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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

28. KW: Montag, 6. - Sonntag, 12. Juli 2026 - Themen u.a.:


Moers: Defekte Ampel am Bethanien
Nach einer eingehenden Prüfung steht fest, dass sie nicht mehr repariert werden kann und vollständig erneuert werden muss. Eine mobile Ersatzampel ist derzeit nicht verfügbar. Um dennoch eine sichere Querungsmöglichkeit zu schaffen, wird zwischen dem 13. und 15. Juli ein Fußgängerüberweg an der Klever Straße eingerichtet.

Dieser soll insbesondere den Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, das Überqueren der Straße erleichtern. Die Erneuerung der Ampelanlage wird nach aktuellem Stand voraussichtlich erst Mitte August umgesetzt. Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmenden in diesem Bereich um besondere Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.

Moers: Rat beschließt Haushalt 2026 und Bau von Geflüchtetenunterkunft
Mit Mehrheit hat der Rat am Mittwoch, 8. Juli, den Haushaltsplan 2026 und das Haushaltssicherungskonzept der Stadt Moers beschlossen. Auf Antrag von zwei Fraktionen sollen die zu erwartenden Defizite in diesem Jahr nicht durch Erhöhungen der Grund- und Gewerbesteuer ausgeglichen werden, sondern durch Gewinne der ENNI.

Die benötigte Summe von 4,5 Millionen Euro kommt aus sogenannten Sondereffekten aus einem einmalig erhöhten Gewerbesteuerertrag und der Energiepreisbremse. Eine weitere Maßnahme in diesem Jahr ist die Erhebung von Parkgebühren für E-Autos ohne Ladetätigkeit auf dem Parkplatz Mühlenstraße. Sie könnte ab Oktober starten. 

Im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes kommen ab nächstem Jahr die Erhöhung der Vergnügungssteuer um 1 Prozent und eine Bestandsaufnahme von Hunden hinzu, die ohne Anmeldung gehalten werden. An der eigentlichen Hundesteuer ändert sich aber nichts.

In Kürze wird sich eine Arbeitsgruppe von Politik und Verwaltung mit weitergehenden Maßnahmen für das Haushaltssicherungskonzept austauschen. Bis zum Jahr 2035 muss das Konsolidierungsvolumen 45 Millionen Euro durch Einsparungen und Einnahmeerhöhungen betragen, damit der Haushalt in dem Jahr wieder ausgeglichen ist.

Geflüchtetenunterkunft mit rund 85 Plätzen
Ebenfalls mit Mehrheit hat der Rat einen verkleinerten Bau der geplanten Geflüchtetenunterkunft in Schwafheim beschlossen. Statt Räumlichkeiten für bis zu 200 Personen zu schaffen, soll ein Gebäude errichtet werden, das Platz für rund 85 Menschen bietet. Falls dies mittelfristig nicht ausreichen sollte, kann das Gebäude erweitert werden, um weitere Plätze zu schaffen. Dazu wäre ein erneuter Ratsbeschluss nötig.

Weitere Themen der Sitzung waren die Unterstützung des Kulturausschusses Grafschafter Karneval (KGK) und die Förderung für das Comedy Arts Festival. Der Dachverband der regionalen Karnevalsvereine erhält von der Stadt Moers zur Durchführung und Organisation der Sicherungsmaßnahmen der Nelkensamstagszüge 2027 bis 2031 einen jährlichen Pauschalbetrag in Höhe von 45.000 Euro.

Das Comedy Arts Festival bekommt im kommenden Jahr einen Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro. Über die weiteren Jahre soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Zudem hat der Rat beschlossen, eine Resolution des Beirats für Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Das Gremium fordert, die Teilhabe und Inklusion trotz finanzieller Herausforderungen zu sichern. Hintergrund sind die diskutierten Kosteneinsparungen in der Eingliederungshilfe auf Bundes- und Landesebene.

Kreis Wesel: Ergebnisse der Kreistagssitzung vom 9. Juli
In der Kreistagssitzung am Donnerstag, 9. Juli 2026, beschäftigten sich die Ausschussmitglieder vor der Sommerpause mit verschiedenen Themen. Abrechnung der ÖPNV-Umlage: Rückzahlung an die Kommunen Der Kreistag beschloss einstimmig, den Minderbedarf bei der ÖPNV-Umlage in Höhe von 968.002 Euro mit den kreisangehörigen Kommunen zu verrechnen.

Bei der Mehrheit der Kommunen führt dies zu einer entsprechenden Rückzahlung. Die Summe wurde im Rahmen des Jahresabschlusses 2024 festgestellt. Die ÖPNV-Umlage ist eine differenzierte Umlage und berechnet sich unter anderem durch die Berücksichtigung der Ist-Kilometerleistung in den jeweiligen Kommunen. Entwurf des Jahresabschlusses 2025 Die Mitglieder des Kreistags nahmen die Einbringung des Entwurfes des Jahresabschlusses 2025 zur Kenntnis.

Für den Haushalt 2025 wurden rund 21,7 Millionen Euro aus der Ausgleichsrücklage entnommen und ein globaler Minderaufwand in Höhe von 10,3 Mio. € eingeplant. Der globale Minderaufwand konnte zwar nicht vollständig durch Aufwandsminderungen erwirtschaftet werden, wurde aber durch Verbesserungen auf der Ertragsseite erzielt.

Die Haushaltswirtschaft 2025 schließt im Entwurf des Jahresabschlusses mit einem Fehlbedarf von rund 17,1 Millionen Euro ab. Zudem wird im Entwurf ein Überschuss von rund 1,0 Millionen Euro im Jugendhilfeetat ausgewiesen. 

Masterplan Förderschulen
Die Mitglieder des Kreistags beschlossen den Masterplan Förderschulen einstimmig. Das Projekt "Masterplan Förderschulen" ist die strategische Antwort der Kreisverwaltung auf die tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen in der Förderschullandschaft.

Durch einen signifikanten Anstieg der Schülerzahlen, veränderte pädagogische Anforderungen und ein erheblicher baulicher Anpassungsbedarf an den Schulstandorten ist es nötig, ein koordiniertes und langfristig angelegtes Vorgehen zu planen. Der Masterplan sieht vor, die Förderschulen des Kreises Wesel dauerhaft leistungsfähig, bedarfsgerecht und wirtschaftlich aufzustellen.

Dabei ist er bewusst nicht als statisches Konzept, sondern als handlungsorientiertes Steuerungsinstrument konzipiert. Die Umsetzung des Masterplans erfordert eine schrittweise Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen. 

Ausbildungsplätze bei der Kreisverwaltung Wesel
Der Kreistag beschloss einstimmig, für das Jahr 2027 insgesamt mindestens 20 Ausbildungsplätze zu besetzen. Diese teilen sich auf 7 Inspektoranwärterinnen und -anwärter auf, auf 10 Verwaltungsfachangestellte, von denen ein Ausbildungsplatz zur Förderung des Berufseinstiegs für schwerbehinderte Jugendliche vorgesehen wird, 2 Vermessungstechnikerinnen und -techniker und 1 Straßenwärterin bzw. -wärter.  

Fortsetzung der Hofkonzerte
Seit 2021 finden die Hofkonzerte im Kreis Wesel statt und haben sich als kulturelles Identifikationsmerkmal bewährt. Die Mitglieder des Kreisausschusses beschlossen mehrheitlich, dass die Kreisverwaltung auch in den kommenden Haushaltsjahren jeweils 35.000 Euro für die Mitfinanzierung der Hofkonzerte in die Haushaltsplanung aufnehmen soll.


RVR-Verbandsversammlung beschließt Regionalplanänderung zum Ausbau der Windenergie
Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer heutigen Sitzung (10. Juli) in Essen die Weichen für den gesteuerten Ausbau der Windenergie im Ruhrgebiet gestellt. Die hierfür notwendige Änderung des Regionalplans Ruhr wurde mit großer Mehrheit beschlossen.

Dr. Frank Dudda, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung und Hernes Oberbürgermeister, erläutert: "Der heutige Beschluss ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur grünsten Industrieregion der Welt. Wir erhöhen die Versorgungssicherheit des Ruhrgebiets mit erneuerbaren Energien als heimischem Energieträger und leisten zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz. Durch die Ausweisung neuer Flächen übernimmt das Ruhrgebiet Verantwortung und bestimmt mit, wie und wo der regionale Ausbau der Windenergie geschehen soll."

Neue rechtliche Regelungen auf Bundes- und Landesebene sehen vor, dass zusätzliche Flächen im Regionalplan Ruhr für die Windenergienutzung bereitgestellt werden müssen. Nur dann ist eine geordnete räumliche Entwicklung beim Ausbau der Windenergie auch dauerhaft planungsrechtlich gesichert.

Die 1. Änderung des Regionalplans Ruhr sieht 93 Windenergiebereiche mit einer Flächenkulisse von 2.257 Hektar für den Windenergieausbau vor. Da die Städte im Ballungskern des Ruhrgebiets aufgrund ihres hohen Siedlungsflächenanteils nur über ein eingeschränktes Potenzial für den Windenergieausbau verfügen, befindet sich der überwiegende Teil der Flächen am Ballungsrand des Ruhrgebiets.

Die Regionalplanänderung tritt mit der Bekanntmachung im Gesetzes- und Verordnungsblatt NRW in Kraft. Die Verbandsversammlung hatte das Regionalplanänderungsverfahren im Dezember 2024 eingeleitet. idr



Dinslaken: Kita Douvermannstraße: Effiziente und funktionelle Bauweise sorgt für Einsparungen in Millionenhöhe
Noch in diesem Jahr geht es mit dem Bau der neuen KiTa Douvermannstraße los: Bereits Ende des Jahres rollen die Bagger auf dem Gelände des zentralisierten Berufskollegs des Kreis Wesel an der Wiesenstraße. Das Gebäude der Kita Douvermannstraße ist konstruktiv in das Altgebäude des Berufskollegs eingebunden und könnte nach dem Rückbau des Schulgebäudes nicht eigenständig bestehen, weswegen es neu gebaut werden muss.

Die Kita Douvermannstraße wird neu gebaut. Aktuelles Bild vom Außengelände vom 10.07.2026.

Der notwendige Kita-Neubau soll dank einer effizienten und funktionellen Bauweise deutlich günstiger ausfallen als ursprünglich veranschlagt, wie die Stadt Dinslaken und die städtische ProZent GmbH mitteilen. Die Verbesserungen waren in mehreren Stufen bereits in den Haushaltsplan eingeflossen; letztmalig mit dem Beschluss zum Haushalt 2026 am 26.03.2026.

In den bisherigen Planungen zur Kita Douvermannstraße hat sich inzwischen bereits gezeigt, dass die ursprünglich veranschlagten Baukosten aus dem Baubeschluss von bis zu rund 9,1 Millionen Euro auf aktuell circa 6,4 Millionen Euro reduziert werden können. Die ProZent GmbH hat hierzu in enger Abstimmung mit der Verwaltung Ausschreibungs- und Vergabekonzepte sowie Vorschläge erarbeitet, um die Baukosten zu reduzieren und der angespannten Haushaltslage der Stadt gerecht zu werden.

Gelingen kann dies unter anderem durch eine veränderte Außenarchitektur, einen Wechsel von Holzfassade auf Klinkerfassade, durch den Einbau von Kunststofffenstern statt Alufenstern, den Entfall der Spalierfassade oder auch durch Optimierung der technischen Gebäudeausstattung. Aktuell sind noch weitere Einsparpotenziale in der Prüfung.

Abweichungen zum Erreichen der reduzierten Kostenansätze
ü Umsetzung der reduzierten Fassaden und Außenarchitektur
ü Fassadengestaltunglosgelöst von der Architektur des Berufskolleg
ü Klinkerfassade statt Holzfassade
ü kompletter Entfall der Spalierfassade
ü Reduzierter architektonischer Anspruch der Fenstergestaltung
ü Kunststofffenster statt Alufenster
ü Oberflächengestaltung Innenbereich
ü Weitere Optimierung der technischen Gebäudeausstattung
GÜ-Übernahme von Planungsleistungen:
ü Übernahme der Architekturleistungen der HOAI-Phase 5 – 8
ü Übernahme der Erstellung Prüfstatik
ü Übernahme der Sicherheits- und Gesundheitsleistung
ü Übernahme der Grob- und Feinabsteckung

Die Verwaltung und die ProZent beabsichtigen, in der zweiten Jahreshälfte dem Rat über den dann aktuellen Planungs- und Kostenstand zu berichten. Die gestalterischen Änderungen wurden bereits sowohl mit dem Kreis Wesel als auch mit dem beauftragten Architekturbüro besprochen.

Für das städtebauliche Ziel zur Schaffung eines Gesamtensembles war es ursprünglich zu Beginn des Gesamtprojektes zur Zentralisierung des Berufskollegs wünschenswert erschienen, die Planungen in einer Hand zu belassen. Bis zuletzt hatte die Stadt Dinslaken deswegen auch mit dem vom Kreis beauftragten Architekturbüro zusammengearbeitet.

Um Kosten zu reduzieren, wurde ein Generalübernehmer für die Umsetzung im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung beauftragt. Dabei konnten die bis dahin erbrachten Planungsleistungen des Architekturbüros vollständig genutzt werden. Sämtliche weiterführende Planungsleistung, die für die Ausführung des Neubauprojekts notwendig werden, sind im Auftrag des Generalplaners enthalten, so dass keine doppelten oder unnötigen Planungsleistungen erbracht werden.

Erste Einsparpotenziale waren bereits in der öffentlichen Sitzung des Rates im März 2024 präsentiert worden. Der Rat entschied damals, dass die Verwaltung gemeinsam mit der ProZent GmbH Vorschläge für Einsparmaßnahmen bei Bauvorhaben erarbeiten soll. Aktuell führte dies bereits zu erheblichen Einsparpotenzialen in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro. Die finalen Ersparnisse werden in der zweiten Jahreshälfte präsentiert. Teilbereiche und angedachte Einsparpotenziale wurden bereits im Ratsbeschluss (Vorlage 137/2026, 1. Ergänzung, Anlage 4) festgehalten.

Bürgermeister Simon Panke unterstreicht: „Ich freue mich sehr, dass wir hier auf einem guten Weg sind, die Notwendigkeit zum Sparen mit einer effizienten und funktionellen Bauweise zu verbinden. So können wir mit dem neuen Gebäude für die Kita Douvermannstraße einen bedeutsamen und angemessenen Bildungsort für unsere Kinder erschaffen und gleichzeitig die Belastung für den städtischen Haushalt reduzieren.

Es ist ein Gebot der Stunde, dass wir bei allen unseren Bauprojekten den Maßstab von Effizienz und Funktionsweise anlegen. Allen Beteiligten danke ich für ihr Engagement und ihre Kreativität. Denn gerade auch zur Einsparung von Kosten ist es immer wieder erforderlich, Pläne zu hinterfragen und neu zu denken.“

Nach jetziger Zeitschiene entsteht keine Lücke in der Betreuung, sondern die KiTa-Kinder werden im Bestandsgebäude betreut, bis die neue KiTa fertig gestellt ist. Erst dann wird die alte KiTa abgerissen.

Dinslaken: „Offen gesagt" – Bürgermeister-Podcast mit Dirk Haarmann und Simon Panke geht in die nächste Runde
Was viele Menschen in den sozialen Netzwerken gefordert haben, wird jetzt Realität: Die Bürgermeister Dirk Haarmann (Voerde) und Simon Panke (Dinslaken) stellen sich gemeinsam den Fragen, die die Menschen in der Region wirklich bewegen – und das nicht im Wahlkampf, sondern jetzt und genau dann, wenn die Nachrichten schwierig sind.

Dinslakens Bürgermeister Simon Panke und Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann bei der Aufzeichnung des Podcasts.

Am 02. Juli 2026 nehmen die beiden Bürgermeister gemeinsam mit Moderator Stefan Dickhäuser eine Sonderfolge des Podcasts „Offen gesagt" auf. Veröffentlicht wird die Episode am 10. Juli 2026, ab 16 Uhr auf Spotify.

 Ein Wunsch aus der Community – und zwei Bürgermeister, die ihn erfüllen In den vergangenen Wochen häuften sich in den sozialen Netzwerken Kommentare und Anfragen: Warum werden wichtige kommunalpolitische Themen eigentlich nur dann öffentlich diskutiert, wenn Wahlkampf ist? Warum erklärt niemand, warum die Grundsteuer steigt, wohin das Geld fließt oder welche Entscheidungen Städte überhaupt selbst treffen können – und welche ihnen von Land oder Bund vorgegeben werden?

Innerhalb von 24 Stunden sagten Dirk Haarmann und Simon Panke zu, als Stefan Dickhäuser die beiden für diese Folge anfragte. Keine sieben Tage später nehmen sie sich die Zeit – mitten in vollen Terminkalendern und trotz aller laufenden Herausforderungen in beiden Kommunen. Darum geht es in der Folge Die Folge greift konkrete Zitate und Kommentare aus Social Media auf und lässt beide Bürgermeister direkt darauf antworten – ungefiltert, verständlich und offen.

Themen sind unter anderem: – Die Grundsteuererhöhung und was wirklich dahintersteckt – Warum Kommunen bestimmte Ausgaben nicht vermeiden können – gesetzliche Pflichtaufgaben, Unterfinanzierung durch Bund und Land – Populäre Social-Media-Vorwürfe wie „Mafia-Methoden" bei der Grundsteuer oder Einsparungen zu Lasten der Jugend – Wie es sich anfühlt, in schwierigen Zeiten Bürgermeister zu sein – persönlich und menschlich.

Zwei Kommunen, zwei Perspektiven
Dirk Haarmann ist seit nunmehr 12 Jahren Bürgermeister der Stadt Voerde und trat im letzten Jahr seine dritte Amtszeit an – mit großer Zustimmung der Bevölkerung. Simon Panke wurde im September 2025 zum Bürgermeister von Dinslaken gewählt und startete sein Amt direkt in einer angespannten Haushaltslage. Beide verbindet das Ziel, transparent zu kommunizieren – auch dann, wenn die Botschaften keine angenehmen sind.

Das Format „Offen gesagt" entstand im Rahmen des letzten Kommunalwahlkampfs – Stefan Dickhäuser und Dirk Haarmann begannen damals, regelmäßig über kommunalpolitische Themen zu sprechen und die Bürgerinnen und Bürger in Voerde direkt zu informieren. Die Podcast-Serie wurde schnell zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Gesprächs und stieß auf große Resonanz. Mit dieser Folge weitet sich das Format erstmals interkommunal aus.

„Die Menschen haben in Social Media klar signalisiert: Sie wollen nicht nur im Wahlkampf gehört werden – sie wollen echte Antworten auf ihre Fragen. Genau das versuchen wir hier." – Stefan Dickhäuser, Moderator Aufnahme: Donnerstag, 02. Juli 2026, ca. 16:15 Uhr Veröffentlichung: Freitag, 10. Juli 2026, ab 16 Uhr auf Spotify Format: Podcast & Video – „Offen gesagt", der Bürgermeister-Podcast Gäste: Dirk Haarmann, Bürgermeister der Stadt Voerde; Simon Panke, Bürgermeister der Stadt Dinslaken Moderation: Stefan Dickhäuser

Kempen: Kurzfristige Schließung der Museen im Kulturforum Franziskanerkloster am Wochenende  
Aufgrund von Personalausfällen bleiben die Museen im Kulturforum Franziskanerkloster am Samstag und Sonntag geschlossen. Am Sonntag bleiben sowohl der Ticketverkauf als auch die Tourist-Information geschlossen. Am Samstag können Abonnements wie gewohnt in der Tourist-Information erworben werden.  

Die Stadtbibliothek ist am Samstag regulär geöffnet. Die Stadt bittet um Verständnis für die kurzfristigen Einschränkungen und entschuldigt sich für die entstehenden Unannehmlichkeiten.

Zweigstelle Lohberg mit verkürzten Öffnungszeiten in den Sommerferien
Vom 27. Juli bis zum 22. August 2026 gelten in der Zweigstelle Lohberg während der Sommerferien verkürzte Öffnungszeiten.

In diesem Zeitraum ist die Zweigstelle ausschließlich mittwochs von 15:00 bis 18:00 Uhr sowie freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten bleibt die Zweigstelle geschlossen. Ab der darauffolgenden Woche gelten wieder die regulären Öffnungszeiten.

Neues Amtsblatt
Am 9. Juli 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält drei öffentliche Bekanntmachungen, davon eine öffentliche Zustellung sowie zwei Bekanntmachungen zum Jahresabschluss 2024 der Stadt Dinslaken. Das Amtsblatt kann online eingesehen werden: https://abi.dinslaken.de/termine.

Moers: Neue Freizeitangebote im Solimare und Laubkörbe geplant - Enni krempelt auch die Altkleidersammlung um
Der Verwaltungsrat der ENNI Stadt & Service Niederrhein AöR hat in seiner gestrigen Sitzung wichtige Entscheidungen für die Weiterentwicklung kommunaler Angebote und Dienstleistungen getroffen. So wird die Altkleidersammlung in Moers grundlegend neu organisiert. Gleichzeitig treibt die Enni neue Freizeitangebote im Solimare voran und startet ein Pilotprojekt zur verbesserten Laubsammlung.

„Wir reagieren damit auf veränderte Rahmenbedingungen und investieren gezielt in mehr Service, Sauberkeit und attraktive Angebote für die Menschen in Moers“, so Vorständin Sandra Jungmaier.  

Altkleidersammlung wird neu organisiert
Überfüllte Container, sinkende Erlöse und vermüllte Standorte – die Altkleidersammlung steht schon länger unter Druck. Während die Enni 2023 noch deutliche Einnahmen mit ausrangierten Textilien erzielen konnte, sind diese in den vergangenen Jahren nahezu vollständig eingebrochen. Gleichzeitig steigen die Kosten für Sammlung und Reinigung weiter an.

Um die Gebühren zu entlasten, gab der Verwaltungsrat der Enni nun grünes Licht, das System komplett neu aufzustellen. Im Laufe des Jahres werden die Depotcontainer deshalb nach und nach aus dem Stadtgebiet verschwinden. Stattdessen setzt das Unternehmen auf eine zentrale Annahmestelle am Kreislaufwirtschaftshof und baut die Abholung an der Haustür deutlich aus. Ziel ist es, dadurch die Sammelqualität zu verbessern, Kosten zu senken und gleichzeitig für ein saubereres Stadtbild zu sorgen.  

Neue Freizeitangebote im Solimare konkretisiert
Auch das Betriebskonzept für die neuen Freizeitangebote im Solimare war Thema im Verwaltungsrat. Im Rahmen der Freiraumplanung entstehen auf dem hinteren Teil der Liegeweise auf insgesamt rund 23.000 Quadratmetern Fläche derzeit eine Hundefreilaufwiese mit Agility-Elementen, ein Grillareal und ein Kletterpark.

Alle drei Angebote sollen in den nächsten Wochen schrittweise in Betrieb gehen. Der Verwaltungsrat beschloss nun die Preisgestaltung, die die Enni auf Basis der Aufwendungen kalkuliert hat. Ziel ist es, das Solimare um zusätzliche Freizeitangebote zu ergänzen und die Attraktivität des Areals weiter zu steigern.

Mittelfristig sollen sich die Angebote möglichst selbst tragen. Der Eintritt in den Kletterpark wird demnach 30 Euro für Erwachsene und 25 Euro für Kinder kosten. Wer am Solimare grillen möchte, zahlt 40 Euro für eine Parzelle für viereinhalb Stunden oder 100 Euro für eine Grillhütte – inklusive Nutzung des Grills und Entsorgung der Abfälle. Ein Besuch der Hundefreilaufwiese kostet drei Euro pro Person.  

