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Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

Archiv  • Vorige Woche: KW 29
Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

30. KW: Montag: 20. - Sonntag, 26. Juli 2026

Themen u.a.:

Dinslaken: Trockener Rotbach - Müllsichtungen melden mit der Meldoo-App
Aufgrund der trockenen Wetterlage ist der Rotbach aktuell an einigen Stellen ausgetrocknet. Generell weist der Bach aufgrund der klimatischen Veränderungen und der damit verbundenen Dürreperioden in den Sommermonaten immer wieder temporäres Trockenfallen auf. Gerade in diesen Phasen sind die verbleibenden feuchten Zonen im Bachbett überlebenswichtige Rückzugsorte für Fische, Amphibien und Insekten.

Deshalb soll der Rotbach aktuell auch nicht betreten werden, da diese Rückzugsorte dann zerstört werden könnten. Das Nichtbetreten dient dem Schutz von Tier- und Pflanzenarten. Abschnittsweise verläuft der Rotbach auf seiner gesamten Strecke zudem durch ausgewiesene Naturschutzgebiete, hier gilt sowieso ein striktes Betretungsverbot.  Die DIN-Service nutzt jedoch aktuell die derzeitige Lage, um das ökologische System des Bachs von Unrat zu befreien.

Die Mitarbeitenden patrouillieren in Sichtweite des Ufers, um Müll gezielt zu beseitigen. Dabei gehen sie behutsam und umsichtig vor, um das Ökosystem nicht zu beschädigen. Sollten Privatpersonen Müll entdecken, bittet die Stadt, dass sie sich diesen über die Meldoo-App (https://www.dinslaken.de/stadt-buergerservice/dienstleistungen/maengelmelder#) melden, damit die städtischen Mitarbeitenden tätig werden können.

Die Stadt bittet darum, dass niemand eigenmächtig das Flussbett betritt, da es dort zudem auch sehr tiefe Stellen gibt, in die man einsinken könnte.

Dinslaken: Villa Kunterbunt erneut als FAIREKita ausgezeichnet
Die Villa Kunterbunt in Dinslaken hat am 24.07.26 ihre erneute Auszeichnung als FaireKITA gefeiert. Die Auszeichnung erfolgte durch das Netzwerk „Faire Metropole Ruhr“ und dem Weltläden Basis e.V..

Die Villa Kunterbunt in Dinslaken hat am 24.7.2026 ihre erneute Auszeichnung als FaireKITA gefeiert.

Seit 2013 verankert die Kita Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die Auseinandersetzung mit dem fairen Handel fest in ihrem pädagogischen Konzept.  Anlässlich der erfolgten Rezertifizierung im vergangenen Jahr, backten die Kinder ausgestattet mit „fairen“ Schürzen am Brotbackofen am Bollwerkskath unter Anleitung des ehrenamtlichen Bäckers, Reinhard Claves, frisches Brot.

Dieses wurde anschließend „fair“ mit den Gästen der Feier geteilt. Zur Übergabe der Rezertifizierungsurkunde kamen Mitarbeitende der Stadt Dinslaken und des Eine-Welt-Ladens sowie Eltern, die neben den Kindern die Kita repräsentierten. Sie würdigten das langjährige Engagement der Villa Kunterbunt und die Einbindung nachhaltiger und fairer Themen in den Kita-Alltag.

Mit der erneuten Auszeichnung zeigt die Kita, wie früh und wirksam Kinder an Themen wie globale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Konsumverhalten herangeführt werden können.  

33. Galeria-Standorte in Deutschland von Schließung bedoht

In Nordrhein-Westfalen sind das die Standorte: Euskirchen, Kleve, Köln (Breite Straße, Hohe Straße, Nippes), Mülheim (Rhein-Ruhr-Zentrum), Münster (Salzstraße)

Tanken im Vergleich zur Vorwoche erneut stark verteuert
ADAC Auswertung: Super E10 um mehr als sechs Cent teurer, Dieselpreis steigt um fast zehn Cent / Aktuelle Kraftstoffpreise sind gemessen an Ölpreis und Wechselkurs deutlich zu hoch

Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zur Vorwoche erneut deutlich gestiegen. Dies gilt vor allem für Diesel, wie die aktuelle ADAC Auswertung zeigt. Danach kostet ein Liter im bundesweiten Mittel 2,168 Euro, in der vergangenen Woche waren es 9,8 Cent weniger. Der Preis für einen Liter Super E10 stieg um 6,3 Cent und liegt aktuell bei 2,146 Euro.

Hauptauslöser für die weitere sehr deutliche Verteuerung ist der kriegsbedingte Anstieg des Rohölpreises der Sort Brent von gut 85 US-Dollar in der Vorwoche auf derzeit rund 91 US-Dollar. Der Wechselkurs von Euro und US-Dollar, der entscheidenden Währung für den Kauf von Rohöl auf dem Weltmarkt, liegt in etwa auf dem Niveau der Vorwoche.

Laut ADAC lassen sich die aktuellen Kraftstoffpreise nicht allein durch die Entwicklung von Ölpreis und Wechselkurs erklären. Daher sollte das Bundeskartellamt die Marktverhältnisse kritisch überwachen und mögliche Wettbewerbsprobleme gerade im Raffinerie- und Großhandelsbereich aufdecken.

Diesel ist mittlerweile wieder teurer als Super E10, dies war zuletzt Mitte Mai der Fall. Seitdem hatte sich die Lage im Nahen Osten sukzessive etwas entspannt, sodass auch der Ölpreis in der Folge wieder deutlich unter die Marke von 100 US-Dollar gerutscht war. Mit dem erneuten Aufflammen der Auseinandersetzungen zieht nun der Dieselpreis auch deswegen so massiv an, weil der Kraftstoff zu großen Teilen importiert werden muss und der Dieselpreis wesentlich stärker von ökonomischen und geopolitischen Faktoren beeinflusst wird als Benzin.



Wer beim Tanken sparen will, sollte nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren, denn dann sind die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen danach langsam wieder ab. Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.


Dinslaken: Geänderte Öffnungszeiten bei den Bürgerbüros
In der kommenden Woche gibt es bei den beiden Bürgerbüros der Stadt Dinslaken abweichende Öffnungszeiten: Am Montag, den 27. Juli bleibt das Bürgerbüro Hiesfeld geschlossen. Am Dienstag, den 28. Juli schließt das Bürgerbüro Stadtmitte schließt bereits um 16 Uhr.

Digital Services Act: Neuer Leitfaden erklärt Verbraucherrechte
Der Digital Services Act (DSA) gilt seit Februar 2024 vollumfänglich in der gesamten Europäischen Union. Dennoch wissen viele Verbraucherinnen und Verbraucher nicht, welche Rechte ihnen die Verordnung im Alltag verschafft. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland hat deshalb einen leicht verständlichen Online-Leitfaden veröffentlicht, der die wichtigsten Regelungen erklärt.
Der Digital Services Act stärkt die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern auf Online-Plattformen.

Vorschriften für Plattformbetreiber wie Facebook, Amazon, Google und Co.
Ob gelöschter Social-Media-Beitrag, gesperrtes Nutzerkonto oder undurchsichtige Werbung – viele Verbraucher kennen solche Situationen aus ihrem digitalen Alltag.

Seit Februar 2024 gelten die Vorschriften des Digital Services Act (DSA) in der gesamten Europäischen Union für Anbieter digitaler Dienste, etwa soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder TikTok, Online-Marktplätze wie Amazon, Zalando oder Booking.com sowie Suchmaschinen wie Google oder Bing.

Ziel der EU-Verordnung ist es, den digitalen Raum sicherer, transparenter und fairer zu gestalten.

Konkrete Regeln für die Anbieter
Mit dem DSA wurden Verbraucherrechte in mehreren Bereichen gestärkt. Plattformen müssen Entscheidungen über die Löschung von Inhalten oder die Sperrung von Nutzerkonten nachvollziehbar begründen können.

Darüber hinaus müssen Plattformen deutlich kennzeichnen, wenn es sich um Werbung handelt. Sie müssen außerdem Informationen darüber bereitstellen, wer die Werbung bezahlt hat und warum sie einem Nutzer angezeigt wird.

Gleichzeitig verpflichtet die Verordnung Online-Marktplätze dazu, ihre Händler sorgfältiger zu überprüfen, um den Verkauf illegaler oder gefährlicher Produkte zu erschweren.
Zudem erhalten Verbraucher bessere Möglichkeiten, rechtswidrige Inhalte oder betrügerische Angebote zu melden und Entscheidungen von Plattformen überprüfen zu lassen.

Der DSA verbietet außerdem bestimmte manipulative Gestaltungsmuster ("Dark Patterns"). Beispiele sind irreführende oder manipulativ eingesetzte Hinweise, etwa wenn durch Aussagen wie „Nur noch ein Zimmer verfügbar“ künstlicher Kaufdruck erzeugt wird.

Durchgreifen der EU-Kommission
Der DSA wird inzwischen von der Europäischen Kommission aktiv durchgesetzt. So hat die Kommission bereits mehrere Verfahren gegen große Online-Plattformen eingeleitet. Dazu zählen unter anderem Verfahren gegen TikTok und Temu wegen des Verdachts, gegen Vorschriften des DSA verstoßen zu haben.

Wo Verbraucher Hilfe finden
Der neue Leitfaden zeigt auf, an welche Stellen sich Verbraucher bei Problemen wenden können. Dazu gehören die internen Beschwerdeverfahren der Plattformen, unabhängige Streitbeilegungsstellen sowie zuständige Aufsichtsbehörden. Außerdem wird die Rolle der sogenannten Trusted Flagger erklärt – zertifizierter Organisationen, deren Hinweise auf rechtswidrige Inhalte von Plattformen vorrangig bearbeitet werden müssen.

Mit dem Online-Leitfaden möchte das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland dazu beitragen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Rechte im digitalen Alltag kennen und wirksam nutzen können. Zum Leitfaden


Buchführung sicher im Griff: IHK-Lehrgang vermittelt Praxiswissen  
Eine korrekte Buchführung ist für jedes Unternehmen unverzichtbar. Die Niederrheinische IHK bietet deshalb einen Online-Zertifikatslehrgang an. Vom 1. September bis zum 12. November lernen die Teilnehmer, wie sie die Finanz- und Betriebsbuchführung professionell und IT-gestützt umsetzen.  

Der Lehrgang richtet sich an kaufmännische Beschäftigte und Interessierte mit grundlegenden Kenntnissen von betrieblichen Abläufen. In 80 Unterrichtseinheiten erwerben sie das Wissen, um die Buchführung insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen korrekt und effizient zu organisieren.

Zugleich schafft der Kurs eine gute Grundlage für weitere Qualifizierungen, etwa in der Bilanzbuchhaltung. Weitere Informationen gibt es bei IHK-Ansprechpartnerin Sabrina Althoff: 0203 2821-382, althoff@niederrhein.ihk.de. Anmeldung direkt unter: www.ihk.de/niederrhein/veranstaltungen

Personalmanagement gestalten: IHK-Lehrgang macht fit für moderne Personalarbeit  
Personalreferenten übernehmen wichtige Aufgaben zwischen Unternehmen und Mitarbeitern. Die Niederrheinische IHK bietet einen Zertifikatslehrgang zum Thema an. Vom 3. September bis zum 22. Dezember findet dieser online über MS Teams statt.   Themen sind unter anderem Personalplanung, Recruiting, Personalentwicklung sowie arbeitsrechtliche Grundlagen.

Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter im Personalwesen, Fachkräfte mit Personalverantwortung und alle, die sich für Aufgaben im HR-Bereich qualifizieren möchten. Weitere Informationen gibt es bei IHK-Ansprechpartnerin Sabrina Althoff: 0203 2821-382, althoff@niederrhein.ihk.de
 Anmeldung direkt unter: www.ihk.de/niederrhein/veranstaltungen

Willkommensbesuche in Kleve: Ein guter Start für neue Familien
Ein Kind zu bekommen ist etwas ganz Besonderes: mit einem Mal verändert sich vieles im Leben der Eltern und das neugeborene Kind steht im Mittelpunkt des Alltags.

Präsentieren die neuen Willkommenstaschen (v.l.): Klimaschutzmanager Christoph Bors, Netzwerkkoordinator Alexander Paß-von Wedel, Klimaanpassungsmanagerin Merle Gemke.

In dieser gleichermaßen schönen wie mitunter herausfordernden Zeit möchten die Stadt Kleve und soziale Träger frischgebackene Eltern in der Schwanenstadt besonders unterstützen. Mit freiwilligen Willkommensbesuchen gibt es von Expertinnen und Experten hilfreiche Tipps und Antworten auf viele Fragen bequem in den eigenen vier Wänden. Schon seit März 2025 bietet die Stadt Kleve gemeinsam mit vier Trägern – dem SOS Kinderdorf, dem Anna-Stift, der Familienbildungsstätte und dem Bunten Kreis Kleverland – die kostenlosen Willkommensbesuche an.

