|
31. KW: Montag, 27. Juli - Sonntag, 2.8.2026
- Themen u.a.:
DRK
Moers: Mehr als 6.300 Stunden Ehrenamt für die
Menschen in der Stadt
Mehr als 6.300
ehrenamtliche Einsatzstunden, fast 2.000
Fördermitglieder und ein starkes Engagement für
Blutspende, Bevölkerungsschutz und Jugendarbeit:
Bei der Jahreshauptversammlung des DRK
Ortsvereins Moers wurde deutlich, welchen
unverzichtbaren Beitrag das Deutsche Rote Kreuz
täglich für die Menschen in der Stadt leistet.
Zudem ehrte der Ortsverein langjährige
Mitglieder für ihre Treue und ihren Einsatz.
Ob Blutspende, Sanitätsdienst,
Bevölkerungsschutz oder Jugendarbeit – das
Deutsche Rote Kreuz ist aus Moers nicht
wegzudenken. Bei der Jahreshauptversammlung des
DRK Ortsvereins Moers wurde deutlich, welchen
Beitrag die ehrenamtlichen Helferinnen und
Helfer Tag für Tag für die Menschen in der Stadt
leisten.

„Im Mittelpunkt der Ehrung stehen (vorn, v. l.)
Heinz-Peter Verführt (45 Jahre Mitgliedschaft),
Dominik Gohr-Foitzik (10 Jahre), Lea
Gohr-Foitzik (10 Jahre) und Matthias Müller (5
Jahre). Hinter den Geehrten gratulieren der
Vorstand des DRK Ortsvereins Moers Daniel
Truyen, Guido Menzel, Michael Schmidt sowie Jan
Höpfner, Präsident des DRK Kreisverbandes
Niederrhein.“
Unter dem Motto „Kurz,
knackig, zukunftsorientiert“ zog Vorsitzender
Guido Menzel Bilanz für das Jahr 025. Der
Ortsverein zählt 1.953 Fördermitglieder. Bei 25
Blutspendeterminen spendeten 1.346 Menschen Blut
– darunter 198 Erstspenderinnen und Erstspender.
Zudem investierte der Ortsverein gezielt in
seine Einsatzkräfte, finanzierte Führerscheine
für Ehrenamtliche und beschaffte ein neues
Mannschaftstransportfahrzeug.
Der
Präsident des DRK Kreisverbandes Niederrhein,
Jan Höpfner, blickte in seinem Grußwort auf die
Veränderungen im Ehrenamt. Die Gewinnung
freiwilliger Helfer und die Finanzierung
gemeinnütziger Arbeit seien heute
anspruchsvoller als früher. Gleichzeitig zeigten
Krisen- und Katastrophenlagen immer wieder, dass
die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung
ungebrochen sei. Aufgabe des Roten Kreuzes sei
es, dieses Engagement aufzugreifen, zu
koordinieren und langfristig zu fördern.
Wie wichtig dieses Ehrenamt für Moers ist,
verdeutlichte Bereitschaftsleiter Michael
Schmidt mit eindrucksvollen Zahlen: 51 aktive
Einsatzkräfte leisteten im vergangenen Jahr
6.308 ehrenamtliche Stunden bei 275 Einsätzen
und Diensten. Das Spektrum reicht von
Sanitätsdiensten bei Veranstaltungen über
Einsätze im Bevölkerungsschutz bis hin zu
Betreuungs- und Verpflegungseinsätzen. Auch das
Spülmobil des Ortsvereins trägt bei zahlreichen
Veranstaltungen zu mehr Nachhaltigkeit bei.
Über die Nachwuchsarbeit berichtete Lea
Gohr-Foitzik für das Jugendrotkreuz. Mit der
Kampagne „Lautstark NEIN“ setzt sich das JRK für
Kinderrechte und Mitbestimmung ein. Aktuell
engagieren sich 45 Kinder und Jugendliche, die
sich alle zwei Wochen zu Gruppenstunden treffen.
Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung waren
die Ehrungen langjähriger Mitglieder.
Ausgezeichnet wurden Matthias Müller (5 Jahre),
Lea und Dominik Gohr-Foitzik (10 Jahre) sowie
Heinz-Peter Verführt, der seit 45 Jahren dem
Deutschen Roten Kreuz die Treue hält.
Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiter
unter Druck Die Arbeitsmarktzahlen
im Juli 2026 Die beginnende Sommerpause mit
Abschluss des Schuljahres und Ende des
Ausbildungsjahres, nach dem viele junge Menschen
für kurze Zeit arbeitslos sind, führt zu einem
Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent.
Im Vormonat lag die Quote bei 6,2 Prozent, im
Juli 2025 bei 6,3 Prozent. Gegenüber dem
Vormonat stieg die Zahl arbeitsloser Menschen um
rund 71.000 auf rund 3.007.000.
Die
Arbeitslosigkeit im Juli stieg im Durchschnitt
der letzten drei Jahre um 70.000 Personen. Die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist
im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat um 9.000
Personen auf 34,83 Millionen gesunken. Ohne die
Beschäftigungsaufnahmen ausländischer
Staatsangehöriger würde die Zahl der
Beschäftigten seit längerem und stärker sinken.
5,99 Millionen Ausländerinnen und
Ausländer waren im Mai in Deutschland
beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich zum
Vorjahr um 185.000 gestiegen. Dieser Zuwachs
geht vollständig auf Personen aus sog.
Drittstaaten zurück. Bundesarbeitsministerin
Bärbel Bas: „Unsere Industrie steht weiter vor
großen Herausforderungen. Kriege und Krisen
belasten unsere Wirtschaft und unseren
Arbeitsmarkt.
Die Bundesregierung hält
hier dagegen. Wir unterstützen Betriebe ebenso
wie Bürgerinnen und Bürger mit
Rekordinvestitionen in Infrastruktur, Forschung
und Digitalisierung, mit Bürokratieabbau,
Sozialstaatsreformen und Qualifizierung. Am 1.
August beginnt das neue Ausbildungsjahr, viele
junge Menschen starten in den nächsten Wochen in
ihr Berufsleben. Gleichzeitig gibt es eine große
Zahl von Menschen ohne Berufsabschluss.
Das erhöht das Risiko, in späteren Jahren
arbeitslos zu werden und zu bleiben. Der
Ausbildungsmarkt für dieses Jahr ist noch in
Bewegung. Die Zahl der gemeldeten
Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur für
Arbeit ist allerdings so niedrig wie seit 2010
nicht mehr. Dabei ist für Unternehmen die
Ausbildung junger Menschen zentral: Sie decken
damit ihren Personalbedarf und vermeiden
Engpässe bei Fachkräften. Mit Blick auf die
Demographie in unserem Land wäre es sehr
kurzsichtig, nicht auszubilden.
Die Azubis von heute sind die dringend
benötigten Fachkräfte von morgen und
entscheidend für die Innovations- und
Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Agenturen
für Arbeit beraten Arbeitgeber und Jugendliche
umfassend zu allen Unterstützungs- und
Fördermöglichkeiten.“
Wesel von oben: Domturm öffnet zu
den PPP-Tagen
Willibrordi-Dombauverein lädt am 2. August zum
Aufstieg und zur Erkundung des Doms ein Die
Weseler Innenstadt und den Niederrhein aus einer
besonderen Perspektive erleben: Dazu bietet sich
während der PPP-Tage eine seltene Gelegenheit.
Der Willibrordi-Dombauverein öffnet am Sonntag,
2. August 2026, von 13 bis 17 Uhr den Turm des
Willibrordi-Doms.
Nach dem Aufstieg
erwartet die Besucherinnen und Besucher ein
weiter Blick über Wesel und die niederrheinische
Umgebung. Der weithin sichtbare Turm prägt seit
Jahrhunderten das Stadtbild und zählt zu den
bekanntesten Wahrzeichen Wesels. Der
Willibrordi-Dom ist eine fünfschiffige
spätgotische Basilika und zugleich Stadtkirche,
Gotteshaus und bedeutender Veranstaltungsort im
Herzen der Stadt.
Seine Baugeschichte
reicht bis ins Mittelalter zurück. Nach der
weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
wurde der Dom von 1948 bis 1994 wiederaufgebaut.
Eine maßgebliche Rolle spielte dabei der 1947
gegründete Willibrordi-Dombauverein. Die
Bürgerinitiative organisierte den Wiederaufbau
mit einer eigenen Dombauhütte und setzt sich bis
heute für den Erhalt und die bauliche
Unterhaltung des denkmalgeschützten Bauwerks
ein. Auch im Kirchenraum gibt es während der
Öffnungszeit viel zu entdecken.
Ehrenamtliche Domkennerinnen und Domkenner
stehen für Fragen zur Verfügung und bieten
interessierten Gästen Einblicke in die
Geschichte, Architektur und Besonderheiten des
Willibrordi-Doms. Wer den Termin während der
PPP-Tage nicht wahrnehmen kann, erhält am
Sonntag, 13. September 2026, anlässlich des Tags
des offenen Denkmals erneut Gelegenheit zu einer
Turmbesteigung.

NRW: Zahl
der Sterbefälle während der Hitzewelle im Juni
2026 erreicht neuen Höchststand seit 2000
* 6.335 Gestorbene in der Woche vom 22.
bis 28. Juni 2026 * Neues Maximum der
Sterbefälle pro Tag am 28. Juni 2026 *
Sterbefallkalender NRW veranschaulicht den
Einfluss von Wärmebelastung auf die Mortalität
In der zweiten
Junihälfte des Jahres 2026 lagen in
Nordrhein-Westfalen an 11 aufeinanderfolgenden
Tagen Hitzewarnungen des Deutschen
Wetterdienstes (DWD) vor, darunter 8 Tage mit
der höchsten Warnstufe. Wie das
StatistischesLandesamt anhand vorläufiger Daten
mitteilt, erreichte die Zahl der Sterbefälle in
der zweiten Woche dieser langanhaltenden
Hitzephase den zweithöchsten Wert seit Januar
2000.
In der betreffenden Kalenderwoche
starben vom 22. Juni 2026 bis zum 28. Juni 2026
insgesamt 6.335 Menschen aus NRW. Bisheriger
Höchstwert der Sommermonate Juni bis August wird
um gut 1.400 Sterbefälle überschritten Die Zahl
der Sterbefälle überschritt damit deutlich den
bisherigen saisonalen Höchstwert für die
Sommermonate seit Januar 2000. In den Monaten
Juni bis August der Jahre 2000 bis 2025 lag die
höchste wöchentliche Sterbefallzahl bei 4.883.

*) Vorläufige Daten Quelle:
Statistisches Bundesamt: 2026, IT.NRW: 2000 -
2025
Doch nicht nur im
Vergleich zu bisherigen Sommermonaten, in denen
das Niveau der Sterbefälle typsicherweise
niedriger liegt, war die Zahl der Todesfälle in
der 26. Kalenderwoche dieses Jahres
außergewöhnlich hoch. Selbst in den
Wintermonaten während Grippe- und
COVID-19-Wellen wurden derartig hohe
Sterbefallzahlen historisch nur vereinzelt
erreicht.
Der wöchentliche Höchstwert in
diesem Jahrhundert wurde in der 51.
Kalenderwoche des Jahres 2022 mit 6.349
Gestorbenen gemessen. Der aktuelle Wert
unterschreitet diesen lediglich um 14 Fälle.
Eine ähnlich hohe wöchentliche Sterbefallzahl
wurde zuletzt während der Grippewelle im Februar
2018 in der 10. Kalenderwoche mit 6.179
Gestorbenen registriert.
Neuer
Höchstwert der Sterbefälle pro Tag am 28. Juni
2026 Bei der Betrachtung der Sterbefälle auf
Tagesbasis übertrafen die Fallzahlen zum Ende
der Hitzephase sämtliche seit dem 1. Januar 2000
erfassten Werte (9.676 Tage) deutlich. Am 28.
Juni 2026 verstarben in NRW 1.494 Personen, am
Vortag waren es 1.371.
Zum Vergleich:
Ende 2022 sowie im Februar 2018 blieben die
Tageswerte trotz stark erhöhter Mortalität in
diesen Zeiträumen unter der Marke von 1.000
Sterbefällen am Tag. Anhaltende Hitzephase ab
dem 18. Juni 2026 Vom 18. bis zum 28. Juni 2026
veröffentlichte der Deutschen Wetterdienst (DWD)
an jedem Tag Hitzewarnungen für die Kreise und
kreisfreien Städte in NRW.
An 8 Tagen, davon 5
in der zweiten Woche der Hitzewelle (26.
Kalenderwoche), wurde vor extremer
Wärmebelastung gewarnt, welche die höchste
Warnstufe des DWD darstellt. Damit gab es
bereits im Juni 2026 doppelt so viele Tage mit
extremer Wärmebelastung als bisher maximal –
gemessen seit Einführung des amtlichen
Hitzewarnsystems im Jahr 2005 – in einem
Kalenderjahr vorlagen.

Sterbefallkalender NRW
veranschaulicht den Einfluss von Wärmebelastung
auf die Mortalität Welchen Einfluss neben
Hitze das Infektionsgeschehen in den
Wintermonaten auf die Sterblichkeit hat und
welche Rolle das Alter der Gestorbenen spielt,
betrachtet die Analyse „Sterbegeschehen
in Nordrhein-Westfalen” anhand des
neuen Sterbefallkalenders
NRW.
Dieser stellt auf Basis der
endgültigen Sterbefallzahlen für den Zeitraum
2015 bis 2025 tagesscharf die Sterbefälle nach
Altersgruppen bereit und verknüpft diese mit
ergänzenden Daten des Deutschen Wetterdienstes
und des Robert Koch-Instituts.
Das Statistische
Bundesamt veröffentlicht vorläufige
Sterbefallzahlen für Tage, Wochen und Monate als
Bundes- sowie Landesergebnisse im Statistischen
Bericht zu den Sterbefällen (Statistischer
Bericht - Tabelle 12613-07: Sterbefälle nach
Tagen in den Bundesländern - Insgesamt).
Vorläufige plausibilisierte Zahlen für Kreise
und kreisfreie Städte in NRW nach Altersgruppen
liegen voraussichtlich im September 2026 vor und
werden durch IT.NRW veröffentlicht.
Wesel:
Organisationsanpassung bei der
Kreisverwaltung: Vorstandsbereich 1 in
„Kreiskämmerei“,„Personal, Organisation und
Digitalisierung“ aufgeteilt Der
Vorstandsbereich 1 der Kreisverwaltung Wesel,
bislang in großer Zuständigkeit für Finanzen,
Beteiligungssteuerung, Zentrales Controlling,
Mobilität, Personal, Organisation und IT sowie
Digitalisierung, wird neu strukturiert. Er wird
zum 1. August 2026 in zwei
Verantwortungsbereiche aufgeteilt, den der
Kreiskämmerei und den des Vorstandsbereichs 1
für „Personal, Organisation und
Digitalisierung“.
Kreiskämmerer Karl
Borkes fokussiert sich dann auf die Finanzen,
Beteiligungssteuerung, das Zentrale Controlling
und die Mobilität. Aus der bisherigen
Bereichsleiterin für Personal und Organisation,
Sandra Postulka, wird Vorstandsmitglied 1,
zuständig für Personal, Organisation und
Digitalisierung. Die Funktion der
Bereichsleitung wird aufgelöst. Die Maßnahme
erfolgt stellenplanneutral.
Landrat
Ingo Brohl: „Gerade um unserem Anspruch aus
konsolidieren, fokussieren und modernisieren vor
dem Hintergrund der beispiellosen kommunalen
Finanzkrise in Deutschland und damit auch im
Kreis Wesel gerecht zu werden, ist die Teilung
des großen Vorstandsbereichs notwendig.
Auch dem demografischen Wandel, der eine
herausfordernde Personalbewirtschaftung
verlangt, sowie der notwendigen
Staatsmodernisierung begegnen wir als
Kreisverwaltung damit sehr konsequent. Die
Führung und strategische Steuerung in den
Bereichen Finanzen, Personal und Organisation
sowie Digitalisierung anzupassen ist ein
weiterer Schritt des bereits begonnenen
Generationswechsels und der zukünftigen
Ausrichtung in der Führungsetage der
Kreisverwaltung.“
Ziel der
Organisationsoptimierung ist es, noch klarere
Führungsstrukturen und schnellere
Entscheidungsprozesse zu schaffen, die zu einer
optimierten Verwaltungssteuerung und
Beschleunigung der Verwaltungsmodernisierung
führen.

Landrat Ingo Brohl (r.), Vorstandsmitglied für
den Bereich Personal, Organisation und
Digitalisierung Sandra Postulka (mi.) und
Kreiskämmerer Karl Borkes (l.)
Wesel: KI für KMU NiederRhein: Neuer
Veranstaltungskalender bündelt Angebote – von
KI-Grundlagen bis zum Mentoring-Programm
Ab sofort finden kleine und
mittlere Unternehmen aus den Kreisen Wesel und
Kleve sowie der Stadt Duisburg regionale
KI-Veranstaltungen gebündelt in einem neuen
Veranstaltungskalender. Das kostenfreie Angebot
des Projekts KI für KMU NiederRhein umfasst
Informationsveranstaltungen, Workshops,
Praxisformate und Netzwerkveranstaltungen online
und vor Ort, und erleichtert Unternehmen den
Einstieg in die Künstliche Intelligenz.
Alle Veranstaltungen sowie Informationen zur
Anmeldung finden Interessierte unter https://linktr.ee/KIfuerKMU.
Künstliche Intelligenz bietet Unternehmen große
Chancen – von effizienteren Prozessen über die
Entlastung von Fachkräften bis hin zu neuen
Geschäftsmodellen. Viele Betriebe stehen jedoch
vor der Frage, welche Einsatzmöglichkeiten für
sie relevant sind und wie der Einstieg gelingt.
Genau hier setzt das Projekt KI für KMU
NiederRhein an: Gemeinsam mit den
wissenschaftlichen Partnern Hochschule
Rhein-Waal, Universität Duisburg-Essen und der
HAN-University of Applied Sciences entwickelt
das Projekt praxisnahe Unterstützungsangebote
für den Mittelstand.
Die
EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) Kreis Wesel
bringt dabei die Perspektiven und Bedarfe der
Unternehmen aus der Region aktiv ein. „Die
Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts
hängt entscheidend davon ab, dass insbesondere
kleine und mittlere Unternehmen die Chancen
neuer Technologien nutzen können.
Mit dem
neuen Veranstaltungskalender schaffen wir einen
niedrigschwelligen Zugang zu regionalem
KI-Know-how und stärken so die Innovationskraft
und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen im
Kreis Wesel“, sagt Landrat Ingo Brohl. Eine
umfangreiche Bedarfsanalyse des
Projektkonsortiums zeigt: Unternehmen wünschen
sich vor allem verständliche Informationen,
konkrete Praxisbeispiele und den direkten
Austausch mit Expertinnen und Experten.
Der neue Veranstaltungskalender greift diese
Anforderungen auf und bietet Unternehmen einen
einfachen Zugang zu passenden Formaten – von
ersten Grundlagen über praxisnahe Workshops bis
hin zu Austausch- und Unterstützungsangeboten.
„Unsere Veranstaltungen sollen Unternehmen nicht
nur informieren, sondern ihnen konkrete
Orientierung für den Einsatz von KI im eigenen
Betrieb geben.
Die Teilnehmenden lernen
praxisnahe Anwendungsbeispiele kennen, können
ihre Fragen mit Expertinnen und Experten
besprechen und nehmen Impulse mit, die sie
direkt weiterentwickeln können“, sagt Julian
Hüsken, Projektmanager des Projekts KI für KMU
NiederRhein bei der EntwicklungsAgentur
Wirtschaft Kreis Wesel. Da viele Formate
interaktiv gestaltet sind und die
Teilnehmerzahlen begrenzt sind, empfiehlt das
Projektteam eine frühzeitige Anmeldung.
Das Projekt KI für KMU NiederRhein wird von der
Europäischen Union kofinanziert und durch das
Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des
EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 gefördert.
Moers: Bürgermeisterin Zupancic
verwandelt Foyer in Galerie
In eine kleine Galerie verwandelt sich wieder
das Foyer des Büros von Bürgermeisterin Julia
Zupancic. Bis 20. Oktober stellen zwölf Moerser
Künstlerinnen und Künstler unter dem Motto
‚Farbenspiel‘ ihre Werke aus. Zu sehen sind
passend zum Titel sind besonders farbenfrohe und
florale Bilder.

