Renaturierungen wie an der
Lippe im Bereich Haltern, Lippramsdorf und Marl
schaffen mehr Rückhaltevolumen.
Hein
Pieper, Deichgräf der niederländischen
Waterschap Rijn en IJssel: „In unserer
Grenzregion arbeiten deutsche und
niederländische Wasserbehörden seit vielen
Jahren eng zusammen. Die wichtigste Erkenntnis
dabei? Die Menschen machen den Unterschied. In
einer Krise kommt es darauf an, dass man sich
kennt, versteht und vertraut. Wie unsere
Nachbarn sagen: ,In Krisen muss man Köpfe
kennen‘.“
Alle Beteiligten setzten bei
der Pressekonferenz im Wasserbaulabor der RWTH
Aachen ein starkes Zeichen, dass
Hochwasserschutz über Grenzen hinweg geplant
werden muss – unabhängig von Verwaltungsgrenzen.
Das Land Nordrhein-Westfalen bezieht die
Niederländer derzeit auch bei seinen
„Regionalpakten für den Hochwasserschutz“ ein.
Dabei werden Konzepte für ganze
Flusseinzugsgebiete mit allen Beteiligten
geplant und umgesetzt. Die niederländischen
Partner beteiligen sich am Verhandlungsprozess
für einen Regionalpakt Eifel-Rur (Maas-Süd). Die
Regionalpakte Rhein und Maas-Nord werden folgen.
Ziel ist es, kompatible Schutzsysteme für den
Rhein sowie Nebenflüsse wie Rur, Niers oder
Ijssel zu schaffen, um die Menschen beidseits
der Grenze optimal und effizient zu schützen.
Mehr Mittel, mehr Projekte, mehr Tempo
Rückblickend markierte die Hochwasserkatastrophe
in beiden Ländern eine Zäsur: „Wir haben den
Hochwasserschutz seitdem so schnell
vorangebracht wie nie zuvor. In Zeiten des
Klimawandels können wir uns keinen Aufschub
leisten. Das neue Tempo durch Effizienz und
Zusammenarbeit treiben wir jetzt in den Pakten
voran“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.
Seit 2021 hat das Land
Nordrhein-Westfalen rund 500 Millionen Euro für
den Hochwasserschutz zur Verfügung gestellt.
Trotz angespannter Haushaltslage wurde klar
priorisiert: 2021 betrug der Mittelansatz für
den Hochwasserschutz 56,7 Millionen, seit 2025
stellt das Land mit rund 100 Millionen Euro fast
doppelt so viel pro Jahr zur Verfügung. Damit
wurden seit der Hochwasserkatastrophe rund 600
Projekte gefördert, die zum klassischen
Hochwasserschutz zählen, darunter
Deichsanierungen, Neubauten, Rückhaltebecken,
der Ausbau des Pegelnetzes und die Erstellung
von Starkregenmanagement- und
Hochwasserschutzkonzepten in den Kommunen.
Drei Beispiele für große zurzeit laufende
Deichsanierungen: Rheinberg-Wallach
(Fördervolumen des Landes circa 27 Millionen
Euro), Duisburg-Mündelheim (Fördervolumen von
Land und Bund voraussichtlich über 100 Millionen
Euro) und Rees-Löwenberg (3. Bauabschnitt;
Fördervolumen des Landes voraussichtlich circa
28 Millionen Euro). Bei mehreren solcher
Großprojekte konnte der Bau in den vergangenen
Jahren beschleunigt werden.
In
Köln-Worringen entsteht derzeit einer der
größten gesteuerten Hochwasserpolder
Deutschlands. Er soll im Ernstfall zukünftig
Hochwasserspitzen des Rheins um bis zu 17
Zentimeter senken und Einsatzkräften bis zu 14
Stunden zusätzliche Vorbereitungszeit
ermöglichen. Derzeit wird die Ausführung
geplant, die ersten Bauarbeiten sind für 2027
geplant. Zudem steht der Bau von zwei großen
Rückhaltebecken an der Vicht mit einem
Landes-Fördervolumen von fast 28 Millionen Euro
an.
600 Projekte und 120 Renaturierungen
mit Schutz-Effekt Zu den 600 Projekten kommen
120 zukunftsweisende Projekte seit 2021 hinzu,
die technischen Hochwasserschutz mit
ökologischer Flussentwicklung kombinieren, wie
zum Beispiel das Hochwasser- und
Naturschutzprojekt Haltern-Lippramsdorf-Marl
(HaliMa) oder der Neubau des Wehrkomplexes
Stiftsmühle in Lippstadt. Auch hier hatte die
Hochwasserkatastrophe 2021 gezeigt, dass
technische Bauwerke allein oft nicht ausreichen.
Moderner Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen
setzt deshalb auf die Kombination mit
ökologischen Maßnahmen, weil sie den
Wasserabfluss verlangsamen und zusätzliches
Retentionsvolumen schaffen.
Weitere
wichtige Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen:
Mehr Pegel und verbesserte Meldeketten Ein
wesentliches Ziel war und ist die
kontinuierliche Weiterentwicklung von
Hochwasserinformationen. Dazu zählen schnellere
Meldeketten und die optimierte Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Wetterdienst DWD, aber auch
die Verdichtung des Pegelmessnetzes. 2021 hatte
das Land an 84 Standorten Hochwassermeldepegel,
heute sind es 122. Die zusätzlichen Pegel wurden
insbesondere an kleineren Flüssen errichtet, die
vor 2021 noch nicht im Fokus standen. Zurzeit
werden gewässerkundliche Pegel der
Wasserverbände in das Landesnetz integriert und
nutzbar gemacht. Das Land stattet sie dafür mit
eigener Technik aus.
Pakte für
gemeinsames Handeln in den Regionen Der im
Februar 2026 unterzeichnete landesweite „Pakt
für Hochwasserschutz“ hat das Ziel, den Schutz
der Bevölkerung, der Umwelt und der Wirtschaft
vor Flutereignissen durch eine verbesserte
Zusammenarbeit, schnellere Verfahren und
kombinierte Maßnahmen zum Hochwasserschutz und
zur Gewässerökologie zu beschleunigen. Er ist
eine Reaktion auf die Hochwasserkatastrophe,
aber auch auf die zunehmenden Hochwassergefahren
durch den Klimawandel. Mit dem Pakt
verpflichten sich alle Akteure – Land,
Bezirksregierungen, Kommunen, Wasserverbände und
weitere, Hochwasserschutz nicht mehr nur lokal,
sondern für ganze Flusseinzugsgebiete und
Regionen „aus einem Guss“ zu planen. Für die
jeweiligen Gebiete werden zurzeit die
„Regionalpakte“ verhandelt.
Hochwasserkommission als Innovations-Motor
Die 2021 einberufene Hochwasserkommission im
Umweltministerium mit Experten, Wissenschaftlern
und Stakeholdern ist ein Taktgeber bei der
Entwicklung eines klimaresilienten
Hochwasserrisikomanagements. Sie begleitet die
Arbeiten des Landes, die Fortschreibung des
10-Punkte-Arbeitsplans „Hochwasserschutz in
Zeiten des Klimawandels“ und unterstützt bei der
Entwicklung neuer Methodiken, die direkt Einzug
in die Planungen und die Verwaltung halten.
Neue risikobasierte Planung Mit
Unterstützung der Hochwasserkommission wurden
Empfehlungen zur Aufstellung risikobasierter
Konzepte aufgestellt. Diese stellen erstmalig
eine Methodik vor, mit der Maßnahmen vor Ort
verbessert und beschleunigt werden können. Diese
in Nordrhein-Westfalen entwickelte Methodik
stößt bundesweit auf Interesse, da mit ihr
einheitliche Kriterien zur Bewertung von
Gefahren anhand wissenschaftlich fundierter
Kenngrößen genutzt werden. Damit können
Schutzziele passgenau auf die Bedarfe vor Ort
angepasst werden. Auch im Rahmen der
Hochwasserschutzpakte soll die Methodik
verwendet und dadurch in die Fläche getragen
werden.
Digitale Förderung beschleunigt
die Antragstellung Das Land hat den Zugang
zum landeseigenen Förderprogramm
„Hochwasserrisikomanagement und
Wasserrahmenrichtlinie“ digitalisiert. Für die
hochwasserschutzpflichtigen Kommunen und
Wasserverbände vereinfacht ein Online-Portal die
Antragstellung. Automatische Prüfungen vermeiden
Eingabefehler, große Anlagen wie Pläne oder
Gutachten können direkt hochgeladen werden und
Stammdaten lassen sich für künftige Anträge
wiederverwenden. Das spart Zeit und reduziert
Schriftverkehr.
Gefahren des
Klimawandels stärker im Fokus
Hochwasserstatistiken, die als Grundlage für
wasserwirtschaftliche Planungen dienen, müssen
künftig die Auswirkungen des Klimawandels
miteinbeziehen. Eine Grundlage dafür legt das
Projekt „StatExNi", in dem mögliche
Extremniederschläge in Nordrhein-Westfalen für
heutiges und mögliches zukünftiges Klima
berechnet werden. Dabei werden Zeitreihen unter
Klimawandeleinfluss bis in das Jahr 2100
erzeugt.
Moers: ENNI warnt
vor falsch entsorgten Elektrogeräten
Lithium-Ionen-Akku löst Brand während der
Altpapiersammlung aus
Während der Altpapiersammlung in der
Moerser Innenstadt hat ein falsch entsorgtes
Elektrogerät am Dienstag erneut einen Brand in
einem Sammelfahrzeug der ENNI ausgelöst. Die
Kolonne bemerkte auf der Rheinberger Straße in
Höhe der NIAG Rauchentwicklung aus dem
Sammelaufbau und reagierte sofort. Um größeren
Schaden oder einen Vollbrand des Elektro-Lkw zu
verhindern, entluden die Mitarbeitenden das
Altpapier auf die Fahrbahn und sicherten den
Bereich bis zum Eintreffen der Feuerwehr.
Die alarmierten Einsatzkräfte
konnten den Brand wenige Minuten später unter
Kontrolle bringen. Wie bereits bei einem
ähnlichen Vorfall vor rund drei Wochen in
Meerbeck fanden die Einsatzkräfte auch diesmal
E-Vapes im Brandgut. Nach ersten Erkenntnissen
wurde ein darin verbauter Lithium-Ionen-Akku
während des Verlade- und Verdichtungsvorgangs
beschädigt und entzündete den Inhalt des
Sammelfahrzeugs.
„Die Entsorgung von
Elektroaltgeräten mit Lithium-Ionen-Akkus über
die Abfalltonnen verursacht eine erhebliche
Brand- und Explosionsgefahr. Dadurch werden
nicht nur unsere Mitarbeitenden und Fahrzeuge,
sondern auch unbeteiligte Dritte ernsthaft
gefährdet. Wir bitten deshalb alle Kundinnen und
Kunden eindringlich, solche Geräte
ausschließlich und kostenlos am
Kreislaufwirtschaftshof abzugeben“, betont
Ulrich Kempken, Abteilungsleiter der Moerser
Abfallsammlung.
ENNI appelliert
deshalb erneut an alle Bürgerinnen und Bürger,
Elektroaltgeräte – auch kleine Geräte wie
E-Vapes, elektrische Zahnbürsten oder Kopfhörer
– nicht über die Abfalltonnen zu entsorgen.
Diese können kostenlos am
ENNI-Kreislaufwirtschaftshof abgegeben und dort
fachgerecht verwertet werden. So lassen sich
gefährliche Brände in Sammelfahrzeugen,
Entsorgungsanlagen und im öffentlichen Raum
vermeiden.
Flaggentag von
Mayors For Peace
Am heutigen Mittwoch, 8. Juli 2026,
wird von Städten weltweit der jährliche
Flaggentag der internationalen Organisation
Mayors for Peace begangen. Daran beteiligt sich
auch wieder die Stadt Dinslaken.

Die Flagge hängt am 08.07.2026 vor dem Rathaus
Dinslaken
Mit dem Hissen der
Friedensflagge wird weltweit ein sichtbares
Zeichen für Frieden, nukleare Abrüstung und
internationale Verständigung gesetzt. Anlass ist
der 30. Jahrestag eines Rechtsgutachtens des
Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Darin
wurde gerichtlich festgestellt, dass die
Androhung und der Einsatz von Atomwaffen
grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen.
Das Netzwerk „Mayors for
Peace“ wurde im Jahr 1982 durch den
Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima
gegründet. Es erinnert an die verheerenden
Folgen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima im
Jahr 1945 und setzt sich für Frieden sowie
nukleare Abrüstung ein.
Mehr als 8.400 Städte aus 166
Ländern gehören dem Netzwerk an und hissen
jährlich am 8. Juli die Friedensflagge vor ihren
Rathäusern. Hintergrund ist das Gutachten des
Internationalen Gerichtshofs (IGH) vom 8. Juli
1996. Darin wurde festgestellt, dass die
Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen
grundsätzlich mit den Regeln des Völkerrechts,
insbesondere des humanitären Völkerrechts,
unvereinbar wäre.
Albert-Schweitzer-Einrichtungen und Lebenshilfe
Dinslaken renovieren barrierefreie Toilette am
Burgtheater
Ein Versprechen wird jetzt in die Tat
umgesetzt: Die Albert-Schweitzer-Einrichtungen
(ASE) und die Lebenshilfe Dinslaken (LH)
renovieren in Eigenregie die barrierefreie
Toilette am Burgtheater. Damit lösen sie eine
Zusage ein, die sie Bürgermeister Simon Panke
bei dessen Antrittsbesuch in der Werkstatt
gegeben hatten.

von links nach rechts: Frank Uldrich, Tom Nowak,
Simon Panke, Eberhard Gröh, Patrick Borg, Mendo
Mohammed, Martin Klammt
Seit Montag, 6.
Juli 2026, wird an dem Toilettenhäuschen
gearbeitet. Für die Renovierung sind rund drei
Arbeitstage sowie etwa 7,7 Liter spezielle
Isolierfarbe eingeplant. Ziel ist es, das
Gebäude wieder in einen ansprechenden Zustand zu
versetzen und so einen Beitrag zu einem
gepflegten Stadtbild zu leisten. „Wir freuen
uns, mit diesem Projekt auch einmal etwas an die
Stadt und damit den Bürgerinnen und Bürgern
zurückgeben zu können“, erklärt Eberhard Gröh,
Vorstand der Lebenshilfe Dinslaken und
Geschäftsführer der
Albert-Schweitzer-Einrichtungen.
Die
Arbeiten werden vollständig von den
Beschäftigten der ASE ausgeführt. Dabei bringen
sie ihr handwerkliches Können und ihr Engagement
ein. Bürgermeister Simon Panke hatte sich bei
seinem Besuch in der Werkstatt über die
vielfältigen Arbeitsbereiche ASE und LH
informiert. Im Gespräch entstand die Idee, die
barrierefreie Toilette am Burgtheater zu
renovieren.
Der spontane Vorschlag von
ASE und LH wird nun umgesetzt. Die Stadt
Dinslaken bedankt sich ausdrücklich bei allen
beteiligten Beschäftigten für ihren Einsatz.
„Mit ihrem Engagement leisten die
Albert-Schweitzer-Einrichtungen und die
Lebenshilfe Dinslaken einen wertvollen Beitrag
für unsere Stadt und übernehmen Verantwortung
für einen öffentlichen Ort, der täglich von
vielen Menschen genutzt wird. Dafür gilt ihnen
unser herzlicher Dank“, sagt Bürgermeister
Panke.
Moers: Xantener Straße
früher als geplant wieder freigegeben
Gute Nachrichten für
Verkehrsteilnehmer: Die Xantener Straße konnte
nach dem Wasserrohrbruch einer
Wassertransportleitung schneller als erwartet
wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Nachdem die Arbeiten im Baustellenbereich zügig
vorangekommen sind, ist die Straße seit dem
gestrigen Nachmittag wieder in beide
Fahrtrichtungen befahrbar.
Im weiteren
Verlauf der Arbeiten wird heute noch ein
Straßenbeleuchtungsmast neu gesetzt. Zudem
werden die betroffenen Oberflächen
wiederhergestellt. Spätestens bis Freitag soll
die Maßnahme vollständig abgeschlossen sein.
„Dank des engagierten
Einsatzes aller Beteiligten konnten wir die
Verkehrsfreigabe deutlich früher als erwartet
erreichen. Mein besonderer Dank gilt unseren
eigenen Kolleginnen und Kollegen, den
eingesetzten Fachfirmen sowie den Kräften von
Feuerwehr und Polizei.
Viele Beteiligte
haben rund um die Uhr daran gearbeitet, die
Schäden zu beheben und die Einschränkungen für
die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich
zu halten“, sagt René Uhlendahl, Leiter
Netzbetrieb bei ENNI. ENNI bedankt sich
bei allen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern für
ihr Verständnis während der notwendigen
Reparaturarbeiten.
Info-Abend zur
Landesgartenschau Kleve 2029 am Mittwoch, 8.
Juli 2026, in der Stadthalle
Bereits jetzt gibt es viele
Möglichkeiten, die Landesgartenschau 2029 in
Kleve mitzugestalten. Pressemitteilung der
Landesgartenschau Kleve 2029 gGmbH Am Mittwoch,
8. Juli 2026 sind alle interessierten
Bürger:innnen in die Klever Stadthalle zum
großen Informations-Abend zur Landesgartenschau
Kleve 2029 eingeladen.

