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Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

Archiv  • Vorige Woche: KW 31
Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

32. KW: Montag, 3. -  Sonntag, 9. August 2026 - Themen u.a.:

Moers: Kreuzung Rheinberger Straße teilweise wieder frei - Baumaßnahme der Enni kommt gut voran
Gute Nachricht von der Baumaßnahme Rheinberger Straße/Mühlenstraße: Da die ENNI Stadt & Service (Enni) schneller als geplant mit den Arbeiten vorankommt, konnte der Kreuzungsbereich bereits am heutigen Donnerstag, 6. August, teilweise wieder freigeben werden. Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Innenstadt kommen, können nun wieder nach links in die Mühlenstraße abbiegen – umgekehrt ebenso.

Ursprünglich war dieser Schritt erst für Ende nächster Woche vorgesehen. Gesperrt bleibt weiterhin und voraussichtlich bis Ende des Jahres die Durchfahrt der Rheinberger Straße zwischen Mühlenstraße und Baerler Straße. Danach wird die Rheinberger Straße bis Mitte 2027 stadtauswärts eine Einbahnstraße.  

Die Baumaßnahme auf der Rheinberger Straße ist ein zentrales Infrastrukturprojekt für die Moerser Innenstadt. Die Enni erneuert hier seit April Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie Stromleitungen. Anschließend erhält die Straße eine neue Oberfläche mit optimierter Radwegeführung. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten.

Nach Abschluss der Kanalsanierung auf der Rheinberger Straße im Dezember werden die Leitungen in der Mühlenstraße bis zum Brückenbauwerk erneuert. Parallel dazu erfolgen die Straßenbauarbeiten im Bereich der Rheinberger Straße unter halbseitiger Sperrung.
In einem späteren Bauabschnitt werden auch in der Mühlenstraße die Oberflächen erneuert. Damit investieren Enni und die Stadt Moers in eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur, die den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird.

Anhaltende Dürre: Darauf ist beim Grillen in Kleve zu achten
Bei anhaltender Hitze und Trockenheit ist beim Grillen erhöhte Vorsicht geboten. Die anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen machen sich im Klever Stadtbild deutlich bemerkbar. Bäumen, Pflanzen und Gräsern ist der Niederschlagsmangel zunehmend anzusehen.

Da die Gefahr für Wald-, Vegetations- und Flächenbrände auch in Kleve steigt, ist aktuell unter anderem beim Grillen erhöhte Vorsicht geboten. Diese Regelungen gelten. Im Klever Stadtgebiet ist das öffentliche Grillen auf drei offiziellen Grillplätzen gestattet. Sie befinden sich am Hochschulcampus, am Spielplatz Graf-Otto-Straße und auf der alten Schützenhauswiese hinter dem Tiergarten.

Abseits dieser Orte sind jegliche offene Feuer auf öffentlichen Plätzen untersagt. In Wäldern und am Waldrand ist offenes Feuer grundsätzlich streng verboten. Vom 1. März bis zum 31. Oktober gilt im Wald zudem ein striktes Rauchverbot. Auch auf den offiziellen Grillplätzen ist in der aktuellen Trockenheitsperiode jedoch erhöhte Vorsicht beim Grillen geboten.

Für das Grillen auf den öffentlichen Grillplätzen der Stadt Kleve gilt daher Folgendes: Beim Grillen ist ausreichend Abstand zu Bäumen und Sträuchern zu halten Grillkohle ist nach dem Ausglühen oder Ablöschen ausschließlich in den dafür vorgesehenen feuerfesten Mülleimern zu entsorgen Außerdem weist die Ordnungsbehörde der Stadt Kleve auf folgende Verhaltensregeln hin: Es sollen ausschließlich geschlossene Grills verwendet werden, um die Wärme- und Funkenabgabe nach außen zu minimieren.

Es soll mindestens ein 10-Liter-Eimer mit Wasser vorgehalten werden, um haushaltsübliche Holzkohlegrills im Notfall oder nach dem Grillen abzulöschen Es sollen keine Grillanzünder auf Benzin- oder Spiritusbasis oder auf Basis anderer leicht entzündlicher Flüssigkeiten verwendet werden, sondern handelsübliche Grillanzünder

Der Grill darf nie unbeaufsichtigt gelassen werden
Bei starkem Wind soll auf das Grillen verzichtet werden, da Funkenflug die Brandgefahr verschärft Sofern ein Brand eigenständig nicht gefahrlos gelöscht werden kann, ist unmittelbar der Notruf 112 zu wählen Die Ordnungsbehörde der Stadt Kleve überwacht die Entwicklung des Graslandfeuerindex und des Waldbrand-Gefahrenindex kontinuierlich.

Als offizielle Indikatoren des Deutschen Wetterdienstes geben sie tagesaktuell Aufschluss über die aktuelle Gefahrenlage im Stadtgebiet. Ab Sonntag sollen beide Indizes in Kleve von mittlerer auf hohe Gefahr ansteigen. Auch Bürgerinnen und Bürger werden darum gebeten, sich vor dem Grillen auf öffentlichen Grillplätzen über die aktuelle Waldbrand- und Graslandfeuergefahr zu informieren und ihr Verhalten entsprechend anzupassen. Abseits öffentlicher Flächen bittet die Stadt Kleve auch auf privaten Flächen um einen vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit offenem Feuer.

Weiterhin moderne Hüftendoprothetik am Krankenhaus Bethanien Moers   Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts stärkt die wohnortnahe Versorgung   Das Oberverwaltungsgericht NRW (OVG) hat dem Antrag des Krankenhauses Bethanien Moers hinsichtlich der Leistungsgruppen Hüftendoprothetik (Kunstgelenkersatz) und Wirbelsäuleneingriffe stattgegeben.

„Damit können wir beide Leistungsbereiche wie gewohnt anbieten. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet dies vor allem, dass die hüftendoprothetische Versorgung am Krankenhaus Bethanien weiterhin wohnortnah gewährleistet bleibt“, erklärt Dr. Andrei Visinescu, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie des Krankenhauses Bethanien Moers. „Uns ermöglicht es, unsere hohe Versorgungsqualität in diesem essenziellen Bereich fortzuführen“, fügt Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung, hinzu.

Hochspezialisierte Medizin für eine umfassende Patientenversorgung Patient:innen, die ein künstliches Hüftgelenk benötigen, sind bei den Spezialist:innen rund um Dr. Visinescu in den richtigen Händen. „Unsere Klinik verfügt über langjährige fundierte Erfahrung in der Hüftendoprothetik. Der sogenannte minimalinvasive direkte vordere Zugang wird bei uns bereits seit 15 Jahren eingesetzt, ist fest etabliert und bildet einen besonderen Schwerpunkt unseres hüftendoprothetischen Portfolios.

Hierbei handelt es sich um eine schonende Operationsmethode für den Einsatz einer Hüftendoprothese. Patientinnen und Patienten mit Hüftarthrose können sich also weiterhin regulär bei uns vorstellen und behandeln lassen“, erklärt der Chefarzt. Die Klinik begleite Betroffene vom ersten Tag der Behandlung an bis zum Tag, an dem die Therapie erfolgreich abgeschlossen werden könne.

Dass auch die Wirbelsäuleneingriffe bei der positiven Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts NRW berücksichtigt worden seien, trage dazu bei, Patient:innen ein umfassendes Angebot im Rahmen der modernen Orthopädie bieten zu können.

Dr. Andrei Visinescu, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie des Krankenhauses Bethanien Moers, und sein Team sind Expert:innen für Hüftendoprothetik.




Ferien in NRW: Eintrittpreise für Schwimmbäder steigen um 1,7 %
* Campingplatzgebühren zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 4,6 % gestiegen
* Fahrräder wurden um 3,2 % günstiger angeboten
* Ausrüstung für Camping und Erholung im Freien um 2,1 % gesunken

Die Eintrittspreise für Schwimmbäder sind in Nordrhein-Westfalen zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 1,7 % gestiegen. Wie das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen mitteilt, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher für etliche Ferienaktivitäten in diesem Sommer (Juli 2026) mehr ausgeben als im letzten Jahr (Juli 2025).

Eintrittspreise für Museums- und Zoobesuche gestiegen
Besonders deutlich fällt der Preisansteig bei beliebten Ausflugszielen aus. So verteuerten sich Besuche in Vergnügungsparks um 3,5 %. Noch höher waren die Preisanstiege für Kino-, Theater-, Konzert- und Zirkusbesuche (+5,1 %) und für Museums- und Zoobesuche (+5,5 %). Auch Campingplatzgebühren lagen mit einem Plus von 4,6 % über dem Vorjahresniveau.



Outdoorausrüstung günstiger als im Juli 2025
Die gute Nachricht: Outdoorfans können sich über Preisrückgänge einzelner Güter freuen. Fahrräder (inkl. E-Bikes und Pedelecs) verzeichneten zwischen Juli 2025 und Juli 2026 Preisrückgänge von durchschnittlich 3,2 %. Die Ausrüstung für Camping und Erholung im Freien war im Juli 2026 um 2,1 % günstiger als noch vor einem Jahr. Auch Sonnenschirme (−3,6 %) sowie Garten- und Campingmöbel (−8,6 %) verzeichneten Preisrückgänge.


Neue Auszubildende bei der Stadt Wesel begrüßt
Bügermeister Rainer Benien und Dezernent Dr. Markus Postulka mit den Auszubildenden der Stadtverwaltung Wesel aus dem Jahrgang 2026 und weiteren Mitarbeitenden. Am 3. August 2026 begrüßten Bürgermeister Rainer Benien, Dezernent Dr. Markus Postulka und weitere Mitarbeitende der Stadtverwaltung die neuen Auszubildenden der Stadt Wesel.

Insgesamt beginnen fünf Verwaltungsfachangestellte, drei Stadtinspektoranwärter*innen, zwei Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste sowie eine Studentin der Sozialen Arbeit ihre Ausbildung beziehungsweise ihr Studium bei der Stadt Wesel.

Nach der Begrüßung und einem gemeinsamen Foto erhielten die Nachwuchskräfte erste wichtige Informationen rund um ihre Ausbildung und die Stadtverwaltung. Bei einem gemeinsamen Mittagessen bestand zudem Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen.

Auch die weiteren Tage der Einführungswoche stehen ganz im Zeichen des Ankommens, der Orientierung und des gegenseitigen Kennenlernens. Wir heißen alle neuen Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen und wünschen ihnen einen guten Start, viele interessante Einblicke und eine erfolgreiche Zeit bei der Stadt Wesel.

Dinslaken: Sommerlicher Empfang in Zukunft nur noch alle zwei Jahre
Der Sommerliche Empfang der Stadt Dinslaken bleibt eine wichtige Gelegenheit für Begegnungen und Austausch der Stadtgesellschaft. Gleichzeitig wird die Veranstaltung an die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen angepasst und nur noch alle zwei Jahre durchgeführt. Der Sommerliche Empfang bietet die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung auszutauschen.

Diese Vernetzung trägt dazu bei, das gesellschaftliche Miteinander in Dinslaken weiter zu fördern. Künftig findet die Veranstaltung im zweijährigen Turnus statt, auch der Umfang der Bewirtung wird reduziert. Zugleich erhält die Veranstaltung einen etwas veränderten Namen. Aus dem bisherigen „Sommerlichen Empfang des Bürgermeisters / der Bürgermeisterin“ wird der „Sommerliche Empfang der Stadt Dinslaken“:

 „Der Sommerliche Empfang ist künftig bewusst ein Empfang der Stadt Dinslaken. Er steht für die Wertschätzung der ganzen Stadt gegenüber den Menschen, die sich engagieren. Gleichzeitig zeigen wir, dass Anerkennung und Haushaltsdisziplin kein Widerspruch sein müssen. Wir entwickeln das Format weiter und richten es so aus, dass es auch unter den aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen Bestand hat.

Zugleich ist uns allen bewusst, dass der Zusammenhalt und das Engagement der Stadtgesellschaft einen unermesslichen Wert für das Team Dinslaken haben, wofür ich sehr dankbar bin. Viele ehrenamtlich Aktive haben mich darum gebeten, dass sie auch in Zukunft gute Möglichkeiten und Gelegenheiten zur Vernetzung und zum Austausch erhalten“, erklärt Bürgermeister Simon Panke.

In Zukunft wechseln sich der Sommerliche Empfang und die Veranstaltung zur Auszeichnung des ehrenamtlichen Engagements im jährlichen Rhythmus ab. Die Planungen zu dieser Veranstaltung werden im Herbst gemeinsam mit ehrenamtlich Aktiven fortgesetzt. Nach dem diesjährigen Empfang, Ende August, wird es den nächsten Sommerlichen Empfang also erst im Jahr 2028 geben.

Dinslaken: Weseler Straße (B8): Verkehr kann wieder rollen
Seit gestern Abend (05.08.2026) ist die Weseler Straße (B8) im Bereich der Eisenbahnbrücke wieder frei. Die Sperrung kam zwar äußerst kurzfristig, aber die Maßnahme diente einem höheren Ziel: Sperren, um nicht mehr sperren zu müssen. In der Vergangenheit hatten im Rahmen der Baumaßnahme zahlreiche Spontansperrungen für Unmut gesorgt.

Immer wieder waren Lkw gegen das Höhenbegrenzungsschild gefahren. Zugleich sorgten Umleitungen des Schwerverkehrs nicht nur für Belastungen in Dinslaken, sondern auch in der Nachbarstadt Voerde. Zu diesem Thema haben die beiden Bürgermeister Simon Panke und Dirk Haarmann sich daher immer wieder ausgetauscht und auf eine pragmatische Lösung mit der Deutschen Bahn hingearbeitet, die nun gefunden werden konnte.

Im Rahmen der Sperrung gestern und vorgestern wurden mit Spezialwerkzeugen Arbeiten zur Erhöhung der Anprallbalken durchgeführt. Durch diese Anpassung kann die zulässige Durchfahrtshöhe der Bahnunterführung wieder auf 3,90 Meter angehoben werden. Damit entfällt künftig die bisher erforderliche Umleitung für den Schwerverkehr.

Die Kurzfristigkeit der Umsetzung war laut Bahn deswegen erforderlich, da sich bei der ausführenden Fachfirma ein Zeitfenster geöffnet habe, und andernfalls erst wieder im September und Oktober geeignete Ausführungstermine zur Verfügung gestanden hätten.
„Der Einsatz hat sich gelohnt: Mit dieser Maßnahme werden die verkehrlichen Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger in Dinslaken und Voerde deutlich verringert. Das ist vor allem gut für die Anwohnerinnen und Anwohner der Voerder Straße / Dinslakener Straße, aber hilft auch der Akzeptanz des wichtigen Infrastrukturprojektes Betuwe“, freuen sich Dirk Haarmann und Simon Panke.

Ein besonderer Dank gelte den Beschäftigten des Dinslakener Ordnungsamtes, die in den vergangenen Wochen den Vorgang mit der DB verhandelt hätten. Eine Stellungnahme von Dinslakens Bürgermeister Simon Panke und Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann zur Freigabe der B8 gibt es auf dem städtischen YouTube-Kanal: https://youtube.com/shorts/DHOCHC0t4ug

Seniorenvertretung tagt
Am Dienstag, 11.08.2026, trifft sich die Seniorenvertretung der Stadt Dinslaken. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stadthauses (6. Etage) in der Wilhelm-Lantermann-Straße. Die Tagesordnung kann online im Ratsinformationssystem eingesehen werden: https://ris.dinslaken.de/

Sport- und Freizeitpark Kapellen: Nächster Bauabschnitt startet 
Die Arbeiten im Sport- und Freizeitpark Kapellen schreiten planmäßig voran. Ab Montag, 10. August, wird der dritte Bauabschnitt eingerichtet. Er erstreckt sich – von der Bahnhofstraße aus gesehen – vom Grimraths Weiher bis in Richtung Trafohaus am Hauptradweg.