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat erneut
Künstlerinnen und Künstler eingeladen, Werke im
Foyer ihres Büros auszustellen (r.). (Foto: pst)
„Das sieht wirklich schön aus –
besonders durch die abwechslungsreichen Farben“,
freute sich Bürgermeisterin Julia Zupancic bei
der Eröffnung am Dienstag, 21. Juli.
Passenderweise heißt ein Bild ‚Bunt ist meine
Lieblingsfarbe“. Als Techniken haben die
Künstlerinnen und Künstler beispielsweise
Acrylfarbe, Kreide oder Wasserfarbe verwendet.
Bereits vorher war eine Ausstellung mit
dem Titel ‚Magische Orte‘ im Foyer zu sehen. Die
Idee, den Raum zu nutzen, hatte Bürgermeisterin
Zupancic beim Moerser Kunstfrühling geäußert.
Damit möchte sie Künstlerinnen und Künstlern aus
der Region eine zusätzliche Plattform für die
Präsentation ihrer Arbeiten bieten.
Interessierte haben die Möglichkeit, die
ausgestellten Bilder zu kaufen. Beteiligt sind
dieses Mal an der Ausstellung Nadine Balzani,
Christine Cleef, Carola Günther, Jutta Hofmann,
Gaby Kienle, Claudia Lottkus, Silvan Olzog,
Werner Plenkmann, Marianne Pütz, Karena Seidel,
Helga Steneberg und Dagmar Winkler.
Interessierte können die Ausstellung während der
Öffnungszeiten des Rathauses im Foyer des Büros
der Bürgermeisterin, 1. Etage im Nordflügel,
besuchen. Wer Interesse an einem der Werke hat,
kann sich an Michaela Sämisch wenden, Telefon: 0
28 41 / 201-206, E-Mail: michaela.saemisch@moers.de.
Moers: In den Ferien Sagen,
Mären und Legenden im Musenhof entdecken
Tief in das Leben des Mittelalters
eintauchen, können Kinder von sechs bis zwölf
Jahren wieder beim Ferienprogramm im
Grafschafter Musenhof. „Das Angebot besteht seit
2010 – seitdem es den Musenhof gibt“, erläutert
Museumsleiterin Diana Finkele.

Ramona Stenger und Diana Finkele (v.l.) freuen
sich auf das Ferienprogramm im Grafschafter
Musenhof, das ab 10. August für drei Wochen
angeboten wird. (Foto: pst)
Vom 10. bis
28. August können Kinder unter dem Motto ‚Sagen,
Mären, Legenden‘ Wissenswertes über Heldinnen,
Helden Ritter, Burgfräulein, Drachen, magische
Tiere, Heilige und Wunder erfahren. Dabei
erwarten die Kinder ganz viele Geschichten wie
das Nibelungenlied oder die „Mären“ „Sieben
Schwäne“ und „Das Eselchen“.
„Diese
Geschichten sind voller Moral, aber auch Witz“,
erklärt Kulturpädagogin Ramona Stenger. Die
Texte zu den „Mären“ sind aus dem Mittelalter
überliefert. Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen
Team möchte Ramona Stenger die Kinder für diese
Geschichten begeistern. Heiliger Gral aus Ton
und eigenes Ritterschild Bei der Ferienfreizeit
in der mittelalterlichen Spiel- und Lernstadt
geht es natürlich nicht nur um das Zuhören,
sondern die Kinder können frei spielen und sich
verkleiden oder an einer der Bastelaktionen
teilnehmen.
Beispielsweise können sie
ihren eigenen „Heiligen Gral“ aus Ton
herstellen, ihr eigenes Wappen sticken, Münzen
prägen oder ein Ritterschild gestalten. Bis auf
letztere sind alle Bastelaktionen kostenfrei.
Jede Woche steht unter einem anderen
Titel. Vom 10. bis 14. August heißt das Motto
„Was Sagen uns sagen!“. Dabei geht es unter
anderem um die Ritter der Tafelrunde und König
Artus. Vom 17. bis 21. August entdecken die
Kinder bei „Was Mären uns bescheren“
unterhaltsame Geschichten voller Humor,
Einfallsreichtum und überraschenden Wendungen.
„Was Legenden uns spenden!“ vom 24. bis
28. August handelt von mutigen Menschen wie
Gregorius, der schwierige Herausforderungen
meistert und gegen einen Drachen kämpfen muss.
Das Ferienprogramm findet vom 10. bis 28.
August, jeweils montags bis freitags von 10 bis
13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt
ist frei. Täglich können Eltern eines der
Zeitfenster wählen.
Eine Anmeldung ist
nicht nötig. Eine Platzgarantie kann nicht
gegeben werden. Das Grafschafter Museum bittet
die Eltern darum, auf dem Wetter angepasste
Kleidung der Kinder zu achten. Zudem sollten
die Kinder ausreichend Wasser, Essen und
Sonnenschutz mitbringen. Bei Gewitter wird das
Ferienprogramm ins Schloss verlegt.
ISG hat Schönes mit Moers vor
„Herzlichen Glückwunsch zur neuen Position!“
Zu einem Kennenlerntermin begrüßte
Bürgermeisterin Julia Zupancic Tanja Sauerborn
und Gudrun Berns am 21. Juli. Die beiden Frauen
sind neue Vorsitzende der „Immobilien- &
Standortgemeinschaft Moers Innnenstadt e.V.“ –
kurz ISG Moers.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit zwischen ISG
Moers und Stadtverwaltung: Tanja Sauerborn,
Gudrun Berns, Bürgermeisterin Julia Zupancic und
Achim Reps (v.l.). (Foto: pst)
Begleitet
hat sie der ehemalige Vorsitzende Achim Reps,
der dem Verein für ein Projekt weiter zur
Verfügung steht. Das Ziel des Vereins ist, die
Innenstadt „lebendig, attraktiv und
wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten.“ Im
aktuellen Flyer verspricht die ISG:
„Hallo Moers, wir haben Schönes mit Dir vor!“
Stadt unterstützt bei Sicherung der
Weihnachtsbeleuchtung Ebenfalls neu im Vorstand
sind Greta-Marie Schlootz als Schatzmeisterin
und Maike Leese als Schriftführerin. Zum Start
des neuen Vorstands im Frühjahr gab es direkt
die Herausforderung, dass festgestellt wurde,
dass die Halterungen für die
Weihnachtsbeleuchtung an Gebäuden in der
Altstadt marode sind.
Im Mai hatte der
Rat der Stadt Moers aber bereits beschlossen,
der ISG maximal 120.000 Euro für Untersuchung
und notwendige Erneuerung als Zuschuss zu
gewähren. Neue Mitglieder zur Stärkung des
Vereins gesucht Ein Thema für das kommende Jahr
ist der Coca-Cola-Truck, der in der
Vorweihnachtszeit an einem zentralen Platz in
der Innenstadt stehen soll.
Aktuell muss
sich der Vorstand um die Akquise von neuen
Mitgliedern kümmern, damit die Vereinsarbeit
gesichert bleibt. Durch die Mitgliedsbeiträge
sowie den Zuschuss der Stadt Moers, des
Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung und dem Ministerium für Bauen,
Wohnen und Stadtentwicklung konnten in der
Vergangenheit mehrere Maßnahmen umgesetzt
werden.
Dazu zählen beispielsweise die
Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung, die
künstlerische Gestaltung der Stromkästen und die
Modenschau in der Altstadt. Zudem hat die ISG
Aktionen mitfinanziert, wie zum Beispiel die
Veranstaltung TeaTime oder das Heimatshoppen.
Kontakt zur ISG Moers: Internetseite: www.isg-moers.de
E-Mail: info@isg-moers.de
Kleve:
Radvorrangroute entlang des Spoykanals offiziell
eröffnet Entspannt radeln direkt am
Wasser: Der Radweg entlang des Spoykanals samt
Brücke über den Tweestrom ist eröffnet. Mit dem
Bau der Trasse hat die Stadt Kleve einen
wichtigen Lückenschluss im Radverkehrsnetz
zwischen Innenstadt, Gewerbegebiet und den
Ortsteilen erreicht. Bürgermeister Markus Dahmen
lud am Montag zur offiziellen Einweihung der
fertiggestellten Strecke ein.
Bürgermeister Markus Dahmen (Mitte)
eröffnete den neuen Radweg am Montagnachmittag
mit dem Technischen Beigeordneten Christian
Bomblat (vorne links) und der
Radverkehrsbeauftragten Pascale van Koeverden
(vorne rechts).
Auf rund 1,55 km Länge
verbindet die neue Trasse entlang des Spoykanals
die Benzstraße im Süden mit der Straße
Spyckscher Baum im Norden. Optisches und
technisches Highlight des Projektes: Zur Querung
des Tweestroms, eines schmalen Altrheinarms
direkt am Parkplatzbereich der Benzstraße, wurde
eigens eine Radwegbrücke errichtet. Nachdem die
vorbereitenden Arbeiten bereits Anfang 2025
begonnen hatten und die eigentlichen Bauarbeiten
im November 2025 aufgenommen wurden, konnte das
Projekt Anfang Juli 2026 erfolgreich
abgeschlossen werden.

Brücke Radweg Spoykanal 2
Einweihung
Radvorrangroute-2 Als Maßnahme des
Mobilitätsentwicklungskonzeptes sowie des
Klimaschutzfahrplans der Stadt Kleve trägt die
Radvorrangroute zu einem sicheren, komfortablen
und schnellen Radverkehr in Kleve bei, wie
Bürgermeister Markus Dahmen vor Ort betont:
„Beim Radweg entlang des Spoykanals geht es
darum, eine direkte und sichere Verbindung
zwischen der Klever Innenstadt, dem
Gewerbegebiet und den Ortsteilen zu bieten, um
den Umstieg auf das Rad zu fördern.“

Berufspendlerinnen und Berufspendler profitieren
davon genauso wie Schülerinnen und Schüler sowie
Touristinnen und Touristen. Mobilitätsmanagerin
Pascale van Koeverden ergänzt: „Die
Radvorrangroute bietet beste Bedingungen und
hohen Komfort für den Umstieg auf das Rad im
Alltag und in der Freizeit. Damit leistet sie
einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Klima
und Umwelt“.
Einweihung Radwegbrücke-2

Die asphaltierte Radvorrangroute ist drei Meter
breit und erlaubt damit auf ihrer kompletten
Länge einen reibungslosen Begegnungsverkehr.
Auch die Kurvenradien sind so bemessen, dass
problemlos höhere Geschwindigkeiten gefahren
werden können. Gerade für Nutzerinnen und Nutzer
von E-Bikes ist das angenehm. Entlang der Trasse
fällt der Blick auf den Spoykanal. An den
Streckenrändern wurden Artenschutzzäune
errichtet und Wildhecken gepflanzt. Sie bieten
heimischen Vögeln und Insekten Schutz und
Nahrung. Im Sinne des Artenschutzes wurde auf
eine Beleuchtung der Strecke verzichtet.
Die Querung des Tweestroms ermöglicht eine
schlanke Rohrbogenbrücke aus Stahl mit
abgehängter Fahrbahn. Ihre Stützweite zwischen
den Widerlagern beläuft sich auf ca. 25 m,
zwischen den Geländern ist mit vier Metern
lichter Breite genug Platz für den Radverkehr.
Bei schlechter Witterung und nasser Fahrbahn
bietet der Bodenbelag aus rutschhemmendem
Kunststoff in Holzbohlen-Optik ausreichenden
Halt für eine sichere Fahrt.
Der Bau des
Radwegs am Spoykanal samt Radwegbrücke wird im
Rahmen der Förderrichtlinie Nahmobilität sowie
der Stadt und Land Förderung durch das
Bundesverkehrsministerium unterstützt.
Berechnungen zum Projektstart haben Gesamtkosten
in Höhe von 4,7 Mio. Euro veranschlagt. Der
Fördermittelgeber hat auf dieser Basis 4,46 Mio.
Euro an Fördergeldern bewilligt.
Insbesondere durch deutliche Kostenreduzierungen
beim Radwegbau fallen die tatsächlichen
Baukosten nun geringer aus, sodass sich auch die
Fördersumme entsprechend verringert. Die Stadt
Kleve geht von Gesamtkosten in Höhe von rund 3
Mio. Euro aus. Genaue Summen werden im Rahmen
der Endabrechnung ermittelt.

NRW-Inflationsrate
liegt im Juli 2026 bei 2,7 %
* Kraftstoffpreise
zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 23,2 %
gestiegen * Preise für Nahrungsmittel im
Juli 2026 um 0,2 % niedriger als vor einem Jahr
* Dienstleistungen der häuslichen Alten- und
Behindertenpflege im selben Zeitraum um 11,8 %
gestiegen
Die
Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen
als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum
Vorjahresmonat – liegt im Juli 2026 bei 2,7 %.
Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg
der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Juni
2026) um 0,9 %. Der Verbraucherpreisindex unter
Ausschluss der Preisentwicklung bei
Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als
Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Juli
2025 und Juli 2026 um 2,5 % gestiegen.

Vorjahresvergleich:
Nahrungsmittelpreise sinken um 0,2 % Z
wischen Juli 2025 und Juli 2026 sind
die Nahrungsmittelpreise um durchschnittlich
0,2 % gesunken. Deutlich günstiger angeboten als
vor einem Jahr wurden Speisefette und -öle
(−17,1 %), darunter insbesondere Butter
(−33,7 %). Dies galt auch für Molkereiprodukte
wie teilentrahmte Milch (−11,7 %), Vollmilch
(−9,6 %) sowie Käse und Quark (−7,6 %).
Die Preise für Eier hingegen sind binnen
Jahresfrist um 14,8 % gestiegen.
Die Energiepreise entwickelten sich weiterhin
gegenläufig: Während Strom und Gas zwischen Juli
2025 und Juli 2026 Preisrückgänge verzeichneten
(−5,0 % bzw. −1,1 %), wurde insbesondere Heizöl
deutlich teurer angeboten (+23,1 %) als vor
einem Jahr.
Die Preise für Kraftstoffe
liegen seit Februar 2026 über dem Niveau der
entsprechenden Vorjahresmonate: Im Juli 2026
mussten Autofahrende für Kraftstoffe 23,2 % mehr
bezahlen als im Juli 2025 (darunter Diesel
+26,4 % und Benzin +22,4 %). Die Preise
für Dienstleistungen in Gaststätten stiegen
zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 3,2 %.
Preissteigerungen verzeichneten u. a. auch
Dienstleistungen sozialer Einrichtungen
(+6,6 %), darunter insbesondere die
Dienstleistungen der häuslichen Alten- und
Behindertenpflege (+11,8 %).
Vormonatsvergleich: Preisrückgänge bei Herren-
und Damenbekleidung Die Preisentwicklung
zwischen Juni 2026 und Juli 2026 war u. a. durch
die Rücknahme des Tankrabatts durch die
Bundesregierung und dem Sale im
Bekleidungseinzelhandel geprägt: Mit dem Wegfall
des sogenannten „Tankrabatts” stiegen die Preise
für Diesel um 20,0 % und Benzin um 15,8 %.
Der „Sale” führte bei Herrenbekleidung zu
Preisrückgängen um 5,1 %, bei Damenbekleidung um
4,8 %. Preisrückgänge im Bereich
der Nahrungsmittel verzeichneten beispielsweise
Stein- oder Kernobst wie Pfirsiche und Kirschen
(−13,0 %), Tomaten (−10,8 %) und Möhren
(−10,4 %). Teurer wurden Gurken (+54,3 %), Quark
(+6,8 %) und Äpfel (+4,5 %).
Verbraucherpreisindex für NRW (Basisjahr 2020 =
100) im Juli 2026 – vorläufige Ergebnisse
(Wichtige Preisveränderungen)
Anbauflächen
für Sojabohnen in Deutschland von 2016 bis 2025
um 174,1 % gestiegen • Heimische
Erntemenge von Sojabohnen von 2016 bis 2025 mehr
als verdreifacht (+202,8 %) •
Sojabohnen-Importe (3,4 Millionen Tonnen)
übersteigen heimische Erntemenge (130 800
Tonnen) 2025 deutlich • EU-weit sind die
Anbauflächen für Sojabohnen von 2016 bis 2025 um
22,1 % gestiegen
Soja
wird nicht nur als Futtermittel in der
Nutztierhaltung eingesetzt, sondern auch zur
Herstellung von Nahrungsmitteln wie etwa Tofu
oder Sojajoghurt. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt, sind die Anbauflächen für
Sojabohnen in Deutschland vom Jahr 2016, für das
erstmals Zahlen zu Sojabohnen erhoben wurden,
bis zum Jahr 2025 um 174,1 % gestiegen.
Im vergangenen Jahr wurden auf insgesamt 43 300
Hektar Sojabohnen angebaut – mehr als die Hälfte
(52,7 %) davon in Bayern. 2016 waren es
deutschlandweit noch 15 800 Hektar. Der Anteil
der Anbaufläche für Sojabohnen an der gesamten
landwirtschaftlich genutzten Fläche lag 2025 bei
0,3 %.

Mehr als die Hälfte der deutschen Sojaernte
aus Bayern Auch die Ernte von Soja ist
entsprechend stark gestiegen. Von 2016 bis 2025
hat sich die Erntemenge von Sojabohnen von
43 200 Tonnen auf 130 800 Tonnen mehr als
verdreifacht (+202,8 %). Den Großteil der
deutschen Sojaernte gab es 2025 in Bayern
(57,3 %), gefolgt von Baden-Württemberg (18,0 %)
und Sachsen-Anhalt (6,9 %).
Knapp zwei
Drittel aller Sojabohnen-Importe aus den USA
Einen deutlich größeren Anteil der Versorgung
mit Soja machen die Importe von Sojabohnen aus.
Im Jahr 2025 wurden
3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland
eingeführt, 8,4 % mehr als im Jahr 2016 mit
3,1 Millionen Tonnen. Größte
Sojabohnen-Lieferanten waren 2025 die
Vereinigten Staaten mit 2,2 Millionen Tonnen.
Das waren knapp zwei Drittel (64,1 %) der
Importmenge.
Weitere wichtige
Lieferanten waren Brasilien (16,5 %) und die
Ukraine (9,0 %). Italien mit EU-weit größten
Anbauflächen für Sojabohnen In der Europäischen
Union (EU) sind die Anbauflächen von Sojabohnen
prozentual weniger stark gestiegen als in
Deutschland. Nach Angaben der
EU-Statistikbehörde Eurostat wurde im Jahr 2025
auf insgesamt 1,0 Millionen Hektar Sojabohnen
angebaut. Das war gut ein Fünftel (22,1 %) mehr
als 2016.
Damals lagen die Anbauflächen
für Sojabohnen bei 831 200 Hektar. Mit rund
2,8 Millionen Tonnen war die Sojaernte in der EU
2025 knapp ein Zehntel (+9,9 %) höher als 2016
mit 2,5 Millionen Tonnen. Wegen schwankender
Erträge fielen die Ernten in einzelnen
Zwischenjahren aber auch höher aus, etwa 2018
und 2024.
Wichtigster Produzent
von Sojabohnen in der EU war 2025 Italien
(297 800 Hektar Anbaufläche,
1,1 Millionen Tonnen Ernte), gefolgt von
Frankreich (150 200 Hektar, 391 900 Tonnen).
Zusammen entfielen auf die zwei Staaten 44,1 %
der Anbaufläche und gut die Hälfte (53,5 %) der
Ernte von Sojabohnen in der EU. Deutschland
hatte 2025 mit 4,3 % der Anbaufläche und 4,7 %
der Ernte einen vergleichsweise kleinen Anteil
an der gesamten Sojaproduktion in der EU.
Importpreise im Juni 2026: +6,1
% gegenüber Juni 2025 -0,7 % zum
Vormonat Exportpreise, Juni 2026 +3,5 %
zum Vorjahresmonat +0,1 % zum Vormonat
Die Importpreise waren im Juni 2026 um 6,1 %
höher als im Juni 2025. Im Mai 2026 hatte die
Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat
bei +6,8 % gelegen, im April 2026 bei +5,3 %.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter
mitteilt, fielen die Einfuhrpreise im Juni 2026
gegenüber Mai 2026 um 0,7 %.