Der Titel „eine für alle, alle für eine: unsere
Landesgartenschau und eure Chance, dabei zu
sein!“ verspricht Informationen zu den
vielfältigen Beteiligungsoptionen für
Klever:innen, Vereine, Institutionen und
Unternehmen. Einlass ist ab 18.00 Uhr, Beginn um
18.30 Uhr. Bürgermeister Markus Dahmen, die
Mitglieder der Landesgartenschau Kleve gGmbH,
das Berliner Planungsbüro planorama GmbH sowie
Förderverein und Hochschule präsentieren den
aktuellen Planungsstand zum Großevent.
Auch der Präsident des Landtags
Nordrhein-Westfalen, André Kuper, hat seine
Teilnahme bestätigt. Zudem wartet ein
(plüschiger) Star-Gast auf seinen ersten großen
Bühnenauftritt. Moderiert wird die Veranstaltung
von Andrea Franken. Als Mitglied im Förderverein
und den dort koordinierten gemeinschaftlichen
Projekt- und Aktionsteams, als Gästeführer:in
oder im Volunteer-Team für den Besucherservice
und die Organisation vor Ort – das Mitwirken der
Klever Bürger:innen ist schon jetzt und vor
allem 2029 gefragt.
Engagierte
Unternehmen sollen als offizielle Partner mit
maximaler Sichtbarkeit, als Pate von
Einzelprojekten oder als Veranstalter:in von
Incentives, Jubiläen und Firmenevents auf der
Eventfläche gewonnen werden. Denkbar sind zudem
Kooperationen mit Handel, Touristik, Kultur- und
Freizeiteinrichtungen durch Kombi-Arrangements,
Laga-Produkte oder Sonderaktionen.
Attraktive Präsenzflächen werden Vereinen,
Bildungsträgern oder Kunst- und
Kulturschaffenden auch als Akteur für das
Bühnen- und Aktionsprogramm oder mit Beiträgen
für das „Grüne Klassenzimmer“ als Lern- und
Forschungsangebot für Schüler:innen geboten.
Die Landesgartenschau findet an 172
Veranstaltungstagen vom 19. April – 7. Oktober
2029 in Kleve statt und wird eine
außergewöhnliche Aufmerksamkeit auf die
Kreisstadt und die Region werfen. Neben mehreren
hunderttausend Besucher:innen wird eine hohe
mediale Sichtbarkeit erwartet.
Auf
mehreren Bühnen und Veranstaltungsflächen findet
ein vielfältiges Programm statt. Fragen zur
Landesgartenschau Kleve 2029 können vorab an kontakt@kleve-laga.de geschickt
oder am Abend vor Ort gestellt werden.
Downloads
Flyer 'eine für alle, alle für eine' (PDF, 1.47
MB)
Naturhof Kevelaer feiert
5-jähriges Jubiläum mit großem Hoffest
Vom Neuanfang zum lebendigen Naturhof:
Am 5. und 6. September 2026 lädt der Naturhof
Kevelaer zum großen Jubiläums-Hoffest ein.
Kevelaer-Wetten. Vor fünf Jahren ist Dunja
Berendsen mit ihrer Familie nach Kevelaer-Wetten
gezogen und hat dem Hof am Altwettener Weg einen
neuen Namen und eine neue Richtung gegeben:
Naturhof Kevelaer.

Aus einer Idee, viel Mut und einer ordentlichen
Portion Herzblut ist dort ein lebendiger Ort
entstanden – mit Schafhaltung, Hofladen,
Kursraum, Veranstaltungen und vielen Begegnungen
rund um Natur, Handwerk und Hofleben. Damals
berichteten mehrere Medien über den Schritt von
Witten an den Niederrhein; auch das WDR-
Fernsehen begleitete die Geschichte im Rahmen
von „Unsere eigene Farm“.
Heute, fünf
Jahre später, feiert der Naturhof Kevelaer sein
erstes großes Jubiläum. Dieses besondere
Jubiläum feiert der Naturhof Kevelaer am
Samstag, den 5. September 2026 von 12 bis 18 Uhr
und am Sonntag, den 6. September 2026 von 11 bis
17 Uhr mit einem großen Hoffest.
Besucherinnen und Besucher können sich auf ein
Wochenende voller Hofatmosphäre, Begegnungen und
Entdeckungen freuen. Geplant ist ein großer
Kunsthandwerkermarkt mit liebevoll ausgewählten
Ausstellern, ein buntes Rahmenprogramm für Groß
und Klein, Mitmachaktionen und Erlebnisse für
Kinder sowie Leckeres vom Hof und aus der
Hofküche.

Auch der Hofladen ist an diesem Wochenende
geöffnet und lädt dazu ein, die Produkte vom
Naturhof direkt vor Ort kennenzulernen.
Kulinarisch wird es unter anderem
Grillspezialitäten vom Hof, Schmörkes, Waffeln,
Kuchen und mehr geben. „Für uns ist dieses
Hoffest nicht einfach nur eine Veranstaltung“,
sagt Dunja Berendsen vom Naturhof Kevelaer.
„Es ist ein Moment, in dem wir zurückschauen
und gleichzeitig feiern möchten, was in den
vergangenen fünf Jahren entstanden ist. Viele
Menschen haben unseren Weg von Anfang an
begleitet. Jetzt möchten wir mit ihnen gemeinsam
dieses Jubiläum feiern.“
Ein besonderer
Programmpunkt ist die feierliche Eröffnung des
Hoffestes durch den Bürgermeister. Die genauen
Programmpunkte werden in den kommenden Wochen
weiter ergänzt. Der Naturhof Kevelaer steht für
Schafhaltung, Naturverbundenheit, regionale
Hofkultur und Produkte vom Schaf.
In den vergangenen Jahren hat
sich der Hof zu einem Ort entwickelt, an dem
Landwirtschaft, Handwerk, Genuss und Begegnung
zusammenkommen. Veranstaltungsdaten: Großes
Hoffest – 5 Jahre Naturhof Kevelaer Samstag, 5.
September 2026 12–18 Uhr.
Sonntag, 6. September 2026 11–17 Uhr
Naturhof Kevelaer Altwettener Weg 12, 47625
Kevelaer-Wetten. Weitere Informationen:
www.naturhof-kevelaer.de
Hyperfactory kommt nach Moers
Auf rund 6.000 Quadratmetern entsteht
im Gewerbepark Genend in Moers eine sogenannte
Hyperfactory für digitale Fertigung - eine
hochautomatisierte, KI-gesteuerte
Produktionsstätte, die moderne Technologien wie
Künstliche Intelligenz und Robotik einsetzt.
Mit der HYPER#MOERS will das Unternehmen
Strum Industries künftig jährlich bis zu 15
Millionen Bauteile und Komponenten produzieren.
Die Fertigung basiert auf industriellen
3D-Druck-Technologien und KI-gestützten
Produktionsprozessen und richtet sich an
unterschiedliche Branchen und Anwendungen.
Sturm Industries wurde 2009 als Spin-off der
Universität Duisburg-Essen gegründet. Das
Unternehmen bietet produzierenden Unternehmen
digitale Ingenieurdienstleistungen sowie
Technologielösungen für Produktentwicklung,
Produktion und Instandhaltung. Neben Moers ist
das Unternehmen auch in Duisburg und Aalen
vertreten. idr - Weitere Informationen:
https://www.sturm.industries/
Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je
Liter teurer
ADAC vergleicht deutschlandweit
Kraftstoffpreise an Autobahntankstellen mit
Straßentankstellen / Deutliche regionale
Unterschiede erkennbar
Tanken an
Autobahntankstellen ist nach wie vor teuer – das
zeigt der aktuelle ADAC Vergleich der
Kraftstoffpreise an allen Autobahntankstellen
mit den Preisen sämtlicher Straßentankstellen
abseits der Autobahn. Wie die Untersuchung
zeigt, waren sowohl Super E10 als auch Diesel an
den Autobahnen um rund 33 Cent je Liter teurer
als abseits der Autobahn.
Anders als in früheren
Erhebungen hat der ADAC diesmal eine
Vollerhebung der über 14.000 deutschen
Tankstellen einschließlich der rund 360
Autobahntankstellen vorgenommen. In die
Auswertung eingeflossen sind die Preisdaten der
Markttransparenzstelle für Kraftstoffe im
Zeitraum vom 6. bis 19. April 2026.
Während des zweiwöchigen Erhebungszeitraums –
noch ohne Tankrabatt – gab es auf dem
Kraftstoffmarkt als Folge des Irankriegs
erhebliche Preisturbulenzen. An den
Autobahntankstellen kostete Super E10 während
dieser zwei Wochen im Schnitt 2,43 Euro je
Liter, an den Straßentankstellen 2,10 Euro.
Genauso groß war die Preisdifferenz bei Diesel:
2,61 Euro je Liter mussten die Autofahrerinnen
und Autofahrer im Schnitt an der Autobahn
bezahlen, abseits davon waren 2,28 Euro fällig.
Allerdings gab es auch unter den
Autobahntankstellen erhebliche
Preisunterschiede, wie die ADAC Auswertung
zeigt. So reichte die Preisspanne bei Super E10
von durchschnittlich 2,06 Euro je Liter bis zu
2,54 Euro, was eine Differenz von 48 Cent je
Liter ausmachte. Bei Diesel wurde das Minimum
bei 2,25 Euro je Liter registriert. Die im
Schnitt teuerste Autobahntankstellen verlangte
2,75 Euro. Damit war sie um 50 Cent teurer.
Dass es sich lohnt, zum Tanken die Autobahn
zu verlassen und eine nahegelegene Tankstelle
neben der Autobahn anzusteuern, zeigt die
Erhebung ganz deutlich. Trotz des insgesamt
hohen Preisniveaus an Autobahntankstellen gab es
erhebliche regionale Abweichungen: In den
ostdeutschen Bundesländern sowie im Saarland war
sowohl Super E10 als auch Diesel auf der
Autobahn weniger teuer als in anderen Ländern.
Einziger Ausreißer: Sachsen, das sich am teuren
Ende bei Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und
Bayern einreihte. Umgekehrt sah es bei den
Straßentankstellen aus: Diese waren im Südwesten
durchschnittlich am preiswertesten, im Osten am
teuersten.
Somit zahlte es sich ganz
besonders in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg,
Bayern und Sachsen aus, von der Fernstraße
abzufahren und an einer Station neben der
Autobahn zu tanken. Bis zu 43 Cent betrug hier
die Ersparnis, unabhängig vom Kraftstoff. Am
wenigsten Preisersparnis brachte die Abfahrt in
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wo sich
aber immer noch rund 17 Cent beim Tanken sparen
ließen – auch hier lohnte es sich also
abzufahren.
Laut ADAC beruht die Höhe
der Preise an den Autobahnen nicht zuletzt
darauf, dass Bequemlichkeit der Autofahrerinnen
und Autofahrer und eine gewisse
Zahlungsbereitschaft etwa bei längeren Fahrten
vorausgesetzt werden. Bei den Straßentankstellen
ist jedoch der lokale Wettbewerb und die
Ausweichmöglichkeiten zu anderen Tankstellen der
entscheidende Faktor, der die Preise günstiger
hält.
Eine begleitende Umfrage des ADAC
zum Tankverhalten zeigt, dass 63 Prozent der
Autofahrerinnen und Autofahrer wegen der Preise
von der Autobahn abfahren würden, 42 Prozent
davon bereits bei einer Ersparnis von 10 Cent je
Liter. Im Umkehrschluss zeigt dies aber auch,
dass rund ein Drittel der Befragten bereit ist,
die oftmals deutlich höheren Autobahnpreise zu
bezahlen, obwohl der Umweg zu einer günstigen
Station oft nur wenige 100 Meter ausmacht.
Der ADAC kritisiert die Höhe der
Kraftstoffpreise an den Autobahntankstellen. Ein
gewisser Aufpreis aufgrund teurer Konzessionen
und des Angebots rund um die Uhr ist aus ADAC
Sicht nachvollziehbar, jedoch nicht in dem teils
massiv überteuerten Umfang. Es liegt an den
Autofahrerinnen und Autofahrern selbst, ob sie
die Tankstellen an den Autobahnen meiden und zum
Tanken abfahren. Die Ersparnis ist in der Regel
erheblich und kann schnell mehr als zehn Euro je
Tankfüllung ausmachen.
Über die
Spritpreis-App „ADAC Drive“ können sich
Autofahrer rund um die Uhr über die aktuellen
Preise an den rund 14.000 Tankstellen in
Deutschland informieren. Ausführliche
Informationen zum Kraftstoffmarkt und ebenfalls
aktuelle Preise gibt es unter
www.adac.de/tanken-autobahn.


NRW-Industrie: Wurstproduktion um 1,3 % im
Jahr 2025 gesunken
* Rückgang von 8,6 % gegenüber 2015
* Vorläufige Produktionsergebnisse für das 1.
Quartal 2026 erneut rückläufig * Mehr als
ein Fünftel der Wurstproduktion Deutschlands kam
aus NRW
Im Jahr 2025 sind 297.800 Tonnen
Wurst u. ä. Erzeugnisse in 139 NRW-Betrieben
industriell hergestellt worden. Wie das
Statistische Landesamt mitteilt, waren das 1,3 %
weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr
2015 sank die produzierte Menge um 8,6 %. Rein
rechnerisch würde die im Jahr 2025 erzeugte
Menge ausreichen, um jeden Einwohner und jede
Einwohnerin des Landes jeden Monat mit
1,4 Kilogramm Wurst zu versorgen.
Auch
die vorläufigen Ergebnisse für das 1. Quartal
2026 zeigen einen Rückgang der Wurstproduktion,
die Absatzmenge sank gegenüber dem 1. Quartal
2025 um 3,4 % bzw. 2.400 Tonnen. Der Absatzwert
der Wurstproduktion betrug im Jahr 2025 nominal
(also nicht preisbereinigt) 2,2 Milliarden Euro
und sank damit um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Verglichen mit 2015 stieg der Absatzwert
hingegen um 43,6 %.

50 % der produzierten Wursterzeugnisse waren
Rohwürste, wie Salami, Tee- und Mettwürste Im
Jahr 2025 wurden 146.500 Tonnen Rohwurst wie
z. B. Salami, Tee- und Mettwurst produziert. Das
entspricht einem Anteil von 49,2 % an der
NRW-Wurstproduktion. Weitere 40 % der Produktion
entfielen auf Bockwurst, Leberkäse und
Bierschinken oder andere Brühwurst, weitere
6,0 % auf Kochwurst und 4,0 % auf Leberwurst.
Betriebe im Kreis Gütersloh hatten den
größten Anteil an der NRW-Produktion 37,0 %
aller in NRW produzierten Würste wurden von
Betrieben im Kreis Gütersloh hergestellt. Im
ganzen Regierungsbezirk Detmold einschließlich
des Kreis Gütersloh waren es 38,5 %, gefolgt von
Betrieben in den Regierungsbezirken Münster mit
38,2 %, Köln mit 16,0 %, Arnsberg mit 5,0 % und
Düsseldorf mit 2,4 %.
Mehr als ein
Fünftel der deutschlandweiten Wurstproduktion
kam aus NRW Deutschlandweit wurden 1,3 Millionen
Tonnen Wurst u. ä. Erzeugnisse im Jahr 2025
produziert. Der Anteil von in NRW industriell
hergestellten Würsten an der gesamtdeutschen
Produktion betrug damit 22,1 %.
Mehr als jede dritte Lehrkraft im Schuljahr
2024/25 war 50 Jahre oder älter
• Anteil der Altersgruppe 50plus in
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg- Vorpommern am
höchsten • Teilzeitquote bei Lehrkräften auf
neuem Höchststand • Quer- und
Seiteneinstieg: Mehr als jede zehnte Lehrkraft
ohne anerkannte Lehramtsprüfung
Vor dem
neuen Schuljahr wird vielerorts über den
Lehrkräftemangel diskutiert. Dabei steht häufig
auch die Altersstruktur innerhalb der
Berufsgruppe im Fokus. Ein Viertel (25,4 %) der
Lehrkräfte im Schuljahr 2024/2025 war zwischen
50 und 59 Jahre alt, weitere 10,0 % waren 60
Jahre und älter.
Mehr als jede dritte
Lehrkraft (35,4 %) war demnach 50 Jahre oder
älter, wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt. Im Vergleich dazu fällt der Anteil der
jüngeren Lehrkräfte geringer aus: Die unter
35-Jährigen machten gut ein Fünftel (20,3 %) des
Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen aus.
Die Hälfte der Lehrkräfte in
Sachsen-Anhalt ist 50 Jahre oder älter
Hinsichtlich der Altersstruktur bestehen große
Unterschiede zwischen den Bundesländern: In
Sachsen-Anhalt war gut die Hälfte (50,7 %) der
Lehrkräfte 50 Jahre oder älter, in
Mecklenburg-Vorpommern 46,8 %. Am niedrigsten
war der Anteil dieser Altersgruppe im Saarland
(28,6 %) und in Bremen (30,0 %).

