Niederrhein aktuell Sonderseiten
BZ-Sitemap • Reisen Hochschule Rhein-Waal VHS Archiv
 

Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

Archiv  • Vorige Woche: KW 30
Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

31. KW: Montag, 27. Juli - Sonntag, 2.8.2026 -
Themen u.a.:

DRK Moers: Mehr als 6.300 Stunden Ehrenamt für die Menschen in der Stadt
Mehr als 6.300 ehrenamtliche Einsatzstunden, fast 2.000 Fördermitglieder und ein starkes Engagement für Blutspende, Bevölkerungsschutz und Jugendarbeit: Bei der Jahreshauptversammlung des DRK Ortsvereins Moers wurde deutlich, welchen unverzichtbaren Beitrag das Deutsche Rote Kreuz täglich für die Menschen in der Stadt leistet. Zudem ehrte der Ortsverein langjährige Mitglieder für ihre Treue und ihren Einsatz.

Ob Blutspende, Sanitätsdienst, Bevölkerungsschutz oder Jugendarbeit – das Deutsche Rote Kreuz ist aus Moers nicht wegzudenken. Bei der Jahreshauptversammlung des DRK Ortsvereins Moers wurde deutlich, welchen Beitrag die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Tag für Tag für die Menschen in der Stadt leisten.

„Im Mittelpunkt der Ehrung stehen (vorn, v. l.) Heinz-Peter Verführt (45 Jahre Mitgliedschaft), Dominik Gohr-Foitzik (10 Jahre), Lea Gohr-Foitzik (10 Jahre) und Matthias Müller (5 Jahre). Hinter den Geehrten gratulieren der Vorstand des DRK Ortsvereins Moers Daniel Truyen, Guido Menzel, Michael Schmidt sowie Jan Höpfner, Präsident des DRK Kreisverbandes Niederrhein.“

Unter dem Motto „Kurz, knackig, zukunftsorientiert“ zog Vorsitzender Guido Menzel Bilanz für das Jahr 025. Der Ortsverein zählt 1.953 Fördermitglieder. Bei 25 Blutspendeterminen spendeten 1.346 Menschen Blut – darunter 198 Erstspenderinnen und Erstspender. Zudem investierte der Ortsverein gezielt in seine Einsatzkräfte, finanzierte Führerscheine für Ehrenamtliche und beschaffte ein neues Mannschaftstransportfahrzeug.

Der Präsident des DRK Kreisverbandes Niederrhein, Jan Höpfner, blickte in seinem Grußwort auf die Veränderungen im Ehrenamt. Die Gewinnung freiwilliger Helfer und die Finanzierung gemeinnütziger Arbeit seien heute anspruchsvoller als früher. Gleichzeitig zeigten Krisen- und Katastrophenlagen immer wieder, dass die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ungebrochen sei. Aufgabe des Roten Kreuzes sei es, dieses Engagement aufzugreifen, zu koordinieren und langfristig zu fördern.

Wie wichtig dieses Ehrenamt für Moers ist, verdeutlichte Bereitschaftsleiter Michael Schmidt mit eindrucksvollen Zahlen: 51 aktive Einsatzkräfte leisteten im vergangenen Jahr 6.308 ehrenamtliche Stunden bei 275 Einsätzen und Diensten. Das Spektrum reicht von Sanitätsdiensten bei Veranstaltungen über Einsätze im Bevölkerungsschutz bis hin zu Betreuungs- und Verpflegungseinsätzen. Auch das Spülmobil des Ortsvereins trägt bei zahlreichen Veranstaltungen zu mehr Nachhaltigkeit bei.

Über die Nachwuchsarbeit berichtete Lea Gohr-Foitzik für das Jugendrotkreuz. Mit der Kampagne „Lautstark NEIN“ setzt sich das JRK für Kinderrechte und Mitbestimmung ein. Aktuell engagieren sich 45 Kinder und Jugendliche, die sich alle zwei Wochen zu Gruppenstunden treffen.

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Ausgezeichnet wurden Matthias Müller (5 Jahre), Lea und Dominik Gohr-Foitzik (10 Jahre) sowie Heinz-Peter Verführt, der seit 45 Jahren dem Deutschen Roten Kreuz die Treue hält.


Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiter unter Druck
Die Arbeitsmarktzahlen im Juli 2026 Die beginnende Sommerpause mit Abschluss des Schuljahres und Ende des Ausbildungsjahres, nach dem viele junge Menschen für kurze Zeit arbeitslos sind, führt zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent. Im Vormonat lag die Quote bei 6,2 Prozent, im Juli 2025 bei 6,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl arbeitsloser Menschen um rund 71.000 auf rund 3.007.000.

Die Arbeitslosigkeit im Juli stieg im Durchschnitt der letzten drei Jahre um 70.000 Personen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat um 9.000 Personen auf 34,83 Millionen gesunken. Ohne die Beschäftigungsaufnahmen ausländischer Staatsangehöriger würde die Zahl der Beschäftigten seit längerem und stärker sinken.

5,99 Millionen Ausländerinnen und Ausländer waren im Mai in Deutschland beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 185.000 gestiegen. Dieser Zuwachs geht vollständig auf Personen aus sog. Drittstaaten zurück. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Unsere Industrie steht weiter vor großen Herausforderungen. Kriege und Krisen belasten unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt.

Die Bundesregierung hält hier dagegen. Wir unterstützen Betriebe ebenso wie Bürgerinnen und Bürger mit Rekordinvestitionen in Infrastruktur, Forschung und Digitalisierung, mit Bürokratieabbau, Sozialstaatsreformen und Qualifizierung. Am 1. August beginnt das neue Ausbildungsjahr, viele junge Menschen starten in den nächsten Wochen in ihr Berufsleben. Gleichzeitig gibt es eine große Zahl von Menschen ohne Berufsabschluss.

Das erhöht das Risiko, in späteren Jahren arbeitslos zu werden und zu bleiben. Der Ausbildungsmarkt für dieses Jahr ist noch in Bewegung. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit ist allerdings so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Dabei ist für Unternehmen die Ausbildung junger Menschen zentral: Sie decken damit ihren Personalbedarf und vermeiden Engpässe bei Fachkräften. Mit Blick auf die Demographie in unserem Land wäre es sehr kurzsichtig, nicht auszubilden.

Die Azubis von heute sind die dringend benötigten Fachkräfte von morgen und entscheidend für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Agenturen für Arbeit beraten Arbeitgeber und Jugendliche umfassend zu allen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten.“

Wesel von oben: Domturm öffnet zu den PPP-Tagen
Willibrordi-Dombauverein lädt am 2. August zum Aufstieg und zur Erkundung des Doms ein Die Weseler Innenstadt und den Niederrhein aus einer besonderen Perspektive erleben: Dazu bietet sich während der PPP-Tage eine seltene Gelegenheit. Der Willibrordi-Dombauverein öffnet am Sonntag, 2. August 2026, von 13 bis 17 Uhr den Turm des Willibrordi-Doms.

Nach dem Aufstieg erwartet die Besucherinnen und Besucher ein weiter Blick über Wesel und die niederrheinische Umgebung. Der weithin sichtbare Turm prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Wesels. Der Willibrordi-Dom ist eine fünfschiffige spätgotische Basilika und zugleich Stadtkirche, Gotteshaus und bedeutender Veranstaltungsort im Herzen der Stadt.

Seine Baugeschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Nach der weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom von 1948 bis 1994 wiederaufgebaut. Eine maßgebliche Rolle spielte dabei der 1947 gegründete Willibrordi-Dombauverein. Die Bürgerinitiative organisierte den Wiederaufbau mit einer eigenen Dombauhütte und setzt sich bis heute für den Erhalt und die bauliche Unterhaltung des denkmalgeschützten Bauwerks ein. Auch im Kirchenraum gibt es während der Öffnungszeit viel zu entdecken.

Ehrenamtliche Domkennerinnen und Domkenner stehen für Fragen zur Verfügung und bieten interessierten Gästen Einblicke in die Geschichte, Architektur und Besonderheiten des Willibrordi-Doms. Wer den Termin während der PPP-Tage nicht wahrnehmen kann, erhält am Sonntag, 13. September 2026, anlässlich des Tags des offenen Denkmals erneut Gelegenheit zu einer Turmbesteigung.


NRW: Zahl der Sterbefälle während der Hitzewelle im Juni 2026 erreicht neuen Höchststand seit 2000
* 6.335 Gestorbene in der Woche vom 22. bis 28. Juni 2026
* Neues Maximum der Sterbefälle pro Tag am 28. Juni 2026
* Sterbefallkalender NRW veranschaulicht den Einfluss von Wärmebelastung auf die Mortalität

In der zweiten Junihälfte des Jahres 2026 lagen in Nordrhein-Westfalen an 11 aufeinanderfolgenden Tagen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor, darunter 8 Tage mit der höchsten Warnstufe. Wie das StatistischesLandesamt anhand vorläufiger Daten mitteilt, erreichte die Zahl der Sterbefälle in der zweiten Woche dieser langanhaltenden Hitzephase den zweithöchsten Wert seit Januar 2000.

In der betreffenden Kalenderwoche starben vom 22. Juni 2026 bis zum 28. Juni 2026 insgesamt 6.335 Menschen aus NRW. Bisheriger Höchstwert der Sommermonate Juni bis August wird um gut 1.400 Sterbefälle überschritten Die Zahl der Sterbefälle überschritt damit deutlich den bisherigen saisonalen Höchstwert für die Sommermonate seit Januar 2000. In den Monaten Juni bis August der Jahre 2000 bis 2025 lag die höchste wöchentliche Sterbefallzahl bei 4.883.


*) Vorläufige Daten Quelle: Statistisches Bundesamt: 2026, IT.NRW: 2000 - 2025

Doch nicht nur im Vergleich zu bisherigen Sommermonaten, in denen das Niveau der Sterbefälle typsicherweise niedriger liegt, war die Zahl der Todesfälle in der 26. Kalenderwoche dieses Jahres außergewöhnlich hoch. Selbst in den Wintermonaten während Grippe- und COVID-19-Wellen wurden derartig hohe Sterbefallzahlen historisch nur vereinzelt erreicht.

Der wöchentliche Höchstwert in diesem Jahrhundert wurde in der 51. Kalenderwoche des Jahres 2022 mit 6.349 Gestorbenen gemessen. Der aktuelle Wert unterschreitet diesen lediglich um 14 Fälle. Eine ähnlich hohe wöchentliche Sterbefallzahl wurde zuletzt während der Grippewelle im Februar 2018 in der 10. Kalenderwoche mit 6.179 Gestorbenen registriert.

Neuer Höchstwert der Sterbefälle pro Tag am 28. Juni 2026 Bei der Betrachtung der Sterbefälle auf Tagesbasis übertrafen die Fallzahlen zum Ende der Hitzephase sämtliche seit dem 1. Januar 2000 erfassten Werte (9.676 Tage) deutlich. Am 28. Juni 2026 verstarben in NRW 1.494 Personen, am Vortag waren es 1.371.

Zum Vergleich: Ende 2022 sowie im Februar 2018 blieben die Tageswerte trotz stark erhöhter Mortalität in diesen Zeiträumen unter der Marke von 1.000 Sterbefällen am Tag. Anhaltende Hitzephase ab dem 18. Juni 2026 Vom 18. bis zum 28. Juni 2026 veröffentlichte der Deutschen Wetterdienst (DWD) an jedem Tag Hitzewarnungen für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW.

An 8 Tagen, davon 5 in der zweiten Woche der Hitzewelle (26. Kalenderwoche), wurde vor extremer Wärmebelastung gewarnt, welche die höchste Warnstufe des DWD darstellt. Damit gab es bereits im Juni 2026 doppelt so viele Tage mit extremer Wärmebelastung als bisher maximal – gemessen seit Einführung des amtlichen Hitzewarnsystems im Jahr 2005 – in einem Kalenderjahr vorlagen.



Sterbefallkalender NRW veranschaulicht den Einfluss von Wärmebelastung auf die Mortalität
Welchen Einfluss neben Hitze das Infektionsgeschehen in den Wintermonaten auf die Sterblichkeit hat und welche Rolle das Alter der Gestorbenen spielt, betrachtet die Analyse „Sterbegeschehen in Nordrhein-Westfalen” anhand des neuen Sterbefallkalenders NRW.

Dieser stellt auf Basis der endgültigen Sterbefallzahlen für den Zeitraum 2015 bis 2025 tagesscharf die Sterbefälle nach Altersgruppen bereit und verknüpft diese mit ergänzenden Daten des Deutschen Wetterdienstes und des Robert Koch-Instituts.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht vorläufige Sterbefallzahlen für Tage, Wochen und Monate als Bundes- sowie Landesergebnisse im Statistischen Bericht zu den Sterbefällen (Statistischer Bericht - Tabelle 12613-07: Sterbefälle nach Tagen in den Bundesländern - Insgesamt). Vorläufige plausibilisierte Zahlen für Kreise und kreisfreie Städte in NRW nach Altersgruppen liegen voraussichtlich im September 2026 vor und werden durch IT.NRW veröffentlicht.



Wesel: Organisationsanpassung bei der Kreisverwaltung: Vorstandsbereich 1 in „Kreiskämmerei“,„Personal, Organisation und Digitalisierung“ aufgeteilt
Der Vorstandsbereich 1 der Kreisverwaltung Wesel, bislang in großer Zuständigkeit für Finanzen, Beteiligungssteuerung, Zentrales Controlling, Mobilität, Personal, Organisation und IT sowie Digitalisierung, wird neu strukturiert. Er wird zum 1. August 2026 in zwei Verantwortungsbereiche aufgeteilt, den der Kreiskämmerei und den des Vorstandsbereichs 1 für „Personal, Organisation und Digitalisierung“. 

Kreiskämmerer Karl Borkes fokussiert sich dann auf die Finanzen, Beteiligungssteuerung, das Zentrale Controlling und die Mobilität. Aus der bisherigen Bereichsleiterin für Personal und Organisation, Sandra Postulka, wird Vorstandsmitglied 1, zuständig für Personal, Organisation und Digitalisierung. Die Funktion der Bereichsleitung wird aufgelöst. Die Maßnahme erfolgt stellenplanneutral. 

Landrat Ingo Brohl: „Gerade um unserem Anspruch aus konsolidieren, fokussieren und modernisieren vor dem Hintergrund der beispiellosen kommunalen Finanzkrise in Deutschland und damit auch im Kreis Wesel gerecht zu werden, ist die Teilung des großen Vorstandsbereichs notwendig.

Auch dem demografischen Wandel, der eine herausfordernde Personalbewirtschaftung verlangt, sowie der notwendigen Staatsmodernisierung begegnen wir als Kreisverwaltung damit sehr konsequent. Die Führung und strategische Steuerung in den Bereichen Finanzen, Personal und Organisation sowie Digitalisierung anzupassen ist ein weiterer Schritt des bereits begonnenen Generationswechsels und der zukünftigen Ausrichtung in der Führungsetage der Kreisverwaltung.“ 

Ziel der Organisationsoptimierung ist es, noch klarere Führungsstrukturen und schnellere Entscheidungsprozesse zu schaffen, die zu einer optimierten Verwaltungssteuerung und Beschleunigung der Verwaltungsmodernisierung führen.

Landrat Ingo Brohl (r.), Vorstandsmitglied für den Bereich Personal, Organisation und Digitalisierung Sandra Postulka (mi.) und Kreiskämmerer Karl Borkes (l.)


Wesel: KI für KMU NiederRhein: Neuer Veranstaltungskalender bündelt Angebote – von KI-Grundlagen bis zum Mentoring-Programm
Ab sofort finden kleine und mittlere Unternehmen aus den Kreisen Wesel und Kleve sowie der Stadt Duisburg regionale KI-Veranstaltungen gebündelt in einem neuen Veranstaltungskalender. Das kostenfreie Angebot des Projekts KI für KMU NiederRhein umfasst Informationsveranstaltungen, Workshops, Praxisformate und Netzwerkveranstaltungen online und vor Ort, und erleichtert Unternehmen den Einstieg in die Künstliche Intelligenz.

Alle Veranstaltungen sowie Informationen zur Anmeldung finden Interessierte unter https://linktr.ee/KIfuerKMU. Künstliche Intelligenz bietet Unternehmen große Chancen – von effizienteren Prozessen über die Entlastung von Fachkräften bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Viele Betriebe stehen jedoch vor der Frage, welche Einsatzmöglichkeiten für sie relevant sind und wie der Einstieg gelingt.

Genau hier setzt das Projekt KI für KMU NiederRhein an: Gemeinsam mit den wissenschaftlichen Partnern Hochschule Rhein-Waal, Universität Duisburg-Essen und der HAN-University of Applied Sciences entwickelt das Projekt praxisnahe Unterstützungsangebote für den Mittelstand.

Die EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) Kreis Wesel bringt dabei die Perspektiven und Bedarfe der Unternehmen aus der Region aktiv ein. „Die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts hängt entscheidend davon ab, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen die Chancen neuer Technologien nutzen können.

Mit dem neuen Veranstaltungskalender schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu regionalem KI-Know-how und stärken so die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen im Kreis Wesel“, sagt Landrat Ingo Brohl. Eine umfangreiche Bedarfsanalyse des Projektkonsortiums zeigt: Unternehmen wünschen sich vor allem verständliche Informationen, konkrete Praxisbeispiele und den direkten Austausch mit Expertinnen und Experten.

Der neue Veranstaltungskalender greift diese Anforderungen auf und bietet Unternehmen einen einfachen Zugang zu passenden Formaten – von ersten Grundlagen über praxisnahe Workshops bis hin zu Austausch- und Unterstützungsangeboten. „Unsere Veranstaltungen sollen Unternehmen nicht nur informieren, sondern ihnen konkrete Orientierung für den Einsatz von KI im eigenen Betrieb geben.

Die Teilnehmenden lernen praxisnahe Anwendungsbeispiele kennen, können ihre Fragen mit Expertinnen und Experten besprechen und nehmen Impulse mit, die sie direkt weiterentwickeln können“, sagt Julian Hüsken, Projektmanager des Projekts KI für KMU NiederRhein bei der EntwicklungsAgentur Wirtschaft Kreis Wesel. Da viele Formate interaktiv gestaltet sind und die Teilnehmerzahlen begrenzt sind, empfiehlt das Projektteam eine frühzeitige Anmeldung.