Der äußere Weg bleibt weiterhin geöffnet. So ist die Verbindung vom Hauptradweg in den Park auch während der Bauarbeiten gewährleistet. Die Stadt bittet darum, die Wegeführung zu beachten. Der neue Sport- und Freizeitpark soll noch in diesem Jahr komplett fertiggestellt sein.

(Grafik: GEO [3] / pst)

Junge Menschen starten Ausbildung bei der Stadt Moers
Erster Tag im Rathaus und den Einrichtungen: 25 junge Menschen sind am Montag, 3. August, offiziell ins Berufsleben bei der Stadtverwaltung Moers gestartet. Sie werden in den kommenden Monaten und Jahren in verschiedenen Berufen und Bereichen ausgebildet.

(Foto: pst)

Darunter befinden sich Auszubildende zu Verwaltungsfachangestellten sowie Anwärterinnen und Anwärter für den Beamtendienst, Notfallsanitäterinnen und -sanitäter sowie Praktikantinnen/Praktikanten und Auszubildende in Berufen in Kindertageseinrichtungen und im sozialen Dienst.

„Mit Ihrer Entscheidung für eine Ausbildung bei uns haben Sie sich für einen Beruf entschieden, der Sinn stiftet.  Sie arbeiten künftig nicht nur in einer Verwaltung – Sie gestalten das Leben in unserer Stadt aktiv mit“, begrüßte Bürgermeisterin Julia Zupancic die neuen Kräfte.

Die Verwaltungschefin riet den jungen Menschen: „Nutzen Sie diese Zeit. Seien Sie neugierig, stellen Sie Fragen, bringen Sie Ihre Ideen ein und trauen Sie sich, neue Wege zu gehen. Gerade frische Perspektiven sind für uns sehr wertvoll.“

An dem Begrüßungstermin nahmen auch Personaldezernent Claus Arndt, Thomas Waerder (Leiter des Fachbereichs Interner Service), Ursula Gerwers (Fachdienstleiterin Personalwirtschaft), Bettina Speier (Leiterin des Fachbereichs Jugend), Gleichstellungsbeauftragte Jacqueline Rittershaus, Tobias Wissen (stellvertretender Leiter der Feuerwehr), Lucas Valk (Personalrat) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Jugend- und Auszubildendenvertretung und der Personalverwaltung teil.




Duale Berufsausbildung 2025: Top-Beruf bei Männern erneut Kfz-Mechatroniker, bei Frauen medizinische Fachangestellte
• Ausbildung zum Fachinformatiker nur noch auf Platz 4 der Top- Ausbildungsberufe bei den Männern (2024: Platz 2)
• Insgesamt 2,8 % weniger Neuverträge für duale Berufsausbildungen als im Vorjahr
• 18 % mehr Neuverträge von ausländischen Auszubildenden

Im Jahr 2025 haben 461 900 Menschen eine duale Berufsausbildung begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen weiter mitteilt, lag bei Männern die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker auf Platz 1 der häufigsten Ausbildungsberufe mit 8 % der Neuverträge (22 300 Personen).

Bei den weiblichen Auszubildenden findet sich dieser Beruf auf Platz 27; etwa 1 500 Frauen begannen 2025 eine Ausbildung zur Kraftfahrzeugmechatronikerin. Frauen wählten hingegen am häufigsten die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten (10 % oder 16 100 Personen), am zweithäufigsten die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (9 % oder 14 900). Auf Platz 3 lag die Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten mit 8 % oder 13 400 Auszubildenden.

Auf Platz 2 und 3 bei den Männern lagen die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 13 900 beziehungsweise 5 % der Neuverträge, dicht gefolgt von der Ausbildung zum Elektroniker mit 13 800 (5 %) Neuverträgen. Bei Männern findet sich der bei Frauen beliebteste Ausbildungsberuf zum beziehungsweise zur medizinischen Fachangestellten nicht unter den 50 häufigsten Berufen.

Die Reihenfolge der drei häufigsten Ausbildungsberufe blieb bei den Frauen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Auffällig bei den Männern ist, dass die Ausbildung zum Fachinformatiker 2025 nur noch auf Platz 4 liegt (-2 300 Verträge; 2024: Platz 2). Dadurch stieg die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik auf Platz 2 (+100 Verträge).

Insgesamt 2,8 % weniger Neuverträge als im Vorjahr – Anstieg bei den ausländischen Auszubildenden
Insgesamt ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 2,8 % oder 13 100 gesunken. Bereits im Jahr 2024 war die Zahl um 1,0 % zurückgegangen. Auffällig ist, dass die Zahl der deutschen Auszubildenden um 6 % oder 25 600 sank, während die der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 18 % oder 12 400 Personen stieg. Insgesamt befanden sich zum 31. Dezember 2025 deutschlandweit 1 211 800 Personen in einer dualen Berufsausbildung. Das waren 6 100 Personen beziehungsweise 0,5 % weniger als 2024.

Zum 31. Dezember 2025 befanden sich die meisten Auszubildenden in einer Ausbildung im Bereich Industrie und Handel (676 600 oder 56 %), gefolgt vom Handwerk mit 345 700 (29 %). Darauf folgten die freien Berufe mit 112 900 oder 9 % der Auszubildenden sowie der öffentliche Dienst mit 42 100 (3 %), Landwirtschaft mit 31 400 (2,6 %) und der Bereich Hauswirtschaft mit 0,3 % oder 3 200 Auszubildenden.

Erneuter Anstieg bei Neuverträgen von Auszubildenden mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Die Zahl ausländischer Personen, die eine duale Berufsausbildung begannen, lag 2025 um 18 % höher als 2024. Wie schon im Vorjahr lässt sich hierbei ein Anstieg bei Personen mit ukrainischer (+64 % auf 9 500), und vietnamesischer (+36 % auf 9 600) Staatsangehörigkeit feststellen. Zuwächse gab es auch bei Personen mit türkischer oder afghanischer Staatsangehörigkeit mit +48 % beziehungsweise +47 %.

Auch langfristig zeigt sich ein deutlicher Anstieg bei den Neuverträgen von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Insgesamt hat sich hier die Zahl der Neuverträge in zehn Jahren mehr als verdoppelt. 2015 wurden knapp 38 800 Neuverträge von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gemeldet, im Jahr 2025 waren es 82 400. Eher selten finden sich Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in den Bereichen öffentlicher Dienst, Landwirtschaft oder Hauswirtschaft.

Anteilig an allen ausländischen Auszubildenden mit Neuvertrag umfassen diese drei Bereiche nur 1,5 % (1 200) der Auszubildenden, unter den deutschen Auszubildenden etwa 7 % (27 000). Ein deutlich größerer Anteil der ausländischen Auszubildenden findet sich im Bereich der freien Berufe mit 17 % (14 300), bei den deutschen Auszubildenden liegt der Anteil bei 8 % (30 500).

Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit wählen häufiger medizinische Berufe
Die Berufswahl von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit unterscheidet sich teilweise von denen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Während bei den Männern bei beiden Gruppen der Kfz-Mechatroniker an erster Stelle lag, wählten Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit mit Abstand am häufigsten medizinische Ausbildungsberufe (zahnmedizinische Fachangestellte: 23 %, medizinische Fachangestellte: 11 %).

Erst als dritthäufigste Wahl findet sich die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (6 %), die bei den deutschen Frauen mit 10 % auf Platz 1 lag. Der Beruf der medizinischen Fachangestellten lag bei ihnen wiederum auf Platz 2 mit 9 %, der der Verkäuferin auf Platz 3 mit 6 %.

NRW: Produktion von Katzenfutter hat sich seit 2005 mehr als verdreifacht
* 110.200 Tonnen Katzenfutter wurden 2025 industriell hergestellt
* Mehr als die Hälfte der NRW-Produktion erzeugten Betriebe aus dem Regierungsbezirk Detmold
* NRW-Anteil mit 17,9 % an der Deutschlandproduktion auf höchstem Stand der letzten 20 Jahre

Im Jahr 2025 sind in 15 produzierenden Betrieben des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes 110.200 Tonnen Katzenfutter industriell hergestellt worden. Wie da Statistische Landesamt anlässlich des „Internationalen Katzentages” (8. August 2026) mitteilt, waren das 6,5 % mehr als im Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2015 hat sich – einhergehend mit dem Anstieg der meldenden Betriebe – die Menge nahezu verdoppelt (+95,0 %) und gegenüber dem Jahr 2005 mehr als verdreifacht (+214,3).

Auch die vorläufigen Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 zeigen mit einer Steigerung von 1,6 % einen leichten Anstieg der Produktion von Katzenfutter gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der nominale (also nicht preisbereinigte) Absatzwert war mit 244,3 Millionen Euro um 8,7 % niedriger als im Jahr 2024. Gegenüber dem Jahr 2015 hat sich der Absatzwert mit einem nominalen Anstieg von 194,7 % fast verdreifacht und mit einem Anstieg von 518,1 % seit 2005 versechsfacht.



Betriebe im Regierungsbezirk Detmold mit dem größten NRW-Anteil Mehr als die Hälfte (54,9 %) der nordrhein-westfälischen Absatzmenge wurde in Betrieben des Regierungsbezirks Detmold produziert, gefolgt von Betrieben im Regierungsbezirk Düsseldorf mit 32,1 %.

Anteil der NRW-Betriebe an der gesamtdeutschen Produktion auf 20-Jahreshoch Deutschlandweit wurden im letzten Jahr 617.000 Tonnen (−0,9 % gegenüber 2024) Katzenfutter mit einem nominalen Absatzwert von 1,4 Milliarden Euro (−2,3 %) produziert.
Der Anteil des in NRW hergestellten Katzenfutters an der bundesweit produzierten Futtermenge stieg 2025 auf 17,9 % (2024: 16,6 %) und damit auf den Höchststand der letzten 20 Jahre.

Landrat Ingo Brohl unterstützt den Ausbildungskompass Kreis Wesel
Erster Ausbildungskompass außerhalb Bayerns stärkt die Berufsorientierung im Kreis Wesel Was will ich eigentlich werden – und wo kann ich das im Kreis Wesel lernen? Genau hier setzt der neue Ausbildungskompass Kreis Wesel an. Er bündelt Informationen zu Ausbildungsberufen und Betrieben in der Region und hilft Schülerinnen und Schülern, sich besser zu orientieren. Gleichzeitig erleichtert er Unternehmen den Kontakt zu potenziellen Auszubildenden.

Der Ausbildungskompass Kreis Wesel ist der erste außerhalb Bayerns und unterstützt die Berufsorientierung, indem er regionale Ausbildungsangebote sichtbar macht. Unternehmen aus dem Kreis Wesel können sich im Ausbildungskompass als attraktive Ausbildungsbetriebe präsentieren – im Magazin und auf der ergänzenden digitalen Plattform.

Landrat Ingo Brohl begrüßt das neue Angebot: „Der Niederrhein Kreis Wesel ist eine attraktive Region mit einer starken Wirtschaft und engagierten Arbeitgebern. Der Ausbildungskompass Kreis Wesel zeigt jungen Menschen, welche Chancen sie hier haben. Gleichzeitig hilft er unseren Betrieben, frühzeitig mit möglichen Auszubildenden in Kontakt zu kommen.“ Entwickelt und koordiniert wird der Ausbildungskompass von der EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel gemeinsam mit der Kommunalen Koordinierungsstelle KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss).

Das Magazin soll künftig im Berufsorientierungsunterricht eingesetzt werden und rund 4.000 Schülerinnen und Schüler im Kreis Wesel erreichen. Stephanie Kurbjuhn von der KAoA betont den praktischen Nutzen für die Schulen: „Der Ausbildungskompass ergänzt die bestehenden Angebote der Berufsorientierung und bringt regionale Ausbildungsmöglichkeiten direkt in den Unterricht.“

Das gedruckte Magazin wird durch eine Online-Plattform ergänzt. Dort finden Schülerinnen und Schüler Informationen zu Ausbildungsberufen, Ausbildungsplätzen, Praktika und Ferienjobs. Hinzu kommen innovative didaktische Werkzeuge wie ein Stärkentest und eine Matching-Funktion. Sie helfen jungen Menschen dabei, ihre Interessen und Fähigkeiten besser einzuschätzen und passende berufliche Möglichkeiten zu entdecken.

Für Hannah Bethaus, Schülerin am Berufskolleg Wesel und Praktikantin bei der EAW, ist besonders wichtig, dass die Informationen leicht zugänglich sind: „Als Schülerin finde ich es hilfreich, auf einen Blick zu sehen, welche Berufe und Ausbildungsbetriebe es in der Nähe gibt. So kann man sich leichter informieren und erste Ideen für die eigene Zukunft entwickeln.“

Dr. Frederik Graff, Leiter des EAW.Unternehmensservice, ruft weitere Betriebe zur Beteiligung auf: „Der Ausbildungskompass bringt Unternehmen direkt in die schulische Berufsorientierung. Je mehr Betriebe mitmachen, desto vielfältiger wird das Angebot für die Jugendlichen.“

Unternehmen aus dem Kreis Wesel können sich weiterhin in den Ausbildungskompass einbuchen. Der Eintrag kostet 90 Euro je Ausbildungsberuf und umfasst die Darstellung im gedruckten Magazin sowie auf der Online-Plattform. Weitere Informationen und Anmeldung: www.ausbildungskompass.de/kreis-wesel

Ausbildungskompass Kreis Wesel

Fachkräfte der Zukunft: Landrat Ingo Brohl begrüßt 21 neue Auszubildende in der Kreisverwaltung
Am Mittwoch, 5. August 2026, begrüßte Landrat Ingo Brohl 21 neue Auszubildende bei der Kreisverwaltung Wesel. „Zu Ihrem Start in das Berufsleben wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Ausbildung, die Ihnen Perspektiven für Ihre berufliche Zukunft öffnen soll. Im Berufsleben eines Menschen gibt es viele einschneidende Momente, aber die Ausbildungszeit ist vielleicht die bedeutendste Zeit“, so Landrat Brohl.

 „Mit einer qualifizierten, praxisnahen und möglichst breit angelegten Ausbildung und nicht zuletzt mit einem guten Abschluss legen Sie den Grundstein für ein erfolgreiches Berufsleben.“ Die Ausbildung beim Kreis Wesel zeigt erneut auch in diesem Jahr ein vielseitiges Ausbildungsprogramm. Fünf Inspektoranwärterinnen und -anwärter, 11 Auszubildende für den Bereich Verwaltungsfachangestellte, ein Student im Bereich Verwaltungsinformatik, ein Auszubildender IT Systemfachinformatiker, ein Auszubildender als Vermessungstechniker und zwei Auszubildende Straßenwärter starteten am Montag ihre Ausbildungszeit. 