Im Mittelpunkt der Besuche steht ein professionelles Beratungsgespräch für die neue Familie, bei dem die verschiedensten Fragen geklärt werden können. Es kann genauso um Elterngeld und Kita-Plätze gehen, wie um die Ernährung des Neugeborenen, um Kinderärzte oder darum, was getan werden kann, wenn ein Baby viel weint. Die Gespräche haben keinen festen Rahmen, sondern richten sich ganz nach den Bedürfnissen der Eltern.

Und auch die Erwachsenen können im Mittelpunkt der Beratung stehen, wenn es um Kurs- und Hilfeangebote für frischgebackene Eltern gehen soll. Bei ihren Besuchen haben die Expertinnen und Experten zudem einige Mitbringsel im Gepäck. In einer Willkommenstasche erhalten die besuchten Familien kleine Präsente für das neugeborene Kind und eine Vielzahl an Informationsflyern über Freizeit- und Kursangebote, Betreuungsmöglichkeiten und Hilfeangebote.

In Kooperation mit Merle Gemke und Christoph Bors vom Klima-Team der Stadt Kleve wurden nun neue wiederverwendbare Taschen ausgewählt und mit lokalen Motiven bedruckt. Nach dem Besuch können Eltern auf weiterführende Angebote zurückgreifen, die durch das Koordinationsteam laufend weiterentwickelt werden. So findet aktuell einmal im Quartal ein Elternfrühstück statt, bei dem Referenten zu ausgesuchten Themen vortragen.

Genau wie die Besuche an sich ist das weiterführende Angebot komplett kostenfrei und freiwillig. Als niedrigschwelliges Beratungsangebot wird der Willkommensbesuch ausnahmslos allen Familien angeboten und durch freie Träger der Jugendhilfe durchgeführt. Nach der Geburt schlägt die Stadt Kleve den Eltern per Post einen Termin vor und informiert über das Angebot.

Bislang ist das Projekt ein Erfolgsmodell: Von März 2025 bis Dezember 2025 nahmen drei Viertel der Familien mit Neugeborenen das Angebot an. Da die Tendenz zuletzt leicht stieg, geht das Netzwerkteam davon aus, dass für 2026 rund vier von fünf Familien das Angebot nutzen möchten.

Wer noch Fragen zu dem Angebot hat oder die Inhalte der Willkommenstasche mitgestalten möchte, kann sich an den Netzwerkkoordinator der Frühen Hilfen in Kleve, Alexander Paß-von Wedel, wenden. Erreichbar ist er per E-Mail an alexander.pass-von.wedel@kleve.de oder per Telefon unter 02821/84605.

Jugendrat Wesel wählt neuen Vorstand
Der Jugendrat Wesel hat in seiner Vollversammlung am 15. Juli 2026 einen neuen Vorstand gewählt. Die engagierten Jugendlichen setzen sich künftig dafür ein, die Interessen und Ideen der Weseler Jugend zu vertreten und aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.

Neben der Mitwirkung im Jugendhilfeausschuss der Stadt Wesel sowie dem Stimmrecht in Jury-Sitzungen der Stadt liegen die Schwerpunkte im kommenden Jahr auf der Vorbereitung und Information junger Menschen zur Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen sowie auf der Planung verschiedener Veranstaltungen für Jugendliche in Wesel.

Darüber hinaus tauscht sich der Jugendrat regelmäßig mit anderen Jugendgremien, beispielsweise dem Kinder- und Jugendrat NRW, aus, um Ideen und Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Impulse für die Jugendbeteiligung zu entwickeln.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender: Linus Low  stellvertretender Vorsitzender: Thomas Voigt Beisitzer*innen: Emilia Wingers, Lisa Elschner, Tom Mayer Zu den Vollversammlungen des Jugendrates sind alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen eingeladen, die in Wesel wohnen oder eine Schule in Wesel besuchen.

Wer sich an politischen Entscheidungs- und Planungsprozessen beteiligen oder eigene Ideen für die Stadt einbringen möchte, ist herzlich willkommen. Auch bei Fragen oder Anliegen rund um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen steht der Jugendrat gerne als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützt interessierte junge Menschen bei ihrem Engagement.
Jugendrat Wesel - Wir bestimmen mit! Kinder- und Jugendbeteiligung


NRW: Preise für Dienstleistungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen um 5,8 % gestiegen
* Stationäre Pflege gesetzlich Versicherter im ersten Halbjahr 2026 um 6,8 % teurer
* Preise für Dienstleistungen in Altenwohnheimen und Pflegeeinrichtungen zwischen 2021 und 2025 um 16,6 % gestiegen
* Essen auf Rädern verteuerte sich im Fünfjahresvergleich um 28,4 %

Die Preise für Dienstleistungen in Altenwohnheimen und Pflegeeinrichtungen sind im ersten Halbjahr 2026 in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 5,8 % gestiegen. Wie das statistische Landesamt auf Basis von Daten des Verbraucherpreisindex mitteilt, erhöhten sich dabei die Preise für die stationäre Pflege gesetzlich versicherter Personen um 6,8 % und die für privat versicherte Personen um 6,2 %. Die Aufwendungen für Altenwohnheime oder betreutes Wohnen verteuerten sich im selben Zeitraum um 3,5 %.



Stationäre Pflege privat Versicherter im Fünfjahresvergleich um 25,6 %, gesetzlich Versicherter um 15,6 % gestiegen Im Fünfjahresvergleich zeigt sich, dass die Preise für die stationäre Pflege gesetzlich Versicherter zwischen 2021 und 2025 um 15,6 % gestiegen sind. Der höchste Preisanstieg zum Vorjahr wurde dabei im Jahr 2024 gemessen (+10,5 %).

Zwischen den Jahren 2021 und 2022 kam es zu einem Preisrückgang, maßgeblich dafür war die Pflegereform 2021. Die Preise für die stationäre Pflege privat Versicherter stieg zwischen 2021 und 2025 mit 25,6 % überdurchschnittlich stark an. Zum Vergleich: Die Preise für Dienstleistungen in Altenwohnheimen und Pflegeeinrichtungen insgesamt erhöhten sich um 16,6 %. Preise für ambulante Pflege gesetzlich Versicherter im Fünfjahresvergleich um 35,0 % gestiegen Steigende Preise zeigen sich jedoch nicht nur in Pflegeeinrichtungen.

Betroffen ist auch, wer zu Hause auf professionelle Unterstützung angewiesen ist. Die ambulante Pflege privat Versicherter war im ersten Halbjahr 2026 um 7,1 % teurer als im Vorjahreszeitraum, die gesetzlich Versicherter um 11,9 %. Neben den direkten Pflegekosten sind auch die Preise für zusätzliche Dienstleistungen gestiegen. So verteuerte sich Essen auf Rädern im selben Zeitraum um 4,8 % und medizinische Bäder, Physiotherapie, Krankentransporte u. Ä. um 1,5 %.

Im Fünfjahresvergleich von 2021 bis 2025 verzeichnete die ambulante Pflege privat Versicherter einen Anstieg von 26,8 % und die der gesetzlich Versicherten von 35,0 %. Essen auf Rädern verteuerte sich um 28,4 %, medizinische Bäder, Physiotherapie, Krankentransporte u. Ä. um 18,2 %.

Arztpraxen 2024: Einnahmen stiegen erstmals seit zwei Jahren wieder stärker als Aufwendungen
• Einnahmen in Arztpraxen 2024 gegenüber 2023 um 6,2 % auf 854 000 Euro je Praxis gestiegen
• Durchschnittliche Einnahmen 2024 in Zahnarztpraxen bei 937 000 Euro je Praxis, in psychotherapeutischen Praxen bei 134 000 Euro je Praxis
• Durchschnittlich arbeiten in Arztpraxen und Zahnarztpraxen rund 10 Personen, in psychotherapeutischen Praxen rund 2 Personen

Die Arztpraxen in Deutschland erzielten im Jahr 2024 durchschnittliche Einnahmen von 854 000 Euro je Praxis. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ergibt sich daraus ein Anstieg der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 6,2 % (2023: 804 000 Euro). Die Aufwendungen erhöhten sich um 4,7 % auf durchschnittlich 516 000 Euro je Praxis (2023: 493 000 Euro).

Damit stiegen die Einnahmen erstmals seit zwei Jahren wieder stärker als die Aufwendungen. In den beiden Vorjahren 2022 und 2023 hatte die Steigerung der Aufwendungen das Einnahmenplus bei Arztpraxen jeweils deutlich übertroffen. Zahnarztpraxen und psychotherapeutische Praxen werden getrennt ausgewiesen.

Der durchschnittliche Reinertrag je Arztpraxis stieg 2024 um 9,0 % auf 338 000 Euro (2023: 310 000 Euro). Die genannten Durchschnittswerte sind jedoch stark von Arztpraxen mit hohen Einnahmen, Aufwendungen und Reinerträgen beeinflusst: So verzeichnete die Hälfte aller Arztpraxen Einnahmen bis maximal 502 000 Euro, Aufwendungen bis 260 000 Euro und einen Reinertrag von höchstens 232 000 Euro (Medianwerte).

Im Durchschnitt waren 9,9 Personen im Jahr 2024 in Arztpraxen tätig. Der Reinertrag ist nicht mit dem Gewinn beziehungsweise dem Einkommen der Ärztinnen und Ärzte gleichzusetzen. Er stellt das Ergebnis des Geschäftsjahres der gesamten Praxis dar, berücksichtigt aber zum Beispiel nicht die Aufwendungen für Praxisübernahmen oder Aufwendungen für die Alters-, Invaliditäts-, Hinterbliebenen- und Krankenversicherung der Praxisinhaberinnen und -inhaber.

Plus bei Einnahmen, Aufwendungen und Reinerträgen in Zahnarztpraxen Zahnarztpraxen erwirtschafteten im Jahr 2024 durchschnittlich 937 000 Euro an Einnahmen und verzeichneten 632 000 Euro an Aufwendungen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Einnahmen um 4,8 % (2023: 894 000 Euro), die Aufwendungen erhöhten sich um 3,6 % (2023: 610 000 Euro).

Der im Jahr 2024 erzielte Reinertrag betrug 305 000 Euro je Zahnarztpraxis (+ 7,4 % gegenüber 2023). Der Median des Reinertrags liegt mit 217 000 Euro auch hier weit darunter. Durchschnittlich 10,2 tätige Personen verzeichneten Zahnarztpraxen im Jahr 2024. Durchschnittliche Einnahmen von Praxen Bar chart with 3 data series. in Tausend Euro je Praxis 1 Einschließlich fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ.



Psychotherapeutische Praxen: Spürbarer Anstieg bei Aufwendungen
Die mit durchschnittlich 1,9 tätigen Personen im Vergleich zu Arzt- und Zahnarztpraxen deutlich kleineren psychotherapeutischen Praxen erzielten im Jahr 2024 Einnahmen von 134 000 Euro je Praxis. Dem Einnahmenplus zum Vorjahr von 10,7 % stand eine kräftige Erhöhung der Aufwendungen von 22,9 % auf 43 000 Euro je Praxis gegenüber (2023: 35 000 Euro).

Der in 2024 durchschnittlich erwirtschaftete Reinertrag stieg um 4,7 % gegenüber dem Vorjahr (2023: 86 000 Euro) auf 90 000 Euro je Praxis. Der Anstieg des Reinertrags fiel damit deutlich geringer aus als bei Arzt- und Zahnarztpraxen. Die Hälfte aller psychotherapeutischen Praxen erwirtschaftete einen Reinertrag von maximal 83 000 Euro (Median).



7 % aller Vollzeiterwerbstätigen arbeiteten 2025 mindestens 49 Stunden pro Woche
• Überlange Arbeitszeiten vor allem bei Selbstständigen • Frauenanteil bei Führungspositionen: 30,3 % • 4,9 % der Teilzeitbeschäftigten unfreiwillig in Teilzeit

Lange Arbeitszeiten können für Erwerbstätige zur Belastung werden. Im Jahr 2025 arbeiteten 7,1 % der rund 30 Millionen Vollzeiterwerbstätigen gewöhnlich 49 Stunden und mehr pro Woche. Dies gilt als überlange Arbeitszeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren Selbstständige mit Beschäftigten (44,5 %) und Solo-Selbstständige (23,0 %) am häufigsten von überlanger Arbeitszeit betroffen. Im Vergleich dazu arbeiten nur 4,1 % aller vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so viele Stunden. Im Durchschnitt arbeiteten Vollzeiterwerbstätige im vergangenen Jahr 40,2 Stunden in der Woche.

Überlange Arbeitszeiten abhängig von Alter und Geschlecht
Generell gilt: je älter die Erwerbstätigen, desto länger die Arbeitszeiten. Während 1,4 % der Vollzeiterwerbstätigen im Alter von 15 bis 24 Jahren mindestens 49 Stunden pro Woche arbeiteten, lag dieser Anteil bei den Erwerbstätigen in Vollzeit zwischen 55 und 64 Jahren bei 9,6 %.