Das Projekt KI für KMU NiederRhein wird von der Europäischen Union kofinanziert und durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 gefördert.

Moers: Bürgermeisterin Zupancic verwandelt Foyer in Galerie 
In eine kleine Galerie verwandelt sich wieder das Foyer des Büros von Bürgermeisterin Julia Zupancic. Bis 20. Oktober stellen zwölf Moerser Künstlerinnen und Künstler unter dem Motto ‚Farbenspiel‘ ihre Werke aus. Zu sehen sind passend zum Titel sind besonders farbenfrohe und florale Bilder.

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat erneut Künstlerinnen und Künstler eingeladen, Werke im Foyer ihres Büros auszustellen (r.). (Foto: pst)

„Das sieht wirklich schön aus – besonders durch die abwechslungsreichen Farben“, freute sich Bürgermeisterin Julia Zupancic bei der Eröffnung am Dienstag, 21. Juli. Passenderweise heißt ein Bild ‚Bunt ist meine Lieblingsfarbe“.  Als Techniken haben die Künstlerinnen und Künstler beispielsweise Acrylfarbe, Kreide oder Wasserfarbe verwendet.

Bereits vorher war eine Ausstellung mit dem Titel ‚Magische Orte‘ im Foyer zu sehen. Die Idee, den Raum zu nutzen, hatte Bürgermeisterin Zupancic beim Moerser Kunstfrühling geäußert. Damit möchte sie Künstlerinnen und Künstlern aus der Region eine zusätzliche Plattform für die Präsentation ihrer Arbeiten bieten. 

Interessierte haben die Möglichkeit, die ausgestellten Bilder zu kaufen. Beteiligt sind dieses Mal an der Ausstellung Nadine Balzani, Christine Cleef, Carola Günther, Jutta Hofmann, Gaby Kienle, Claudia Lottkus, Silvan Olzog, Werner Plenkmann, Marianne Pütz, Karena Seidel, Helga Steneberg und Dagmar Winkler.

Interessierte können die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Rathauses im Foyer des Büros der Bürgermeisterin, 1. Etage im Nordflügel, besuchen. Wer Interesse an einem der Werke hat, kann sich an Michaela Sämisch wenden, Telefon: 0 28 41 / 201-206, E-Mail: michaela.saemisch@moers.de.

Moers: In den Ferien Sagen, Mären und Legenden im Musenhof entdecken   
Tief in das Leben des Mittelalters eintauchen, können Kinder von sechs bis zwölf Jahren wieder beim Ferienprogramm im Grafschafter Musenhof. „Das Angebot besteht seit 2010 – seitdem es den Musenhof gibt“, erläutert Museumsleiterin Diana Finkele.

Ramona Stenger und Diana Finkele (v.l.) freuen sich auf das Ferienprogramm im Grafschafter Musenhof, das ab 10. August für drei Wochen angeboten wird. (Foto: pst)

Vom 10. bis 28. August können Kinder unter dem Motto ‚Sagen, Mären, Legenden‘ Wissenswertes über Heldinnen, Helden Ritter, Burgfräulein, Drachen, magische Tiere, Heilige und Wunder erfahren.  Dabei erwarten die Kinder ganz viele Geschichten wie das Nibelungenlied oder die „Mären“ „Sieben Schwäne“ und „Das Eselchen“.

„Diese Geschichten sind voller Moral, aber auch Witz“, erklärt Kulturpädagogin Ramona Stenger. Die Texte zu den „Mären“ sind aus dem Mittelalter überliefert. Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Team möchte Ramona Stenger die Kinder für diese Geschichten begeistern. Heiliger Gral aus Ton und eigenes Ritterschild Bei der Ferienfreizeit in der mittelalterlichen Spiel- und Lernstadt geht es natürlich nicht nur um das Zuhören, sondern die Kinder können frei spielen und sich verkleiden oder an einer der Bastelaktionen teilnehmen.

Beispielsweise können sie ihren eigenen „Heiligen Gral“ aus Ton herstellen, ihr eigenes Wappen sticken, Münzen prägen oder ein Ritterschild gestalten. Bis auf letztere sind alle Bastelaktionen kostenfrei. 

Jede Woche steht unter einem anderen Titel. Vom 10. bis 14. August heißt das Motto „Was Sagen uns sagen!“. Dabei geht es unter anderem um die Ritter der Tafelrunde und König Artus. Vom 17. bis 21. August entdecken die Kinder bei „Was Mären uns bescheren“ unterhaltsame Geschichten voller Humor, Einfallsreichtum und überraschenden Wendungen.

„Was Legenden uns spenden!“ vom 24. bis 28. August handelt von mutigen Menschen wie Gregorius, der schwierige Herausforderungen meistert und gegen einen Drachen kämpfen muss.   Das Ferienprogramm findet vom 10. bis 28. August, jeweils montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Täglich können Eltern eines der Zeitfenster wählen.

Eine Anmeldung ist nicht nötig. Eine Platzgarantie kann nicht gegeben werden. Das Grafschafter Museum bittet die Eltern darum, auf dem Wetter angepasste Kleidung der Kinder zu achten.  Zudem sollten die Kinder ausreichend Wasser, Essen und Sonnenschutz mitbringen. Bei Gewitter wird das Ferienprogramm ins Schloss verlegt. 

ISG hat Schönes mit Moers vor
„Herzlichen Glückwunsch zur neuen Position!“ Zu einem Kennenlerntermin begrüßte Bürgermeisterin Julia Zupancic Tanja Sauerborn und Gudrun Berns am 21. Juli. Die beiden Frauen sind neue Vorsitzende der „Immobilien- & Standortgemeinschaft Moers Innnenstadt e.V.“ – kurz ISG Moers.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit zwischen ISG Moers und Stadtverwaltung: Tanja Sauerborn, Gudrun Berns, Bürgermeisterin Julia Zupancic und Achim Reps (v.l.). (Foto: pst)

Begleitet hat sie der ehemalige Vorsitzende Achim Reps, der dem Verein für ein Projekt weiter zur Verfügung steht. Das Ziel des Vereins ist, die Innenstadt „lebendig, attraktiv und wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten.“ Im aktuellen Flyer verspricht die ISG:

„Hallo Moers, wir haben Schönes mit Dir vor!“
Stadt unterstützt bei Sicherung der Weihnachtsbeleuchtung  Ebenfalls neu im Vorstand sind Greta-Marie Schlootz als Schatzmeisterin und Maike Leese als Schriftführerin. Zum Start des neuen Vorstands im Frühjahr gab es direkt die Herausforderung, dass festgestellt wurde, dass die Halterungen für die Weihnachtsbeleuchtung an Gebäuden in der Altstadt marode sind.

Im Mai hatte der Rat der Stadt Moers aber bereits beschlossen, der ISG maximal 120.000 Euro für Untersuchung und notwendige Erneuerung als Zuschuss zu gewähren. Neue Mitglieder zur Stärkung des Vereins gesucht Ein Thema für das kommende Jahr ist der Coca-Cola-Truck, der in der Vorweihnachtszeit an einem zentralen Platz in der Innenstadt stehen soll.

Aktuell muss sich der Vorstand um die Akquise von neuen Mitgliedern kümmern, damit die Vereinsarbeit gesichert bleibt. Durch die Mitgliedsbeiträge sowie den Zuschuss der Stadt Moers, des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Ministerium für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung konnten in der Vergangenheit mehrere Maßnahmen umgesetzt werden.

Dazu zählen beispielsweise die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung, die künstlerische Gestaltung der Stromkästen und die Modenschau in der Altstadt. Zudem hat die ISG Aktionen mitfinanziert, wie zum Beispiel die Veranstaltung TeaTime oder das Heimatshoppen. Kontakt zur ISG Moers: Internetseite: www.isg-moers.de E-Mail: info@isg-moers.de


Kleve: Radvorrangroute entlang des Spoykanals offiziell eröffnet
Entspannt radeln direkt am Wasser: Der Radweg entlang des Spoykanals samt Brücke über den Tweestrom ist eröffnet. Mit dem Bau der Trasse hat die Stadt Kleve einen wichtigen Lückenschluss im Radverkehrsnetz zwischen Innenstadt, Gewerbegebiet und den Ortsteilen erreicht. Bürgermeister Markus Dahmen lud am Montag zur offiziellen Einweihung der fertiggestellten Strecke ein.

Bürgermeister Markus Dahmen (Mitte) eröffnete den neuen Radweg am Montagnachmittag mit dem Technischen Beigeordneten Christian Bomblat (vorne links) und der Radverkehrsbeauftragten Pascale van Koeverden (vorne rechts).

Auf rund 1,55 km Länge verbindet die neue Trasse entlang des Spoykanals die Benzstraße im Süden mit der Straße Spyckscher Baum im Norden. Optisches und technisches Highlight des Projektes: Zur Querung des Tweestroms, eines schmalen Altrheinarms direkt am Parkplatzbereich der Benzstraße, wurde eigens eine Radwegbrücke errichtet. Nachdem die vorbereitenden Arbeiten bereits Anfang 2025 begonnen hatten und die eigentlichen Bauarbeiten im November 2025 aufgenommen wurden, konnte das Projekt Anfang Juli 2026 erfolgreich abgeschlossen werden.

Brücke Radweg Spoykanal 2

Einweihung Radvorrangroute-2
Als Maßnahme des Mobilitätsentwicklungskonzeptes sowie des Klimaschutzfahrplans der Stadt Kleve trägt die Radvorrangroute zu einem sicheren, komfortablen und schnellen Radverkehr in Kleve bei, wie Bürgermeister Markus Dahmen vor Ort betont: „Beim Radweg entlang des Spoykanals geht es darum, eine direkte und sichere Verbindung zwischen der Klever Innenstadt, dem Gewerbegebiet und den Ortsteilen zu bieten, um den Umstieg auf das Rad zu fördern.“

Berufspendlerinnen und Berufspendler profitieren davon genauso wie Schülerinnen und Schüler sowie Touristinnen und Touristen. Mobilitätsmanagerin Pascale van Koeverden ergänzt: „Die Radvorrangroute bietet beste Bedingungen und hohen Komfort für den Umstieg auf das Rad im Alltag und in der Freizeit. Damit leistet sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt“.

Einweihung Radwegbrücke-2

Die asphaltierte Radvorrangroute ist drei Meter breit und erlaubt damit auf ihrer kompletten Länge einen reibungslosen Begegnungsverkehr. Auch die Kurvenradien sind so bemessen, dass problemlos höhere Geschwindigkeiten gefahren werden können. Gerade für Nutzerinnen und Nutzer von E-Bikes ist das angenehm. Entlang der Trasse fällt der Blick auf den Spoykanal. An den Streckenrändern wurden Artenschutzzäune errichtet und Wildhecken gepflanzt. Sie bieten heimischen Vögeln und Insekten Schutz und Nahrung. Im Sinne des Artenschutzes wurde auf eine Beleuchtung der Strecke verzichtet.

Die Querung des Tweestroms ermöglicht eine schlanke Rohrbogenbrücke aus Stahl mit abgehängter Fahrbahn. Ihre Stützweite zwischen den Widerlagern beläuft sich auf ca. 25 m, zwischen den Geländern ist mit vier Metern lichter Breite genug Platz für den Radverkehr. Bei schlechter Witterung und nasser Fahrbahn bietet der Bodenbelag aus rutschhemmendem Kunststoff in Holzbohlen-Optik ausreichenden Halt für eine sichere Fahrt.

Der Bau des Radwegs am Spoykanal samt Radwegbrücke wird im Rahmen der Förderrichtlinie Nahmobilität sowie der Stadt und Land Förderung durch das Bundesverkehrsministerium unterstützt. Berechnungen zum Projektstart haben Gesamtkosten in Höhe von 4,7 Mio. Euro veranschlagt. Der Fördermittelgeber hat auf dieser Basis 4,46 Mio. Euro an Fördergeldern bewilligt.

Insbesondere durch deutliche Kostenreduzierungen beim Radwegbau fallen die tatsächlichen Baukosten nun geringer aus, sodass sich auch die Fördersumme entsprechend verringert. Die Stadt Kleve geht von Gesamtkosten in Höhe von rund 3 Mio. Euro aus. Genaue Summen werden im Rahmen der Endabrechnung ermittelt.



NRW-Inflationsrate liegt im Juli 2026 bei 2,7 %

* Kraftstoffpreise zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 23,2 % gestiegen
* Preise für Nahrungsmittel im Juli 2026 um 0,2 % niedriger als vor einem Jahr
* Dienstleistungen der häuslichen Alten- und Behindertenpflege im selben Zeitraum um 11,8 % gestiegen

Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Juli 2026 bei 2,7 %. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Juni 2026) um 0,9 %. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 2,5 % gestiegen.



Vorjahresvergleich: Nahrungsmittelpreise sinken um 0,2 % Z
wischen Juli 2025 und Juli 2026 sind die Nahrungsmittelpreise um durchschnittlich 0,2 % gesunken. Deutlich günstiger angeboten als vor einem Jahr wurden Speisefette und -öle (−17,1 %), darunter insbesondere Butter (−33,7 %). Dies galt auch für Molkereiprodukte wie teilentrahmte Milch (−11,7 %), Vollmilch (−9,6 %) sowie Käse und Quark (−7,6 %).

Die Preise für Eier hingegen sind binnen Jahresfrist um 14,8 % gestiegen. Die Energiepreise entwickelten sich weiterhin gegenläufig: Während Strom und Gas zwischen Juli 2025 und Juli 2026 Preisrückgänge verzeichneten (−5,0 % bzw. −1,1 %), wurde insbesondere Heizöl deutlich teurer angeboten (+23,1 %) als vor einem Jahr.

Die Preise für Kraftstoffe liegen seit Februar 2026 über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresmonate: Im Juli 2026 mussten Autofahrende für Kraftstoffe 23,2 % mehr bezahlen als im Juli 2025 (darunter Diesel +26,4 % und Benzin +22,4 %). Die Preise für Dienstleistungen in Gaststätten stiegen zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 3,2 %. Preissteigerungen verzeichneten u. a. auch Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+6,6 %), darunter insbesondere die Dienstleistungen der häuslichen Alten- und Behindertenpflege (+11,8 %).

Vormonatsvergleich: Preisrückgänge bei Herren- und Damenbekleidung Die Preisentwicklung zwischen Juni 2026 und Juli 2026 war u. a. durch die Rücknahme des Tankrabatts durch die Bundesregierung und dem Sale im Bekleidungseinzelhandel geprägt: Mit dem Wegfall des sogenannten „Tankrabatts” stiegen die Preise für Diesel um 20,0 % und Benzin um 15,8 %.

Der „Sale” führte bei Herrenbekleidung zu Preisrückgängen um 5,1 %, bei Damenbekleidung um 4,8 %. Preisrückgänge im Bereich der Nahrungsmittel verzeichneten beispielsweise Stein- oder Kernobst wie Pfirsiche und Kirschen (−13,0 %), Tomaten (−10,8 %) und Möhren (−10,4 %). Teurer wurden Gurken (+54,3 %), Quark (+6,8 %) und Äpfel (+4,5 %).
Verbraucherpreisindex für NRW (Basisjahr 2020 = 100) im Juli 2026 – vorläufige Ergebnisse (Wichtige Preisveränderungen)

Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland von 2016 bis 2025 um 174,1 % gestiegen
• Heimische Erntemenge von Sojabohnen von 2016 bis 2025 mehr als verdreifacht (+202,8 %)
• Sojabohnen-Importe (3,4 Millionen Tonnen) übersteigen heimische Erntemenge (130 800 Tonnen) 2025 deutlich
• EU-weit sind die Anbauflächen für Sojabohnen von 2016 bis 2025 um 22,1 % gestiegen

Soja wird nicht nur als Futtermittel in der Nutztierhaltung eingesetzt, sondern auch zur Herstellung von Nahrungsmitteln wie etwa Tofu oder Sojajoghurt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland vom Jahr 2016, für das erstmals Zahlen zu Sojabohnen erhoben wurden, bis zum Jahr 2025 um 174,1 % gestiegen.

Im vergangenen Jahr wurden auf insgesamt 43 300 Hektar Sojabohnen angebaut – mehr als die Hälfte (52,7 %) davon in Bayern. 2016 waren es deutschlandweit noch 15 800 Hektar. Der Anteil der Anbaufläche für Sojabohnen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche lag 2025 bei 0,3 %.



Mehr als die Hälfte der deutschen Sojaernte aus Bayern
Auch die Ernte von Soja ist entsprechend stark gestiegen. Von 2016 bis 2025 hat sich die Erntemenge von Sojabohnen von 43 200 Tonnen auf 130 800 Tonnen mehr als verdreifacht (+202,8 %). Den Großteil der deutschen Sojaernte gab es 2025 in Bayern (57,3 %), gefolgt von Baden-Württemberg (18,0 %) und Sachsen-Anhalt (6,9 %).

Knapp zwei Drittel aller Sojabohnen-Importe aus den USA
Einen deutlich größeren Anteil der Versorgung mit Soja machen die Importe von Sojabohnen aus. Im Jahr 2025 wurden 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland eingeführt, 8,4 % mehr als im Jahr 2016 mit 3,1 Millionen Tonnen. Größte Sojabohnen-Lieferanten waren 2025 die Vereinigten Staaten mit 2,2 Millionen Tonnen. Das waren knapp zwei Drittel (64,1 %) der Importmenge.

Weitere wichtige Lieferanten waren Brasilien (16,5 %) und die Ukraine (9,0 %). Italien mit EU-weit größten Anbauflächen für Sojabohnen In der Europäischen Union (EU) sind die Anbauflächen von Sojabohnen prozentual weniger stark gestiegen als in Deutschland. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat wurde im Jahr 2025 auf insgesamt 1,0 Millionen Hektar Sojabohnen angebaut. Das war gut ein Fünftel (22,1 %) mehr als 2016.

Damals lagen die Anbauflächen für Sojabohnen bei 831 200 Hektar. Mit rund 2,8 Millionen Tonnen war die Sojaernte in der EU 2025 knapp ein Zehntel (+9,9 %) höher als 2016 mit 2,5 Millionen Tonnen. Wegen schwankender Erträge fielen die Ernten in einzelnen Zwischenjahren aber auch höher aus, etwa 2018 und 2024.