Pilotprojekt zur Laubsammlung geplant Große Mengen Laub sorgen im Herbst immer wieder für verstopfte Gullys, erschweren die Straßenreinigung und beeinträchtigen das Stadtbild. Um hier gegenzusteuern, stimmte der Verwaltungsrat nun einem Pilotprojekt zu: In ausgewählten Moerser Straßen in Meerbeck, Repelen, Kapellen, Schwafheim und Utfort wird Enni in diesem Herbst rund 70 Laubkörbe aufstellen, in denen Anwohnerinnen und Anwohner das anfallende Laub der städtischen Straßenbäume sammeln können.

Beispiele aus Nachbarkommunen zeigen, dass die Körbe eine praktikable Ergänzung zur klassischen Reinigung sein können. Ziel ist es, den Reinigungsaufwand zu reduzieren, die Sauberkeit zu verbessern und Erfahrungen unter realen Bedingungen zu sammeln. Nach der Laubsaison wird Enni Bilanz ziehen und dem Verwaltungsrat gegebenenfalls vorschlagen, die Laubkörbe dauerhaft einzusetzen.  

Archäologischer Mauerfund bremst Innenstadtsanierung
Einen Sachstandsbericht zur Innenstadtsanierung gab Enni-Vorstandsvorsitzender Dr. Kai Gerhard Steinbrich. Dabei berichtete er über Verzögerungen im Bereich der Haagstraße: Bei den Tiefbauarbeiten war Enni auf eine historische Bastionsmauer aus dem 17. Jahrhundert gestoßen, die nach Vorgaben des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) als zuständiger Denkmalschutzbehörde erhalten werden muss.

Das Bauwerk mit bislang unbekannter Länge und mehreren Querstrukturen wird derzeit vollständig freigelegt und vermessen. Parallel laufen Suchschachtungen, um eine alternative Trasse für die Versorgungsleitungen zu finden. Des Weiteren gab Steinbrich einen Ausblick auf den im Frühjahr 2027 startenden Bauabschnitt auf der Friedrichstraße. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Erste Abstimmungsgespräche mit Gewerbetreibenden haben bereits stattgefunden.

Faire Metropole Ruhr: Austausch und Auszeichnung für Moers
Fairer Handel, nachhaltige Beschaffung und starke Netzwerke: Die Jahrestagung der Fairen Metropole Ruhr hat Anfang Juli Engagierte aus Kommunen, Bildungseinrichtungen, Initiativen und der Zivilgesellschaft nach Moers geführt.

Engagierte aus Kommunen, Bildungseinrichtungen, Initiativen und der Zivilgesellschaft nahmen an der Jahrestagung der Fairen Metropole Ruhr teil. (Foto: pst)

Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen und gemeinsame Projekte in der Region. Veranstaltet wurde die Tagung von der Fairen Metropole Ruhr, der Stadt Moers und ‚fairIrhein‘.  Simone Zorn von Fairtrade Deutschland überreichte Bürgermeisterin Julia Zupancic die Urkunde für die Titelerneuerung als Fairtrade-Stadt. Sie würdigte das langjährige Engagement der Stadt sowie der zahlreichen lokalen Akteurinnen und Akteure für den Fairen Handel.

Bürgermeisterin Julia Zupancic betonte in ihrer Begrüßung die Verantwortung der Kommunen beim fairen Handel: „Ob Arbeitskleidung, Kaffee oder andere Produkte: Öffentliche Beschaffung kann dazu beitragen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu fördern, Umweltstandards einzuhalten und faire Chancen entlang globaler Lieferketten zu schaffen.“

IGA als Plattform nutzen
Neben der Titelerneuerung bot die Tagung viel Raum für Vernetzung und fachlichen Austausch. In Workshops, Gesprächsrunden und nach einem Impulsvortrag von Dr. Arno Wielgoss (PERÚ PURO) diskutierten die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen und Chancen des Fairen Handels sowie einer nachhaltigen kommunalen Beschaffung. 

Auch die Internationale Gartenausstellung 2027 spielte eine wichtige Rolle. Gemeinsam berieten die Teilnehmenden, wie die IGA als Plattform genutzt werden kann, um die Themen in der Region noch stärker sichtbar zu machen und neue Kooperationen anzustoßen. Die Veranstalter zogen ein positives Fazit. Die Tagung habe gezeigt, wie vielfältig und engagiert sich Menschen und Organisationen in der Fairen Metropole Ruhr für mehr globale Gerechtigkeit einsetzen.


NRW: Baupreise für Wohngebäude weiter angestiegen
* Preise für Wohngebäude gegenüber Mai 2025 um 4,0 % teurer
* Rohbauarbeiten: Klempnerarbeiten +6,5 % und Abdichtungsarbeiten +5,5 % * Höchster Preisanstieg im Straßenbau mit 6,8 %

Die Baupreise für Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk) in Nordrhein-Westfalen waren im Mai 2026 um 4,0 % höher als im Vorjahresmonat. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stiegen die Baupreise für Wohngebäude im Vergleich zu Februar 2026 um 1,9 %.


Preise für Rohbauarbeiten um 3,9 % gestiegen
Die Rohbauarbeiten für den Bau von Wohngebäuden verteuerten sich zwischen Mai 2025 und Mai 2026 um 3,9 %. Den stärksten Preisanstieg gab es in diesem Bereich bei Klempnerarbeiten mit6,5 %, gefolgt von Abdichtungsarbeiten mit 5,5 %. 
Dachdeckungsarbeiten sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten verteuerten sich um jeweils 5,3 %.

Preise für Ausbauarbeiten um 4,1 % gestiegen
Die Preise für Ausbauarbeiten bei Wohngebäuden stiegen im Mai 2026 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 4,1 %. Betonwerksteinarbeiten verzeichneten in diesem Bereich mit 8,4 % den höchsten Preisanstieg. Eine überdurchschnittliche Preiserhöhung wurde auch bei den Beschlagarbeiten mit 7,8 % festgestellt. 

Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen verteuerten sich um 7,0 %. Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige und Förderanlagen wurden im selben Zeitraum um 1,4 % günstiger angeboten als ein Jahr zuvor: Preise für weitere Bauwerksarten: Höchster Anstieg beim Straßenbau.

Der Straßenbau wies von allen Bauwerksarten mit 6,8 %den höchsten Preisanstieg zwischen Mai 2025 und Mai 2026 auf. Dies ist u. a. auf die Preisentwicklung im Energiesektor und steigende Materialkosten wie z. B. von Bitumen, einem Bindemittel für Asphalt, zurückzuführen. Weiter verteuerten sich die Preise für Außenanlagen für Wohngebäude um 5,8 % und Schönheitsreparaturen in Wohnungen um 4,8 %. 

Inflationsrate im Juni 2026 bei +2,3 %
Teuerung der Energieprodukte hat sich erneut abgeschwächt
Verbraucherpreisindex, Juni 2026:
+2,3 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
-0,3 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2026:
+2,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
-0,2 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Juni 2026 bei +2,3 %. Damit hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt erneut abgeschwächt, nachdem sie im Mai 2026 bei +2,6 % und im April 2026 bei +2,9 % gelegen hatte.

"Die Energiepreise verteuerten sich infolge des Iran-Kriegs weiterhin überdurchschnittlich und blieben somit ein zentraler Preistreiber. Jedoch fiel die Teuerung bei den Energieprodukten weniger stark aus als im Vormonat, wodurch die Inflationsrate gedämpft wurde", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

"Vor allem die Preise für Kraftstoffe und leichtes Heizöl sind gegenüber Mai 2026 gesunken. Verbraucherfreundlich war auch der leichte Rückgang der Nahrungsmittelpreise gegenüber dem Vormonat", so Brand. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 sanken die Verbraucherpreise insgesamt im Juni 2026 um 0,3 %.



Energieprodukte verteuerten sich um 3,4 % gegenüber Juni 2025
Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im Juni 2026 um 3,4 % höher als im Juni 2025. Damit hat sich die Teuerung der Energiepreise im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat erneut abgeschwächt (Mai 2026: +6,6 %; April 2026: +10,1 %).

Ein Grund für die geringere Preiserhöhung dürfte neben der Rohölmarktentwicklung die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe gewesen sein, die bereits am 1. Mai 2026 in Kraft trat und bis zum 30. Juni 2026 galt.

Kraftstoffe verteuerten sich im Juni 2026 binnen Jahresfrist um 11,3 % und damit weniger stark als in den Vormonaten (Mai 2026: +18,0 %; April 2026: +26,2 %). Leichtes Heizöl, ein Teil der Haushaltsenergie, verteuerte sich im Juni 2026 binnen Jahresfrist infolge der Rohölmarktentwicklung noch deutlich mit +29,4 % (Mai 2026: +47,9 %).

Trotz dieses Anstiegs war Haushaltsenergie insgesamt mit -1,6 % günstiger als im Vorjahresmonat, da leichtes Heizöl nur einen geringen Anteil an den Konsumausgaben für Haushaltsenergie hat. Darüber hinaus verbilligte sich Strom um 5,2 %, Erdgas einschließlich Betriebskosten um 2,9 % und Fernwärme um 0,9 %.

Diese rückläufigen Preisentwicklungen sind unter anderem auf die bereits seit Jahresbeginn umgesetzten Maßnahmen der Bundesregierung zurückzuführen.
2 Ende der temporären Mehrwertsteuersenkung für Gas (einschließlich Flüssiggas) und Fernwärme.
3 CO₂-Preis-Erhöhung, reduzierte Übertragungsnetzentgelte für Strom und Abschaffung der Gasspeicherumlage.
4 Beginn des Kriegs im Nahen Osten.
5 Inkrafttreten des Tankrabatts. 



Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist mit +0,4 % unterdurchschnittlich
Die Preise für Nahrungsmittel waren im Juni 2026 um 0,4 % höher als im Vorjahresmonat. Teurer binnen Jahresfrist waren vor allem Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+4,8 %), Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+3,3 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+2,4 %). Günstiger wurden hingegen Speisefette und Speiseöle (-14,7 %) sowie Molkereiprodukte (-6,2 %).

Im Einzelnen standen auffälligen Preisrückgängen zum Beispiel bei Butter (-29,1 %) und Kartoffeln (-8,8 %) auch nennenswerte Preisanstiege unter anderem für Eier (+14,6 %) gegenüber. Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +2,5 % Im Juni 2026 betrug die Inflationsrate ohne Energie +2,2 % und die Inflationsrate ohne Heizöl und Kraftstoffe +1,9 %.

Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im Juni 2026 bei +2,5 % und damit über der Gesamtteuerung.

Waren verteuerten sich gegenüber Juni 2025 um 1,7 %
Die Preise für Waren lagen im Juni 2026 insgesamt um 1,7 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Verbrauchsgüter verteuerten sich dabei um 2,0 % und Gebrauchsgüter um 0,9 %.

Teurer wurden neben Energieprodukten (+3,4 %) und Nahrungsmitteln (+0,4 %) beispielsweise Informationsverarbeitungsgeräte (+9,6 %), Tabakwaren (+5,8 %) sowie Kaffee und Ähnliches (+5,6 %). Preisrückgänge gab es hingegen unter anderem bei Haushaltsgeräten (-2,2 %) und Geräten der Unterhaltungselektronik (-4,0 %).




Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist mit +3,1 % überdurchschnittlich
Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Juni 2026 um 3,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit lag die Teuerung für Dienstleistungen erneut über der Gesamtteuerung. Besonders stark verteuerten sich im Vorjahresvergleich unter anderem Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+6,8 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+4,8 %) sowie Friseurleistungen und andere Dienstleistungen für die Körperpflege (+4,2 %).

Auch Pauschalreisen (+3,9 %), Wasserversorgung und andere Dienstleistungen für die Wohnung (+3,3 %) sowie Gaststättendienstleistungen (+2,9 %) waren im Juni 2026 deutlich teurer als ein Jahr zuvor. Bedeutsam für die Preisentwicklung insgesamt blieben im Juni 2026 die Nettokaltmieten mit +1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen blieben im Vorjahresvergleich nahezu unverändert (+0,1 %). 

Preise insgesamt sanken gegenüber dem Vormonat um 0,3 %, Energie um 3,0 % Gegenüber Mai 2026 sank der Verbraucherpreisindex insgesamt im Juni 2026 um 0,3 %. Die Energiepreise sanken binnen Monatsfrist um 3,0 %, hauptsächlich aufgrund des Preisrückgangs bei Kraftstoffen (-5,8 %, darunter Dieselkraftstoff: -7,9 %) und leichtem Heizöl (-9,5 %).

 Zudem gingen die Preise für Nahrungsmittel insgesamt um 0,5 % zurück, wobei Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem von niedrigeren Preisen für frisches Obst (-4,0 %) und frisches Gemüse (-2,7 %) profitieren konnten. Günstiger wurden unter anderem Bekleidungsartikel (-1,7 %), deutlich teurer hingegen zum Beispiel Pauschalreisen (+6,1 %).


Lebenshilfe: Aufruf zum Sommer der Aktionen – Teilhabe ist Menschenrecht!
Lebenshilfe positioniert sich zu Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz und des Bundeskanzlers zu den Sozialreformen und ruft ihre 471 Orts- und Kreisvereinigungen zu Aktionen auf.

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe legt heute, einen Tag vor der parlamentarischen Sommerpause, ihre Bewertung zu den Ergebnissen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und des Bundeskanzlers vom 25. Juni sowie des Bundessozialministeriums und der Sozialministerkonferenz vom 12. Juni 2026 vor. Diese haben weitreichende Reformvorschläge zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung sowie zur Kinder- und Jugendhilfe beschlossen.

„Alle Reformen müssen sich daran orientieren, was in der UN-Behindertenrechtskonvention und im Grundgesetz für Deutschland verbindlich festgelegt ist.“, erläutert Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, Bundesministerin a.D. „Es geht hierbei auch um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten, zum Beispiel wenn Wohnplätze einfach zugewiesen werden sollen. Daher ist es dringend nötig, Menschen mit Behinderung und ihre Verbände in den weiteren Prozess einzubeziehen."

Bereits im Februar hat die Lebenshilfe die Kampagne Teilhabe ist Menschenrecht | Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. gestartet und im Rahmen einer Petition beim Deutschen Bundestag binnen sechs Wochen mehr als 181.000 Unterschriften gegen Kürzungen bei der Eingliederungshilfe gesammelt. Über den Sommer soll die Kampagne nun auf örtlicher Ebene fortsetzt werden.

Auf Grundlage ihrer Bewertung der vorliegenden Beschlüsse wird die Lebenshilfe bundesweit mit Politikerinnen und Politikern über ihre acht Hauptforderungen sprechen. Hierbei geht es um die angekündigten Reformen bei der Pflegeversicherung, der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe. Denn alle drei Reformen treffen Menschen mit Behinderung und ihre Familien besonders hart.

Ein Abbau der Rechte der Menschen mit Behinderung, gleichberechtigt teilhaben zu können, wie es die UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht, darf auf keinen Fall erfolgen.

Beteiligungsaktion für Jugendliche: Gestalte den Mölderplatz mit - Deine Stimme zählt!
Am Mölderplatz in Wesel entsteht ein neuer Aufenthalts- und Sportbereich für Jugendliche. Die Skateanlage soll zu einem modernen Treffpunkt umgestaltet werden.  Um Jugendlichen die bisherigen Entwürfe zu zeigen und ihre Meinung dazu zu erfahren, führt das Team Kinder- und Jugendförderung am kommenden Montag, 13.07.2026 um 16:15 Uhr vor Ort an der Skateanlage eine Beteiligungsaktion durch. 


Alle Jugendlichen sind eingeladen daran teilzunehmen und ihre Meinung zu sagen. Wenn ihr Lust habt, euch über diese Beteiligungsaktion heraus an politischen Entscheidungs- und Planungsprozessen zu beteiligen oder sogar schon konkrete Ideen habt euch einzubringen, meldet euch beim Jugendrat Wesel.

Die nächste Vollversammlung findet statt am 15.07.2026 um 16:45 Uhr im Bürgerladen Wesel Feldmark, Dorotheenweg 6.  Links Jugendrat Wesel - Wir bestimmen mit!

Lippefähre muss aufgrund des Amprion-Projekts außer Betrieb gehen 
Die Lippefähre „Quertreiber“ muss leider aufgrund eines Amprion-Projekts ab Montag, den 13.07.2026, bis voraussichtlich Freitag, den 18.09.2026, außer Betrieb gehen. Zudem ist ausgehend von der RWE-Straße die Zuwegung zur Lippefähre derzeit nicht bzw. schlecht verdichtet.

Lippefähre "Quertreiber"

Um eine Sturzgefahr zu vermeiden, bittet die Stadt Wesel die Fahrradfahrer*innen darum in diesem Bereich vom Fahrrad abzusteigen und das Fahrrad über die Zuwegung zu schieben. Tagesaktuelle Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Stadt Wesel unter www.wesel.de/quertreiber.

Neue Telefonnummern für die Gemeinschaftsgrundschulen Konrad-Duden und Blumenkamp
Die Gemeinschaftsgrundschulen Konrad-Duden und Blumenkamp erhalten in der ersten Ferienwoche neue Telefonnummern. Die Gemeinschaftsgrundschule Konrad-Duden ist ab Dienstag, 21. Juli 2026, telefonisch unter der Rufnummer 0281 206363-0 erreichbar.

Die Gemeinschaftsgrundschule Blumenkamp ist ab Dienstag, 21. Juli 2026, telefonisch unter der Rufnummer 0281 206282-0 erreichbar. Die Stadt Wesel bittet darum, ab diesem Zeitpunkt nur noch die neuen Telefonnummern zu nutzen.

Raderlebnistag Niederrhein im Kreis Wesel war ein voller Erfolg
Bei idealem Radelwetter fand der 3. Raderlebnistag Niederrhein am Sonntag, 5. Juli 2026, im Kreis Wesel statt. Unter dem Motto „Strampeln und Stempeln“ präsentierte der Kreis Wesel sich als Radfahrregion; es ging es bei der Veranstaltung darum, dass die Teilnehmenden aktiv werden. 

Dazu wurden abwechslungsreiche Strecken für alle Alters- und Leistungsgruppen, informative Stopps an Museen und Kulturorten sowie zahlreiche Mitmachangebote angeboten. In diesem Jahr waren deutlich mehr Radlerinnen und Radler aktiv als in den Vorjahren.  „Der Raderlebnistag unter dem Dach von Niederrhein Tourismus zeigte wieder: Gemeinsames Radfahren stärkt die Region, fördert Begegnungen und macht Lust auf mehr solcher Angebote,“ so Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft beim Kreis Wesel. 

Das Konzept des Raderlebnistags überzeugte: Radlerinnen und Radler konnten auf 15 Routen im Kreis Wesel einen abwechslungsreichen Tag verbringen und dabei Stempel sammeln, um Gutscheine für die heimische Gastronomie und aus einem Fahrradshop, Eintrittskarten für Museen sowie hochwertige Wasserflaschen von der Römer-Lippe-Route zu gewinnen.

Zudem öffneten zahlreiche Museen aus der LEADER Region Lippe – Issel – Niederrhein für die Radler ihre Türen. Insgesamt beteiligten sich am gesamten Niederrhein mehr als fünfzig Kommunen mit abwechslungsreichen Routenvorschlägen, Erlebnisstationen und einem vielfältigen Rahmenprogramm.

Dazu gehörten unter anderem der verkaufsoffene Sonntag in Schermbeck, der Tag der offenen Tür zum 50-jährigen Jubiläum des Heimatvereins Alte Bergschule in Hünxe, das Stadt- und Vereinsfest mit einem bunten Programm für alle Generationen in Voerde auf dem Rathausplatz, das Picknickkonzert mit der Big Band „For Fun“ in Sonsbeck sowie das Sommerfest an der Musik- und Kunstschule in Wesel. 

Die zahlreichen Radlerinnen und Radler in Xanten verbanden durch die begleitende Spendenaktion zugunsten der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ sportliche Aktivität mit gesellschaftlichem Engagement.

Foto: Gemeinde Sonsbeck, Nicole Wagener

Hohe Nachfrage der Kommunen nach Bundesförderung für klimaangepasste Städte und Gemeinden
Der Projektaufruf im Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel" ist auf großes Interesse gestoßen. Städte und Gemeinden in ganz Deutschland wollen investieren, um Grün- und Freiflächen besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen wie Hitze, Trockenheit und Starkregen macht deutlich, dass Kommunen ihre Infrastruktur und Planung zukunftsfähig ausrichten müssen.

Für den Projektaufruf der 5. Tranche des Bundesprogramms wurden 326 Projektvorschläge mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 928 Mio. Euro eingereicht. Der Förderbedarf der Kommunen übersteigt die für diese Tranche verfügbaren Bundesmittel in Höhe von 80 Millionen Euro damit deutlich.

Dazu Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen:
„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie belastend Hitze für unseren Alltag geworden ist. Wenn sich Städte und Gemeinden aufheizen, Schulhöfe und Spielplätze in der prallen Sonne leer bleiben und insbesondere Kinder, Familien und ältere Menschen unter den hohen Temperaturen leiden, wird klar: Klimaanpassung ist keine Zukunftsaufgabe mehr, sie ist jetzt notwendig. Genau hier setzt unser Bundesprogramm an. Wir helfen Kommunen dabei, mehr Grün zu schaffen, Wasser besser zu speichern und öffentliche Räume so zu gestalten, dass sie auch an heißen Tagen lebenswert bleiben. Die enorme Nachfrage zeigt: Der Bedarf ist groß und die Kommunen wollen handeln. Deshalb ist jeder Euro, den der Bund hier investiert, gut angelegt.“

Verena Hubertz Foto Markus C. Hurek


Informationen zu dem Programm:
Mit dem 2020 erstmals aufgelegten Bundesprogramm unterstützt das Bundesbauministerium gezielt Kommunen dabei, ihre Infrastrukturen und öffentlichen Räume besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen und widerstandsfähiger zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau und der Stärkung der sogenannten blau-grünen Infrastruktur.

Förderfähig sind vegetabile und bauliche Investitionen sowie investitionsvorbereitende und projektbegleitende Maßnahmen in urbanen und ländlichen Grün- und Freiräumen, die diese in ihrer Vitalität und Funktionsvielfalt erhalten und weiterentwickeln. Ziel ist es, diese dauerhaft in Städten und ländlichen Regionen zu erhalten, ökologisch zu stärken und für die Menschen vor Ort vielfältiger nutzbar zu machen.

Am 03. Juli 2026 endete die Frist für die Einreichung kommunaler Projektskizzen im Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel". Die eingegangenen Projektskizzen werden nun durch das mit der Umsetzung des Programms betraute Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) fachlich und formal geprüft. Über die Auswahl der Förderprojekte entscheidet der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel finden Sie unter: https://www.anpassung-klimawandel.bund.de/KLIMA/DE/Aktuelles/aktuelles_node.html

Stadtbibliothek Dinslaken: Fußballbilder-Tauschbörse geht in die Verlängerung
Nach dem großen Erfolg der bisherigen Fußballbilder-Tauschbörsen lädt die Stadtbibliothek Dinslaken kurzfristig zu einem weiteren Tauschtermin ein. Alle kleinen und großen Fußballfans haben am Samstag, 11. Juli 2026, von 10 bis 12 Uhr erneut die Gelegenheit, doppelte Sticker gegen fehlende Exemplare zu tauschen und ihre Alben zu vervollständigen.

Die beiden bisherigen Tauschbörsen wurden sehr gut angenommen. Allein am vergangenen Samstag kamen rund 120 Besucher*innen in die Kinderbibliothek. Da viele Sammler*innen noch auf der Suche nach den letzten fehlenden Bildern sind oder selbst noch Tauschmaterial haben, bietet die Stadtbibliothek einen zusätzlichen Termin an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Neues Amtsblatt
Am 7. Juli 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält eine öffentliche Bekanntmachung zu 59 Grabstätten auf dem Friedhof Im Nist, dem Parkfriedhof und dem Waldfriedhof Oberlohberg. Hier werden Angehörige gesucht, die die jeweiligen Grabstätten fortführen.

Sollte sich innerhalb von sechs Monaten keine Person finden, welche die Grabstätte fortführen möchte, geht das Nutzungsrecht auf die Stadt Dinslaken über. Das Amtsblatt kann online eingesehen werden: https://abi.dinslaken.de/termine.