Die Exportpreise waren im
Juni 2026 um 3,5 % höher als im Juni 2025.
Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem
Vorjahresmonat seit Februar 2023 (+6,6 %
gegenüber Februar 2022). Im Mai 2026 hatte die
Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat
bei +3,4 % gelegen, im April 2026 bei +2,9 %.
Gegenüber Mai 2026 stiegen die Ausfuhrpreise im
Juni 2026 geringfügig um 0,1 %.
Importierte Vorleistungsgüter und Energie im
Zuge des Iran-Kriegs stark verteuert Den
größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der
Importpreise hatte im Juni 2026 gegenüber
Juni 2025 erneut der Anstieg der Preise für
Vorleistungsgüter mit +10,3 % (-0,1 % gegenüber
Mai 2026) und für Energie mit +23,9 % (-6,6 %
gegenüber Mai 2026). Bei den Vorleistungsgütern
waren insbesondere Nicht-Eisen-Metalle und deren
Halbzeug mit +27,5 % deutlich teurer als im
Vorjahresmonat, darunter Edelmetalle und deren
Halbzeug mit +34,5 % und Kupfer und Halbzeug
daraus mit +30,3 %.
Auch die Preise für
importierte Düngemittel und
Stickstoffverbindungen lagen deutlich über denen
von Juni 2025 (+28,3 %), ebenso die Preise für
Kunststoffe in Primärformen (+23,8 %). Besonders
stark wirkte sich der Krieg im Nahen Osten
weiterhin auf die Energiepreise im
Vorjahresvergleich aus. Im Vergleich zu
Juni 2025 stiegen die Importpreise für
elektrischen Strom (+70,8 %),
Mineralölerzeugnisse (+36,0 %), Erdöl (+32,1 %),
Steinkohle (+12,1 %) und Erdgas (+8,3 %)
deutlich.
Im Vergleich zum Vormonat
Mai 2026 wurde insbesondere elektrischer Strom
(+12,7 %) teurer. Nur moderat stiegen im
Vormonatsvergleich die Preise für Steinkohle
(+1,3 %) und Erdgas (+0,5 %). Dagegen sanken
gegenüber Mai 2026 die Preise für Erdöl
(-12,6 %) und Mineralölerzeugnisse (-9,9 %).
Während die Preise für importierten
Flugturbinenkraftstoff aus Kerosin mit -18,1 %,
für schweres Heizöl mit -13,8 % sowie für
Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl mit -12,6 %
gegenüber dem Vormonat sanken und auch
Motorenbenzin um -7,4 % billiger wurde,
verteuerten sich im Vergleich zu Mai 2026
insbesondere Schmier- und andere Öle um 16,5 %.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise
stiegen die Importpreise im Juni 2026 gegenüber
dem Vorjahresmonat um 4,3 % (+0,1 % gegenüber
Mai 2026). Lässt man nur Erdöl und
Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der
Importpreisindex 4,7 % über dem Stand von
Juni 2025 (+0,2 % gegenüber Mai 2026). Auch
importierte Investitionsgüter waren im
Vorjahres- und im Vormonatsvergleich teurer, und
zwar um 2,9 % gegenüber Juni 2025 und um 0,5 %
gegenüber Mai 2026.
Importierte
landwirtschaftliche Güter und Konsumgüter
günstiger als im Vorjahr Importierte
landwirtschaftliche Güter waren im Juni 2026 im
Durchschnitt 6,5 % billiger als im
Vorjahresmonat (-2,0 % gegenüber Mai 2026). Die
Preise für Rohkakao lagen 42,4 % unter denen von
Juni 2025, stiegen jedoch im Vormonatsvergleich
gegenüber Mai 2026 um 8,1 %.
Auch
lebende Schweine waren mit -32,1 % günstiger als
im Juni 2025. Im Vormonatsvergleich waren sie
mit -9,2 % ebenfalls deutlich billiger. Auch
Rohkaffeeimporte kosteten 7,2 % weniger als vor
einem Jahr, aber 2,5 % mehr als im Vormonat. Für
importiertes Getreide wurde im Juni 2026 weniger
bezahlt als im Juni 2025 (-4,4 %), gegenüber
Mai 2026 wurde es aber 0,5 % teurer.
Importierte Konsumgüter (Ge- und
Verbrauchsgüter) waren im Juni 2026 um 0,8 %
preiswerter als im Vorjahr (+0,2 % gegenüber
Mai 2026). Während die Preise für Gebrauchsgüter
0,7 % über denen von Juni 2025 lagen (+0,2 %
gegenüber Mai 2026), waren Verbrauchsgüter im
Vorjahresvergleich 1,2 % billiger (+0,1 %
gegenüber Mai 2026).
Für Nahrungsmittel
allgemein musste 6,4 % weniger bezahlt werden
als im Juni 2025 (-0,5 % gegenüber Mai 2026).
Preisrückgänge gab es unter anderem bei
Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (-48,6 %),
Schweinefleisch (-23,8 %) sowie Frucht- und
Gemüsesäften (-26,3 %).
Teurer als im
Juni 2025 waren unter anderem geschälte
Haselnüsse (+21,3 %). Auswirkungen des
Iran-Kriegs auch bei Exportpreisen deutlich
spürbar: Hohe Preisanstiege für exportierte
Vorleistungsgüter und Energie Bei den
Exportpreisen hatte der Anstieg der Preise für
Vorleistungsgüter aufgrund ihres hohen Anteils
am Gesamtindex den größten Einfluss auf die
Vorjahresveränderungsrate.
Die
Vorleistungsgüterpreise lagen im Durchschnitt
6,0 % über denen von Juni 2025 und 0,3 % über
denen von Mai 2026. Bei Investitionsgütern lag
das Preisniveau 1,9 % über dem von Juni 2025
(+0,3 % gegenüber Mai 2026). Zusammen decken
beide Gütergruppen fast 75 % der ausgeführten
Waren ab.
Auch bei den Ausfuhrpreisen
waren weiterhin die Auswirkungen des Iran-Kriegs
zu spüren: Die Preise für Energieexporte lagen
um 26,7 % über denen von Juni 2025, aber um
3,7 % unter denen von Mai 2026. Vor allem die
Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen deutlich
um 32,1 % gegenüber Juni 2025, sanken aber um
9,7 % gegenüber Mai 2026. Darunter waren Exporte
von Flugturbinentreibstoff aus Kerosin um 46,1 %
teurer als im Vorjahr, im Vergleich zum Vormonat
wurden sie jedoch preiswerter (-19,6 %). Auch
Erdgas war gegenüber Juni 2025 teurer (+12,7 %).
Gegenüber Mai 2026 stiegen die Preise um
0,3 %. Exportierte Konsumgüter (Ge- und
Verbrauchsgüter, Exportanteil zusammen rund
21 %) waren 0,3 % teurer als im Juni 2025.
Während die Preise für Gebrauchsgüter 1,9 % über
denen von Juni 2025 lagen (+0,2 % gegenüber
Mai 2026), waren die Preise für Verbrauchsgüter
0,1 % niedriger als im Vorjahresmonat (+0,4 %
gegenüber Mai 2026).
Bei den
Verbrauchsgütern sanken insbesondere die Preise
für Nahrungsmittel (-5,9 % gegenüber Juni 2025
und -0,3 % gegenüber Mai 2026). Hier waren unter
anderem die Preise für Kakaomasse, Kakaobutter,
Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver mit -29,2 %
deutlich niedriger als im Juni 2025 (-5,6 %
gegenüber Mai 2026). Schweinefleisch wurde zu
25,2 % niedrigeren Preisen als im Juni 2025
exportiert (-4,6 % gegenüber Mai 2026).
Auch Milch und Milcherzeugnisse waren mit -9,8 %
im Durchschnitt billiger als vor einem Jahr
(+1,5 % gegenüber Mai 2026), darunter besonders
Butter und andere Fettstoffe aus Milch mit
-45,2 % gegenüber Juni 2025 (-1,7 % gegenüber
Mai 2026). Landwirtschaftliche Güter wurden
6,2 % preiswerter exportiert als im
Vorjahresmonat. Gegenüber Mai 2026 fielen die
Preise hier um 1,4 %.
Frisches Wasser für den Königsee: Enni reinigt
das Becken nach Ende der Brut- und Setzzeit
Der Königsee in der Moerser
Innenstadt erhält nach dem Ende der Brut- und
Setzzeit in Kürze seine jährliche Reinigung. Ab
dem 3. August lassen Mitarbeitende der ENNI
Stadt & Service Niederrhein (Enni) das Wasser
aus dem künstlich angelegten Teich ab.
Anschließend entfernen die Grünflächenkolonne
und ein Fachunternehmen Schlamm und
Ablagerungen, bevor das Becken wieder mit 2.500
Kubikmeter Grundwasser befüllt wird.
Die
Arbeiten erfolgen im Auftrag der Stadt Moers und
werden voraussichtlich bis zum 7. August dauern.
Dabei hat Enni auch die tierischen Bewohner des
Gewässers im Blick. „Erfahrungsgemäß zeigen sich
die Enten von der Maßnahme wenig beeindruckt.
Sie weichen meist in den nahegelegenen Bereich
des Moersbachgrabens aus und kehren nach der
Reinigung schnell wieder zurück“, sagt
Teamleiterin Marlene Karmann.
In
diesem Zusammenhang appelliert Enni erneut an
Bürgerinnen und Bürger, die Wasservögel nicht zu
füttern. Brot und andere Essensreste verbleiben
häufig im Wasser, verschlechtern die
Wasserqualität und fördern das Algenwachstum.
Besonders in heißen Sommern kann das Gewässer
dadurch erheblich belastet werden. „Wer keine
Essensreste in den See wirft und Abfälle
ordnungsgemäß entsorgt, hilft mit, den Königsee
und sein Umfeld sauber und attraktiv zu halten“,
so Karmann.
‚Plauderbank in
Meerbeck‘ – Ein Platz für Begegnung und
Gespräche Ein offener Treffpunkt
für Gespräche und Begegnungen in Meerbeck: An
unterschiedlichen Orten im Stadtteil wird für
einen festgelegten Zeitraum eine Sitzbank zur
Plauderbank. Am Mittwoch, 5. August, läuft das
Projekt ‚Plauderbank‘ von 10 bis 12 Uhr vor dem
Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstr. 43b.

Foto: KI-generiert
Weitere Termine und
Orte werden in Kürze noch bekannt gegeben.
Ehrenamtlich Engagierte stehen in dieser Zeit
als Gesprächs- und Zuhörerinnen und Zuhörer zur
Verfügung. Ob ein kurzer Plausch, ein erstes
Kennenlernen oder ein längeres Gespräch – die
Plauderbank bietet Raum für Austausch und stärkt
das Miteinander im Stadtteil. Das Konzept
richtet sich an alle Generationen.
Es
soll Einsamkeit entgegenwirken, Nachbarschaft
fördern und Gemeinschaft im Stadtteil erlebbar
machen. Begleitet wird das Projekt von der
Leitstelle Älterwerden und der
Freiwilligenzentrale Moers in Trägerschaft der
Grafschafter Diakonie. Weitere Information
erhalten Sie im Stadtteilbüro Neu Meerbeck, stadtteilbuero.meerbeck@moers.de,
Tel. 0 28 41 / 204 530.
Moers:
Eheleute Luise und Wolfgang Beyer feierten
Gnadenhochzeit Zu einem besonderen
Termin war die stellvertretende Bürgermeisterin
Claudia van Dyck am Donnerstag, 23. Juli, bei
Luise und Wolfgang Beyer in Repelen zu Gast. Sie
haben an dem Tag ihre Gnadenhochzeit (70 Jahre)
gefeiert.

Luise und Wolfgang Beyer freuten sich über den
Besuch der stellvertretenden Bürgermeisterin
Claudia van Dyck zu ihrer Gnadenhochzeit. (Foto:
privat)
Die stellvertretende
Bürgermeisterin gratulierte dem Ehepaar herzlich
zu diesem schönen Anlass. Der Besuch überraschte
und ehrte die beiden ungemein. Dass sie ihre
Gnadenhochzeit noch bei relativ guter Gesundheit
und vor allem geistiger Fitness erleben durften,
betrachten die beiden als Geschenk. Der
eigentliche Tag der Hochzeit war damals der 21.
Juli. Luise Beyer, gebürtige Wessels, wurde am
27. Januar 1937 in Scherpenberg geboren.
Wolfgang Beyer wurde am 20. März 1936 in Breslau
geboren und kam mit seiner Familie über den
‚Umweg‘ Norddeutschland dann 1951 nach
Homberg-Hochheide. Dort startete er mit 15
Jahren eine Ausbildung im Bergbau und wohnte im
Berglehrlingsheim. Luise wuchs mit ihren fünf
Geschwistern in Moers auf, absolvierte dort nach
der Volkschule eine kaufmännische Lehre in einem
Tapetengeschäft in Moers.
Beim Tanzen im
Haus Grünewald kennengelernt 1954 wurde ein
wegweisendes Jahr: Wolfgang beendete seine Lehre
und bekam in Repelen eine Wohnung mit Garten, in
dem das Ehepaar bis heute wohnt. Kurz darauf
lernte er Luise beim Tanzen im damals angesagten
Haus Grünewald in Scherpenberg kennen. 1956
folgte dann die Hochzeit im Rathaus in Utfort.
Bald darauf wurde ihr Sohn Wolfgang junior
geboren.
Da das Wirtschaftswunder in den
50er und 60er Jahren noch keine so großen
Früchte trug, jobbte Luise später nebenbei in
einem Hotel und bei einem Landwirt bis zur
Einschulung des Sohnes. So lebte sie ihre
seinerzeit nicht ungewöhnliche ‚Rolle‘ als
Hausfrau und Mutter, später dann als Oma ihrer
drei Enkelkinder Annabelle, Simon und Fabian.
Trotz des zunächst sehr harten Berufslebens
spielten Lebensfreude, Optimismus und Familie
immer eine große, wichtige Rolle im Alltag des
Ehepaars. Der Familienzusammenhalt war immens,
gemeinsames Kegeln und jede Menge Geburtstage
und Feste lösten sich ab. Zudem ein paar Reisen
kamen dazu.
Wesel:
Stadtwerke und ASG bitten Bürgerinnen und Bürger
um Unterstützung bei der Bewässerung der Bäume
„Eine Gießkanne voll für unsere
Bäume“ Stadtwerke und ASG bitten Bürgerinnen und
Bürger um Unterstützung bei der Bewässerung der
Bäume Die Stadtwerke Wesel GmbH und der ASG
Wesel wenden sich mit einem dringenden Appell an
alle Bürgerinnen und Bürger: Helfen Sie mit,
unsere Bäume durch den Sommer zu bringen!

Besonders Jungbäume leiden unter den
langanhaltenden Hitzeperioden und benötigen
zusätzliche Wassergaben, um gesund durch den
Sommer zu kommen. Die Mitarbeitenden des ASG
sind bei großer Hitze bereits im Dauereinsatz
und wässern die Bäume im Stadtgebiet regelmäßig.
Doch bei anhaltender Trockenheit reicht dies oft
nicht aus. „Gerade unsere Jungbäume sind
besonders empfindlich und brauchen in diesen
Tagen besonders viel Wasser".
Um das
Gießen zu erleichtern, haben die Stadtwerke
Wesel zusammen mit dem ASG Wesel Standrohre
installiert, an denen Bürgerinnen und Bürger
kostenfrei Wasser entnehmen können, um durstigen
Straßenbäumen durch die Trockenzeit zu helfen.
„Wir freuen uns auch dieses Jahr über das
Engagement der Bürgerinnen und Bürger und sind
für jede Unterstützung bei der Pflege der Bäume
sehr dankbar“, betonen Stadtwerke
Geschäftsführer Rainer Hegmann und
Betriebsleiter des ASG, Dr. Markus Postulka.
Die Standrohre sind an fünf Stellen im
Stadtgebiet zu finden, und zwar an den
Straßen: Fusternberger Straße, Gabainstraße,
Kolpingstraße, Konrad-Duden-Straße und dem
Mohnweg. Die Stadtwerke und der ASG bitten
daher: Unterstützen Sie durch eine Gießkanne
Wasser unsere Bäume! Jeder Liter hilft und
leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des
Stadtgrüns.
Unabhängig von den
Standrohren besteht im Rahmen eines
Pilotprojekts zudem die Möglichkeit, eine
Gießpatenschaft für einen Jungbaum zu
übernehmen. Haben Sie einen Jungbaum in Ihrer
Nachbarschaft oder vor Ihrer Haustür, den Sie
regelmäßig mit Wasser versorgen möchten? Dann
melden Sie sich gerne beim ASG Wesel. Im Rahmen
des Pilotprojekts können zunächst 15
Gießpatenschaften vergeben werden.
Gemeinsamer Appell zum Schutz des Waldes
und der Natur: Ministerien warnen vor erhöhter
Waldbrandgefahr und zunehmenden Schäden im Wald
Die Hitze kam dieses Jahr früh und die
Trockenheit hält lange an. Vielerorts sind
Wiesen und Wegraine verdorrt, Waldböden zu
trocken, Bäche ausgetrocknet und Bäume, ob in
der Stadt oder im Wald, zeigen schon die erste
Herbstfärbung und dies bereits Mitte Juli.