Wichtigster Produzent von Sojabohnen in der EU war 2025 Italien (297 800 Hektar Anbaufläche, 1,1 Millionen Tonnen Ernte), gefolgt von Frankreich (150 200 Hektar, 391 900 Tonnen). Zusammen entfielen auf die zwei Staaten 44,1 % der Anbaufläche und gut die Hälfte (53,5 %) der Ernte von Sojabohnen in der EU. Deutschland hatte 2025 mit 4,3 % der Anbaufläche und 4,7 % der Ernte einen vergleichsweise kleinen Anteil an der gesamten Sojaproduktion in der EU.

Importpreise im Juni 2026: +6,1 % gegenüber Juni 2025
-0,7 % zum Vormonat
Exportpreise, Juni 2026
+3,5 % zum Vorjahresmonat
+0,1 % zum Vormonat

Die Importpreise waren im Juni 2026 um 6,1 % höher als im Juni 2025. Im Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +6,8 % gelegen, im April 2026 bei +5,3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fielen die Einfuhrpreise im Juni 2026 gegenüber Mai 2026 um 0,7 %.



Die Exportpreise waren im Juni 2026 um 3,5 % höher als im Juni 2025.
Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Februar 2023 (+6,6 % gegenüber Februar 2022). Im Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +3,4 % gelegen, im April 2026 bei +2,9 %. Gegenüber Mai 2026 stiegen die Ausfuhrpreise im Juni 2026 geringfügig um 0,1 %.

Importierte Vorleistungsgüter und Energie im Zuge des Iran-Kriegs stark verteuert
Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise hatte im Juni 2026 gegenüber Juni 2025 erneut der Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter mit +10,3 % (-0,1 % gegenüber Mai 2026) und für Energie mit +23,9 % (-6,6 % gegenüber Mai 2026). Bei den Vorleistungsgütern waren insbesondere Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug mit +27,5 % deutlich teurer als im Vorjahresmonat, darunter Edelmetalle und deren Halbzeug mit +34,5 % und Kupfer und Halbzeug daraus mit +30,3 %.

Auch die Preise für importierte Düngemittel und Stickstoffverbindungen lagen deutlich über denen von Juni 2025 (+28,3 %), ebenso die Preise für Kunststoffe in Primärformen (+23,8 %). Besonders stark wirkte sich der Krieg im Nahen Osten weiterhin auf die Energiepreise im Vorjahresvergleich aus. Im Vergleich zu Juni 2025 stiegen die Importpreise für elektrischen Strom (+70,8 %), Mineralölerzeugnisse (+36,0 %), Erdöl (+32,1 %), Steinkohle (+12,1 %) und Erdgas (+8,3 %) deutlich.

Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 wurde insbesondere elektrischer Strom (+12,7 %) teurer. Nur moderat stiegen im Vormonatsvergleich die Preise für Steinkohle (+1,3 %) und Erdgas (+0,5 %). Dagegen sanken gegenüber Mai 2026 die Preise für Erdöl (-12,6 %) und Mineralölerzeugnisse (-9,9 %).

Während die Preise für importierten Flugturbinenkraftstoff aus Kerosin mit -18,1 %, für schweres Heizöl mit -13,8 % sowie für Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl mit -12,6 % gegenüber dem Vormonat sanken und auch Motorenbenzin um -7,4 % billiger wurde, verteuerten sich im Vergleich zu Mai 2026 insbesondere Schmier- und andere Öle um 16,5 %.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Importpreise im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,3 % (+0,1 % gegenüber Mai 2026). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 4,7 % über dem Stand von Juni 2025 (+0,2 % gegenüber Mai 2026). Auch importierte Investitionsgüter waren im Vorjahres- und im Vormonatsvergleich teurer, und zwar um 2,9 % gegenüber Juni 2025 und um 0,5 % gegenüber Mai 2026.

Importierte landwirtschaftliche Güter und Konsumgüter günstiger als im Vorjahr Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Juni 2026 im Durchschnitt 6,5 % billiger als im Vorjahresmonat (-2,0 % gegenüber Mai 2026). Die Preise für Rohkakao lagen 42,4 % unter denen von Juni 2025, stiegen jedoch im Vormonatsvergleich gegenüber Mai 2026 um 8,1 %.

Auch lebende Schweine waren mit -32,1 % günstiger als im Juni 2025. Im Vormonatsvergleich waren sie mit -9,2 % ebenfalls deutlich billiger. Auch Rohkaffeeimporte kosteten 7,2 % weniger als vor einem Jahr, aber 2,5 % mehr als im Vormonat. Für importiertes Getreide wurde im Juni 2026 weniger bezahlt als im Juni 2025 (-4,4 %), gegenüber Mai 2026 wurde es aber 0,5 % teurer.

Importierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) waren im Juni 2026 um 0,8 % preiswerter als im Vorjahr (+0,2 % gegenüber Mai 2026). Während die Preise für Gebrauchsgüter 0,7 % über denen von Juni 2025 lagen (+0,2 % gegenüber Mai 2026), waren Verbrauchsgüter im Vorjahresvergleich 1,2 % billiger (+0,1 % gegenüber Mai 2026).

Für Nahrungsmittel allgemein musste 6,4 % weniger bezahlt werden als im Juni 2025 (-0,5 % gegenüber Mai 2026). Preisrückgänge gab es unter anderem bei Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (-48,6 %), Schweinefleisch (-23,8 %) sowie Frucht- und Gemüsesäften (-26,3 %).

Teurer als im Juni 2025 waren unter anderem geschälte Haselnüsse (+21,3 %). Auswirkungen des Iran-Kriegs auch bei Exportpreisen deutlich spürbar: Hohe Preisanstiege für exportierte Vorleistungsgüter und Energie Bei den Exportpreisen hatte der Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter aufgrund ihres hohen Anteils am Gesamtindex den größten Einfluss auf die Vorjahresveränderungsrate.

Die Vorleistungsgüterpreise lagen im Durchschnitt 6,0 % über denen von Juni 2025 und 0,3 % über denen von Mai 2026. Bei Investitionsgütern lag das Preisniveau 1,9 % über dem von Juni 2025 (+0,3 % gegenüber Mai 2026). Zusammen decken beide Gütergruppen fast 75 % der ausgeführten Waren ab.

Auch bei den Ausfuhrpreisen waren weiterhin die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu spüren: Die Preise für Energieexporte lagen um 26,7 % über denen von Juni 2025, aber um 3,7 % unter denen von Mai 2026. Vor allem die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen deutlich um 32,1 % gegenüber Juni 2025, sanken aber um 9,7 % gegenüber Mai 2026. Darunter waren Exporte von Flugturbinentreibstoff aus Kerosin um 46,1 % teurer als im Vorjahr, im Vergleich zum Vormonat wurden sie jedoch preiswerter (-19,6 %). Auch Erdgas war gegenüber Juni 2025 teurer (+12,7 %).

Gegenüber Mai 2026 stiegen die Preise um 0,3 %. Exportierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter, Exportanteil zusammen rund 21 %) waren 0,3 % teurer als im Juni 2025. Während die Preise für Gebrauchsgüter 1,9 % über denen von Juni 2025 lagen (+0,2 % gegenüber Mai 2026), waren die Preise für Verbrauchsgüter 0,1 % niedriger als im Vorjahresmonat (+0,4 % gegenüber Mai 2026).

Bei den Verbrauchsgütern sanken insbesondere die Preise für Nahrungsmittel (-5,9 % gegenüber Juni 2025 und -0,3 % gegenüber Mai 2026). Hier waren unter anderem die Preise für Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver mit -29,2 % deutlich niedriger als im Juni 2025 (-5,6 % gegenüber Mai 2026). Schweinefleisch wurde zu 25,2 % niedrigeren Preisen als im Juni 2025 exportiert (-4,6 % gegenüber Mai 2026).

Auch Milch und Milcherzeugnisse waren mit -9,8 % im Durchschnitt billiger als vor einem Jahr (+1,5 % gegenüber Mai 2026), darunter besonders Butter und andere Fettstoffe aus Milch mit -45,2 % gegenüber Juni 2025 (-1,7 % gegenüber Mai 2026). Landwirtschaftliche Güter wurden 6,2 % preiswerter exportiert als im Vorjahresmonat. Gegenüber Mai 2026 fielen die Preise hier um 1,4 %.


Frisches Wasser für den Königsee: Enni reinigt das Becken nach Ende der Brut- und Setzzeit
Der Königsee in der Moerser Innenstadt erhält nach dem Ende der Brut- und Setzzeit in Kürze seine jährliche Reinigung. Ab dem 3. August lassen Mitarbeitende der ENNI Stadt & Service Niederrhein (Enni) das Wasser aus dem künstlich angelegten Teich ab. Anschließend entfernen die Grünflächenkolonne und ein Fachunternehmen Schlamm und Ablagerungen, bevor das Becken wieder mit 2.500 Kubikmeter Grundwasser befüllt wird.

Die Arbeiten erfolgen im Auftrag der Stadt Moers und werden voraussichtlich bis zum 7. August dauern. Dabei hat Enni auch die tierischen Bewohner des Gewässers im Blick. „Erfahrungsgemäß zeigen sich die Enten von der Maßnahme wenig beeindruckt. Sie weichen meist in den nahegelegenen Bereich des Moersbachgrabens aus und kehren nach der Reinigung schnell wieder zurück“, sagt Teamleiterin Marlene Karmann.  

In diesem Zusammenhang appelliert Enni erneut an Bürgerinnen und Bürger, die Wasservögel nicht zu füttern. Brot und andere Essensreste verbleiben häufig im Wasser, verschlechtern die Wasserqualität und fördern das Algenwachstum. Besonders in heißen Sommern kann das Gewässer dadurch erheblich belastet werden. „Wer keine Essensreste in den See wirft und Abfälle ordnungsgemäß entsorgt, hilft mit, den Königsee und sein Umfeld sauber und attraktiv zu halten“, so Karmann.  

‚Plauderbank in Meerbeck‘ – Ein Platz für Begegnung und Gespräche
Ein offener Treffpunkt für Gespräche und Begegnungen in Meerbeck: An unterschiedlichen Orten im Stadtteil wird für einen festgelegten Zeitraum eine Sitzbank zur Plauderbank. Am Mittwoch, 5. August, läuft das Projekt ‚Plauderbank‘ von 10 bis 12 Uhr vor dem Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstr. 43b. 

Foto: KI-generiert

Weitere Termine und Orte werden in Kürze noch bekannt gegeben. Ehrenamtlich Engagierte stehen in dieser Zeit als Gesprächs- und Zuhörerinnen und Zuhörer zur Verfügung. Ob ein kurzer Plausch, ein erstes Kennenlernen oder ein längeres Gespräch – die Plauderbank bietet Raum für Austausch und stärkt das Miteinander im Stadtteil.  Das Konzept richtet sich an alle Generationen.

Es soll Einsamkeit entgegenwirken, Nachbarschaft fördern und Gemeinschaft im Stadtteil erlebbar machen. Begleitet wird das Projekt von der Leitstelle Älterwerden und der Freiwilligenzentrale Moers in Trägerschaft der Grafschafter Diakonie. 
Weitere Information erhalten Sie im Stadtteilbüro Neu Meerbeck, stadtteilbuero.meerbeck@moers.de, Tel. 0 28 41 / 204 530.

Moers: Eheleute Luise und Wolfgang Beyer feierten Gnadenhochzeit
Zu einem besonderen Termin war die stellvertretende Bürgermeisterin Claudia van Dyck am Donnerstag, 23. Juli, bei Luise und Wolfgang Beyer in Repelen zu Gast. Sie haben an dem Tag ihre Gnadenhochzeit (70 Jahre) gefeiert.

Luise und Wolfgang Beyer freuten sich über den Besuch der stellvertretenden Bürgermeisterin Claudia van Dyck zu ihrer Gnadenhochzeit. (Foto: privat)

Die stellvertretende Bürgermeisterin gratulierte dem Ehepaar herzlich zu diesem schönen Anlass. Der Besuch überraschte und ehrte die beiden ungemein. Dass sie ihre Gnadenhochzeit noch bei relativ guter Gesundheit und vor allem geistiger Fitness erleben durften, betrachten die beiden als Geschenk. Der eigentliche Tag der Hochzeit war damals der 21. Juli. Luise Beyer, gebürtige Wessels, wurde am 27. Januar 1937 in Scherpenberg geboren.

Wolfgang Beyer wurde am 20. März 1936 in Breslau geboren und kam mit seiner Familie über den ‚Umweg‘ Norddeutschland dann 1951 nach Homberg-Hochheide. Dort startete er mit 15 Jahren eine Ausbildung im Bergbau und wohnte im Berglehrlingsheim. Luise wuchs mit ihren fünf Geschwistern in Moers auf, absolvierte dort nach der Volkschule eine kaufmännische Lehre in einem Tapetengeschäft in Moers.

Beim Tanzen im Haus Grünewald kennengelernt
1954 wurde ein wegweisendes Jahr: Wolfgang beendete seine Lehre und bekam in Repelen eine Wohnung mit Garten, in dem das Ehepaar bis heute wohnt. Kurz darauf lernte er Luise beim Tanzen im damals angesagten Haus Grünewald in Scherpenberg kennen. 1956 folgte dann die Hochzeit im Rathaus in Utfort. Bald darauf wurde ihr Sohn Wolfgang junior geboren.

Da das Wirtschaftswunder in den 50er und 60er Jahren noch keine so großen Früchte trug, jobbte Luise später nebenbei in einem Hotel und bei einem Landwirt bis zur Einschulung des Sohnes. So lebte sie ihre seinerzeit nicht ungewöhnliche ‚Rolle‘ als Hausfrau und Mutter, später dann als Oma ihrer drei Enkelkinder Annabelle, Simon und Fabian.

Trotz des zunächst sehr harten Berufslebens spielten Lebensfreude, Optimismus und Familie immer eine große, wichtige Rolle im Alltag des Ehepaars. Der Familienzusammenhalt war immens, gemeinsames Kegeln und jede Menge Geburtstage und Feste lösten sich ab. Zudem ein paar Reisen kamen dazu.

Wesel: Stadtwerke und ASG bitten Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung bei der Bewässerung der Bäume
„Eine Gießkanne voll für unsere Bäume“ Stadtwerke und ASG bitten Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung bei der Bewässerung der Bäume Die Stadtwerke Wesel GmbH und der ASG Wesel wenden sich mit einem dringenden Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Helfen Sie mit, unsere Bäume durch den Sommer zu bringen!

Besonders Jungbäume leiden unter den langanhaltenden Hitzeperioden und benötigen zusätzliche Wassergaben, um gesund durch den Sommer zu kommen. Die Mitarbeitenden des ASG sind bei großer Hitze bereits im Dauereinsatz und wässern die Bäume im Stadtgebiet regelmäßig. Doch bei anhaltender Trockenheit reicht dies oft nicht aus. „Gerade unsere Jungbäume sind besonders empfindlich und brauchen in diesen Tagen besonders viel Wasser". 

Um das Gießen zu erleichtern, haben die Stadtwerke Wesel zusammen mit dem ASG Wesel Standrohre installiert, an denen Bürgerinnen und Bürger kostenfrei Wasser entnehmen können, um durstigen Straßenbäumen durch die Trockenzeit zu helfen. „Wir freuen uns auch dieses Jahr über das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und sind für jede Unterstützung bei der Pflege der Bäume sehr dankbar“, betonen Stadtwerke Geschäftsführer Rainer Hegmann und Betriebsleiter des ASG, Dr. Markus Postulka.

Die Standrohre sind an fünf Stellen im Stadtgebiet zu finden, und zwar an den Straßen: Fusternberger Straße, Gabainstraße, Kolpingstraße, Konrad-Duden-Straße und dem Mohnweg.  Die Stadtwerke und der ASG bitten daher: Unterstützen Sie durch eine Gießkanne Wasser unsere Bäume! Jeder Liter hilft und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Stadtgrüns.

Unabhängig von den Standrohren besteht im Rahmen eines Pilotprojekts zudem die Möglichkeit, eine Gießpatenschaft für einen Jungbaum zu übernehmen. Haben Sie einen Jungbaum in Ihrer Nachbarschaft oder vor Ihrer Haustür, den Sie regelmäßig mit Wasser versorgen möchten? Dann melden Sie sich gerne beim ASG Wesel. Im Rahmen des Pilotprojekts können zunächst 15 Gießpatenschaften vergeben werden. 

Gemeinsamer Appell zum Schutz des Waldes und der Natur: Ministerien warnen vor erhöhter Waldbrandgefahr und zunehmenden Schäden im Wald Die Hitze kam dieses Jahr früh und die Trockenheit hält lange an. Vielerorts sind Wiesen und Wegraine verdorrt, Waldböden zu trocken, Bäche ausgetrocknet und Bäume, ob in der Stadt oder im Wald, zeigen schon die erste Herbstfärbung und dies bereits Mitte Juli.

© MUNV
Für die kommenden Tage werden erneut hohe Temperaturen erwartet – damit steigt auch wieder das Risiko für Waldbrände: Ab Mittwoch, 29. Juli, gilt landesweit die Waldbrandgefahrenstufe 3 (erhöhte Gefahr), in einigen Regionen sogar Stufe 4 (hohe Gefahr), etwa im waldreichen Südwesten Nordrhein-Westfalens, aber auch am Niederrhein sowie im Südosten.

Gemeinsam appellieren daher das für den Forst zuständige Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Ministerium des Innern und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, in Wäldern und in der Natur besonders achtsam zu sein.

Weiterer „FireFighter“ in der Eifel stationiert
Entfacht sich ein Waldbrand, kommt es auf jede schnelle Hilfe an. Damit auch im unwegsamen Gelände, an Steilhängen oder im dichten Baumbestand Waldbrände wirksam bekämpft werden können, ist im Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde seit diesem Juli ein zweiter „FireFighter“ im Land stationiert und einsatzbereit. Er verstärkt einen bereits in Arnsberg im waldreichen Sauerland stationierten „FireFighter“.

Diese Brandbekämpfungseinheiten mit 10.000-Liter-Tank können Flammen in bis zu 50 Meter Entfernung löschen, wenn sie im Fall eines Waldbrandes von den Feuerwehren angefordert werden. Die Speziallöschfahrzeuge des Landes Nordrhein-Westfalen sind besonders geländegängig. Ihre Wasserspritze ist um 360 Grad drehbar.