KVNO: „Spargesetz auf Kosten der Patientinnen und Patienten“

Anlässlich der geplanten Abstimmung zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz im Bundestag in dieser Woche äußert sich der Vorstand der KV Nordrhein wie folgt:

Düsseldorf, 08.07.2026 – Das geplante Beitragsstabilisierungsgesetz ist keine Reform – es ist ein Spargesetz auf Kosten der Patientinnen und Patienten. Die KV Nordrhein organisiert täglich die ambulante Versorgung für Millionen Menschen in Nordrhein. Wir erleben jeden Tag, was die Praxen für die Versorgung der Menschen leisten. Und wir sagen klar: Diese Pläne werden die Versorgung verschlechtern, nicht verbessern. Genau deshalb sehen wir dieses Gesetz mit großer Sorge.

Die Folgen sind konkret: Patientinnen und Patienten werden länger auf Termine war-ten. Praxen werden weniger in Qualität und Innovation investieren können. Und am Ende werden die Menschen mehr aus der eigenen Tasche zahlen.

Das ist die Realität hinter diesen Zahlen.
Gesundheit ist die Grundlage für eine leistungsfähige Gesellschaft. Wer hier spart, ohne zu reformieren, gefährdet nicht nur einzelne Praxen – er gefährdet die ambulante Versorgung insgesamt. Die Politik muss die Risiken und Nebenwirkungen dieses Gesetzes endlich ernst nehmen und an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Wir fordern stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, die Praxen und Patientinnen und Patienten gleichermaßen schützen – und sind bereit, konstruktiv an echten Lösungen mitzuwirken.
Der KVNO-Vorstand– Dr. med. Frank Bergmann (rechts) und Dr. med. Carsten König (links), Quelle: KVNO/Anne_Orthen

Kunstbummel durch die Moerser Innenstadt ab 14. Juli
Kunst erleben und shoppen können die Besucherinnen und Besucher der Moerser Innenstadt ab Dienstag, 14. Juli. Bis zum 31. August findet erstmals der Moerser Kunstbummel statt.

Eva Marxen (Leiterin Kulturbüro Moers), Gaby Kienle und Christine Cleef (v.l.) freuen sich auf den Moerser Kunstbummel. Er startet am Dienstag, 14. Juli. (Foto: pst)

Die Idee dazu hatten die beiden Moerser Künstlerinnen Gaby Kienle und Christine Cleef beim letzten Moerser KunstFrühling des Kulturbüros Moers. Das Kulturbüro unterstützt auch die neue Veranstaltung. In 28 Einzelhandelsgeschäften präsentieren 23 regionale Künstlerinnen und Künstler ihr Schaffen. 

„Zu sehen sind Werke von realistisch bis abstrakt – darunter Gemälde in Öl, Acryl und Aquarell, Fotografien sowie Arbeiten in Mischtechnik“, erklärt Christine Cleef. Die Kunstwerke in der Preisspanne von 35 bis 1.800 Euro können auch gekauft werden.

„Unser Ziel ist es, lokale Kunstschaffende sichtbar zu machen sowie die Aufenthaltsqualität und kulturelle Attraktivität der Innenstadt zu stärken“, erläutert Gaby Kienle. Am Freitag, 17. Juli, findet ab 10 Uhr am Neumarkt vor dem Teehaus Geschwendner eine kleine Begegnungsrunde mit einigen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler statt.

Bei einem gemeinsamen Teeumtrunk haben Interessierte die Gelegenheit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dort und in den anderen teilnehmenden Geschäften ist auch ein Flyer erhältlich, in dem alle Ort sowie Künstlerinnen und Künstler aufgeführt sind.

vhs-Herbstsemester: Kursanmeldungen ab sofort möglich
Den Kopf füllen, Gedanken sortieren, Neues entdecken – das Herbstsemester der Volkshochschule Moers – Kamp-Lintfort, das am 14. September startet, steht unter dem Motto ‚Kopfsalat‘. Damit präsentiert die vhs erneut ein vielseitiges Angebot, das Lust macht auf Bildung, Begegnung und neue Impulse.

Das aktuelle Programmheft erscheint am Donnerstag, 9. Juli. „Bildung bedeutet nicht nur, Wissen zu erwerben, sondern auch neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Mit unserem Motto ‚Kopfsalat‘ möchten wir dazu ermutigen, neugierig zu bleiben und auch vermeintliches Gedankenchaos als Chance für neue Ideen zu begreifen“, so vhs-Leiterin Beate Schieren-Ohl.

Neues ausprobieren, Bekanntes vertiefen
Das neue Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, Neues auszuprobieren oder Bekanntes zu vertiefen. Ob Sprachen, Gesundheit, Kultur, Digitalisierung, berufliche Bildung oder kreative Angebote – für jedes Interesse und jede Lebensphase ist etwas dabei.

Bewährte Formate finden sich ebenso im Programm wie neue Themen, aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen und innovative Kurskonzepte. Im Bereich Gesellschaft und Umwelt wird es praktisch und nachhaltig: Wer heimische Wildtiere unterstützen möchte, kann unter fachkundiger Anleitung ein Igelhotel für den eigenen Garten bauen (8. Oktober). Pünktlich zur Adventszeit lädt außerdem ein Kreativworkshop dazu ein, aus Naturmaterialien stimmungsvolle Kränze und Gestecke zu gestalten (27. November).

Darüber hinaus vermittelt ein neues Seminar wirksame Lernstrategien für Schule, Studium und Beruf (ab 14. November), während ein Einführungskurs in das traditionsreiche Kartenspiel Bridge logisches Denken und gemeinsames Spielen miteinander verbindet (ab 18. September).

Kreatives Experimentieren
Im Fachbereich Kultur steht kreatives Experimentieren im Mittelpunkt. Ein neuer Workshop zeigt, wie sich aus Beton und Gips individuelle Wohnaccessoires, dekorative Objekte und kleine Kunstwerke herstellen lassen – von schlichten Gefäßen bis hin zu floralen Wandreliefs (ab 7. November).

Der Gesundheitsbereich greift aktuelle Themen auf und bietet neue Impulse für das körperliche und seelische Wohlbefinden. Der Workshop ‚Tanz der Hormone‘ begleitet Frauen durch die Wechseljahre und vermittelt alltagsnahe Strategien für mehr Balance und Selbstfürsorge (14. November).

Wer seine persönliche Energie stärken möchte, findet im Kurs ‚Lebenspower aktivieren‘ wirkungsvolle Body-Mind-Übungen für mehr Motivation und Gelassenheit im Alltag (19. September). Mit dem Kennenlernworkshop ‚Kinomichi‘ bereichert zudem eine aus Japan stammende Bewegungskunst das Programm, die Achtsamkeit, Beweglichkeit und das Miteinander in den Fokus stellt (19. September).

Anerkannter Bildungsurlaub
Berufliche Weiterbildung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Erstmals bietet die vhs den als Bildungsurlaub anerkannten Online-Kurs ‚Boost your Career: Personal Development & Business English (B2)‘ an. Hier werden Englischkenntnisse gezielt mit der Entwicklung persönlicher und beruflicher Kompetenzen verbunden (ab 15. Februar).

Mit der neuen Kursreihe ‚Excel exklusiv‘ reagiert die vhs auf den hohen Bedarf an fundierten Excel-Kenntnissen im Berufsalltag. In vier aufeinander aufbauenden Kleingruppenkursen mit Durchführungsgarantie erwerben die Teilnehmenden praxisnahes Wissen – von den Grundlagen bis zu komplexen Funktionen und professionellen Anwendungen.

Die Programmhefte mit sämtlichen Angeboten liegen ab Donnerstag, 9. Juli, u. a. in der Moerser Geschäftsstelle im Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, aus. Anmeldungen sind ab dann in der Geschäftsstelle, schriftlich mit Anmeldekarte, telefonisch unter 0 28 41/ 201-565 und online ab sofort unter www.vhs-moers.de möglich.

Historie beeinflusst Baumaßnahmen in der Moerser Innenstadt  
Wer in der Moerser Innenstadt baut, trifft immer wieder auf Spuren der Vergangenheit. Aktuell sorgt diese gleich bei zwei Baumaßnahmen für Aufmerksamkeit: Während an der Rheinberger Straße und Mühlenstraße umfangreiche Kampfmitteluntersuchungen den Bauablauf beeinflussen, wurde in der Altstadt ein historisches Mauerwerk aus der Zeit des ehemaligen Karmeliterklosters freigelegt.  

Kampfmitteluntersuchungen an der Rheinberger Straße und Mühlenstraße   Die Kanal- und Straßensanierung an der Rheinberger Straße und Mühlenstraße macht in den einzelnen Bauabschnitten weiterhin Fortschritte. Die Gesamtmaßnahme wird jedoch länger dauern als ursprünglich vorgesehen. Nach aktueller Planung soll der Kanalbau in der Rheinberger Straße bis Ende Dezember abgeschlossen werden.  

Der Grund für die Anpassung des Zeitplans liegt unter der Oberfläche. Die Arbeiten werden von deutlich umfangreicheren Kampfmitteluntersuchungen begleitet, als ursprünglich absehbar war. Aufgrund des von Verdachtsflächen betroffenen Bereichs läuft der Tiefbau unter Aufsicht eines Fachgutachters nach strengen Vorgaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

So kann der Tiefbau nur vorsichtig Schicht für Schicht durchgeführt werden, was immer wieder zu Unterbrechungen und zusätzlichen Prüfungen im Bauablauf führt. Hinzu kommen unerwartete Herausforderungen bei Hausanschlüssen und Versorgungsleitungen, deren tatsächliche Lage teilweise von den vorhandenen Plänen abweicht.  

„Sicherheit geht für uns immer vor Geschwindigkeit“, erklärt Markus Traud, stellvertretender Abteilungsleiter Planung & Bau der Enni. „Die baubegleitende Kampfmittelsondierung ist zwingend notwendig. Sobald Auffälligkeiten im Untergrund festgestellt werden, müssen wir die Arbeiten prüfen und gegebenenfalls anpassen. Das kostet Zeit, gibt aber allen Beteiligten die Sicherheit, dass die Maßnahme fachgerecht und ohne Risiken umgesetzt wird.“

Um den Baufortschritt dennoch zu beschleunigen, setzt das beauftragte Tiefbauunternehmen derzeit zwei Kolonnen gleichzeitig vor Ort ein.  rotz der verlängerten Gesamtbauzeit gibt es auch positive Nachrichten: Ab Mitte August ist die Verbindung von der Mühlenstraße zur Trotzburg vorerst wieder in beiden Richtungen befahrbar.

Zusätzlich bereitet ENNI in den Sommerferien die nächsten Kampfmitteluntersuchungen im Bereich der Baerler Straße vor. Die aktuell eingerichteten Umleitungen des ÖPNV werden in Abstimmung mit der NIAG zunächst beibehalten.  

Nach Abschluss der Kanalbauarbeiten in der Rheinberger Straße im Dezember werden die Kanäle in der Mühlenstraße bis zum Brückenbauwerk erneuert. Parallel dazu erfolgen die Straßenbauarbeiten im Bereich der Rheinberger Straße unter halbseitiger Sperrung. In einem späteren Bauabschnitt werden auch in der Mühlenstraße die Oberflächen erneuert.  

Mit der Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanäle investieren Enni und die Stadt Moers nachhaltig in eine moderne Innenstadt mit einer sicheren und zukunftsorientierten Infrastruktur.  

Historisches Mauerwerk in der Innenstadt  
Auch bei den Sanierungsmaßnahmen in der Moerser Altstadt gibt es Neuigkeiten. Im Zuge der laufenden Tiefbauarbeiten zur Erneuerung der Versorgungsinfrastruktur wurden neben der Bastionsmauer aus dem 17. Jahrhundert nun auch Überreste des ehemaligen Karmeliterklosters freigelegt.

Zum Vorschein kam eine massive Mauer, die nach erster Einschätzung zur südlichen Außenmauer des zwischen 1441 und 1608 bestehenden Klosters gehört.   Die freigelegte Mauer liegt mit ihrer Oberkante unmittelbar unter dem heutigen Straßenpflaster. Teile der historischen Bausubstanz wurden vermutlich bereits durch frühere Baumaßnahmen sowie den Ausbau der Festungsanlagen in vergangenen Jahrhunderten beeinträchtigt.  

Der Fund unterstreicht die historische Bedeutung der Moerser Innenstadt und liefert weitere Einblicke in die Entwicklung des Stadtkerns von Moers. Die weiteren Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden. Die aktuelle Bauzeitenplanung für die Fertigstellung der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur des gesamten ersten Bauabschnitts hat trotz dieser Funde weiterhin Gültigkeit, so dass durch Enni Ende 2027 die Arbeiten hier abgeschlossen werden.

Grenzenloser Hochwasserschutz: Nordrhein-Westfalen und die Niederlande vertiefen Zusammenarbeit
Minister Krischer: Land legt Bilanz und Ausblick im Hochwasserschutz fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe vor: 600 Projekte seit 2021, weitere 120 Renaturierungen mit Schutz-Effekt, mehr Mittel, mehr Tempo

Deichsanierung zwischen Dornick und Emmerich / © Deichverband Bislich-Landesgrenze

Die Hochwasserkatastrophe 2021 war für das Land Nordrhein-Westfalen eine Zäsur. Sie hat auf dramatische Weise gezeigt, dass Schutzsysteme und Warnstrukturen weiterentwickelt und Planungen an die Folgen des Klimawandels angepasst werden müssen. Bei der ersten gemeinsamen Hochwasser-Pressekonferenz mit den Niederlanden, die als Vorreiter in der Vorsorge gelten, legten beide Länder vor, was sie in den vergangenen fünf Jahren unternommen haben, um die Menschen besser vor Hochwasser zu schützen. Beide Länder verbindet seit den großen Rheinhochwassern vor mehr als 30 Jahren eine einzigartige Partnerschaft.

Vincent Karremans, Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft der Niederlande: „Die Bilder der Flutkatastrophe vor fünf Jahren haben sich tief in unser Gedächtnis eingebrannt. Auch wenn eine solche Naturkatastrophe ein außergewöhnliches Ereignis ist und wir uns nicht zu 100 Prozent dagegen schützen können, setzen wir alles daran, Schäden und Opfer so weit wie möglich zu begrenzen. Dafür ist die Zusammenarbeit mit unseren Flusspartnern von entscheidender Bedeutung. In den vergangenen fünf Jahren haben wir diese Zusammenarbeit vertieft und weiter verbessert. Hochwasser macht nicht an Grenzen halt – unsere Zusammenarbeit darf das ebenfalls nicht.“

Ob bei der Sanierung der Rheindeiche in Emmerich oder Rheinberg, an denen niederländische Firmen beteiligt sind, oder bei einem der größten gesteuerten Hochwasserpolder Deutschlands, der gerade in Köln-Worringen entsteht und Anlieger bis in die Niederlande schützen soll: Beide Länder profitieren von dieser Zusammenarbeit. „Es gilt das Prinzip: Oberlieger schützt Unterlieger. Gemeinsam können wir die Sicherheit für Millionen Menschen am Rhein und seinen Nebenflüssen erhöhen. Bei der Weiterentwicklung von Maßnahmen sind die Niederlande unser bester Kooperationspartner“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Gemeinsames Forschungsprogramm
Um ihre Systeme in Zeiten des Klimawandels krisenfest zu machen, setzen beide Länder auf anwendungsbezogene Forschung. Das Programm JCAR ATRACE ist ein wichtiger Baustein. Es bietet unter anderem die Möglichkeit, Fragestellungen aus der Praxis direkt an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen und des niederländischen Institutes Deltares zu adressieren. JCAR ATRACE etabliert damit die enge Verzahnung von Praxis und Wissenschaft, die eine Erkenntnis und Konsequenz aus der Katastrophe 2021 war.

Prof. Holger Schüttrumpf, Leiter des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der RWTH Aachen: „Das Hochwasser 2021 hat uns die Bedeutung eines grenzüberschreitenden Hochwasserschutzes deutlich vor Augen geführt. Das Prinzip Oberlieger schützt Unterlieger gilt auf der kommunalen, regionalen und internationalen Ebene gleichermaßen. Wir müssen daher den Hochwasserschutz gemeinsam anpacken, um eine Wiederholung des Ereignisses von 2021 zu verhindern. JCAR Atrace bietet uns hier die Möglichkeit, grenzüberschreitende Fragestellungen zu untersuchen und anschließend direkt in die Praxis zu überführen.“

„Room for the River“ als Leitbild
Nordrhein-Westfalen und die Niederlande verbindet außerdem das Ziel, technischen und natürlichen Hochwasserschutz zu verbinden. Dafür gibt es in den Niederlanden das Programm „Room for the River“ (Raum für den Fluss). Statt Deiche nur immer höher zu bauen, gibt man den Gewässern dort, wo es möglich ist, ihre Auen zurück. Auf diese Puffer-Wirkung setzt auch Nordrhein-Westfalen: Renaturierungen und Deichrückverlegungen wie derzeit in Duisburg-Mündelheim oder Rees schaffen natürliche Puffer, die Hochwasserspitzen kappen und gleichzeitig die biologische Vielfalt stärken. Auch große Renaturierungen wie an der Lippe im Bereich Haltern, Lippramsdorf und Marl schaffen mehr Rückhaltevolumen.

Hein Pieper, Deichgräf der niederländischen Waterschap Rijn en IJssel: „In unserer Grenzregion arbeiten deutsche und niederländische Wasserbehörden seit vielen Jahren eng zusammen. Die wichtigste Erkenntnis dabei? Die Menschen machen den Unterschied. In einer Krise kommt es darauf an, dass man sich kennt, versteht und vertraut. Wie unsere Nachbarn sagen: ,In Krisen muss man Köpfe kennen‘.“

Alle Beteiligten setzten bei der Pressekonferenz im Wasserbaulabor der RWTH Aachen ein starkes Zeichen, dass Hochwasserschutz über Grenzen hinweg geplant werden muss – unabhängig von Verwaltungsgrenzen. Das Land Nordrhein-Westfalen bezieht die Niederländer derzeit auch bei seinen „Regionalpakten für den Hochwasserschutz“ ein. Dabei werden Konzepte für ganze Flusseinzugsgebiete mit allen Beteiligten geplant und umgesetzt. Die niederländischen Partner beteiligen sich am Verhandlungsprozess für einen Regionalpakt Eifel-Rur (Maas-Süd). Die Regionalpakte Rhein und Maas-Nord werden folgen. Ziel ist es, kompatible Schutzsysteme für den Rhein sowie Nebenflüsse wie Rur, Niers oder Ijssel zu schaffen, um die Menschen beidseits der Grenze optimal und effizient zu schützen.

Mehr Mittel, mehr Projekte, mehr Tempo
Rückblickend markierte die Hochwasserkatastrophe in beiden Ländern eine Zäsur: „Wir haben den Hochwasserschutz seitdem so schnell vorangebracht wie nie zuvor. In Zeiten des Klimawandels können wir uns keinen Aufschub leisten. Das neue Tempo durch Effizienz und Zusammenarbeit treiben wir jetzt in den Pakten voran“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Seit 2021 hat das Land Nordrhein-Westfalen rund 500 Millionen Euro für den Hochwasserschutz zur Verfügung gestellt. Trotz angespannter Haushaltslage wurde klar priorisiert: 2021 betrug der Mittelansatz für den Hochwasserschutz 56,7 Millionen, seit 2025 stellt das Land mit rund 100 Millionen Euro fast doppelt so viel pro Jahr zur Verfügung. Damit wurden seit der Hochwasserkatastrophe rund 600 Projekte gefördert, die zum klassischen Hochwasserschutz zählen, darunter Deichsanierungen, Neubauten, Rückhaltebecken, der Ausbau des Pegelnetzes und die Erstellung von Starkregenmanagement- und Hochwasserschutzkonzepten in den Kommunen.

Drei Beispiele für große zurzeit laufende Deichsanierungen: Rheinberg-Wallach (Fördervolumen des Landes circa 27 Millionen Euro), Duisburg-Mündelheim (Fördervolumen von Land und Bund voraussichtlich über 100 Millionen Euro) und Rees-Löwenberg (3. Bauabschnitt; Fördervolumen des Landes voraussichtlich circa 28 Millionen Euro). Bei mehreren solcher Großprojekte konnte der Bau in den vergangenen Jahren beschleunigt werden.

In Köln-Worringen entsteht derzeit einer der größten gesteuerten Hochwasserpolder Deutschlands. Er soll im Ernstfall zukünftig Hochwasserspitzen des Rheins um bis zu 17 Zentimeter senken und Einsatzkräften bis zu 14 Stunden zusätzliche Vorbereitungszeit ermöglichen. Derzeit wird die Ausführung geplant, die ersten Bauarbeiten sind für 2027 geplant. Zudem steht der Bau von zwei großen Rückhaltebecken an der Vicht mit einem Landes-Fördervolumen von fast 28 Millionen Euro an.

600 Projekte und 120 Renaturierungen mit Schutz-Effekt
Zu den 600 Projekten kommen 120 zukunftsweisende Projekte seit 2021 hinzu, die technischen Hochwasserschutz mit ökologischer Flussentwicklung kombinieren, wie zum Beispiel das Hochwasser- und Naturschutzprojekt Haltern-Lippramsdorf-Marl (HaliMa) oder der Neubau des Wehrkomplexes Stiftsmühle in Lippstadt. Auch hier hatte die Hochwasserkatastrophe 2021 gezeigt, dass technische Bauwerke allein oft nicht ausreichen. Moderner Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen setzt deshalb auf die Kombination mit ökologischen Maßnahmen, weil sie den Wasserabfluss verlangsamen und zusätzliches Retentionsvolumen schaffen.

Weitere wichtige Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen:
Mehr Pegel und verbesserte Meldeketten
Ein wesentliches Ziel war und ist die kontinuierliche Weiterentwicklung von Hochwasserinformationen. Dazu zählen schnellere Meldeketten und die optimierte Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst DWD, aber auch die Verdichtung des Pegelmessnetzes. 2021 hatte das Land an 84 Standorten Hochwassermeldepegel, heute sind es 122. Die zusätzlichen Pegel wurden insbesondere an kleineren Flüssen errichtet, die vor 2021 noch nicht im Fokus standen. Zurzeit werden gewässerkundliche Pegel der Wasserverbände in das Landesnetz integriert und nutzbar gemacht. Das Land stattet sie dafür mit eigener Technik aus.

Pakte für gemeinsames Handeln in den Regionen
Der im Februar 2026 unterzeichnete landesweite „Pakt für Hochwasserschutz“ hat das Ziel, den Schutz der Bevölkerung, der Umwelt und der Wirtschaft vor Flutereignissen durch eine verbesserte Zusammenarbeit, schnellere Verfahren und kombinierte Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Gewässerökologie zu beschleunigen. Er ist eine Reaktion auf die Hochwasserkatastrophe, aber auch auf die zunehmenden Hochwassergefahren durch den Klimawandel.
Mit dem Pakt verpflichten sich alle Akteure – Land, Bezirksregierungen, Kommunen, Wasserverbände und weitere, Hochwasserschutz nicht mehr nur lokal, sondern für ganze Flusseinzugsgebiete und Regionen „aus einem Guss“ zu planen. Für die jeweiligen Gebiete werden zurzeit die „Regionalpakte“ verhandelt.

Hochwasserkommission als Innovations-Motor
Die 2021 einberufene Hochwasserkommission im Umweltministerium mit Experten, Wissenschaftlern und Stakeholdern ist ein Taktgeber bei der Entwicklung eines klimaresilienten Hochwasserrisikomanagements. Sie begleitet die Arbeiten des Landes, die Fortschreibung des 10-Punkte-Arbeitsplans „Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“ und unterstützt bei der Entwicklung neuer Methodiken, die direkt Einzug in die Planungen und die Verwaltung halten.