43,9 % der Lehrkräfte arbeiten in Teilzeit
Im Schuljahr 2024/2025 waren deutschlandweit
752 100 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen
tätig, davon 43,9 % in Teilzeit. Damit war die
Teilzeitquote bei Lehrkräften etwas höher als im
vorherigen Schuljahr (43,1 %) und auf einem
neuen Höchststand.
Besonders Frauen
reduzieren häufig ihre Arbeitszeit: Im
Schuljahr 2024/2025 war die Teilzeitquote bei
Lehrerinnen (51,4 %) mehr als doppelt so hoch
wie bei Lehrern (23,3 %). Im Vergleich zu
anderen abhängig Beschäftigten ist die
Teilzeitquote an allgemeinbildenden Schulen
überdurchschnittlich hoch: Über alle
Wirtschaftsbereiche hinweg arbeiteten 31,3 % der
abhängig Beschäftigten in Teilzeit.
Frauenanteil bei Lehrkräften
überdurchschnittlich hoch Auch der Frauenanteil
bei Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen
ist überdurchschnittlich hoch. Während Frauen im
Schuljahr 2024/2025 fast drei Viertel (73,2 %)
des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen
ausmachten, stellten sie knapp die Hälfte
(48,2 %) der abhängig Beschäftigten aller
Wirtschaftsbereiche im Jahr 2024.
Mehr
als die Hälfte der Lehrkräfte in Bremen und
Hamburg arbeiten in Teilzeit Im Hinblick auf den
Anteil der Teilzeitkräfte unter den Lehrerinnen
und Lehrern zeigen sich deutliche Unterschiede
zwischen den Bundesländern. Während in Hamburg
(55,4 %) und Bremen (51,9 %) im
Schuljahr 2024/2025 mehr als die Hälfte des
Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen in
Teilzeit arbeitete, traf dies nur auf knapp jede
vierte Lehrkraft in Thüringen (23,2 %) und
Sachsen-Anhalt (23,8 %) zu.

11,2 % wurden über Quer- oder Seiteneinstieg
zur Lehrkraft Aufgrund des Lehrkräftemangels
unterrichten an den Schulen immer mehr
sogenannte Quer- und Seiteneinsteigerinnen und
-einsteiger, also Lehrkräfte ohne anerkannte
Lehramtsprüfung. Im Schuljahr 2024/2025 traf das
auf 11,2 % der Lehrkräfte an allgemeinbildenden
Schulen zu: 84 100 der insgesamt
752 100 Lehrkräfte dort hatten keine anerkannte
Lehramtsprüfung.
Im Schuljahr 2014/2015
lag der Anteil mit 4,3 % noch deutlich
niedriger. Damals unterrichteten 28 500 der
insgesamt 664 200 Lehrkräfte an
allgemeinbildenden Schulen ohne anerkannte
Lehramtsprüfung. Noch höher als an
allgemeinbildenden Schulen ist der Anteil mit
Quer- oder Seiteneinstieg an beruflichen
Schulen: Im Schuljahr 2024/2025 hatten 20 800
der insgesamt 124 100 Lehrkräfte an beruflichen
Schulen keine anerkannte Lehramtsprüfung
(16,7 %). Gegenüber dem Schuljahr 2014/2015 hat
sich der Anteil kaum verändert: Damals
unterrichteten 20 200 von 122 100 Lehrkräften
ohne anerkannte Lehramtsprüfung (16,6 %).
Samstag geht’s los: Die Klever Kirmes 2026
steht in den Startlöchern!
Von Samstag, 11. Juli 2026, bis
Sonntag, 19. Juli 2026 ist es wieder so weit:
Die Klever Kirmes öffnet ihre Pforten und bietet
auf dem großen Festgelände im Herzen der
Schwanenstadt mit über 6.500 m² reiner
Ausstellungsfläche jede Menge Raum für Spaß und
gute Laune!
Zur Klever Kirmes 2026
werden insgesamt 71 Geschäfte auf den
Parkplätzen zwischen Wiesenstraße, Hafenstraße
und Ludwig-Jahn-Straße vertreten sein. Darunter
neun Fahrgeschäfte, sechs Kinderfahrgeschäfte,
ein Laufhaus, elf Imbissbetriebe, sechs
Ausschankbetriebe und 38 sonstige Geschäfte aus
den Bereichen Unterhaltung, Spaß und Verkauf.
Auf die Besucherinnen und Besucher der Kirmes
warten zahlreiche Highlights.

Auch das Riesenrad ist auf der diesjährigen
Klever Kirmes wieder vertreten.
In diesem
Jahr wird das Riesenrad "Around the World"
wieder in unmittelbarer Nähe der Hochschule
Rhein-Waal zu finden sein und einen malerischen
Ausblick über die Klever Unterstadt ermöglichen.
Zudem bietet der freischwingende „Hypnotizer“
mit seinen drehbaren Gondeln Nervenkitzel in bis
zu 30 Metern Höhe, während „Jekyll and Hyde –
Die Verwandlung“ ihre Fahrgäste sogar in bis zu
42 Metern Höhe mit einer Beschleunigung von 4G
und Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h
durch den Klever Himmel schwingt. Achterbahnfans
kommen mit dem X-Racer, einer klassischen
„Wilden Maus“-Stahlachterbahn, auf ihre Kosten.
Schützenumzug eröffnet das Volksfest
Am Samstag, den 11. Juli 2026, eröffnet der
traditionelle Schützenumzug bereits zum 20. Mal
die Klever Kirmes. Um 14 Uhr treffen sich die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem
Marktplatz Linde, bevor sich der Festzug um
14:45 Uhr auf den Weg durch die Klever
Innenstadt macht.
Zahlreiche
Schützenvereine und Musikvereine setzen damit
gemeinsam ein sichtbares Zeichen für die
lebendige Schützentradition in Kleve und läuten
den Beginn des größten Volksfestes der Stadt
ein. Musikalisch untermalen der Musikzug der
Freiwilligen Feuerwehr Kleve, der Spielmannszug
Reichswalde, der Spielmannszug Materborn sowie
der Marinespielmannszug Schenkenschanz den
traditionsreichen Umzug. Der Festzug startet am
Marktplatz „Linde“ und führt über die Hagsche
Straße, die Große Straße, die Wasserstraße, die
Lohstätte, An der Münze sowie erneut über die
Große Straße und die Kavarinerstraße zum
Koekkoekplatz.
Dort findet die
traditionelle Parade statt. Anschließend setzt
sich der Umzug über die Hafenstraße zur
Festwiese vor der Volksbank Kleverland fort.
Nach der Begrüßung auf der Festwiese halten
Bürgermeister Markus Dahmen und Dirk Janßen als
Vorsitzender der Schaustellergemeinschaft ein
Grußwort. Anschließend findet die
Preisverteilung des Stadtpokalschießens statt,
das in diesem Jahr vom Schützenverein 1953
Materborn e. V. organisiert wurde.
Den feierlichen Abschluss des
offiziellen Programms bildet das Spiel der
Nationalhymne durch den Musikzug der
Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve. Mit dem
anschließenden Fassanstich durch Bürgermeister
Dahmen vor dem Getränkeausschank „Durstlöscher“
wird das Volksfest auf dem Kirmesplatz feierlich
eröffnet. Im Anschluss gibt es eine einstündige
Happy Hour mit vergünstigten Preisen auf der
gesamten Kirmes. Außerdem sind die am
Schützenumzug teilnehmenden Vereine zum
spannenden Schießen um den Bürgermeisterpokal
eingeladen.
Austragungsort ist der
Schießstand des Schaustellers Thommessen. Die
Preisverleihung findet gegen 16:30 Uhr in
festlicher Atmosphäre statt. Familientag,
Frühschoppen und Abschlussfeuerwerk
Gelegenheiten zum Sparen bieten verschiedene
Aktionstage auf der Klever Kirmes.
Am
Donnerstag, 16. Juli, ist Familientag, an dem
alle Schausteller ganztägig Preisnachlässe
gewähren. Zum Ende der Klever Kirmes findet am
Sonntag, 19. Juli, von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr
ein Frühschoppen statt. Hierzu gibt es Getränke
zu ermäßigten Preisen und auch die
Kinderfahrgeschäfte gewähren Preisnachlässe.
Die diesjährige Klever Kirmes endet am
Sonntagabend mit einem Höhenfeuerwerk auf dem
Gelände der Hochschule Rhein-Waal, das nach
Einbruch der Dunkelheit um ca. 23:00 Uhr
abgefeuert wird. Öffnungszeiten der Klever
Kirmes Die Klever Kirmes 2026 öffnet sonntags
jeweils um 12:00 Uhr und wochentags um 14:00
Uhr.
Die Klever Kirmes schließt zu den
folgenden Uhrzeiten: in der Nacht von
Samstag auf Sonntag: 03:00 Uhr, in der Nacht
von Sonntag auf Montag: 01:00 Uhr, in der
Nacht von Montag auf Dienstag: 00:00 Uhr, in
der Nacht von Dienstag auf Mittwoch: 00:00 Uhr,
in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag:
01:00 Uhr, in der Nacht von Donnerstag auf
Freitag: 03:00 Uhr, in der Nacht von Freitag
auf Samstag: 02:00 Uhr, in der Nacht von
Samstag auf Sonntag: 03:00 Uhr, in der Nacht
von Sonntag auf Montag: 00:00 Uhr.
Die Stadt Kleve wünscht allen
Besucherinnen und Besuchern der Klever Kirmes
2026 einige schöne Kirmestage bei hoffentlich
bestem Kirmeswetter!
Kamishibai-Spezial in der Stadtbücherei Kleve am
Samstag, 11. Juli 2026 Am Samstag
gibt es ein Kamishibai-Spezial für Kinder ab 10
Jahren in der Klever Stadtbücherei. Am Samstag,
den 11.07.2026, öffnen sich die Türen der
Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32, um
10:30 Uhr für ein Kamishibai-Spezial.

Der Klever Vorleseclub trägt mit dem
ursprünglich aus Japan stammenden Erzähltheater
zwei Geschichten vor, die sich an Zuhörende ab
etwa 10 Jahren richten. In der Geschichte „Die
weißen Fußballschuhe - Fußball verbindet“
treffen sich Eli und seine Freunde nach der
Schule zum Fußball. Doch als der Krieg Elis Land
zerstört, ist er gezwungen, zu fliehen.
In Deutschland muss sich Eli einen Platz in
einem ganz neuen Leben erkämpfen. Mit seinem
Balltalent gelingt es ihm, nach und nach
anzukommen und Freunde zu finden. Auf dem
Fußballplatz stehen alle zueinander, in
gleichfarbigen Trikots, viele bunte Paar Schuhe
und Eli ist mittendrin.
Anschließend
erzählt die Geschichte „Der Wildrosenstrauch“
von zwei Soldaten, die sich durch die Freude an
einem blühenden Rosenstrauch über die Grenze
hinweg anfreunden, bis ein Krieg ausbricht und
der idyllische, friedvolle Naturraum zu einer
kriegerischen Landschaft wird und die Freunde
getrennt werden. Der Vorleseclub wird vom Land
Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Eintritt zum
Kamishibai ist selbstverständlich frei.
Anmeldung nicht erforderlich.
Klever Vorleseclub: Kostenfreie Lesungen &
Materialausleihe Die zahlreichen
Vorlese-Events in der Klever Stadtbücherei wären
ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich.
Hans-Peter Bause und sein Team begeistern
regelmäßig das Publikum ihrer Veranstaltungen,
regen die Fantasie an und sorgen für leuchtende
Kinderaugen. Dieses Angebot stellen die
Ehrenamtlichen auch Kindergärten, Schulen und
Einrichtungen der Kinderhilfe zur Verfügung -
und das vollkommen kostenlos!
Was Sie
nutzen können Kostenfreie Ausleihe: Über
Sponsoring hat Herr Bause eine umfangreiche
Sammlung an Kamishibai-Kartensets aufgebaut. Er
stellt diese Kindergärten, Schulen und
Büchereien kostenlos zur Verfügung – inklusive
Bringen und Abholen. Ein übersichtlicher Katalog
(von etwas 225 Sets) erleichtert die digitale
Bestellung und Verlängerung.
Lesungen
vor Ort: Herr Bause und sein Team kommen
gerne zu Ihnen – für Lesungen in
Klassenverbänden/AGs usw. zu unterschiedlichsten
Themen, ohne Kosten und Risiko für Sie. Herr
Bause freut sich über eine Kontaktaufnahme per
E-Mail unter
hanspeterbause@yahoo.de, um etwa vollkommen
unverbindlich einen Kennenlerntermin oder einen
Lesenachmittag zu vereinbaren oder die
Einzelheiten der Materialausleihe zu besprechen.
Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem Klever
Vorleseclub kann die Stadt Kleve das Angebot
wärmstens empfehlen!
Hitze- und
Gesundheitskompass des Kreises Wesel: Neue
Geoportal-Karte für den Kreis Wesel ist online
Das Geoportal des Kreis Wesel
stellt ab sofort unter https://geoportal-niederrhein.de/portal/kreis_wesel/hitzeundgesundheitskompass/ eine
interaktive Karte bereit, die die Bevölkerung
schnell zu gesundheits- und hitzerelevanten
Angeboten und Infrastrukturen im gesamten
Kreisgebiet führt.
Zum Start werden
zunächst öffentlich zugängliche, kostenlose
Trinkwasserangebote im gesamten Kreis Wesel
angezeigt. An heißen Tagen trägt ausreichende
Flüssigkeitszufuhr entscheidend zum Erhalt der
Gesundheit bei. Die Trinkwasserbrunnen,
Trinkwasser-Inseln des Kreises und
Refill-Stationen unterstützen dabei. Die Karte
wird sukzessive erweitert: Zukünftig sollen
weitere Orte, Angebote und Versorgungsstrukturen
ergänzt werden, die für Hitzevorsorge,
Gesundheit und Aufenthaltsqualität relevant
sind.
Betreiberinnen und Betreiber
öffentlicher kommunaler Gebäude, Inhaberinnen
und Inhaber von Einzelhandelsgeschäften,
Apotheken, Krankenhäusern sowie Wasserversorger
sind eingeladen, sich an der Kampagne
„Wasserinseln“ zu beteiligen. Wenn Sie eine
geeignete Einrichtung betreiben oder eine
Wasserversorgung anbieten und Teil des Netzwerks
werden möchten, melden Sie sich bitte per E‑Mail
an klima-gesundheit@kreis-wesel.de.
Auch Hinweise auf weitere Orte, die in
den Hitze- und Gesundheitskompass aufgenommen
werden sollen, können hier gemeldet werden. Die
technische Umsetzung der Karte erfolgte durch
das Geoinformationssystem des Kreises Wesel in
Zusammenarbeit mit dem Koordinationsbereich
Regionale Gesundheit. Hintergrund Hintergrund
des Hitze- und Gesundheitskompass sind die
zunehmenden Herausforderungen durch
Hitzeperioden und die damit verbundenen
gesundheitlichen Belastungen.
Insbesondere für ältere Menschen, Kinder,
Personen mit Vorerkrankungen und andere
hitzeempfindliche Gruppen können hohe
Temperaturen ein Gesundheitsrisiko darstellen.
Ziel ist es, die Bevölkerung im Kreisgebiet zu
unterstützen, den Zugang zu
gesundheitsrelevanten Angeboten zu erleichtern
und das Bewusstsein für einen
verantwortungsbewussten Umgang mit Hitze zu
stärken.
Städte sind von Hitze besonders
betroffen: Dichte Bebauung, wenig Grün und
großflächig versiegelte Flächen führen dazu,
dass sich die Umgebung stärker aufheizt als in
weniger dicht bebauten Gebieten. Dadurch
entstehen in Siedlungsräumen sogenannte
Hitzeinseln, in denen die Temperaturen deutlich
höher liegen als im Umland.
Diese lokal erhöhten
Temperaturen verstärken Gesundheitsrisiken,
schmälern die Aufenthaltsqualität und erhöhen
den Bedarf an leicht zugänglichen Angeboten wie
Trinkwasserspendern, schattigen
Aufenthaltsbereichen und kühlenden öffentlichen
Räumen. Die digitale Karte hilft künftig, solche
Angebote schnell zu finden und damit
hitzebedingte Belastungen für besonders
gefährdete Bevölkerungsgruppen zu reduzieren.
Der Inhalt der Schultüte
möglichst zuckerarm Zum Schulstart auf
gesunde Routinen achten Für viele
Kinder beginnt bald das Abenteuer Schule. Am
ersten Tag dabei: die Schultüte. Wer sie clever
füllt, sorgt nicht nur für strahlende Augen,
sondern unterstützt auch die Zahngesundheit.

Neben ein paar Lieblingssüßigkeiten passen viele
zahnfreundliche Überraschungen in die Schultüte:
eine bunte Zahnbürste, eine Trinkflasche, ein
Freundebuch, ein Glücksbringer oder zuckerarme
Snacks. So wird die Schultüte ein gelungener Mix
aus Spaß und Vorsorge.
„Der Schulstart
bietet eine gute Gelegenheit, gesunde Routinen
zu stärken. Kinder lieben kleine Geschenke – und
Eltern können dabei spielerisch die
Zahngesundheit fördern“, erklärt Dr. Romy
Ermler, Vorstandsvorsitzende von proDente e.V.
und Präsidentin der Bundeszahnärztekammer.
Ausgewogen und gesund „Niemand muss auf
Süßigkeiten verzichten.