© MUNV Für die kommenden Tage werden erneut
hohe Temperaturen erwartet – damit steigt auch
wieder das Risiko für Waldbrände: Ab Mittwoch,
29. Juli, gilt landesweit die
Waldbrandgefahrenstufe 3 (erhöhte Gefahr), in
einigen Regionen sogar Stufe 4 (hohe Gefahr),
etwa im waldreichen Südwesten
Nordrhein-Westfalens, aber auch am Niederrhein
sowie im Südosten.
Gemeinsam appellieren
daher das für den Forst zuständige Ministerium
für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das
Ministerium des Innern und das Ministerium für
Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes
Nordrhein-Westfalen, in Wäldern und in der Natur
besonders achtsam zu sein.
Weiterer „FireFighter“ in der Eifel
stationiert Entfacht sich ein Waldbrand,
kommt es auf jede schnelle Hilfe an. Damit auch
im unwegsamen Gelände, an Steilhängen oder im
dichten Baumbestand Waldbrände wirksam bekämpft
werden können, ist im Regionalforstamt
Rureifel-Jülicher Börde seit diesem Juli ein
zweiter „FireFighter“ im Land stationiert und
einsatzbereit. Er verstärkt einen bereits in
Arnsberg im waldreichen Sauerland stationierten
„FireFighter“.
Diese
Brandbekämpfungseinheiten mit 10.000-Liter-Tank
können Flammen in bis zu 50 Meter Entfernung
löschen, wenn sie im Fall eines Waldbrandes von
den Feuerwehren angefordert werden. Die
Speziallöschfahrzeuge des Landes
Nordrhein-Westfalen sind besonders
geländegängig. Ihre Wasserspritze ist um 360
Grad drehbar.
Minister Reul: Wer im Wald
Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die 112
wählen Innenminister Herbert Reul: „Unsere
Feuerwehr ist im Ernstfall die erste und
wichtigste Einsatzkraft vor Ort. Ihr zügiges
Eintreffen entscheidet mit jeder Minute, ob aus
einer Rauchentwicklung ein ausgedehnter
Waldbrand wird.
Deshalb gilt: Wer im
Wald Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die
112 wählen. Die Zufahrten und Waldwege sind
freizuhalten, um die Einsatzkräfte der
Feuerwehren so schnell wie möglich dort hin zu
bringen, wo sie dringend benötigt werden. Nur
wenn alle mithelfen, können unsere
Feuerwehrleute Brände frühzeitig eindämmen und
größeren Schaden verhindern.“
Umweltminister Krischer: Die Natur steht unter
Trockenstress Das Umweltministerium bietet
über sein Umweltportal aktuelle Informationen
zur Waldbrandgefahr sowie einen
Graslandfeuerindex. Dieser zeigt für viele
Regionen in Nordrhein-Westfalen bereits die
Stufe 3 an. Das heißt, ein Feuer kann sich auf
offenen Flächen vergleichsweise leicht entzünden
und ausbreiten, wenn ein Funke überspringt.
Umweltminister Oliver Krischer: „Die Natur
steht unter Trockenstress. Pflanzen und Tiere
leiden, und jeder Brand verschärft die Schäden
an unseren ohnehin beanspruchten Lebensräumen.
In dieser Woche steigt mit jedem Tag die Gefahr
von Gras- und Waldbränden. Deshalb müssen wir
alle gemeinsam verantwortlich aufpassen. Jeder
verhinderte Brand schützt die Natur, die
Einsatzkräfte und die Menschen, die in den
betroffenen Regionen leben.“
Bei den
Bäumen zeigen aktuell Birke, Rotbuche,
Hainbuche, Kirsche, Linde und Ahorn besonders
auffällige Laubverfärbungen, während Eiche,
Esche und die Nadelbaumarten bislang scheinbar
nicht so stark betroffen sind. Grundsätzlich ist
das Phänomen einer vorzeitigen Laubverfärbung
auch nicht neu und aus früheren sommerlichen
Dürreperioden bekannt. Laubbäume reagieren
nach Abschluss des Frühjahrswachstums und der
Anlage der Blatt- und Blütenknospen,
insbesondere in Jahren mit starker
Fruchtbildung, in sommerlichen Dürreperioden mit
frühzeitigem Laubfall und Blattverfärbungen, um
Wasserverluste durch übermäßige Transpiration zu
verringern. In diesem Jahr ist der frühe
Zeitpunkt dieser Reaktion bemerkenswert.
Gleichzeitig begünstigen die
Witterungsbedingungen auch Schadorganismen wie
Borkenkäfer, Prachtkäfer und die von
Trockenstress profitierende Pilzarten, wie z.B.
den Hallimasch, zusätzlich, da sie höhere
Vermehrungs- und Wachstumsraten realisieren
können.
Land stärkt Waldbrandprävention
stetig Um die Wälder in Nordrhein-Westfalen
in Zukunft besser gegen Waldbrände zu schützen,
gibt es ein Waldbrandschutzkonzept der
Landesregierung – ein Werkzeugkasten mit
Elementen, die im Kampf gegen Waldbrände
benötigt werden. Seit Vorstellung des Konzepts
im Jahr 2022 hat sich zum Beispiel die
Zusammenarbeit der Forstämter und Feuerwehren
durch stetige gemeinsame praktische Übungen
stark verbessert.
Zudem hat die
Landesforstverwaltung die Ausbildung der
Feuerwehren im Bereich
Vegetationsbrandbekämpfung gestärkt. Seit Beginn
der Waldbrandsaison 2024 ist das „Fire
Watch“-Waldbrand-Früherkennungssystem in der
Region Niederrhein aktiv, ein Pilotprojekt zur
halbautomatischen Waldbrandüberwachung mit
Kamerasystemen. Des Weiteren hat die
Landesforstverwaltung flächendeckend Schilder im
Wald in Nordrhein-Westfalen aufgestellt, um
Besucher des Waldes über Waldbrandgefahren zu
informieren.
Über das Internetportal
www.waldinfo.nrw werden verschiedene digitale
Karten zur Unterstützung von Waldbrandvorsorge
und -abwehr, zu vorhandenen Waldwegen, die auch
für Feuerwehrfahrzeuge befahrbar sind, und
verfügbaren Löschwasserstellen angeboten. Diese
Karten stehen auch den Feuerwehren zur einfachen
Nutzung für Einsatzplanungen zur Verfügung.
Wie entsteht Waldbrandgefahr? Ob es zu
einem Waldbrand kommt, hängt maßgeblich von
Witterungseinflüssen wie Hitze, Trockenheit und
intensiver Sonneneinstrahlung ab. Entscheidend
ist allerdings meist das Verhalten des Menschen:
Die meisten Waldbrände werden durch
Unachtsamkeit verursacht. Weggeworfene
Zigarettenkippen, Grill- oder Lagerfeuer oder
unerlaubt abgestellte Fahrzeuge auf trockener
Vegetation können Brände auslösen. Gerade im
Frühjahr und Sommer herrscht in
Nordrhein-Westfalen regelmäßig eine erhöhte
Waldbrandgefahr.
Wesel Widmung von Straßen, Wegen und
Plätzen Mit der Widmung erhalten
Straßen die Eigenschaft einer öffentlichen
Straße im Sinne des Straßen- und Wegegesetzes
des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Rat der
Stadt Wesel hat in seiner Sitzung vom 19.05.2026
die Widmung von Verkehrsteilflächen der Straßen
"Schwarzer Weg" und "Aaper Weg" beschlossen.
Die Widmung wurde am 17.07.2026 im
Amtsblatt der Stadt Wesel öffentlich
bekanntgemacht. Das Amtsblatt der Stadt Wesel
ist unter abi.wesel.de,
der entsprechende Auszug des Amtsblattes hier online
abrufbar. Kontakt
Herr Pieper Telefon: 02
81 / 2 03 2407 E-Mail: bauleitplanung@wesel.de
Kidsparade bringt Musik, Tanz und
Ferienstimmung in die Moerser Innenstadt
Musik und fröhliche Kinderstimmen erfüllten
am Dienstag, 28. Juli, die Moerser Innenstadt:
Rund 800 Kinder aus den sechs Spielpunkten der
Tummelferien zogen gemeinsam mit ihren
Betreuerinnen und Betreuern singend und tanzend
von der Gebrüder-Grimm-Schule über die Homberger
Straße bis zum Altmarkt.

Die Feuerwehr Moers sorgte bei der Kidsparade
für Abkühlung am Moerser Schloss.
Entlang
der Strecke sorgte der bunte Zug für viele
lächelnde Gesichter und begeisterte
Zuschauerinnen und Zuschauer. Auch das Team des
Kinder- und Jugendbüros heizte die Stimmung
kräftig an. „Gib mir ein T – U – M – M – E – L –
F – E – R – I – E – N!“, schallte es über den
Altmarkt und es folgte lautstarker Jubel, bevor
alle Kinder gemeinsam mit viel Begeisterung den
diesjährigen Tummelferien-Tanz präsentierten.
Die eingängige Melodie und die fröhliche
Atmosphäre luden viele Zuschauerinnen und
Zuschauer zum Mitklatschen ein. Anschließend
ging es weiter zum Innenstadt-Spielpunkt am
Freizeitpark, wo es Eis für alle Kinder gab. Ein
besonderes Highlight war die Wasserspritz-Aktion
der Moerser Feuerwehr, die die
Tummelferien-Kinder am Schloss erwartete.
Bei den sommerlichen Temperaturen sorgte sie
für eine willkommene Abkühlung und jede Menge
Spaß. Lachende Kinder, spritzendes Wasser und
ausgelassenes Toben bildeten einen fröhlichen
Abschluss der diesjährigen Kidsparade. Die
Ferienfreizeit wird jedes Jahr vom Kinder- und
Jugendbüro der Stadt Moers organisiert und
gemeinsam mit Partnereinrichtungen angeboten.

Öffentlicher
Schuldenstand steigt um 151,4 Milliarden Euro
auf 2 662,2 Milliarden Euro Der
Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder,
Gemeinden und Gemeindeverbände sowie
Sozialversicherung einschließlich aller
Extrahaushalte) war beim nicht-öffentlichen
Bereich zum Jahresende 2025 mit 2 662,2
Milliarden Euro verschuldet.
Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) nach endgültigen
Ergebnissen weiter mitteilt, entspricht dies
einer Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von
31 887 Euro. Das waren 1 821 Euro oder 6,1 %
mehr als Ende 2024. Zum nicht-öffentlichen
Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige
inländische und ausländische Bereich, zum
Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.

Schulden des Bundes steigen um
6,2 % Der Bund war Ende 2025 mit
1 840,4 Milliarden Euro verschuldet. Der
Schuldenstand stieg damit gegenüber dem
Jahresende 2024 um 6,2 % beziehungsweise
107,7 Milliarden Euro. Auf die Bevölkerungszahl
umgerechnet betrugen die Schulden des Bundes
22 043 Euro pro Kopf (2024: 20 748 Euro).
Anstieg der Länderschulden um 2,9 % Die
Schulden der Länder stiegen Ende 2025 um 2,9 %
(17,5 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahr auf
624,9 Milliarden Euro. Der Schuldenstand der
Länder pro Kopf im Jahr 2025 betrug 7 484 Euro
(2024: 7 273 Euro).
Der stärkste
prozentuale Schuldenanstieg pro Kopf gegenüber
dem Vorjahr wurde Ende 2025 mit +17,1 % für
Sachsen auf 1 736 Euro (2024: 1 482 Euro)
ermittelt, wobei Sachsen wie im Vorjahr die
zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung nach
Bayern (1 448 Euro; 2024: 1 353 Euro) aufweist.
In Baden-Württemberg stiegen die
Pro-Kopf-Schulden um 11,0 % auf 4 295 Euro
(2024: 3 869 Euro) und in Bremen um 9,9 % auf
37 418 Euro (2024: 34 037 Euro).
Lediglich in drei Ländern ging die
Pro-Kopf-Verschuldung zum Jahresende 2025
gegenüber dem Vorjahresende zurück. In
Rheinland-Pfalz sank diese um 2,1 % prozentual
am stärksten auf 6 892 Euro (2024: 7 043 Euro),
während sie sich in Berlin und
Nordrhein-Westfalen jeweils um 1,0 % auf
17 980 Euro (2024: 18 168 Euro) beziehungsweise
9 592 Euro (2024: 9 685 Euro) verringerten.
Der Rückgang in Berlin ist insbesondere auf
die Berichtseinheit "BEN Berlin Energie und
Netzholding GmbH" zurückzuführen, die ab dem
Jahr 2025 nicht mehr zum Sektor Staat gehört und
deren Schulden daher nicht mehr in der
Verschuldung Berlins enthalten sind.
Kommunale Verschuldung erhöht sich wie im
Vorjahr prozentual zweistellig Die Verschuldung
der Gemeinden und Gemeindeverbände wuchs zum
Jahresende 2025 im sechsten Jahr in Folge und
erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 15,4 %
(26,2 Milliarden Euro) auf
197,0 Milliarden Euro.
Daraus ergibt
sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2 550 Euro
(2024: 2 209 Euro) an kommunalen Schulden. Der
stärkste prozentuale Anstieg der
Pro-Kopf-Verschuldung gegenüber dem Vorjahr
wurde mit 28,6 % in Baden-Württemberg auf
1 648 Euro (2024: 1 282 Euro) ermittelt. Danach
folgen die Kommunen in Niedersachsen mit einem
Zuwachs der Pro-Kopf-Verschuldung von 20,9 % auf
2 963 Euro (2024: 2 451 Euro) und in Sachsen von
19,4 % auf 1 065 Euro (2024: 892 Euro).
Lediglich in Thüringen verringerte sich die
Pro-Kopf-Verschuldung auf der kommunalen Ebene
zum Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahresende.
Sie sank um 3,0 % auf 841 Euro (2024: 867 Euro).
Damit wiesen die Kommunen in Thüringen wie im
Vorjahr die zweitniedrigste
Pro-Kopf-Verschuldung aus (nach den Kommunen in
Brandenburg mit 688 Euro). Die
Sozialversicherung war Ende 2025 mit 0,16 Euro
(2024: 0,19 Euro) pro Kopf verschuldet. Die
Gesamtschulden reduzierten sich um
2,5 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro (2024:
16 Millionen Euro).
NRW: Zahl
der Menschen mit Bezug von
Asylbewerberleistungen auf niedrigstem Stand
seit 2013 * Ende 2025 erhielten
70.540 Personen Regelleistungen nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz - 20 % weniger als
ein Jahr zuvor * Zahl der
Leistungsberechtigten in den
Landesaufnahmeeinrichtungen sank 2025 um 46 %
* Häufigste Herkunftsländer waren Syrien,
Türkei und der Irak
Ende 2025 haben 70.540 Menschen in
Nordrhein-Westfalen Asylbewerberleistungen zur
Deckung des täglichen Bedarfs, sogenannte
Regelleistungen, nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bezogen.
Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war das
der niedrigste Stand seit 2013 (damals 57.366
Personen). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl
der Leistungsbeziehenden um 18.015 Personen bzw.
rund ein Fünftel gesunken.

46 % weniger Leistungsberechtigte in
den Landesaufnahmeeinrichtungen
Leistungsberechtigte nach dem AsylbLG werden in
der Regel nach ihrer Ankunft in NRW zunächst in
den Aufnahmeeinrichtungen des
Landes untergebracht und erhalten dort
Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Diese
Leistungen zur Deckung des notwendigen Bedarfs
werden unter anderem als Sachleistungen
erbracht.
Ende 2025 lebten 11.975
Menschen in den Aufnahmeeinrichtungen des
Landes, das waren 46 % weniger als ein Jahr
zuvor. Wer nicht mehr verpflichtet ist, in einer
Aufnahmeeinrichtung des Landes zu wohnen, wird
nach einem Verteilschlüssel den
nordrhein-westfälischen Kommunen zugewiesen.
Die Zahl der kommunal zugewiesenen
Leistungsbeziehenden lag Ende 2025 bei 58.565
Personen und damit um 12 % niedriger als ein
Jahr zuvor. Von ihnen erhielten 63 %, also
36.740 Personen, ebenfalls Grundleistungen nach
§ 3 AsylbLG. Die übrigen 21.825 hatten Anspruch
auf Analogleistungen nach § 2 AsylbLG und
erhielten Leistungen, die der Hilfe zum
Lebensunterhalt nach dem SGB XII entsprechen.
Dieser Anspruch besteht in der Regel
nach 36 Monaten Aufenthalt. Syrien, Türkei und
Irak sind die häufigsten Herkunftsländer Die
fünf häufigsten Herkunftsländer der
Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen
nach dem AsylbLG waren Ende 2025: Syrien,
Türkei, Irak, Afghanistan und der Iran. Mit 53 %
kam etwas mehr als die Hälfte aller Personen mit
Leistungsbezug Ende 2025 aus diesen Ländern.

Gut ein Drittel der
Leistungsbeziehenden war minderjährig Mit 34 %
war gut ein Drittel der Empfängerinnen und
Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG
minderjährig. Im jungen Erwachsenenalter von 18
bis 24 Jahren befanden sich 14 %. Rund die
Hälfte (50 %) war 25 bis 64 Jahre alt und 2 %
hatten das 65ste Lebensjahr überschritten. Mit
59 % waren Ende 2025 knapp drei Fünftel der
Personen mit Leistungsbezug männlich.
Kleve: Wertstoffhof in dieser
Woche mit geänderten Öffnungszeiten
Die Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK)
weisen darauf hin, dass der Wertstoffhof Kleve
am Donnerstag 30.07. und am Freitag 31.07. von
den üblichen Öffnungszeiten abweicht.

An beiden Tagen ist der Wertstoffhof von 8:00
Uhr bis 16:00 Uhr (statt von 10:00 Uhr bis 18:00
Uhr) geöffnet. Am Samstag und ab der kommenden
Woche sind die Öffnungszeiten wieder wie
gewohnt.
Stadtbibliothek
Dinslaken: Noch freie Plätze in der
Schreibwerkstatt mit Kinder- und
Jugendbuchautorin Vom 4. bis 8.
August 2026 findet in der Stadtbibliothek
Dinslaken jeweils von 10 bis 13 Uhr eine
kreative Schreibwerkstatt für Kinder und
Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren statt.
Unter dem Titel „Dieser eine Sommer“ entwickeln
sie gemeinsam eigene Geschichten. Begleitet wird
die Schreibwerkstatt von der Kinder- und
Jugendbuchautorin Cora Gofferjé.
Für den
Workshop gibt es noch freie Plätze. Aus ersten
Ideen entstehen Figuren, Szenen und komplette
Geschichten. Die Teilnehmenden experimentieren
mit Sprache, Dialogen und verschiedenen
Erzählformen und lernen dabei, wie sich
Geschichten Schritt für Schritt entwickeln
lassen. Am Ende der Woche präsentieren die
Teilnehmenden ihre Texte im Rahmen einer kleinen
Abschlusslesung vor Familie und Freund*innen.
Die Schreibwerkstatt ist Teil des
Förderprogramms „SchreibLand NRW“, das kreative
Schreibangebote in Bibliotheken unterstützt und
Kindern sowie Jugendlichen einen spielerischen
Zugang zum Schreiben ermöglicht. Der
Teilnahmebeitrag beträgt 10 Euro. Ermöglicht
wird dies durch die Unterstützung des
Freundeskreises Stadtbibliothek und Stadtarchiv
Dinslaken e. V., der den Großteil der Kosten
übernimmt.
Die Teilnehmerzahl ist
begrenzt. Anmeldungen sind per E-Mail an
bibliothek@dinslaken.de und direkt vor Ort in
der Stadtbibliothek möglich. Diese Werkstatt
wird gefördert vom Ministerium für Kultur und
Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im
Rahmen von SchreibLand NRW, einer Initiative des
Literaturbüros NRW, unterstützt vom Verband der
Bibliotheken NRW.
E-Bike /
Pedelec - Trainingstage
in Moers
Die Kreispolizeibehörde Wesel bietet ein
kostenloses E-Bike/ Pedelec-Training an. Dieses
dauert 3 Stunden und setzt sich aus drei
Bereichen zusammen: theoretische Einweisung:
Abgrenzung Fahrrad zu Pedelec, Neuerungen &
Regeln im Straßenverkehr Reaktionstest auf einem
Pedelec-Simulator fahrpraktisches Training mit
dem eigenen Pedelec.