Die Kreisverwaltung Wesel ist stolz darauf, ihre Auszubildenden auf eine langfristige Karriere als Fachkräfte in der Verwaltung praxisorientiert vorzubereiten. Somit bestehen für die Auszubildenden gute Chancen, nach erfolgreich bestandener Ausbildung in ein krisensicheres Dauerarbeitsverhältnis übernommen zu werden. Die kontinuierliche Förderung von Nachwuchstalenten ist für den Kreis Wesel außerdem ein wichtiger Beitrag, um dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Zurzeit befinden sich insgesamt rund 75 Auszubildende in verschiedenen Ausbildungsberufen bei der Kreisverwaltung Wesel. Diese Nachwuchskräfte haben ihren Dienst aufgenommen:

Inspektoranwärterinnen und -anwärter
Jannik Osterholt
Lena-Sophie Klein
Sahra Ahmed
Merlin Mahr
Julian Schmitten
Student im Bereich Verwaltungsinformatik.
Paul Pütz
IT Systemfachinformatiker
Lav Apler
Verwaltungsfachangestellte
Issra Abou Hamdan
Gerrit Born
Fabian Crahé
Ronja Hoos
Lisa Hülsemann
Lena Klammer
Dirk Menk
Xenia Posniak
Julia Unfrau
Kira Leonie Brieskorn
Viktoria Zielonka
Vermessungstechniker
Jonathan Martin
Straßenwärter
Marlon Küchenmeister
Niclas Niehoff

Landrat Ingo Brohl begrüßt 21 neue Auszubildende bei der Kreisverwaltung Wesel

Fahrradverleihsystem metropolradruhr kommt nach Moers und Neukirchen-Vluyn
Das metropolradruhr (mrr) wächst: Moers und Neukirchen-Vluyn sind künftig Teil des regionalen Fahrradverleihsystems, das vom Regionalverband Ruhr (RVR) unterhalten wird. Die beiden Städte bieten zusammen mehr als 120 Räder an insgesamt 32 Stationen an. Die 25 Stationen auf Moerser Stadtgebiet sind bereits in Betrieb; ab Ende August stehen dann auch in Neukirchen-Vluyn Räder an insgesamt sieben Orten zur Verfügung.


Beim heutigen (5. August) Pressetermin in Moers begrüßten Bürgermeisterin Julia Zupancic und ihr Kollege Dirk Schauenberg aus Neukirchen-Vluyn das neue klimafreundliche Mobilitätsangebot. Im April dieses Jahres hat der dänische Bike-Sharing-Spezialist Donkey Republic den Betrieb des metropolradruhr übernommen.

"Bis Ende September werden rund 5.700 neue 8-Gang-Räder in den insgesamt 25 teilnehmenden Kommunen verfügbar sein. Damit wird das Angebot mit dem neuen Betreiber mehr als verdoppelt", so der RVR-Beigeordnete Stefan Kuczera. Die Ausleihe ist denkbar einfach: In der Donkey-Republic-App ein Fahrrad in der Nähe finden, mit dem Smartphone entsperren und losradeln.

Nach Fahrtende muss das Rad via App verschlossen und an einer der zahlreichen mrr-Stationen abgegeben werden. Das Fahrradverleihsystem metropolradruhr hat sich seit Inbetriebnahme im Jahr 2010 als beliebtes Sharing-Angebot im Ruhrgebiet etabliert.

Mit dem neuen Betreiber und erweitertem Angebot setzt der RVR auch in Zukunft Impulse für eine nachhaltige Mobilität in der Region. Und der Ausbau des Angebots geht weiter: Im September werden alle Städte im Kreis Recklinghausen dem Verleihsystem beitreten. idr - Informationen: https://www.metropolradruhr.de

Das Publikum als Festival-Macher
Das Fantastival in Dinslaken kombiniert ein Aktienmodell mit Ehrenamt und regionaler Wertschöpfung. Die Konzertbesucher sitzen unter alten Kastanien. Nur wenige Meter entfernt stehen die Stars auf der Bühne. Das Fantastival in Dinslaken zeichnet sich aus durch Nähe. Nicht nur zu den Künstlern. Das Publikum selbst ist Festival-Macher. „Unser wunderschönes Burgtheater wurde als Spielstätte kaum genutzt, das wollte die Bevölkerung nicht akzeptieren“, sagt Lea Eickhoff (Foto: © Tonic Design Agentur).

Sie ist Geschäftsführerin der Freilicht AG, die das Event organisiert. Los ging es 1996. Damals gründeten die Bürger eine KulturAktiengesellschaft. 436 Menschen investierten, 150.000 Mark Startkapital kamen zusammen. „Es ist nicht irgendjemand, der hier ein Festival macht – es sind im Grunde die Bürger selbst“, betont Eickhoff. Genau darin liegt ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor. „Die breite Verankerung sorgt für Akzeptanz und Stabilität zugleich“, sagt Eickhoff.

Rund 90 Ehrenamtliche organisieren das Festival gemeinsam mit einem kleinen hauptamtlichen Team. Dienstleister aus den Bereichen Veranstaltungstechnik, Sicherheit und Logistik sind eingebunden. Gastronomie und Hotellerie profitieren von den rund zehn Festivaltagen. Ein Paradebeispiel für regionale Wertschöpfung. Die Veranstalter haben auch schon international bekannte Künstler an den Niederrhein geholten. Stars wie Tom Jones,

Mando Diao und Anastacia sind schon in Dinslaken aufgetreten. „Das hat das Festival noch einmal auf ein neues Niveau gehoben“, sagt Eickhoff. Aber auch die Konzerte mit deutschen Künstlern wie Stoppok oder Gregor Meyle kommen an. In Dinslaken spüren sie dennoch einen wirtschaftlichen Druck.

Die Gagen der Künstler sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Das führt zu höheren Ticketpreisen. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, ist laut Eickhoff auch eine Neuausrichtung des Programms denkbar. Die Grundlage bliebe jedoch dieselbe. „Dieses Zusammenspiel aus Ehrenamt, Aktionären und dieser besonderen Spielstätte“, betont Eickhoff, „das ist es, was das Fantastival ausmacht.“


Dinslaken: Für den Kiloverkauf Bücher spenden - Kiloverkauf 2026
Der Kulturförderverein „Freundeskreis Stadtbibliothek und Stadtarchiv Dinslaken e.V." nimmt in diesem Jahr wieder Bücher für den Kiloverkauf 2026 an. Die diesjährigen Annahmen von Bücherspenden finden wieder in der Kathrin-Türks-Halle statt.

Vorfreude auf den Kiloverkauf 2026

Unter dem „Slogan Schätze teilen, Wissen vermehren, Bücher spenden und Horizonte erweitern“ können neuwertige und gut erhaltene Bücher am Freitag, 21.08.2026, von 10 bis 16 Uhr und am Samstag, 22.08.2026 von 10 bis 16 Uhr gespendet werden. Der traditionelle Kiloverkauf zu den DIN-Tagen findet dann wieder am Samstag, 29. August, 9 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 30. August, 9 bis 16 Uhr statt.

Kreis Wesel: EAW.Snacks zeigt Gründenden, wie Kommunikation Wachstum ermöglicht
In der nächsten Ausgabe der kostenfreien Webinarreihe EAW.Snacks lädt die EntwicklungsAgentur Wirtschaft Kreis Wesel (EAW) am 14. Oktober 2026 zu einem Vortrag mit dem Titel „Wachstum beginnt, wenn Du Dich zeigst – Kommunikation als Hebel für unternehmerischen Erfolg“ ein. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Gründerinnen und Gründer, Start-ups sowie junge Unternehmen in der Wachstumsphase.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen ihre Sichtbarkeit gezielt aufbauen können. Denn häufig liegt der Erfolg einer Geschäftsidee nicht am Produkt oder der Dienstleistung, sondern daran, dass potenzielle Kundinnen und Kunden das Angebot gar nicht kennen. Eine gute Geschäftsidee allein reicht oft nicht aus. Gerade in der Gründungs- und Wachstumsphase entscheidet häufig die Sichtbarkeit darüber, ob neue Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner oder Investoren auf ein Unternehmen aufmerksam werden. 

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse zu Positionierung, Markenaufbau und passenden Kommunikationskanälen. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung: Nicht immer ist Social Media die richtige Wahl.  Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird aufgezeigt, welche Kommunikationswege für unterschiedliche Geschäftsmodelle sinnvoll sind und wie sich eine individuelle Kommunikationsstrategie entwickeln lässt. Referentin ist Denise Brücker, Inhaberin von kokokonzept PR Beratung + Training.

Die Kommunikationsexpertin begleitet seit mehr als 20 Jahren Unternehmen dabei, ihre Botschaften wirksam zu platzieren und ihre Sichtbarkeit nachhaltig zu erhöhen. „Viele Gründerinnen und Gründer investieren viel Energie in ihr Angebot, beschäftigen sich aber erst spät mit ihrer Kommunikation“, sagt Dr. Jan Frederik Graff, Leiter des Unternehmensservice der EAW.

„Wer wachsen möchte, muss sichtbar werden – und zwar auf den Kanälen, die zur eigenen Zielgruppe passen. Genau dafür möchten wir in den nächsten EAW.Snacks praxisnahe Impulse geben.“

Die Veranstaltungsreihe EAW.Snacks greift aktuelle Themen rund um Unternehmensentwicklung, Innovation und Fachkräftesicherung auf. Im kompakten Mittagsformat erhalten Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Gründungsinteressierte konkrete Anregungen für ihren Unternehmensalltag und die Möglichkeit zum Austausch mit den Expertinnen und Experten und den anderen Teilnehmenden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung findet am 14. Oktober 2026 von 12:00 bis 13:00 Uhr online statt. Eine Anmeldung ist erforderlich: https://www.kreis-wesel.de/veranstaltungskalender/eawsnacks-wachstum-beginnt-wenn-du-dich-zeigst-kommunikation-als-hebel-fuer

Stillstand auf der Autobahn: Das gilt bei einer Vollsperrung
Was dürfen Autofahrer bei einer Vollsperrung, wie die Rettungsgasse richtig gebildet wird und welche Ausstattung bei langen Wartezeiten hilft
Mitten in der Sommerferienzeit sind viele Autobahnen besonders stark belastet. Hohes Verkehrsaufkommen, Baustellen und Unfälle können lange Staus verursachen. Muss eine Strecke nach einem schweren Unfall oder wegen aufwendiger Bergungsarbeiten vollständig gesperrt werden, kommt der Verkehr mitunter für mehrere Stunden zum Erliegen.

Für Autofahrer beginnt dann eine Geduldsprobe, zumal zunächst häufig ungewiss ist, wann es weitergeht. Der ACV Automobil-Club Verkehr erklärt, wie sich Autofahrer bei einer Vollsperrung richtig verhalten, was im Stau erlaubt ist und welche Dinge im Auto nicht fehlen sollten.

Warum werden Autobahnen plötzlich voll gesperrt?
Nicht jede Vollsperrung entsteht überraschend. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Vollsperrungen: geplante und spontane Sperrungen.

Geplante Vollsperrungen gibt es zum Beispiel bei großen Baustellen, Brückenarbeiten oder wenn eine Fahrbahn erneuert wird. Sie werden meist frühzeitig angekündigt, etwa über Verkehrsmeldungen, Umleitungsschilder oder elektronische Anzeigetafeln.

Anders ist es, wenn eine Autobahn ungeplant komplett gesperrt werden muss. Dahinter stecken meist ganz unterschiedliche Ursachen.

Typische Gründe sind:
schwere Verkehrsunfälle
Gefahrgutunfälle oder ausgelaufene Stoffe
aufwendige Bergungsarbeiten mit Kränen
beschädigte Fahrbahnen oder Brücken
extreme Wetterlagen wie Eisregen oder starke Stürme

Wie lange eine Vollsperrung dauert, lässt sich pauschal nicht vorhersagen. Kleinere Unfälle sind oft innerhalb kurzer Zeit geräumt. Nach schweren Unfällen, Gefahrgutunfällen oder aufwendigen Bergungsarbeiten kann eine Sperrung jedoch mehrere Stunden dauern.

Was viele Autofahrer nicht wissen: Nach schweren Unfällen bleibt eine Autobahn häufig auch deshalb lange gesperrt, weil die Polizei den Unfall dokumentieren, Spuren sichern und den Unfallhergang möglichst genau klären muss. Bei besonders schweren oder komplexen Unfällen können zusätzlich Sachverständige hinzugezogen werden. Diese wichtige Unfallaufnahme kann die Wartezeit für Autofahrer zusätzlich verlängern.

Wie verhalten sich Autofahrer bei einer Vollsperrung richtig?
Wenn der Verkehr plötzlich zum Stillstand kommt, ist zunächst Geduld gefragt. Über die Dauer einer Vollsperrung gibt es anfangs oft noch keine verlässlichen Informationen. Verkehrsfunk oder Navigations-Apps informieren jedoch regelmäßig über die aktuelle Verkehrslage und neue Entwicklungen.

Ganz entscheidend: Die Rettungsgasse muss sofort gebildet werden, sobald der Verkehr stockt oder nur noch mit Schrittgeschwindigkeit rollt. Sie entsteht zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts danebenliegenden Fahrstreifen. Wer also auf dem linken Fahrstreifen unterwegs ist, weicht nach links aus. Wer auf einem der übrigen Fahrstreifen unterwegs ist, fährt nach rechts.

Ebenso wichtig ist es, auch bei stockendem Verkehr ausreichend Abstand zum Vordermann einzuhalten. Selbst im Stillstand sollten Autofahrer nicht zu dicht auffahren, damit Rettungsfahrzeuge notfalls rangieren können.

Gerade am Stauende besteht ein hohes Risiko durch auffahrende Fahrzeuge. Wenn Autofahrer bemerken, dass sich der Verkehr abrupt verlangsamt oder sie sich einem Stauende nähern, sollten sie kurzzeitig den Warnblinker einschalten. So werden nachfolgende Fahrer frühzeitig gewarnt.

Und noch ein Punkt, den viele unterschätzen: Auch wenn sich eine Vollsperrung über Stunden hinziehen kann, sollten Autofahrer im Fahrzeug aufmerksam bleiben. Der Verkehr kann sich jederzeit wieder in Bewegung setzen. Fahrer sollten deshalb nicht einschlafen, sondern jederzeit reagieren können.

Wie lässt sich die Wartezeit bei einer Vollsperrung vorbereiten?
Auf eine Vollsperrung selbst können sich Autofahrer kaum vorbereiten. Ob schwerer Unfall oder Bergungsarbeiten: Solche Ereignisse entstehen meist unerwartet und lassen sich weder vorhersagen noch vermeiden. Autofahrer können jedoch dafür sorgen, dass sie auch bei einer mehrstündigen Wartezeit gut versorgt sind.

Schon mit wenigen Dingen, die dauerhaft im Auto liegen, lassen sich mehrere Stunden Stillstand deutlich angenehmer überbrücken. Ausreichend Getränke, haltbare Snacks oder eine Decke können dabei genauso hilfreich sein wie ein geladenes Smartphone oder wichtige Medikamente.

Besonders wenn Kinder mitfahren, lohnt es sich, eine kleine Notfallausstattung im Auto zu haben. Viele der Dinge helfen übrigens nicht nur bei einer Vollsperrung, sondern auch bei einer Panne oder einem längeren Stau.