Neue risikobasierte Planung
Mit Unterstützung der Hochwasserkommission wurden Empfehlungen zur Aufstellung risikobasierter Konzepte aufgestellt. Diese stellen erstmalig eine Methodik vor, mit der Maßnahmen vor Ort verbessert und beschleunigt werden können. Diese in Nordrhein-Westfalen entwickelte Methodik stößt bundesweit auf Interesse, da mit ihr einheitliche Kriterien zur Bewertung von Gefahren anhand wissenschaftlich fundierter Kenngrößen genutzt werden. Damit können Schutzziele passgenau auf die Bedarfe vor Ort angepasst werden. Auch im Rahmen der Hochwasserschutzpakte soll die Methodik verwendet und dadurch in die Fläche getragen werden.

Digitale Förderung beschleunigt die Antragstellung
Das Land hat den Zugang zum landeseigenen Förderprogramm „Hochwasserrisikomanagement und Wasserrahmenrichtlinie“ digitalisiert. Für die hochwasserschutzpflichtigen Kommunen und Wasserverbände vereinfacht ein Online-Portal die Antragstellung. Automatische Prüfungen vermeiden Eingabefehler, große Anlagen wie Pläne oder Gutachten können direkt hochgeladen werden und Stammdaten lassen sich für künftige Anträge wiederverwenden. Das spart Zeit und reduziert Schriftverkehr.

Gefahren des Klimawandels stärker im Fokus
Hochwasserstatistiken, die als Grundlage für wasserwirtschaftliche Planungen dienen, müssen künftig die Auswirkungen des Klimawandels miteinbeziehen. Eine Grundlage dafür legt das Projekt „StatExNi", in dem mögliche Extremniederschläge in Nordrhein-Westfalen für heutiges und mögliches zukünftiges Klima berechnet werden. Dabei werden Zeitreihen unter Klimawandeleinfluss bis in das Jahr 2100 erzeugt.


Moers: ENNI warnt vor falsch entsorgten Elektrogeräten
Lithium-Ionen-Akku löst Brand während der Altpapiersammlung aus
Während der Altpapiersammlung in der Moerser Innenstadt hat ein falsch entsorgtes Elektrogerät am Dienstag erneut einen Brand in einem Sammelfahrzeug der ENNI ausgelöst. Die Kolonne bemerkte auf der Rheinberger Straße in Höhe der NIAG Rauchentwicklung aus dem Sammelaufbau und reagierte sofort. Um größeren Schaden oder einen Vollbrand des Elektro-Lkw zu verhindern, entluden die Mitarbeitenden das Altpapier auf die Fahrbahn und sicherten den Bereich bis zum Eintreffen der Feuerwehr.

Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den Brand wenige Minuten später unter Kontrolle bringen. Wie bereits bei einem ähnlichen Vorfall vor rund drei Wochen in Meerbeck fanden die Einsatzkräfte auch diesmal E-Vapes im Brandgut. Nach ersten Erkenntnissen wurde ein darin verbauter Lithium-Ionen-Akku während des Verlade- und Verdichtungsvorgangs beschädigt und entzündete den Inhalt des Sammelfahrzeugs.  

„Die Entsorgung von Elektroaltgeräten mit Lithium-Ionen-Akkus über die Abfalltonnen verursacht eine erhebliche Brand- und Explosionsgefahr. Dadurch werden nicht nur unsere Mitarbeitenden und Fahrzeuge, sondern auch unbeteiligte Dritte ernsthaft gefährdet. Wir bitten deshalb alle Kundinnen und Kunden eindringlich, solche Geräte ausschließlich und kostenlos am Kreislaufwirtschaftshof abzugeben“, betont Ulrich Kempken, Abteilungsleiter der Moerser Abfallsammlung.  

ENNI appelliert deshalb erneut an alle Bürgerinnen und Bürger, Elektroaltgeräte – auch kleine Geräte wie E-Vapes, elektrische Zahnbürsten oder Kopfhörer – nicht über die Abfalltonnen zu entsorgen. Diese können kostenlos am ENNI-Kreislaufwirtschaftshof abgegeben und dort fachgerecht verwertet werden. So lassen sich gefährliche Brände in Sammelfahrzeugen, Entsorgungsanlagen und im öffentlichen Raum vermeiden.

Flaggentag von Mayors For Peace
Am heutigen Mittwoch, 8. Juli 2026, wird von Städten weltweit der jährliche Flaggentag der internationalen Organisation Mayors for Peace begangen. Daran beteiligt sich auch wieder die Stadt Dinslaken.

Die Flagge hängt am 08.07.2026 vor dem Rathaus Dinslaken

Mit dem Hissen der Friedensflagge wird weltweit ein sichtbares Zeichen für Frieden, nukleare Abrüstung und internationale Verständigung gesetzt. Anlass ist der 30. Jahrestag eines Rechtsgutachtens des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Darin wurde gerichtlich festgestellt, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen.  

Das Netzwerk „Mayors for Peace“ wurde im Jahr 1982 durch den Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima gegründet. Es erinnert an die verheerenden Folgen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima im Jahr 1945 und setzt sich für Frieden sowie nukleare Abrüstung ein.

Mehr als 8.400 Städte aus 166 Ländern gehören dem Netzwerk an und hissen jährlich am 8. Juli die Friedensflagge vor ihren Rathäusern. Hintergrund ist das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) vom 8. Juli 1996. Darin wurde festgestellt, dass die Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich mit den Regeln des Völkerrechts, insbesondere des humanitären Völkerrechts, unvereinbar wäre.  

Albert-Schweitzer-Einrichtungen und Lebenshilfe Dinslaken renovieren barrierefreie Toilette am Burgtheater
Ein Versprechen wird jetzt in die Tat umgesetzt: Die Albert-Schweitzer-Einrichtungen (ASE) und die Lebenshilfe Dinslaken (LH) renovieren in Eigenregie die barrierefreie Toilette am Burgtheater. Damit lösen sie eine Zusage ein, die sie Bürgermeister Simon Panke bei dessen Antrittsbesuch in der Werkstatt gegeben hatten.

von links nach rechts: Frank Uldrich, Tom Nowak, Simon Panke, Eberhard Gröh, Patrick Borg, Mendo Mohammed, Martin Klammt

Seit Montag, 6. Juli 2026, wird an dem Toilettenhäuschen gearbeitet. Für die Renovierung sind rund drei Arbeitstage sowie etwa 7,7 Liter spezielle Isolierfarbe eingeplant.  Ziel ist es, das Gebäude wieder in einen ansprechenden Zustand zu versetzen und so einen Beitrag zu einem gepflegten Stadtbild zu leisten. „Wir freuen uns, mit diesem Projekt auch einmal etwas an die Stadt und damit den Bürgerinnen und Bürgern zurückgeben zu können“, erklärt Eberhard Gröh, Vorstand der Lebenshilfe Dinslaken und Geschäftsführer der Albert-Schweitzer-Einrichtungen.

Die Arbeiten werden vollständig von den Beschäftigten der ASE ausgeführt. Dabei bringen sie ihr handwerkliches Können und ihr Engagement ein. Bürgermeister Simon Panke hatte sich bei seinem Besuch in der Werkstatt über die vielfältigen Arbeitsbereiche ASE und LH informiert. Im Gespräch entstand die Idee, die barrierefreie Toilette am Burgtheater zu renovieren.

Der spontane Vorschlag von ASE und LH wird nun umgesetzt.  Die Stadt Dinslaken bedankt sich ausdrücklich bei allen beteiligten Beschäftigten für ihren Einsatz. „Mit ihrem Engagement leisten die Albert-Schweitzer-Einrichtungen und die Lebenshilfe Dinslaken einen wertvollen Beitrag für unsere Stadt und übernehmen Verantwortung für einen öffentlichen Ort, der täglich von vielen Menschen genutzt wird. Dafür gilt ihnen unser herzlicher Dank“, sagt Bürgermeister Panke.

Moers: Xantener Straße früher als geplant wieder freigegeben  
Gute Nachrichten für Verkehrsteilnehmer: Die Xantener Straße konnte nach dem Wasserrohrbruch einer Wassertransportleitung schneller als erwartet wieder für den Verkehr freigegeben werden. Nachdem die Arbeiten im Baustellenbereich zügig vorangekommen sind, ist die Straße seit dem gestrigen Nachmittag wieder in beide Fahrtrichtungen befahrbar.  

Im weiteren Verlauf der Arbeiten wird heute noch ein Straßenbeleuchtungsmast neu gesetzt. Zudem werden die betroffenen Oberflächen wiederhergestellt. Spätestens bis Freitag soll die Maßnahme vollständig abgeschlossen sein.  

„Dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten konnten wir die Verkehrsfreigabe deutlich früher als erwartet erreichen. Mein besonderer Dank gilt unseren eigenen Kolleginnen und Kollegen, den eingesetzten Fachfirmen sowie den Kräften von Feuerwehr und Polizei.

Viele Beteiligte haben rund um die Uhr daran gearbeitet, die Schäden zu beheben und die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten“, sagt René Uhlendahl, Leiter Netzbetrieb bei ENNI.  
ENNI bedankt sich bei allen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern für ihr Verständnis während der notwendigen Reparaturarbeiten.

Info-Abend zur Landesgartenschau Kleve 2029 am Mittwoch, 8. Juli 2026, in der Stadthalle
Bereits jetzt gibt es viele Möglichkeiten, die Landesgartenschau 2029 in Kleve mitzugestalten. Pressemitteilung der Landesgartenschau Kleve 2029 gGmbH Am Mittwoch, 8. Juli 2026 sind alle interessierten Bürger:innnen in die Klever Stadthalle zum großen Informations-Abend zur Landesgartenschau Kleve 2029 eingeladen.

Der Titel „eine für alle, alle für eine: unsere Landesgartenschau und eure Chance, dabei zu sein!“ verspricht Informationen zu den vielfältigen Beteiligungsoptionen für Klever:innen, Vereine, Institutionen und Unternehmen. Einlass ist ab 18.00 Uhr, Beginn um 18.30 Uhr. Bürgermeister Markus Dahmen, die Mitglieder der Landesgartenschau Kleve gGmbH, das Berliner Planungsbüro planorama GmbH sowie Förderverein und Hochschule präsentieren den aktuellen Planungsstand zum Großevent.

Auch der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper, hat seine Teilnahme bestätigt. Zudem wartet ein (plüschiger) Star-Gast auf seinen ersten großen Bühnenauftritt. Moderiert wird die Veranstaltung von Andrea Franken. Als Mitglied im Förderverein und den dort koordinierten gemeinschaftlichen Projekt- und Aktionsteams, als Gästeführer:in oder im Volunteer-Team für den Besucherservice und die Organisation vor Ort – das Mitwirken der Klever Bürger:innen ist schon jetzt und vor allem 2029 gefragt.

Engagierte Unternehmen sollen als offizielle Partner mit maximaler Sichtbarkeit, als Pate von Einzelprojekten oder als Veranstalter:in von Incentives, Jubiläen und Firmenevents auf der Eventfläche gewonnen werden. Denkbar sind zudem Kooperationen mit Handel, Touristik, Kultur- und Freizeiteinrichtungen durch Kombi-Arrangements, Laga-Produkte oder Sonderaktionen.

Attraktive Präsenzflächen werden Vereinen, Bildungsträgern oder Kunst- und Kulturschaffenden auch als Akteur für das Bühnen- und Aktionsprogramm oder mit Beiträgen für das „Grüne Klassenzimmer“ als Lern- und Forschungsangebot für Schüler:innen geboten.

Die Landesgartenschau findet an 172 Veranstaltungstagen vom 19. April – 7. Oktober 2029 in Kleve statt und wird eine außergewöhnliche Aufmerksamkeit auf die Kreisstadt und die Region werfen. Neben mehreren hunderttausend Besucher:innen wird eine hohe mediale Sichtbarkeit erwartet.

Auf mehreren Bühnen und Veranstaltungsflächen findet ein vielfältiges Programm statt. Fragen zur Landesgartenschau Kleve 2029 können vorab an kontakt@kleve-laga.de geschickt oder am Abend vor Ort gestellt werden.  Downloads Flyer 'eine für alle, alle für eine' (PDF, 1.47 MB)

Naturhof Kevelaer feiert 5-jähriges Jubiläum mit großem Hoffest
Vom Neuanfang zum lebendigen Naturhof: Am 5. und 6. September 2026 lädt der Naturhof Kevelaer zum großen Jubiläums-Hoffest ein. Kevelaer-Wetten. Vor fünf Jahren ist Dunja Berendsen mit ihrer Familie nach Kevelaer-Wetten gezogen und hat dem Hof am Altwettener Weg einen neuen Namen und eine neue Richtung gegeben: Naturhof Kevelaer.

Aus einer Idee, viel Mut und einer ordentlichen Portion Herzblut ist dort ein lebendiger Ort entstanden – mit Schafhaltung, Hofladen, Kursraum, Veranstaltungen und vielen Begegnungen rund um Natur, Handwerk und Hofleben. Damals berichteten mehrere Medien über den Schritt von Witten an den Niederrhein; auch das WDR- Fernsehen begleitete die Geschichte im Rahmen von „Unsere eigene Farm“.

Heute, fünf Jahre später, feiert der Naturhof Kevelaer sein erstes großes Jubiläum. Dieses besondere Jubiläum feiert der Naturhof Kevelaer am Samstag, den 5. September 2026 von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag, den 6. September 2026 von 11 bis 17 Uhr mit einem großen Hoffest.

Besucherinnen und Besucher können sich auf ein Wochenende voller Hofatmosphäre, Begegnungen und Entdeckungen freuen. Geplant ist ein großer Kunsthandwerkermarkt mit liebevoll ausgewählten Ausstellern, ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein, Mitmachaktionen und Erlebnisse für Kinder sowie Leckeres vom Hof und aus der Hofküche.

Auch der Hofladen ist an diesem Wochenende geöffnet und lädt dazu ein, die Produkte vom Naturhof direkt vor Ort kennenzulernen. Kulinarisch wird es unter anderem Grillspezialitäten vom Hof, Schmörkes, Waffeln, Kuchen und mehr geben. „Für uns ist dieses Hoffest nicht einfach nur eine Veranstaltung“, sagt Dunja Berendsen vom Naturhof Kevelaer.

„Es ist ein Moment, in dem wir zurückschauen und gleichzeitig feiern möchten, was in den vergangenen fünf Jahren entstanden ist. Viele Menschen haben unseren Weg von Anfang an begleitet. Jetzt möchten wir mit ihnen gemeinsam dieses Jubiläum feiern.“

Ein besonderer Programmpunkt ist die feierliche Eröffnung des Hoffestes durch den Bürgermeister. Die genauen Programmpunkte werden in den kommenden Wochen weiter ergänzt. Der Naturhof Kevelaer steht für Schafhaltung, Naturverbundenheit, regionale Hofkultur und Produkte vom Schaf.

In den vergangenen Jahren hat sich der Hof zu einem Ort entwickelt, an dem Landwirtschaft, Handwerk, Genuss und Begegnung zusammenkommen. Veranstaltungsdaten: Großes Hoffest – 5 Jahre Naturhof Kevelaer Samstag, 5. September 2026 12–18 Uhr.
Sonntag, 6. September 2026 11–17 Uhr Naturhof Kevelaer Altwettener Weg 12, 47625 Kevelaer-Wetten. Weitere Informationen: www.naturhof-kevelaer.de

Hyperfactory kommt nach Moers
Auf rund 6.000 Quadratmetern entsteht im Gewerbepark Genend in Moers eine sogenannte Hyperfactory für digitale Fertigung - eine hochautomatisierte, KI-gesteuerte Produktionsstätte, die moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik einsetzt.

Mit der HYPER#MOERS will das Unternehmen Strum Industries künftig jährlich bis zu 15 Millionen Bauteile und Komponenten produzieren. Die Fertigung basiert auf industriellen 3D-Druck-Technologien und KI-gestützten Produktionsprozessen und richtet sich an unterschiedliche Branchen und Anwendungen.

Sturm Industries wurde 2009 als Spin-off der Universität Duisburg-Essen gegründet. Das Unternehmen bietet produzierenden Unternehmen digitale Ingenieurdienstleistungen sowie Technologielösungen für Produktentwicklung, Produktion und Instandhaltung. Neben Moers ist das Unternehmen auch in Duisburg und Aalen vertreten. idr - Weitere Informationen: https://www.sturm.industries/

Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je Liter teurer
ADAC vergleicht deutschlandweit Kraftstoffpreise an Autobahntankstellen mit Straßentankstellen / Deutliche regionale Unterschiede erkennbar

Tanken an Autobahntankstellen ist nach wie vor teuer – das zeigt der aktuelle ADAC Vergleich der Kraftstoffpreise an allen Autobahntankstellen mit den Preisen sämtlicher Straßentankstellen abseits der Autobahn. Wie die Untersuchung zeigt, waren sowohl Super E10 als auch Diesel an den Autobahnen um rund 33 Cent je Liter teurer als abseits der Autobahn.

Anders als in früheren Erhebungen hat der ADAC diesmal eine Vollerhebung der über 14.000 deutschen Tankstellen einschließlich der rund 360 Autobahntankstellen vorgenommen. In die Auswertung eingeflossen sind die Preisdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe im Zeitraum vom 6. bis 19. April 2026.

Während des zweiwöchigen Erhebungszeitraums – noch ohne Tankrabatt – gab es auf dem Kraftstoffmarkt als Folge des Irankriegs erhebliche Preisturbulenzen. An den Autobahntankstellen kostete Super E10 während dieser zwei Wochen im Schnitt 2,43 Euro je Liter, an den Straßentankstellen 2,10 Euro. Genauso groß war die Preisdifferenz bei Diesel: 2,61 Euro je Liter mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer im Schnitt an der Autobahn bezahlen, abseits davon waren 2,28 Euro fällig.

Allerdings gab es auch unter den Autobahntankstellen erhebliche Preisunterschiede, wie die ADAC Auswertung zeigt. So reichte die Preisspanne bei Super E10 von durchschnittlich 2,06 Euro je Liter bis zu 2,54 Euro, was eine Differenz von 48 Cent je Liter ausmachte. Bei Diesel wurde das Minimum bei 2,25 Euro je Liter registriert. Die im Schnitt teuerste Autobahntankstellen verlangte 2,75 Euro. Damit war sie um 50 Cent teurer.

Dass es sich lohnt, zum Tanken die Autobahn zu verlassen und eine nahegelegene Tankstelle neben der Autobahn anzusteuern, zeigt die Erhebung ganz deutlich. Trotz des insgesamt hohen Preisniveaus an Autobahntankstellen gab es erhebliche regionale Abweichungen: In den ostdeutschen Bundesländern sowie im Saarland war sowohl Super E10 als auch Diesel auf der Autobahn weniger teuer als in anderen Ländern. Einziger Ausreißer: Sachsen, das sich am teuren Ende bei Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern einreihte. Umgekehrt sah es bei den Straßentankstellen aus: Diese waren im Südwesten durchschnittlich am preiswertesten, im Osten am teuersten.

Somit zahlte es sich ganz besonders in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen aus, von der Fernstraße abzufahren und an einer Station neben der Autobahn zu tanken. Bis zu 43 Cent betrug hier die Ersparnis, unabhängig vom Kraftstoff. Am wenigsten Preisersparnis brachte die Abfahrt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wo sich aber immer noch rund 17 Cent beim Tanken sparen ließen – auch hier lohnte es sich also abzufahren.

Laut ADAC beruht die Höhe der Preise an den Autobahnen nicht zuletzt darauf, dass Bequemlichkeit der Autofahrerinnen und Autofahrer und eine gewisse Zahlungsbereitschaft etwa bei längeren Fahrten vorausgesetzt werden. Bei den Straßentankstellen ist jedoch der lokale Wettbewerb und die Ausweichmöglichkeiten zu anderen Tankstellen der entscheidende Faktor, der die Preise günstiger hält.

Eine begleitende Umfrage des ADAC zum Tankverhalten zeigt, dass 63 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer wegen der Preise von der Autobahn abfahren würden, 42 Prozent davon bereits bei einer Ersparnis von 10 Cent je Liter. Im Umkehrschluss zeigt dies aber auch, dass rund ein Drittel der Befragten bereit ist, die oftmals deutlich höheren Autobahnpreise zu bezahlen, obwohl der Umweg zu einer günstigen Station oft nur wenige 100 Meter ausmacht.

Der ADAC kritisiert die Höhe der Kraftstoffpreise an den Autobahntankstellen. Ein gewisser Aufpreis aufgrund teurer Konzessionen und des Angebots rund um die Uhr ist aus ADAC Sicht nachvollziehbar, jedoch nicht in dem teils massiv überteuerten Umfang. Es liegt an den Autofahrerinnen und Autofahrern selbst, ob sie die Tankstellen an den Autobahnen meiden und zum Tanken abfahren. Die Ersparnis ist in der Regel erheblich und kann schnell mehr als zehn Euro je Tankfüllung ausmachen.

Über die Spritpreis-App „ADAC Drive“ können sich Autofahrer rund um die Uhr über die aktuellen Preise an den rund 14.000 Tankstellen in Deutschland informieren. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und ebenfalls aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken-autobahn.





NRW-Industrie: Wurstproduktion um 1,3 % im Jahr 2025 gesunken
* Rückgang von 8,6 % gegenüber 2015
* Vorläufige Produktionsergebnisse für das 1. Quartal 2026 erneut rückläufig
* Mehr als ein Fünftel der Wurstproduktion Deutschlands kam aus NRW

Im Jahr 2025 sind 297.800 Tonnen Wurst u. ä. Erzeugnisse in 139 NRW-Betrieben industriell hergestellt worden. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 1,3 % weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2015 sank die produzierte Menge um 8,6 %. Rein rechnerisch würde die im Jahr 2025 erzeugte Menge ausreichen, um jeden Einwohner und jede Einwohnerin des Landes jeden Monat mit 1,4 Kilogramm Wurst zu versorgen.

Auch die vorläufigen Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 zeigen einen Rückgang der Wurstproduktion, die Absatzmenge sank gegenüber dem 1. Quartal 2025 um 3,4 % bzw. 2.400 Tonnen. Der Absatzwert der Wurstproduktion betrug im Jahr 2025 nominal (also nicht preisbereinigt) 2,2 Milliarden Euro und sank damit um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Verglichen mit 2015 stieg der Absatzwert hingegen um 43,6 %.



50 % der produzierten Wursterzeugnisse waren Rohwürste, wie Salami, Tee- und Mettwürste Im Jahr 2025 wurden 146.500 Tonnen Rohwurst wie z. B. Salami, Tee- und Mettwurst produziert. Das entspricht einem Anteil von 49,2 % an der NRW-Wurstproduktion. Weitere 40 % der Produktion entfielen auf Bockwurst, Leberkäse und Bierschinken oder andere Brühwurst, weitere 6,0 % auf Kochwurst und 4,0 % auf Leberwurst.

Betriebe im Kreis Gütersloh hatten den größten Anteil an der NRW-Produktion 37,0 % aller in NRW produzierten Würste wurden von Betrieben im Kreis Gütersloh hergestellt. Im ganzen Regierungsbezirk Detmold einschließlich des Kreis Gütersloh waren es 38,5 %, gefolgt von Betrieben in den Regierungsbezirken Münster mit 38,2 %, Köln mit 16,0 %, Arnsberg mit 5,0 % und Düsseldorf mit 2,4 %.

Mehr als ein Fünftel der deutschlandweiten Wurstproduktion kam aus NRW Deutschlandweit wurden 1,3 Millionen Tonnen Wurst u. ä. Erzeugnisse im Jahr 2025 produziert. Der Anteil von in NRW industriell hergestellten Würsten an der gesamtdeutschen Produktion betrug damit 22,1 %.

Mehr als jede dritte Lehrkraft im Schuljahr 2024/25 war 50 Jahre oder älter
• Anteil der Altersgruppe 50plus in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg- Vorpommern am höchsten
• Teilzeitquote bei Lehrkräften auf neuem Höchststand
• Quer- und Seiteneinstieg: Mehr als jede zehnte Lehrkraft ohne anerkannte Lehramtsprüfung

Vor dem neuen Schuljahr wird vielerorts über den Lehrkräftemangel diskutiert. Dabei steht häufig auch die Altersstruktur innerhalb der Berufsgruppe im Fokus. Ein Viertel (25,4 %) der Lehrkräfte im Schuljahr 2024/2025 war zwischen 50 und 59 Jahre alt, weitere 10,0 % waren 60 Jahre und älter.