Bringen Sie bitte neben Ihrem Pedelec auch
einen Fahrradhelm mit, sowie gegebenenfalls eine
Kleinigkeit zu Trinken & zu Essen. Falls Sie ihr
Pedelec polizeilich codieren lassen möchten,
bringen Sie bitte auch die Kaufunterlagen/
Fahrradpass mit. Eine Anmeldung ist
erforderlich! Telefon: 02 81/107-77 77
E-Mail: pedelectraining.wesel@polizei.nrw.de
E Veranstaltungsdatum 30.07.2026 - 09:00
Uhr - 12:00 Uhr. Veranstaltungsort
Reichweinstraße 2, 47441 Moers.
ADAC Stauprognose: 31. Juli bis 2. August
Höhepunkt der Sommerreisewelle/ Alle
Bundesländer haben Sommerferien Mit dem
Ferienbeginn in Baden-Württemberg und Bayern
starten nun auch die letzten Bundesländer in die
Sommerferien. Damit erreicht der Reiseverkehr
seinen Höhepunkt. Erfahrungsgemäß ist das erste
August-Wochenende das staureichste der gesamten
Ferienzeit. Da auch in den Nachbarländern
Sommerferien sind, sorgen zahlreiche Urlauber
und Transitreisende zusätzlich für volle
Autobahnen in Deutschland.
Der stärkste
Verkehr wird am Freitagnachmittag und -abend
sowie am Samstagvormittag erwartet. Am
Sonntagnachmittag und -abend nimmt vor allem der
Rückreiseverkehr deutlich zu. Hinzu kommen
Tagesausflügler in Richtung Alpen, Küsten, Seen
und Mittelgebirge. Zudem gibt es zahlreiche
Baustellen und Veranstaltungen wie das Wacken
Open Air oder den Hamburger Sommerdom.
Zusätzlich erschweren rund 1.000
Autobahnbaustellen die Fahrt.
Die
staugefährdetsten Autobahnen in Deutschland
A1 Fehmarn – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
A2 Dortmund – Hannover – Magdeburg A3
Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg –
Nürnberg – Passau A4 Aachen – Köln sowie
Dresden – Görlitz A5 Kassel – Frankfurt sowie
Darmstadt – Karlsruhe – Basel A6 Mannheim –
Heilbronn – Nürnberg A7 Hamburg – Hannover –
Kassel – Würzburg sowie Ulm – Füssen A8
Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg A9
Halle/Leipzig – Nürnberg – München A10
Berliner Ring A11, A12 und A13 im Großraum
Berlin A20 Lübeck – Rostock A24 Hamburg –
Schwerin A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 Lindau – München A99 Autobahnring München
Auch in Österreich muss auf den wichtigsten
Reiserouten – darunter die Westautobahn (A1),
die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn
(A12) und die Brennerautobahn (A13) – mit langen
Staus gerechnet werden. Auf der Brennerautobahn
sorgt die Sanierung der Luegbrücke zudem
weiterhin für Behinderungen.
Zusätzliche
Behinderungen drohen am Samstag auf der
Fernpassroute. Die Fernpassstraße (B179) wird
zwischen 9:45 Uhr und 12 Uhr aufgrund einer
Protestaktion gesperrt. Zeitgleich bleibt auch
das Hahntennjoch (L 246) geschlossen, um
Ausweichverkehr zu verhindern. Reisende Richtung
Tirol und Italien sollten die Strecke weiträumig
umfahren oder einen anderen Reisetag wählen.
In der Schweiz muss vor allem auf der
Gotthardroute (A2) mit langen Wartezeiten
gerechnet werden. Ebenfalls staugefährdet sind
die A1, A3 und die San-Bernardino-Route (A13).
In Italien müssen Reisende vor allem auf der
Brennerautobahn (A22) sowie auf den Autobahnen
zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua
mit stockendem Verkehr rechnen.
Um den
Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern,
werden bei Staus erneut zahlreiche Ausfahrten
gesperrt. In Deutschland sind davon Abschnitte
der A7, A8 und A93 sowie der B2/B23 im Landkreis
Garmisch-Partenkirchen betroffen. In Österreich
bleiben an Samstagen sowie an Sonn- und
Feiertagen ebenfalls zahlreiche Ausweichstrecken
in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land,
Kufstein, Imst und Reutte für den
Durchgangsverkehr gesperrt.
Aufgrund der
Grenzkontrollen können bei der Einreise nach
Deutschland zusätzliche Wartezeiten entstehen.
Reisende sollten deshalb ausreichend Zeit
einplanen. Weitere Informationen auf
www.adac.de.
Moers: Skimboarding
Workshop "Try Days" Sommerferien
Flachwasser, ein spezielles Board und jede Menge
Bewegung: Beim Skimboarding gleitet man mit
Anlauf über eine nasse Fläche und führt über
eine Rampe Tricks aus – ein rasanter
Sommersport, der nun auch in Moers ausprobiert
werden kann.
Hierfür wird ein Skimpool
im Skatepark Moers aufgebaut. Gemeinsam mit zwei
weiteren Workshops – ‚BMX Dirtbike an den BBQ
Trails‘ und ‚BMX/Dirtbike im Skatepark‘ – gehört
‚Skimboarding‘ zum Projekt ‚Urban Moves –
Trendsport im öffentlichen
Raum‘. Veranstaltungsdatum 31.07.2026 - 10:00
Uhr - 24.08.2026 - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort
Schlosspark. Veranstalter Caritasverband
Moers-Xanten e.V.
Moers: Silent
Reading Party „Sommerleseclub“ Wer
sich einmal bewusst Zeit fürs Lesen nehmen
möchte, ist bei unserer Silent Reading Party
genau richtig: In entspannter Atmosphäre wird
ohne Gespräche und ohne störende Handys gelesen,
aber dennoch in Gesellschaft. Kleine Knabbereien
gibt es auch!

Für die Silent Reading Party stehen Bücher
bereit, es kann aber auch gerne ein eigenes Buch
mitgebracht werden. Event details
Veranstaltungsdatum 30.07.2026 - 15:00
Uhr - 17:00 Uhr. Veranstaltungsort
Multifunktionsraum im 1. OG. Veranstaltungsort
Bibliothek, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441
Moers.
Moers: Tag der offenen
Tür bei Hans Nühlen GmbH & Co.KG
Freuen Sie sich auf Kinderschminken, ein
Glücksrad, eine Popcornmaschine und vieles mehr.
Event details Veranstaltungsdatum 01.08.2026 -
10:00 Uhr - 16:00 Uhr Veranstaltungsort Hans
Nühlen GmbH & Co.KG, Ruhrorter Straße 10, 47441
Moers.

NRW-Landesjubiläum:
Bevölkerung von 11,8 Millionen im Gründungsjahr
1946 auf knapp 18 Millionen gestiegen
* Ende 2025 lebten 52,3 % mehr Menschen
in NRW als 1946 * 2025 wurden 17 % weniger
Kinder geboren als 1946 – Die Zahl der
Sterbefälle hingegen war um 62 % höher *
1951 heirateten knapp doppelt so viele Paare wie
2025
Im Gründungsjahr
des Landes Nordrhein-Westfalen 1946, lebten
11,8 Millionen Menschen in unserem Bundesland.
Wie das Statistische Landesamt anlässlich des
80-jährigen Landesjubiläums am 23. August 2026
mitteilt, war die Einwohnerzahl Ende 2025 mit
17.986.214 um 52,3 % höher als damals.

Der Anteil der weiblichen
Bevölkerung war vor 80 Jahren, mit 54,5 %, höher
als heute (Ende 2025: 50,8 %). Grund war die
Übersterblichkeit von Männern im Ersten und
Zweiten Weltkrieg.
Geburtenzahl war 2025
um 17 % niedriger als 1946 Im Jahr 1946
wurden in NRW 178.600 Kinder lebend geboren;
2025 waren es mit 148.000 etwa 17 % weniger als
damals. Auch in Relation zur Bevölkerungszahl
zeigt sich somit eine stark rückläufige
Geburtenentwicklung: Im Jahr 1946 wurden 15,5
Kinder je 1.000 Einwohner geboren – 2025 waren
es nur noch 8,2 Geborene je 1.000 Einwohner.
Die höchste Geburtenzahl gab es mit 300.400
im Jahr 1964, die niedrigste mit 143.100 im Jahr
2011. Die Zahl der Sterbefälle war im
vergangenen Jahr in NRW mit 218.700 um 62 %
höher als im Jahr 1946 (damals: 135.000). Diese
Zunahme ist aber im Wesentlichen auf die
gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen. Bezogen
auf die Einwohnerzahl starben im Jahr 2025 mit
12,1 mehr Menschen je 1.000 Einwohner als im
Jahr 1946 (damals: 11,8).
Zahl der
Eheschließungen 1951 beinahe doppelt so hoch wie
2025 Im Nachkriegsjahr 1946 heirateten in NRW
etwa 97.000 Paare (8,4 Eheschließungen je 1.000
Einwohner). In den 1950er und 1960er Jahren
erreichte die Zahl der Eheschließungen pro Jahr
überdurchschnittlich hohe Werte: Im Jahr 1951
wurde mit 152.100 (11,3 je 1.000 Einwohner) der
Höchststand erreicht, bevor die Zahl der
Trauungen ab 1970 sukzessive bis zum Jahr 2007
auf 80.100 (4,4 je 1.000 Einwohner) zurückging.
Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg
erreichte sie einen historischen Tiefstand im
Jahr 2021 (76.800 Trauungen; 4,3 je 1.000
Einwohner). Seither verbleibt die Anzahl der
Eheschließungen auf einem niedrigen Niveau und
lag 2025 mit 76.900 Trauungen nur knapp über dem
Wert von 2021.

80 Jahre
Nordrhein-Westfalen Im August 2026 feiern
wir 80 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Britische
Militärregierung gründete das Bundesland im
August 1946. Aus dem nördlichen Teil der
preußischen Rheinprovinz mit den
Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln
sowie der preußischen Provinz Westfalen wurde
das Land Nordrhein-Westfalen gebildet.
1947/1948 wurde zusätzlich
das Land Lippe in das Bundesland NRW integriert.
Aus diesem Anlass wirft IT.NRW als Statistisches
Landesamt einen Blick zurück: Wie sah NRW vor 80
Jahren aus? Was hat sich im Land verändert? In
Pressemitteilungen und auf einer Themenseite zeigt
das Statistische Landesamt spannende Daten von
damals und heute.
Hitzewelle
Ende Juni: 77 % mehr stilles Wasser gekauft als
in einer durchschnittlichen Sommerwoche der
vergangenen drei Jahre Große
Supermarktketten setzten aktuellen Scannerdaten
zufolge 63 % mehr Sprudelwasser und 90 % mehr
Speiseeis ab
Viel
trinken und abkühlen: Während der vergangenen
Hitzewelle Ende Juni haben das viele gemacht,
wie aktuelle Scannerdaten zum Einkaufsverhalten
in großen Supermarktketten zeigen. So wurde in
der letzten Juniwoche 77 % mehr stilles Wasser
und 63 % mehr Sprudelwasser gekauft als in einer
durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023
bis 2025.
Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) weiter mitteilt, wurde in der Woche
vom 22. bis zum 28. Juni 2026 im
Lebensmitteleinzelhandel auch 90 % mehr
Speiseeis abgesetzt als in einer
durchschnittlichen Sommerwoche der drei
Vorjahre. Alle drei Warengruppen verzeichneten
in dieser Woche mit Extremtemperaturen um die 40
Grad Celsius jeweils die höchsten Absatzmengen,
die seit Beginn des Betrachtungszeitraums ab
Anfang 2023 gemessen wurden.

Verkauf von anderen
Erfrischungsgetränken ebenfalls deutlich
gestiegen Neben Wasser und Speiseeis wurden auch
bei anderen Getränken im Betrachtungszeitraum ab
Anfang 2023 Rekordmengen abgesetzt. Der Absatz
von Biermischgetränken war in der letzten
Juniwoche 63 % höher als in einer
durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023
bis 2025.
Der Absatz von alkoholfreiem
Bier war 38 % höher und der von Limonade 34 %
höher. Auch Cola (+32 %) verkauften die großen
Supermarktketten deutlich mehr als in einer
durchschnittlichen Sommerwoche, der Absatz
erreichte jedoch keinen Höchststand.
116 117 vermittelt ärztliche Hilfe –
rund um die Uhr · Online oder per
Telefon – passgenaue Versorgung an allen Tagen
· „Patienten-Navi“ hilft bei Einschätzung der
eigenen Beschwerden · Videosprechstunden
ersparen oft Anfahrten und Wartezeiten
Jeder kennt es: Fiebrige Infekte, Schmerzen,
Schwindel – Beschwerden, die leider auch im
Sommer auftreten können. Wer dann nachts oder am
Wochenende medizinische Hilfe benötigt, sollte
den ambulanten Patientenservice der
Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)
kontaktieren – und dies am einfachsten online
über das „Patienten-Navi“ auf www.116117.de.
Hier können Erkrankte Ihre Beschwerden zunächst
selbst einschätzen oder eingeben und erhalten im
Anschluss den Weg in die passende Behandlung.
Auch per Telefon ist der ambulante
Patientenservice der KVen über 116 117 an allen
Tagen rund um die Uhr erreichbar.
Patientenservice steuert in die richtige
Versorgung Außerhalb der Praxisöffnungszeiten
erhalten Erkrankte über das 116 117-Angebot
damit nicht nur eine medizinische
Ersteinschätzung, sondern werden auch direkt zum
richtigen Hilfsangebot gesteuert: In vielen
Fällen ist dies eine ärztliche Videosprechstunde
der KV Nordrhein für Kinder oder Erwachsene –
diese Lösung erspart dann oft unnötige Wege, die
gerade an heißen Tagen schnell zur Belastung
werden können.
Ebenso kann die 116 117 an eine der über 90
Notdienstpraxen in Nordrhein vermitteln und
nicht geh-fähigen Erkrankten einen ärztlichen
Hausbesuch organisieren. Medizinische Notfälle
können an den örtlichen Rettungsdienst
weitergeleitet werden.
„Wer krank ist und
sich unsicher fühlt, wohin er sich wenden soll,
führt am besten zunächst die Selbsteinschätzung
im Patienten-Navi online durch oder wählt die
116 117", empfiehlt Dr. med. Frank Bergmann,
Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Die
jüngste Hitzewelle hat wieder gezeigt, wie
schnell der Bedarf nach medizinischer Hilfe
steigen kann. Hitze ist vor allem für Ältere,
Menschen mit chronischen Erkrankungen, Kinder
und Schwangere eine ernste Gefahr. Der
Patientenservice 116 117 ist darauf vorbereitet
und hilft", sagt Bergmann.
Videosprechstunde: Arzttermin von daheim, ohne
Anfahrt Die Videosprechstunden der KV
Nordrhein sind dabei besonders einfach und
können von daheim aus durchgeführt werden: Nach
erfolgter Ersteinschätzung erhalten Anrufende
einen Terminlink per E-Mail zugeschickt.
Anschließend können Kinder, Jugendliche bzw.
deren Eltern und Erwachsene ihre Beschwerden im
Video-Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt
klären, Behandlungsschritte besprechen und bei
Bedarf ein elektronisches Rezept erhalten.
Benötigt werden dafür nur die Versichertendaten,
eine stabile Internetverbindung sowie ein
Smartphone, Tablet oder Computer mit Kamera und
Mikrofon.
Bei Lebensgefahr: Notruf 112
„Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie
Bewusstlosigkeit, schwerer Atemnot, starken
Brustschmerzen oder Krampfanfällen zählt indes
jede Sekunde. Bitte in solchen Fällen im Zweifel
sofort den Notruf 112 wählen", betont Dr. med.
Carsten König, stellvertretender Vorsitzender
der KV Nordrhein. Wer unsicher sei, ob ein
Notfall vorliegt, könne auch dies bei der 116
117 klären.
- Weitere Informationen zum
Patientenservice 116 117 stehen unter
www.116117.de bereit. - Mehr Informationen
zum Bereitschaftsdienst in Nordrhein und zur
Videosprechstunde der KV Nordrhein unter:
patienten.kvno.de. - Der direkte Zugang zu
den Videosprechstunden läuft entweder über die
Rufnummer 116 117 oder online über
www.kvno.de/kinder bzw. www.kvno.de/erwachsene.
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein
stellt die ambulante medizinische Versorgung für
fast zehn Millionen Menschen im Rheinland
sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 24.000
Vertragsärzte, Psychotherapeuten und
Ermächtigte. Für die Mitglieder trifft die KV
Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den
Krankenkassen, die die Grundlage für die
Behandlung der Patienten, die Honorierung der
Ärzte und die Qualitätssicherung bilden.
Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen
der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des
Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich
die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer
Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der
Abrechnung bis zur Zulassung berät.

Videosprechstunde, Quelle:
„OlgaDemina-gettyimages“
Steffen
Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden:
Verantwortung für die Sicherheit von Millionen
Menschen Anlässlich der Ankündigung
der Bundesregierung, dass Bundeskanzler
Friedrich Merz Steffen Bilger für das Amt des
Bundesministers für Verkehr vorschlagen wird,
betont der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR)
die besondere Verantwortung dieses Amtes. Die
Entscheidungen des Bundesministeriums für
Verkehr haben unmittelbare Auswirkungen auf
Millionen Menschen in Deutschland, die täglich
auf sichere Mobilität angewiesen sind.

Bundesministerium für Verkehr (Archiv), ©
Daniela Stanek, DVR
„Ich danke Patrick
Schnieder für den stets offenen und
vertrauensvollen Austausch in Fragen der
Verkehrssicherheit“, sagt Manfred Wirsch,
Präsident des DVR. „Steffen Bilger biete ich
unsere volle Unterstützung an, um gemeinsam das
Ziel des Bundes zu erreichen, die Zahl der
Getöteten im Straßenverkehr bis 2030 um 40
Prozent zu senken.“
Landstraßen sicherer
machen, Fuß- und Radverkehr stärken „Patrick
Schnieder hat die Verbesserung der Sicherheit
auf Landstraßen sowie den Schutz des Fuß- und
Radverkehrs zu zentralen Zielen erklärt“, betont
Manfred Wirsch. „Jetzt kommt es darauf an, die
Handlungsfähigkeit des Ministeriums auch in der
Übergangszeit zu sichern und den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlässliche
Rahmenbedingungen für ihre engagierte Facharbeit
zu geben.
Die Verkehrsgefahren warten
nicht – und wir brauchen spürbar mehr Sicherheit
auf unseren Straßen: Im Jahr 2025 starben in
Deutschland 2.832 Menschen bei
Straßenverkehrsunfällen, rund 49.200 wurden
schwer verletzt. Damit verlor etwa alle drei
Stunden ein Mensch sein Leben; etwa alle elf
Minuten wurde eine Person schwer verletzt.“
Infrastruktur, Vernetzung und Fahrausbildung
priorisieren Aus Sicht des DVR besteht für
den neuen Bundesminister insbesondere in drei
Bereichen dringender politischer
Handlungsbedarf: Beim Neubau von Brücken und bei
der Sanierung von Straßen müssen kostspielige
neue Gefahrenstellen durch Sicherheitsaudits
konsequent vermieden werden. Zudem benötigt die
digitale, kooperative Vernetzung im
Straßenverkehr politische Priorität, damit
Industrie und öffentliche Hand
Planungssicherheit erhalten und diese aktiv
nutzen.
Darüber hinaus sollte bei der
Reform der Fahrschulausbildung die Kritik aus
den Bundesländern ernst genommen werden: Auch
der DVR hält eine Teilnahme von Fahrschülerinnen
und Fahrschülern am Straßenverkehr vor der
Fahrprüfung gemeinsam mit einer Begleitperson im
eigenen Fahrzeug nur dann für vertretbar, wenn
ihre dafür erforderliche Reife zuvor
festgestellt wurde.
„Infrastruktur,
Digitalisierung und Fahrausbildung sind die
Herausforderungen für die ersten 100 Tage von
Steffen Bilger“, so Manfred Wirsch.
„Verkehrssicherheit ist dabei ein Schlüssel für
Kosteneffizienz – sie ist kein Kostenfaktor.“
40 Milliarden Euro Schaden: Investitionen in
Verkehrssicherheit senken Kosten Der DVR
weist darauf hin, dass Investitionen in die
Verkehrssicherheit nicht nur Menschenleben
retten, sondern einen messbaren
volkswirtschaftlichen Nutzen schaffen. Nach
Erhebungen der Bundesanstalt für Straßen- und
Verkehrswesen (BASt) verursachten
Straßenverkehrsunfälle in Deutschland im Jahr
2024 einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe
von rund 40 Milliarden Euro.
„Jeder Euro,
den man präventiv in sichere Straßen,
intelligente und kooperative Vernetzung, eine
hochwertige Fahrausbildung und auch in wirksame
Aufklärungsarbeit steckt, zahlt sich doppelt aus
– menschlich wie wirtschaftlich“, sagt Manfred
Wirsch. „Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat
steht der neuen Ministeriumsspitze vom ersten
Tag an mit seiner Expertise zur Seite, um
Deutschlands Straßen gemeinsam spürbar sicherer
zu machen.“
DRK Niederrhein
stärkt Notwasserversorgung im Kreis Wesel:
Informationsveranstaltung zeigt Möglichkeiten
der Trinkwasseraufbereitung im
Katastrophenschutz Wie kann die
Trinkwasserversorgung auch in Krisen- und
Katastrophenlagen sichergestellt werden? Dieser
Frage widmete sich eine
Informationsveranstaltung des DRK Kreisverbandes
Niederrhein gemeinsam mit Vertreterinnen und
Vertretern des Kreises Wesel. Im Mittelpunkt
standen moderne Möglichkeiten der mobilen
Trinkwasseraufbereitung und die Stärkung des
Bevölkerungsschutzes.
[Wesel, Kreis
Wesel] Wie kann die Versorgung der Bevölkerung
mit sauberem Trinkwasser auch bei
Stromausfällen, Naturkatastrophen oder anderen
außergewöhnlichen Einsatzlagen sichergestellt
werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine
Informationsveranstaltung der TWA-Gruppe
(Trinkwasseraufbereitung) des DRK Kreisverbandes
Niederrhein.
Vertreterinnen und
Vertreter des Kreises Wesel, des
Gesundheitsamtes, des Krisenmanagements sowie
der Kreisleitstelle informierten sich über die
Möglichkeiten der mobilen
Trinkwasseraufbereitung und deren Bedeutung für
den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Auch
das Präsidium des DRK Kreisverbandes Niederrhein
nahm an der Veranstaltung teil.
Im
Mittelpunkt standen praktische Vorführungen der
Trinkwasseraufbereitung sowie der technischen
Möglichkeiten der Fachgruppe Technik &
Sicherheit. Dabei wurde gezeigt, wie Wasser in
kurzer Zeit zu hygienisch einwandfreiem
Trinkwasser aufbereitet und bei Bedarf auch an
die Bevölkerung verteilt werden kann. Ergänzend
wurden Lösungen für den sicheren Transport von
Trinkwasser sowie mobile Hygienemöglichkeiten
vorgestellt.
Besonders deutlich wurde
dabei, wie sich die Technik in den vergangenen
Jahren weiterentwickelt hat. Moderne Systeme
ermöglichen eine deutlich schnellere
Einsatzbereitschaft und erleichtern die
Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen
im In- und Ausland. Gleichzeitig wurde deutlich,
dass auch die bewährte Ausstattung der
DRK-TWA-Gruppe weiterhin zuverlässig
hochwertiges Trinkwasser bereitstellen kann.
„Sauberes Trinkwasser ist eines der
wichtigsten Güter in einer Krisenlage. Deshalb
ist es unser Anspruch, die Fähigkeiten unserer
ehrenamtlichen Einsatzkräfte kontinuierlich
weiterzuentwickeln und gemeinsam mit dem Kreis
Wesel die Notfallvorsorge weiter zu stärken. Die
enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und
Hilfsorganisationen ist dabei ein entscheidender
Erfolgsfaktor“, sagt DRK-Präsident Jan Höpfner.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
nutzten die Veranstaltung zum fachlichen
Austausch und zur Diskussion möglicher
Einsatzszenarien. Das positive Feedback
bestätigte den hohen Stellenwert einer
leistungsfähigen Trinkwasseraufbereitung als
wichtigen Baustein des Bevölkerungsschutzes im
Kreis Wesel.