Das sollte im Auto dabei sein:
Ausreichend Trinkwasser oder andere alkoholfreie Getränke
Haltbare, energiereiche Snacks, zum Beispiel Müsliriegel oder Nüsse
Ladekabel oder Powerbank für das Smartphone
Regelmäßig benötigte Medikamente
Warme Decke oder Jacke, auch im Sommer
Beschäftigung für Kinder, zum Beispiel Bücher, Hörspiele oder kleine Spiele
Feuchttücher, Taschentücher und Müllbeutel
Gegebenenfalls eine kompakte Notfalltoilette, zum Beispiel Urinbeutel

Ist Aussteigen bei einer Vollsperrung erlaubt?
Wenn eine Vollsperrung mehrere Stunden dauert, möchten viele Autofahrer zumindest kurz aussteigen, sich die Beine vertreten oder auf die Toilette gehen. Grundsätzlich gilt jedoch: Das Betreten der Autobahn ist für Fußgänger verboten. Zulässig ist das Aussteigen jedoch, wenn eine Unfallstelle abgesichert werden muss. In einer akuten gesundheitlichen Notlage kann es ebenfalls gerechtfertigt sein, das Fahrzeug zu verlassen.

Bei langen Vollsperrungen wird kurzes Aussteigen in der Praxis mitunter zwar geduldet. Eine grundsätzliche Erlaubnis besteht jedoch nicht. Wer das Fahrzeug aufgrund einer besonderen Situation dennoch kurz verlassen muss, sollte in unmittelbarer Nähe bleiben, die Rettungsgasse jederzeit freihalten und die Autobahn nicht zum Aufenthaltsort machen, etwa für Spaziergänge, das Gassigehen mit dem Hund oder das Aufstellen von Campingstühlen.

Toilette im Wohnmobil: Was gilt bei einer Vollsperrung?
Für Mitfahrer bietet ein Wohnmobil mit einer vom Innenraum zugänglichen Toilette bei einer Vollsperrung einen praktischen Vorteil: Bei längerem vollständigem Stillstand kann die Toilette genutzt werden, ohne das Fahrzeug zu verlassen und die Autobahn zu betreten. Ein Fahrer sollte währenddessen aber am Steuer bleiben und jederzeit bereit sein, wieder anzufahren.

Sobald sich der Verkehr bewegt, müssen alle Insassen auf den dafür vorgesehenen Sitzplätzen sitzen und angeschnallt sein. Der Gang zur Toilette ist während der Fahrt nicht erlaubt.

Bei einem Wohnwagen ist die Situation anders. Um dessen Toilette zu erreichen, müssten die Insassen das Zugfahrzeug verlassen und die Autobahn betreten. Das ist grundsätzlich verboten. Die Toilette im Wohnwagen sollte während einer Vollsperrung deshalb nicht genutzt werden.

Darf der Standstreifen bei einer Vollsperrung genutzt werden?
Grundsätzlich nein. Der Standstreifen ist für Pannenfahrzeuge und Rettungskräfte freizuhalten und darf nicht zum Umfahren des Staus genutzt werden. Ausnahmen gelten, wenn Verkehrszeichen die Nutzung erlauben, die Polizei ausdrücklich dazu auffordert oder ein Ausweichen auf den Standstreifen erforderlich ist, um eine Rettungsgasse zu bilden.

Eigenmächtiges Wenden und Rückwärtsfahren sind ebenfalls verboten. Nur wenn die Polizei die Fahrzeuge bei einer länger andauernden Vollsperrung kontrolliert zurückführt, darf ihren ausdrücklichen Anweisungen gefolgt werden.

Wer den Standstreifen als schnellen Ausweg missbraucht, riskiert empfindliche Bußgelder. Außerdem können lebensrettende Minuten für schwer verletzte Personen verloren gehen, wenn Autofahrer diese wichtige Rettungsstraße blockieren.

Darf der Motor bei einer Vollsperrung laufen?
Ist absehbar, dass es bei einer Vollsperrung längere Zeit nicht weitergeht, sollten Autofahrer den Motor ausschalten. Fahrzeugmotoren dürfen im Stand nicht unnötig laufen, um vermeidbare Abgase und unnötigen Lärm zu vermeiden. Außerdem lässt sich so Kraftstoff sparen.

Bei extremer Hitze oder Kälte kann der Betrieb von Klimaanlage oder Heizung jedoch erforderlich sein, um gesundheitliche Gefahren zu vermeiden. Der Motor sollte dann nur so lange wie unbedingt nötig laufen.

Wichtig zu wissen: Wer ein Smartphone, Tablet oder ein anderes elektronisches Gerät in die Hand nehmen möchte, darf dies nur tun, wenn das Fahrzeug steht und der Motor vollständig ausgeschaltet ist. Das automatische Abschalten durch eine Start-Stopp-Automatik genügt ebenso wenig wie das bloße Ruhen des elektrischen Antriebs eines E-Autos.



14 % der Rentnerinnen und Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren sind erwerbstätig
• Rentner (16 %) sind häufiger erwerbstätig als Rentnerinnen (11 %)
• Knapp zwei Drittel (65 %) der abhängig beschäftigten Rentnerinnen und Rentner sind geringfügig beschäftigt
• Knapp zwei Drittel (65 %) der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner arbeiten weniger als 20 Stunden in der Woche

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten, obwohl sie bereits eine Altersrente beziehen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilt, waren 14 % der Rentnerinnen und Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren hierzulande erwerbstätig. Ein Jahr zuvor hatte ihr Anteil noch bei 13 % gelegen. Rentner (16 %) gingen zuletzt häufiger einer Arbeit nach als Rentnerinnen (11 %).

Anteil der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner sinkt mit dem Alter und steigt mit dem Bildungsniveau Der Anteil der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner nimmt mit zunehmendem Alter kontinuierlich ab. So arbeitete von den 65- und 66-jährigen Rentenbeziehenden knapp ein Fünftel (19 %), von den 73- und 74-jährigen Rentnerinnen und Rentnern gingen noch 8 % einer Arbeit nach.



Auch zwischen dem Bildungsniveau und der Erwerbstätigkeit im höheren Alter gibt es einen Zusammenhang: Während 18 % der Rentenbeziehenden mit höherem Bildungsniveau erwerbstätig waren, lag der Anteil unter Rentnerinnen und Rentnern mit mittlerem oder niedrigerem Bildungsniveau bei 12 % beziehungsweise 10 %. Ein Grund dafür könnte sein, dass Rentnerinnen und Rentner mit höherem Bildungsniveau häufiger aufgrund der Freude an der Tätigkeit weiterarbeiten.

Gut ein Viertel (27 %) der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner ist selbständig tätig Insgesamt arbeiteten 73 % der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner als abhängig Beschäftigte, 27 % waren selbstständig tätig. Knapp zwei Drittel (65 %) der abhängig beschäftigten Rentnerinnen und Rentner gaben an, geringfügig beschäftigt zu sein.

Als geringfügig beschäftigt galten im Jahr 2025 Personen, die im Monat maximal 556 Euro verdienten (Minijob, "Ein-Euro-Job“) oder höchstens drei Monate beziehungsweise maximal 70 Arbeitstage im Jahr einer Beschäftigung nachgingen.

13 % der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner arbeiten mehr als 40 Wochenstunden
In der Regel arbeiten Rentnerinnen und Rentner mit reduziertem Stundenumfang: 40 % gingen normalerweise weniger als 10 Stunden in der Woche einer Erwerbstätigkeit nach. Ein Viertel (25 %) arbeitete 10 bis unter 20 Wochenarbeitsstunden. 12 % der Rentenbeziehenden mit einer Arbeit übten diese 20 bis unter 30 Stunden in der Woche aus. Bei 9 % waren es 30 bis unter 40 Stunden.

13 % der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner hatten eine Arbeitswoche mit mehr als 40 Stunden. Selbstständige Rentnerinnen und Rentner (28 %) arbeiteten dabei häufiger mehr als 40 Stunden in der Woche als abhängig beschäftigte Rentenbeziehende (8 %).



NRW-Industrie: Produktion im Juni 2026 um 2,4 % gesunken
* Energieintensive um –3,7 % und übrige Industrie um –1,6 % gegenüber Mai 2026 gesunken
* Energieintensive Branchen ausnahmslos rückläufig
* Pharmazie mit 8,8 % im Plus – Maschinenbau mit 7,0 % im Minus

Die Produktion der NRW-Industrie ist im Juni 2026 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt um 2,4 % gegenüber Mai 2026 gesunken. Wie das StatistischesLandesamt mitteilt, sank die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszweigen um 3,7 %. Die Produktion in der übrigen Industrie war gegenüber dem entsprechenden Vormonat mit −1,6 % ebenfalls rückläufig.



Energieintensive Branchen ausnahmslos rückläufig
Im Vergleich zu Mai 2026 waren in NRW für die energieintensiven Branchen im Juni 2026 ausnahmslos rückläufige Entwicklungen zu beobachten: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für die Metallerzeugung und -bearbeitung ein Produktionsrückgang von 3,9 % ermittelt.

Die chemische Industrie vermeldete ein Produktionsminus von 3,8 %. In der Kokerei- und Mineralölverarbeitung belief sich der Rückgang auf 3,4 %. Pharmazie mit Produktionsanstieg – Maschinenbau mit Rückgang In den Branchen der übrigen Industrie zeigten sich hingegen unterschiedliche Entwicklungen: Im Bereich Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen wurde im Vergleich zum Vormonat ein Produktionsplus von 8,8 % erzielt.

Die Produktionsleistung im sonstigen Fahrzeugbau stieg um 4,7 % und die in der Herstellung von Bekleidung um 4,0 %. Der Maschinenbau verzeichnete hingegen einen Produktionsrückgang von 7,0 %. Die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen musste Produktionseinbußen in Höhe von 3,9 % hinnehmen und die Herstellung von Metallerzeugnissen konstatierte einen Rückgang von 2,7 %.

Im Vergleich zu Februar 2022, zu Beginn des Krieges in der Ukraine, sank die Produktion im Juni 2026 insgesamt um 16,3 % (−18,2 % in der energieintensiven Industrie; −15,2 % in der übrigen Industrie). Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, lag der revidierte kalender- und saisonbereinigte Wert für den Berichtsmonat Mai 2026 um 0,6 % unter dem Vormonatswert.

Weseler Straße in Dinslaken gesperrt
Die Deutsche Bahn wird die Weseler Straße (B8) sehr kurzfristig am heutigen Dienstag, 04.08.2026, ab 9:00 Uhr bis voraussichtlich Mittwoch, 05.08.2026, spätestens 18:00 Uhr, im Bereich der Eisenbahnbrücke voll sperren. Grund hierfür sind Arbeiten zur Erhöhung der Anprallbalken.

Durch diese Anpassung kann die zulässige Durchfahrtshöhe der Bahnunterführung wieder auf 3,90 Meter angehoben werden. Damit entfällt künftig die bisher erforderliche Umleitung für den Schwerverkehr. Während der Arbeiten ist die Weseler Straße im Baustellenbereich für den Kraftfahrzeug-, Rad- und Fußverkehr voll gesperrt. Entsprechende Umleitungen werden für alle Verkehrsarten ausgeschildert.

Die kurzfristige Durchführung der Maßnahme ist laut Bahn erforderlich, da seitens der ausführenden Fachfirma andernfalls erst wieder im September bzw. Oktober geeignete Ausführungstermine zur Verfügung gestanden hätten.

Jetzt für Heimatpreis der Stadt Moers bewerben
Auch in diesem Jahr vergibt die Stadt Moers wieder einen Heimatpreis im Rahmen des Förderprogramms ‚Heimat.Zukunft.Nordrhein-Westfalen - Wir fördern, was Menschen verbindet‘. Bis Sonntag, 20. September, können sich Vereine, Institutionen oder Personen bewerben. Voraussetzung ist, dass sie sich mit ehrenamtlichem Engagement für den Erhalt und die Präsentation von Heimat in Moers einsetzen.

Das Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro kann, je nach Antragslage, gestaffelt an bis zu drei Preisträgerinnen und Preisträger vergeben werden. Gesucht werden Projekte und Initiativen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Moers stärken, die lokale oder regionale Identität fördern oder sich für Brauchtum, Geschichte, Kultur und Nachbarschaft engagieren.

Auch Projekte im Umwelt- und Klimaschutz möglich Ebenso können Bewerbungen eingereicht werden, die einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zum Erhalt der Artenvielfalt leisten, das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Generationen und kultureller Herkunft fördern oder dazu beitragen, Moers neu zu entdecken und lokale Besonderheiten erlebbar zu machen. Auch das ehrenamtliche Engagement zur Stärkung des Vereinslebens im Sport kann ausgezeichnet werden.

Eine Jury wählt aus den Bewerbungen die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Die Bekanntgabe erfolgt im November 2026. Die Verleihung der Preise findet im Januar 2027 statt. Bewerbungen mit dem ausgefüllten und unterschriebenen Formular sowie mindestens einem Foto gehen an kulurbuero@moers.de Hier finden Sie das Formular und weitere Informationen  zum Heimatpreis. 

Moers: Kulturbüro lädt Kunstschaffende zur Ausstellung „Im Grünen 60x60“ ein
Das Kulturbüro der Stadt Moers lädt Künstlerinnen und Künstler aus den wir4-Städten Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg zur Teilnahme an der Wander-Gruppenausstellung „Im Grünen 60x60“ ein. Sie entsteht anlässlich der Internationalen Gartenschau (IGA) 2027 und ist im kommenden Jahr in allen vier Städten zu sehen. Im Mittelpunkt steht das Thema „Grün“ – im Sinne von Natur und Naturverbundenheit.

Welche Bedeutung haben Grünflächen und Naherholungsgebiete im Ruhrgebiet? Wo finden Menschen in der Region ihre persönlichen Wohlfühlorte? Diese und ähnliche Fragen sollen Anregung für die künstlerische Auseinandersetzung sein.

Wahl des Mediums ist frei
Bei der Wahl des Mediums sind die Teilnehmenden frei: Ob Malerei, Fotografie, Collage oder Grafik – zugelassen sind alle Arbeiten im Format 60 mal 60 Zentimeter.

Dreidimensionale Objekte können allerdings nicht berücksichtigt werden. Die fertigen Werke müssen bis zum 1. Dezember erstellt und in der ersten Dezemberwoche – spätestens bis Freitag, 4. Dezember, 12 Uhr – beim jeweiligen Kulturbüro abgegeben werden. Die Arbeiten müssen über eine Aufhängung verfügen und sollten so gestaltet sein, dass sie den mehrfachen Transport zwischen den Ausstellungsorten unbeschadet überstehen.

Da nicht alle Arbeiten in die Ausstellung aufgenommen werden können, wird sie in diesem Jahr von einer Jury kuratiert. Fragen beantwortet gerne das jeweilige Kulturbüro oder das Kulturbüro Moers per E-Mail: kulturbuero@moers.de oder telefonisch unter 0 28 41 / 201-720. 

Dinslaken: Feierabendmarkt am 7. August
Der Dinslakener Feierabendmarkt lädt am Freitag, 7. August 2026, erneut dazu ein, den Start in den Feierabend oder sogar Sommerurlaub in entspannter Atmosphäre zu genießen. Von 16:00 bis 20:00 Uhr verwandelt sich der Altmarkt in einen Treffpunkt für alle, die den Tag gemeinsam ausklingen lassen möchten.