Minister Reul: Wer im Wald Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die 112 wählen
Innenminister Herbert Reul: „Unsere Feuerwehr ist im Ernstfall die erste und wichtigste Einsatzkraft vor Ort. Ihr zügiges Eintreffen entscheidet mit jeder Minute, ob aus einer Rauchentwicklung ein ausgedehnter Waldbrand wird.

Deshalb gilt: Wer im Wald Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die 112 wählen. Die Zufahrten und Waldwege sind freizuhalten, um die Einsatzkräfte der Feuerwehren so schnell wie möglich dort hin zu bringen, wo sie dringend benötigt werden. Nur wenn alle mithelfen, können unsere Feuerwehrleute Brände frühzeitig eindämmen und größeren Schaden verhindern.“

Umweltminister Krischer: Die Natur steht unter Trockenstress
Das Umweltministerium bietet über sein Umweltportal aktuelle Informationen zur Waldbrandgefahr sowie einen Graslandfeuerindex. Dieser zeigt für viele Regionen in Nordrhein-Westfalen bereits die Stufe 3 an. Das heißt, ein Feuer kann sich auf offenen Flächen vergleichsweise leicht entzünden und ausbreiten, wenn ein Funke überspringt.

Umweltminister Oliver Krischer: „Die Natur steht unter Trockenstress. Pflanzen und Tiere leiden, und jeder Brand verschärft die Schäden an unseren ohnehin beanspruchten Lebensräumen. In dieser Woche steigt mit jedem Tag die Gefahr von Gras- und Waldbränden. Deshalb müssen wir alle gemeinsam verantwortlich aufpassen. Jeder verhinderte Brand schützt die Natur, die Einsatzkräfte und die Menschen, die in den betroffenen Regionen leben.“

Bei den Bäumen zeigen aktuell Birke, Rotbuche, Hainbuche, Kirsche, Linde und Ahorn besonders auffällige Laubverfärbungen, während Eiche, Esche und die Nadelbaumarten bislang scheinbar nicht so stark betroffen sind. Grundsätzlich ist das Phänomen einer vorzeitigen Laubverfärbung auch nicht neu und aus früheren sommerlichen Dürreperioden bekannt.
Laubbäume reagieren nach Abschluss des Frühjahrswachstums und der Anlage der Blatt- und Blütenknospen, insbesondere in Jahren mit starker Fruchtbildung, in sommerlichen Dürreperioden mit frühzeitigem Laubfall und Blattverfärbungen, um Wasserverluste durch übermäßige Transpiration zu verringern. In diesem Jahr ist der frühe Zeitpunkt dieser Reaktion bemerkenswert.

Gleichzeitig begünstigen die Witterungsbedingungen auch Schadorganismen wie Borkenkäfer, Prachtkäfer und die von Trockenstress profitierende Pilzarten, wie z.B. den Hallimasch, zusätzlich, da sie höhere Vermehrungs- und Wachstumsraten realisieren können.

Land stärkt Waldbrandprävention stetig
Um die Wälder in Nordrhein-Westfalen in Zukunft besser gegen Waldbrände zu schützen, gibt es ein Waldbrandschutzkonzept der Landesregierung – ein Werkzeugkasten mit Elementen, die im Kampf gegen Waldbrände benötigt werden. Seit Vorstellung des Konzepts im Jahr 2022 hat sich zum Beispiel die Zusammenarbeit der Forstämter und Feuerwehren durch stetige gemeinsame praktische Übungen stark verbessert.

Zudem hat die Landesforstverwaltung die Ausbildung der Feuerwehren im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung gestärkt. Seit Beginn der Waldbrandsaison 2024 ist das „Fire Watch“-Waldbrand-Früherkennungssystem in der Region Niederrhein aktiv, ein Pilotprojekt zur halbautomatischen Waldbrandüberwachung mit Kamerasystemen. Des Weiteren hat die Landesforstverwaltung flächendeckend Schilder im Wald in Nordrhein-Westfalen aufgestellt, um Besucher des Waldes über Waldbrandgefahren zu informieren.

Über das Internetportal www.waldinfo.nrw werden verschiedene digitale Karten zur Unterstützung von Waldbrandvorsorge und -abwehr, zu vorhandenen Waldwegen, die auch für Feuerwehrfahrzeuge befahrbar sind, und verfügbaren Löschwasserstellen angeboten. Diese Karten stehen auch den Feuerwehren zur einfachen Nutzung für Einsatzplanungen zur Verfügung.

Wie entsteht Waldbrandgefahr?
Ob es zu einem Waldbrand kommt, hängt maßgeblich von Witterungseinflüssen wie Hitze, Trockenheit und intensiver Sonneneinstrahlung ab. Entscheidend ist allerdings meist das Verhalten des Menschen: Die meisten Waldbrände werden durch Unachtsamkeit verursacht. Weggeworfene Zigarettenkippen, Grill- oder Lagerfeuer oder unerlaubt abgestellte Fahrzeuge auf trockener Vegetation können Brände auslösen. Gerade im Frühjahr und Sommer herrscht in Nordrhein-Westfalen regelmäßig eine erhöhte Waldbrandgefahr.


Wesel Widmung von Straßen, Wegen und Plätzen
Mit der Widmung erhalten Straßen die Eigenschaft einer öffentlichen Straße im Sinne des Straßen- und Wegegesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen.  Der Rat der Stadt Wesel hat in seiner Sitzung vom 19.05.2026 die Widmung von Verkehrsteilflächen der Straßen "Schwarzer Weg" und "Aaper Weg" beschlossen. 

Die Widmung wurde am 17.07.2026 im Amtsblatt der Stadt Wesel öffentlich bekanntgemacht.  Das Amtsblatt der Stadt Wesel ist unter abi.wesel.de, der entsprechende Auszug des Amtsblattes hier online abrufbar.  Kontakt Herr Pieper Telefon: 02 81 / 2 03 2407 E-Mail: bauleitplanung@wesel.de


Kidsparade bringt Musik, Tanz und Ferienstimmung in die Moerser Innenstadt
Musik und fröhliche Kinderstimmen erfüllten am Dienstag, 28. Juli, die Moerser Innenstadt: Rund 800 Kinder aus den sechs Spielpunkten der Tummelferien zogen gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern singend und tanzend von der Gebrüder-Grimm-Schule über die Homberger Straße bis zum Altmarkt.

Die Feuerwehr Moers sorgte bei der Kidsparade für Abkühlung am Moerser Schloss.

Entlang der Strecke sorgte der bunte Zug für viele lächelnde Gesichter und begeisterte Zuschauerinnen und Zuschauer.  Auch das Team des Kinder- und Jugendbüros heizte die Stimmung kräftig an. „Gib mir ein T – U – M – M – E – L – F – E – R – I – E – N!“, schallte es über den Altmarkt und es folgte lautstarker Jubel, bevor alle Kinder gemeinsam mit viel Begeisterung den diesjährigen Tummelferien-Tanz präsentierten.

Die eingängige Melodie und die fröhliche Atmosphäre luden viele Zuschauerinnen und Zuschauer zum Mitklatschen ein.  Anschließend ging es weiter zum Innenstadt-Spielpunkt am Freizeitpark, wo es Eis für alle Kinder gab. Ein besonderes Highlight war die Wasserspritz-Aktion der Moerser Feuerwehr, die die Tummelferien-Kinder am Schloss erwartete.

Bei den sommerlichen Temperaturen sorgte sie für eine willkommene Abkühlung und jede Menge Spaß. Lachende Kinder, spritzendes Wasser und ausgelassenes Toben bildeten einen fröhlichen Abschluss der diesjährigen Kidsparade. Die Ferienfreizeit wird jedes Jahr vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Moers organisiert und gemeinsam mit Partnereinrichtungen angeboten.


Öffentlicher Schuldenstand steigt um 151,4 Milliarden Euro auf 2 662,2 Milliarden Euro
Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2025 mit 2 662,2 Milliarden Euro verschuldet.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen weiter mitteilt, entspricht dies einer Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von 31 887 Euro. Das waren 1 821 Euro oder 6,1 % mehr als Ende 2024. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.



Schulden des Bundes steigen um 6,2 %
Der Bund war Ende 2025 mit 1 840,4 Milliarden Euro verschuldet. Der Schuldenstand stieg damit gegenüber dem Jahresende 2024 um 6,2 % beziehungsweise 107,7 Milliarden Euro. Auf die Bevölkerungszahl umgerechnet betrugen die Schulden des Bundes 22 043 Euro pro Kopf (2024: 20 748 Euro).

Anstieg der Länderschulden um 2,9 %
Die Schulden der Länder stiegen Ende 2025 um 2,9 % (17,5 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahr auf 624,9 Milliarden Euro. Der Schuldenstand der Länder pro Kopf im Jahr 2025 betrug 7 484 Euro (2024: 7 273 Euro).

Der stärkste prozentuale Schuldenanstieg pro Kopf gegenüber dem Vorjahr wurde Ende 2025 mit +17,1 % für Sachsen auf 1 736 Euro (2024: 1 482 Euro) ermittelt, wobei Sachsen wie im Vorjahr die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung nach Bayern (1 448 Euro; 2024: 1 353 Euro) aufweist. In Baden-Württemberg stiegen die Pro-Kopf-Schulden um 11,0 % auf 4 295 Euro (2024: 3 869 Euro) und in Bremen um 9,9 % auf 37 418 Euro (2024: 34 037 Euro).

Lediglich in drei Ländern ging die Pro-Kopf-Verschuldung zum Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahresende zurück. In Rheinland-Pfalz sank diese um 2,1 % prozentual am stärksten auf 6 892 Euro (2024: 7 043 Euro), während sie sich in Berlin und Nordrhein-Westfalen jeweils um 1,0 % auf 17 980 Euro (2024: 18 168 Euro) beziehungsweise 9 592 Euro (2024: 9 685 Euro) verringerten.

Der Rückgang in Berlin ist insbesondere auf die Berichtseinheit "BEN Berlin Energie und Netzholding GmbH" zurückzuführen, die ab dem Jahr 2025 nicht mehr zum Sektor Staat gehört und deren Schulden daher nicht mehr in der Verschuldung Berlins enthalten sind.

Kommunale Verschuldung erhöht sich wie im Vorjahr prozentual zweistellig Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände wuchs zum Jahresende 2025 im sechsten Jahr in Folge und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 15,4 % (26,2 Milliarden Euro) auf 197,0 Milliarden Euro.

Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2 550 Euro (2024: 2 209 Euro) an kommunalen Schulden. Der stärkste prozentuale Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung gegenüber dem Vorjahr wurde mit 28,6 % in Baden-Württemberg auf 1 648 Euro (2024: 1 282 Euro) ermittelt. Danach folgen die Kommunen in Niedersachsen mit einem Zuwachs der Pro-Kopf-Verschuldung von 20,9 % auf 2 963 Euro (2024: 2 451 Euro) und in Sachsen von 19,4 % auf 1 065 Euro (2024: 892 Euro).

Lediglich in Thüringen verringerte sich die Pro-Kopf-Verschuldung auf der kommunalen Ebene zum Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahresende. Sie sank um 3,0 % auf 841 Euro (2024: 867 Euro). Damit wiesen die Kommunen in Thüringen wie im Vorjahr die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung aus (nach den Kommunen in Brandenburg mit 688 Euro). Die Sozialversicherung war Ende 2025 mit 0,16 Euro (2024: 0,19 Euro) pro Kopf verschuldet. Die Gesamtschulden reduzierten sich um 2,5 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro (2024: 16 Millionen Euro).

NRW: Zahl der Menschen mit Bezug von Asylbewerberleistungen auf niedrigstem Stand seit 2013
* Ende 2025 erhielten 70.540 Personen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz - 20 % weniger als ein Jahr zuvor
* Zahl der Leistungsberechtigten in den Landesaufnahmeeinrichtungen sank 2025 um 46 %
* Häufigste Herkunftsländer waren Syrien, Türkei und der Irak

Ende 2025 haben 70.540 Menschen in Nordrhein-Westfalen Asylbewerberleistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs, sogenannte Regelleistungen, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bezogen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war das der niedrigste Stand seit 2013 (damals 57.366 Personen). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Leistungsbeziehenden um 18.015 Personen bzw. rund ein Fünftel gesunken.


46 %
weniger Leistungsberechtigte in den Landesaufnahmeeinrichtungen Leistungsberechtigte nach dem AsylbLG werden in der Regel nach ihrer Ankunft in NRW zunächst in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht und erhalten dort Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Diese Leistungen zur Deckung des notwendigen Bedarfs werden unter anderem als Sachleistungen erbracht.

Ende 2025 lebten 11.975 Menschen in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes, das waren 46 % weniger als ein Jahr zuvor. Wer nicht mehr verpflichtet ist, in einer Aufnahmeeinrichtung des Landes zu wohnen, wird nach einem Verteilschlüssel den nordrhein-westfälischen Kommunen zugewiesen.

Die Zahl der kommunal zugewiesenen Leistungsbeziehenden lag Ende 2025 bei 58.565 Personen und damit um 12 % niedriger als ein Jahr zuvor. Von ihnen erhielten 63 %, also 36.740 Personen, ebenfalls Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Die übrigen 21.825 hatten Anspruch auf Analogleistungen nach § 2 AsylbLG und erhielten Leistungen, die der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII entsprechen.

Dieser Anspruch besteht in der Regel nach 36 Monaten Aufenthalt. Syrien, Türkei und Irak sind die häufigsten Herkunftsländer Die fünf häufigsten Herkunftsländer der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG waren Ende 2025: Syrien, Türkei, Irak, Afghanistan und der Iran. Mit 53 % kam etwas mehr als die Hälfte aller Personen mit Leistungsbezug Ende 2025 aus diesen Ländern.


Gut ein Drittel der Leistungsbeziehenden war minderjährig Mit 34 % war gut ein Drittel der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG minderjährig. Im jungen Erwachsenenalter von 18 bis 24 Jahren befanden sich 14 %. Rund die Hälfte (50 %) war 25 bis 64 Jahre alt und 2 % hatten das 65ste Lebensjahr überschritten. Mit 59 % waren Ende 2025 knapp drei Fünftel der Personen mit Leistungsbezug männlich.



Kleve: Wertstoffhof in dieser Woche mit geänderten Öffnungszeiten
Die Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK) weisen darauf hin, dass der Wertstoffhof Kleve am Donnerstag 30.07. und am Freitag 31.07. von den üblichen Öffnungszeiten abweicht.

An beiden Tagen ist der Wertstoffhof von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr (statt von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr) geöffnet. Am Samstag und ab der kommenden Woche sind die Öffnungszeiten wieder wie gewohnt. 

Stadtbibliothek Dinslaken: Noch freie Plätze in der Schreibwerkstatt mit Kinder- und Jugendbuchautorin
Vom 4. bis 8. August 2026 findet in der Stadtbibliothek Dinslaken jeweils von 10 bis 13 Uhr eine kreative Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren statt. Unter dem Titel „Dieser eine Sommer“ entwickeln sie gemeinsam eigene Geschichten. Begleitet wird die Schreibwerkstatt von der Kinder- und Jugendbuchautorin Cora Gofferjé.

Für den Workshop gibt es noch freie Plätze. Aus ersten Ideen entstehen Figuren, Szenen und komplette Geschichten. Die Teilnehmenden experimentieren mit Sprache, Dialogen und verschiedenen Erzählformen und lernen dabei, wie sich Geschichten Schritt für Schritt entwickeln lassen. Am Ende der Woche präsentieren die Teilnehmenden ihre Texte im Rahmen einer kleinen Abschlusslesung vor Familie und Freund*innen.

Die Schreibwerkstatt ist Teil des Förderprogramms „SchreibLand NRW“, das kreative Schreibangebote in Bibliotheken unterstützt und Kindern sowie Jugendlichen einen spielerischen Zugang zum Schreiben ermöglicht. Der Teilnahmebeitrag beträgt 10 Euro. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung des Freundeskreises Stadtbibliothek und Stadtarchiv Dinslaken e. V., der den Großteil der Kosten übernimmt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind per E-Mail an bibliothek@dinslaken.de und direkt vor Ort in der Stadtbibliothek möglich. Diese Werkstatt wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von SchreibLand NRW, einer Initiative des Literaturbüros NRW, unterstützt vom Verband der Bibliotheken NRW.

E-Bike / Pedelec - Trainingstage in Moers
Die Kreispolizeibehörde Wesel bietet ein kostenloses E-Bike/ Pedelec-Training an. Dieses dauert 3 Stunden und setzt sich aus drei Bereichen zusammen: theoretische Einweisung: Abgrenzung Fahrrad zu Pedelec, Neuerungen & Regeln im Straßenverkehr Reaktionstest auf einem Pedelec-Simulator fahrpraktisches Training mit dem eigenen Pedelec.


Bringen Sie bitte neben Ihrem Pedelec auch einen Fahrradhelm mit, sowie gegebenenfalls eine Kleinigkeit zu Trinken & zu Essen. Falls Sie ihr Pedelec polizeilich codieren lassen möchten, bringen Sie bitte auch die Kaufunterlagen/ Fahrradpass mit.  Eine Anmeldung ist erforderlich!
Telefon: 02 81/107-77 77 E-Mail: pedelectraining.wesel@polizei.nrw.de E
Veranstaltungsdatum 30.07.2026 - 09:00 Uhr - 12:00 Uhr. Veranstaltungsort Reichweinstraße 2, 47441 Moers.

ADAC Stauprognose: 31. Juli bis 2. August
Höhepunkt der Sommerreisewelle/ Alle Bundesländer haben Sommerferien
Mit dem Ferienbeginn in Baden-Württemberg und Bayern starten nun auch die letzten Bundesländer in die Sommerferien. Damit erreicht der Reiseverkehr seinen Höhepunkt. Erfahrungsgemäß ist das erste August-Wochenende das staureichste der gesamten Ferienzeit. Da auch in den Nachbarländern Sommerferien sind, sorgen zahlreiche Urlauber und Transitreisende zusätzlich für volle Autobahnen in Deutschland.

Der stärkste Verkehr wird am Freitagnachmittag und -abend sowie am Samstagvormittag erwartet. Am Sonntagnachmittag und -abend nimmt vor allem der Rückreiseverkehr deutlich zu. Hinzu kommen Tagesausflügler in Richtung Alpen, Küsten, Seen und Mittelgebirge. Zudem gibt es zahlreiche Baustellen und Veranstaltungen wie das Wacken Open Air oder den Hamburger Sommerdom. Zusätzlich erschweren rund 1.000 Autobahnbaustellen die Fahrt.