„Vertreterinnen und Vertreter des Kreises Wesel
informierten sich beim DRK-Kreisverband
Niederrhein über die Möglichkeiten der mobilen
Trinkwasseraufbereitung im Bevölkerungsschutz.
Mit dabei waren Janina Schmidt-Jakisch
(Gesundheitsamt Kreis Wesel), Frank Brändel
(Leiter Fachdienst Sicherheit und Ordnung), Sven
Rissel (Krisenmanagement) sowie Niklas Killewald
(Leiter der Kreisleitstelle Wesel). Ebenfalls
auf dem Bild sind Vertreter des Präsidiums des
DRK Kreisverbandes Niederrhein sowie Mitglieder
der Fachgruppe Technik & Sicherheit und der
TWA-Gruppe (Trinkwasseraufbereitung) zu sehen.“
Foto DRK Niederrhein
Moerser Tafel hat mit Unterstützung
der Stadt neuen Standort gefunden
Die Tätigkeit der Moerser Tafel ist gesichert:
Nach rund einem Jahr intensiver, gemeinsamer
Suche durch den Tafel-Vorstand, den Fachbereich
Soziales, Senioren und Wohnen der Stadt Moers
sowie der städtischen Wirtschaftsförderung
konnte ein neuer Standort für die wichtige
Arbeit des Vereins gefunden werden.

(Foto: pst)
„Mein herzlicher Dank gilt
allen Beteiligten für die erfolgreiche Suche und
das Engagement. Die vergangene Zeit war für die
Tafel von großen Unsicherheiten geprägt“, so
Bürgermeisterin Julia Zupancic bei
Unterzeichnung des Mietvertrags am Montag, 20.
Juli. Der neue Standort befindet sich in der
Raiffeisenstraße 27.
Die neuen Vermieter
Sigrid und Willi Roggenkamp hatten von Michael
Rüddel, Leiter des Fachbereichs Soziales,
Senioren und Wohnen, von der Suche gehört und
ihre Bereitschaft erklärt, die Räume in Genend
zu vermieten. Sie bieten ausreichend Platz und
erfüllen die gesetzlichen Vorgaben für die
Verteilung der Lebensmittel.
Aktueller
Zuschuss von 1.400 Euro monatlich Anlass
für den kommenden Umzug war die Kündigung des
alten Mietvertrags wegen Eigenbedarfs zum 30.
September 2026 (Wittfeldstraße 51 / Ecke
Bergwerkstraße). Am neuen Standort soll es
voraussichtlich Mitte September losgehen. In der
Zwischenzeit erfolgt die Ausgabe weiterhin am
alten Standort. Möglicherweise kann es im Rahmen
des Umzugs zu einer bis zwei Wochen andauernden
Schließung kommen.
Die grundsätzlichen
Öffnungszeiten bleiben aber bestehen: mittwochs
und freitags von 12 bis 14 Uhr. Die Moerser
Tafel erhält zurzeit einen Zuschuss von 1.400
Euro monatlich von der Stadt Moers. Zudem gibt
es eine finanzielle Unterstützung der Tafel NRW
für das regionale Verteilzentrum. Aktuell können
damit aber nicht die gesamten Kosten gedeckt,
sodass Verwaltung und Politik sich nun Gedanken
über weitere Unterstützungsmöglichkeiten machen.
Die Bedeutung der neuen Räumlichkeiten
reicht weit über Moers hinaus: Neben der
Versorgung von Moerser Bürgerinnen und Bürgern
mit Lebensmitteln dient die Einrichtung als
Verteilzentrum für insgesamt 14 weitere Tafeln
im Kreis Wesel und am Niederrhein. Ein Wegfall
des Standorts hätte somit erhebliche
Auswirkungen auf die Tafelversorgung in der
gesamten Region gehabt.
Die Beteiligten freuen sich über den neuen
Standort der Moerser Tafel, die wegen eines
Eigenbedarfs umziehen muss. Voraussichtlich ab
Mitte September geht die Ausgabe der
Lebensmittel in der Raiffeisenstraße 27 weiter.
Kleve: Wo die Stille tanzt –
Wenn Kinder Kunst in Bewegung bringen
Wenn 29 Kinder mit ganz unterschiedlichen
Geschichten gemeinsam tanzen, entsteht mehr als
eine Choreografie – es entsteht Gemeinschaft.
Genau das war während der Projektwoche „Wo die
Stille tanzt – Tanz im Museum“ zu erleben.

Die Aufführung im Garten des Museums B.C.
Koekkoek-Haus. Foto: Adelina Edelhoff
29
Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14
Jahren kamen zusammen, um sich kreativ mit Tanz,
Musik und Kunst auseinanderzusetzen. Sie
brachten unterschiedliche Erfahrungen,
kulturelle Hintergründe und Persönlichkeiten
mit. Manche kannten sich bereits, andere
begegneten sich zum ersten Mal. Im Laufe der
Woche entstand eine Gruppe, in der Offenheit,
gegenseitiger Respekt und die Freude am
gemeinsamen Gestalten im Mittelpunkt standen.
Zum Auftakt besuchten die Kinder das Museum B.C.
Koekkoek - Haus.
Bei einer kindgerechten
Führung ließen sie sich von den Kunstwerken
inspirieren und sammelten Ideen für ihre eigene
künstlerische Arbeit. Während der
Tanzprojektwoche entstanden aus den
Improvisationen der Kinder und gemeinsam
entwickelten Choreografien beeindruckende Szenen
– begleitet von klassischer Musik ebenso wie von
modernen Klängen.
Den stimmungsvollen
Abschluss bildete eine Aufführung im Garten des
Museums B.C. Koekkoek – Haus vor zahlreichen
Eltern, Familien, Gästen und
Museumsbesucherinnen und Museumsbesuchern. Die
Kinder präsentierten ihre Choreografien mit
großer Freude und viel Ausdruck. Der lang
anhaltende Applaus zeigte, wie sehr ihre
Darbietung das Publikum berührte.
Organisiert und koordiniert wurde das Projekt
von Aija Samina-Edelhoff, Fachbereichsleiterin
der Volkshochschule Kleve. Von der
Fördermittelakquise über die Antragstellung bis
hin zur Planung und Umsetzung liefen alle
organisatorischen Fäden bei ihr zusammen. Die
inhaltliche und künstlerische Gestaltung der
Projektwoche übernahmen die Tanzpädagoginnen
Ella Lichtenberger und Elke Welz - Jansen, die
gemeinsam mit den Kindern die Choreografien
entwickelten und sie mit viel Engagement durch
die Woche begleiteten.
„Mich beeindruckt
immer wieder, wie schnell Kinder über Kunst und
Bewegung miteinander in Verbindung kommen“, sagt
Aija Samina-Edelhoff. „Herkunft, Sprache oder
unterschiedliche Voraussetzungen treten
plötzlich in den Hintergrund. Was bleibt, ist
die Freude, gemeinsam etwas zu schaffen. Genau
deshalb sind solche Projekte so wertvoll: Sie
eröffnen Kindern Zugänge zu Kunst und Kultur,
stärken ihr Selbstvertrauen und zeigen ihnen,
dass jede und jeder etwas Besonderes einbringen
kann.“
Das Projekt wurde im Rahmen des
Bundesförderprogramms „Kultur macht stark.
Bündnisse für Bildung“ über das Förderprogramm
Chance Tanz von Aktion Tanz – Bundesverband Tanz
in Bildung und Gesellschaft e.V. gefördert. Es
ermöglicht Kindern und Jugendlichen unabhängig
von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft die
Teilhabe an kultureller Bildung und schafft
Räume, in denen Kreativität, Begegnung und
gemeinsames Lernen im Mittelpunkt stehen.
Umgesetzt wurde das Projekt als Bündnis der
Volkshochschule Kleve, des Jugendzentrums KALLE
und des Jugendmigrationsdienstes Kreis Kleve.
Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen
Partner konnten die Kinder und Jugendlichen
einen besonderen Zugang zu Tanz, Kunst und
kultureller Bildung erleben. „Wo die Stille
tanzt“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie Tanz
Kunst, Fantasie und Gemeinschaft miteinander
verbinden kann.
Am Ende der Woche nahmen
die Kinder nicht nur ihre Choreografien mit nach
Hause, sondern auch neue Erfahrungen,
Begegnungen und das Gefühl, gemeinsam etwas
Besonderes geschaffen zu haben.
Sommerfest der KG Moerser Jecken
Veranstaltungsdatum 01.08.2026 -
13:00 Uhr - 22:00 Uhr Veranstaltungsort
Barbaraplatz. Veranstalter KG Moerser Jecken
Komitee e.V. ,Adresse Moselstraße 16g, 47443
Moers.
Moers: Tummelferien für
alle: Open-Air-Kinoabend und Familientag
Am Wochenende öffnet das
Tummelferiendorf seine Tore für alle: Familien
dürfen sich auf zwei Veranstaltungen freuen. Der
Eintritt ist frei. Den Auftakt macht das
Open-Air-Kino am Freitag, 31. Juli. Einlass ist
ab 20.15 Uhr, der Film startet nach Einbruch der
Dunkelheit gegen 22 Uhr.

Gezeigt wird ein berührender Animationsfilm über
einen Roboter, der auf einer einsamen Insel
strandet, Freundschaften mit den Tieren schließt
und lernt, was Familie und Zusammenhalt
bedeuten. Aus lizenzrechtlichen Gründen darf der
Filmtitel nicht genannt werden. Bis zum
Filmstart können alle das Tummelferiengelände
mit Spiel- und Kreativangeboten erkunden.
Bei gutem Wetter ist auch die Wasserrutsche
geöffnet. Für Kinofeeling sorgen Popcorn und
Getränke des Fördervereins Streichelzoo und der
Eiswagen des Eiscafés Reggio. Eigene Snacks und
Getränke dürfen mitgebracht werden. Für Kinder
gibt es einen Picknickdeckenbereich – Decken
bitte selbst mitbringen. Die Sitzplätze sind
begrenzt.
Tummelferien Erlebnistag im
Park Am Sonntag, 2. August, von 14 bis 18
Uhr folgt das Familienfest, die Gelegenheit für
Familien, um gemeinsam die Attraktionen der
Tummelferien auszuprobieren (Wasserrutsche
inklusive). Alle Gäste erwartet ein buntes
Mitmachprogramm mit Hüpfburgen,
Bungee-Trampolin, Yoga, Mitmach-Zirkus,
Falknerei sowie zahlreichen Kreativstationen.
ENNI Stadt & Service ist mit
Fahrzeugausstellung und Mini-Kipper-Fahrten
dabei. Auch der Löschzug Hülsdonk der Feuerwehr
Moers sowie verschiedene Moerser Vereine laden
zum Mitmachen ein. Ab 15 Uhr präsentieren die
Tummelferienkinder auf der Bühne ihre
einstudierten Showacts. Zusätzlich begeistert
Zauberer und Ballonkünstler Maik mit einer
Familien-Zaubershow. Wer eine Stärkung braucht,
findet auf dem Gelände ein vielfältiges Angebot:
von Waffeln und Eis bis zu Pommes, Pizza und
Getränken.
Veranstaltungsdatum
02.08.2026 - 14:00 Uhr - 18:00 Uhr.
Veranstaltungsort Freizeitpark am Rodelhügel /
Streichelzoo. Veranstalter Firma Stadt Moers -
Kinder- und Jugenbüro.
Moers:
Open-Air-Aufführung „Der Freischütz“ am 31. Juli
bietet Oper für alle
Mit einem musikalischen Höhepunkt schließt
der ‚Schloss Kultur Sommer‘ des Grafschafter
Museums ab: Die Treppe des Schlosses (Kastell 9)
verwandelt sich am Freitag, 31. Juli, um 20 Uhr
in eine Opernbühne. Der Verein ‚Music to go‘
präsentiert die Oper ‚Der Freischütz‘ im
‚Espressoformat‘ als kompakte, kurzweilige
Inszenierung. Die Teilnahme ist kostenlos.
„Das ist eine Premiere für Moers“, freut
sich Museumsleiterin Diana Finkele. Désirée
Brodka, Intendantin des Vereins ‚Music to go‘
ist auf das Museum mit dem Vorschlag zugekommen
und das Veranstaltungsformat vorschlagen, das
bereits in anderen Städten in
Nordrhein-Westfalen zu sehen war und ist. „Das
Publikum darf einen ganz tollen Künstler-Cast
erwarten. Ich bin sehr glücklich, dass ich immer
so tolle Künstler gewinnen kann, die sonst an
schönen Opernhäusern singen“, erläutert die
Intendantin, die auch als Sopranistin in der
Rolle der ‚Agathe‘ und Moderatorin in der
Aufführung zu erleben ist.
Spannendes
und modernes Stück Durch die erläuternden
Einlagen kann das Stück mit einer rund
dreistündigen Spielzeit auf die Hälfte reduziert
werden – ohne dass wichtige künstlerische oder
erzählerische Elemente fehlen. So wird das Genre
gerade für Opern-Neulinge interessant. Das ist
auch das Anliegen des Vereins: Menschen die
Musik ermöglichen, die sonst keinen Bezug zu
Oper hatten. Zudem müssen sich die
Zuschauerinnen und Zuschauer keine Gedanken
machen, dass das Stück „verstaubt“ wirkt.
„Es geht um moderne Themen, wie
Leistungsdruck, Erwartungen der Gesellschaft
oder Lebensplanung“, erläutert Désirée Brodka.
Zusätzlich ist das Stück mystisch und spannend.
Die Musik kommt von einem Streichquartett, das
zu einem großen Teil aus Mitgliedern des
Orchesters des Theaters Dortmund besteht.

Es ist ausdrücklich erwünscht, dass die
Gäste für die Aufführung Klappstühle,
Picknickdecke, Sitzkissen, Snacks und Getränke
mitbringen. Ein Teil des Schlossplatzes ist an
dem Abend bereits bestuhlt. Der
Landschaftsverband Rheinland und das Kulturbüro
Moers fördern die Veranstaltung. Es ist jedoch
möglich, nach der Aufführung Spenden für den
Verein ‚Music to go’ zu leisten.
Bei
Regen oder Unwetter wird die Aufführung in die
Kirche St. Josef (Kastell 11) verlegt. Weitere
Informationen sind auf der Seite des Grafschafter
Museum oder im Flyer nachzulesen, der in
allen städtischen Einrichtungen erhältlich ist.
Der Schlosspark in Moers–
Entwicklung im Wandel Auf einem
Rundgang erfahren wir Wissenswertes und
Kurioses, Amüsantes, Verbotenes und Bedrohliches
über Schlosspark, Wall und Graben. Vor allem
geht es aber um die Entwicklung der im 19.
Jahrhundert angelegten privaten Parks der
Fabrikantenfamilie Wintgens hin zu einem Volks-
und Bürgerpark im 20. Jahrhundert – sowie um
aktuelle denkmalgerechte und zukunftsorientierte
Gestaltungskonzepte.
Geführt von Dr.
Wilfried Scholten. Treffpunkt: Schlosseingang.
Kosten: 9 Euro
Weitere Infos zu den Stadtführungen.
Veranstaltungsdatum 02.08.2026 - 10:30
Uhr - 12:30 Uhr. Veranstaltungsort
Schlosseingang. Veranstalter Stadt- und
Touristinformation Moers.

NRW: Ausgaben für
Leistungen der Sozialhilfe 2025 um rund 5 %
gestiegen * Anstieg fiel mit 4,7 %
deutlich geringer aus als im Vorjahr (+16,6 %)
* Ausgaben für Hilfe zur Pflege mit +10,4 %
am stärksten gestiegen * Auch die Ausgaben
für Eingliederungshilfe nach SGB IX stiegen mit
6,7 % weniger stark als im Vorjahr (+13,2 %)
Die Nettoausgaben für
Leistungen der Sozialhilfe nach dem Zwölften
Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) lagen im Jahr
2025 bei rund 5,25 Milliarden Euro und waren
damit um 236 Millionen Euro höher als ein Jahr
zuvor. Wie das Statistische Landesamt mitteilt,
fiel der Anstieg der Ausgaben mit 4,7 % deutlich
schwächer aus als in den Vorjahren mit einem
Plus von 16,6 % in 2024 und von 15,7 % in 2023.
Inflationsbereinigt stiegen die Ausgaben
im Jahr 2025 um 2,6 %, in 2024 um 14,1 % und in
2023 um 9,5 %. Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung ist der größte Ausgabeposten
der Sozialhilfe Mit rund 3 Milliarden Euro wurde
mehr als die Hälfte (57 %) der gesamten
Nettoausgaben der Sozialhilfe für
die Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung ausgegeben. Das waren 2,9 %
mehr als im Vorjahr.
In den Jahren 2024
und 2023 fiel der Anstieg mit 14,0 % bzw. 13,5 %
deutlich höher aus. Anders als in den Vorjahren
gab es 2025 keine Erhöhung der Regelsätze. Die
Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung werden vollständig aus
Erstattungsmitteln des Bundes an die Länder
finanziert.
Nettoausgaben für Hilfe zur
Pflege um 10,4 % gestiegen Der zweitgrößte
Ausgabeposten ist die Hilfe zur Pflege nach dem
7. Kapitel SGB XII. Hier sind die Ausgaben 2025
mit 10,4 % am stärksten gestiegen. Der Anstieg
fiel aber auch hier weniger hoch aus als in den
Vorjahren mit 21,4 % in 2024 und 23,1 % in 2023.
Die Ausgaben für Hilfe zur Pflege lagen
2025 bei rund 1,3 Milliarden Euro und machten
25 % der Sozialhilfeausgaben aus. Hilfe zur
Pflege erhalten pflegebedürftige Personen, wenn
der notwendige und angemessene Pflegebedarf
nicht bzw. nicht vollständig durch Leistungen
der Pflegeversicherung gedeckt ist und nicht
genügend Eigenmittel verfügbar sind, um die
(verbleibenden) Kosten zu tragen.
Zum 01. Januar 2025 trat
gemäß dem Pflegeunterstützungs- und
Entlastungsgesetz (PUEG) eine Erhöhung der
Leistungsbeträge der Pflegeversicherung um 4,5 %
in Kraft.