Im Mittelpunkt steht auch diesmal ein vielfältiges Angebot. Freuen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf frisch gebackene Pizza von Lil Napoli, knusprige Pommes sowie die beliebten Klassiker des Feierabendmarktes. Dazu gibt es eine große Auswahl an kühlen Getränken für den perfekten Sommerabend.

Live-Musik begleitet den Nachmittag und Abend und sorgt für die passende Atmosphäre, ideal für entspannte Gespräche, gute Gesellschaft und einen schönen Sommerabend unter freiem Himmel. Auch „Filme mit Freunden“ sind wieder dabei und sorgen mit dem umgebauten Überseecontainer für eine Auswahl an erfrischenden Getränken und die passende Begleitung zum sommerlichen Feierabend.

Ob auf ein Getränk nach der Arbeit, ein gemeinsames Essen mit anderen oder den entspannten Auftakt in den Sommerurlaub – der Feierabendmarkt bietet die Gelegenheit, den Sommer mitten in der Dinslakener Innenstadt zu genießen und gemeinsam schöne Stunden zu verbringen. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und den Feierabendmarkt auf dem Altmarkt zu besuchen.

Moers: Pflegekinder gestalten mit Graffiti-Kunst neue Räume im Pflegekinderdienst
Farben, Kreativität und gemeinsames Erleben standen am Freitag, 24. Juli, im Mittelpunkt eines besonderen Graffiti-Projekts des Pflegekinderdienstes der Stadt Moers. Unter Anleitung des Graffiti-Künstlers Daniel Jähn (,Graffaz‘) und der Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes, Donatella Woiwod und Isabelle Wagner, konnten Pflegekinder im Alter von 11 bis 15 Jahren ihre Ideen und Gedanken künstlerisch zum Ausdruck bringen.

Beim Graffiti-Projekt des Pflegekinderdienstes gestalten die Jugendlichen ihre persönlichen Kunstwerke. (Foto: pst).

In den Räumlichkeiten des Pflegekinderdienstes entwickelten sie sowohl in Einzel- als auch in Gruppenarbeiten farbenfrohe Leinwände. Nach einer Einführung in die Graffiti-Kunst folgte der kreative Teil des Projekts.  Es entstanden einzigartige Werke, die künftig die Räumlichkeiten des Pflegekinderdienstes schmücken und persönliche Themen der Jugendlichen sichtbar machen.

Ziel der Aktion war es, ihnen Raum für Begegnung und Austausch zu geben, neue Kontakte zu ermöglichen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Durch das gemeinsame Gestalten konnten sie erleben, wie aus eigenen Ideen etwas Sichtbares und Bleibendes entsteht.

Nach den Sommerferien werden die jungen Künstlerinnen und Künstler bei einer Vernissage für ihre Werke gefeiert. Pflegefamilien, Geschwister und Mitarbeitende des Pflegekinderdienstes würdigen dabei gemeinsam mit ihnen die entstandenen Kunstwerke. Der Pflegekinderdienst der Stadt Moers sucht noch engagierte Pflegefamilien.

Menschen, die einem Kind ein Zuhause auf Zeit oder dauerhaft bieten möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu informieren. Bei Interesse steht Sabine Bonholt unter 0 28 41 / 201-868 oder sabine.bonholt@moers.de gerne zur Verfügung.


ADAC Stauprognose: 7. bis 9. August
Rückreisewelle gewinnt an Fahrt / Volle Autobahnen in alle Richtungen

Am zweiten Augustwochenende müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer auf ein sehr hohes Verkehrsaufkommen einstellen. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enden die Sommerferien, während sie in zahlreichen weiteren Bundesländern und vielen europäischen Nachbarstaaten noch andauern. Dadurch überlagern sich Hin- und Rückreiseverkehr. Dadurch sind gleichzeitig zahlreiche Urlauber auf der Hin- und Rückreise unterwegs. Staus auf den wichtigsten Fernstraßen sind nahezu unvermeidlich.

Besonders dicht wird der Verkehr am Freitagnachmittag und -abend auf den Strecken in Richtung Süden, Alpen sowie Nord- und Ostsee. Der Rückreiseverkehr erreicht seinen Höhepunkt am Sonntagnachmittag und -abend, vor allem aus dem Süden, von den Küsten und aus den Nachbarländern.

Bei schönem Wetter sorgen zudem zahlreiche Tagesausflügler in Richtung Alpen, Mittelgebirge, Küsten und Seen sowie viele Sommerfeste und Großveranstaltungen – darunter der Hamburger Sommerdom – für zusätzliche Belastungen. Hinzu kommen rund 1.000 Autobahnbaustellen, die den Verkehrsfluss weiter erschweren.

Die staureichsten Fernstrecken in Deutschland:
A1 zwischen Lübeck, Hamburg, Bremen, Dortmund und Köln
A2 Dortmund – Hannover – Magdeburg
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A5 Kassel – Frankfurt sowie Heidelberg – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn
A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A11, A12 und A13 vom Berliner Ring in Richtung Polen und Dresden
A17 Dresden – Prag
A20 Lübeck – Rostock
A81 Singen – Stuttgart
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 Lindau – München
A99 Autobahnring München
Auch auf den wichtigsten Reiserouten in Österreich, der Schweiz und Italien ist die Staugefahr hoch. In Österreich sind besonders die West Autobahn (A1), die Tauern Autobahn (A10), die Inntal Autobahn (A12) und die Brenner Autobahn (A13) sowie die Fernpassroute (B179) betroffen. Auf der A13 sorgen die Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke weiterhin für Behinderungen.

In der Schweiz sind vor allem die Gotthard-Route (A2) und die San-Bernardino-Route (A13) sowie die Autobahnen A1 und A3 stark belastet. In Italien bleiben die Brennerroute (A22) und die Verbindung Mailand – Genua (A9/A7) staugefährdet.

Um den Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, gelten bei Stau auf mehreren Strecken Abfahrtssperren. In Deutschland betrifft dies unter anderem die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, die A93 Inntalautobahn sowie die B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Auch in Österreich sind an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen zahlreiche Ausweichstrecken in Tirol für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Für Lkw über 7,5 Tonnen gelten bis zum 31. August auf vielen Autobahnen und ausgewählten Bundesstraßen zusätzliche Ferienfahrverbote an Samstagen von 7 bis 20 Uhr. Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund der Grenzkontrollen ebenfalls zu Wartezeiten kommen. Weitere Informationen finden Sie auf www.adac.de.

Kraftstoffpreise im Juli: Diesel verteuert sich um fast 28 Cent
ADAC Auswertung: Super E10-Preis steigt innerhalb von drei Wochen um mehr als 15 Cent / ADAC kritisiert Preispolitik der Mineralölkonzerne
Die Kraftstoffpreise sind im Juli drastisch gestiegen. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im vergangenen Monat verdeutlicht, dass insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf massiv zugelegt hat. Kostete ein Liter Diesel am 5. Juli im Tagesmittel noch 1,946 Euro, mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer am 31. Juli im Schnitt 2,225 Euro bezahlen und damit 27,9 Cent mehr.

Der Preis für Super E10 hat sich im Vergleich zu den ersten Tagen des Monats ebenfalls stark erhöht: Am 1. Juli, dem günstigsten Tag des Monats, lag der Preis bei 2,016 Euro. Am 23. Juli, dem teuersten Tag, kostete der Liter Super E10 mit 2,168 Euro immerhin 15,2 Cent mehr.

Kraftstoffpreise im Juli 2026:


Im Monatsmittel musste man für einen Liter Super E10 2,099 Euro bezahlen. Damit lag der Preis nur noch einen Cent unter dem monatlichen Allzeithoch vom April 2026 mit 2,109 Euro. Für Diesel waren im Schnitt im Juli 2,097 Euro fällig und damit aber noch ein gutes Stück weniger als im Rekordmonat April, als ein Liter 2,263 Euro kostete.

Der ADAC kritisiert den Preisanstieg in den vergangenen Wochen deutlich. Laut Mobilitätsclub stieg zwar der Rohölpreis zum 23. Juli kurzzeitig wieder auf über 100 US-Dollar je Barrel, doch obwohl er zum Monatsende auf deutlich unter 90 US-Dollar gesunken ist, gaben die Spritpreise nicht entsprechend nach oder stiegen sogar weiter. Dieser Sachverhalt muss aus Sicht des ADAC vom Bundeskartellamt untersucht und dabei insbesondere die Raffinerie- und Großhandelspreise kritisch überprüft werden.

Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.

Anwendung von EU-Gesetzen: Zehn Meilensteine bis Mitte September
Die EU-Kommission hat eine Übersicht zu EU-Gesetzen veröffentlicht, die in den kommenden Wochen (1.8. bis 15.9.2026) in Kraft treten beziehungsweise angewendet werden müssen. Es geht unter anderem um:
strengere Regeln beim Einsatz von künstlicher Intelligenz, 
den Einsatz von Antibiotika bei Tieren, 
Vorschriften, wie Verstöße gegen das KI-Gesetz geahndet werden, 
neue Anforderungen an Verpackungen und Verpackungsabfälle,  
den schnelleren Zugang zu elektronischen Beweismitteln bei der Strafverfolgung,  Standards für die Interoperabilität im Schienenverkehr, 
Anforderungen an die Cybersicherheit für bestimmte Produkte sowie Vorschriften über den fairen Zugang zu Daten und deren Nutzung. 

Evang. Beratungsstelle Duisburg / Moers: Ressourcen-(V)acation für Eltern - Beratungsstelle lädt zum kostenfreien Kurs nach Hamborn 
Die Anforderungen des Alltags führen oft zu Stress. Für Eltern mit Kindern ist diese Belastung oft besonders groß. Das weiß auch Dipl.- Sozialpädagogin Julia Tacir von der Evangelischen Beratungsstelle Duisburg / Moers und lädt deshalb Eltern aus Duisburg zu einer stärkenden Auszeit mit den eigenen Ressourcen ein.

In dem kostenfreien Kurs „Ressourcen-(V)acation“ hilft die systemische Familientherapeutin den Teilnehmenden dabei, wie sie eigene Bedürfnisse gut erkennen und eigene Kompetenzen besser entdecken und einsetzen können. Zudem gilt es, aus positiven Lebenserfahrungen Kraft für den Alltag zu schöpfen, zu lernen, den achtsamen Umgang mit sich zuzulassen und emotionale Regulierung einzuüben.

Interessierte sollten wissen: Der vierteilige, aufeinander aufbauende Kurs startet am 5.10.; weitere Termine sind am 2.11., 7.12.2026 und am 11.01.2027; immer am Standort in Duisburg Hamborn, Duisburger Straße 172, von 17.30 bis 19 Uhr. Anmeldungen sind ab jetzt bei Julia Tacir möglich (Tel.: 0203 / 990690 oder per Mail an: j.tacir@ev-beratung.de). Die Teilnehmendenzahl ist auf sechs Plätze begrenzt.   



NRW: Durchschnittliche Rente ab 65 Jahren lag 2025 bei 1.640 Euro monatlich
* Knapp 4 Millionen Rentnerinnen und Rentner ab 65 Jahre mit Rentenbezugsmitteilungen
* Frauen bezogen 17.300 Euro Rente im Jahr, Männer 22.800 Euro
* Höchste Durchschnittsrenten in Odenthal – niedrigste in Selfkant

Im Jahr 2025 haben 3,93 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen Renten bezogen. Betrachtet werden hier Personen ab 65 Jahren, die Leistungen aus gesetzlichen, privaten oder betrieblichen Rentenversicherungen erhielten. Wie das StatistischesLandesamt durch Auswertungen der Statistik der Rentenbezugsmitteilungen mitteilt, erhielt diese Personengruppe im Durchschnitt 19.700 Euro an jährlichen Rentenleistungen. Dies bedeutet ein monatlicher Betrag in Höhe von 1.640 Euro.

Frauen erhielten weniger Rentenleistungen als Männer
Die jährliche Durchschnittsrente für Männer über 65 Jahren betrug 22.800 Euro, während sie für Frauen über 65 Jahren bei 17.300 Euro lag. Der größte Teil, 96,7 % der Männer und 98,6 % der Frauen, bezog Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die durchschnittliche Höhe der ausgezahlten Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung betrug pro Person 17.800 Euro, wobei sich dieser Wert bei den Männern auf 20.500 Euro und bei den Frauen auf 15.700 Euro belief.

Somit erhielten Männer durchschnittlich 1.710 Euro pro Monat an Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, während dieser Betrag für Frauen 1.310 Euro betrug. Eine Person kann Leistungen aus mehreren Rentenarten erhalten. Relativ zur gesetzlichen Rentenversorgung bezogen 2025 jedoch wenige Personen Renten aus einem zertifizierten Basisrentenvertrag: Diese Zahl belief sich auf 35.000, Renten aus einer berufsständischen Versorgungseinrichtung erhielten 73.000 Personen.


Die höchsten Renten gibt es in Odenthal, die niedrigsten in Selfkant Unter den 396 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden hatte Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis die höchste jährliche Pro-Kopf-Rente mit 23.800 Euro, gefolgt von Leverkusen mit 22.900 Euro und Dormagen im Rhein-Kreis Neuss mit 22.700 Euro pro Kopf.
Die niedrigsten Renten erhielten die Menschen im Alter von 65 Jahren und älter in Selfkant im Kreis Heinsberg (16.100 Euro), Kranenburg im Kreis Kleve (17.500 Euro) und Geilenkirchen im Kreis Heinsberg (17.600 Euro).




NRW-Landesjubiläum: Preisbereinigtes BIP seit 1991 um 28,5 % gestiegen
* Jährliches Wirtschaftswachstum zwischen 1992 bis 2025 bei durchschnittlich 0,8 %
* Rund 1,8 Millionen mehr Erwerbstätige seit 1991
* Bruttowertschöpfung: Anteil des Produzierenden Gewerbes an der Gesamtwirtschaft ist über die Jahre auf 24,8 % gesunken

80 Jahre NRW
Im August 2026 feiern wir 80 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Britische Militärregierung gründete das Bundesland im August 1946. Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz mit den Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der preußischen Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet.

1947/1948 wurde zusätzlich das Land Lippe in das Bundesland NRW integriert. Aus diesem Anlass wirft IT.NRW als Statistisches Landesamt einen Blick zurück: Wie sah NRW vor 80 Jahren aus? Was hat sich im Land verändert? In Pressemitteilungen und auf einer Themenseite zeigt das Statistische Landesamt spannende Daten von damals und heute.

Im Jahr 2025 lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in NRW bei 909,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahr 1991 ist das BIP damit um 527,8 Milliarden Euro bzw. in jeweiligen Preisen um 138,3 % gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg das preisbereinigte BIP in NRW im gleichen Zeitraum um 28,5 %. Das BIP in Deutschland stieg um 180,8 % in jeweiligen Preisen und preisbereinigt um 48,3 %.

Wie ist NRW durch die letzten Jahrzehnte gekommen? Anlässlich des Landesjubiläums am 23. August 2026 wirft IT.NRW einen Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 35 Jahre, da eine konsistente und vergleichbare Datenbasis auf Landesebene erst ab 1991 vorliegt.

Seit 1991 zeigte sich die reale Entwicklung des BIP in den einzelnen Jahren in NRW tendenziell positiv, aber zumeist etwas schwächer als im gesamten Bundesgebiet. Das jährliche Wirtschaftswachstum lag in den Jahren 1992 bis 2025 bei durchschnittlich 0,8 %, in Deutschland bei 1,2 %.