Die staugefährdetsten Autobahnen in Deutschland
A1 Fehmarn – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
A2 Dortmund – Hannover – Magdeburg
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A4 Aachen – Köln sowie Dresden – Görlitz
A5 Kassel – Frankfurt sowie Darmstadt – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg sowie Ulm – Füssen
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A11, A12 und A13 im Großraum Berlin
A20 Lübeck – Rostock
A24 Hamburg – Schwerin
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 Lindau – München
A99 Autobahnring München

Auch in Österreich muss auf den wichtigsten Reiserouten – darunter die Westautobahn (A1), die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn (A12) und die Brennerautobahn (A13) – mit langen Staus gerechnet werden. Auf der Brennerautobahn sorgt die Sanierung der Luegbrücke zudem weiterhin für Behinderungen.

Zusätzliche Behinderungen drohen am Samstag auf der Fernpassroute. Die Fernpassstraße (B179) wird zwischen 9:45 Uhr und 12 Uhr aufgrund einer Protestaktion gesperrt. Zeitgleich bleibt auch das Hahntennjoch (L 246) geschlossen, um Ausweichverkehr zu verhindern. Reisende Richtung Tirol und Italien sollten die Strecke weiträumig umfahren oder einen anderen Reisetag wählen.

In der Schweiz muss vor allem auf der Gotthardroute (A2) mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Ebenfalls staugefährdet sind die A1, A3 und die San-Bernardino-Route (A13).

In Italien müssen Reisende vor allem auf der Brennerautobahn (A22) sowie auf den Autobahnen zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua mit stockendem Verkehr rechnen.

Um den Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, werden bei Staus erneut zahlreiche Ausfahrten gesperrt. In Deutschland sind davon Abschnitte der A7, A8 und A93 sowie der B2/B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen betroffen. In Österreich bleiben an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen ebenfalls zahlreiche Ausweichstrecken in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Aufgrund der Grenzkontrollen können bei der Einreise nach Deutschland zusätzliche Wartezeiten entstehen. Reisende sollten deshalb ausreichend Zeit einplanen. Weitere Informationen auf www.adac.de.

Moers: Skimboarding Workshop "Try Days"
Sommerferien Flachwasser, ein spezielles Board und jede Menge Bewegung: Beim Skimboarding gleitet man mit Anlauf über eine nasse Fläche und führt über eine Rampe Tricks aus – ein rasanter Sommersport, der nun auch in Moers ausprobiert werden kann.

Hierfür wird ein Skimpool im Skatepark Moers aufgebaut. Gemeinsam mit zwei weiteren Workshops – ‚BMX Dirtbike an den BBQ Trails‘ und ‚BMX/Dirtbike im Skatepark‘ – gehört ‚Skimboarding‘ zum Projekt ‚Urban Moves – Trendsport im öffentlichen Raum‘. Veranstaltungsdatum 31.07.2026 - 10:00 Uhr - 24.08.2026 - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Schlosspark. Veranstalter Caritasverband Moers-Xanten e.V.

Moers: Silent Reading Party „Sommerleseclub“
Wer sich einmal bewusst Zeit fürs Lesen nehmen möchte, ist bei unserer Silent Reading Party genau richtig: In entspannter Atmosphäre wird ohne Gespräche und ohne störende Handys gelesen, aber dennoch in Gesellschaft. Kleine Knabbereien gibt es auch!

Für die Silent Reading Party stehen Bücher bereit, es kann aber auch gerne ein eigenes Buch mitgebracht werden. Event details Veranstaltungsdatum 30.07.2026 - 15:00 Uhr - 17:00 Uhr. Veranstaltungsort Multifunktionsraum im 1. OG. Veranstaltungsort Bibliothek, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Moers: Tag der offenen Tür bei Hans Nühlen GmbH & Co.KG
Freuen Sie sich auf Kinderschminken, ein Glücksrad, eine Popcornmaschine und vieles mehr. Event details Veranstaltungsdatum 01.08.2026 - 10:00 Uhr - 16:00 Uhr Veranstaltungsort Hans Nühlen GmbH & Co.KG, Ruhrorter Straße 10, 47441 Moers.


NRW-Landesjubiläum: Bevölkerung von 11,8 Millionen im Gründungsjahr 1946 auf knapp 18 Millionen gestiegen
* Ende 2025 lebten 52,3 % mehr Menschen in NRW als 1946
* 2025 wurden 17 % weniger Kinder geboren als 1946 – Die Zahl der Sterbefälle hingegen war um 62 % höher
* 1951 heirateten knapp doppelt so viele Paare wie 2025

Im Gründungsjahr des Landes Nordrhein-Westfalen 1946, lebten 11,8 Millionen Menschen in unserem Bundesland. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des 80-jährigen Landesjubiläums am 23. August 2026 mitteilt, war die Einwohnerzahl Ende 2025 mit 17.986.214 um 52,3 % höher als damals.



Der Anteil der weiblichen Bevölkerung war vor 80 Jahren, mit 54,5 %, höher als heute (Ende 2025: 50,8 %). Grund war die Übersterblichkeit von Männern im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Geburtenzahl war 2025 um 17 % niedriger als 1946
Im Jahr 1946 wurden in NRW 178.600 Kinder lebend geboren; 2025 waren es mit 148.000 etwa 17 % weniger als damals. Auch in Relation zur Bevölkerungszahl zeigt sich somit eine stark rückläufige Geburtenentwicklung: Im Jahr 1946 wurden 15,5 Kinder je 1.000 Einwohner geboren – 2025 waren es nur noch 8,2 Geborene je 1.000 Einwohner.

Die höchste Geburtenzahl gab es mit 300.400 im Jahr 1964, die niedrigste mit 143.100 im Jahr 2011. Die Zahl der Sterbefälle war im vergangenen Jahr in NRW mit 218.700 um 62 % höher als im Jahr 1946 (damals: 135.000). Diese Zunahme ist aber im Wesentlichen auf die gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen. Bezogen auf die Einwohnerzahl starben im Jahr 2025 mit 12,1 mehr Menschen je 1.000 Einwohner als im Jahr 1946 (damals: 11,8).

Zahl der Eheschließungen 1951 beinahe doppelt so hoch wie 2025 Im Nachkriegsjahr 1946 heirateten in NRW etwa 97.000 Paare (8,4 Eheschließungen je 1.000 Einwohner). In den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Zahl der Eheschließungen pro Jahr überdurchschnittlich hohe Werte: Im Jahr 1951 wurde mit 152.100 (11,3 je 1.000 Einwohner) der Höchststand erreicht, bevor die Zahl der Trauungen ab 1970 sukzessive bis zum Jahr 2007 auf 80.100 (4,4 je 1.000 Einwohner) zurückging.

Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg erreichte sie einen historischen Tiefstand im Jahr 2021 (76.800 Trauungen; 4,3 je 1.000 Einwohner). Seither verbleibt die Anzahl der Eheschließungen auf einem niedrigen Niveau und lag 2025 mit 76.900 Trauungen nur knapp über dem Wert von 2021.



80 Jahre Nordrhein-Westfalen
Im August 2026 feiern wir 80 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Britische Militärregierung gründete das Bundesland im August 1946. Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz mit den Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der preußischen Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet.

1947/1948 wurde zusätzlich das Land Lippe in das Bundesland NRW integriert. Aus diesem Anlass wirft IT.NRW als Statistisches Landesamt einen Blick zurück: Wie sah NRW vor 80 Jahren aus? Was hat sich im Land verändert? In Pressemitteilungen und auf einer Themenseite zeigt das Statistische Landesamt spannende Daten von damals und heute.

Hitzewelle Ende Juni: 77 % mehr stilles Wasser gekauft als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der vergangenen drei Jahre
Große Supermarktketten setzten aktuellen Scannerdaten zufolge 63 % mehr Sprudelwasser und 90 % mehr Speiseeis ab

Viel trinken und abkühlen: Während der vergangenen Hitzewelle Ende Juni haben das viele gemacht, wie aktuelle Scannerdaten zum Einkaufsverhalten in großen Supermarktketten zeigen. So wurde in der letzten Juniwoche 77 % mehr stilles Wasser und 63 % mehr Sprudelwasser gekauft als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni 2026 im Lebensmitteleinzelhandel auch 90 % mehr Speiseeis abgesetzt als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der drei Vorjahre. Alle drei Warengruppen verzeichneten in dieser Woche mit Extremtemperaturen um die 40 Grad Celsius jeweils die höchsten Absatzmengen, die seit Beginn des Betrachtungszeitraums ab Anfang 2023 gemessen wurden.



Verkauf von anderen Erfrischungsgetränken ebenfalls deutlich gestiegen Neben Wasser und Speiseeis wurden auch bei anderen Getränken im Betrachtungszeitraum ab Anfang 2023 Rekordmengen abgesetzt. Der Absatz von Biermischgetränken war in der letzten Juniwoche 63 % höher als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025.

Der Absatz von alkoholfreiem Bier war 38 % höher und der von Limonade 34 % höher. Auch Cola (+32 %) verkauften die großen Supermarktketten deutlich mehr als in einer durchschnittlichen Sommerwoche, der Absatz erreichte jedoch keinen Höchststand.


116 117 vermittelt ärztliche Hilfe – rund um die Uhr
· Online oder per Telefon – passgenaue Versorgung an allen Tagen
· „Patienten-Navi“ hilft bei Einschätzung der eigenen Beschwerden
· Videosprechstunden ersparen oft Anfahrten und Wartezeiten

Jeder kennt es: Fiebrige Infekte, Schmerzen, Schwindel – Beschwerden, die leider auch im Sommer auftreten können. Wer dann nachts oder am Wochenende medizinische Hilfe benötigt, sollte den ambulanten Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) kontaktieren – und dies am einfachsten online über das „Patienten-Navi“ auf www.116117.de. Hier können Erkrankte Ihre Beschwerden zunächst selbst einschätzen oder eingeben und erhalten im Anschluss den Weg in die passende Behandlung. Auch per Telefon ist der ambulante Patientenservice der KVen über 116 117 an allen Tagen rund um die Uhr erreichbar.

Patientenservice steuert in die richtige Versorgung
Außerhalb der Praxisöffnungszeiten erhalten Erkrankte über das 116 117-Angebot damit nicht nur eine medizinische Ersteinschätzung, sondern werden auch direkt zum richtigen Hilfsangebot gesteuert: In vielen Fällen ist dies eine ärztliche Videosprechstunde der KV Nordrhein für Kinder oder Erwachsene – diese Lösung erspart dann oft unnötige Wege, die gerade an heißen Tagen schnell zur Belastung werden können.

Ebenso kann die 116 117 an eine der über 90 Notdienstpraxen in Nordrhein vermitteln und nicht geh-fähigen Erkrankten einen ärztlichen Hausbesuch organisieren. Medizinische Notfälle können an den örtlichen Rettungsdienst weitergeleitet werden.

„Wer krank ist und sich unsicher fühlt, wohin er sich wenden soll, führt am besten zunächst die Selbsteinschätzung im Patienten-Navi online durch oder wählt die 116 117", empfiehlt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Die jüngste Hitzewelle hat wieder gezeigt, wie schnell der Bedarf nach medizinischer Hilfe steigen kann. Hitze ist vor allem für Ältere, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Kinder und Schwangere eine ernste Gefahr. Der Patientenservice 116 117 ist darauf vorbereitet und hilft", sagt Bergmann.

Videosprechstunde: Arzttermin von daheim, ohne Anfahrt
Die Videosprechstunden der KV Nordrhein sind dabei besonders einfach und können von daheim aus durchgeführt werden: Nach erfolgter Ersteinschätzung erhalten Anrufende einen Terminlink per E-Mail zugeschickt.

Anschließend können Kinder, Jugendliche bzw. deren Eltern und Erwachsene ihre Beschwerden im Video-Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt klären, Behandlungsschritte besprechen und bei Bedarf ein elektronisches Rezept erhalten. Benötigt werden dafür nur die Versichertendaten, eine stabile Internetverbindung sowie ein Smartphone, Tablet oder Computer mit Kamera und Mikrofon.

Bei Lebensgefahr: Notruf 112
„Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Bewusstlosigkeit, schwerer Atemnot, starken Brustschmerzen oder Krampfanfällen zählt indes jede Sekunde. Bitte in solchen Fällen im Zweifel sofort den Notruf 112 wählen", betont Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein. Wer unsicher sei, ob ein Notfall vorliegt, könne auch dies bei der 116 117 klären.

- Weitere Informationen zum Patientenservice 116 117 stehen unter www.116117.de bereit.
- Mehr Informationen zum Bereitschaftsdienst in Nordrhein und zur Videosprechstunde der KV Nordrhein unter: patienten.kvno.de.
- Der direkte Zugang zu den Videosprechstunden läuft entweder über die Rufnummer 116 117 oder online über www.kvno.de/kinder bzw. www.kvno.de/erwachsene.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 24.000 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte. Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden.

Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.

Videosprechstunde, Quelle: „OlgaDemina-gettyimages“

Steffen Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden: Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Menschen
Anlässlich der Ankündigung der Bundesregierung, dass Bundeskanzler Friedrich Merz Steffen Bilger für das Amt des Bundesministers für Verkehr vorschlagen wird, betont der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die besondere Verantwortung dieses Amtes. Die Entscheidungen des Bundesministeriums für Verkehr haben unmittelbare Auswirkungen auf Millionen Menschen in Deutschland, die täglich auf sichere Mobilität angewiesen sind.

Bundesministerium für Verkehr (Archiv), © Daniela Stanek, DVR

„Ich danke Patrick Schnieder für den stets offenen und vertrauensvollen Austausch in Fragen der Verkehrssicherheit“, sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Steffen Bilger biete ich unsere volle Unterstützung an, um gemeinsam das Ziel des Bundes zu erreichen, die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr bis 2030 um 40 Prozent zu senken.“

Landstraßen sicherer machen, Fuß- und Radverkehr stärken
„Patrick Schnieder hat die Verbesserung der Sicherheit auf Landstraßen sowie den Schutz des Fuß- und Radverkehrs zu zentralen Zielen erklärt“, betont Manfred Wirsch. „Jetzt kommt es darauf an, die Handlungsfähigkeit des Ministeriums auch in der Übergangszeit zu sichern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlässliche Rahmenbedingungen für ihre engagierte Facharbeit zu geben.

Die Verkehrsgefahren warten nicht – und wir brauchen spürbar mehr Sicherheit auf unseren Straßen: Im Jahr 2025 starben in Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, rund 49.200 wurden schwer verletzt. Damit verlor etwa alle drei Stunden ein Mensch sein Leben; etwa alle elf Minuten wurde eine Person schwer verletzt.“

Infrastruktur, Vernetzung und Fahrausbildung priorisieren
Aus Sicht des DVR besteht für den neuen Bundesminister insbesondere in drei Bereichen dringender politischer Handlungsbedarf: Beim Neubau von Brücken und bei der Sanierung von Straßen müssen kostspielige neue Gefahrenstellen durch Sicherheitsaudits konsequent vermieden werden. Zudem benötigt die digitale, kooperative Vernetzung im Straßenverkehr politische Priorität, damit Industrie und öffentliche Hand Planungssicherheit erhalten und diese aktiv nutzen.

Darüber hinaus sollte bei der Reform der Fahrschulausbildung die Kritik aus den Bundesländern ernst genommen werden: Auch der DVR hält eine Teilnahme von Fahrschülerinnen und Fahrschülern am Straßenverkehr vor der Fahrprüfung gemeinsam mit einer Begleitperson im eigenen Fahrzeug nur dann für vertretbar, wenn ihre dafür erforderliche Reife zuvor festgestellt wurde.

„Infrastruktur, Digitalisierung und Fahrausbildung sind die Herausforderungen für die ersten 100 Tage von Steffen Bilger“, so Manfred Wirsch. „Verkehrssicherheit ist dabei ein Schlüssel für Kosteneffizienz – sie ist kein Kostenfaktor.“

40 Milliarden Euro Schaden: Investitionen in Verkehrssicherheit senken Kosten
Der DVR weist darauf hin, dass Investitionen in die Verkehrssicherheit nicht nur Menschenleben retten, sondern einen messbaren volkswirtschaftlichen Nutzen schaffen. Nach Erhebungen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) verursachten Straßenverkehrsunfälle in Deutschland im Jahr 2024 einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von rund 40 Milliarden Euro.

„Jeder Euro, den man präventiv in sichere Straßen, intelligente und kooperative Vernetzung, eine hochwertige Fahrausbildung und auch in wirksame Aufklärungsarbeit steckt, zahlt sich doppelt aus – menschlich wie wirtschaftlich“, sagt Manfred Wirsch. „Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat steht der neuen Ministeriumsspitze vom ersten Tag an mit seiner Expertise zur Seite, um Deutschlands Straßen gemeinsam spürbar sicherer zu machen.“

DRK Niederrhein stärkt Notwasserversorgung im Kreis Wesel: Informationsveranstaltung zeigt Möglichkeiten der Trinkwasseraufbereitung im Katastrophenschutz
Wie kann die Trinkwasserversorgung auch in Krisen- und Katastrophenlagen sichergestellt werden? Dieser Frage widmete sich eine Informationsveranstaltung des DRK Kreisverbandes Niederrhein gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Kreises Wesel. Im Mittelpunkt standen moderne Möglichkeiten der mobilen Trinkwasseraufbereitung und die Stärkung des Bevölkerungsschutzes.

[Wesel, Kreis Wesel] Wie kann die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser auch bei Stromausfällen, Naturkatastrophen oder anderen außergewöhnlichen Einsatzlagen sichergestellt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Informationsveranstaltung der TWA-Gruppe (Trinkwasseraufbereitung) des DRK Kreisverbandes Niederrhein.

Vertreterinnen und Vertreter des Kreises Wesel, des Gesundheitsamtes, des Krisenmanagements sowie der Kreisleitstelle informierten sich über die Möglichkeiten der mobilen Trinkwasseraufbereitung und deren Bedeutung für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Auch das Präsidium des DRK Kreisverbandes Niederrhein nahm an der Veranstaltung teil.