Ausgaben für Eingliederungshilfe
nach SGB IX um 6,7 % gestiegen 2025 wurden für
die Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem
SGB IX netto 7,7 Milliarden Euro aufgebracht.
Das waren 6,7 % mehr als im Vorjahr. Damit
stiegen auch hier die Ausgaben weniger stark als
in den Vorjahren mit 13,2 % in 2024 und 10,1 %
in 2023.
Die Leistungen der
Eingliederungshilfe sollen Menschen mit
Behinderung eine individuelle Lebensführung
ermöglichen und die Teilhabe am Leben in der
Gesellschaft fördern. Inflationsbereinigt sind
die Nettoausgaben für die Eingliederungshilfe
nach SGB IX im Jahr 2025 um 4,5 % gestiegen, in
2024 um 10,7 % und in 2023 um 4,2 %.
Kinderschutz: Zahl der Inobhutnahmen im
Jahr 2025 um 18 % gesunken •
Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen
binnen eines Jahres von 30 800 auf 16 500 Fälle
fast halbiert • Erneut mehr körperliche und
psychische Misshandlungen besonders an Mädchen
• Widersprüche von Sorge- und
Erziehungsberechtigten bei Verdacht auf
Vernachlässigungen und Gewalt am häufigsten
Im Jahr 2025 haben die
Jugendämter in Deutschland rund 56 900 Kinder
oder Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend
in Obhut genommen. Nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das
18 % oder rund 12 600 weniger Jungen und Mädchen
als im Jahr zuvor.
Bereits 2024 hatte es
einen Rückgang der Inobhutnahmen um 7 % oder 5
100 Fälle gegeben. Damit ist die Fallzahl
innerhalb von zwei Jahren um rund ein Viertel
gesunken (-24 % oder 17 700 Fälle), nachdem sie
zuvor drei Jahre in Folge auf knapp 74 600
Schutzmaßnahmen im Jahr 2023 gestiegen war.

Inobhutnahmen aufgrund
unbegleiteter Einreisen binnen eines Jahres fast
halbiert Hintergrund der seit den 2010er
Jahren stark schwankenden Fallzahlen ist vor
allem die Entwicklung unbegleitet eingereister
Minderjähriger aus dem Ausland. Auch der
aktuelle Abwärtstrend ist durch einen Rückgang
an vorläufigen und regulären
Inobhutnahmen nach unbegleiteten Einreisen
zu erklären: Binnen eines Jahres hat sich ihre
Zahl von rund 30 800 auf knapp 16 500 Fälle
nahezu halbiert (‑47 %).
Gleichzeitig
nahmen die Fallzahlen bei den Selbstmeldungen um
rund 870 auf etwa 10 100 Fälle (+9 %) und bei
den dringenden Kindeswohlgefährdungen um 850 auf
gut 30 300 Fälle (+3 %) zu. Bei den
Selbstmeldungen war dies der fünfte, bei den
dringenden Kindeswohlgefährdungen der zweite
Anstieg in Folge.
Die Betroffenen: Knapp
zwei Fünftel Kinder unter 14 Jahren Gut jede
zweite Schutzmaßnahme (53 %) wurde 2025 wegen
einer dringenden Kindeswohlgefährdung
durchgeführt. In 29 % der Fälle war der Anlass
eine unbegleitete Einreise und in 18 % eine
Selbstmeldung der Minderjährigen beim Jugendamt.
Die meisten Betroffenen waren bereits
Jugendliche ab 14 Jahren, knapp zwei Fünftel
(38 %) zählten aber noch zu den Kindern unter
14 Jahren.
Ein Fünftel (20 %) aller
Betroffenen war von Zuhause ausgerissen, etwa
ebenso viele (19 %) wurden an einem
jugendgefährdenden Ort angetroffen. Zuvor lebten
59 % der Minderjährigen in einer Familie oder
einem privaten Haushalt und 20 % in einer
Einrichtung. In den anderen Fällen war der
vorherige Aufenthalt unbekannt (14 %) oder keine
feste Unterkunft vorhanden (7 %).
Erneut
mehr körperliche und psychische Misshandlungen -
besonders an Mädchen Die häufigsten Anlässe für
eine Schutzmaßnahme waren in 2025
(Mehrfachnennungen möglich): Überforderungen der
Eltern (32 %), unbegleitete Einreisen (29 %),
Vernachlässigungen (16 %), körperliche
Misshandlungen (15 %) und psychische
Misshandlungen (11 %).

Trotz des allgemeinen Rückgangs
waren die Nennungen bei 9 von insgesamt 13
möglichen Anlässen gegenüber dem Vorjahr
gestiegen: Am höchsten war das Plus bei
körperlichen und bei psychischen Misshandlungen
(+1 114 und +941 Nennungen). Damit sind
körperliche Misshandlungen das zweite, und
psychische Misshandlungen das sechste Mal in
Folge gestiegen. Besonders hoch war der Zuwachs
in beiden Fällen bei den Mädchen (+745 und
+750 Nennungen).
Der Mädchenanteil
betrug in 2025 damit bei körperlichen
Misshandlungen 65 % und bei psychischen 62 %.
Zum Vergleich: Innerhalb der minderjährigen
Bevölkerung lag der Mädchenanteil
in 2025 bei knapp 49 %. Widersprüche bei
Verdacht auf Vernachlässigungen und Gewalt
besonders häufig In 9 % aller Fälle wurde von
den Sorge- oder Erziehungsberechtigten ein Widerspruch
gegen die Inobhutnahme eingelegt, weil sie
damit nicht einverstanden waren.
Am
höchsten war die Quote der Widersprüche bei
Verdacht auf Vernachlässigung (26 %),
psychischen Misshandlungen (25 %), sexueller
Gewalt (22 %) und körperlichen Misshandlungen
(19 %). Eine hohe Widerspruchquote kann auf eine
mangelnde Kooperationsbereitschaft der Sorge-
oder Erziehungsberechtigten bei der Behebung der
Kindeswohlgefährdung hindeuten.
Geht das
Jugendamt bei einem Widerspruch davon aus, dass
die Kindeswohlgefährdung andauert, kann es das
Familiengericht anrufen, damit es die
erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung des
Kindeswohls herbeiführt. In 2025 haben die
Jugendämter diese Möglichkeit in 82 % aller
Widerspruchsfälle genutzt.
Ein Viertel
der Betroffenen kehrte an vorherigen
Aufenthaltsort zurück Im Anschluss an die
Schutzmaßnahme kehrte ein Viertel (25 %) der
Kinder und Jugendlichen an den vorherigen
Aufenthaltsort zurück. Weitere 44 % wurden nach
der Inobhutnahme an einem neuen Ort
untergebracht.
In 14 % der Fälle
beendeten die Betroffenen die Inobhutnahme
selbst, etwa, indem sie aus der Maßnahme
ausrissen. In 8 % der Fälle wechselte die
Zuständigkeit und in weiteren 8 % wurde die
Maßnahme auf andere Weise beendet. Diese Angaben
zum Maßnahmenende beziehen sich nur auf reguläre
Inobhutnahmen (ohne vorläufige Inobhutnahmen).
Stadt Kleve startet
Zertifizierungsprozess „StadtGrün naturnah“
Erfahrungen in der Natur sind für
uns alle wichtig: Kinder benötigen sie, um
gesund aufzuwachsen und Erwachsene brauchen
Naturräume für Bewegung und Erholung - am besten
natürlich direkt vor der Haustür.

Seit dem Frühsommer 2022 befindet sich direkt
vor dem Klever Rathaus eine artenreiche
Blühfläche.
Ihren bereits eingeschlagenen
Weg zur naturnahen Grünflächenpflege baut die
Stadt Kleve nun durch ein
Zertifizierungsverfahren für das Label
„StadtGrün naturnah“ aus. Pflegen Kommunen ihre
Grünflächen naturnah, profitieren Menschen,
Tiere und Pflanzen gleichermaßen: Wo
Flockenblumen, Margeriten oder Malven gedeihen,
sind auch Wildbienen und Schmetterlinge nicht
weit.
Darüber hinaus sind vielfältige
Naturräume wesentlich widerstandsfähiger
gegenüber den Herausforderungen des
Klimawandels. Mit dem Label „StadtGrün naturnah“
honoriert das Bündnis Kommunen für biologische
Vielfalt mit seinen derzeit 437 Mitgliedern aus
Städten, Gemeinden und Landkreisen als das
größte deutsche Netzwerk für naturnahe Kommunen
bereits seit mehreren Jahren das Engagement von
Städten und Gemeinden für ein ökologisches
Grünflächenmanagement.
Die Labelkommunen
entwickeln öffentliche Grünflächen zu
artenreichen Wildblumenwiesen, verwenden
heimisches Saat- und Pflanzgut und verzichten
auf Pestizide. Bei der Planung,
Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit für
mehr Natur in der Stadt erhalten die Kommunen im
Gegenzug professionelle Unterstützung durch das
Bündnis.
Die Bewerbung der Stadt Kleve
auf das Label ist eine Maßnahme des Klever
Klimaanpassungskonzepts, das 2024 vom Rat der
Stadt Kleve beschlossen wurde.
Klimaanpassungsmanagerin Merle Gemke zeigt sich
begeistert: „Gemeinsam mit den Umweltbetrieben
der Stadt Kleve wird schon länger an vielen
Stellschrauben gedreht, um eine möglichst
naturnahe Grünflächenpflege umzusetzen.
Das fördert bereits jetzt unsere Artenvielfalt
und macht Kleves Grünflächen resilienter für die
Zukunft, sodass wir langfristig Folgekosten
reduzieren. Umso besser ist es, dass wir die
dafür geleistete Arbeit bei der Stadtverwaltung
und den Umweltbetrieben nun für das Label
erfassen und gemeinsam den Weg für mehr
Naturnähe in der Grünflächenpflege weiter
beschreiten.“
Im Rahmen des
zwölfmonatigen Zertifizierungsprozesses trägt
die Stadt Kleve nun ihre Pflegepraktiken sowie
die bereits umgesetzten Maßnahmen zusammen und
entwickelt einen Maßnahmenplan für die Zukunft.
Am Ende des Prozesses wartet die Zertifizierung
in den Abstufungen Bronze, Silber oder Gold.
In bisherigen Teilnehmerkommunen hat das
Bündnis mit dem Label zahlreiche Initiativen zur
Förderung der Artenvielfalt im Stadtgebiet
angestoßen. Mehr Informationen zum Label
„StadtGrün naturnah“ sind unter dem Link www.kommbio.de/label
zu finden.
Kleve: Stärkung
frühkindlicher Bildung: Projekt „FamilyPlus“
erweitert sein Angebot Der Zugang
zu frühkindlicher Bildung ist ein entscheidender
Baustein für gute Entwicklungs- und
Bildungschancen von Kindern. Um Familien noch
gezielter zu unterstützen und bestehende
Zugangsbarrieren abzubauen, erweitert das
Jugendamt der Stadt Kleve gemeinsam mit der
Stiftung Anna-Stift das Projekt FamilyPlus im
Rahmen der Frühen Hilfen.
Mit Beginn des
neuen Kitajahres wird FamilyPlus um ein
aufsuchendes Beratungsangebot ergänzt.
Mitarbeitende des Projekts sind mit dem
Spielmobil in ausgewählten Quartieren unterwegs
und unterstützen Familien direkt vor Ort bei der
Online-Anmeldung für einen Kitaplatz. Das
Angebot richtet sich insbesondere an Familien,
die aufgrund sprachlicher, technischer oder
organisatorischer Hürden Unterstützung bei der
Anmeldung benötigen.
Dabei steht auch
eine mehrsprachige Beratung zur Verfügung.
„Frühkindliche Bildung darf nicht an formalen
Hürden scheitern. Mit der Erweiterung von
FamilyPlus gehen wir aktiv auf Familien zu und
unterstützen sie dort, wo sie leben. So schaffen
wir einen niedrigschwelligen Zugang zu den
Angeboten der Kindertagesbetreuung und stärken
die Chancengerechtigkeit von Anfang an“, erklärt
Markus Koch, Leiter des Jugendamtes der Stadt
Kleve.
Der aktuelle Familienbericht
Nordrhein-Westfalen 2026 macht deutlich, dass
insbesondere Familien in belastenden Lebenslagen
von wohnortnahen, niedrigschwelligen und gut
vernetzten Unterstützungsangeboten profitieren.
Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass frühe
Bildungsangebote wesentlich dazu beitragen,
Bildungsungleichheiten zu verringern und Kindern
einen erfolgreichen Start ins Leben zu
ermöglichen.
Das bestehende
FamilyPlus-Angebot der Stiftung Anna-Stift wird
bereits seit mehreren Jahren durch das Jugendamt
der Stadt Kleve im Rahmen der Frühen Hilfen
gefördert. Die nun vorgesehene Erweiterung
knüpft an die bisherigen Erfahrungen an und
verbindet aufsuchende Familienarbeit mit einem
konkreten Unterstützungsangebot rund um den
Zugang zur Kindertagesbetreuung.
Zum
Start des Angebots wird das Spielmobil in den
Sozialräumen Brüningstraße/Braunstraße sowie
Beethovenstraße regelmäßig präsent sein.
Familien erhalten dort unkompliziert Hilfe bei
der Einrichtung einer E-Mail-Adresse, der
digitalen Kita-Anmeldung sowie Informationen
rund um den Besuch einer Kindertageseinrichtung.
Ergänzend werden mehrsprachige
Informationspostkarten verteilt und über die
sozialen Medien auf das Angebot aufmerksam
gemacht. Mit der Förderung der
Angebotserweiterung verfolgt das Jugendamt der
Stadt Kleve das Ziel, allen Kindern – unabhängig
von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft –
einen möglichst frühen Zugang zu Bildung und
Förderung zu ermöglichen.
Die
Kooperation mit der Stiftung Anna-Stift leistet
dabei einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der
Frühen Hilfen und zur Stärkung von Familien.
Hintergrund: Was ist FamilyPlus? Weiterführende
Informationen zu dem Projekt finden
Interessierte auf der Internetseite von
familyplus unter:
https://www.familyplus-mobi.de/
Kleve: Sperrungen auf der
Königsallee für Baumpflegearbeiten
Für die Durchführung von Baumpflegearbeiten sind
Sperrungen auf der Königsallee erforderlich. Ab
Montag, 27. Juli 2026, müssen Teilstrecken der
Königsallee in Kleve für die Durchführung von
Baumpflegearbeiten gesperrt werden. Die Stadt
Kleve hatte im Frühjahr eine Fachfirma damit
beauftragt, die dort vorhandenen Alleenbäume auf
ihre Verkehrssicherheit zu überprüfen.
Nun werden die notwendigen Pflegemaßnahmen zum
Erhalt der Bäume durchgeführt. Insbesondere
handelt es sich dabei um Teileinkürzungen sowie
Kroneneinkürzungen einzelner Linden und
Kastanien. Zunächst wird am Montag, 27. Juli
2026, und Dienstag, 28. Juli 2026, jeweils in
der Zeit von 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr das
Teilstück der Königsallee zwischen dem
Kreisverkehr Kastanienweg/ Schweizer
Straße/Königsallee und der Einmündung
Annabergstraße gesperrt.
Eine Umleitung
wird über die Schweizer Straße, Ruppentaler Weg
und Treppkesweg ausgeschildert. Außerhalb der
Arbeitszeiten wird die Sperrung aufgehoben,
sodass die Strecke dann für den Straßenverkehr
zur Verfügung steht. Anschließend wird am
Mittwoch, 29. Juli 2026, und Donnerstag, 30.
Juli 2026, jeweils in der Zeit von 07:00 Uhr bis
17:00 Uhr, das Teilstück der Königsallee entlang
des Klever Friedhofs gesperrt.
Betroffen
ist die Strecke zwischen den Einmündungen
Annabergstraße und Merowingerstraße. Während der
Arbeitszeit wird der Verkehr über die
Annabergstraße und den Treppkesweg umgeleitet.
Auch hier wird die Sperrung außerhalb der
Arbeitszeiten aufgehoben, sodass die Strecke
dann für den Straßenverkehr zur Verfügung steht.
Schreibwerkstatt in der
Stadtbibliothek Dinslaken Kinder
und Jugendliche entwickeln in den Sommerferien
2026 eigene Geschichten: Vom 4. bis 8. August
gibt es in der Stadtbibliothek Dinslaken eine
kreative Schreibwerkstatt. Diese findet jeweils
von 10:00 bis 13:00 Uhr statt und richtet sich
an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 13
Jahren.
Unter dem Titel „Dieser eine
Sommer“ entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam
eigene Geschichten. Begleitet wird der Workshop
von der Kinder- und Jugendbuchautorin Cora
Gofferjé. Aus ersten Ideen entstehen Figuren,
Szenen und komplette Geschichten. Die
Teilnehmenden experimentieren mit Sprache,
Dialogen und verschiedenen Erzählformen und
lernen dabei, wie sich Geschichten Schritt für
Schritt entwickeln lassen.
Am Ende der
Woche präsentieren die Teilnehmenden ihre Texte
im Rahmen einer kleinen Abschlusslesung vor
Familie und Freund*innen. Die Schreibwerkstatt
ist Teil des Förderprogramms „SchreibLand NRW“,
das kreative Schreibangebote in Bibliotheken
unterstützt und Kindern sowie Jugendlichen einen
spielerischen Zugang zum Schreiben ermöglicht.
Der Teilnahmebeitrag beträgt
10 Euro. Ermöglicht wird dies durch die
Unterstützung des Freundeskreises
Stadtbibliothek und Stadtarchiv Dinslaken e. V.,
der den Großteil der Kosten übernimmt. Die
Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind
ab sofort möglich: per E-Mail an
bibliothek@dinslaken.de oder direkt vor Ort in
der Stadtbibliothek.

Diese Werkstatt wird gefördert vom
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des
Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von
SchreibLand NRW, einer Initiative des
Literaturbüros NRW, unterstützt vom Verband der
Bibliotheken NRW.
Sommerkino im
Museum Kurhaus Kleve: Broken Flowers (2005, 106
Min.) Das beliebte Sommerkino im
Museum Kurhaus Kleve findet dieses Jahr unter
dem Titel „Lakonie & Skurriler Humor“ statt und
ist den Filmen des Regisseurs Jim Jarmusch
gewidmet. Es wird in Kooperation mit den
Tichelpark Cinemas Kleve durchgeführt. Der
Eintritt ist FREI! Am Donnerstag, den 30. Juli
2026, 21 Uhr zeigen wir Broken Flowers (2005,
106 Min.)