Mehr als jede dritte Lehrkraft (35,4 %) war demnach 50 Jahre oder älter, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Vergleich dazu fällt der Anteil der jüngeren Lehrkräfte geringer aus: Die unter 35-Jährigen machten gut ein Fünftel (20,3 %) des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen aus.

Die Hälfte der Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt ist 50 Jahre oder älter Hinsichtlich der Altersstruktur bestehen große Unterschiede zwischen den Bundesländern: In Sachsen-Anhalt war gut die Hälfte (50,7 %) der Lehrkräfte 50 Jahre oder älter, in Mecklenburg-Vorpommern 46,8 %. Am niedrigsten war der Anteil dieser Altersgruppe im Saarland (28,6 %) und in Bremen (30,0 %).



43,9 % der Lehrkräfte arbeiten in Teilzeit Im Schuljahr 2024/2025 waren deutschlandweit 752 100 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen tätig, davon 43,9 % in Teilzeit. Damit war die Teilzeitquote bei Lehrkräften etwas höher als im vorherigen Schuljahr (43,1 %) und auf einem neuen Höchststand.

Besonders Frauen reduzieren häufig ihre Arbeitszeit: Im Schuljahr 2024/2025 war die Teilzeitquote bei Lehrerinnen (51,4 %) mehr als doppelt so hoch wie bei Lehrern (23,3 %). Im Vergleich zu anderen abhängig Beschäftigten ist die Teilzeitquote an allgemeinbildenden Schulen überdurchschnittlich hoch: Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg arbeiteten 31,3 % der abhängig Beschäftigten in Teilzeit.

Frauenanteil bei Lehrkräften überdurchschnittlich hoch Auch der Frauenanteil bei Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen ist überdurchschnittlich hoch. Während Frauen im Schuljahr 2024/2025 fast drei Viertel (73,2 %) des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen ausmachten, stellten sie knapp die Hälfte (48,2 %) der abhängig Beschäftigten aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2024.

Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte in Bremen und Hamburg arbeiten in Teilzeit Im Hinblick auf den Anteil der Teilzeitkräfte unter den Lehrerinnen und Lehrern zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während in Hamburg (55,4 %) und Bremen (51,9 %) im Schuljahr 2024/2025 mehr als die Hälfte des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen in Teilzeit arbeitete, traf dies nur auf knapp jede vierte Lehrkraft in Thüringen (23,2 %) und Sachsen-Anhalt (23,8 %) zu.



11,2 % wurden über Quer- oder Seiteneinstieg zur Lehrkraft
Aufgrund des Lehrkräftemangels unterrichten an den Schulen immer mehr sogenannte Quer- und Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger, also Lehrkräfte ohne anerkannte Lehramtsprüfung. Im Schuljahr 2024/2025 traf das auf 11,2 % der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen zu: 84 100 der insgesamt 752 100 Lehrkräfte dort hatten keine anerkannte Lehramtsprüfung.

Im Schuljahr 2014/2015 lag der Anteil mit 4,3 % noch deutlich niedriger. Damals unterrichteten 28 500 der insgesamt 664 200 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen ohne anerkannte Lehramtsprüfung. Noch höher als an allgemeinbildenden Schulen ist der Anteil mit Quer- oder Seiteneinstieg an beruflichen Schulen: Im Schuljahr 2024/2025 hatten 20 800 der insgesamt 124 100 Lehrkräfte an beruflichen Schulen keine anerkannte Lehramtsprüfung (16,7 %). Gegenüber dem Schuljahr 2014/2015 hat sich der Anteil kaum verändert: Damals unterrichteten 20 200 von 122 100 Lehrkräften ohne anerkannte Lehramtsprüfung (16,6 %).


Samstag geht’s los: Die Klever Kirmes 2026 steht in den Startlöchern!
Von Samstag, 11. Juli 2026, bis Sonntag, 19. Juli 2026 ist es wieder so weit: Die Klever Kirmes öffnet ihre Pforten und bietet auf dem großen Festgelände im Herzen der Schwanenstadt mit über 6.500 m² reiner Ausstellungsfläche jede Menge Raum für Spaß und gute Laune!

Zur Klever Kirmes 2026 werden insgesamt 71 Geschäfte auf den Parkplätzen zwischen Wiesenstraße, Hafenstraße und Ludwig-Jahn-Straße vertreten sein. Darunter neun Fahrgeschäfte, sechs Kinderfahrgeschäfte, ein Laufhaus, elf Imbissbetriebe, sechs Ausschankbetriebe und 38 sonstige Geschäfte aus den Bereichen Unterhaltung, Spaß und Verkauf.  Auf die Besucherinnen und Besucher der Kirmes warten zahlreiche Highlights.

Auch das Riesenrad ist auf der diesjährigen Klever Kirmes wieder vertreten.

In diesem Jahr wird das Riesenrad "Around the World" wieder in unmittelbarer Nähe der Hochschule Rhein-Waal zu finden sein und einen malerischen Ausblick über die Klever Unterstadt ermöglichen. Zudem bietet der freischwingende „Hypnotizer“ mit seinen drehbaren Gondeln Nervenkitzel in bis zu 30 Metern Höhe, während „Jekyll and Hyde – Die Verwandlung“ ihre Fahrgäste sogar in bis zu 42 Metern Höhe mit einer Beschleunigung von 4G und Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h durch den Klever Himmel schwingt. Achterbahnfans kommen mit dem X-Racer, einer klassischen „Wilden Maus“-Stahlachterbahn, auf ihre Kosten.

Schützenumzug eröffnet das Volksfest
Am Samstag, den 11. Juli 2026, eröffnet der traditionelle Schützenumzug bereits zum 20. Mal die Klever Kirmes. Um 14 Uhr treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Marktplatz Linde, bevor sich der Festzug um 14:45 Uhr auf den Weg durch die Klever Innenstadt macht. 

Zahlreiche Schützenvereine und Musikvereine setzen damit gemeinsam ein sichtbares Zeichen für die lebendige Schützentradition in Kleve und läuten den Beginn des größten Volksfestes der Stadt ein. Musikalisch untermalen der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Kleve, der Spielmannszug Reichswalde, der Spielmannszug Materborn sowie der Marinespielmannszug Schenkenschanz den traditionsreichen Umzug. Der Festzug startet am Marktplatz „Linde“ und führt über die Hagsche Straße, die Große Straße, die Wasserstraße, die Lohstätte, An der Münze sowie erneut über die Große Straße und die Kavarinerstraße zum Koekkoekplatz.

Dort findet die traditionelle Parade statt. Anschließend setzt sich der Umzug über die Hafenstraße zur Festwiese vor der Volksbank Kleverland fort. Nach der Begrüßung auf der Festwiese halten Bürgermeister Markus Dahmen und Dirk Janßen als Vorsitzender der Schaustellergemeinschaft ein Grußwort. Anschließend findet die Preisverteilung des Stadtpokalschießens statt, das in diesem Jahr vom Schützenverein 1953 Materborn e. V. organisiert wurde.

Den feierlichen Abschluss des offiziellen Programms bildet das Spiel der Nationalhymne durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve. Mit dem anschließenden Fassanstich durch Bürgermeister Dahmen vor dem Getränkeausschank „Durstlöscher“ wird das Volksfest auf dem Kirmesplatz feierlich eröffnet. Im Anschluss gibt es eine einstündige Happy Hour mit vergünstigten Preisen auf der gesamten Kirmes. Außerdem sind die am Schützenumzug teilnehmenden Vereine zum spannenden Schießen um den Bürgermeisterpokal eingeladen.

Austragungsort ist der Schießstand des Schaustellers Thommessen. Die Preisverleihung findet gegen 16:30 Uhr in festlicher Atmosphäre statt. Familientag, Frühschoppen und Abschlussfeuerwerk Gelegenheiten zum Sparen bieten verschiedene Aktionstage auf der Klever Kirmes.

Am Donnerstag, 16. Juli, ist Familientag, an dem alle Schausteller ganztägig Preisnachlässe gewähren. Zum Ende der Klever Kirmes findet am Sonntag, 19. Juli, von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr ein Frühschoppen statt. Hierzu gibt es Getränke zu ermäßigten Preisen und auch die Kinderfahrgeschäfte gewähren Preisnachlässe. 

Die diesjährige Klever Kirmes endet am Sonntagabend mit einem Höhenfeuerwerk auf dem Gelände der Hochschule Rhein-Waal, das nach Einbruch der Dunkelheit um ca. 23:00 Uhr abgefeuert wird. Öffnungszeiten der Klever Kirmes Die Klever Kirmes 2026 öffnet sonntags jeweils um 12:00 Uhr und wochentags um 14:00 Uhr.

Die Klever Kirmes schließt zu den folgenden Uhrzeiten:
in der Nacht von Samstag auf Sonntag: 03:00 Uhr,
in der Nacht von Sonntag auf Montag: 01:00 Uhr,
in der Nacht von Montag auf Dienstag: 00:00 Uhr,
in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch: 00:00 Uhr,
in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag: 01:00 Uhr,
in der Nacht von Donnerstag auf Freitag: 03:00 Uhr,
in der Nacht von Freitag auf Samstag: 02:00 Uhr,
in der Nacht von Samstag auf Sonntag: 03:00 Uhr,
in der Nacht von Sonntag auf Montag: 00:00 Uhr.

Die Stadt Kleve wünscht allen Besucherinnen und Besuchern der Klever Kirmes 2026 einige schöne Kirmestage bei hoffentlich bestem Kirmeswetter!

Kamishibai-Spezial in der Stadtbücherei Kleve am Samstag, 11. Juli 2026
Am Samstag gibt es ein Kamishibai-Spezial für Kinder ab 10 Jahren in der Klever Stadtbücherei. Am Samstag, den 11.07.2026, öffnen sich die Türen der Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32, um 10:30 Uhr für ein Kamishibai-Spezial.


Der Klever Vorleseclub trägt mit dem ursprünglich aus Japan stammenden Erzähltheater zwei Geschichten vor, die sich an Zuhörende ab etwa 10 Jahren richten. In der Geschichte „Die weißen Fußballschuhe - Fußball verbindet“ treffen sich Eli und seine Freunde nach der Schule zum Fußball. Doch als der Krieg Elis Land zerstört, ist er gezwungen, zu fliehen.

In Deutschland muss sich Eli einen Platz in einem ganz neuen Leben erkämpfen. Mit seinem Balltalent gelingt es ihm, nach und nach anzukommen und Freunde zu finden. Auf dem Fußballplatz stehen alle zueinander, in gleichfarbigen Trikots, viele bunte Paar Schuhe und Eli ist mittendrin.

Anschließend erzählt die Geschichte „Der Wildrosenstrauch“ von zwei Soldaten, die sich durch die Freude an einem blühenden Rosenstrauch über die Grenze hinweg anfreunden, bis ein Krieg ausbricht und der idyllische, friedvolle Naturraum zu einer kriegerischen Landschaft wird und die Freunde getrennt werden. Der Vorleseclub wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Eintritt zum Kamishibai ist selbstverständlich frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Klever Vorleseclub: Kostenfreie Lesungen & Materialausleihe
Die zahlreichen Vorlese-Events in der Klever Stadtbücherei wären ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. Hans-Peter Bause und sein Team begeistern regelmäßig das Publikum ihrer Veranstaltungen, regen die Fantasie an und sorgen für leuchtende Kinderaugen. Dieses Angebot stellen die Ehrenamtlichen auch Kindergärten, Schulen und Einrichtungen der Kinderhilfe zur Verfügung - und das vollkommen kostenlos!

Was Sie nutzen können
Kostenfreie Ausleihe:
Über Sponsoring hat Herr Bause eine umfangreiche Sammlung an Kamishibai-Kartensets aufgebaut. Er stellt diese Kindergärten, Schulen und Büchereien kostenlos zur Verfügung – inklusive Bringen und Abholen. Ein übersichtlicher Katalog (von etwas 225 Sets) erleichtert die digitale Bestellung und Verlängerung. 

Lesungen vor Ort:
Herr Bause und sein Team kommen gerne zu Ihnen – für Lesungen in Klassenverbänden/AGs usw. zu unterschiedlichsten Themen, ohne Kosten und Risiko für Sie. Herr Bause freut sich über eine Kontaktaufnahme per E-Mail unter hanspeterbause@yahoo.de, um etwa vollkommen unverbindlich einen Kennenlerntermin oder einen Lesenachmittag zu vereinbaren oder die Einzelheiten der Materialausleihe zu besprechen. Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem Klever Vorleseclub kann die Stadt Kleve das Angebot wärmstens empfehlen!

Hitze- und Gesundheitskompass des Kreises Wesel: Neue Geoportal-Karte für den Kreis Wesel ist online

Das Geoportal des Kreis Wesel stellt ab sofort unter https://geoportal-niederrhein.de/portal/kreis_wesel/hitzeundgesundheitskompass/ eine interaktive Karte bereit, die die Bevölkerung schnell zu gesundheits- und hitzerelevanten Angeboten und Infrastrukturen im gesamten Kreisgebiet führt.

Zum Start werden zunächst öffentlich zugängliche, kostenlose Trinkwasserangebote im gesamten Kreis Wesel angezeigt. An heißen Tagen trägt ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend zum Erhalt der Gesundheit bei. Die Trinkwasserbrunnen, Trinkwasser-Inseln des Kreises und Refill-Stationen unterstützen dabei.  Die Karte wird sukzessive erweitert: Zukünftig sollen weitere Orte, Angebote und Versorgungsstrukturen ergänzt werden, die für Hitzevorsorge, Gesundheit und Aufenthaltsqualität relevant sind.

Betreiberinnen und Betreiber öffentlicher kommunaler Gebäude, Inhaberinnen und Inhaber von Einzelhandelsgeschäften, Apotheken, Krankenhäusern sowie Wasserversorger sind eingeladen, sich an der Kampagne „Wasserinseln“ zu beteiligen. Wenn Sie eine geeignete Einrichtung betreiben oder eine Wasserversorgung anbieten und Teil des Netzwerks werden möchten, melden Sie sich bitte per E‑Mail an klima-gesundheit@kreis-wesel.de.

Auch Hinweise auf weitere Orte, die in den Hitze- und Gesundheitskompass aufgenommen werden sollen, können hier gemeldet werden. Die technische Umsetzung der Karte erfolgte durch das Geoinformationssystem des Kreises Wesel in Zusammenarbeit mit dem Koordinationsbereich Regionale Gesundheit. Hintergrund  Hintergrund des Hitze- und Gesundheitskompass sind die zunehmenden Herausforderungen durch Hitzeperioden und die damit verbundenen gesundheitlichen Belastungen.

Insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Personen mit Vorerkrankungen und andere hitzeempfindliche Gruppen können hohe Temperaturen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Ziel ist es, die Bevölkerung im Kreisgebiet zu unterstützen, den Zugang zu gesundheitsrelevanten Angeboten zu erleichtern und das Bewusstsein für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Hitze zu stärken.

Städte sind von Hitze besonders betroffen: Dichte Bebauung, wenig Grün und großflächig versiegelte Flächen führen dazu, dass sich die Umgebung stärker aufheizt als in weniger dicht bebauten Gebieten. Dadurch entstehen in Siedlungsräumen sogenannte Hitzeinseln, in denen die Temperaturen deutlich höher liegen als im Umland.

Diese lokal erhöhten Temperaturen verstärken Gesundheitsrisiken, schmälern die Aufenthaltsqualität und erhöhen den Bedarf an leicht zugänglichen Angeboten wie Trinkwasserspendern, schattigen Aufenthaltsbereichen und kühlenden öffentlichen Räumen. Die digitale Karte hilft künftig, solche Angebote schnell zu finden und damit hitzebedingte Belastungen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu reduzieren.

Der Inhalt der Schultüte möglichst zuckerarm
Zum Schulstart auf gesunde Routinen achten
Für viele Kinder beginnt bald das Abenteuer Schule. Am ersten Tag dabei: die Schultüte. Wer sie clever füllt, sorgt nicht nur für strahlende Augen, sondern unterstützt auch die Zahngesundheit.

Neben ein paar Lieblingssüßigkeiten passen viele zahnfreundliche Überraschungen in die Schultüte: eine bunte Zahnbürste, eine Trinkflasche, ein Freundebuch, ein Glücksbringer oder zuckerarme Snacks. So wird die Schultüte ein gelungener Mix aus Spaß und Vorsorge.

„Der Schulstart bietet eine gute Gelegenheit, gesunde Routinen zu stärken. Kinder lieben kleine Geschenke – und Eltern können dabei spielerisch die Zahngesundheit fördern“, erklärt Dr. Romy Ermler, Vorstandsvorsitzende von proDente e.V. und Präsidentin der Bundeszahnärztekammer. Ausgewogen und gesund „Niemand muss auf Süßigkeiten verzichten.

KI-generiert

Entscheidend ist die richtige Mischung. Schon kleine Veränderungen tragen dazu bei, dass Kinderzähne dauerhaft kariesfrei bleiben“, so Dr. Ermler. Viele Anregungen für eine zahngesunde Schultüte bietet die proDente-Checkliste. Kostenlos abrufbar: Checkliste 'Zahngesunde Schultüte' proDente - Wer wir sind proDente informiert über gesunde und schöne Zähne.

Die Inhalte werden von Fachleuten wissenschaftlich geprüft. proDente arbeitet für Journalisten, bietet Broschüren an und postet online. Fotos und Filme ergänzen die Informationen. Zahnärzte, Zahntechniker und Hersteller engagieren sich seit 1998 in der Initiative proDente e. V.

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Ausverkauft verkauft sich gut - ZEV fordert Preisdeckel für Ticketzweitmarkt
Sonntagmorgen. Der Bäcker öffnet um sieben. Um zehn nach sieben sind alle Brötchen weg. Nicht ausverkauft, sondern aufgekauft. Von Bernd. Dem Typen, der immer eine Geschäftsidee wittert. Während die Nachbarschaft noch den Kaffee aufsetzt, steht er bereits gegenüber der Bäckerei hinter seinem Tapeziertisch und verkauft besagte Brötchen – für happige fünf Euro pro Stück. Absurd?

Natürlich. Die meisten würden den selbsternannten Backwarenverkäufer für verrückt erklären und ihr Frühstück woanders kaufen. Steigt Bernd nun aber von Brötchen auf Tickets um, sieht die Sache plötzlich ganz anders aus. Je begehrter die Veranstaltung, desto lukrativer das Geschäft. Denn anders als beim Frühstück gibt es fürs Lieblingskonzert, das Pokalfinale oder das Festival des Jahres meist keinen Ersatz. Wer dabei sein möchte, zahlt auf dem Zweitmarkt dann auch für den Umweg über Bernds Tapeziertisch. Die Frage ist nur: Muss das so sein?

Suchportale, Ticketbörsen und Zwischenhändler erschweren vielen Fans den direkten Kauf von Eintrittskarten. Das ZEV fordert mehr Transparenz und ein Ende überhöhter Weiterverkaufspreise. (Bild: KI-generiert)

Der Ticketzweitmarkt war nie dafür gedacht, Menschen wie Bernd reich zu machen. Im Gegenteil: Ursprünglich sollte er den Fans helfen. Wer krank wird oder kurzfristig verhindert ist, verkauft seine Eintrittskarte einfach weiter. Der nächste freut sich. Also eigentlich eine Win-win-Situation. Doch seit einigen Jahren hat sich dieses Gleichgewicht verschoben.
Denn heute konkurrieren Fans immer häufiger nicht mehr mit anderen Fans, sondern mit Menschen, die nie vorhatten, selbst zum Konzert oder ins Stadion zu gehen. Sie kaufen große Mengen an Tickets – häufig sogar automatisiert mithilfe von Bots – um sie später mit teils schwindelerregenden Aufschlägen weiterzuverkaufen.

„Je weniger Tickets regulär verfügbar sind, desto größer wird der Druck auf Verbraucher, überteuerte Angebote auf dem Zweitmarkt zu akzeptieren,“ betont Jakob Thevis, Jurist und stellvertretender Vorstand des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV). „Genau davon lebt dieses Geschäftsmodell.“

Wie schnell man auch ungewollt an Bernds Tapeziertisch landet, zeigt der reale Fall von Lisa. Als sie „Toten Hosen Tickets“ bei Google eintippte, glaubte sie, nur noch wenige Klicks vom Konzert entfernt zu sein. Tatsächlich befand sie sich aber auf einem Ticketsuchportal. Für Eintrittskarten, die beim Veranstalter rund 90 Euro kosteten, wurden plötzlich 227 Euro verlangt. Als Lisa den Kauf stornieren wollte, sollte sie dafür rund 350 Euro Gebühr zahlen.

Diese Summe erschreckt. Aber nicht mehr als die Tatsache, dass Lisa lange gar nicht wusste, wer ihr dieses Ticket eigentlich verkaufen wollte. Wer nach einer Band googelt, sucht in der Regel keinen Zwischenhändler. Er sucht die Band. Dazwischen liegen heute jedoch bezahlte Anzeigen, Suchportale, Ticketbörsen und Plattformen. Für Verbraucher wirkt vieles davon wie aus einem Guss.

Tatsächlich gelten jedoch oft völlig unterschiedliche Regeln. Auch diese Intransparenz macht Bernds Geschäftsmodell so erfolgreich. Je schwieriger zu erkennen ist, wer tatsächlich verkauft, desto leichter bleibt unklar, wer am Ende die Verantwortung trägt. Deshalb fordert das ZEV keine komplizierten Warnhinweise. Sondern etwas viel Einfacheres: Transparenz. Wer Tickets verkauft, muss als Verkäufer erkennbar sein. Und wer Eintrittskarten weiterverkauft, soll offenlegen, was sie ursprünglich gekostet haben, und welche Einschränkungen gelten.

„Der Ticketmarkt ist für Verbraucher immer schwerer zu durchschauen. Solange nicht klar erkennbar ist, wer welche Rolle spielt und auf welcher Grundlage ein Ticket angeboten wird, können Käufer Chancen und Risiken kaum gegeneinander abwägen,“ erklärt Thevis. „Mehr Transparenz wird die Preise nicht automatisch senken. Sie macht es aber deutlich schwerer, mit Intransparenz Geld zu verdienen.“

Doch Bernd wäre nicht Bernd, wenn das schon alles wäre. Mittlerweile werden teilweise schon Eintrittskarten angeboten, obwohl der offizielle Vorverkauf noch gar nicht begonnen hat, sogenannte Leerverkäufe. Eigentlich ein verrückter Gedanke. Bernd verkauft dann nicht einmal mehr Tickets. Er verkauft die Hoffnung, später vielleicht welche zu bekommen. Für viele Käufer ist dieser Unterschied aber kaum erkennbar. Sie bestellen in dem Glauben, die Tickets sicher zu haben.

Und selbst wenn am Ende tatsächlich eine Eintrittskarte geliefert wird, ist die Geschichte oft noch nicht vorbei. Denn viele Veranstalter haben das Problem erkannt und versuchen dem Ganzen mit personalisierten Tickets entgegenzuwirken. In der Theorie klingt das gut, doch in der Praxis trifft das häufig erstmal die Falschen.
Wer über die falsche Plattform gekauft hat, erfährt mitunter erst am Einlass, dass die Eintrittskarte gar nicht auf den eigenen Namen ausgestellt ist. Und dann bleibt die Hallentür zu. Zu allem Übel sind dann auch Hotelkosten, Bahnfahrt sowie Urlaubstag vergeblich investiert. Und während Lisa vor der Tür steht, verkauft Bernd schon längst vor der nächsten Halle.