KI-generiert
Entscheidend ist die
richtige Mischung. Schon kleine Veränderungen
tragen dazu bei, dass Kinderzähne dauerhaft
kariesfrei bleiben“, so Dr. Ermler. Viele
Anregungen für eine zahngesunde Schultüte bietet
die proDente-Checkliste. Kostenlos abrufbar:
Checkliste 'Zahngesunde Schultüte' proDente
- Wer wir sind proDente informiert über gesunde
und schöne Zähne.
Die Inhalte werden von
Fachleuten wissenschaftlich geprüft. proDente
arbeitet für Journalisten, bietet Broschüren an
und postet online. Fotos und Filme ergänzen die
Informationen. Zahnärzte, Zahntechniker und
Hersteller engagieren sich seit 1998 in der
Initiative proDente e. V.
proDente informiert über gesunde und
schöne Zähne. Die Inhalte werden von Fachleuten
wissenschaftlich geprüft. proDente arbeitet für
Journalisten, bietet Broschüren an und postet
online. Fotos und Filme ergänzen die
Informationen. Zahnärzte, Zahntechniker und
Hersteller engagieren sich seit 1998 in der
Initiative proDente e. V.
Ausverkauft
verkauft sich gut - ZEV fordert Preisdeckel für
Ticketzweitmarkt
Sonntagmorgen. Der Bäcker öffnet um sieben. Um
zehn nach sieben sind alle Brötchen weg. Nicht
ausverkauft, sondern aufgekauft. Von Bernd. Dem
Typen, der immer eine Geschäftsidee wittert.
Während die Nachbarschaft noch den Kaffee
aufsetzt, steht er bereits gegenüber der
Bäckerei hinter seinem Tapeziertisch und
verkauft besagte Brötchen – für happige fünf
Euro pro Stück. Absurd?
Natürlich. Die
meisten würden den selbsternannten
Backwarenverkäufer für verrückt erklären und ihr
Frühstück woanders kaufen. Steigt Bernd nun aber
von Brötchen auf Tickets um, sieht die Sache
plötzlich ganz anders aus. Je begehrter die
Veranstaltung, desto lukrativer das Geschäft.
Denn anders als beim Frühstück gibt es fürs
Lieblingskonzert, das Pokalfinale oder das
Festival des Jahres meist keinen Ersatz. Wer
dabei sein möchte, zahlt auf dem Zweitmarkt dann
auch für den Umweg über Bernds Tapeziertisch.
Die Frage ist nur: Muss das so sein?

Suchportale, Ticketbörsen und Zwischenhändler
erschweren vielen Fans den direkten Kauf von
Eintrittskarten. Das ZEV fordert mehr
Transparenz und ein Ende überhöhter
Weiterverkaufspreise. (Bild: KI-generiert)
Der Ticketzweitmarkt war nie dafür gedacht,
Menschen wie Bernd reich zu machen. Im
Gegenteil: Ursprünglich sollte er den Fans
helfen. Wer krank wird oder kurzfristig
verhindert ist, verkauft seine Eintrittskarte
einfach weiter. Der nächste freut sich. Also
eigentlich eine Win-win-Situation. Doch seit
einigen Jahren hat sich dieses Gleichgewicht
verschoben. Denn heute konkurrieren Fans
immer häufiger nicht mehr mit anderen Fans,
sondern mit Menschen, die nie vorhatten, selbst
zum Konzert oder ins Stadion zu gehen. Sie
kaufen große Mengen an Tickets – häufig sogar
automatisiert mithilfe von Bots – um sie später
mit teils schwindelerregenden Aufschlägen
weiterzuverkaufen.
„Je weniger Tickets
regulär verfügbar sind, desto größer wird der
Druck auf Verbraucher, überteuerte Angebote auf
dem Zweitmarkt zu akzeptieren,“ betont Jakob
Thevis, Jurist und stellvertretender Vorstand
des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz
(ZEV). „Genau davon lebt dieses
Geschäftsmodell.“
Wie schnell man auch
ungewollt an Bernds Tapeziertisch landet, zeigt
der reale Fall von Lisa. Als sie „Toten Hosen
Tickets“ bei Google eintippte, glaubte sie, nur
noch wenige Klicks vom Konzert entfernt zu sein.
Tatsächlich befand sie sich aber auf einem
Ticketsuchportal. Für Eintrittskarten, die beim
Veranstalter rund 90 Euro kosteten, wurden
plötzlich 227 Euro verlangt. Als Lisa den Kauf
stornieren wollte, sollte sie dafür rund 350
Euro Gebühr zahlen.
Diese Summe
erschreckt. Aber nicht mehr als die Tatsache,
dass Lisa lange gar nicht wusste, wer ihr dieses
Ticket eigentlich verkaufen wollte. Wer nach
einer Band googelt, sucht in der Regel keinen
Zwischenhändler. Er sucht die Band. Dazwischen
liegen heute jedoch bezahlte Anzeigen,
Suchportale, Ticketbörsen und Plattformen. Für
Verbraucher wirkt vieles davon wie aus einem
Guss.
Tatsächlich gelten jedoch oft
völlig unterschiedliche Regeln. Auch diese
Intransparenz macht Bernds Geschäftsmodell so
erfolgreich. Je schwieriger zu erkennen ist, wer
tatsächlich verkauft, desto leichter bleibt
unklar, wer am Ende die Verantwortung trägt.
Deshalb fordert das ZEV keine komplizierten
Warnhinweise. Sondern etwas viel Einfacheres:
Transparenz. Wer Tickets verkauft, muss als
Verkäufer erkennbar sein. Und wer
Eintrittskarten weiterverkauft, soll offenlegen,
was sie ursprünglich gekostet haben, und welche
Einschränkungen gelten.
„Der Ticketmarkt
ist für Verbraucher immer schwerer zu
durchschauen. Solange nicht klar erkennbar ist,
wer welche Rolle spielt und auf welcher
Grundlage ein Ticket angeboten wird, können
Käufer Chancen und Risiken kaum gegeneinander
abwägen,“ erklärt Thevis. „Mehr Transparenz wird
die Preise nicht automatisch senken. Sie macht
es aber deutlich schwerer, mit Intransparenz
Geld zu verdienen.“
Doch Bernd wäre nicht
Bernd, wenn das schon alles wäre. Mittlerweile
werden teilweise schon Eintrittskarten
angeboten, obwohl der offizielle Vorverkauf noch
gar nicht begonnen hat, sogenannte Leerverkäufe.
Eigentlich ein verrückter Gedanke. Bernd
verkauft dann nicht einmal mehr Tickets. Er
verkauft die Hoffnung, später vielleicht welche
zu bekommen. Für viele Käufer ist dieser
Unterschied aber kaum erkennbar. Sie bestellen
in dem Glauben, die Tickets sicher zu haben.
Und selbst wenn am Ende tatsächlich eine
Eintrittskarte geliefert wird, ist die
Geschichte oft noch nicht vorbei. Denn viele
Veranstalter haben das Problem erkannt und
versuchen dem Ganzen mit personalisierten
Tickets entgegenzuwirken. In der Theorie klingt
das gut, doch in der Praxis trifft das häufig
erstmal die Falschen. Wer über die falsche
Plattform gekauft hat, erfährt mitunter erst am
Einlass, dass die Eintrittskarte gar nicht auf
den eigenen Namen ausgestellt ist. Und dann
bleibt die Hallentür zu. Zu allem Übel sind dann
auch Hotelkosten, Bahnfahrt sowie Urlaubstag
vergeblich investiert. Und während Lisa vor der
Tür steht, verkauft Bernd schon längst vor der
nächsten Halle.
Wie also nimmt man Bernd
den Tapeziertisch wieder weg? Am Ende läuft
für Bernd alles auf eine einzige Rechnung
hinaus: Lohnt sich sein Tapeziertisch noch?
Eindeutig ja. Und solange sich ausverkaufte
Konzerte in bare Münze verwandeln lassen, bleibt
Bernds Geschäftsmodell attraktiv. Die
Leidtragenden sind am Ende oft Menschen wie
Lisa. Deshalb fordert das ZEV: Eintrittskarten
sollen grundsätzlich nicht teurer weiterverkauft
werden dürfen als zum Originalpreis. Wer
kurzfristig verhindert ist, soll sein Ticket
weitergeben können. Spekulation mit der
Vorfreude anderer soll sich dagegen nicht mehr
lohnen.
Klingt zu schön, um wahr zu sein?
Nicht unbedingt. Ein Blick nach Frankreich
zeigt: Der Ticketzweitmarkt lässt sich
begrenzen, ohne ihn abzuschaffen. Dort ist der
gewerbliche Weiterverkauf von Eintrittskarten
ohne Zustimmung der Veranstalter bereits
verboten. Private Weitergaben bleiben weiterhin
möglich.
In Deutschland ist Bernds
Geschäftsmodell dagegen noch immer erstaunlich
selbstverständlich. Vor der Bäckerei hätte er
mit seinem Tapeziertisch keine Chance. Vor der
Konzerthalle wundert sich längst kaum noch
jemand über ihn.
https://www.evz.de/app/uploads/sites/3/2026/06/positionspapier-ticketzweitmarkt.pdf

NRW: Lebenserwartung von
Neugeborenen in 2025 gestiegen *
Die mittlere Lebenserwartung stieg bei Mädchen
um ca. 3, bei Jungen um ca. 4 Monate – bei
Jungen ist dies ein neuer Höchstwert *
Lebenserwartung neugeborener Mädchen um 4 Jahre
und 4 Monate höher als die der Jungen *
Lebenserwartung in NRW niedriger als im
Bundesdurchschnitt
Die
durchschnittliche Lebenserwartung für
neugeborene Mädchen liegt in Nordrhein-Westfalen
bei 82 Jahren und 10 Monaten. Damit werden
Mädchen im Schnitt knapp viereinhalb Jahre älter
als neugeborene Jungen, die durchschnittlich
78 Jahre und 6 Monate alt werden. Wie das
Statistische Landesamt anhand der vorliegenden
Sterbetafel für 2023/2025 mitteilt, stieg die
mittlere Lebenserwartung gegenüber der letzten
Berechnung (Sterbetafel 2022/2024) bei Mädchen
um ca. 3 und für Jungen um ca. 4 Monate. Während
die Lebenserwartung der Jungen damit auf einen
Höchstwert anstieg, lag die der Mädchen noch
leicht unter dem Wert der Sterbetafel 2019/2021
(82 Jahre und 11 Monate).

Lebenserwartung in NRW geringer als
im Bundesdurchschnitt Der bundesweite
Durchschnitt der Lebenserwartung beträgt für
Mädchen 83 Jahre und 5 Monate und für Jungen
78 Jahre und 10 Monate. In NRW fällt die
mittlere Lebenserwartung geringer aus: Für
Mädchen sind es etwa 7 Monate und für Jungen
etwa 4 Monate weniger.
Die
Lebenserwartung steigt auch bei der älteren
Bevölkerung Ein Anstieg der Lebenserwartung ist
über die Altersgruppen hinweg zu beobachten, so
auch bei älteren Menschen: Nach der aktuellen
Sterbetafel 2023/2025 haben 70-jährige Frauen
noch eine durchschnittliche fernere
Lebenserwartung von 16 Jahren und acht Monaten –
bei Männern dieses Alters sind es 14 Jahre und
2 Monate. Das ist bei Frauen etwa 2 Monate und
bei Männern rund 3 Monate mehr als in der
letzten Berechnung ermittelt wurde.

NRW: Aktualisierter Unfallatlas zeigt die
Unfallschwerpunkte 2025 *
Interaktive Karte bildet Unfallgeschehen in den
NRW-Kommunen ab * 16,4 % aller Unfälle mit
Personenschaden ereigneten sich an Kreuzungen *
Fahrradfahrende waren innerorts an 39,0 % der
Unfälle beteiligt
Im
Jahr 2025 ereigneten sich auf den
nordrhein-westfälischen Straßen 65.232 Unfälle
mit Personenschaden. Das waren 4,0 % mehr als
ein Jahr zuvor. Im Jahr 2025 stiegen die
Unfallzahlen innerorts – wo mit einem Anteil von
73,9 % der Großteil der Unfälle passierte – um
5,0 % auf 48.224 Unfälle. Außerorts (ohne
Autobahnen) ereigneten sich 12.508 Unfälle und
somit 1,4 % mehr als im Jahr zuvor.
Die
Anzahl der Unfälle auf Autobahnen verhielt sich
mit 4.500 Unfällen mit Personenschaden nahezu
auf Vorjahresniveau (2024: 4.499 Unfälle). Der
aktualisierte Unfallatlas
NRW mit den Zahlen für das Jahr 2025 zeigt
auf welchen Straßen es in NRW die meisten
Verkehrsunfälle mit Personenschaden gab und wo
die Unfallschwerpunkte z. B. mit beteiligten
Pkw, Krafträdern oder Fußgängerinnen und
Fußgängern lagen.
16,4 % aller Unfälle
mit Personenschaden ereigneten sich an
Kreuzungen Betrachtet man die Charakteristiken
der Unfallstellen, so fanden 16,4 % aller
Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2025 an
einer Kreuzung statt und weitere 15,8 % an einer
Einmündung. Innerhalb von Ortschaften waren
Kreuzungen mit 8.768 sowie Einmündungen mit
7.654 Unfällen mit Personenschaden die
Charakteristiken der Unfallstelle, die am
häufigsten beobachtet wurden.
Außerorts spielten Einmündungen mit 2.461 sowie
Kurven mit 2.126 Unfällen mit Personenschäden
eine wesentliche Rolle. An Kreisverkehren
ereigneten sich 2025 insgesamt 3,0 % aller
Unfälle mit Personenschaden, wobei diese
häufiger innerorts mit 1.673 als außerorts mit
304 Unfällen stattfanden.
Innerorts
waren Fahrradfahrende an 39,0 % der Unfälle
beteiligt Der Pkw ist in allen Ortslagen mit
einem Anteil von mindestens 70,0 % das am
häufigsten beteiligte Verkehrsmittel. Außerorts
(ohne Autobahnen) waren zudem häufig Fahrräder
einschließlich Pedelecs (20,8 %) sowie
Krafträder mit amtlichen Kennzeichen (16,3 %) an
einem Unfall mit Personenschaden beteiligt.
Auf Autobahnen waren an mehr als jedem
vierten Unfall (26,8 %) Güterkraftfahrzeuge
beteiligt; in 7,0 % der Unfälle auf Autobahnen
waren Krafträder involviert. Innerorts waren bei
39,0 % der Unfälle mit Personenschaden Fahrräder
einschließlich Pedelecs beteiligt und in 15,1 %
der Unfälle waren Fußgängerinnen und Fußgänger
involviert.
Aktualisierter Unfallatlas
zeigt Unfallschwerpunkte in NRW Als
Unfallschwerpunkte in NRW hat das Statistische
Landesamt (IT.NRW) mithilfe des aktualisierten
Unfallatlas für das Jahr 2025 u. a. Schwerpunkte
in Köln und Münster identifiziert.
Mit
20 Unfällen mit Personenschaden wurde die
höchste Unfalldichte im Kreisverkehr
am Ludgeriplatz in Münster festgestellt.
In Köln wurden gleich mehrere Unfallschwerpunkte
ermittelt. Einer davon mit insgesamt 17 Unfällen
befindet sich, wie bereits im Vorjahr (19
Unfälle), im Bereich Subbelrather
Straße/Ehrenfeldgürtel.
Gehölzarbeiten an verschiedenen
Kreisstraßen In den nächsten zwei
Wochen führt der Kreis Wesel Fäll- und
Rückschnittarbeiten im Böschungsbereich an
verschiedenen Kreisstraßen
(K5/K7/K20/K23/K31/K32) durch. Die Maßnahmen
dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit
entlang der kreiseigenen Verkehrsflächen und
berücksichtigen ausdrücklich der Vorgaben zum
Vogelschutz.
Während der Pflegearbeiten
kann es zeitweise zu Beeinträchtigungen des
ruhenden und fließenden Verkehrs sowie zu Lärm-
und Sichtbeeinträchtigungen kommen. Anwohnende
und Verkehrsteilnehmende werden gebeten,
besondere Vorsicht walten zu lassen und auf
Absperrungen und Umleitungsbeschilderungen zu
achten. Der Kreis Wesel bedankt sich bei den
Anwohnenden und Verkehrsteilnehmenden für ihr
Verständnis und ihre Geduld während der
Durchführung der Gehölzpflegearbeiten.
Moerser Ratssitzung Public Viewing
Einlass: 15.30 Uhr
Politik geht uns alle an – deswegen schauen wir
in den „room where it happens“ und übertragen
eine Ratssitzung live zu uns ins Bollwerk 107!