Einer der Gründe für die deutlichen Unterschiede ist der hohe Anteil überlanger Arbeitszeiten bei Führungskräften, die eher in höheren Altersgruppen und bei Männern zu finden sind. Nur knapp ein Drittel der Führungskräfte sind Frauen Der Frauenanteil an Führungspositionen lag mit 30,3 % im Jahr 2025 deutlich niedriger als der Frauenanteil an allen Erwerbstätigen von 47,1 %. Auch wenn sich heute mehr Frauen in Führungspositionen befinden als noch vor über 30 Jahren (1992: 25,8 %), waren 2025 immer noch knapp sieben von zehn Führungskräften männlich.



Selbstständige arbeiten häufiger auch am Abend
Selbstständige mit Beschäftigten haben häufiger später Feierabend als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. 30,8 % der Selbstständigen mit Beschäftigten haben 2025 regelmäßig zwischen 18 und 23 Uhr gearbeitet. Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern war es hingegen nur gut jede siebte Person (13,4 %). Bei der Nachtarbeit von 23 bis 6 Uhr war das Verhältnis ausgeglichen: Nur 4,2 % der Selbstständigen mit Beschäftigten und 4,3 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdienten ihr Geld, während andere schliefen.

 Fast 5 % der Beschäftigten arbeiten unfreiwillig in Teilzeit Zu geringe Arbeitszeiten können auch zur Belastung werden, und das nicht nur, weil sie meist zu Gehaltseinbußen führen. Teilweise wird kürzer gearbeitet, weil gerade keine Tätigkeit mit höherer Stundenzahl zu finden ist: 4,9 % aller gut 13 Millionen Teilzeiterwerbstätigen betrachteten 2025 die Teilzeitarbeit als Notlösung.

Sie gaben als Grund für ihre Teilzeittätigkeit an, keine Vollzeitstelle gefunden zu haben. Im Vergleich zu 2015 hat der Anteil sich mehr als halbiert (2015: 12,9 %). 2025 waren 6,5 % der teilzeitbeschäftigten Männer und 4,3 % der Frauen auf der Suche nach einem Vollzeitjob.

Fast jeder vierzehnte Arbeitsvertrag ist befristet
Ein weiterer Stressfaktor ist die Unsicherheit über die berufliche Zukunft, die unter anderem mit der Befristung von Arbeitsverträgen zusammenhängt. 2025 waren in Deutsch­land 7,2 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 25 Jahren befristet be­schäftigt. Die meisten der befristet Beschäftigten (52,4 %) besaßen einen Arbeitsvertrag mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Bei 21,3 % der Befragten betrug die Befristung ein bis unter zwei Jahre, bei weiteren 14,7 % zwei bis unter drei Jahre. 11,6 % gaben an, einen Vertrag mit einer Laufzeit von mehr als drei Jahren zu besitzen. 41 % der Beschäftigten haben seit mindestens zehn Jahren denselben Arbeitgeber Wer sich in seinem Arbeitsumfeld wohlfühlt, ist weniger geneigt, den Job zu wechseln.

Insofern ist die Dauer der Beschäftigung beim aktuellen Arbeitsgeber ein Indikator für die Zufriedenheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Im Jahr 2025 waren 41,3 % der Erwerbstätigen ab 25 Jahren seit mindestens zehn Jahren bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt. 20,1 % arbeiteten seit fünf bis zehn Jahren am gleichen Arbeitsplatz und eine Beschäftigungsdauer von weniger als fünf Jahren gaben mehr als ein Drittel (38,6 %) an.






Unwirksamkeit des Bebauungsplans Nr. 232 “Rhein-Lippe-Hafen - Süd“ der Stadt Wesel - Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt vom 17.07.2026
Inhalt der Bekanntmachung der Stadt Wesel über die Unwirksamkeit des Bebauungsplans Nr. 232 “Rhein-Lippe-Hafen - Süd“ der Stadt Wesel Der 2. Senat des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen hat gemäß Urteil unter dem Aktenzeichen 2 D 272/24.NE in dem Normenkontrollverfahren gegen die Stadt Wesel wegen baurechtlicher Normenkontrolle (Bebauungsplan Nr. 232 „Rhein-Lippe-Hafen - Süd“) ohne mündliche Verhandlung am 02. Juni 2026 für Recht erkannt: „Der Bebauungsplan Nr. 232 „Rhein-Lippe-Hafen - Süd“ der Stadt Wesel ist unwirksam.“

Gemäß § 47 Abs. 5 Satz 2 Verwaltungsgerichtsordnung in Verbindung mit § 10 Abs. 3 Baugesetzbuch und § 17 Absatz 1 der Hauptsatzung der Stadt Wesel wird das Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen über die Unwirksamkeit des Bebauungsplans Nr. 232 “Rhein-Lippe-Hafen - Süd“ der Stadt Wesel hiermit öffentlich bekannt gemacht. Wesel, 15.07.2026 Stadt Wesel gezeichnet   Rainer Benien Bürgermeister   
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de Frau Paaßen Telefon: 02 81 / 2 03 24 26 E-Mail: bauleitplanung@wesel.de Links Amtsblatt & Bekanntmachungen

NRW-Stiftung präsentiert Arbeit im Foyer des Moerser Rathauses
Seit kurzem präsentiert die NRW-Stiftung im Foyer des Rathauses (Rathausplatz 1) auf einem Informationsmonitor ihre Tätigkeit. Ergänzt wird das Angebot durch Broschüren und Flyer. Hintergrund ist das 40-jährige Bestehen der Institution.

Foto: pst

Sie unterstützt gemeinnützige Vereinen, Verbände und ehrenamtlich arbeitenden Gruppen, die sich in Nordrhein-Westfalen für Naturschutz, Heimatpflege oder Kultur einsetzen.  Die Stadt Moers ist Mitglied im Förderverein der Stiftung. In der Vergangenheit sind Stiftungsmittel in größerem Umfang an Vereine und Institutionen hier geflossen.

Beispielsweise hat der Verein ‚Neue Geschichte im Alten Landratsamt‘ 2019 für die Erstausstattung des pädagogischen Sammlungs- und Studierbereiches im Obergeschoss des Gebäudes einen Zuschuss in Höhe von 55.000 Euro erhalten.  Auch die ehrenamtlich geführte Galerie Peschkenhaus hat bereits zweimal Fördermittel bekommen.

Zudem gingen in der Vergangenheit Zuschüsse an den Trägerverein des Industriedenkmals Schacht IV und in Projekte des SCI Moers. Das Land Nordrhein-Westfalen hat die NRW-Stiftung 1986 gegründet. 

Moers: Familienzentrum Barbarastraße lud zum Fußballturnier
Anlässlich der Weltmeisterschaft hatte das Familienzentrum Barbarastraße zu einem Fußballturnier für Familien eingeladen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen gemeinsamer Sport, Teamgeist und jede Menge Spaß. Jede Mannschaft bestand aus zwei Kindern und einem Elternteil. Gespielt wurde auf einem Spielfeld des Sportparks Rheinpreußen.

Auch die Jüngsten zeigten vollen Einsatz beim Fußballturnier des Familienzentrums Barbarastraße. (Foto: Familienzentrum Barbarastraße)

Die einzelnen Partien dauerten jeweils vier Minuten und sorgten für spannende Begegnungen sowie viele schöne gemeinsame Momente auf dem Platz. Auch zwischen den Spielen war für Unterhaltung gesorgt: Die Kinder konnten sich bei einem Wurfspiel ausprobieren oder ihrer Kreativität beim Malen freien Lauf lassen. So kam auch in den Spielpausen keine Langeweile auf. 

Das Turnier wurde von den Familien mit großer Begeisterung angenommen. Eltern und Kinder hatten sichtlich Freude daran, gemeinsam als Team anzutreten und sich sportlich zu messen. Zum feierlichen Abschluss erhielten alle teilnehmenden Kinder als Erinnerung an den gelungenen Tag eine Medaille, eine Urkunde sowie ein kleines Geschenk.  Das Fußballturnier war ein voller Erfolg und bot den Familien die Gelegenheit, gemeinsam aktiv zu sein und schöne Erinnerungen zu sammeln.

Grundsteuer-Hebesätze in NRW: Die Spirale dreht sich weiter nach oben
BdSt NRW legt aktuelle Erhebung vor – zahlreiche Kommunen erhöhen Hebesätze, Belastung für Eigentümer und Mieter wächst rasant

Die kommunale Finanzkrise in Nordrhein-Westfalen hinterlässt zunehmend deutliche Spuren auf den Steuerbescheiden der Bürgerinnen und Bürger. Das belegt die aktuelle Grundsteuer B-Erhebung des Bundes der Steuerzahler (BdSt) NRW mit Stand Juli 2026: Zahlreiche Kommunen haben ihre Hebesätze angepasst – und die Tendenz weist eindeutig nach oben. Viele Kommunen haben die neuen Hebesätze erst im laufenden Jahr beschlossen. Bis zum Stichtag 30. Juni ist das rückwirkend möglich.

Von 396 ausgewerteten Kommunen haben 140 den Hebesatz von 2025 auf 2026 erhöht, lediglich drei haben ihn gesenkt. Wohnen wird damit weiter teurer. Während bei der einheitlichen Grundsteuersystematik ein Hebesatz für alle Grundstücksarten gilt, steht bei einer Differenzierung der Hebesätze bei der BdSt-Untersuchung vor allem der Satz für Wohngrundstücke im Fokus.

„Die Hebesatzspirale dreht sich ungebremst weiter nach oben. Alsdorf (1.240 Punkte), Nideggen (1.200 Punkte) und Lüdenscheid (1.190 Punkte) rufen die höchsten Hebesätze fürs Wohnen auf – mit spürbaren Folgen für Wohneigentümer und Mieter gleichermaßen“, sagt Rik Steinheuer, Vorsitzender des BdSt NRW (Foto BdSt).

Insgesamt befinden sich inzwischen 25 Städte und Gemeinden mit einheitlichen Hebesätzen über der 1.000-Prozentmarke. Bei den differenzierten Hebesätzen sind drei Kommunen mit Hebesätzen für Wohngrundstücke über dieser Marke zu finden.

Besorgniserregende Zukunftsperspektive
„Angesichts der vielerorts weiterhin angespannten Haushaltslage ist in den kommenden Jahren mit weiteren deutlichen Anhebungen zu rechnen. Entsprechende Planungen finden sich bereits in vielen Haushalten“, so Steinheuer.

Die Erhebung zeigt außerdem: Während einige Kommunen versuchen, ihre Hebesätze stabil zu halten, erhoffen sich andere angesichts struktureller Finanzprobleme spürbare Ergebnisverbesserungen durch eine höhere Grundsteuer B.

Von den Erhöhungen bei den einheitlichen Hebesätzen finden sich 57 oberhalb von 100 Prozentpunkten, davon sogar 19 mit Erhöhungen (teilweise weit) über 200 Prozentpunkten wieder. Bei den Anwendern der differenzierten Hebesätze wurden die Hebesätze für Wohnen in vier Kommunen um mehr als 100 Prozentpunkte erhöht.

Positive Ausreißer
Es gibt einige wenige positive Beispiele, bei denen Wohnen günstiger wird – wenn auch nur um wenige Prozentpunkte: Borgholzhausen senkte um 34 Punkte, Büren um neun und Ahlen um einen Prozentpunkt.

Differenzierte Hebesätze vielfach wieder abgeschafft
Nach dem bekannten Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen zu den differenzierten Hebesätzen kehren zudem viele Kommunen zum einheitlichen System zurück: Insgesamt sind 53 Kommunen von einem differenzierten auf einen einheitlichen Hebesatz gewechselt.

Gerade in diesen Städten und Gemeinden wird Wohnen teurer, da die zuvor tendenziell entlastenden differenzierten Sätze für Wohngrundstücke nun hinfällig sind. Mit Meinerzhagen geht nur eine Kommune den umgekehrten Weg und hat sich im Vergleich zum Vorjahr für differenzierte Hebesätze entschieden – diese Entscheidung fiel jedoch bereits vor dem Gelsenkirchener Urteil.

Landesdurchschnitt ein trauriger Spitzenwert
Der Durchschnitt der einheitlichen Hebesätze beträgt in Nordrhein-Westfalen nun 764 Prozentpunkte – ein trauriger Spitzenwert unter den Flächenländern in der Bundesrepublik. Bei den differenzierten Hebesätzen summiert sich der Schnitt auf 686 Prozentpunkte für die Wohngrundstücke und auf 1.258 für Nicht-Wohngrundstücke.

„Die Belastungsgrenze ist vielerorts längst überschritten“, sagt Steinheuer. „Die kommunale Finanzkrise ist real, und die Menschen vor Ort bekommen das zu spüren. Die Tendenz, dass dieser staatlich beeinflusste Teil der Miete besonders stark steigt, verfestigt sich.“

Bund und Land müssen endlich für eine sinnvolle Aufgabenverteilung und eine angemessene Finanzausstattung der Kommunen sorgen – und die Kommunen selbst müssen alles daransetzen, die Belastungen so niedrig wie möglich zu halten.