Wie also nimmt man Bernd den Tapeziertisch wieder weg?
Am Ende läuft für Bernd alles auf eine einzige Rechnung hinaus: Lohnt sich sein Tapeziertisch noch? Eindeutig ja. Und solange sich ausverkaufte Konzerte in bare Münze verwandeln lassen, bleibt Bernds Geschäftsmodell attraktiv. Die Leidtragenden sind am Ende oft Menschen wie Lisa. Deshalb fordert das ZEV: Eintrittskarten sollen grundsätzlich nicht teurer weiterverkauft werden dürfen als zum Originalpreis. Wer kurzfristig verhindert ist, soll sein Ticket weitergeben können. Spekulation mit der Vorfreude anderer soll sich dagegen nicht mehr lohnen.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Nicht unbedingt. Ein Blick nach Frankreich zeigt: Der Ticketzweitmarkt lässt sich begrenzen, ohne ihn abzuschaffen. Dort ist der gewerbliche Weiterverkauf von Eintrittskarten ohne Zustimmung der Veranstalter bereits verboten. Private Weitergaben bleiben weiterhin möglich.

In Deutschland ist Bernds Geschäftsmodell dagegen noch immer erstaunlich selbstverständlich. Vor der Bäckerei hätte er mit seinem Tapeziertisch keine Chance. Vor der Konzerthalle wundert sich längst kaum noch jemand über ihn.
https://www.evz.de/app/uploads/sites/3/2026/06/positionspapier-ticketzweitmarkt.pdf





NRW: Lebenserwartung von Neugeborenen in 2025 gestiegen
* Die mittlere Lebenserwartung stieg bei Mädchen um ca. 3, bei Jungen um ca. 4 Monate – bei Jungen ist dies ein neuer Höchstwert
* Lebenserwartung neugeborener Mädchen um 4 Jahre und 4 Monate höher als die der Jungen
* Lebenserwartung in NRW niedriger als im Bundesdurchschnitt

Die durchschnittliche Lebenserwartung für neugeborene Mädchen liegt in Nordrhein-Westfalen bei 82 Jahren und 10 Monaten. Damit werden Mädchen im Schnitt knapp viereinhalb Jahre älter als neugeborene Jungen, die durchschnittlich 78 Jahre und 6 Monate alt werden. Wie das Statistische Landesamt anhand der vorliegenden Sterbetafel für 2023/2025 mitteilt, stieg die mittlere Lebenserwartung gegenüber der letzten Berechnung (Sterbetafel 2022/2024) bei Mädchen um ca. 3 und für Jungen um ca. 4 Monate. Während die Lebenserwartung der Jungen damit auf einen Höchstwert anstieg, lag die der Mädchen noch leicht unter dem Wert der Sterbetafel 2019/2021 (82 Jahre und 11 Monate).



Lebenserwartung in NRW geringer als im Bundesdurchschnitt
Der bundesweite Durchschnitt der Lebenserwartung beträgt für Mädchen 83 Jahre und 5 Monate und für Jungen 78 Jahre und 10 Monate. In NRW fällt die mittlere Lebenserwartung geringer aus: Für Mädchen sind es etwa 7 Monate und für Jungen etwa 4 Monate weniger.

Die Lebenserwartung steigt auch bei der älteren Bevölkerung Ein Anstieg der Lebenserwartung ist über die Altersgruppen hinweg zu beobachten, so auch bei älteren Menschen: Nach der aktuellen Sterbetafel 2023/2025 haben 70-jährige Frauen noch eine durchschnittliche fernere Lebenserwartung von 16 Jahren und acht Monaten – bei Männern dieses Alters sind es 14 Jahre und 2 Monate. Das ist bei Frauen etwa 2 Monate und bei Männern rund 3 Monate mehr als in der letzten Berechnung ermittelt wurde.



NRW: Aktualisierter Unfallatlas zeigt die Unfallschwerpunkte 2025
* Interaktive Karte bildet Unfallgeschehen in den NRW-Kommunen ab
* 16,4 % aller Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich an Kreuzungen * Fahrradfahrende waren innerorts an 39,0 % der Unfälle beteiligt

Im Jahr 2025 ereigneten sich auf den nordrhein-westfälischen Straßen 65.232 Unfälle mit Personenschaden. Das waren 4,0 % mehr als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2025 stiegen die Unfallzahlen innerorts – wo mit einem Anteil von 73,9 % der Großteil der Unfälle passierte – um 5,0 % auf 48.224 Unfälle. Außerorts (ohne Autobahnen) ereigneten sich 12.508 Unfälle und somit 1,4 % mehr als im Jahr zuvor.

Die Anzahl der Unfälle auf Autobahnen verhielt sich mit 4.500 Unfällen mit Personenschaden nahezu auf Vorjahresniveau (2024: 4.499 Unfälle). Der aktualisierte Unfallatlas NRW mit den Zahlen für das Jahr 2025 zeigt auf welchen Straßen es in NRW die meisten Verkehrsunfälle mit Personenschaden gab und wo die Unfallschwerpunkte z. B. mit beteiligten Pkw, Krafträdern oder Fußgängerinnen und Fußgängern lagen.

16,4 % aller Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich an Kreuzungen Betrachtet man die Charakteristiken der Unfallstellen, so fanden 16,4 % aller Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2025 an einer Kreuzung statt und weitere 15,8 % an einer Einmündung. Innerhalb von Ortschaften waren Kreuzungen mit 8.768 sowie Einmündungen mit 7.654 Unfällen mit Personenschaden die Charakteristiken der Unfallstelle, die am häufigsten beobachtet wurden. 

Außerorts spielten Einmündungen mit 2.461 sowie Kurven mit 2.126 Unfällen mit Personenschäden eine wesentliche Rolle. An Kreisverkehren ereigneten sich 2025 insgesamt 3,0 % aller Unfälle mit Personenschaden, wobei diese häufiger innerorts mit 1.673 als außerorts mit 304 Unfällen stattfanden.

Innerorts waren Fahrradfahrende an 39,0 % der Unfälle beteiligt Der Pkw ist in allen Ortslagen mit einem Anteil von mindestens 70,0 % das am häufigsten beteiligte Verkehrsmittel. Außerorts (ohne Autobahnen) waren zudem häufig Fahrräder einschließlich Pedelecs (20,8 %) sowie Krafträder mit amtlichen Kennzeichen (16,3 %) an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt.

Auf Autobahnen waren an mehr als jedem vierten Unfall (26,8 %) Güterkraftfahrzeuge beteiligt; in 7,0 % der Unfälle auf Autobahnen waren Krafträder involviert. Innerorts waren bei 39,0 % der Unfälle mit Personenschaden Fahrräder einschließlich Pedelecs beteiligt und in 15,1 % der Unfälle waren Fußgängerinnen und Fußgänger involviert.

Aktualisierter Unfallatlas zeigt Unfallschwerpunkte in NRW Als Unfallschwerpunkte in NRW hat das Statistische Landesamt (IT.NRW) mithilfe des aktualisierten Unfallatlas für das Jahr 2025 u. a. Schwerpunkte in Köln und Münster identifiziert.

Mit 20 Unfällen mit Personenschaden wurde die höchste Unfalldichte im Kreisverkehr am Ludgeriplatz in Münster festgestellt. In Köln wurden gleich mehrere Unfallschwerpunkte ermittelt. Einer davon mit insgesamt 17 Unfällen befindet sich, wie bereits im Vorjahr (19 Unfälle), im Bereich Subbelrather Straße/Ehrenfeldgürtel.

Gehölzarbeiten an verschiedenen Kreisstraßen
In den nächsten zwei Wochen führt der Kreis Wesel Fäll- und Rückschnittarbeiten im Böschungsbereich an verschiedenen Kreisstraßen (K5/K7/K20/K23/K31/K32) durch. Die Maßnahmen dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit entlang der kreiseigenen Verkehrsflächen und berücksichtigen ausdrücklich der Vorgaben zum Vogelschutz.

Während der Pflegearbeiten kann es zeitweise zu Beeinträchtigungen des ruhenden und fließenden Verkehrs sowie zu Lärm- und Sichtbeeinträchtigungen kommen. Anwohnende und Verkehrsteilnehmende werden gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen und auf Absperrungen und Umleitungsbeschilderungen zu achten.
Der Kreis Wesel bedankt sich bei den Anwohnenden und Verkehrsteilnehmenden für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Durchführung der Gehölzpflegearbeiten.

Moerser Ratssitzung Public Viewing Einlass: 15.30 Uhr
Politik geht uns alle an – deswegen schauen wir in den „room where it happens“ und übertragen eine Ratssitzung live zu uns ins Bollwerk 107! 

Seid dabei, wenn Politiker und Politikerinnen über Moers und dessen Bewohner / Bewohnerinnen sprechen und entscheiden, wie die Moerser Zukunft aussehen soll. Der Eintritt ist kostenlos.

Rat: Veranstaltungsdatum 08.07.2026 - 16:00 Uhr - 18:00 Uhr. Ort Neues Rathaus, 47441 Moers, Ratssaal Link Tagesordnung im Ratsinformationssystem der Stadtverwaltung aufrufen

Moers: Wirtschaft trifft Bildung: Unternehmerfrühstück am Berufsbildungscampus
Volles Haus, intensive Gespräche und viele neue Kontakte: Das erste Unternehmerfrühstück von Bürgermeisterin Julia Zupancic hat knapp 100 Unternehmerinnen und Unternehmer im Berufsbildungscampus Moers zusammengebracht.

Knapp 100 Unternehmerinnen und Unternehmer kamen zum ersten Unternehmerfrühstück von Bürgermeisterin Julia Zupancic. (Foto: pst)

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Wirtschaft und berufliche Bildung gemeinsam die Fachkräfte von morgen gewinnen können. Nach der Begrüßung durch die Bürgermeisterin stellten die Leitungen der vier Bildungseinrichtungen ihre Arbeit und gemeinsame Perspektiven vor. Unter dem Titel ‚Bildung und Ausbildung 2.0 – der Campus als Chance zur regionalen Nachwuchskräftesicherung‘ zeigten sie auf, wie moderne berufliche Bildung Unternehmen bei der Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte unterstützen kann.

Netzwerk wird gebraucht „Am Berufsbildungscampus werden die Fachkräfte von morgen ausgebildet. Umso wichtiger ist es, dass Schulen und Unternehmen miteinander ins Gespräch kommen und voneinander profitieren“, sagte Bürgermeisterin Zupancic. „Der große Zuspruch zeigt, dass dieses Netzwerk gebraucht wird.“

Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Netzwerken mit Vertreterinnen und Vertretern der städtischen Wirtschaftsförderung, den Schulleitungen und weiteren Gästen. Bei Führungen erhielten sie zudem Einblicke in die modernen Ausbildungs- und Lernbedingungen. Bei der Organisation wurde das Team der Wirtschaftsförderung vom Mercator-Berufskolleg unterstützt.

Moers: Wasserrohrbruch sorgt für Sperrung der Xantener Straße    
Ein Rohrbruch an einer Wassertransportleitung der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) auf der Xantener Straße in Höhe der Hausnummer 26 hat am Montagnachmittag gegen 15:10 Uhr zu einer Überschwemmung des Straßenabschnitts geführt. Die Feuerwehr und Einsatzteams der Enni waren schnell vor Ort, um Schäden einzudämmen und erste Maßnahmen einzuleiten.  

Die Ursache für den Bruch der Leitung ist aktuell noch ungewiss und wird derzeit untersucht. Betroffen war ausschließlich eine Transportleitung, die keine direkten Hausanschlüsse in diesem Bereich aufweist. Haushalte sind damit nicht in der Trinkwasserversorgung beeinträchtigt.  

Die Wassermassen machten eine Vollsperrung der Xantener Straße jedoch erforderlich: Die Feuerwehr unterstützte beim Absperren der Gefahrenstelle und leitete gemeinsam mit Enni Erstmaßnahmen ein. Die Freilegung der beschädigten Leitung und die anschließenden Reparaturarbeiten gestalten sich aufwendig – vor allem die Herstellung der Straßenoberfläche wird voraussichtlich einige Tage in Anspruch nehmen. Ziel ist es, kurzfristig eine Fahrspur schnellstmöglich wieder freizugeben. Der Fußgängerweg bleibt im Bereich der Baustelle bis auf Weiteres gesperrt.  

„Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer steht für uns an erster Stelle. Unsere Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck daran, den Schaden zu beheben und die Verkehrsbeeinträchtigung so gering wie möglich zu halten“, sagt René Uhlendahl, Leiter der Abteilung Netzbetrieb bei Enni.

„Wir bitten alle Betroffenen um Verständnis für die aktuellen Einschränkungen und danken den Einsatzkräften der Feuerwehr und Polizei für die schnelle und professionelle Unterstützung vor Ort.“ Enni empfiehlt Autofahrern und Fußgängern, den Bereich rund um die Xantener Straße aktuell weiträumig zu umfahren.

Nächstes Reparatur-Café in St. Ida am 15. Juli
Defekte Elektrogeräte, abgenutzte Holzobjekte, zerschlissene Textilien oder beschädigte Fahrräder – alles das kann beim nächsten Reparatur-Café im Pfarrheim St. Ida (Eicker Grund 102) am Mittwoch, 15. Juli, instandgesetzt werden. Von 16 bis 18.30 Uhr helfen Ehrenamtliche bei der Reparatur.

Zusätzlich leisten sie Hilfestellung beim Umgang mit PC, Laptop, Tablet und Smartphone sowie bei der Installation von Apps. Damit noch genügend Zeit zur Instandsetzung bleibt, werden die letzten Reparaturen um 18 Uhr angenommen. Natürlich gibt es wieder Kaffee, Kuchen und Wasser in gemütlicher Atmosphäre.

Das Reparatur-Café ist eine Zusammenarbeit des Quartierzentrums AWO-Caritas, der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus und der KoKoBe Moers. Weitere Informationen erhalten Interessierte telefonisch unter 0 28 41 / 8 87 86 06 oder per Mail an tanja.reckers@caritas-moers-xanten.de 

Architekturführung am 12. Juli beleuchtet Entwicklung der Stadt
Einen Blick auf unterschiedliche Epochen der Stadtgeschichte bietet die Führung ‚Architekturen in der Moerser Innenstadt‘ am Sonntag, 12. Juli. in der Haagstraße 63. Entlang den Moerser Hauptgeschäftsstraßen entdecken die Teilnehmenden Gebäude aus ganz unterschiedlichen Zeiten. Oft ist ihre Architektur verkleidet oder verändert worden.

Treffpunkt ist um 10.30 Uhr vor den Oranierhäusern (Foto: pst)

Wer hochschaut, entdeckt aber gerade an den Fassaden oberhalb der Ladengeschosse Details, die Auskunft über die Geschichte der Häuser geben. Ein Schwerpunkt der Führung sind die Oranierhäuser, die in der Blütezeit der Grafenstadt unter der Herrschaft von Moritz von Oranien entstanden sind. Die Hintergründe erläutert Gästeführerin Eva-Maria Eifert.

Die nächste Architekturführung findet am Sonntag, 27. Juli, um 10.30 Uhr statt. Dann geht es um die Gebäude in der Homberger Straße. Die Teilnahme an der Führung kostet pro Person 9 Euro. Verbindliche Anmeldungen nimmt die Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing entgegen: Kirchstraße 27a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 6-0.

Siegerteams des landesweiten Bilingualen Erklärfilm-Wettbewerbs 2026 ausgezeichnet
Fast 100 Teams mit insgesamt rund 300 Schülerinnen und Schülern von weiterführenden Schulen aus ganz Nordrhein-Westfalen haben ihre Videos für den Bilingualen-Erklärfilm-Wettbewerb ins Rennen geschickt. Der Wettbewerb der Bezirksregierung Düsseldorf wurde zum dritten Mal landesweit ausgeschrieben und vom Ministerium für Schule und Bildung NRW unterstützt.

Den passenden Rahmen für die Auszeichnung der sieben besten Lerngruppen bot das Filmmuseum in Düsseldorf. Dort erwartete die besten Teams der Sekundarstufe I eine Erlebnisführung, die Ausgezeichneten der Sekundarstufe II konnten als Gewinn an einem professionellen Filmworkshop teilnehmen.

Regierungsvizepräsidentin Andrea Rieger war begeistert von den besonderen Leistungen der Teilnehmenden: „Die Schülerinnen und Schüler verbinden für ihre Filme Wissen, Sprache, Kreativität, Technik und Teamwork. Ein Thema verständlich und interessant in zwei Sprachen umzusetzen, ist eine starke Leistung. Der Wettbewerb zeigt, wie innovativ Unterricht an unseren Schulen heute ist. Dafür gilt mein Dank auch den Lehrkräften, die sich täglich engagieren. Mit dem Wettbewerb fördern wir Zukunft, denn wer Mehrsprachigkeit, Fachwissen, Medienkompetenz und Teamfähigkeit mitbringt, ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft.“

Silke Hinz vom zuständigen Referat des Ministeriums für Schule und Bildung sowie Vertreter der Schulabteilung der Bezirksregierung beglückwünschten in Düsseldorf die Sieger und Platzierten. Aufgabe des Wettbewerbs war, ein fachliches Thema – etwa aus dem Biologie- oder Geschichtsunterricht – in einem zweisprachigen, erklärenden Film umzusetzen. Bewertet wurden die Filme in den beiden Wettbewerbskategorien MINT sowie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften.

Für die Kategorie MINT haben neben den Gewinnerinnen noch andere Lerngruppen Filme eingereicht, die aber leider nicht alle Kriterien der Ausschreibung erfüllten und deshalb nicht prämiert werden konnten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb war unter anderem, dass der eigenständig produzierte Erklärfilm fachlich korrekt ist und sowohl Deutsch als auch die Fremdsprache fachsprachlich richtig eingesetzt wurde.

Die Kriterien voll erfüllt hat beispielsweise das Siegerteam der Sekundarstufe I (Kategorie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften) vom Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg in Neuss. Der Film veranschaulicht auf sehr kreative Weise die Zeit der „Golden Twenties“ und schafft es, den Zuschauer durch authentisches Videomaterial und Musik in die 20er Jahre zu versetzen.

Der Siegerfilm in der Sekundarstufe II (Kategorie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften) vom Gymnasium Georgianum in Vreden erläutert anhand äußerst anschaulicher Animationen und klarer Symboliken die verschiedenen Landschaftszonen in Australien.

Dank der Unterstützung des Wettbewerbs durch Film+Schule NRW haben alle Gewinnerteams der Sekundarstufe I einen Kinobesuch mit ihrer gesamten Klasse im Rahmen der Schulkinowochen gewonnen.

Gruppenfoto zur Siegerehrung des Bilingualen-Erklärfim-Wettbewerbs - Foto Bezirksregierung

Die Siegerteams und ihre Filme:
Sekundarstufe I – Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
1. Platz
Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg, Neuss
Klassen 9+10, Schwerpunkt Geschichte
The Golden Twenties
Anna Hermann, Clara Backert, Katharina Girschick

2. Platz
Städtischen Gymnasium Goch
Kurs 10bcd, Erdkunde
The global production chain of shoes
Suhela Güden, Maja Nizynska, Adelina Torno

3. Platz
Besselgymnasium, Minden
8. Klasse, Geschichte
Columbus and why we celebrate the Columbus Day
Jan Denne, Bastian Korent, Ole Fleuter

Sekundarstufe I – MINT
1. Platz
Mariengymnasium Bocholt
8. Klasse, Biologie
The carbon cycle
Julia Biskup, Jackie Weintritt

Sekundarstufe II – Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
1. Platz
Gymnasium Georgianum in Vreden
Einführungsphase, Erdkunde
Landscape zones in Australia
Lia Bengfort, Emma Langkamp, Thi my Duyên Nguyên

2. Platz
Städtischen Gymnasium an der Hönne, Menden
The German Wars of Unification – Die deutschen Einigungskriege
Einführungsphase, Geschichte
Fatoumata Berté, Marie Luig, Lucienne Mika, Jelle Philipson, Neele Rosen

3. Platz
Sophie-Scholl-Gesamtschule, Hamm
Liverpool‘s Rise in the 19th Century
Einführungsphase, Geschichte
Beritan Khalaf, Greta Wulfert

Bethanien: DKG-zertifiziertes überregionales Lungenkrebszentrum feiert 15-jähriges Bestehen
„Eines der zehn größten Zentren in Deutschland für die Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Brustkorbs“

Pünktlich zum 15. Jubiläum des von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten überregionalen Lungenkrebszentrums – mit Hauptstandort am Krankenhaus Bethanien in Moers und weiteren Standorten am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Steele und am Evangelischen Krankenhaus Mülheim – werfen die Verantwortlichen im Krankenhaus Bethanien einen Blick auf die Anfänge des Zentrums und seine Zukunft.

Wie alles begann
„Was 2011 unter anderem mit der DKG-Zertifizierung immer mehr an Fahrt aufnahm, hat sich anderthalb Jahrzehnte später zu einer festen Größe in der interdisziplinären und standortübergreifenden Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Brustkorbs etabliert“, erklärt Dr. Thomas Krbek, Leiter des überregionalen Lungenkrebszentrums am Krankenhaus Bethanien Moers und Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie. „Die Patientenzahlen sind von Jahr zu Jahr stetig angestiegen. Der Bedarf wuchs – und das über die Region hinaus“, erinnert sich Dr. Kato Kambartel, Ärztlicher Koordinator des überregionalen Lungenkrebszentrums und Lungenfacharzt.

„Durch einen zufälligen gemeinsamen Kontakt im Krankenhaus Bethanien kamen Dr. Schulte, der damals noch als Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen tätig war, und ich 2014 miteinander in Berührung – und die Kooperation mit Essen begann“, beschreibt Dr. Krbek den Start der überregionalen Zusammenarbeit, der Betroffenen die Behandlung an zunächst zwei Standorten ermöglichte.

Im Laufe der Jahre kam außerdem das Evangelische Krankenhaus Mülheim hinzu. Dr. Krbek und sein Team operieren seitdem im Krankenhaus Bethanien Moers und regelmäßig an den anderen beiden Standorten. Durch die enge Vernetzung erfahrener Behandlungspartner:innen aus verschiedenen Fachgebieten wird die umfassende Betreuung der Patient:innen sichergestellt. Pneumologie, Thoraxchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie, Psychoonkologie, Sozialarbeiter:innen und Physiotherapeut:innen arbeiten dazu als ein Team zusammen. „Unser gemeinsames Ziel ist eine bestmögliche, individuell abgestimmte Therapie“, so die Verantwortlichen.

Nachgewiesene hohe Qualität
Dr. Peter Caspar Schulte, seit Anfang 2024 Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- & Beatmungsmedizin am Krankenhaus Bethanien Moers, betont: „Um eine Zertifizierung als Lungenkrebszentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft zu erhalten, gilt es eine ganze Reihe von Bedingungen zu erfüllen. Als das Lungenkrebszentrum diese 2011 zum ersten Mal erhielt, war das Ganze noch relativ neu. Zu den Vorgaben zählt beispielsweise, dass 200 Primärfälle von Lungenkrebs und 75 sogenannte anatomische Resektionen pro Jahr nachgewiesen werden müssen.

Für unsere Fachgebiete bedeutet das die Entfernung einzelner Lungensegmente oder Lappen, um den Tumor im gesunden Gewebe zu entfernen. Solche hohen Fallzahlen ermöglichen eine große Routine und Kompetenz für derartige Eingriffe, sodass nur noch größere Zentren, wie das überregionale Lungenkrebszentrum, diese durchführen dürfen. Die Zertifizierung, und auch die erfolgreiche Rezertifizierung im Jahr 2022, sind der Beleg für unsere hohe Qualität – und dafür, dass Betroffene bei uns in den besten Händen sind.

Wir sind eines der zehn größten Zentren in Deutschland; im Kreis Kleve und Kreis Wesel sind wir die einzigen.“ Darüber hinaus sorge die Möglichkeit zur ambulanten und stationären Versorgung durch die entsprechenden Ermächtigungen dafür, dass eine optimierte sektorübergreifende Versorgung stattfinden könne.