Die Finanzkrise 2009 und die Corona-Krise 2020 zeigten deutliche Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung: 2009 sank das preisbereinigte BIP in NRW um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr; 2020 verringerte es sich um 3,6 %. In Deutschland war die Entwicklung ähnlich, allerdings erholte sich die gesamtdeutsche Wirtschaft schneller von den beiden Krisen.

Erwerbstätigenzahl seit 1991 um 1,8 Millionen gestiegen
Die Zahl der Erwerbstätigen stieg zwischen 1991 und 2025 von 8,07 Millionen auf 9,84 Millionen. Der Anstieg von 21,9 % fiel somit höher aus als im Bundesdurchschnitt (+18,3 %). Das durchschnittliche jährliche Wachstum betrug 0,6 %. Allein anhand der Erwerbstätigenzahl kann jedoch keine Aussage über den Umfang der geleisteten Arbeitszeit getroffen werden.

Hierzu ist das Arbeitsvolumen zu betrachten, also die Zahl der gesamten geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen. Für die Beurteilung der Beschäftigungslage spielt das Arbeitsvolumen aufgrund der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitszeit und der steigenden Bedeutung von Teilzeitarbeit eine immer wichtigere Rolle. Daten hierfür liegen ab 2000 vor.

Zwischen 2000 und 2025 betrug das durchschnittliche Wachstum des Arbeitsvolumens in NRW 0,3 %. In den Krisenjahren 2009 und 2020 sank es durch arbeitsmarktpolitische Mittel (z. B. Kurzarbeit) deutlich stärker als die Erwerbstätigenzahl. Die Arbeitsproduktivität, das preisbereinigte BIP je erwerbstätige Person bzw. je geleistete Arbeitsstunde, ist in NRW gestiegen, jedoch weniger stark als im Bund: Sowohl die Erwerbstätigen als auch deren Arbeitsvolumen sind zwischen 2000 und 2025 in NRW gestiegen, das preisbereinigte BIP nahm jedoch stärker zu.

Entsprechend erhöhte sich die Arbeitsproduktivität sowohl je Erwerbstätigen als auch je geleisteter Arbeitsstunde. Aus der Tatsache, dass die Zahl der Erwerbstätigen stärker stieg als die der Arbeitsstunden, resultierte ein Anstieg der Arbeitsproduktivität bezogen auf die Erwerbstätigen um 2,9 % (Bund +11,0 %). Die Arbeitsproduktivität bezogen auf die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg hingegen um 10 % (Bund +22,1 %).



Fast drei Viertel der Bruttowertschöpfung entstehen im Dienstleistungssektor Die Wirtschaft in NRW wird weiterhin maßgeblich von Dienstleistungen geprägt. 2025 entfielen mit 74,5 % nahezu drei Viertel der Bruttowertschöpfung (BWS) auf diesen Sektor, während das Produzierende Gewerbe 24,8 %, die Land- und Forstwirtschaft und die Fischerei 0,7 % beitrugen.

Der Anteil des Produzierenden Gewerbes an der Gesamtwirtschaft hat sich von 38,3 % im Jahr 1991 auf 24,8 % im Jahr 2025 verringert. Bei den Erwerbstätigen zeigen sich ähnliche Veränderungen: Der Anteil der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe sank von 36,9 % im Jahr 1991 auf 21,1 % im Jahr 2025. Gleichzeitig stieg der Anteil im Dienstleistungssektor von 61,7 % auf 78,1 %.



Kleve: Wie soll der Radweg am Spoykanal heißen?
Radweg sucht Namen: Die neue Radvorrangroute entlang des Klever Spoykanals. Seit vergangenem Montag ist der Radweg entlang des Spoykanals offiziell eröffnet und verbindet die Klever Innenstadt mit dem Gewerbegebiet sowie den Ortsteilen im Norden des Stadtgebiets. Nachdem die neue Strecke bereits rege genutzt wird, möchte die Stadt Kleve nun noch einen passenden Namen für den Radweg finden.

Ab sofort können bis zum 30. August 2026 kreative, einprägsame und ortsbezogene Namensvorschläge für die neue Trasse am Wasser eingereicht werden. Die Namensvorschläge werden online über das von der Stadt Kleve genutzte Beteiligungsportal.NRW eingereicht und gesammelt. Neben Angaben zur einreichenden Person müssen lediglich der Namensvorschlag und eine kurze Begründung, weshalb der vorgeschlagene Name zum neuen Radweg passt, eingereicht werden.

Nach Ablauf der Teilnahmefrist wird eine Jury alle eingereichten Vorschläge prüfen und einen Sieger ermitteln. Der siegreiche Name wird anschließend während der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September 2026 in Verbindung mit der Siegerehrung des diesjährigen STADTRADELN präsentiert. Vor Ort soll der Radwegname auf einem Schild verewigt werden.

Alle Informationen zum Bau des Radweges und zum Namenswettbewerb gibt es auf www.kleve.de/radweg-spoykanal. Unter beteiligung.nrw.de/k/1027319 geht es direkt zur Online-Beteiligung für die Abgabe von Namensvorschlägen. Die Stadt Kleve freut sich auf viele kreative Vorschläge!

Der Bau des Radwegs am Spoykanal samt Radwegbrücke wird im Rahmen der Förderrichtlinie Nahmobilität sowie der Stadt und Land Förderung durch das Bundesverkehrsministerium unterstützt.

Drei Auszubildende starten ihre berufliche Zukunft bei den Umweltbetrieben der Stadt Kleve AöR
Vorne (v. l.): Leon Pollierer, René Frericks, Hannes Hakvoort. Hinten (v. l.): Steffen Roters, Karsten Koppetsch, Michel Groesdonk, Markus Lauff, Philipp Look. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres begrüßen die Umweltbetriebe der Stadt Kleve AöR (USK) drei neue Auszubildende.

Leon Pollierer beginnt eine Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Während seiner Ausbildungszeit lernt er die Pflege und Gestaltung von Park- und Gartenanlagen sowie öffentlichen Grünflächen im gesamten Stadtgebiet kennen und wirkt aktiv an deren Erhalt und Weiterentwicklung mit.

René Frericks und Hannes Hakvoort absolvieren eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik. In der betriebseigenen Kfz-Werkstatt werden sie schrittweise an die Wartung, Instandhaltung und Reparatur des umfangreichen Fuhrparks herangeführt.

Dazu gehören unter anderem Lastkraftwagen, Abfallsammelfahrzeuge, Kehrmaschinen sowie zahlreiche weitere Maschinen und Geräte, die täglich für die vielfältigen Aufgaben der Umweltbetriebe im Einsatz sind. Zur Begrüßung der neuen Auszubildenden kamen Vorstand Karsten Koppetsch, Bereichsleiter Gartenbau Steffen Roters, Kfz-Werkstattmeister Markus Lauff, der Jugend- und Auszubildendenvertreter Philipp Look sowie Michel Groesdonk, Leiter der allg. Verwaltung, zusammen.

„Wir freuen uns sehr, drei motivierte junge Menschen bei uns willkommen zu heißen. Mit ihrer Ausbildung leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Umweltbetriebe“, so Vorstand Karsten Koppetsch anlässlich der Begrüßung. Die Umweltbetriebe der Stadt Kleve AöR bilden regelmäßig in verschiedenen Berufsfeldern aus und bieten jungen Menschen aus Kleve und der Region eine praxisnahe Ausbildung mit guten Übernahmechancen.

Bewerbungen für den Ausbildungsstart zum 1. August 2027 sind bereits jetzt möglich. Angeboten werden Ausbildungsplätze in den Berufen Gärtner*in (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau), Straßenwärter*in sowie Industriemechaniker*in. Weitere Informationen zu den Ausbildungsberufen und zum Bewerbungsverfahren finden Interessierte auf der Internetseite der Umweltbetriebe der Stadt Kleve AöR.

Moers: Kurzgeschichten am Mittag - zum früheren Meertor
Die Standorte der alten Moerser Stadttore – Kirchtor an der Kirchstraße und Mattorn am Neumarkt – sind spannende Geschichtsorte. Bleiben Sie einfach stehen. Und lassen Sie sich Moerser Stadtgeschichte kurzgefasst und bequem erzählen! Geführt von Eva-Maria Eifert Dauer: ca. 45 Minuten Preis: 6 Euro
Weitere Infos zu den Stadtführungen. Event details Veranstaltungsdatum 04.08.2026 - 11:30 Uhr - 13:30 Uhr Veranstaltungsort Neumarkt am Friedrich-Denkmal

Workshop „Kunst, Banane & Co.“ im Museum Kurhaus Kleve
Am Samstag, den 8. August 2026, findet von 11 bis 13 Uhr ein Workshop zum Thema „Kunst, Banane & Co.“ mit Monika Buchen und Veronika Nowakowski statt. Von Havekost bis Baumgärtel: Bei einem geführten Rundgang durch die aktuelle Ausstellung gibt es einiges zu entdecken, von überraschenden Materialien, starken Farben bis hin zu ungewöhnlichen Ideen.

Was spricht Euch an und was würdet ihr gern einmal ausprobieren? Wir und die Wunderkammer stehen für Eure Projektideen bereit. Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 7 Jahren. Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt 13 Euro (inkl. Material). Anmeldungen sind zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr) am Empfang des Museum Kurhaus Kleve (Tel. +49-(0)2821 / 750 10) möglich oder via E-Mail empfang@mkk.art.  

Moers -„Für Blut gibt es kein Copy & Paste“
Blut kann nicht kopiert oder künstlich hergestellt werden – jede Spende zählt. Das DRK Moers hat jetzt langjährige Blutspenderinnen und Blutspender für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet. Gleichzeitig zeigt die Bilanz des vergangenen Jahres: Mit 1.346 Blutspenden konnten mehr als 4.000 Menschen geholfen werden.

Blut kann nicht künstlich hergestellt werden – darauf machte das Deutsche Rote Kreuz bei der Ehrung langjähriger Blutspenderinnen und Blutspender in Moers aufmerksam. Für ihre besondere Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen, wurden Peter Kerkes und Volker Manfred Schlipper für 100 Blutspenden, Renate Guilani und Elmar Hedding für 50 Blutspenden sowie Nadja Gedanitz-Birnbaum für 25 Blutspenden ausgezeichnet. Sie erhielten Urkunden, Ehrennadeln und ein Präsent als Dank für ihr langjähriges Engagement.

„Die geehrten Blutspenderinnen und Blutspender gemeinsam mit dem Vorstand und dem Blutspendeteam des DRK Moers sowie Jan Höpfner, Präsident des DRK Kreisverbandes Niederrhein, und Thorsten Hemmers, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK Blutspendedienst West.“

Daniel Truyen, Leiter der Blutspende im DRK Ortsverein Moers, zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Bei 25 Blutspendeterminen in Schulen, Pfarr- und Gemeindezentren sowie Unternehmen kamen 1.346 Blutspenderinnen und Blutspender zusammen. Besonders erfreulich: 198 Menschen spendeten erstmals Blut. Insgesamt wurden rund 673 Liter Blut gespendet – ausreichend, um bis zu 4.038 Patientinnen und Patienten mit lebenswichtigen Blutpräparaten zu versorgen.

Der Präsident des DRK Kreisverbandes Niederrhein, Jan Höpfner, unterstrich die Bedeutung jeder einzelnen Spende: „Für Blut gibt es kein Copy & Paste. Blut lässt sich weder künstlich herstellen noch einfach ersetzen. Blutspenden bedeutet unmittelbare Solidarität. Mit jeder Spende können wir Menschen in ihren dunkelsten Stunden Hoffnung schenken.“

Auch Thorsten Hemmers, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst West, machte deutlich, wie wichtig kontinuierliche Blutspenden sind: „Ein Tag ohne Blutspendetermine bedeutet leere Blutbanken und fehlende Versorgung – und das nicht nur in der Sommer- und Ferienzeit.“

Mit der Ehrung bedankte sich das DRK Moers bei allen Blutspenderinnen und Blutspendern für ihre langjährige Treue und ihren unverzichtbaren Beitrag zur medizinischen Versorgung der Menschen in der Region.

Nächste Blutspendetermine in Moers:
Freitag, 07.08.2026, 15:00 - 18:30 Uhr, Evangl. Kirchengemeinde, Bismarckstraße 35-b
Dienstag, 11.08.2026, 15:00 - 19:30 Uhr, Kath. Pfarrheim St. Ludgner, Bahnhofstraße 18
Freitag, 21.08.2026, 15:30 - 19:00 Uhr, Begegnungsstätte, Homberger Straße 350

Kempen: Vorhang auf für die neue Saison: Erste Tickets für September-Veranstaltungen ab August erhältlich  
Die Vorfreude auf die neue Kultursaison 2026/2027 der Kulturszene Kempen wächst: Bereits im September erwarten das Publikum die ersten Veranstaltungen des neuen Programms. Für ausgewählte Termine startet der Einzelkartenverkauf deshalb schon im August – jeweils einen Monat vor dem Veranstaltungstermin.  

Den Auftakt machen folgende Veranstaltungen:  
·       TAK-Ensemble 7. & 8. September 2026 | Comedy & Kabarett Einzelkartenverkauf ab 7. August 2026
·       German Hornsound 9. September 2026 | Musica antica e viva Einzelkartenverkauf ab 9. August 2026
·       Olga Scheps 16. September 2026 | Klavier extra Einzelkartenverkauf ab 16. August 2026
·       The Rheingans Sisters 18. September 2026 | Weltmusik Einzelkartenverkauf ab 18. August 2026
·       Jin Jim 25. September 2026 | Jazz Einzelkartenverkauf ab 25. August 2026
·       Maximilian Hornung und Herbert Schuch 27. September 2026 | Kammermusik
Einzelkartenverkauf ab 27. August 2026.

Für die Konzerte von Julian Dawson am 11. & 12. September 2026 läuft der Vorverkauf bereits. Der reguläre Einzelkartenverkauf für alle weiteren Veranstaltungen der Saison beginnt am 5. September 2026.  

Tickets für die neue Saison sind über die Tourist-Information (Orsaystraße 3a), per E-Mail an kartenverkauf@kempen.de, telefonisch unter 02152 / 917 4120 oder über den Online-Ticket-Shop erhältlich. Das neue Saisonbuch 2026/2027 ist ab nächster Woche erhältlich und gibt einen umfassenden Überblick über das kommende Programm der Kulturszene Kempen.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen, Tickets und dem gesamten Saisonprogramm finden Interessierte auf der Website der Kulturszene Kempen sowie direkt in der Tourist-Information

Gesundheitsgefahr in der Kita: Erzieher fordert Hitzeschutz für Kinder als gesetzliche Pflicht
Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden, Dehydrierung: An heißen Sommertagen werden nordrhein-westfälische Kitas für Kinder und Fachkräfte zum Gesundheitsrisiko. In vielen Einrichtungen erreichen Schlaf- und Ruheräume der Kinder Temperaturen von bis zu 30 Grad. Der Erzieher Admir Kadric aus Lippstadt erlebt das seit Jahren im Berufsalltag und hat deshalb eine Petition gestartet: Sie fordert Familienministerin Verena Schäffer auf, Hitzeschutz für Kita-Kinder als verbindliche Kinderschutzpflicht gesetzlich zu verankern.