Der Gesetzgeber wird auch nicht umhin kommen, die in vielen Bereichen ständig erhöhten Standards teilweise wieder zurückzuschrauben, um eine Überforderung der Steuerzahler abzuwenden. Der BdSt NRW fordert die Kommunen auf, Einsparpotenziale konsequent zu nutzen und auf weitere Hebesatzerhöhungen zu verzichten. Steuererhöhungen dürfen keine Dauerlösung für strukturelle Probleme sein.

In diesem Jahr zeigte sich bei der Recherche der aktuellen Hebesätze erneut: Auf den Webseiten vieler Kommunen sind die bereitgestellten Satzungen und Daten nicht aktuell. Das ist weder transparent noch bürgerfreundlich. Der Bund der Steuerzahler NRW fordert, dass sich das ändert.

Warum steigen die Grundsteuer-Hebesätze in Nordrhein-Westfalen schon wieder? Die neue Erhebung des Bundes der Steuerzahler NRW zeigt: Die Belastung für Eigentümer und Mieter wächst rasant. Wohnen wird teurer! Denn zahlreiche Kommunen haben ihre Hebesätze für 2026 angehoben, oft deutlich. Welche Städte besonders betroffen sind, warum weitere Erhöhungen drohen und was der BdSt NRW fordert, erfahren Sie hier:

Grundsteuer-Hebesätze steigen in vielen Städten deutlich
Die finanzielle Lage vieler Kommunen in Nordrhein-Westfalen macht sich zunehmend auf den Steuerbescheiden bemerkbar. Das zeigt die aktuelle Erhebung des Bundes der Steuerzahler NRW zu den Grundsteuer-Hebesätzen (Stand: Juli 2026).

Von den 396 ausgewerteten Städten und Gemeinden haben 140 ihren Hebesatz gegenüber dem Vorjahr erhöht. Nur drei Kommunen haben ihn gesenkt. Viele Beschlüsse wurden erst im laufenden Jahr gefasst. Bis zum 30. Juni können Kommunen ihre Hebesätze rückwirkend zum Jahresbeginn festlegen.

„Die Hebesatzspirale dreht sich ungebremst weiter nach oben", sagt Rik Steinheuer, Vorsitzender des BdSt NRW.
Die höchsten Hebesätze fürs Wohnen:
Alsdorf (1.240 Punkte)
Nideggen (1.200 Punkte)
Lüdenscheid (1.190 Punkte)
Mit spürbaren Folgen für Wohneigentümer und Mieter gleichermaßen. Inzwischen verlangen 25 Kommunen mit einheitlichen Hebesätzen mehr als 1.000 Prozentpunkte. Bei den differenzierten Hebesätzen liegen drei Kommunen für Wohngrundstücke ebenfalls über dieser Marke.

Das Wichtigste auf einen Blick
140 von 396 Kommunen haben ihre Grundsteuer-Hebesätze erhöht.
Nur 3 Städte und Gemeinden haben sie gesenkt.
Alsdorf, Nideggen und Lüdenscheid verlangen die höchsten Hebesätze fürs Wohnen.
Nordrhein-Westfalen erreicht mit durchschnittlich 764 Prozentpunkten erneut einen Spitzenwert unter den Flächenländern.

Warum steigen die Grundsteuer-Hebesätze weiter?
Die Erhebung zeigt: Während einige Kommunen versuchen, ihre Hebesätze stabil zu halten, erhoffen sich andere angesichts struktureller Finanzprobleme spürbare Ergebnisverbesserungen durch eine höhere Grundsteuer B.

Besonders stark steigen die Hebesätze in

Vettweiß (+377 Punkte)
Dinslaken (+350 Punkte)
Bergkamen (+325 Punkte)
Prozentual sind dies Steigerungen von teilweise mehr als 50%. „Unfassbar“, so Steinheuers Kommentar.

Von den Kommunen mit einheitlichen Hebesätzen erhöhten 57 Städte und Gemeinden ihren Satz um mehr als 100 Punkte. 19 Kommunen gingen sogar deutlich über 200 Punkte hinaus. Auch bei den differenzierten Hebesätzen erhöhten mehrere Kommunen ihre Sätze für Wohngrundstücke um mehr als 100 Punkte.

„Unfassbar", kommentiert Steinheuer diese Entwicklung.
Drohen weitere Grundsteuer-Erhöhungen?
Nach Einschätzung des Bundes der Steuerzahler NRW ja.

„Angesichts der vielerorts weiterhin angespannten Haushaltslage ist in den kommenden Jahren mit weiteren deutlichen Anhebungen zu rechnen. Entsprechende Planungen finden sich bereits in vielen Haushalten", sagt Steinheuer.

Für Eigentümer bedeutet das höhere laufende Kosten. Mieter spüren die Entwicklung ebenfalls, denn die Grundsteuer kann über die Nebenkosten auf die Miete umgelegt werden.

Warum schaffen viele Kommunen die differenzierten Hebesätze wieder ab?
Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen verabschieden sich zahlreiche Städte wieder von den differenzierten Hebesätzen. 53 Kommunen sind bereits zum einheitlichen Hebesatz zurückgekehrt. Gerade dort steigen die Belastungen für Wohngrundstücke häufig, weil zuvor niedrigere Wohn-Hebesätze wegfallen.

Lediglich Meinerzhagen hat sich neu für differenzierte Hebesätze entschieden. Diese Entscheidung fiel allerdings bereits vor dem Urteil.

Nordrhein-Westfalen bleibt trauriger Spitzenreiter
Der durchschnittliche einheitliche Grundsteuer-Hebesatz liegt inzwischen bei 763 Prozentpunkten. Damit bleibt Nordrhein-Westfalen bundesweit eines der teuersten Flächenländer bei der Grundsteuer.

Bei den differenzierten Hebesätzen beträgt der Durchschnitt 686 Punkte für Wohngrundstücke und 1.258 Punkte für Nicht-Wohngrundstücke.

„Die Belastungsgrenze ist vielerorts längst überschritten. Die kommunale Finanzkrise ist real, und die Menschen vor Ort bekommen das zu spüren. Die Tendenz, dass dieser staatlich beeinflusste Teil der Miete besonders stark steigt, verfestigt sich", sagt Steinheuer.

Der BdSt NRW fordert eine echte Finanzwende
Bund und Land müssen endlich für eine sinnvolle Aufgabenverteilung und eine angemessene Finanzausstattung der Kommunen sorgen. Und die Kommunen selbst müssen alles daransetzen, die Belastungen so niedrig wie möglich zu halten. Der Gesetzgeber wird auch nicht umhin kommen, die in vielen Bereichen ständig erhöhten Standards teilweise wieder zurückzuschrauben, um eine Überforderung der Steuerzahler abzuwenden.

Der BdSt NRW fordert die Kommunen auf, Einsparpotenziale konsequent zu nutzen und auf weitere Hebesatzerhöhungen zu verzichten. Steuererhöhungen dürfen keine Dauerlösung für strukturelle Probleme sein.

Kritisch sieht der Verband außerdem, dass viele Kommunen ihre aktuellen Hebesätze und Satzungen auf ihren Internetseiten nur unvollständig oder verspätet veröffentlichen. Transparente und aktuelle Informationen müssen für Bürger selbstverständlich sein.


Moers: Fake News erkennen: Interaktives ‚Aktionslabor‘ in der Bibliothek
Wie lassen sich Fake News und manipulierte Bilder erkennen? Und wie können Informationen im digitalen Alltag verlässlich eingeordnet werden? Antworten auf diese Fragen liefert das interaktive „Aktionslabor“ der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, das vom 21. Juli bis 14. August in der Bibliothek Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, zu Gast ist. 

(Foto: pst)

Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich auf spielerische Weise mit Journalismus, Desinformation und Medienkompetenz auseinanderzusetzen. An verschiedenen Mitmach-Stationen können sie ihr Wissen testen, neue Perspektiven kennenlernen und den Umgang mit digitalen Informationen trainieren.

Zum Angebot gehören unter anderem eine VR-Station, digitale Spiele sowie der „Perspekt-O-Mat“, der dazu anregt, unterschiedliche Sichtweisen einzunehmen und die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen.


Ausstellung Projektkurs Hermann-Runge-Gesamtschule
Ergänzt wird das Aktionslabor durch eine thematisch passende Ausstellung eines Projektkurses der Hermann-Runge-Gesamtschule in Kooperation mit der vhs Moers – Kamp-Lintfort. Diese ist zeitgleich im Foyer des Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrums zu sehen. Sie setzt sich mit Verschwörungsmythen, deren Auswirkungen sowie Hilfs- und Beratungsangeboten auseinander. 

Mit beiden Ausstellungen möchten die Bibliothek Moers und ihre Kooperationspartner dazu beitragen, Medienkompetenz zu fördern und Orientierung in einer zunehmend komplexen digitalen Informationswelt zu geben.

Der Besuch der Ausstellungen ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek (dienstags bis freitags 10.30 Uhr bis 18.30 Uhr, samstags 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr) möglich, zusätzlich ist das Foyer auch montags geöffnet.

Sommerkino im Museum Kurhaus Kleve: Night on Earth (1991, 123 Min.)
Dieses Jahr findet das beliebte Sommerkino unter dem Titel „Lakonie & Skurriler Humor“ statt und ist den Filmen des Regisseurs Jim Jarmusch gewidmet. Das Sommerkino findet in Kooperation mit den Tichelpark Cinemas Kleve statt. Der Eintritt ist FREI! Bitte Eingang direkt beim Friedrich-Wilhelm-Bad benutzen, bei Regen fallen die Veranstaltungen aus.

Am Donnerstag, den 23. Juli 2026, ab 21 Uhr zeigen wir: Night on Earth (1991, 123 Min.) „Night on Earth“ besteht aus fünf Episoden, die sich in derselben Nacht zur ungefähr gleichen Zeit abspielen und von den flüchtigen Begegnungen zwischen Taxifahrern und Fahrgästen handeln.

Die lustigtragischen Geschichten spielen in den fünf Städten Los Angeles, New York City, Paris, Rom und Helsinki. Jarmusch schrieb das Drehbuch in etwa acht Tagen, und die Auswahl einiger Städte richtete sich weitgehend nach den Schauspielern, mit denen er zusammenarbeiten wollte.  

Neuer Kletterspaß in Repelen eröffnet
Neue Abenteuer warten auf dem Spielplatz Grubenstraße in Repelen: Der neugestaltete Spielbereich ist ab sofort für Kinder freigegeben. Zur Fertigstellung von kleineren Restarbeiten wird es allerdings im August nochmal zu einer Teilsperrung des neuen Klettergerätes kommen.

(Fotos: pst)

Herzstück ist eine neue Kletteranlage mit abwechslungsreichen Herausforderungen für verschiedene Altersgruppen und einem neuen Rutschenturm.  Passend zum Umfeld greift die Gestaltung das Thema ‚Einheimische Vögel‘ auf. Kleine Vogelskulpturen und Nistkästen laden zum Entdecken ein und setzen besondere Akzente auf dem Spielplatz.

„Die neue Anlage bietet viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren, gemeinsam zu spielen und immer wieder Neues zu entdecken“, freut sich Spielplatzplanerin Katrin Velmans. Mit der Modernisierung investiert die Stadt Moers weiter in attraktive und familienfreundliche Spiel- und Aufenthaltsorte in den Stadtteilen.




NRW: Pkw-Dichte stieg Anfang 2026 erneut an
* NRW mit 593 Fahrzeugen je 1.000 Einwohner/-in auf Deutschlandniveau
* Kreis Olpe mit höchster Pkw-Dichte bei Privatfahrzeugen in NRW
* Private Pkw-Dichte in ländlichen Regionen tendenziell höher 

Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Nordrhein-Westfalen kamen zum Jahresbeginn 2026 durchschnittlich 593 zugelassene Pkw. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg die Pkw-Dichte damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % leicht an. Grund für diesen Anstieg war sowohl eine höhere Anzahl an zugelassenen Pkw, als auch eine leicht rückläufige Bevölkerungszahl in NRW.

Die Pkw-Dichte in NRW lag auf gleichem Niveau wie der Bundesdurchschnitt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg auch hier die deutschlandweite Pkw-Dichte um 0,4 % von etwa 590 auf ebenfalls ca. 593 leicht an. Damit setzte sich der langfristig ansteigende Trend fort. 



 Kreis Olpe auf dem ersten Platz bei Pkw-Dichte von Privatfahrzeugen in NRW
 Der Kreis Euskirchen wies im Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte in NRW am 1. Januar 2026 mit ca. 834 Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die höchste Pkw-Dichte auf und lag damit auch deutschlandweit auf dem zweiten Platz. Diese hohe Anzahl an zugelassen Pkw im Kreis Euskirchen ist auf einige größere Unternehmen der Autovermietungsbranche zurückzuführen.