Im Mittelpunkt standen praktische Vorführungen der Trinkwasseraufbereitung sowie der technischen Möglichkeiten der Fachgruppe Technik & Sicherheit. Dabei wurde gezeigt, wie Wasser in kurzer Zeit zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser aufbereitet und bei Bedarf auch an die Bevölkerung verteilt werden kann. Ergänzend wurden Lösungen für den sicheren Transport von Trinkwasser sowie mobile Hygienemöglichkeiten vorgestellt.

Besonders deutlich wurde dabei, wie sich die Technik in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat. Moderne Systeme ermöglichen eine deutlich schnellere Einsatzbereitschaft und erleichtern die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen im In- und Ausland. Gleichzeitig wurde deutlich, dass auch die bewährte Ausstattung der DRK-TWA-Gruppe weiterhin zuverlässig hochwertiges Trinkwasser bereitstellen kann.

„Sauberes Trinkwasser ist eines der wichtigsten Güter in einer Krisenlage. Deshalb ist es unser Anspruch, die Fähigkeiten unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte kontinuierlich weiterzuentwickeln und gemeinsam mit dem Kreis Wesel die Notfallvorsorge weiter zu stärken. Die enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und Hilfsorganisationen ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor“, sagt DRK-Präsident Jan Höpfner.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Veranstaltung zum fachlichen Austausch und zur Diskussion möglicher Einsatzszenarien. Das positive Feedback bestätigte den hohen Stellenwert einer leistungsfähigen Trinkwasseraufbereitung als wichtigen Baustein des Bevölkerungsschutzes im Kreis Wesel.

„Vertreterinnen und Vertreter des Kreises Wesel informierten sich beim DRK-Kreisverband Niederrhein über die Möglichkeiten der mobilen Trinkwasseraufbereitung im Bevölkerungsschutz. Mit dabei waren Janina Schmidt-Jakisch (Gesundheitsamt Kreis Wesel), Frank Brändel (Leiter Fachdienst Sicherheit und Ordnung), Sven Rissel (Krisenmanagement) sowie Niklas Killewald (Leiter der Kreisleitstelle Wesel). Ebenfalls auf dem Bild sind Vertreter des Präsidiums des DRK Kreisverbandes Niederrhein sowie Mitglieder der Fachgruppe Technik & Sicherheit und der TWA-Gruppe (Trinkwasseraufbereitung) zu sehen.“ Foto DRK Niederrhein

Moerser Tafel hat mit Unterstützung der Stadt neuen Standort gefunden
Die Tätigkeit der Moerser Tafel ist gesichert: Nach rund einem Jahr intensiver, gemeinsamer Suche durch den Tafel-Vorstand, den Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen der Stadt Moers sowie der städtischen Wirtschaftsförderung konnte ein neuer Standort für die wichtige Arbeit des Vereins gefunden werden.

(Foto: pst)

„Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für die erfolgreiche Suche und das Engagement.  Die vergangene Zeit war für die Tafel von großen Unsicherheiten geprägt“, so Bürgermeisterin Julia Zupancic bei Unterzeichnung des Mietvertrags am Montag, 20. Juli. Der neue Standort befindet sich in der Raiffeisenstraße 27.

Die neuen Vermieter Sigrid und Willi Roggenkamp hatten von Michael Rüddel, Leiter des Fachbereichs Soziales, Senioren und Wohnen, von der Suche gehört und ihre Bereitschaft erklärt, die Räume in Genend zu vermieten. Sie bieten ausreichend Platz und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben für die Verteilung der Lebensmittel.

Aktueller Zuschuss von 1.400 Euro monatlich
 Anlass für den kommenden Umzug war die Kündigung des alten Mietvertrags wegen Eigenbedarfs zum 30. September 2026 (Wittfeldstraße 51 / Ecke Bergwerkstraße). Am neuen Standort soll es voraussichtlich Mitte September losgehen. In der Zwischenzeit erfolgt die Ausgabe weiterhin am alten Standort. Möglicherweise kann es im Rahmen des Umzugs zu einer bis zwei Wochen andauernden Schließung kommen.

Die grundsätzlichen Öffnungszeiten bleiben aber bestehen: mittwochs und freitags von 12 bis 14 Uhr. Die Moerser Tafel erhält zurzeit einen Zuschuss von 1.400 Euro monatlich von der Stadt Moers.  Zudem gibt es eine finanzielle Unterstützung der Tafel NRW für das regionale Verteilzentrum. Aktuell können damit aber nicht die gesamten Kosten gedeckt, sodass Verwaltung und Politik sich nun Gedanken über weitere Unterstützungsmöglichkeiten machen.

Die Bedeutung der neuen Räumlichkeiten reicht weit über Moers hinaus: Neben der Versorgung von Moerser Bürgerinnen und Bürgern mit Lebensmitteln dient die Einrichtung als Verteilzentrum für insgesamt 14 weitere Tafeln im Kreis Wesel und am Niederrhein. Ein Wegfall des Standorts hätte somit erhebliche Auswirkungen auf die Tafelversorgung in der gesamten Region gehabt. 

Die Beteiligten freuen sich über den neuen Standort der Moerser Tafel, die wegen eines Eigenbedarfs umziehen muss. Voraussichtlich ab Mitte September geht die Ausgabe der Lebensmittel in der Raiffeisenstraße 27 weiter.

Kleve: Wo die Stille tanzt – Wenn Kinder Kunst in Bewegung bringen
Wenn 29 Kinder mit ganz unterschiedlichen Geschichten gemeinsam tanzen, entsteht mehr als eine Choreografie – es entsteht Gemeinschaft. Genau das war während der Projektwoche „Wo die Stille tanzt – Tanz im Museum“ zu erleben.

Die Aufführung im Garten des Museums B.C. Koekkoek-Haus. Foto: Adelina Edelhoff

29 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren kamen zusammen, um sich kreativ mit Tanz, Musik und Kunst auseinanderzusetzen. Sie brachten unterschiedliche Erfahrungen, kulturelle Hintergründe und Persönlichkeiten mit. Manche kannten sich bereits, andere begegneten sich zum ersten Mal. Im Laufe der Woche entstand eine Gruppe, in der Offenheit, gegenseitiger Respekt und die Freude am gemeinsamen Gestalten im Mittelpunkt standen. Zum Auftakt besuchten die Kinder das Museum B.C. Koekkoek - Haus.

Bei einer kindgerechten Führung ließen sie sich von den Kunstwerken inspirieren und sammelten Ideen für ihre eigene künstlerische Arbeit. Während der Tanzprojektwoche entstanden aus den Improvisationen der Kinder und gemeinsam entwickelten Choreografien beeindruckende Szenen – begleitet von klassischer Musik ebenso wie von modernen Klängen.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete eine Aufführung im Garten des Museums B.C. Koekkoek – Haus vor zahlreichen Eltern, Familien, Gästen und Museumsbesucherinnen und Museumsbesuchern. Die Kinder präsentierten ihre Choreografien mit großer Freude und viel Ausdruck. Der lang anhaltende Applaus zeigte, wie sehr ihre Darbietung das Publikum berührte.

Organisiert und koordiniert wurde das Projekt von Aija Samina-Edelhoff, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule Kleve. Von der Fördermittelakquise über die  Antragstellung bis hin zur Planung und Umsetzung liefen alle organisatorischen Fäden bei ihr zusammen. Die inhaltliche und künstlerische Gestaltung der Projektwoche übernahmen die Tanzpädagoginnen Ella Lichtenberger und Elke Welz - Jansen, die gemeinsam mit den Kindern die Choreografien entwickelten und sie mit viel Engagement durch die Woche begleiteten.

„Mich beeindruckt immer wieder, wie schnell Kinder über Kunst und Bewegung miteinander in Verbindung kommen“, sagt Aija Samina-Edelhoff. „Herkunft, Sprache oder unterschiedliche Voraussetzungen treten plötzlich in den Hintergrund. Was bleibt, ist die Freude, gemeinsam etwas zu schaffen. Genau deshalb sind solche Projekte so wertvoll: Sie eröffnen Kindern Zugänge zu Kunst und Kultur, stärken ihr Selbstvertrauen und zeigen ihnen, dass jede und jeder etwas Besonderes einbringen kann.“

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesförderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ über das Förderprogramm Chance Tanz von Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e.V. gefördert. Es ermöglicht Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft die Teilhabe an kultureller Bildung und schafft Räume, in denen Kreativität, Begegnung und gemeinsames Lernen im Mittelpunkt stehen.

Umgesetzt wurde das Projekt als Bündnis der Volkshochschule Kleve, des Jugendzentrums KALLE und des Jugendmigrationsdienstes Kreis Kleve. Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner konnten die Kinder und Jugendlichen einen besonderen Zugang zu Tanz, Kunst und kultureller Bildung erleben. „Wo die Stille tanzt“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie Tanz Kunst, Fantasie und Gemeinschaft miteinander verbinden kann.

Am Ende der Woche nahmen die Kinder nicht nur ihre Choreografien mit nach Hause, sondern auch neue Erfahrungen, Begegnungen und das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes geschaffen zu haben.

Sommerfest der KG Moerser Jecken
Veranstaltungsdatum 01.08.2026 - 13:00 Uhr - 22:00 Uhr Veranstaltungsort Barbaraplatz. Veranstalter KG Moerser Jecken Komitee e.V. ,Adresse Moselstraße 16g, 47443 Moers.

Moers: Tummelferien für alle: Open-Air-Kinoabend und Familientag
Am Wochenende öffnet das Tummelferiendorf seine Tore für alle: Familien dürfen sich auf zwei Veranstaltungen freuen. Der Eintritt ist frei. Den Auftakt macht das Open-Air-Kino am Freitag, 31. Juli. Einlass ist ab 20.15 Uhr, der Film startet nach Einbruch der Dunkelheit gegen 22 Uhr.

Gezeigt wird ein berührender Animationsfilm über einen Roboter, der auf einer einsamen Insel strandet, Freundschaften mit den Tieren schließt und lernt, was Familie und Zusammenhalt bedeuten. Aus lizenzrechtlichen Gründen darf der Filmtitel nicht genannt werden. Bis zum Filmstart können alle das Tummelferiengelände mit Spiel- und Kreativangeboten erkunden.

Bei gutem Wetter ist auch die Wasserrutsche geöffnet. Für Kinofeeling sorgen Popcorn und Getränke des Fördervereins Streichelzoo und der Eiswagen des Eiscafés Reggio. Eigene Snacks und Getränke dürfen mitgebracht werden. Für Kinder gibt es einen Picknickdeckenbereich – Decken bitte selbst mitbringen. Die Sitzplätze sind begrenzt.

Tummelferien Erlebnistag im Park
Am Sonntag, 2. August, von 14 bis 18 Uhr folgt das Familienfest, die Gelegenheit für Familien, um gemeinsam die Attraktionen der Tummelferien auszuprobieren (Wasserrutsche inklusive). Alle Gäste erwartet ein buntes Mitmachprogramm mit Hüpfburgen, Bungee-Trampolin, Yoga, Mitmach-Zirkus, Falknerei sowie zahlreichen Kreativstationen.

ENNI Stadt & Service ist mit Fahrzeugausstellung und Mini-Kipper-Fahrten dabei. Auch der Löschzug Hülsdonk der Feuerwehr Moers sowie verschiedene Moerser Vereine laden zum Mitmachen ein. Ab 15 Uhr präsentieren die Tummelferienkinder auf der Bühne ihre einstudierten Showacts. Zusätzlich begeistert Zauberer und Ballonkünstler Maik mit einer Familien-Zaubershow. Wer eine Stärkung braucht, findet auf dem Gelände ein vielfältiges Angebot: von Waffeln und Eis bis zu Pommes, Pizza und Getränken.

 Veranstaltungsdatum 02.08.2026 - 14:00 Uhr - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Freizeitpark am Rodelhügel / Streichelzoo. Veranstalter Firma Stadt Moers - Kinder- und Jugenbüro.

Moers: Open-Air-Aufführung „Der Freischütz“ am 31. Juli bietet Oper für alle
Mit einem musikalischen Höhepunkt schließt der ‚Schloss Kultur Sommer‘ des Grafschafter Museums ab: Die Treppe des Schlosses (Kastell 9) verwandelt sich am Freitag, 31. Juli, um 20 Uhr in eine Opernbühne. Der Verein ‚Music to go‘ präsentiert die Oper ‚Der Freischütz‘ im ‚Espressoformat‘ als kompakte, kurzweilige Inszenierung. Die Teilnahme ist kostenlos.

„Das ist eine Premiere für Moers“, freut sich Museumsleiterin Diana Finkele. Désirée Brodka, Intendantin des Vereins ‚Music to go‘ ist auf das Museum mit dem Vorschlag zugekommen und das Veranstaltungsformat vorschlagen, das bereits in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen zu sehen war und ist. „Das Publikum darf einen ganz tollen Künstler-Cast erwarten. Ich bin sehr glücklich, dass ich immer so tolle Künstler gewinnen kann, die sonst an schönen Opernhäusern singen“, erläutert die Intendantin, die auch als Sopranistin in der Rolle der ‚Agathe‘ und Moderatorin in der Aufführung zu erleben ist.

Spannendes und modernes Stück
Durch die erläuternden Einlagen kann das Stück mit einer rund dreistündigen Spielzeit auf die Hälfte reduziert werden – ohne dass wichtige künstlerische oder erzählerische Elemente fehlen. So wird das Genre gerade für Opern-Neulinge interessant. Das ist auch das Anliegen des Vereins: Menschen die Musik ermöglichen, die sonst keinen Bezug zu Oper hatten. Zudem müssen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer keine Gedanken machen, dass das Stück „verstaubt“ wirkt.

„Es geht um moderne Themen, wie Leistungsdruck, Erwartungen der Gesellschaft oder Lebensplanung“, erläutert Désirée Brodka.  Zusätzlich ist das Stück mystisch und spannend. Die Musik kommt von einem Streichquartett, das zu einem großen Teil aus Mitgliedern des Orchesters des Theaters Dortmund besteht.


Es ist ausdrücklich erwünscht, dass die Gäste für die Aufführung Klappstühle, Picknickdecke, Sitzkissen, Snacks und Getränke mitbringen. Ein Teil des Schlossplatzes ist an dem Abend bereits bestuhlt. Der Landschaftsverband Rheinland und das Kulturbüro Moers fördern die Veranstaltung. Es ist jedoch möglich, nach der Aufführung Spenden für den Verein ‚Music to go’ zu leisten. 

Bei Regen oder Unwetter wird die Aufführung in die Kirche St. Josef (Kastell 11) verlegt. Weitere Informationen sind auf der Seite des Grafschafter Museum oder im Flyer nachzulesen, der in allen städtischen Einrichtungen erhältlich ist.

Der Schlosspark in Moers– Entwicklung im Wandel
Auf einem Rundgang erfahren wir Wissenswertes und Kurioses, Amüsantes, Verbotenes und Bedrohliches über Schlosspark, Wall und Graben. Vor allem geht es aber um die Entwicklung der im 19. Jahrhundert angelegten privaten Parks der Fabrikantenfamilie Wintgens hin zu einem Volks- und Bürgerpark im 20. Jahrhundert – sowie um aktuelle denkmalgerechte und zukunftsorientierte Gestaltungskonzepte.

Geführt von Dr. Wilfried Scholten. Treffpunkt: Schlosseingang. Kosten: 9 Euro 
Weitere Infos zu den Stadtführungen. Veranstaltungsdatum 02.08.2026 - 10:30 Uhr - 12:30 Uhr. Veranstaltungsort Schlosseingang. Veranstalter Stadt- und Touristinformation Moers.



NRW: Ausgaben für Leistungen der Sozialhilfe 2025 um rund 5 % gestiegen
* Anstieg fiel mit 4,7 % deutlich geringer aus als im Vorjahr (+16,6 %)
* Ausgaben für Hilfe zur Pflege mit +10,4 % am stärksten gestiegen
* Auch die Ausgaben für Eingliederungshilfe nach SGB IX stiegen mit 6,7 % weniger stark als im Vorjahr (+13,2 %)

Die Nettoausgaben für Leistungen der Sozialhilfe nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) lagen im Jahr 2025 bei rund 5,25 Milliarden Euro und waren damit um 236 Millionen Euro höher als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, fiel der Anstieg der Ausgaben mit 4,7 % deutlich schwächer aus als in den Vorjahren mit einem Plus von 16,6 % in 2024 und von 15,7 % in 2023.

Inflationsbereinigt stiegen die Ausgaben im Jahr 2025 um 2,6 %, in 2024 um 14,1 % und in 2023 um 9,5 %. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist der größte Ausgabeposten der Sozialhilfe Mit rund 3 Milliarden Euro wurde mehr als die Hälfte (57 %) der gesamten Nettoausgaben der Sozialhilfe für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ausgegeben. Das waren 2,9 % mehr als im Vorjahr.

In den Jahren 2024 und 2023 fiel der Anstieg mit 14,0 % bzw. 13,5 % deutlich höher aus. Anders als in den Vorjahren gab es 2025 keine Erhöhung der Regelsätze. Die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung werden vollständig aus Erstattungsmitteln des Bundes an die Länder finanziert.

Nettoausgaben für Hilfe zur Pflege um 10,4 % gestiegen
Der zweitgrößte Ausgabeposten ist die Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kapitel SGB XII. Hier sind die Ausgaben 2025 mit 10,4 % am stärksten gestiegen. Der Anstieg fiel aber auch hier weniger hoch aus als in den Vorjahren mit 21,4 % in 2024 und 23,1 % in 2023.

Die Ausgaben für Hilfe zur Pflege lagen 2025 bei rund 1,3 Milliarden Euro und machten 25 % der Sozialhilfeausgaben aus. Hilfe zur Pflege erhalten pflegebedürftige Personen, wenn der notwendige und angemessene Pflegebedarf nicht bzw. nicht vollständig durch Leistungen der Pflegeversicherung gedeckt ist und nicht genügend Eigenmittel verfügbar sind, um die (verbleibenden) Kosten zu tragen.

Zum 01. Januar 2025 trat gemäß dem Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz (PUEG) eine Erhöhung der Leistungsbeträge der Pflegeversicherung um 4,5 % in Kraft.