Bereits über 6399 Menschen haben unterschrieben. Petitionsstarter: „Körperverletzung durch Untätigkeit“ „30 Grad im Schlafraum von Kleinkindern ist keine Petitionsforderung, das ist Körperverletzung durch Untätigkeit. Und die Landesregierung hat es letzte Woche schwarz auf weiß beschlossen: Kinderschutz vor Hitze war der Kita-Reform keine einzige Zeile wert.

Ich habe an Ministerpräsident Hendrik Wüst und an Familienministerin Verena Schäffer geschrieben - passiert ist nichts. Wie viele hitzekranke Kinder braucht es noch, bis gehandelt wird?“ Admir Kadric, Erzieher und Petitionsstarter Besondere Brisanz erhält die Petition durch den Zeitpunkt: Am 16. Juli 2026 hat der nordrhein-westfälische Landtag die Kita-Reform (KiBiz) endgültig beschlossen - im selben Plenum wurde in einer „Aktuellen Stunde“ auch über Hitzeschutz debattiert. Ein verbindlicher Schutzparagraf für Kinder schaffte es dennoch nicht in das neue Kita-Gesetz.

Nach Angaben der Petition gab es in Nordrhein-Westfalen bis Ende Juni 2026 bereits rund 1.230 hitzebedingte Todesfälle - mehr als im gesamten Vorjahr. Die Petition fordert u. A. einen gesetzlich verankerten Gesundheits- und Kinderschutz: Verbindliche Temperaturgrenzen, ab denen Schutzmaßnahmen für Kinder verpflichtend greifen Verpflichtende Temperaturkontrollen und Höchstgrenzen in Schlaf- und Ruheräumen Rechtssicherheit für pädagogische Fachkräfte, um im Sinne des Kindeswohls handeln zu können Gesundheits- und Arbeitsschutz für Erzieherinnen und Erzieher Kindeswohl sei „keine freiwillige Entscheidung, sondern eine gesetzliche Pflicht“, so die Petition.

Sie ist Teil der wachsenden Change.org-Bewegung „Hitzefreie Kitas! die sich bundesweit für Gesundheits- und Kinderschutz in Kindertageseinrichtungen einsetzt.

 

Kleve: Sanierung von Lehrschwimmbad und Turnhalle der Marienschule startet
Das Lehrschwimmbad und die Turnhalle der Marienschule sind dringend sanierungsbedürftig - jetzt beginnen die Modernisierungsarbeiten. Anfang August beginnt die Sanierung der Sporthalle sowie des Lehrschwimmbads der Mariengrundschule in Kleve-Materborn.

Das Gebäudeensemble aus 1970 und 1972 ist sichtlich in die Jahre gekommen, entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und gerade die Technik des Lehrschwimmbeckens musste wegen ihrer Störanfälligkeit in den vergangenen Jahren wiederholt außer Betrieb genommen werden. Während der Bauzeit kommt es zu verkehrlichen Einschränkungen auf der Annabergstraße.

An der Annabergstraße in Materborn steht eine Großbaustelle in den Startlöchern: Im August beginnt an der Mariengrundschule die umfassende Sanierung des Lehrschwimmbads sowie der Sporthalle. Geplant ist jeweils die Erneuerung der gesamten Gebäudehülle und der Gebäudetechnik. Beide Gebäude werden dafür komplett entkernt und in den Rohbauzustand zurückversetzt.

Anschließend erfolgt die grundlegende Erneuerung von Fassaden, Fenstern, Türen und Dächern unter Berücksichtigung aktueller Standards der Wärmedämmung. Der Ausbau erfolgt barrierefrei. Mit dem Einbau von Wärmepumpen, einer Lüftungsanlage mit Wärmetauschern, Solarkollektoren und Photovoltaikanlagen setzt die Stadt Kleve auf klimafreundliche Energieträger.

Beide Gebäude sind von großer Bedeutung für den Sport in Kleve. So wird die Turnhalle nicht nur durch Schülerinnen und Schüler genutzt, sondern auch durch verschiedene Sportvereine aus dem Stadtgebiet. Das Lehrschwimmbecken wiederum beherbergt vormittags den Schwimmunterricht von Grundschulklassen aus Kleve und der näheren Umgebung. Nachmittags finden zusätzliche Kurse im Rahmen der weiteren Schwimmausbildung statt.

Annabergstraße wird streckenweise zur Einbahnstraße
Während der Arbeiten wird der Parkplatz der Mariengrundschule an der Ecke Königsallee / Annabergstraße für die Baustelleneinrichtung sowie als Lagerfläche benötigt. Außerdem ist an der Stelle mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Baustellenfahrzeuge zu rechnen.

Im Sinne der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs ändert sich daher ab dem 3. August 2026 die Verkehrsführung auf der Annabergstraße. Von der Königsallee kommend wird die Annabergstraße bis zur Kreuzung Waalstraße und Sandweg zur Einbahnstraße. Auf dem Abschnitt werden außerdem Haltverbote eingerichtet. Der Schulbusverkehr bleibt gewährleistet.

Planmäßig sollen die Modernisierungsarbeiten in der ersten Jahreshälfte 2028 abgeschlossen sein. Die Stadt Kleve investiert rund 10,2 Mio. Euro in die Sanierung des Gebäudeensembles. Davon fließen rund 4,5 Mio. Euro an Fördergeldern aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen aus den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in die Schwanenstadt.

Moers: Kurze Stadtführung am 4. August zeigt ehemalige Stadttore
Unter dem Titel ‚Kurz-Geschichte(n) am Mittag‘ ist am Dienstag, 4. August, um 11.30 Uhr ein Spaziergang mit Gästeführerin Eva-Maria Eifert zu erleben. Start ist am Denkmal von König Friedrich I. auf dem Neumarkt. An früheren Standorten der alten Stadttore erhalten die Teilnehmenden kompakte und interessante Informationen über die Moerser Stadtgeschichte.

Foto: pst

Viele historische Entwicklungen laufen dort zusammen. An dem Mittag ist vor allem das frühere ‚Mattorn‘ Thema. Damals war es das höchste und einzig übriggebliebene der mittelalterlichen Stadttore, das aus stadtplanerischen Erwägungen 1907 abgerissen wurde.  Die Teilnahme an der Führung kostet 6 Euro pro Person. Verbindliche Anmeldungen sind in der Stadt- und Touristinformation von Moers Marketing möglich: Kirchstraße 27a/b, Telefon 0 28 41 / 88 22 6-0.

Neues Amtsblatt
Am 31. Juli 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält eine öffentliche Bekanntmachung der Stadt Dinslaken zur Satzung zur Durchführung von Bürgerentscheidungen. Das Amtsblatt kann online eingesehen werden: https://abi.dinslaken.de/termine.

Moers: Sparkassen Summer Soul am See
Jedes Jahr an einem Samstag im August verwandelt sich das Gelände am Freizeitpark Moers-Kapellen in eine Open-Air-Party. Auf der Bühne bringen verschiedene Künstler mit Sounds zwischen Soul, Funk und Rock die Zuhörer zum Tanzen. Ohne Eintritt, aber dafür mit einer riesigen Portion Funk & Soul steigt die Party mit Liveacts vom Feinsten.

Für das leibliche Wohl sorgen Getränke- und Imbissstände, so dass bis in die acht gefeiert wird. Die Veranstaltung im Grünen mit Blick auf den See des Freizeitparks hat eine ganz besondere Atmosphäre und lockt Besucher aus Moers und dem Umland.

Veranstaltungsdatum 08.08.2026 - 18:00 Uhr - 23:30 Uhr. Veranstaltungsort Plaza Gelände im Moerser Schlosspark

Dinslaken färbt Zukunft – Werde Dialoger*in für sevengardens zur IGA 2027
Am Hof Emschermündung entsteht zur Internationalen Gartenausstellung 2027 ein besonderer Ort: Ein großer öffentlicher Färbergarten, in dem Menschen kostenfrei Färbepflanzen ernten, Saatgut sammeln und alte wie neue Kulturtechniken entdecken können. Ein Garten als Werkstatt, Begegnungsraum und lebendiges Archiv der Farben. 

Dafür sucht sevengardens gemeinsam mit der Stadt Dinslaken zehn Menschen, die als Dialogerinnen und Dialoger ausgebildet werden möchten.  Gesucht werden nicht nur Pädagog*innen oder Künstler*innen. Willkommen sind ebenso Menschen mit handwerklichem, historischem, sozialem oder experimentellem Interesse: 
• Kosmetiker*innen, die sich für Naturfarben, Bio-Kosmetik, Theater- oder Fantasy Make-up interessieren 
• Tischler*innen, die alte Färbe- und Holztechniken erforschen möchten  • Menschen aus Design, Textil, Quilt, Mode oder Upcycling 
• Geschichtsinteressierte, die Spuren der alten Färberstadt Dinslaken sichtbar machen wollen 
• Kreative aus Theater, Kulturarbeit oder Team-Building 
• Gärtner*innen, Bastler*innen, Vermittler*innen, Erzähler*innen und Neugierige 

Die Ausbildung verbindet Pflanzenwissen, kulturelle Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Handwerk, Gestaltung und gemeinschaftliches Arbeiten.  Es geht um Farben – aber auch um Geschichten, Erinnerung, Zukunft und die Frage, wie eine Stadt sich über Kultur und Natur neu verbinden kann.  Dinslaken war einst eine bedeutende Färberstadt.

Mit sevengardens soll dieses Wissen nicht nur für die IGA 2027 wieder sichtbar werden, sondern langfristig neue Impulse für das „Grüne Tor zum Ruhrgebiet“ schaffen: nachhaltig, offen, kreativ und gemeinschaftlich.  Der Färbergarten am Hof Emschermündung (Am Hagelkreuz, 46535 Dinslaken) soll über die IGA 2027 hinaus ein Ort bleiben, an dem Menschen voneinander lernen, Saatgut weitergeben, experimentieren und gemeinsam Zukunft gestalten. 

Wer Erfahrung, Neugier oder Handwerk einbringen möchte, Interesse an Pflanzen, Farbe und Gesprächen hat, ist herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Das entsprechende Bewerbungsformular ist auf der städtischen Homepage zum Download unter https://www.dinslaken.de/wirtschaft-freizeit/tourismus/iga-2027/projekte  hinterlegt. Eine Bewerbung ist bis zum 30. August 2026 möglich.

Dinslaken: Fundsachenversteigerung im Rahmen der DIN-Tage
Am Samstag, den 29.08.2026, findet ab um 10 Uhr auf dem Vorplatz der Kathrin-Türks-Halle eine Versteigerung von Fundsachen während der DIN-Tage statt. Die Fundsachen werden öffentlich und meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Mit dabei sind dieses Mal unter anderem Damenuhren, Fahrräder, ein Winkelschleifer, Koffer, Ladekabel, Kopfhörer und Regenschirme. Eine Besichtigung der Fundsachen ist ab 9 Uhr möglich. Die vollständige Liste der zu versteigernden Gegenstände befindet sich weiter unten.  

Fehlende Techniken als Risiko im Straßenverkehr: Vier von zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren
Fahrrad fahren ist für Kinder ein wichtiges Stück Selbstständigkeit. Doch vielen fehlt es an Fähigkeiten, sich auf dem Rad sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Nur knapp 60 Prozent der 7- bis 9-Jährigen beherrschen Schulterblick, Handzeichen und einhändiges Fahren. Statt deshalb die Kinder im Elterntaxi zur Schule zu chauffieren, empfiehlt die ADAC Stiftung, die Sommerferien zum gemeinsamen Üben zu nutzen - rechtzeitig vor dem Schulstart.

Gemeinsam für sicheres Fahrradfahren: Eltern und Kinder
Fahrrad fahren gemeinsam genießen - aber sicher!

96 Prozent der Kinder in Deutschland zwischen 4 und 12 Jahren können Fahrrad fahren. Das ist das Ergebnis einer Elternumfrage der ADAC Stiftung. Erhebliche Defizite sehen Eltern jedoch bei den Fähigkeiten, die für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr unerlässlich sind. 38 Prozent der 7- bis 9-Jährigen beherrschen keinen Schulterblick, können nicht sicher einhändig fahren und somit auch keine eindeutigen Handzeichen geben. Selbst bei den 10- bis 12-Jährigen, die üblicherweise die schulische Radfahrausbildung bereits absolviert haben, liegt dieser Anteil bei über 20 Prozent.

Damit fehlt es vielen Kindern an Techniken, die als Kernkompetenz für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gelten. Beim Anfahren, Abbiegen oder an Kreuzungen müssen Kinder mehrere Dinge gleichzeitig leisten: das Gleichgewicht halten, den Verkehr beobachten, Handzeichen geben und Regeln beachten. Nach Auffassung der Eltern müssten Kinder diese Fertigkeiten spätestens am Ende der dritten Klasse erlernt haben.

„Radfahren ist für Kinder mehr als Fortbewegung. Es ist ein Stück Selbstständigkeit und eine wichtige Etappe auf dem Weg, sich sicher in der eigenen Umgebung zu bewegen. Dafür brauchen Kinder Übung und Vorbilder, und die finden sie zuerst bei den eigenen Eltern“, sagt Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung. „Die Sommerferien sind eine gute Gelegenheit, gemeinsam als Familie zu üben. Wer jetzt Zeit auf dem Rad verbringt, macht sein Kind fit für den Schulweg und für alle weiteren Strecken.“

Die Verantwortung dafür sehen die Eltern klar bei sich: 52 Prozent sehen sich zuerst selbst in der Pflicht, Kindern sicheres Verhalten im Verkehr beizubringen. Weitere 36 Prozent verorten die Aufgabe gleichermaßen bei sich und der Schule. Nur rund 10 Prozent ordnen sie primär der Schule zu. Die schulische Radfahrausbildung bekommt von den Eltern überwiegend gute Noten: 83 Prozent finden, dass sie wesentliche Kompetenzen für den Straßenverkehr vermittelt.

Die Ergebnisse der aktuellen Elternumfrage fügen sich in ein Bild ein, das Lehrkräfte bereits im Mai in einer Umfrage der ADAC Stiftung gezeichnet hatten: 47 Prozent der Kinder leiden nach ihrer Einschätzung unter erheblichen Aufmerksamkeitsdefiziten im Straßenverkehr, 36 Prozent haben Schwierigkeiten, in entscheidenden Momenten richtig zu reagieren.

Wie relevant der Übungsbedarf ist, zeigt der Blick auf die aktuelle Unfallstatistik: 2025 starben in Deutschland 74 Kinder unter 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall, 13 davon waren mit dem Fahrrad unterwegs. Rund 29.200 Kinder wurden verletzt, im Schnitt kam damit alle 18 Minuten ein Kind zu Schaden. Ältere Kinder verunglücken nach Auswertung des Statistischen Bundesamts besonders häufig werktags zwischen 7 und 8 Uhr, zur typischen Schulwegzeit.

Den Schulweg sicherer zu machen, ist das Ziel einer bundesweiten Schulstartkampagne der ADAC Stiftung. Sie richtet sich zu Beginn des neuen Schuljahres an Eltern und Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen sowie alle Verkehrsteilnehmenden im Umfeld von Schulen. Auf stiftung.adac.de/schulstart stellt die ADAC Stiftung umfangreiche Informationsmaterialien und Lösungsvorschläge kostenlos zur Verfügung.