Entfernt man bei der Berechnung die Anzahl gewerblich gemeldeter Pkw, so lag der Kreis Euskirchen mit etwa 616 privat gemeldeten Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner lediglich auf dem fünften Platz in NRW. Der Kreis Olpe belegt dann mit einer Pkw-Dichte von 635 Platz 1, gefolgt vom Kreis Höxter mit 634 und dem Oberbergischen Kreis mit 620. Die niedrigste Dichte verzeichnete die kreisfreie Stadt Düsseldorf mit 377 je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Pkw-Dichte zum Jahresbeginn 2026 nur in den Stadtstaaten gesunken Auf Ebene der Bundesländer war ebenfalls ein Anstieg der Pkw-Dichte für alle Flächenländer erkennbar, während die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg einen Rückgang verzeichneten. Am höchsten war die Dichte der insgesamt gemeldeten Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Saarland mit etwa 649 Pkw, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit ca. 644.

Berlin wies mit ca. 330 Pkw je 1.000 Personen wie im Vorjahr die geringste Pkw-Dichte auf. Bremen landete mit ca. 427 Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern an vorletzter Position. Private Pkw-Dichte fiel in ländlichen Regionen tendenziell höher aus Beim Vergleich aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland können gewerblich gemeldete Fahrzeuge, vor allem die von Autovermietungen, die Ergebnisse für einzelne Kreise stärker nach oben verzerren.

Das kann auch die Stadtstaaten betreffen. Daher werden beim Vergleich aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland, inklusive der Stadtstaaten, nur die privat gemeldeten Pkw verglichen. Bei dieser Betrachtung lag der Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz mit 728 Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf Platz 1.



Am unteren Ende des Rankings befand sich Bundeshauptstadt Berlin mit 282 privat gemeldeten Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese Unterschiede zwischen Landkreis und kreisfreier Stadt stehen stellvertretend für die räumlichen Unterschiede in ganz Deutschland. In ländlichen Regionen lag die Pkw-Dichte tendenziell auf einem höheren Niveau als in städtischen Regionen. Gründe dafür könnten die mangelnde Verkehrsinfrastruktur und längere Pendelwege in diesen Regionen sein.


Zahl der Habilitationen 2025 um 0,4 % gestiegen
• Frauenanteil an den Habilitationen bei 35 %
• 58 % aller Habilitationen in Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften

Insgesamt 1 571 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben im Jahr 2025 ihre Habilitation an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen in Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm die Gesamtzahl der Habilitationen im Vergleich zum Vorjahr (1 564 Habilitationen) geringfügig um 0,4 % zu.

Die Zahl der weiblichen Habilitierten (554) sank gegenüber dem Vorjahr (568) um 2,5 %, während die Zahl der männlichen Habilitierten (1 017) um 2,1 % gegenüber dem Vorjahr (996) gestiegen ist. Damit lag der Frauenanteil an den Habilitationen mit 35 % leicht unter dem Vorjahreswert (36 %).

58 % aller Habilitationen in Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften
Das akademische Examen der Habilitation dient als Nachweis einer besonderen Befähigung für Lehre und Forschung in einem bestimmten Fachgebiet. Wie in den Vorjahren wurden im Jahr 2025 die meisten Habilitationen (911 beziehungsweise 58 ) in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften abgeschlossen.

Darüber hinaus entfielen 16 % der Habilitationen auf den MINT-Bereich und 13 % auf die Fächergruppe Geisteswissenschaften. Der Frauenanteil an den Habilitierten lag 2025 in den Fächergruppen Geisteswissenschaften (39 %) und Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (36 %) leicht über dem Durchschnitt, im MINT-Bereich (22 %) deutlich darunter.

Das Durchschnittsalter der im Jahr 2025 Habilitierten lag wie in den Vorjahren bei 42 Jahren. Insgesamt 192 Habilitationen in Deutschland wurden von ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erfolgreich beendet. Der Ausländeranteil bei den Habilitationen lag damit im Jahr 2025 bei 12 % (Vorjahr: 11 %).


Moers: Öffnungszeiten der Moerser Musikschule während der Ferien
Die Moerser Musikschule hat in den Sommerferien geänderte Öffnungszeiten. Von Montag, 3. August, bis Freitag, 14. August, bleibt die Einrichtung aufgrund von Betriebsferien komplett geschlossen.
In der übrigen Ferienzeit ist die Verwaltung von montags bis freitags jeweils von 9 bis 13 Uhr erreichbar. Unterricht findet während der Ferien nicht statt.

Dinslaken: Baumaßnahmen im Bereich der Eisenbahnbrücken an Hünxer Straße und Karl-Heinz-Klingen-Straße
Im Rahmen von Baustellenmaßnahmen im Auftrag der Deutschen Bahn in Dinslaken kommt es zu Verkehrseinschränkungen. So wird nun die Karl-Heinz-Klingen-Straße im Bereich der Eisenbahnbrücke aufgrund von Bauarbeiten halbseitig gesperrt. Beide Fahrtrichtungen bleiben jedoch befahrbar. Der Radverkehr wird über die Max-Eyth-Straße zur Kreuzung Wilhelm-Lantermann-Straße / Hünxer Straße / Karl-Heinz-Klingen-Straße umgeleitet.

Der Fußverkehr wird während der Bauarbeiten bis zum 8. November 2026 jeweils auf die gegenüberliegende Straßenseite geführt. Ab dem 28. Juli 2026 kommt es zu darüber hinaus zu Verkehrseinschränkungen auf der Hünxer Straße: Diese wird aufgrund der Bauarbeiten im Bereich der Eisenbahnbrücke halbseitig gesperrt. Beide Fahrtrichtungen bleiben jedoch befahrbar.

Der Radverkehr wird ebenfalls über die Max-Eyth-Straße zur Kreuzung Wilhelm-Lantermann-Straße / Hünxer Straße / Karl-Heinz-Klingen-Straße umgeleitet. Fußgängerinnen und Fußgänger werden während der Bauarbeiten jeweils auf die gegenüberliegende Straßenseite geführt.  Auch dies gilt bis zum 8. November 2026.

Dinslaken: Felicitas Fuchs liest aus ihrem neuen Roman "Rosen im Asphalt"
Die Stadtbibliothek Dinslaken lädt gemeinsam mit dem Freundeskreis Stadtarchiv und Stadtbibliothek e. V. am Donnerstag, 1. Oktober 2026, zu einer besonderen Autorenlesung ein. Um 19 Uhr stellt die Bestsellerautorin Felicitas Fuchs im Dachstudio der Stadtbibliothek ihren neuen Roman „Rosen im Asphalt“ vor. Hinter dem Pseudonym Felicitas Fuchs steht die vielfach erfolgreiche Autorin Carla Berling, die mit ihren historischen Familienromanen ein großes Publikum begeistert.

In ihrem aktuellen Werk „Rosen im Asphalt“ erzählt sie die bewegende Geschichte von Linda und Irmi, zwei Frauen aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen, deren außergewöhnliche Freundschaft sie durch fünf Jahrzehnte deutscher Nachkriegsgeschichte trägt. Der Roman verbindet persönliche Schicksale mit historischen Ereignissen und erzählt von Verlust, Hoffnung, Zusammenhalt und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Carla Berling ist nicht nur für ihre Romane bekannt, sondern auch für ihre temperamentvollen und unterhaltsamen Lesungen, bei denen sie ihr Publikum mit Charme, Humor und spannenden Einblicken in ihre Arbeit begeistert. Die Stadtbibliothek Dinslaken und der Freundeskreis Stadtarchiv und Stadtbibliothek e. V. freuen sich, mit Felicitas Fuchs eine der erfolgreichsten Autorinnen des Genres in Dinslaken begrüßen zu dürfen.

Die Veranstaltung wurde durch die großzügige Spende eines Vereinsmitglieds ermöglicht. Die Karten sind ab sofort zum Preis von 12 Euro im Vorverkauf bei Reservix sowie in der Stadtinformation am Rittertor erhältlich.

Wesel: Erfolgreiche School's Out Party begeistert Kinder und Familien
Mit viel Spaß, Bewegung und bester Stimmung wurde am vergangenen Freitag von 13 bis 16 Uhr die diesjährige School's Out Party gefeiert. Bei strahlendem Wetter nutzten zahlreiche Kinder und Familien die Gelegenheit, gemeinsam den Start in die Sommerferien zu feiern.


Für jede Menge Unterhaltung sorgte eine große Hüpfburg des DRK, die den ganzen Nachmittag über ein echter Publikumsmagnet war. Auch das Tanzangebot mit Haiss lud viele Kinder zum Mitmachen ein und sorgte für ausgelassene Stimmung. Die Jugendhäuser ComeIn und Just4You boten eine kreative Bastelaktion an, bei der bunte Armbänder gestaltet werden konnten. Das Jugendzentrum Karo unterstützte die Veranstaltung tatkräftig und trug zum reibungslosen Ablauf bei.

Spiel und Spaß kamen ebenfalls nicht zu kurz: Die Stadtbücherei stellte verschiedene Großspiele wie Cornhole zur Verfügung, die von kleinen und großen Besucherinnen und Besuchern mit Begeisterung genutzt wurden. Für das leibliche Wohl sorgte die Bäckerei Ernsting mit Kuchen. Eine willkommene Erfrischung bot der Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke, der insbesondere bei den sommerlichen Temperaturen stark nachgefragt wurde.

Ein besonderer Dank gilt außerdem der Sparkasse, die die Veranstaltung mit einer großzügigen Spende unterstützte. Zusätzlich stellte sie Caps, Trinkflaschen für den Trinkwasserbrunnen sowie Frisbees zur Verfügung, die bei den Kindern großen Anklang fanden. Die Stadt bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Partnerinnen und Partnern, Unterstützenden sowie den vielen engagierten Helferinnen und Helfern.

Dank des abwechslungsreichen Programms, der guten Zusammenarbeit und des sonnigen Wetters wurde die School's Out Party zu einem rundum gelungenen Auftakt in die Sommerferien. Hier finden Sie alle Infos über das Ferienaktionsprogramm der Stadt Wesel.

Moers: 19 erfolgreich nachgeholte Schulabschlüsse bei der vhs
Erfolgreicher Abschluss: Zum Ende des vhs-Semesters können sich 19 Absolventinnen und Absolventen zwischen 19 und 40 Jahren über ihre nachgeholten Schulabschlüsse freuen.

(Foto: vhs)

Bei der Zeugnisverleihung begrüßte vhs-Leiterin Beate Schieren-Ohl (r.) die 6 Frauen und 13 Männer mit den Worten: „Ihre Motivation und ihr Durchhaltewille werden heute belohnt. Sie haben einen wichtigen Baustein für Ihre berufliche Laufbahn nachgeholt und sich damit viele weitere Türen geöffnet, herzlichen Glückwunsch!“ 

Zu den weiteren Gratulanten gehörten Peter Boschheidgen und Stephan Nies vom Rotary-Club Moers, die gerne die Verleihung der Zeugnisse über den Mittleren Schulabschluss mit und ohne Qualifikationsvermerk (Fachoberschulreife), sowie der Ersten Schulabschlüsse (ehemals Hauptschulabschluss) übernahmen.

Der RC Moers unterstützt die Durchführung der Abendlehrgänge regelmäßig finanziell. Einige Absolventen haben bereits Ihre Ausbildungsverträge in der Tasche, andere werden ihren Bildungsweg fortsetzen. Ein 32-jähriger Absolvent hatte ganz besonderen Grund zu Freude.

Er erlangte als sechster Absolvent der vhs-Abendschule die Traumnote 1,0 und das unter erschwerten Bedingungen: Zur Prüfungsphase herrschte in den Räumen über 30 Grad Hitze. Wer ebenfalls einen Schulabschluss in Abendlehrgängen nachholen oder sich verbessern möchte, kann sich bei Tim Henning telefonisch unter 02841 201 559 oder online unter tim.henning@moers.de melden. 



NRW: Fast 8 % der Erwerbstätigen arbeitete 2025 hauptberuflich im Minijob
* Das waren gut 703.000 Menschen – bei den erwerbstätigen Frauen war der Anteil dabei mehr als doppelt so hoch wie bei den Männern
* Erwerbstätige ab 65 Jahren hatten mit 37,4 % den höchsten Minijob-Anteil
* Jedes zweite Beschäftigungsverhältnis im NRW-Gastgewerbe war ein Minijob 

Im Jahr 2025 waren in Nordrhein-Westfalen rund 703.000 Menschen in ihrer Haupttätigkeit in einem Minijob beschäftigt. Wie das Statistische Landesamt auf Basis der Erstergebnisse des Mikrozensus 2025 mitteilt, lag der Anteil an allen Erwerbstätigen damit bei 7,9 %. Bei den weiblichen Erwerbstätigen ist er mit 11,0 % mehr als doppelt so hoch wie bei den männlichen mit 5,0 %.

Im Juni 2026 hatte die Rentenkommission der Politik die weitestgehende Abschaffung von Minijobs empfohlen, wovon viele Menschen in Nordrhein-Westfalen unmittelbar betroffen wären. Bei einer solchen geringfügigen Beschäftigung zahlen Arbeitnehmer keine Beiträge zu den Sozialversicherungen, wie beispielsweise zur Rentenversicherung. 