Seid dabei, wenn Politiker und Politikerinnen
über Moers und dessen Bewohner / Bewohnerinnen
sprechen und entscheiden, wie die Moerser
Zukunft aussehen soll. Der Eintritt ist
kostenlos.
Rat: Veranstaltungsdatum
08.07.2026 - 16:00 Uhr - 18:00 Uhr. Ort Neues
Rathaus, 47441 Moers, Ratssaal Link
Tagesordnung im Ratsinformationssystem der
Stadtverwaltung aufrufen
Moers: Wirtschaft trifft Bildung:
Unternehmerfrühstück am Berufsbildungscampus
Volles Haus, intensive Gespräche
und viele neue Kontakte: Das erste
Unternehmerfrühstück von Bürgermeisterin Julia
Zupancic hat knapp 100 Unternehmerinnen und
Unternehmer im Berufsbildungscampus Moers
zusammengebracht.

Knapp 100 Unternehmerinnen und Unternehmer kamen
zum ersten Unternehmerfrühstück von
Bürgermeisterin Julia Zupancic. (Foto: pst)
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie
Wirtschaft und berufliche Bildung gemeinsam die
Fachkräfte von morgen gewinnen können. Nach der
Begrüßung durch die Bürgermeisterin stellten die
Leitungen der vier Bildungseinrichtungen ihre
Arbeit und gemeinsame Perspektiven vor. Unter
dem Titel ‚Bildung und Ausbildung 2.0 – der
Campus als Chance zur regionalen
Nachwuchskräftesicherung‘ zeigten sie auf, wie
moderne berufliche Bildung Unternehmen bei der
Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte
unterstützen kann.
Netzwerk wird
gebraucht „Am Berufsbildungscampus werden die
Fachkräfte von morgen ausgebildet. Umso
wichtiger ist es, dass Schulen und Unternehmen
miteinander ins Gespräch kommen und voneinander
profitieren“, sagte Bürgermeisterin Zupancic.
„Der große Zuspruch zeigt, dass dieses Netzwerk
gebraucht wird.“
Im Anschluss nutzten
die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Netzwerken
mit Vertreterinnen und Vertretern der
städtischen Wirtschaftsförderung, den
Schulleitungen und weiteren Gästen. Bei
Führungen erhielten sie zudem Einblicke in die
modernen Ausbildungs- und Lernbedingungen. Bei
der Organisation wurde das Team der
Wirtschaftsförderung vom Mercator-Berufskolleg
unterstützt.
Moers:
Wasserrohrbruch sorgt für Sperrung der Xantener
Straße Ein Rohrbruch an einer
Wassertransportleitung der ENNI Energie & Umwelt
Niederrhein (Enni) auf der Xantener Straße in
Höhe der Hausnummer 26 hat am Montagnachmittag
gegen 15:10 Uhr zu einer Überschwemmung des
Straßenabschnitts geführt. Die Feuerwehr und
Einsatzteams der Enni waren schnell vor Ort, um
Schäden einzudämmen und erste Maßnahmen
einzuleiten.
Die Ursache für den Bruch
der Leitung ist aktuell noch ungewiss und wird
derzeit untersucht. Betroffen war ausschließlich
eine Transportleitung, die keine direkten
Hausanschlüsse in diesem Bereich aufweist.
Haushalte sind damit nicht in der
Trinkwasserversorgung beeinträchtigt.
Die Wassermassen machten eine Vollsperrung der
Xantener Straße jedoch erforderlich: Die
Feuerwehr unterstützte beim Absperren der
Gefahrenstelle und leitete gemeinsam mit Enni
Erstmaßnahmen ein. Die Freilegung der
beschädigten Leitung und die anschließenden
Reparaturarbeiten gestalten sich aufwendig – vor
allem die Herstellung der Straßenoberfläche wird
voraussichtlich einige Tage in Anspruch nehmen.
Ziel ist es, kurzfristig eine Fahrspur
schnellstmöglich wieder freizugeben. Der
Fußgängerweg bleibt im Bereich der Baustelle bis
auf Weiteres gesperrt.
„Die Sicherheit
aller Verkehrsteilnehmer steht für uns an erster
Stelle. Unsere Einsatzkräfte arbeiten mit
Hochdruck daran, den Schaden zu beheben und die
Verkehrsbeeinträchtigung so gering wie möglich
zu halten“, sagt René Uhlendahl, Leiter der
Abteilung Netzbetrieb bei Enni.
„Wir
bitten alle Betroffenen um Verständnis für die
aktuellen Einschränkungen und danken den
Einsatzkräften der Feuerwehr und Polizei für die
schnelle und professionelle Unterstützung vor
Ort.“ Enni empfiehlt Autofahrern und Fußgängern,
den Bereich rund um die Xantener Straße aktuell
weiträumig zu umfahren.
Nächstes
Reparatur-Café in St. Ida am 15. Juli
Defekte Elektrogeräte, abgenutzte
Holzobjekte, zerschlissene Textilien oder
beschädigte Fahrräder – alles das kann beim
nächsten Reparatur-Café im Pfarrheim St. Ida
(Eicker Grund 102) am Mittwoch, 15. Juli,
instandgesetzt werden. Von 16 bis 18.30 Uhr
helfen Ehrenamtliche bei der Reparatur.
Zusätzlich leisten sie Hilfestellung beim Umgang
mit PC, Laptop, Tablet und Smartphone sowie bei
der Installation von Apps. Damit noch genügend
Zeit zur Instandsetzung bleibt, werden die
letzten Reparaturen um 18 Uhr angenommen.
Natürlich gibt es wieder Kaffee, Kuchen und
Wasser in gemütlicher Atmosphäre.
Das
Reparatur-Café ist eine Zusammenarbeit des
Quartierzentrums AWO-Caritas, der katholischen
Kirchengemeinde St. Martinus und der KoKoBe
Moers. Weitere Informationen erhalten
Interessierte telefonisch unter 0 28 41 / 8 87
86 06 oder per Mail an tanja.reckers@caritas-moers-xanten.de
Architekturführung am 12. Juli
beleuchtet Entwicklung der Stadt
Einen Blick auf unterschiedliche Epochen der
Stadtgeschichte bietet die Führung
‚Architekturen in der Moerser Innenstadt‘ am
Sonntag, 12. Juli. in der Haagstraße 63. Entlang
den Moerser Hauptgeschäftsstraßen entdecken die
Teilnehmenden Gebäude aus ganz unterschiedlichen
Zeiten. Oft ist ihre Architektur verkleidet oder
verändert worden.

Treffpunkt ist um 10.30 Uhr vor den
Oranierhäusern (Foto: pst)
Wer
hochschaut, entdeckt aber gerade an den Fassaden
oberhalb der Ladengeschosse Details, die
Auskunft über die Geschichte der Häuser geben.
Ein Schwerpunkt der Führung sind die
Oranierhäuser, die in der Blütezeit der
Grafenstadt unter der Herrschaft von Moritz von
Oranien entstanden sind. Die Hintergründe
erläutert Gästeführerin Eva-Maria Eifert.
Die nächste
Architekturführung findet am Sonntag, 27. Juli,
um 10.30 Uhr statt. Dann geht es um die Gebäude
in der Homberger Straße. Die Teilnahme an der
Führung kostet pro Person 9 Euro. Verbindliche
Anmeldungen nimmt die Stadt- und
Touristinformation von Moers Marketing entgegen:
Kirchstraße 27a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 6-0.
Siegerteams des landesweiten
Bilingualen Erklärfilm-Wettbewerbs 2026
ausgezeichnet Fast 100 Teams mit
insgesamt rund 300 Schülerinnen und Schülern von
weiterführenden Schulen aus ganz
Nordrhein-Westfalen haben ihre Videos für den
Bilingualen-Erklärfilm-Wettbewerb ins Rennen
geschickt. Der Wettbewerb der Bezirksregierung
Düsseldorf wurde zum dritten Mal landesweit
ausgeschrieben und vom Ministerium für Schule
und Bildung NRW unterstützt.
Den
passenden Rahmen für die Auszeichnung der sieben
besten Lerngruppen bot das Filmmuseum in
Düsseldorf. Dort erwartete die besten Teams der
Sekundarstufe I eine Erlebnisführung, die
Ausgezeichneten der Sekundarstufe II konnten als
Gewinn an einem professionellen Filmworkshop
teilnehmen.
Regierungsvizepräsidentin
Andrea Rieger war begeistert von den besonderen
Leistungen der Teilnehmenden: „Die Schülerinnen
und Schüler verbinden für ihre Filme Wissen,
Sprache, Kreativität, Technik und Teamwork. Ein
Thema verständlich und interessant in zwei
Sprachen umzusetzen, ist eine starke Leistung.
Der Wettbewerb zeigt, wie innovativ Unterricht
an unseren Schulen heute ist. Dafür gilt mein
Dank auch den Lehrkräften, die sich täglich
engagieren. Mit dem Wettbewerb fördern wir
Zukunft, denn wer Mehrsprachigkeit, Fachwissen,
Medienkompetenz und Teamfähigkeit mitbringt, ist
ein Gewinn für unsere Gesellschaft und unsere
Wirtschaft.“
Silke Hinz vom zuständigen
Referat des Ministeriums für Schule und Bildung
sowie Vertreter der Schulabteilung der
Bezirksregierung beglückwünschten in Düsseldorf
die Sieger und Platzierten. Aufgabe des
Wettbewerbs war, ein fachliches Thema – etwa aus
dem Biologie- oder Geschichtsunterricht – in
einem zweisprachigen, erklärenden Film
umzusetzen. Bewertet wurden die Filme in den
beiden Wettbewerbskategorien MINT sowie Geistes-
und Gesellschaftswissenschaften.
Für die
Kategorie MINT haben neben den Gewinnerinnen
noch andere Lerngruppen Filme eingereicht, die
aber leider nicht alle Kriterien der
Ausschreibung erfüllten und deshalb nicht
prämiert werden konnten. Voraussetzung für eine
erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb war unter
anderem, dass der eigenständig produzierte
Erklärfilm fachlich korrekt ist und sowohl
Deutsch als auch die Fremdsprache fachsprachlich
richtig eingesetzt wurde.
Die Kriterien
voll erfüllt hat beispielsweise das Siegerteam
der Sekundarstufe I (Kategorie Geistes- und
Gesellschaftswissenschaften) vom
Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg in Neuss.
Der Film veranschaulicht auf sehr kreative Weise
die Zeit der „Golden Twenties“ und schafft es,
den Zuschauer durch authentisches Videomaterial
und Musik in die 20er Jahre zu versetzen.
Der Siegerfilm in der Sekundarstufe II
(Kategorie Geistes- und
Gesellschaftswissenschaften) vom Gymnasium
Georgianum in Vreden erläutert anhand äußerst
anschaulicher Animationen und klarer Symboliken
die verschiedenen Landschaftszonen in
Australien.
Dank der Unterstützung des
Wettbewerbs durch Film+Schule NRW haben alle
Gewinnerteams der Sekundarstufe I einen
Kinobesuch mit ihrer gesamten Klasse im Rahmen
der Schulkinowochen gewonnen.

Gruppenfoto
zur Siegerehrung des
Bilingualen-Erklärfim-Wettbewerbs - Foto
Bezirksregierung
Die Siegerteams und ihre
Filme: Sekundarstufe I – Geistes- und
Gesellschaftswissenschaften 1. Platz
Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg, Neuss
Klassen 9+10, Schwerpunkt Geschichte The
Golden Twenties Anna Hermann, Clara Backert,
Katharina Girschick
2. Platz
Städtischen Gymnasium Goch Kurs 10bcd,
Erdkunde The global production chain of shoes
Suhela Güden, Maja Nizynska, Adelina Torno
3. Platz Besselgymnasium, Minden 8.
Klasse, Geschichte Columbus and why we
celebrate the Columbus Day Jan Denne, Bastian
Korent, Ole Fleuter
Sekundarstufe I –
MINT 1. Platz Mariengymnasium Bocholt
8. Klasse, Biologie The carbon cycle Julia
Biskup, Jackie Weintritt
Sekundarstufe
II – Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
1. Platz Gymnasium Georgianum in Vreden
Einführungsphase, Erdkunde Landscape zones in
Australia Lia Bengfort, Emma Langkamp, Thi
my Duyên Nguyên
2. Platz Städtischen
Gymnasium an der Hönne, Menden The German
Wars of Unification – Die deutschen
Einigungskriege Einführungsphase, Geschichte
Fatoumata Berté, Marie Luig, Lucienne Mika,
Jelle Philipson, Neele Rosen
3. Platz
Sophie-Scholl-Gesamtschule, Hamm Liverpool‘s
Rise in the 19th Century Einführungsphase,
Geschichte Beritan Khalaf, Greta Wulfert
Bethanien: DKG-zertifiziertes
überregionales Lungenkrebszentrum feiert
15-jähriges Bestehen „Eines der zehn
größten Zentren in Deutschland für die
Behandlung von bösartigen Erkrankungen des
Brustkorbs“
Pünktlich zum 15. Jubiläum
des von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)
zertifizierten überregionalen
Lungenkrebszentrums – mit Hauptstandort am
Krankenhaus Bethanien in Moers und weiteren
Standorten am Alfried Krupp Krankenhaus in
Essen-Steele und am Evangelischen Krankenhaus
Mülheim – werfen die Verantwortlichen im
Krankenhaus Bethanien einen Blick auf die
Anfänge des Zentrums und seine Zukunft.
Wie alles begann „Was 2011 unter anderem mit
der DKG-Zertifizierung immer mehr an Fahrt
aufnahm, hat sich anderthalb Jahrzehnte später
zu einer festen Größe in der interdisziplinären
und standortübergreifenden Behandlung von
bösartigen Erkrankungen des Brustkorbs
etabliert“, erklärt Dr. Thomas Krbek, Leiter des
überregionalen Lungenkrebszentrums am
Krankenhaus Bethanien Moers und Chefarzt der
Klinik für Thoraxchirurgie. „Die Patientenzahlen
sind von Jahr zu Jahr stetig angestiegen. Der
Bedarf wuchs – und das über die Region hinaus“,
erinnert sich Dr. Kato Kambartel, Ärztlicher
Koordinator des überregionalen
Lungenkrebszentrums und Lungenfacharzt.
„Durch einen zufälligen gemeinsamen Kontakt im
Krankenhaus Bethanien kamen Dr. Schulte, der
damals noch als Chefarzt der Klinik für
Pneumologie, Gastroenterologie und Innere
Medizin am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen
tätig war, und ich 2014 miteinander in Berührung
– und die Kooperation mit Essen begann“,
beschreibt Dr. Krbek den Start der
überregionalen Zusammenarbeit, der Betroffenen
die Behandlung an zunächst zwei Standorten
ermöglichte.
Im Laufe der Jahre kam
außerdem das Evangelische Krankenhaus Mülheim
hinzu. Dr. Krbek und sein Team operieren seitdem
im Krankenhaus Bethanien Moers und regelmäßig an
den anderen beiden Standorten. Durch die enge
Vernetzung erfahrener Behandlungspartner:innen
aus verschiedenen Fachgebieten wird die
umfassende Betreuung der Patient:innen
sichergestellt. Pneumologie, Thoraxchirurgie,
Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie,
Psychoonkologie, Sozialarbeiter:innen und
Physiotherapeut:innen arbeiten dazu als ein Team
zusammen. „Unser gemeinsames Ziel ist eine
bestmögliche, individuell abgestimmte Therapie“,
so die Verantwortlichen.
Nachgewiesene
hohe Qualität Dr. Peter Caspar Schulte, seit
Anfang 2024 Chefarzt der Klinik für Pneumologie,
Schlaf- & Beatmungsmedizin am Krankenhaus
Bethanien Moers, betont: „Um eine Zertifizierung
als Lungenkrebszentrum von der Deutschen
Krebsgesellschaft zu erhalten, gilt es eine
ganze Reihe von Bedingungen zu erfüllen. Als das
Lungenkrebszentrum diese 2011 zum ersten Mal
erhielt, war das Ganze noch relativ neu. Zu den
Vorgaben zählt beispielsweise, dass 200
Primärfälle von Lungenkrebs und 75 sogenannte
anatomische Resektionen pro Jahr nachgewiesen
werden müssen.
Für unsere Fachgebiete
bedeutet das die Entfernung einzelner
Lungensegmente oder Lappen, um den Tumor im
gesunden Gewebe zu entfernen. Solche hohen
Fallzahlen ermöglichen eine große Routine und
Kompetenz für derartige Eingriffe, sodass nur
noch größere Zentren, wie das überregionale
Lungenkrebszentrum, diese durchführen dürfen.
Die Zertifizierung, und auch die erfolgreiche
Rezertifizierung im Jahr 2022, sind der Beleg
für unsere hohe Qualität – und dafür, dass
Betroffene bei uns in den besten Händen sind.
Wir sind eines der zehn größten Zentren
in Deutschland; im Kreis Kleve und Kreis Wesel
sind wir die einzigen.“ Darüber hinaus sorge die
Möglichkeit zur ambulanten und stationären
Versorgung durch die entsprechenden
Ermächtigungen dafür, dass eine optimierte
sektorübergreifende Versorgung stattfinden
könne.
Weiter steigende Patientenzahlen
in der Zukunft „Im Rahmen der
Krankenhausplanung NRW wurde dem Krankenhaus
Bethanien als einzige Klinik in der Region, die
operative Versorgung von Lungenkrebspatientinnen
und -patienten zugesprochen. Diese Zentrierung
von medizinischen Leistungen hat eine wachsende
Zahl von Behandlungen zur Folge“, so Dr. Krbek.
Darüber hinaus sei mit einem Fallzuwachs
durch das Lungenkrebs-Screening für starke
aktive und ehemalige Raucher:innen zu rechnen.
„Seit April 2026 gehört es zu den
Früherkennungsleistungen der Krankenkassen und
wird von uns als eines der ersten Zentren in NRW
umgesetzt. Wir erwarten hier eine gewisse Anzahl
von Befunden, die frühzeitig abgeklärt und
behandelt werden müssen“, fügt Dr. Kambartel
hinzu.
Mit der sehr guten fachlichen und
interdisziplinären Aufstellung des Zentrums sei
es zukünftig ein Ziel, die neuesten
Entwicklungen in der Lungenkrebsbehandlung
umfassend zu etablieren und Patient:innen
zugänglich zu machen. Etwa in Form von
technischen Neuerungen oder neuen
Therapieverfahren. Ebenso werde die Zulassung
des überregionalen Lungenkrebszentrums für
ärztliche Zweitmeinungen für einen zusätzlichen
Patientenstrom sorgen, schließt Dr. Schulte.