Der tragikomische Roadmovie „Broken Flowers“
dreht sich um ein in die Jahre gekommener Don
Johnston. Zur gleichen Zeit als der ewige
Junggeselle Johnston von seiner Freundin Sherry
verlassen wird, erfährt er, dass er einen
19-jährigen Sohn hat, der auf der Suche nach ihm
ist. Sein Nachbar Winston, ein begeisterter
Hobby-Detektiv, bringt ihn dazu, eine Liste mit
ehemaligen Freundinnen aufzusetzen und stellt
für Johnston einen kompletten Reiseplan mit
Flug-, Auto- und Hotelbuchungen auf.
Johnston macht sich auf eine Odyssee quer durchs
Land, um herauszufinden wer die Mutter sein
könnte. Der Film wurde bei den Filmfestspielen
in Cannes 2005 mit dem „Großen Preis der Jury“
ausgezeichnet. Bitte Eingang direkt beim
Friedrich-Wilhelm-Bad benutzen, bei Regen fallen
die Veranstaltungen aus.
Das
Smartphone ist die Urlaubskamera Nummer eins
Angesichts von Digitalkameras, Action-Cams,
Sofortbildkameras und Drohnen stellt sich die
Frage, womit Urlaubsfotos heute tatsächlich
entstehen. Die Antwort fällt eindeutig aus: Drei
Viertel der Befragten nutzen dafür die
Smartphone-Kamera (75 Prozent). Klassische
Digitalkameras oder Kompaktkameras kommen auf 8
Prozent, Spiegelreflex- oder Systemkameras auf 6
Prozent.
Spezialgeräte bleiben die
Ausnahme: Sofortbildkameras und Action-Cams wie
GoPros werden jeweils von 2 Prozent genutzt.
Unterwasserkameras, analoge Kameras, Drohnen und
Kinderkameras liegen jeweils bei 1 Prozent.
Damit findet Urlaubsfotografie für die große
Mehrheit über das Gerät statt, das ohnehin im
Alltag dabei ist, das Smartphone.

VGL / KI-generiert
Das erklärt auch,
warum im Urlaub schnell viele Bilder
zusammenkommen. Fotografieren ist unkompliziert,
der Speicherplatz groß und das nächste Motiv
selten weit weg. Was früher ein begrenzter Film
war, ist heute eine große digitale Sammlung.
Ein Drittel lässt Urlaubsfotos auf dem
Smartphone Nach dem Urlaub zeigt sich, wie
digital diese Erinnerungen bleiben. Bei knapp
einem Drittel bleiben die Urlaubsfotos
überwiegend auf dem Smartphone (31 Prozent).
Weitere Befragte speichern sie in einer Cloud
(17 Prozent) oder sichern sie auf einer
Festplatte, Speicherkarte oder einem anderen
Datenträger (ebenfalls 17 Prozent).
Damit
landet ein großer Teil der Urlaubsbilder vor
allem in digitalen Speichern. Auffällig ist
auch, wie selten Fotos nach der Reise sortiert
werden: Nur 10 Prozent sortieren doppelte oder
schlechte Aufnahmen bewusst aus. Viele Bilder
landen im Speicher, doch nur ein kleiner Teil
wird später ausgewählt, geordnet oder
weiterverarbeitet.
Fotobücher und Abzüge
bleiben die Ausnahme Gedruckte Varianten sind
deutlich seltener. Ein Fotobuch erstellen nach
dem Urlaub 6 Prozent, einzelne Abzüge lassen 5
Prozent drucken. Ein Fotoalbum oder
Reisetagebuch gestalten nur 1 Prozent, ebenso
wenige drucken einzelne Bilder mit einem
Fotodrucker aus. Bilder zu rahmen oder
aufzuhängen, spielt in der Umfrage praktisch
keine Rolle.
Ganz verschwunden ist das
gedruckte Urlaubsfoto aber nicht. Die Frage nach
den Gründen fürs Drucken zeigt ein anderes Bild:
Knapp ein Viertel der Befragten erstellt
grundsätzlich gerne Fotobücher oder Alben (23
Prozent). Gedruckt wird außerdem, um Fotos zu
verschenken, aufzuhängen (19 Prozent) oder sie
im Alltag anzusehen (15 Prozent).
Gleichzeitig wird deutlich, warum viele Fotos
digital bleiben. Einige verzichten auf
Ausdrucke, weil sie ihre Bilder digital
speichern (19 Prozent). Für andere ist der
Aufwand zu groß (13 Prozent), einige vergessen
nach dem Urlaub meist, Fotos zu drucken oder
Alben zu erstellen (6 Prozent). Zwischen dem
Wunsch nach sichtbaren Erinnerungen und der
tatsächlichen Umsetzung steht also oft der
Alltag.
Mobile Fotodrucker können diese
Lücke kleiner machen. Sie bringen einzelne
Bilder direkt vom Smartphone aufs Papier, auch
schon während der Reise. So lassen sich
Reisetagebücher oder Alben unterwegs füllen.
Auch für Kinder gibt es passende Modelle, mit
denen sie eigene Urlaubserinnerungen direkt
festhalten können.
Sofortbildkameras sind
dagegen fast ein Gegenentwurf zur digitalen
Bilderflut. Hier entsteht nicht die zehnte
Version desselben Motivs, sondern ein einzelnes
Bild direkt beim Fotografieren. Das macht die
Aufnahme bewusster und gibt ihr von Anfang an
mehr Gewicht.
Aus digitalen Bildern
werden nur selten gedruckte Erinnerungen Die
Umfrage zeigt vor allem eines: Urlaubsfotos
werden heute schnell aufgenommen, gespeichert
und teils auch digital geteilt. In sozialen
Netzwerken entsteht daraus für manche eine Art
laufendes Fotoalbum. Gedruckte Bilder spielen
dagegen vor allem abseits des Bildschirms eine
besondere Rolle: Sie holen ausgewählte Momente
aus der digitalen Masse heraus und geben ihnen
einen festen Platz im Alltag.
Schon
wenige ausgewählte Bilder können reichen, um
eine Reise später wieder präsent zu machen. Ein
Fotobuch im Regal, ein Album auf dem Couchtisch,
ein Sofortbild an der Pinnwand oder ein kleiner
Stapel Abzüge, der herumgereicht wird: Mehr
braucht es manchmal nicht, damit aus
gespeicherten Bildern sichtbare Erinnerungen
werden.
Nachtfahrten
sicher vorbereiten, Müdigkeit früh erkennen und
Pausen richtig planen Mitten in der
Ferienzeit sind viele Reiserouten stark
belastet. Deshalb verlegen manche Autofahrer die
Fahrt in die Abend- oder Nachtstunden. Das kann
für weniger Verkehr und angenehmere Temperaturen
sorgen, stellt aber zugleich besondere
Anforderungen an Konzentration und
Aufmerksamkeit. Der ACV Automobil-Club Verkehr
klärt die wichtigsten Fragen rund um
Vorbereitung, Abfahrtszeit, Müdigkeit, Pausen
und Fahrten mit Kindern.
Was spricht für
und gegen eine Nachtfahrt? Eine Nachtfahrt in
den Urlaub kann viele Vorteile haben. Auf den
Autobahnen lassen sich häufig der Berufsverkehr
und in den Ferien auch Staus vermeiden. Gerade
im Sommer können die kühleren Temperaturen die
Fahrt angenehmer machen. Außerdem schlafen
Kinder auf längeren Fahrten häufig schneller ein
und viele Urlauber erreichen ihr Ziel bereits am
Morgen.
Ganz so einfach ist es trotzdem
nicht. Bei Dunkelheit werden Baustellen,
Stauenden, Wild oder schlecht beleuchtete
Fahrzeuge oft später erkannt. Gleichzeitig ist
der Körper nachts eigentlich auf Ruhe
eingestellt und nicht auf stundenlange
Konzentration am Steuer. Wer müde losfährt oder
nach einem langen Tag schnell noch „Kilometer
machen“ möchte, riskiert Konzentrationsfehler,
längere Reaktionszeiten und im schlimmsten Fall
Sekundenschlaf.
Wie lässt sich eine
Nachtfahrt vorbereiten? Für eine entspannte
Nachtfahrt zählt nicht nur, wann die Fahrt
beginnt, sondern auch, wie der Abend davor
verläuft. Wer kurz vor der Abfahrt noch Koffer
packt, Dokumente zusammensucht oder das Auto
beladen muss, startet häufig bereits gestresst
in die Nacht. Deutlich entspannter wird es, wenn
diese Aufgaben vorher erledigt sind:
•
Gepäck und Reisedokumente bereitlegen • Auto
in Ruhe beladen und schweres Gepäck sicher
verstauen • Route und Stopps für
Vignettenkauf, Tanken oder Laden heraussuchen
• Auto volltanken oder laden und den Reifendruck
prüfen • Beleuchtung kontrollieren sowie
Scheiben und Brille reinigen • Sonnenbrille
für die Morgensonne sowie eine Jacke für Pausen
griffbereit halten
Das Navigationssystem
sollte bereits vor dem Losfahren eingestellt
sein, idealerweise mit der ersten Pause als
Zwischenstopp. Wer zusätzlich ein bis zwei
geeignete Rastplätze oder Autohöfe entlang der
Route markiert, muss unterwegs nicht mühsam nach
einer geeigneten Gelegenheit suchen. Das ist
praktisch für eine Toilettenpause, einen Snack
oder einige Minuten an der frischen Luft.
Vor der Nachtfahrt schlafen oder
durchmachen? Die klare Antwort lautet: vorher
schlafen. Eine Nacht vor der Urlaubsfahrt
durchzumachen, ist keine gute Idee, auch wenn
die Vorfreude groß ist und vermeintlich nur noch
die Fahrt bevorsteht. Müdigkeit verschlechtert
die Konzentration, verlängert die Reaktionszeit
und erhöht das Risiko für Sekundenschlaf.
Studien zeigen, dass starker Schlafmangel
die Fahrtüchtigkeit ähnlich stark
beeinträchtigen kann wie Alkohol. Als grober
Richtwert gilt: Bereits nach rund 17 Stunden
ohne Schlaf können Leistungseinbußen auftreten,
die mit etwa 0,5 Promille vergleichbar sind.
Nach rund 22 Stunden ohne Schlaf kann die
Beeinträchtigung einem Niveau von etwa 1,0
Promille entsprechen.
Besser ist eine
geplante Schlafphase vor der Abfahrt. Das muss
nicht zwingend eine ganze Nacht sein. Auch
einige Stunden Schlaf am Abend oder Nachmittag
helfen mehr, als vollständig auf Schlaf zu
verzichten. Wenn zwei Erwachsene fahren können,
sollte der Fahrerwechsel vorher abgesprochen
werden. So kann sich die zweite Person darauf
einstellen und ebenfalls ausgeruht das Steuer
übernehmen.
Welche Abfahrtszeit ist am
günstigsten? Die ideale Abfahrtszeit hängt
vor allem vom eigenen Schlafrhythmus ab.
Entscheidend ist weniger die konkrete Uhrzeit
als die Frage, wann ein wirklich ausgeruhter
Start möglich ist.
Ein Start in den
frühen Morgenstunden kann sinnvoll sein,
allerdings nur, wenn vorher ausreichend
geschlafen wurde. Dann lassen sich häufig
bereits viele Kilometer zurücklegen, bevor der
Berufsverkehr oder Ferienreiseverkehr richtig
einsetzt. Gleichzeitig fällt dieser Start in die
zweite Nachthälfte, in der die innere Uhr bei
vielen Menschen noch auf Schlaf eingestellt ist.
Die erste Pause sollte deshalb bewusst früh
eingelegt werden.
Eine Abfahrt am späten
Abend ist nur dann eine gute Idee, wenn der Tag
ruhig war und vorher noch Schlaf möglich war.
Wer seit dem Morgen wach ist, gearbeitet,
gepackt und möglicherweise noch hektisch zu
Abend gegessen hat, sollte nicht mehr zu einer
langen Nachtfahrt aufbrechen. In diesem Fall
beginnt die Fahrt bereits mit wachsendem
Schlafdruck und führt ausgerechnet in die zweite
Nachthälfte hinein, in der Aufmerksamkeit und
Reaktionsfähigkeit ohnehin nachlassen können.
Unabhängig von der Abfahrtszeit gilt:
Entscheidend ist, ausgeruht zu starten, keine zu
langen Etappen am Stück zu fahren und sich
möglichst am Steuer abzuwechseln. Das gilt auch
dann, wenn die Straße leer ist und die Fahrt gut
vorangeht.
Woran lässt sich Müdigkeit
erkennen? Müdigkeit kommt selten plötzlich.
Meist kündigt sie sich an, allerdings werden die
ersten Anzeichen häufig ignoriert. „Bis zum
nächsten Rastplatz geht es noch.“ Oder: „Nur
noch 40 Kilometer, dann machen wir Pause.“
Solche Gedanken kennen viele Menschen, die
nachts in den Urlaub fahren. Sie sind häufig ein
Warnsignal dafür, dass die Müdigkeit die
Aufmerksamkeit bereits beeinträchtigt.
Typische Anzeichen für Müdigkeit sind: •
häufiges Gähnen, schwere Augenlider oder
ständiges Blinzeln • brennende Augen,
Frösteln oder innere Unruhe • Tunnelblick
oder nachlassende Aufmerksamkeit • verpasste
Schilder, Ausfahrten oder Tempolimits •
Schwierigkeiten, die Spur sauber zu halten •
das Gefühl, sich an die letzten Kilometer kaum
erinnern zu können
Wer solche Signale bei
sich bemerkt, sollte nicht versuchen, weiter
durchzuhalten, sondern direkt den nächsten
Parkplatz ansteuern. Sekundenschlaf kann bei
Müdigkeit plötzlich einsetzen, ohne dass dies
selbst richtig bemerkt wird. Für wenige Sekunden
besteht praktisch keine Fahrtüchtigkeit mehr,
auch wenn die Augen nicht bewusst zufallen.
Bei 100 km/h reichen zwei Sekunden aus, um
mehr als 50 Meter im Blindflug zurückzulegen.
Das genügt, um von der Fahrbahn abzukommen,
gegen die Leitplanke zu prallen oder ein
Stauende, eine Baustelle oder Wild zu spät zu
erkennen.
Was hilft gegen Müdigkeit
während der Fahrt? Die beste Reaktion auf
Müdigkeit ist eine echte Pause. Sobald erste
Anzeichen auftreten, sollte der nächste sichere
Parkplatz oder Rastplatz angesteuert werden.
Einige Minuten zügiges Gehen, Strecken,
Schulterkreisen oder lockeres Ausschütteln von
Armen und Beinen helfen dabei, wieder wacher zu
werden. Bei Müdigkeit ist ein Kurzschlaf von
zehn bis 20 Minuten häufig noch wirksamer.
Wer Kaffee gut verträgt, kann ihn direkt vor
dem kurzen Schlaf trinken. Koffein wirkt nicht
sofort, sondern zeitverzögert und kann das
Wachwerden nach dem Powernap erleichtern. Kaffee
ersetzt Schlaf jedoch nicht.
Tricks wie
laute Musik, offene Fenster oder Kaugummi helfen
höchstens kurzfristig. Die Müdigkeit
verschwindet dadurch nicht.
Die eigene
Müdigkeit wird von anderen Personen im Fahrzeug
häufig früher bemerkt als vom Fahrer selbst.
Deshalb hilft es, den Fahrerwechsel bereits vor
der Fahrt grob abzusprechen. Auch der Beifahrer
sollte aufmerksam bleiben: Wird der Fahrer
ungewöhnlich ruhig, gähnt häufig oder wirkt
unkonzentriert, ist es Zeit für eine Pause.
Was ist bei einer Nachtfahrt mit Kindern
wichtig? Mit Kindern kann eine Nachtfahrt gut
funktionieren. Viele Kinder schlafen im dunklen
Auto schnell ein, besonders wenn sie bequem
angezogen sind und vertraute Dinge dabeihaben.
Gerade für Kinder, die schnell unter
Reiseübelkeit leiden, kann eine Nachtfahrt
angenehmer sein, weil sie einen großen Teil der
Strecke verschlafen.
Doch auch wenn viele
Eltern froh sind, wenn ihre Kinder während der
Fahrt ruhig schlafen, sollten besonders bei
Fahrten mit Babys regelmäßige Pausen eingeplant
werden. Empfohlen wird, spätestens nach etwa
zwei Stunden Fahrt eine Pause einzulegen, da ein
längerer Aufenthalt in der Babyschale belastend
sein kann. Das gilt auch für Fahrten am Tag.
Auch bei älteren Kindern sollten Eltern auf
die Schlafposition achten. Wenn sich die Muskeln
im Tiefschlaf entspannen, kippt der Kopf häufig
nach vorne oder die Kinder rutschen tief in den
Sitz. Das kann zu Nackenschmerzen führen und
dazu, dass der Sicherheitsgurt nicht mehr
optimal anliegt. Verfügt der Kindersitz über
eine Ruheposition, sollte diese bereits vor der
Abfahrt eingestellt werden. Ein passendes
Schlaf- oder Nackenkissen kann zusätzlich
unterstützen, sofern es den Gurtverlauf nicht
beeinträchtigt.
Unabhängig vom Alter der
Kinder lohnt es sich, auch auf Wachphasen gut
vorbereitet zu sein und alles Wichtige
griffbereit zu haben. Wer nachts auf dem
Beifahrersitz lange nach dem Kuscheltier, der
Trinkflasche oder Snacks suchen muss, sorgt
schnell für Unruhe im Auto.
Hilfreich für
Familien sind: • Decke, Kuscheltier und
Kissen für eine möglichst bequeme Schlafposition
• Trinkflasche, leichte Snacks und Feuchttücher
griffbereit verstauen • Hörspiele, Bücher
oder ruhige Beschäftigungen für Wachphasen •
Kindersitz vor der Abfahrt korrekt einstellen
und den Sitz der Gurte kontrollieren •
regelmäßige Pausen, besonders mit Babys •
sichere und gut beleuchtete Rastplätze für
Pausen auswählen
Für Wachphasen sind
Hörspiele, Bücher oder ruhige Spiele häufig
besser geeignet als lange Bildschirmzeiten.
Helle Displays können Kinder wieder wacher
machen, besonders wenn sie längere Zeit auf ein
Tablet oder Smartphone schauen. Werden
Bildschirme dennoch zur Beschäftigung genutzt,
sollte die Helligkeit möglichst weit reduziert
werden. Gleichzeitig gilt: Schlafende
Kinder auf der Rückbank sind kein Grund, die
Strecke ohne Pause durchzufahren. Auch der
Fahrer braucht regelmäßige Erholung.

NRW-Haushalte kauften 2023
durchschnittlich 1,2 Liter Speiseeis pro Monat
* Ein Drittel (33,0 %) der Haushalte kaufte
Speiseeis * Familien mit Kind(ern) hatten
mit 40,8 % den größten Käuferanteil * Drei
Viertel der Alleinlebenden (75,5 %) kauften kein
Eis Schlagworte: Speiseeis, Familien, Konsum,
Haushalte
Die rund 8,7 Millionen
privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen
kauften im Jahr 2023 durchschnittlich 1,2 Liter
Speiseeis pro Monat und gaben dafür
durchschnittlich rund 6 Euro aus. Wie
Information und Technik Nordrhein-Westfalen als
Statistisches Landesamt mitteilt, beziehen sich
die Ergebnisse auf Käufe von Speiseeis wie z. B.
Eiscreme, Fruchteis und Sorbet.
Nicht
berücksichtigt sind Käufe zum
Außer-Haus-Verzehr, beispielsweise im Eiscafé,
sowie Eis für Kühlzwecke. Ein Drittel der
Haushalte kaufte Speiseeis Die folgenden
Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf
Haushalte mit Ausgaben für Speiseeis. Unabhängig
vom Haushaltstyp kauften im Jahr 2023 33,0 % der
privaten Haushalte Speiseeis. Bei Familien mit
Kind(ern) war der Käuferanteil mit 40,8 % am
höchsten. Bei Paaren ohne Kind(er) lag er bei
36,6 %, bei Alleinlebenden bei 24,5 %.

Haushalte mit Ausgaben für Speiseeis kauften
2023 durchschnittlich 3,6 Liter Eis monatlich.
Dafür gaben sie durchschnittlich 17 Euro aus.
Familien mit Kind(ern) kauften mit 4,8 Litern
die größten Mengen und hatten mit 21 Euro auch
die höchsten monatlichen Konsumausgaben. Bei
Paaren ohne Kind(er) beliefen sich die Einkäufe
auf 3,5 Liter und die Ausgaben auf 16 Euro,
Alleinlebende kauften 2,2 Liter Eis und gaben
dafür 11 Euro aus.

|