Knapp ein Fünftel der jüngeren Erwerbstätigen arbeitete in der Haupttätigkeit auf Minijob-Basis
Bei Betrachtung verschiedener Altersgruppen in NRW zeigen sich deutliche Unterschiede: Mehr als ein Drittel (37,4%) der 409.000 Erwerbstätigen ab 65 Jahren arbeiteten in ihrer Haupttätigkeit auf Minijob-Basis, was etwa 153.000 Menschen entspricht. Von den 909.000 Erwerbstätigen unter 25 Jahren waren es 175.000 bzw. mit 19,3 % knapp ein Fünftel.

Die Erwerbstätigen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren stellten mit 7,6 Millionen die Mehrheit der Erwerbstätigen dar – hier lag der Anteil der Personen mit Minijob als Haupttätigkeit lediglich bei 4,9 % bzw. 374.000 Menschen. Jeder zweite Job im NRW-Gastgewerbe war ein Minijob Wechselt man die Perspektive auf die Anzahl der Minijobs und wendet das Jobkonzept auf Basis des Statistischen Unternehmensregisters an, gab es im Jahr 2024 in NRW fast 1,8 Millionen Minijobverhältnisse.

Damit war jedes fünfte Beschäftigungsverhältnis ein Minijob. Die Zählung der Minijobs beruht auf dem Jobkonzept. Dies bedeutet, dass Beschäftigte mit mehr als einem Beschäftigungsverhältnis mit jedem Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen werden. Der Wirtschaftszweig, mit dem höchsten Anteil an Minijobs an allen Arbeitsverhältnissen abhängig Beschäftigter, ist das Gastgewerbe: Hier war mit einem Anteil von 56 % jedes zweite Beschäftigungsverhältnis ein Minijob. 

 Innerhalb der Gastronomie variiert der Anteil der Minjobs: Beim Ausschank von Getränken war der Anteil mit 77 % am höchsten; hier sind drei von vier Beschäftigungsverhältnisse Minijobber.





NRW: Zahl der Masterstudierenden erreicht neuen Höchststand
* 158.200 Masterstudierende im Wintersemester 2025/26 – 4,6 % mehr als ein Jahr zuvor
* Deutlich weniger Bachelorstudierende seit dem Höchststand im Wintersemester 2018/19
* Studienbereiche Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Psychologie bei Masterstudierenden an der Spitze

Im Wintersemester 2025/26 waren an den Hochschulen in NRW 158.200 Studierende in einem Masterstudium eingeschrieben; das waren 4,6 % mehr als im Vorjahr. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erreichte die Zahl der Masterstudierenden damit einen neuen Höchststand.

Bachelor- und Masterabschlüsse wurden 1999 im Zuge des „Bologna-Prozesses“ eingeführt. Seitdem stieg die Zahl der Masterstudierenden nahezu kontinuierlich an. Ein Masterstudium setzt in der Regel auf ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelorstudium auf.




Die Zahl der Masterstudierenden steigt in einer Zeit, in der die Entwicklung der Gesamtzahl der Studierenden in Nordrhein-Westfalen tendenziell rückläufig ist. Im Wintersemester 2025/26 waren an den Hochschulen in NRW insgesamt 703.400 Personen in einem Bachelor-, Master- oder sonstigen Studium (z. B. Staatsexamen, Promotion) eingeschrieben. Das waren 0,3 % mehr Studierende als im Vorjahr, jedoch 9,1 % weniger als im Wintersemester 2018/19.

Damals hatte die NRW-Studierendenzahl mit 773.900 Studierenden ihren bisherigen Höchstwert erreicht.  Gegenläufige Entwicklung: Zahl der Bachelorstudierenden deutlich zurückgegangen Im Wintersemester 2018/19 war auch die Zahl der Bachelorstudierenden mit 529.400 auf einem Allzeithoch gewesen. Ihre Zahl ist bis zum Wintersemester 2025/26 um 14,6 % gesunken, während die Zahl der Masterstudierenden um 6,1 % gestiegen ist.

Damit zeigt sich im Bachelor und Master eine gegenläufige Entwicklung: Absolut betrachtet ist die Zahl der Masterstudierenden in diesem Zeitraum um 9.100 Personen gewachsen, während die Zahl der Bachelorstudierenden um 77.400 Personen zurückgegangen ist.

Studienbereich Wirtschaftswissenschaften hat die meisten Masterstudierenden
An der Spitze standen bei den Masterstudierenden im Wintersemester 2025/26 die Studienbereiche Wirtschaftswissenschaften mit 15,8 %, Informatik mit 10,5 % und Psychologie mit 5,5 %. Sie vereinten damit fast ein Drittel der Masterstudierenden auf sich. Insgesamt 13,3 % aller Masterstudierenden strebten einen Lehramtsabschluss an. 3,7 % mehr Erstimmatrikulierte im Studienjahr 2025

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, haben sich 109.800 Personen im Studienjahr 2025 erstmalig für ein Bachelor-, Master- oder sonstiges Studium an einer Hochschule in NRW immatrikuliert. Im Vergleich zum Studienjahr 2024 waren das 3,7 % mehr. Den Höchstwert gab es hier im Studienjahr 2013, im Vergleich dazu waren es 14,3 % weniger im Jahr 2025.


Vom gedämpften Preisanstieg bei Kraftstoffen haben insbesondere Familien ohne viel Geld profitiert
Die Inflation in Deutschland ist im Juni 2026 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent gesunken, nachdem sie im Mai ebenso stark auf 2,6 Prozent gefallen war. Das geht aus dem aktuellen Inflationsmonitor des IMK hervor.* Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln ist mit 0,4 Prozent erneut schwach ausgefallen, die Kernrate ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak verharrte bei 2,4 Prozent.

Verantwortlich für den Rückgang der Inflationsrate war laut IMK-Expertin Dr. Silke Tober die nachlassende Teuerung bei Kraftstoffen und Heizöl, die von 28,1 Prozent im April auf 20,1 Prozent im Mai und 12,6 Prozent im Juni gesunken ist. Der Tankrabatt von 17 Cent pro Liter dürfte wesentlich zu der Entwicklung seit April 2026 beigetragen haben. In Frankreich – wo es zwar eine Selbstverpflichtung des größten Tankstellenbetreibers, aber keine steuerliche Maßnahme zur Dämpfung der Kraftstoffpreise gab – haben sich die Kraftstoffpreise deutlich stärker erhöht als in Deutschland.

Die geringere Teuerung bei Kraftstoffen hat Tobers Analyse zufolge Paare mit Kindern und geringen sowie mittleren Einkommen, die im April infolge des Iran-Kriegs die höchste haushaltsspezifische Inflationsrate aufwiesen, besonders stark entlastet. „Durch die Kombination aus Tankrabatt und Rohölpreisrückgang ist der Beitrag der Kraftstoffpreise zu den Inflationsraten dieser Familien seit April um 0,8 Prozentpunkte gefallen. Dabei gehen rechnerisch – bei vollständiger Überwälzung auf die Preise – 0,5 Prozentpunkte auf den Tankrabatt zurück“, erklärt die Ökonomin.

Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiepreisschock habe nicht nur die Inflation angefacht, sondern auch die Wirtschaft im Euroraum erheblich belastet, so Tober. Das gelte insbesondere für Deutschland, wo die Industrie bereits unter der kombinierten Last von US-Zöllen, Euro-Aufwertung, starkem Wettbewerbsdruck aus China und hohen Energiepreisen infolge des Ukrainekriegs leidet.

Derzeit sei nicht absehbar, wie lange der Preisschock anhält und ob es nennenswerte Zweitrundeneffekte geben wird. Die am 11. Juni von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossene Zinserhöhung sieht die Expertin vor diesem Hintergrund kritisch: „Die EZB bremst die Konjunktur derzeit zusätzlich, ohne dass dafür ein hinreichender ökonomischer Grund besteht.“


Geklickt. Gestreamt. Gebunden?
EuGH zu Streaming-Abos: Nicht jeder Klick kostet das Widerrufsrecht

Film gestartet – Widerrufsrecht weg? Genau davon gehen viele Verbraucher aus. Kein Wunder, denn zahlreiche Streaming-Anbieter vermitteln genau diesen Eindruck. Doch so einfach ist die Rechtslage nicht. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat jetzt wichtige Leitplanken gesetzt: Was hinter dem Urteil steckt, erklärt Rechtsexpertin Magdalena Jankowska-Gilberg vom Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland.

Ein Urteil mit Blockbuster-Potenzial: Der Europäische Gerichtshof stellt klar, dass Streaming-Abos nicht pauschal wie digitale Inhalte behandelt werden dürfen. (Bild: KI-generiert)

Warum war das Widerrufsrecht bei Streaming-Abos bislang überhaupt umstritten?
Magdalena Jankowska-Gilberg: Im Kern ging es um die Frage, wie Streaming-Abos rechtlich einzuordnen sind. Seit Anfang 2022 unterscheidet das Gesetz zwischen digitalen Inhalten und digitalen Dienstleistungen. Das klingt zunächst nach einer juristischen Feinheit, hat aber ganz praktische Folgen: Für beide gelten unterschiedliche Regeln beim Widerrufsrecht.

Ein E-Book oder ein Film zum Download sind digitale Inhalte. Ich entscheide mich für einen bestimmten Inhalt, den mir der Anbieter einmalig zur Verfügung stellt. Ein Streaming-Abo funktioniert jedoch anders. Hier kaufe ich keinen einzelnen Film oder eine bestimmte Serie, sondern den Zugang zu einer Plattform für einen bestimmten Zeitraum.

Welche Inhalte dort morgen, in einem Monat oder in einem halben Jahr verfügbar sind, kann sich ändern. Darin liegt zunächst der grundlegende Unterschied zwischen einem einzelnen digitalen Inhalt und einem fortlaufenden Plattformangebot. Für uns sprach deshalb schon 2022 vieles dafür, viele Streaming-Abos rechtlich anders zu bewerten als einen einzelnen Download.

Entsprechend haben wir Verbraucherinnen und Verbraucher beraten und bereits 2023 öffentlich kritisiert, dass einige Anbieter das Widerrufsrecht trotzdem schon mit Beginn des Streamings ausschließen wollten. Sie behandelten ihre Abonnements weiterhin wie digitale Inhalte. Genau diese unterschiedliche Auslegung hat nun den Europäischen Gerichtshof beschäftigt.

Und was hat der EuGH entschieden?
Magdalena Jankowska-Gilberg: Der Europäische Gerichtshof sagt nicht, dass jedes Streaming-Abo automatisch eine digitale Dienstleistung ist. Er nennt aber klare Kriterien. Entscheidend ist, ob der Dienst weit mehr bietet als den bloßen Zugriff auf Filme, Serien oder konkrete Sportveranstaltungen. Passt er sein Angebot an das Nutzungsverhalten an, erstellt persönliche Empfehlungen oder beeinflusst er, welche Inhalte Nutzer als Nächstes ansehen, spricht vieles für eine digitale Dienstleistung.

Entscheidend ist nicht, als was ein Anbieter sein Angebot bezeichnet, sondern was der Streaming-Dienst tatsächlich leistet. Denn von dieser Einordnung hängt ab, welche Regeln für das Widerrufsrecht gelten. Handelt es sich um eine digitale Dienstleistung, darf das Widerrufsrecht nicht einfach deshalb ausgeschlossen werden, weil der Verbraucher dem sofortigen Beginn des Streamings zugestimmt hat.

Heißt das jetzt: Ich kann zwei Wochen kostenlos streamen und dann widerrufen?
Magdalena Jankowska-Gilberg: Nein, ganz so einfach ist es nicht. Das Urteil schafft kein kostenloses Probeabo. Wer ausdrücklich verlangt, dass das Streaming sofort beginnt und den Dienst bereits nutzt, muss bei einem späteren Widerruf grundsätzlich Wertersatz leisten.

Interessant ist aber, wie der EuGH diesen Wertersatz versteht. Er muss sich nicht zwingend nur nach der Nutzungsdauer richten. Der Anbieter kann unter Umständen auch den wirtschaftlichen Wert der Inhalte berücksichtigen, die während dieser Zeit bereitgestellt und tatsächlich angesehen wurden. Das könnte etwa bei besonders teuren Live-Sportübertragungen oder exklusiven Einzelveranstaltungen eine Rolle spielen. Wie dieser Wert künftig konkret berechnet wird, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Das Entscheidende ist: Das Widerrufsrecht soll keine kostenlose Testphase ermöglichen. Es gibt Verbrauchern vielmehr die Chance, den Streamingdienst kennenzulernen und sich innerhalb der Widerrufsfrist gegen eine langfristige Vertragsbindung zu entscheiden.