Weiter steigende Patientenzahlen in der Zukunft
„Im Rahmen der Krankenhausplanung NRW wurde dem Krankenhaus Bethanien als einzige Klinik in der Region, die operative Versorgung von Lungenkrebspatientinnen und -patienten zugesprochen. Diese Zentrierung von medizinischen Leistungen hat eine wachsende Zahl von Behandlungen zur Folge“, so Dr. Krbek.

Darüber hinaus sei mit einem Fallzuwachs durch das Lungenkrebs-Screening für starke aktive und ehemalige Raucher:innen zu rechnen. „Seit April 2026 gehört es zu den Früherkennungsleistungen der Krankenkassen und wird von uns als eines der ersten Zentren in NRW umgesetzt. Wir erwarten hier eine gewisse Anzahl von Befunden, die frühzeitig abgeklärt und behandelt werden müssen“, fügt Dr. Kambartel hinzu.

Mit der sehr guten fachlichen und interdisziplinären Aufstellung des Zentrums sei es zukünftig ein Ziel, die neuesten Entwicklungen in der Lungenkrebsbehandlung umfassend zu etablieren und Patient:innen zugänglich zu machen. Etwa in Form von technischen Neuerungen oder neuen Therapieverfahren. Ebenso werde die Zulassung des überregionalen Lungenkrebszentrums für ärztliche Zweitmeinungen für einen zusätzlichen Patientenstrom sorgen, schließt Dr. Schulte.

Dr. Peter Caspar Schulte, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- & Beatmungsmedizin, Dr. Thomas Krbek, Leiter des überregionalen Lungenkrebszentrums am Krankenhaus Bethanien Moers und Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie, und Dr. Kato Kambartel, Ärztlicher Koordinator des Lungenkrebszentrums freuen sich über das 15-jährige Jubiläum.

Wärmenetz für einen Tag außer Betrieb - Enni bindet neue Leitung am Vluyner Nordring ein
 Um die Wärmeversorgung langfristig sicher und zuverlässig zu gewährleisten, erneuert die ENNI Energie & Umwelt (Enni) schrittweise ihr Fernwärmenetz in Neukirchen-Vluyn. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen die Leitungen am Vluyner Nordring ausgetauscht. Nun steht der Anschluss des neuen Teilstücks an das bestehende Netz an.

Dafür muss die Enni das Wärmenetz westlich der Tersteegenstraße am Dienstag, 14. Juli, für einen Tag außer Betrieb nehmen. Zwar wird aktuell keine Heizwärme benötigt, jedoch ist auch die Warmwasserversorgung von der Maßnahme betroffen. „Viele Kundenanlagen verfügen über einen Warmwasserspeicher und kommen bei sparsamer Nutzung über den Tag“, erklärt Enni-Baubeauftragter Marcus de Zeeuw und bittet um Verständnis für die Störung.

Am Abend des 14. Juli wird der neue Hauptstrang in Betrieb genommen. An den beiden darauffolgenden Tagen, 15. und 16. Juli, muss die Enni noch einzelne Hausanschlüsse am Vluyner Nordring und an der Rayener Straße an das neue Netz anschließen – ihnen steht somit maximal drei Tage lang kein warmes Wasser zur Verfügung.

Als zusätzlichen Service bietet die Enni betroffenen Fernwärmekunden an diesem Tag die Möglichkeit, im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn gegen Vorlage eines Personalausweises kostenfrei zu duschen. „Die betroffenen Kunden haben hierzu bereits ein Einwurfschreiben erhalten“, erklärt de Zeeuw und bittet darum, unbedingt den Zugang zu den Kellern zu ermöglichen. „Nur so können wir die weitere Versorgung sicherstellen.“

Kleidertausch Moers
Ihr wollt shoppen, aber nachhaltig? Dann bringt eure alten Klamotten und nehmt neue mit! Etwas hat kleine Makel? Zusammen machen wir es wieder neu in unserer Nähecke!. Der Eintritt ist kostenlos.


Moers: Urban Sketching Workshop
Im Rahmen des Projekts KollekitvBollektiv findet endlich wieder eine Workshopreihe zum Thema Urban Sketching statt: Zeichnen im urbanen Raum heißt Alltag und städtische Umgebung zu erkunden und künstlerisch zu erfassen. Auf spielerische Weise lernt man mit neuem Blick versteckte und ungekannte Ecken und Details zu erkennen und die eigentlich vertraute Welt neu zu betrachten.

Alles, was man braucht, sind Stift und Papier.  Elias und Laura zeigen den Workshop-Teilnehmenden ganz niederschwellig kleine Tricks und Kniffe für den schnellen Sketch. Zeichenskills braucht es keine! Stifte und Papiere sind vorhanden, eigenes Material darf aber gern mitgebracht werden. Dieses Mal wird bei der kostenlosen Kleidertauschbörse im Bollwerk 107 gezeichnet.


Beim Stöbern und entspannten Verweilen gibt es jede Menge tolle Motive, die ihr gemeinsam zu Papier bringen könnt. Voranmeldungen sind nicht nötig, aber für die Planung gern gesehen. Interessierte können eine Mail an info@bollwerk107.de oder auf Instagram schreiben.

Die Teilnahme ist kostenlos. Das Projekt wird gefördert durch Das Paritätische Nordrhein-Westfahlen. Veranstaltungsdatum 12.07.2026 - 13:00 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers. Veranstalter Jugend-Kultur-Zentrum.

Rentenfragen im Quartier klären: Beratung im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck
Klaus Werner Haase Rente, Zuverdienst, Steuern und Krankenversicherung – die Fragen rund um den Ruhestand sind komplex. Wer Antworten sucht, kann sich am Donnerstag, 16. Juli, von 15 bis 16 Uhr im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b, direkt informieren. 

Der ehrenamtliche Versichertenälteste der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Klaus Haase, gibt praktische Hinweise zum Renteneintritt, zu Pflegeleistungen, Hilfsmitteln und zur Krankenversicherung. Dabei haben Interessierte Gelegenheit, individuelle Anliegen zu besprechen und sich einen klaren Überblick zu verschaffen.

Die kostenfreie Beratung findet jeden dritten Donnerstag im Monat statt und bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, verlässliche Informationen direkt im Quartier zu erhalten. Weitere Informationen und Rückfragen unter 0 28 41 / 201 - 530 oder per Mail unter stadtteilbuero.meerbeck@moers.de.


TÜV-Verband zur Reformagenda: Innovation stärken ohne Sicherheit zu schwächen
Der TÜV-Verband begrüßt die Reformagenda der Bundesregierung. Weniger Bürokratie ist richtig, aber erforderliche Sicherheitsprüfungen und Kontrollen dürfen dabei nicht verloren gehen.

© TÜV-Verband

Der TÜV-Verband begrüßt die Reformagenda des Koalitionsausschusses. Sie setzt wichtige Impulse für mehr Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Vor allem die geplante Förderung von Künstlicher Intelligenz und autonomem Fahren sowie schnellere Genehmigungs- und Planungsverfahren können den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.

Der angekündigte Hochlauf des autonomen Fahrens und die Einrichtung von Modellregionen sind aus Sicht des TÜV-Verbands wichtige Schritte. Jetzt gilt es, den bestehenden Rechtsrahmen durch praktische Erprobung weiterzuentwickeln. Praxisprojekte und Simulationen helfen dabei, Genehmigungsverfahren effizienter zu gestalten, ohne das hohe Sicherheitsniveau aufzugeben.

„Deutschland muss bei Zukunftstechnologien schneller werden“, sagt Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Entscheidend ist jedoch, dass Innovation und Sicherheit nicht gegeneinander ausgespielt werden. Nur Technologien, denen die Menschen vertrauen, werden sich am Markt dauerhaft durchsetzen.“

Den angekündigten Bürokratieabbau unterstützt der TÜV-Verband grundsätzlich. Kritisch bewertet der Verband jedoch Pläne, betriebliche Sicherheitsstrukturen abzubauen und staatliche Kontrollen pauschal zu reduzieren. Auch muss beim Wegfall behördlicher Genehmigungen darauf geachtet werden, die sicherheitsrelevante Vorprüfung von Planungsunterlagen gleichwertig zu ersetzen.

Bühler: „Weniger Bürokratie ist richtig. Weniger Sicherheit wäre jedoch ein Fehler. Sicherheitsprüfungen und risikobasierte Kontrollen verhindern Schäden, bevor sie entstehen. Sie schützen Menschen, Umwelt und kritische Infrastruktur und schaffen das Vertrauen, das eine innovative Wirtschaft braucht.“

Der TÜV-Verband appelliert an die Bundesregierung, die Reformagenda so umzusetzen, dass Innovationen beschleunigt und gleichzeitig Deutschlands hohe Sicherheitsstandards erhalten bleiben.




NRW: Kommunale Verschuldung mit höchstem Anstieg seit 2017
* Kommunale Verschuldung stieg 2025 um 15,7 % – NRW-Kommunen mit insgesamt 64,1 Milliarden Euro in den Kernhaushalten verschuldet, Zuwächse sowohl bei Liquiditäts- als auch Investitionskrediten
* Mülheim an der Ruhr mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte – Kreis Mettmann an der Spitze der Kreise
* Interaktive Anwendung „Kommunale Verschuldung in NRW“ liefert Daten zu den Schulden aller Städte und Gemeinden im Land

Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände (z.  B. Kreise u. a.) in den Kernhaushalten Nordrhein-Westfalens beliefen sich Ende 2025 auf rund 64,1 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 15,7 % mehr als im Jahr zuvor; gleichzeitig war es der höchste Anstieg seit 2017.

Ende 2024 hatte der Schuldenstand bei 55,4 Milliarden Euro gelegen. Anstiege bei Liquiditäts- und Investitionskrediten Zuwächse gab es sowohl bei Liquiditäts- als auch bei Investitionskrediten. Liquiditätskredite sollen kurzfristige Engpässe im Haushalt überbrücken, etwa bei Mindereinnahmen.

Im Jahr 2025 hatten die Kommunen Liquiditätskredite in Höhe von 27,6 Milliarden Euro, das waren 17,6 % mehr als 2024. Damit setzt sich die Trendumkehr seit dem Jahr 2024 fort. In den Jahren 2017 bis 2023 waren die Liquiditätskredite kontinuierlich gesunken. 



Bei den Investitionskrediten hatte es seit 2018 dagegen kontinuierliche Zuwächse gegeben, so auch zuletzt: 2025 lagen sie bei 36,6 Milliarden Euro, das waren 14,3 % mehr als im Vorjahr. Investitionskredite dienen in der Regel der Finanzierung kommunaler Infrastruktur. Betrachtet werden ausschließlich die Schulden der Kernhaushalte.

Einfluss auf die Höhe können u. a. der Ausgliederungsgrad von Aufgaben und unterschiedliche Finanzierungsstrategien der Kommunen haben. Zum Beispiel nehmen einige Kommunen Kredite im eigenen Haushalt auf und leiten das Geld an ihre ausgegliederten Unternehmen weiter. Andere Kommunen lassen ihre Tochtergesellschaften direkt am Kreditmarkt agieren, sodass diese Schulden im Kernhaushalt gar nicht auftauchen.

Mülheim an der Ruhr mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte
Rein rechnerisch ergab sich NRW-weit 2025 eine Verschuldung von 3.561 Euro pro Kopf. Von den kreisfreien Städten in NRW hatten Mülheim an der Ruhr mit rund 10.700 Euro je Einwohner/-in und Oberhausen mit rund 10.320 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung. Die Mehrheit der Schulden stammte bei beiden Städten aus Liquiditätskrediten. Es folgten Bonn mit rund 8.024 Euro, Remscheid mit rund 7.857 Euro und Leverkusen mit rund 6.938 Euro pro Kopf.

In Bonn war die Mehrheit der Schulden auf Investitionskredite zurückzuführen, in Remscheid und Leverkusen auf Liquiditätskredite. Höchste Verschuldung auf Kreisebene je Einwohner/-in im Kreis Mettmann Auf Ebene der Kreise hatten 2025 der Kreis Mettmann, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Rhein-Sieg-Kreis, der Kreis Recklinghausen und der Oberbergische Kreis die höchste Pro-Kopf-Verschuldung.

Mit Werten zwischen rund 3.756 und 4.478 Euro je Einwohner/-in waren die Schulden aber niedriger als bei den Top 5 der kreisfreien Städte. Im Rhein-Sieg-Kreis, im Kreis Mettmann und im Oberbergischen Kreis überwogen die Schulden aus Investitionskrediten. Im Kreis Recklinghausen und im Ennepe-Ruhr-Kreis bestand die Mehrheit der Schulden dagegen aus Liquiditätskrediten.

Daten zu den Schulden aller kreisangehörigen Städte und Gemeinden, kreisfreien Städte und Kreise in NRW liefert die interaktive Anwendung „Kommunale Verschuldung in NRW“. Sie differenziert zwischen Liquiditäts- und Investitionskrediten und stellt sowohl Schuldenstand als auch Schuldenentwicklung der Kernhaushalte der einzelnen Kommunen dar. Nutzende können auch eigene Schuldenvergleiche zusammenstellen und z. B. die Situation ihrer Stadt oder Gemeinde im Vergleich zu anderen Orten herausfinden. 



Verschuldung ausgegliederter Einheiten bei über 27,4 Milliarden Euro Neben den Kernhaushalten waren die ausgegliederten Einheiten an denen eine Kommune unmittelbar zu 100 % beteiligt ist im Jahr 2025 mit 27,4 Milliarden Euro verschuldet. Das waren rund 6,4 % mehr als im Jahr 2024. In diesen 27,4 Milliarden Euro sind 5,7 Milliarden Euro Schulden gegenüber dem Träger enthalten.

Hierbei handelt es sich um Schulden aus internen Kreditbeziehungen zwischen dem Kernhaushalt und den ausgegliederten Einheiten, die i. d. R. zu Doppelzählungen führen. Die Schulden der ausgegliederten Einheiten umfassten hier alle Schulden von kommunalen Unternehmen in öffentlich-rechtlicher Rechtsform (z. B. Eigenbetriebe und Anstalten öffentlichen Rechts) als auch privaten Rechts (z. B. GmbHs), an denen eine Kommune unmittelbar zu 100 % beteiligt ist.


Erfolgreicher Raderlebnistag mit Spendenaktion zugunsten der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“
Starke Premiere mit Herz beim Raderlebnistag: Die erstmals durchgeführte Spendenaktion zugunsten der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V. “ fand großen Zuspruch. Zum Auftakt in Xanten begleiteten RTL-Moderator und Charity-Chef Wolfram Kons sowie Extremsportler Joey Kelly am Sonntag (5.7.) eine gemeinsame Tour durch die niederrheinische Landschaft. Ihr Engagement verlieh der Benefizaktion besondere Aufmerksamkeit und unterstrich den sozialen Gedanken des diesjährigen Raderlebnistags.

Die zahlreichen Radlerinnen und Radler in Xanten sowie am gesamten Niederrhein verbanden sportliche Aktivität mit gesellschaftlichem Engagement und setzten damit ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Wolfram Kons und Joey Kelly hatten im Vorfeld des Events für eine Teilnahme und zugleich zu freiwilligen Spenden aufgerufen. Viele sind dem Aufruf zum Raderlebnistag insbesondere nach Xanten gefolgt.

Joey Kelly kurz vor dem Start: „Seit mehr als 30 Jahren erlebe ich gemeinsam mit meinem Freund Wolfram Kons beim RTL-Spendenmarathon, wie viel man gemeinsam bewegen kann. Niederrhein Tourismus hat dieses Jahr eine starke Aktion initiiert und den Raderlebnistag 2026 zur Charity-Aktion zugunsten der ‚Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.‘ erklärt. Also lasst uns gemeinsam viel bewegen“.

Wolfram Kons ergänzt: „Los geht’s: Aufsteigen, mitradeln und gemeinsam Gutes tun. Genießen wir die wunderschöne historische Kulisse von Xanten und die Atmosphäre am Niederrhein. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Zusammenhalt und Hilfe für Kinder in Not“. Bei der Ankunft nach der Tour am Xantener Rathaus waren die beiden Spendenbotschafter begeistert – von der Route selbst, den vielen Sehenswürdigkeiten und natürlich von der Begeisterung der Teilnehmer und Zuschauer.

„Die Stadt Xanten und der gesamte Niederrhein sind immer eine Reise wert – wie der heutige Tag einmal mehr zeigt“, so der stellvertretende Landrat des Kreises Wesel, Günter Helbig. Er hatte sich ebenso aufs Rad geschwungen wie Xantens Bürgermeister Rafael Zur, der die weitere Stärkung des Fahrrad-Tourismus am Niederrhein durch das Event hervorhob. „Dass Xanten beim Auftakt in diesem Jahr als Start- und Zielpunkt dient, ist natürlich großartig“, so Zur.

Der Raderlebnistag Niederrhein 2026 ist ein voller Erfolg – dieses Fazit konnten die Verantwortlichen bereits am frühen Sonntagnachmittag ziehen. Radfahrerinnen und Radfahrer nahezu jeden Alters waren in der Region unterwegs. Viele Familien, Freizeitradler und sportlich Ambitionierte waren der Einladung von Niederrhein Tourismus und der teilnehmenden Kommunen gefolgt. Sie hatten die verschiedenen Strecken zwischen Rhein und Maas für ein wunderbares Sommer-Erlebnis genutzt.

Dabei präsentierte sich der Niederrhein als Radfahr-Paradies: Mehr als fünfzig Kommunen beteiligten sich mit abwechslungsreichen Routenvorschlägen, Erlebnisstationen und einem vielfältigen Rahmenprogramm. Die Touren führten durch und in die Kreise Heinsberg, Neuss, Kleve, Wesel und Viersen sowie auf Krefelder und Mönchengladbacher Stadtgebiet. Auch niederländische Orte waren dabei.

Von kulturellen Angeboten über regionale Genussmomente bis hin zu familienfreundlichen Aktionen boten die beteiligten Städte und Gemeinden zahlreiche Anlässe für einen Zwischenstopp entlang der Strecken. „Sowohl die teilnehmenden Kommunen als auch die Region insgesamt haben Spitzenleistungen vollbracht“, sagt NT-Geschäftsführerin Martina Baumgärtner.

„Die monatelange Vorbereitung und der volle Einsatz aller Beteiligten am Tag selbst wurden und werden belohnt“, so Baumgärtner. Sie betont die nachhaltige Wirkung des Events für den bedeutenden Wirtschaftsfaktor Tourismus. Die Vielseitigkeit der Region wurde auch beim beliebten Gewinnspiel entlang der Strecken deutlich. Als Preise winken ein hochwertiges Tourenrad, gesponsert von Radsport Claassen aus Kempen, ein 4-Gang-Menü für zwei Personen vom Restaurant „Alt Derp“ in Kevelaer sowie ein Wertgutschein in Höhe von 100 Euro von Möbel Kleinmanns aus Kleve.

Als Sonderpreis wird im Rahmen eines Fotowettbewerbs auf dem Instagramkanal@niederrheintourismus_ eine NiederrheinCard 365 ausgelobt. Die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner werden nun ermittelt. Bereits jetzt steht fest: „Der Raderlebnistag Niederrhein 2026 mit der Spendenaktion zugunsten der ,Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.’ ist ein Gewinn für alle, die dabei waren sowie mitgewirkt und unterstützt haben“, sagt Baumgärtner.

Noch bis November kann über den entsprechenden QR-Code weiterhin gespendet werden. Das Spendenergebnis wird dann live beim RTL-Spendenmarathon im November verkündet. Alle Infos zur Spenden-Aktion gibt es hier: www.niederrhein-tourismus.de/raderlebnistag-niederrhein


Vor dem Xantener „Radhaus“ gaben sie den Startschuss zur Tour rund um die Stadt: (v.l.) Xantens Bürgermeister Rafael Zur, Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin von Niederrhein Tourismus, RTL-Moderator und Charity-Chef Wolfram Kons, Extremsportler Joey Kelly sowie Günter Helbig, stellvertretender Landrat des Kreises Wesel. Foto: Niederrhein Tourismus 

Wohnbau Dinslaken bringt Solarstrom auf die Dächer von 4.000 Wohnungen Die Energiewende wird in Dinslaken und Umgebung direkt auf die Hausdächer gebracht: Die Wohnbau Dinslaken GmbH rüstet einen Großteil ihres Gebäudebestands für die Nutzung von Mieterstrom um. Gemeinsam mit dem Energiedienstleister einhundert Energie startet ein Großprojekt, das 4.000 Haushalten in Dinslaken, Duisburg-Walsum und Voerde den Zugang zu Solarstrom aus eigener Produktion ermöglicht.

Wohnbau Dinslaken - PV Pilot Voerde (c) einhundert Energie.

Das Projekt setzt Maßstäbe: Mit einer geplanten Leistung von 6,5 Megawatt-Peak (MWp), das entspricht der maximalen Stromleistung der Anlagen bei voller Sonne, zählt es zu den größten derzeit in der Umsetzung befindlichen Mieterstromprojekten in ganz Deutschland. Das Prinzip ist einfach: Die Wohnbau Dinslaken stellt ihre Dachflächen zur Verfügung, während einhundert Energie die Umsetzung übernimmt. Das bedeutet: Planung, Finanzierung, Installation, Messwesen, Betrieb und Wartung liegen in einer Hand.

Für die Wohnbau Dinslaken entstehen weder Investitionskosten noch Verwaltungsaufwand. Perspektivisch werden außerdem Batteriespeicher und Wärmepumpen nachgerüstet. „Viele Menschen machen sich Gedanken über steigende Energiekosten. Mit dem Ausbau von Mieterstrom schaffen wir ein Angebot, von dem unsere Mieterinnen und Mieter ganz konkret profitieren können. So bieten wir grünen Strom an, der direkt dort verbraucht wird, wo er entsteht: bei uns im Haus. Gleichzeitig machen wir unseren Gebäudebestand fit für die Zukunft“, sagt Petra Eggert-Höfel, Geschäftsführerin der Wohnbau Dinslaken GmbH.

Wohnbau Dinslaken - PV Pilot Voerde (c) einhundert Energie.

Dass dieses Modell reibungslos funktioniert, hat bereits ein erfolgreiches Pilotprojekt in Voerde im Jahr 2024 gezeigt. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das: Sie nutzen den Strom vom eigenen Dach, ohne selbst in eine Solaranlage investieren zu müssen. Da der Strom lokal produziert wird, sparen die Mieterinnen und Mieter bei den Kosten, denn Mieterstrom liegt mindestens 10 Prozent unter dem örtlichen Grundversorgertarif.

Ein weiterer Pluspunkt: Wenn die Sonne einmal nicht scheint, liefert einhundert Energie automatisch sauberen Strom aus dem Netz dazu, alles über eine einzige, transparente Abrechnung. Der Ausbau erfolgt schrittweise. Die ersten Anlagen gehen bereits im Sommer ans Netz, der Abschluss des Gesamtprojekts ist für Ende 2026 geplant.

Die einhundert Energie GmbH ist ein führender Energiedienstleister für die klimaneutrale Transformation der Wohnungswirtschaft. Das Unternehmen ermöglicht die energetische Transformation von Wohngebäuden durch die durchgängige Digitalisierung der Energieflüsse und die Installation moderner Anlagentechnik.

 Durch die Kopplung von Photovoltaik, Wärmepumpen, Batteriespeichern und Ladeinfrastruktur löst einhundert die regulatorische und technische Komplexität der Dekarbonisierung im Mietwohnungsbestand wirtschaftlich und skalierbar.

Seit 2017 unterstützen über 120 Mitarbeitende an den Standorten Köln und Berlin mehr als 250 Wohnungsunternehmen dabei, ihre Dekarbonisierungsziele zu erreichen und für über 30.000 Mieterinnen und Mieter sauberen Strom direkt vom eigenen Dach verfügbar zu machen.