Dr. Peter Caspar Schulte, Chefarzt der Klinik
für Pneumologie, Schlaf- & Beatmungsmedizin, Dr.
Thomas Krbek, Leiter des überregionalen
Lungenkrebszentrums am Krankenhaus Bethanien
Moers und Chefarzt der Klinik für
Thoraxchirurgie, und Dr. Kato Kambartel,
Ärztlicher Koordinator des Lungenkrebszentrums
freuen sich über das 15-jährige Jubiläum.
Wärmenetz für einen Tag außer
Betrieb - Enni bindet neue Leitung am Vluyner
Nordring ein Um die
Wärmeversorgung langfristig sicher und
zuverlässig zu gewährleisten, erneuert die ENNI
Energie & Umwelt (Enni) schrittweise ihr
Fernwärmenetz in Neukirchen-Vluyn. In den
vergangenen Monaten hat das Unternehmen die
Leitungen am Vluyner Nordring ausgetauscht. Nun
steht der Anschluss des neuen Teilstücks an das
bestehende Netz an.
Dafür muss die Enni das
Wärmenetz westlich der Tersteegenstraße am
Dienstag, 14. Juli, für einen Tag außer Betrieb
nehmen. Zwar wird aktuell keine Heizwärme
benötigt, jedoch ist auch die
Warmwasserversorgung von der Maßnahme betroffen.
„Viele Kundenanlagen verfügen über einen
Warmwasserspeicher und kommen bei sparsamer
Nutzung über den Tag“, erklärt
Enni-Baubeauftragter Marcus de Zeeuw und bittet
um Verständnis für die Störung.
Am Abend
des 14. Juli wird der neue Hauptstrang in
Betrieb genommen. An den beiden darauffolgenden
Tagen, 15. und 16. Juli, muss die Enni noch
einzelne Hausanschlüsse am Vluyner Nordring und
an der Rayener Straße an das neue Netz
anschließen – ihnen steht somit maximal drei
Tage lang kein warmes Wasser zur Verfügung.
Als zusätzlichen Service bietet die Enni
betroffenen Fernwärmekunden an diesem Tag die
Möglichkeit, im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn
gegen Vorlage eines Personalausweises kostenfrei
zu duschen. „Die betroffenen Kunden haben hierzu
bereits ein Einwurfschreiben erhalten“, erklärt
de Zeeuw und bittet darum, unbedingt den Zugang
zu den Kellern zu ermöglichen. „Nur so können
wir die weitere Versorgung sicherstellen.“
Kleidertausch Moers
Ihr wollt shoppen, aber
nachhaltig? Dann bringt eure alten Klamotten und
nehmt neue mit! Etwas hat kleine Makel? Zusammen
machen wir es wieder neu in unserer Nähecke!.
Der Eintritt ist kostenlos.

Moers: Urban Sketching Workshop
Im Rahmen des Projekts KollekitvBollektiv
findet endlich wieder eine Workshopreihe zum
Thema Urban Sketching statt: Zeichnen im urbanen
Raum heißt Alltag und städtische Umgebung zu
erkunden und künstlerisch zu erfassen. Auf
spielerische Weise lernt man mit neuem Blick
versteckte und ungekannte Ecken und Details zu
erkennen und die eigentlich vertraute Welt neu
zu betrachten.
Alles, was man braucht, sind
Stift und Papier. Elias und Laura zeigen den
Workshop-Teilnehmenden ganz niederschwellig
kleine Tricks und Kniffe für den schnellen
Sketch. Zeichenskills braucht es keine! Stifte
und Papiere sind vorhanden, eigenes Material
darf aber gern mitgebracht werden. Dieses Mal
wird bei der kostenlosen Kleidertauschbörse im
Bollwerk 107 gezeichnet.

Beim Stöbern und entspannten Verweilen gibt
es jede Menge tolle Motive, die ihr gemeinsam zu
Papier bringen könnt. Voranmeldungen sind nicht
nötig, aber für die Planung gern gesehen.
Interessierte können eine Mail an info@bollwerk107.de oder
auf Instagram schreiben.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Das Projekt wird gefördert durch Das
Paritätische Nordrhein-Westfahlen.
Veranstaltungsdatum 12.07.2026 - 13:00 Uhr.
Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.
Veranstalter Jugend-Kultur-Zentrum.
Rentenfragen im Quartier klären:
Beratung im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck
Klaus Werner Haase Rente, Zuverdienst,
Steuern und Krankenversicherung – die Fragen
rund um den Ruhestand sind komplex. Wer
Antworten sucht, kann sich am Donnerstag, 16.
Juli, von 15 bis 16 Uhr im Stadtteilbüro
Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b, direkt
informieren.

Der ehrenamtliche Versichertenälteste der
Deutschen Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See, Klaus Haase, gibt
praktische Hinweise zum Renteneintritt, zu
Pflegeleistungen, Hilfsmitteln und zur
Krankenversicherung. Dabei haben Interessierte
Gelegenheit, individuelle Anliegen zu besprechen
und sich einen klaren Überblick zu verschaffen.
Die kostenfreie Beratung findet jeden
dritten Donnerstag im Monat statt und bietet
eine unkomplizierte Möglichkeit, verlässliche
Informationen direkt im Quartier zu erhalten.
Weitere Informationen und Rückfragen unter 0 28
41 / 201 - 530 oder per Mail unter stadtteilbuero.meerbeck@moers.de.
TÜV-Verband zur
Reformagenda: Innovation stärken ohne Sicherheit
zu schwächen Der TÜV-Verband begrüßt
die Reformagenda der Bundesregierung. Weniger
Bürokratie ist richtig, aber erforderliche
Sicherheitsprüfungen und Kontrollen dürfen dabei
nicht verloren gehen.

© TÜV-Verband
Der TÜV-Verband begrüßt die
Reformagenda des Koalitionsausschusses. Sie
setzt wichtige Impulse für mehr Innovation und
Wettbewerbsfähigkeit. Vor allem die geplante
Förderung von Künstlicher Intelligenz und
autonomem Fahren sowie schnellere Genehmigungs-
und Planungsverfahren können den
Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.
Der angekündigte Hochlauf des autonomen
Fahrens und die Einrichtung von Modellregionen
sind aus Sicht des TÜV-Verbands wichtige
Schritte. Jetzt gilt es, den bestehenden
Rechtsrahmen durch praktische Erprobung
weiterzuentwickeln. Praxisprojekte und
Simulationen helfen dabei, Genehmigungsverfahren
effizienter zu gestalten, ohne das hohe
Sicherheitsniveau aufzugeben.
„Deutschland muss bei Zukunftstechnologien
schneller werden“, sagt Joachim Bühler,
Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Entscheidend
ist jedoch, dass Innovation und Sicherheit nicht
gegeneinander ausgespielt werden. Nur
Technologien, denen die Menschen vertrauen,
werden sich am Markt dauerhaft durchsetzen.“
Den angekündigten Bürokratieabbau
unterstützt der TÜV-Verband grundsätzlich.
Kritisch bewertet der Verband jedoch Pläne,
betriebliche Sicherheitsstrukturen abzubauen und
staatliche Kontrollen pauschal zu reduzieren.
Auch muss beim Wegfall behördlicher
Genehmigungen darauf geachtet werden, die
sicherheitsrelevante Vorprüfung von
Planungsunterlagen gleichwertig zu ersetzen.
Bühler: „Weniger Bürokratie ist richtig.
Weniger Sicherheit wäre jedoch ein Fehler.
Sicherheitsprüfungen und risikobasierte
Kontrollen verhindern Schäden, bevor sie
entstehen. Sie schützen Menschen, Umwelt und
kritische Infrastruktur und schaffen das
Vertrauen, das eine innovative Wirtschaft
braucht.“
Der TÜV-Verband appelliert an
die Bundesregierung, die Reformagenda so
umzusetzen, dass Innovationen beschleunigt und
gleichzeitig Deutschlands hohe
Sicherheitsstandards erhalten bleiben.

NRW: Kommunale Verschuldung mit
höchstem Anstieg seit 2017 *
Kommunale Verschuldung stieg 2025 um 15,7 % –
NRW-Kommunen mit insgesamt 64,1 Milliarden Euro
in den Kernhaushalten verschuldet, Zuwächse
sowohl bei Liquiditäts- als auch
Investitionskrediten * Mülheim an der Ruhr
mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung der
kreisfreien Städte – Kreis Mettmann an der
Spitze der Kreise * Interaktive Anwendung
„Kommunale Verschuldung in NRW“ liefert Daten zu
den Schulden aller Städte und Gemeinden im Land
Die Schulden der
Gemeinden und Gemeindeverbände (z. B. Kreise u.
a.) in den Kernhaushalten Nordrhein-Westfalens
beliefen sich Ende 2025 auf rund 64,1 Milliarden
Euro. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt
mitteilt, waren das 15,7 % mehr als im Jahr
zuvor; gleichzeitig war es der höchste Anstieg
seit 2017.
Ende 2024 hatte der
Schuldenstand bei 55,4 Milliarden Euro gelegen.
Anstiege bei Liquiditäts- und
Investitionskrediten Zuwächse gab es sowohl
bei Liquiditäts- als auch bei
Investitionskrediten. Liquiditätskredite sollen
kurzfristige Engpässe im Haushalt überbrücken,
etwa bei Mindereinnahmen.
Im Jahr 2025
hatten die Kommunen Liquiditätskredite in Höhe
von 27,6 Milliarden Euro, das waren 17,6 % mehr
als 2024. Damit setzt sich die Trendumkehr seit
dem Jahr 2024 fort. In den Jahren 2017 bis 2023
waren die Liquiditätskredite kontinuierlich
gesunken.
Bei
den Investitionskrediten hatte es seit 2018
dagegen kontinuierliche Zuwächse gegeben, so
auch zuletzt: 2025 lagen sie bei 36,6 Milliarden
Euro, das waren 14,3 % mehr als im Vorjahr.
Investitionskredite dienen in der Regel der
Finanzierung kommunaler Infrastruktur.
Betrachtet werden ausschließlich die Schulden
der Kernhaushalte.
Einfluss auf die Höhe
können u. a. der Ausgliederungsgrad von Aufgaben
und unterschiedliche Finanzierungsstrategien der
Kommunen haben. Zum Beispiel nehmen einige
Kommunen Kredite im eigenen Haushalt auf und
leiten das Geld an ihre ausgegliederten
Unternehmen weiter. Andere Kommunen lassen ihre
Tochtergesellschaften direkt am Kreditmarkt
agieren, sodass diese Schulden im Kernhaushalt
gar nicht auftauchen.
Mülheim an der
Ruhr mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung der
kreisfreien Städte Rein rechnerisch ergab
sich NRW-weit 2025 eine Verschuldung von 3.561
Euro pro Kopf. Von den kreisfreien Städten in
NRW hatten Mülheim an der Ruhr mit rund 10.700
Euro je Einwohner/-in und Oberhausen mit rund
10.320 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung.
Die Mehrheit der Schulden stammte bei beiden
Städten aus Liquiditätskrediten. Es
folgten Bonn mit rund 8.024 Euro, Remscheid mit
rund 7.857 Euro und Leverkusen mit rund 6.938
Euro pro Kopf.
In Bonn war die Mehrheit
der Schulden auf Investitionskredite
zurückzuführen, in Remscheid und Leverkusen auf
Liquiditätskredite. Höchste Verschuldung auf
Kreisebene je Einwohner/-in im Kreis Mettmann
Auf Ebene der Kreise hatten 2025 der Kreis
Mettmann, der Ennepe-Ruhr-Kreis,
der Rhein-Sieg-Kreis, der Kreis
Recklinghausen und der Oberbergische Kreis die
höchste Pro-Kopf-Verschuldung.
Mit
Werten zwischen rund 3.756 und 4.478 Euro je
Einwohner/-in waren die Schulden aber niedriger
als bei den Top 5 der kreisfreien Städte. Im
Rhein-Sieg-Kreis, im Kreis Mettmann und im
Oberbergischen Kreis überwogen die Schulden aus
Investitionskrediten. Im Kreis Recklinghausen
und im Ennepe-Ruhr-Kreis bestand die Mehrheit
der Schulden dagegen aus Liquiditätskrediten.
Daten zu den Schulden aller
kreisangehörigen Städte und Gemeinden,
kreisfreien Städte und Kreise in NRW liefert die
interaktive Anwendung „Kommunale
Verschuldung in NRW“. Sie differenziert
zwischen Liquiditäts- und Investitionskrediten
und stellt sowohl Schuldenstand als auch
Schuldenentwicklung der Kernhaushalte der
einzelnen Kommunen dar. Nutzende können auch
eigene Schuldenvergleiche zusammenstellen und z.
B. die Situation ihrer Stadt oder Gemeinde im
Vergleich zu anderen Orten herausfinden.