Was bedeutet das Urteil nun konkret für Verbraucher?
Magdalena Jankowska-Gilberg: Vor allem mehr Klarheit. Viele Verbraucher haben sich bislang von Formulierungen wie „Mit Beginn des Streamings erlischt Ihr Widerrufsrecht“ abschrecken lassen. Oder schlicht nicht hinterfragt, ob es ihnen nicht doch zusteht. Der EuGH macht nun deutlich, dass das so pauschal nicht gilt. Entscheidend ist vielmehr, wie der Streaming-Dienst konkret ausgestaltet ist.

Der Rat lautet deshalb: Lassen Sie sich von einer pauschalen Ablehnung Ihres Widerrufs nicht vorschnell entmutigen und prüfen Sie die Begründung genau. Gerade nach diesem Urteil lohnt sich ein genauer Blick darauf, ob sich der Ausschluss des Widerrufsrechts tatsächlich rechtlich begründen lässt. Sitzt der Vertragspartner im EU-Ausland, kann im Zweifel auch das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland weiterhelfen.


Moers: Sommerkino – Lichtspiele im Schlosshof
Verfilmung des gleichnamigen Romans von Caroline Wahl: Eine junge Frau trägt die Verantwortung für ihre kleine Schwester und ihre psychisch belastete Mutter, während sie von einem anderen Leben träumt. (Einlass bereits ab 20.30 Uhr mit erfrischenden Cocktails vorab).

In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Moers und dem SOROPTIMIST CLUB Moers Niederrhein.
-  Beginn mit Einbruch der Dämmerung, ca 21.30 Uhr,
- Einlass: 21 Uhr Eintritt frei!
- Um Anmeldung wird gebeten unter 0 28 41 / 20 16 82 00
Schlechtwetter: Bei Regen oder Unwetter finden die Kinoabende im Alten Landratsamt statt. Veranstaltungsdatum 23.07.2026 - 21:00 Uhr. Veranstaltungsort Schlosshof

Moers: Fahrradtour
Die diesjährige Fahrradtour am Samstag, den 25.07.2026 führt uns und jeder Mann oder jede Frau ins „Blaue“.  Tourguides, das Ehepaar Zapp, wissen wo es lang geht. Sie behüten ihr Geheimnis bestens. Ca. 30 km liegen vor den Teilnehmenden. Pausen sind natürlich auch eingeplant worden. Dafür liefern die Kanoniere, entgegen ihrer Bestimmung, sogar Sitzmöglichkeiten und Getränken an den Rast-Ort.

Eine Teilnahme ist nur auf Voranmeldung im Schützenhaus, Vinner Str. 63, 47447 Moers möglich. Mittwochs oder freitags von 18 bis 22 Uhr steht hier unser Team dafür bereit. Am Zielort, ebenfalls das Schützenhaus, steht für die gemeldeten zum Abschluss Kartoffelsalat mit Bockwürstchen bereit. 

Für Tour, Pausengetränke und den Abschlussimbiss wird eine Umlage in Höhe von 15 Euro erhoben. Veranstaltungsdatum 25.07.2026 - 14:00 Uhr - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Vinner Straße 63, 47447 Moers. Veranstalter Schützenverein Moers-Vinn 1903 e.V.

Moers: Rund ums Schloss
Anna von Dronck lebte um 1600. Als Zeitzeugin berichtet sie nicht nur vom Testament der letzten Gräfin, sondern stellt heute im Museum auch frühere Schlossbesitzer und -besitzerinnen vor.  Freuen Sie sich auf eine unterhaltsame Führung über Schloss, Kirche, Theater und "Heilanstalt"- und auf ein Getränk im Rosengarten.

Geführt von Renate Brings-Otremba.

Treffpunkt: Schloss/Theatereingang Sonstiges: 6 bis 12 Gäste. Tour in Kooperation mit dem Grafschafter Museum Kosten: 15 Euro Weitere Infos zu den Stadtführungen. Veranstaltungsdatum 25.07.2026 - 17:00 Uhr - 19:00 Uhr. Veranstaltungsort Schloss / Theatereingang.

Moers: Genussfest im Musenhof
Kulinarisches Angebot: Fingerfood und herzhafte Spezialitäten aus dem Bistro Henriette, traditionelle herzhafte Waffeln mit Lachs und Dip, süße Waffeln mit Kirschen und Sahne, Limonentörtchen, weitere süße Leckereien und erfrischende Getränke Verkaufsstände: Second-Hand-Kleidung und Accessoires, Schmuck, Dekoration,  Naturillustrationen. 

Eine Veranstaltung des Inner Wheel Club in Kooperation mit dem Grafschafter Museum. Schlechtwetter: Bei Starkregen oder Unwetter wird das Genussfest abgesagt oder abgebrochen. Veranstaltungsdatum 25.07.2026 - 17:00 Uhr. Veranstaltungsort Grafschafter Musenhof, Adresse Kastell 9, 47441 Moers.

Architekturführung Innenstadt Moers 2 - Homberger Straße
Entlang den Moerser Haupt-Geschäftsstraßen entdecken wir in der Innenstadt Gebäude aus ganz unterschiedlichen Zeiten. Oft ist ihre Archi­tektur verkleidet oder verändert worden. Wer hochschaut, entdeckt aber gerade an den Fas­saden oberhalb der Ladengeschosse Details, die Auskunft über die Geschichte der Häuser geben. 

Treffpunkt: Homberger Höfe am Kreisverkehr Augustastraße. Geführt von: Eva-Maria Eifert. Kosten: 9 Euro Weitere Infos zu den Stadtführungen. Veranstaltungsdatum 26.07.2026 - 10:30 Uhr - 12:30 Uhr. Veranstalter Stadt- und Touristinformation Moers



NRW-Ernte: Zehnjahrestief bei der Erdbeer- und Spargelmenge erwartet
* Erdbeererntemenge voraussichtlich 17,6 % geringer als 2025
* 57,8 % Freiland-Erdbeeren – Anteil von Anbau „unter Abdeckung“ steigt auf 42,2 %
* Spargelerntemenge voraussichtlich 7,4 % geringer als im Vorjahr


Die Erdbeererntemenge wird im Jahr 2026 voraussichtlich um 17,6 % geringer ausfallen als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt auf Basis vorläufiger Ergebnisse der Gemüsevorerhebung mitteilt, wird eine Erntemenge von 25.290 Tonnen Erdbeeren für das laufende Jahr erwartet.

Davon entfallen 14.613 Tonnen auf Erdbeeren, die im Freiland geerntet werden und 10.677 Tonnen auf solche, die unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschl. Gewächshäuser) angebaut werden.
Der Anteil der unter Abdeckungen geernteten Erdbeerenmenge ist seit 2016 gestiegen. Lag dieser vor zehn Jahren noch bei 12,4 %, wird er für dieses Jahr auf 42,2 % geschätzt.



Spargelerntemenge im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % geringer
Die Spargelsaison für 2026 ist bereits vorbei. Gemäß vorläufiger Zahlen belief sich die Erntemenge auf 16.343 Tonnen. Das entspricht einem Rückgang von 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr und einem Rückgang von 10,1 % zu 2016 sowie der niedrigsten Erntemenge der letzten zehn Jahre.



Produktion von Frischbeton gegenüber 2005 um fast ein Fünftel gesunken
* Produktion im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch um 5 % gestiegen
* Durchschnittlicher Absatzwert im Vergleich zu 2005 um 112 % gestiegen
* NRW-Produktionsschwerpunkt im Regierungsbezirk Köln

Im Jahr 2025 sind 4,9 Millionen Kubikmeter Frischbeton in 155 NRW-Betrieben industriell hergestellt worden.
Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war die Absatzmenge damit um 0,7 % höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2015 sank die Absatzmenge um 14,3 %; bezogen auf 2005 hat sich die Absatzmenge um 19,0 % verringert. Die vorläufigen Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 zeigen einen Anstieg der Produktion von Frischbeton. Die Absatzmenge stieg gegenüber dem 1. Quartal 2025 um 4,9 %.

Die größten Produktionsrückgänge gegenüber dem jeweiligen Vorjahr innerhalb der letzten 20 Jahre waren in den Jahren 2009 und 2023 zu konstatieren. Der Absatzwert von Frischbeton betrug im Jahr 2025 nominal (also nicht bereinigt) 568 Millionen Euro und sank damit um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Verglichen mit 2005 stieg der nominale Absatzwert hingegen um 71,6 %. Frischbeton wird beispielsweise im Hochbau für Bodenplatten und im Tiefbau zur Herstellung von Tunneln, Brücken und Fundamenten genutzt.



Durchschnittlicher Absatzwert um 112 % gestiegen
Der durchschnittliche Absatzwert je Kubikmeter Frischbeton war im Jahr 2025 mit 116 Euro um 2,6 % niedriger als ein Jahr zuvor. Gegenüber 2015 stieg er jedoch um 80,6 % und gegenüber 2005 sogar um 111,7 %; damals lag er bei 55 Euro je Kubikmeter.

Betriebe aus dem Regierungsbezirk Köln stellten fast ein Drittel der NRW-Produktion her 31,5 % des in NRW produzierten Frischbetons wurde im vergangenen Jahr von Betrieben im Regierungsbezirk Köln hergestellt, gefolgt von Betrieben in den Regierungsbezirken Düsseldorf (24,3 %), Münster (18,1 %), Detmold (13,1 %) und Arnsberg mit 13,0 %.

Der NRW-Anteil an der bundesweiten Frischbetonproduktion lag bei fast 17,0 % Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr unverändert 29,1 Millionen Kubikmeter Frischbeton produziert. Der Anteil der in NRW hergestellten Absatzmenge an der gesamtdeutschen Produktion betrug damit fast unverändert 16,8 % (Anteil 2024: 16,7 %).


Nachbarschaftshilfe Hülsdonk: Eine Stunde Zeit kann viel bewirken
Vom Einkauf über kleine Reparaturen bis zur Begleitung zum Arzt oder zur Hausaufgabenhilfe: Wie vielfältig Nachbarschaftshilfe sein kann, hat Bürgermeisterin Julia Zupancic jetzt bei ihrem Besuch der Nachbarschaftshilfe Hülsdonk erlebt.

Bürgermeisterin Julia Zupancic (vorn 3. v. l.) besuchte das starke Team für Hülsdonk. (Foto: pst)

Die Ehrenamtlichen unterstützen Seniorinnen und Senioren ebenso wie Familien mit Kindern, organisieren ein wöchentliches Kaffeekränzchen im Schloer-Stift und engagieren sich an der Grundschule Hülsdonk. Im kommenden Jahr feiert die Initiative ihr zehnjähriges Bestehen. Mehr Anerkennung des Engagements Im Gespräch berichteten die Helferinnen und Helfer von ihren Einsätzen.

 Dazu gehören regelmäßige Besuche bei älteren Menschen, Einkäufe oder kleine handwerkliche Arbeiten. Oft entstehen dabei enge persönliche Beziehungen. Gleichzeitig warben die Ehrenamtlichen für mehr Anerkennung ihres Engagements. Julia Zupancic würdigte das Engagement der Gruppe und betonte, wie wichtig freiwilliger Einsatz für den Zusammenhalt in Moers ist.

Gemeinsam mit der Nachbarschaftshilfe rief sie dazu auf, selbst aktiv zu werden. Schon eine Stunde Zeit pro Woche könne einen großen Unterschied machen. Wer sich engagieren möchte, ist eingeladen, Kontakt zur Nachbarschaftshilfe Hülsdonk aufzunehmen. Die ‚NaHi‘ Hülsdonk trifft sich jeden zweiten Donnerstag um 17 Uhr im Kaminzimmer des Forum Hülsdonk (Schwanenring 5).


Weitere Ehrenamtliche sind herzlich willkommen. Wer in anderen Stadtteilen selbst aktiv werden möchte, bekommt dort gerne Unterstützung.  Kontakt: NaHi-Leitung: Siggi Zakrzewski, Telefon 0 28 41 / 2 83 26, NaHi-Huelsdonk@t-online.de

vhs Moers – Kamp-Lintfort: Silver Clay-Workshop
Ein individuelles Schmuckstück aus echtem Feinsilber selbst gestalten – das ist beim Kurs ‚Silver Clay‘ der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Freitag, 24. Juli, ab 10 Uhr möglich. In den Räumen der vhs in Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, lernen die Teilnehmenden das aus Japan stammende Material Silver Clay kennen. Die feine Masse besteht aus reinem Feinsilber und lässt sich ähnlich wie Ton formen. Sie kann modelliert, als Paste mit dem Pinsel aufgetragen oder gespritzt werden und eröffnet dadurch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Im Workshop entwerfen und fertigen die Teilnehmenden ihr persönliches Schmuckstück. Nach dem Formen, Trocknen und Brennen entstehen hochwertige Schmuckstücke, die anschließend wie klassisch gefertigter Schmuck weiterbearbeitet und veredelt werden können. Auch geeignete Fassungen und Steine lassen sich in die Gestaltung integrieren. Weitere Infos und Anmeldung: Telefon 0 28 41 / 201 – 565 oder www.vhs-moers.de 

Verkehrsregelnde Maßnahmen zur Materborner Kirmes 2026
Für eine reibungslose Vorbereitung und die störungsfreie Durchführung der Materborner Kirmes vom 01.08.2026 bis zum 04.08.2026 sind auch in diesem Jahr wieder verkehrsregelnde Maßnahmen erforderlich.