Ausgaben für Eingliederungshilfe nach SGB IX um 6,7 % gestiegen 2025 wurden für die Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX netto 7,7 Milliarden Euro aufgebracht. Das waren 6,7 % mehr als im Vorjahr. Damit stiegen auch hier die Ausgaben weniger stark als in den Vorjahren mit 13,2 % in 2024 und 10,1 % in 2023.

Die Leistungen der Eingliederungshilfe sollen Menschen mit Behinderung eine individuelle Lebensführung ermöglichen und die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft fördern. Inflationsbereinigt sind die Nettoausgaben für die Eingliederungshilfe nach SGB IX im Jahr 2025 um 4,5 % gestiegen, in 2024 um 10,7 % und in 2023 um 4,2 %.

Kinderschutz: Zahl der Inobhutnahmen im Jahr 2025 um 18 % gesunken
• Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen binnen eines Jahres von 30 800 auf 16 500 Fälle fast halbiert
• Erneut mehr körperliche und psychische Misshandlungen  besonders an Mädchen
• Widersprüche von Sorge- und Erziehungsberechtigten bei Verdacht auf Vernachlässigungen und Gewalt am häufigsten

Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Deutschland rund 56 900 Kinder oder Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 18 % oder rund 12 600 weniger Jungen und Mädchen als im Jahr zuvor.

Bereits 2024 hatte es einen Rückgang der Inobhutnahmen um 7 % oder 5 100 Fälle gegeben. Damit ist die Fallzahl innerhalb von zwei Jahren um rund ein Viertel gesunken (-24 % oder 17 700 Fälle), nachdem sie zuvor drei Jahre in Folge auf knapp 74 600 Schutzmaßnahmen im Jahr 2023 gestiegen war.



Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen binnen eines Jahres fast halbiert
Hintergrund der seit den 2010er Jahren stark schwankenden Fallzahlen ist vor allem die Entwicklung unbegleitet eingereister Minderjähriger aus dem Ausland. Auch der aktuelle Abwärtstrend ist durch einen Rückgang an vorläufigen und regulären Inobhutnahmen nach unbegleiteten Einreisen zu erklären: Binnen eines Jahres hat sich ihre Zahl von rund 30 800 auf knapp 16 500 Fälle nahezu halbiert (‑47 %).

Gleichzeitig nahmen die Fallzahlen bei den Selbstmeldungen um rund 870 auf etwa 10 100 Fälle (+9 %) und bei den dringenden Kindeswohlgefährdungen um 850 auf gut 30 300 Fälle (+3 %) zu. Bei den Selbstmeldungen war dies der fünfte, bei den dringenden Kindeswohlgefährdungen der zweite Anstieg in Folge.

Die Betroffenen: Knapp zwei Fünftel Kinder unter 14 Jahren Gut jede zweite Schutzmaßnahme (53 %) wurde 2025 wegen einer dringenden Kindeswohlgefährdung durchgeführt. In 29 % der Fälle war der Anlass eine unbegleitete Einreise und in 18 % eine Selbstmeldung der Minderjährigen beim Jugendamt. Die meisten Betroffenen waren bereits Jugendliche ab 14 Jahren, knapp zwei Fünftel (38 %) zählten aber noch zu den Kindern unter 14 Jahren.

Ein Fünftel (20 %) aller Betroffenen war von Zuhause ausgerissen, etwa ebenso viele (19 %) wurden an einem jugendgefährdenden Ort angetroffen. Zuvor lebten 59 % der Minderjährigen in einer Familie oder einem privaten Haushalt und 20 % in einer Einrichtung. In den anderen Fällen war der vorherige Aufenthalt unbekannt (14 %) oder keine feste Unterkunft vorhanden (7 %).

Erneut mehr körperliche und psychische Misshandlungen - besonders an Mädchen Die häufigsten Anlässe für eine Schutzmaßnahme waren in 2025 (Mehrfachnennungen möglich): Überforderungen der Eltern (32 %), unbegleitete Einreisen (29 %), Vernachlässigungen (16 %), körperliche Misshandlungen (15 %) und psychische Misshandlungen (11 %).



Trotz des allgemeinen Rückgangs waren die Nennungen bei 9 von insgesamt 13 möglichen Anlässen gegenüber dem Vorjahr gestiegen: Am höchsten war das Plus bei körperlichen und bei psychischen Misshandlungen (+1 114 und +941 Nennungen). Damit sind körperliche Misshandlungen das zweite, und psychische Misshandlungen das sechste Mal in Folge gestiegen. Besonders hoch war der Zuwachs in beiden Fällen bei den Mädchen (+745 und +750 Nennungen).

Der Mädchenanteil betrug in 2025 damit bei körperlichen Misshandlungen 65 % und bei psychischen 62 %. Zum Vergleich: Innerhalb der minderjährigen Bevölkerung lag der Mädchenanteil in 2025 bei knapp 49 %. Widersprüche bei Verdacht auf Vernachlässigungen und Gewalt besonders häufig In 9 % aller Fälle wurde von den Sorge- oder Erziehungsberechtigten ein Widerspruch gegen die Inobhutnahme eingelegt, weil sie damit nicht einverstanden waren.

Am höchsten war die Quote der Widersprüche bei Verdacht auf Vernachlässigung (26 %), psychischen Misshandlungen (25 %), sexueller Gewalt (22 %) und körperlichen Misshandlungen (19 %). Eine hohe Widerspruchquote kann auf eine mangelnde Kooperationsbereitschaft der Sorge- oder Erziehungsberechtigten bei der Behebung der Kindeswohlgefährdung hindeuten.

Geht das Jugendamt bei einem Widerspruch davon aus, dass die Kindeswohlgefährdung andauert, kann es das Familiengericht anrufen, damit es die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung des Kindeswohls herbeiführt. In 2025 haben die Jugendämter diese Möglichkeit in 82 % aller Widerspruchsfälle genutzt.

Ein Viertel der Betroffenen kehrte an vorherigen Aufenthaltsort zurück
Im Anschluss an die Schutzmaßnahme kehrte ein Viertel (25 %) der Kinder und Jugendlichen an den vorherigen Aufenthaltsort zurück. Weitere 44 % wurden nach der Inobhutnahme an einem neuen Ort untergebracht.

In 14 % der Fälle beendeten die Betroffenen die Inobhutnahme selbst, etwa, indem sie aus der Maßnahme ausrissen. In 8 % der Fälle wechselte die Zuständigkeit und in weiteren 8 % wurde die Maßnahme auf andere Weise beendet. Diese Angaben zum Maßnahmenende beziehen sich nur auf reguläre Inobhutnahmen (ohne vorläufige Inobhutnahmen).


Stadt Kleve startet Zertifizierungsprozess „StadtGrün naturnah“
Erfahrungen in der Natur sind für uns alle wichtig: Kinder benötigen sie, um gesund aufzuwachsen und Erwachsene brauchen Naturräume für Bewegung und Erholung - am besten natürlich direkt vor der Haustür.

Seit dem Frühsommer 2022 befindet sich direkt vor dem Klever Rathaus eine artenreiche Blühfläche.

Ihren bereits eingeschlagenen Weg zur naturnahen Grünflächenpflege baut die Stadt Kleve nun durch ein Zertifizierungsverfahren für das Label „StadtGrün naturnah“ aus. Pflegen Kommunen ihre Grünflächen naturnah, profitieren Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen: Wo Flockenblumen, Margeriten oder Malven gedeihen, sind auch Wildbienen und Schmetterlinge nicht weit.

Darüber hinaus sind vielfältige Naturräume wesentlich widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels. Mit dem Label „StadtGrün naturnah“ honoriert das Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt mit seinen derzeit 437 Mitgliedern aus Städten, Gemeinden und Landkreisen als das größte deutsche Netzwerk für naturnahe Kommunen bereits seit mehreren Jahren das Engagement von Städten und Gemeinden für ein ökologisches Grünflächenmanagement.

Die Labelkommunen entwickeln öffentliche Grünflächen zu artenreichen Wildblumenwiesen, verwenden heimisches Saat- und Pflanzgut und verzichten auf Pestizide. Bei der Planung, Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit für mehr Natur in der Stadt erhalten die Kommunen im Gegenzug professionelle Unterstützung durch das Bündnis. 

Die Bewerbung der Stadt Kleve auf das Label ist eine Maßnahme des Klever Klimaanpassungskonzepts, das 2024 vom Rat der Stadt Kleve beschlossen wurde. Klimaanpassungsmanagerin Merle Gemke zeigt sich begeistert: „Gemeinsam mit den Umweltbetrieben der Stadt Kleve wird schon länger an vielen Stellschrauben gedreht, um eine möglichst naturnahe Grünflächenpflege umzusetzen.

Das fördert bereits jetzt unsere Artenvielfalt und macht Kleves Grünflächen resilienter für die Zukunft, sodass wir langfristig Folgekosten reduzieren. Umso besser ist es, dass wir die dafür geleistete Arbeit bei der Stadtverwaltung und den Umweltbetrieben nun für das Label erfassen und gemeinsam den Weg für mehr Naturnähe in der Grünflächenpflege weiter beschreiten.“

Im Rahmen des zwölfmonatigen Zertifizierungsprozesses trägt die Stadt Kleve nun ihre Pflegepraktiken sowie die bereits umgesetzten Maßnahmen zusammen und entwickelt einen Maßnahmenplan für die Zukunft. Am Ende des Prozesses wartet die Zertifizierung in den Abstufungen Bronze, Silber oder Gold.

In bisherigen Teilnehmerkommunen hat das Bündnis mit dem Label zahlreiche Initiativen zur Förderung der Artenvielfalt im Stadtgebiet angestoßen. Mehr Informationen zum Label „StadtGrün naturnah“ sind unter dem Link www.kommbio.de/label zu finden.

Kleve: Stärkung frühkindlicher Bildung: Projekt „FamilyPlus“ erweitert sein Angebot
Der Zugang zu frühkindlicher Bildung ist ein entscheidender Baustein für gute Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern. Um Familien noch gezielter zu unterstützen und bestehende Zugangsbarrieren abzubauen, erweitert das Jugendamt der Stadt Kleve gemeinsam mit der Stiftung Anna-Stift das Projekt FamilyPlus im Rahmen der Frühen Hilfen.

Mit Beginn des neuen Kitajahres wird FamilyPlus um ein aufsuchendes Beratungsangebot ergänzt. Mitarbeitende des Projekts sind mit dem Spielmobil in ausgewählten Quartieren unterwegs und unterstützen Familien direkt vor Ort bei der Online-Anmeldung für einen Kitaplatz. Das Angebot richtet sich insbesondere an Familien, die aufgrund sprachlicher, technischer oder organisatorischer Hürden Unterstützung bei der Anmeldung benötigen.

Dabei steht auch eine mehrsprachige Beratung zur Verfügung. „Frühkindliche Bildung darf nicht an formalen Hürden scheitern. Mit der Erweiterung von FamilyPlus gehen wir aktiv auf Familien zu und unterstützen sie dort, wo sie leben. So schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu den Angeboten der Kindertagesbetreuung und stärken die Chancengerechtigkeit von Anfang an“, erklärt Markus Koch, Leiter des Jugendamtes der Stadt Kleve.

Der aktuelle Familienbericht Nordrhein-Westfalen 2026 macht deutlich, dass insbesondere Familien in belastenden Lebenslagen von wohnortnahen, niedrigschwelligen und gut vernetzten Unterstützungsangeboten profitieren. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass frühe Bildungsangebote wesentlich dazu beitragen, Bildungsungleichheiten zu verringern und Kindern einen erfolgreichen Start ins Leben zu ermöglichen.

Das bestehende FamilyPlus-Angebot der Stiftung Anna-Stift wird bereits seit mehreren Jahren durch das Jugendamt der Stadt Kleve im Rahmen der Frühen Hilfen gefördert. Die nun vorgesehene Erweiterung knüpft an die bisherigen Erfahrungen an und verbindet aufsuchende Familienarbeit mit einem konkreten Unterstützungsangebot rund um den Zugang zur Kindertagesbetreuung.

Zum Start des Angebots wird das Spielmobil in den Sozialräumen Brüningstraße/Braunstraße sowie Beethovenstraße regelmäßig präsent sein. Familien erhalten dort unkompliziert Hilfe bei der Einrichtung einer E-Mail-Adresse, der digitalen Kita-Anmeldung sowie Informationen rund um den Besuch einer Kindertageseinrichtung.

Ergänzend werden mehrsprachige Informationspostkarten verteilt und über die sozialen Medien auf das Angebot aufmerksam gemacht. Mit der Förderung der Angebotserweiterung verfolgt das Jugendamt der Stadt Kleve das Ziel, allen Kindern – unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft – einen möglichst frühen Zugang zu Bildung und Förderung zu ermöglichen.

Die Kooperation mit der Stiftung Anna-Stift leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Frühen Hilfen und zur Stärkung von Familien. Hintergrund: Was ist FamilyPlus? Weiterführende Informationen zu dem Projekt finden Interessierte auf der Internetseite von familyplus unter: https://www.familyplus-mobi.de/ 

Kleve: Sperrungen auf der Königsallee für Baumpflegearbeiten
Für die Durchführung von Baumpflegearbeiten sind Sperrungen auf der Königsallee erforderlich. Ab Montag, 27. Juli 2026, müssen Teilstrecken der Königsallee in Kleve für die Durchführung von Baumpflegearbeiten gesperrt werden. Die Stadt Kleve hatte im Frühjahr eine Fachfirma damit beauftragt, die dort vorhandenen Alleenbäume auf ihre Verkehrssicherheit zu überprüfen.

Nun werden die notwendigen Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Bäume durchgeführt. Insbesondere handelt es sich dabei um Teileinkürzungen sowie Kroneneinkürzungen einzelner Linden und Kastanien. Zunächst wird am Montag, 27. Juli 2026, und Dienstag, 28. Juli 2026, jeweils in der Zeit von 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr das Teilstück der Königsallee zwischen dem Kreisverkehr Kastanienweg/ Schweizer Straße/Königsallee und der Einmündung Annabergstraße gesperrt.

Eine Umleitung wird über die Schweizer Straße, Ruppentaler Weg und Treppkesweg ausgeschildert. Außerhalb der Arbeitszeiten wird die Sperrung aufgehoben, sodass die Strecke dann für den Straßenverkehr zur Verfügung steht. Anschließend wird am Mittwoch, 29. Juli 2026, und Donnerstag, 30. Juli 2026, jeweils in der Zeit von 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr, das Teilstück der Königsallee entlang des Klever Friedhofs gesperrt.

Betroffen ist die Strecke zwischen den Einmündungen Annabergstraße und Merowingerstraße. Während der Arbeitszeit wird der Verkehr über die Annabergstraße und den Treppkesweg umgeleitet. Auch hier wird die Sperrung außerhalb der Arbeitszeiten aufgehoben, sodass die Strecke dann für den Straßenverkehr zur Verfügung steht.

Schreibwerkstatt in der Stadtbibliothek Dinslaken
Kinder und Jugendliche entwickeln in den Sommerferien 2026 eigene Geschichten: Vom 4. bis 8. August gibt es in der Stadtbibliothek Dinslaken eine kreative Schreibwerkstatt. Diese findet jeweils von 10:00 bis 13:00 Uhr statt und richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren.

Unter dem Titel „Dieser eine Sommer“ entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam eigene Geschichten. Begleitet wird der Workshop von der Kinder- und Jugendbuchautorin Cora Gofferjé. Aus ersten Ideen entstehen Figuren, Szenen und komplette Geschichten. Die Teilnehmenden experimentieren mit Sprache, Dialogen und verschiedenen Erzählformen und lernen dabei, wie sich Geschichten Schritt für Schritt entwickeln lassen.

Am Ende der Woche präsentieren die Teilnehmenden ihre Texte im Rahmen einer kleinen Abschlusslesung vor Familie und Freund*innen. Die Schreibwerkstatt ist Teil des Förderprogramms „SchreibLand NRW“, das kreative Schreibangebote in Bibliotheken unterstützt und Kindern sowie Jugendlichen einen spielerischen Zugang zum Schreiben ermöglicht.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 10 Euro. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung des Freundeskreises Stadtbibliothek und Stadtarchiv Dinslaken e. V., der den Großteil der Kosten übernimmt. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind ab sofort möglich: per E-Mail an bibliothek@dinslaken.de oder direkt vor Ort in der Stadtbibliothek.


Diese Werkstatt wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von SchreibLand NRW, einer Initiative des Literaturbüros NRW, unterstützt vom Verband der Bibliotheken NRW.  


Sommerkino im Museum Kurhaus Kleve: Broken Flowers (2005, 106 Min.)
Das beliebte Sommerkino im Museum Kurhaus Kleve findet dieses Jahr unter dem Titel „Lakonie & Skurriler Humor“ statt und ist den Filmen des Regisseurs Jim Jarmusch gewidmet. Es wird in Kooperation mit den Tichelpark Cinemas Kleve durchgeführt. Der Eintritt ist FREI! Am Donnerstag, den 30. Juli 2026, 21 Uhr zeigen wir Broken Flowers (2005, 106 Min.)

Der tragikomische Roadmovie „Broken Flowers“ dreht sich um ein in die Jahre gekommener Don Johnston. Zur gleichen Zeit als der ewige Junggeselle Johnston von seiner Freundin Sherry verlassen wird, erfährt er, dass er einen 19-jährigen Sohn hat, der auf der Suche nach ihm ist. Sein Nachbar Winston, ein begeisterter Hobby-Detektiv, bringt ihn dazu, eine Liste mit ehemaligen Freundinnen aufzusetzen und stellt für Johnston einen kompletten Reiseplan mit Flug-, Auto- und Hotelbuchungen auf.

Johnston macht sich auf eine Odyssee quer durchs Land, um herauszufinden wer die Mutter sein könnte. Der Film wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 2005 mit dem „Großen Preis der Jury“ ausgezeichnet. Bitte Eingang direkt beim Friedrich-Wilhelm-Bad benutzen, bei Regen fallen die Veranstaltungen aus.

Das Smartphone ist die Urlaubskamera Nummer eins
Angesichts von Digitalkameras, Action-Cams, Sofortbildkameras und Drohnen stellt sich die Frage, womit Urlaubsfotos heute tatsächlich entstehen. Die Antwort fällt eindeutig aus: Drei Viertel der Befragten nutzen dafür die Smartphone-Kamera (75 Prozent). Klassische Digitalkameras oder Kompaktkameras kommen auf 8 Prozent, Spiegelreflex- oder Systemkameras auf 6 Prozent.