Fußverkehrscheck (FVC) 2026: Nach Auftaktveranstaltung folgt erster „Walkshop“ in der Klever Oberstadt am 14.07.2026
Mit dem Fußverkehrscheck 2026 rückt die Stadt Kleve die Wege der Menschen in den Mittelpunkt: Alltagsrouten zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit sollen genauer betrachtet und gemeinsam mit der Bürgerschaft besser gestaltet werden. Den Startschuss dafür gab die Auftaktveranstaltung am 29.06.2026 im Ratssaal des Rathauses, bei der die Ziele des Projekts vorgestellt und erste Schwerpunkte für die weitere Arbeit gesetzt wurden.

Am Auftaktworkshop haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Stadtverwaltung und Polizei sowie Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtgebiet teilgenommen. Kerninhalt der Veranstaltung war die Vorstellung der beiden Untersuchungsräume, mit denen sich die Stadt Kleve erfolgreich für den Fußverkehrscheck beworben hat: Zum einen der Bereich Hoffmannallee – Lindenallee in der Klever Oberstadt und zum anderen der Bereich Innenstadt – Bahnhof – Hochschule Rhein-Waal in der Klever Unterstadt.

Die Teilnehmenden der Veranstaltung fanden sich diesbezüglich in zwei Gruppen zusammen, um über bestehende Fußverkehrsprobleme zu diskutieren und innerhalb der Gebiete konkrete Laufrouten für die kommenden Vor-Ort-Begehungen (sog. „Walkshops“) abzustecken.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten folgende Laufrouten festgehalten werden:
Oberstadt: Lindenallee – Hoffmannallee – Frankenstraße – Hagsche Straße (Abschnitte siehe Karte)
Unterstadt: Bahnhof – Bahnhofstraße – Wiesenstraße – Hochschule Rhein-Waal – Hafenstraße – Herzogstraße (Abschnitte siehe Karte unter www.kleve.de/fvc)

Mit dem ersten „Walkshop“ am Dienstag, 14.07.2026 um 17 Uhr in der Klever Oberstadt beginnt nun der praktische Teil des Fußverkehrschecks. Startpunkt ist der Marktplatz Linde (gegenüber dem Netto-Markt, Borselstege 11). Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird hierbei die abgesteckte Route abgegangen und daraufhin überprüft, wie fußgängerfreundlich die vorhandenen Wege ausgestaltet sind.

Dabei werden zum Beispiel Gehwegbreiten aufgemessen, Verkehrsinseln und Ampeln gemeinsam überquert sowie mögliche Barrieren für mobilitätseingeschränkte Personen identifiziert. Die Teilnehmenden können zudem konkrete Stellen benennen, an denen sie sich unsicher fühlen oder die attraktiver gestaltet werden könnten.

All diese Hinweise werden gesammelt, kartiert und fachlich durch die Expertinnen und Experten ausgewertet. Aus den Ergebnissen entstehen anschließend Vorschläge für Maßnahmen, mit denen der Fußverkehr in der Oberstadt sicherer, komfortabler und attraktiver gestaltet werden kann.

Die Stadt Kleve lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich an den Walkshops zu beteiligen und ihre Beobachtungen und Ideen einzubringen. Um Anmeldung über die Website www.kleve.de/fvc wird gebeten.

Datum: Dienstag, 14.07.2026
Uhrzeit: 17 Uhr
Ort: Marktpl

Kleve: Nördlicher Teilabschnitt des Stadthallen-Parkplatzes ab Montag, 06.07.2026, wieder nutzbar
Die Stadt Kleve hat einen wichtigen Zwischenschritt bei der Umgestaltung des Stadthallen-Parkplatzes erreicht: Der nördliche Teilabschnitt des Parkplatzes an der Stadthalle wird in dieser Woche fertiggestellt und steht den Bürgerinnen und Bürgern ab Montag, 06.07.2026, wieder zum Parken zur Verfügung. Mit der Öffnung des nördlichen Bereichs stehen damit wieder zahlreiche Stellplätze in unmittelbarer Nähe zur Klever Stadthalle zur Verfügung.


Die neuen Parkflächen sind Teil der umfassenden Neugestaltung des innerstädtischen Parkbereiches, mit der der Stadthallen-Parkplatz optisch aufgewertet, besser in das moderne Stadthallenumfeld integriert und durch zusätzliche Grünflächen aufgelockert wird. Die Arbeiten im südlichen Bereich des Parkplatzes südlich der Stadthalle werden in den kommenden Wochen fortgesetzt.

Ziel ist es, die Umgestaltung des gesamten Stadthallen-Parkplatzes wie geplant bis Ende Oktober 2026 abzuschließen. Mit dem Abschluss dieses Bauabschnitts endet zugleich die umfangreiche Umgestaltung des Stadthallenumfeldes, die seit 2017 schrittweise umgesetzt wird. Während der weiteren Bauarbeiten kann es im Umfeld der Stadthalle zeitweise zu Einschränkungen kommen. Die Stadt Kleve bittet um Verständnis und empfiehlt, bei Bedarf auf alternative Parkmöglichkeiten im innnstadtnahen Bereich auszuweichen.

Kreis Wesel plant gemeinsame Gesellschaft für zukunftsfähige Klärschlammbehandlung
Kreisausschuss empfiehlt langfristige Kooperation von KWA und LINEG 03.07.2026 Der Kreisausschuss des Kreises Wesel hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 2. Juli 2026 einstimmig die Gründung einer neuen Gesellschaft zur Behandlung von Klärschlamm empfohlen. Geplant ist eine gemeinsame Gesellschaft der Kreis Weseler Abfallgesellschaft (KWA) und der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft (LINEG).

Das Projekt wurde maßgeblich vom Kreis Weseler Vorstandsmitglied Helmut Czichy vorangetrieben, der zum 1. Juli 2026 seinen Ruhestand angetreten hat. Zudem profitierte das Vorhaben von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und dem großen Engagement des mit KWA- und LINEG-Personal besetzten Projektteams.  Die Anteile an der neuen Gesellschaft mit dem derzeitigen Arbeitstitel „Klärschlammbehandlungsgesellschaft Linker Niederrhein mbH“ (KLN) sollen jeweils zur Hälfte von der KWA und der LINEG gehalten werden.

Ziel ist es, die Entsorgung von Klärschlamm langfristig sicher, wirtschaftlich und umweltgerecht zu gestalten. Hintergrund sind verschärfte gesetzliche Vorgaben für die Klärschlammverwertung. Künftig müssen wertvolle Rohstoffe wie Phosphor aus dem Klärschlamm zurückgewonnen werden. Daher ist die bisher praktizierte Mitverbrennung von Klärschlamm, insbesondere in Müllverbrennungsanlagen, nur noch eingeschränkt möglich.

Am Abfall- und Energiezentrum Asdonkshof ist deshalb eine neue technische Lösung erforderlich. Geplant ist der Bau einer neuen, modernen Klärschlammtrocknungsanlage am Abfall- und Energiezentrum Asdonkshof in Kamp-Lintfort. Dort sollen die auf den Kläranlagen der LINEG anfallenden Klärschlämme mit bislang ungenutzter Abwärme aus der Müllverbrennungsanlage auf Niedertemperaturbasis getrocknet werden.

Durch dieses Verfahren kann das Gewicht des Klärschlamms um rund 75 Prozent reduziert werden. Dadurch werden Transportaufwand und CO₂-Emissionen deutlich verringert. Gleichzeitig kann der aktuell noch in der Bestandsanlage für die Trocknung eingesetzte Dampf aus der Müllverbrennung zukünftig zur Stromerzeugung genutzt werden.

Dies verbessert die Energieeffizienz des Standortes und trägt zum Klima- und Umweltschutz bei. Die Finanzierung erfolgt durch die beiden Gesellschafter. Auswirkungen auf den Kreishaushalt oder die Abfallgebühren werden nach derzeitiger Einschätzung nicht erwartet. Vielmehr soll das Projekt langfristig zur Gebührenstabilität beitragen.

„Mit dem Vorhaben stärken wir den Standort Asdonkshof, sichern eine nachhaltige Entsorgung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz“, so Landrat Ingo Brohl. Die Umsetzung des Vorhabens steht noch unter dem Vorbehalt eines Kreistagsbeschlusses am Donnerstag, 9. Juli 2026, sowie der erforderlichen Genehmigungen, insbesondere durch die Bezirksregierung Düsseldorf.

60 neue Parkplätze in der Moerser Innenstadt - Enni schafft Übergangslösung an der Kautzstraße  
Gute Nachricht für Besucherinnen und Besucher der Moerser Innenstadt: Seit dem 1. Juli stehen an der Kautzstraße rund 60 zusätzliche Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Die ENNI Stadt & Service (Enni) hat im Auftrag der Stadt Moers die Flächen des ehemaligen Parkhauses Kautzstraße dafür als ebenerdigen Parkplatz hergerichtet. Dafür waren umfangreiche Arbeiten erforderlich.

Unter anderem hat das Unternehmen Rampen und Stützmauern instandgesetzt, Flächen befestigt, die Entwässerung teilweise erneuert sowie neue Geländer und Sicherheitseinrichtungen installiert. Das Parkhaus hatte die Enni Ende 2024 im Auftrag der Stadt Moers wegen seines schlechten baulichen Zustands abgerissen. Langfristig soll hier ein neues Parkhaus entstehen.

Bis dahin sorgt die nun nutzbare Übergangslösung für eine spürbare Entlastung der Parksituation in der Innenstadt. Dabei gilt auf dem Gelände der Tarif B: 20 Minuten kosten 50 Cent – unter 20 Minuten sind kostenfrei. Dauerstellplätze werden nicht angeboten.

Moers: Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute - Premiere Von Jens Raschke - Kollektiv:Spielraum
Vor vielen Jahren gab es einmal einen Zoo. Einen Schwarzweißfotozoo. Auf der einen Seite lebten Menschen in gestreiften Anzügen, in trostlosen Baracken.  Auf der anderen Seite hatten es sich wenige Familien mit schwarzen, glänzenden Stiefeln in schönen Häusern bequem gemacht. Ein Zaun trennt die Gestiefelten von den Gestreiften, die Tiere von den Menschen. 

Die meisten haben sich mit ihm arrangiert. Doch dann wird ein neuer Bär im Zoo eingeliefert. Er wundert sich. Fragt nach dem Rauch aus dem Schornstein. Fragt, warum keine Vögel mehr zu hören sind. Und was das Nashorn wohl sah, als es auf die andere Seite des Zauns blickte.

Seine Fragen bringen Unruhe in den Zoo – sehr zum Missfallen von Zoochefin Mama Pavian, die Ruhe und Ordnung wahren will. Denn wer genau hinsieht, merkt irgendwann: Nicht nur das Fragen kann gefährlich sein – sondern auch das Schweigen.

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets unter 0 28 41/88 34 -110 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 07.07.2026 - 19:30 Uhr - 20:30 Uhr. Veranstaltungsort  Schlosstheater - Studio, Adresse Kastell 6, 47441 Moers.

Stadtteiltreff Neu_Meerbeck besucht Bergbaumuseum Schacht IV
Zu einem besonderen Museumsbesuch lädt der Stadtteiltreff Neu_Meerbeck am Mittwoch, 8. Juli, ein: Der Grafschafter Museum- und Geschichtsverein in Moers e.V. bietet von 16.30 bis 18 Uhr eine spannende Führung durch die Ausstellung im Bergbaumuseum Schacht IV an.

Unter dem Motto ‚Unter Tage waren wir alle gleich‘ wird eindrucksvoll der Zusammenhalt der Bergleute vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten einzigartige Einblicke in die Geschichte des Bergbaus und in die Arbeitswelt unter Tage.

Treffpunkt für die Veranstaltung ist um 16.30 Uhr am Schacht IV, Zechenstraße 50, in Moers. Interessierte können sich telefonisch unter 0 28 41/201 - 530 oder per Mail an stadtteilbuero.meerbeck@moers.de anmelden. Dort sind auch weitere Informationen erhältlich. Veranstaltungsdatum 08.07.2026 - 16:30 Uhr - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Firma Schacht IV, Adresse Zechenstraße 50, 47443 Moers.

Moers: Spieleabend
Du hast Lust mal wieder zu zocken? Aber nicht am PC, sondern gemütlich bei uns in der Kneipe?  Dann komm zu unserem offenen Spieleabend. Egal ob Brett-, Karten- oder Rollenspiele – Hier bist du richtig!
Als Spieleerklärer und Tippgeber steht euch unser Spiele-Experte Nöh mit Rat und Tricks zur Seite! Die Teilnahme ist kostenlos! Veranstaltungsdatum 09.07.2026 - 19:00 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Traditionelles Sommerfest der Moerser KG Humorica
Veranstaltungsdatum 11.07.2026 - 14:00 Uhr - 22:00 Uhr Veranstaltungsort Quartierplatz an der Sportanlage Asberg. Veranstalter Firma Moerser KG Humorica 69 e.V. Adresse Postfach 10 16 70 47406 Moers

F.C. Rot Weiß Moers: 100 jähriges Vereinsjubiläum
Programmablauf:
Tagesprogramm auf dem Vereinsgelände von F.C. Rot Weiß Moers
10:00 Uhr Beginn der Veranstaltung und Ankommen der Gäst
10:30 Uhr Sportliches Rahmenprogramm auf dem Vereinsgelände
11:00 Uhr Familienprogramm mit Angeboten für Kinder und Jugendliche
12:00 Uhr Getränke, Imbissangebote und geselliges Beisammensein
13:00 Uhr Weitere Mitmachangebote und Rahmenprogramm auf dem Vereinsgelände
14:00 Uhr Kaffee und Kuchen
15:30 Uhr Legendenspiel gegen die Traditionsmannschaft des MSV Moers
bis 17:00 Uhr Ausklang des Tagesprogramms auf dem Vereinsgelände
Offizieller Teil und Abendprogramm in der Halle der Freiwilligen Feuerwehr Moers
ab 17:00 Uhr Einlass und Ankommen der Gäste in der Halle
17:15 Uhr Offizielle Begrüßung
17:30 Uhr Grußworte geladener Gäste
17:45 Uhr Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder
18:00 Uhr Abendprogramm mit weiteren Programmpunkten, unter anderem Tanzdarbietung und Live
Musik
18:30 Uhr Gemeinsames Essen und geselliger Abend
19:30 Uhr Musik, Austausch und Ausklang der Jubiläumsfeier
Veranstaltungsdatum
11.07.2026 - 10:00 Uhr - 23:59 Uhr
Veranstaltungsort
Auf dem Vereinsgelände und der Halle der freiwilligen Feuerwehr.
Veranstalter
FC Rot Weiß Moers 1926 e.V.
Am Jostenhof 37, 47441 Moers

Moers: Sommerfest des Kleingartenvereins KGV am Frankenfeld
Veranstaltungsdatum 11.07.2026 - 15:00 Uhr - 23:00 Uhr. Veranstaltungsort Am Frankenfeld 1, 47445 Moers .Veranstalter Kleingartenanlage - Am Frankenfeld e.V. Adresse Oderstraße, 47445 Moers

Architekturführung Innenstadt Moers

Entlang den Moerser Haupt-Geschäftsstraßen entdecken wir in der Innenstadt Gebäude aus ganz unterschiedlichen Zeiten. Oft ist ihre Archi­tektur verkleidet oder verändert worden. Wer hochschaut, entdeckt aber gerade an den Fas­saden oberhalb der Ladengeschosse Details, die Auskunft über die Geschichte der Häuser geben. 

1 - Neustraße / Steinstraße

Treffpunkt: Oranierhäuser, Haagstraße 63 Geführt von: Eva-Maria Eifert Kosten: 9 Euro Weitere Infos zu den Stadtführungen. Veranstaltungsdatum 12.07.2026 - 10:30 Uhr - 12:30 Uhr. Veranstalter Stadt- und Touristinformation Moers, Adresse Kirchstraße 27a/b, 47441 Moers.


Stau auf der Autobahn: Diese Regeln sollten Autofahrer kennen
Sommerferien, volle Reiserouten und Baustellen: Der ACV erklärt, worauf es im Autobahnstau ankommt und welche Fehler gefährlich oder teuer werden können.
Mit dem Beginn der Sommerferien in den ersten Bundesländern startet die Hauptreisezeit auf Deutschlands Straßen. In den kommenden Wochen sind Millionen Urlauber mit dem Auto unterwegs. Gleichzeitig sorgen derzeit rund 1.000 Baustellen auf den Autobahnen für zusätzliche Engpässe und erhöhen die Staugefahr auf wichtigen Reiserouten. Besonders an den Ferienwochenenden ist deshalb mit langen Verzögerungen zu rechnen.

Umso wichtiger ist es, im Stau richtig zu reagieren. Denn wer Rettungsgasse, Standstreifen oder Handyregeln missachtet, riskiert nicht nur Bußgelder und Punkte, sondern gefährdet im Ernstfall auch andere Verkehrsteilnehmer. Der ACV Automobil-Club Verkehr beantwortet die wichtigsten Fragen zum richtigen Verhalten im Stau und erklärt, welche Regeln Autofahrer kennen sollten.

Muss der Standstreifen im Stau frei bleiben?
Ist die nächste Raststätte oder Ausfahrt bereits in Sicht, erscheint der Standstreifen für manche Autofahrer als vermeintliche Abkürzung. Davon ist jedoch dringend abzuraten.

Der Standstreifen muss grundsätzlich frei bleiben. Das Fahren auf dem Standstreifen ist verboten. Wer ihn im Stau nutzt, um schneller voranzukommen oder die nächste Ausfahrt zu erreichen, riskiert ein Bußgeld von 75 Euro sowie einen Punkt in Flensburg. Auch grundloses Halten auf dem Standstreifen ist verboten.

Das gilt auch bei stockendem Verkehr und während der Bildung einer Rettungsgasse. Nur wenn Einsatzfahrzeuge anders nicht passieren können, kann der Standstreifen ausnahmsweise zum Ausweichen genutzt werden.

Ab wann sollte eine Rettungsgasse gebildet werden?
Sobald sich ein Stau bildet oder der Verkehr deutlich langsamer wird, sollten die Geschwindigkeit reduziert, ausreichend Abstand gehalten und eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer ein Stauende erkennt, sollte außerdem frühzeitig den Warnblinker einschalten, um nachfolgende Fahrzeuge zu warnen. Die Rettungsgasse wird zwischen der linken und allen übrigen Fahrstreifen gebildet.

Wenn im Stau die Hinterräder des vorausfahrenden Fahrzeugs noch zu sehen sind, bleibt ausreichend Platz zum Reagieren, falls Rettungskräfte passieren müssen.
Wichtig ist, dass die Rettungsgasse nicht erst gebildet wird, wenn ein Rettungswagen bereits zu sehen oder zu hören ist. Dann ist es häufig zu spät und wertvolle Zeit geht verloren.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder sie blockiert, muss mit einem Bußgeld ab 200 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Lohnt es sich, den Stau zu umfahren?
Viele Navigationsgeräte sowie Apps wie Google Maps bieten bei Stau schnell eine alternative Route an. Doch lohnt sich das Verlassen der Autobahn wirklich?

Grundsätzlich können Navigationssysteme und Verkehrs-Apps dabei helfen, Staus frühzeitig zu erkennen und Zeit zu sparen. Trotzdem sollten Routenvorschläge nicht unkritisch übernommen werden. Gerade kurzfristige Ausweichrouten führen häufig ebenfalls in stockenden Verkehr oder auf überlastete Landstraßen.

Ist die Autobahn nicht vollständig gesperrt, ist Abwarten oft die bessere Wahl. Staus lösen sich häufig schneller auf als erwartet. Wer Verkehrsmeldungen oder die Hinweise des Navigationssystems im Blick behält, kann bei längeren Sperrungen oder weiträumigen Umleitungen dennoch sinnvoll reagieren.

Wann ist rechts Überholen im Stau erlaubt?
Eine Frage, die sich viele Autofahrer stellen: Darf man im Stau rechts überholen? Grundsätzlich gilt auf Autobahnen: Das Überholen von rechts ist verboten (§ 5 Abs. 1 StVO).

Bei stockendem Verkehr gibt es jedoch eine Ausnahme. Steht der Verkehr links, darf rechts mit maximal 20 km/h vorsichtig vorbeigefahren werden. Bewegt sich der Verkehr auf der linken Spur langsam mit höchstens 60 km/h, darf rechts mit maximal 20 km/h höherer Geschwindigkeit vorbeigefahren werden.

Häufige Spurwechsel bringen dagegen meist keinen Zeitvorteil. Im Gegenteil: Sie können den Verkehrsfluss zusätzlich stören und einen Stau sogar verschärfen.
Wer die geltenden Regeln missachtet, muss mit einem Bußgeld von rund 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Darf auf der Autobahn im Stau gewendet oder rückwärtsgefahren werden?
Wird die letzte Ausfahrt verpasst und die Fahrbahn hinter dem Fahrzeug scheint frei zu sein, gilt dennoch: Rückwärtsfahren und Wenden sind auf der Autobahn grundsätzlich verboten.

Eine Ausnahme besteht nur, wenn die Polizei dies ausdrücklich anordnet. Wer dennoch rückwärtsfährt oder wendet, riskiert ein Bußgeld von rund 200 Euro, einen Punkt in Flensburg und ein Fahrverbot.

Vor allem bringen solche Fahrmanöver andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Wer in einen Stau gerät, muss deshalb bis zur nächsten regulären Ausfahrt weiterfahren oder den Stau abwarten.

Darf im Stau das Fahrzeug verlassen werden?
Steht der Verkehr über längere Zeit still, ist der Wunsch nach einer kurzen Pause nachvollziehbar. Grundsätzlich sollte das Fahrzeug jedoch nur im Notfall verlassen werden, etwa um eine Unfallstelle abzusichern. Andernfalls droht ein Bußgeld.

Bei längeren Standzeiten drücken Polizei oder Ordnungsbehörden zwar häufig ein Auge zu. Dennoch sollte das Fahrzeug nicht unnötig verlassen und in der Nähe des Fahrzeugs geblieben werden. Ein Stau kann sich jederzeit wieder auflösen.

Außerdem dürfen Rettungskräfte nicht behindert werden. Auch Motorradfahrer fahren trotz Verbots manchmal zwischen den Fahrzeugen hindurch. Sich plötzlich öffnende Türen können deshalb schnell zur Gefahr werden.

Was ist bei einem Stau im Tunnel zu beachten?
Kommt es im Tunnel zu einem Stau, gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Es sollte möglichst ein Abstand von mindestens fünf Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug eingehalten und frühzeitig eine Rettungsgasse gebildet werden.

Bei längerem Stillstand empfiehlt es sich, den Motor abzustellen. Außerdem sollten die Fenster geschlossen und die Lüftung auf Umluft gestellt werden. So gelangen weniger Abgase in den Innenraum.

Kommt es zu einem Notfall, geben Durchsagen und die Beschilderung im Tunnel wichtige Hinweise. Sie zeigen den Weg zu den Notausgängen und informieren über das richtige Verhalten.

Wie lässt sich ein Stau am besten überstehen?
Ist die Rettungsgasse gebildet, bleibt zunächst nur eines: Ruhe bewahren. Die Wartezeit kann beispielsweise für ein Hörbuch oder einen Podcast genutzt werden. Bei längeren Standzeiten empfiehlt es sich außerdem, den Motor abzustellen, um Kraftstoff zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Auch ein Telefonat lässt sich im Stau manchmal erledigen. Das Smartphone darf jedoch nur genutzt werden, wenn das Fahrzeug steht und der Motor ausgeschaltet ist. Verstöße werden mit einem Bußgeld, Punkten in Flensburg und je nach Verstoß weiteren Konsequenzen geahndet.

ACV-Checkliste: Staus möglichst vermeiden
- Stoßzeiten an Ferienwochenenden sowie freitagnachmittags und samstagvormittags möglichst meiden
- Navigationssysteme nutzen, Routenvorschläge aber kritisch prüfen
- Nach dem Überholen wieder auf die rechte Fahrspur wechseln
- Reißverschlussverfahren korrekt anwenden
- Vorausschauend fahren und unnötige Spurwechsel vermeiden
- Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr bilden
- Den Standstreifen grundsätzlich freihalten