Verschuldung ausgegliederter
Einheiten bei über 27,4 Milliarden Euro Neben
den Kernhaushalten waren die ausgegliederten
Einheiten an denen eine Kommune unmittelbar zu
100 % beteiligt ist im Jahr 2025 mit 27,4
Milliarden Euro verschuldet. Das waren rund 6,4
% mehr als im Jahr 2024. In diesen 27,4
Milliarden Euro sind 5,7 Milliarden Euro
Schulden gegenüber dem Träger enthalten.
Hierbei handelt es sich um Schulden aus
internen Kreditbeziehungen zwischen dem
Kernhaushalt und den ausgegliederten Einheiten,
die i. d. R. zu Doppelzählungen führen. Die
Schulden der ausgegliederten Einheiten umfassten
hier alle Schulden von kommunalen Unternehmen in
öffentlich-rechtlicher Rechtsform (z. B.
Eigenbetriebe und Anstalten öffentlichen Rechts)
als auch privaten Rechts (z. B. GmbHs), an denen
eine Kommune unmittelbar zu 100 % beteiligt ist.
Erfolgreicher
Raderlebnistag mit Spendenaktion zugunsten der
„Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“
Starke Premiere mit Herz beim
Raderlebnistag: Die erstmals durchgeführte
Spendenaktion zugunsten der „Stiftung RTL – Wir
helfen Kindern e.V. “ fand großen Zuspruch. Zum
Auftakt in Xanten begleiteten RTL-Moderator und
Charity-Chef Wolfram Kons sowie Extremsportler
Joey Kelly am Sonntag (5.7.) eine gemeinsame
Tour durch die niederrheinische Landschaft. Ihr
Engagement verlieh der Benefizaktion besondere
Aufmerksamkeit und unterstrich den sozialen
Gedanken des diesjährigen Raderlebnistags.
Die zahlreichen Radlerinnen und Radler in
Xanten sowie am gesamten Niederrhein verbanden
sportliche Aktivität mit gesellschaftlichem
Engagement und setzten damit ein sichtbares
Zeichen für Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft.
Wolfram Kons und Joey Kelly hatten im Vorfeld
des Events für eine Teilnahme und zugleich zu
freiwilligen Spenden aufgerufen. Viele sind dem
Aufruf zum Raderlebnistag insbesondere nach
Xanten gefolgt.
Joey Kelly kurz vor dem
Start: „Seit mehr als 30 Jahren erlebe ich
gemeinsam mit meinem Freund Wolfram Kons beim
RTL-Spendenmarathon, wie viel man gemeinsam
bewegen kann. Niederrhein Tourismus hat dieses
Jahr eine starke Aktion initiiert und den
Raderlebnistag 2026 zur Charity-Aktion zugunsten
der ‚Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.‘
erklärt. Also lasst uns gemeinsam viel bewegen“.
Wolfram Kons ergänzt: „Los geht’s:
Aufsteigen, mitradeln und gemeinsam Gutes tun.
Genießen wir die wunderschöne historische
Kulisse von Xanten und die Atmosphäre am
Niederrhein. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen
für Zusammenhalt und Hilfe für Kinder in Not“.
Bei der Ankunft nach der Tour am Xantener
Rathaus waren die beiden Spendenbotschafter
begeistert – von der Route selbst, den vielen
Sehenswürdigkeiten und natürlich von der
Begeisterung der Teilnehmer und Zuschauer.
„Die Stadt Xanten und der gesamte
Niederrhein sind immer eine Reise wert – wie der
heutige Tag einmal mehr zeigt“, so der
stellvertretende Landrat des Kreises Wesel,
Günter Helbig. Er hatte sich ebenso aufs Rad
geschwungen wie Xantens Bürgermeister Rafael
Zur, der die weitere Stärkung des
Fahrrad-Tourismus am Niederrhein durch das Event
hervorhob. „Dass Xanten beim Auftakt in diesem
Jahr als Start- und Zielpunkt dient, ist
natürlich großartig“, so Zur.
Der
Raderlebnistag Niederrhein 2026 ist ein voller
Erfolg – dieses Fazit konnten die
Verantwortlichen bereits am frühen
Sonntagnachmittag ziehen. Radfahrerinnen und
Radfahrer nahezu jeden Alters waren in der
Region unterwegs. Viele Familien, Freizeitradler
und sportlich Ambitionierte waren der Einladung
von Niederrhein Tourismus und der teilnehmenden
Kommunen gefolgt. Sie hatten die verschiedenen
Strecken zwischen Rhein und Maas für ein
wunderbares Sommer-Erlebnis genutzt.
Dabei präsentierte sich der Niederrhein als
Radfahr-Paradies: Mehr als fünfzig Kommunen
beteiligten sich mit abwechslungsreichen
Routenvorschlägen, Erlebnisstationen und einem
vielfältigen Rahmenprogramm. Die Touren führten
durch und in die Kreise Heinsberg, Neuss, Kleve,
Wesel und Viersen sowie auf Krefelder und
Mönchengladbacher Stadtgebiet. Auch
niederländische Orte waren dabei.
Von
kulturellen Angeboten über regionale
Genussmomente bis hin zu familienfreundlichen
Aktionen boten die beteiligten Städte und
Gemeinden zahlreiche Anlässe für einen
Zwischenstopp entlang der Strecken. „Sowohl die
teilnehmenden Kommunen als auch die Region
insgesamt haben Spitzenleistungen vollbracht“,
sagt NT-Geschäftsführerin Martina Baumgärtner.
„Die monatelange Vorbereitung und der
volle Einsatz aller Beteiligten am Tag selbst
wurden und werden belohnt“, so Baumgärtner. Sie
betont die nachhaltige Wirkung des Events für
den bedeutenden Wirtschaftsfaktor Tourismus. Die
Vielseitigkeit der Region wurde auch beim
beliebten Gewinnspiel entlang der Strecken
deutlich. Als Preise winken ein hochwertiges
Tourenrad, gesponsert von Radsport Claassen aus
Kempen, ein 4-Gang-Menü für zwei Personen vom
Restaurant „Alt Derp“ in Kevelaer sowie ein
Wertgutschein in Höhe von 100 Euro von Möbel
Kleinmanns aus Kleve.
Als Sonderpreis
wird im Rahmen eines Fotowettbewerbs auf dem
Instagramkanal@niederrheintourismus_ eine
NiederrheinCard 365 ausgelobt. Die glücklichen
Gewinnerinnen und Gewinner werden nun ermittelt.
Bereits jetzt steht fest: „Der Raderlebnistag
Niederrhein 2026 mit der Spendenaktion zugunsten
der ,Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.’ ist
ein Gewinn für alle, die dabei waren sowie
mitgewirkt und unterstützt haben“, sagt
Baumgärtner.
Noch bis November kann über
den entsprechenden QR-Code weiterhin gespendet
werden. Das Spendenergebnis wird dann live beim
RTL-Spendenmarathon im November verkündet. Alle
Infos zur Spenden-Aktion gibt es hier:
www.niederrhein-tourismus.de/raderlebnistag-niederrhein

Vor dem Xantener „Radhaus“ gaben sie den
Startschuss zur Tour rund um die Stadt: (v.l.)
Xantens Bürgermeister Rafael Zur, Martina
Baumgärtner, Geschäftsführerin von Niederrhein
Tourismus, RTL-Moderator und Charity-Chef
Wolfram Kons, Extremsportler Joey Kelly sowie
Günter Helbig, stellvertretender Landrat des
Kreises Wesel. Foto: Niederrhein Tourismus
Wohnbau Dinslaken
bringt Solarstrom auf die Dächer von 4.000
Wohnungen Die Energiewende wird in
Dinslaken und Umgebung direkt auf die Hausdächer
gebracht: Die Wohnbau Dinslaken GmbH rüstet
einen Großteil ihres Gebäudebestands für die
Nutzung von Mieterstrom um. Gemeinsam mit dem
Energiedienstleister einhundert Energie startet
ein Großprojekt, das 4.000 Haushalten in
Dinslaken, Duisburg-Walsum und Voerde den Zugang
zu Solarstrom aus eigener Produktion ermöglicht.

Wohnbau Dinslaken - PV Pilot Voerde (c)
einhundert Energie.
Das Projekt setzt
Maßstäbe: Mit einer geplanten Leistung von 6,5
Megawatt-Peak (MWp), das entspricht der
maximalen Stromleistung der Anlagen bei voller
Sonne, zählt es zu den größten derzeit in der
Umsetzung befindlichen Mieterstromprojekten in
ganz Deutschland. Das Prinzip ist einfach: Die
Wohnbau Dinslaken stellt ihre Dachflächen zur
Verfügung, während einhundert Energie die
Umsetzung übernimmt. Das bedeutet: Planung,
Finanzierung, Installation, Messwesen, Betrieb
und Wartung liegen in einer Hand.
Für
die Wohnbau Dinslaken entstehen weder
Investitionskosten noch Verwaltungsaufwand.
Perspektivisch werden außerdem Batteriespeicher
und Wärmepumpen nachgerüstet. „Viele Menschen
machen sich Gedanken über steigende
Energiekosten. Mit dem Ausbau von Mieterstrom
schaffen wir ein Angebot, von dem unsere
Mieterinnen und Mieter ganz konkret profitieren
können. So bieten wir grünen Strom an, der
direkt dort verbraucht wird, wo er entsteht: bei
uns im Haus. Gleichzeitig machen wir unseren
Gebäudebestand fit für die Zukunft“, sagt Petra
Eggert-Höfel, Geschäftsführerin der Wohnbau
Dinslaken GmbH.

Wohnbau Dinslaken - PV Pilot Voerde (c)
einhundert Energie.
Dass dieses Modell
reibungslos funktioniert, hat bereits ein
erfolgreiches Pilotprojekt in Voerde im Jahr
2024 gezeigt. Für die Bewohnerinnen und Bewohner
bedeutet das: Sie nutzen den Strom vom eigenen
Dach, ohne selbst in eine Solaranlage
investieren zu müssen. Da der Strom lokal
produziert wird, sparen die Mieterinnen und
Mieter bei den Kosten, denn Mieterstrom liegt
mindestens 10 Prozent unter dem örtlichen
Grundversorgertarif.
Ein weiterer
Pluspunkt: Wenn die Sonne einmal nicht scheint,
liefert einhundert Energie automatisch sauberen
Strom aus dem Netz dazu, alles über eine
einzige, transparente Abrechnung. Der Ausbau
erfolgt schrittweise. Die ersten Anlagen gehen
bereits im Sommer ans Netz, der Abschluss des
Gesamtprojekts ist für Ende 2026 geplant.
Die einhundert Energie GmbH ist ein
führender Energiedienstleister für die
klimaneutrale Transformation der
Wohnungswirtschaft. Das Unternehmen ermöglicht
die energetische Transformation von Wohngebäuden
durch die durchgängige Digitalisierung der
Energieflüsse und die Installation moderner
Anlagentechnik.
Durch die Kopplung von
Photovoltaik, Wärmepumpen, Batteriespeichern und
Ladeinfrastruktur löst einhundert die
regulatorische und technische Komplexität der
Dekarbonisierung im Mietwohnungsbestand
wirtschaftlich und skalierbar.
Seit 2017
unterstützen über 120 Mitarbeitende an den
Standorten Köln und Berlin mehr als 250
Wohnungsunternehmen dabei, ihre
Dekarbonisierungsziele zu erreichen und für über
30.000 Mieterinnen und Mieter sauberen Strom
direkt vom eigenen Dach verfügbar zu machen.
Fußverkehrscheck
(FVC) 2026: Nach Auftaktveranstaltung folgt
erster „Walkshop“ in der Klever Oberstadt am
14.07.2026 Mit dem Fußverkehrscheck
2026 rückt die Stadt Kleve die Wege der Menschen
in den Mittelpunkt: Alltagsrouten zur Schule,
zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit
sollen genauer betrachtet und gemeinsam mit der
Bürgerschaft besser gestaltet werden. Den
Startschuss dafür gab die Auftaktveranstaltung
am 29.06.2026 im Ratssaal des Rathauses, bei der
die Ziele des Projekts vorgestellt und erste
Schwerpunkte für die weitere Arbeit gesetzt
wurden.
Am Auftaktworkshop haben
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik,
Stadtverwaltung und Polizei sowie Bürgerinnen
und Bürger aus dem Stadtgebiet teilgenommen.
Kerninhalt der Veranstaltung war die Vorstellung
der beiden Untersuchungsräume, mit denen sich
die Stadt Kleve erfolgreich für den
Fußverkehrscheck beworben hat: Zum einen der
Bereich Hoffmannallee – Lindenallee in der
Klever Oberstadt und zum anderen der Bereich
Innenstadt – Bahnhof – Hochschule Rhein-Waal in
der Klever Unterstadt.
Die Teilnehmenden
der Veranstaltung fanden sich diesbezüglich in
zwei Gruppen zusammen, um über bestehende
Fußverkehrsprobleme zu diskutieren und innerhalb
der Gebiete konkrete Laufrouten für die
kommenden Vor-Ort-Begehungen (sog. „Walkshops“)
abzustecken.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten folgende
Laufrouten festgehalten werden: Oberstadt:
Lindenallee – Hoffmannallee – Frankenstraße –
Hagsche Straße (Abschnitte siehe Karte)
Unterstadt: Bahnhof – Bahnhofstraße –
Wiesenstraße – Hochschule Rhein-Waal –
Hafenstraße – Herzogstraße (Abschnitte siehe
Karte unter www.kleve.de/fvc)
Mit dem
ersten „Walkshop“ am Dienstag, 14.07.2026 um 17
Uhr in der Klever Oberstadt beginnt nun der
praktische Teil des Fußverkehrschecks.
Startpunkt ist der Marktplatz Linde (gegenüber
dem Netto-Markt, Borselstege 11). Gemeinsam mit
den Teilnehmenden wird hierbei die abgesteckte
Route abgegangen und daraufhin überprüft, wie
fußgängerfreundlich die vorhandenen Wege
ausgestaltet sind.
Dabei werden zum
Beispiel Gehwegbreiten aufgemessen,
Verkehrsinseln und Ampeln gemeinsam überquert
sowie mögliche Barrieren für
mobilitätseingeschränkte Personen identifiziert.
Die Teilnehmenden können zudem konkrete Stellen
benennen, an denen sie sich unsicher fühlen oder
die attraktiver gestaltet werden könnten.
All diese Hinweise werden
gesammelt, kartiert und fachlich durch die
Expertinnen und Experten ausgewertet. Aus den
Ergebnissen entstehen anschließend Vorschläge
für Maßnahmen, mit denen der Fußverkehr in der
Oberstadt sicherer, komfortabler und attraktiver
gestaltet werden kann.
Die Stadt Kleve
lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger
herzlich ein, sich an den Walkshops zu
beteiligen und ihre Beobachtungen und Ideen
einzubringen. Um Anmeldung über die Website
www.kleve.de/fvc wird gebeten.
Datum:
Dienstag, 14.07.2026 Uhrzeit: 17 Uhr Ort:
Marktpl
Kleve: Nördlicher
Teilabschnitt des Stadthallen-Parkplatzes ab
Montag, 06.07.2026, wieder nutzbar
Die Stadt Kleve hat einen wichtigen
Zwischenschritt bei der Umgestaltung des
Stadthallen-Parkplatzes erreicht: Der nördliche
Teilabschnitt des Parkplatzes an der Stadthalle
wird in dieser Woche fertiggestellt und steht
den Bürgerinnen und Bürgern ab Montag,
06.07.2026, wieder zum Parken zur Verfügung. Mit
der Öffnung des nördlichen Bereichs stehen damit
wieder zahlreiche Stellplätze in unmittelbarer
Nähe zur Klever Stadthalle zur Verfügung.

Die neuen Parkflächen sind Teil der
umfassenden Neugestaltung des innerstädtischen
Parkbereiches, mit der der Stadthallen-Parkplatz
optisch aufgewertet, besser in das moderne
Stadthallenumfeld integriert und durch
zusätzliche Grünflächen aufgelockert wird. Die
Arbeiten im südlichen Bereich des Parkplatzes
südlich der Stadthalle werden in den kommenden
Wochen fortgesetzt.
Ziel ist es, die
Umgestaltung des gesamten
Stadthallen-Parkplatzes wie geplant bis Ende
Oktober 2026 abzuschließen. Mit dem Abschluss
dieses Bauabschnitts endet zugleich die
umfangreiche Umgestaltung des
Stadthallenumfeldes, die seit 2017 schrittweise
umgesetzt wird. Während der weiteren Bauarbeiten
kann es im Umfeld der Stadthalle zeitweise zu
Einschränkungen kommen. Die Stadt Kleve bittet
um Verständnis und empfiehlt, bei Bedarf auf
alternative Parkmöglichkeiten im innnstadtnahen
Bereich auszuweichen.
Kreis Wesel
plant gemeinsame Gesellschaft für zukunftsfähige
Klärschlammbehandlung
Kreisausschuss empfiehlt langfristige
Kooperation von KWA und LINEG 03.07.2026 Der
Kreisausschuss des Kreises Wesel hat in seiner
Sitzung am Donnerstag, 2. Juli 2026 einstimmig
die Gründung einer neuen Gesellschaft zur
Behandlung von Klärschlamm empfohlen. Geplant
ist eine gemeinsame Gesellschaft der Kreis
Weseler Abfallgesellschaft (KWA) und der
Linksniederrheinischen
Entwässerungs-Genossenschaft (LINEG).
Das Projekt wurde maßgeblich vom Kreis Weseler
Vorstandsmitglied Helmut Czichy vorangetrieben,
der zum 1. Juli 2026 seinen Ruhestand angetreten
hat. Zudem profitierte das Vorhaben von der
partnerschaftlichen Zusammenarbeit und dem
großen Engagement des mit KWA- und
LINEG-Personal besetzten Projektteams. Die
Anteile an der neuen Gesellschaft mit dem
derzeitigen Arbeitstitel
„Klärschlammbehandlungsgesellschaft Linker
Niederrhein mbH“ (KLN) sollen jeweils zur Hälfte
von der KWA und der LINEG gehalten werden.
Ziel ist es, die Entsorgung von Klärschlamm
langfristig sicher, wirtschaftlich und
umweltgerecht zu gestalten. Hintergrund sind
verschärfte gesetzliche Vorgaben für die
Klärschlammverwertung. Künftig müssen wertvolle
Rohstoffe wie Phosphor aus dem Klärschlamm
zurückgewonnen werden. Daher ist die bisher
praktizierte Mitverbrennung von Klärschlamm,
insbesondere in Müllverbrennungsanlagen, nur
noch eingeschränkt möglich.
Am Abfall-
und Energiezentrum Asdonkshof ist deshalb eine
neue technische Lösung erforderlich. Geplant ist
der Bau einer neuen, modernen
Klärschlammtrocknungsanlage am Abfall- und
Energiezentrum Asdonkshof in Kamp-Lintfort. Dort
sollen die auf den Kläranlagen der LINEG
anfallenden Klärschlämme mit bislang ungenutzter
Abwärme aus der Müllverbrennungsanlage auf
Niedertemperaturbasis getrocknet werden.
Durch dieses Verfahren kann das Gewicht des
Klärschlamms um rund 75 Prozent reduziert
werden. Dadurch werden Transportaufwand und
CO₂-Emissionen deutlich verringert. Gleichzeitig
kann der aktuell noch in der Bestandsanlage für
die Trocknung eingesetzte Dampf aus der
Müllverbrennung zukünftig zur Stromerzeugung
genutzt werden.
Dies verbessert die
Energieeffizienz des Standortes und trägt zum
Klima- und Umweltschutz bei. Die Finanzierung
erfolgt durch die beiden Gesellschafter.
Auswirkungen auf den Kreishaushalt oder die
Abfallgebühren werden nach derzeitiger
Einschätzung nicht erwartet. Vielmehr soll das
Projekt langfristig zur Gebührenstabilität
beitragen.
„Mit dem Vorhaben stärken wir
den Standort Asdonkshof, sichern eine
nachhaltige Entsorgung und leisten gleichzeitig
einen wichtigen Beitrag zum Klima- und
Ressourcenschutz“, so Landrat Ingo Brohl. Die
Umsetzung des Vorhabens steht noch unter dem
Vorbehalt eines Kreistagsbeschlusses am
Donnerstag, 9. Juli 2026, sowie der
erforderlichen Genehmigungen, insbesondere durch
die Bezirksregierung Düsseldorf.
60 neue Parkplätze in der Moerser
Innenstadt - Enni schafft Übergangslösung an der
Kautzstraße Gute Nachricht für
Besucherinnen und Besucher der Moerser
Innenstadt: Seit dem 1. Juli stehen an der
Kautzstraße rund 60 zusätzliche Pkw-Stellplätze
zur Verfügung. Die ENNI Stadt & Service (Enni)
hat im Auftrag der Stadt Moers die Flächen des
ehemaligen Parkhauses Kautzstraße dafür als
ebenerdigen Parkplatz hergerichtet. Dafür waren
umfangreiche Arbeiten erforderlich.
Unter anderem hat das Unternehmen Rampen und
Stützmauern instandgesetzt, Flächen befestigt,
die Entwässerung teilweise erneuert sowie neue
Geländer und Sicherheitseinrichtungen
installiert. Das Parkhaus hatte die Enni Ende
2024 im Auftrag der Stadt Moers wegen seines
schlechten baulichen Zustands abgerissen.
Langfristig soll hier ein neues Parkhaus
entstehen.
Bis dahin sorgt die nun
nutzbare Übergangslösung für eine spürbare
Entlastung der Parksituation in der Innenstadt.
Dabei gilt auf dem Gelände der Tarif B: 20
Minuten kosten 50 Cent – unter 20 Minuten sind
kostenfrei. Dauerstellplätze werden nicht
angeboten.
Moers: Was das
Nashorn sah, als es auf die andere Seite des
Zauns schaute - Premiere
Von Jens Raschke -
Kollektiv:Spielraum Vor vielen
Jahren gab es einmal einen Zoo. Einen
Schwarzweißfotozoo. Auf der einen Seite lebten
Menschen in gestreiften Anzügen, in trostlosen
Baracken. Auf der anderen Seite hatten es sich
wenige Familien mit schwarzen, glänzenden
Stiefeln in schönen Häusern bequem gemacht. Ein
Zaun trennt die Gestiefelten von den
Gestreiften, die Tiere von den Menschen.