Spezialgeräte bleiben die Ausnahme: Sofortbildkameras und Action-Cams wie GoPros werden jeweils von 2 Prozent genutzt. Unterwasserkameras, analoge Kameras, Drohnen und Kinderkameras liegen jeweils bei 1 Prozent. Damit findet Urlaubsfotografie für die große Mehrheit über das Gerät statt, das ohnehin im Alltag dabei ist, das Smartphone.

VGL / KI-generiert

Das erklärt auch, warum im Urlaub schnell viele Bilder zusammenkommen. Fotografieren ist unkompliziert, der Speicherplatz groß und das nächste Motiv selten weit weg. Was früher ein begrenzter Film war, ist heute eine große digitale Sammlung.

Ein Drittel lässt Urlaubsfotos auf dem Smartphone
Nach dem Urlaub zeigt sich, wie digital diese Erinnerungen bleiben. Bei knapp einem Drittel bleiben die Urlaubsfotos überwiegend auf dem Smartphone (31 Prozent). Weitere Befragte speichern sie in einer Cloud (17 Prozent) oder sichern sie auf einer Festplatte, Speicherkarte oder einem anderen Datenträger (ebenfalls 17 Prozent).

Damit landet ein großer Teil der Urlaubsbilder vor allem in digitalen Speichern. Auffällig ist auch, wie selten Fotos nach der Reise sortiert werden: Nur 10 Prozent sortieren doppelte oder schlechte Aufnahmen bewusst aus. Viele Bilder landen im Speicher, doch nur ein kleiner Teil wird später ausgewählt, geordnet oder weiterverarbeitet.

Fotobücher und Abzüge bleiben die Ausnahme
Gedruckte Varianten sind deutlich seltener. Ein Fotobuch erstellen nach dem Urlaub 6 Prozent, einzelne Abzüge lassen 5 Prozent drucken. Ein Fotoalbum oder Reisetagebuch gestalten nur 1 Prozent, ebenso wenige drucken einzelne Bilder mit einem Fotodrucker aus. Bilder zu rahmen oder aufzuhängen, spielt in der Umfrage praktisch keine Rolle.

Ganz verschwunden ist das gedruckte Urlaubsfoto aber nicht. Die Frage nach den Gründen fürs Drucken zeigt ein anderes Bild: Knapp ein Viertel der Befragten erstellt grundsätzlich gerne Fotobücher oder Alben (23 Prozent). Gedruckt wird außerdem, um Fotos zu verschenken, aufzuhängen (19 Prozent) oder sie im Alltag anzusehen (15 Prozent).

Gleichzeitig wird deutlich, warum viele Fotos digital bleiben. Einige verzichten auf Ausdrucke, weil sie ihre Bilder digital speichern (19 Prozent). Für andere ist der Aufwand zu groß (13 Prozent), einige vergessen nach dem Urlaub meist, Fotos zu drucken oder Alben zu erstellen (6 Prozent). Zwischen dem Wunsch nach sichtbaren Erinnerungen und der tatsächlichen Umsetzung steht also oft der Alltag.

Mobile Fotodrucker können diese Lücke kleiner machen. Sie bringen einzelne Bilder direkt vom Smartphone aufs Papier, auch schon während der Reise. So lassen sich Reisetagebücher oder Alben unterwegs füllen. Auch für Kinder gibt es passende Modelle, mit denen sie eigene Urlaubserinnerungen direkt festhalten können.

Sofortbildkameras sind dagegen fast ein Gegenentwurf zur digitalen Bilderflut. Hier entsteht nicht die zehnte Version desselben Motivs, sondern ein einzelnes Bild direkt beim Fotografieren. Das macht die Aufnahme bewusster und gibt ihr von Anfang an mehr Gewicht.

Aus digitalen Bildern werden nur selten gedruckte Erinnerungen
Die Umfrage zeigt vor allem eines: Urlaubsfotos werden heute schnell aufgenommen, gespeichert und teils auch digital geteilt. In sozialen Netzwerken entsteht daraus für manche eine Art laufendes Fotoalbum. Gedruckte Bilder spielen dagegen vor allem abseits des Bildschirms eine besondere Rolle: Sie holen ausgewählte Momente aus der digitalen Masse heraus und geben ihnen einen festen Platz im Alltag.

Schon wenige ausgewählte Bilder können reichen, um eine Reise später wieder präsent zu machen. Ein Fotobuch im Regal, ein Album auf dem Couchtisch, ein Sofortbild an der Pinnwand oder ein kleiner Stapel Abzüge, der herumgereicht wird: Mehr braucht es manchmal nicht, damit aus gespeicherten Bildern sichtbare Erinnerungen werden.    


Nachtfahrten sicher vorbereiten, Müdigkeit früh erkennen und Pausen richtig planen
Mitten in der Ferienzeit sind viele Reiserouten stark belastet. Deshalb verlegen manche Autofahrer die Fahrt in die Abend- oder Nachtstunden. Das kann für weniger Verkehr und angenehmere Temperaturen sorgen, stellt aber zugleich besondere Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit. Der ACV Automobil-Club Verkehr klärt die wichtigsten Fragen rund um Vorbereitung, Abfahrtszeit, Müdigkeit, Pausen und Fahrten mit Kindern.

Was spricht für und gegen eine Nachtfahrt?
Eine Nachtfahrt in den Urlaub kann viele Vorteile haben. Auf den Autobahnen lassen sich häufig der Berufsverkehr und in den Ferien auch Staus vermeiden. Gerade im Sommer können die kühleren Temperaturen die Fahrt angenehmer machen. Außerdem schlafen Kinder auf längeren Fahrten häufig schneller ein und viele Urlauber erreichen ihr Ziel bereits am Morgen.

Ganz so einfach ist es trotzdem nicht. Bei Dunkelheit werden Baustellen, Stauenden, Wild oder schlecht beleuchtete Fahrzeuge oft später erkannt. Gleichzeitig ist der Körper nachts eigentlich auf Ruhe eingestellt und nicht auf stundenlange Konzentration am Steuer. Wer müde losfährt oder nach einem langen Tag schnell noch „Kilometer machen“ möchte, riskiert Konzentrationsfehler, längere Reaktionszeiten und im schlimmsten Fall Sekundenschlaf.

Wie lässt sich eine Nachtfahrt vorbereiten?
Für eine entspannte Nachtfahrt zählt nicht nur, wann die Fahrt beginnt, sondern auch, wie der Abend davor verläuft. Wer kurz vor der Abfahrt noch Koffer packt, Dokumente zusammensucht oder das Auto beladen muss, startet häufig bereits gestresst in die Nacht. Deutlich entspannter wird es, wenn diese Aufgaben vorher erledigt sind:

• Gepäck und Reisedokumente bereitlegen
• Auto in Ruhe beladen und schweres Gepäck sicher verstauen
• Route und Stopps für Vignettenkauf, Tanken oder Laden heraussuchen
• Auto volltanken oder laden und den Reifendruck prüfen
• Beleuchtung kontrollieren sowie Scheiben und Brille reinigen
• Sonnenbrille für die Morgensonne sowie eine Jacke für Pausen griffbereit halten

Das Navigationssystem sollte bereits vor dem Losfahren eingestellt sein, idealerweise mit der ersten Pause als Zwischenstopp. Wer zusätzlich ein bis zwei geeignete Rastplätze oder Autohöfe entlang der Route markiert, muss unterwegs nicht mühsam nach einer geeigneten Gelegenheit suchen. Das ist praktisch für eine Toilettenpause, einen Snack oder einige Minuten an der frischen Luft.

Vor der Nachtfahrt schlafen oder durchmachen?
Die klare Antwort lautet: vorher schlafen. Eine Nacht vor der Urlaubsfahrt durchzumachen, ist keine gute Idee, auch wenn die Vorfreude groß ist und vermeintlich nur noch die Fahrt bevorsteht. Müdigkeit verschlechtert die Konzentration, verlängert die Reaktionszeit und erhöht das Risiko für Sekundenschlaf.

Studien zeigen, dass starker Schlafmangel die Fahrtüchtigkeit ähnlich stark beeinträchtigen kann wie Alkohol. Als grober Richtwert gilt: Bereits nach rund 17 Stunden ohne Schlaf können Leistungseinbußen auftreten, die mit etwa 0,5 Promille vergleichbar sind. Nach rund 22 Stunden ohne Schlaf kann die Beeinträchtigung einem Niveau von etwa 1,0 Promille entsprechen.

Besser ist eine geplante Schlafphase vor der Abfahrt. Das muss nicht zwingend eine ganze Nacht sein. Auch einige Stunden Schlaf am Abend oder Nachmittag helfen mehr, als vollständig auf Schlaf zu verzichten. Wenn zwei Erwachsene fahren können, sollte der Fahrerwechsel vorher abgesprochen werden. So kann sich die zweite Person darauf einstellen und ebenfalls ausgeruht das Steuer übernehmen.

Welche Abfahrtszeit ist am günstigsten?
Die ideale Abfahrtszeit hängt vor allem vom eigenen Schlafrhythmus ab. Entscheidend ist weniger die konkrete Uhrzeit als die Frage, wann ein wirklich ausgeruhter Start möglich ist.

Ein Start in den frühen Morgenstunden kann sinnvoll sein, allerdings nur, wenn vorher ausreichend geschlafen wurde. Dann lassen sich häufig bereits viele Kilometer zurücklegen, bevor der Berufsverkehr oder Ferienreiseverkehr richtig einsetzt. Gleichzeitig fällt dieser Start in die zweite Nachthälfte, in der die innere Uhr bei vielen Menschen noch auf Schlaf eingestellt ist. Die erste Pause sollte deshalb bewusst früh eingelegt werden.

Eine Abfahrt am späten Abend ist nur dann eine gute Idee, wenn der Tag ruhig war und vorher noch Schlaf möglich war. Wer seit dem Morgen wach ist, gearbeitet, gepackt und möglicherweise noch hektisch zu Abend gegessen hat, sollte nicht mehr zu einer langen Nachtfahrt aufbrechen. In diesem Fall beginnt die Fahrt bereits mit wachsendem Schlafdruck und führt ausgerechnet in die zweite Nachthälfte hinein, in der Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit ohnehin nachlassen können.

Unabhängig von der Abfahrtszeit gilt: Entscheidend ist, ausgeruht zu starten, keine zu langen Etappen am Stück zu fahren und sich möglichst am Steuer abzuwechseln. Das gilt auch dann, wenn die Straße leer ist und die Fahrt gut vorangeht.

Woran lässt sich Müdigkeit erkennen?
Müdigkeit kommt selten plötzlich. Meist kündigt sie sich an, allerdings werden die ersten Anzeichen häufig ignoriert. „Bis zum nächsten Rastplatz geht es noch.“ Oder: „Nur noch 40 Kilometer, dann machen wir Pause.“ Solche Gedanken kennen viele Menschen, die nachts in den Urlaub fahren. Sie sind häufig ein Warnsignal dafür, dass die Müdigkeit die Aufmerksamkeit bereits beeinträchtigt.

Typische Anzeichen für Müdigkeit sind:
• häufiges Gähnen, schwere Augenlider oder ständiges Blinzeln
• brennende Augen, Frösteln oder innere Unruhe
• Tunnelblick oder nachlassende Aufmerksamkeit
• verpasste Schilder, Ausfahrten oder Tempolimits
• Schwierigkeiten, die Spur sauber zu halten
• das Gefühl, sich an die letzten Kilometer kaum erinnern zu können

Wer solche Signale bei sich bemerkt, sollte nicht versuchen, weiter durchzuhalten, sondern direkt den nächsten Parkplatz ansteuern. Sekundenschlaf kann bei Müdigkeit plötzlich einsetzen, ohne dass dies selbst richtig bemerkt wird. Für wenige Sekunden besteht praktisch keine Fahrtüchtigkeit mehr, auch wenn die Augen nicht bewusst zufallen.

Bei 100 km/h reichen zwei Sekunden aus, um mehr als 50 Meter im Blindflug zurückzulegen. Das genügt, um von der Fahrbahn abzukommen, gegen die Leitplanke zu prallen oder ein Stauende, eine Baustelle oder Wild zu spät zu erkennen.

Was hilft gegen Müdigkeit während der Fahrt?
Die beste Reaktion auf Müdigkeit ist eine echte Pause. Sobald erste Anzeichen auftreten, sollte der nächste sichere Parkplatz oder Rastplatz angesteuert werden. Einige Minuten zügiges Gehen, Strecken, Schulterkreisen oder lockeres Ausschütteln von Armen und Beinen helfen dabei, wieder wacher zu werden. Bei Müdigkeit ist ein Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten häufig noch wirksamer.

Wer Kaffee gut verträgt, kann ihn direkt vor dem kurzen Schlaf trinken. Koffein wirkt nicht sofort, sondern zeitverzögert und kann das Wachwerden nach dem Powernap erleichtern. Kaffee ersetzt Schlaf jedoch nicht.

Tricks wie laute Musik, offene Fenster oder Kaugummi helfen höchstens kurzfristig. Die Müdigkeit verschwindet dadurch nicht.

Die eigene Müdigkeit wird von anderen Personen im Fahrzeug häufig früher bemerkt als vom Fahrer selbst. Deshalb hilft es, den Fahrerwechsel bereits vor der Fahrt grob abzusprechen. Auch der Beifahrer sollte aufmerksam bleiben: Wird der Fahrer ungewöhnlich ruhig, gähnt häufig oder wirkt unkonzentriert, ist es Zeit für eine Pause.

Was ist bei einer Nachtfahrt mit Kindern wichtig?
Mit Kindern kann eine Nachtfahrt gut funktionieren. Viele Kinder schlafen im dunklen Auto schnell ein, besonders wenn sie bequem angezogen sind und vertraute Dinge dabeihaben. Gerade für Kinder, die schnell unter Reiseübelkeit leiden, kann eine Nachtfahrt angenehmer sein, weil sie einen großen Teil der Strecke verschlafen.

Doch auch wenn viele Eltern froh sind, wenn ihre Kinder während der Fahrt ruhig schlafen, sollten besonders bei Fahrten mit Babys regelmäßige Pausen eingeplant werden. Empfohlen wird, spätestens nach etwa zwei Stunden Fahrt eine Pause einzulegen, da ein längerer Aufenthalt in der Babyschale belastend sein kann. Das gilt auch für Fahrten am Tag.

Auch bei älteren Kindern sollten Eltern auf die Schlafposition achten. Wenn sich die Muskeln im Tiefschlaf entspannen, kippt der Kopf häufig nach vorne oder die Kinder rutschen tief in den Sitz. Das kann zu Nackenschmerzen führen und dazu, dass der Sicherheitsgurt nicht mehr optimal anliegt. Verfügt der Kindersitz über eine Ruheposition, sollte diese bereits vor der Abfahrt eingestellt werden. Ein passendes Schlaf- oder Nackenkissen kann zusätzlich unterstützen, sofern es den Gurtverlauf nicht beeinträchtigt.

Unabhängig vom Alter der Kinder lohnt es sich, auch auf Wachphasen gut vorbereitet zu sein und alles Wichtige griffbereit zu haben. Wer nachts auf dem Beifahrersitz lange nach dem Kuscheltier, der Trinkflasche oder Snacks suchen muss, sorgt schnell für Unruhe im Auto.

Hilfreich für Familien sind:
• Decke, Kuscheltier und Kissen für eine möglichst bequeme Schlafposition
• Trinkflasche, leichte Snacks und Feuchttücher griffbereit verstauen
• Hörspiele, Bücher oder ruhige Beschäftigungen für Wachphasen
• Kindersitz vor der Abfahrt korrekt einstellen und den Sitz der Gurte kontrollieren
• regelmäßige Pausen, besonders mit Babys
• sichere und gut beleuchtete Rastplätze für Pausen auswählen

Für Wachphasen sind Hörspiele, Bücher oder ruhige Spiele häufig besser geeignet als lange Bildschirmzeiten. Helle Displays können Kinder wieder wacher machen, besonders wenn sie längere Zeit auf ein Tablet oder Smartphone schauen. Werden Bildschirme dennoch zur Beschäftigung genutzt, sollte die Helligkeit möglichst weit reduziert werden. Gleichzeitig gilt: Schlafende Kinder auf der Rückbank sind kein Grund, die Strecke ohne Pause durchzufahren. Auch der Fahrer braucht regelmäßige Erholung.



NRW-Haushalte kauften 2023 durchschnittlich 1,2 Liter Speiseeis pro Monat
* Ein Drittel (33,0 %) der Haushalte kaufte Speiseeis
* Familien mit Kind(ern) hatten mit 40,8 % den größten Käuferanteil
* Drei Viertel der Alleinlebenden (75,5 %) kauften kein Eis Schlagworte: Speiseeis, Familien, Konsum, Haushalte

Die rund 8,7 Millionen privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen kauften im Jahr 2023 durchschnittlich 1,2 Liter Speiseeis pro Monat und gaben dafür durchschnittlich rund 6 Euro aus. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, beziehen sich die Ergebnisse auf Käufe von Speiseeis wie z. B. Eiscreme, Fruchteis und Sorbet.

Nicht berücksichtigt sind Käufe zum Außer-Haus-Verzehr, beispielsweise im Eiscafé, sowie Eis für Kühlzwecke. Ein Drittel der Haushalte kaufte Speiseeis Die folgenden Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf Haushalte mit Ausgaben für Speiseeis. Unabhängig vom Haushaltstyp kauften im Jahr 2023 33,0 % der privaten Haushalte Speiseeis. Bei Familien mit Kind(ern) war der Käuferanteil mit 40,8 % am höchsten. Bei Paaren ohne Kind(er) lag er bei 36,6 %, bei Alleinlebenden bei 24,5 %.



Haushalte mit Ausgaben für Speiseeis kauften 2023 durchschnittlich 3,6 Liter Eis monatlich. Dafür gaben sie durchschnittlich 17 Euro aus. Familien mit Kind(ern) kauften mit 4,8 Litern die größten Mengen und hatten mit 21 Euro auch die höchsten monatlichen Konsumausgaben. Bei Paaren ohne Kind(er) beliefen sich die Einkäufe auf 3,5 Liter und die Ausgaben auf 16 Euro,  Alleinlebende kauften 2,2 Liter Eis und gaben dafür 11 Euro aus.