Im Bereich des Kirchweges, der Dorfstraße, des Gemeindeweges, der Erikastraße und der Berliner Straße werden am 29.07. und anschließend vom 31.07. bis zum 05.08.2026 zur Freihaltung erforderlicher Rettungswege, zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen An- und Abfahrt für die Auf- und Abbauarbeiten des Volksfestes und zur Durchführung des Feuerwerkes streckenweise Haltverbote eingerichtet. Entlang des Friedhofes werden auf dem Kirchweg für die Dauer der Materborner Kirmes Taxenplätze eingerichtet.

Die Polizei und die Stadt Kleve weisen darauf hin, dass verkehrsbehindernd abgestellte Kraftfahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt werden können – insbesondere dann, wenn sie in Bereichen von Haltverboten abgestellt sind. Entsprechende Kontrollen finden während des gesamten Zeitraumes statt.

Kleve: Straßenbankette entlang der Johanna-Sebus-Straße werden saniert
Ab Mitte Juli werden die Straßenbankette entlang der Johanna-Sebus-Straße saniert. Ab Montag, 20. Juli 2026, werden die Bankette entlang der Johanna-Sebus-Straße und der Grindweide zwischen Wardhausen und Düffelward saniert. Die Fahrbahnränder wurden zuletzt stark beansprucht, weil die schmalen Straßen infolge der andauernden Sanierung der Ortsdurchfahrt Rindern / K 3 verstärkt als Ausweichstrecke genutzt wurden.

Die anhaltend nasse Witterung in den Wintermonaten hatte die Beschädigungen seinerzeit begünstigt. Eine teure Sanierung der mitunter stark ausgefahrenen Bankette war zu dem Zeitpunkt nicht sinnvoll, da die Schäden bei schlechtem Wetter schnell wieder aufgetreten wären. Nun sollen die Sanierungsarbeiten bei besserer Wetterlage aufgenommen werden.

Betroffen ist der Abschnitt der Johanna-Sebus-Straße zwischen dem Johanna-Sebus-Denkmal in Wardhausen und dem Ortseingang Düffelward sowie daran anschließend die Straße Grindweide bis zur Röstendahlstraße. Ausgeführt werden die Arbeiten als Wanderbaustelle. Die Bankette werden also abschnittsweise saniert.

Während der Bauarbeiten gilt auf der gesamten Strecke eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Zur Durchführung der Arbeiten werden die Straßen im unmittelbaren Arbeitsbereich halbseitig gesperrt, bleiben jedoch in beide Fahrtrichtungen befahrbar. Planmäßig dauert die Sanierung der Bankette bis Anfang August 2026.

Frischer Asphalt für drei Moerser Straßen - Enni trägt neue Fahrbahndecken auf  
Die Straßenkontrolleure der ENNI Stadt & Service (Enni) sind täglich im Moerser Stadtgebiet unterwegs und erfassen den Zustand der Fahrbahnen und Gehwege. Nun saniert das Unternehmen im Auftrag der Stadt Moers drei besonders beschädigte Verkehrsflächen: Die Straße An der Beeke, der Hirtenweg und die Bendmannstraße bekommen eine neue Asphaltschicht.

Im Zuge der Maßnahmen erneuert die Enni dort insgesamt außerdem 14 Schachtabdeckungen und passt diese an die neue Fahrbahnhöhe an. Die Arbeiten finden zwischen dem 20. und 24. Juli statt und erfolgen nacheinander. Die Straßen werden jeweils voraussichtlich nur für einige Stunden gesperrt. Während dieser Zeit ist auch die Zufahrt zu den Grundstücken nicht möglich.

Anwohner informiert die Enni vorab per Einwurfschreiben. Zudem stellt sie rechtzeitig entsprechende Hinweisschilder auf und richtet Halteverbotszonen ein. Für die vorübergehenden Einschränkungen bittet das Unternehmen um Verständnis. Witterungsbedingt können sich die Arbeiten kurzfristig verschieben, da die Asphaltierung trockene Wetterverhältnisse erfordert.  
Fragen beantwortet die Enni am Baustellentelefon unter der Rufnummer 104-600.

Moers: Neuer Glanz für historische Friedhofsmauer - Enni startet Sanierungsarbeiten an der Klever Straße
Die Mauer entlang der Klever Straße prägt seit Jahrzehnten das Erscheinungsbild des dortigen Friedhofs. Nun startet die ENNI Stadt & Service (Enni) eine umfassende Sanierung der historischen Anlage. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am Montag, 20. Juli, im Bereich der Kriegsgräber.

Von dort aus geht es abschnittsweise weiter. Bis November 2027 will das Unternehmen die umfangreichen Putz- und Mauerwerksarbeiten auf der gesamten Länge abschließen und auch die vorhandenen Tore instandsetzen. „Ziel ist es, die historische Bausubstanz fachgerecht zu sichern und die Maueranlage dauerhaft zu erhalten“, erklärt Marcus Petrausch, Enni-Abteilungsleiter für Grünpflege und Friedhöfe.  

Während der Bauzeit kann es in einzelnen Bereichen des Friedhofs zu vorübergehenden Einschränkungen kommen. Dies betrifft insbesondere Flächen, die für Arbeitsbereiche, Materiallagerung, Containerstandorte oder Verkehrssicherungsmaßnahmen benötigt werden.


Zudem können einzelne Toreingänge zeitweise nur eingeschränkt nutzbar sein oder kurzfristig gesperrt werden. Die erforderlichen Gehwegabsperrungen richtet die Enni vorab in Abstimmung mit der Stadt Moers ein.  



Workshop „Kunst & Yoga“ im Museum Kurhaus Kleve
Am Mittwoch, den 22. Juli 2026, von 11 – 13.30 Uhr, findet im Museum Kurhaus Kleve ein offenes Angebot für Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahre statt, das von Stefanie Dennstedt in Zusammenarbeit mit dem Theater im Fluss realisiert wird. Von der Bewegung zur Statue – fließend und doch stabil.

Wir starten mit einer kurzen Yogaeinheit und mit Bewegungen. Von den eigenen Bewegungen inspiriert, formen und biegen wir anschließend verschiedene Materialien. Das Angebot richtet sich gezielt an Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das Angebot wird möglich gemacht durch den Kultur Rucksack NRW. Informationen und Anmeldungen ausnahmsweise NICHT im Museum Kurhaus Kleve, sondern unter Tel. +49-(0)2821 / 97 93 79 oder thea.fluss@t-online.de.

Gartensaison verpasst? Was du jetzt noch tun kannst
Tipps vom Gartenbauexperten: So holen Hobbygärtner auch im Juli noch das Beste aus ihrem grünen Reich heraus


Viele Gemüsearten wie Mangold und Rucola eignen sich hervorragend für eine späte Aussaat. (Quelle: BLGL)

Der heiße Juni hat vielen Gärten ordentlich zugesetzt und so manche Hobbygärtner und -gärtnerinnen mussten möglicherweise auch einige Verluste im Beet hinnehmen. Wer denkt, dass es im Juli für weitere Saaten und Pflanzungen bereits zu spät ist, der irrt sich. „Im Juli laufen Pflege und Nachsaat parallel – deshalb ist er für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner so interessant“, erklärt Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte beim Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V. (BLGL). Auch jetzt lässt sich im Garten noch einiges bewegen und etwas für die Ernte im Herbst und Winter tun.

Welche Aussaaten und Pflanzungen jetzt noch möglich sind
Viele Gemüsearten können in einem zweiten Satz angebaut werden. Buschbohnen z. B. lassen sich direkt ins Beet säen. Auch Möhrensorten mit kurzer Kulturzeit sowie verschiedene Salate, Spinat, Mangold und Rucola eignen sich hervorragend für eine späte Aussaat.

So kann man auch im Spätsommer oder Herbst noch eine gute Ernte genießen. „Nutzen Sie jetzt die freien Lücken im Beet, die durch die erste Ernte entstanden sind“, rät Dr. Popp. „Schnell wachsende Gemüse- und Salatarten füllen die Reihen rasch auf, unterdrücken unerwünschtes Beikraut und bescheren uns bis weit in den Herbst hinein frische Vitamine.“

Auch Beerenfreunde kommen auf ihre Kosten, denn der Juli ist ein wichtiges Zeitfenster für die Neuanlage von Erdbeerbeeten, damit sich die Jungpflanzen vor dem Winter gut verwurzeln.
Im Ziergarten beginnt jetzt die Zeit der zweijährigen Blumen: Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Bartnelken werden im Juli ausgesät, um im kommenden Frühjahr zu blühen.

Wo der Juli-Garten Aufmerksamkeit braucht
Bereits stehende Kulturen brauchen jetzt gezielte Pflege. Tomaten müssen regelmäßig ausgegeizt werden, damit der Bestand gut durchlüftet bleibt. Das mindert das Risiko von Pilzerkrankungen wie der Kraut- und Braunfäule. Gurken sollten an Rankhilfen aufgeleitet werden, um Platz zu sparen und die Früchte sauber zu halten.

Eine tragende Rolle spielt das Mulchen: Offene Beetflächen und Zwischenräume sollten dünn mit Grasschnitt oder anderem organischen Material abgedeckt werden. Dr. Popp betont: „Eine dünne Mulchschicht verhindert, dass die Erde verkrustet, reduziert die Verdunstung deutlich und spart Gießwasser.“

Wasser ist jetzt besonders während der Fruchtansatz- oder Kopfbildungsphase entscheidend.Gegossen werden sollte durchdringend und bevorzugt am frühen Morgen, da die Verdunstung dann am geringsten ist und die Blätter zügig abtrocknen können.

Urlaub im eigenen Garten – oder im Urlaub den Garten sich selbst überlassen
Mit einem farbenfrohen Garten schaffen Hobbygärtner das ultimative Saisonerlebnis direkt vor der eigenen Terrassentür. Während kurzer Abwesenheiten können einfache, bewährte Alltagshilfen, wie mit Wasser gefüllte Flaschen, die kopfüber in die Erde gesteckt werden, die Pflanzen bewässern. Ein gründliches Wässern unmittelbar vor der Abreise sowie eine frische Mulchschicht halten den Boden mehrere Tage feucht.

„Ein Garten muss nicht perfekt aufgeräumt sein, um uns Erholung zu schenken“, erklärt Dr. Popp. „Lassen Sie im Urlaub ruhig mal die Natur die Arbeit machen. Wilde Ecken und verblühte Stauden stören die Entspannung keineswegs – im Gegenteil, sie sind wertvolle Lebensräume für Insekten und nehmen uns den Druck, ständig korrigierend eingreifen zu müssen.“



NRW: 4,1 Millionen Menschen konnten sich 2025 keine Woche Urlaub leisten Beschreibung: * NRW-Anteil mit 23,1 % der Bevölkerung über dem Deutschlandwert * Alleinerziehende, Alleinlebende und Geringqualifizierte besonders betroffen * Hochqualifizierte mussten vergleichsweise selten auf Urlaub verzichten

Im Jahr 2025 wohnten in Nordrhein-Westfalen rund 4,1 Millionen Menschen in Haushalten, die es sich nach eigener Angabe finanziell nicht leisten konnten, eine Woche im Jahr außerhalb der eigenen vier Wände Urlaub zu machen. Wie das Statistische Landesamt auf Basis von Ergebnissen der europäischen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen mitteilt, entspricht dies einem Anteil von 23,1 % der Gesamtbevölkerung.

Damit lag NRW über dem deutschlandweiten Wert von 20,9 %. Alleinerziehende, Alleinlebende und Geringqualifizierte waren besonders betroffen Besonders für Alleinerziehende ist die Finanzierung einer Urlaubsreise  oft schwierig: 2025 war es fast der Hälfte von ihnen und ihren Kindern (46,8 %) nicht möglich für eine Woche in den Urlaub zu verreisen. Ein überdurchschnittlich hoher Wert zeigte sich auch bei den Alleinlebenden: Bei fast einem Drittel (32,3 %) von ihnen fehlte 2025 ein ausreichendes Budget für eine Urlaubsreise.



Bei der Bevölkerung im Alter ab 16 Jahren variierte die Möglichkeit, eine Woche Urlaub außerhalb der eigenen vier Wände  zu verbringen, stark mit dem jeweiligen Bildungsstand.Unter den Geringqualifizierten ab 16 Jahren lebten 39,9 % in Haushalten, die sich keinen einwöchigen Urlaub leisten konnten. 

Hochqualifizierte dagegen,  mussten mit 10,5 % vergleichweise selten auf Urlaub. verzichten. Bei Personen mit mittlerem Bildungsniveau lag dieser Anteil mit 21,3 % leicht unter dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Weitere Ergebnisse rund um das Thema „materielle und soziale Entbehrung” finden Sie in unserem Schwerpunktartikel auf der Themenseite Armut.