Die meisten haben sich mit ihm arrangiert. Doch
dann wird ein neuer Bär im Zoo eingeliefert. Er
wundert sich. Fragt nach dem Rauch aus dem
Schornstein. Fragt, warum keine Vögel mehr zu
hören sind. Und was das Nashorn wohl sah, als es
auf die andere Seite des Zauns blickte.
Seine Fragen bringen Unruhe in den Zoo – sehr
zum Missfallen von Zoochefin Mama Pavian, die
Ruhe und Ordnung wahren will. Denn wer genau
hinsieht, merkt irgendwann: Nicht nur das Fragen
kann gefährlich sein – sondern auch das
Schweigen.
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5
Euro. Tickets unter 0 28 41/88 34 -110 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 07.07.2026 - 19:30
Uhr - 20:30 Uhr. Veranstaltungsort
Schlosstheater - Studio, Adresse Kastell 6,
47441 Moers.
Stadtteiltreff
Neu_Meerbeck besucht Bergbaumuseum Schacht IV
Zu einem besonderen Museumsbesuch lädt der
Stadtteiltreff Neu_Meerbeck am Mittwoch, 8.
Juli, ein: Der Grafschafter Museum- und
Geschichtsverein in Moers e.V. bietet von 16.30
bis 18 Uhr eine spannende Führung durch die
Ausstellung im Bergbaumuseum Schacht IV an.

Unter dem Motto ‚Unter Tage waren wir alle
gleich‘ wird eindrucksvoll der Zusammenhalt der
Bergleute vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten
einzigartige Einblicke in die Geschichte des
Bergbaus und in die Arbeitswelt unter Tage.
Treffpunkt für die
Veranstaltung ist um 16.30 Uhr am Schacht IV,
Zechenstraße 50, in Moers. Interessierte können
sich telefonisch unter 0 28 41/201 - 530 oder
per Mail an stadtteilbuero.meerbeck@moers.de anmelden.
Dort sind auch weitere Informationen erhältlich.
Veranstaltungsdatum 08.07.2026 - 16:30
Uhr - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Firma Schacht
IV, Adresse Zechenstraße 50, 47443 Moers.
Moers: Spieleabend Du
hast Lust mal wieder zu zocken? Aber nicht am
PC, sondern gemütlich bei uns in der Kneipe?
Dann komm zu unserem offenen Spieleabend. Egal
ob Brett-, Karten- oder Rollenspiele – Hier bist
du richtig! Als Spieleerklärer und Tippgeber
steht euch unser Spiele-Experte Nöh mit Rat und
Tricks zur Seite! Die Teilnahme ist kostenlos!
Veranstaltungsdatum 09.07.2026 - 19:00 Uhr.
Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.
Traditionelles Sommerfest der
Moerser KG Humorica
Veranstaltungsdatum 11.07.2026 - 14:00
Uhr - 22:00 Uhr Veranstaltungsort Quartierplatz
an der Sportanlage Asberg. Veranstalter Firma
Moerser KG Humorica 69 e.V. Adresse Postfach 10
16 70 47406 Moers
F.C. Rot Weiß
Moers: 100 jähriges Vereinsjubiläum
Programmablauf: Tagesprogramm auf dem
Vereinsgelände von F.C. Rot Weiß Moers 10:00
Uhr Beginn der Veranstaltung und Ankommen der
Gäst 10:30 Uhr Sportliches Rahmenprogramm auf
dem Vereinsgelände 11:00 Uhr Familienprogramm
mit Angeboten für Kinder und Jugendliche
12:00 Uhr Getränke, Imbissangebote und
geselliges Beisammensein 13:00 Uhr Weitere
Mitmachangebote und Rahmenprogramm auf dem
Vereinsgelände 14:00 Uhr Kaffee und Kuchen
15:30 Uhr Legendenspiel gegen die
Traditionsmannschaft des MSV Moers bis 17:00
Uhr Ausklang des Tagesprogramms auf dem
Vereinsgelände Offizieller Teil und
Abendprogramm in der Halle der Freiwilligen
Feuerwehr Moers ab 17:00 Uhr Einlass und
Ankommen der Gäste in der Halle 17:15 Uhr
Offizielle Begrüßung 17:30 Uhr Grußworte
geladener Gäste 17:45 Uhr Ehrungen
langjähriger Vereinsmitglieder 18:00 Uhr
Abendprogramm mit weiteren Programmpunkten,
unter anderem Tanzdarbietung und Live Musik
18:30 Uhr Gemeinsames Essen und geselliger Abend
19:30 Uhr Musik, Austausch und Ausklang der
Jubiläumsfeier Veranstaltungsdatum
11.07.2026 - 10:00 Uhr - 23:59 Uhr
Veranstaltungsort Auf dem Vereinsgelände und
der Halle der freiwilligen Feuerwehr.
Veranstalter FC Rot Weiß Moers 1926 e.V.
Am Jostenhof 37, 47441 Moers
Moers: Sommerfest des Kleingartenvereins KGV am
Frankenfeld Veranstaltungsdatum
11.07.2026 - 15:00 Uhr - 23:00 Uhr.
Veranstaltungsort Am Frankenfeld 1, 47445 Moers
.Veranstalter Kleingartenanlage - Am Frankenfeld
e.V. Adresse Oderstraße, 47445 Moers
Architekturführung Innenstadt Moers
Entlang den Moerser Haupt-Geschäftsstraßen
entdecken wir in der Innenstadt Gebäude aus ganz
unterschiedlichen Zeiten. Oft ist ihre
Architektur verkleidet oder verändert worden.
Wer hochschaut, entdeckt aber gerade an den
Fassaden oberhalb der Ladengeschosse Details,
die Auskunft über die Geschichte der Häuser
geben.

1 - Neustraße / Steinstraße
Treffpunkt: Oranierhäuser, Haagstraße 63
Geführt von: Eva-Maria Eifert Kosten: 9 Euro
Weitere Infos zu den Stadtführungen.
Veranstaltungsdatum 12.07.2026 - 10:30
Uhr - 12:30 Uhr. Veranstalter Stadt- und
Touristinformation Moers, Adresse Kirchstraße
27a/b, 47441 Moers.
Stau auf
der Autobahn: Diese Regeln sollten Autofahrer
kennen Sommerferien, volle
Reiserouten und Baustellen: Der ACV erklärt,
worauf es im Autobahnstau ankommt und welche
Fehler gefährlich oder teuer werden können.
Mit dem Beginn der Sommerferien in den ersten
Bundesländern startet die Hauptreisezeit auf
Deutschlands Straßen. In den kommenden Wochen
sind Millionen Urlauber mit dem Auto unterwegs.
Gleichzeitig sorgen derzeit rund 1.000
Baustellen auf den Autobahnen für zusätzliche
Engpässe und erhöhen die Staugefahr auf
wichtigen Reiserouten. Besonders an den
Ferienwochenenden ist deshalb mit langen
Verzögerungen zu rechnen.
Umso wichtiger
ist es, im Stau richtig zu reagieren. Denn wer
Rettungsgasse, Standstreifen oder Handyregeln
missachtet, riskiert nicht nur Bußgelder und
Punkte, sondern gefährdet im Ernstfall auch
andere Verkehrsteilnehmer. Der ACV
Automobil-Club Verkehr beantwortet die
wichtigsten Fragen zum richtigen Verhalten im
Stau und erklärt, welche Regeln Autofahrer
kennen sollten.
Muss der Standstreifen im
Stau frei bleiben? Ist die nächste Raststätte
oder Ausfahrt bereits in Sicht, erscheint der
Standstreifen für manche Autofahrer als
vermeintliche Abkürzung. Davon ist jedoch
dringend abzuraten.
Der Standstreifen
muss grundsätzlich frei bleiben. Das Fahren auf
dem Standstreifen ist verboten. Wer ihn im Stau
nutzt, um schneller voranzukommen oder die
nächste Ausfahrt zu erreichen, riskiert ein
Bußgeld von 75 Euro sowie einen Punkt in
Flensburg. Auch grundloses Halten auf dem
Standstreifen ist verboten.
Das gilt auch
bei stockendem Verkehr und während der Bildung
einer Rettungsgasse. Nur wenn Einsatzfahrzeuge
anders nicht passieren können, kann der
Standstreifen ausnahmsweise zum Ausweichen
genutzt werden.
Ab wann sollte eine
Rettungsgasse gebildet werden? Sobald sich
ein Stau bildet oder der Verkehr deutlich
langsamer wird, sollten die Geschwindigkeit
reduziert, ausreichend Abstand gehalten und eine
Rettungsgasse gebildet werden. Wer ein Stauende
erkennt, sollte außerdem frühzeitig den
Warnblinker einschalten, um nachfolgende
Fahrzeuge zu warnen. Die Rettungsgasse wird
zwischen der linken und allen übrigen
Fahrstreifen gebildet.
Wenn im Stau die
Hinterräder des vorausfahrenden Fahrzeugs noch
zu sehen sind, bleibt ausreichend Platz zum
Reagieren, falls Rettungskräfte passieren
müssen. Wichtig ist, dass die Rettungsgasse
nicht erst gebildet wird, wenn ein Rettungswagen
bereits zu sehen oder zu hören ist. Dann ist es
häufig zu spät und wertvolle Zeit geht verloren.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder sie
blockiert, muss mit einem Bußgeld ab 200 Euro,
zwei Punkten in Flensburg und einem Monat
Fahrverbot rechnen.
Lohnt es sich, den
Stau zu umfahren? Viele Navigationsgeräte
sowie Apps wie Google Maps bieten bei Stau
schnell eine alternative Route an. Doch lohnt
sich das Verlassen der Autobahn wirklich?
Grundsätzlich können Navigationssysteme und
Verkehrs-Apps dabei helfen, Staus frühzeitig zu
erkennen und Zeit zu sparen. Trotzdem sollten
Routenvorschläge nicht unkritisch übernommen
werden. Gerade kurzfristige Ausweichrouten
führen häufig ebenfalls in stockenden Verkehr
oder auf überlastete Landstraßen.
Ist die
Autobahn nicht vollständig gesperrt, ist
Abwarten oft die bessere Wahl. Staus lösen sich
häufig schneller auf als erwartet. Wer
Verkehrsmeldungen oder die Hinweise des
Navigationssystems im Blick behält, kann bei
längeren Sperrungen oder weiträumigen
Umleitungen dennoch sinnvoll reagieren.
Wann ist rechts Überholen im Stau erlaubt?
Eine Frage, die sich viele Autofahrer stellen:
Darf man im Stau rechts überholen? Grundsätzlich
gilt auf Autobahnen: Das Überholen von rechts
ist verboten (§ 5 Abs. 1 StVO).
Bei
stockendem Verkehr gibt es jedoch eine Ausnahme.
Steht der Verkehr links, darf rechts mit maximal
20 km/h vorsichtig vorbeigefahren werden. Bewegt
sich der Verkehr auf der linken Spur langsam mit
höchstens 60 km/h, darf rechts mit maximal 20
km/h höherer Geschwindigkeit vorbeigefahren
werden.
Häufige Spurwechsel bringen
dagegen meist keinen Zeitvorteil. Im Gegenteil:
Sie können den Verkehrsfluss zusätzlich stören
und einen Stau sogar verschärfen. Wer die
geltenden Regeln missachtet, muss mit einem
Bußgeld von rund 100 Euro und einem Punkt in
Flensburg rechnen.
Darf auf der Autobahn
im Stau gewendet oder rückwärtsgefahren werden?
Wird die letzte Ausfahrt verpasst und die
Fahrbahn hinter dem Fahrzeug scheint frei zu
sein, gilt dennoch: Rückwärtsfahren und Wenden
sind auf der Autobahn grundsätzlich verboten.
Eine Ausnahme besteht nur, wenn die Polizei
dies ausdrücklich anordnet. Wer dennoch
rückwärtsfährt oder wendet, riskiert ein Bußgeld
von rund 200 Euro, einen Punkt in Flensburg und
ein Fahrverbot.
Vor allem bringen solche
Fahrmanöver andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.
Wer in einen Stau gerät, muss deshalb bis zur
nächsten regulären Ausfahrt weiterfahren oder
den Stau abwarten.
Darf im Stau das
Fahrzeug verlassen werden? Steht der Verkehr
über längere Zeit still, ist der Wunsch nach
einer kurzen Pause nachvollziehbar.
Grundsätzlich sollte das Fahrzeug jedoch nur im
Notfall verlassen werden, etwa um eine
Unfallstelle abzusichern. Andernfalls droht ein
Bußgeld.
Bei längeren Standzeiten drücken
Polizei oder Ordnungsbehörden zwar häufig ein
Auge zu. Dennoch sollte das Fahrzeug nicht
unnötig verlassen und in der Nähe des Fahrzeugs
geblieben werden. Ein Stau kann sich jederzeit
wieder auflösen.
Außerdem dürfen
Rettungskräfte nicht behindert werden. Auch
Motorradfahrer fahren trotz Verbots manchmal
zwischen den Fahrzeugen hindurch. Sich plötzlich
öffnende Türen können deshalb schnell zur Gefahr
werden.
Was ist bei einem Stau im Tunnel
zu beachten? Kommt es im Tunnel zu einem
Stau, gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Es
sollte möglichst ein Abstand von mindestens fünf
Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug eingehalten
und frühzeitig eine Rettungsgasse gebildet
werden.
Bei längerem Stillstand empfiehlt
es sich, den Motor abzustellen. Außerdem sollten
die Fenster geschlossen und die Lüftung auf
Umluft gestellt werden. So gelangen weniger
Abgase in den Innenraum.
Kommt es zu
einem Notfall, geben Durchsagen und die
Beschilderung im Tunnel wichtige Hinweise. Sie
zeigen den Weg zu den Notausgängen und
informieren über das richtige Verhalten.
Wie lässt sich ein Stau am besten überstehen?
Ist die Rettungsgasse gebildet, bleibt zunächst
nur eines: Ruhe bewahren. Die Wartezeit kann
beispielsweise für ein Hörbuch oder einen
Podcast genutzt werden. Bei längeren Standzeiten
empfiehlt es sich außerdem, den Motor
abzustellen, um Kraftstoff zu sparen und die
Umwelt zu schonen.
Auch ein Telefonat
lässt sich im Stau manchmal erledigen. Das
Smartphone darf jedoch nur genutzt werden, wenn
das Fahrzeug steht und der Motor ausgeschaltet
ist. Verstöße werden mit einem Bußgeld, Punkten
in Flensburg und je nach Verstoß weiteren
Konsequenzen geahndet.
ACV-Checkliste:
Staus möglichst vermeiden - Stoßzeiten an
Ferienwochenenden sowie freitagnachmittags und
samstagvormittags möglichst meiden -
Navigationssysteme nutzen, Routenvorschläge aber
kritisch prüfen - Nach dem Überholen wieder
auf die rechte Fahrspur wechseln -
Reißverschlussverfahren korrekt anwenden -
Vorausschauend fahren und unnötige Spurwechsel
vermeiden - Rettungsgasse bereits bei
stockendem Verkehr bilden - Den Standstreifen
grundsätzlich freihalten
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