Die ADAC Stiftung
Die ADAC Stiftung konzentriert sich in ihrer Arbeit auf zwei Themen: Mobilität und Lebensrettung. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in Deutschland ihrem Bedürfnis nach Mobilität sicher und nachhaltig nachkommen können. Und dass Menschen mit akuten Verletzungen oder in lebensbedrohlichen Situationen im ganzen Land schnelle und wirksame Hilfe erhalten. Zudem fördert sie mit der Einzelfallhilfe gezielt die soziale Teilhabe von Unfallopfern und ihren Familien.

Die Stiftung ist 2016 gegründet worden. Seit Anfang 2017 ist sie alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und fördert interdisziplinäre Projekte im Rettungswesen.
Die ADAC Stiftung unterstützt Schulen mit Expertise und den kostenlosen Programmen „Aufgepasst mit ADACUS“, „Roller Fit“ und „Achtung Auto 2.0“. Damit werden Kinder frühzeitig befähigt, sich sicher, umweltbewusst und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. 2025 erreichte die ADAC Stiftung mit ihren Programmen über 590.000 Kinder und Jugendliche, was sie zum führenden zivilgesellschaftlichen Mobilitätsbildungsanbieter an Kitas und Schulen in Deutschland macht.

Über die Befragung:
Grundlage der Ergebnisse ist eine Onlinebefragung von 1.010 Eltern in Deutschland, deren Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren sind. Die Fehlermarge beträgt ±3 Prozent bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent. Die Befragung wurde von We are Family Research im Mai 2026 durchgeführt.



NRW-Private-Haushalte:  Im Schnitt 20 Euro im Monat für frisches Obst
* Für Nahrungsmittel insgesamt gaben die Haushalte im Monat durchschnittlich 339 Euro aus
* 40 % der Obstausgaben entfielen auf Äpfel, Bananen und Erdbeeren
* Nächste Erhebung zu Ausgaben privater Haushalte läuft – Teilnehmende für 2026 gesucht: 90 Euro Prämie

Die 8,7 Millionen privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen gaben 2023 durchschnittlich rund 20 Euro pro Monat für frisches Obst aus. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, entsprach das 6 % der monatlichen Ausgaben für Nahrungsmittel. Diese beliefen sich 2023 im Durchschnitt auf 339 Euro je Haushalt.

Die Daten stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS). Äpfel, Bananen und Erdbeeren machten fast 40 % der Obstausgaben aus Von den monatlichen Ausgaben für frisches Obst entfielen 16,0 % auf Äpfel. Es folgten mit 11,6 % Bananen und Erdbeeren mit 11,4 %.
Zusammen standen diese drei Obstsorten für nahezu 40 % der gesamten Ausgaben für frisches Obst. Dahinter folgten Orangen, Mandarinen und Clementinen sowie Stein- und Kernobst wie Pfirsiche mit je knapp 11 %. Laut EVS 2023 hatten 83 % der privaten Haushalte Ausgaben für frisches Obst.


Nächste Erhebung zu Ausgaben privater Haushalte läuft – Teilnehmende für 2026 gesucht: 90 Euro Prämie Für das Jahr 2026 werden bundesweit freiwillige Haushalte für die Teilnahme an den „Laufenden Wirtschaftsrechnungen” (LWR) gesucht. Die Teilnahme kann vollständig digital über eine App erfolgen.

 Einen Monat lang erfassen die Haushalte ihre Einnahmen und Ausgaben – optional unterstützt durch den neuen Kassenzettel-Scan. Ergänzend werden Angaben zur Haushaltsausstattung, zur Wohnsituation sowie zu Vermögens- und Schuldverhältnissen erhoben. Weitere Informationen und die Online-Anmeldung zur LWR finden Sie auf der Statistikseite.


NRW: Gut ein Fünftel der privaten Haushalte besaß 2023 Aktien
* Deutlich weniger Haushalte mit Spar- und Bausparguthaben als 10 Jahre zuvor
* Aktienbesitz und Investmentfonds waren stärker verbreitet als 2013
* 5 % der Haushalte besaßen Kryptowährungen als digitale Vermögenswerte


Die Zusammensetzung der Geldanlagen privater Haushalte in Nordrhein-Westfalen hat sich zwischen 2013 und 2023 deutlich verändert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt im neuen Artikel „Konsumieren, anlegen oder investieren?” auf Basis der Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) zeigt, verloren klassische Sparformen an Bedeutung, während Wertpapieranlagen häufiger genutzt und durch digitale Anlageformen ergänzt wurden.

Deutlich weniger Haushalte mit Spar- und Bausparguthaben Der Anteil der Haushalte mit Sparguthaben sank von 61 % im Jahr 2013 auf 42 % im Jahr 2023. Auch Bausparguthaben verloren kontinuierlich an Bedeutung: Ihr Anteil ging von 34 % im Jahr 2013 auf 24 % in 2023 zurück. Tagesgeldkonten wurden dagegen häufiger genutzt. Mit 44 % verfügten 2023 mehr Haushalte über Tagesgeldguthaben als bei ihrer erstmaligen Erfassung in der EVS 2018 mit 39 %.



Aktienbesitz und Investmentfonds nahmen in den vergangenen 10 Jahren deutlich zu Wertpapieranlagen als mögliche Anlageform, haben in den vergangenen 10 Jahren deutlich zugenommen. Der Anteil der Haushalte mit Aktienbesitz stieg von 14 % im Jahr 2013 auf 21 % im Jahr 2023.

Auch Investmentfonds verbreiteten sich stärker: Fast ein Viertel bzw. 24 % der Haushalte hielten 2023 entsprechende Anlagen, 2013 hatte ihr Anteil noch bei 18 % gelegen. Andere Wertpapierformen, insbesondere festverzinsliche Wertpapiere (z. B. Staats- und Unternehmensanleihen) und Zertifikate (an die Wertentwicklung eines Basiswerts gekoppelte Wertpapiere), spielten auch 2023 weiterhin eine vergleichsweise geringe Rolle.

Festverzinsliche Wertpapiere hielten lediglich 3 % der Haushalte, Zertifikate nur 2 %. Erstmals in der EVS 2023 wurden Kryptowährungen als separate Anlageform erhoben: 5 % der privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen verfügten über entsprechende digitale Vermögenswerte.



Offene Druckwerkstatt im Museum Kurhaus Kleve
Am Mittwoch, den 5. August 2026, findet von 11 bis 13 Uhr eine offene Druckwerkstatt mit Stefanie Dennstedt statt. Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche von 4 bis 9 Jahren. Drucken, stempeln, ausprobieren! In der Druckwerkstatt im Museum Kurhaus entdecken Kinder ab 4 Jahren Siebdruck, Gelli Print und viele kreative Drucktechniken.

Bitte ein helles T-Shirt oder einen Stoffbeutel mitbringen, damit ein persönliches Unikat gestaltet werden kann! Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche von 4 bis 9 Jahren. Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt 10 Euro (ohne Begleitung). Anmeldungen sind zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr) am Empfang des Museum Kurhaus Kleve (Tel. +49-(0)2821 / 750 10) möglich oder via E-Mail empfang@mkk.art.  

Sommerkino im Museum Kurhaus Kleve: The Dead Don´t Die (2019, 104 Min.)
Das beliebte Sommerkino im Museum Kurhaus Kleve findet dieses Jahr unter dem Titel „Lakonie & Skurriler Humor“ statt und ist den Filmen des Regisseurs Jim Jarmusch gewidmet. Es wird in Kooperation mit den Tichelpark Cinemas Kleve durchgeführt. Der Eintritt ist FREI!

Am Donnerstag, den 6. August 2026, um 21 Uhr zeigen wir: The Dead Don´t Die (2019, 104 Min.) In der verschlafenen Stadt Centerville geht die Sonne nicht mehr unter und es beginnen Zombies in die einst friedliche Stadt zu strömen.

Die Menschen laufen Gefahr vom Aussterben bedroht zu werden und die Toten wollen einfach nicht sterben. Die Horror-Komödie von Jim Jarmusch besticht durch eine hochkarätige Besetzung unter anderem mit Bill Murray, Adam Driver, Chloë Sevigny, Steve Buscemi, Tilda Swinton, Tom Waits, Iggy Pop und Selena Gomez. Bitte Eingang direkt beim Friedrich-Wilhelm-Bad benutzen, bei Regen fallen die Veranstaltungen aus.

 

Erwerbspersonenbefragung: Homeoffice: Wunsch und Wirklichkeit klaffen häufiger auseinander
Beschäftigte, die mal im Homeoffice und mal im Betrieb arbeiten, sind häufig recht zufrieden. Doch wenn die Homeoffice-Realität stark von den eigenen Bedürfnissen abweicht, treten häufig Stress und gesundheitliche Probleme auf. Das ergibt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.*

Die Coronakrise hat der Arbeit in den eigenen vier Wänden zu einem nachhaltigen Durchbruch verholfen: Mittlerweile sei offensichtlich, dass sich die Entwicklung nicht rückgängig machen lässt, erklärt Dr. Helge Emmler. Der WSI-Forscher hat die aktuelle Situation in Sachen mobile Arbeit untersucht und dafür Daten des WSI-Erwerbspersonenpanels ausgewertet.

Seinen Ergebnissen zufolge hat sich an der Verbreitung zuletzt wenig geändert, wobei es deutliche Unterschiede vor allem zwischen Beschäftigten mit und ohne Hochschulabschluss gibt. Hybride Modelle, bei denen sich Homeoffice und Arbeit im Betrieb abwechseln, entsprechen am besten den Bedürfnissen der meisten Beschäftigten, die zu rund zwei Dritteln mit den bestehenden Regelungen zufrieden sind oder allenfalls ein wenig öfter zu Hause arbeiten möchten.



Diejenigen, deren Bedürfnisse klar von der betrieblichen Realität abweichen, sind deutlich öfter von starker beruflicher Belastung und gesundheitlichen Problemen betroffen.

Für das WSI-Erwerbspersonenpanel wurden in 15 Erhebungsrunden seit dem Frühjahr 2020 zunächst knapp 7700, zuletzt rund 6200 Personen befragt. Emmlers Auswertung zufolge hat der erste Corona-Lockdown im März 2020 eine „schlagartige und in dieser Größenordnung auch seither nicht wieder beobachtete Ausbreitung von mobiler Arbeit“ verursacht.

Der Anteil derjenigen, die ausschließlich im Betrieb arbeiten, war von 83 Prozent im Januar 2020 auf 53 Prozent im April 2020 eingebrochen. Seit etwa Mitte 2021 sind, von geringen Schwankungen abgesehen, etwa zwei von drei Erwerbstätigen nur im Betrieb tätig, jede und jeder Vierte an wechselnden Orten. Es sei anzunehmen, dass hinter diesem Trend für rund ein Viertel der Beschäftigten eine neue Normalität von etwa zwei bis drei Tagen Homeoffice pro Woche steckt, heißt es in der Studie.

Um den aktuellen Stand zu erfassen, hat der WSI-Experte Ergebnisse der Befragungswellen im November 2024 und 2025 analysiert, in denen die Teilnehmenden ausführliche Angaben zu mobiler Arbeit gemacht haben. Dabei hat er sich auf abhängig Beschäftigte konzentriert. Von denen haben zuletzt 64,5 Prozent ihre Arbeitszeit ausschließlich im Betrieb oder maximal zu einem Zehntel zu Hause verbracht.

Bei Akademikerinnen und Akademikern ist die Quote mit 36,6 Prozent deutlich geringer als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung mit 69 Prozent – wobei sich der Abstand im Vergleich zu 2024 ein wenig verringert hat.

In Ostdeutschland ist der Anteil mit 71,2 Prozent höher als im Westen mit 63,3 Prozent (siehe auch die Abbildung in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Auch diese Differenz ist rückläufig. Die Branchen Energieversorgung, Medien, Finanzen und öffentliche Verwaltung stechen durch einen hohen Anteil hervor. In den Bereichen Bau, Erziehung, Gastgewerbe, Gesundheit, Handel, Verkehr und Logistik ist Homeoffice dagegen weniger verbreitet.

Ein Großteil dieser Unterschiede hängt laut der Analyse mit der Natur der jeweiligen Tätigkeiten zusammen: Dass sie ihre Aufgaben uneingeschränkt oder zu einem Großteil zu Hause erfüllen könnten, sagen 38 Prozent der Beschäftigten. Von den geeigneten Tätigkeiten werden 65 Prozent zumindest zu einem Viertel im Homeoffice erledigt, 46 Prozent sogar überwiegend.
Bei den Beschäftigten mit akademischen Abschlüssen und geeigneten Jobs ist die Quote derjenigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause ableisten, gegenüber 2024 von 57 auf 52 Prozent zurückgegangen. Das deute darauf hin, dass sich in dieser Gruppe zunehmend zwei statt drei Tage Homeoffice durchsetzen, schreibt Emmler.

Unzufriedenheit ist ungesund
Der Auswertung zufolge entsprechen die betrieblichen Regelungen nicht immer den Wünschen der Beschäftigten: Diejenigen, deren Aufgaben sich dafür eignen, würden im Schnitt gern gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause verbringen, tatsächlich ist es etwas mehr als ein Drittel. Insgesamt möchte ein Viertel den Anteil der Zeit im Homeoffice um 30 Prozentpunkte oder mehr erhöhen, ein Zehntel möchte weniger dort arbeiten.

Rund zwei Drittel sind zufrieden oder wünschen sich allenfalls geringfügige Änderungen. Besonders groß ist der Anteil der Unzufriedenen, deren Wünsche stark von der tatsächlichen Situation abweichen, mit 29,4 Prozent bei Beschäftigten, die von Return-to-Office-Initiativen betroffen sind. Bei Beschäftigten mit Kindern ist die Quote mit 28,3 Prozent ebenfalls hoch.

Diese Unzufriedenheit gehe mit gravierenden Belastungen einher, erklärt der Forscher. Von den Beschäftigten, deren Homeoffice-Präferenzen um 20 Stunden oder mehr von der tatsächlichen Regelung abweichen, klagen 18 Prozent über eine hohe Arbeitsbelastung und 28 Prozent über einen schlechten Gesundheitszustand. Bei denjenigen, die keinen Änderungsbedarf in Sachen Homeoffice haben, sind es nur 6 beziehungsweise 14 Prozent. Auch bei der Zufriedenheit mit dem Familienleben, der Freizeitgestaltung oder sozialen Kontakten schneiden Beschäftigte schlechter ab, die gern deutlich länger zu Hause arbeiten würden.

Dass die Homeoffice-Quoten sich nach Ende der Corona-Pandemie stabilisiert haben, sei grundsätzlich eine gute Nachricht, so Emmlers Fazit. „Denn mobile Arbeit hat sich nicht nur als probate Maßnahme des Infektionsschutzes, sondern als arbeitnehmerfreundliche Unterstützung der Work-Life-Balance und arbeitgeberseitiges Instrument zur Fachkräftesuche erwiesen.“ Er empfiehlt Unternehmen, den Wünschen der Beschäftigten entgegenzukommen, solange keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegensprechen. Schließlich würde oft schon ein zusätzlicher Tag Homeoffice-Tag reichen, um diese Wünsche zu erfüllen.

„Die neue Studie unterstreicht: Das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten, ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Gerade für Frauen, die im Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der Vereinbarkeit, weil beispielsweise Zeit für Pendelwege gespart wird.“

Das Homeoffice sei jedoch kein Ersatz für ausreichende Kinderbetreuungsangebote, betont die Soziologin zugleich. Insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise ermögliche mobile Arbeit generell auch eine finanzielle Entlastung.